Mitgliederbereich
Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Neue Informationen von Baden Galopp für Besitzer und Aktive

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 21. Mai 2024

 

Das vierte Jahr von Baden Galopp wirft seine Schatten voraus. In wenigen Tagen startet das Frühjahrs Meeting auf der Galopprennbahn in Iffezheim mit drei wunderbaren Renntagen. Das gesamte Team der Rennbahn arbeitet mit Hochdruck an den letzten Vorbereitungen und freut sich, alle Aktiven begrüßen zu dürfen.


Nachfolgend gibt Baden Galopp einige Informationen, vor allen für die Besitzer, bekannt:

- Jeder Legitimationsausweis von Deutscher Galopp oder eines ausländischen Dachverbandes berechtigt zum freien Eintritt für eine Person.
- Um Wartezeiten zu vermeiden, wird es, wie in den vergangenen Jahren, am Haupteingang einen eigenen Eingang für die Aktiven geben.
- Bei dem Start eines Pferdes haben jeweils zwei Personen an diesem Renntag freien Eintritt. Besitzer, die ein Startpferd haben aber keinen Ausweis, begeben sich bitte zum „Aktiveneingang“, nennen dort den Namen des Pferdes, das Rennen und den eigenen Namen. Das Personal an diesem Eingang hat eine Starterliste und gewährt den Besitzern ebenfalls mit zwei Personen kostenfreien Zutritt.
- Für Trainer, Besitzer und Funktionäre steht wie gewohnt der Parkplatz B zur Verfügung. Dieser liegt direkt gegenüber des Eingangs Süd und des Haupt-/Aktiveneingangs.
- Mit der Owners & Trainers Lounge im ersten Obergeschoss des Waagegebäudes stellt Baden Galopp einen Bereich zur Verfügung, der dazu einlädt, einen entspannten Renntag nahe am Geschehen zu verbringen. Das Team von Huber Catering bietet hier Speisen und Getränke zu adäquaten Preisen an. Des Weiteren verfügt die Owners & Trainers Lounge über Monitore und Wettkassen.
- Für größere Besitzergemeinschaften hat Baden Galopp einen neuen Bereich im Badener Turf Treff (BTT) eingerichtet. Dieser dient als Treffpunkt und zum Austausch der verschiedenen Besitzergemeinschaften. Der Bereich verfügt über einen Zugang zum Balkon, Monitore, Zugang zu Wettkassen und dem Selbstbedienungsrestaurant. Außerdem darf der Beachbereich auf der Terrasse unterhalb des BTT direkt am Geläuf mitgenutzt werden. Der Zugang erfolgt über den Balkon und eine Außentreppe. Cateringleistungen sind kostenpflichtig.

 

Damit die jeweiligen Personen ohne Einschränkungen in diesen Bereich gelangen, ist für jede Besitzergemeinschaft ein Ansprechpartner zu benennen. Dieser hat spätestens 4 Tage vor dem jeweiligen Renntag per Mail an n.buchner@badengalopp.de mitzuteilen, wie viele Personen der Gemeinschaft den Bereich nutzen wollen. Für diese Personenzahl wird dann am Renntag im Renntagssekretariat eine entsprechende Anzahl von Bändchen hinterlegt, die vom jeweiligen Ansprechpartner am Renntag abgeholt werden können. Der Zugang zum BTT beinhaltet nicht den freien Eintritt auf die Rennbahn. Hierfür gelten die oben genannten Regelungen. Es besteht kein Anspruch auf Sitzplätze. Die Kapazität des Bereichs ist auf ca. 150 bis 200 Personen begrenzt. Im Falle einer Vollbelegung können zusätzliche Plätze nicht zur Verfügung gestellt werden. Baden Galopp behält sich vor, bei entsprechender Anmeldelage Kontingente zu bestimmen. Gemeinschaften mit Startern am jeweiligen Renntag werden dabei bevorzugt. Nachbuchungen am Renntag sind nicht möglich.


- Weitere Sitzplätze stehen auf der Sattelplatztribüne im Bereich der nummerierten Plätze zur Verfügung. Dort gibt es einen ausgeschilderten Bereich für Personen mit einer Legitimationskarte.

 

Abschließend teilt Baden Galopp mit, dass es weitere verschiedene Bereiche mit kostenfreien Sitzplätzen für alle Besucher auf der Galopprennbahn gibt. Dies betrifft die Terrassen Lounge mit ihrem schönen Blick auf den Führring und die Siegerehrung und die alte Iffezheimer Tribüne mit Kinscem- und Oleander Turm.

Nastaria wieder Dritte im Oleander-Rennen

Die von Anna Schleusner-Fruhriep in Dänischburg/Marlow trainierte Nastaria startete am Pfingstsonntag, 19. Mai, in Hoppegarten wieder in einer Gruppe-II-Prüfung. Das Aushängeschild der Besitzertrainerin gehörte als Langstreckenspezialistin im Comer Group International 53. Oleander-Rennen am Wettmark eher zu den Außenseitern. Doch die 5-jährige Stute zeigte sich wieder einmal von ihrer starken Seite, musste zwar Alessio (Peter Schiergen/ René Piechulek) als Sieger und Waldadler (Pavel Vovcenko/Leon Wolff) als Zweiten den Vortritt lassen, kam aber nur knapp dahinter wie im Vorjahr als Dritte nach 3.200 Meter ins Ziel. Geritten wurde Nastaria, die ihre Gesamtgewinnsumme dank 11.000 € für Rang drei auf über 165.000 Euro steigerte, von Miguel Lopez.

Sport-Welt-Artikel zur Berufungsverhandlung vor dem Renngericht

In der Sport-Welt, Ausgabe 32, vom 26. April 2024 berichtet Chefredakteur Patrick Bücheler über die Berufungsverhandlung Deutscher Galopp/Adel Massaad am 22. April in Köln vor dem Renngericht gegen die Entscheidung des Ordnungsausschusses vom 4. Dezember 2023.

 

Hier der gesamte Artikel

Entscheidung im Berufungsverfahren ergangen

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. April 2024

 

Am 22. April fand das Berufungsverfahren im Fall Adel Massaad vor dem Renngericht unter dem Vorsitz von Frank Heckenbücker statt. Gegenstand des Verfahrens waren die Berufungen von Deutscher Galopp und des Besitzertrainer Adel Massaad gegen die Entscheidung des Ordnungsausschusses vom 04.12.2023, mit dem die Besitzertrainerlizenz für die Dauer von 18 Monaten entzogen worden war. Der Lizenzentzug wurde bei einer Bewährungszeit von zwei Jahren ab dem 01.06.2024 zur Bewährung ausgesetzt und eine Bewährungsauflage von 40.000 € verhängt. Der Ordnungsausschuss kam zu dieser Entscheidung, nachdem bei dem in seinem Besitz stehenden Pferd El Faras im Anschluss des Dallmayr Capsa-Rennens am 30.07.2023 eine unerlaubte Substanz festgestellt wurde und da bei insgesamt zwei unangekündigten Trainingskontrollen Substanzen im Blut aktiver Rennpferde gefunden wurden, ohne dass diese Mittel im Medikamentenbuch eingetragen waren. Der Ordnungsausschuss nahm in allen drei Fällen den Verschuldensmaßstab der groben Fahrlässigkeit an.

 

Herr Massaad hatte gegen die Entscheidung des Ordnungsausschusses Berufung eingelegt und u.a. vorgebracht, dass der Ordnungsausschuss nicht hinreichend gewürdigt habe, dass die unerlaubte Substanz dem Fall El Faras mit der Absicht ihn zu schädigen, heimlich durch eine Dritte, von ihm benannte, Person dem Pferd verabreicht wurde. Im Hinblick auf die Trainingskontrollen seien die erforderlichen Eintragungen nach der indizierten Behandlung von den Tierärzten vergessen worden, ihm sei dies aber zugerechnet worden, als habe er die Medikamente selbst den Pferden verabreicht. Weiter führte er aus, dass hinsichtlich einer Trainingskontrolle, die am frühen Morgen stattfand, er noch gar nicht die Möglichkeit der Meldung von in der Nacht verabreichten Medikamenten an Deutscher Galopp hatte und ihn wegen dieser fehlenden Einträge kein Verschulden treffe.

 

Das Renngericht hat sich weitgehend der Beurteilung des Ordnungsausschusses angeschlossen. Es hat den Verschuldensgrad im Hinblick auf die Feststellung einer unerlaubten Substanz nach dem Rennen vom 30.07.2023 auf Fahrlässigkeit abgemildert und verneinte im Hinblick auf eine der Trainingskontrollen - anders als der Ordnungsausschuss – ein Verschulden hinsichtlich der in der Nacht verabreichten Medikamente. Dies mit der Begründung, dass die Trainingskontrolle vor den Geschäftszeiten von Deutscher Galopp so früh am Morgen stattgefunden hatte, dass noch nicht die Pflicht bestanden habe eine entsprechende Mitteilung zu diesem Zeitpunkt bereits abgegeben zu haben.

 

In den anderen Fällen kam das Renngericht – wie zuvor der Ordnungsausschuss – zu dem Schluss, dass grobfahrlässige Verstöße des Besitzertrainers gegen die Pflicht zur ordnungsgemäßen Führung des Medikamentenbuches vorliegen.

 

Das Interesse des Galopprennsportes an einem sauberen und integren Sport, der auch die Aspekte des Tierschutzes, Tierwohls und die Interessen des wettenden Publikums berücksichtigt, führt dazu, dass der Nachweis von unerlaubten Substanzen in Rennpferden, die in einem Rennen gestartet sind, stets eine strenge Strafe nach sich ziehen muss, da diese Fälle eine besonders schwere Schädigung der Interessen und des Ansehens des Galoppsportes darstellen. Gleiches gilt, wenn Pferde auf einer Trainingsliste stehen und bei ihrer tierärztlichen Behandlung und Medikation die Vorschriften über das Medikamentenbuch nicht eingehalten werden.

 

Das Gericht hat daher im Ergebnis die Dauer des Lizenzentzuges von 18 Monaten bestätigt. Das Renngericht hat die Strafe in Abänderung der Entscheidung des Ordnungsausschusses ab dem 12.10.2024 zur Bewährung ausgesetzt und eine Bewährungszeit von drei Jahren sowie eine Bewährungsauflage in Höhe von 40.000 € angeordnet.


Gegen das Urteil ist das Rechtsmittel der Revision zum Oberen Renngericht möglich. Hierauf hat das Renngericht Herrn Adel Massaad am Ende der Verhandlung hingewiesen. Eine Anfrage zur Stellungnahme zu dem Urteil über seinen Anwalt blieb unbeantwortet.

Elegant Fighter Sieger im unterstützten Rennen in Karlsruhe

Am Sonntag, 12. Mai, hat sich der Verein Deutscher Besitzertrainer zum 100-jährigen Bestehen des Zucht- und Rennverein Karlsruhe-Knielingen an einer der zwei Prüfungen finanziell beteiligt. Und der Sieg im Altersgewichtsrennen über 1.800 Meter auf der Sandbahn ging auch an einen in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer. Jörg Hartmann gewann durch Elegant Fighter. Im Sattel saß Jaqueline Laquai. Die Siegquote betrug 2,70:1.

Waldzauber gewinnt unterstütztes Rennen in Haßloch

Auch 2024 unterstützt der Verein Deutscher Besitzertrainer unterschiedliche Rennen auf deutschen Galopprennbahnen. Die Mittel dafür kommen aus den jährlichen Beiträgen der Mitglieder. In Haßloch hat der Verein Deutscher Besitzertrainer am Samstag, 11. Mai, einen Zuschuss zur vierten Prüfung gegeben. Diesen Ausgleich IV über 1.400 Meter sicherte sich der von Romy van der Meulen aus Holland trainierte Waldzauer. Der 4-jährige Wallach holte bei seinem 17 Start seinen ersten Sieg. Im Sattel saß Andrea Ricupa. Der Toto zahlte 5,50:1.

 

Hinter Queen of the Sky (Toni Potters/Anna van den Troost) sicherte sich als bester in Deutschland lizenzierter Besitzertrainer in diesem Rennen Ronny Heimburger durch Doolily (Martin Seidl) Rang drei, Vierter wurde Fabienne Gratz' Baron Mayson (Sarah Scholl), Achter Janina Boysens Fritz Wonderlich (Janina Boysen) und Neunter Saskia Wagners Shoot The Moon (Nina Wagner).

Tag der Rennställe am 20. April ein voller Erfolg

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 25. April 2024

 

Das Interesse am diesjährigen „Tag der Rennställe“ war groß, denn trotz der teilweise schlechten Witterungsbedingungen ließen sich die Besucher/innen die Neugierde nicht nehmen. Über 1000 Teilnehmer/innen kamen zu den ausgeschriebenen Rennställen, um einen Blick hinter die Kulissen des Galopprennsports zu werfen. Insgesamt 28 Trainer/innen an 15 Standorten deutschlandweit öffneten ihre Tore und gaben einem interessierten Publikum die Möglichkeit, die Trainingsbetriebe der Galopprennpferde exklusiv mitzuerleben.
 
 
Die vierbeinigen Stars hautnah zu bewundern und den ein oder anderen Galopper streicheln zu können, sorgte für rege Begeisterung bei den Teilnehmenden. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich mit Trainer/innen und Pfleger/innen auszutauschen und mehr über die Pflege und Ausbildung der Pferde zu erfahren. In einzelnen Führungen lernten die Gäste neben dem Ablauf des täglichen Trainings und der allgemeinen Haltung und Fütterung der Sportler, auch einige besondere Abläufe in den individuellen Trainingsmethoden der Trainer/innen kennen. Auf dem Fährhof in Sottrum demonstrierte Trainer Simon Stokes den Teilnehmenden die bekannte Join-Up-Methode nach Monty Roberts und erklärte anschließend sein Verladetraining für junge Pferde. Im Rennstall von der Recke nahm Tochter Antonia sich nach dem Training die Zeit, den Teilnehmer/innen ihre Ausrüstung für die Rennen ausführlich zu erklären und zu zeigen. Als Andenken gab es dann noch für alle Teilnehmenden ein echtes Sieger-Hufeisen mit nach Hause.

 

„Der Tag der Rennställe war wieder ein großer Erfolg. In diesem Jahr fanden besonders viele Rennsportneulinge den Weg zu den teilnehmenden Trainingsbetrieben. Wir danken allen Rennställen, dem Personal, Jockeys und den Rennvereinen, die diesen Tag unterstützt haben. Der Tag der Rennställe gibt uns die Gelegenheit, gemeinsam Transparenz zu schaffen und zu zeigen, wie großartig der Galopprennsport ist“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer des Dachverbands.

 

Der Tag der Rennställe wurde bereits zum vierten Mal vom Dachverband Deutscher Galopp organisiert und ist nun zu einem festen Termin im Kalender der Rennsportbegeisterten geworden. Im nächsten Jahr, am 19. April 2025, wird der Tag der Rennställe wieder stattfinden und allen Interessierten die Möglichkeit bieten, den Rennsport und die Rennpferde jenseits der Rennbahn zu erleben.

Sofortiges Karriereende von Marco Klein als Berufstrainer

Quelle: GaloppOnline vom 23. April 2024

 

Vor etwas mehr als drei Wochen wurde bekannt, dass die Pferde von Besitzerin Britta Gollnick-Uleer das Quartier des Mannheimer Trainers Marco Klein verlassen werden. Damit verlor der Coach rund zwei Drittel seiner Stallinsassen. Am Ende befanden sich nur noch zehn Pferde auf der Trainingsliste von Klein. Direkt im ersten Gespräch gab Klein bekannt, dass er das erst einmal sacken lassen müsse und er sich Gedanken um die Zukunft macht.

 

Via seiner privaten Facebook-Seite gab Klein am Montag bekannt, dass er seine Karriere als Trainer beenden wird: „…. wie ja in den letzten Wochen die meisten mitbekommen haben, hat sich die Anzahl der bei uns im Training befindlichen Pferde quasi über Nacht auf zehn Galopper reduziert. Was mich nach langer, reiflicher Überlegung dazu bewogen hat, meine Tätigkeit als Public-Trainer zum Ende dieses Monats aufzugeben. Ich habe in der vergangenen Woche unsere Besitzer darüber informiert und hatte somit gestern meine letzten Starter…“, schreibt Marco Klein auf seinem Profil.

 

Gold of Dubai war am 15. März 2009 Kleins erster Starter und dieser war direkt siegreich. Insgesamt hatte Klein in seiner Karriere 1.407 Starter gestellt und 135 Siege gefeiert. Ikarus, der am 3. März in Dortmund gewinnen konnte, wird vorerst der letzte Sieger von Trainer Marco Klein gewesen sein.

Fantastic Moon ist "Galopper des Jahres 2023"

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 21. März 2024

 

Passend zum Saisonauftakt in Berlin-Hoppegarten, bei dem voraussichtlich auch Mr Hollywood und Fantastic Moon in die Saison starten, steht der Sieger der Wahl zum „Galopper des Jahres“ fest. In der ältesten Publikumswahl des deutschen Sports hat sich Fantastic Moon durchgesetzt.

 

Die Wahl fiel deutlich aus, denn der Sea the Moon-Nachkomme erhielt 60,6 Prozent der Stimmen. Auf Rang zwei landete die Gruppe I-Siegerin India mit 24,3 Prozent, Dritter wurde Mr Hollywood mit 15,2 Prozent. Fantastic Moon reiht sich nun in die Liste renommierter Vollblüter ein, die diese begehrte Auszeichnung erhalten haben, wie Orofino, Acatenango, Danedream und zuletzt Torquator Tasso. Mit seinen herausragenden Leistungen, wie dem Sieg im IDEE 154. Deutschen Derby und im Qatar Prix Niel, hat Fantastic Moon zweifellos einen bleibenden Eindruck hinterlassen und sich als würdiger Titelträger erwiesen.

 

Die Ehrung des „Galopper des Jahres“ findet am 31. März im Rahmen des Renntags am Ostersonntag in Berlin-Hoppegarten statt. Da Fantastic Moon eine Nennung für den Preis von Dahlwitz (LR) besitzt, ist es geplant, dieses großartige Pferd, wie auch seine Trainerin Sarah Steinberg und die Besitzergemeinschaft Liberty Racing 2021, feierlich zu ehren.

 

Deutscher Galopp e.V. und WETTSTAR möchten sich bei allen Rennsport-Fans und Teilnehmern bedanken, die an der Wahl teilgenommen haben. Der Erfolg dieser Publikumswahl wird durch die Leidenschaft und Unterstützung der Galoppgemeinschaft ermöglicht, und soll auch in Zukunft herausragende Leistungen im Galopprennsport würdigen. Bei der Wahl zum „Galopper des Jahres“ handelt es sich um die älteste Publikumswahl im deutschen Sport, denn bereits seit 1957 wird jedes Jahr die renommierte Auszeichnung für den besten Galopper des Landes vergeben. In diesem Jahr jährte sich die Wahl zum „Galopper des Jahres“ somit bereits zum 67. Mal.


Die Gewinnerin des Hauptpreises, Ulrike Haberkorn-Rolfes, darf sich auf eine Reise nach Paris zum wohl bedeutendsten europäischen Galopprennen, dem Prix de l‘ Arc de Triomphe, freuen. Der Preis beinhaltet drei Übernachtungen, vom 4. Oktober bis zum 7. Oktober sowie den freien Eintritt am Samstag und Sonntag zur Rennbahn Paris-Longchamp. Bei der Ehrung in Berlin-Hoppegarten werden dann auch die Gewinner/innen der lukrativen weiteren Preise bekanntgegeben, darunter ein Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro und ein VIP – Rennwochenende in Hannover auf der Neuen Bult.

106 Nennungen in Bad Harzburger Superhandicaps

Quelle: GaloppOnline vom 10. April 2024

 

Die grüne Saison ist mittlerweile voll im Gange. Am Wochenende steht bereits das erste Grupperennen des Jahres an. Damit lassen auch die Meetings des deutschen Rennkalenders nicht mehr allzu lange auf sich warten. Ende Juli ist dann zum Beispiel wieder die Rennwoche in Bad Harzburg an der Reihe.

 

Was man mit der Rennbahn am Weißen Stein in den letzten Jahren unabdingbar verbindet, sind die Superhandicaps über die neutrale Distanz von 1850 Metern. Ausgeschrieben sind wieder drei Rennen, jeweils eines im Ausgleich IV, Ausgleich III und Ausgleich II. In diesem Jahr gibt es aber eine Neuerung. Erstmals sind in diesem Jahr die Dotierungen nämlich gestaffelt, mit einem Gesamtpreisgeld in Höhe von 17.500 Euro im Ausgleich IV, 20.000 Euro im Ausgleich III und 22.500 Euro im Ausgleich II.

 

Bis zum gestrigen Dienstag mussten die Trainer eine Nennung für die Superhandicaps abgeben. Dabei war das jetzige GAG der Pferde irrelevant. Auch Pferde, die bisher kein GAG hatten, konnten genannt werden. Insgesamt gingen 106 Nennungen ein. Damit liegt man nun wieder rund 14 Prozent über dem Ergebnis aus dem letzten Jahr. Zwischen 2022 und 2023 gab es einen deutlichen Einbruch der Nennungen, nun also wieder ein Anstieg. Der erste Renntag der Bad Harzburger Rennwoche wird am 20. Juli stattfinden.

Rennreiterlehrgang fand in Honzrath statt

Vom 21. bis 24. März fand ins Honzrath nach längerer Pause wieder ein Rennreiterlehrgang statt. Veranstalter war der Verband Südwestdeutscher Rennvereine. Der hat dem Verein Deutscher Besitzertrainer als einer der Unterstützer jetzt folgenden Link gesendet: https://www.ardmediathek.de/video/sportarena/schulung-fuer-nachwuchstalente-im-galopprennsport-in-honzrath/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9TQV8xMzg1NjAvc2VjdGlvbi82

Racy Lacey siegte im von Besitzertrainern unterstützem Rennen

In Sonsbeck trat der Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 31. März, als Unterstützer auf. Das mit gesponserte Altersgewichtsrennen über 2.300 m mit dem Titel "Preis Verein Deutscher Besitzertrainer e.V. - Preis Gestüt Ullenboomshof, Xanten" gewann Racy Lacey. Die 6-jährige Stute im Besitz von Ulrike und Heiner Alck wird von Christian von der Recke in Weilerswist trainiert. Im Sattel der Siegerin saß Anna van den Troost, die zu ihrem 250. Karriereerfolg kam. Der Wettanhang von Racy Lacey bekam 1,50:1 ausgezahlt.

Neues Trackingsystem besteht Test in Hoppegarten

Quelle: GaloppOnline vom 31. März 2024

 

Beim Sonntag-Renntag in Hoppegarten hat das Tracking System, welches in Kürze auf alle Rennbahnen ausgerollt werden soll, seine Feuertaufe bestanden. „Überschattet“ natürlich von dem lange andauernden Ausfall des Streams, hat das Tracking System seinen Dienst zur allgemeinen Zufriedenheit erfüllt. „Es hat alles reibungslos funktioniert“, so Riko Luiking, Geschäftsführer von Wettstar.

 

„Im Laufe der nächsten sechs bis acht Wochen sollen alle anderen Rennbahnen am Start sein“, so Luiking weiter. „Es muss jetzt entsprechend Personal in den Regionen geschult werden und neue Satteldecken angeschafft oder bestehende mit Taschen versehen werden.“ Analog zu Frankreich soll das System bei den Rennen rund 100 Meter vor dem Ziel abgeschaltet werden.

Keine Pferde mehr von Britta Gollnick-Uleer bei Trainer Marco Klein

Quelle: GaloppOnline vom 27. März 2024

 

Die Nachricht hat sich im Rennsport in den letzten drei Tagen wie ein Lauffeuer verbreitet und die Protagnisten haben nun gegenüber GaloppOnline.de Stellung bezogen. Die Gerüchteküche hatte Recht und die Besitzerin Britta Gollnick-Uleer und Trainer Marco Klein gehen in Zukunft getrennte Wege.

 

„Mein Mann und ich haben uns viele Gedanken gemacht und haben uns dazu entschieden, in Zukunft eine andere Strategie zu verfolgen. Das bedeutet, dass unsere Pferde den Stall von Marco Klein verlassen werden und auf verschiedene Trainer in Deutschland und auch in Frankreich verteilt werden“, erklärt Britta Gollnick-Uleer. Die Besitzerin hat auch die Namen der Trainer, auf welche die Pferde verteilt werden sollen, genannt: „Im Moment sind das in Deutschland Gerald Geisler, Bohumil Nedorostek und Marcel Weiß. Einige Pferde werden auch nach Frankreich zu Gina Rarick wechseln.”

 

„Wir hatten mit Marco Klein eine tolle Zeit und haben auch fantastische Erfolge gefeiert, doch möchten wir in Zukunft neue Wege gehen“, so nochmals die Besitzerin. Im Gespräch wird relativ deutlich, dass vor allem die Trainingsbedingungen auf der Rennbahn in Mannheim-Seckenheim, gerade für junge Pferde, ein ausschlaggebender Punkt für die Entscheidung waren. Man hatte in der Vergangenheit relativ offen kommuniziert, dass man gemeinsam mit Klein auch andere Trainingsanlagen besichtigt hat, doch kam es nicht zu einem Standortwechsel. „Es wäre jetzt reine Spekulation, darüber zu urteilen, ob wir weiter mit Herrn Klein zusammenarbeiten würden, wenn ein solcher Wechsel erfolgt wäre. Das kann man einfach nicht beantworten“, führt Gollnick-Uleer weiter aus.

 

Im Gespräch macht die Besitzerin klar, dass sie auch in Zukunft weiter in den Rennsport investieren möchte. „Wir sind ja erst im Jahr 2020 eingestiegen und wir waren sofort gefesselt von diesem Sport und wir möchten auch in Zukunft weiter Spaß in diesem wundervollen Sport haben“, erklärt sie abschließend. Allerdings nicht ohne mitzuteilen, dass man in Zukunft unter dem Motto „Qualität über Quantität“ agieren möchte.

 

Selbstverständlich haben wir auch mit Trainer Marco Klein über den Abgang gesprochen. „Ich habe am Sonntag eine Mitteilung darüber erhalten. Natürlich war es ein großer Schock. Auf einen Schlag zwei Drittel der Pferde zu verlieren ist nicht einfach“, erklärt der Trainer. Auch Klein blickt zufrieden auf die letzten rund dreieinhalb Jahre zurück und ist froh darüber, dass nun ein endgültiger Schlussstrich unter den Wechsel gezogen wird. „Es soll nun ein sauberer Strich unter diese Sache gemacht werden, denn natürlich ist der Rennsport ein schnelllebiges Geschäft, und der Typ, um nun irgendwelche Schmutzkampagnen zu befeuern, der bin ich nicht. Wie gesagt, es war eine tolle Zeit, aber es ist der Lauf der Dinge, dass man auch mal auseinandergeht.“

 

Klein betonte dabei, dass er zu sehr heimatgebunden ist und es für ihn letztlich nicht zur Debatte stand, den Trainingsstandort zu wechseln. „Letztlich lässt sich wohl sagen, dass die Ambitionen der Besitzer höher sind, als dass diese mit meiner Trainingsphilosophie und mit meinem Management vereinbar sind“, erklärt der Trainer. „Wir machen nun erstmal normal weiter, auch wenn wir uns in relativ naher Zukunft natürlich von vier Mitarbeitern trennen werden müssen.“ Ein letztes, dankendes Wort hat Klein noch an die Rennsportgemeinde übrig. „Ich muss sagen, ich bin wirklich dankbar darüber, wie viel Zuspruch ich in den letzten Tagen erhalten habe und wie viele Menschen sich bei mir gemeldet und mich auch aufgebaut haben. Das hat in dieser schwierigen Zeit enorm geholfen.“

"Antreiben" mit der Peitsche in der Schweiz nicht mehr erlaubt

Quelle: GaloppOnline vom 19. März 2024

 

Schweiz Galopp hat beschlossen, den Einsatz der Peitsche zum Antreiben der Pferde zu untersagen. Die neue Regel sollte ab dem 1. Juli 2024 in Kraft treten. Doch nun geht alles viel schneller. „Der Vorstand Galopp Schweiz greift durch: Verbot des Peitschengebrauchs tritt ab sofort in Kraft“, schreibt horseracing.ch auf seiner Facebookseite.


„Der Entscheid, den Gebrauch der Peitsche noch bis Ende Juni 2024 zuzulassen, war nicht mehr zu halten. Die Entwicklung seit der Galopp Schweiz-Generalversammlung vom 9. März 2024 hat dies gezeigt. Insbesondere Vertreter der Deutschschweizer Rennvereine hatten den Vorstand deshalb gebeten, das Verbot per sofort einzuführen.“

 

Die Peitsche darf im Rennen mitgenommen werden, allerdings nur noch zu Korrektur-Zwecken (z.B. um ein Ausbrechen zu verhindern; etwas anders ist die Ausgangslage in Hindernisrennen bei den Sprüngen) eingesetzt werden, nicht mehr um Pferde anzutreiben. Der Vorstand von Galopp Schweiz arbeitet nun die entsprechenden Reglements-Passagen sowie den Sanktions-Katalog aus.

Ab sofort keine Rennen mehr in Macau

Quelle: GaloppOnline vom 31. März 2024

 

Erst im Januar wurde bekannt, dass die Rennen in Macau vor dem Aus stehen und ganz schnell beendet werden. Nun war es bereits am vergangenen Samstag so weit. Der letzte Renntag auf der Rennbahn in Taipa wurde am Wochenende abgehalten.

 

Nochmals standen insgesamt 14 Rennen auf der Karte, doch werden es die letzten Prüfungen gewesen sein. 1980 wurde die Rennbahn in der chinesischen Sonderverwaltungszone erbaut und über Jahre boomte der Rennsport. Große europäische Jockeys gaben sich im Winter regelmäßig die Ehre und ritten um hohe Preisgelder. Jedoch verzeichnete man in den letzten Jahren im Macau Jockey Club immer höhere Verluste, sodass nun die Tätigkeiten eingestellt werden.

 

Aus Deutschland bleibt wohl Andreas Helfenbeins Erfolg im Macau Derby 2013 auf dem 23,10:1-Außenseiter Lucky And Wealthy in bester Erinnerung. Als der letzte Sieger ist Top Mountain God in die Geschichtsbücher eingegangen.

Siege von in Deutschland lizenzierten Besitzertrainern im September 2023

Quakenbrück, 3. September

  • Daniela Pavel – Fox Hunter

Mons, 4. September

  • Caroline Pietsch – Una Nova

Magdeburg, 9. September

  • Bernd Schrödl – Slay the Dragon
  • Daniel Paulick – Iliano

Nancy, 10. September

  • Christian Peterschmitt – Deep Space

Leipzig, 10. September

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Orkan von Marlow
  • Vivien Müller – L'Aida

Dortmund, 17. September

  • Janine Beckmann – Laterani

Billigheim, 17. Dezember

  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven
  • Jörg Hartmann – Elegant Fighter

Mons, 20. September

  • April Joy Swann – All Talk N’ No Do

Mannheim, 24. September

  • Martin Schu – Prince Percival

Siege von in Deutschland lizenzierten Besitzertrainern im August 2023

Hoppegarten, 13. August

  • Daniel Paulick – Manjaro

Saarbrücken, 15. August

  • Matthias Schwinn – Promotion
  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven

Mülheim an der Ruhr, 19. August

  • Adel Massaad – Magadan

Vittel, 19. August

  • Christian Peterschmitt – Deep Space und Everstorm

Düsseldorf, 20. August

  • Laura Giesgen – Ding Dong
  • Rosen Naskov – City Cat

Hannover, 20. August

  • Christine Hottewitzsch – Lady O'Connor

Dresden, 26. August

  • Daniel Paulick – Invincible Warrior
  • Aleksej Luft  – Colorado Sun

Baden-Baden, 26. August

  • Daniel Paulick – Rosa

Baden-Baden, 27. August

  • Armin Weidler – Arturo

Baden-Baden, 30. August

  • Silke Brüggemann – Orthos

Siege von in Deutschland lizenzierten Besitzertrainern im Juli 2023

Hamburg, 1. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Flotte Lotte

Hamburg, 2. Juli

  • Daniel Paulick – Rosa

Miesau, 8. Juli

  • Martin Schu – Monte Christo und Venus Victrix
  • Birgit Nikolaus – Duke of Yorkie

Köln, 9. Juli

  • Christoph Masser – Bottleofsmoke

Magdeburg, 9. Juli

  • Daniel Paulick – Iliano

Hannover, 14. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Nastaria

Dresden, 15. Juli

  • Ralph Siegert – Varicon
  • Christine Hottewitzsch – Lady O' Connor

Vittel, 16. Juli

  • Christian Peterschmitt – King's Crown

Bad Harzburg, 22. Juli

  • Monique Lübcke – Dallas Girl
  • Kamila Harms – Raoul Dufy

Bad Harzburg, 23. Juli

  • Adel Massaad – Sagamore
  • Frauke-Luise Hinck – Wildpfad

Bad Harzburg, 27. Juli

  • Armin Weidler – Angel Park

Bad Harzburg, 29. Juli

  • Jörg Hartmann – Jangkhe
  • Silke Brüggemann – Orthos

Bad Harzburg, 30. Juli

  • Jörg Hartmann – Magritte Du Champ

Horst Wittfeld neuer 1. Vorsitzenden des Krefelder Rennclubs

Quelle: Pressemitteilung des Krefelder Rennclubs vom 20. März 2024

 

Der Krefelder Rennclub 1997 e.V. hat seit Dienstag, 19. März, ein neues Führungsteam: Bei der Mitgliederversammlung wurde Horst Wittfeld zum neuen 1. Vorsitzenden des Krefelder Rennclub gewählt, einen Gegenkandidaten*in gab es nicht. Zur neuen zweiten Vorsitzenden votierten die Mitglieder für Tania Cosman, zum neuen Schatzmeister wurde Frank Hüsges gewählt. Jan A. J. Schreurs, der nach fast 20-jähriger Präsidentschaft auf der Galopprennbahn im Stadtwald für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stand, wurde einstimmig zum Ehrenmitglied des Krefelder Rennclub ernannt.


Der Krefelder Horst Wittfeld, ein Unternehmer der Stahlbranche, ist dem Vollblutsport von Kindesbeinen verbunden, auch heute noch Besitzer und Züchter von Rennpferden. Dem Beirat des Krefelder Rennclub gehörte er bereits seit einigen Jahren an. „Für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich sehr, ich gehe mit Freude und großem Engagement an meine neue verantwortungsvolle Aufgabe heran. Mit Tania Cosman als Vizepräsidentin an der Spitze und einem erweiterten und verjüngten Beirat stellt sich zudem ein neues Rennclub-Team vor allem auch für die Zukunft auf. Zudem sind Kati Möller, Assistenz des Vorstandes sowie Leiterin Marketing und unsere langjährige Mitarbeiterin Karin Scheid sowie der für unsere Renntechnik und Presse verantwortliche Peter Scheid unverändert weitere Eckpfeiler unseres Teams.“

 

Zuversichtlich zeigte sich Horst Wittfeld gegenüber den immer schwieriger werden Herausforderungen, die der deutsche Galopprennsport und die Veranstalter von Renntagen zu meistern haben. „Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt. Unser neues Ehrenmitglied Jan A. J. Schreurs hat mit seinem Vizepräsidenten Denis Hartenstein über Jahrzehnte sehr gute Arbeit geleistet und stets das nötige Gespür gehabt, was wirtschaftlich umsetzbar und sportlich eine Notwendigkeit ist, um sich als Premiumbahn zu etablieren. Dafür gehört unser allergrößter Dank und wir sehen uns in der Verpflichtung, dem Ruf des Juwels Stadtwald-Rennbahn auch in Zukunft gerecht zu werden.“

 

Die neu gewählte Vizepräsidentin Tania Cosman, zwei Jahrzehnte für das Sponsoring des Krefelder Rennclubs verantwortlich und Tochter von Günter Wolff, der von 1997 bis 2005 den Vorsitz im Rennclub innehatte, schnitt einige relevante Themen an, die auf der Agenda des neuen Vorstandes und seinem Team stehen. Wie zum Beispiel mehr Mitgliedernähe zu schaffen, etwa auch durch gemeinsame Besuche anderer Renntagsveranstaltungen in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Galopp zu intensivieren und vor allem auch eine Willkommenskultur auf der Rennbahn für Besucher, Besitzer und Trainer zu schaffen. Dass die Boxen im Trainingsbereich nach vielen flauen Jahren wieder bestens gefüllt sind und auch unverändert Spitzenpferde im Stadtwald trainiert werden, spricht zudem für den Rennbahn- und Trainingsstandort Krefeld und für den Betreiber der Trainingszentrale, Bernd-Robert Gossens.

 

Ein Thema, das größte Aufmerksamkeit verlangt, schnitt der neue 1. Vorsitzende Horst Wittfeld noch an. Das Tierwohl. Um diesen Leitlinien der Pferdehaltung in den Gestüten und Rennställen weiterhin gerecht zu werden, hat Deutscher Galopp eine Tierwohl-Kommission ins Leben gerufen, so stehen auch Rennvereine und Rennclubs im ständigen Austausch mit dieser Tierwohl-Kommission und können die gewonnenen Kenntnisse auch bei ihren Veranstaltungstagen umsetzen.

 

2024 stehen auf der Stadtwald-Rennbahn fünf Renntage an, das beliebte Weihnachtssingen ist wie immer auf den 23. Dezember terminiert. Am 28. April startet die Saison gleich mit einem Highlight, wenn das um das Patronat der Sparkasse Krefeld stehende Dr. Busch-Memorial für die dreijährigen Spitzenpferde im Mittelpunkt des Renntages steht. Für das neue Führungsteam des Krefelder Rennclubs wird es sozusagen die „Feuertaufe“ werden.

WEMPE German 1000 Guineas-Siegerin erhält Wildcard

Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 15. März 2024

 

Die WEMPE German 1000 Guineas, deren 104. Ausgabe am 26. Mai 2024 in Düsseldorf ausgetragen wird, werden als „Win and you are in“-Rennen für ein ausländisches Spitzenrennen anerkannt. Die Siegerin des deutschen Gruppe 2-Klassikers wird vom Britischen Jockey Club zu einem Start ohne Nenngebühren am 12. Juli 2024 ins englische Newmarket eingeladen. Dieses Rennen der höchsten internationalen Kategorie für 3-jährige und ältere Stuten geht ebenfalls über die Distanz von 1.600 m und lockt mit einem Preisgeld von £ 200.000 (ca. 234.125 €). 


Aus diesem Grund werden die WEMPE 104. German 1000 Guineas nochmal für eine Woche durch den Düsseldorfer Reiter- und Rennverein nach Abstimmung mit dem Deutschen Galopp geöffnet, um weiteren Pferdebesitzern die Möglichkeit zu geben ihre Stuten zum regulären Nenngeld anzumelden. Die Falmouth Stakes sind ein Teil der Qipco British Champions Series. Sie werden in Newmarket auf dem July Course ausgetragen, einem geraden Streckenabschnitt, der als "The Bunbury Mile" bekannt und für Sommerrennen reserviert ist. 


Die German 1000 Guineas zählen zu den fünf klassischen Rennen im deutschen Galopprennsport und werden seit 1949 ununterbrochen in Düsseldorf ausgetragen. Der Klassiker verfügt über enorme internationale Anziehungskraft. In den vergangenen Jahren konnten sich häufig Stuten aus England und Frankreich in die Liste der Siegerinnen eintragen, zuletzt 2022 Txope aus dem Besitz des französischen Fußball-Nationalspielers Antoine Griezmann. 


Der „The Jockey Club“ betreibt mit ca. 650 Mitarbeitern 15 Rennbahnen in England, u.a. Newmarket, Epsom und Cheltenham. Die Kooperation mit dem ältesten Rennvereins Deutschlands, dem Düsseldorfer Reiter- und Rennverein von 1844 e.V. ist auf dessen Initiative zum Aufbau eines internationalen Netzwerkes zur Gewinnung von Startpferden für den Henkel-Preis der Diana (Gr. 1, 500.000 €, 2400 m) begründet. Ab 2025 sollen auch für dieses deutsche Top-Rennen einige internationale Rennen der höchsten Kategorie als „Win and you are in“-Rennen gelten. Dazu zählen u.a. die internationalen Diana Pendants Epsom Oaks, Prix de Diane und Irish Oaks.

Stallparade 2024 der Sport-Welt mit Christian Peterschmitt

In die Stallparade 2024 der Fachzeitschrift Sport-Welt haben es diesmal nur fünf Besitzertrainer geschafft. Voraussetzung für die Stallparade waren wieder fünf Erfolge im Jahr 2023, egal ob im Inland oder Ausland erzielt. 

 

In der Sport-Welt-Ausgabe 14 vom 5. März wurden die Pferde von Christian Peterschmitt (hier1, hier2) vorgestellt. In 2023 kam Christian Peterschmitt zu elf Treffern. , die   vorgestellt, die 2023 sechs Sieger stellte. Bereits vorher veröffentlicht hat die Sport-Welt die Stallparaden von Anna Schleusner-Fruhriep (hier 1, hier 2), Daniel Paulick (hier 1, hier 2) und Bernd Schrödl (hier 1, hier 2).

Mitgliederversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine

Quelle: Pressemitteilung des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine vom 18. März 2024

 

In der Lounge des Rennclubs Saarbrücken fand am Samstag, 16. März, die 96. Mitgliederversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine (VSR) statt. Nach der Begrüßung durch die VSR Präsidentin Tanja Hauch, zugleich Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Rennclubs Saarbrücken, gedachten die Anwesenden des im September 2023 verstorbenen langjährigen Schatzmeister Erwin Peifer. VSR-Vizepräsident Jens Pfeiffer fasste seine herausragenden Verdienste für den VSR mit einer würdevollen Rede zusammen. Anschließend wurde Fabienne Gratz einstimmig zur Nachfolgerin im Amt des Schatzmeisters gewählt.

 

Weiter ging es mit den Ehrungen. Zunächst wurde Expräsident Klaus Wilhelm zum Ehrenpräsidenten und der ehemalige Geschäftsführer Jürgen Braunagel zum Ehrenmitglied ernannt. Beide haben sich ebenfalls in besonderer Weise um den VSR verdient gemacht. Anschließend fand die Ehrung der Sieger des 30. Wettstar Turfchampionats 2023 statt. Bei den Besitzern konnte sich, wie im Vorjahr, Britta Gollnick-Uleer mit 10 Punkten zu den glücklichen Gewinnern zählen. Manfred Weber sicherte sich die Spitzenposition bei den Trainern mit 14 Punkten. Robin Weber erziele mit stolzen 22 Punkten den Sieg bei den Reitern. Die Preise wurden durch Tanja Hauch übergeben.

 

Im Anschluss berichtete Birgit Nikolaus über den bevorstehenden Rennreiterlehrgang in Honzrath, der zum ersten Mal nach der Corona Pandemie wieder stattfindet. Der VSR sieht einen seiner Schwerpunkte in der Nachwuchsförderung und freut sich über 10 Lehrgangsteilnehmer aus 3 Ländern. Nach dem Bericht des Traberbeauftragten Gernot Schunck berichtete Nastasja Volz-Degel von der Arbeit der neu gegründeten Tierwohlkommission bei Deutscher Galopp, deren Vorsitzende sie ist und erläuterte die Aufgaben der Kommission und die Umsetzung der bereits ergriffenen Maßnahmen. Die harmonisch verlaufende Sitzung endete mit guten Gesprächen und einem kleinen Imbiss.

Hochkarätige Grupperennen finden neues Zuhause in Köln

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 13. März 2024

 

Deutscher Galopp e.V. und der Kölner Renn-Verein freuen sich über die Hinzugewinnung zweier renommierter Grupperennen in das Programm für die grüne Saison 2024 im Weidenpescher Park. Aufgrund von Baumaßnahmen wird das „Silberne Pferde“ (Gr. III, 3.000 m), nicht wie gewohnt in Berlin-Hoppegarten stattfinden können. Ebenfalls wird der „Großer Preis der Landeshauptstadt Dresden“ (Gr.III, 1.400 m) nicht mehr in der sächsischen Landeshauptstadt veranstaltet.

 

Zu den sechs Kölner Grupperennen, die sich über die Saison verteilen, werden die Sprint-Trophy und das „Silberne Pferd“ im Herbst für eine weitere Aufwertung der Kölner Renntage sorgen. Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins, betont: „Der Renntag am 22. September mit dem Mehl-Mülhens-Stiftung 62. Preis von Europa Gruppe I, dem übernommenen Gruppe III-Rennen über 1.400 m und dem Winterkönigin Trial auf Listenebene ist für den gesamten deutschen Rennsport ein absolutes Highlight. Mit dem „Silbernen Pferd“ über 3.000 m bieten wir den Besitzern und Trainern eine weitere hochkarätige Option im Herbst auf eine Gruppe-Platzierung für Steher und werten das Kölner Saisonfinale am 2. November dadurch massiv auf. Die Übernahme der beiden Grupperennen auf das Jahr 2024 begrenzt, so dass diese im kommenden Jahr wieder neu verteilt werden. Uns war wichtig, dass wir unseren Beitrag zum Erhalt von zwei Blacktype-Rennen in diesem Jahr leisten und damit ein positives Zeichen setzen.“


„Wir sind dem Kölner Renn-Verein sehr dankbar, dass die beiden Grupperennen übernommen werden. Vor allem mit der Übernahme des ehemals „Großer Preis der Landeshauptstadt Dresden“ schließt sich interessanterweise ein Kreis. Das Rennen war auf einer langen Wanderschaft, da es bis einschließlich 2010 in Köln gelaufen wurde als „Große Europa-Meile“ (damals über 1.600 m). Danach wurde das Rennen in München, Düsseldorf und Dresden veranstaltet. Wir sind gespannt, wo das Rennen im nächsten Jahr gelaufen wird, sind aber gleichzeitig froh, dass es in diesem Jahr ein neues Zuhause in Köln gefunden hat,“ so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutschen Galopp e.V.

Saisonstart in Dresden am 21. April - kein Grupperennen 2024

Quelle: Pressemitteilung des Dresdener Rennvereins vom 7. März 2024

 

Die neue Galopp-Saison steht vor der Tür. Zunächst geht es in Seidnitz aber am 10. März los mit dem ersten Kunst-, Antik- und Trödelmarkt mit über 100 Händlern aus ganz Deutschland. Wir laden Sie von 10 bis 16 Uhr ein, besondere Antiquitäten, Meißner Porzellan, Schallplatten aber auch Kleidung und Spielzeug zu erwerben. Auch für die eine oder andere Stärkung vor Ort von Langos, Fischbrötchen und Bratwurst bis hin zu kleinen Naschereien wie frische Waffeln wird gesorgt sein. Der Eintritt ist frei. Parkplätze in beschränkter Anzahl stehen vor Ort zur Verfügung. Das Parken kostet 4 Euro. Sie erreichen die Galopprennbahn mit dem Öffentlichen Personennahverkehr mit den Bussen der Linie 65 und 87 Haltestelle An der Galopprennbahn. Einige Minuten Fußweg entfernt befindet sich der S-Bahnhof Dresden Reick, den Sie mit den S-Bahnen S1 und S2 erreichen sowie mit der Buslinie 64. Weitere Infos und Händler-Anmeldungen: www.flohmarkt-sachsen.de


Der Aufgalopp 2024 steigt am 21. April mit dem Preis der Freiberger Brauerei als Hauptereignis. Der Vertrag mit dem Hauptsponsor des Dresdener Rennvereins 1890 e. V. wurde gerade erst verlängert. Auch die Ostsächsische Sparkasse engagiert sich an diesem Renntag und spendiert all ihren Kunden 25 Prozent des Ticketpreises sowohl an der Tageskarte bei Vorlage der EC-Karte als auch im Online-Vorverkauf auf www.galopprennbahn-dresden-seidnitz.de, bei dem der Rabatt mit dem Eintragen der IBAN aktiviert wird.


Ausgebaut wurden die „Zwei für eins“-Aktionen an allen Renntagen. So erhält man als SZ-Card-Inhaber, als Mitglied bei „Dresden for Friends“, mit einem Gutschein aus dem „Schlemmer-Block“ oder einem von Sachsen-Lotto zwei Tickets zum Preis von einem an der Tageskasse. Die Renntermine: 21. April, 15. Juni, 4. August, 24. August, 21. September und 22. November.


Am höchsten dotiert ist das BBAG-Auktionsrennen mit 52.000 Euro im Juni. Traditionell im September wird der Große Preis der Landeshauptstadt Dresden ausgetragen - 2024 allerdings nicht als internationales Gruppe-III-Rennen. Präsident Albrecht Felgner: „Die finanzielle Situation lässt es in diesem Jahr nicht zu, dieses Rennen mit einer Dotierung von 55.000 Euro auszustatten. Wir nehmen lieber einen Teil dieses Geldes und stocken andere, kleinere Rennen etwas auf. Da haben mehr Besitzer etwas davon – und hoffentlich darunter viele aus der Region.“

RaceBets-Insider-Talk mit Pavel Bradik

Im aktuellen Insider-Talk des Wettanbieters RaceBets nimmt Pavel Bradik Stellung zu vielen aktuellen Themen des deutschen Galopprennsports und natürlich zu ihren eigenen Schützlingen. Der lesenswerte Talk ist hier zu finden: https://blog.racebets.de/insider-talk-mit-pavel-bradik/

Sieger Aurum Sky genießt den Koppelgang

Am Sonntag beeindruckte er auf der Dortmunder Sandbahn, am Montag macht er Freudensprünge auf der Koppel: Der 4-jährige Aurum Sky (blaue Decke) von Besitzertrainer Pavel Bradik mit Koppelbegleitung. "So sehen die Sieger aus einen Tag nach dem Rennen bei Besitzertrainern", schreibt Pavel Bradik zu seinem Video.

Gewinnerinnen des Stable Staff Award 2023 stehen fest

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Februar 2024

 

Der Stable Staff Award von Deutscher Galopp e.V. ehrt die besondere Hingabe von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Kategorien Rennstall und Gestüt. Die Sieger der dritten Award-Ausgabe in Deutschland stehen fest. Karin Dietrich und Beate Weser sind die Mitarbeiterinnen des Jahres 2023.

 

Nach einer Nominierungs- und Juryphase konnten in den Kategorien Rennstall und Gestüt je drei Finalistinnen auf die Auszeichnung mit dem Stable Staff Award 2023 hoffen. Die endgültige Entscheidung traf die Vollblut-Community in einer zweiwöchigen Publikumswahl. In der Kategorie Rennstall setzte sich Karin Dietrich aus dem Iffezheimer Trainingsquartier von Gordan Batistic, und Beate Weser vom Gestüt Röttgen in der Kategorie Gestüt, durch. Beide gewinnen jeweils einen Reisegutschein im Wert von 2.500 Euro.

 

Beate Weser arbeitet seit 29 Jahren im Gestüt Röttgen und wird liebevoll das „Urgestein des Gestüts“ genannt. Zu Beginn ihrer Karriere auf Röttgen kümmerte sich Frau Weser primär um die Jährlinge und Rekonvaleszenten, und jetzt, seit nunmehr sechs Jahren, um die Mutterstuten. „Sie ist die gute Seele vom Mutterstall und im Team nicht mehr wegzudenken “ heißt es aus dem Kollegenkreis. Mit einer Lehre zur Berufsrennreiterin bei Rudi Lehmann in Hoppegarten begann ihre Tätigkeit im Galopprennsport. Im Jahr 1990 wechselte Frau Weser dann in das Gestütsleben. 

 

„Ich kann mich zu 120 % auf Karin verlassen. Sie ist immer da, egal zu welcher Uhrzeit“, sagt Arbeitgeber Gordan Batistic über die Stable Staff-Siegerin 2023 aus der Kategorie Rennstall. Die Pferdewirtschaftsmeisterin Karin Dietrich arbeitet schon seit 1977 im Galopprennsport. Angefangen hat sie mit einer Lehre bei Monika Münch. Bevor sie im Jahr 1997 nach Iffezheim wechselte, trainierte Karin Dietrich sieben Jahre lang selbstständig Galopper, und seit zwei Jahren ist sie nun als Futtermeisterin bei Gordan Batistic tätig.

 

Erstmals werden in diesem Jahr auch die Platzierten mit einer finanziellen Anerkennung in Höhe von je 500 Euro berücksichtigt. Corinna Schwandt und Christina Baltromei belegen in der Kategorie Gestüt die Plätze. In der Kategorie Rennstall sind es Birgit Stoltefuß und Susanne Blau. Als weitere Anerkennung lädt das Team von Baden Galopp alle Finalistinnen zu einem Renntag während des Frühjahrs-Meetings ein. Im Rahmen der Championatsehrung der Besitzervereinigung werden beide Siegerinnen feierlich geehrt.

 

„Obwohl der Jury die Vorauswahl bei der Vielzahl an guten Nominierungen schwerfiel, hatten wir in diesem Jahr sechs ausgezeichnete Finalistinnen. Mit Karin Dietrich und Beate Weser wurden zwei würdige Siegerinnen gefunden, die sonst nicht unbedingt im Vordergrund stehen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie es auch unsere Siegerinnen sind, stehen durch Ihre Tätigkeiten als Nachtwachen in Gestüten, oder als Vertretung für Trainer/innen in den heimischen Quartieren, nicht immer in der ersten Reihe. Aber genau diese Mitarbeiter/innen verdienen eine besondere Form der Anerkennung. Wir gratulieren herzlichst zu dem Titel „Mitarbeiterin des Jahres 2023“", sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp e.V..

Baden Galopp lädt ein, sich den Tagesablauf der Vollblüter anzuschauen

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 31. Januar 2024

 

Am 2. März von 9.30 bis 12 Uhr veranstaltet Baden Galopp zum ersten Mal eine Infoveranstaltung auf der Galopprennbahn in Baden-Baden / Iffezheim. Im Fokus: Vorurteile abbauen und Rennsportfremde, Reitsportbegeisterte und Kritiker dazu einladen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Bei der Veranstaltung wird das Training der Rennpferde vorgestellt, eine Führung durch einen Rennstall ist ebenso im Angebot und es besteht die Möglichkeit, einen Selbstversuch auf dem hauseigenen elektrischen Pferd „Miss Iffi“ zu wagen.

 

Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp, unterstreicht das Anliegen des Rennvereins: „Der Reitsport im Allgemeinen und der Rennsport im Besonderen wird mit vielen Vorurteilen, teilweise aber auch mit berechtigter Kritik konfrontiert. Wir möchten uns dem stellen und alle Interessierten, gerade auch Kritiker, einladen, sich selbst ein Bild von der täglichen Arbeit mit unseren Partnern, den Pferden, zu machen. Unser Ziel ist es, das Kulturgut Pferd als wichtigstem Begleiter des Menschen seit ca. 5.000 Jahren zu pflegen und zu erhalten. Eine Welt ohne Pferde können und wollen wir uns nicht vorstellen.“

 

Je nach Resonanz sind weitere Termine geplant. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenlos, erforderlich ist lediglich Interesse. Getränke und kleine Snacks sind inklusive. Weitere Informationen und die Anmeldung können unter info@badengalopp.de angefordert werden. Anmeldeschluss ist der 26. Februar. Baden Galopp freut sich auf zahlreiche Anmeldungen.

Besitzertrainer-Cup 2023: Sieg an Matthias Schwinn

In Mülheim an der Ruhr sollte am Dienstag, 26. Dezember, der letzte Wertungsrenntag im Besitzertrainer-Cup 2023 stattfinden. Nach der Absage des Renntags wegen des nicht praktikablen Bodens nach den anhaltenden Niederschlägen, fällt damit auch der finale Wertungsrenntag aus. Der Besitzertrainer-Cup 2023 ist damit beendet.

 

Wie bereits vermeldet, heißt der diesjährige Sieger Matthias Schwinn, der insgesamt 54 Punkte auf sein Konto bringen konnte und sich nun über eine Prämie von 1.000,00 € freuen darf. Rang zwei geht an Christian Peterschmitt, der mit seinen Schützlingen im Laufe des Jahres 38 Zähler eingaloppiert hat und 500,00 € überwiesen bekommt. Dritte ist Silke Brüggemann (27/300,00 €) vor Marc Timpelan (24/200,00 €). Je 100,00 € erhalten auf den Plätzen fünf bis zehn Janina Boysen (22), Selina Ehl (20), Jörg Hartmann und Bernd Schrödl (je 19), Adel Massaad (18) und 10. Martin Schu (17). Insgesamt haben in diesem Jahr 45 in Deutschland lizenzierte Besitzertrainer an diesem Wettbewerb mit seinen neun Wertungsrenntagen teilgenommen.

 

Der komplette Endstand

 

Nach den bisher sieben Auflagen des Besitzertrainer-Cups mit den Siegern Monika Lindemann (2016), Horst Rudolph (2017), Daniel Paulick (2018) sowie Anna Schleusner-Fruhriep (2019, 2021 und 2022) hat der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer beschlossen, diesen Wettbewerb nicht mehr auszuschreiben. "Es gibt schon einige Ideen, was auf den Besitzertrainer-Cup folgen wird", so Geschäftsführer Detlef Kaczmarek.

Derby 2025 bereits am ersten Sonntag des Meetings

Quelle: GaloppOnline vom 6. Februar 2024

 

Ab dem Jahr 2025 soll die Derby-Woche in Hamburg neu strukturiert werden. Das hat Dr. Michael Vesper, der Präsident von Deutscher Galopp, am Dienstag anlässlich eines Pressegesprächs mitgeteilt. „Wir haben mit dem Hamburger Renn-Club gute Gespräche geführt, man hat zugesagt, das Meeting in diesem Jahr mit dem gleich guten Geläuf wie im Vorjahr und einem ebenso guten Rahmen zu veranstalten“, so Vesper. An den Rahmenbedingungen für Aktive und Besucher hatte es 2023 zahlreiche Kritik gegeben.

 

„2025 soll es eine andere Reihenfolge der Renntage geben“, so Vesper. „Es wird ein erstes Wochenende mit dem Deutschen Derby sonntags geben, zwei Renntage werden es vorher sein.“ Damit soll ein praktikables Geläuf für das Blaue Band sichergestellt werden. Nach dem Derby-Tag wird es weitere Renntage, unter der Woche und vielleicht auch am Folge-Wochenende, geben. Diese werden dann mehr den Charakter von Familienrenntagen haben.

RaceBets-Insider-Talk mit Dr. Christine Paraknewitz-Kalla

Im aktuellen Insider-Talk des Wettanbieters RaceBets nimmt Dr. Christine Paraknewitz-Kalla Stellung zu vielen aktuellen Themen des deutschen Galopprennsports und natürlich zu ihren eigenen Schützlingen. Der sehr lesenswerte Talk mit dem Vorstandsmitglied des Vereins Deutscher Besitzertrainer hier hier zu finden: https://blog.racebets.de/insider-talk-mit-dr-christine-paraknewitz-kalla/

Treffpunkt für Besitzergemeinschaften bei Baden Galopp

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 8. Februar 2024

 

Besitzergemeinschaften sind aktuell in aller Munde, nicht zuletzt durch die Erfolge von Liberty Racing, dem Stall Rom, den Mülheimer Turfsyndikaten und anderer. Auf Anregung einiger Mitglieder von Besitzergemeinschaften hat sich Baden Galopp deshalb dazu entschlossen, einen gesonderten Bereich im Badener Turf Treff für Besitzergemeinschaften zu reservieren. Dieser wird neugestaltet und soll Anlaufstelle für die Mitglieder von Besitzergemeinschaften sein, um Erfahrungen auszutauschen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.


Jeweils ein Vertreter einer Besitzergemeinschaft kann an den Renntagen im Renntagssekretariat Bändchen abholen, die den kostenfreien Zutritt zum Badener Turf Treff ermöglichen. Speisen und Getränke können im Selbstbedienungsrestaurant erworben werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Rennen vom Balkon aus gemeinsam zu erleben. Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp: „Wir bedanken und für die Anregung und haben uns bemüht, neben der Owners und Trainers Lounge, die nur Inhabern von Legitimationskarten zugänglich ist, einen weiteren Bereich zu schaffen, in dem sich die Besitzer, speziell die Mitglieder von Besitzergemeinschaften treffen können“.

Janina Boysen startet 2024 in den Fegentri-Rennen

Quelle: GaloppOnline vom 8. Februar 2024

 

Janina Boysen ist mittlerweile als Tausendsassa bekannt, wirkt auf vielen verschiedenen Ebenen im Galopprennsport. Nun kommt noch eine weitere Tätigkeit hinzu, diese hat dann aber ausnahmsweise nichts mit dem Galopprennsport zu tun. Zumindest nicht direkt. Denn der Rennsport spielt auch hier eine Rolle, doch in einer anderen Gangart. Boysen hat nämlich am heutigen Donnerstag die Prüfung zur Trabrennreiterin auf der Rennbahn in Berlin-Karlshorst abgelegt und auch bestanden.

 

Am Mittag hat GaloppOnline.de die 36-Jährige noch auf der Trabrennbahn erreicht. „Ich finde es immer schön, wenn sich Sportarten verbinden und gemeinsam unterstützen. Daher freue ich mich, nun auch bei den Trabern aktiv sein zu können“, sagte Boysen. Das Interesse am Trabrennsport kam unter anderem durch Gästereiten zustande, welche in der letzten Zeit gleich zwei Mal für Reiter aus dem Galopprennsport stattgefunden hatten. Danach berichtet Boysen, dass der Kontakt zu Ronja Walter, der wohl erfolgreichsten Trabrennreiterin Deutschlands, weiter Bestand hatte und es dadurch jetzt zum Erwerb der Trabrennreiterlizenz kam. Einen Boysen-Abgang aus dem Galopprennsport müssen die Galopper allerdings nicht befürchten: „Mein Fokus wird weiterhin auf den Galoppsport und mein Re-Training gerichtet sein.“

 

Wie viel Zeit für die neue Beschäftigung bleibt, ist derzeit aber noch fraglich. In diesem Jahr wird Boysen nämlich die deutschen Amateurrennreiterinnen im Zuge der Fegentri vertreten. Möglich wurde das für die im letztjährigen Championat Drittplatzierte dadurch, dass die Championesse Antonia von der Recke ihren Fokus in diesem Jahr auf das Studium richten will und die Zweitplatzierte Nina Baltromei ihren in der laufenden Saison auf Deutschland setzt.

 

„2024 ist alles auf die Fegentri ausgerichtet. Was danach kommt, wird die Zeit zeigen, ich lasse mir aber immer gerne alle Möglichkeiten offen. Wenn ich hier und da aber schonmal einen Ritt bei den Trabern mitnehmen kann, werde ich das sicher tun.“

Rund 400 Gäste beim 19. Züchtertreff im Gestüt Röttgen

Quelle: GaloppOnline vom 27. Januar 2024

 

Bereits zum 19. Mal fand am Samstag, 27. Januar, der Züchtertreff im Gestüt Röttgen statt. Insgesamt 12 Deckhengste sind von Moderator Thorsten Castle vorgestellt worden. In dieser Reihenfolge waren das Iquitos, Best Solution, Millowitsch, Nerik, Windstoss, Alter Adler, Waldpfad, Alson, Neatico, Japan, Rubaiyat und Destino. Hengst Nummer 13, Accon, war zwar vor Ort, konnte auf tierärztlichen Rat wegen „Bauchgrummeln“, wie Thorsten Castle es formulierte, nicht vorgestellt werden. Rund 400 Gäste waren der Einladung nach Röttgen gefolgt, bei strahlendem Sonnenschein waren die Bedingungen perfekt.

 

Sandra Paul, Vorstandsvorsitzende der Mehl-Mülhens-Stiftung, begrüßte die Besucher als Gastgeberin, hob besonders Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper, Besitzervereinigungs-Präsident Gregor Baum und Verbandsgeschäftsführer Daniel Krüger hervor. Nach der Ehrung der Siegerinnen des Nachwuchsförderpreises der Mehl-Mülhens-Stiftung und einem kurzen Interview mit Neu-Trainer Maxim Pecheur gab es für die Gäste zwei Vorträge. Dr. Frederic Barrelet (Rossdales Newmarket) referierte über Inzucht in der englischen Vollblutzucht, Prof. Dr. Harald Sieme (Stiftung TiHo Hannover) über Leitlinien für die Zuchtsaison 2024 ohne Artervac EVA-Impfstoff.

 

Am Tag des 19. Züchtertreffs im Gestüt Röttgen ist Maxim Pecheur offiziell als neuer Trainer auf dem Gestüt und damit als Nachfolger von Markus Klug vorgestellt worden. „Unser Team ist schon gut eingespielt“, so Pecheur, der aktuell 21 Pferde trainiert. „Es sind 18 Röttgener, dazu sind schon drei Fremdpferde da.“ Man geht ohne Stalljockey in die Saison. „Wir werden uns auf dem freien Markt orientieren, ich kenne ja alle Ex-Kollegen, wir wollen an jedem Tag den jeweils Besten im Sattel haben“, so Pecheur.

 

Der Neu-Trainer wird in der Arbeit weiterhin mitreiten, wie es auch zahlreiche andere Trainer wie Peter Schiergen oder Andreas Suborics tun. „Das bringt mir wichtige Infos über die Pferde neben den Informationen, die ich sehe und die ich von den Arbeitsreitern bekomme.“ Mit im Team ist Ehefrau Lena-Maria Pecheur. „Das bringt uns viel Expertise in Sachen Pferdegesundheit“, sagt Pecheur. „Sie kennt das gesamte Gesundheitswesen rund um das Pferd, vor allem hinsichtlich des Bewegungsapparates. Wir können so eher vorsorgen als dass wir nachher mit den Beschwerden dastehen“, erläutert der Coach. „Ich freue mich auf die ersten Starter. Ich bin sehr happy mit den Bedingungen, die wir hier haben. Da ist Röttgen unvergleichlich.“

Dominik Moser ist zurück im Trainergeschäft

Quelle: GaloppOnline vom 27. Januar 2024

 

Dominik Moser gibt sein Comeback als Galopper-Trainer. „Ich reiche am Montag meine Trainerlizenz wieder ein“, so Moser am Rande des Züchtertreffs im Gestüt Röttgen zur Sport-Welt. Moser reaktiviert den Stall, an dem er einst seine Trainerkarriere begonnen hatte und trainiert ab sofort wieder auf dem Gelände des Gestüts Trona in Schneverdingen in der Lüneburger Heide.


„Ich baue das hier bei uns zu Hause wieder auf“, so Moser, dem eine 1800 Meter-Trainierbahn zur Verfügung steht und im Grunde auch unbegrenzte Boxenkapazität. „Es sollen aber maximal 15 Pferde werden“, sagt Moser, „15 sind schon da.“ Unter anderem der 82 Kilo-Galopper Rufolo, den Moser früher schon trainierte. „Einige meiner alten Besitzer sind wieder da. Ich bin oft angesprochen worden, ob ich nicht wieder trainieren wolle, dann habe ich mich irgendwann dazu entschlossen, es zu reaktivieren.“

 

146 Rennen hat Moser als Trainer gewonnen. Der größte Erfolg an der alten und nun neuen Wirkungsstätte in Trona war der Gruppe-Sieg der Stute Gracia Directa im englischen York. In der Zeit als Coach in Hannover gewann Moser seine wichtigsten Rennen mit Artistica, Celebrity, Waldpfad und Namos. „Wir haben hier Paddocks gebaut, jedes Pferd kommt jeden Tag raus, wir legen großen Wert auf das Tierwohl“, so Moser. “Uns stehen hier alle Möglichkeiten zur Verfügung in dieser Hinsicht.”

Patrick Bücheler zur Problematik der fehlenden Startpferde

Chefredakteur Patrick Bücheler befasst sich in seinem Artikel in der Sport-Welt vom 1. September 2023 mit der Problematik der fehlenden Startpferde.

 

Der Artikel hier

Georg Symalla am 27. Januar im FriedWald Bad Münstereifel beigesetzt

Am 27. Januar wurde unser Vereinsmitglied Georg Symalla im FriedWald von Bad Münstereifel beigesetzt. Viele heute im Rennsport Aktive haben Georg Symalla sehr früh und in verschiedenen Funktionen kennengelernt, z.B. als Dozenten im Rahmen der Ausbildung und auch als Mitglied der Prüfungskommission für unsere Trainer, Besitzertrainer und Rennreiter.

 

Nach dem Eintritt in die Altersrente liefen dann auch Pferde in seinen eigenen Farben. Als Besitzertrainer hatte er sich insbesondere dem Hindernissport verschrieben. In den Jahre 2012 bis 2020 waren es Blue Opera und insbesondere Dellaheena Lad, mit denen er schöne Erfolge erzielen konnte. Beide Pferde haben Ihre Rennrente auf den Wiesen von Georg Symalla in der Eifel verbracht und konnten jetzt robust und gesund in gute Hände vermittelt werden. Bis zuletzt stieg Georg Symalla noch in den Sattel. Er wurde 74 Jahre alt.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2023

Köln, 11. Juni

  • Adel Massaad – Small Fires
  • Claus Thomas – Pacato

Düsseldorf, 16. Juni

  • Janine Beckmann – Coriolan

Dresden, 17. Juni

  • Bernd Schrödl – Comedy La Vega

Hannover, 18. Juni

  • Daniel Paulick – Rosa
  • Silke Brüggemann – Charlie Brown

Hamburg, 28. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Nastaria

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2023

Leipzig, 1. Mai

  • Bernd Schrödl – Comedy La Vega
  • Vivien Müller – Olympea

Hannover, 1. Mai

  • Adel Massaad – American Prince
  • Martina Grünewald – Kadjar
  • Daniel Paulick – Invincible Warrior
  • Frauke-Luise Hinck – Wildpfad

Dresden, 6. Mai

  • Daniel Paulick – Rosa

Straßburg, 8. Mai

  • Christian Peterschmitt – Jazzmen

Hoppegarten, 14. Mai

  • Jutta Pohl – Gora Bere

Magdeburg, 18. Mai

  • Bernd Schrödl – Slay The Dragon
  • Marc Timpelan – Lovano

Dortmund, 18. Mai

  • Adel Massaad – Small Fires

Hoppegarten, 28. Mai

  • Ralph Siegert – Varicon

Hannover, 29. Mai

  • Pavel Bradik – Aladar Ari

Köln, 29. Mai

  • Vivien Müller – L'Aida

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2023

Mannheim, 2. April 2023

  • Christoph Masser – Rum Tum Tugger
  • Patrik Faulhaber – Laura's Legacy

Nancy, 8. April 2023

  • Christian Peterschmitt – Jazzmen

Hoppegarten, 9. April

  • Vivien Müller – L'Aida
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Flotte Lotte

Zweibrücken, 16. April

  • Matthias Schwinn – Betsy Coed
  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven

Straßburg, 21. April

  • Hella Sauer – Reventador

Magdeburg, 22. April

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Anton von Marlow

Saarbrücken, 28. April

  • Matthias Schwinn – Jean Valjean
  • Philipp Berg – Wow

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2023

Dortmund, 5. März 2023

  • Janine Beckmann – The Riot

Dortmund, 12. März 2023

  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais
  • Bernd Schrödl – Slay The Dragon

Dortmund, 19. März

  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven

Straßburg, 22. März

  • Hella Sauer – Swag Girl

Düsseldorf, 26. März

  • Silke Brüggemann – Charlie Brown

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2023

Mons, 21. Februar 2023

  • Caroline Fuchs – Troiscentsept
  • Laura Giesgen – Hypnos

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2023

Lyon-La-Soie, 5. Januar 2023

  • Adel Massaad – Romis Power

Mons, 26. Januar 2023

  • Caroline Fuchs – Troiscentsept

Besitzertrainer: Wieder Zuschüsse an Rennvereine

Auch im Jahr 2024 will der Verein Deutscher Besitzertrainer im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten wieder Rennvereine unterstützen. Wie in den Vorjahren soll jeweils für ein Rennen bei fünf Veranstaltern ein Zuschuss gewährt werden. Das Geld soll überwiegend in Basisprüfungen fließen.


„Bis zum 31. Januar 2024 können noch Anfragen der Rennvereine postalisch oder per E-Mail an uns für die Bezuschussung solch eines Rennens gerichtet werden. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der kommenden Saison bedacht wird“, so Detlef Kaczmarek, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Die Kontaktadresse lautet: Verein Deutscher Besitzertrainer, Untere Hofbreite 19, 38667 Bad Harzburg, E-Mail besitzertrainer@t-online.de. Eine Bewerbung der Rennvereine um einen Zuschuss ist allerdings nur alle zwei Jahre möglich.


Das Geld für die Aktion kommt zu 100 Prozent aus den Jahresbeiträgen (derzeit 20 Euro pro Person) der rund 480 Mitglieder des Vereins.

Rennreiterlehrgang im März in Honzrath

Der Verband Südwestdeutscher Rennvereine e.V. veranstaltet in diesem Jahr wieder einen Rennreiterlehrgang für alle zwischen 14 und 30 Jahren, die die Chance wahrnehmen möchten, Rennsportluft “zu schnuppern“. Der Lehrgang findet vom 21. bis 24. März in Honzrath statt und wird tatkräftig vom Rennstall Matthias Schwinn unterstützt. Es sind noch Plätze frei. Der Anmeldschluss ist am 30. Januar. Die Lehrgangskosten inklusive Übernachtung und Essen beträgt 180,00 Euro.

 

Zum Anmeldeformular geht es hier: https://www.suedwest-verband.de/fileadmin/aktuell/Rennreiterlehrgang_2024_1_.pdf

 

Weitere Infos zum Lehrgang und zur Anmeldung: Birgit Nikolaus Tel. 0177/8975115, Fax 06841/1621711, E-Mail: birgit.nikolaus@t-online.de

Mit neuen Gesichtern und Stimmen ins Jahr 2024

Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 18. Januar 2024

 

Eine der größten Herausforderungen im deutschen Galopprennsport ist das Thema Nachwuchsarbeit. Diesem Thema widmet sich die German Tote Service- und Beteiligungs GmbH in ihrem Aufgabengebiet seit vergangenem Herbst mit Hochdruck und somit werden in den kommenden Wochen und Monaten zahlreiche neue Stimmen und Gesichter im sog. WETTSTAR.de-Livestream zu hören bzw. zu sehen sein. Grund hierfür ist u.a. die vollkommen neue Gesamtsituation vor allem im Bereich der Moderation, aber auch der Bedarf an Nachwuchskommentator*innen. Ziel ist ein zukünftiger Moderatoren- und Kommentatorenpool, der viele unterschiedliche Zuschauer anspricht.   

 

Die älteste organisierte Sportart in Deutschland geht in das 202. Jahr und die TV-Zuschauer dürfen sich in Zukunft auf zahlreiche neue Namen und Gesichter freuen, die die Präsentation des Livestreams zusammen mit den etablierten Kräften wie Hartwig Thöne, Alexander Franke oder Thorsten Castle übernehmen werden. Nötig wird dies u.a. da Kolleg*innen wie Stephanie Storp, Elena Delor oder Daniel Delius mit dem Jahreswechsel neue Aufgaben in Verband und Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. übernommen haben bzw. kürzer treten. Wir möchten uns an dieser Stelle für die vielen Stunden Moderation und Unterhaltung sehr herzlich bedanken und hoffen natürlich auf ein Wiedersehen im Stream. 

 

Dennoch müssen die entstandenen Lücken geschlossen werden und das in enger Abstimmung mit unseren vorhandenen Medienpartnern. Dynamisch, unterhaltsam, jung und ohne den berühmten Blick mit „Rennsport– Scheuklappen“ soll das Team die Aufgaben der Zukunft bewältigen und vor allem auch neue Zielgruppen ansprechen, die bisher noch nicht mit dem Rennsport in Berührung gekommen sind. Das gilt sowohl für neue Moderator*innen als auch für neue Kommentator*innen, die sich für diesen wunderschönen Sport begeistern können und bereit sind, sich Stück für Stück in die Details einzuarbeiten.

 

„Unsere Medienpartner stehen in engem Kontakt mit uns und freuen sich über unsere Initiative, neue Kolleg*innen zu präsentieren, die durch die jeweiligen Renntage führen und die Fragen stellen, die die Mehrheit der Menschen stellen würde, die bisher selten oder noch nie eine Rennbahn betreten haben“, so WETTSTAR-Geschäftsführer Riko Luiking. 

 

Es ist noch kein Rennsportexperte vom Himmel gefallen  

 

Zu den neuen Gesichtern zählen erfahrene Moderator*innen ebenso wie Neueinsteiger (mit und ohne Rennsport-Erfahrung), die sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Rennsport / der Sendung auseinandergesetzt und u.a. den Rennstall von Peter Schiergen und die deutsche Jockeyschule besucht haben. „Dennoch kann ein Großteil unserer Kolleginnen und Kollegen unmöglich über den identischen Wissenstand verfügen, wie diejenigen die ihnen 5 bis 60 Jahre voraus sind. „Daher kann ich nur hoffen, dass sich alle erfahrenen Rennsportzuschauer vor Augen führen, wie ihre ersten Schritte in diesem Sport waren. Jeder Rennsportjournalist, jeder Funktionär, jeder Trainer, jeder Jockey und jeder Wettexperte hat eines Tages bei Null angefangen und war dankbar für Menschen, die ihnen mit Freude, Geduld und Freundlichkeit begegnet sind“, so Moderator Thorsten Castle. 

 

Die seit 2020 erfolgreiche Produktion des Livestreams setzt dabei ein Erfolgsrezept fort: Die Moderator*innen werden charmant und kreativ durch den Tag führen und analog zu Fußball, Handball oder NFL, die Rolle des Zuschauers mit dem geringsten Fachwissen einnehmen.  Als perfekte Ergänzung steht dem/der Moderator*in ein Experte (Kommentator, Wettexperte) zur Seite, der Details und Zusammenhänge klar verständlich erklärt. So werden neue oder gelegentliche Besucher auf deutschen Rennbahnen, sowie die TV-Zuschauer das Gefühl haben, dass der jeweilige Moderator*in ihre Sprache spricht und sie Stück für Stück näher an den Sport herangeführt werden.

 

Mit dieser Vorgabe knüpft das Konzept des Livestreams im Übrigen nahtlos an die Ausführungen der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und Deutscher Galopp an: Es muss eine „neue Willkommenskultur“ etabliert werden, die im Übrigen nicht nur für Besucher, Besitzer und Züchter gilt. Diese Kultur gilt zwingend auch für Menschen vor und hinter der Kamera, die bereit sind, sich im deutschen Galopprennsport zu engagieren und den Sport nach außen zu transportieren. Das ist keine Selbstverständlichkeit der sehr fordernden Aufgabe am Mikrofon mit der Belastung einer sog. LIVE-Hybrid-Moderation in Kombination mit den sehr individuellen technischen Gegebenheiten der jeweiligen Veranstaltungsorte. 

 

Neuerungen im Livestream 

 

Im Hinblick auf den Nachwuchs bei den Kommentator*innen, wird sich WETTSTAR in den kommenden Monaten an interessierte Rennsportfans wenden, die sich gerne einmal ausprobieren möchten. Nähere Details folgen in den kommenden Monaten. Das Gleiche gilt in diesem Jahr für eine weitere, in diesem Fall technische Neuerung: Das sog. Tracking System, das von WETTSTAR in Auftrag gegeben, erstmals erprobt und in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht werden wird. Hier werden in Kürze weitere Details veröffentlicht. 

Unterschriftenaktion gegen die Tierärztegebührenordnung (GOT 2022)

Quelle: GaloppOnline vom 1. Dezember 2023

 

Die Diskussionen um die neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) reißen nicht ab. Seit Inkrafttreten der neuen GOT im November 2022 erleben viele Tierhalter einen Preisschock.

 

Mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion will die FN gemeinsam mit 58 Pferdezucht- und Pferdesportverbänden sowie der Vereinigung Deutscher Tierhalter (VDTH) auf das Problem aufmerksam machen. Deutscher Galopp hat sich als Rennsportverband der Initiative angeschlossen. Die Petition läuft bis zum 30. Januar 2024 und wird dann an den für die GOT zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir übergeben. Die Unterschriften können online oder auf Unterschriftenlisten geleistet werden.

 

Die FN und die Unterstützer der Aktion wenden sich mit ihrer Petition nicht gegen die Tierärzte selbst oder generell gegen eine Gebührenerhöhung. Die Arbeit der Tierärzte und ihrer Angestellten muss angemessen und fair entlohnt werden. Dafür war eine Anpassung der GOT unumgänglich. Erhöhungen um 20 bis 30 Prozent wären nachvollziehbar und maßvoll gewesen. In der Realität haben sich Rechnungen aber oft mehr als verdoppelt. Das ist für viele Tierbesitzer nicht mehr leistbar. Eine solche Preisexplosion geht zu Lasten der Tiere und des Tierschutzes.

 

Die Forderungen gegen die aktuelle Gebührenordnung für Tierärzte sind:

  • Die sofortige Überprüfung und Überarbeitung der Gebührensätze hin zu fairen und maßvollen Gebührenerhöhungen.
  • Die Anerkennung der Fakten: Pferde sind landwirtschaftliche Nutztiere.
  • Die ersatzlose Streichung der Hausbesuchsgebühr.
  • Die Rückkehr zu angemessenen Tierarztkosten, die für die vielen Hobbypferdehalter, Vereine und Betriebe der Pferdebranche bezahlbar bleiben.
  • Konstruktive Modelle für die Anwesenheit von Tierärzten auf Veranstaltungen.
  • Die Einschränkung des billigen Ermessens für die Festlegung von Steigerungsfaktoren.
  • Die Verankerung von Transparenz und Verbraucherschutz in der GOT auch für zukünftige Anpassungen.
  • Das Ergreifen sofortiger Maßnahmen zur langfristigen Sicherstellung der Versorgungssicherheit wie mehr Studienplätze etc.

 

Hier geht es direkt zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/got-so-nicht-unterschriftenaktion-gegen-die-aktuelle-gebuehrenordnung-fuer-tieraerzte-got-2022

Rennpreise steigen erstmals seit 2019 wieder auf über 13 Millionen Euro

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Januar 2024

 

„Wir freuen uns, dass wir die Rennpreise für 2023 auf 13.01 Millionen Euro anheben konnten“, freut sich Rüdiger Schmanns, Leiter der renntechnischen Abteilung bei Deutscher Galopp e.V. „In Zeiten der erheblichen Mehrbelastung ist die Erhöhung der Rennpreise, besonders in der breiten Basis an Handicaps und Altersgewichtsrennen, ein wichtiges Signal für alle Aktiven.“

 

Anstieg bei Rennpreisen und Prämien, negative Trends bei Anzahl der aktiven Pferde und Starts

 

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 951 Rennen an 120 Renntagen ausgetragen. Das Niveau des Vorjahres konnte nicht erreicht werden (1.029 Rennen an 130 Renntagen in 2022), da Maßnahmen ergriffen wurden, um den Rückgang der aktiven Pferde im Training mit einer geringeren Anzahl an Rennen zu kompensieren. Waren 2022 noch 2.210 Pferde im Training mit 8.465 Starts, sank die Zahl 2023 auf 2.082 aktive Pferde mit insgesamt 7.786 Starts.

 

Positiv anzumerken ist das Niveau der Rennpreise pro Rennen mit 13.683 Euro, im Vergleich zu 2022 mit 12.039 Euro pro Rennen. Bei den Rennpreisen ist somit im Vergleich zu 2022 mit 12.387.535 Euro ein Plus von 624.00 Euro zu verzeichnen. Mit 3.067.751 Euro liegen die Prämien für Züchter auf dem höchsten Stand seit 2017 (3.072.205 Euro im Jahr 2017 und 2.954.769 Euro in 2022).

 

Wettumsatz weiter im Aufwärtstrend

 

Wenngleich das Niveau des vergangenen Jahres (29.008.985 Euro in 2022) mit einem Gesamtwettumsatz im Jahr 2023 von 28.906.290 Euro nicht übertroffen wurde, so stieg jedoch der erzielte Umsatz pro Rennen auf einen Rekordwert von 30.396 Euro.

 

Beständige Anzahl an Auslandsstarts deutscher Pferde

 

In 2023 starteten mit 2.766 Pferden etwas mehr deutsche Galopper im Ausland als im Jahr 2022 mit 2.733 Startern. Insgesamt galoppierten die deutschen Pferde 6.544.715 Euro ein, ein Rückgang im Vergleich zu den Rekordjahren 2021 mit 8.937.812 Euro und 2022 mit 8.324.675 Euro.

 

Rückgang bei Anzahl Berufstrainer und Rennvereine, stabile Zahlen bei Aktiven

 

Die Anzahl der Berufstrainer/innen ist weiterhin leicht rückläufig (78 gegenüber 81 in 2022); auch ist Anzahl der Rennvereine (23) im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen mit 27 in 2022.

 

Stabil geblieben ist die Zahl der Berufsrennreiter/innen (56 gegenüber 55 in 2022) und der Amateurrennreiter/innen (66 gegenüber 61 in 2022) sowie die der Besitzer/innen (890 gegenüber 889 in 2022), während die Zahl der Besitzertrainer/innen von 156 auf 160 stieg und sich somit konstant hält.

 

Zuchtbereich rückläufig

 

Die Anzahl der Zuchtstuten ist weiter zurückgegangen. Wurden 2022 noch 1.250 Stuten im Gestütsbuch geführt, so waren im Jahr 2023 lediglich 1.150 Zuchtstuten registriert. Trotz der reduzierten Anzahl an Zuchtstuten sind die Fohlengeburten vergleichsmäßig wenig gesunken auf 653 im Vergleich zu 2022 mit 677 Fohlengeburten. Die Anzahl der aktiven Züchter/innen reduzierte sich auf 445 (450 in 2022). Erfreulich ist, dass die Anzahl der Deckhengste gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist (43 gegenüber 42 in 2022).

 

Ausblick 2024


Aktuell sind für dieses Jahr 122 Renntage geplant. Die voraussichtlichen Rennpreisvolumen, das an die Besitzer/innen ausgeschüttet werden soll, beläuft sich auf 12,9 Millionen Euro. Allein das IDEE 155. Deutsche Derby wird mit 650.000 Euro und der 166. Henkel-Preis der Diana mit 500.000 Euro dotiert sein. Die Rennpreise in den einzelnen Ausgleichsklassen werden z.T. deutlich erhöht, um auch für die Basis ein Zeichen zu setzen.

Rennverein Karlsruhe-Knielingen feiert 100-jähriges Bestehen am 12. Mai

Quelle: GaloppOnline vom 9. Januar 2024

 

Seit dem 19. Mai 2019 wurden aus den verschiedensten Gründen in Karlsruhe-Knielingen keine Pferderennen mehr veranstaltet. Die lange Pause soll nun aber in diesem Jahr endlich zu Ende gehen, wie einem aktuellen Post auf der Facebook-Seite des Zucht- und Rennverein Karlsruhe-Knielingen e.V. zu entnehmen ist. Gerade rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum des eingetragenen Vereins. Stattfinden soll der Jubiläumsrenntag eine alte Tradition wieder aufnehmend am 12. Mai am Muttertag.

Derzeit 19 Pferde bei Maxim Pêcheur im Training

Quelle: GaloppOnline vom 16. Januar 2024

 

Ex-Jockey Maxim Pecheur hat zum 1. Januar in Heumar die Nachfolge von Trainer Markus Klug angetreten. Aktuell trainiert der Derby- und Dianasiegreiter vor den Toren Kölns 19 Pferde, allesamt für seinen Arbeitgeber, dem Gestüt Röttgen. „Aktuell läuft alles nach Plan. Mein Team und ich sind gut vom Start gekommen und freuen uns auf die neue Saison“, so der gebürtige Pforzheimer gegenüber GaloppOnline.de. „Wir hoffen natürlich, dass wir möglichst schnell an die tollen Erfolge aus der Vergangenheit anknüpfen können. Pferdetechnisch sind wir auf jeden Fall gut aufgestellt und haben einiges an Potenzial im Stall. In den kommenden Tagen und Wochen erwarten wir auch noch Zuwachs von neuen Besitzern“, freut sich Pecheur.


„Bisher geht hier alles seinen gewohnten Gang. Meine Mitarbeiter und ich sind mit den Gegebenheiten vor Ort ja auch bestens vertraut. Dass es aktuell ein paar Pferde weniger sind als vielleicht in den letzten Jahren, hat auch was Gutes, wie ich finde. Der Situation geschuldet können wir uns jetzt nochmal besser um jedes einzelne Pferd kümmern und auf seine Bedürfnisse eingehen.“

 

Wie auch sonst in der Republik lässt man es auch auf Röttgen, nicht zuletzt der kalten Witterungsverhältnisse geschuldet, im Moment eher etwas ruhiger angehen. „Wir planen wie gewohnt im Frühling auf Gras einzusteigen. Wann genau entscheiden dann die Pferde“, so Pecheur abschließend.

Willkommensgeschenk von Deutscher Galopp für neue Besitzer/innen

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. August 2023

 

Jeder neue Besitzer und jede neue Besitzerin, die ab der BBAG-Frühjahrsauktion erstmals ein Vollblut mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent erwerben, erhalten das neue Deutscher Galopp-Willkommenspaket. Mit diesem Präsent bedankt sich der Dachverband für die Liebe zu den Pferden und die wirtschaftliche Unterstützung der Galoppsportindustrie.

 

„Wir freuen uns über jede neue Besitzerin und jeden neuen Besitzer in der Deutscher Galopp-Familie, die ihre Galoppsportaktivitäten hierzulande aufnehmen“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer des Dachverbandes Deutscher Galopp e.V. „Gerade in wirtschaftlich etwas schwierigeren Zeiten, setzt der Erstkauf eines Vollblutpferdes ein deutliches Zeichen: Leidenschaft, Liebe und Passion kennen keine Barrieren; was auch ganz unserem Leitmotto 'Mit Herzblut für Vollblut' entspricht.“

 

Das Willkommensgeschenk enthält unter anderem einen exklusiven Deutscher Galopp-Champagner, um auf den ersten Start oder auf die ersten Erfolge – sei es ein Sieg oder ein erstes Zuchtergebnis – anzustoßen. Deutscher Galopp wünscht allen Besitzern/innen Hals und Bein. „Wir genießen stets den Austausch zwischen uns alten Hasen und neuen Enthusiasten, daher freue ich mich auf interessante Begegnungen auf der Rennbahn“, sagt Daniel Krüger.

Besitzertrainer Georg Symalla lebt nicht mehr

Quelle: GaloppOnline vom 2. Januar 2024

 

Im Alter von 74 Jahren ist Besitzertrainer Georg Symalla aus Bad Münstereifel verstorben. Symalla war nicht nur als Besitzertrainer tätig (er trainierte u.a. das Hindernispferd Dellaheena Lad), er war vielen aus dem Galopprennsport auch als langjähriger Berufsschullehrer und Mitglied des Prüfungsausschusses bekannt.


Der Verstorbene, der auch Co-Autor der Bücher “Beruf Pferdewirt” und “FN- Handbuch Pferdewirt” war, war auch Mitglied der Kölner Pferde-Akademie und hier Dozent für das Thema “Pferdebeurteilung und Zucht”.

 

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer wird Georg Symalla immer ein ehrendes Andenken bewahren und spricht allen Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus.

Neues zum Thema Sandbahn aus der Sport-Welt

In der Ausgabe 135 von der Sport-Welt vom 23. November 2023 wird in der Kolumne "Meine Ecke" wieder einmal das Thema Sandbahn in Deutschland aufgegriffen. Einfach interessant! Hier der Artikel.

Markus Klug bestens im Krefelder Stadtwald angekommen

Quelle: GaloppOnline vom 9. Januar 2024

 

Zum Start des neuen Jahres hat Trainer Markus Klug seine Zelte im Krefelder Stadtwald aufgeschlagen. GaloppOnline.de hat ihn am Dienstagmorgen erreicht und mal nachgefragt, wie der Umzug, bzw. der Einstand verlaufen ist.

 

„Alles top“, sagt der zuletzt lange Jahre am Gestüt Röttgen tätige Derby- und Diana-Siegcoach. „Die Trainingsbedingungen sind sehr gut. Aktuell aufgrund der ja aber überall herrschenden Witterungsverhältnisse natürlich etwas eingeschränkt. Die Pferde fühlen sich alle wohl, das Gleiche gilt für mich“, so der Neu-Krefelder, der aktuell 40 Pferde auf der Trainingsliste hat. „Da kommen noch ein paar. Morgen sechs und bis März werden es dann um die 60 sein. Das passt dann perfekt“, so Klug weiter, der an dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön an die Besitzer richtet, die ihm die Treue gehalten haben und mit ihm in die Samt- und Seidestadt umgezogen sind.


Anders verhält es sich beim Team, das ist größtenteils in Heumar geblieben. „Mit mir sind nur vier Mitarbeiter nach Krefeld gegangen, plus Andrasch Starke und Mikki Caddedu, das wars. Der Rest ist neu dabei.“ Neu zur Mannschaft zählen u.a. Concetto Santangelo und Natascha Grewe. Alexander Pietsch kommt zweimal in der Woche und reitet in der Morgenarbeit.

 

Aktuell geht man es im Klug-Stall noch etwas ruhiger an. Die ersten Starter unter neuen Verhältnissen wird es nicht vor März geben. „Es geht alles seinen gewohnten Gang. An meiner Philosophie hat sich nichts verändert. Wir wollen im März anfangen, so planen wir aktuell.“ Im Moment werden an den Stallungen auch noch leichte Umbauarbeiten vorgenommen. „Es werden gerade überall Klappen eingerichtet, so dass die Pferde zu jeder Zeit rausgucken können. Das ist mir wichtig“, so Klug abschließend.

Stargardt-Gestüt El Sur nimmt den Betrieb auf

Quelle: GaloppOnline vom 1. Januar 2024

 

Bereits am Heiligabend sind die ersten Stuten eingezogen. „Der Zeitpunkt war nicht ganz unbewusst gewählt! Hiermit ging ein Lebenstraum für mich in Erfüllung, den ich so intensiv und bewusst wie möglich genießen wollte, dafür war die Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel natürlich wie gemacht! Und ich kann sagen, es ist gelungen, es war so, dass ich es mit Worten schwer beschreiben kann. Morgens die Stuten selbst auf die Koppel führen, den Atem der Pferde am Ohr zu spüren und sie dann mit kraftvollen Galoppsprüngen in den Sonnenaufgang galoppieren zu sehen, das klingt nach Rosamunde Pilcher, ist aber echte Nahrung für die Seele, das ist Freiheit!“ schwärmt der Inhaber, Jochen Stargardt, der sich mit dem Einzug zu Weihnachten selbst beschenkt hat.

 

Für die tägliche Versorgung der Pferde trägt Robert Tim zukünftig die Verantwortung. Der gebürtige Ungar ist nicht nur ein erfahrener Pferdemann, sondern sein Herz schlägt für die Vollblüter. Robert Tim hat in den 90ern seine Ausbildung im ungarischen Nationalgestüt absolviert und danach dort auch noch einige Jahre Berufserfahrung gesammelt. Danach hat es ihn in die Schweiz verschlagen. Dort war er über 20 Jahre sowohl im Vollblut- als auch im Warmblutbereich tätig. Seit 2022 ist er der Liebe wegen nach Deutschland gezogen und war in einem exklusiven Privatgestüt im Großraum München für Dressurpferde tätig. „Die Anzeige vom Gestüt El Sur hat mich sofort angesprochen,“ berichtet der 50-Jährige, „ist es doch die Chance etwas ganz Neues mit aufzubauen und es ist für mich der Weg zurück zu meinen geliebten Vollblütern.“

 

Robert Tim ist mit seiner Lebensgefährtin, die zukünftig die gute Seele im Haushalt sein wird, bereits eingezogen. „Robert Tim und ich sind zwei Pferdeverrückte, die sich auch ohne viele Wort verstehen, unser Anspruchsdenken ist 100% synchron, das war bereits nach dem ersten gemeinsamen Stalldiensten klar. Ich glaube fast unsere Stuten fühlen sich jetzt überbetreut, hier ist es wie im 5 Sterne Hotel, da ist zu viel Service auch manchmal lästig“, berichtet Jochen Stargardt mit einem Augenzwinkern.

 

„Mit dem offiziellen Startschuss zum 01.01.2024 stehen die Dienste und Serviceleistungen vom Gestüt El Sur auch anderen Züchtern und Besitzern zur Verfügung. Wir bieten sowohl die Pension von Vollblutzuchtstuten als auch Plätze für Rekonvaleszenten oder Rennpferden, die eine Pause vom Rennstall machen wollen. Wir haben hier alle Möglichkeiten die Pferde in Kondition zu halten bzw. wieder zu bringen.

 

Neben ausreichend Koppeln stehen Allwetterpaddocks, eine große Führmaschine als auch ein überdachter 20m Roundpen zum Longieren und Reiten zur Verfügung. Da wir ein kleiner Boutique-Betrieb bleiben wollen, können wir ganz individuell auf die Bedürfnisse der Pferde eingehen.“, so Jochen Stargardt.

Besitzertrainer-Siegbilanz 2023: 35 Treffer weniger als 2022

Für die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer verlief die Saison 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechter. Die Bilanz weist lediglich 105 Siege auf, 2022 waren es noch 140. Somit stand man 35 Mal weniger auf dem Siegerpodest.

 

Im Detail sieht es wie folgt aus: Gab es 2022 auf deutschen Bahnen noch 114 Treffer (darunter vier über die Sprünge) waren es 2023 nur 84 (kein Sieg in Hindernisrennen). Bei den Erfolgen im Ausland ist ein Rückgang von 26 auf 21 Siege zu verzeichnen.  

 

Die meisten Treffer (In- und Ausland) der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer haben 2023 bisher Daniel Paulick (11/im Vorjahr 13) und Christian Peterschmitt (11/10) erzielt. Es folgen Anna Schleusner-Fruhriep (6/21), Adel Massaad (6/0), Bernd Schrödl (5/0), Janine Beckmann (4/2), Silke Brüggemann (4/1), Jörg Hartmann (4/0), Vivien Müller (4/4) und Caroline Pietsch (4/2).

118 für die Winterkönigin und 76 im Winterfavoriten genannt

Quelle: GaloppOnline vom 3. Januar 2024

 

Am Dienstag, 2. Januar, stand der Nennungsschluss für die beiden wichtigsten Rennen des neuen jüngsten Jahrgangs an. Im Preis der Winterkönigin und im Preis des Winterfavoriten werden die Nachfolger von Shagara und Geography gesucht.

 

Für das Rennen der Stuten kamen insgesamt 118 Nennungen zusammen. Für welche Trainer die Pferde am Ende starten, kann man dabei natürlich noch nicht genau sagen, da einige der Pferde noch bei Trainern zum Pre-Training stehen oder nur kurzzeitig auf Trainingslisten zu finden waren, um die Nennung abzugeben. So kommen beispielsweise 18 Nennungen von Nastasja Volz-Degel zustande. Bekanntlich sind einige Pferde auf dem Gestüt Ohlerweiherhof, um dort für den Rennstall vorbereitet zu werden.


Simon Stokes nannte eine noch namenlose Too Darn Hot-Tochter aus der Quaduna. Sie ist damit eine Schwester von Quantanamera, der Winterkönigin aus dem Jahr 2022. Mit Fire and Ice lässt sich bei Sarah Steinberg eine Masar-Tochter finden, die keine Geringere als Frangipani als Mutter hat. Sie ist damit eine Schwester des Winterfavoriten 2022 und Derbysiegers 2023, Fantastic Moon. Die auf der Trainingsliste von Andreas Suborics stehende Starlight Lips ist die Schwester des Winterfavoriten 2021, Sea Bay. Die Mutter der beiden ist Strawberry. Aus dem Ausland wurden für die Winterkönigin 27 Pferde genannt. Mit gleich 17 Nennungen ist dabei der Franzose Christopher Head für den Großteil der Engagements verantwortlich.

 

Auch im Pendant der Hengste hat Head mit 16 Nennungen die meisten der ausländischen Trainer abgegeben. Hier kamen 22 der insgesamt 76 Nennungen aus dem Ausland. Bei den heimischen Trainern führt auch hier im Moment Nastasja Volz-Degel mit 14 Nennungen die Liste an. Neun Dispositionen gab Waldemar Hickst ab. Der Titelverteidiger der Besitzer, der Stall Hanse, der das Rennen im vergangenen Oktober mit Geography gewann, ist durch Lifetimes in der 2024er Austragung vertreten. Er steht momentan auf der Trainingsliste von Simon Stokes.

 

Dabei hat es sich gelohnt, dass beide Rennen nochmals geöffnet wurden, denn eigentlich stand der Nennungsschluss bereits im Dezember an, doch hat man die Rennen bis zum gestrigen Tag nochmals geöffnet. In beiden Rennen kamen dadurch nochmals Nennungen hinzu.

Championatsehrung beim Finale in Dortmund

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 30. Dezember 2023

 

Mit sieben Rennen am Samstag, 30. Dezember, in Dortmund-Wambel endete das Rennjahr 2023. Wie alljährlich wurden auch die Champions des Jahres beim Saisonfinale gekürt. Lange spannend blieb es im Trainer-Championat, das Peter Schiergen und Henk Grewe – heute jeweils mit zwei und vier Startern vertreten – unter sich ausmachten. Am Ende hatte der 58-jährige Asterblüte-Trainer Peter Schiergen die Nase vorne. Mit 49 Siegen insgesamt im Rennjahr 2023; und damit nur drei Treffern vor dem Zweitplatzierten Henk Grewe, gelang Peter Schiergen nach seinen Erfolgen in den Vorjahren 2021 und 2022 der Hattrick im Championats-Kampf. Für Peter Schiergen, der seit 1998 Trainer vom Stall Asterblüte ist, ist es das achte Championat.


Das Jockey-Championat holte sich Andrasch Starke, der damit zum zehnfachen Champion dieser Kategorie avancierte. In der kommenden Saison greift auch Bauyrzhan Murzabayev, der in den Jahren 2019-2022 als siegreichster Jockey zeichnete, wieder an. Die Saison 2023 verbrachte der Kasache im Trainingsstall von André Fabre in Frankreich und nahm sich so selbst aus der deutschen Wertung.

 

Erstmals in der 201-jährigen Geschichte des deutschen Rennsports darf sich eine Besitzergemeinschaft über das Besitzer-Championat freuen. Ausgezeichnet mit dem begehrten Titel „Besitzer des Jahres“ wird das 22-köpfige Syndikat Liberty Racing 2021. Gewinnreichster Züchter ist das Gestüt Karlshof.

 

Erfolgreichste Besitzertrainerin des Jahres ist die Niederländerin Romy van der Meulen, die in 2023 insgesamt 12 erste Plätze in Dortmund, Zweibrücken, Düsseldorf, Köln, Mülheim, Hamburg und Krefeld feiern konnte.


Leon Wolff gelang die Titelverteidigung bei den Nachwuchsreitern mit 29 Siegen deutlich vor dem Zweitplatzierten mit acht Siegen. Bei den Amateurreiterinnen lag Trainertochter Antonia von der Recke (17 Siege) vorne, bester Amateurreiter des Jahres 2023 war der 18-jährige Konstantin Phillip mit neun Siegen.

 
Deutscher Galopp gratuliert allen Champions des Jahres 2023 sehr herzlich!

 

GaloppOnline ergänzt in seiner Meldung vom 30. Sezember die Pressemitteilung von Deutscher Galopp richtigerweise: "In den beiden Sparten der Hindernisaktiven waren Christian von der Recke und Hakim Tabet erfolgreich. Von der Recke gewann dabei als Trainer mit sechs Siegen. Tabet gewann als Jockey fünf Rennen über Hindernisse."

Wasser steht auf der Mageburger Rennbahn

Quelle: GaloppOnline vom 2. Januar 2024

 

Die Hochwasserlage in weiten Teilen Deutschlands ist vielerorts immer noch sehr angespannt. So auch in Magdeburg (Sachsen-Anhalt), wo unter anderem die Rennbahn im Herrenkrug seit Tagen überflutet ist. Zwar wird die Situation derzeit nicht schlimmer, aber von einer Besserung kann ebenfalls nicht die Rede sein.

 

Am Dienstag gab Heinz Baltus, der Präsident des Magdeburger Rennvereins, gegenüber GaloppOnline.de ein Update: „Langsam wird es katastrophal“, so Baltus. „Das Wasser will einfach nicht weg. Es wird zwar nicht schlimmer, aber uns verfault das Gras und die Sandbahn ist mit Schlamm überdeckt. Auch die Beregnungsanlage setzt sich zu.“

 

Vergangene Woche wurde das Pretziener Wehr in Magdeburg geöffnet. Dies hatte zur Folge, dass die Rennbahn unter Wasser steht.

Deutliche Erhöhung der Rennpreise in allen Handicap-Kategorien

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 16. Dezember 2023

 

Bei der Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e.V. in der Geschäftsstelle des Dachverbandes in Köln am Donnerstag, 14. Dezember 2023, standen unter anderem Wahlen zum Vorstand und die Renntermine für das kommende Jahr 2024 auf der Agenda.


In einer gemeinsamen Kraftanstrengung hat sich die Mitgliederversammlung darauf geeinigt, die Mindestrennpreise in sämtlichen Leistungskategorien der Handicap-Rennen signifikant anzuheben. So werden die Rennpreise von Ausgleich I-Rennen an Sonn- und Feiertagen von 17.000 Euro auf 20.000 Euro erhöht. An Premiumtagen liegt das Rennpreisniveau von Ausgleichen II bei mindestens 15.000 Euro (bisher 13.000 Euro), die Ausgleiche III und IV sind mit Gesamtdotierungen von mindestens 10.000 Euro (bisher 7.000 Euro) bzw. 8.000 Euro (bisher 5.000 Euro) ausgestattet. Insgesamt 380.000 Euro mehr Rennpreise sollen im Vergleich zu 2023 in den Handicaps gezahlt werden, das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung pro Handicap-Rennen von 16,75%. (2023: 7.312 € - 2024: 8.537 €).

 

Für 2024 wurde ein gut abgestimmtes Rennprogramm aufgesetzt mit einem Rennpreisvolumen von rund 12,9 Millionen Euro, fast unverändert gegenüber dem Jahr 2023 mit 13,05 Millionen Euro (bei 58 mehr Rennen). Die Delegierten haben sich auf diese positiven Eckdaten verständigt, obwohl die von Besitzern, Rennvereinen und Dachverband im Wesentlichen zur Mitfinanzierung der Rennpreise bereitgestellten Fördermittel von 2,2 Mio. Euro auf 1,9 Millionen Euro zurückgehen.

 

Gregor Baum, Präsident der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen: „In diesen herausfordernden Zeiten von Kostensteigerungen auf allen Ebenen für die Besitzer und Züchter war die Anhebung der Mindest-Rennpreise im gesamten Handicap-Bereich eine der zentralen Forderungen der Besitzervereinigung. Wir danken den Rennvereinen und der BGG für die harten, aber immer zielführenden Verhandlungen und den am Ende gefundenen Kompromiss, der außerdem eine Erhöhung des Preisgeldes pro Pferd zufolge hat.“

 

Gerhard Schöningh, wiedergewählter Vizepräsident und Vertreter der Rennvereine im Vorstand von Deutscher Galopp: „Mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Rennpreise in den Handicap-Rennen von über 16% setzen wir einen deutlichen Anreiz für die breite Basis unserer Besitzer wie auch für bessere Pferde, für die Starts in Deutschland gegenüber der Alternative Frankreich attraktiver werden. Die deutschen Rennvereine bleiben hoch motiviert und werden diese wichtigen Verbesserungen trotz reduzierter Fördermittel des Verbandes aus Eigenmitteln finanzieren.“ 

 

Alle amtierenden Vorstandsmitglieder wieder gewählt

 

Zur Neuwahl standen die Ämter des Präsidenten und des von der BGG gestellten Vizepräsidenten sowie von drei weiteren Mitgliedern. Alle bis dato amtierende Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für die kommenden drei Jahre wurden somit Dr. Michael Vesper als Präsident, Gerhard Schöningh als Vizepräsident, Dr. Alexander Bethke-Jaenicke, Eckhard Sauren (beide als Mitglieder der BGG) und Christian Freiherr von der Recke (als Mitglied der Aktiven-Verbände) erneut berufen. „Ich bedanke mich für das anhaltende Vertrauen und werde mich weiterhin bestmöglich für die Interessen unserer Mitglieder einsetzen“, sagt Dr. Michael Vesper. 

 

Neue Gebührenordnung und weitere Bestimmungen

 

Ab 1. Januar 2024 erhöhen sich die Gebühren in Galopprennsport und Vollblutzucht, nachdem viele Gebühren über Jahrzehnte nicht angetastet wurden. Das entspricht etwa 3 Euro im Monat pro Pferd. „Es ist die erste lineare Gebührenerhöhung in der Geschichte des deutschen Galopprennsports, die aus wirtschaftlicher Sicht zum Fortbestand unseres Kulturguts Vollblut unumgänglich ist“, sagt Dr. Michael Vesper. Auch auf Seiten der Rennvereine gibt es eine Gebührenerhöhung im Bereich der Renntags-Abrechnung, welche für einen ausgeglichenen Haushalt bei Deutscher Galopp sorgen soll.

 

Des Weiteren wurde eine Handicap-Erhöhung von 2 kg beschlossen. Der neue Mindest-GAG beträgt in Zukunft 50 kg (in 2023: 48 kg; in 2022: 44 kg). Der Grund dafür ist die internationale Vergleichbarkeit zu England, Irland und Frankreich. Die Handicap-Erhöhung von nunmehr insgesamt 6 kg gibt vielen Pferden die Möglichkeit, bei gleichem Leistungsvermögen in einer höheren Handicap-Klasse zu starten und mehr Preisgeld zu gewinnen. Im darauffolgenden Jahr wird eine weitere und finale GAG-Anhebung von 2 kg diskutiert werden.

 

Alle Rennordnungsänderungen, die Besonderen Bestimmungen, die Kostenordnung und weitere Beschlüsse werden im kommenden Wochenrennkalender am 20.12.2023 veröffentlicht.

Goldene Verdienstmedaille an Manfred Ostermann

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 14. Dezember 2023

 

Für sein herausragendes Engagement für den deutschen Galopprennsport und die Vollblutzucht erhielt der Unternehmer Manfred Ostermann am Donnerstag, 14. Dezember, im Rahmen der Mitgliederversammlung die Goldene Verdienstmedaille von Deutscher Galopp. Sie ist die höchste Auszeichnung der Galoppsportindustrie und wurde in der gut 200-jährigen Geschichte des Sports erst 34-mal verliehen.

 
Manfred Ostermann, der mit dem Familienunternehmen Ostermann zu Deutschlands erfolgreichsten Einrichtungsunternehmern zählt, war 27 Jahre im Vorstand des Dachverbandes Deutscher Galopp e.V. sowie 22 Jahre Präsident der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und zählt damit zu den einflussreichsten Köpfen auf dem Gebiet der Vollblutzucht und des Galopprennsports. „Im Vorstand von Deutscher Galopp haben wir uns entschlossen, unsere Anerkennung und unseren Dank für sein Wirken mit einem sichtbaren Zeichen auszudrücken, indem wir diesem außergewöhnlichen Mann unsere höchste Auszeichnung verleihen: die Goldenen Verdienstmedaille“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp.

 

Neben seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Galoppsportverbände gilt Manfred Ostermann außerdem als einflussreicher Züchter und erfolgreicher Besitzer. Unter ihm wurde das Gestüt Hof Ittlingen in Werne zu einer der bedeutendsten deutschen Zuchtstätten für Vollblutpferde. Aus seiner Zucht stammen die Derbysieger Lando (1993), Laroche (1994), Lucky Speed (2013) und Laccario (2019). Dreimal wurde Manfred Ostermann deutscher Züchterchampion und einmal Besitzerchampion. Auch international erfreut sich der 69-Jährige eines hohen Ansehens. Unter anderem mit dem Sieg von Lando 1995 im millionenschweren Japan Cup sorgte Manfred Ostermann für eine enorme Anerkennung der deutschen Vollblutzucht auf dem internationalen Markt. Zudem ist er bestens vernetzt. „Dies spiegelte sich sogar in Einladungen der verstorbenen Königin Elizabeth wider. Sie wird nicht über Möbel mit ihm gesprochen haben“, so Dr. Michael Vesper.

„Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“

Ouelle: GaloppOnline vom 15. Dezember 2022

 

In die Reihe lesenswerter Vollblutliteratur reiht sich auch das Erstlingswerk von Egon Knof, dem Galopp-Experten der Goslarschen Zeitung, ein. Knof lässt zwei Jahre nach dem Aus für die traditionsreiche Pferdezuchtstätte das „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ und damit 600 Jahre Pferdezucht in Bündheim lebendig werden.

 

Herausgeber ist der Harzburger Geschichtsverein, gefördert haben das für die Stadtgeschichte bedeutsame Projekt die Bad Harzburg-Stiftung, die Stadtwerke Bad Harzburg und der Harzburger Rennverein. Im DIN A 4-Format als gewachstes Hardcover im Verlag der Goslarschen Zeitung erschienen, lädt das hochwertig gestaltete Werk auf 224 Seiten und mit 341 historischen (Schwarz-weiß- und Farb-) Fotos sowohl zu detailreichen Ausflügen in die Gestütsgeschichte wie auch zum Schwelgen in Bilderwelten ein.


Harald Siemen, Autor des Buches „200 Jahre, 200 Momente“, sagt zum neuen Buch über das Gestüt Harzburg; „Die Harzburger Zuchtstätte war neben dem Gestüt Graditz das am längsten für die Vollblutzucht genutzte Gestüt in Deutschland. Rechnet man einmal alle Jahre zusammen, in denen es für die Vollblutzucht genutzt wurde, so kommt man auf die Zahl von 162. Diese Jahre lässt der Autor vorrüberziehen mit allen Erfolgen und Misserfolgen, aber auch mit Anekdoten und geradezu unwahrscheinlichen Geschichten. Die abenteuerliche Schiffsreise der Harzburger Jährlinge zur Auktion nach Amerika zum Beispiel oder die "Zigarettenschachtelwette", mit der es einem niedersächsischen Landwirtschaftsminister gelang, wertvolle Zuchtstuten nach Harzburg zu bringen. Das alles ist ein Vergnügen zu lesen."

 

Bestellbar ist das Buch hier: www.die-buecherheimat.de

Besitzertrainer Karl Thomas ist verstorben

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um sein langjähriges Mitglied Karl Thomas. Der Haßlocher ist am Freitag, 22. Dezember, im Alter von 85 Jahren verstorben. Wie GaloppOnline berichtet, ist der Name von Karl Thomas untrennbar mit dem unvergessenen Steepler König Ulrich verbunden, der in Deutschland und Frankreich zahlreiche Hindernisrennen gewinnen konnte. Das beste Flachpferd war Silk Stage, 1991 mit Andrasch Starke Zweiter im Langen Hamburger in Hamburg, damals als Ausgleich I ausgetragen, mit dem Fliegengewicht von 48,5 Kilo. 2008 war Karl Thomas in Neuss in einem damals noch ausgetragenen Hürdenrennen mit Nardello der letzte Sieg gelungen, in den Folgejahren war ihm ein Volltreffer nicht mehr vergönnt.

 

Die Beerdigung findet am Donnerstag, 28. Dezember, um 13 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Haßloch statt.

 

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer spricht den Angehörigen von Karl Thomas sein tiefstes Mitgefühl aus. 

Elena Delor neue Geschäftsführerin der Besitzervereinigung

Quelle: Pressemitteilung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen vom 4. Dezember 2023

 

Ab dem 1. Januar 2024 übernimmt Elena Delor die Geschäftsführung der Besitzervereinigung in Köln und wird planmäßig die Nachfolge von Marc Sonnenburg antreten. Im April 2021 hatte Marc Sonnenburg die Leitung der Geschäftsstelle übernommen und somit die entstandene Lücke geschlossen, nachdem Daniel Krüger kurzfristig zum Dachverband wechselte.
„Wir bedanken uns bei Marc Sonnenburg für die erfolgreiche und immer gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns, dass Marc der Besitzervereinigung auch in der Zukunft mit seinem umfangreichen Fachwissen zur Seite stehen wird“, sagt Gregor Baum, Präsident der Besitzervereinigung. „Es sind keine kleinen Fußstapfen, die zu füllen sind. Aber Elena Delor genießt unser volles Vertrauen.“

 

Bereits seit 2018 konnte die 30-jährige Eventmanagerin Erfahrungen in der Geschäftsstelle sammeln. In dieser Zeit arbeitete sie zudem als Moderatorin für das Rennbahnfernsehen, wodurch sie deutschlandweit die Rennbahnen sowie viele Besitzer/innen und Züchter/innen persönlich kennenlernte. Vor Elena Delors Tätigkeit in der Geschäftsstelle der BV arbeitete sie bei der Trainerin Gai Waterhouse im australischen Galopprennsport. Einblicke in den deutschen Rennsport erhielt die passionierte Reiterin durch ihre Arbeit bei der BBAG in Iffezheim.

 

„Ich danke unserem Vorstand für das entgegengebrachte Vertrauen und werde die Interessen unserer Mitglieder bestmöglich vertreten“, sagt Elena Delor. Die im Jahr 1917 (noch als Verein Westdeutscher Rennstallbesitzer) gegründete Besitzervereinigung wird ab 2024 erstmals von einer weiblichen Geschäftsführerin geleitet.

Neue Tierwohl-Kommission hat 18 Mitglieder

Nicht 16, sondern 18 Mitglieder hat die neue Tierwohl-Kommission des Deutschen Galopps. In der Pressemitteilung des Dachverbands vom 17. Oktober fehlten Janina Boysen und Sascha Multerer.

Neue Tierwohl-Kommission im Galopprennsport gegründet

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 17. Oktober 2023

 

Um das Bewusstsein im Umgang mit Vollblutpferden zu schärfen, bestmögliche Haltungsbedingungen in Trainingsställen sowie Gestüten zu schaffen und sich gegen pauschalisierte Negativkritik zur Wehr zu setzen, hat der Dachverband Deutscher Galopp e.V. eine Tierwohl-Kommission gegründet. Unter der Leitung von Nastasja Volz-Degel beleuchten Mitwirkende von Rennvereinen, Rennställen, Gestüten, Galopp-Verbänden sowie Aktive und Funktionäre aktuelle Gegebenheiten im Galopprennsport. Ziel ist es, eventuelle Missstände aufzudecken, Potentiale zu identifizieren, Richtlinien sowie Hilfestellungen zu erarbeiten und so auf allen Ebenen hohe Standards im Umgang mit den Pferden zu gewährleisten.

 

Ende August fand der erste Austausch der neu gegründeten, 16-köpfigen Kommission statt. Schnell wurde klar, dass die Belange und Ansichten ebenso vielfältig sind, wie die Besetzung der Expertenrunde selbst. Die Tierwohl-Kommission setzt sich zusammen aus Nastasja Volz-Degel (Vorsitzende), Dr. Monica Venner, Andrea Höngesberg, Philipp Hein, Frank Dorff, Daniel Krüger, Marc Sonnenburg, Julia Baum, Alicia Baum, Elena Delor, Stephan Buchner, Vinzenz Schiergen, Rieke Weber, Daniela Starck, Heike Bischoff-Lafrentz und Petra Franken. Um Themen zu bündeln und Kompetenzen bestmöglich zu nutzen, rief Kommissionsvorsitzende Nastasja Volz-Degel drei Arbeitsgruppen ins Leben, die unter den Kategorien „Haltung“, „Kommunikation“ und „Tierschutzorganisationen“ fungieren.

 

„Mich durch die neue Kommission noch mehr für das Wohlergehen der Vollblüter einsetzen zu können, freut mich persönlich sehr“, sagt Nastasja Volz-Degel. „Dabei geht es mir nicht nur darum, gesetzliche Richtlinien, die ab dem Jahr 2025 verpflichtend werden, zu erfüllen. Vielmehr möchten wir dafür sensibilisieren, dass sich jeder Aktive und jede Aktive in der Verantwortung sieht.“ Der Stellenwert des Tierschutzes ist heutzutage sehr hoch, daher ist ein vorbildlicher Umgang mit den Pferden notwendig, um die Akzeptanz in der Gesellschaft zu wahren.  


Die Tierwohl-Kommission tagt wieder im Rahmen des Vollblut Experten-Tages der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. am 21. Oktober 2023 in Hannover.

Deutscher Galopp beim Deutschen Bundestag

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 1. Dezember 2023

 

Am gestrigen Donnerstag, 30. November, sprachen Deutscher Galopp Präsident Dr. Michael Vesper sowie Geschäftsführer Daniel Krüger beim „Parlamentskreis Pferd“ in Berlin über die Vollblutzucht und den Galopprennsport. Sie unterstrichen die Bedeutung der Rasse Vollblut und der Rennsportindustrie für die deutsche Wirtschaft und berichteten über die Aktivitäten des Verbands zum Tierwohl und Tierschutz. Dabei griffen sie auch aktuelle politische Probleme auf; die vom Bundestag beschlossene und Ende 2020 in Kraft getretene, aber immer noch nicht vollständig umgesetzte Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes, der zufolge Steuern auf inländische Pferde­rennen auch von Buchmachern mit Sitz im Ausland den Rennvereinen zuzuweisen sind, und die Gebührenordnung für Tierärzte, die ohne Anhörung der Pferdeverbände erlassen wurde und zu eminenten Kostensteigerungen für die Pferdebesitzer führt.

 

Der 2018 gegründete „Parlamentskreis Pferd“ besteht unter dem Vorsitz von Pascal Kober (FDP) aus 35 Abgeordneten aus allen Fraktionen und beschäftigt sich mit aktuellen Themen der Pferdewelt. Grundlage ist die Tatsache, dass das Pferd den Menschen über 5.000 Jahre wie kein anderes Tier beeinflusst hat und auch heute nach wie vor wirtschaftlich relevant ist. Die Interessengruppe bietet somit einen idealen Ansatzpunkt, um Galopprennsportthemen im Deutschen Bundestag zu platzieren.


„Wir sind auf großes Interesse der fachkundigen Abgeordneten gestoßen und sehr zufrieden mit unserem Treffen in Berlin“, sagt Daniel Krüger. „Vor dem Parlamentskreis Pferd zu sprechen, war eine große Chance für den deutschen Galopprennsport. Wir haben unserem Sport mehr Aufmerksamkeit verschafft, in der Hoffnung auf stärkere Unterstützung aus der Politik“, schließt Dr. Michael Vesper ab.

Maxim Pêcheur wird Public-Trainer im Gestüt Röttgen

Quelle: GaloppOnline vom 6. November 2023

 

Die Nachfolge von Markus Klug als Trainer im Gestüt Röttgen ist geklärt. Am Montagmorgen gab es dazu eine Presseinformation der Mehl-Mülhens-Stiftung:

 

„Die Mehl–Mülhens-Stiftung und ihr langjähriger Jockey Maxim Pecheur haben in diesen Tagen vereinbart, dass Herr Pecheur ab dem 1. Januar 2024 Trainer in Röttgen wird. Maxim Pecheur, der in Röttgen bereits seit mehr als 10 Jahren hocherfolgreicher Jockey ist, täglich im Training reitet und zudem die Röttgener Anlagen kennt wie kein Zweiter, wird ab Januar 2024 der neue Trainer in Röttgen. Pecheur, der als Jockey beachtliche Erfolge vorzuweisen hat, gewann bereits den Preis der Diana und für die Stiftung im Jahr 2017 mit Windstoß das 148. Deutsche Derby. Dieser große gemeinsame Erfolg ist eine der Grundlagen für das Vertrauen, das er in Röttgen genießt.

 

Die Mehl-Mülhens-Stiftung ist von Maxim Pecheur als einem ehrgeizigen, sachverständigen und pferdeliebenden Trainer überzeugt. Die Stiftung geht damit einen Weg, den sie bislang immer mit Erfolg gegangen ist, oft trotz Unverständnis und manchmal auch gegen Widerstände in der Szene. Sie gibt jungen Menschen eine herausfordernde Chance. Dr. Günter Paul sah sich immer wieder bestätigt, wenn die jungen Talente an ihren Herausforderungen gewachsen sind. Robert Niederprüm, Frank Dorff und Markus Klug haben – jeder an seinem Platz – Röttgen weitergebracht und der Mehl-Mülhens-Stiftung damit ihre Ehre erwiesen. Nun hat Maxim Pecheur die Chance und den Auftrag, ihnen zu folgen.

 

Pecheur, der als erfolgreicher Jockey alle bedeutenden Bahnen in Deutschland und Europa kennt, der Empathie und eine besonders gute Hand für Pferde besitzt, wird in dieser Kombination, mit seiner Liebe zu Röttgen und mit der besonderen Trainingsanlage ein Gewinn sein – für Röttgen, die Kunden und für die Pferde. Maxim Pecheur wird als Public-Trainer tätig sein. Die Mehl-Mülhens-Stiftung wünscht ihrem neuen Trainer und den Besitzern, die Röttgen die Treue halten oder neu dazu kommen, „Hals und Bein“ und freut sich auf die erste gemeinsame Saison.“


„Man muss die Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten“, so Pecheur am Montag zur Sport-Welt über den frühen Wechsel ins Trainerlager. „Ich bin dankbar für die Chance und freue mich auf diese neue Herausforderung. Es wird ein neuer Abschnitt in meinem Leben.“

Dr. Alexander Bethke-Jaenicke zum neuen Präsidenten gewählt

Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 10. November 2023

 

In jedem Ende liegt ein neuer Anfang – diesem Zitat von Miguel de Unamuno wurde am Abend des 9. November 2023 auf der Galopprennbahn Düsseldorf Leben eingehaucht. Nach 25 Jahren legte Peter Michael Endres sein Amt als Präsident des ältesten Sportvereins Düsseldorfs und ältestem bestehenden Rennverein Deutschlands nieder. Zu seinem Nachfolger wählte die Mitgliederversammlung einstimmig Dr. Alexander Bethke-Jaenicke. Dieser ernannte Peter Michael Endres zum Ehrenpräsidenten des Vereins. Willkommen geheißen wurden zudem 16 neue Vereins-Mitglieder.


Am 28. April 1998 übernahm der 1944 geborene Unternehmer, der ein weltweit operierendes Devisenhandels-Unternehmen mit Dependancen u.a. in Tokio und New York führte und später als Großinvestor tätig war, die Präsidentschaft des Rennveranstalters in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, nachdem er 1989 in den Verein eingetreten und auch fünf Jahre als Vizepräsident die Geschicke mitbestimmt hatte. Damit war Peter Michael Endres der mit Abstand dienstälteste aktive Präsident eines deutschen Rennvereins. Die wohl größte Bedeutung hatte während seiner Amtszeit der Wechsel eines Top-Galopp-Events nach Düsseldorf - 2006 wurde der Henkel – Preis der Diana zum ersten Mal auf dem Grafenberg ausgetragen. Mit einer Dotierung von 500.000 Euro gehört der Stuten-Klassiker zu den wertvollsten Pferderennen Europas. Gemeinsam mit Albrecht Woeste hatte Endres den Wechsel in die Wege geleitet.


Dr. Alexander Bethke-Jaenicke, einer der beiden Gründer der in Düsseldorf ansässigen Top-Management-Beratung Horn & Company, die mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem Banken und Versicherungen in strategischen und geschäftspolitischen Fragestellungen begleitet, ist seit 2019 Vereinsmitglied und seit 2021 aktiv im Vorstand. Weitere Ehrenämter bekleidet er als Mitglied des Aufsichtsrates der Betriebsgesellschaft Galopp (BGG) und als Mitglied des Vorstands Deutscher Galopp e.V.. „Ich danke allen Mitgliedern für Ihr Vertrauen und vor allem auch Peter Endres, Klaus Allofs als weiterem Präsidiumsmitglied, Herrn Albrecht Woeste stellvertretend für den Verwaltungsrat, dem gesamten Vorstand und der Geschäftsführerin Andrea Höngesberg sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Nur als Team kann man so einen großen und prestigeträchtigen Verein erfolgreich in die Zukunft führen. Und unser Team funktioniert!“


Dr. Alexander Bethke-Jaenicke möchte den Weg seines Vorgängers konsequent fortführen und den Verein als Premium-Veranstalter in Deutschland weiter profilieren: „Ich bin – auch durch meine Tätigkeiten in anderen Gremien des Sports – mehr denn je davon überzeugt, dass die Zukunft des Rennsports in erster Linie von der Leistungsfähigkeit seiner Rennvereine abhängig sein wird. Die Rahmenbedingungen, unter denen die Vereine agieren müssen, werden von Jahr zu Jahr anspruchsvoller. Umso mehr müssen wir unser Produkt – die Renntage – für Pferde-Besitzer, Aktive, Rennsportfans, Familien, die Stadt und nicht zuletzt Sponsoren so attraktiv wie möglich gestalten. Und dazu gehört an erster Stelle auch immer: Tierwohl und die Sicherheit für die Vollblüter. Viele unsere Besucher haben das längst erkannt und kommen regelmäßig zum Grafenberg. Es wird eine unserer Aufgabe sein, diesen positiven Trend zu forcieren und getreu unserem Slogan „Renntag ist, was DU daraus machst“, weitere Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt von ´ihrer´ Galopprennbahn am Grafenberg zu begeistern.“


Über den Düsseldorfer Reiter- und Rennverein


Der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein ist der älteste Sportverein in Düsseldorf und ist auch der älteste durchgehend-bestehende Rennverein Deutschlands. Er hat aktuell ca. 120 Mitglieder und acht festangestellte Mitarbeiter. Sein Zweck ist Förderung der Vollblutzucht sowie des Reitsports. Die im Waldgebiet auf dem Düsseldorfer Grafenberg gelegene Rennbahn ist die wohl schönste Rennbahn in Deutschland. Jährlich finden an dieser Sportstätte nationaler & internationaler Zuchtleistungsprüfungen bis zu 90 Pferderennen, verteilt auf neun bis zehn Renntage mit insgesamt ca. 100.000 Besuchern, statt. Auf dem Gelände befindet sich eine ganzjährige Trainingszentrale für 150 Pferde, die aktuell von fünf Trainern genutzt wird.

Murzabayev ab 1. Januar 2024 wieder Stalljockey bei Schiergen

Quelle: GaloppOnline vom 24. Oktober 2023

 

Bauyrzhan Murzabayev hat sich entschieden, im kommenden Jahr 1. Stalljockey für den Stall Asterblüte bei Peter Schiergen zu werden. Durch die starke Präsenz von Godolphin am Stall von Andre Fabre werden auch in Zukunft dort viele Pferde für den Scheich trainiert, zusammen mit den Pferden der Gebrüder Wertheimer (die die Pferde von Wildenstein gekauft haben) und von Edouard von Rothschild ist dann ein Großteil der Pferde am Fabre-Stall für Privatjockeys reserviert. Das war ausschlaggebend für die Entscheidung des Championjockeys pro Deutschland und pro Asterblüte. 

 

Bauyrzhan Murzabayev zur Rückkehr nach Deutschland: „Ich habe ein besonderes Jahr in Frankreich erlebt. Es sind jeden Tag Rennen, ich habe bei einem der besten Trainer der Welt gelernt und die Rennsport-Familie in Frankreich kennengelernt. Die Kultur ist unterschiedlich, der Sport sehr professionell. Es war eine wichtige Erfahrung für mich. Ich danke Andre Fabre für diese Chance, ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist.“ Peter Schiergen sagt: „Durch die Veränderungen bei Andre Fabre haben wir mit Bauyrzhan gesprochen. Ich bin sehr froh, dass er nächstes Jahr bei uns ist. Wir arbeiten gut zusammen.“

 

Bauyrzhan Murzabayev wird nach seinem Engagement in Japan zu Beginn der Grünen Saison 2024 nach Deutschland kommen. René Piechulek wird zurück nach München gehen, Sibylle Vogt bleibt zweiter Stalljockey bei Asterblüte.

„7 gewinnt!“-Wette wird 2023 nicht mehr ausgespielt

Quelle: GaloppOnline vom 11. Oktober 2023

 

In 2023 wird es keine Ausspielung der "7 gewinnt!"-Wette mehr geben. Das wurde in dieser Woche beschlossen. Nachfolgend eine offizielle Information der Initiatoren dazu:

 

„Nachdem die „7 gewinnt!“-Wette in diesem Jahr 13-mal ausgespielt worden ist, wurde durch die 14 Treffer in Düsseldorf die von German Tote insgesamt für 2023 garantierte Versicherungssumme von 100.000 Euro nahezu ausgeschöpft. Deshalb tagte am vergangenen Montag die Wetten AG von Deutscher Galopp unter der Leitung von BGG-Geschäftsführer Sascha Multerer, um das weitere Vorgehen in Sachen „7 gewinnt!“ abzustimmen.


Im Rahmen der Bestandsaufnahme und Analyse der Zahlen bleibt festzuhalten, dass die „7 gewinnt!“-Wette exakt im Rahmen nahezu aller Prognosen verlaufen ist. Unter den Erwartungen blieb 2023 allerdings die wichtigste Kenngröße: der Wetteinsatz. Dazu Sascha Multerer: „Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. So bleibt bei der Vermarktung der Wette noch einiger Spielraum, der zukünftig besser ausgeschöpft werden muss. Auch die Mobilisierung von Wettgemeinschaften ist noch ausbaufähig. Das wird durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Wettvermittlungsunternehmen, die ihr Angebot ausweiten, besser werden. Der noch nicht verfügbare „Quick Pick“, der es vor allem auf den Rennbahnen leichter machen wird insbesondere als Einsteiger an der Wette teilzunehmen, wird mit der Einführung des neuen Toto-Systems von Wettstar im Jahr 2024 verfügbar sein.“

 

Die zweite, nicht minderbedeutende Kenngröße hat genauso für das Abschmelzen des Versicherungstopfes geführt: die außerordentlich hohe Zahl an Favoritensiegen. Dadurch kam – anders als 2022 – kein einziges Mal ein über der Garantieauszahlung von 77.777 Euro liegender Jackpot zustande. Letztes Jahr stieg der Wetteinsatz insbesondere dann stark an.

 

Christian Sundermann erklärt: „In 70% der 91 Rennen gewann ein Pferd, das unter den Top 3 Favoriten am Siegtoto stand. Zum Vergleich: 2022 war das nur in 51% aller Rennen der Fall. Statistisch gesehen liegen zwischen diesen beiden Zahlenwerten Welten. Analog dazu auch der folgende Vergleich: 2022 gewann in 23% aller Rennen ein Pferd, das am Siegtoto unter den letzten drei Außenseitern notierte. In diesem Jahr kam das nur in 6,6% der Rennen vor, absolut: sechsmal. Und auch diese Zahl muss noch relativiert werden, denn darin enthalten ist einmal der Totodritte von vier Startern sowie einmal der Totovierte von sechs Starten. Als Fazit gilt: Einfach zu prognostizierende Ergebnisse gepaart mit zu geringen Einsätzen leerten den Versicherungstopf zu schnell.“

 

Generell hat German Tote, in der Wetten AG vertreten durch den Geschäftsführer Riko Luiking, die Bereitschaft erklärt, die „7 gewinnt!“-Wette auch 2024 als Versicherer zu unterstützen. Riko Luiking: „Über German Totes Position als „Garantie-Versicherer“ hinaus wird auch Wettstar vertriebsseitig die „7 gewinnt!“-Wette weiter pushen. Wir sind jetzt schon der größte Vermittler für diese spannende Wette und werden uns auch in der Zukunft mächtig ins Zeug legen.“

 

Aufgrund der aktuellen Versicherungssituation wurde in der Wetten AG auch diskutiert, ob eine Reduzierung der Garantie sinnvoll sein könnte. Dies wurde von allen Beteiligten abgelehnt, da derjenige, der die sieben Sieger in der „7 gewinnt!“-Wette richtig tippt, auch ansprechend „belohnt“ werden soll. Sascha Multerer: „Insgesamt werden für 2023 aus den Erträgen der „7 gewinnt!“-Wette an den Galopprennsport (Deutscher Galopp und Rennvereine) ca. 66.000 Euro ausgezahlt. Der angestrebte sechsstellige Beitrag wurde damit nicht erzielt, was wir aber für 2024 erhoffen und für realistisch halten.““

Stellungnahme von Adel Massaad zum vorläufigen Lizenzentzug

Quelle: GaloppOnline vom 14. Oktober 2023

 

Die Stellungnahme von Adel Massaad zum vorläufigen Lizenzentzug im Gespräch mit GaloppOnline

 

Die Nachricht, dass Adel Massaad die Besitzertrainerlizenz vorläufig entzogen worden ist, hat sich am Freitag, 13. Oktober, in der Turf-Szene wie ein Lauffeuer verbreitet. Wir haben mit Adel Massaad zu den erhobenen Vorwürfen und den vorläufigen Entzug der Lizenz gesprochen.

 

Ihnen wurde die Besitzertrainerlizenz vorübergehend mit sofortiger Wirkung entzogen, das klingt angesichts der Eile, mit der das getan wurde, nach massiven Vorwürfen.

Zunächst möchte ich betonen, dass die Verantwortlichen bei Deutscher Galopp auch nur ihren Job machen. Dass ich jetzt so ins Rampenlicht gerate, damit habe ich nicht gerechnet. Deutscher Galopp hatte beantragt, mir vorläufig die Lizenz zu entziehen. Da war ich doch ganz schön überrascht.

 

Mirko Roßkamp als Vorsitzender des Ordnungsausschusses hat erklärt, dass bei verschiedenen Pferden verbotene Substanzen festgestellt worden sind. Was sagen Sie dazu, wie erklären Sie das?

 

Hier wird immer über „verbotene Substanzen“, „unerlaubte Mittel“ oder Doping gesprochen. Die Begriffe wie Doping, unerlaubte, oder verbotene Substanzen stehen dafür, dass man sich damit unerlaubt einen Wettbewerbsvorteil im Rennen auf Kosten der Gesundheit der Pferde verschafft. Das ist meiner Meinung nach in meinem Fall nicht fair, wie das hier dargestellt wird. Jeder der mich kennt, weiß, dass wir gerade das im AdelResort nicht tun, sondern das Geld wie kein anderer im Deutschen Galopp für die Gesundheit der Pferde ausgibt zur deren Genesung. Alle Mittel, welche bei El Faras in der Wettkampfkontrolle oder bei den anderen Pferden in den Trainingskontrollen gefunden wurden, sind erlaubte Mittel. Alle stehen auf der Seite von Deutscher Galopp und sind unter einem entsprechenden Link für jedermann einzusehen. Sie sind nur alle „eintragungspflichtig“ in das Medikamentenbuch. Ein verbotenes oder unerlaubtes Mittel wird also auch nicht dadurch „nicht verboten“ oder „erlaubt“, wenn es ins Medikamentenbuch eingetragen wird. Das ist ein großer Unterschied.

 

Was sagen Sie zu den Vorwürfen im Allgemeinen?

 

Vielleicht muss man die Formulierung in der Rennordnung noch mal überdenken, da ein versäumter Eintrag eines erlaubten Medikaments laut Rennordnung zum „Dopingvorwurf“ führt. Ein Arzt, der drei Stunden operiert oder länger wird auch sicher ggf. seinen OP- Bericht später schreiben, wenn er einen Notfall wie ein gebrochenes Bein oder einen Koliker hat. Meiner Meinung hat die Versorgung eines verletzten Pferdes oder eines, das mit dem Tode ringt und sich nicht helfen kann, Vorrang vor einer „Bucheintragung“. Erst aktive Pferdehilfe, dann Dokumentation.

Bei uns kommt es häufig vor, dass eine Untersuchung mittendrin abgebrochen wird, da die Versorgung eines verletzten Pferdes Vorrang hat und der Tierarzt in Eile sich um den Notfall zuerst kümmern muss.

Jedes Pferd ist bei uns nur mit Mitteln behandelt worden, welche auf der Seite von Deutscher Galopp gelistet sind. Wir setzen diese ein, nur um den Pferden zu helfen. Herr Krüger selbst schreibt „Das Wohl der Pferde ist das wichtigste Kriterium und ist unsere Aufgabe auf sie aufzubauen passen.“ Genau das machen wir im AdelResort. Wir setzen nur erlaubte Medikamente ein, welche auf der Seite des Deutschen Galopp gelistet sind, um die Gesundheit der Pferde zu verbessern und nicht, um sich einen Wettbewerbsvorteil im Rennen zu Lasten der Gesundheit zu erzielen. Das ist es, wofür das AdelResort steht.

 

Schon länger bekannt war, dass El Faras am 30.07. in München positiv getestet wurde, der zweite Platz wurde aberkannt, das wurde bereits veröffentlicht. Was ist genau passiert?

 

El Faras ist in München auf das Mittel Hydroximepivacain getestet worden. Das Mittel Hydroximepivacain ist erlaubt und steht auf der Seite von Deutscher Galopp, nachdem es max. drei Tage Doping-positiv ist. Dazu kommt noch eine Karenzzeit laut Deutscher Galopp von drei Tagen, also maximal sechs Tage. El Faras ist am 22.07. damit von einem unserer Tierärzte behandelt worden. Also acht Tage vorher. Nach internationalen Studien und auf direkter Nachfrage beim Hersteller hat es so etwas noch nie gegeben. Deshalb hat aber der Tierarzt nichts falsch gemacht. Im Übrigen geht es bei diesem Mittel um ein Medikament, das zur Diagnostik und nicht zu therapeutischen Zwecken von Lahmheiten eingesetzt wird. Nach der erfolgten diagnostischen Behandlung erhielt unser Tierarzt einen Anruf, dass sein Sohn verunfallt ist und sich die Schulter gebrochen hat. El Faras Untersuchungen wurden abgebrochen und Im Eiltempo ist der Tierarzt abgereist und deshalb wurde der Wirkstoff nicht ins Medikamentenbuch eingetragen. Jeder kennt das doch, wenn es um Notfälle in der eigenen Familie geht, oder nicht? Daher wurde es nicht vom Tierarzt eingetragen und der kommt aus Argentinien.

 

In der Pressemitteilung von Deutscher Galopp heißt es, dass am 19.08.2023 zwei weitere Verstöße festgestellt wurden. Was ist da vorgefallen?

 

Hierbei geht es um die Pferde Will Be Zane und Shymay. Am 19.08. sind bei insgesamt sieben Pferden von Deutscher Galopp Blut-Dopingproben genommen worden. Einer unserer Tierärzte war am 14.08. vor Ort von morgens 8 Uhr bis abends 17 Uhr. 20 Pferde standen am 14.08. auf dem Plan. Untersuchungen, Lahmheitsdiagnostik, Röntgen, Ultraschall und behandeln. Ich selber war an diesem Tage gar nicht anwesend. Die beiden Pferde standen eigentlich gar nicht auf dem Behandlungsplan. Bei einer Routinekontrolle beim Vortraben waren beide auffällig und sind mit dem Mittel Dexamethason behandelt worden. Dexamethason ist laut Medikamentenliste von Deutscher Galopp erlaubt und muss aber ins Medikamentenbuch eingetragen werden und ist vier Tage Doping-positiv. Der Tierarzt hat nachgefragt, ob beide Pferde in naher Zukunft starten sollen. Dann teilte unsere Resortleitung, Frau Scholz, mit, dass Will Be Zane aufgrund eines Sehnenschadens seit zwei Jahren nicht läuft und er auch in diesem Jahr nicht für ein Rennen vorgesehen ist. Auch Shymay ist 10 Tage danach gar nicht gelaufen.

 

Was ist denn falsch gelaufen?

 

Es geht nicht darum, dass Dexamethason nicht erlaubt ist und etwas nicht Erlaubtes verabreicht wurde, sondern das Mittel lediglich nicht eingetragen wurde. Zu erwähnen gilt aber hier, dass bei sieben Pferden Blut genommen wurde, die alle positiv waren. Die wurden nicht erwähnt, weil der Tierarzt diese korrekt ins Buch eingetragen hatte und die beiden anderen als „Nichtläufer“ schlichtweg vergessen wurden.

 

Solche Regeln sind aber dafür da, dass man sich daran hält. Können Sie das bei der Anhörung glaubhaft machen, wie der Sachverhalt war?

 

Unser Tierarzt wird dazu natürlich etwas schreiben, dass das in der Hektik vergessen wuerde. Wären sie eingetragen gewesen, wie die anderen fünf von diesem Tage, dann wäre alles in Ordnung gewesen. Leider wird laut Rennordnung ein Versäumnis der Eintragung eines Medikamentes, welches erlaubt ist, um dem Pferd zu helfen, in das Medikamentenbuch gleich gestellt mit einem nicht erlaubten Mittel. Das ist meiner Meinung nicht korrekt. Eine vergessene Eintragung sollte nicht automatisch zum Doping gewandelt werden.

 

Worum ging es bei der Beanstandung der Trainingskontrolle am 18. September, einem weiteren der genannten Termine?

 

Am 18.09. ging es um El Faras, Enborne und Shymay. El Faras und Enborne sind am 17.09. in Dortmund gestartet. Ich selber war auf dem Weg nach Dortmund und musste auf halbem Wege aufgrund einer Privatangelegenheit leider woanders hin. Jeder der mich kennt weiß, dass ich, wenn es irgendwie geht, immer da bin, wenn meine Pferde laufen. Nachdem die Pferde bei der Ankunft zurück im Stall einen apathischen Eindruck gemacht haben und weder gefressen und getrunken haben, rief ich einen unserer Tierärzte an. El Faras und Enborne erhielten also abends nach dem Rennen dann Meloxicam, dieses Mittel ist laut Seite Deutscher Galopp erlaubt und vier Tage positiv. Das Medikamentenbuch war eingeschlossen in meinem Privathaus. Sollten den Pferden deshalb nicht geholfen werden, nur weil das Buch eingeschlossen war? Pferdehilfe hat meiner Meinung die oberste Priorität, oder etwa nicht?

 

Ich kam selbst erst spät in der Nacht nach Hause. Am nächsten Morgen stand Herr Krüger um 8 Uhr vor meiner Tür. Ich war noch im Schlafanzug. Herr Krüger bot mir an, zu warten, bis ich angezogen sei. Aber ich nahm Herrn Krüger im Schlafanzug mit in mein Privathaus mit und gab ihm das Medikamentenbuch und sagte ihm direkt, dass El Faras und Enborne am Vorabend um 22.30 Uhr noch Meloxicam bekommen haben, welches noch einzutragen ist. Es wäre für mich ein leichtes gewesen die Eintragungen noch vorzunehmen, bevor ich Herrn Krüger das Medikamentenbuch gegeben habe, er wartete schließlich zunächst vor der Tür. Aber da ich ehrlich und korrekt handeln wollte, habe ich das nicht getan. Dann, als dritter Fall, hat Shymay aufgrund ihrer Dauerrosse das Mittel Altrenogest vom Tierarzt bekommen. Auch das steht auf der Seite von Deutscher Galopp. Das steht auch im Medikamentenbuch. Dieser Sachverhalt muss noch genauer geprüft werden.

 

Sie werfen sich persönlich faktisch also was genau vor?

 

Ich habe als Trainer die Verantwortung, das ist richtig. Ich kann nur versuchen, es zukünftig genauer und gewissenhafter zu dokumentieren. Das werde ich auch sicher machen. Daher kann ich mich bei allen Verantwortlichen auch nur entschuldigen. Jedoch ist menschliches Versagen eben menschlich. Ich hoffe natürlich, dass die Verantwortlichen auch mit bewerten, dass ich mir in drei Jahren noch nie etwas zu Schulden habe kommen lassen. Und ich bin bei Rennen mehr bei Dopingkontrollen präsent gewesen als andere.

 

Was erwarten Sie von der Anhörung, oder nennen wir es Verhandlung, die es bei Deutscher Galopp geben wird?

 

Ich finde es gut, dass Deutscher Galopp die Sache nochmal ernsthaft überprüft und hoffe, dass man einen Unterschied sieht zwischen Verabreichung verbotener Substanzen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen und dabei die Gesundheit der Pferde schädigen und der Verabreichungen erlaubter Medikamente zur Unterstützung der Gesundheit meiner Pferde, welche nicht rechtzeitig ins Medikamentenbuch eingetragen worden sind.

Matthiessen weiter an der Spitze des Hamburger Renn-Cubs

Quelle: GaloppOnline vom 12. Oktober 2023

 

Die Mitgliederversammlung des Hamburger Renn-Club e.V. hat den Vorstand einstimmig bestätigt. Zur Wahl standen in Hamburg sowohl der 1. Vorsitzende Hans-Ludolf Matthiessen, als auch weitere fünf Mitglieder des geschäftsführenden und des erweiterten Vorstandes. Hans-Ludolf Matthiessen erhielt die Zustimmung der Mitglieder ebenso wie der Schatzmeister Johann-Heinrich Riekers und die Beisitzer Dr. Thomas Dreyer, Jörg Gubernatis, Torben Herbold und Olaf Steinbiß (in alphabetischer Reihenfolge).


Der 1. Vorsitzende Hans-Ludolf Matthiessen wertet das Votum der Mitgliederversammlung als Vertrauensbeweis und denkt voraus: “Das gesamte Team, das auch in den vergangenen drei Jahren das Derby-Meeting verantwortet hat, kann nun mit Volldampf loslegen für das 155. Deutsche Derby im Jahr 2024, das am 7. Juli gelaufen wird.” Das Top-Rennen ist Höhepunkt des Derby- Meetings in Hamburg, das wie gewohnt mehrere Renntage umfassen wird.

 

Zum Vorstand des Hamburger Renn-Clubs e.V. zählen außerdem die 2. Vorsitzenden Catharina Wind und Volker Linde, sowie die Beisitzer John Freydag und Philipp Matthiessen, deren Ämter 2023 nicht zur Wahl standen.

Markus Klug trainiert ab 1. Januar 2024 in Krefeld

Quelle: GaloppOnline vom 12. Oktober 2023

 

Ende September kam die überraschende Meldung, dass Markus Klug das Gestüt Röttgen verlassen wird. Nach 13 Jahren und zahlreichen großen Erfolgen, unter anderem die zwei gemeinsamen Derbysiege mit Windstoß und Weltstar, ist am Ende der Saison 2023 Schluss. Danach wird Klug als selbstständiger Trainer weitermachen.

 

Nach einigen Tagen der Sondierung hat er nun auf der Rennbahn in Krefeld einen neuen Standort gefunden. Die Bahn im Stadtwald – sie war auch Klugs Favorit für den Neubeginn, der dann ab Januar erfolgen wird. Am Mittwoch unterschrieb der vierfache Champion-Trainer in Krefeld. „Ich freue mich auf den neuen Standort und die Selbstständigkeit. Krefeld war dafür mein Wunsch und auch die erste Adresse, die ich kontaktiert habe. Meiner Frau und mir war es sehr wichtig in NRW zu bleiben, da wir uns hier heimisch fühlen“, so Markus Klug. „Mein Dank gilt Herrn Bernd Gossens, dem Pächter der Trainingsanlage, der den Neuaufbau in Krefeld tatkräftig unterstützt und dafür sorgt, dass der Start so zeitnah erfolgen kann.“

 

Ab dem 1. Januar 2024 wird der Rennstall Klug den Trainingsbetrieb in Krefeld aufnehmen. Bis dahin wird er weiterhin für die Pferde im Trainingsquartier Heumar verantwortlich sein.

Dr. Jürgen Blatt im Alter von 78 Jahren verstorben

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um sein ehemaliges Mitglied Dr. Jürgen Blatt. In der Nacht von Samstag, 7. Oktober, auf Sonntag, 8. Oktober, ist der Tierarzt aus Zweibrücken verstorben. Er wurde 78 Jahre alt. Dr. Jürgen Blatt war nicht nur lange als Besitzertrainer aktiv, sondern saß auch als Amateur im Rennsattel. Zudem unterstützte er die Nachwuchsarbeit im Südwesten durch Fachvorträge und war zuletzt noch als Bahntierarzt in Miesau dabei.

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird Dr. Jürgen Blatt immer in guter Erinnerung behalten und wünscht seinen Angehörigen in den traurigen Stunden viel Kraft.

„Tag der Gestüte“ mit über 1.000 Besuchern

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 27. September 2023

 

Am Samstag, 16. September, fand, ausgerufen von Deutscher Galopp, der erste „Tag der Gestüte“ nach coronabedingter Pause statt. Bei der Neuauflage der beliebten Aktion öffneten 17 Vollblutgestüte aus ganz Deutschland ihre Tore und boten kostenlose Einblicke in die faszinierende Welt der Vollblutzucht. Bei über 1.000 teilnehmenden Pferdefreunden sowie Reit- und Rennsportfans ist von einem gelungenen Event zu sprechen.

 

Von Hengst-Präsentationen über den Besuch von Mutterstuten und Fohlen auf der Weide bis hin zu Kutschfahrten oder einem geselligen BBQ – die Besucher/innen beim „Tag der Gestüte“ erwartete ein vielseitiges Programm, das liebevoll von den Gestütsmitarbeitern/innen geplant und organisiert wurde. So sprang nicht nur ein Funke, sondern die volle Passion der Aktiven für die Vollblüter und den Zuchtbetrieb über: „Man hatte das Gefühl, dass die Pferde und deren Wohlergehen oberste Priorität haben. Die Haltung und Aufzucht der Pferde sind vorbildlich und bieten optimale Bedingungen für Mutterstuten und Fohlen. Auch meine Frau, welche aus dem Freizeitreiten kommt, war beeindruckt von dieser, auf das bestmögliche Wohlergehen der Pferde ausgerichteten, Haltungsform“, äußerte sich ein begeisterter Besucher.

 

Es war für die Vielzahl der Besucher und Besucherinnen, neben den beeindruckenden Gestütsanlagen, gerade dieser Einsatz der Mitarbeitenden und Gestütsleiter/innen, der im Gedächtnis blieb: „Die Leidenschaft war beim ganzen Team spürbar, das Gestüt ist 'pro Pferd' und auf die natürlichen Bedürfnisse der Pferde ausgerichtet. Dazu die herzlichen und authentischen Menschen; es war rundum eine tolle Zusammenkunft“, berichtete eine andere Teilnehmerin.

 

Neben Vollblut-Fans und Aktiven aus dem Rennsport, waren es auch Neulinge, welche die Gelegenheit nutzten in die Aufzuchtstätten der Vollblüter hineinzuschnuppern. In fachkundigen Gesprächen wurden dabei nicht nur interessante Fakten vermittelt, sondern auch Vorurteile abgebaut: „Wenn man aus dem Reitsport kommt, hat man meist keine Ahnung über den Rennsport und viele Vorurteile. Es ist einfach großartig, dass man auf diese Weise Einblick erhält und auch feststellt, dass es den Pferden gut geht; insbesondere den Zuchthengsten!“

 

„Wir freuen uns sehr, dass der Tag der Gestüte so positiv angenommen wird und Aktive aus der Vollblut- und Warmblutzucht sowie Pferdeinteressierte im Allgemeinen zusammenführt und ins Gespräch bringt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Wir haben den Tag der Gestüte sowie den Tag der Rennställe – der Einblicke in Trainingsbetriebe von Galoppern gibt – fest in den Jahreskalender von Deutscher Galopp integriert.“ Im Jahr 2024 findet der Tag der Rennställe am Samstag, 20. April, statt, der Tag der Gestüte wird am Samstag, 21. September, veranstaltet.

Markus Klug verlässt das Gestüt Röttgen und macht sich selbstständig

Quelle: GaloppOnline vom 28. September 2023

 

Es war die Nachricht am Donnerstag: Markus Klug verlässt das Gestüt Röttgen und macht sich selbstständig. „Mehl-Mülhens-Stiftung und Markus Klug in vollem Einvernehmen“ – unter diesem Titel ist am Donnerstag eine Presse-Mitteilung der Mehl-Mülhens-Stiftung herausgegeben worden. Diese besagt, dass Trainer Markus Klug die Trainingsanlage verlässt!

 

Es heißt in der Mitteilung: „Die Mehl–Mülhens-Stiftung und ihr Trainer Markus Klug haben in diesen Tagen vereinbart, dass Trainer Markus Klug ab der nächsten Saison nicht mehr bei der Stiftung angestellt ist, sondern als selbständiger Trainer tätig sein wird. Dieser Schritt erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen und in andauernder Freundschaft.”


Markus Klug wird wie folgt zitiert:„Ich habe der Stiftung mittgeteilt, dass ich nicht mehr als angestellter Trainer arbeiten möchte. Dafür hat man mir Bedauern aber auch Verständnis entgegengebracht. Grundsätzlich kommt für mich nur noch ein Arbeiten als selbständiger Trainer in Betracht. Ich blicke auf sehr schöne und erfolgreiche 13 Jahre zurück und bin der Mehl-Mülhens-Stiftung und dem Gestüt Röttgen für alles sehr dankbar.“

 

Abschließend heißt es: “Mit Stolz und Dankbarkeit blicken deshalb beide auf die Saison 2023, die für sie dann einstweilen die letzte gemeinsame sein wird. Das wirkt sich bereits auf die Grasbahnsaison Anfang des nächsten Jahres aus, in die Trainer Klug nicht mehr – wie er das länger als ein Jahrzehnt tat – als Angestellter der Stiftung starten wird.“ Auf Nachfrage in Sachen des Nachfolgers von Markus Klug sagt Robert Niederprüm von der Stiftung: “Herr Klug ist ja noch bis Saisonende tätig. Wir finden in aller Ruhe und Gründlichkeit einen wertvollen Ersatz.”


Noch bis Ende der Saison arbeitet Klug für Röttgen, dann wird er sich einer neuen Aufgabe widmen. Wo Markus Klug seine Zelte aufschlagen wird, darüber konnte er am Donnerstag gegenüber GaloppOnline.de noch nichts sagen. „Das war ein einschneidender Schritt für mich und meine Familie. Ich möchte das erst einmal sacken lassen und mich noch nicht über meine Zukunft äußern“, so der Trainer. Weiter sagte er: „Ich werde mit Dr. Günter Paul und Frank Dorff in Freundschaft verbunden bleiben.“

Diana-Siegerin Muskoka wechselte für 1,3 Mio. den Besitzer

Quelle: GaloppOnline vom 1. Oktober 2023

 

OH Consignment war am Samstag, 30. September, mit 1.730.000 Euro der Top-Verkäufer bei der Arqana Vente de l’Arc. Was vielleicht nicht alles wissen: Hinter OH Consignment verbirgt sich ein deutsches Gestüt. „Das Gestüt Ohlerweiherhof hat gestern erstmals unter dem Namen OH Consignment bei der Arc Sale als Consigner agiert“, teilte Nastasja Volz-Degel vom Gestüt Ohlerweiherhof am Sonntag mit.

 

Im Angebot hatte man in Saint-Cloud zwei Pferde, darunter die Diana-Siegerin Muskoka, die mit 1,3 Millionen Euro zum Top-Seller der Auktion avancierte. Neuer Besitzer der bis dato für den Stall Golden Goal laufenden Sea The Moon-Tochter ist Yulong Investments. Für 430.000 Euro wechselte zudem der von OH Consignment präsentierte Derby-Vierte Winning Spirit den Besitzer. Der ehemals für Liberty Racing 2021 trainierte Hengst ging an Nicolas Clement.

 

Zweitbester Verkäufer waren bei der Arc Sale die Gebrüder Wertheimer, die acht Lots für 1.552.000 Euro verkauften.

Gestüt Ammerland verkauft komplette Zuchtbestand

Quelle: GaloppOnline vom 6. Oktober 2023

 

Eine lange, erfolgreiche Geschichte eines deutschen Gestüts geht noch in diesem Jahr zu Ende: der Name Ammerland verschwindet von der Landkarte der deutschen Vollblutzucht. Alle Pferde werden auf der Arqana Vente d‘Elevage im Dezember angeboten, die damit als so genannte Dispersal Auktion für Ammerland fungieren wird. Die Auktion findet vom 9. bis 12. Dezember statt.

 

Ammerland, gelegen am Starnberger See, wurde 1989 von Dietrich von Boetticher gegründet. Bis heute haben die Zuchtprodukte des Gestüt Ammerland siebzehn Gruppe I-Siege in Deutschland, Frankreich, England, Irland, den USA und Hong Kong errungen. Zu den besten Pferden gehören große Champions wie Borgia, Boreal, Hurricane Run, Lope de Vega, Golden Lilac und Waldgeist. Ammerländer haben unter anderem das Deutsche Derby mehrfach gewonnen, alle französischen Klassiker, zweimal den Prix de l’Arc de Triomphe, das Irische Derby, die King George VI und Queen Elizabeth Stakes, den Coronation Cup und die Hong Kong Vase. Zu den aktuellen Dreijährigen aus der Zucht des Gestüts zählt der Derbyzweite Mr Hollywood.

 

Annabel von Boetticher wird in einer Presseinformation von Arqana wie folgt zitiert: „Nach fünfunddreißig Jahren haben Dietrich und ich beschlossen, dass es an der Zeit ist, das Gestüt zu schließen. Wir bleiben natürlich in Ammerland und es ist nicht unmöglich, dass wir uns in der Zukunft, wenn unsere Kinder älter sind, dazu entschließen, das Gestüt wieder zu eröffnen. Wir möchten allen danken, die an dem wunderbaren Abenteuer Gestüt Ammerland beteiligt waren, und wir hoffen, dass andere Züchter mit unseren Linien auf höchstem Niveau erfolgreich sein können.”

 

Angeboten werden unter anderem Wildfeder, eine von Siyouni tragende Vollschwester von Waldgeist, sowie die Gruppe I-Platzierte Lady Frankel, eine Schwester von Frankel zu Lope de Vega. Insgesamt umfasst das Lot des Gestüts Ammerland acht Zuchtstuten, vier Stuten, die aus dem Training kommen, und zwei Fohlen.

 

Ludovic Cornuel, Bloodstock-Direktor von Arqana sagt: „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass uns die Auflösung einer so prestigeträchtigen Zucht wie der des Gestüt Ammerland anvertraut wurde. Die Erfolge des von Boetticher Entity auf höchstem Niveau sprechen für sich und sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass der Betrieb über die Jahre hinweg eine Art “Boutique”-Flair behalten hat. Diese außergewöhnlichen Blutlinien stellen eine einzigartige Gelegenheit für Züchter aus der ganzen Welt dar, von denen wir sicher sind, dass sie im Dezember zahlreich nach Deauville zur Auktion kommen werden.“

Große Trauer um Filip Minarik

Quelle: GaloppOnline vom 5. September 2023

 

Im Alter von nur 48 Jahren ist der mehrmalige Championjockey Filip Minarik verstorben. Filip Minarik hat sich dazu entschieden, sich am Montag das Leben zu nehmen. Noch am Samstag und Sonntag war er bei der Großen Woche in Iffezheim auf der Rennbahn. Nach seinem schweren Sturz am 3. Juli 2020 in Mannheim musste er seine aktive Karriere beenden, die er sich bis zum Ende sehnlichst zurückwünschte. Zuletzt litt Filip Minarik unter starken Depressionen.


Filip Minarik hinterlässt Ehefrau Katja und Tochter Finja. Katja Minarik: „Wir haben so sehr gekämpft, aber den Kampf gegen die immer stärker werdenden Depressionen am Ende verloren. Wir brauchen Zeit, das Geschehene zu realisieren und zu verarbeiten.“

 

Unsere Gedanken sind bei Minariks Familie. Die Familie bittet darum, von Nachfragen und Beileidsbekundungen Abstand zu nehmen.

Turffunktionär Erwin Peifer ist plötzlich verstorben

Quelle: GaloppOnline vom 20. September 2023

 

Eine traurige Nachricht kommt aus dem Südwesten. Im Alter von 77 Jahren verstarb in der Nacht auf Mittwoch überraschend der Zweibrücker Erwin Peifer, über Jahrzehnte Funktionär auf den Rennbahnen im Südwesten und seit 2022 Ehrenmitglied im Verband Südwestdeutscher Rennvereine, in dem er von 1990 an bis zuletzt als Schatzmeister tätig war.


Der Verstorbene, der auch Zielrichter auf den Südwestbahnen war, war noch am Sonntag bei den Rennen in Billigheim in dieser Funktion tätig, am Dienstag führte er für den Verband sogar noch Telefonate.

Goldene Peitsche: Zerostress bleibt Sieger - Berufung zurückgewiesen

Quelle: GaloppOnline vom 13. September 2023

 

Der Wallach Zerostress bleibt der Sieger in der 153. Casino Baden-Baden Goldenen Peitsche. Das ist das Urteil des Renngerichts von Deutscher Galopp. In der Zusammensetzung Frank Heckenbücker, Horst Greis und Reinhold Wolfermann verhandelte das Renngericht am Mittwoch, 13. September, eine Berufung von Anja Wilde, der Besitzerin der zweitplatzierten Exxtra, gegen die Entscheidung der Iffezheimer Rennleitung. Diese hatte am Tag des Rennens einen eingelegten Besitzerprotest zurückgewiesen.

 

Anja Wilde war mit Anwalt Bernhard Matusche in Köln bei der Verhandlung anwesend, nach rund einstündiger Verhandlung, in der auch die beiden Jockeys Hugo Besnier und Ronan Thomas per Telefon befragt wurden. Während Thomas sicher war, das Rennen mit Exxtra nicht verloren zu haben, drückte Besnier die Überzeugung aus, er seinerseits hätte das Rennen immer gewonnen.

 

In diesem Zweispalt der Sichtweisen musste das Renngericht urteilen, was es am Ende nach knapp einstündiger Verhandlung einstimmig mit 3:0 Stimmen tat. Frank Heckenbücker: „Wir können nicht ausschließen, dass Exxtra gewonnen hätte, und nach der alten Regelung wäre Zerostress auch disqualifiziert worden. Es ist nach der gültigen Rennordnung aber so, dass wir überzeugt sein müssen, dass Exxtra gewonnen hätte, und das sind wir nicht.“

 

Heckenbücker sprach von einer 50/50-Sichtweise, die man habe, mit Blick auf den Ausgang des Rennens ohne Störung. Anders als im Falle Power Daddy, den das Renngericht nachträglich in Abänderung einer Rennleitungs-Entscheidung disqualifiziert hatte, käme es auch auf die Dauer der Störung an. Diese sei hier sehr kurz gewesen, bei Power Daddy fast die ganze Gerade über. „Aber solch eine 50/50-Einschätzung reicht eben nicht zu einer Disqualifikation. In England und Frankreich, da bin ich überzeugt, wäre dieser Fall genauso entschieden worden wie jetzt bei uns.“

 

Zerostress hatte das Rennen mit einem Kopf gewonnen. Die Rennleitung hatte im Rennbericht nach dem Rennen folgendes geschrieben: „Die RL überprüfte den Ausgang des Rennens. In der Zielgeraden beginnen Zerostress und Exxtra etwa 300 m vor dem Ziel sich abzusetzen. Ca. 180 m vor dem Ziel weicht Zerostress unter seinem Reiter Hugo Besnier ca. eine Walzenstrichbreite nach innen, wodurch die innen davon galoppierende Exxtra kurz gestört wird. Die Störung dauert etwa drei Galoppsprünge an und beide Pferde gehen dann parallel noch für etwa drei weitere Galoppsprünge nach innen. Als Zerostress beginnt nach innen zu weichen, ist er etwa einen Kopf gegen über Exxtra im Vorteil. Bis zum Ziel vermag Exxtra dann keinen Boden mehr auf Zerostress gutzumachen. Die RL ist nicht davon überzeugt, dass Exxtra ohne die Störung vor Zerostress im Ziel eingekommen wäre. Es handelte sich um eine leichte und kurze Störung. Exxtra war gegenüber Zerostress in der Zielgeraden vor der Behinderung, zum Zeitpunkt der Behinderung und nach der Behinderung nicht das kommende Pferd. Die RL weist daher den wegen Behinderung des Siegers Zerostress eingelegten Protest der Besitzerin des zweitplatzierten Pferdes Exxtra zurück. Gegen diese Entscheidung der RL legte die Besitzerin von Exxtra Berufung beim Renngericht ein.“

 

Das Renngericht schloss sich dieser Sicht der Rennleitung an.

Renngericht entscheidet zu Gunsten von Bottleofsmoke

Quelle: GaloppOnline vom 13. September 2023

 

Neben der Goldenen Peitsche wurden am Mittwoch, 13. September, in den Räumlichkeiten von Deutscher Galopp drei weitere Berufungen verhandelt. Yasmin Almenräder legte gegen die Entscheidung der Rennleitung Berufung ein, nachdem diese einen Protest der Trainerin zurückgewiesen hatte. Was war passiert: In Köln wurde am 9. Juli die von Almenräder für Robert van den Troost trainierte und im Ziel zweitplatzierte Anna Belle vom späteren Sieger Bottleofsmoke etwa 200 Meter vor dem Ziel stark behindert. Da der Rückstand von Anna Belle im Ziel zwei Längen betrug, waren die Stewards daher nicht davon überzeugt, dass Anna Belle ohne die Behinderung den Sieger Bottleofsmoke hätte schlagen können.


Und eben diesen Eindruck konnte das Renngericht auch am Mittwoch nicht finden. „Bottleofsmoke war für uns immer das besser gehende Pferd“, sagte Hans Römers, der für die Rennleitung als Zeuge befragt wurde. In die Bewertung floss auch mit ein, dass man Nina Baltromei im Sattel von Anna Belle als die stärkere Reiterin betrachtete, die es aber nicht schaffte, die Stute vor der Behinderung an Bottleofsmoke vorbeizuführen. Das Team um Anna Belle sah dies natürlich anders. Gottfried Reims, der für Deutscher Galopp im Raum saß, sprach in Fällen dieser Art von einer “Glaubensfrage”, in denen nach der neuen Regelung letztlich aber nur die Überzeugung eine Rolle spielt.

 

Ein anders gelagerter Fall war der von Liane am 29. Mai ebenfalls in Köln. Die von Christian von der Recke für den Stall Nizza trainierte Nutan-Tochter verlor den Sieg wegen zu wenig getragenes Gewichts. Auf das Protestverfahren von Deutscher Galopp disqualifizierte die Rennleitung Liane als Siegerin und nahm sie aus der Platzierung. Hier legte Christian von der Recke Berufung ein. Der Fall war durchaus kurios: Weil sie zum Zeitpunkt des Sieges schon 30 Rennen gewonnen hatte, hätte Reiterin Antonia von der Recke nur zwei statt der drei Kilo Erlaubnis in Anspruch nehmen dürfen. Da der 30. Sieg schon vor der Starterangabe erreicht war, hat Deutscher Galopp die Stute basierend auf einem selbst eingelegten Protest disqualifiziert. Anders wird es gehandhabt, wenn ein Sieg, der eine Erlaubnis reduziert, erreicht wird und für Folgerennen die Starterangabe schon erfolgt ist. Dann bleibt die Erlaubnis noch bestehen.

 

Christian von der Recke sprach davon, dass Deutscher Galopp die Pflicht zur Kontrolle der Gewichte hat. Diese Kontrollpflicht hat der Dachverband jedoch laut Rennordnung nicht, gleichwohl er auf Fehler hinweist, sollten sie erkannt werden. Die Angabe des Gewichts obliegt der Verantwortung des Trainers. Christian von der Recke zog seine Berufung daraufhin zurück.

 

Auch der am 17. Juni in Dresden zweitplatzierte Flamboyant Fling, den Marko Megsner für den Stall Maximus trainiert, wurde aufgrund zu wenig getragenen Gewichts seines Reiters Shuichi Terachi aus der Platzierung genommen. Der Begründung seines Trainers, der in seiner Berufung angab, das Protestverfahren gegen sein Pferd sei nicht innerhalb der Frist von fünf Werktagen eröffnet worden, konnte das Gericht nicht folgen. Megsner, der sich von Christian von der Recke in der Sache vertreten ließ, hatte Grund zur Annahme, die Frist sei nicht eingehalten worden, da auf dem Protestschreiben fälschlicherweise der 24. Juni als Datum eingetragen wurde. Tatsächlich aber wurde das Protestverfahren am 23. Juni von Deutscher Galopp vorbereitet und die Rennleitung hierüber rechtzeitig informiert.

 

In Dresden wurden an diesem Tag noch zwei weitere Pferde, die unter Terachi mit falschem Gewicht unterwegs waren, disqualifiziert. Diese waren Lord Charming und Direct Power. Einzig der von Terachi gerittene Skipjack, der an diesem Tag Letzter wurde, blieb in der Wertung. Man stellte im Laufe der Verhandlung fest, dass auch dieser eigentlich hätte disqualifiziert werden müssen, obwohl er Letzter wurde.

Top-Bilanz der Großen Woche in Baden-Baden

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 4. September 2023

 

Deutliche Steigerungen in allen Bereichen, eine erstklassige Stimmung und ein hochspannendes Hauptereignis mit einem faszinierenden Dreikampf – die Große Woche 2023, die am Sonntag, 3. September, mit dem Finaltag zu Ende ging, war unter der Regie von Baden Galopp wieder ein internationales Ereignis mit einem würdigen Sieger. Der zum zweiten Mal von WETTSTAR, dem bedeutendsten Vermittler von Pferdewetten hierzulande, gesponserte und zum 153. Mal ausgetragene WETTSTAR.de Großer Preis von Baden riss die 16.500 Zuschauer von ihren Sitzen. In der mit 400.000 Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr dotierten Gruppe I-Prüfung über 2.400 Meter kamen diesmal sechs Spitzenpferde an den Start. Der französische Gast Zagrey, in Training bei Yann Barberot in Deauville, wurde seiner Favoritenrolle als 1,4:1-Favorit mit einer großartigen kämpferischen Leistung gerecht.

 

Weltklasse-Jockey Christophe Soumillon mit grandiosem Finish auf Zagrey

 

Unter Weltklasse-Jockey Christophe Soumillon, einem gebürtigen Belgier, der die größten Galopprennen der Welt bereits auf seinem Konto stehen hat, entriss Zagrey, ein zuvor u.a. in einem Millionenrennen in Dubai stark in Erscheinung getretener Hengst, noch dem Derby-Zweiten Mr Hollywood die Siegprämie. Mit einem knappen Vorsprung von einer Halslänge stürmte er an der Außenseite spät zum Sieg, der mit 230.000 Preisgeld honoriert war. Auch der als Dritter ebenfalls dichtauf einkommende Union-Sieger Straight gab neben Mr Hollywood als Dreijähriger eine sehr starke Figur ab. Ein elektrisierendes Rennen mit einem würdigen Gewinner und starken Platzierten.

 

Für Schlagzeilen sorgte die kurzfristige Abmeldung von Derbysieger Fantastic Moon. Circa eine Stunde vor dem WETTSTAR.de Großer Preis von Baden entschied das Team um Trainerin Sarah Steinberg und Lars-Wilhelm Baumgarten, den Top-Galopper aus dem Rennen zu nehmen. Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp, dazu: „Wir haben die Bahn in Absprache mit der Rennleitung in der Nacht auf Sonntag ein wenig beregnet, weil die Oberfläche am Samstag nach dem letzten Rennen schon sehr abgetrocknet war. Wir haben das im letzten Jahr genauso gehandhabt und damit gute Erfahrungen gemacht. Dennoch werden wir das alles in den nächsten Tagen noch einmal genau analysieren. Das Team von Fantastic Moon hat das Pferd am Sonntag zum Nichtstarter erklärt, weil der Boden aus ihrer Sicht für das Pferd nicht mehr passend war. Das ist ihr gutes Recht und von uns zu akzeptieren. Natürlich ist das schade, aber wir haben dennoch ein großartiges Rennen gesehen.“

 

Premiere vollauf gelungen

 

Der 153. WETTSTAR.de Großer Preis von Baden wurde wie schon 2022 ins asiatische Wett-Paradies Hong Kong live übertragen, doch zum ersten Mal war dieses Rennen, wie das 90. Brunner – Oettingen Rennen und ein Handicap Teil des World Pool. Aus der ganzen Welt flossen hier die Wetteinsätze zusammen. Gemanagt wird der World Pool vom Hong Kong Jockey Club, dem größten Steuerzahler in der ehemaligen Kronkolonie. Die Zahlen konnten sich mehr als sehen lassen. Umgerechnet über 8,8 Millionen Euro wurden in den drei Rennen des World Pool umgesetzt. Auch Pari Mutuel Urban (PMU), der französische Wettmulti, zeigte mehrere Rennen.

 

Auch der weitere Blick auf die Umsatzzahlen sorgte für sehr zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen von Baden Galopp. 1.457.669,94 Euro am Sonntag sorgten für den höchsten Umsatz eines Renntages in 2023 in Deutschland. Allerdings sind darin auch Umsätze aus dem Ausland enthalten, die deutlich höher waren als üblich, aber viel weniger Ertrag bringen als die Inlandsumsätze. Stolze 3.691.637,20 Euro betrug der Umsatz der Großen Woche in den 50 Rennen insgesamt. 2022 waren es 2.886.174,09 Euro in 49 Rennen gewesen. Pro Rennen kamen diesmal 73.832,74 Euro zusammen.

 

Allerdings hätte man sich in mehreren Rennen des Meetings höhere Starterzahlen gewünscht, gerade um attraktivere Viererwetten anzubieten, zumal über 1,5 Millionen Euro an Rennpreisen ausgeschüttet wurden. Aber die rückläufige Anzahl an Pferden in Deutschland macht sich auf allen Rennbahnen bemerkbar. Viel Glück hatte man mit dem Wetter, denn entgegen allen Prognosen blieb es fast die komplette Woche über sonnig und warm. Allein 16.500 Zuschauer kamen zum Grand Prix-Tag. Insgesamt weilten an den fünf Renntagen 49.400 Besucher in Iffezheim, ein klares Plus gegenüber 44.700 Zuschauern in 2022.

 

Top-Sieger an allen Tagen

 

Auch die anderen Gruppesieger der Großen Woche neben Zagrey wussten sehr zu gefallen. Mansour aus dem Stall des in Bremen tätigen Pavel Vovcenko sorgte am Eröffnungstag im 68. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe für eine Überraschung. Rund 40 Mitbesitzer des Stalles ROM durften sich am ersten Sonntag über den Triumph des Außenseiters Zerostress aus dem Quartier des Düsseldorfer Erfolgstrainers Sascha Smrczek in der 153. Casino Baden-Baden Goldene Peitsche freuen, dem bedeutendsten Sprintrennen des Landes um den begehrtesten Ehrenpreis, eine vergoldete Peitsche.

 

Hochspannend ging es auch am Mittwoch im 150. Renate und Albrecht Woeste – Zukunfts-Rennen zu. Die Engländerin Carolina Reaper gewann ein packendes Rennen für zweijährige Pferde hauchdünn gegen die deutschen Hoffnungen Schützenzauber und West Man. Bravourös verkaufte sich die Iffezheimer Klassestute Kolossal, als Zweite im T. v. Zastrow Stutenpreis. Denn nur die von Francis-Henry Graffard vorbereitete Aga Khan-Stute Darkaniya aus Frankreich, für die der Ex-Championjockey Bauyrzhan Murzabayev eigens aus Frankreich angereist war, kam vor ihr über die Ziellinie.

 

Im 90. Brunner Oettingen-Rennen am Finalsonntag untermauerte Stall Hanses Calif einmal mehr seine große Vorliebe für die Rennbahn in Iffezheim, denn er gewann mit dieser Gruppe II-Prüfung nach der Kronimus Badener Meile beim Frühjahrs-Meeting seinen zweiten Hochkaräter in diesem Jahr an der Oos.

 

Piechulek und Bolte die Meetingschampions

 

Bei den Jockeys waren René Piechulek (7 Siege) und Maxim Pecheur (6 Siege) die erfolgreichsten Aktiven. Dr. Andreas Bolte sicherte sich das Meetingschampionat bei den Trainern. Vier Siege gelangen seinen Pferden. Der Pressecup der Journalisten ging an die Westdeutsche Zeitung.

 

Auch die BBAG-Jährlingsauktion am rennfreien Freitag (1. September) endete mit einem Top-Resultat. Mit 162 Pferden wurden drei Vollblüter mehr als 2022 verkauft. Erneut gab es einen sehr respektablen Gesamtumsatz von über 8 Millionen Euro. Zum Höchstpreis avancierte Gestüt Röttgens Stute Eleganz, die für 300.000 Euro an Hugo Merry vom Blue Diamond Stud. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit zwei After Race-Partys und einem tollen Ladies Day sorgte auch abseits der Rennen für jede Menge großartige Momente.

 

Stephan Buchner in einer ersten Bilanz: „Wir sind mit dem gesamten Meeting sehr zufrieden. Die Resonanz bei unseren Sponsoren war durchweg positiv. Natürlich hatten wir großes Glück mit dem Wetter, aber das gehört eben dazu. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern, Sponsoren, Dienstleistern, den Aktiven und natürlich bei allen Besuchern, die für eine fantastische Stimmung auf den Rängen gesorgt haben.“

 

Sales & Racing Festival als großes Saisonfinale 2023


Bereits in fünfeinhalb Wochen geht mit dem Sales & Racing Festival das dritte und letzte Meeting 2023 in Baden-Baden-Iffezheim über die Bühne. Alle Turffreunde dürfen sich auf zwei Top-Renntage am 13. und 15. Oktober mit vielen sportlichen Highlights und auf die BBAG-Herbstauktion freuen.

Muskoka gewinnt 165. Henkel-Preis der Diana

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 6. August 2023

 

Ein schöneres Geburtstaggeschenk hätte sich Lukas Delozier nicht machen können: An seinem 26. Geburtstag hat der französische Jockey, der hauptsächlich in den Diensten von Trainer Henk Grewe in Köln steht, den 165. Henkel-Preis der Diana – German Oaks gewonnen. Delozier setzte sich mit der dreijährigen Stute Muskoka im Kampf knapp gegen Kassada durch, Dritte wurde der französische Gast Sea The Lady.

 

Mit einer Gesamtdotierung von einer halben Million Euro, davon allein 300.000 Euro für das siegreiche Team, ist der Preis der Diana nach dem Derby das zweitwertvollste Pferderennen in Deutschland. Startberechtigt sind nur dreijährige Stuten. Das seit 1857 ausgetragene Rennen führt über 2.200 m und hat den internationalen Gruppe I-Status, das ist die „Champions League“ im Galoppsport.

 

Dauerregen am wichtigsten Tag des Jahres in Düsseldorf

 

Dauerregen gefährdete die wichtigste Galopp-Veranstaltung des Jahres auf dem Düsseldorfer Grafenberg. Kurzfristig entschieden die Verantwortlichen, den Start des 165. Henkel-Preis der Diana vom sechsten Rennen auf das dritte Rennen vorzuziehen, damit diese herausragende Prüfung auf jeden Fall stattfinden konnte. Es wurde auch das letzte Rennen des Tages, denn aus Sicherheitsgründen entschied sich die Rennleitung den Renntag abzubrechen, da der Boden des Geläufs immer tiefer wurde.

 

„Sie ist klein, aber hat ein großes Herz“, sagte Delozier überglücklich nach dem bislang größten Erfolg seiner Karriere. „Ich hatte eine gute Startnummer, das ist in Düsseldorf sehr wichtig. Sie ist eine tolle Stute.“ Und Henk Grewe, bereits zwei Mal Championtrainer in Deutschland, durfte sich nach zwei zweiten Plätzen über seinen ersten Diana-Sieg freuen. „Wie sie sich an jedem Pferd vorbeikämpft, ist unglaublich“, sagte der Trainer. Als mögliche weitere Ziele nannte er für den Spätherbst den Prix de l’Opera in Paris oder den Breeder’s Cup in den USA.

 

Sea The Moon stellt die ersten Drei in der Diana

 

Muskoka, die nach einem Seengebiet in Kanada benannt ist, stammt wie die ersten Drei in der Diana von Sea The Moon ab, der auch Vater des amtierenden Derbysiegers Fantastic Moon ist. Der Derbysieger von 2014 des Gestüt Görlsdorfs steht in England als Deckhengst. Er folgt jetzt in den Spuren des wohl besten deutschen Vererbers aller Zeiten, Monsun, in dem seine Nachkommen in einem Jahr sowohl Derby als auch Diana in Deutschland gewonnen haben.

 

Züchter von Muskoka ist Lars-Wilhelm Baumgarten. Unter dem Namen Stall Golden Goal ist der Unternehmer, ehemalige Sportler-Berater und Galoppfunktionär mit dem früheren Fußballprofi Nick Proschwitz auch Besitzer der Stute. „Ich bin durch Lars zum Rennsport gekommen vor 12 Jahren und jetzt gewinne ich Gruppe I. Das macht einen sprachlos“, sagte der ehemalige Bundesliga-Spieler. Baumgarten ist auch die treibende Kraft hinter Liberty Racing, der Besitzergemeinschaft, die mit Fantastic Moon Anfang Juli in Hamburg das Deutsche Derby gewonnen hat.

Besitzervereinigung tagte in Baden-Baden

Quelle: Pressemitteilung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen vom 28. August 2023

 

Auf der traditionellen Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung der Besitzervereinigung bei der BBAG in Iffezheim diskutierten am Montagvormittag über 70 Mitglieder die aktuelle Lage des deutschen Galopprennsports. In seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht legte Präsident Gregor Baum die wesentlichen Fakten der Arbeit des vergangenen Jahres dar. Schwerpunkte waren neben der Stabilisierung der Finanzlage von Deutscher Galopp die Gründung der Stiftung Deutscher Galopp, das Förderprogramm zur Erhöhung der Rennpreise in Basis- und Maidenrennen, sowie die intensive Arbeit in der neu geschaffenen Kommission zum Tierwohl und der weiteren Gremien bei Deutscher Galopp.

 

Gregor Baum: „Die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen erfordern Antworten, die wir gemeinsam mit den Rennvereinen finden müssen. Dabei stehen Aktivitäten zur Gewinnung von Züchtern, Besitzern und Besitzergemeinschaften genauso im Vordergrund wie Maßnahmen zur Wertschätzung von bestehenden Besitzern und Züchtern.“

 

Zahlreiche Aufgaben werden von den einzelnen Experten im 19-köpfigen Vorstand der Besitzervereinigung in den kommenden Monaten weiterhin intensiv bearbeitet. Dabei werden die Willkommenskultur für bestehende und neue Besitzer auf den Rennbahnen, die Begleitung bei der Gründung von neuen Besitzergemeinschafen und das Einsammeln von Geldern für die Stiftung Deutscher Galopp die Hauptaufgaben der nächsten Zeit sein.

 

In einer ausführlichen Aussprache machten einzelne Mitglieder deutlich, dass das Tierwohl und die Pflege der Trainingsbahnen, Trainingsquartiere und Rennbahnen ihnen besonders am Herzen liegt. Der Vorstand der Besitzervereinigung wird die Impulse der Versammlung für die zukünftige Zusammenarbeit mit Deutscher Galopp aufnehmen.

Andreas Helfenbein macht endgültig Schluss

Quelle: GaloppOnline vom 7. August 2023

 

Der Abbruch des Sonntag-Renntages in Düsseldorf hat auch den Abschied von Andreas Helfenbein aus dem aktiven Jockey-Beruf vermasselt. Eine Neuauflage dieses einen, letzten Ritten, den Helfenbein auf Real hätte ausführen sollen, wird es nicht geben. Jetzt soll ohne letzten Ritt Schluss sein! 

 

„Ich mach das nicht nochmal. Ich habe damit emotional jetzt abgeschlossen. Das ist jetzt zu den Akten gelegt. Ich kann zu diesem komischen Abschluss nichts, und wenn da oben jemand will, dass ich nicht noch mal reite, dann reite ich auch nicht noch mal.“ Helfenbein blickt dennoch mit Freude an die Tage vor dem Sonntag zurück: „Die Presse hat sich drauf eingeschossen, mein Kopf hat sich drauf eingeschossen drei Tage lang, ich habe mich mit dem Abschluss jetzt so zufriedengegeben. Es waren schöne Tage!“

 

Nach über 1.800 Siegen ist mit 56 Jahren nun Schluss. Alles Gute, Andreas Helfenbein, nach 38 Jahren im Rennsattel!

Dr. Michael Bergmann neuer Präsident in Mülheim

Quelle: Pressemitteilung des Rennclubs Mülheim an der Ruhr vom 10. August 2023

 

Mit personellen Veränderungen in den Führungsgremien stellt sich der Rennclub Mülheim an der Ruhr neu auf. Auf einer Mitgliederversammlung am 9. August wählten die Mitglieder den Düsseldorfer Patentanwalt Dr. Michael Bergmann (Foto) zum neuen Präsidenten. Bergmann hatte das Amt bereits kommissarisch ausgeübt, nachdem sich der bisherige Präsident Werner Krüger auf eigenen Wunsch zurückgezogen hatte.


Komplettiert wird der neue Vorstand durch die Vizepräsidenten Hans Bierkämper (Dortmund), Marc Hübner (Essen) und Bernd-Robert Gossens (Issum) sowie Trainer Marcel Weiß (Mülheim), der auf Marian Falk Weißmeier folgt. Im Beirat wirken neu mit: Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen), Lutz Kramer (Dortmund) sowie Daniel Delius (Düsseldorf). Zum Beirat zählen ebenso wie bisher: Trainer Jean-Pierre Carvalho (Mülheim), Peter Beitz (Mülheim) sowie Christiane Langen (Mülheim).

 

Seit 2018 veranstaltet der neu konstituierte Rennclub Galopprennen am Raffelberg und erlebt einen stetigen Aufschwung. Aktuell werden rund 200 Vollblüter in der Mülheimer Trainingszentrale vorbereitet, die damit zu den größten in Deutschland zählt. Die nächste Veranstaltung auf der Mülheimer Galopprennbahn findet am Samstag, 19. August, mit dem traditionellen Sparkassen-Renntag statt.

Höngesberg: "Wirtschaftlich für den Rennverein ein harter Schlag"

Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 7. August 2023

 

Die Siegerin im 165. Henkel-Preis der Diana heißt Muskoka. Doch mit dem Henkel-Renntag 2023 werden künftig nicht nur die Siegerin, sondern auch die Rahmenbedingungen in Erinnerung bleiben. Weil der Wettergott am wichtigsten Renntag des Jahres auf dem Grafenberg kein Düsseldorfer war, wurde die ursprüngliche geplante Reihenfolge der Rennen geändert. Nach dem Eröffnungsrennen wurden die beiden Hauptrennen des Tages, der Fritz Henkel Preis (Gr. 3) und der 165. Henkel-Preis der Diana (Gr. 1) gelaufen. Danach musste die Veranstaltung, traditionell ein großes Sport- und Familienfest, wegen der widrigen Wetterverhältnisse abgebrochen werden.

 

Peter Michael Endres, seit 25 Jahren Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, hat so etwas auch noch nicht erlebt. „Für alle Beteiligten ist das heute ein Desaster. Alle haben so viel Herzblut in den heutigen Tag investiert. Aber die Sicherheit aller geht nun einmal vor“. Das Geläuf wurde vor jedem Rennen durch die Rennleitung geprüft. Die Bahn präsentierte sich trotz der Regenfälle der letzten Tage in einem guten Zustand. Der Starkregen, der während des dritten Rennens, dem Henkel-Preis der Diana, einsetzte machte eine Fortsetzung nach diesem Rennen nicht mehr möglich. Die Rennleitung reagierte unmittelbar und sagte die weiteren Starts ab. Auch eine Verzögerung der folgenden Rennen war keine Option aufgrund der nach diesem Regenguss in den Bögen stehenden Wassermassen.

 

„Wirtschaftlich war dieser Renntag für den Rennverein ein harter Schlag. Wir sind unglaublich dankbar für das große Verständnis von Aktiven, Zuschauern und auch unserem Sponsor Henkel. Bei allen steht das Wohl der Pferde an erster Stelle und wir erfahren viel Unterstützung“, so Andrea Höngesberg, Düsseldorf Galopp-Geschäftsführerin. Die Zuschauer, die Wert darauf legen aufgrund der ausgefallenen Rennen eine Erstattung zu erhalten sollen sich per Email an info@duesseldorf-galopp.de oder postalisch mit ihrem Ticket beim Rennverein melden und erhalten aus Kulanz einen kostenfreien Eintritt für den kommenden Renntag am 20. August 2023, dem Sparkassen-Familientag. An diesem Termin wird zusätzlich zu den geplanten neun Rennen auch das ausgefallene BBAG Auktionsrennen mit einer Dotierung von 52.000 € durchgeführt. Für die angereisten Start-Pferde, deren Rennen nicht durchgeführt werden konnten, zahlt der Rennverein ebenfalls aus Kulanz Transportkosten-Beihilfen gemäß der Vereinbarung der westdeutschen Rennvereine.

Gestüt Höny-Hof steht zum Verkauf

Quelle: GaloppOnline vom 9. August 2023

 

Das Gestüt Höny-Hof von Manfred und Edith Hellwig sowie alle Pferde stehen zum Verkauf. Das Gestüt wird bereits auf vielen Immobilien-Plattformen angeboten. „Dass Herr Hellwig verkaufen will, hat altersbedingte Gründe“, so Simon Minch, langjähriger Gestütsleiter gegenüber der Sport-Welt. „Es war ein Schritt, den sie nie gehen wollten, aber es ist der richtige Zeitpunkt. Sie werden den Rennsport auch weiterhin mit Passion verfolgen. Natürlich würden wir uns freuen, wenn das Gestüt zum Fortbestand der Vollblutzucht gekauft wird, aber natürlich ist alles offen. Es ist ja auch nicht einfach in der heutigen Zeit.“


Die Pferde des Gestüts Höny-Hof, welches 1985 im ostfriesischen Moormerland gegründet, und dann 2001 im hessischen Oberaula neuaufgebaut wurde, sollen über verschiedene Auktionen an neue Besitzer verkauft werden. „Ein Großteil der Jährlinge wird bei der BBAG Jährlingsauktion angeboten. Die Zweijährigen und älteren Pferde gehen zur Herbst-Auktion der BBAG oder zu Arqana Horses in Training Sale im Oktober. Die Mutterstuten werden bei Goffs und Tattersalls im Dezember angeboten. Es sind hochinteressante Pferde dabei, unter anderem aus der Salve-Familie, aber auch aus der Linie von Wish you Well und Palace Prince. Wir schicken die Pferde auch auf die Auktionen, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, da auch die Annette Hellwig-Stiftung involviert ist“, so Minch weiter.

 

In Vorbereitungen auf die Auktionen arbeitet man mit Stauffenberg Bloodstock und dem Gestüt Ohlerweiherhof zusammen. „Es ist wichtig gute Partner für diesen nicht unaufwendigen Schritt an der Seite zu haben“, sagt Simon Minch, der seit 2012 als Gestütsleiter in Höny-Hof arbeitet. “Es ist der natürliche Lauf der Dinge”, sagt er und blickt nach vorne. “Ich bin für alles offen und schaue zuversichtlich in die Zukunft. Ich bedanke mich jedenfalls herzlich bei Familie Hellwig für die jahrelange Zusammenarbeit und für die freie Hand, die sie mir stets gelassen haben.“

Besitzer von India zieht Berufung zurück

Quelle: GaloppOnline vom 3. August 2023

 

Besitzer Manfred Ostermann hat die Berufung gegen die Disqualifikation seiner Stute India durch die Rennleitung in Hoppegarten im Fürstenberg-Rennen zurückgezogen. Kolossal ist damit die finale Siegerin des Rennens, das sie am grünen Tisch der Rennleitung zugesprochen bekam.

 

Rechtsanwalt Nils Baumgarten hat folgende Stellungnahme dazu übermittelt.


„Als Rechtsvertreter des Gestütes Ittlingen im Berufungsverfahren über die Disqualifikation des Pferdes INDIA im Fürstenberg-Rennen (Gruppe III) in Berlin-Hoppegarten am 23. Juli 2023 gebe ich folgende Stellungnahme im Namen von Herrn Manfred Ostermann/Gestüt Ittlingen ab:

„Die Disqualifikation von India im Fürstenberg-Rennen am 23. Juli 2023 hat in den letzten Tagen und Wochen viele Gemüter im deutschen Galopprennsport bewegt und zu zahlreiche Diskussionen geführt. Die Rennleitung sah die unzweifelhaft vorliegende und niemals bestrittene Behinderung im Endkampf zwischen INDIA (Andrasch Starke) und KOLOSSAL (Wladimir Panov) zudem als rennentscheidend im Sinne von Nr. 625 der Rennordnung an und entschied einstimmig, INDIA als Siegerin zu disqualifizieren und KOLOSSAL/Wladimir Panov/Carmen Bocskai den Sieg im Fürstenberg-Rennen (Gruppe III) zuzusprechen. Die daraufhin von uns eingelegte Berufung vor dem Renngericht wurde durch das Gestüt Ittlingen/Manfred Ostermann ausschließlich aus formalen Gründen zur Wahrung der Fristen der Rennordnung eingelegt.

 

Nach umfangreichen internen Diskussionen und eingehender Analyse des Rennfilms, der Entscheidung der Rennleitung und der Rennordnung von Deutscher Galopp e.V. hat sich mein Mandant, das Gestüt Ittlingen von Herrn Manfred Ostermann, entschieden, die eingelegte Berufung zurückzunehmen und die Entscheidung der Rennleitung zu akzeptieren.

 

Diese Entscheidung von Herrn Ostermann erfolgt auch im Sinne des Rennsports und eines fairen sportlichen Wettkampfes auf dem Geläuf. Die Rennleitung und im Falle einer Berufung das Renngericht haben in solchen Fällen eine sehr schwierige Entscheidung zu treffen, da die Rennordnung in Nr. 625 die „Überzeugung des Entscheidungsgremiums“ als einziges Entscheidungskriterium festlegt, ob das behinderte Pferd ohne die Behinderung vor dem zu disqualifizierenden Pferd eingekommen wäre. Über Überzeugungen lässt sich immer diskutieren und unterschiedlicher Ansicht sein, aber man muss immer bereit sein, die Meinungen und Überzeugungen anderer Menschen im Sinne des Rennsportes zu akzeptieren.

 

Herr Ostermann und das Gestüt Ittlingen gratulieren dem siegreichen Team um KOLOSSAL, Wladimir Panov und Carmen Bocskai und hoffen auf einen störungsfreien Rennverlauf bei einem möglichen zukünftigen Aufeinandertreffen in einem Rennen.

 

Mit Herzblut für Vollblut.“

Kepheus geht nach 167 Starts in Rente

Es reichte am 15. Juli in Dresden zwar nur zum letzten Platz, trotzdem stand Kepheus nach dem Ausgleich IV über 1.500 Meter mit im Mittelpunkt. Der 15-jährige Wallach hatte gerade seinen 167 Start absolviert und geht nun in Rente. Der Schützling von Manfred Türk hat in seiner langen Karriere 16 Siege sowie 20 Platzierungen errungen.

Ein offener Brief von Deutscher Galopp an Pferde.de

Sehr geehrte Frau Rottmann, als Autorin des Beitrages „Rennpferde bekommen bei Anke Dahlhaus eine zweite Chance“ vom 23. Juli 2023 (https://www.pferde.de/magazin/rennpferde-bekommen-bei-anke-dahlhaus-eine-zweite-chance/) möchten wir gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen. Als Dachverband für Vollblutzucht und Rennen verfolgen wir das Ziel des Gesetzgebers, auf EU-Ebene eine planvolle, qualitative Tierzucht zu ermöglichen. Galopprennen sind in diesem Zusammenhang vom Staat gesetzlich verlangte Leistungsprüfungen für Vollblutpferde. Diese Leistungsprüfungen sind Hochleistungssport, für die ein optimaler Haltungs-, Trainings- und Gesundheitszustand der Pferde grundsätzliche Voraussetzung ist. Der Schutz und das Wohlergehen der Vollblüter haben im Rennsport oberste Priorität. Daher unsere Meinung zu Ihrer journalistischen Arbeit im Magazin auf Pferde.de.


Re-Homing von Rennpferden ist ein wichtiges Thema. Professionelle Programme zur Vorbereitung ehemaliger Rennpferde auf eine zweite Karriere als Reitpferd unterstützen wir vollumfänglich. Aussagen wie „Ich verliebte mich in die Rasse. Es sind fantastische Pferde“ können wir nur unterstreichen. Ebenso die Darstellung über Treue, Lernbereitschaft und Sportlichkeit, die auf folgenden Rückschluss zum Vollblut führte: „Es kann Dressur, Springen, Vielseitigkeit und auch vor der Kutsche sind Vollblüter gut.“

 

Worauf wir an dieser Stelle jedoch mit Nachdruck eingehen möchten, sind Falschaussagen zur Haltung, zum Trainingsalltag und zur Gesundheit von Vollblütern als aktive Rennpferde. Individuelle Betreuung, pflichtbewusste Pflege, ein gutes Fütterungsmanagement und ein durchdachter Trainingsplan sind im Rennstall eine Selbstverständlichkeit.

 

1) Durchdachte Trainingseinheiten für unsere vierbeinigen Partner

 

Sie beschreiben in Ihrem Artikel, untermauert durch Zitate von Frau Dahlhaus, dass Rennpferde kein „normales“ Leben kennen, sie täglich lediglich 15 Minuten trainiert werden – inklusive Putzen – und ab dem Mittag tatenlos in der Box stehen.

 

Was genau ein „normales“ Pferdeleben definiert, überlassen wir an dieser Stelle der eigenen Interpretation, geben aber gerne einen detaillierteren Einblick in den Arbeitsalltag eines aktiven Rennpferdes und laden Sie zudem ein, selbst einmal das Training in einem Rennstall mitzuerleben und ein eigenes Bild zu gewinnen.

 

Tatsächlich startet der Arbeitstag in Rennställen zur frühen Stunde. Für die Pferde beginnt er mit Stehfutter circa eine Stunde vor dem Training. Erfahrungsgemäß könnte man den Ablauf von Galoppern so beschreiben: morgens um 5:00 Uhr Stehfutter, Training, Schrittreiten, Mittagsfutter, Pause, Koppel / ggf. nochmal Führen, Abendfutter.

 

Das Training beginnt mit einem Aufwärmprogramm im Schritt in der Führmaschine. Vor dem Reiten werden die Vollblüter ausgiebig geputzt und dann auch gesattelt. Als nächstes folgt das Schrittgehen unter dem Reiter, bei dem alle Pferde gründlich vom Trainer in ihrer Bewegung kontrolliert werden. Dies führt sich auch in der darauffolgenden Trab-Einheit fort. Der Canter (Galopp) auf der Trainingsbahn nimmt vergleichsweise wenig Zeit in Anspruch, und wird dann abgeschlossen mit einer weiteren Schritt-Einheit unter dem Reiter oder in der Führmaschine. Mit Aufwärmprogramm und dem „Cool-Down“ braucht es für ein vollständiges Training mindestens eine Stunde Zeit.

 

Natürlich gestaltet jeder Pferdebetrieb, wie auch jeder industrielle Betrieb, seinen Alltag individuell. Üblicherweise ist der Arbeitstag jedoch nach dem Nachmittagsdienst zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr beendet.

 

2) Professionelles Fütterungsmanagement durch ausgebildete Futtermeister

 

Was zu einer Aussage wie „Rennpferde bekommen 10 Kilogramm Kraftfutter am Tag, kaum Heu.“ führen kann, ist uns wirklich gänzlich unbegreiflich. Jeder, der mit Pferden arbeitet, weiß, dass Pferde durchgehend sauren Magensaft produzieren, der nur durch Speichel neutralisiert werden kann. Das Kauen von Heu muss demnach durchgängig möglich sein, um Magengeschwüren vorzubeugen. Heu als Raufutter ist für Pferde – auch für Vollblüter – ein Grundnahrungsmittel, das in jedem Rennstall durchgängig zur Verfügung steht.

 

Eine pauschalisierte Aussage über die Kraftfuttermenge kann hingegen nicht getroffen werden. Zwar bekommen Rennpferde als Hochleistungssportler mehr Kraftfutter als andere Sportpferde, jedoch ist die Menge auf jedes einzelne Vollblut individuell abgestimmt. Der Futterplan variiert tatsächlich von Pferd zu Pferd, so dass die Kraftfuttermenge pro Tag zwischen circa fünf bis sieben Kilogramm liegen kann.

 

3) Schutz der Vollblüter im deutschen Galopprennsport

 

Der Beginn der Vollblutzucht geht bis ins 17. Jahrhundert zurück und hat eine beeindruckende, edle Rasse hervorgebracht: früh entwickelt, intelligent, sehr aufnahmefähig und leistungswillig. Es liegt Vollblütern im Blut zu galoppieren – und das auch gegeneinander.

 

Vor dem Einstieg ins Training muss jedes Vollblutpferd von einem speziell geschulten Tierarzt untersucht werden. Gleiches gilt vor dem ersten Start auf Leistungsebene. Sprich: Bevor Galopper zu ihrem ersten Rennen zugelassen werden, müssen sie eine veterinäre Renntauglichkeitsprüfung bestehen, diese bezieht sich auf die physische und psychische Entwicklung. Denn wie bei uns Menschen, entwickeln sich auch nicht alle Vollblüter gleich. Ein Pferd, das noch zu sehr im Wachstum ist und in der Entwicklung steckt, wird nicht zu Pferderennen zugelassen. Für die ideale Begleitung der Pferde während ihrer aktiven Rennkarriere, dürfen diese nur von speziell ausgebildeten Trainern für Rennen trainiert werden und auch die Rennreiter brauchen eine spezielle Lizenz, um an Rennen teilnehmen zu dürfen.

 

Um die Pferde zu lockern und die Rückenmuskulatur zu stärken, wird in den Betrieben viel Wert auf die richtige Haltung der Pferde in der Bewegung gelegt.

 

Hinsichtlich des Schutzes der Vollblüter im deutschen Galopprennsport stehen wir Innovationen stets offen gegenüber. Erst Ende Juni wurde ein Warnsystem bei deutschen Pferderennen eingeführt, das die Sicherheit der Pferde und Jockeys im Rennen unterstützt. Außerdem haben wir in diesem Jahr einen in England neu entwickelten „Kompressions-Schuh“ für Pferde angeschafft, der von Experten als „großer Schritt für das Tierwohl“ gewertet wird. Seien Sie gewiss, dass wir uns hinsichtlich des Tierwohls stets mit Freude weiterentwickeln.

 

4) Rennpferde-Rente: Die Karriere nach der Karriere

 

Sie müssen zugeben, dass Sie Ihren Artikel mit der Formulierung „Auf der Rennbahn waren sie nicht erfolgreich. Oder sie sind mittlerweile zu alt. Und nun? Früher wartete dann oft ein trauriges Schicksal auf Rennpferde“ etwas reißerisch beginnen und damit auf veraltete Klischees hinweisen.

 

Nach der Rennkarriere – diese endet spätestens nach dem 15. Lebensjahr – gehen die meisten Ex-Galopper entweder in die Zucht oder werden als Reitpferde verkauft. Vollblüter sind längst etabliert als zuverlässige Freizeit- und Sportpartner, auch fernab der Galopprennbahnen. Wir stimmen zu, dass es einen gewissen Aufwand bedarf, aus einem Rennpferd ein Reitpferd zu machen. Und natürlich bringt jede Umstellung einen gewissen Stressfaktor mit sich, wie es auch bei jedem anderen Tier oder jeder anderen Pferderasse der Fall ist. Eine Kolik als Resultat dieses Stresses ist jedoch in keiner Weise nachgewiesen. Wer den Aufwand der Umschulung jedoch nicht scheut, wird meist mit einem großen Geschenk belohnt: Einem intelligenten Verlass-Pferd, das mit seinem Reiter jeden Weg geht.

 

Die Vermittlung von Rennpferden nach Beendigung der Rennkarriere läuft zum großen Teil intern in den Betrieben ab, gleichzeitig haben sich einige Organisationen entwickelt, die sich auf die Umschulung und Vermittlung von Vollblütern spezialisiert haben.

 

Ebenfalls bieten die meisten Vollblutgestüte Besichtigungen an. Dies ist eine gute Gelegenheit sich die Aufzucht und Haltungsbedingungen näher anzuschauen. Der nächste „Tag der Gestüte“ findet bundesweit am 16. September 2023 statt. Nutzen Sie (und Ihre Leser/innen) gerne diese Gelegenheit, um hinter die Kulissen eines Vollblutgestüts zu schauen. Die Anmeldung wird von Deutscher Galopp organisiert und startet ab dem 1. August unter www.tag-der-gestuete.de.

 

Merken Sie sich auch gerne für die kommende Saison den „Tag der Rennställe“ vor. Dieser findet jährlich am dritten Samstag im April statt (nächster Termin 20. April 2024).

 

Wir möchten Sie bitten, dieses Schreiben im Zusammenhang mit dem thematisierten Artikel zu veröffentlichen.

 

Herzlichen Dank!

Fantastic Moon gewinnt das IDEE 154. Deutsche Derby

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 2. Juli 2023

 

Der von Sarah Steinberg in München-Riem trainierte dreijährige Hengst Fantastic Moon hat am Sonntag, 2. Juli, auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn das IDEE 154. Deutsches Derby gewonnen. Die 35-Jährige ist damit in der langen Geschichte des Derbys, das seit 1869 gelaufen wird, die erste Trainerin eines Derbysiegers. „Es ist unglaublich, das Pferd hat so einen Riesenherz“, sagte Steinberg nach dem historischen Erfolg in dem mit 650.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 2.400 m. „Wir haben immer etwas gezweifelt, ob er über die Distanz kommt, weil er unterwegs sehr eifrig ist.“

 

Aus der Startbox 16 ging Fantastic Moon mit der Nummer Drei ins „Rennen der Rennen“, um den sich in Deutschland der Galoppsport-Kalender dreht, bei dem nur dreijährige Hengste und Stuten laufen dürfen. René Piechulek lag mit dem Hengst lange im Hinterfeld der 20 Starter. „Ich wollte eigentlich nicht so weit hinten gehen, aber er war so entspannt und das lange ‚Schlafen‘ lassen, war wohl das Mittel zum Erfolg.“

 

Nach dem Arc nun das Derby

 

Piechulek, der 2021 mit Torquator Tasso den Prix de l’Arc de Triomphe – das wichtigste Rennen Europas - gewonnen hat, setzte ganz außen zum Angriff an und siegte am Ende leicht mit mehr als zwei Längen Vorsprung vor Mr Hollywood. Dritte wurde die einzige Stute im Feld, Weracruz, vor Winning Spirit, die von der einzigen Reiterin im Feld, Sibylle Vogt, geritten wurde. „Ich freue mich riesig für Sarah, sie steckt so viel Herzblut in ihre Arbeit“, sagte Piechulek über seine Lebensgefährtin, die das Kompliment zurückgab: „René ist für mich als Partner und im Training Gold wert.“

 

Fantastic Moon wurde von Graf und Gräfin von Stauffenberg gezüchtet. Vater ist der Derbysieger von 2014, Sea The Moon aus dem Gestüt Görlsdorf, der in England als sehr erfolgreicher Deckhengst aufgestellt ist. Vor zwei Jahren wurde Fantastic Moon auf der BBAG Jährlingsauktion in Baden-Baden für 49.000 Euro an die vielköpfige Besitzergemeinschaft Liberty Racing 2021 verkauft.

 

Der Kopf hinter Liberty Racing ist der Unternehmer Lars-Wilhelm Baumgarten. „Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, seit meinem 16. Lebensjahr verpasse ich kein Derby.“ Der Präsident des Dachverbands Deutscher Galopp, Dr. Michael Vesper, ist Teil der Besitzergemeinschaft, der vor dem Rennen von seiner Aufregung keinen Hehl machte. „Vor dem Rennen will man den Gedanken eines Sieges nicht an sich heranlassen, aber es ist ein Traum.“ Die Siegquote für Fantastic Moon betrug 7,20 Euro bei einem Euro Einsatz.

Nastaria und das Ziel Irish St. Leger am 10. September

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juli 2023

 

Am Freitag, 14. Juli, gewann die von Anna Schleusner-Fruhriep trainierte Nastaria nach dem Langen Hamburger auch den Großen Preis von meravis in Hannover, und damit ihr zweites Listenrennen in Serie. Im Mai lief die eisenharte Outstrip-Tochter im Berliner Oleander-Rennen (Gr. II) platziert, was ihr eine Start-Möglichkeit für das Irish St Leger der Gruppe I am 10. September einbrachte. Und man will die Möglichkeit wohl wahrnehmen.

 

„Der Plan im irischen St Leger zu laufen ist wirklich konkret“, so Anna Schleusner-Fruhriep am Dienstag gegenüber der Sport-Welt. „Wir haben den Traum schon seit Jahrzehnten und wären gerne schon mit Summershine dort gestartet. Jetzt mit dem dritten Platz im Oleander-Rennen hat Nastaria die kostenlose Startoption in der Tasche. Das ist ein Wink mit Zaunpfahl, so dass wir gesagt haben, dass wir es tun müssen.“


Nastaria zählt mittlerweile zu den besten deutschen Pferden auf den Extrem-Steher-Distanzen, der Auftritt im St Leger wäre der vorläufige Höhepunkt für die Stute mit der man es im vergangenen Jahr auch schon einmal im Großen Preis von Berlin auf Gruppe I-Ebene probierte. Hier wurde sie Siebte. „Mit ihren Siegen zuletzt in Hamburg und Hannover hat sie uns auch noch einmal in der Distanz bestätigt. Nach ihrem ersten Versuch über den ganz weiten Weg im Altano-Rennen waren wir uns da noch gar nicht so sicher”, sagt die Trainerin.

 

Mit der Reise nach Irland betritt die Familie Schleusner Neuland. „Wir haben schon mit ein paar Leuten gesprochen, wie man eine solche Reise angeht. Wir wollen natürlich alles alleine machen, aber wir sind da ja noch recht grün in solchen Dingen, auch wenn wir mit unseren Pferden schon in Schweden waren. Daniel Krüger hat den Kontakt nach Irland hergestellt, um sicher zu gehen, dass wir auch tatsächlich im Rennen sind. Jimmy Clark ist unser Engländer, der mit auf die Reise gehen wird, und Catrin Nack fährt den Transporter, da sie an den Linksverkehr gewöhnt ist. Uli Baltromei hat uns auch ein paar Tipps zur Anreise gegeben. Es ist mit England ja nicht so einfach, also nehmen wir direkt das Schiff nach Irland. Auch Stephan Vogt hilft uns bei der Organisation, was etwa Impfungen angeht.“

 

Neben Nastaria besitzen natürlich auch der Sieger des diesjährigen Oleander-Rennens, Aff un zo (Markus Klug), und die zweitplatzierte Nachtrose (Peter Schiergen) eine Startoption für das mit 600.000 Euro dotierte irische St Leger.

Besitzertrainer-Erfolg im von Besitzertrainern unterstützten Rennen

Der Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte am Samstag, 8. Juli, bei der Rennveranstaltung im rheinland-pfälzischen Miesau die erste Galoppprüfung. Und im Fünferfeld setzte sich auch ein Pferd von einem in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer durch. Die Bitburger-Trophy, Preis der Besitzertrainer und der Firma Stenger, Bruchmühlbach-Miesaueiner, einem Ausgleich IV über 2.350 Meter, ging an Monte Christo von Martin Schu. Geritten wurde Monte Christo in diesem Rennen, das gleichzeitig auch ein Wertungslauf für das 30. Wettstar Turf-Championat Südwest 2023 war, von Nina Wagner. Die Siegquote betrug 17,80:1. 

 

Auch Platz zwei blieb in den Reihen der Besitzertrainer. Julia Rogls Nolan (Maike Riehl) machte die Besitzertrainer-Zweierwette (69,90:1) perfekt. Dritter wurde Ralf Rohnes Isn't she lovely (Robin Weber) vor Sascha Smrczeks Magic Lord (Nicol Polli) und Jaqueline Görichs Apitou (Swen Straßmeier).

In 2024 soll es wieder Galopprennen in Verden geben

Quelle: GaloppOnline vom 10. Juli 2023

 

Letztmals fand im Jahr 2021 ein Renntag in Verden statt, doch für 2024 sind endlich wieder Rennen auf der traditionsreichen Bahn geplant. Einen für dieses Jahr anvisierten Renntag musste man absagen, da es vor allem Schwierigkeiten bei der Terminfindung gab. Dieser musste sowohl in den Veranstaltungskalender des Rennbahn-Geländes als auch die Saisonplanung des Dachverbandes Deutscher Galopp passen.

 

„In diesem Jahr mussten wir aufgrund des einzig möglichen Termins auf die Bildübertragung der Rennen verzichten, was vor allem aus Sicht der Rennsportfreunde, aber auch aus Sicht des Rennvereins nicht tragbar wäre“, so Thomas Maruhn, erster Vorsitzender des Rennvereins Verden, in einer Pressemitteilung. „Die Zeit bis zum Comeback im nächsten Jahr wird intensiv genutzt, um den Freunden des Galopprennsports in Verden eine Veranstaltung zu präsentieren, die alle Herzen höherschlagen lässt“, ist der Mitteilung zu entnehmen.

 

Und weiter: „Schon bei der diesjährigen VER-Dinale zeigte sich, dass das neue Team im Vorstand des Rennvereins die Wünsche der Aktiven und Besucher erkannte. Der Fokus liegt zum großen Teil auf der Jugendarbeit, die in die Planung des nächsten Verdener Renntags ebenso mit einfließen soll. Genauere Infos zum Renntag 2024 gibt es noch nicht, doch eins ist bereits abzusehen: Die traditionsreiche Rennbahn in Verden an der Aller wird ihre Tore mit Pauken und Trompeten wieder öffnen, um allen Freunden des Galopprennsports – ob groß oder klein – eine spannende Veranstaltung zu präsentieren.“

Sind die Tage der „7 gewinnt!“-Wette gezählt? - Multerer sagt nein!

Quelle: GaloppOnline vom 5. Juli 2023

 

Die im letzten Jahr aus der Taufe gehobene "7 gewinnt!"-Wette kommt auf den Prüfstand, nach den in Summe mageren Umsätzen der letzten Wochen. Deutscher Galopp-Geschäftsführer Daniel Krüger sagte das anlässlich einer telefonischen Pressekonferenz am Mittwoch, 5. Juli: „Wir haben die Wetten-Kommission, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen wird. Wir werden die Situation kritisch betrachten und Revue passieren lassen, dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“


39.354,50 Euro war der Umsatz am Derbytag in dieser Wettart, die trotz der großen Felder mehrfach betroffen wurde. Allein in der Viererwette im letzten Hamburger Rennen am Sonntag war der Umsatz annähernd gleich mit 39.004,29 Euro. In diesem Kontext ist der Umsatz der "7 gewinnt!"-Wette in der Tat erschreckend schwach gewesen.

 

Die “7 gewinnt!”-Wette war in Hamburg neunmal getroffen worden. Dabei kam es erstmals seit Einführung dieser Wette zu einem Kuriosum, als es im vierten “7 gewinnt!”-Rennen, dem Steher-Auktionsrennen, zwei Sieger gab, denn Pyrus und Orofina kamen im toten Rennen als Sieger über die Linie. So wurde die Wette mit Pyrus als Sieger sechsmal getroffen (Quote 7.621,70 für 0,20 Euro) und mit Orofina als Siegerin dreimal (15.242,40 für 0,20 Euro). Für sechs Richtige mit Pyrus gab es 17,10 Euro für 0,20 Euro (116 Treffer) und für sechs Richtige mit Orofina 32,10 Euro für 0,20 Euro (62 Treffer).

 

Für Mülheim/Ruhr (16. Juli) ist die Wette nach wie vor geplant. Als weitere Spieltage für die “7 gewinnt!”-Wette sind bisher vorgesehen: Düsseldorf - 06.08.2023; Hannover - 20.08.2023; Baden-Baden - 03.09.2023; Dortmund - 17.09.2023; Düsseldorf - 01.10.2023; Baden-Baden - 15.10.2023; München - 05.11.2023; München - 25.11.2023 (Samstag); Mülheim - 02.12.2023 (Samstag).

 

Sascha Multerer stellt dazu klar

 

 

Zur Thematik äußerte sich nun Sascha Multerer (Geschäftsführer der BGG – Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH): „Die „7 gewinnt!“-Wette wird von der BGG organisiert, vom Münchener Rennverein e.V. im Auftrag durchgeführt und von German Tote versichert. Hierzu gibt es Verträge – und diese laufen, sodass über eine Einstellung der Wette nicht nachgedacht wird. Die Wette hat in diesem Jahr die Erwartungen sicherlich noch nicht erfüllt, ist aber in ihrer Komplexität ein Produkt, das Zeit brauchen wird. Sollte sich an den Rahmenbedingungen etwas ändern, so wird die BGG in geeigneter Form darüber informieren.“


In einer entsprechenden Information heißt es: „Zu den Zahlen: 295.903,70 Euro Umsatz hat die „7 gewinnt!“-Wette 2023 in sieben Ausspielungen generiert. An Ausschüttungen für die Rennvereine, die die Rennen veranstaltet haben, sind aktuell 27.695,92 Euro aufgelaufen.“ Sascha Multerer weiter: „Zur Verdeutlichung: Wir sind bei diesem Marathonlauf zur Positionierung und Verbreitung der „7 gewinnt!“-Wette noch nicht mal in Sichtweite des ersten Verpflegungsstands. Diese Wette verlangt von den Kunden viel Arbeit im Sinne von Zeitaufwand und auch relativ viel Geldeinsatz, da sie – in der Theorie – sehr schwierig zu treffen ist. Da ist Geduld gefordert. Am Sonntag wurde die Wette bei der 7. Ausspielung in diesem Jahr zum 3. Mal getroffen, jahresübergreifend bei 12 Ausspielungen viermal. Das ist exakt der Erwartungswert aus unseren Szenarioanalysen in der Planungsphase. Bei allen drei Treffern 2023 war der „größte Außenseiter“ am Siegtoto auf Platz 3. Heißt: In der Praxis lohnt es sich, die drei Favoriten in jedem Rennen mit in die Wette zu nehmen. Gerade für Wettgemeinschaften ist das auch finanziell wirklich keine große Sache, wie die Praxis jetzt mehrfach gezeigt hat. Auszahlungen zwischen gut 5.000 Euro als unteren Wert am 2. Spieltag in Köln und über 15.000 Euro am Sonntag belohnen den Einsatz von 437,40 Euro – exakt so viel kostet es, die drei Favoriten in jedem Rennen zu kombinieren – außerordentlich hoch!“

 

„Um das Thema auch einmal international einzuordnen, ist ein Blick nach Schweden anzuraten, bevor jemand hier voreilig die Flinte ins Korn werfen möchte“, so Multerer weiter: „Dort hat es Jahrzehnte gedauert, um die „V-Wetten“ zu etablieren. Weitsicht und Geduld waren gefragt – und wurden belohnt: Inzwischen sind diese Wetten das Finanzfundament des Rennsports. Der deutsche Galopprennsport ist hier in seiner Gesamtheit gefordert, wenn er produktseitig neue Wege gehen will: alle Rennvereine, die Wetter, unsere Vertriebspartner und unser Dachverband haben ein gemeinsames Interesse am Gelingen dieser neuen, spannenden Wettart.“

Wieder Protestverfahren wegen "zu wenig getragenes Gewicht"

Quelle: GaloppOnline vom 28. Juni 2023

 

Lord Charming könnte seinen in Dresden errungenen Comeback-Sieg am Grünen Tisch wieder verlieren. Das ist dem aktuellen Wochenrennkalender zu entnehmen. Dort heißt es: „Deutscher Galopp hat gegen das Pferd Lord Charming, Sieger im 4. Rennen bwin Motorsport Cup am 17. Juni 2023 in Dresden, Protest wegen fehlender Zulassung gem. Nr. 623/1 RO i. V. m. Nr. 403/10 RO und Nr. 382 RO (zu wenig getragenes Gewicht) eingelegt.“

 

Der Hintergrund ist, dass Reiter Shuichi Terachi 4 Kilo Erlaubnis in Anspruch genommen hatte, nur 3 standen ihm aber noch zu. Den Fehler hat vor dem Rennen niemand bemerkt. Der gleiche Sachverhalt trifft Flamboyant Fling, in Dresden in einem anderen Rennen zweitplatziert, und Direct Power, fünftplatziert. Auch hier droht die Disqualifikation. Noch muss die Disqualifikation erfolgen, es ist aber davon auszugehen, dass das nach dem Protest geschehen wird.

 

Lord Charming hatte das Rennen überlegen gegen Quebueno gewonnen, der das Rennen, sollte der Protest durchgehen, zugesprochen bekommen wird. Es ist der zweite Fall in wenigen Wochen, wo wegen zu wenig getragenen Gewichts eine Disqualifikation erfolgt ist, Liane aus dem Stall von Christian von der Recke hatte es zuvor erwischt. Das Team ist gegen die Entscheidung indes in Berufung gegangen, das Ergebnis steht noch aus.

Fünf neue Rennreiterinnen für den Galopprennsport

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 7. Juli 2023

 

Am vergangenen Mittwoch und Donnerstag fanden in Köln am Stall von Peter Schiergen die Abschlussprüfungen zum Pferdewirt-Schwerpunkt Rennreiten statt. Diese fünf Auszubildenen haben ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich bestanden: Luisa Berger (Andreas Wöhler), Vivian Fahrnow (Yasmin Almenräder), Anna Knoll (Peter Schiergen), Vivien Itzen (Sascha Smrczek) und Corinna Krahe (Markus Klug). 

 

"Wir freuen uns sehr, dass wir fünf neue Rennreiterinnen im deutschen Galopprennsport begrüßen dürfen. Es ist unabdingbar und wichtig, dass unsere Betriebe auch in Zukunft eigene Fachkräfte ausbilden. Unser Dank geht daher an: Andreas Wöhler, Yasmin Almenräder, Markus Klug und Sascha Smrczek. Ein besonderer Dank gilt Peter Schiergen, der nicht nur als Ausbildungsbetrieb, sondern auch als Prüfungsbetrieb fungiert hat", sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp.

 

Deutscher Galopp gratuliert zur bestandenen Prüfung und wünscht Hals und Bein für die Zukunft!

1. Besitzertrainer-Prüfung 2023: 13 Mal grünes Licht

Der deutsche Galopprennsport darf sich über potentielle 13 neue Besitzertrainer freuen. In drei Blöcken fand vom 7. März bis zum 6. April der erste von zwei für 2023 geplanten Besitzertrainer-Lehrgängen mit abschließender Prüfung statt. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten die vorgeschriebenen Präsenz- und Onlinelehrgänge. Am 6. April fanden dann die praktische und diesmal am selben Tag auch die schriftliche Prüfung statt.

 

Die praktischen Kenntnisse wurden auf der Anlage von Christian von der Recke in Weilerswist überprüft. Anschließend ging es im Seminarraum bei Deutscher Galopp in Köln um die Theorie, die in schriftlicher Form abgefragt wurde. Letztlich durften sich 13 Prüflinge über die Mitteilung "bestanden" freuen. Die Zahl kann sich noch auf 14 erhöhen, da aus technischen Gründen noch eine Nachprüfung erfolgen muss.

 

Ihre Qualifikation zum Besitzertrainer im Deutschen Galopp, die Voraussetzung für die Beantragung einer entsprehenden Lizenz ist, haben damit der Prüfungskommission unter Leitung von Erika Mäder nachgewiesen: (in alphabetischer Reihenfolge) Michelle Carolin Barthel, Alicia Baum, Silke Bierth, Alessa Xaveria Cornelius, Victoria Ghandchi, Monique Lübcke, Svenja Müller, Lena Pêcheur, Jana Rosenberger, Julian Schaffelhofer, Alina Schubert, Mirjam Strotdrees und April Joy Swann.

 

Über die Akademie Deutscher Galopp ist im Herbst 2023 der nächste Ausbildungslehrgang für Besitzertrainer geplant. Unter www.deutscher-galopp.de/gr/akademie/ sind die genauen Termine einsehbar. Dort ist auch eine direkte Anmeldung möglich. Start der einzelnen Module ist dann am 10. Oktober. Für den 3. November sind die letzten Prüfungen vorgesehen. Der Anmeldeschluss unter eveeno.com/303407905 ist am 29. September 2023. Die zeitliche Verteilung der Module ist unter "Übersicht aller Termine" zu finden.

Kein Renz-Pferd mehr bei Peter Schiergen im Training

Quelle: GaloppOnline vom 11. Juli 2023

 

Nachdem Holger Renz seinen Gruppe I-Sieger Tünnes aus dem Rennstall von Peter Schiergen abgezogen und ihn zu Markus Klug nach Köln-Heumar überstellt hat, folgten diesem nun auch die anderen bislang von Schiergen in Weidenpesch trainierten Renz-Pferde. So ist Markus Klug nun auch der Betreuer der dreijährigen Bärbelchen und Plümo sowie der zweijährigen Blömche, Koelle, Röggelchen und Tinnef. Damit trainiert Klug nun 14 Vollblüter für den Kölner Besitzer.

 

Zu den Gründen des Stallwechsels sagte Renz am Dienstag gegenüber der Sport-Welt: „Der Auslöser war Tünnes, der in Saint-Cloud bis zum Derby-Sonntag (in Hamburg) von Bauyrzhan Murzabayev hätte geritten werden sollen. Er war fest gebucht, was auch mit dem Trainer einvernehmlich abgesprochen war. Dann bin ich in Urlaub gefahren, und es hieß von Seiten der Gesellschafter, dass Rene Piechulek reiten soll. Herr Piechulek ist ein super Jockey, aber meiner Meinung nach passt er nicht auf Tünnes. Es hing dann auch nicht mit dem Ritt von René Piechulek zusammen, der war okay. Aber wenn man als Besitzer nichts mehr sagen und mitentschieden darf, dann muss man auch einmal einen Strich ziehen. Und dann hat man mich vor die Tür gesetzt, was wirklich sehr schade ist.“

 

Neben den genannten Pferden stehen für Renz auch noch Aff un zo, Lotterbov, Paveier, Bömmel, Backes, Mattes und Tuppes auf der derzeitigen Trainingsliste von Markus Klug.

Der Galopprennsport hält zusammen - schnelle Hilfe für Wöhler-Stall

Quelle: GaloppOnline vom 5. Juli 2023

 

Auf der Rennbahn oft Gegner ist die große Rennsportgemeinde außerhalb des grünen Rasens eine große Gemeinschaft, die zusammenhält, wann immer es von Nöten ist. Ein schönes Beispiel dafür erlebte die am Stall von Andreas Wöhler beschäftigte Monika Müller am Samstag vor dem Derby. Sie war mit dem Transporter mit Westminster Night und Northern Ruler auf dem Weg von Hamburg zurück ins heimatliche Gütersloh, als ihr fahrbarer Untersatz kurz vor der Raststätte Allertal auf einmal nicht mehr vorwärts wollte. Der herbeigerufene Michael Schalück, Mann für alles, was am Wöhler-Stall repariert, geschweißt oder neu hergerichtet werden muss, war zwar umgehend vor Ort, konnte den Transporter auf die Schnelle aber auch nicht wieder zum Laufen bringen.


Nicht weit entfernt liegt das Gestüt Brümmerhof, wo der inzwischen informierte Trainer kurzerhand um Hilfe bat. Wie er auf seiner Homepage schreibt, war Gestütsmeister Jörg Thane keine halbe Stunde später mit einem frisch eingestreuten Transporter vor Ort um auszuhelfen. Beide Pferde wurden rasch umgeladen und konnten dank der schnellen Hilfe ohne große Verzögerung die Heimreise fortsetzen. Wieder einmal eine schöne Geschichte über den Zusammenhalt im Rennsport.

Jockey Gavin Ashton ab sofort in den USA im Sattel

Quelle: GaloppOnline vom 6. Juli 2023

 

Jockey Gavin Ashton hat seine Zelte in Deutschland abgebrochen und ist in die USA gewechselt. Dort dauerhaft zu reiten, war immer das Ziel des Jockeys gewesen, der dort bereits in den Wintermonaten aktiv war.

 

Nun sind die Grundlagen für eine dauerhafte Arbeitserlaubnis gelegt. Ashton hat in diesem Jahr zehn Rennen in Deutschland gewonnen, war seit April selbstständiger Jockey bei Markus Klug in Köln-Rath/Heumar. 2022 waren es 19 Siege gewesen, obwohl er mit einem Beinbruch verspätet in die Saison gestartet war. Er ritt 2022 am Stall von Eva Fabianova in Hoppegarten.

 

Vom Unabhängigkeitstag der USA, dem 4. Juli, hat Ashton bereits erste Bilder aus den USA gepostet. Am Montag waren drei Ritte in München seine vorerst letzten Auftritte in Deutschland.

Renntag in Erbach am 30. Juli bereits abgesagt

Quelle: GaloppOnline vom 4. Juli 2023

 

Für den 30. Juli war wieder ein Renntag im hessischen Erbach geplant. Aber schon jetzt, 14 Tage vor dem Nennungsschluss, wurde der Renntag durch den dortigen Rennverein bereits abgesagt.

 

„Nach langem Abwägen und Abwarten haben wir uns zu diesem Schritt entschließen müssen. Selbst auf Nachfrage bei den Rennställen sah die Perspektive so ernüchternd aus, dass eine Durchführung des Renntages nicht sinnvoll möglich gewesen wäre“, so das Statement des Vereinspräsidenten S. E. Eberhard Graf zu Erbach-Erbach.


Am letzten Juli-Sonntag hätte man gemeinsam mit Bad Harzburg und München veranstalten müssen, und so sah man im Odenwald keine realistische Chance, genügend Starter nach Erbach locken zu können.

Halbjahresbilanz Deutscher Galopp: Umsatzplus von knapp drei Prozent

Quelle: GaloppOnline vom 5. Juli 2023

 

Anlässlich einer telefonischen Pressekonferenz hat Deutscher Galopp am Mittwoch, 5. Juli, eine Halbjahresbilanz gezogen. Der Wettumsatz liegt gegenüber 2022 mit knapp drei Prozent im Plus, stieg von 12,7 auf 13,1 Millionen Euro. Genau liegt der Mehrumsatz bei 337.000 Euro. Die Rennpreise sind um knapp acht Prozent nach oben gegangen, von 5,04 auf 5,44 Millionen Euro, trotz 17 Rennen weniger als vor einem Jahr.

 

„Diese Kern-Kennzahlen sehen wir sehr positiv“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes: „Viele Renntage waren in diesem Jahr sehr erfolgreich, teils sogar besser als 2019, vor der Corona-Pandemie.“

2,6 Mio-Umsatz in der Hamburger Derby-Woche

Quelle: GaloppOnline vom 3. Juli 2023

 

Der Wettumsatz in den zwölf Rennen am Derby-Sonntag belief sich auf 1.163.266,35 Euro (davon wurden 506.504,5 Euro auf der Bahn erzielt, 428.661,28 Euro in der Außenwette und 228.100,57 Euro im Ausland). 455.000 Euro flossen im Derby in Deutschland durch die Kassen.

 

HRC-Präsident Hans-Ludolf Matthiessen erklärte: „Im World Pool im Derby hatten wir einen Umsatz von knapp drei Millionen Euro. Hinzu kommt der Effekt durch die weltweite Vermarktung. Die Abbildung des Rennens und das Finanzielle war erfolgreich. Das Vorjahresergebnis am Derby-Tag hatten wir schon deutlich vor dem letzten Rennen übertroffen. Unser Minimalziel beim Meeting waren 2 Millionen Euro. Auch hier lagen wir mit deutlich darüber, obwohl wir mit 50 Rennen zwei Prüfungen weniger durchführen konnten, als geplant war. Hier in Hamburg wollen wir allen Besitzern ermöglichen, mit ihren Pferden zu laufen und haben deshalb auch die Rennen mit kleinen Feldern durchgeführt.“

 

HRC-Schatzmeister Johann-Heinrich Riekers meinte: „Wir hatten heute die Premiere des Derbys mit Hong Kong. Das Rennen wurde auf die Minute gestartet. Es wurde exzellent durchgeführt und war bestens vorbereitet. Der Bürgermeister hat uns sehr gelobt. Und es herrschte Stimmung und Spannung bis zum Schluss. Beim Meeting insgesamt haben wir 2,6 Mio. Euro umgesetzt. Das ist eine Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz des Wetters, das gestern und heute ein entscheidender Faktor war, haben wir ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Und es gab bei Mensch und Tier keine Zwischenfälle.“

Derby-Umsatz im World Pool rund 3,5 Millionen Euro

Quelle: GaloppOnline vom 2. Juli 2023

 

Im World Pool sind auf das IDEE 154. Deutsche Derby 29,17 Millionen Hong Kong Dollar gewettet worden. Das sind umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro. Das ist ein bisschen weniger als die Hoffnungen im Vorfeld. „In Deutschland sind 455.000 Euro gewettet worden, das war stark“, sagt Riko Luiking, Geschäftsführer von Wettstar. „Im letzten Jahr waren es rund 330.000, das ist ein deutliches Plus. Hintenraus sind wir mit dem Ergebnis des World Pool sehr zufrieden.“ Knapp 55.000 Euro Provision erhält der Hamburger Renn-Club, wie Luiking mitteilte.

 

Auf der Bahn gab es einige Verzögerungen mit der Auszahlung der im Derby gewonnenen Wetten. „Wir müssen hier an einer Lösung mit Hong Kong arbeiten, der Prozess der Abfrage der Gewinne ist im Moment sehr kompliziert, das hat leider zu der Verzögerung geführt.“

Rückrufsystem auf deutschen Galopprennbahnen

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. Juni 2023

 

Mit dem diesjährigen Derby-Meeting, das am Sonntag, 25. Juni, in Hamburg startet, führt Deutscher Galopp ein Warnsystem für Pferderennen ein. Das System „Safe Sonic“, der französischen Firma AXIS, ermöglicht einen schnellen Rennabbruch und unterstützt so die Sicherheit der Pferde und Jockeys während eines Rennens.
 

Mithilfe akustischer Signale und LED-Leuchten können Jockeys künftig unverzüglich von der Rennleitung über einen Vorfall alarmiert und die Rennen gestoppt werden. Das neue Warnsystem für den Rennabbruch soll ab sofort auf allen deutschen Galopprennbahnen implementiert werden. „Mit der Einführung dieses Warnsystems wird die Sicherheit der Aktiven – sowohl der Pferde als auch der Jockeys – während der Rennen erhöht.“ sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Es gibt uns die Möglichkeit, schnell auf plötzlich auftretende Gefahren hinzuweisen, so dass die Jockeys entsprechend reagieren und die Pferde stoppen können.“

 

Die Einführung des „Safe Sonic“ Rückruf-Systems, das in Frankreich und Belgien bereits erfolgreich zum Einsatz kommt, wurde auf der letzten Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp beschlossen und wird nun konsequent umgesetzt. Beginnend mit der fünf Renntage zwischen dem 25. Juni und 2. Juli umfassenden IDEE Derby-Woche 2023.

Stand 1. Juni: Nur noch 1.998 Pferde auf den Trainingslisten

Quelle: GaloppOnline vom 2. Juni 2023

 

Stand 1. Juni sind in deutschen Rennställen 1.998 Pferde in Training, die auf einer Trainingliste bei Trainern oder Besitzertrainern stehen. Das sind 140 weniger als zum vergleichbaren Stichtag 2022, als es entsprechend 2.138 Pferde waren. Gegenüber dem Vormonat (also Stichtag 1. Mai) sind es 72 Pferde weniger.

 

Diesen Trend gibt es indes seit Jahren: am 1. April ist immer das Maximum erreicht und dann sinkt die Zahl über die Monate kontinuierlich. Die Zahl der Pferde in Training zu steigern, ist eine Kernaufgabe der Aktivitäten des Verbandes und der Besitzervereinigung. In den letzten Wochen hatte sich die gesunkene Zahl bei den Starterfeldern der Rennen, vor allem bei dicht aufeinanderfolgenden oder parallelen Renntagen, schon bemerkbar gemacht.

Verein Pferdezentrum Horner Rennbahn: Dr. Andreas Jacobs Vorsitzender

Quelle: GaloppOnline vom 21. Juni 2023

 

An der Spitze des Vereins, der sich um das Thema der Doppelrennbahn in Hamburg-Horn kümmert, hat es einen Wechsel gegeben. Mit dem neuen Vorsitzenden Dr. Andreas Jacobs geht der Verein Pferdezentrum Horner Rennbahn e.V. in Hamburg in die Zukunft. Der 59-jährige Jacobs folgt nach bereits vor einigen Tagen erfolgter einstimmiger Wahl dem langjährigen Vorsitzenden Albert Darboven (Hamburg). Darboven wurde in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, die bisherige Amtsinhaberin Elisabeth Kiausch kandidierte nicht erneut.


Horseweb.de schreibt dazu: „Die einstige Finanzsenatorin Kiausch möchte aus gesundheitlichen Gründen etwas “kürzer treten”. Zentrales Anliegen des Vereins ist das Thema Doppelrennbahn in Hamburg-Horn, die irgendwann gemeinsamer Standort für die Galopp-Events wie das jetzt am 25. Juni beginnende IDEE Derby-Meeting (bis 2. Juli) des Hamburger Renn-Clubs e.V. und auch den Trabrennsport, der noch in Hamburg-Bahrenfeld beheimatet ist, sein soll. Wann das Projekt realisiert werden kann, steht derzeit noch nicht fest, in die Vorbereitungen ist der im Jahr 2000 gegründete Verein Pferdezentrum Horner Rennbahn jedoch von Anfang an eingebunden. Andreas Jacobs will nun zunächst den Kontakt zu den “Galoppern und Trabern” intensivieren.“

Kreuzbandriss bei Leon Wolff - Sechs Monate Pause?

Quelle: GaloppOnline vom 19. Juni 2023

 

Die Hiobsbotschaft bekam Leon Wolff am Montag am frühen Nachmittag. Ein Kreuzbandriss setzt ihn für rund sechs Monate außer Gefecht. Wolff meldete sich bei der Sport-Welt mit der Diagnose der Untersuchung in der Mediapark-Klinik in Köln. „Das Kreuzband ist gerissen und das Innenband ist angerissen.“ Wolff weiter: „Am Donnerstag werde ich operiert.“ An der Klinik ist Dr. Peter Schäferhoff ärztlicher Leiter, der Mannschaftsarzt der Fußballer des 1.FC Köln. Schäferhoff und sein Team gelten als Spezialisten für so genannte Kreuzband-Plastiken, bei denen das gerissene Band ersetzt wird.

 

Wolff hatte sich die Verletzung am Sonntag in Hannover vor dem Derby-Trial zugezogen, als sein Ritt Payam hinter der Maschine gestiegen war und sich überschlagen hatte. „Es dauert bis zu sechs Monate“, sagt Wolff über den im Raum stehenden Heilungszeitraum. Leon Wolff sollte im IDEE 154. Deutschen Derby die Ebbesloher Stute Weracruz reiten, für die nun ein Ersatz gesucht werden muss.

Engelbrecht-Bresges zum Ende des Rennsports in Singapur

Quelle: GaloppOnline vom 14. Juni 2023

 

Winfried Engelbrecht-Bresges, Chief Executive des Hong Kong Jockey Clubs und auch Vorsitzender der Asian Racing Federation hat sich zur beunruhigenden Situation in Singapur geäußert. Der Rennsport dort wird im Oktober 2024 eingestellt. Die Regierung will das Land für Wohnungsbau nutzen. Die Schließung betrifft nicht nur die direkt in Singapur in der Rennsportindustrie arbeitenden Menschen, auch die australischen und neuseeländischen Auktionshäuser und Züchter sind schockiert. Käufer aus Singapur werden in Zukunft schmerzlich fehlen.

 

Winfried Engelbrecht-Bresges machte auf das Ausmaß des abrupten Endes aufmerksam. Über 700 Pferde müssen im Ausland untergebracht werden. Er sagte unter anderem: „Die Entscheidung wird enorme Auswirkungen haben, auf viele Karrieren, Unternehmen und Leben, die auf der Erwartung beruhten, dass der Rennsport in Singapur auch in Zukunft fortgesetzt wird. Die Entscheidung stellt auch eine große Herausforderung für das Wohlergehen der bestehenden Pferdepopulation in Singapur dar.“

 

Engelbrecht-Bresges weiter: „Eine sehr umfangreiche und intensive Planung ist erforderlich, um die großen Risiken und Herausforderungen zu bewältigen. Auch wenn die Verantwortung für die Folgen der Konsequenzen der Entscheidung bei den Behörden in Singapur liegt, glaube ich, dass wir das Fachwissen und die Ressourcen der regionalen und internationalen Rennsportgemeinschaft nutzen müssen, um größere negative Folgen zu vermeiden, insbesondere in Bezug auf das Wohlergehen der Pferde.“

 

Derzeit ist der Rennsport in Malaysia im Aufwind, vielleicht tut sich hier eine Chance auf, sich international in den Fokus zu rücken. Man hat bereits angeboten, sich zu vergrößern und um die 300 Pferde aufzunehmen.

Frauke-Luise Hinck und ihr Wildpfad

In der Sport-Welt vom Freitag, 26. Mai, ist eine interessante Story über Besitzertrainerin Frauke-Luise Hinck veröffentlicht. Zum Text hier.

Berufung von Besitzertrainer Alexsej Luft vorm Renngericht erfolgreich

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 1. Juni 2023


Das Renngericht hat die Protestentscheidung der Rennleitung Hannover vom 12. Mai 2023 aufgehoben und setzt den Einlauf der 200 Jahre-Trophy (1. Rennen) wie folgt fest. Die Entscheidung fiel 2:1:

 

Platz - Name - Besitzer - Trainer/in - Reiter/in
1.   Keano - V. Burgard jun. - Andreas Suborics - Martin Seidl
2.    Perfect Pic - Aleksej Luft - Aleksej Luft - Wladimir Panov
3.    Power Daddy - Mülheimer Turfsyndikat 4 - Axel Kleinkorres - Adrie de Vries
4.    Point de Vue - Stall Cinq Sens - Jan Korpas - Sean Byrne
5.    Zariza - Rosenstein Racing - Henk Grewe - Lukas Delozier
6.    Gem - A.Zschache - Sarka Schütz - Lilli-Marie Engels

 

Quelle: GaloppOnline vom 1. Juni 2023


Power Daddy aus dem Mülheimer Turfsyndikat 4 ist nicht mehr der Sieger der 200 Jahre-Trophy vom 12. Mai in Hannover. Das Renngericht hat eine Entscheidung der Rennleitung, Power Daddy nicht als Sieger zugunsten der Dritten Perfect Pic zu disqualifizieren, aufgehoben. Die Entscheidung erfolgte mit 2:1 Stimmen. Im Renngericht saßen Frank Heckenbücker, Horst Greis und Reinhold Wolfermann. Neuer Sieger des Rennens ist damit Keano aus dem Stall von Andreas Suborics, der von Martin Seidl geritten wurde, mit der Behinderung nichts zu tun hatte und damit „unblutig“ zum Sieg kam.

 

Im ursprünglichen Urteil der Rennleitung hatte es im Rennbericht geheißen: „Die RL überprüfte den Ausgang des Rennens. Ein vom Trainer des drittplatzierten Pferdes Perfect Pic gegen den Sieger Power Daddy wegen Behinderung eingelegtes Protestverfahren wurde von der RL zurückgewiesen. Ab der 300 m Marke weicht der spätere Sieger Power Daddy sukzessive immer weiter nach außen. Perfect Pic macht diese Bewegung mit, kann aber immer weiter galoppieren. Der Abstand zwischen beiden Pferden bleibt unverändert. Die RL ist nicht davon überzeugt, dass das drittplatzierte Pferd Perfect Pic ohne das Nachaußenweichen den Sieger hätte schlagen können. Wladimir Panov kann sein Pferd auf der Zielgeraden immer unterstützen. Perfect Pic kann den Abstand zwischen beiden Pferden nicht verringern. Gegen diese Entscheidung der RL legte der Trainer von Perferct Pic Berufung beim Renngericht ein.“

 

Der Auffassung, dass die Störung nicht rennentscheidend gewesen sei, schloss sich das Renngericht nicht an.

 

Perfect Pic hat die Form in der Zwischenzeit deutlich bestätigt, war am Montag Vierte im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank und hat die GAG-Marke von 73,5 Kilo auf 83 Kilo gesteigert.

Disqualifikation von Liane in Köln wegen falscher Reiter-Erlaubnis

Quelle: GaloppOnline vom 6. Juni 2023

 

Die drei Jahre alte Stute Liane aus dem Stall Nizza hat den Sieg im Nachwuchsförderpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung am Pfingstmontag in Köln verloren. Weil sie zum Zeitpunkt des Sieges schon 30 Rennen gewonnen hatte, hätte Reiterin Antonia von der Recke nur zwei statt der drei Kilo Erlaubnis in Anspruch nehmen dürfen. Liane wurde komplett aus der Wertung genommen, neue Siegerin ist Statement (Marissa Potters). Liane hatte das Rennen mit Nase-Vorteil gewonnen.

 

Da der 30. Sieg schon vor der Starterangabe erreicht war, hat Deutscher Galopp die Stute basierend auf einem selbst eingelegten Protest disqualifiziert. Anders wird es gehandhabt, wenn ein Sieg, der eine Erlaubnis reduziert, erreicht wird und für Folgerennen die Starterangabe schon erfolgt ist. Dann bleibt die Erlaubnis noch bestehen. Antonia von der Recke hatte Sieg Nummer 30 in Baden-Baden erreicht.

Keine Galopprennen am 11. Juni in Rastede

Quelle: GaloppOnline vom 31. Mai 2023

 

Am Sonntag, 11. Juni, findet im Schlosspark Rastede der alljährliche Renntag statt. In diesem Jahr wird es bei der Traditionsveranstaltung allerdings keine Galopprennen geben. Zwar waren zwei Galopprennen für den Renntag ausgeschrieben, doch nachdem für diese nur zwei, bzw. vier Pferde genannt worden waren, gibt es in Rastede in diesem Jahr keine Galopp-, sondern nur Trabrennen.

Starke Besitzertrainer-Pferde im Sprint-Listenrennen in Hannover

Das war echt stark! In Hannover durften sich im Listenrennen um den Großen Preis der Hannoverschen Volksbank über 1.400 Meter zwei aktive Besitzertrainer des Vereins über die Plätze drei und vier freuen. Dritter wurde in dieser den Stuten vorbehaltenen Prüfung für Adel Massaad die 6-jährige Shymay (Michael Cadeddu), auf Rang vier passierte Aleksej Lufts 3-jährige Perfect Pic (Dastan Sabatbekov) die Ziellinie.

 

Damit waren Shymay und Perfect Pic die besten deutschen Starter in dieser Prüfung, denn gewonnen wurde das Rennen von Spring Promise (Soufiane Saadi) aus dem französischen Trainingsstall von Henri-Alex Pantall vor Aubazine (Thomas Trullier) von Pantalls Landsmann Tim Donwarth.

Ehrung der Champions 2022 in Baden-Baden

Quelle: GaloppOnline vom 21. Mai 2023

 

Die deutschen Champions der Saison 2022 haben am Samstagabend, 21. Mai, im Casino Baden-Baden ihre offizielle Ehrung erhalten. Alle Titelträger der letzten Saison – ein Novum – waren persönlich vor Ort, um bei der von Daniel Delius moderierten Veranstaltung geehrt zu werden. Die Besitzervereinigung und Baden Galopp waren gemeinsame Ausrichter.

 

Nachfolgend die Titelträger:

Trainer - Peter Schiergen
Jockey - Bauyrzhan Murzabayev
Besitzer - Gestüt Park Wiedingen (Helmut von Finck)
Züchter - Gestüt Park Wiedingen (Helmut von Finck)
Nachwuchsreiter - Leon Wolff
Besitzertrainer - Anna Schleusner-Fruhriep
Trainer Hindernisrennen - Anna Schleusner-Fruhriep
Besitzer Hindernisrennen - Volker Schleusner
Amateur-Rennreiterin - Janina Boysen
Amateur-Rennreiter - Gijs Snijders

 

Ausgezeichnet wurde Torquator Tasso als Galopper des Jahres 2022, der Wettstar.de Großer Preis von Baden als Rennen des Jahres. Zudem wurde der Stable Staff Award an Christa Germann und Jörg Thane verliehen.

Dr. Heinz Faßbender ist verstorben

Quelle: GaloppOnline vom 24. Mai 2023

 

Im Alter von 87 Jahren ist am Sonntagabend (21. Mai) Dr. Heinz Faßbender verstorben, einer der einflussreichsten Funktionäre in den letzten Jahrzehnten im deutschen Rennsport. Nach kurzer schwerer Krankheit schlief Faßbender in seiner Kölner Wohnung im Kreise seiner Familie friedlich ein.


Faßbender kam über Hans-Heinrich von Loeper zum Rennsport und ritt mit ihm bei Hein Bollow in den siebziger Jahren in der Morgenarbeit. Einen Namen machte sich Faßbender – als gelernter Jurist war er von 1992 bis 2001 Präsident des Landgerichtes Bonn – als Vorsitzender des Renngerichtes. Diesem stand er fast 40 Jahre lang vor und hat die Entwicklung der Verbandsgerichtsbarkeit für den Rennsport entscheidend mitgeprägt in den Jahren 1973 bis 2012. In der Rechtsprechung des Rennsports und der stetigen Weiterentwicklung der Rennordnung hat er bleibende Akzente in diesem Sport gesetzt.

 

Darüber hinaus war er über 25 Jahre (1978 bis 2004) Vorstand des Kölner Renn-Vereins, dessen Vizepräsident er zum Schluss war. Sein Sohn Benedikt Faßbender-Fiegel, der jetzt in Wien lebt, war lange Jahre Geschäftsführer des Vereins.

 

Auch als Besitzer von Rennpferden hat sich Dr. Heinz Faßbender betätigt. Mit seinem Freund Heinz Noster hatte er mit der Stute Win for us bei Peter Schiergen und mit dem Steepler Louis bei Erich Pils für den Stall Primero zwei Top-Pferde auf der Bahn.

Anna Schleusner-Fruhrieps Nastaria Dritte im Gruppe II-Rennen

Zwar kein Sieg, aber ein großer Erfolg für die amtierende Championess der Besitzertrainer in Deutschland Anna Schleusner-Fruhriep. Ihr Schützling Nastaria wurde am Sonntag, 14. Mai, auf der Galopprennbahn in Hoppegarten in der Gruppe II-Prüfung über 3.200 Meter Dritte. Unter Miguel Lopez musste die 4-jährige Stute im Cromer Group International 52. Orleander-Rennen, das mit insgesamt 100.000 € dotiert war, nur Holger Renz' Aff un zo (Markus Klug/Andrasch Starke) als Sieger sowie Stall Nizzas Nachtrose (Peter Schiergen/René Piechulek) als Zweiter den Vortritt lassen.

 

Als Prämie für Rang drei bekommt Anna Schleusner-Fruhriep 11.000 € gutgeschrieben. Zudem erhalten die drei erstplatzierten Pferde dieses Rennens eine kostenlose Startmöglichkeit im Comer Group International Irish St. Leger, Gruppe I, 2.800 m, 600.000 € (Preisgeld bis zum 8. Platz) am 10. September 2023 auf der Rennbahn The Curragh, Irland.

Besitzertrainer-Cup 2023: Zum Start zwei Spitzenreiter

Der Besitzertrainer-Cup 2023 ist gestartet. Der erste von insgesamt erstmals zehn Wertungsrenntagen fand am Sonntag, 16. April, in Zweibrücken statt. Auf die Spitzenposition setzten sich nach den sieben Rennen beim Pfälzischen Rennverein Zweibrücken punktgleich mit je 20 Zählern Christian Peterschmitt und Matthias Schwinn. Insgesamt waren elf aktive Besitzertrainer des Vereins mit 18 ihrer Schützlinge in die Startmaschine eingerückt.

 

Sowohl Christian Peterschmitt mit Kingdom of Heaven (Larissa Bieß) als auch Matthias Schwinn mit Betsy Coed (Marie Gast) stellten einen Sieger. Zu den jeweils zehn Punkten kam bei Peterschmitt noch Rang zwei (8) durch Shake Shake Shake und Platz fünf (2) durch Lonia (jeweils Nora Cronauer) hinzu. Matthias Schwinn stockte sein Konto durch Rang zwei von Jean Valjean (Robin Weber) und Platz fünf von Neala (Marie Gast) auf. Hinter dem Spitzenduo folgt in der Zwischenwertung Adel Massaad (12) auf Platz drei vor Oliver Rudolph (10), Christoph Masser (6), Ulrich Müller und Sebastian Wenz (je 4).

 

Der nächste Wertungsrenntag des Besitzertrainer-Cups 2023 ist am Samstag, 13. Mai, in Düsseldorf. Weiter geht es dann am 18. Mai in Magdeburg, am 11. Juni in München, am 22. Juli in Bad Harzburg, am 15. August in Saarbrücken, am 30. August in Baden-Baden, am 2. Oktober in Honzrath, am 31. Oktober in Halle sowie am 2. Dezember in Mülheim. In Mülheim an der Ruhr findet dann auch die Siegerehrung statt.
 
Unverändert wird wie in den Jahren zuvor die Rangfolge über ein Punktesystem bei allen Galopprennen an diesen zehn Renntagen ermittelt. Pro Rennen sind je Platzierung folgende Punkte zu erzielen:
 
1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt
 
Die gesammelten Punkte an allen Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte im Besitzertrainer-Cup 2023. Die Prämien auf den ersten vier Plätzen betragen 1.000,00 €, 500,00 €, 300,00 € und 200,00 €. Zudem werden die Ränge fünf bis zehn mit je 100,00 € bedacht.
 
Auf der Siegerliste des Besitzertrainer-Cups haben sich bisher eingetragen: Monika Lindemann (2016), Horst Rudolph (2017), Daniel Paulick (2018) sowie Anna Schleusner-Fruhriep (2019, 2021 und 2022).
 
Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer zusätzliche Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden dadurch auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die „Extra-Gewinnmöglichkeiten“ eine höhere Anzahl von Pferden von Besitzertrainern des Vereins zu erwarten ist.

Anerkennung von Vollblütern bei den Olympischen Spielen erzielt

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 9. Mai 2023

 

Bei den Olympischen Spielen in Paris im nächsten Jahr werden Vollblüter, die in einer der Reitsportdisziplinen - Dressur, Springen und Vielseitigkeit - antreten, zum ersten Mal in den Startlisten und Ergebnissen aufgeführt. Bei den vergangenen Olympischen Spielen wurden die ausgemusterten Vollblutrennpferde, die an den Start gingen, nur als "Zucht unbekannt" aufgeführt.

 

Gesprächen zwischen der European and Mediterranean Horseracing Federation (EMHF), der World Breeding Federation for Sports Horses (WBFSH), der Federation Equestre Internationale (FEI) und dem International Stud Book Committee (ISBC) führten zu dem Ergebnis künftig die Vollblüter eindeutig zu benennen. Die Vereinbarung gilt ebenfalls für alle FEI-Wettbewerbe. Das Problem ergab sich, weil gemäß einer Vereinbarung zwischen der FEI und der WBFSH bisher nur Mitgliedszuchtbücher der WBFSH anerkannt wurden und die WBFSH nur Mitglieder hat, die speziell Pferde für die olympischen Disziplinen züchten.

 

Die Vereinbarung wurde von Dr. Paull Khan, Generalsekretär der EMHF und Mitglied des Lenkungsausschusses des International Forum for the Aftercare of Racehorses (IFAR), begrüßt: "Weltweit werden große Anstrengungen unternommen, um die Besitzer pensionierter Rennpferde zu ermutigen, eine zweite Karriere für sie zu finden. Diese Anerkennung wird zum einen die Botschaft verbreiten, dass Vollblüter auch in anderen Pferdesportdisziplinen hervorragende Leistungen erbringen können, und zum anderen mehr Vollbluteigentümer dazu veranlassen, diese Option für den Ruhestand ihrer Rennpferde in Betracht zu ziehen".

 

Nadine Brandtner, Generaldirektorin des WBFSH, fügte hinzu: "Der WBFSH ist sich des großen Einflusses bewusst, den das Vollblut auf die Sportpferdezucht und -entwicklung hatte, und dass das Vollblut zweifellos Anerkennung verdient. Darüber hinaus ist die Initiative zur Förderung von Zweitkarrieren für Vollblüter im Ruhestand eine wichtige Maßnahme. Wir glauben, dass der gesamte Pferdesportsektor zusammenstehen muss, um diese Herausforderung zu meistern, und so ist es nur natürlich, dass die WBFSH dies unterstützt".

 

Der FEI-Direktor für Governance and Institutional Affairs, Francisco Lima, bestätigte, dass diese Entwicklung die volle Unterstützung der FEI genieße. Simon Cooper, stellvertretender Vorsitzender des ISBC, fügte hinzu: "Das Internationale Gestütsbuchkomitee ist erfreut, dass Vollblüter nun für ihre Teilnahme und ihre Erfolge im Pferdesport anerkannt werden. Das ISBC ist der EMHF, der WBFSH und der FEI dankbar, dass sie mit dem ISBC zusammenarbeiten, um diese Anerkennung von Rennpferden außerhalb der Rennbahn zu unterstützen. Vollblüter haben immer wieder bewiesen, dass ihre Sportlichkeit, Einstellung und Anpassungsfähigkeit eine erfolgreiche zweite Karriere im Pferdesport ermöglichen. Die weltweit 68 anerkannten Vollblut-Gestütbücher der ISBC werden die IFAR, die WBFSH und die FEI dabei unterstützen, ehemalige Rennpferde zu fördern sowie die Sichtbarkeit eben dieser Vollblüter sicherzustellen".

Galoppsport trauert um Hans-Heinrich von Loeper

Quelle: GaloppOnline vom 1. Mai 2023

 

Im Alter von 96 Jahren ist in einem Krankenhaus in Bedburg am Sonntagmittag Hans-Heinrich von Loeper an den Folgen einer wenige Tage zuvor erlittenen Hirnblutung verstorben.

 

Der deutsche Rennsport trauert um einen der wichtigsten Gestalter seiner langen Geschichte. In der Blütezeit des Rennsports stand von Loeper dem Dachverband Direktorium für Vollblutzucht und Rennen als Generalsekretär vor. Dieses Amt hatte er 17 Jahre lang von 1974 bis 1991 inne.

 

Von Loeper wurde in diesen Jahren gewissermaßen zur Symbolfigur der besten Zeiten, die der Rennsport in den Nachkriegsjahren hatte.

Hannoversche Rennverein erhöht Rennpreise der Basisrennen

Facebookmeldung des Hannoverschen Rennvereins vom 27. April 2023

 

Der Hannoversche Rennverein e.V. respektiert den hohen Einsatz der deutschen Besitzer und Züchter, auch an der Basis. Deswegen werden ab dem 12. Mai an ALLEN Renntagen 2023 die Dotierungen in den unteren Handicaps angehoben:


• alle Ausgleich III – Rennen
• alle Ausgleich IV – Rennen
• alle 4-jährigen Sieglosen – Rennen


auf EUR 8.000,00 auf EUR 6.000,00 auf EUR 5.000,00.

Dortmund: Ostermann jetzt Präsident, Sauer neuer Geschäftsführer

Quelle: GaloppOnline vom 22. April 2023

 

Nachdem schon bekannt war, dass Manfred Ostermann neuer Präsident des Dortmunder Rennvereins ist, hat der Veranstalter am Samstagmorgen die komplette Neuaufstellung in einer Presseinformation bekanntgegeben. Diese geben wir nachfolgend wieder:

 

„Der Dortmunder Rennverein e.V. hat in seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Herr Ostermann, einer der renommiertesten Namen im deutschen Rennsport, wurde zum neuen Präsidenten gewählt und tritt die Nachfolge von Herrn Andreas Tiedtke an, der überraschend Ende des letzten Jahres verstorben ist. Herr Dr. Thomas Himmelmann und Herr Michael Müller wurden zu den Vizepräsidenten ernannt, ebenso ist Herr Dr. Werner Himmelmann als weiter Vorstandskollege bestätigt worden. Außerdem konnte der Dortmunder Rennverein Sascha Multerer, den Generalsekretär des Münchner Rennvereins, als neues Vorstandsmitglied gewinnen.

 

Dazu Herr Ostermann: „Ich habe die Kandidatur zum Präsidenten bejaht, da ich mich in einer besonderen Verpflichtung nach dem Ableben von Herrn Tiedtke sehe. Das Präsidentenamt ist sehr deutlich mit einem engagierten Team verbunden, denn unser Rennverein steht vor umfangreichen und großen Herausforderungen.“

 

Des Weiteren wird Oliver Sauer zum 01.07. die Position als Geschäftsführer übernehmen und damit Herrn Gudert ablösen, der mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Galopprennsport dem Verein auch weiterhin in beratender Funktion zur Verfügung stehen wird. Oliver Sauer hat eine enge Verbindung zur Dortmunder Rennbahn, da sein Vater Norbert Sauer dort über 30 Jahre lang als Trainer tätig war. Er selbst gewann dreimal das Championat der deutschen Amateurrennreiter und arbeitete 10 Jahre lang in leitender Funktion bei RaceBets, dem führenden deutschen Wettanbieter, auf Malta, bevor er zu pferdewetten.de nach Düsseldorf wechselte.

 

Der Dortmunder Rennverein blickt sehr zuversichtlich in die Zukunft und ist für die neuen Herausforderungen unter der neuen Leitung bereit. Eine Stärkung der Sommerpräsenz, das Ausbauen der bereits erfolgreichen Drittverwendung des Geländes, sowie eine Neuausrichtung der Winterrenntage mit einer verbesserten Sandbahn sind die ersten Aufgaben. Des Weiteren werden wir die Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Reiter- und Rennverein e.V. verstärken, um neue Synergien zu entwickeln. Zuletzt war der Vorstand noch sehr darüber erfreut, 20 neue Mitglieder im Rahmen der Jahreshauptversammlung begrüßen zu können.“

„Kompressions-Schuh“ für Pferde

Ouelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. April 2023

 

Der Dachverband Deutscher Galopp hat einen sogenannten Kompressions-Schuh für Pferde angeschafft, der von Experten als „großer Schritt für das Tierwohl“ gewertet wird. Der Schuh hilft dabei, das Ausmaß von Verletzungen im Training oder auf der Rennbahn entscheidend zu minimieren, indem er dem Pferd schnell Halt und Stabilität liefert. Der entscheidende Vorteil des Kompressions-Schuhs ist aber, so sagt es Tierarzt Dr. Thomas Weinberger, der den Dachverband berät, dass sich die erlittene Verletzung durch spätere Belastung und den Transport in die Klinik nicht verschlimmert. „Aus einer Fessel- oder Röhrbeinfissur kann schnell ein Bruch werden, wenn das Bein nicht richtig geschützt wird“, so Weinberger. „Ziel eines jeden Transportschutzes muss es daher sein, dass aus einer Fissur oder einem Haarriss keine einfache Fraktur wird bzw. aus einer einfachen Fraktur keine komplizierte.“

 

Statistiken zeigen, dass 80 Prozent der Pferde mit einer Fissur – das heißt, mit einem Riss im Knochen - nicht nur wieder genesen, sondern sogar aktiv auf die Rennbahn zurückkehren können. Bei einer einfachen Fraktur sinken diese Erfolgschancen schon auf 63 Prozent. Weinberger sagt, Pferde mit einer Fissur haben eine dreifach bessere Chance als Pferde mit einer Fraktur.

 

Entwickelt wurde das „Racecourse Fracture Support System“ von Dr. Ian Wright in England, dem Mutterland des Galopprennsports. Genauer gesagt im englischen Newmarket, das als „Wiege des Galoppsports“ gilt. Nach Meinung Weinbergers zählt Wright zu den angesehensten Vollblüter-Chirurgen weltweit und er habe den Schuh aus Frust entwickelt – Frust darüber, dass sich die Verletzungen vieler seiner Patienten auf dem Weg in die Klinik deutlich verschlechtert hätten. In England sollen deshalb alle Rennbahnen mit dem System ausgestattet werden.

 

„Der Kompressions-Schuh ist keine Wundermaschine, aber ein sehr durchdachtes Konzept“, betont Weinberger. Er hofft, dass sich Trainer und Rennveranstalter zusammentun, um sich den „Kompressions-Schuh“ anzuschaffen, der rund 6.000 Euro kostet. „Eine Menge Geld für einen Einzelnen, aber wenn sich mehrere zusammen tun, ist es finanzierbar“, sagt Weinberger und gibt zu bedenken, dass beispielsweise das Anlegen eines Gipses für den Transport in die Klinik auch schnell 400 Euro kosten kann.

 

Deutscher Galopp ist mit dem ersten „Kompressions-Schuh“ in Deutschland in Vorleistung gegangen. Er wurde beim mehrfachen Championtrainer Peter Schiergen untergebracht, steht aber allen Trainern in Köln-Weidenpesch – dort werden rund 350 Vollblüter täglich trainiert - und an den Renntagen dem Kölner Rennverein im Notfall zur Verfügung. „Neuen Innovationen für das Wohl unserer Rennpferde stehen wir stets offen gegenüber und freuen uns sehr, dass der Verband den Kompressions-Schuh nach Deutschland holen konnte“, sagt Deutscher Galopp-Geschäftsführer Daniel Krüger. „Wir hoffen natürlich darauf, dass – nach einer bewährten Testphase – Trainer, Besitzer und Rennvereine nachziehen.“

Tag der Rennställe lockte über 1.200 Besucher

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 19. April 2023

 

Am vergangenen Samstag, 15. April, fand der deutschlandweite Tag der Rennställe statt. Die Initiative des Dachverbandes Deutscher Galopp und zahlreicher Rennvereine bot Pferdefreunden und Rennsportbegeisterten die einzigartige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Rennställe zu werfen und hautnah zu erleben, wie Rennpferde trainiert werden.
 

Insgesamt öffneten über 30 Rennställe in ganz Deutschland ihre Türen und gaben den Besuchern die Möglichkeit, den Trainingsbetrieb zu beobachten und mit den Trainern und Jockeys ins Gespräch zu kommen. Dabei konnte man nicht nur die Pferde hautnah erleben, sondern auch Einblicke in die tägliche Arbeit der Reiter und Betreuer gewinnen. Der Tag der Rennställe stieß bei Pferdefreunden und Rennsportbegeisterten auf großes Interesse und es kamen insgesamt über 1.200 Besucher zu den teilnehmenden Rennställen. Besonders die Möglichkeit, Rennpferde bei ihrem Training zu beobachten, sorgte für Begeisterung bei den Gästen.

 

"Der Tag der Rennställe war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass das Interesse am Rennsport und an den Rennpferden nach wie vor groß ist", so der Geschäftsführer des Dachverbandes Deutscher Galopp, Daniel Krüger. "Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und bedanken uns bei allen Rennställen, Trainern, Jockeys und Betreuern, die den Besuchern einen spannenden Einblick in ihre Arbeit ermöglicht haben."

 

Der Tag der Rennställe wurde bereits zum dritten Mal vom Dachverband Deutscher Galopp und zahlreichen Rennvereinen organisiert und ist mittlerweile zu einem festen Termin im Kalender der Pferdefreunde und Rennsportbegeisterten geworden. Auch in den kommenden Jahren wird der Tag der Rennställe wieder stattfinden (jeden 3. Samstag im April – 2024 am 20. April) und allen Interessierten die Möglichkeit bieten, den Rennsport und die Rennpferde hautnah zu erleben.

Neue Tierärztegebührenordnung - Veranstaltungsbeginn um 13 Uhr

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 31. März 2023

 

Die „Hausbesuchsgebühr“ in der neuen GOT, die als Nr. 40 unter der Überschrift „Tierärztliche Leistungen“ aufgeführt ist, führt zu viel Unmut und veranlasste den Dachverband Deutscher Galopp dazu, sich gegenüber der Bundesregierung für Änderungen einzusetzen. Insbesondere ist zu kritisieren, dass Deutscher Galopp – wie auch die anderen Pferdeverbände – vor Erlass der GOT in keiner Weise angehört wurde, wie das sonst bei derartigen Vorhaben geübte Praxis ist. Stattdessen wurde der Entwurf nur mit Vertretern der Tierärzte abgestimmt, nicht mit den Nutzern, also den Besitzern und Züchtern unserer Vollblüter. Dadurch erklärt sich eine Reihe von Unschärfen und Problemen in den Bestimmungen der GOT.

 

Der Dachverband hat daher ein Rechtsgutachten bei dem auf Fragen des Veterinärrechts spezialisierten Rechtsanwalt Kai Bemmann (Verden) eingeholt. Aufgrund des regen Interesses der am Galopprennsport Beteiligten sowie der Pferde- und Landwirtschaftspresse findet

 

am 20. April 2023 von 13 bis 16 Uhr

in der Geschäftsstelle von Deutscher Galopp in Köln

 

eine Gesprächsrunde zu diesem Thema statt.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp blickt gemeinsam mit den Rechtsanwälten Dr. Anne Schmidt und Kai Bemmann von der Kanzlei Dr. Bemmann, Kruschke & Kollegen PartG mbB aus Verden an der Aller sowie mit Dr. Monica Venner, Tierärztin und Beauftragte für Tierschutzfragen Deutscher Galopp, auf den Stand der Beratungen und auf die Inhalte der neuen GOT rund um das Thema Pferd – insbesondere natürlich auch auf das Thema Hausbesuchsgebühr.

Galopp Leipzig lobt Trainer-Cup 2023 aus

Quelle: GaloppOnline vom 18. April 2023

 

Über das gesamte Rennjahr 2023 gibt es in Leipzig einen Wettbewerb für die Trainer der dort startenden Pferde. Das hat der Veranstalter mitgeteilt. Die Einzelheiten dazu: „Erster Trainer-Cup im Scheibenholz! Der Galopp Leipzig e.V. lobt mit Unterstützung von Dr. Horse – Coaching for Humans und SACHSENLOTTO Preise für die drei erfolgreichsten Trainer der Leipziger Rennsaison 2023 aus! Siegprämie 10.000 Euro. 

 

Platz 1: 5.000€ – powered by Dr. Horse
Platz 2: 3.000€ – powered by Sachsenlotto
Platz 3: 2.000€ – powered by Galopp Leipzig e.V.

 

An den vier Leipziger Renntagen 2023 (1. Mai | 6. Juli | 10. Sep | 8. Okt) sammeln alle Trainer in jedem Rennen Punkte nach folgendem Schlüssel: 10-8-6-4-2 Punkte für die Erst- bis Fünftplatzierten, 1 Punkt für alle weiteren Platzierungen. Am Ende der Saison 2023 werden die drei punktbesten Trainer im Rahmen des Familienrenntages am 8. Oktober feierlich bekanntgegeben und prämiert. Wir danken unseren Partnern herzlich für die Unterstützung und freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb! Wir halten euch natürlich im Laufe der Saison informiert über aktuelle Punktestände und „Spitzenreiter“!“ 

Keine Galopprennen in Sonsbeck - Was von der Recke dazu sagt

Quelle: GaloppOnline vom 12. April 2023

 

Eigentlich hätten am vergangenen Sonntag in Sonsbeck im Rahmen des alljährlichen Osterrenntages auch zwei Galopprennen stattfinden sollen. Eigentlich. Doch daraus wurde nichts, beide Rennen fielen mangels Starter aus. Für beide Rennen waren am Ende nur jeweils zwei Kandidaten zusammengekommen. In der Rheinischen Post (RP) hat sich Trainer Christian von der Recke, der selbst schon oft mit seinen Pferden nach Sonsbeck gereist ist, nun zu den fehlenden Startern aus dem Galopper-Lager geäußert und stellt in der RP auch klar: „Es lag nicht an der Bahn.“

 

Vielmehr sieht von der Recke die genannten Pferde als Ursache für das fehlende Interesse anderer Trainer in diesem Jahr. Unter anderem war auch Markus Klugs Lotterbov für Sonsbeck genannt. „Lotterbov wäre in diesem Rennen unschlagbar gewesen. Das hat alle anderen Trainer und Besitzer abgeschreckt. Dazu sind die Prämien für die Plätze dahinter zu gering und der Aufwand mit den hohen Kosten, wie zum Beispiel der Transport, zu hoch“, so von der Recke gegenüber der Rheinischen Post. „Auch in dem anderen Galopprennen hatte der Trainer Fabian-Xaver Weißmeier aus Iffezheim ein Pferd gemeldet, das unter normalen Umständen nicht zu schlagen gewesen wäre.“

 

Was müsste passieren? „Die Ausschreibungen müssen geändert und an die Realitäten angepasst werden. […] Wir brauchen in diesen schweren Zeiten auch die Rennen in Sonsbeck. Sie stärken die Basis, ohne die es die großen Rennen in Düsseldorf, Köln, Baden-Baden und Hamburg nicht gibt.“

Besitzertrainersieg im unterstützten Rennen in Mannheim

Im Rahmen seines Zuschussprogramms unterstützte der Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 2. April, das Auftaktrennen bei der Saisoneröffnung des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim. Den Ausgleich IV über 2.500 Meter, der gleichzeitig als Wertungslauf für das 30. Wettstar Turf-Championat Südwest 2023 zählte, wurde dann auch von einem aktiven Besitzertrainer des Vereins gewonnen.

 

Es siegte für Christoph Masser der 6-jährige Wallach Rum Tum Tugger, der von Jaqueline Laquai geritten wurde. Nach Kampf hatte Rum Tum Tugger die Nase vorn vor Maserati Twister (Trainer Gerald Geisler/Reiter Stéphane Breux) und Le Beau Rock von Besitzertrainer und Lokalmatador Oliver Karl Rudolph (Nicol Polli). Die weiteren Plätze gingen an Elle Aigle (Carmen Bocskai/Alexander Pietsch), Smaragd (Gerald Geisler/Marie Gast), Phandorro (Ursula Fröhlich/Concetto Santangelo) und Conquering (Marco Klein/Tommaso Scardino).

Besitzertrainer-Cup 2023 erstmals an zehn Rennorten

Der Besitzertrainer-Cup geht in die nächste Runde. Für 2023 wurde die Rennserie des Vereins Deutscher Besitzertrainer für seine aktiven Mitglieder sogar noch ausgebaut. Konnten zuletzt an sieben Rennorten Punkte gesammelt werden, wird diese Chance in diesem Jahr auf zehn Veranstaltungen erhöht. 

 

Start wird am 16. April in Zweibrücken sein. Es folgen die Renntage am 13. Mai in Düsseldorf, am 18. Mai in Magdeburg, am 11. Juni in München, am 22. Juli in Bad Harzburg, am 15. August in Saarbrücken, am 30. August in Baden-Baden, am 2. Oktober (neu) in Honzrath, am 31. Oktober in Halle sowie am 2. Dezember in Mülheim. In Mülheim an der Ruhr findet dann auch die Siegerehrung statt. 

 

Unverändert wird wie in den Jahren zuvor die Rangfolge über ein Punktesystem bei allen Galopprennen an diesen zehn Renntagen ermittelt. Pro Rennen sind je Platzierung folgende Punkte zu erzielen: 

1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt

 

Die gesammelten Punkte an allen Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte im Besitzertrainer-Cup 2023. Die Prämien auf den ersten vier Plätzen betragen 1.000,00 €, 500,00 €, 300,00 € und 200,00 €. Zudem werden die Ränge fünf bis zehn mit je 100,00 € bedacht. 

 

Auf der Siegerliste des Besitzertrainer-Cups haben sich bisher eingetragen: Monika Lindemann (2016), Horst Rudolph (2017), Daniel Paulick (2018) sowie Anna Schleusner-Fruhriep (2019, 2021 und 2022).

 

Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer zusätzliche Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden dadurch auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die „Extra-Gewinnmöglichkeiten“ eine höhere Anzahl von Pferden von Besitzertrainern des Vereins zu erwarten ist.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2022

Dortmund, 11. Dezember

  • Christoph Masser – Rum Tum Tugger

Mons, 15. Dezember

  • Adel Massaad – Theo und Romis Power

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2022

Straßburg, 11. November

  • Marion Renggli – Leeroy Gold

Köln, 12. November

  • Christian Peterschmitt – Lots of Tea

Krefeld, 13. November

  • Adel Massaad – More No Never

Dresden, 16. November

  • Daniel Paulick – Rosa, Te Quiero und Sunny Sun

München, 19. November

  • Armin Weidler – Arturo

Mons, 24. November

  • Fabienne Gratz – Born To Be Alive

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2022

Hannover, 2. Oktober

  • Aleksey Luft – Perfect Pic
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Onkel Volli

Düsseldorf, 2. Oktober

  • Adel Massaad – Shymay
  • Manfred Türk – Nablirka

Mons, 6. Oktober

  • Frank Maurer – Little Sam

Leipzig, 9. Oktober

  • Daniel Paulick – Iliano
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm
  • Vivien Müller – Olympea und L'Aida

Le Croise-Laroche, 12. Oktober

  • Caroline Pietsch – Dorazio

Baden-Baden, 16. Oktober

  • Janine Beckmann – The Grey Zebedee

Deauville, 18. Oktober

  • Hella Sauer – Chief Mambo

Hannover, 23. Oktober

  • Pavel Bradik – Aladar Ari

Le Mans, 25. Oktober

  • Marion Renggli – Leeroy Gold

Hoppegarten, 30. Oktober

  • Martina Grünewald – Kadjar

Halle, 31. Oktober

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Orkan von Marlow

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2022

Leipzig,  3. September

  • Vivien Müller – L'Aida
  • Daniel Paulick – Rosa

Magdeburg, 10. September

  • Christine Hottewitzsch – Lady O'Connor
  • Anna Schleusner- Fruhriep – Orkan von Marlow

Hoppegarten, 16. September

  • Daniel Paulick – Rosa
  • Marc Timpelan – Soldat

Leipzig, 17. September

  • Christian Zschache – Gavilla
  • Daniel Paulick – Manjaro

Dortmund, 18. September

  • Anna Schleusner- Fruhriep – Wirbelsturm

Dresden, 24. September

  • Daniel Paulick – Invincible Warrior und Sahrafina

Köln, 25. September

  • Adel Massaad – El Faras

Honzrath, 30. September

  • Matthias Schwinn – Jean Valjean
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann
  • Selina Ehl – Achat

Torquator Tasso auch Galopper des Jahres 2022

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. März 2023

 

Kurz vor Beginn der „grünen Saison“ am kommenden Sonntag, 26. März, auf der Galopprennbahn in Düsseldorf steht der „Galopper des Jahres 2022“ fest. In der ältesten Publikumswahl des deutschen Sports, die seit 1957 durchgeführt wird, hat sich erneut Torquator Tasso durchgesetzt – der Hengst des Gestüts Auenquelle ist damit zum dritten Mal in Folge zum besten Pferd Deutschlands gewählt worden. Er zieht so mit den Galoppsportlegenden der 1980er-Jahre Orofino und Acatenango als dreifacher Titelträger gleich.

 

Die Wahl für Torquator Tasso fiel deutlich aus: Er erhielt 51,73 Prozent der Stimmen, auf Rang zwei landete Derbysieger Sammarco mit 30,13 Prozent, Dritter wurde Tünnes mit 18,14 Prozent. Auch bei den Wählern gibt es eine Hauptgewinnerin: Der Hauptpreis geht an Monika Z. aus München – eine siebentägige Kreuzfahrt nach Norwegen für zwei Personen im Wert von 2.600 Euro!

 

Die Ehrung des „Galopper des Jahres“ findet am Sonntag im Rahmen des Fortuna-Renntags auf dem Düsseldorfer Grafenberg gegen 13.45 Uhr statt. Dann werden auch die Gewinner der lukrativen weiteren Preise bekanntgegeben, darunter ein langes Wochenende in Paris mit Besuch der Rennbahn am Prix de l’Arc de Triomphe-Tag und ein VIP-Rennwochenende in Hannover. Präsident von Deutscher Galopp Dr. Michael Vesper: “Alle drei Kandidaten hätten es verdient die Wahl zu gewinnen. Dass der Sieger Torquator Tasso der deutschen Vollblutzucht nun als Deckhengst erhalten bleibt, ist ein positives Signal für unsere Züchter. Des Weiteren freue ich mich, Tünnes und Sammarco auch in diesem Jahr auf unseren Rennbahnen im Einsatz zu sehen.“ 

 

Das gewinnreichste Pferd Deutschlands

 

Der 2017 geborene Torquator Tasso ist mit einer Gesamtpreisgeldsumme von 4,22 Millionen Euro das gewinnreichste Galopprennpferd Deutschlands aller Zeiten. In drei Rennjahren holte er bei 16 Starts sechs Siege und war sieben Mal platziert. 2021 triumphierte er im wohl wichtigsten Galopprennen der Welt, dem Prix de l’Arc de Triomphe. Es war bei der 100. Austragung des Pariser Rennens erst der dritte Sieg eines in Deutschland trainierten Pferdes. 

 

Auch 2022 unterstrich Torquator Tasso seine internationale Klasse durch einen dritten Platz im Arc und einem zweiten Platz im sogenannten „Sommer-Arc“, den King George VI. & Queen Elizabeth II. Stakes in Ascot. „Das waren unvergessliche Erlebnisse“, sagt Marcel Weiß, der „Tassolino“, wie der rotbraune Kraftprotz liebevoll im Stall genannt wurde, in Mülheim an der Ruhr trainiert hat. „Die Wahl zeigt, dass er eine große Fangemeinde hat.“ Zudem gewann der Hengst 2022 den Großen Hansa Preis und wurde Zweiter im Großen Preis von Baden.

 

Züchter von Torquator Tasso ist der Niederländer Paul Vandeberg, der den ehemaligen Derbysieger Adlerflug mit der Stute Tijuana paarte, die auch die Mutter von Tünnes ist. Für 24.000 Euro wurde er als Jährling auf der Herbstauktion der Baden-Badener Auktionsgesellschaft an das Gestüt Auenquelle verkauft. Inzwischen hat Torquator Tasso seine Rennkarriere beendet und steht auf Gestüt Auenquelle im nordrhein-westfälischen Rödinghausen als Deckhengst. Für die deutsche Vollblutzucht ist es ein wichtiges Signal, dass ein solches Ausnahmepferd in Deutschland sein Talent weitervererben soll. Über 100 Stuten sind bereits zur Bedeckung angemeldet.

BGG-Gesellschafterversammlung tagte in Düsseldorf

Quelle: GaloppOnline vom 27. März 2023

 

Die Gesellschafterversammlung der Betriebsgesellschaft Galopprennvereine (BGG) tagte am Samstag, 18. März, auf der Galopprennbahn in Düsseldorf. Nachfolgend eine Presseinformation der BGG zu den Inhalten der Versammlung:

 

„Insgesamt 15 der 18 Mitgesellschafter waren persönlich vor Ort, oder durch Vollmacht vertreten und berieten in konzentrierter Atmosphäre zu wichtigen Themen. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Andreas Tiedtke berichtete Gerhard Schöningh, der Vorsitzende des Verwaltungsrats, zu den letztjährigen Verhandlungen in Sachen Mindestrennpreise und Förderprogramm und resümierte, dass die Mehrbelastung der Rennvereine über eine deutlich höhere Beteiligung durch die BGG am Fördertopf von Deutscher Galopp im Rahmen gehalten werden konnte. Dennoch geht ein Großteil der Erhöhungen damit auf das Konto der Rennvereine, die Erträge aus der 49%-Beteiligung an German Tote vor allem in Rennpreise investieren. Zukünftige Ziele der BGG sind, die eigenen Einnahmen zu stärken, um neben Rennpreismaßnahmen auch weitere wichtige strategische Investitionen zu tätigen. Hier sind insbesondere Projekte wie ein Renn-Tracking-System oder Investitionen in eine Großbild -Leinwand zu nennen.

 

Dr. Alexander Bethke-Jaenicke, der im Laufe der Sitzung von den Gesellschaftern als Nachfolger von Andreas Tiedtke in den Verwaltungsrat gewählt wurde und Sascha Multerer, der Geschäftsführer der Gesellschaft berichteten in der Folge über die Strategie des Unternehmens für das Jahr 2023 und die in den Startlöchern stehende 7gewinnt-Wette. Diese soll in 2023 ab dem 9. April über 17 Spieltage durchgeführt werden. Durch ein verbessertes Marketing und die Einführung eines 2. Ranges soll eine noch größere Popularität und weiter steigende Umsätze erreicht werden.

 

Dr. Alexander Bethke-Jaenicke betonte in seiner Vorstellung, „sein unternehmerisches und beraterisches Know how zum Wohle des Rennsports einsetzen zu wollen“. Manfred Ostermann, Vize-Präsident des Dortmunder Rennvereins, erläuterte den Anwesenden, auf Wunsch des Vereins weiter im Verwaltungsrat der Gesellschaft vertreten zu sein. Die Gesellschafter konnten dieser Sicht folgen und kooptierten ihn anschließend ohne Gegenstimme in das Gremium.

 

Wirtschaftlich schloss die BGG das Jahr 2021 mit einer nahezu schwarzen Null ab. Verwaltungsrat und Geschäftsführer wurde die Entlastung durch die Gesellschafter erteilt. Ein weiterer großer Tagesordnungspunkt war der Bericht von Riko Luiking, der nach einem Resümee der Aktivitäten von German Tote für den Rennsport von 2015 bis 2022 in der Folge die Strategie des Unternehmens in den kommenden Jahren skizzierte. Dabei soll sich German Tote und deren Tochter Wettstar nach dem Willen der Gesellschafter zum führenden Pferdewettanbieter im deutschen Markt entwickeln. Hiervon werden auch Rennvereine und BGG nachhaltig profitieren.

 

Gerhard Schöningh äußerte sich abschließend zu den Perspektiven und gab die Devise aus, dass insbesondere die Monetarisierung der Rennbahnbesucher über den Besuch auf den Bahnen hinaus eines der wichtigsten Ziele der Rennvereine sein muss. Nur so sind die finanziellen Mittel zu erwirtschaften, die erforderlich sind um die Durchführung der Rennen, die Förderung der Zucht und den Unterhalt der Bahnen zu ermöglichen.“

Hausbesuchsgebühr in der neuen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 7. März 2023

 

Die sogenannte „Hausbesuchsgebühr“ in der neuen GOT, die als Nr. 40 unter der Überschrift „Tierärztliche Leistungen“ aufgeführt ist, obwohl sie lediglich den Besuch, aber keine tierärztliche Leistung abdecken soll, hat zurecht zu viel Unmut und Kritik geführt. Der Dachverband Deutscher Galopp, der ebenso wie die anderen Pferde-Verbände FN und HVT bei der Ausarbeitung der Reform nicht gehört wurde, hat sich dieses Themas angenommen.


Präsident Dr. Michael Vesper hat zum einen an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir geschrieben, auf die enormen Zusatzkosten, die die Hausbesuchsgebühr verursachen würde, hingewiesen und darum gebeten, auf diese durch keine tiermedizinische Leistung gedeckte neue Gebühr zu verzichten. Die parlamentarische Staatssekretärin, Dr. Ophelia Nick, hat darauf mit Schreiben vom 24. Februar 2023 geantwortet. Dabei hat sie einerseits Verständnis für die Kritik an der fehlenden Beteiligung der Verbände bei der Novellierung der GOT geäußert und andererseits eine Überprüfung der Hausbesuchsgebühr angekündigt.

 

Zum anderen hat Deutscher Galopp bei Rechtsanwalt Kai Bemmann aus Verden an der Aller ein Gutachten über die Ziffer 40 der GOT zur Hausbesuchsgebühr in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten liegt mittlerweile vor. Darin verweist der Gutachter darauf, dass die „jetzt geschaffene Hausbesuchsgebühr… gar keine tiermedizinische Leistung“ enthält; die Tierärzteschaft habe die Allgemeinuntersuchungen, die bis 1999 Bestandteil der damals geltenden Hausbesuchsgebühr waren, gesondert abzurechnen. Die in der GOT unter Ziffer 40 geregelte Gebühr „Hausbesuch außer bei landwirtschaftlichen Nutztieren“ sei darum als Gebühr inhaltsleer und folglich rechtswidrig. Eine Gebühr könne nur dann erhoben werden, wenn sie die „Gegenleistung für die Inanspruchnahme einer bestimmten berufsspezifischen Dienstleistung“, in diesem Fall einer tierärztlichen Leistung ist, und das ist hier eindeutig nicht der Fall. Eine Gebühr ohne tierärztliche Gegenleistung ist nicht zulässig. Vielmehr könnte ein bloßer Besuchsaufwand allenfalls in der Entschädigungsvorschrift des § 10 GOT geregelt werden.

 

Weiter kommt der Gutachter zu dem Schluss, dass die Hausbesuchsgebühr – selbst wenn sie nicht rechtswidrig wäre – nicht für Pferde erhoben werden dürfe, weil für sie der Ausnahmetatbestand gelte: „außer bei landwirtschaftlichen Nutztieren“. Wörtlich heißt es: „Insoweit handelt es sich um einen tierartbezogenen Tatbestand, der sich in zahlreichen rechtlichen Vorschriften wiederfindet. Allen voran ist seit jeher das TierZG die für die Zucht bestimmter landwirtschaftlicher Nutztierarten maßgebliche Quelle des deutschen Rechts. Gem. § 1 Abs. 1 Ziff. 1 e) TierZG gehört zu diesen landwirtschaftlichen Nutztierarten auch das Hauspferd.“ Der Gutachter führt dann weitere gesetzliche Bestimmungen an, in denen Pferde ausdrücklich als „landwirtschaftliche Nutztiere“ gewertet werden, und schließt: „Da der Tatbestand der Hausbesuchsgebühr aber tierartbezogen und nicht verwendungsabhängig geregelt ist, kann diese Gebühr selbst dann, wenn sie nicht per se rechtswidrig wäre, beim Besuch von Hauspferden nicht entstehen.“

 

Das Gutachten enthält weitere interessante Ausführungen – zum Beispiel auch zu der Frage, ob ein Besuch in einem Gestüt oder Rennstall ein „Hausbesuch“ sei, was nach der geltenden Rechtslage eindeutig nicht der Fall ist. Deutscher Galopp hat das vom Sachverständigen nicht zur allgemeinen Veröffentlichung freigegebene Gutachten sowohl an das BMEL als auch an die BTK und ihre Arbeitsgruppe GOT weitergeleitet und hofft, dass es angesichts der durchschlagenden rechtlichen und sachlichen Bedenken alsbald zu einer Klärung und Veränderung der GOT an diesem Punkt kommen wird.

Tanja Hauch Präsidentin des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine

Quelle: GaloppOnline vom 12. März 2023

 

In der Gaststätte Mühlengrund in Heuchelheim-Klingen fand am Samstag, 11. März, die 95. Mitgliederversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine (VSR) statt. Ausrichter war der Purzelmarktverein im nahen Billigheim.
 
Im Laufe der Sitzung wurde Tanja Hauch aus Saarbrücken zur ersten Frau als Präsidentin des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine gewählt. Ihr zur Seite steht Jens Pfeiffer als Vize-Präsident. Natascha Buchner übernimmt künftig die Geschäftsführung. Schatzmeister bleibt Erwin Peifer. Mit Gernot Schunck gab es auch bei der Wahl zum Traber-Beauftragten keine Änderung, ebenso wie beim Nachwuchs, für den weiterhin Birgit Nikolaus zuständig ist. Die künftigen Beisitzer sind: Stephan Buchner, Timo Degel und Fabienne Gratz.
 
Die jahrelangen Vorstandsmitglieder Klaus Wilhelm (Präsident), Ulrich Heinz (Vize), Jürgen Braunagel (Geschäftsführer), Sabine Schunck (Nachwuchs) und Peter Banzhaf (Beirat) kandidierten nicht mehr. Die Neuausrichtung und Verjüngung der Vorstandschaft war schon längere Zeit im Gespräch, doch  verhinderte die Corona-Pandemie entsprechende Pläne.

Bauyrzhan Murzabayev wird Stalljockey bei Andre Fabre

Quelle: GaloppOnline vom 14. März 2023

 

Championjockey Bauyrzhan Murzabayev verlässt Deutschland und nimmt einen der begehrtesten Jobs in Europas Rennsport an. Am Montag, 13. März, haben sich Murzabayev und Frankreichs Trainerlegende Andre Fabre auf eine Zusammenarbeit verständigt. Murzabayev wird 1. Stalljockey bei Andre Fabre und wird alle Pferde außer diejenigen von Godolphin und der Gebrüder Wertheimer reiten, da diese von deren jeweils eigenen vertraglich gebundenen Jockeys geritten werden.

 

Bauyrzhan Murzabayev sagt zum Wechsel: „Für mich ist das der nächste Schritt. Letztes Jahr, als das Angebot von Henri-Francis Graffard kam, bin ich geblieben. Ich weiß, was ich Peter Schiergen zu verdanken habe. Wir waren ein sehr gutes Team und ich weiß, dass es jetzt in Frankreich anders wird. Aber ich bin Leistungssportler, meine Zeit ist kurz und es ist eine Riesenchance, mich weiterzuentwickeln. Ich danke Peter und Gisela Schiergen für eine außergewöhnliche Zusammenarbeit. Sie waren wie eine Familie für mich und die Entscheidung, zu wechseln fällt mir schwer.“

 

Peter Schiergen, der in 2022 Champion der Trainer war und nun die Titelverteidigung anstrebt: „Uns war klar, dass Bauyrzhan irgendwann weiterziehen würde. Er ist nicht nur ein toller Mensch, sondern auch einer der besten Jockeys der Welt und damit hat er sich auch diese Chance erarbeitet. Ich hatte gehofft, dass er noch ein Jahr bleibt, aber ich war auch Jockey, ich kann ihn verstehen. Wir haben jetzt eine gute Lösung für 2023 gefunden.“

René Piechulek erster Stalljockey bei Peter Schiergen

Quelle: GaloppOnline vom 14. März 2023

 

René Piechulek wird neben seinem Haupt-Engagement bei Hans-Gerd Wernicke die Stelle des ersten Stalljockeys am Asterblüte-Rennstall in Köln übernehmen. Das ist die neue Konstellation bei Trainer Peter Schiergen nach dem Weggang von Bauyrzhan Murzabayev. Sibylle Vogt bleibt 2. Jockey, wird aber durch das Engagement von René Piechulek bei Sarah Steinberg auch vermehrt die erste Farbe von Asterblüte reiten.

 

Coach Peter Schiergen ist mit dieser gefundenen Lösung rundum zufrieden: „Wir haben aktuell knapp 95 Pferde und möchten deshalb auch mit zwei Jockeys in die Saison gehen. Aufgrund des Weggangs von Bauyrzhan mussten wir zügig handeln. Ich denke, mit René haben wir eine sehr gute Lösung gefunden. Wenn er durch seinen 1. Ruf für Sarah Steinberg nicht reiten kann, bin ich froh, dass Sibylle Vogt bei uns ist, die dann natürlich unsere erste Farbe übernimmt.“

 

René Piechulek sagt zu seinem neuen Engagement: „Das kam jetzt plötzlich! Ich danke Peter Schiergen für die Chance, die ich gerne annehme. Wir haben schon letztes Jahr gut zusammengearbeitet und mit Sibylle verstehe ich mich ebenfalls sehr gut. Ich freue mich!“

 

Sibylle Vogt meint zu dieser Konstellation: „Eine gute Entscheidung für uns. Es ist schade, dass Bauyrzhan geht, wir waren sehr gute Kollegen. Aber René kenne ich auch gut, das wird auf Anhieb klappen. Ich bin froh, dass er kommt, meine Rolle dabei ist ideal.“

 

Sarah Steinberg: „Das ist schon eine große Chance für René. René weiß, wieviel wir Herrn Wernicke verdanken, deshalb bleibt unser Stall natürlich die erste Adresse. Für die Rennen ist die Absprache ja klar.“

Sieger im EQUITANA-Gewinnspiel sind gezogen

Quelle: GaloppOnline vom 15. März 2023

 

Auf der EQUITANA in Essen sind am Mittwoch die Gewinner des Gewinnspiels am Stand des Galopprennsports gezogen worden. Von 680 Teilnehmerkarten waren 530 gültig:

 

Besitzer für einen Tag am 26. März: Vanessa Bester aus Wuppertal; VIP-Einladung für 2 Personen zum Dallmay-Preis am 30. Juli (mit Übernachtung): Carola Ortlieb aus Iffezheim; 2 Karten im Graditzer Pavillon in Bad Harzburg (mit Übernachtung): Tabea Arens aus Krefeld; 2 VIP-Karten in Hannover am 17. September (mit Übernachtung): Jörg Quiter aus Wettringen; 2 VIP-Karten in Dortmund am 18. Juni: Susanne Donicht aus Weilerswist; 2 VIP-Karten zum FC - Renntag in Köln am 10. April: Susanne Windorfer aus Roth; 4 Karten auf der Schwarzwald - Tribüne in Iffezheim am 20. Mai: Lena Chalwood aus Erkrath; 2 Karten für das Festzelt mit Musik am 15. April in Zweibrücken: Bianca Seidel aus Recklinghausen; Sport-Welt Sommer-Abo digital für 8 Monate: Jaqueline Gönner aus Emsdetten; München City Pass: Katharina Schwitalla aus Dinslaken; Mitgliedschaft im Amateurverband 2023: Johanna Schneider aus Langenhagen und Alexandra Jurr aus Much; Galopp Club Deutschland Mitgliedschaft 2023: Lena Bschorr aus Düsseldorf und Ute Zimmermann aus Gelsenkirchen.

 

„Am Stand waren im Verlauf der Messe über 40 ehrenamtliche Helfer tätig, ein großes Danke geht an alle Verbände und Rennvereine für die tolle Unterstützung“, sagt Katja Warmbier (DSV Deutscher Sportverlag), die die gesamte Projektorganisation übernommen hatte.

Pferdemaler Klaus Philipp ist verstorben

Quelle: GaloppOnline vom 13. März 2023

 

Knapp einen Monat vor seinem 91. Geburtstag ist in der Nähe von Köln Klaus Philipp verstorben. Der vielleicht bekannteste Pferdemaler der Welt ist in der Nacht zu Montag im Kreise seiner Töchter friedlich eingeschlafen. Das hat Karen Philipp der Sport-Welt am Montagmittag mitgeteilt.

 

Im vergangenen April hatte Klaus Philipp seinen 90. Geburtstag gefeiert, lebte damals noch in der Lüneburger Heide. Nach einem Schlaganfall ging es ihm in den letzten Wochen zunehmend schlechter, er zog in ein Heim in der Nähe zweier seiner Töchter um, wo er nun in deren Beisein verstorben ist. Mit 13 Jahren malte Philipp erstmals ein Pferd, brachte sich selbst das Reiten bei, war viele Jahre bei der berittenen Polizei tätig, die er 1980 aus gesundheitlichen Gründen verließ und sich fortan einzig der Malerei verschrieb.

 

Legendär sind neben seinen Gemälden vor allem die schwarz-weiß Porträts der Stars des internationalen Galopprennsports. Sein Kalender „Pferde“ ist in der 2023er Edition zum 40. Mal erschienen. Klaus Philipp hat sich mit vielen Werken unsterblich gemacht.

Jens Sorge feiert den 80. Geburtstag

Quelle: Pressemitteilung des Dresdener Rennvereins vom 12. März 2023

 

Nicht jeder runde Geburtstag ist auch gleich ein inspirierendes Medienthema, doch der heutige 80. des Journalisten Jens Sorge ist allemal ein Anlass zur Rückschau auf den Lebensweg eines interessanten Mannes sowie seine Erlebnisse und Spuren vor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Sorge ist noch immer für eine ganze Anzahl von Tageszeitungen und Fachmedien als einer der wenigen Experten des Galopprennsports tätig. Wer ihn heute souverän und flink auf seinen Reisen zu Rennbahnen in Weltstädten wie New York, Hongkong oder Tokio beobachtet, glaubt weder an sein Alter noch daran, dass dies ein ehemaliger Jockeylehrling aus dem einst Königlichen Hauptgestüt Graditz ist. Dort in Torgau an der Elbe begann seine berufliche Laufbahn nämlich, bevor er bis 1967 im Graditzer Trainingsstall in Hoppegarten als Berufsreiter arbeitete.

 
Heute ist man fast amüsiert darüber, was er durchlaufen musste, um sich den Wechsel zum Fachblatt „Rennkurier“ zu erarbeiten: Ein vierjähriges Hochschul-Fernstudium zum Agrar-Ingenieur, ergänzt durch weitere Fachlehrgänge wie „Stilistik“. 42 Jahre arbeitete er als Redakteur bei der im Berliner Bauernverlag erscheinenden Rennzeitung mit 140 Ausgaben im Jahr, von 1990 bis 2001 auch für das Pendant im Westen, die „Sport-Welt“.


Eine von Sorges Stärken war und ist neben Gelassenheit und Humor stets das Fehlen von Berührungsängsten. So war die Wende keine unüberwindbare Hürde für ihn. Er half dabei mit, dass die rennsportliche Wiedervereinigung noch wesentlich schneller erfolgte als die politische: Schon am 31. März 1990 lief vor imposanter Kulisse in Hoppegarten der deutsch-deutsche Gemeinschaftsrenntag. Missionarisch mühte er sich ab, um trotz der erdrückenden Überlegenheit der West-Pferde darüber aufzuklären, dass der vorherige DDR-Rennsport kein bloßer Zirkus-Betrieb gewesen war.

 

Heute mehr denn je ist Jens Sorge fast der einzige zitierfähige Experte für das einstige planwirtschaftliche Geschehen auf den sechs Rennbahnen und in den vier staatlichen Gestüten der DDR. Seine minutiösen Kenntnisse auf allen Ebenen waren 2022 auch mit ein Grundstein beim Erscheinen eines Buches zum 200-jährigen Rennsportjubiläum. Jens Sorge ist gewissermaßen das Gedächtnis und die Stimme des galoppsportlichen Ostens. Seinen allermeisten Journalistenkollegen hat er zudem den Vorsprung, dass er nicht nur weiß, wie das Gefühl neben dem Pferd ist, sondern auch das obendrauf. Stolz ist er darauf, dass sein Sohn Frank einer der international besten und vielfach prämierten Fotografen auf dem Turf ist. Inzwischen ist sogar Enkel Francis begeistert mit der Kamera dabei. Leise, bescheiden, aber nimmermüde und zielstrebig hat dieser Jens Sorge einen beachtlichen Fußabdruck in der weiten Welt des Turfs hinterlassen.

Besitzertrainer-Prüfung 2022: Zehn haben bestanden

In drei Blöcken fand vom 7. März bis zum 8. April der erste von zwei für 2022 geplanten Besitzertrainer-Lehrgängen mit abschließender Prüfung statt. Elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten nach den Präsenz- und Onlinelehrgängen am 7. April zur praktischen Prüfung auf der Anlage von Christian von der Recke in Weilerswist an. Nachdem ein Prüfling in Teilbereichen dabei keine ausreichenden Kenntnisse vorweisen konnte, absolvierten noch zehn Anwärterinnen und Anwärter den abschließenden theoretischen Teil am 8. April im Seminarraum bei Deutscher Galopp in Köln. Und das für alle mit Erfolg.

 

Ihre Qualifikation zum Besitzertrainer im Deutschen Galopp haben damit der Prüfungskommission unter Leitung von Erika Mäder nachgewiesen: (in alphabetischer Reihenfolge) Jessica Atalay, Fabienne Bayer, Janina Boysen, Eva Geisler, Jaqueline Görich, Corinna Huber, Rosen Naskow, Julia Rogl, Corinna Schwandt und Anja Sokollis. Foto/Montage: privat

 

Der nächste Lehrgang für angehende Besitzertrainer findet vom 26. September bis 29. Oktober 2022 wieder in drei Blöcken statt. Der Anmeldeschluss bei der Akademie Deutscher Galopp ist am 20. September um 14 Uhr. Weitere Informationen und das Anmeldeportal hier: www.deutscher-galopp.de/gr/akademie/termine/20210927-ausbildung-zum-besitzertrainer.php

Sport-Welt-Interview zum Thema neue Rennsportserie

In der Ausgabe Nummer 11 der Sort-Welt vom 17. Februar ist ein lesenwertes Interview von Chefredakteur Patrick Bücheler mit dem TV-Macher Gerd Zimmermann zu lesen. Dabei geht es umd das Thema einer neuen Rennsportserie. Hier das Interview.

Peitscheneinsatz in Frankreich ab 1. März nur noch viermal erlaubt

Quelle: GaloppOnline vom 31. Januar 2023

 

Auch der französische Rennsport zieht, was den Einsatz der Peitsche angeht, nach und verschärft die Regeln. Ab dem 1. März sind, das hat France Galop nun entscheiden, noch vier statt bisher fünf Einsätze erlaubt.

 

Hierzulande ist seit Jahresbeginn die Grenze auf drei Einsätze herabgesetzt, verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der Sanktionsmaßnahmen. In Frankreich sind die Strafen bei Verstößen noch deutlich geringer. Eine internationale Angleichung in Sachen einer strikteren Handhabung greift indes immer mehr um sich. Deutscher Galopp hatte bei der Verschärfung betont, dass man sich international hier durchaus als Vorreiter sehe, was nun durch die neuen Regeln in Frankreich durchaus bestätigt wird.

Renntag am 2. April in Mülheim ist gesichert

Quelle: GaloppOnline vom 8. März 2023

 

Am gestrigen Dienstag lud der Mülheimer Rennclub zur Mitgliederversammlung. Bis vor einigen Tagen wäre diese Veranstaltung eine ganz übliche Jahresversammlung geworden, doch durch den kurzfristigen Rückzug von Werner Krüger als Präsident des Rennclubs stand die Versammlung unter einem besonderen Stern.

 

Krüger hatte sich aus beruflichen Gründen zurückgezogen. Der im Mineralölhandel tätige Berliner gab dabei als Grund die veränderte Lage in seiner Branche an, die es ihm nicht mehr erlaube, sich dem Rennclub mit dem erforderlichen Zeiteinsatz zu widmen. Er bleibt allerdings weiterhin Mitglied des Vereins und erklärte auch, dem Vorstand und dem neuen Präsidium gerne beratend zur Seite zu stehen.

 

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung, die bereits ohne den Präsidenten stattfand, stand zunächst der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2021. Hier wurde der damalige Vorstand einstimmig entlastet. Durch den kurzfristigen Rückzug des Präsidenten kamen natürlich weitere Themen auf die Tagesordnung. Das Wichtigste vorab: Der Renntag am 2. April, die Saisoneröffnung auf dem Mülheimer Raffelberg, ist gesichert. „Unser Vorstand ist auch ohne einen Präsidenten handlungsfähig. Finanziell sind die Rahmenbedingungen geschaffen, um die Durchführung ohne Probleme zu sichern.“ Das sagt Marc Hübner aus dem Vorstand des Rennclubs.

 

Die finanziellen Rahmenbedingungen sind also gesichert, beim Personal werden in den nächsten Tagen Bemühungen um Ersatz unternommen, denn der Rückzug von Krüger hat weitere personelle Konsequenzen. Marc Hübner bestätigt, dass Karl Trybuhl jr. sein Amt im Bereich des Rennbahn-Managements niedergelegt und Ann-Kathrin Schweres, die als Angestellte von Krüger im Sekretariat des Rennclubs tätig war, auch nicht mehr tätig sein werde. „Wir werden die vorhandenen Lücken füllen, um so einen reibungslosen Ablauf des Renntags zu ermöglichen. Auf das Geläuf wird Bernd-Robert Gossens ein Auge haben, er kennt sich damit bestens aus“, so Hübner.

 

Den Vorstand bilden aktuell Marc Hübner, Bernd-Robert Gossens, Dr. Michael Bergmann sowie Marian Falk Weißmeier. Neuwahlen für das Präsidenten-Amt müssen noch terminiert werden. Ob ein neuer Präsident aus dem Vorstand stammt oder von außen kommen wird, ist völlig offen. Offen ist auch, wie mit dem von Werner Krüger gegebenen Darlehen an den Mülheimer Rennclub verfahren wird. „Bis zum 30.06. ist alles gesichert. Ob Herr Krüger das Darlehen danach geltend machen wird, hat er noch nicht geäußert“, so Hübner abschließend.

Stellungnahme der BV zur öffentlichen Debatte der Gebührenerhöhung

Quelle: Pressemitteilung der Besitzervereinigung vom 24. Februar 2023

 

Die öffentliche Debatte, um die von der Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Galopp e.V. am 7. Dezember 2022 beschlossenen Gebührenerhöhungen, veranlasst die Besitzervereinigung, die diese Beschlüsse mit großer Mehrheit ihrer Delegierten mitgetragen hat, zu folgender Stellungnahme:

 

Um trotz steigender Kosten einen ausgeglichenen Etat und die Erhöhung der Rennpreise gleichzeitig durchzusetzen, kamen wir um die Zustimmung zu einer Gebührenerhöhung – wenn auch schweren Herzens - nicht umhin. Durch die Erhöhung von Rennpreisen, höhere GAG-Einschätzungen und damit einhergehende bessere Startmöglichkeiten für Besitzer auf der einen Seite und dem Ausgleich des Haushaltes von Deutscher Galopp durch Gebührenerhöhungen auf der anderen Seite, hat die Besitzervereinigung jedoch, in intensiven Debatten mit den Rennvereinen, ein für die deutschen Besitzer und Züchter positives Gesamtpaket entwickelt. 

 

Weiterhin hat die Besitzervereinigung sich intensiv für ein Ende des Verbrauchs von Rücklagen – wie in den Jahren 2017 bis 2020 geschehen - insbesondere der verbleibenden Mittel aus dem Verkauf der Racebets-Anteile für die Förderung der Rennpreise eingesetzt. Diese Mittel sollen künftig ausschließlich dazu verwendet werden, dringend benötigte Erträge aus entsprechenden Investitionen zu erwirtschaften. Zudem müssen diese Gelder weiterhin als Rücklage zur mittel- und langfristigen Sicherung der Verbandsfinanzen vorgehalten werden – ein weiterer Verbrauch dieser Gelder zum Ausgleich des Haushaltes kommt für die Besitzervereinigung nicht in Frage.

 

Im Gesamtkonstrukt wurden für 2023 verschiedene Gebühren erhöht, die Debatte drehte sich in den letzten Tagen jedoch besonders um einen Teilaspekt, die Einfuhrgebühr für ausländische Pferde. Diese Gebühr lag bisher im europäischen Vergleich mit 162,75 Euro eher niedrig, wodurch ein bedeutsamer Wettbewerbsnachteil für einheimische Züchter entstand, die z.B. bei einer Bedeckung im Ausland mit erheblichen Gebühren, für die temporäre Einfuhr der Stute sowie ggf. Registrierung eines dort vor der Bedeckung geborenen Fohlens tragen müssen. Zudem haben deutsche Züchter bis zum Start der Pferde neben der Eintragung des Namens und den Renntauglichkeitsuntersuchungen viele Gebühren zu tragen, die durch die Anhebung der Einführungsgebühr auf 500 € angeglichen werden.

 

Ganz wichtig dabei: Durch den erreichten Kompromiss des Gesamtpaketes mit den Rennvereinen übersteigt das Volumen der Anhebung der Rennpreise per Saldo die Erhöhung der Gebühren erheblich. Dies ist für alle Besitzer eine sehr gute Nachricht. Konkret wurden die Rennpreise um 750.000 € im Vergleich zum Vorjahr auf 13.144 Millionen € bei 1.003 Rennen erhöht. 
Dem Vorschlag der Besitzervereinigung, die Dotierung der Maidenrennen auf 10.000 € anzuheben, wurde im Kompromisswege seitens der Rennvereine zugestimmt. Genauso wie die Erhöhung der Mindestdotierung in allen Handikapklassen. Dieses war nur möglich, in dem wir für einen ausgeglichenen Haushalt sorgen.

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Gebühren und Abgaben ausschließlich für die Finanzierung der notwendigen Tätigkeiten des Verbands (Renntechnik, Zuchtabteilung, Sicherheit und Ordnung, Öffentlichkeitsarbeit, IT, Abrechnung) genutzt werden. Dabei ist es gelungen, die geplanten Verbandsausgaben für 2023 um lediglich ca. € 20.000 (weniger als 1%) über denen des Vorjahres zu halten. Angesichts der aktuell steigenden Kosten können wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein.  

 

Es ist unerlässlich, dass wir, gemeinsam mit den Rennvereinen und den Aktiven, auch in schwierigen Zeiten solide Finanzen präsentieren können, die eine gute Basis zum Erhalt und zur Entwicklung des Galopprennsportes darstellen. Wir gehen somit frohen Mutes in eine neue Rennsaison mit höheren Rennpreisen und einer Investition in die Leistungspyramide vom Grupperennen bis zum Ausgleich 4. Selbstverständlich werden die beschlossenen Maßnahmen zum Ende des Jahres geprüft und können in Abhängigkeit der vorhandenen finanziellen Mittel korrigiert werden.

Rennwoche in Bad Harzburg mit breitem Programm

Quelle: GaloppOnline vom 2. März 2023

 

Die Rennsaison schleicht sich langsam an, ab diesem Sonntag, 5. März, wird es jedes Wochenende Rennen geben. Eines der Highlights einer jeden Saison ist das Meeting in Bad Harzburg. Im Jahr 2023 wird die 146. Bad Harzburger Galopp-Rennwoche vom 22. Juli bis zum 30. Juli stattfinden. Fünf Renntage stehen dann auf dem Programm. Wie immer ist das der Basissport angesagt, nicht umsonst bezeichnet man die Rennwoche auch als Meeting des Basissports.

 

Sportliche Highlights sind die vier Superhandicaps, deren Dotierungen angehoben werden. Statt 15.000 Euro weisen die  Handicaps nun eine jeweilige Gesamtdotierung von 17.500 Euro auf. Insgesamt wird die Gewinnsummen-Niveau über das gesamte Meeting, zu dem natürlich auch wieder die beliebten Hindernisrennen zählen werden, um rund 25 Prozent erhöht.

 

Doch mit den fünf Renntagen, die sich auch dieses Jahr wieder über den ersten Samstag und Sonntag (22. – und 23. Juli) , Donnerstag (27. Juli) und das zweite Meetings-Wochenende (29. und 30. Juli) erstrecken werden, ist längst nicht alles geboten. Der Harzburger Rennverein hat es sich zum Ziel gesetzt, auch an den rennfreien Tagen viel zu bieten. „Unsere Besucher sollen natürlich die Rennen genießen aber sich auch an den rennfreien Tagen wohlfühlen“, so Stephan Ahrens, Präsident des Harzburger Rennvereins gegenüber der Sport-Welt.

 

Und so ist das Rahmenprogramm auch dieses Jahr gut bestückt. Zwei Beispiele: Am Dienstag (25. Juli) wird es auf dem Rennbahngelände eine Dinner-Show geben, am Freitag (28. Juli) steigt das Fußballspiel. Und auch nach den Renntagen ist etwas geboten, so wird es am Donnerstag wieder die pferdewetten.de After Race-Party geben, am zweiten Samstag spielen gleich drei Bands beim beliebten Rennbahn-Konzert.

Besitzertrainer Hans Peter Rosport verstorben

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um Hans Peter Rosport. Der Saarländer ist am Montag, 20. Februar, an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 72 Jahren verstorben. Hans-Peter Rosport gehörte seit Jahrzenten dem Verein an. Er kam als Besitzertrainer zwischen 1983 und 2018 auf 68 Siege in Flach- und Hindernisrennen. Wie GaloppOnline berichtet, landete der Besitzertrainer auch schon in den Jahren zuvor weitere Treffer, die digital nicht erfasst sind. 1995 und 1996 hatte er mit sieben Jahressiegen die erfolgreichsten Jahre.

 

Noble Fighter war 2018 das letzte Pferd, das Rosport trainiert hat. Allein 16 Siege gelangen ihm als Besitzertrainer mit diesem Kultpferd. In Lebach war er bis zuletzt Seniorchef des Unternehmens Baustoffe Rosport, in dem mittlerweile Danny und Michael Rosport die Geschäftsführung innehaben. Die ganze Familie ist dem Rennsport eng verbunden.

Erste Disqualifikation nach neuer Peitschenregelung in England

Quelle: GaloppOnline vom 22. Februar 2023

 

Auch in Großbritannien gibt es in dieser Saison eine neue Peitschenregelung. Diese kommt in Flachrennen erst ab dem 27. März, zum Start der offiziellen Saison, zum Einsatz. Im National Hunt Sport wurde sie - nach einem Vorlauf - am Montag der vergangenen Woche offiziell eingeführt. Unter anderem besagt die neue Peitschenregelung, dass die Peitsche in Hindernisrennen nur noch sieben, statt bislang acht mal während eines Rennens eingesetzt werden darf. Auch die Art des Peitscheneinsatzes und die Tatsache, dass man vor einem Peitschenschlag, die Reaktion des Pferdes auf einen eventuellen vorherigen Peitscheneinsatz abwartet, wurden bei der neuen Regel festgelegt. Zudem besagt die neue Regel auch, dass ein Pferd zu disqualifizieren ist, wenn ein Reiter die Peitsche viermal häufiger - oder mehr - einsetzt, als erlaubt. 


Und ganz so gut scheinen sich die Reiter auf der Insel noch nicht an die neue Regel gewöhnt zu haben, denn an den ersten neun Tagen seit Gültigkeit der neuen Regeln wurden bereits 20 (!) Strafen gegen Reiter ausgesprochen, die gegen die neue Regel verstoßen haben. Geschichte schrieb dabei die Erlaubnisreiterin Charlotte Jones, die am Mittwoch der vergangenen Woche in Ayr in einem "Bumper" (Flachrennen für Hindernispferde) auf Lunar Discovery die Peitsche elfmal einsetzte, was dafür sorgte, dass ihr Pferd, mit dem sie den zweiten Platz belegt hatte, disqualifiziert wurde.

Englischer Premierminster lobt die Rolle des britischen Rennsports

Quelle: GaloppOnline vom 23. Februar 2023

 

Das hat man auch nicht alle Tage, dass ein Premierminister Interesse und Anteil am Rennsport zeigt. In diesem Fall ist es Rishi Sunak, der im Rahmen der Verleihung der von Godolphin gesponserten Thoroughbred Industry Employee Awards 2023 eine Botschaft übermittelte. Großbritanniens Premierminister hob in dieser Botschaft, die vor der Preisverleihung übertragen wurde, die Rolle des britischen Rennsports bei der Präsentation des Landes in der Welt hervor und würdigte auch die Bedeutung für die britische Wirtschaft.

 

Sunak, zu dessen Wahlkreis auch die Rennbahn Catterick und die Trainingszentrale in Middleham gehören, erwähnte auch, wie verwurzelt der Sport in den Gemeinden des Landes sei. Wörtlich sagte er: „Ich freue mich, dass die Thoroughbred Industry Employee Awards zum ersten Mal in Yorkshire stattfinden. Bei meinen Besuchen in Middleham und auf der Rennbahn von Catterick, die beide in meinem Wahlkreis liegen, konnte ich mich von der harten Arbeit, dem Fleiß und der Hingabe aller im britischen Rennsport Tätigen für die Pferde überzeugen, die sie betreuen.“

 

Sunak weiter: „Die Finalisten des heutigen Abends stehen beispielhaft für all das, was den britischen Rennsport und die britische Zucht ausmacht - eine Industrie, die so viel für die Gemeinden in unserem Land tut, über 4 Milliarden Pfund für unsere Wirtschaft erwirtschaftet und Großbritannien auf der Weltbühne repräsentiert. Ich möchte, dass der britische Rennsport und die britische Zucht auch in den kommenden Jahren an der Spitze dieses globalen Rennens stehen."

Sport-Welt-Stallparade mit sechs Besitzertrainern

Insgesamt haben es 56 deutsche Trainerinnen und Trainer in die Stallparade der Sport-Welt für das Jahr 2023 geschafft. Darunter sind auch sechs Besitzertrainerinnen bzw. -trainer. Voraussetzung für die Stallparade sind fünf Erfolge im Jahr 2022, gezählt werden sowohl Inlands- als auch Auslandstreffer.

 

Aus Reihen des Vereins Deutscher Besitzertrainer macht in der Sport-Welt Nummer 10 vom 14. Februar Adel Massaad (hier1, hier2) den Abschluss. Adel Massaad gewann 2022 sieben Mal, davon zweimal im Ausland.

 

Bereits erschienen sind in der Sport-Welt Nummer 2 vom 6. Januar die Stallparaden von Anna Schleusner-Fruhriep (21 Siege, hier1, hier2, hier3) und Selina Ehl (7, hier1), in der Sport-Welt Nummer 6 vom 26. Januar die von Daniel Paulick (13 Siege, hier 1, hier 2) sowie in der Sport-Welt Nummer 8 vom 7. Februar die von Christian Peterschmitt (zehn Siege hier1, hier2) und Marc Timpelan (sechs Siege hier1, hier2).

 

Die aktiven Besitzertrainer des Vereins haben 2022 zusammen 140 Siege feiern können. 110 Mal waren sie auf deutschen und 26 Mal auf ausländischen Flachbahnen erfolgreich. Hinzu kommen vier Treffer über Hindernisse.

Kein Renntag 2023 im pfälzischen Haßloch

Quelle: GaloppOnline vom 20. Februar 2023

 

Schlechte Nachrichten für die pfälzischen Galopprennfreunde: Auf der Haßlocher Waldrennbahn findet in diesem Jahr kein Renntag statt. „Die Rheinpfalz“ berichtet über die Absage des Renntages in diesem Jahr wie folgt: „Das ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche der Verantwortlichen des Pfälzischen Rennvereins mit dem Dachverband Deutscher Galopp in Köln. Den jahrzehntelangen Traditionstermin an Christi Himmelfahrt mussten die Haßlocher schon vor Jahren an Baden-Baden abtreten, weil in Iffezheim dort das Frühjahrsmeeting ausgetragen wird. Im Rennkalender 2023 war ursprünglich der Pfingstsonntag (28. Mai) vorgesehen. Doch dafür war die Sponsorenabdeckung nicht ausreichend.“

 

Vereinspräsident Christian Keller wird in der Zeitung wie folgt zitiert: „Wir wollten kein finanzielles Risiko eingehen, die Abhängigkeit vom Wetter wäre zu groß gewesen. Wir sind aktuell noch auf die Unterstützung des französischen Wettmonopolisten PMU angewiesen, weil dann Provisionen fließen." Weiter heißt es in dem Bericht: „Beim Renntag im vergangenen Jahr ohne PMU-Unterstützung konnte mit 141.000 Euro ein signifikanter Wettumsatz generiert werden, doch noch Abzug aller Kosten blieb nur ein minimaler Gewinn übrig. Als Alternativtermin stand zunächst dann der 12. August im Raum. Doch diesem Termin verweigerte Deutscher Galopp die Zustimmung. Als Grund nannten die Kölner die zeitliche Nähe zu Saarbrücken, dort findet am saarländischen Feiertag Maria Himmelfahrt (15. August) ein Renntag statt. Man befürchtete, für beide Renntage nicht genügend Startpferde zu bekommen.“

 

Nun will man nach vorne, nach 2024 schauen. „Einen kleinen Trost hat Keller für die pfälzische Turfgemeinde doch: 2024 gehen wieder am angestammten Himmelfahrtstag die Boxen auf, Keller möchte sogar einen weiteren Renntag ausrichten.“ Warum Himmelfahrt 2024 doch gehen könnte: es ist schon der 9. Mai 2024 und das ist für das Frühjahrs-Meeting zu früh. In diesem Jahr ist Himmelfahrt am 18. Mai.

Dobritzer Bogen auf der Rennbahn in Dresden saniert

Quelle: GaloppOnline vom 24. Februar 2023

 

Die Sanierung des Dobritzer Bogens auf der Rennbahn in Dresden war erfolgreich – ob sie tatsächlich abgeschlossen ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Nach dem Renntags-Abbruch im vergangenen Mai wurden die Innenrails um rund fünf Meter nach außen versetzt und die kritischen Passagen bearbeitet. Sprich: Die obere Erdschicht wurde in fünf bis fünfzehn Zentimeter Stärke abgetragen, frischer Mutterboden aufgebracht und neu angesät. In den vergangenen Monaten hat sich eine dichte Grasnarbe gebildet, sodass die Rails wieder an ihren alten Platz zurückversetzt werden konnten.

 

Sollte das Geläuf bis zum Aufgalopp am 6. Mai an dieser Stelle fest und renntauglich sein, werden die Rennen auf voller Breite ausgetragen. Andernfalls werden die Rails wieder versetzt und dem neuen Geläuf noch Zeit gegeben. Präsident Albrecht Felgner: „Es wurde sowohl von der Firma Saule als auch von unserem Team gute Arbeit geleistet. Ich bin optimistisch, dass wir die Bahn so nutzen können.“

Gewinner beim Stable Staff Award 2022 gekürt

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Februar 2023

 

Der Stable Staff Award by Deutscher Galopp ehrt die besondere Hingabe von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Kategorien Rennstall und Gestüt. Die Sieger, der zweiten Award-Ausgabe in Deutschland, stehen fest: Christa Germann aus dem Kölner Trainingsquartier Asterblüte sowie Jörg Thane vom Gestüt Brümmerhof sind die Mitarbeiterin und der Mitarbeiter des Jahres 2022. Beide gewinnen einen Reisegutschein im Wert von jeweils 2.500 Euro.
 

Nach einer Nominierungs- und Juryphase konnten in den Kategorien Rennstall und Gestüt je sechs Finalisten/innen auf die Auszeichnung mit dem Stable Staff Award 2022 hoffen. Die Entscheidung traf die Vollblut-Community in einer zweiwöchigen Publikumswahl. Am Ende setzten sich Christa Germann in der Kategorie Rennstall sowie Jörg Thane in der Rubrik Gestüt durch.

 

Für die im Stall Asterblüte beschäftigte Christa Germann sind die Pferde „Arbeit, Hobby und Freizeit zugleich“, heißt es aus dem Freundeskreis der in Rheinland-Pfalz geborenen und nun in Köln arbeitenden Pferdewirtschaftsmeisterin und Assistenztrainerin. „Zu Hause im Stall alles im Blick haben, jedes Haar kennen, jede Eigenart der Pferde wertschätzen, jedem Vierbeiner etwas Gutes tun und für jeden Zweibeiner ein offenes Ohr haben - das ist ihr Ding.“, heißt es weiter.

 

„Herr Thane ist ein waschechter Brümmerhofer und seit über 25 Jahren an unserer Seite“, sagt Arbeitgeberin Julia Baum über den Stable Staff-Sieger 2022 in der Kategorie Gestüt. Der Pferdewirtschaftsmeister Jörg Thane, der in leitender Funktion im Gestüt Brümmerhof tätig ist, hat Pferde wie Danedream, Waldpfad oder Mendocino auf die Welt gebracht und die ersten Monate begleitet. „Er steht für unsere Zuchtphilosophie und identifiziert sich total mit unserem Betrieb“, fügt Gregor Baum hinzu.

 

„Wir hatten zwölf tolle Finalisten und haben mit Christa Germann und Jörg Thane zwei würdige Sieger gefunden. Beide sind Vorbilder, die nun sehr verdient den Titel „Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter des Jahres 2022“ tragen“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Championatsehrung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. verliehen. Beide Gewinner des Stable Staff Awards erhalten einen Reisegutschein über 2.500 Euro. Zudem werden alle Finalisten von Baden Galopp zu einem Renntag beim Frühjahrsmeeting eingeladen.

 

Der in 2021 durch Günther Schmidt mitinitiierte Stable Staff Award by Deutscher Galopp wird unterstützt von Wettstar und Baden Galopp

 

Mehr zu den Siegern hier: https://www.deutscher-galopp.de/gr/aktuelles/meldungen/20230215-stable-staff-award-2022-gewinnerin-und-gewinner-stehen-fest.php

"Meilensteinrede" von Engelbrecht-Bresges in Melbourne

Quelle: GaloppOnline vom 15. Febraur 2023

 

Winfried Engelbrecht-Bresges, einst Chefmanager des deutschen Rennsports und mittlerweile der wichtigste Rennsportfunktionär der Welt, hat eine Meilenstein-Rede gehalten. In dieser skizzierte er die weltweiten Herausforderungen, vor denen der Rennsport steht. Nachfolgend die Kernelemente der Rede, entnommen einer Presseinformation des Hong Kong Jockey Club, dem Engelbrecht-Bresges vorsteht.

 

„In einer richtungsweisenden Eröffnungsrede auf der 39. Asiatischen Rennsportkonferenz in Melbourne am Mittwoch (15. Februar) ermutigte Winfried Engelbrecht-Bresges, Vorsitzender des Asiatischen Rennsportverbands (ARF) und Vorstandsvorsitzender des Hongkong Jockey Club, die Führungskräfte des Rennsports, angesichts der globalen Herausforderungen den Wandel anzunehmen und stärker zusammenzuarbeiten. Vor einem Publikum von mehr als 700 Delegierten aus 35 Ländern hielt Engelbrecht-Bresges eine Ansprache mit dem Titel "The Landscape" (Die Landschaft): „Als Führungskräfte im Rennsport müssen wir den Wandel annehmen und die notwendigen Veränderungen schneller vorantreiben. Wir müssen mehr zusammenarbeiten, um diese Veränderungen voranzutreiben, indem wir unsere Erfahrungen austauschen und gemeinsame Initiativen starten.“

 

„Die meisten Herausforderungen, vor denen wir stehen, können nur gelöst werden, wenn wir strategischer zusammenarbeiten und die Zersplitterung des Rennsports auf nationaler, regionaler und globaler Ebene überwinden." Engelbrecht-Bresges rief zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um globale Standards bei Regeln und Praktiken zum Schutz der Integrität aufrechtzuerhalten, und sagte, dass eine Zusammenarbeit erforderlich sei, um den illegalen Wettmarkt zu bekämpfen und den Rennsport als einen Sport mit höchster Integrität zu kennzeichnen - und nicht nur als Wettsport. Er sagte auch, dass der Rennsport geschlossenere Bemühungen braucht, um den Sport besser zu vermarkten und die Zuschauerzahlen zu erhöhen. Dies könnte durch die Schaffung einer neuen Technologieplattform geschehen, die es dem Rennsport ermöglichen würde, im internationalen Wettgeschäft über globale Simulcasts und den World Pool zu wachsen.

 

Engelbrecht-Bresges sagte, dass gemeinsame Anstrengungen erforderlich seien, um eine Technologieplattform zu schaffen, die es dem Rennsport ermöglicht, die Entwicklung des Web 3.0 zu nutzen und die Relevanz für die Verbraucher der Generation Z zu gewährleisten, während gleichzeitig nach Möglichkeiten gesucht wird, den Rennsport nachhaltiger zu gestalten und das Ziel Carbon Zero 2040 zu erreichen, um die langfristige Zukunft des Sports zu sichern. Unter Verweis auf wichtige Leistungsindikatoren wie steigende durchschnittliche Verkaufspreise für Jährlinge, Wettumsätze und Preisgeldsteigerungen sagte Engelbrecht-Bresges, dass der Rennsport "die COVID-Krise erfolgreich überwunden und große Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit bewiesen hat."

 

Engelbrecht-Bresges sagte, der Rennsport stehe vor neun zentralen Herausforderungen: Fragmentierung der Branche, Integrität, illegale und Offshore-Wettanbieter, soziale Akzeptanz, Wettbewerb mit anderen Sportarten, ein alternder Kundenstamm und die Ansprache der Generationen Y und Z, die Vermarktung des Rennsports als globaler Sport, Nachhaltigkeit und Humanressourcen. Engelbrecht-Bresges stellte die Frage, "ob der Rennsport seine strukturellen Probleme lösen und strategische Lösungen finden kann, um seine langfristige Lebensfähigkeit zu gewährleisten", während er sich auch mit dem Klimawandel auseinandersetzt. „Ich habe zwar unsere wichtigsten Herausforderungen skizziert, die entmutigend zu sein scheinen, aber angesichts der großen Widerstandsfähigkeit und Innovation, die der Rennsport während der Pandemie gezeigt hat, sehe ich erhebliche Chancen, wenn wir uns den Herausforderungen und Veränderungen stellen", sagte er.

 

In der zweiten Sitzung des Konferenzprogramms mit dem Titel "The Wager" (Die Wette) wies Engelbrecht-Bresges auf das angestrebte weitere Wachstum von World Pool vor dem Hintergrund einer sich vergrößernden Kluft zwischen Sport- und Rennwetten hin - und auf ein beunruhigendes Wachstum der illegalen Wetten, das zwischen 2019 und 2021 fast doppelt so hoch sein wird wie das des legalen Marktes. "Globale Liquidität ist der Schlüssel für alle Pari-Mutuel-Betreiber und damit für die Einnahmen der Rennsportindustrie und die Aktualisierung der Rennwetten, daher sind Integrationsprotokolle für eine globale Plattform unerlässlich", sagte Engelbrecht-Bresges.“

Besitzertrainer-Championat geht an Anna Schleusner-Fruhriep

Bei den Championaten im Galopprennsport in Deutschland war eine Entscheidung bis zum vorletzten Rennen des Jahres noch offen. Es ging um den Titel bei den Besitzertrainern auf deutschen Flachbahnen zwischen Anna Schleusner-Fruhriep und Titelverteidigerin Romy van der Meulen. Als dann in Dortmund am 31. Dezember Romy van der Meulens Dutch Devil in einem Ausgleich IV über 1.700 Meter auf Rang sieben ins Ziel kam, stand die Siegerin 2022 mit Anna Schleusner-Fruhriep fest.

 

Damit darf sich Anna Schleusner-Fruhriep sogar über ein Doppel-Championat freuen. Schon seit dem 30. September stand die Besitzertrainerin aus Marlow als Siegerin im Wettbewerb aller Trainer in Hindernisrennen auf deutschen Rennbahnen fest. Herzlichen Glückwunsch!


Bei den Trainern und Jockeys gelangen Peter Schiergen beziehungsweise Bauyrzhan Murzabayev die Titelverteidigung. Erfolgreichster Besitzer und Züchter wurde das Gestüt Park Wiedingen. Volker Franz Schleusner schaffte das Besitzerchampionat Hindernisrennen. Bester Nachwuchsreiter wurde Leon Wolf. Bei den Amateurreiterinnen lag Janina Boysen vorne, bester Amateurreiter des Jahres 2022 war Gijs Snijders.

Anforderungen für Funktionäre bei Deutscher Galopp

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 5. Januar 2023

 

Welche Funktionärstätigkeiten es Seitens Verband oder Rennverein zu bekleiden gibt, welche Aufgaben und Anforderungen diese beinhalten und welche Ausbildung eine Funktionärstätigkeit im Galopprennsport mit sich führt, beantwortete diese Woche Dr. Philipp Biermann, Chef der Rennleitung, in der online geführten Infoveranstaltung „Funktionärstätigkeit im Galopprennsport“. 
Nachfolgend stellt Herr Dr. Biermann seine Präsentation für alle Interessierten zur Verfügung: 

 

https://www.deutscher-galopp.de/gr-wAssets/docs/praesentation-infoseminar-2023-002.pdf

Zukunft der Bremer Galopprennbahn weiter ungewiss

Quelle: GaloppOnline vom 4. Februar 2023

 

Die Zukunft der Bremer Rennbahn ist weiter ungewiss. Wann und ob überhaupt wieder Rennen in der Vahr stattfinden können – derzeit völlig offen. Der Rennverein jedenfalls hat noch nicht aufgegeben und wird im Rechtstreit gegen die Stadtgemeinde Bremen von Martin Niewerth, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, vertreten. Dieser sieht in einem Interview mit dem Weser Kurier durchaus die Möglichkeit, dass am Karsamstag Rennen durchgeführt werden können, auch wenn die momentane Baustelle auf dem Rennbahngelände dies nicht vermuten lässt. „Wenn die Baumaßnahmen erstmal durchgeführt und die Zäune und die Erdhaufen beseitigt sind, können hier durchaus Renntage durchgeführt werden“, so Niewerth, der aber auch zu verstehen gibt, dass ein praktikables Geläuf nur mit einem „hohen finanziellen und technischen Aufwand“ zu gewährleisten wäre.

 

Im Mai des vergangenen Jahres scheiterte der Bremer Rennverein mit einem Eilantrag gegen den geplanten Bau eines Fuß- und Radwegs über das Rennbahngelände. Das Verfassungsgericht lehnte den Antrag als unzulässig ab. Die Richter konnten nicht erkennen, dass der Verein durch das entsprechende Ortsgesetz in seinen subjektiven Rechten beeinträchtigt sei. Das Oberverwaltungsgericht, so Niewerth, sagte mit diesem Beschluss auch, „dass durch den Beschluss der Deputation, die Wegeverbindung zu erreichten, eine Entwidmung dieses Rennbahngeländes für die Durchführung von Galoppveranstaltung erfolgt sei, weil diese Wegverbindung so etwas faktisch unmöglich mache.“ Der Jurist hält dagegen: „Man kann das Geläuf entsprechend aufbereiten – unabhängig vom Aufwand.“

 

Ob er Hoffnung hat, dass das Gericht seine Entscheidung zurücknimmt? „Regelungen, die im Eilverfahren getroffen werden, haben nicht die Rechtskraft, wie eine Entscheidung, die nach drei Jahren Prozess ergeht. Sie sind nicht dauerhaft bindend, sind also nicht in Stein gemeißelt. Der Deckel ist erst drauf, wenn in der Hauptsache entschieden ist.“ Derweil geht Martin Niewerth nicht von einer schnellen Lösung aus: „Es wird ein langer Weg. Wenn es hart auf hart kommt und man sich bis zur letzten Instanz streiten will, kann es drei, vier Jahre dauern.“ Ein jahrelanger Streit kann im Grunde nicht im Interesse der beiden Parteien sein. „Man sollte sich unbedingt mit der Stadt zusammensetzen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Das wäre eigentlich das Beste.“

Maxim Pecheur nach Sturz in der Arbeit außer Gefecht

Quelle: GaloppOnline vom 3. Februar 2023

 

Maxim Pecheur, Jockey am Stall von Markus Klug, fällt längere Zeit aus. Am Freitag kam er in der Morgenarbeit in Heumar zu Fall und überschlug sich mit seinem Pferd. „Ich hatte wohl noch Glück im Unglück“, so Pecheur am Mittag gegenüber GaloppOnline.de. „Es hätte schlimmer kommen können. Aber ich komme gerade vom Arzt und die Bänder im rechten Sprunggelenk sind gerissen. Vier Wochen falle ich mindestens aus, dann muss man sehen, wie gut der Heilungsprozess voranschreitet,“ so der 32-jährige weiter. Pecheur sollte eigentlich am Wochenende seine ersten Ritte beim diesjährigen White Turf-Meetings in St. Moritz ausführen. Diese musste er nun absagen.

 

Was viele gar nicht wissen: Maxim Pecheur besitzt schon seit längerem eine Trainerlizenz. „In diesen Momenten beim Arzt, wenn Du nicht weißt, wie schlimm es ist, freue ich mich immer, dass ich sie habe“, so Pecheur, der die Zeit während einer anderen Verletzung dafür genutzt hat, den Trainerschein zu machen. „Wenn ich irgendwann nicht mehr reiten kann, will ich auf jeden Fall im Rennsport bleiben. Der Trainerberuf fasziniert mich. Da irgendwann einzusteigen, kann ich mir durchaus vorstellen“, so Pecheur weiter.

Beste Resonanz beim Züchtertreff 2023 im Gestüt Röttgen

Quelle: GaloppOnline vom 28. Januar 2023

 

Es ist inzwischen eine gute Tradition, dass das Gestüt Röttgen zu Beginn des Jahres zum Züchtertreff einlädt. 360 Anmeldungen gab es für die Veranstaltung, die am Samstag, 28. Januar 2023, um 12 Uhr begann, und bei der in einem der schönsten deutschen Gestüte insgesamt 16 Deckhengste präsentiert werden. Die Gäste wurden zu Beginn in den Rennstall gebeten, wo Trainer Markus Klug sechs aktive Rennpferde vorstellte. Dabei handelte es sich um vier Röttgener, eine Ittlingerin und einen Schlenderhaner. Genauer gesagt um den dreijährigen Auktionsrennen-Sieger Dressman, den gleichaltrigen Aspirant, die ein Jahr ältere Gruppesiegerin Wagnis, die Winterkönigin-Zweite Empore, die auf Gruppeparkett platzierte Listensiegerin Stella, sowie den ungeprüften Schlenderhaner Dreijährigen Monaigle, einem von Adlerflug stammenden Halbbruder des Gruppe I-Siegers Mawingo.

 

Markus Klug erzählte auch etwas über die vorgestellten Pferde. So ist Aspirant für seine schwache Form aus dem Herzog von Ratibor-Rennen entschuldigt, denn wie sich herausstellte, hatte er ein Rachen-Problem. Der Hengst bleibt auf Derby-Kurs. Das Derby, zumindest aber Black Type-Rennen, ist auch für den noch nicht gelaufenen Monaigle das Ziel, der ein etwas spätreiferer Typ ist. Er gilt als sicherer Steher und muss bei seinen ersten Starts zeigen, ob er die Klasse für das "Blaue Band" hat.

 

"Ich freue mich, dass wir heute 16 Hengste präsentieren können. Das zeigt den großen Zusammenhalt der deutschen Züchter", sagte Röttgens Gestütsleiter Frank Dorff bei der Begrüßung der Gäste des Züchtertreffs. Ein Heimspiel hatten dabei die in dem Heumarer Traditionsgestüt aufgestellten Hengste Protectionist, Windstoß und Millowitsch. Von großem Interesse war natürlich auch der neue Etzeaner Stallion Japan oder auch ein Newcomer wie Nerik. Von Moderator Thorsten Castle vorgestellt wurden außerdem Accon, Best Solution, Counterattack, Destino, Guiliani, Iquitos, Isfahan, Lucky Lion, Polish Vulcano, Rubaiyat und Waldpfad, wobei nicht nur auf die Erfolge in der Zucht, sondern immer auch noch einmal auf die Rennlaufbahn der Cracks eingegangen wurde.

 

Im Rahmen des Züchtertreffs im Gestüt Röttgen wurden auch die Gesamtsieger des Nachwuchspreises der Mehl-Mülhens-Stiftung 2022 geehrt. Den ersten Platz erreichte Leon Wolff, der seine Auszeichnung allerdings nicht entgegennehmen konnte, da er sich derzeit in Urlaub befindet. Anwesend waren aber die Zweitplatzierte, Lilli-Marie Engels, und der Drittplatzierte, Shuichi Terachi. Die drei Erstplatzierten dürfen sich auf eine Woche Jockeyschule in Newmarket freuen. "Leider haben wir aktuell nicht so viele Nachwuchsreiter. Aktuell sind es acht. Es wird immer schwieriger, Nachwuchs zu finden", so Kai Schirmann von der Jockeyschule, der bei der Ehrung der Sieger auch anwesend war.

Andre Best steigt nicht mehr in den Rennsattel

Quelle: GaloppOnline vom 28. Januar 2023

 

Er ist einer der größten Jockey-Routiniers des Landes. Seit 1990 sitzt er in Rennen im Rennsattel, genau 1.177 Rennen hat er gewonnen, darunter drei Gruppe II-, ein Gruppe III-Rennen und 22 Listenrennen. Doch nun beendet er seine Jockey-Laufbahn. Die Rede ist von Andre Best. Der Leichtgewichtsjockey, der seine Lehre bei Bruno Schütz in Köln absolvierte, teilte mit, dass er zwar weiter als Arbeitsreiter am Stall von Henk Grewe in Köln tätig sein, aber nicht mehr in Rennen reiten wird.

 

Andre Best feierte am vergangenen Samstag seinen 53. Geburtstag. Eines der besten Pferde, mit denen er verbunden war, ritt er bereits in jungen Jahren. Kornado. Mit dem Superlative-Sohn gewann er 1993 sowohl das Union-, als auch das Mehl-Mülhens-Rennen. Ein weiteres Highlight war der Sieg im Deutschen St. Leger des gleichen Jahres, als er mit Pinot erfolgreich war, der wie Kornado von Bruno Schütz trainiert wurde. Der Steher-Klassiker in Dortmund wurde damals noch auf Gruppe II-Niveau entschieden. 2013 gewann Andre Best mit der von Andreas Löwe trainierten Außenseiterin Diamond Dove den Preis der Winterkönigin (Gr.III) in Baden-Baden. In der jüngeren Vergangenheit hatte Best viel Verletzungspech, doch kämpfte er sich auch nach Stürzen immer wieder zurück.

Höhere Rennpreise in Bad Harzburg und "Sea Steeplechase Trophy"

Quelle: GaloppOnline vom 20. Januar 2023

 

Wie der Harzburger Rennverein am Freitag in einer Presseerklärung mitteilt, wird es am Weißen Stein bei der diesjährigen Rennwoche (fünf Renntage vom 22. bis 30. Juli) ein paar Neuerungen geben. Zum einen will der Rennverein deutlich mehr Preisgelder ausschütten als im Vorjahr. Dazu Rennvereinspräsident Stephan Ahrens: „Wir wollen insbesondere den Basisrennsport unterstützen, denn die Kosten für die Pferdehaltung sind doch enorm gestiegen. Deshalb haben wir die Rennpreise um bis zu 25 Prozent angehoben.“ So werden etwa in den Superhandicaps, besonders hoch dotierten Basisrennen, statt bisher 15.000 jetzt 17.500 Euro gezahlt. In den unteren Handicaps beträgt der Mindestrennpreis 5.555 Euro, heißt es weiter.

 

Neu wird in Zusammenarbeit mit der Rennbahn in Quakenbrück auch die Austragung der “Sea Steeplechase Trophy” sein. Sie umfasst die beiden Seejagdrennen in Bad Harzburg am 23. und 30. Juli sowie das Seejagdrennen am 3. September in Quakenbrück, wobei es für das Team des punktbesten Pferdes wertvolle Ehrenpreise geben wird.

 

Weiter heißt es: „Natürlich werden wir zur Rennwoche wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit zahlreichen Live-Acts anbieten. Das ist gerade im vergangenen Jahr hervorragend angenommen worden und da wollen wir natürlich noch etwas drauflegen.” 2022 wurden bei der Harzburger Rennwoche rund 40.000 Besucher gezählt.

Wichtiges aus dem Wochenrennkalender vom 17. Januar 2023

Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 sind nunmehr auch in Deutschland – wie bereits in vielen anderen Ländern – die Angabe von Ohrenkappen zur Starterangabe Pflicht. Dies ist im Trainerservice bei der Vorstarterangabe mit der gleichen Kennung wie Ohrenstöpsel (O) durch den Trainer zu tätigen. Wird erst zur endgültigen Starterangabe entschieden, ob das Pferd Ohrenkappen tragen soll, ist dies bei dem jeweiligen Rennverein anzugeben. Ohrenkappen in roter Farbe sind nur bis zur Startstelle zu tragen und werden dort abgelegt. Im Rennen zu tragende Ohrenkappen müssen eine ndere Farbe als rot aufweisen.


Die Trainer werden darauf hingewiesen, dass Starts in Frankreich nach dem ersten Vierteljahr in 2023 nur noch möglich sind, wenn die Impfdaten der Pferde im Server des französischen Trainerservice eingegeben sind und den Impfvorgaben (Zeitabständen) von France Galop entsprechen.


Zur Vermeidung von Konflikten mit den internationalen Ratings in dem für die Gruppe- und Listenrennen besonders relevanten Bereich von 87,5 kg und aufwärts, ist es erforderlich bei der vorgesehenen Anhebung des Generalausgleichs ab dem 5. Februar 2023 eine Änderung vorzunehmen. Bis zur Grenze von 75 kg bleibt es bei einer Anhebung um 4 kg. Danach erfolgt ein Zuschlag in folgender Höhe: 

- 75,5 kg bis 77,0 kg um 3,5 kg
- 77,5 kg bis 79,0 kg um 3,0 kg
- 79,5 kg bis 81,0 kg um 2,5 kg 
- 81,5 kg bis 82,5 kg um 2,0 kg
- 83,0 kg bis 84,0 kg um 1,5 kg
- 84,5 kg bis 85,5 kg um 1,0 kg
- 86,0 kg bis 87,0 kg um 0,5 kg

Danach erfolgt kein Zuschlag mehr.


Gem. Nr. 199 RO sind die Lizenzunterlagen bis spätestens 15. Februar 2023 zur Erneuerung einzureichen. Bei verspäteter Antragstellung verdoppelt sich die Gebühr gem. Nr. 200 RO. Bei Lizenzanträgen für Reiter ist unbedingt der Nachweis einer aktuell gültigen Unfallversicherung beizufügen. Es wird darauf hingewiesen, dass Reiter, die bisher im Ausland lizenziert waren, aber in Deutschland beschäftigt sind, für 2023 eine Lizenz in Deutschland beantragen und eine entsprechende Clearance des bisherigen Lizenzlandes einreichen müssen. 


Die entsprechenden Anträge für Lizenznehmer sind auf der Internetseite www.deutscher-galopp.de unter Menü/Service/Download/Formulare herunterzuladen, auszufüllen und in allen Bereichen unterschrieben an Deutscher Galopp e.V. zurückzusenden oder an dick@deutscher-galopp.de zu mailen. Eine aktuelle Anerkennung der Rennordnung sowie bei Trainern/Besitzertrainern zusätzlich die Vereinbarung zu den Dopingbestimmungen und die Personalliste bei Berufstrainern sind den Anträgen beizufügen. Falls eine Änderung der Betriebsnummer erfolgt ist, bitten wir diese ebenfalls mitzuteilen, alle Trainer müssen über eine Betriebsnummer (Tierhaltungsbetrieb) verfügen und diese im Antrag ausfüllen bzw. bestätigen.

Gudert vorläufiger Geschäftsführer des Dortmunder Rennvereins

Quelle: GaloppOnline vom 12. Januar 2023

 

Der Dortmunder Rennverein hat noch keinen neuen Präsidenten. Günther Gudert übernimmt vorläufig die Geschäftsführung. Das ist das Ergebnis der Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstagabend. Bis auf weiteres sind die beiden Vize Manfred Ostermann und Dr. Thomas Himmelmann verantwortlich am Ruder. Der bisherige Präsident Andreas Tiedtke war Ende 2022 plötzlich und unerwartet verstorben.

Bremer Rennverein kämpft weiter

In der Sport-Welt vom 29. Dezember 2022 ist ein Interview zur Zukunft der Bremer Rennbahn abgedruckt. Der Kampf des Vorstand des Bremer Rennvereins geht weiter. Zwei Termine für 2023 sind bei Deutscher Galopp angemeldet. Das komplette Interview hier.

PR-Chefin Susanne Beyreuther verlässt Deutscher Galopp Ende Februar

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 4. Januar 2023

 

Susanne Beyreuther, Leiterin Kommunikation und PR bei Deutscher Galopp e.V., wird den Dachverband auf eigenen Wunsch zum 28. Februar 2023 verlassen. „Wir bedauern sehr, dass Frau Beyreuther uns schon nach kurzer Zeit verlässt, und wünschen ihr für ihre berufliche und persönliche Zukunft alles Gute“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V.

 

Susanne Beyreuther war seit dem 1. Januar 2022 bei Deutscher Galopp e.V. tätig und verantwortete den Bereich Kommunikation und PR. Der/die Nachfolger/in wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Wettumsatz 2022 bei über 29 Mio. Euro

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 3. Januar 2023


„Wir freuen uns, dass wir im vergangenen Jahr, in dem wir 200 Jahre Galopprennsport in Deutschland gefeiert haben, mit über 29 Millionen Euro den besten Wettumsatz seit 2015 verzeichnen konnten“, freut sich Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V. „Unser Dank geht an Wettstar und die anderen Wettvermittler, die Rennvereine und natürlich an alle Wetterinnen und Wetter!“


Anstieg bei Rennpreisen und Prämien, positive Trends bei Anzahl der Rennen und Rennvereine


Im Jahr 2022 wurden insgesamt 1.029 Rennen an 130 Renntagen ausgetragen. Wenngleich damit das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 noch nicht ganz erreicht wurde (1.144 Rennen an 146 Renntagen), so konnte gegenüber 2021 und 2020 eine Steigerung verzeichnet werden (972 bzw. 893 Rennen an 112 bzw. 96 Renntagen). Mit knapp 12,39 Million Euro wurden in 2022 deutlich mehr Rennpreise und Prämien als im Jahr 2021 ausgeschüttet. Allein bei den Rennpreisen wurde ein Plus von 2,15 Millionen Euro verzeichnet; der durchschnittliche Rennpreis lag mit 12.039 Euro ebenfalls über den Vorjahren. Sehr positiv ist weiterhin, dass im Jubiläumsjahr 27 Vereine und damit drei mehr als in 2021 Rennen veranstalteten.

 

Im Jubiläumsjahr bester Wettumsatz seit 2015


Mit einem Gesamtwettumsatz von 29.008.985 Euro wurde das Niveau der vergangenen Jahre weit übertroffen. Lediglich im Jahr 2015 lag der Umsatz mit 30.260.915 noch etwas höher. Mit 28.191 Euro stieg auch der Wettumsatz pro Rennen gegenüber dem Vorjahr deutlich an (24.721 Euro in 2021). In 2022 starteten mit 2.733 Pferden etwas weniger deutsche Galopper im Ausland als im Jahr 2021 (2.856). Auch wenn mit dem dritten Platz von Torquator Tasso ein erneuter Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe knapp verfehlt wurde, waren die deutschen Pferde im Ausland sehr erfolgreich und galoppierten 8,3 Millionen Euro ein, was nur knapp unter dem Rekordjahr 2021 liegt (8,9 Millionen Euro).

 

Rückgang bei Anzahl Besitzer/innen und Pferde im Training, stabile Zahlen bei Aktiven


Die Anzahl der Besitzer/innen ist weiterhin leicht rückläufig (889 gegenüber 937 in 2021); auch ist demzufolge die durchschnittliche Anzahl der Pferde im Training (2.210) im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (2.289 in 2021). Stabil geblieben ist die Zahl der Berufsrennreiter/innen (55 gegenüber 56 in 2021) und der Amateurrennreiter/innen (61 gegenüber 58 in 2021) sowie die der Besitzertrainer/innen (156 gegenüber 158 in 2021), während die Zahl der Berufstrainer/innen auf 81 sank (89 in 2021).

 

Zuchtbereich rückläufig


Die Anzahl der Zuchtstuten ist weiter zurückgegangen. Wurden 2021 noch 1.290 Stuten im Gestütsbuch geführt, so waren im Jahr 2022 lediglich 1.250 Zuchtstuten registriert. Dementsprechend sind auch die Fohlengeburten auf 677 gesunken (723 in 2021). Die Anzahl der aktiven Züchter/innen reduzierte sich auf 450 (465 in 2021). Erfreulich ist, dass die Anzahl der Deckhengste gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist (42 gegenüber 43 in 2021).

 

„Obwohl wir in 2022 wieder mehr Rennpreise und Prämien als in den vergangenen zwei Jahren ausgeschüttet haben, haben wir erneut Besitzer/innen und Züchter/innen verloren. Wir müssen dieser Entwicklung, die sicherlich durch die Corona-Pandemie noch beschleunigt wurde, energisch entgegentreten. Ein wichtiges Signal in diesem Zusammenhang ist, dass mit Torquator Tasso ein Aushängeschild der deutschen Vollblutzucht im heimischen Gestüt Auenquelle aufgestellt wurde“, so Krüger weiter.

 

Ausblick 2023


Aktuell sind für dieses Jahr wiederum 130 Renntage geplant. Die voraussichtlichen Rennpreise, die an die Besitzer/innen ausgeschüttet werden sollen, belaufen sich auf 13,15 Millionen Euro. Allein das IDEE 154. Deutsche Derby wird mit 650.000 Euro, der 165. Henkel-Preis der Diana mit 500.000 Euro und der 153. Großer Preis von Baden mit 400.000 Euro dotiert sein.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2022

Deauville, 2. August

  • Hella Sauer – Toijk

Haßloch, 6. August

  • Christoph Masser – Heatherdown

Dresden, 7. August

  • Daniel Paulick – Manjaro
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Nastaria

Hoppegarten, 13. August

  • Frauke-Luise Hinck – Wildpfad
  • Marc Timpelan – Waldenser

Saarbrücken, 15. August

  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven
  • Matthias Schwinn – Jean Valjean

Halle, 19. August

  • Marc Timpelan – Waldenser

Düsseldorf, 21. August

  • Sebastian Wenz – Diamond Gold

Baden-Baden, 28. August

  • Frauke-Luise Hinck – Wildpfad

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2022

Hamburg, 1. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Anton von Marlow
  • Jutta Pohl – Gora Bere

Hamburg, 2. Juli

  • Sarah Jane Hellier – Landbaron

Magdeburg, 9. Juli

  • Daniel Paulick – Invincible Warrior und Sahrafina
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Köln, 10. Juli

  • Armin Weidler – Never In Doubt

Miesau, 15. Juli

  • Markus Waldemar Falk – Galiva
  • Martin Schu – Prince Percival

Bad Harzburg, 16. Juli

  • Pavel Bradik – Albany

Bad Harzburg, 17. Juli

  • Adel Massaad – Haylah und American Prince
  • Silke Brüggemann – Orthos
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Bad Harzburg, 21. Juli

  • Kamila Harms – Roxalagu

Bad Harzburg, 23. Juli

  • Selina Ehl – Achat
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Unwetter, Onkel Volli, Nastaria und Lady Catherine
  • Armin Weidler – Best of Heaven

Hoppegarten, 24. Juli

  • Christian Zschache – Wesenberg
  • Isabell Kreger – Vinnie's Wish

Bad Harzburg, 24. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Köln, 30. Juli

  • Laura Giesgen – Ding Dong

Sport-Welt-Geschichte über Frank Maurer

In der Sport-Welt vom 29. Dezember 2022 wird hinter die Kulissen vom Quartier von Besitzertrainer Frank Maurer geschaut. Der Artikel hier.

Rennpreiserhöhung für 2023 und neue Peitschenregelung

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. Dezember 2022

 

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e.V. in Hannover wurden das Rennprogramm 2023 und neue Regelungen in der Rennordnung verabschiedet. „Unsere Mitgliederversammlung hat gestern in einer ebenso konzentrierten wie konstruktiven Atmosphäre wegweisende Beschlüsse gefasst und den Rennsport in Deutschland trotz aller Krisen gut aufgestellt. Wir gehen mit einem nahezu ausgeglichenen Haushalt, mit deutlich höheren Rennpreisen und einem besser ausgestatteten Förderprogramm im Umfang von rund 2,2 Mio. Euro in das neue Jahr. Außerdem haben wir die Regelung zum Einsatz der Peitsche deutlich verschärft: Künftig sind nur noch drei statt bisher fünf Einsätze erlaubt, die Strafen bei Übertretung wurden deutlich erhöht. Am Ende unseres Jubiläumsjahres können wir resümieren: Das war ein gutes Jahr, trotz aller Schwierigkeiten, und wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp e.V.

 

Förderprogramm 2023 und Rennpreiserhöhungen


Im Rahmen der Mitgliederversammlung haben sich alle Beteiligten auf das Förderprogramm 2023 mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro geeinigt. Demnach wird der Spitzenrennsport mit 42 Grupperennen und 44 Listenrennen gestärkt und in diesem Zuge die Dotierung des Großen Preis von Baden auf 400.000 Euro verdoppelt sowie die Mindestdotierung aller Listenrennen auf 25.000 Euro erhöht. Mit Gesamtrennpreisen von 1,14 Millionen Euro stellen 19 Auktionsrennen weiterhin eine stabile und wichtige Säule mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten dar. Für die breite Basis sind Handicaps und Altersgewichtsrennen zahlenmäßig die wichtigste Kategorie. Hier wurde eine deutliche Verbesserung der Durchschnittsdotierungen der insgesamt 898 geplanten Rennen um 11,8 Prozent auf 7.004 Euro erreicht (Gesamtrennpreise von 6,29 Millionen Euro).

 

So werden zum Beispiel die Rennpreise bei Rennen für zweijährige und dreijährige sieglose Pferde an Premiumtagen auf 10.000 Euro erhöht; auch die Ausgleiche I und II werden im Rennpreisniveau deutlich angehoben (17.000 beziehungsweise 13.000 Euro; weitere Angaben siehe Anlage). Insgesamt ist geplant, in diesem Jahr rund 13,15 Millionen Euro an Rennpreisen auszuschütten (12,4 Millionen Euro in 2022).


Gerhard Schöningh, Vizepräsident und Vertreter der Rennvereine im Vorstand von Deutscher Galopp: „Ich bin froh, dass wir uns nach hartem Ringen mit unseren Besitzerkollegen auf dieses Förderprogramm verständigt haben. Unser Fokus ist die deutliche Verbesserung der Anreize unterhalb des Spitzensports, um gerade kleine und mittlere Besitzer zu motivieren und attraktiv besetzte Rennen zu garantieren. Die Rennvereine werden dazu erhebliche Mittel bereitstellen.“ Gregor Baum, Präsident der Besitzervereinigung: „Nach langen, aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der BGG und Deutscher Galopp konnten nun in fast allen Kategorien Mindestrennpreise festgelegt werden, die deutlich höher sind als in den vergangenen Jahren. In Zeiten erheblicher Mehrbelastungen ist die vereinbarte Erhöhung der Rennpreise insbesondere in den Maidenrennen, Handicaps und Listenrennen für alle Züchter und Besitzer ein wichtiges und notwendiges Signal.“

 

Neue Peitschenregelung und weitere Rennordnungsänderungen

 

Ab dem 1. Januar 2023 wird es in Deutschland eine neue Peitschenregelung geben – dies hat die Mitgliederversammlung am gestrigen Mittwoch beschlossen. Demnach darf die Peitsche im gesamten Rennen nur noch drei statt bisher fünf Mal eingesetzt werden. Verstöße werden in Zukunft noch konsequenter und härter geahndet. Des Weiteren wird es unter anderem eine GAG-Anhebung um 4 kg (bis 75 kg, danach bis 90 kg gestaffelt) sowie ein neues Mindest-GAG von 48 kg geben.

Rennpreiserhöhungen und wichtige Rennordnungsänderungen

Der Deutsche Galopp hat nach seiner Mitgliederversammlung am 7. Dezember auch eine kurze Übersicht der Rennpreiserhöhungen sowie der wichtigsten Rennordnungsänderungen veröffentlich: Hier klicken!

Bad Harzburg zur Rennbahn des Jahres 2022 gewählt

In der Goslarschen Zeitung vom 20. Dezember 2022 wird berichtet, dass eine Jury aus 14 Fachjournalisten und -journalistinnen im Rahmen eines Votings der Zeitschrift "Galopp Intern" die Bad Harzburger Rennbahn zur "Rennbahn des Jahres 2022" gewählt hat. Der komplette Artikel ist hier zu lesen.

Hoppegarten-Zukunft: "Klares Zeichen"

Quelle: GaloppOnline vom 29. Dezember 2022

 

„Quo vadis, Hoppegarten?“ Unter diesem Titel haben wir uns unter anderem im Mai 2022 in der Sport-Welt-Ausgabe Nummer 34 mit der Zukunft der Parkbahn beschäftigt. Damals schienen sich die Ereignisse in Hoppegarten zu überschlagen und es ging in politischen Diskussionen um nicht mehr und nicht weniger als den Fortbestand der Rennbahn. Hintergrund der Turbulenzen war eine offenbar strikte Ablehnung eines durch die Rennbahn Hoppegarten GmbH eingebrachten Vorschlags für einen Stiftungsvertrag durch die Gemeinde, über den schon seit Jahren diskutiert wurde.

 

Nun machte Rennbahn-Eigner Gerhard Schöningh gegenüber der „Märkischen Allgemeinen“ noch einmal deutlich, „dass sein Engagement für den Pferderennsport in Hoppegarten finanzielle Grenzen hat.“ Schöninghs Forderung seit längerer Zeit: Ein klares Bekenntnis von Land und Kommune, dass man am Erhalt der denkmalgeschützten Rennbahn interessiert sei. Nachdem über das Jahr gesehen verschiedene Treffen ergebnislos endeten, kann man nun zum Ende des Jahres offenbar einen Erfolg vermelden. Wie die „Märkische Allgemeine“ schreibt „hat sich die Situation erheblich entschärft.“ So machte das Land Mittel frei, um das kulturelle und baukulturelle Erbe zu fördern. „Jetzt wurde endlich auch der Abruf der Mittel bestätigt“, wird Gerhard Schöningh in der „Märkischen Allgemeinen“ zitiert. „Die Planungen bei uns laufen schon gut ein Jahr.“

 

Wie die Zeitung berichtet, belaufen sich die Mittel für die Sanierung der Rennbahn von Bund und Land auf 4,2 Millionen Euro, Rennbahn-Eigner Gerhard Schöningh beteiligt sich mit fünf Millionen Euro. Darüber hinaus erhält man vom Land in den Jahren 2023 und 2024 jeweils einen Betrag von 480.000 Euro. Gelder, die sowohl in die Sanierung als auch in den laufenden Betrieb gesteckt werden sollen. „Das stimmt mich positiv“, so Schöningh weiter. „Jedoch muss es auch eine Einigung mit der Kommune geben, da sonst die Zukunft der Rennbahn nicht gesichert ist. Ich bin froh über die beschlossenen Mittel, aber sie lösen nicht alle Probleme.“ Noch sind also nicht alle Hindernisse genommen, aber ein großer Schritt in die richtige Richtung scheint gemacht.

 

Auch Steffen Molks, Leiter der Arbeitsgruppe, die den Erhalt der Rennbahn sichern soll, zeigt sich mit den jüngsten Entwicklungen zufrieden, spricht gegenüber der „Märkischen Allgemeinen“ von einem „klaren Zeichen, dass die Rennbahn Bestand haben soll.“

Anna Schleusner-Fruhriep ist Hindernis-Champion 2022

In Honzrath war es am 30. September soweit: Der 12-jährige Wallach Wutzelmann gewann unter Pavel Slozil jun. das dortige traditionelle Jagdrennen und sorgte damit für den dritten Saisontreffer in Hindernisrennen in Deutschland für Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Damit steht fest, dass Anna Schleusner-Fruhriep das Championat 2022 im deutschen Hindernisgalopprennsport gewonnen hat, da keine weiteren Rennen in diesem Jahr ausgeschrieben sind.


Wutzelmann ging für Anna Schleusner-Fruhriep aus Marlow in Mecklenburg-Vorpommern in den insgesamt nur acht in Deutschland ausgetragenen Galopprennen über die Sprünge viermal an den Start. Dreimal passierte der Wallach als Sieger die Ziellinie. Das war in den beiden Seejagdrennen in Bad Harzburg sowie jetzt am 30. September beim Jagdrennen in Honzrath der Fall. Zudem wurde Wutzelmann in Quakenbrück in diesem Jahr in einem weiteren Seejagdrennen Zweiter.


Volker Schleusner, Vater von Anna Schleusner-Fruhriep und Besitzer von Wutzelmann, ist damit auch der erfolgreichste Besitzer in dieser Sparte des deutschen Galopprennsports. Neben Wutzelmann gingen für ihn auch noch Apollo von Marlow (Rang zwei in Bad Harzburg) und Orkan von Marlow (Rang sechs in Bad Harzburg), beide auch im Training bei Anna Schleusner-Fruhriep, über die Sprünge an den Start.

Große Trauer um Vorstandsmitglied Andreas Tiedtke

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 28. Dezember 2022

 

Der deutsche Galopprennsport trauert um Andreas Tiedtke. Das Vorstandsmitglied von Deutscher Galopp e.V. verstarb im Alter von nur 53 Jahren. Andreas Tiedtke war seit Mitte der 2000-er Jahre in verschiedenen verantwortungsvollen Aufgaben im Galopprennsport tätig. Er führte unter anderem vier Jahre lang die Geschäfte der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., war Geschäftsführer bei der Baden Racing GmbH und leitete von 2010 bis 2013 als geschäftsführendes Vorstandsmitglied das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. Seit 2014 war Andreas Tiedtke Präsident des Dortmunder Rennvereins e.V. und zudem Vize-Präsident der European Federation of Thoroughbred Breeders Association (EFTBA).

 

„Mit Andreas Tiedtke verlieren wir nicht nur ein sehr geschätztes Mitglied unseres Vorstands, sondern auch einen kompetenten Macher und einflussreichen Repräsentanten des deutschen Galopprennsports. Wir sind geschockt und tief betroffen“, so Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e.V.

Zum plötzlichen Tod von Andreas Tiedtke

Quelle: GaloppOnline vom 28. Dezember 2022

 

Eine schockierende Nachricht erreicht den deutschen Rennsport aus Dortmund: Andreas Tiedtke lebt nicht mehr. Der deutsche Rennsport trauert um einen seiner wichtigsten Funktionäre, der im Laufe der letzten Jahre viele wichtige Positionen im Turf bekleidet hatte. Der Präsident des Dortmunder Rennvereins, zugleich Vorstandsmitglied des Dachverbandes Deutscher Galopp, verstarb im Alter von nur 53 Jahren.

 

Der genaue Todeszeitpunkt ist unbekannt. Tiedtke war am Mittwochvormittag leblos in seiner Wohnung in Münster gefunden worden, nachdem man von Seiten des Dortmunder Rennvereins die örtliche Polizei verständigt hatte, weil Andreas Tiedtke zur Starterangabe des Silvesterrenntages am Mittwoch nicht im Büro erschienen und auch nicht erreichbar war.

 

Nachfolgend eine Presseinformation zum Tode von Andreas Tiedtke, einem der profundesten Kenner und einflussreichsten Funktionäre des hiesigen Rennsports:

 

„Mit tiefer Betroffenheit müssen wir Sie darüber informieren, dass unser Präsident Andreas Tiedtke völlig unerwartet verstorben ist. Die beiden Vizepräsidenten, der gesamte Vorstand und die Mitarbeiter des Dortmunder Rennvereins sind von dieser Nachricht tief erschüttert. Sie stellt einen gravierenden Einschnitt für den Verein dar.

 

Die Organisation des Renntags am 31.12.2022 ist sichergestellt. Nach reiflicher Überlegung ist der Vorstand zu dem Entschluss gelangt, dass der Silvester-Renntag im Sinne unseres verstorbenen Präsidenten stattfinden wird. Der Vorstand des Dortmunder Rennverein e.V.“

Besitzertrainer-Cup: Die Titelverteidigung ist gelungen

Das Finale im Besitzertrainer-Cup 2022 fand am Sonntag, 9. Oktober, in Leipzig statt. Am siebten und letzten Wertungsrenntag dieses Wettbewerbs gingen im Scheibenholz in den acht Rennen insgesamt neun aktive Besitzertrainer des Vereins mit 20 Pferden an den Start. Am Ende stand fest, dass Anna Schleusner-Fruhriep erneut den Titel wie 2019 und 2021 (2020 fiel der Besitzertrainer-Cup aus) gewonnen hat. Mit ihren fünf Pferden sammelte sie auf der Rennbahn Scheibenholz zu ihren bisherigen 38 Zählern weitere 18 Punkte, schraubte ihre Gesamtbilanz damit auf 56 Zähler und überholte den alten Spitzenreiter Christian Peterschmitt (44 Punkte) noch deutlich. Rang drei geht an Christoph Masser (27) vor Armin Weidler (24).


Anna Schleusner-Fruhriep machte letztlich durch den Sieg von Wirbelsturm alles klar. Zu den zehn Punkten für diesen Treffer kamen weitere acht Zähler durch fünfte Plätze von König Amor, Summerwind, Lady Catherine und Unwetter. Bis auf Rang fünf schaffte Marc Timpelan noch den Sprung. Nach neun Punkten bei den bisherigen Wertungsrenntagen sicherten ihm in Leipzig Torqueville (8) und Lovano (4) mit insgesamt 21 Zählern diese Position in der Endwertung.


Dahinter platzierte sich überraschend Vivien Müller. Zwei Starterinnen, zwei Siegerinnen mit Olympea und L’Aida führten zur optimalen Ausbeute von 20 Punkten. Rang sieben sicherte sich am Finaltag in Leipzig Daniel Paulick, der mit Iliano gewann und nach diesen zehn Zählern mit Sahrafina (4), Marabella (2) sowie Te Quiero (1) auf 17 Punkte kam. Die zehn Prämienränge im Besitzertrainer-Cup 2022 komplettieren Oliver Rudolph (12) sowie Pavel Bradik und Torsten Reineke (je 10).


Die Prämien auf den ersten vier Plätzen betragen 1.000,00 €, 500,00 €, 300,00 € und 200,00 €. Zudem werden die Ränge fünf bis zehn mit je 100,00 € bedacht.

 

Der komplette Endstand des Besitzertrainer-Cups 2022

Keine Sanierung der Dortmunder Sandbahn in Sicht

Quelle: GaloppOnline vom 1. September 2022

 

Eine neue Sandbahn in Dortmund liegt aktuell wieder in weiter Ferne. Auf entsprechende Nachfrage von Trainerin Erika Mäder bei der Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung in Iffezheim hat Dortmund Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke gesagt: „Wir werden mit der Bahn in dieser Form leben müssen.“ 2,7 Millionen Euro an notwendigem Investitionsvolumen seien aktuell nicht in Sicht. „Kein Winterrenntag wirft momentan Deckungsbeitrag ab“, so Tiedtke.

 

Ob die PMU, die die Dortmunder Winterrenntage in ihrem Programm hat, mögliche Investitionen unterstützen könne, wurde ebenfalls verneint. Die PMU investiere außerhalb Frankreichs in einer derartigen Form nicht. Der Neubau einer Sandbahn nach Vorbild von Mons, Chantilly oder Deauville war immer mal wieder Diskussionspunkt, auch für Sandbahnrennen abends in den Sommermonaten, es scheint als sei der Zug dafür zunächst einmal abgefahren.

Antonia von der Recke ist FEGENTRI-Vize-Weltmeisterin

Ouelle: GaloppOnline vom 11. Dezember 2022

 

Die Ausgangslage hätte am Sonntag, 11. Dezember, auf der Rennbahn Champ de Mars auf der Insel Mauritius vor dem Finallauf der FEGENTRI World Championship for Lady Riders nicht spannender sein können, denn sowohl die deutsche Vertreterin Antonia von der Recke, als auch ihre Schweizer Widersacherin Jenny Langhard hatten vor dem letzten Lauf, in dem es nur fünf Starter gab, 80 Punkte auf dem Konto. Es war also ganz einfach. Diejenige der Beiden, die vor der Konkurrentin ins Ziel kam, war Weltmeisterin. Antonia von der Recke saß in dem als Handicap ausgeschriebenen 1.600 Meter-Rennen auf dem achtjährigen Wallach Bonjour Baby, während Jenny Langhard mit dem ein Jahr jüngeren The Right Stuff ins Rennen ging. Am Toto stand der Ritt der Deutschen mit einer Eventualquote von 4,30:1 kürzer als jener der Schweizerin, die auf einem zuvor bei 28 Starts noch sieglosen 10:1-Außenseiter saß.

 

Unterwegs hatte Antonia von der Recke mit ihrem Pferd an dritter Stelle eine gute Position, doch als es in die entscheidende Phase ging unternahm Jenny Langhard mit The Right Stuff einen Vorstoß und ging an die Spitze, während Bonjour Baby nichts mehr zu verkaufen hatte. Jenny Langhard gewann mit The Right Stuff schließlich und sicherte sich den Weltmeister-Titel, während Bonjour Baby stark nachließ und Letzter wurde. Als Vize-Weltmeisterin kann man der deutschen Championesse bei ihrer ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb aber ebenfalls eine ausgezeichnete Performance attestieren, auch wenn es für die 22-Jährige zur Krönung am Ende nicht ganz gereicht hat. Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte die Norwegerin Emilie Finckenhagen.

Vorstand des Kölner-Rennvereins wiedergewählt

Quelle: GaloppOnline vom 9. Dezember 2022

 

Der Kölner Renn-Verein hat sich am Donnerstag, 8. Dezember, zur Mitgliederversammlung getroffen. Dabei wurde der amtierende Vorstand bestätigt und ohne Gegenstimmen für eine weitere Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt. Im Beirat gab es Änderungen, da zwei bisherige Mitglieder auf eigenen Wunsch nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung standen. Nachfolgend finden sie die dazugehörige Pressemitteilung des Kölner Rennvereins, die wir ungekürzt wiedergeben:

 

"Der Kölner Renn-Verein hat am Abend des 8. Dezember ca. 60 Mitglieder zur jährlichen Mitgliederversammlung ins Restaurant Hippodrom auf der Kölner Rennbahn begrüßen dürfen. Auf der Tagesordnung standen neben einem Rückblick auf das Renn- und Jubiläumsjahr 2022 auch zwei Wahlen. In einer insgesamt sehr harmonischen Sitzung wurde zunächst der seit 2010 in dieser Konstellation amtierende Vorstand um Präsident Eckhard Sauren, Vizepräsident Ferdinand-Alexander Leisten, Michael Andree und Dr. Cornel Soltek für eine weitere Amtszeit von 3 Jahren ohne Gegenstimme wiedergewählt. Dazu Eckhard Sauren kurz nach der Wiederwahl „Im Namen meiner Vorstandskollegen bedanke ich mich herzlich bei den Mitgliedern, die mit ihrem eindeutigen Votum uns für eine weitere Amtszeit zu bestätigen, großes Vertrauen zum Ausdruck gebracht haben. Für mich persönlich und meine Kollegen ist es eine ehrenvolle Aufgabe den Kölner Renn- Verein in den kommenden Jahren fit für die Zukunft zu machen und wir nehmen es als Ansporn die Themen anzupacken, die auf den Verein zukommen.“

 

Nachdem der Vorstand die Wahl angenommen hatte, wurde eine weitere Entscheidung per Blockwahl über die Neubesetzung des Beirats getroffen. Zunächst jedoch bedankte man sich bei zwei langjährigen und verdienten Mitgliedern dieses Gremiums. Dr. Günter Paul und Rolf Leisten hatten im Vorfeld der Mitgliederversammlung die Verantwortlichen darüber informiert, dass sie auf eigenen Wunsch nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen. Auf Vorschlag des Vorstands wurden dafür insgesamt 4 neue Mitglieder in den Beirat aufgenommen: Frau Sandra Paul, Herr Ralf Berger, Philip Baron von Ullmann und Herr Janis Schmidt komplettieren nun das 10-köpfige Gremium, welches dem  Vorstand und der Geschäftsführung beratend zur Seite steht. Die weiteren Beiratsmitglieder sind: Gebhard Apelt, Uwe Borges, Rolf Harzheim, Michael Madaus, Manfred Ostermann, und Achim Weyrauch.

 

Dazu Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Verein: „Die Erweiterung und punktuelle Neubesetzung geben dem Gremium neue Impulse aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die für die Zukunft des Kölner Renn-Verein von großer Bedeutung sind. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Beirat, aber bin Herrn Dr. Paul und Herrn Leisten ebenfalls sehr dankbar für die langjährige Unterstützung.“

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden Saisonhighlights gezeigt und richtungsweisende Themen vorgestellt. Mit einem gemeinsamen Abendessen endete der offizielle Teil. Der Kölner Renn-Verein startet am Ostermontag 10. April 2023 mit dem FC- RENNTAG in die neue Saison und plant 11 Renntage durchzuführen."

Sonderseite 200 Jahre Galopprennen in Deutschland

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. April 2022

 

Der Galopprennsport ist die älteste organisierte Sportart in Deutschland und feiert in diesem Jahr sein 200. Jubiläum. Denn vor 200 Jahren, am 10. August 1822, fanden in Doberan an der Ostsee die ersten Galopprennen mit Vollblütern statt. Ziel der Rennen war die Zuchtverbesserung der Rasse „Englisches Vollblut“. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn auch 200 Jahre später hat der Dachverband Deutscher Galopp e.V. als oberstes Ziel festgeschrieben: Zuchtauswahl und Zuchtverbesserung durch Leistungsprüfungen - so wie es der staatliche Auftrag des Tierzuchtgesetzes vorsieht und wie es die Rennen in Doberan vormachten.

 

Deutscher Galopp hat zu 200 Jahre Galopprennsport in Deutschland eine Sonderseite platziert: https://www.deutscher-galopp.de/gr/200-jahre/index.php

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2022

Hoppegarten, 5. Juni

  • Jutta Pohl – La Montespan
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Mäuseschwänzchen

Saarbrücken, 5. Juni

  • Selina Ehl – Achat
  • Christoph Schwab – Dyllan

Hannover, 6. Juni

  • Jutta Pohl – Gora Bere
  • Aleksej Luft – Colorado Sun
  • Daniel Paulick – Invincible Warrior

Köln, 6. Juni

  • Martina Grünewald – Kadjar

Düsseldorf, 12. Juni

  • Jördis-Ina Meinecke – Dark Forrest

Köln, 16. Juni

  • Armin Weidler – Best of Heaven

Dortmund, 19. Juni

  • Claudia Römer – Lady Charlotte

Düsseldorf, 25. Juni

  • Petra Sauter – Kanonier
  • Sebastian Wenz – Diamond Gold

Hamburg, 26. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Mäuseschwänzchen
  • Torsten Reineke – Senato

Hamburg, 29. Juni

  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2022

Leipzig, 1. Mai

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Nastaria und Onkel Volli

Chantilly, 6. Mai

  • Hella Sauer – Trentino

Nancy, 15. Mai

  • Christian Peterschmitt – Jazzmen und Silver Magic

Hoppegarten, 15. Mai

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Onkel Volli
  • Vivien Müller – Olympea

Krefeld, 15. Mai

  • Isabell Kreger – Ocean Air

Köln, 22. Mai

  • Marc Timpelan – Soldat

Magdeburg, 26. Mai

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Unwetter

Dortmund, 26. Mai

  • Torsten Reineke – Senato

Baden-Baden, 26. Mai

  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb

Baden-Baden, 28. Mai

  • Christian Peterschmitt – Morning Love

Dresdener Rennverein: Albrecht Felgner ab Januar neuer Präsident

Quelle: Turf-Times vom 25. November 2022

 

Auf seiner Mitgliederversammlung wählten die 49 Anwesenden einen neuen Vorstand. Als neue Mitglieder wurden gewählt Albrecht Felgner, Ronny Eckelmann und der Namensvetter des derzeitigen Präsidenten, Herr Michael Becker. Wiedergewählt wurden Dr. Jörg Düsterhöft, Mirko Tillack, Thomas Jackowiak und Michael Becker, derzeitiger Präsident. Der so gewählte Vorstand hat satzungsgemäß die einzelnen Vorstandsämter besetzt: Mit Jahresbeginn ist nunmehr Albrecht Felgner, 40, Präsident, Mirko Tillack und Thomas Jackowiak wurden Vizepräsidenten und Michael Becker wurde neuer Schatzmeister.


Albrecht Felgner ist Geschäftsführer des Dresdner Familienunternehmens Felgner Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG. Er sagte in seiner Antrittsrede: „Ich danke den Mitgliedern für ihr Vertrauen und bin mir der Verantwortung bewusst, die ich nun an der Spitze dieses Traditions-Vereins trage. Ich werde ihn im Sinne meines Vorgängers Michael Becker führen und freue mich, dass er mir in der kommenden Legislatur-Periode im Vorstand zur Seite steht.“

Endres beim Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins weiter an der Spitze

Quelle: Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins vom 17. November 2022

 

Dass Beständigkeit und Wandel Hand in Hand gehen können, zeigte sich wunderbar bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins von 1844 e.V. mit Wahlen des Vorstands und des Verwaltungsrates. Der älteste Sportverein Düsseldorfs und älteste bestehende Rennverein Deutschlands hat seine Gremien verjüngt ohne langjährige Erfahrung zu verlieren. Peter Michael Endres wurde erneut durch die Mitglieder zum Präsidenten des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins von 1844 e.V. gewählt. Damit tritt er seine 9. Amtszeit an und wird im Jahr 2023 sein 25-jähriges präsidiales Jubiläum feiern. Im Amt bestätigt wurde Vize-Präsident Klaus Allofs. Als weiterer Vize-Präsident verstärkt nach dem Rücktritt von Albrecht Woeste im vergangenen Jahr Dr. Alexander Bethke-Jaenicke das Präsidium. Der 49-jährige Unternehmensberater ist seit 2021 Mitglied des Vorstands.

 

Im Vorstandsamt bestätigt wurden Dr. Gregor Bender, Norbert J. Böhm und Christoph Holschbach. Ergänzt wird der Vorstand ab sofort von Jacqueline Leve. Die 24-jährige Master-Studentin im Fachbereich Marketing ist familiär stark im Rennsport verwurzelt und vertritt regelmäßig das Gestüt Ittlingen, das sich im Besitz ihrer Mutter Janet Ostermann und ihrem Onkel Manfred Ostermann befindet. Sie war bereits als Vorstandsmitglied der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und beim Hamburger Renn-Club im Jungen Vorstand tätig. Nach ihrem Umzug nach Düsseldorf freut sie sich nun, sich in ihrer Wahl-Heimat für den Galopprennsport zu engagieren: „Ich bin sehr gespannt darauf, meine Ideen in den Vorstand des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins einbringen zu können. Der Verein hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet und befindet sich auf einem Weg des Wachstums, dem ich gerne noch mehr Rückenwind geben möchte.“

 

Albrecht Woeste wurde durch die Mitglieder in den Verwaltungsrat des Vereins gewählt und wird dort als Vorsitzender des Verwaltungsrates weiterhin die Geschicke des Vereins überwachen und den Vorstand beraten. Im Verwaltungsrat bestätigt wurden Dr. Lutz Aengevelt, Dr. Karl Hans Arnold, Leopold Freiherr von Diergardt, Dr. Wilhelm Droste, Stefan Hahne, Olaf Lehne, Hans Schwarz und Dr. Peter Walz. In der Sitzung wurden zudem acht Neu-Mitglieder vorgestellt und drei 25-jährige Vereinsjubiläen gefeiert, u.a. von Baron Georg von Ullmann.

Endgültig: 97 Nennungen für das Deutsche Derby 2023

Quelle: GaloppOnline vom 15. November 2022

 

Am Dienstag, 15. November, war der finale Nennungstermin für das IDEE 154. Deutsche Derby am 2. Juli 2023 in Hamburg. Es ist bei 97 Nennungen für das Rennen um das begehrte Blaue Band geblieben, man hat die angepeilten 100 Nennungen in den zwei Wochen, in denen das Rennen noch offen war, nicht mehr erreicht.

 

Ab sofort kommt man nur noch per Nachnennung in der Woche vor dem Derby ins Rennen, was 65.000 Euro kosten würde, 10 Prozent des Gesamtrennpreises. Die erste Nennung kostete nun jeden Besitzer der 97 startberechtigten Pferde 500 Euro. Danach anstehende Streichungstermine für das Derby sind: Montag, 19. Dezember 2022, Montag, 13. Februar 2023, Dienstag, 11. April 2023 und Montag, 26. Juni 2023. Die Vorstarterangabe erfolgt am Dienstag, 27. Juni 2023 (12 Uhr, online bis 9.30 Uhr), die Starterangabe ist am Mittwoch, 28. Juni 2023 (9 Uhr).

Braunschweigische Landessparkasse bleibt wichtigster Partner

Quelle: Pressemitteilung des Harzburger Rennvereins vom 8. November 2022

 

Die Braunschweigische Landessparkasse bleibt für weitere drei Jahre der wichtigste Partner des Harzburger Rennvereins. Im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung des Vereins wurde der Vertrag über die Zusammenarbeit für weitere drei Jahre unterzeichnet, er umfasst jetzt die Jahre 2023 bis 2025. Der finanzielle Umfang des Vertrages wurde leicht angehoben. “Wir freuen uns, einen so engagierten Partner wie die Braunschweigische Landessparkasse weiter im Boot zu haben”, erklärte Stephan Ahrens, seit 2012 Präsident des Harzburger Rennvereins.

 

Der Rennverein, der mit 532 Mitgliedern stärkste in ganz Deutschland, hat nach einer erfolgreichen Rennwoche 2022 die Termine für 2023 bereits festgelegt. Galoppiert wird auf der Rennbahn am “Weißen Stein” wieder an fünf Tagen, von Samstag, 22. Juli, bis Sonntag, 30. Juli. Geplant sind wieder zahlreiche Aktionen wie etwa After Race-Parties, zudem soll die Partnerschaft mit dem Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig ausgebaut werden.

Dominik Moser übernimmt zum 1. Januar 2023 das Gestüt Trona

Quelle: GaloppOnline vom 25. Oktober 2022

 

Der Leiter des Galopptrainingszentrums Hannover, Dominik Moser, beendet seine Tätigkeit als Galopp-Trainer zum Ende des Jahres 2022. Dominik Moser wird sich zukünftig dem Familienbetrieb Gestüt Trona widmen, das als Pensionsgestüt für Vollblüter und Rekonvaleszenten neu ausgerichtet wird.

 

Dominik Moser war seit 2015 als verantwortlicher Trainer für das Trainingzentrum Hannover auf der Neuen Bult tätig und trainierte dort zuletzt 25 Vollblüter. Sein Name wird immer mit den vielfachen Gruppe-Siegern und Champion-Sprintern Waldpfad sowie Namos eng verbunden bleiben. Gregor Baum: „Ich unterstütze und respektiere die Entscheidung von Herrn Moser und danke ihm für die siebenjährige erfolgreiche Zusammenarbeit auf der Neuen Bult.“ Dominik Moser: „Ich bedanke mich bei Familie Baum für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und werde die schönen gemeinsamen Erfolge in bester Erinnerung halten.“

 

In einer Presseinformation zum Ende der Trainerkarriere heißt es weiter: "Die hervorragenden Trainingsbedingungen auf der Neuen Bult und die modernen Fazilitäten des Galopptrainingszentrum Hannover mit Stallungen mit Außenfenstern, zwei Führanlagen, eine 250 m lange überdachte Trainingsbahn sowie 15 Graspaddocks stehen zukünftig interessierten Trainern zur Verfügung." Neben Dominik Moser sind aktuell drei weitere Trainingsbetriebe mit circa 80 Pferden am Standort Langenhagen ansässig.

Alicia Baum neue Präsidentin der Jungen Besitzervereinigung

Quelle: GaloppOnline vom 24. Oktober 2022

 

Am vergangenen Sonntag fand in Hannover die Mitgliederversammlung der Jungen Besitzervereinigung statt. Zu den turnusgemäßen Vorstandswahlen kandidierte die bisherige Präsidentin, Jacqueline Leve, nicht erneut für den Vorsitz des 60 Mitglieder starken Jugendverbandes. Das Votum der Mitglieder fiel auf Alicia Baum. "Wir wollen jetzt so schnell wie möglich aus dem Corona-Winterschlaf heraus und die Aktivitäten der Jungen BV steigern", erklärte Baum nach ihrer Wahl. Als die wichtigsten Ziele zählte sie unter anderem die Steigerung der Mitgliederzahl, die Weiterentwicklung des eigenen Rennstalles sowie die Umsetzung bereits entwickelter Ideen, um die Aufmerksamkeit innerhalb und außerhalb des Turfs auf den Verein zu richten.

 

Ferner vervollständigen den Vorstand: Daniel Riecke (Vizepräsident, Magdeburg), Alexandru Turkonje (Schatzmeister, Hamburg), Jacqueline Leve (Düsseldorf), Stephanie Storp (Beelen) und David Baum (Hamburg).

 

Auf eine Kuriosität wies Renntagsmoderator Thorsten Castle beim Interview im Führring hin. Da die Satzung der Jungen Besitzervereinigung nur das Amt des "Präsidenten" kennt, sprach er die Neugewählte mit "Frau Präsident" an. Diese kündigte an, dass der neue Vorstand einen kritischen Blick auf die junge, dennoch nicht moderne Satzung werfen wird. „Aber auch ohne durch Satzung vorgeschriebene Gleichstellung der Geschlechter steht zum dritten Mal in Folge eine Frau an der Spitze der Jungen BV. Waren die Männer im letzten Vorstand gar in der Minderzahl, herrscht nun wieder Parität“, heißt es von Seiten der Jungen BV.

 

„Unser sechster Vereinsgeburtstag hätte gestern gar nicht besser laufen können. Mit neuem Schwung aus der Mitgliederversammlung heraus erreichte unsere Stute Goldana in der Alson-Trophy ihren ersten Listensieg. Der neue Vorstand liefert", zog Alicia Baum augenzwinkernd Resümee.

„Mit PS durch das Jubiläumsjahr“ - René Piechulek im Interview

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 28. September 2022

 

Im Blog „Mit PS durch das Jubiläumsjahr" – erzählt Peter Scheid aus 200 Jahren deutscher Galopprennsport. Auf der Webseite von Deutscher Galopp hat der ehemalige Chefredakteur der Sport-Welt in Form von Interviews und Geschichten mit und über Zeitzeugen, unvergessene Rennen, Momente und Kuriositäten des deutschen Rennsports in regelmäßigen Abständen berichtet.

 

In der 15. Folge und letzten Folge gab es ein Interview mit René Piechulek: „Vom fünften Rad am Wagen zum Arc-Siegreiter“. Hier klicken: https://www.deutscher-galopp.de/gr/blog/peter-scheid-blog/index.php

Knapp 800.000 Wettumsatz in Iffezheim

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 17. Oktober 2022

 

9.450 Zuschauer, ein Wettumsatz von knapp 800.000 Euro und eine imponierende neue Winterkönigin – das Sales & Racing Festival, das am Sonntag, 16. Oktober, auf der Galopprennbahn Baden-Baden-Iffezheim zu Ende ging, war der große Herbstabschluss auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim unter der Regie von Baden Galopp. 547.000 Euro wurden an Rennpreisen ausgeschüttet, zwei Grupperennen begeisterten das Publikum. 2.900 Besucher kamen am Freitag bei wechselhafter Witterung und 6.550 Zuschauer am großen Finaltag, der bei besten äußeren Bedingungen über die Bühne ging, nach Iffezheim. Das Hauptereignis wurde zu einer Gala-Vorstellung der aktuell besten zweijährigen Stute in Deutschland: Quantanamera, im Besitz des in der Schorfheide ansässigen Jürgen Sartori, eines investitionsfreudigen Ex-Sanitär-Unternehmers aus Zehdenick, dominierte im erstmals von der BBAG gesponserten Preis der Winterkönigin in einer Art und Weise, wie man es selten zuvor erlebt hat.

 

Quantanamera ein Ausnahmepferd?

 

Auf achteinhalb Längen entfernte sich die Top-Favoritin in dieser Gruppe III-Prüfung über 1.600 Meter von der Konkurrenz. Ihr Jockey Martin Seidl konnte sich früh angenehm zurücklehnen, seine Stute war einsam voraus. Trainer Andreas Suborics in einem ersten Kommentar: „Vor zwei Wochen habe ich zu meiner Frau gesagt, ich glaube, wir haben ein Ausnahmepferd im Stall.“ Recht sollte er behalten, denn der 200.000 Euro-Kauf Quantanamera von der BBAG-Jährlingsauktion 2021 gibt zu höchsten Hoffnungen Anlass. „Der Prix de Diane könnte im nächsten Jahr das große Ziel sein“, verriet Suborics.

 

Well Disposed und Vintage Moon weitere bedeutende Gewinner

 

Innerhalb der 17 Rennen, die am Freitag und Sonntag insgesamt in Iffezheim ausgetragen wurden, war auch die The Länd Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.400 m) ein besonderes Highlight. Der Köln-Heumarer Trainer Markus Klug durfte sich über einen Doppelerfolg durch Gestüt Röttgens Well Disposed (Andrasch Starke) und Lavello aus dem Gestüt Ittlingen freuen.

 

Mit 200.000 Euro Preisgeld war das Ferdinand Leisten-Memorial am Eröffnungstag nicht nur das wertvollste Rennen des Sales & Racing Festivals, sondern auch das herausragende BBAG Auktionsrennen des Jahres. Hier gab es durch Gestüt Auenquelles Vintage Moon mit Wladimir Panov einen weiteren Favoritensieg und Top-Treffer für Trainer Marcel Weiß, der schon Torquator Tasso auf seinen letztjährigen Arc-Sieg und Platz drei in diesem Jahr im bedeutendsten Rennen der Welt vorbereitet hatte.

 

Quantanameras Eigner Jürgen Sartori war mit zwei Siegen auch der erfolgreichste Besitzer des Meetings, während bei den Trainern Waldemar Hickst, Peter Schiergen und Pavel Vovcenko je zwei Treffer landeten. Michal Abik, Wladimir Panov, Andrasch Starke und Adrie de Vries konnten bei den Jockeys doppelt punkten.

 

Umsatz-Ziel nahezu erreicht

 

Mit 787.258,35 Euro wurde beim Gesamt-Wettumsatz das Ziel von 800.000 Euro nahezu erreicht. Insgesamt 15 Nichtstarter, ein Rückzahler am Sonntag und teilweise kleine Starterfelder verhinderten eine noch bessere Bilanz. Die 511.833,84 Euro am Final-Sonntag bedeuteten aber dennoch ein Top-Ergebnis.

 

Mit rund 44.000 Euro Umsatz blieb die erstmals in Iffezheim ausgespielte „7 gewinnt!“-Wette auch am zweiten Spieltag unter den erhofften Zahlen, wurde aber erneut nicht getroffen.

 

Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp, in einer ersten Bilanz zum Sales & Racing Festival: „Wir sind insgesamt sehr zufrieden, insbesondere am Sonntag waren Besuch und Stimmung auf der Bahn großartig. Wir haben eine überwältigende Winterkönigin gesehen und auch in den anderen Rennen wurde sehr guter Sport geboten. Wir bedanken uns bei allen Besuchern und unseren Partner, allen voran natürlich bei der BBAG. Der Wettumsatz hätte ein wenig besser sein können, aber wir leben in schwierigen Zeiten, das sollten wir nicht vergessen.“

 

Saisonfinale mit dem Winterzauber-Renntag am 3. Dezember

 

Erstmals ist in diesem Jahr nach dem Sales & Racing Festival noch nicht Schluss, denn Baden Galopp bietet am Samstag, 3. Dezember, noch einen Winterzauber-Renntag. In vorweihnachtlicher Atmosphäre freuen sich alle auf noch einmal sieben interessante Rennen.

Torquator Tasso wird Deckhengst im Gestüt Auenquelle

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Oktober 2022

 

Torquator Tasso, gewinnreichster Galopper aller Zeiten, hat seine Rennkarriere beendet. Nach einem hervorragenden dritten Platz im 101. Prix de l‘ Arc de Triomphe am vergangenen Sonntag, 2. Oktober, in Paris-Longchamp wird der bislang von Marcel Weiß in Mülheim an der Ruhr trainierte fünfjährige Hengst nun eine Box als Deckhengst auf dem Gestüt Auenquelle in Rödinghausen beziehen.


Bei insgesamt 16 Starts siegte der Adlerflug-Sohn sechs Mal und war sieben Mal platziert. Mit seinem sensationellen Sieg im 100. Qatar Prix de l'Arc de Triomphe trug sich Torquator Tasso 2021 in die Geschichtsbücher ein, als er als erst drittes, in Deutschland trainiertes Pferd das bedeutendste Galopprennen der Welt gewann. Seine überragenden Leistungen brachten dem von Paul H. Vandeberg gezogenen und im Besitz des Gestüts Auenquelle stehenden Torquator Tasso eine Gewinnsumme von über 4,2 Millionen Euro ein – so viel hat vor ihm noch kein deutscher Vollblüter eingaloppiert.

Gehm-Erfolg in Honzrath beim unterstützten Rennen

Am Jubiläumsrenntag des Reit- und Rennvereins Honzrath am Freitag, 30. September, unterstützte der Verein Deutscher Besitzertrainer finanziell das abschließenden 7. Rennen. Der leichte Sieger war der 5-jährige Wallach Fidelius von Public-Trainerin Petra Gehm, die gleichzeitig auch Besitzerin ist. Fidelius gewann unter Robin Weber, der damit seinen vierten Tagestreffer feierte, leicht. Auf den Plätzen in diesem Ausgleich IV über 1.950 Meter folgten Elegant Fighter (Jürgen Hartmann/Selina Ehl) und Nero de Avolo (Frank Fuhrmann/Janina Boysen) vor den Besitzertrainer-Pferden Ossiline (Fabienne Gratz/Sonja Daroszewski), Wirbelsturm (Anna Schleusner-Fruhriep/Ronny Bonk), Rivers Lad (Barbara Sofsky-Prappacher/Nina Wagner) und Lovanto (Ulrich Müller/Anna van den Troost).

Torquator Tasso wird starker Dritter im Arc

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 2. Oktober 2022


Spannender hätte der diesjährige Prix de l’Arc de Triomphe in Paris-Longchamp am Sonntag, 2. Oktober, nicht sein können: Der deutsche Torquator Tasso, gesteuert von Weltklassejockey Lanfranco Dettori, kämpfte sich mit einer tollen Speedleistung vor 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauern bis in die Spitzengruppe. Er konnte lediglich die Favoritin Alpinista (Jockey Luke Morris) aus Großbritannien sowie den Aga Khan-Hengst Vadeni (Jockey Christophe Soumillon) nicht abfangen und kam als Dritter im vollbesetzten 20er-Feld über 2.400 Meter im Ziel ein.


Mit der von Sir Mark Prescott für Kirsten Rausing trainierte Alpinista hat die 101. Ausgabe des Qatar Prix de l’Arc de Triomphe, eine würdige Siegerin gefunden. Die seit vergangenem Jahr ungeschlagene Schimmelstute, kann nun bereits sechs Erfolge in Rennen auf höchster Ebene, Gruppe 1, verbuchen. Grund zur Freude gibt es für das Team vom deutschen Torquator Tasso dennoch allemal. Durch seinen dritten Platz in dem mit fünf Millionen Euro dotierten Rennen schlägt der Hengst aus dem Besitz des Gestüts Auenquelle ein neues Kapitel in der 200-jährigen Geschichte des deutschen Galopprennsports auf. Durch diese Platzierung steigert der fünfjährige Torquator Tasso aus der Zucht von Paul H. Vandeberg seine Gewinnsumme auf rund 4,2 Million Euro und wird somit zum gewinnreichsten deutschen Galopper aller Zeiten.


Im strömenden Regen nahm Trainer Marcel Weiß seinen Schützling in Empfang, der ab der kommenden Saison seinen Rennstall in Mülheim an der Ruhr verlassen wird, um als Deckhengst seine zweite Karriere zu starten. Stall Salzburgs Mendocino und Gestüt Schlenderhans Mare Australis belegten Platz zwölf und fünfzehn.

Nachwuchsreiter Leon Wolff wechselt in den Grewe-Stall

Quelle: GaloppOnline vom 2. Oktober 2022

 

Der Rennstall Grewe hat einen neuen Jockey: Leon Wolff (18) wird die letzten Monate seiner Ausbildung am Kölner Quartier fortsetzen. Das hat Henk Grewe am Sonntagabend mitgeteilt. „Ab Dienstag wird er von Köln aus auf Siegesjagd gehen.“ Die Ausbildung des in Köln lebenden Rennreiters endet im Juli 2023. Leon Wolff, die Nummer drei der deutschen Jockey-Statistik, hat in 2022 aktuell 49 Rennen gewonnen, nur Bauyrzhan Murzabayev (79 Siege) und Andrasch Starke (56) waren in diesem Jahr erfolgreicher.

 

„Ich freue mich sehr, den aktuell talentiertesten deutschen Reiter an unserem Stall zu begrüßen”, freut sich Henk Grewe nach der Unterschrift des Ausbildungsvertrages. „Es ist eine große Chance für mich. Mein Ziel ist es, mich langfristig an einem großen Stall durchzusetzen. Ich weiß, dass ich noch viel lernen kann und da wird Henk mit seiner Erfahrung mir sehr helfen. Ich bedanke mich beim Rennstall Blume für die hocherfolgreiche Zeit und die Bereitschaft, mir diesen Schritt zu ermöglichen”, so Leon Wolff. „Mein Dank geht insbesondere an Alida und Herrn Blume, danke!”

 

Leon Wolff muss mit diesem Schritt nach der Rennordnung (382) trotz der noch laufenden Ausbildung auf seine Gewichtserlaubnis von zwei Kilo ab sofort verzichten, wie es in einer Info des Stalles heißt. „Trotzdem ist das der richtige Schritt, ich habe über 50 Rennen gewonnen und muss mich in Kürze ohnehin mit den Jockeys ohne Erlaubnis messen, nun starte ich schon jetzt mit dieser Herausforderung”, sagt er. „Ich traue Leon diesen Schritt schon jetzt zu, er ist motiviert, jeden Tag zu lernen und wird bei uns viele Chancen bekommen, und wir haben gemeinsam das Ziel, dass Leon in 2024 unser Stalljockey werden kann”, so Henk Grewe abschließend.

 

Nr. 382 der Rennordnung: „Um fehlende reiterliche Erfahrung auszugleichen, können Reiter in allen Flach-Altersgewichtsrennen (ausgenommen in Amateur- und Nachwuchsrennen) mit einer Dotierung von höchstens 10.000 Euro sowie in allen Ausgleichen und in allen Hindernisrennen eine Gewichtserlaubnis in Anspruch nehmen. Die Gewichtserlaubnis beträgt bis zum 30. Sieg 3 kg, danach bis zum 40. Sieg 2 kg, danach bis zum 50. Sieg 1 kg.“ Speziell für Azubis wird die Regelung erweitert: „Auszubildende gem. Berufsbildungsgesetz können in den gleichen Rennen zusätzlich 2 kg Gewichtserlaubnis in Anspruch nehmen, jedoch nur in der ursprünglich vorgesehenen Ausbildungszeit und bei nicht mehr als einem Wechsel in der Ausbildungsstätte. Diese 2 kg Gewichtserlaubnis kann auch nach der Abschlussprüfung und Beendigung der Ausbildung bis zum 50. Sieg in Anspruch genommen werden, jedoch nur für Pferde des Ausbilders bzw. Ausbildungsbetriebes und wenn der Reiter dort ununterbrochen weiter beschäftigt ist.“

 

Da Leon Wolff von Peter Schiergen zu Hans-Albert Blume gewechselt ist und nun zu Henk Grewe, entsprechend den zweiten Ausbilderwechsel absolviert, entfällt seine Erlaubnis.

Volz-Degel, Baum und Baumgarten im Vorstand von Deutscher Galopp

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. September 2022

 

Deutscher Galopp hat ab sofort drei neue Vorstandsmitglieder. Als Vertreter der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. wurden Gregor Baum als Vizepräsident sowie Lars Wilhelm Baumgarten und Nastasja Volz-Degel im schriftlichen Verfahren von den Delegierten der Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e. V. für drei Jahre in den Vorstand gewählt.


"Ich freue mich, dass wir nun wieder komplett sind und langfristig planen können, um die großen Aufgaben, die vor uns liegen, gemeinsam anzugehen. Der Vorstand ist ein starkes Team; er repräsentiert eine gute Mischung der unterschiedlichen Kompetenzen und Schwerpunkte in unserem Verband. Besonders erfreulich ist aus meiner Sicht auch, dass wir die Soll-Bestimmung, der zufolge mindestens ein Vorstandsmitglied weiblich sein soll, nun mit der Wahl von Nastasja Volz-Degel einlösen. Mit dem neuen Vizepräsidenten Gregor Baum und Lars Wilhelm Baumgarten verbindet mich bereits eine mehrjährige enge Zusammenarbeit, die nur durch die kurze Phase des Rücktritts wenige Monate unterbrochen war. Es wird in diesem Vorstand auch weiterhin Meinungsverschiedenheiten und ein Ringen um die jeweils beste Lösung geben. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass dies konstruktiv, sachorientiert und getragen vom wechselseitigen Respekt geschieht“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp e.V.

 

Manfred Ostermann, langjähriger Vizepräsident bei Deutscher Galopp e.V., hatte nach 18-jähriger Präsidentschaft bei der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. sein Amt zur Verfügung gestellt. „Ich bedanke mich für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Manfred Ostermann, der mich nun mehr als vier Jahre als Vizepräsident unterstützt und begleitet hat. Er hat sich um unseren Verband ganz außergewöhnliche Verdienste erworben. Natürlich gilt mein Dank auch den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Peter Endres und Rolf Harzheim. Sie haben ebenfalls wertvolle Beiträge geleistet. Ich werde mich mit allen Dreien weiterhin austauschen und um ihren Rat bitten“, so Dr. Michael Vesper weiter.

Deutscher Galopp: Fünf neue Rennleitungsmitglieder

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 9. September 2022

 

Fünf neue Mitglieder verstärken künftig die Rennleitungen der Rennvereine. Malte Feldmann, Klaus Irmer, Matthias Mischo, Daniela Starck und Angela Tiel (in alphabetischer Reihenfolge) haben am gestrigen Donnerstag, 8. September, ihre Rennleitungsprüfung erfolgreich abgelegt. In Zukunft werden die aus Dresden, Frankfurt, Nürnberg, Soltau und Weilerswist stammenden neuen Rennleitungsmitglieder deutschlandweit eingesetzt.


Der theoretischen und praktischen Abschlussprüfung vorangegangen waren 18 bis 24 Monate, in denen die Bewerberinnen und Bewerber an bis zu vierzig Renntagen die jeweiligen Rennleitungen vor Ort begleitet hatten. „Wir gratulieren unseren neuen Rennleitungsmitgliedern sehr herzlich zur bestandenen Prüfung. Unser Ziel ist es, uns weiter zu verjüngen und die Nachfolge in unserem Sport zu sichern. Mit unseren neuen Rennleitungsmitgliedern sind wir auf dem richtigen Weg“, freut sich Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp.

Großer Preis von Baden-Baden neu mit 400.000 Euro dotiert

Pressemitteilung von Baden Galopp vom 14. September 2022

 

Kaum ist die Große Woche 2022 Geschichte, wartet Baden Galopp mit einem echten Knaller für 2023 auf. Die Dotierung des 153. Großer Preis von Baden soll auf 400.000 Euro verdoppelt werden. Nach der Erhöhung der Rennpreise in den Basisrennen in diesem Jahr wird damit auch der Rennpreis für den Saisonhöhepunkt deutlich angehoben.

 

Der Nennungsschluss für das Gruppe 1-Rennen wird in diesem Zusammenhang auf März vorgezogen. Außerdem werden mindestens 70 Nennungen verlangt. Baden Galopp erhofft sich dadurch zum einen eine höhere Starterzahl und zum anderen eine größere Attraktivität für Sponsoren und Medien. „Wir versprechen uns von der Erhöhung der Dotierung natürlich eine größere Nachfrage, vor allem bei den ausländischen Pferden“, so Stephan Buchner, der geschäftsführende Gesellschafter von Baden Galopp. „Wir sind damit im internationalen Vergleich der Gruppe 1-Rennen auf Augenhöhe, zum Beispiel mit dem Grand Prix de Saint Cloud.“

 

Vorfreude auf das Sales & Racing Festival

 

Im Moment herrscht beim Veranstalter aber erstmal große Vorfreude auf das dritte Meeting des Jahres – das Sales & Racing Festival mit zwei Renntagen am 14. und 16. Oktober sowie der BBAG-Herbstauktion.

Besitzertrainer trauern um Klaus Ferrang

Den Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer erreichte jetzt die traurige Nachricht, dass sein langjähriges Mitglied Klaus Ferrang am 11. September verstorben ist. "Wir wünschen seiner Familie in den schweren Stunden viel Kraft und werden Klaus Ferrang immer ein ehrendes Gedenken bewahren", so Armin Weidler, Vorsitzender des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Klaus Ferrang wurde 71 Jahre alt.

Michael Wrulich verlässt Hoppegarten im Dezember

Quelle: GaloppOnline vom 7. September 2022

 

Eine personelle Hammer-Nachricht kommt am Mittwoch, 7. September, aus Hoppegarten. Michael Wrulich verlässt die Hauptstadtrennbahn. Das wurde am Mittwoch in einer Presseinformation mitgeteilt. Dort heißt es: „Geschäftsführer Michael Wrulich verlässt nach dem Ende der Rennsaison im Dezember die Rennbahn Hoppegarten – darauf haben sich Wrulich und Inhaber Gerhard Schöningh einvernehmlich verständigt. Die Aufgaben von Michael Wrulich werden vorerst durch Gerhard Schöningh als Geschäftsführendem Gesellschafter und das erweiterte Führungsteam übernommen.

 

Gerhard Schöningh sagt zu dem personellen Wechsel: „Michael Wrulich hat die operativen Prozesse der Rennbahn modernisiert und in einer herausfordernden Phase, die durch die Corona-Pandemie und die strategische Weiterentwicklung der Rennbahn gekennzeichnet war, wichtige Akzente gesetzt. Ich bedanke mich für seinen Einsatz und Beitrag, wir bleiben auch weiterhin rennsportlich und freundschaftlich verbunden.“

 

Michael Wrulich nimmt wie folgt Stellung: „Ich bedanke mich bei Gerhard Schöningh, dem tollen Hoppegarten-Team und allen Partnern für das Vertrauen, die gute Zusammenarbeit und für die Dinge, die wir gemeinsam erreichen konnten.  Der Westminster Großer Preis von Berlin wurde wiederholt zum besten Rennen Deutschlands gekürt und als erstes deutsches Rennen in den Riesen-Wettmarkt Hong Kong übertragen. Viele große Renntage und ein breites Portfolio an Gastveranstaltungen werden mir in sehr guter Erinnerung bleiben.“

Neue Regeln zum Peitscheneinsatz ab Herbst in England

Quelle: GaloppOnline vom 12. Juli 2022

 

Das IDEE 153. Deutsche Derby sorgte in diesem Jahr nicht nur sportlich für Aufsehen. Einmal mehr stand auch Gebrauch der Peitsche im Fokus, nachdem Bauyrzhan Murzabayev und Andreas Helfenbein auf den erstplatzierten Sammarco und Schwarzer Peter für den übermäßigen Gebrauch ihres Arbeitsgeräts mit Strafen bedacht wurden. Doch nicht nur in Deutschland wurde in den letzten Tagen über die Peitsche diskutiert, auch in England war das Thema präsent und es wurden Überlegungen angestrengt, wonach bei übermäßigem Peitschengebrauch in Zukunft auch die Disqualifikation drohen kann.

 

Es wurde erwartet, dass die British Horseracing Authority (BHA) diese Woche eine Überarbeitung der derzeitigen Regeln präsentieren wird. Und dies tat die BHA nun. Das Ergebnis: Die Peitsche darf nur noch in der sogenannten „Backhand Position“ geführt und gebraucht werden, dazu droht bei übertriebenem Gebrauch bald auch die Disqualifikation. Die neuen Regeln sollen ab Herbst in Kraft treten. „Der Stock ist in der Faust nach hinten gerichtet und wird von dort aus zum Pferd geführt“, erklärt Kai Schirmann von der Jockeyschule in Köln die „Backhand Position“. Ein Vorschlag sieht indes vor, dass der Einsatz der Peitsche, wie er bislang erlaubt ist, noch angewendet werden darf, wenn er der Sicherheit dient. Auch in diesem Fall würde der Reiter sieben Tage gesperrt werden. Setzt er die Peitsche mehrere Mal ein, soll sich die Strafe dementsprechend erhöhen.

 

Eine Disqualifikation erfolgt, wenn ein Jockey die Peitsche zwölfmal in einem Hindernisrennen oder elfmal in einem Flachrennen benutzt. Das wären dann vier Schläge mehr als die erlaubten acht beziehungsweise sieben Schläge. Die Entscheidung über die Disqualifikation soll von den Stewards am Renntag getroffen werden. Des Weiteren sollen auch die Strafen erhöht werden. Nach einer Disqualifikation sollen Reiter nun 14 Tage, statt der bisher sieben Tage, an den Zaun. Bei großen Rennen sollen es sogar 28 Tage sein. In diesem Zuge wurde auch die Kategorisierung großer Rennen erweitert. Hierunter fallen nun auch Class 1- und Class 2-Rennen sowohl auf der Flachen als auch über Sprünge.

 

Außerdem sollen die Strafen für die Jockeys, die zuwiderhandeln, verschärft werden. Die vorgeschlagene Sperre für Reiter nach einer Disqualifikation soll 14 Tage bei einem "normalen Rennen" (statt bisher sieben) und 28 Tage bei einem großen Rennen (statt bisher neun), sowie alle Rennen mit einem Preisgeld von mehr als 27.500 Pfund (Flach) und 20.000 Pfund (Hindernis), betragen. "Als Jockeys hätten wir es zwar lieber gesehen, wenn die Strafen für Peitschenverstöße nicht deutlich erhöht worden wären, aber wir müssen auch akzeptieren, dass Schritte unternommen werden mussten, um Verstöße gegen die Peitschenregeln zu verhindern", wird Jockey PJ McDonald, Vorsitzender der Professional Jockeys Association Flat in der Racing Post zitiert.

Baden-Baden: 44.700 Zuschauer, 2,86 Millionen Umsatz

Quelle: Baden-Galopp vom 5. September 2022

 

44.700 Zuschauer, ein Wettumsatz von 2,86 Millionen Euro und ein packendes Hauptereignis mit einem völlig überraschenden Ausgang – die fünf Renntage der am Sonntag, 4. September, zu Ende gegangenen Großen Woche 2022 unter der Regie von Baden Galopp auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim waren wieder ein Sportereignis der Extraklasse.

 

Im 152. Wettstar.de Großer Preis von Baden, dem zum zweiten Mal vom bedeutendsten Vermittler von Pferdewetten in Deutschland gesponserten Höhepunkt (Gruppe I, 200.000 Euro), entwickelte sich trotz der geringen Starterzahl von vier Pferden ein dramatischer Kampf und ein Resultat, mit dem wohl nur die Wenigsten gerechnet hatten. Jockey René Piechulek, bisher der ständige Partner von Titelverteidiger und Arc-Sieger Torquator Tasso, brachte das Kunststück fertig, mit dem größten Außenseiter Mendocino den heißen Favoriten, den Star-Jockey Lanfranco Dettori ritt, mit Kopf-Vorsprung hinter sich zu lassen.

 

Piechulek mit einem Spitzenritt

 

115.000 Euro wanderten auf das Konto des Stalles Salzburg des Freilassinger Schlafmöbel-Unternehmer Hans-Gerd Wernicke. Trainerin des enorm verbesserten Siegers, der wie Torquator Tasso von dem viel zu früh abgetretenen Top-Deckhengst Adlerflug stammt, ist Sarah Steinberg aus München, die Lebensgefährtin Piechuleks. Wernicke hatte darauf bestanden, dass Piechulek als Stalljockey Mendocino reitet, und durfte sich nach einem Spitzenritt des gebürtigen Dessauers nun voll bestätigt fühlen.

 

Auch Derby- und Dallmayr-Preis-Gewinner Sammarco lief als Dritter ausgezeichnet, denn er musste erst spät passen. Lanfranco Dettori hatte in einem sehr taktisch gelaufenen Rennen früh seine Attacken auf den führenden Alter Adler gestartet, hinzu kam eine Behinderung durch Sammarco. Das waren die Gründe, dass Torquator Tasso eine sehr unglückliche Niederlage bezog. Dagegen hatte Mendocino am Schluss des Feldes das wesentlich entspanntere Rennen und konnte am Ende die größeren Reserven ausspielen.

 

Zwei Deutsche im Arc

 

Von Emotionen überwältigt war das Team von Mendocino, doch der Blick geht nach vorne, denn in weiser Voraussicht hatte man im Frühjahr eine Nennung für den Prix de l‘ Arc de Triomphe abgegeben. Und dort soll der neue Grand Prix-Gewinner erneut dem letztjährigen Triumphator Torquator Tasso auf den Zahn fühlen. Zwei deutsche Pferde steuern damit das mit 5 Millionen Euro dotierte Mega-Rennen am 2. Oktober in ParisLongchamp an. Dort wird René Piechulek wieder Mendocino steuern, Lanfranco Dettori wurde von Mitbesitzer Peter-Michael Endres (Gestüt Auenquelle) unmittelbar nach dem Iffezheimer Highlight für den Arc gebucht.

 

8,6 Millionen Euro in Hong Kong auf Iffezheim gewettet

 

Der 152. Wettstar.de Großer Preis von Baden wurde in die verschiedensten Länder übertragen. Er gehörte u.a. nicht nur zum Frankreich-Programm von Wettmulti PMU, sondern wurde wie das erstmals vom Objektmöbel-Hersteller Brunner gesponserte Oettingen Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro), in dem die Auenqueller Farben dank Dapango nach einem abermaligen Thriller knapp gegen den Dettori-Ritt Hurricane Dream aus Frankreich voraus waren, und ein Handicap (die Hauraton Trophy) nach Hong Kong übertragen. Partner WETTSTAR war für die Übertragung verantwortlich, bei der wie schon zur Premiere in Berlin neue Maßstäbe gesetzt wurden. Es sollte sich lohnen, denn trotz des kleinen Feldes im Grand Prix wurden umgerechnet rund 8,6 Millionen Euro im Wett-Wunderland Hong Kong auf die Iffezheimer Rennen gewettet. Zwei Prozent davon erhält Baden Galopp.

 

Habana und Amazing Grace begeistern

 

Weitere Gruppesieger in Iffezheim waren die Überraschungsgewinnerin Alaskasonne mit Jockey-Evergreen Andreas Helfenbein im 67. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe (Gruppe III, 55.000 Euro), der Engländer Dubawi Legend in der 152. Casino Baden-Baden Goldene Peitsche, die ungemein imponierende Fährhoferin Habana im Renate und Albrecht Woeste – Zukunfts-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro), die mit dem Prix Marcel Boussac nun ebenfalls ein Rennen am Pariser Arc-Tag ansteuern könnte, und Dr. Christoph Berglars Amazing Grace im T. v. Zastrow Stutenpreis (Gruppe II, 70.000 Euro).

 

Trotz hoher Preisgelder kleine Starterfelder

 

Der Finalsonntag war erneut auch ein großer Wett-Tag, denn nach dem Derby-Tag in Hamburg bedeuteten die 852.075,52 Euro den zweithöchsten Umsatz an einem Renntag in 2022 in Deutschland. Insgesamt flossen an den fünf Renntagen 2.886.174,09 Euro durch die Kassen. Leider konnte die Marke von 3 Millionen Euro nicht geknackt werden, was in erster Linie an den teilweise sehr kleinen Starterfeldern lag. Ein großes Problem, mit dem die meisten Rennveranstalter in Deutschland zu kämpfen haben. Doch natürlich sehr bitter angesichts der hohen Preisgelder von 1,3 Millionen Euro (inklusive Züchterprämien), die in Iffezheim ausgeschüttet wurden.

 

Trotz teilweise wechselhaften Wetters kam die stolze Zahl von 44.700 Zuschauer zur Großen Woche nach Iffezheim. Allein 15.500 Besucher erlebten den Grand Prix-Sonntag vor Ort.

 

Murzabayev und Schiergen die Meetingschampions

 

Bei den Aktiven dominierte einmal mehr Championjockey Bauyrzhan Murzabayev, der acht der 49 Rennen für sich entschied. Für Thore Hammer-Hansen (22), der unter anderem Dapango mit einem fulminanten Finish zum Sieg im Brunner – Oettingen Rennen führte, hatte sich mit fünf Treffern die Reise aus seiner Wahlheimat England in seine frühere Heimat Iffezheim gelohnt. Bei den Trainern eroberte Peter Schiergen im letzten Rennen dank des Sieges mit Western Soldier noch die alleinige Spitzenposition und wurde mit fünf Erfolgen Meetingschampion vor Yasmin Almenräder (4 Siege). Bei den Besitzern war das Gestüt Röttgen (zwei Siege) vorne.

 

Tolle Summe für den guten Zweck

 

Annähernd 17.000 Euro kamen bei einer symbolischen Versteigerung der Grand Prix-Starter im Rahmen der Grand Prix-Soiree am Vorabend des Finaltages im Casino Baden-Baden zusammen, die auf Wunsch von Mendocinos Besitzer Hans-Gerd Wernicke, der die ursprüngliche Summe nach seinem Triumph noch deutlich erhöhte, an die Jockey-Unterstützungskasse gespendet werden. 2.300 Euro wurden für diesen guten Zweck beim traditionellen Benefiz-Fußball-Spiel am Dienstag gesammelt. Gleich drei After Race-Partys sorgten für tolle Stimmung nach den Rennen.

 

Sehr groß war das Medieninteresse aus dem In- und Ausland. Über 70 Journalisten, darunter zahlreiche aus England und Frankreich, aber auch aus Italien, Serbien und Tschechien, berichteten aus Iffezheim. Den Pressecup mit den meisten Siegertipps gewann Wettstar.News.

 

BBAG-Jährlingsauktion mit Rekordergebnis

 

Deutschlands bedeutendste Versteigerung von Rennpferden wartete mit einem herausragenden Resultat auf - die BBAG-Jährlingsauktion am vergangenen Freitag erzielte ein Rekordergebnis von 8,361 Millionen Euro.

 

Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp, in einer ersten Bilanz zur Großen Woche: „Wir sind sehr glücklich mit dem Verlauf der Großen Woche. Wir haben großartigen Rennsport gesehen und die Atmosphäre auf der Rennbahn am Finaltag war unbeschreiblich schön. Natürlich gibt es immer Dinge zu verbessern und wegen der nicht optimalen Wetterbedingungen und der teilweise sehr kleinen Starterfelder haben wir unsere Ziele beim Wettumsatz und der Besucherzahl knapp verfehlt. Das ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen in einer ausgesprochen zufriedenstellenden Bilanz. Außerdem brauchen wir ja auch noch Steigerungspotential für die kommenden Jahre. Baden Galopp ist weiterhin erst am Anfang seiner Entwicklung.“

 

Vorfreude auf das Sales & Racing Festival

 

Nun herrscht beim Veranstalter bereits große Vorfreude auf das dritte Meeting des Jahres – das Sales & Racing Festival mit zwei Renntagen am 14. und 16. Oktober sowie der BBAG-Herbstauktion.

8,6 Mio Euro in Hong Kong auf Iffezheim gewettet

Quelle: GaloppOnline vom 5. September 2022

 

Der 152. Wettstar.de Großer Preis von Baden wurde in die verschiedensten Länder übertragen. Er gehörte u.a. nicht nur zum Frankreich-Programm der PMU, sondern wurde wie das erstmals vom Objektmöbel-Hersteller Brunner gesponserte Oettingen Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro), und ein Handicap (die Hauraton Trophy) nach Hong Kong übertragen. Trotz des kleinen Feldes im Grand Prix wurden umgerechnet rund 8,6 Millionen Euro im Wett-Wunderland Hong Kong auf die Iffezheimer Rennen gewettet. Zwei Prozent davon erhält Baden Galopp.

Gregor Baum neue Präsident der Besitzervereinigung

Quelle: GaloppOnline vom 29. August 2022

 

Der Präsident des Hannoverschen Rennvereins wurde am Montag, 29. August, in Iffezheim bei der Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung mit 99 Stimmen (eine Enthaltung) gewählt. Baum folgt damit auf Manfred Ostermann, der im Juli ankündigte nach 18 Jahren nicht wieder für das Amt zu kandidieren. Insgesamt 100 Stimmberechtigte waren am Montag zur Wahl aufgerufen. „Ich nehme die Wahl sehr gerne an“, so Baum in einer ersten Reaktion.

 

Neue Vizepräsidentin ist Dr. Ingeborg von Schubert. Auch sie erhielt 99 Stimmen bei einer Enthaltung. Beide Enthaltungen kamen von den Kandidaten selbst. Nach 18 Jahren ist Manfred Ostermann als Präsident der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen am Montag offiziell aus dem Amt geschieden. Bei der Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen ist neben dem Präsidenten Gregor Baum auch der komplette Vorstand neu gewählt worden.

 

Auf Antrag von Andreas Tiedtke wurden die übrigen Vorstandsmitglieder, die der neue Präsident als sein Kompetenzteam nach vielen Vorgesprächen zusammengestellt hatte, in geheimer Wahl einzeln und nicht en bloc gewählt. Alle fanden das Vertrauen der Versammlung.

 

In alphabetischer Reihenfolge gehören dem neuen Vorstand an (in Klammern Ja-Stimmen, Nein-Stimmen, Enthaltungen):

 

Lars-Wilhelm Baumgarten (86 – 12 – 1)
Heike Bischoff-Lafrentz (92 – 6 – 1)
Peter Gollmann (90 – 8 – 1)
Stefan Hahne (93 – 3 – 3)
Sascha Hartung (89 – 6 – 4) – Neues Mitglied
Rolf Harzheim (94 – 5 – 0)
Dr. Andreas Jacobs (84 – 11 – 4)
Friedrich von Lenthe (96 – 3 – 0)
Jochen Stargardt (91 – 2 – 6) – Neues Mitglied
Christian Sundermann (91 – 6 – 2) – Neues Mitglied
Matthias Tamrat (88 – 8 – 3)
Philip Baron von Ullmann (95 – 3 – 1) – Neues Mitglied
Nastasja Volz-Degel (93 – 4 – 1)

 

So genannte geborene Vorstandsmitglieder sind aufgrund der Präsidentschaft in Regionalverbänden und der Jungen BV Andreas Neugeboren, Doris Schmidt, Jeanette Spratter und Jackie Leve.

 

Die Besitzervereinigung stellt insgesamt drei Vertreter im Vorstand von Deutscher Galopp. Diese werden durch die Mitgliederversammlung gewählt. Von der Besitzervereinigung sollen dafür Präsident Gregor Baum, Lars-Wilhelm Baumgarten und Nastasja Volz-Degel vorgeschlagen werden. Baum und Baumgarten waren aus diesem im Frühjahr zurückgetreten, nehmen nun aber einen  neuen Anlauf und wollen, wie sie beide bei der Versammlung am Montag in Iffezheim sagten, nach vorne schauen, nicht zurück auf das was war. Mit Nastasja Volz-Degel würde erstmals nach längerer Zeit wieder eine Frau in den Verbandsvorstand einziehen. Vor ihr waren bereits Erika Mäder und Beatrix Mülhens-Klemm im Vorstand tätig gewesen.

 

Ostermann, der sich mit einer emotionalen Rede für das Vertrauen der letzten 18 Jahre bedankte, wurde einstimmig zum Ehrenpräsidenten der BV gewählt. Er ist der zweite Ehrenpräsident nach Karl-Dieter Ellerbracke, darf gemäß Statuten an den Vorstandssitzungen teilnehmen und hat dort auch Stimmrecht. Gregor Baum überreichte seinem Vorgänger als Anerkennung für 18 Jahre Präsidentschaft eine 120 Jahre alte Pferdeskulptur.

Provision aus Hong-Kong-Pool-Rennen vorerst an Veranstalter

Quelle: GaloppOnline vom 19. August 2022

 

Nach dem erfolgreichen Start eines Hong Kong – Pools auf zwei Hoppegartener Rennen hat der Verband Hoffnung auf eine Ausweitung in 2023. Nachdem es zunächst nun in Baden-Baden ähnliches geben wird, hofft man für das kommende Jahr auf weitere Rennen, die in diesen Pool oder dann auch in den so genannten, gleichsam in Hong Kong gesteuerten World Pool aufgenommen werden.

 

Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp: „Es gibt positive Bewegungen. Es geht natürlich in erster Linie um die großen Rennen, Gruppe I vor allem, mit denen so etwas möglich sein wird.“ Vielleicht, so konnte man heraushören, geht es aber auch eine Etage drunter. Das bedeutet, dass natürlich nur ausgewählte Veranstalter überhaupt in Frage kommen. Die Provision landet dann auch zunächst nur auf der betreffenden Bahn.

 

Krüger: „Wenn das alles einmal festgezurrt ist und man eine Konstante dieser Termine hat, dann können wir überlegen, die Steuerung der Fördergelder anders vorzunehmen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.“ Michael Vesper, Präsident des Verbandes: „Natürlich würden wir uns freuen, wenn so viele Rennen wie möglich in diese Pools gehen, darauf arbeiten wir hin.“

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2022

Mannheim, 4. April

  • Christian Peterschmitt – Lonia

Düsseldorf, 10. April

  • Pascal Jonathan Werning – Star Gypsy

Mons, 14. April

  • Caroline Pietsch – Troiscentsept

Bremen, 16. April

  • Marc Timpelan – Soldat
  • Torsten Reineke – Senato

Saarbrücken, 17. April

  • Thomas Gries – Asifa
  • Selina Ehl – Achat

Hoppegarten, 17. April

  • Marc Timpelan – Torqueville

Hannover, 18. April

  • Janine Beckmann – Coriolan

Magdeburg, 23. April

  • Jutta Pohl – Maxanto
  • Kay Schulz – The Feathered Nest

Zweibrücken, 24. April

  • Christian Peterschmitt – Morning Love und Artax

Mons, 28. April

  • Selina Ehl – Achat

Mülheim, 30. April

  • Claudia Römer – Lady Charlotte

Rennpreiserhöhungen und kein Nenngeld in Leipzig

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 29. August 2022

 

Der Galopp Leipzig e.V. erhöht am kommenden Samstag, 3. September, alle Rennpreise um 1.000 €, die Ausgleiche III um je 1.500 €. Außerdem wird für alle Rennen kein Nenngeld erhoben. Am Samstagvormittag startet der dritte Renntag der Saison ab 10.20 Uhr mit insgesamt neun Rennen.

Toskana Belle ist die neue Stutenkönigin

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 7. August 2022

 

Toskana Bella hat am Sonntag, 7. August, das Stuten-Derby, den 164. Henkel-Preis der Diana, in Düsseldorf gewonnen. Unter dem australischen Jockey Kerrin McEvoy siegte Toskana Belle in der Rekordzeit von 2:11,21 Minuten und sicherte sich die 300.000 Euro hohe Siegprämie. Zweite wurde Wagnis, Dritte Mylady.

 

13 hochkarätige Vollblut-Stuten aus dem In- und Ausland waren angetreten, um auf dem Düsseldorfer Grafenberg den 164. Henkel-Preis der Diana – German Oaks (Gruppe 1) zu gewinnen. Das bedeutendste Zuchtrennen für dreijährige Stuten, auch Stuten-Derby genannt, wurde über 2.200 Meter gelaufen und war mit 500.000 Euro dotiert. Die von Andreas Wöhler in Gütersloh trainierte Toskana Belle hatte bereits Mitte Mai in Düsseldorf ihre Visitenkarte abgegeben und den Henkel-Stutenpreis gewonnen. Sie wechselte anschließend in den Besitz von Australian Bloodstock und wurde Anfang der Woche für 50.000 Euro für den Preis der Diana nachgenannt worden.

 

„Es war sicher ein Vorteil, dass die Stute die Bahn schon kannte“, freute sich Trainer Andreas Wöhler, für den es bereits der sechste Sieg im Preis der Diana war. „Sie hatte Anfang der Woche so gut gearbeitet, dass wir überzeugt waren, dass wir sie nachnennen können.“

Daniel Krüger: "Es war ein bombastisches Wochenende"

Quelle: GaloppOnline vom 14. August 2022

 

An diesem Wochenende feierte der deutsche Rennsport in Berlin sein 200-jähriges Jubiläum. Das Wochenende wurde am Freitag mit einer Gala im Hotel Adlon eingeleitet, Samstag und Sonntag standen in Hoppegarten dann jeweils zehn Rennen auf der Karte.

 

„Es war ein bombastisches Wochenende“, sagte Daniel Krüger, der Geschäftsführer von Deutscher Galopp am Sonntag nach dem letzten Rennen. „Ein großer Dank an alle Besucher und das Team der Rennbahn Hoppegarten.“ Als besonders erfreulich wertete Krüger die Live-Übertragung des Ittlingen-Pokals und des Westminster 132. Großen Preis von Berlin nach Hong Kong. Erstmals wurden deutsche Galopprennen dorthin übertragen. „Hier muss man einmal Gerhard Schöning und Winfried Engelbrecht-Bresges danken. Auch der Dachverband hat daran mitgearbeitet. Vielleicht kommt da ja noch mehr“, schloss Krüger ab.

Hoppegarten-Umsatz in Hong Kong lag bei 6.667.192 Euro

Quelle: GaloppOnline vom 14. August 2022

 

53.625.292 Hong Kong Dollar – das ist die magische Zahl eines Novums in der hiesigen Rennsportgeschichte. So viel wurde wurde in Hong Kong am Sonntag auf zwei Hoppegartener Rennen gewettet, den Ittlingen-Pokal (Flieger-Preis) und den Westminster Großen Preis von Berlin. Umgerechnet sind das 6.667.192 Euro.

 

„Damit wurden die Erwartungen - unsere und die unseres Partners in Hong Kong - absolut erfüllt“, sagt Riko Luiking, Geschäftsführer von German Tote/Wettstar. „Dank an alle Beteiligten für die Umsetzung. Die Vorbereitungen liefen über vier Wochen. Es wurden zwei komplette TV-Programme erstellt - eines davon nach detaillierten Vorgaben aus Hong Kong.“ Beim Veranstalter verbleibe, so Luiking, ein Rohertrag von rund 100.000 Euro.

 

Es war übrigens zum Start dieser Art der Internationalisierung der Wetten kein „World Pool“, sondern es konnte ausschließlich in Hong Kong gewettet werden, was aber auch in World Pool-Fällen mehr als 80 Prozent des Pool-Umsatzes ausmacht. Nach Auskunft von Riko Luiking soll das World Pool-Debüt im kommenden Jahr stattfinden. In diesem Jahr seien dafür in Hong Kong noch nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen worden.

Präsident Vesper nimmt Stellung zur Peitschendiskussion

In der Sport vom 12. Juli wird Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, bezüglich der Diskussion über den Peitscheneinsatz nach dem Derby in Hamburg nach einem Pressecall wie folgt zitiert: "Wir werden hier zu einem Gespräch einladen mit Vertretern der Rennleitung und Jockeys und Trainern, das Thema beschäftigt uns derzeit intensiv." Vesper stellt in diesem Zusammenhang empfindlichere Strafen in Aussicht. In diesem Artikel der Sport-Welt werden auch erste Kennzahlen für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus pro Rennen von 25,24 Prozent veröffentlicht. Der gesamte Artikel ist hier zu finden.

Drei neue Amateurrennreiter im deutschen Galopprennsport

Quelle: GaloppOnline vom 1. August 2022

 

In der vergangenen Woche fand in Köln ein Lehrgang für angehende Amateur-Rennreiter statt. Am Ende des Lehrgangs am Freitag, 29. Juli, durfte sich der Verband Deutscher Amateurrennreiter (VDAR) über drei neue aktive Mitglieder freuen. Insgesamt nahmen elf Aspiranten teil.

 

Joana Glienke, Nina Schumann und Julian Sixt haben bestanden. Unter Vorbehalt geprüft wurde Pedro Gonzales, der ebenfalls bestand und die Lizenz zu einem späteren Zeitpunkt erhält. Lehrgangs-Beste war Nina Schumann. Roland Schierstädt, der den Lehrgang leitete, sagte im Anschluss: „Ich habe pferdebegeisterte Menschen kennen gelernt, die hart gearbeitet haben, sich steigern konnten, und die im Laufe der Woche zu einem tollen Team zusammengewachsen sind. Da uns die Sicherheit vorgeht, konnten wir in Absprache mit den Trainern, bei denen sie hier in Köln reiten waren, nur für einen kleinen Teil der Teilnehmer das OK für die Rennen geben. Wir bitten darum, dass die Prüflinge erst zum Lehrgang kommen, wenn sie viele Galopps, Kopf an Kopf-Arbeiten, Startmaschine, reiten mit kurzen Bügeln und körperlich und geistig fit genug für das Rennreiten sind.“

 

Dr. Philipp Biermann (Rennleitungssprecher) der während des Kennenlernens per Stream mit Rennszenen auf zu achtende Stellen hinwies: "Wie Sie sehen, kann es im Rennen gefährlich werden, daher ist es uns sehr wichtig, dass nur Reiter zugelassen werden, deren Renntauglichkeit in der Lehrgangs-Woche von allen beteiligten Prüfern, Trainern und dem Lehrgangsleiter bestätigt sind! Sie reiten in professionellen Rennen, die auch bewettet werden. Daher ist eine hinreichende Rennordnungskenntnis und insbesondere Reitfähigkeit elementar. Ich möchte ihnen keine Angst machen, wir rufen die Nachwuchsreiter nach ihren ersten Ritten häufig in das Rennleitungszimmer und besprechen das Rennen. Meine Tür steht ihnen für Rückfragen jederzeit offen."

 

Die Prüfung kann laut Rennordnung in sechs Monaten wiederholt werden, die Teilnehmer können für die kompletten fünf Tage oder auf Wunsch auch weniger anreisen. Der Amateurverband bietet die zweite Teilnahme kostenlos an und kontaktiert die Teilnehmer, sobald ein Termin geplant ist.

Sperren für Adrie de Vries, Lukas Delozier und Mirko Sanna

Quelle: GaloppOnline vom 7. August 2022

 

Für Adrie de Vries und Lukas Delozier, die Jockeys der platzierten Pferde der Diana, brachte eben jener Ritt eine Sperre. Für die Reiter von Wagnis und Mylady gab es eine 14-tätige Sperre ab 21. August, aufgrund von übertriebenem Peitschengebrauch.


Der Sonntagrenntag hat für Jockey Mirko Sanna ein Nachspiel. Er wurde für 14 deutsche Renntage gesperrt. Die Rennleitung sprach die Sperre wegen „Erregung von Ärgernis durch grob ungebührliches Betragen“ aus, bezog sich bei der Sperre auf Nr 590/19 der Rennordnung. Es hatte nach dem letzten Rennen in Düsseldorf in der Jockeystube tumultartige Szenen gegeben, Mirko Sanna war mit Championjockey Bauyrzhan Murzabayev aneinandergeraten.

 

Da eine Sperre nur gegen Sanna ausgesprochen wurde, wurde dieser offenbar als alleiniger Urheber erkannt. Die Sperre endet mit dem Renntag am 25. September. Es ist keine Zeitsperre, wie bei Vergehen gegen die Peitschenregeln üblich, sondern eine Renntage-Sperre. Sanna könnte zwischen den einzelnen deutschen Renntagen, die die Sperre umfasst, durchaus im Ausland reiten.

Derbysieger Sammarco siegt auch in München

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 31. Juli 2022

 

Der amtierende Derbysieger, der dreijährige Hengst Sammarco, hat am Sonntag, 31. Juli, den Großen Dallmayr-Preis mit René Piechulek im Sattel gewonnen. Sammarco ist ein kleines Pferd mit einem riesigen Kämpferherz“, freut sich Trainer Peter Schiergen. „Er ist das erste Mal gegen ältere Pferde, unter anderem aus dem Ausland gelaufen und hat sich wirklich toll präsentiert“.

 

Im Großen Dallmayr-Preis - Bayerisches Zuchtrennen, einem mit 155.000 Euro dotierten Rennen der höchsten Kategorie (Gruppe 1) über 2.000 Meter traf der Hengst aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Park Wiedingen auf sechs Kontrahenten, darunter die beiden frischen Listensiegerinnen Amazing Grace und Aga Khan-Stute Ebaiyra, die am Ende Rang 2 und 3 belegten. Von bislang fünf Rennen hat Sammarco nun vier gewonnen, darunter zwei der höchsten Kategorie. Der nächste Start des Hengstes könnte laut Trainer Peter Schiergen im Großen Preis von Baden Anfang September erfolgen, wo Sammarco auf den amtierenden Arc-Sieger Torquator Tasso treffen könnte.

Sammarco gewinnt IDEE 153. Deutsches Derby

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 3. Juli 2022

 

Sammarco hat vor 12.500 Zuschauern am Sonntag, 3. Juli, das IDEE 153. Deutsche Derby in Hamburg-Horn gewonnen. Unter Jockey Bauyrzhan Murzabayev lieferte sich der Hengst einen hochspannenden Endkampf mit den Gegnern und sicherte sich die 390.000 Euro hohe Siegprämie. Im Ziel lagen drei Pferde gleichauf, so dass das Zielfoto ausgewertet werden musste. Sammarco vor dem großen Außenseiter Schwarzer Peter und dem Favoriten So Moonstruck lautete der endgültige Richterspruch.

 

Der Hengst Sammarco wird von Peter Schiergen in Köln trainiert, der das Deutsche Derby damit bereits zum sechsten Mal als Trainer gewann. Für Jockey Bauyrzhan Murzabayev war es der erste Derby-Sieg, ebenso wie für den Züchter und Besitzer, das Gestüt Park Wiedingen.

 

„Unser Jockey hat alles perfekt umgesetzt. Sammarco ist ein kleines Pferd, aber ein riesiger Kämpfer!“, freut sich Trainer Peter Schiergen. „Wir sind überglücklich! Wir züchten seit 35 Jahren. Mit dem Derbysieg ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen“, sagt Helmut von Finck, Gründer und Besitzer des Gestüts Park Wiedingen.

 

Das Deutsche Derby ist die wichtigste Zuchtleistungsprüfung für dreijährige Vollblüter. Insgesamt zwanzig dreijährige Stuten und Hengste gingen in dem mit 650.000 Euro dotierten und über eine Distanz von 2.400 Meter gelaufenen Rennen an den Start.

Baden Galopp: Neue Startmaschine ist angekommen

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 2. August 2022

 

Baden Galopp, der Betreiber der Rennbahn in Baden-Baden-Iffezheim freut sich mitteilen zu können, dass rechtzeitig zu der am 27. August beginnenden Großen Woche die neue Startmaschine angekommen ist. Sie wurde in Einzelteilen geliefert und dann in zwei Tagen vor Ort zusammengebaut. „Damit verfügt Baden Galopp über die modernste und neueste Startmaschine in ganz Deutschland. Diese weist gegenüber ihrer Vorgängerin etliche Vorzüge auf. Vor allem ist sie dank vieler Details pferdefreundlicher“, erläutert Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter.

 

So sind den einzelnen Boxen durchgehende Polsterungen angebracht, um die Verletzungsgefahr für Pferde und Reiter zu minimieren. Optisch ist die Startmaschine nach vorne offener gestaltet. Die Fronttüren wurden so gebaut, dass sie potentielle Gefahren wie ein hängenbleiben ausschließen. Insgesamt hat der bei Nangis bei Paris ansässige Hersteller Fornells den Komfort und die Sicherheit der Aktiven bei allen Fortentwicklungen in den Mittelpunkt gerückt.

 

Technisch ist die Neuanschaffung ebenfalls besser ausgestattet: so sind die Reifen doppelt so breit wie bisher. Damit verteilt sich der Druck auf dem Boden gleichmäßiger, was dem Geläuf insbesondere bei Nässe zugutekommt. Betrieben wird die Startmaschine elektro-hydraulisch und ist doppelt gesichert. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Elektrik versagt, kann die Maschine auch mechanisch geöffnet werden. Maximal 18 Pferde können aus den Einzelboxen der neuen Startmaschine ins Rennen gehen und diese besteht aus zwei Teilen.

 

Der breitere Teil umfasst 14 Startboxen, ein weiterer, ankoppelbarer Teil umfasst vier Boxen. Allerdings führt die Konstruktion der Maschine dazu, dass sie insgesamt zwei Meter breiter ist als die alte. Nach Tests an den verschiedenen Startstellen hat dies zur Folge, dass an einigen Positionen nur noch 17 statt wie bisher 18 Pferde an den Start gehen können. Eine Beschränkung, die der Veranstalter angesichts des deutlich höheren Sicherheitsstandards allerdings gerne in Kauf nimmt.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2022

Mons, 3. März

  • Jochen Göritz – Feroe D'Illiat

Dortmund, 6. März

  • Selina Ehl – Achat

Nancy, 13. März

  • Hella Sauer  – Arguin

Mons, 18. März

  • Sarah Jane Hellier – Avorio
  • Jochen Göritz – Feroe D'Illiat

Krefeld, 20. März

  • Selina Ehl – Achat

Düsseldorf, 27. März

  • Claudia Römer – Lady Charlotte

Mons, 31. März

  • Annick Gratz – Contendit
  • Jochen Göritz – Feroe D'Illiat

Kurzfristige Änderung: Drei Rennen nicht mehr nur für Besitzertrainer

Einen Tag vor dem Nennungsschluss am Dienstag, 2. August, gibt Deutscher Galopp Ausschreibungsänderungen für den Doppelrenntag am 13. und 14. August in Hoppegarten bekannt. Waren dort bisher drei Rennen nur für Pferde von Besitzertrainern ausgeschrieben, wurden sie jetzt auch für Pferde, die von Berufstrainern vorbereitet werden, geöffnet. Weiterhin dürfen aber nur Amateurrennreiterinnen und- reiter auf den Startern sitzen.

 

Die jeweiligen Ausschreibungen:

https://www.deutscher-galopp.de/gr/renntage/rennen.php?id=1334079&d=20220813&s=A
https://www.deutscher-galopp.de/gr/renntage/rennen.php?id=1334080
https://www.deutscher-galopp.de/gr/renntage/rennen.php?id=1334098

Marco Casamento macht Schluss in Deutschland

Quelle: GaloppOnline vom 28. Juli 2022

 

Marco Casamento macht Schluss in Deutschland. Dies teilte der italienische Jockey am Donnerstag gegenüber der Sport-Welt mit. „Ende August höre ich hier auf“, so Marco Casamento. „Es lohnt sich hier einfach nicht mehr für mich.“ Zu seinen weiteren Plänen sagte er: „Ich gehe erst einmal wieder nach Katar, werde die Saison dort reiten.“ Und nach Katar? „Ich will andere Länder, eine andere Stimmung und andere Emotionen kennenlernen. Vielleicht gehe ich in die USA.“

 

In der aktuellen Saison kommt Marco Casamento in Deutschland auf 13 Siege, gewann ein Gruppe III-Rennen mit India und ein Listenrennen mit Amazing Grace.

Zuversicht für ein rundum gelungenes Derbymeeting 2023 in Hamburg

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 14. Juli 2022

 

Verantwortliche von Deutscher Galopp haben sich am heutigen Donnerstag, 14. Juli, mit Vertretern des Hamburger Renn-Clubs in einem zweistündigen Meeting zu den Vorkommnissen rund um das diesjährige Derbymeeting in Hamburg ausgetauscht. Neben Dr. Michael Vesper, Dr. Philipp Biermann, Daniel Krüger, Rüdiger Schmanns und Susanne Beyreuther von Deutscher Galopp nahmen Marc Sonnenburg, Geschäftsführer der Besitzervereinigung, und Hans Ludolf Matthiessen, 1. Vorsitzender des Hamburger Renn-Clubs, sowie dessen Stellvertreter, Volker Linde, an dem Gespräch teil.

 

Ziel des Austauschs war es, die Schwachstellen des diesjährigen Derbymeetings klar zu benennen, deren Ursachen herauszufinden sowie Lösungsansätze zu identifizieren und Maßnahmen für notwendige Verbesserungen in die Wege zu leiten. „Wir hatten einen sehr guten, konstruktiven Austausch“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Wir sind zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaffen, im nächsten Jahr ein rundum gelungenes Derbymeeting in Hamburg auf die Beine zu stellen.“

Erbach sagt für 31. Juli geplanten Renntag ab

Quelle: GaloppOnline vom 19. Juli 2022

 

Der für den 31. Juli geplante Renntag in Erbach fällt aus. Das gab der Odenwälder Rennverein Erbach e. V. am Dienstag bekannt. "Nachdem zum Nennungsschluss am 19. Juli nicht genügend Meldungen eingegangen waren, entschied sich der Rennverein in Absprache mit der Stadtverwaltung Erbach dazu, die Trab- und Galopprennen ausfallen zu lassen", gab der Rennverein in einer Pressemitteilung bekannt.

 

"Schweren Herzens haben wir uns zu diesem Schritt entschließen müssen, aber die Durchführung des Renntages wäre weder sinnvoll möglich, noch im Ansatz wirtschaftlich", wird Vereinspräsident S. E. Eberhard Graf zu Erbach-Erbach, zitiert. "Es ist sehr schade, dass das Pferderennen in diesem Jahr nicht stattfinden kann, zählte es doch in den vergangenen Jahren stets zu den Highlights des Wiesenmarktes", bedauert auch Erbachs Bürgermeister Dr. Peter Traun die Absage der Rennen. Bereits 2017 war der Renntag mangels Nennungen ausgefallen, nach zwei Jahren Pandemie hoffte man, in diesem Jahr in Erbach Rennen durchführen zu können.

 

Mit dem Problem mangelnder Nennungen haben in diesem Jahr fast alle Veranstalter auf den kleinen Bahnen zu kämpfen.

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Miesau

In der abschließenden Prüfung beim Renntag am Freitag, 15. Juli, in Miesau trat der Verein Deutscher Besitzertrainer als Unterstützer auf. Den Ausgleich IV über 2.350 Meter mit dem Titel "40 Jahre Verein Deutscher Besitzertrainer - Preis der Sparkasse Kaiserslautern und Bedachungen Andre Schröck" gewann die 6-jährige Stute Allegretta.

 

Allegretta ist im Trainining bei Michael Figge aus München. Geritten wurde die Stute, die überlegen siegte, von Marie Gast. Platz zwei ging an Lollipop (Trainerin Jutta Mayer/Reiterin Michaela Malacova) vor dem tschechischen Gast Fulmine Luna (T. Duchon/Petra Zedkova). Das Rennen war gleichzeitig ein Wertungslauf für das 29. WETTSTAR Turf-Championat Südwest 2022.

Präsidium des BRV für drei Jahre wiedergewählt

Pressemitteilung des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim vom 13. Juli 2022

 

Bei der Mitgliederversammlung des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim (BRV) am Dienstag, 12. Juli, ist das Präsidium mit Präsident Stephan Buchner und den Vizepräsidenten Peter Gaul und Dr. Thomas Steitz mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Die Wahlperiode umfasst drei Jahre wobei sowohl Peter Gaul als auch Stephan Buchner angekündigt haben, danach nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

 

Vor diesem Hintergrund muss in der nächsten Zeit einen Nachfolgelösung gefunden werden. Hierbei soll auch eine Neuausrichtung im Vorstand helfen. In dieses Gremium wurden Michaela Keinert, André Gauch und Tommaso Scardino neu gewählt, Gaby Gaul und Johann Henrich Delius wurden in ihren Ämtern bestätigt. Katrin Klein trat aus persönlichen Gründen nicht mehr an, wurde aber in den Beirat gewählt. Wirtschaftlich steht der Verein trotz zweier Coronajahren und schwieriger Rahmenbedingungen auf einem gesunden Fundament, und Peter Gaul machte in seinem Bericht klar, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleiben soll. In diesem Jahr steht nach der Sommerpause noch ein Renntag an, nämlich am Sonntag, 25. September.

Besitzervereinigung: Baum zurückgetreten, Ostermann macht Schluss

Quelle: GaloppOnline vom 13. Juli 2022

 

Gregor Baum, bisheriger Vizepräsident der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen, ist am Dienstag, 12. Juli, zurückgetreten. In einer Presseinformation der Vereinigung, die als Kern den Rückzug von Manfred Ostermann als Präsident nach 18 Jahren zum Inhalt hat, heißt es dazu: „Gregor Baum hat am 12. Juli 2022 sein Amt als Vizepräsident niedergelegt.“

 

Damit zieht sich Baum nach dem Rücktritt aus dem Vorstand von Deutscher Galopp, der schon vor Wochen erfolgte, nun auch aus als Vize der Besitzervereinigung zurück. Baum war lange Zeit als Nachfolger von Manfred Ostermann nach Ende von dessen Amtszeit in diesem August gehandelt worden. Ob er für diesen Posten nach dem Rückzug von Manfred Ostermann noch zur Verfügung steht, ist aktuell unklar.

 

Die Besitzervereinigung - neben dem Zusammenschluss der Rennvereine entsendet man paritätisch je drei Mitglieder in den Vorstand von Deutscher Galopp - muss sich nun für die Zukunft neu aufstellen. Die Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung sowie die Wahl des Vorstandes, des Präsidenten und des Vizepräsidenten findet am 29. August in Baden-Baden statt.

 

In einer kurz gehaltenen Presseinformation teilte die Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen am Mittwochabend mit: „Manfred Ostermann hat heute erklärt, dass er für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stehen wird. Somit endet seine 18-jährige Präsidentschaft turnusgemäß zur nächsten Mitgliederversammlung am 29. August 2022.“

 

Vorausgegangen war eine turbulente Vorstandssitzung der Vereinigung am Dienstag. Schon tagsüber waren am Mittwoch erste Informationen über Ostermanns Rückzug bekannt geworden, ehe dann am Abend die offizielle Bestätigung kam. Weiter heißt es: „Der Präsident hat das amtierende Präsidium und den Vorstand der Besitzervereinigung beauftragt, die Neuwahl vorzubereiten und Gespräche mit potentiellen Kandidaten zu führen.“

Übertriebener Peitscheneinsatz von Murzabayev und Helfenbein

Quelle: GaloppOnline vom 3. Juli 2022

 

Die beiden erstplatzierten Jockeys im IDEE 153. Deutschen Derby sind von der Rennleitung wegen übertriebenen Einsatzes der Peitsche gesperrt worden. Siegreiter Bauyrzhan Murzabayev setzte die Peitsche siebenmal statt der erlaubten fünf Mal ein, Andreas Helfenbein als Jockey des Zweiten sechsmal.

 

Das brachte den beiden Jockeys empfindliche Strafen. Murzabayev, der keinerlei Vorstrafen hatte in den letzten 12 Monaten, wurde mit einem Lizenzentzug von 17 Tagen und ein Verfall von 50 Prozent der Gewinnprozente belegt. Das sind in seinem Fall 9.750 Euro. Andreas Helfenbein wurde eine Sperre von 14 Tagen aufgebrummt, auch hier verfallen 50 Prozent seiner Gewinnprozente. In seinem Fall sind das 3.250 Euro.

Nach dem Mammut-Renntag rollten die Bagger in Dresden

Quelle: Pressemitteilung des Dresdener Rennvereins vom 29. Juni 2022


Wenige Tage nach dem Mammut-Renntag mit elf Rennen und 100 Pferden begannen in Seidnitz die Arbeiten am Geläuf, speziell im Dobritzer Bogen. Dort war nach dem Abbruch des Aufgalopps im Mai ein bis zu vier Meter breiter Streifen ausgesteckt, das heißt, die Innen-Rails nach außen versetzt worden, weil in einigen Passagen das Geläuf nach außen abfiel. In Verbindung mit Feuchtigkeit kamen Pferde ins Rutschen.

 

Rennvereins-Präsident Michael Becker über die Arbeiten, die durch die Firma Saule Landschafts- und Sportplatzbau durchgeführt werden: „Wir haben eine fünfstellige Summe investiert, die Bagger sind schon gerollt. Es wurden die kritischen Stellen mit den nach außen abfallenden Abschnitten komplett abgeschält – immerhin 50 Kubikmeter auf einer Fläche von 3000 Quadratmeter.“ Nun wird frischer Mutterboden aufgebracht und neuer Rasen angesät. Becker: „Im Mai 2023 können wir die Bahn hoffentlich wieder in voller Breite nutzen.“

 

Die weiteren Renntage in dieser Saison werden auf dem verengten Geläuf durchgeführt, was aber beim Renntag am 18. Juni keinerlei Probleme darstellte. Weiter geht’s in Seidnitz am 7. August mit dem bwin Sommerpreis, einem mit 22.500 Euro dotierten Listenrennen, sowie sieben weiteren Prüfungen. Die Rennen werden live auch nach Frankreich übertragen. Der erste Start erfolgt bereits 10.50 Uhr.

Reitgelder werden zum 1. Juli erhöht

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 21. Juni 2022

 

Zum 1. Juli 2022 erhöht Deutscher Galopp e.V. die Reitgelder für Jockeys, Rennreiter/innen und Auszubildende. Zukünftig erhalten Jockeys in Flachrennen 90 Euro Reitgeld, Rennreiter/innen 80 Euro und Auszubildende 70 Euro. In Hindernisrennen werden die Reitgelder auf 115 Euro für Jockeys, 105 Euro für Rennreiter/innen und auf 85 Euro für Auszubildende erhöht.

 

Zudem können Jockeys, Rennreiter/innen und Auszubildende ihre Fahrtkosten abrechnen. Diese dürfen maximal dem Betrag einer Bahnfahrkarte (2. Klasse) am jeweiligen Renntag entsprechen und müssen durch die Anzahl der Ritte geteilt werden.

 

„Ich freue mich, dass die Delegierten von Deutscher Galopp der Empfehlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen und des Trainer- und Jockeyverbands gefolgt sind und sich in einem schriftlichen Verfahren für eine Neuregelung der Reitgelder ausgesprochen haben“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp. „Die neue Regelung ist jetzt einfacher und kommt zudem unseren Aktiven zugute.“

Galopprennen in Bremen wohl bald Geschichte

Quelle: GaloppOnline vom 19. Juni 2022

 

Das Aus der Bremer Galopprennbahn ist wohl besiegelt. Wie das Regionalmagazin „buten un binnen“ auf seiner Webseite berichtet, ist der Gestaltungswettbewerb für das Rennbahngelände in der Vahr beendet. „Die Jury kürte das Landschaftsarchitekten-Büro West 8 aus Rotterdam zum Sieger. Das Gremium erklärte, die Fachleute hätten den überzeugendsten Vorschlag für die Umgestaltung des 30 Hektar großen Areals unterbreitet. Der Plan sieht demnach eine Mischung aus Wasserflächen, Biotopen, Sportanlagen und Baumreihen vor“, heißt es dort. Pferderennen spielen in der Neugestaltung keine Rolle.

 

Die Bremer Grünen begrüßten die Planungen, der „Siegerentwurf sei ein tolles Resultat des vorherigen Beteiligungsprozesses.“ Über das weitere Vorgehen und den Rahmenplan muss nun noch die Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung entscheiden. Dieser Rahmenplan wird dann die Grundlage für den Bebauungsplan sein. Dieser soll im Jahr 2024 stehen.

 

Der Bremer Rennverein hatte bis zuletzt um die Zukunft der Rennbahn gekämpft. Im vergangenen Jahr konnte man mit dem Comeback-Renntag ein erstes Ziel erreichen. Doch immer wieder galt es für den Verein Steine aus dem Weg zu räumen. In diesem Jahr veranstaltete man einen Renntag am Ostersamstag. Zwei weitere Renntage am 6. August und am 16. Oktober sollen 2022 noch folgen.

Erst Mitgliederversammlung, dann 40-Jahr-Feier

Am Pfingstsamstag hielt der Verein Deutscher Besitzertrainer in Saarbrücken nicht nur seine Mitgliederversammlung für das Jahr 2021 ab, sondern traf sich in der Champions Lounge des dortigen Rennclubs mit Mitgliedern und geladenen Gästen auch zum Empfang anlässlich seines 40-jährigen Bestehens.

 

Bei der Mitgliederversammlung konnte der 1. Vorsitzende Armin Weidler leider nur eine geringe Anzahl an Mitgliedern und Gästen begrüßen. Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung,  so dass der Schwerpunkt bei der aktuellen Situation des Galopprennsports in Deutschland und den eigenen Finanzen lag.

 

Diskutiert wurde über die Ausschreibungen ebenso wie über die im Raum stehende neue Regelung der Reitgelder.  War die damit verbundene Spesenregelung noch weitgehend unstrittig, gab es bei der geplanten linearen Erhöhung der Reitgelder auf 90,00 € doch einige kritische Anmerkungen. Es besteht die Befürchtung, dass durch erneut steigende Kosten, der eine oder andere Besitzertrainer kürzer tritt oder vielleicht sogar ganz aufhört. „Gerade auch für die kleineren Bahnen hier im Südwesten, die nur geringe Rennpreise ausschütten können, sehe ich die Gefahr, dass die Zahl der Startpferde noch weiter zurückgeht“, so Armin Weidler. Er appelliert aber an alle Mitglieder, bei der Stange zu bleiben.

 

Besonders wies Armin Weidler noch einmal auf die am 13. und 14. August in Hoppegarten ausgeschriebenen drei Rennen nur für Besitzertrainer hin. „Es wäre ausgezeichnet, wenn sich aus unseren Reihen dafür genügend Pferde finden.“ Zu reiten sind diese Rennen nur von Amateuren.

 

Schatzmeisterin Sabrina Schön konnte einen weiterhin soliden Haushalt präsentieren, so dass auch das bisherige Zuschussprogramm an die Rennvereine und der Besitzertrainer-Cup problemlos durchgeführt werden kann. Zumal, wie Geschäftsführer Detlef Kaczmarek präsentieren konnte, die Mitgliederzahl weiter kontinuierlich steigt und derzeit 454 beträgt. Spätestens nach dem nächsten Besitzertrainer-Lehrgang im Ende September/Anfang Oktober sind weitere Zugänge zu erwarten.

 

Zum Empfang im Rahmen der 40-Jahr-Feierlichkeiten des Vereins Deutscher Besitzertrainer war die Zahl der Gäste erfreulicherweise deutlich höher. Begrüßen konnte Armin Weidler neben Christian von der Recke als Vertreter von Deutscher Galopp, Klaus Wilhelm vom Verband Südwestdeutscher Rennvereine und Tanja Hauch vom Rennclub Saarbücken als Hausherrin. Kurzfristig absagen musste leider aus gesundheitlichen Gründen Werner Schmeer, Gründungsmitglied des Vereins. Anwesend war aber seine Ehefrau Edda Schmeer.

 

Nach den Begrüßungs- und Grußworten sowie einem kurzen historischen Rückblick auf 40 Jahre Verein Deutscher Besitzertrainer wurde der gemütliche Teil des Abends eingeläutet. In stimmungsvoller Runde wurde nicht nur gut gespeist, sondern es fanden auch viele interessante Tisch-Gespräche statt.

Fuhrmann-Sieg in Rastede beim unterstützten Rennen

Bei einem der beiden Galopprennen am Sonntag, 12. Juni, auf der Rennbahn im Schlosspark von Rastede trat der Verein Deutscher Besitzertrainer als Mitsponsor auf. Es war die erste Prüfung, ein Ausgleich IV über 1.600 Meter um den "Preis vom Gestüt Fährhof". Leider kam nur drei Pferde an den Ablauf.

 

Der Sieg ging an den von Frank Fuhrmann in der Nähe von Magdeburg trainierten Nero de Avolo. Im Sattel des 7-jährigen Wallachs, der leicht gewann, saß Janina Boysen. Zweite wurde Besitzertrainerin Luisa Steudle, die ihren 9-jährigen Wallach Stanley Daley selbst ritt. Für Stanley Daley war es der 100. Lebensstart. Rang drei ging an Lovely Dream von Trainer Pavel Vovcenko. Reiterin war Monique Lübcke.

Dyllan gewinnt von Deutschen Besitzertrainern unterstütztes Rennen

Einen Tag nach der Mitgliederversammlung und dem stimmungsvollen Empfang in Saarbrücken anlässlich seines 40-jährigen Bestehens unterstützte der Verein Deutscher Besitzertrainer dort am Pfingstsonntag, 5. Juni, auch ein Rennen. Am traditionellen Sparkassen-Renntag trat der Verein als Mitsponsor im "Preis der SaarLB" auf.

 

Der Ausgleich IV über 1.900 Meter werden dann sogar von einem aktiven Besitzertrainer des Vereins gewonnen. Für Christoph Schwab setzte sich der 9-jährige Wallach Dyllan durch. Seine Reitern Liubov Grigorieva sicherte den hochüberlegenen Erfolg durch eine unwiderstehliche Attacke vor dem Schlussbogen, die Dyllan sicher bis ins Ziel durchstand. Auch Platz zwei ging an einen aktiven Besitzertrainer des Vereins durch Oliver Rudolph mit Candy Sweet (Shuichi Terachi) vor Accelerator von Trainer Gerald Geisler mit Anna van den Troost als Reiterin.

Zweiter Platz im Grupperennen für Anna Schleusner-Fruhriep

Eine herausragende Platzierung für Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep am Pfingstsonntag in Hoppegarten: Ihre 3-jährige Stute Nastaria belegte im Diana Trial, einem Gruppe III-Rennen über 2.000 Meter nur für Stuten, den zweiten Platz. Nastaria musste als drittletzte Außenseiterin am Wettmarkt (17:1) im Neunerfeld nur der klaren Favoritin (3,30:1) Wagnis (Gestüt Röttgen/Andrasch Starke) aus dem Stall von Markus Klug, die überlegen gewann, den Vortritt lassen. Im Sattel von Nastaria saß Sean Byrne.  

Jockey-Legende Lester Piggott lebt nicht mehr

Quelle: GaloppOnline vom 29. Mai 2022

 

Der größte Jockey aller Zeiten im internationalen Rennsport lebt nicht mehr. Im Alter von 86 Jahren ist Lester Piggott am Sonntag, 29. Mai, in einem Schweizer Krankenhaus verstorben. Der Galopprennsport trauert um seinen berühmtesten Aktiven, dessen Erfolgszahlen magisch sind und der schon zu Lebzeiten Legendenstatus erlangt hat. Piggott war in der vergangenen Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden und nachdem es noch am Samstag hieß, Anfang der Woche werde er dieses wieder verlassen, hat er seinen letzten Kampf nun verloren.

 

Piggott hat im Rennsattel in seiner Karriere weltweit mehr als 5300 Sieger geritten, davon 4493 in England. Er gewann sage und schreibe neunmal das Englische Derby und 1970 gelang ihm mit Nijinsky ein Sieg in der Triple Crown. Als Piggott seinen ersten Sieger ritt, war er 12 Jahre alt. Am 18. August 1948 siegte The Chase in Haydock. Mit 12 ein offizielles Rennen zu gewinnen, wäre heute undenkbar. 1994 endete die große Karriere, in der er elfmal das englische Jockey-Championat gewann.

 

Das Deutsche Derby gewann Lester Piggott dreimal: Orsini (1957), Fanfar (1963) und Luciano (1967) gewannen mit ihm das Blaue Band in Hamburg. Dreimal war er auch im Prix de l’Arc de Triomphe der Siegreiter: Rheingold (1973) und Alleged (1977, 1978) siegten in Paris.

 

Die Rekordzahl von 30 Siegen in britischen Klassikern sind eine weitere markante Zahl in der Karriere des Jockeys, der 1985 seine Karriere erstmals beendete, Trainer wurde (61 Siege), dann wegen Steuerhinterziehung ein Jahr ins Gefängnis musste. Es folgte das wohl unglaublichste Comeback der Rennsportgeschichte. Unvergessen in der Zeit nach dieser Rückkehr in den Rennsattel ist vor allem der Breeders Cup-Sieg mit Royal Academy.

Martin Seidl verletzt und Andrasch Starke mit Derby-Sperre

Quelle: GaloppOnline vom 6. und 7. Juni 2022

 

Seine Ritte für das Pfingstwochenende musste Martin Seidl absagen. Der Grund: ein Sturz am Freitag in der Morgenarbeit, der für den am Stall von Andreas Suborics tätigen Bayer mehr oder weniger zum Glück glimpflich ausging, wie er am Dienstagmorgen gegenüber GaloppOnline.de erklärt: "Sagen wir mal so: Es hätte auch schlimmer kommen können. Mein Pferd ist auf dem Asphalt ausgerutscht und lag auf einmal auf mir. Mein Bein ist ziemlich gequetscht und ich habe eine kleine Fissur im Ellenbogen. Bei dem was hätte alles passieren können, kann man sicher von Glück im Unglück sprechen."

 

Seidl weiter: "Die Ritte für nächsten Samstag in Krefeld habe ich schon abgesagt, für Sonntag warte ich noch bis zur Starterangabe, wie es mir dann geht. Ich habe noch ein paar Behandlungen, dass es bis Sonntag reicht, kann ich mir aktuell aber nicht wirklich vorstellen, aber wie gesagt ich warte jetzt mal ab, wie sich das entwickelt. In Hamburg bin ich spätestens wieder dabei, davon gehe ich fest aus."

 

Die knappe Kopf-Niederlage mit So Moonstruck im 187. Union-Rennen ist für Jockey Andrasch Starke doppelt bitter. Der erfolgreichste Jockey aller Zeiten in Deutschland verpasst das Deutsche Derby! Der Grund: Die Rennleitung sperrte Starke für 14 Tage, weil er die Peitsche einmal zu viel eingesetzt hat, sechsmal statt der erlaubten fünfmal. Die Sperre läuft vom 20. Juni bis einschließlich 3. Juli. Der Stalljockey von Markus Klug verpasst damit die komplette Derby-Woche auf „seiner“ Hamburger Rennbahn einschließlich des Derbys selbst, das am Sonntag, 3. Juli, entschieden wird.

Dresdener Rennbahngeläuf wieder auf Vordermann

Quelle: GaloppOnline vom 2. Juni 2022

 

Positive Nachrichten kommen aus Dresden, wo der erste Jahresrenntag in diesem Jahr bekanntlich angesichts des Zustands des Geläufs abgebrochen wurde. Die Rennbahn-Prüfungskommission von Deutscher Galopp e.V. gab nach einer Begehung und der Begutachtung der Arbeiten die Rennbahn mit der neuen Linienführung frei. Nachdem einige Passagen im Schlussbogen zu sehr nach außen abgefallen sind und der erste Renntag am 7. Mai nach einem Rennen abgebrochen werden musste, wurden diese mit der Versetzung der Innenrails ausgegrenzt. Kommissions-Chef Dirk Hartung: „Wir haben auch die Bahnbreite an allen Stellen vermessen, diese ist ausreichend für zwölf Pferde.“

 

Filip Minarik, mehrfacher Champion-Jockey Deutschlands: „Ich bin positiv überrascht! Das Geläuf wurde erstklassig bearbeitet und mit der Aufbringung von Sand für ordentlich Grip gesorgt. Meine Kollegen werden am 18. Juni begeistert sein.“ In den Prozess der Aufarbeitung des Renntags-Abbruchs und der durchzuführenden Maßnahmen wurden auch Reiter und Rennleitung eng eingebunden. Der produktive Austausch trug dazu bei, dass entstandene Missverständnisse ausgeräumt sind und der Weg für eine konstruktive Zusammenarbeit geebnet ist.

 

Rennvereins-Präsident Michael Becker: „Wir haben eine fünfstellige Summe investiert. Ich bin glücklich darüber, dass sich der Aufwand gelohnt hat und wir mit dem zweiten Renntag richtig in die Saison starten können." Highlights am 18. Juni werden das bwin BBAG-Auktionsrennen und der Preis der Freiberger Brauerei sein. Einen Fernseh-Bericht über die Rennbahn-Begehung gibt es am Sonnabend (4. Juni) ab 19 Uhr im MDR-"SachsenSpiegel".

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2022

Mons, 2. Februar

  • Susanne Schwinn – Spot Lite
  • Frank Maurer – Little Sam

Dortmund, 6. Februar

  • Christian Peterschmitt – Morning Love

Mons, 17. Februar

  • Fabienne Gratz – Glos
  • Sarah Jane Hellier – Ice Club

Gibt es eine "kleine Lösung" bei der Sandbahnfrage?

Quelle: GaloppOnline vom 22. Februar 2022

 

Der Umbau der Dortmunder Rennbahn zu einer neuen, hochmodernen Sandbahn ist zumindest was die „große Lösung“ angeht offenbar ad acta gelegt. Das hat Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, am Montag auf entsprechende Nachfrage in einem Pressegespräch bestätigt. „Wir haben das Thema auch bei der Mitgliederversammlung angesprochen, aber es gab keinerlei Entscheidung. Klar ist: es kostet erst mal was.“

 

Diese Kosten sollen für die große Lösung bei 2,7 bis 3,1 Millionen Euro liegen. „Die Mehrerträge, die man erwirtschaften könnte, sind nicht groß genug“, so Daniel Krüger als Verbandsgeschäftsführer zu dieser Thematik. Eine „kleine Lösung“ mit dem Austausch des Sandes und einer neuen Drainage sei indes weiterhin eine Option, auch hier sei zum jetzigen Zeitpunkt indes nichts spruchreif. Diese kleine Lösung läge bei rund 500.000 Euro, wie man hört.

 

„Ich habe in der kommenden Woche die australischen Experten wieder bei uns“, sagt Dortmunds Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke. „Ich glaube, dass der Mittelweg, also die kleine Lösung, uns sehr helfen würde. Dabei würden das Drainage-System und die Wasserabführung verbessert, die Bahn würde leicht kleiner werden.“

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2022

Mons, 6. Januar

  • Sarah Jane Hellier – Ice Club
  • Laura Giesgen – Hypnos

Dortmund, 16. Januar

  • Christian Peterschmitt – Morning Love

Dortmund, 23. Januar

  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais

Eilantrag des Bremer Rennvereins abgelehnt

Quelle: GaloppOnline vom 26. Mai 2022

 

Wie das Magazin "buten un binnen" berichtet, ist der Bremer Rennverein mit einem Eilantrag gegen den geplanten Bau eines Fuß- und Radwegs über das Rennbahngelände gescheitert. Das Verfassungsgericht lehnte den Antrag als unzulässig ab. Die Richter konnten nicht erkennen, dass der Verein durch das entsprechende Ortsgesetz in seinen subjektiven Rechten beeinträchtigt sei.

Galopprennen könnten dann jedoch in der Vahr nicht mehr durchgeführt werden. Der geplante Weg soll das Rennbahngelände etwa in der Mitte durchqueren. Der Rennverein hat nun zwei Wochen Zeit, um gegen den Beschluss Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einzulegen.

Ehrung der deutschen Galopp-Champions im Casino Baden-Baden

Quelle: Pressemitteilung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen vom 28. Mai 2022

 

Verdiente Würdigung großer sportlicher Leistungen in einem festlichen Ambiente: Am Freitagabend (27. Mai) wurden die deutschen Galopp-Champions erstmals seit 2019 wieder im Casino Baden-Baden geehrt, organisiert von der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., in Kooperation mit Baden Galopp. Bereits seit 2012 findet diese Feierstunde in der Spielbank der Kurstadt statt, 2020 und 2021 war das wegen der Corona-Pandemie leider nicht möglich gewesen.

 

Die Feier der Titelträger von 2021 war einmal mehr ein wichtiger Bestandteil des Frühjahrs­-Meetings. Rund 100 Gäste bildeten den perfekten Rahmen für die von Daniel Delius in gekonnter und unterhaltsamer Manier moderierte Veranstaltung. „Wir sind sehr froh, die Champions wieder in diesem Rahmen ehren zu können“, sprach Gregor Baum als Vizepräsident der Besitzervereinigung (er vertrat Präsident Manfred Ostermann) allen aus der Seele. Und er lobte das Engagement von Baden Galopp in Iffezheim: „Sie haben aus der Rennbahn wieder einen Wohlfühl-Ort gemacht.“ Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp, dankte für die sehr positive Resonanz, die der Rennveranstalter in seiner ersten Saison 2021 und nun beim ersten Meeting 2022 erhalten habe und gratulierte Marc Sonnenburg (Geschäftsführer der BV) unter dem großen Applaus der Gäste zum Geburtstag.

 

Die Mischung aus Interviews  und Einspielfilmen sorgte für eine sehr kurzweilige Veranstaltung, bei der Dr. Michael Vesper als Präsident von Deutscher Galopp den Weltstar des hiesigen Rennsports ehrte – Torquator Tasso, der 2021 zum zweiten Mal zum „Galopper des Jahres“ gekürt wurde. „Wir sind stolz auf das komplette Team des Arc-Siegers“, versicherte Vesper und zeichnete Peter-Michael Endres, seine Ehefrau Helga und Karl-Dieter Ellerbracke vom Gestüt Auenquelle für ihren Ausnahmehengst aus, der am Sonntag im Großen Preis der Badischen Wirtschaft seinen ersten Start seit dem 2,8 Millionen Euro schweren Triumph im bedeutendsten Rennen der Welt absolvieren wird.

 

Apropos Rennen – der Große Preis von Berlin (hier gewann die Engländerin Alpinista vor Torquator Tasso) in Berlin-Hoppegarten wurde als Rennen des Jahres 2021 ausgezeichnet. Darius Racing war der Besitzer des Jahres, auch dank des Derbysieges von Sisfahan. Bei den Züchtern rangierte das Gestüt Etzean, u.a. mit Palmas im Henkel – Preis der Diana siegreich, an der Spitze. Bauyrzhan Murzabayev holte sich verdientermaßen den Titel der Jockeys. Sein Chef, Trainer Peter Schiergen, kam bereits zum sechsten Titel der Trainer. Antonia von der Recke als Amateurreiterin, Ronny Bonk bei den Amateurreitern, Romy van der Meulen bei den Besitzertrainern und Leon Wolff bei den Nachwuchsreitern – sie alle gehörten zu den Titelgewinnern, die im Casino Baden-Baden geehrt wurden.

Endres und Harzheim neu im Vorstand von Deutscher Galopp

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 24. Mai 2022

 

Deutscher Galopp e.V. hat ab sofort zwei neue Vorstandsmitglieder. Als Vertreter der Besitzervereinigung wurden Peter Michael Endres und Rolf Harzheim im schriftlichen Verfahren von den Delegierten der Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e.V. in den Vorstand gewählt. Dies wurde anlässlich der heutigen Vorstandssitzung bekanntgegeben.

 

Peter Michael Endres ist nicht nur seit vielen Jahren ein wichtiges Mitglied des Vorstandes und des Präsidiums der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., sondern war ebenfalls bereits langjähriges Vorstandsmitglied und Mitglied des Präsidiums von Deutscher Galopp e.V. Als Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins von 1844 e.V. und Miteigner des Gestüts Auenquelle engagiert sich Peter Michael Endres bereits seit vielen Jahren aktiv im Rennsport. Im Jahr 2019 erhielt Peter Michael Endres die Goldene Medaille, die höchste Auszeichnung des deutschen Galopprennsports.

 

Rolf Harzheim ist ebenfalls seit vielen Jahren ein engagiertes Mitglied des Vorstandes der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. Als Eigentümer des Gestüts Bona und Leiter der Technischen Kommission bei Deutscher Galopp e.V. ist Rolf Harzheim dem Galopprennsport zudem seit seiner Jugend eng verbunden.

 

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Peter Michael Endres und Rolf Harzheim zwei Vorstandsmitglieder begrüßen dürfen, die sich seit vielen Jahren aktiv für den Galopprennsport in Deutschland einsetzen“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp e.V. „Ich bin überzeugt, dass beide durch ihre großen Erfahrungen und Kenntnisse unseren Vorstand bereichern werden, und freue mich auf unsere Zusammenarbeit.“

Pfingstsamstag-Renntag in Halle findet nicht statt

Quelle: GaloppOnline vom 17. Mai 2022

 

Der Saisonstart auf der Galopprennbahn in Halle findet nicht wie geplant am Pfingstsamstag statt. Der Renntag am 4. Juni fällt aus, damit wird an Pfingsten ein leicht reduziertes Wochenend-Programm im deutschen Turf geben, das mit Renntagen am Sonntag in Hoppegarten und Saarbrücken und Montag in Köln und Hannover aber immer noch mehr als gut gefüllt ist.

 

Der Renntag in Halle soll auf den 19. August, das ist ein Freitag, verlegt werden. „Die notwendigen Bauarbeiten auf der Anlage werden nicht rechtzeitig fertig. Deshalb geht es erst später los“, sagte Halles Vorstandsmitglied Andreas Neugeboren am Montag der Mitteldeutschen Zeitung (MZ).

 

Probleme gibt es darüber hinaus noch mit Wilschweinen. Noch einmal die MZ: „Knackpunkt auf den Passendorfer Wiesen ist seit Monaten vor allem ein neuer und 2,8 Kilometer langer Zaun, der Wildschweine davon abhalten soll, auf das Areal zu gelangen und hier für Schäden zu sorgen. So fiel genau aus diesem Grund im August der Renntag aus, weil Wildschweine bis zu 30 Zentimeter tiefe Löcher in das Geläuf gegraben hatten. Aus Sicherheitsgründen durften daraufhin keine Pferde auf die Bahn. „Der Zaun ist jetzt zwar fast fertig, hat aber noch einige offene Stellen. Das Risiko ist zu groß, dass wir wie 2021 absagen müssen“, so Neugeboren.“

Dresden: Arbeiten am Geläuf beginnen unverzüglich

Quelle: Pressemitteilung des Dresdener Rennvereins vom 12. Mai 2022

 

Die Rennbahn-Prüfungskommission von Deutscher Galopp hatte bei ihrer Begehung im April auf kritische Passagen im Schlussbogen hingewiesen, an denen das Geläuf ein leichtes Gefälle nach außen aufweist. Damals wurde jedoch vereinbart, diese im Herbst zu bearbeiten und die Rennsaison im derzeitigen Zustand durchzuführen. Beim ersten Saison-Renntag führte dieses Gefälle in Kombination mit Feuchtigkeit zu einer rutschigen Oberfläche, die einen Teil der Jockeys dazu bewog, nach dem ersten Rennen aus Sicherheitsgründen keine weiteren Ritte ausführen zu wollen.

 

An dieser Stelle möchte der Dresdener Rennverein klarstellen, dass das Geläuf nicht erst wenige Tage vor der Veranstaltung, sondern langfristig und kontinuierlich seit dem 19. April bewässert wurde, es sich also keine Pfützen aufgrund etwaiger Versiegelung wegen Trockenheit bilden konnten. Im Ergebnis des aktuellen Abbruchs wird der Dresdener Rennverein nun nicht erst im Herbst, sondern unverzüglich die Arbeiten am Geläuf beginnen. Zunächst werden die Innen-Rails ab der 1000-Meter-Startstelle bis eingangs der Zielgeraden ca. ein bis vier Meter nach außen versetzt. Mit dieser verengten Bahn wird die Saison durchgeführt. Parallel dazu wird der dann außerhalb der neu ausgesteckten Bahn befindliche, zu hohe Teil des Geläufs abgetragen und neu angesät. Sobald dieser regenerierte Teil wieder benutzbar ist – im besten Fall mit Beginn der Saison 2023 – werden die Rails an ihren ursprünglichen Platz zurückversetzt. Parallel dazu wird bis zum nächsten Renntag am 18. Juni eine Belüftung des gesamten Geläufs durchgeführt.


Als finanzielle Entschädigung erhalten die Besitzer der am 7. Mai vorgesehen Pferde die doppelte Transportkosten-Beihilfe. Diese wird außerdem allen Besitzer gezahlt, die am 18. Juni mit ihren Pferden in Dresden antreten.

Verein Deutscher Besitzertrainer besteht seit 40 Jahren

Der Verein Deutscher Besitzertrainer feiert am 7. Mai 2022 sein 40-jähriges Bestehen. Dem ersten Vorstand gehörten Hans-Heinrich Jörgensen (1. Vorsitzender), Werner Schmeer (stellvertretender Vorsitzender) sowie die Beisitzer Meinrada Bronnenmayer, Erich Seel und Willi Kuhn an. In Köln fand 1982 die Gründungsveranstaltung statt.

 

Aktive Besitzertrainer gab es schon viele Jahre zuvor. Ziel der Vereinsgründung war unter anderem aber, nicht mehr als fünftes Rad am Wagen im deutschen Galopprennsport behandelt zu werden. "Wir wollten endlich aus dem Schattendasein heraus", nannte der im Mai 2014 verstorbene langjährige Vorsitzende Hans-Heinrich Jörgensen in Gesprächen immer als einen der Gründe, sich als Besitzertrainer zu organisieren. Viele Jahre dauerte es dann trotzdem noch, bis der Verein endlich auch eine Stimme im Vorstand des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen (heute Deutscher Galopp) erhielt.

 

Leider wurde dieser Sitz durch eine mehrheitlich beschlossene neue Satzung von Deutscher Galopp mit der einhergehenden Verschlankung des Vorstand 2020 wieder verloren. Eigentlich sollten die Besitzertrainer wie auch die Vertreter des Trainer- und Jockeyverbands und der Amateure überhaupt nicht mehr im Vorstand des Dachverbands vertreten sein. Nach vielen Gesprächen und immer wieder deutlichen Einwänden gegen diese "Ausbootung" erreichten die Verantwortlichen dieser drei Verbände als Minimallösung letztlich einen gemeinsamen Sitz im achtköpfigen Vorstand von Deutscher Galopp. Christian von der Recke (stellv. Vorsitzender des Trainer- und Jockeyverbands) nimmt diese Aufgabe aktuell war.

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird seinen 40. Geburtstag offiziell am Pfingstsamstag, 4. Juni, begehen. Auf der Rennbahn in Saarbrücken wird es ab 18.30 Uhr einen Empfang geben, der nahtlos in ein gemütliches Beisammensein übergehen wird. Die Einladungen dazu sind bereits verschickt, genauso wie zur vorgeschalteten Mitgliederversammlung, die am selben Ort bereits um 15 Uhr beginnt. Anmeldungen sind noch bis zum 10. Mai möglich .

 

Als besondere Aktion übernimmt der Verein Deutscher Besitzertrainer wie bereits am 16. April in Bremen für seine aktiven Mitglieder für deren Starter am Renntag des Rennclubs Saarbrücken am Pfingstsonntag, 5. Juni, das komplette Netto-Nenngeld (keine Nachnenngebühren, keine eventuell anfallende Umsatzsteuer).

Ist die Zukunft von Hoppegarten in Gefahr?

Quelle: GaloppOnline vom 1. Mai 2022

 

In Hoppegarten haben sich in den letzten Tagen die Ereignisse überschlagen, und es geht in politischen Diskussionen offenbar um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft der Rennbahn. Die MOZ hat darüber berichtet.

 

Hintergrund der Turbulenzen ist eine offenbar strikte Ablehnung eines durch die Rennbahn Hoppegarten GmbH eingebrachten Vorschlags für einen Stiftungsvertrag durch die Gemeinde, über den seit Jahren diskutiert wird. Der Großteil des Rennbahngeländes (95 Prozent) soll in Form einer Stiftung betrieben werden, die verbliebenen Teile (5 Prozent) in fünf Entwicklungsprojekten für Wohnbebauung, Hotel, Dienstleistungen, Gastronomie und Einzelhandel aus dem Gesamtkonstrukt herausgelöst werden.

 

Das widerstrebt nun vor allem den Grünen, die von einer so genannten Untrennbarkeit des Gesamtgeländes sprechen. Dies wiederum ist für Hoppegarten-Eigner Gerhard Schöningh keine Option. Schöningh sagt der MOZ dazu in einem großen Interview: „Und ein paar Worte zu dem Thema „Untrennbarkeit des Gesamtgeländes“. Zuerst einmal ist es ein normaler Vorgang, wenn ein Unternehmen oder eine Privatperson Vermögensgegenstände, die nicht für das Kerngeschäft notwendig sind, entwickelt oder gegebenenfalls auch verkauft und damit sein Kerngeschäft stärkt. Wir reden über Flächen von 10,7 Hektar, nur etwa fünf Prozent des Gesamtgeländes von 207 Hektar. In unserem Stiftungsmodell soll die Stiftung 51 Prozent dieser Flächen behalten, 49 Prozent verbleiben bei mir. Sehen Sie sich mal an, was die Treuhand an Flächen verkauft hat, die mal zur Rennbahn gehörten: Den Graditzer Hof, die ehemalige Gärtnerei der Rennbahn – heute Rewe, Aldi, Sparkasse, große Liegenschaften in Neuenhagen und so weiter. Oder die dutzenden privaten Eigentümer, die Rennsportgrundstücke kleinteilig bebaut haben. Das ist alles ok, nur Herr Schöningh darf nicht wirtschaftlich agieren und als Einziger das Rennsporterbe mit seinem Privatvermögen finanzieren? Das werde ich nicht weitermachen.“

 

Schöningh weiter: „In der jetzigen Situation bin ich als Eigentümer frei, das Gelände in der Gesamtheit oder Teile davon zu verkaufen.“ Abschließend sagt Schöningh, der auch im Vorstand von Deutscher Galopp sitzt: „Die Corona-Pandemie und auch mein 60. Geburtstag im August 2021 haben mich dazu veranlasst, mein Engagement in Hoppegarten grundsätzlich zu überdenken. In den Jahren 2008 bis 2021 habe ich insgesamt 26,4 Millionen Euro an Einlagen in die Rennbahn geleistet. Ich bin bereit, meine nächsten Lebensjahre mit ganzer Energie der Weiterentwicklung der Rennbahn Hoppegarten zu widmen. Dies macht aber nur Sinn, wenn uns die Politik erlaubt, die Potenziale des Rennbahngeländes zu nutzen und damit einen wirtschaftlichen Betrieb zu erreichen. Eine weitere Stagnation, also eine Weiterführung des jetzigen Betriebs mit hohen Verlusten und hohen Investitionen ohne eine zeitnahe Entwicklungsmöglichkeit, widerspricht meinem Selbstverständnis als Unternehmer. Ich sähe das als eine Verschwendung von Zeit, Geld und Nerven, daher ist es für mich keine Option.“

Badischer Rennverein Mannheim zum Rennabbruch am 8. Mai

Quelle: GaloppOnline vom 9. Mai 2022

 

Nach dem Abbruch des Renntages am Sonntag hat der Veranstalter in Mannheim am Montagmittag eine umfassende Stellungnahme abgegeben.

 

„Bekanntlich wurde der Renntag in Mannheim am gestrigen Tag nach dem 2. Rennen abgebrochen, weil das Geläuf an einigen Stellen, insbesondere in der Zielkurve rutschig war. Hierzu ist zu sagen, dass es in Mannheim bis Donnerstagmorgen geregnet hat, bis Mittwoch sogar sehr stark. Die Bahnmessung am Donnerstagmittag ergab Werte zwischen 5,0 und 5,8, also weich und für Mannheimer Verhältnisse aufgrund des sandigen Bodens eher ungewöhnlich.

 

Im Laufe des Donnerstags und am Freitag trocknete die Bahn dann im Bereich der Zielgerade und im Zielbogen schnell ab, weil dort die Sonneneinstrahlung und der Wind besonders stark sind. Wir haben uns deshalb entschieden, diese Bereiche am Freitagabend noch einmal zu beregnen. Am Samstag war der Zustand der Bahn dann gleichmäßig um den Wert 4 und die Grasnarbe in einen sehr guten Zustand. Dies wurde zumindest uns gegenüber auch von allen Aktiven und der Rennleitung am Sonntagmorgen bestätigt. Die Messung um 8 Uhr ergab durchgehend gute Bodenwerte. Allerdings war die Bahn aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit oberflächlich sehr feucht und bis zum 1. Rennen um 11.20 Uhr auch noch nicht abgetrocknet.

 

Ob dies letztendlich die Ursache für die rutschigen Stellen war, wissen wir natürlich nicht. Auch von den beteiligten Aktiven gab es hierzu keine eindeutige Meinung. Unser Vorschlag war, die Kurve nach dem 2. Rennen zu besanden und den Renntag dann mit dem 3. Rennen über 2.500m fortzusetzen. Die Arbeiten hierzu hatten auch bereits begonnen, als die Rennleitung nach Befragung der Reiterinnen und Reiter entschied, den Renntag abzubrechen. Anzumerken ist noch, dass die Auffassungen hierzu ebenfalls unterschiedlich waren. Wir bedauern die Absage sehr und sind weiterhin auf Fehlersuche, um derartige Problem zukünftig zu vermeiden. Natürlich steht die Sicherheit von Pferden und Reitern an allererster Stelle und am Ende sind wir froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Auch von Tommaso Scardino haben wir positive Nachrichten gehört und wünschen ihm weiterhin gute Genesung. Den Besitzern, die von dem Abbruch betroffen waren, wird das Nenngeld erstattet und wir verdoppeln die Transportkostenzuschüsse.“

Dresdener Rennverein zum Abbruch des Renntags

Quelle: Pressemitteilung des Dresdener Rennvereins vom 8. Mai 2022

 

Der Dresdner Aufgalopp 2022 am Samstag, 7. Mai, musste nach einem Rennen, in dem eine Reiterin von ihrem Pferd fiel, abgebrochen werden. Nach diesem äußerten die Jockeys gegenüber der Rennleitung, das Geläuf sei rutschig und eine weitere Durchführung zu gefährlich. Daraufhin begutachtete eine Prüfungs-Kommission die Bahn. Noch auf dem Geläuf wurde eine Abstimmung durch jeweils zwei Rennleitungs-Mitglieder, Trainer, Jockeys und Rennvereins-Vertretern durchgeführt, die ein Ergebnis von 6:2 pro Fortsetzung des Renntages ergab. Da die Mehrzahl der Reiter nicht bereit war, weiterhin an Rennen teilzunehmen, musste die Rennleitung den Veranstalter dennoch dazu auffordern, den Renntag abzubrechen.

 

DRV-Präsident Michael Becker teilte den mehr als 10.000 Besuchern den Abbruch mit: „An einer Kurve fällt das Geläuf ein bisschen ab, dort kam im ersten Rennen ein Pferd ins Rutschen. Ein Teil der Kommission, spricht die Jockeys, haben gesagt, sie möchten an dieser Stelle nicht reiten. Wir hätten zwar die Möglichkeit gehabt, da die Bahn umzuleiten, aber das wäre in der Kürze der Zeit zu aufwändig. Wir müssen das so akzeptieren, die Sicherheit von Pferd und Reiter geht vor."

 

Michael Becker weiter: „Für die vielen Besucher tut mir das fürchterlich leid. Alle Karten sind am nächsten Renntag wieder gültig." Die online erworbenen Tickets werden komplett an die Besucher zurückgebucht. Der finanzielle Schaden für den Rennverein ist nicht nur deshalb enorm, denn sämtliche Kosten wie für Mitarbeiter und Transportkosten-Hilfe fallen trotzdem an. Der Wettumsatz im ersten Rennen, das vom tschechischen Gast Heidi High unter Leon Wolff gewonnen wurde, betrug rund 25.000 Euro, wonach am Ende der Gesamtumsatz jenseits der 200.000 Euro gelegen hätte.

Bayerischer Amateur-Verband: Luimex-Rennserie mit sieben Läufen

Quelle: Pressemitteilung von der Bayerische Vereinigung der Amateur-Rennreiter vom 15. April 2022

 

Eine großartige Nachricht für den deutschen Amateurrennsport kommt aus München-Riem: Der Münchener Rennverein und die Bayerische Vereinigung der Amateur-Rennreiter (BVAR) veranstalten eine sieben Wertungsläufe umfassende Rennserie für das Bayerische Amateur-Championat 2022. Die Prüfungen werden an folgenden Renntagen abgehalten: Sonntag, 12. Juni: Auftaktrennen, Montag, 15. August (Lotto Bayern-Renntag): zwei Wertungsläufe, Donnerstag, 15. September: ein Wertungslauf, Samstag, 15. Oktober: zwei Wertungsläufe, Samstag, 19. November: Finallauf mit Ehrung der Champions (Reiter, Trainer, Besitzer)


Die Rennserie, die für Amateurrennreiter und -reiterinnen aus dem In- und Ausland offen ist, steht unter dem Patronat der in Pfaffenhofen bei München ansässigen Luimex International GmbH (Vertrieb von hochwertigen Sportwagen und anderen Fahrzeugen). „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Aktiven und dem Publikum nach den jahrelangen pandemiebedingten Einschränkungen für den gesamten Amateursport jetzt eine so umfangreiche Rennserie mit einem tollen Sponsor anbieten können. Die Amateurrennen sind nicht nur mit ihren meist großen Starterfeldern für Zuschauer und Wetter sehr attraktiv, sondern spielen auch eine wichtige Rolle bei der Förderung des reiterlichen Nachwuchses. Viele heutige Topjockeys haben ihre Karriere im Rennsattel als Amateure begonnen“, so BVAR-Präsidentin Andrea Schneider.

 

Für die Wertung Bayerisches Amateur-Championat 2022 werden drei Wertungsläufe vorausgesetzt. Punktewertung: In jedem Wertungslauf erhält der Sieger 7 Punkte, der Zweite 5, der Dritte 4, der Vierte  3 und jeder weitere Teilnehmer/Pferd, der das Rennen offiziell beendet hat, 1 Punkt. Die drei erfolgreichsten Reiter/innen erhalten einen Ehrenpreis, gegeben von der Bayerischen Vereinigung der Amateurrennreiter e.V. Bei Punktegleichheit auf dem ersten Platz entscheidet die bessere Platzierung. Bei Gleichstand der Platzierungen gibt es mehrere Champions. Bei Punktegleichheit auf den Plätzen entscheidet die Teilnahme an den Wertungsläufen. Bei gleicher Teilnahme, die bessere Platzierung. Der erfolgreichste Trainer sowie der erfolgreichste Besitzer erhalten einen Ehrenpreis, gegeben von der Bayerischen Vereinigung der Amateurrennreiter e.V. Bei Punktegleichheit entscheidet die Teilnahme an den Wertungsläufen. Bei gleicher Teilnahme, die bessere Platzierung.

Neu: Nichtstarterangabe im Trainerservice

Quelle: Deutscher Galopp vom 12. April 2022

 

Mit dem neuen Menüpunkt der Nichtstarterangabe im Trainerservice soll den Trainern die Möglichkeit gegeben werden, einen Nichtstarter am Renntag online zu erfassen bzw. einzugeben. Eine einmal deklarierte Nichtstarterangabe für ein Rennen kann nicht mehr rückgängig gemacht werden und darf frühestens einen Tag nach der endgültigen Starterangabe getätigt werden.

 

Eine Streichung eines genannten Pferdes zur Vorstarterangabe bzw. eine Streichung zur endgültigen Starterangabe muss nach wie vor über die bekannten Wege erfolgen und darf niemals über diese Nichtstarterangabemöglichkeit erfolgen.

Amateur-Rennreiter-Wertung 2022 in Leipzig

Quelle: GaloppOnline vom 26. April 2022

 

In Leipzig sind in der Saison 2022 vier Amateur-Rennen - zwei am 1. Mai sowie je eines am 16. September und 9. Oktober - ausgeschrieben. Galopp Leipzig e.V. lobt Preise für die besten Amateur-Rennreiter in Leipzig aus. Dabei gilt es nicht nur in den Amateur-Rennen, Punkte zu sammeln. In allen Rennen erhalten Amateure für die Plätze eins bis fünf Punkte (10, 6, 4, 2 und 1). Die fünf punktbesten Amateure am Ende der Saison erhalten Wertgutscheine für die Ausrüstung über  500 €, 300 €, 200 € und zweimal 100 €.

Büchelers Marschroute für den deutschen Galopprennsport

Patrick Bücheler, Chefredakteur der Sport-Welt, schreibt in der Ausgabe 17 der Fachzeitschrift vom 18. März unter der Rubrik "Rennsport-Politik" seine Ansicht zur Marschroute des deutschen Galopprennsports für die kommenden Jahre. Dieser Artikel wird hoffentlich nicht nur für Gesprächsstoff sondern auch Reaktionen und Handeln sorgen!

 

Hier klicken zum Artikel

Baum und Baumgarten nicht mehr im DG-Vorstand

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. April 2022

 

Die Mitglieder des Vorstands von Deutscher Galopp e.V. Lars-Wilhelm Baumgarten und Gregor Baum sind mit sofortiger Wirkung von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, sie beziehen sich zum einen auf Meinungsverschiedenheiten zur künftigen strategischen Ausrichtung von Deutscher Galopp, zum anderen auf unterschiedliche Einschätzungen zu internen Vorgängen.

 

Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp: „Ich bedauere den Rücktritt meiner beiden Kollegen, mit denen ich in den vergangenen Jahren außerordentlich gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe. Ihre große Expertise und ihre langjährigen Erfahrungen haben mich und den ganzen Vorstand sehr unterstützt. Darum ist es eine gute Nachricht, dass beide ihr herausragendes Engagement im und für den Rennsport weiterführen und auch im Vorstand der Besitzervereinigung bleiben werden.“

Baum und Baumgarten zu ihren Rücktritten

Quelle: GaloppOnline vom 20. April 2022

 

Nun hat sich Gregor Baum zu den Gründen seines Rücktritts aus dem DG-Vorstand geäußert. In einer Pressemitteilung erklärt der Präsident des Hannoverschen Rennvereins:

„Aufgrund tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten über den Informationsaustausch innerhalb des Vorstandes Deutscher Galopp e.V. und die Art und Weise des Umgangs miteinander bin ich am 19. April 2022 von meinem Amt als Vorstandsmitglied Deutscher Galopp e.V. zurückgetreten.“

 

Lars-Wilhelm Baumgarten argumentiert wie folgt: „Ich bin mit sofortiger Wirkung am heutigen Tag von meinem Amt als Vorstand von Deutscher Galopp e.V. zurückgetreten. Im Rahmen der Beratungen der Gesamtstrategie des Deutschen Rennsports zeigte sich für mich eine Beratungskultur, die eine konstruktive, mutige, unternehmerische, nachhaltige und vertrauliche Zusammenarbeit zum Wohle von Deutscher Galopp in diesem Vorstand nicht mehr möglich macht.“ Baumgarten weiter: „Ich werde im Sinne dieser Werte außerhalb des Vorstandes mit Herzblut für Vollblut weiter arbeiten und wünsche dem Vorstand Deutscher Galopp für seine Beratungen in den nächsten Wochen ein glückliches Händchen. Auf geht’s Deutscher Galopp.“

Michael Motschmann neuer Präsident des Münchener Rennvereins

Quelle: GaloppOnline vom 27. April 2022

 

Michael Motschmann am Dienstag, 26. April, zum neuen Präsidenten des Münchener Rennvereins gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Dietrich von Boetticher an, der sein Amt vor einigen Wochen niedergelegt hatte. Neue Vizepräsidentin ist Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel. Den Vorstand komplettieren Dr. Georg Freiherr von Gumppenberg, Dr. Stefan Oschmann und Dr. Christoph Walther.

Torquator Tasso wieder Galopper des Jahres

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 6. April 2022

 

Der „Galopper des Jahres 2021“ heißt Torquator Tasso. Nachdem sich der Fuchshengst bereits 2020 den begehrten Titel der ältesten Publikumswahl im deutschen Sport sicherte, so war das Ergebnis für das Jahr 2021 noch deutlicher: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 76 Prozent der Stimmen setzte sich Torquator Tasso gegen Palmas, die Siegerin im deutschen Stutenderby, und Sisfahan, den letztjährigen Derbysieger, durch.

 

Mit seinem sensationellen Sieg im 100. Qatar Prix de l'Arc de Triomphe (Gr. I) trug sich Torquator Tasso 2021 in die Geschichtsbücher ein, als er als erst drittes deutsches Pferd überhaupt das bedeutendste Galopprennen Europas gewann. Es war der krönende Abschluss eines erfolgreichen Rennjahres 2021, in dem der in Mülheim von Marcel Weiß trainierte Hengst bei fünf Starts auf Gruppe-Niveau drei Siege und einen zweiten Platz verzeichnen konnte. Seine überragenden Leistungen brachten dem von Paul H. Vandeberg gezogenen und im Besitz des Gestüts Auenquelle stehenden Torquator Tasso eine Gewinnsumme von über drei Millionen Euro ein.


Da Torquator Tasso im aktuellen Jahr im Training bleibt, könnte der Hengst seinen Titel „Galopper des Jahres“ auch dieses Jahr verteidigen. In der 65-jährigen Geschichte der Wahl gelang es erst zwei Pferden, dreimal in Folge ausgezeichnet zu werden: Orofino und Acatenango. Doch zunächst wird Torquator Tasso, dessen Name aufgrund eines Übermittlungsfehlers bei der Namenseintragung ein „r“ zu viel aufweist, voraussichtlich am 29. Mai in Baden-Baden in die Saison 2022 starten.


Über die Wahl „Galopper des Jahres 2021“


Deutscher Galopp, RaceBets und die Sport-Welt hatten im vergangenen Monat dazu aufgerufen, den vierbeinigen Star des vergangenen Jahres zu wählen. Bei der Wahl zum „Galopper des Jahres“ handelt es sich um die älteste Publikumswahl im deutschen Sport, denn bereits seit 1957 wird jedes Jahr die renommierte Auszeichnung für den besten Galopper des Landes vergeben. In diesem Jahr, in dem der deutsche Rennsport 200 Jahre Galopprennen feiert – die ersten Galopprennen mit Vollblütern fanden am 10. August 1822 in Doberan an der Ostsee statt – jährte sich die Wahl zum „Galopper des Jahres“ somit bereits zum 65. Mal.

 

Der Gewinner/die Gewinnerin des Hauptpreises - ein Wochenende für zwei Personen in Berlin inklusive zwei Renntagen und Festakt zu „200 Jahre Galopprennen in Deutschland“ - sowie die Gewinner der weiteren Preise werden schriftlich informiert.

Fünf neue Pferdewirtschaftsmeister

Quelle: GaloppOnline vom 12. April 2022

 

Mitte März haben fünf neue Pferdewirtschaftsmeister erfolgreich ihre Prüfung vor der Landwirtschaftskammer abgelegt und können sich ab sofort Public-Trainer nennen. Unter der Anleitung von Erika Mäder, Marco Klein, Christian Freiherr von der Recke, Markus Klug, Georg Symalla und Ulrike Sahm-Lütteken absolvierten sie die Prüfung mit der Fachrichtung Pferderennen und dem Einsatzgebiet Rennreiten. Die neuen Pferdewirtschaftsmeister sind Cevin Chan, Jennifer Müller, Pavel Bradik, Hendrik Reichert und Andrea Rulec.

Werner Krüger neuer Präsident beim Rennclub Mülheim an der Ruhr

Quelle: Homepage des Rennclubs Mülheim an der Ruhr vom 1. April 2022

 

Auf einer mehr als vierstündigen Mitgliederversammlung am Freitag, 1. April, wählten die Mitglieder des Rennclubs Mülheim den Berliner Unternehmer Werner Krüger zu Ihrem neuen Präsidenten. Krüger hatte das Amt bereits kommissarisch geleitet. Zum neuen Vorstand zählen ebenso die Vizepräsidenten Bernd-Robert Gossens (Issum), Marc Hübner (Essen), Dr. Michael Bergmann (Düsseldorf) sowie Marian Falk Weißmeier (Mülheim). Den Beirat vertreten Jean-Pierre Carvalho (Mülheim), Christiane Langen (Mülheim) sowie Peter Beitz (Mülheim).

 

Präsident Werner Krüger: „Ich freue mich sehr über das viele Vertrauen, das mir durch die Mitglieder entgegen gebracht wurde. Der Aufgalopp 2022 am 30. April kann jetzt planmäßig starten. Wir wünschen uns allen ein erfolgreiches Rennjahr 2022.“

 

Erstmals in den Vorstand wurde der Mülheimer Trainer Marian Falk Weißmeier berufen. „Ich bin sehr froh, dass man mir das Vertrauen geschenkt hat und freue mich, die gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Trainern aktiv mitgestalten zu können.“

Turfchampionat Südwest 2021: Besitzertrainer Matthias Schwinn Erster

Quelle: GaloppOnline vom 26. März 2022

 

Im Members-Club der Bénazet-Tribüne auf der Rennbahn in Iffezheim fand am Samstag, 26. März, die 94. Ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine e.V. statt. Präsident Klaus Wilhelm freute sich über die rege Teilnahme der Mitglieder sowie die eingeladenen Gästen, darunter Iffezheims Bürgermeister Christian Schmid. Neben den üblichen Tagesordnungspunkten standen bei der Versammlung auch einige Ehrungen auf dem Programm. Bei den von VSR-Vorstandsmitglied Jens Pfeiffer moderierten Ehrungen stand dabei zunächst das 28. Wettstar Turfchampionat Südwest 2021 im Fokus.

 

Jeweils 500 Euro gab es für die Sieger der Punktewertung in den Sparten Besitzer, Trainer und Reiter. Miriam Keller (Zeiskam) lag bei den Besitzern mit 8 Punkten vorne. Mit einem deutlichen Vorsprung von 13 Punkten sicherte Tommaso Scardino (Viernheim) den Sieg bei den Reitern. Äußerst spannend verlief das Trainerchampionat, bei dem gleich vier Trainer mit jeweils acht Punkten an der Spitze lagen. Da Matthias Schwinn (Honzrath) sich im letzten Wertungslauf die beste Platzierung gesichert hatte, sicherte er sich den Championatstitel. Das 29. Wettstar Turfchampionat Südwest 2022 umfasst in dieser Saison 15 Läufe.

 

Auf Vorschlag des VSR-Vorstandes ernannte die Mitgliederversammlung den seit dem Jahre 1990 im Verband amtierenden Schatzmeister Erwin Peifer zum Ehrenmitglied. Roland Vollmer erhielt für seine Tätigkeit als Rennleitungsmitglied bei den Trabern genauso das Goldene Abzeichen wie Jürgen Burk, der über 40 Jahre als Rennkommentator auf diversen Südwestbahnen gearbeitet hat, krankheitsbedingt aber nicht anwesend sein konnte. Beide beendeten mittlerweile ihre Tätigkeit.

 

Die Saison 2022 beginnt am Sonntag, 3. April, in Mannheim-Seckenheim und umfasst 25 Renntage, von denen alleine elf in Iffezheim stattfinden. Mannheim wird vier Renntage veranstalten, Saarbrücken drei, Zweibrücken zwei, und in Billigheim, Erbach, Hassloch, Honzrath und Miesau gibt es jeweils einen Renntag.

Altmeister Horst Rudolph hört auf, Sohn Oliver Rudolph übernimmt

Quelle: GaloppOnline vom 23. März 2022

 

Am 3. April startet der Badische Rennverein Mannheim-Seckenheim in die Saison 2022. Doch etwas wird anders sein an diesem Tag, denn der Mannheimer Altmeister Horst Rudolph zeichnet sich nicht mehr als verantwortlicher Besitzer-Trainer. Rudolphs Pferde werden von nun an unter der Regie von Sohn Oliver laufen. Damit geht eine Mannheimer Ära zu Ende. Mit 82 Jahren macht Horst Rudolph, der 1957 die Lizenz als Amateurreiter machte, und der seit 1976 als Besitzertrainer aktiv war, Schluss als Trainer, aber die Pferde und den Stall wird er natürlich nicht verlassen.

 

„Ich bin mit 13 Jahren zum Rennsport gekommen und jetzt 82 Jahre. Ich werde weiter jeden Morgen am Stall sein und meinem Sohn natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagte Horst Rudolph am Mittwoch gegenüber der Sport-Welt. Er weiß natürlich: Der Umgang mit den Pferden hält fit. Auf der Trainingsliste von Oliver Rudolph stehen derzeit die Pferde Candy Sweet und Perviy. Beide sollen am 3. April auf der Mannheimer Heimatbahn laufen.

Sechsmal die Prüfung zum Besitzertrainer bestanden

Die Zahl der neuen deutschen Besitzertrainer, die im Jahr 2021 erfolgreich ihre Prüfungen bestanden haben, ist auf 16 angewachsen. Nach dem ersten Durchgang mit insgesamt zehn Absolventinnen und Absolventen am Freitag, 30. Juli, präsentierten weitere sechs Kandidatinnen bzw. Kandidaten am Donnerstag, 25. November, in schriftlicher Form und am Freitag, 26. November, in Weilerswist auf der Anlage von Christian von der Recke in der Praxis der Prüfungskommission ihr in Präsenz- und Onlinelehrgängen im Laufe des Jahres erworbenes Wissen. Alle Prüfungsteile fanden natürlich unter den geltenden Coronabedingungen statt.

 

Letztendlich konnte Erika Mäder als Vorsitzende der Prüfungskommission den vier Teilnehmerinnen und zwei Teilnehmern verkünden, dass sie ihre Qualifikation zum Besitzertrainer im Deutschen Galopp nachgewiesen haben und einen Lizenzantrag stellen können. Im Einzelnen in alphabetischer Reihenfolge sind dies: Anja Bachmann, Anna Jacoby, Eva Natalie Lange, Maria Lehnhardt, Bernd Schrödl und Torsten Zellmer

 

Auf dem Foto sind die neuen Besitzertrainer/innen im Kreis der Mitglieder der Prüfungskommission zu sehen. Foto: privat

Nach erfolgreicher Prüfung: Zehn neue Besitzertrainer

Diesmal gab es einige Hindernisse zu überwinden, bevor am Freitag, 30. Juli 2021, endlich die Abschlussprüfung für die Qualifikation zum Besitzertrainer im Deutschen Galopp absolviert werden konnte. Erstmals wurde, weitgehend der Corona-Pandemie geschuldet, die Theorie überwiegend durch Online-Module abgedeckt. Corona-Beschränkungen sorgten auch dafür, dass zwei anberaumte Prüfungstermine kurzfristig wieder gestrichen werden mussten. Doch nun konnte in Weilerswist auf der Anlage von Christian von der Recke der Abschluss der Ausbildung mit den praktischen Prüfungen stattfinden. Einen Tag zuvor mussten die Teilnehmer/innen ihr Wissen in einer Klausur nachweisen.


Die Prüfungsausschuss-Vorsitzende Erika Mäder freute sich, dass am Ende allen zehn angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten zum Bestehen gratuliert werden konnte. Im Einzelnen sind dies in alphabetischer Reihenfolge: Chiara Kehrer, Christoph Masser, Saskia Müller, Daniela Pavel, Sarah Pötschke, Annelie Rodde, Rudolf Rotacker, Andrea Schneider, Trixie Sniady und Tobias Theis.

 

Auf dem Foto sind die neuen Besitzertrainer/innen im Kreis der Mitglieder der Prüfungskommission zu sehen. Foto: privat

Red Racing-Trainingsstalles in Krefeld schon wieder aufgelöst

Quelle: GaloppOnline vom 24. März 2022

 

Am Mittwoch ist das letzte Pferd aus dem Krefelder Red Racing Rennstall gelaufen, das Quartier ist jetzt geschlossen. Auf der Trainingsliste von Mats Snackers steht kein Pferd mehr. Der zweite Platz der Stute Zebelle in Le Croise Laroche markiert das zumindest vorläufige Ende des Krefelder Stalles, der erst im November im Anschluss an einen dortigen Renntag eröffnet worden war. Die meisten Pferde, die in Krefeld standen, werden mittlerweile von Nicolas Caullery in Frankreich trainiert, laufen für Janina Bürger und Lars Haase, sieben Pferde haben noch keine offizielle Besitzerzuordnung bei France Galop. Bravehert und Panjo, für Heinz Dieter Jarling am Start gewesen, sind zu Carina Fey gewechselt, sind bei France Galop auch noch ohne Besitzer angegeben, gehören aber weiterhin Jarling. Er hat auch vier Pferde bei Hans-Albert Blume in Krefeld in Training.

 

Zum Aus des Red Racing-Trainingsstalles in Krefeld und der Verlagerung nach Frankreich haben die Betreiber am Donnerstag eine Stellungnahme abgegeben. „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dazu entschlossen, einen anderen Weg einzuschlagen und unsere Pferde ins Training nach Frankreich zu geben“, sagen die Betreiber in der Stellungnahme zu diesem Schritt, die auch auf den Social Media Kanälen von Red Racing veröffentlicht wurde. „Dort werden unsere Schützlinge von französischen Trainern vorbereitet und trainiert. Unser Ziel war es immer, bestmögliche Voraussetzungen für unsere Vierbeiner zu schaffen und sie optimal auf ihre Rennen vorzubereiten. Diesem Ziel sind wir in der kurzen Zeit in Krefeld vollauf gerecht geworden. Unser Konzept war von Anfang an auf die französischen Rennen ausgerichtet, sodass wir den Schritt für absolut sinnvoll erachten und für unsere Pferde ergeben sich dadurch noch einmal ganz neue Möglichkeiten, ihr Potential zu entfalten.“

 

Das Red Racing-Team abschließend: „Wir bedanken uns bei allen Menschen, die uns unterstützt haben, bei unserem Trainer und den Mitarbeitern, die in erster Linie dafür gesorgt haben, dass es unseren Pferden an nichts fehlte.“ Die Stellungnahme endet wie folgt: "Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen auf den Rennbahnen dieser Welt, bleibt sportlich, Hals&Bein, euer Red Racing Team!"

Verrechnungsstelle: 500 € Mindestguthaben nur noch empfohlen

Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 15. März 2022


Die regulatorische Anforderungen für die Verrechnungsstelle von Deutscher Galopp wurden unter Punkt 5 neu festgelegt:

 

1. Zahlungsaufträge werden ausschließlich über das Online-Portal an Deutscher Galopp Verrechnungsstelle übermittelt. Falls Sie sich noch nicht registriert haben, bitten wir Sie, sich mit dem dafür vorbereiteten Anmeldeformular zu registrieren. Dieses Formular finden Sie auf der Homepage von www.deutscher-galopp.de unter Menue/Service/Downloads.


2. Überweisungen werden ausschließlich zu Gunsten des am Verrechnungskonto hinterlegten Referenzkontos ausgeführt.


3. Darüber hinaus gehende Zahlungsaufträge werden ausschließlich zu zucht- und renntechnischen Zwecken (z. B. Nennungsgebühren im Ausland) an ausländische Rennsport-Behörden angenommen.


4. Transaktionen (Umbuchungen) zwischen den Teilnehmern von Deutscher Galopp Verrechnungsstelle sind weiterhin möglich. Bitte erfragen Sie die Kontonummer des Empfängers, sofern es sich um eine erstmalige Transaktion handelt, direkt bei Ihrem Geschäftspartner. Einmal erfolgte Transaktionen werden als Vorlage gespeichert.


5. Bitte beachten Sie, da die Verrechnungskonten nicht mehr im Soll geführt werden dürfen, dass Deutscher Galopp auf jedem Konto ein Mindestguthaben von 500 € empfiehlt. Nennungen und sonstige Zahlungen werden nicht mehr akzeptiert bzw. durchgeführt, wenn dadurch das Konto in einen Minussaldo gerät.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2021

Dortmund, 19. Dezember

  • Ursula Fröhlich – Phandorro

Mons, 30. Dezember

  • Silke Brüggemann – Orthos

2022 ganz unter dem Motto „200 Jahre Galopprennsport“

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 10. März 2022

 

Der deutsche Galopprennsport wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Am 10. August 1822 fanden auf der Doberaner Rennbahn die ersten Galopprennen mit Vollblütern in Deutschland statt, 26 Jahre, bevor mit dem ersten Turntag der Deutsche Turnerbund gegründet wurde. Damit ist der Galopprennsport die älteste organisierte Sportart in Deutschland.

 

„Wir feiern ein einzigartiges Jubiläum. Über das gesamte Jahr wird es für Interessierte, Aktive, Freunde und Fans des Galoppsports Feiern und Partys auf den deutschen Galopprennbahnen geben. Den Höhepunkt werden die Feierlichkeiten Mitte August rund um die Rennbahn Berlin-Hoppegarten erreichen“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp e.V.

 

Rückblick 2021 / Ausblick 2022


Nach zwei Jahren, die stark von der Corona-Pandemie und von dem Verbot oder der Beschränkung der Rennbahnbesucher/-innen geprägt waren, kommt der Galopprennsport in Deutschland rechtzeitig zu seinem 200-jährigen Jubiläum wieder auf Touren. Im Jahr 2021 waren gegenüber 2020 bereits positive Trends festzustellen, etwa im Hinblick auf die Anzahl der Renntage und Rennen oder die Höhe der Rennpreise, wenngleich das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 insgesamt noch nicht wieder erreicht werden konnte.

 

Für das laufende Jahr sind aktuell 136 Renntage geplant. Das sind 24 mehr als im vergangenen Jahr. Mit insgesamt 12,4 Millionen Euro werden in 2022 deutlich mehr Rennpreise als im Jahr 2021 (10,2 Millionen Euro) ausgeschüttet. Allein das IDEE 153. Deutsche Derby, das am 3. Juli ausgetragen wird, wird mit 650.000 Euro und der für den 7. August geplante Henkel Preis der Diana mit 500.000 Euro dotiert sein.

 

Arc-Sieg als Meilenstein für die deutsche Zucht, neue Deckhengste in 2022


Trotz der Einschränkungen durch Corona wird das vergangene Jahr in die Geschichtsbücher der deutschen Vollblutzucht eingehen, denn der im Gestüt Erftmühle in Bergheim bei Köln aufgewachsene Hengst Torquator Tasso (Adlerflug-Tijuana) erzielte – als erst drittes deutsches Pferd überhaupt – einen spektakulären Sieg im bedeutendsten Galopprennen Europas, dem Prix de l’Arc de Triomphe.

 

Dieser Sieg des in Mülheim von Marcel Weiss trainierten Hengstes und die vielen weiteren herausragenden internationalen Erfolge deutscher Vollblüter in der jüngeren Vergangenheit sind umso bemerkenswerter, da die deutsche Vollblutzucht im internationalen Vergleich jedes Jahr viel weniger Pferde hervorbringt als zum Beispiel Großbritannien oder Frankreich.  So kamen in 2017 – dem Geburtsjahr von Torquator Tasso - lediglich 861 registrierte Vollblutfohlen in Deutschland zur Welt, während in Großbritannien 4.778, in Frankreich 5.578 und in Irland sogar 9.689 Vollblüter geboren wurden (Quelle: Jour de Galop, 03.03.2022).

 

Um die deutsche Vollblutzucht weiter zu stärken und die Lücken zu schließen, die durch die Verluste der Hengste Adlerflug und Lord of England entstanden sind, wurden in diesem Jahr in den deutschen Vollblutgestüten vielversprechende neue Deckhengste aufgestellt (in alphabetischer Reihenfolge):

•    Accon (GER) v. Camelot-Anaita v. Dubawi, Gestüt Lünzen
•    Alson (GER) v. Areion-Assisi v. Galileo, Gestüt Fährhof
•    Fearless King (GB)  v. Kingman-Astrelle v. Makfi, Gestüt Helenenhof
•    Japan (GB) v. Galileo-Shastye v. Danehill, Gestüt Etzean
•    Rip van Lips (IRE) v. Rip van Winkle-Red Lips v. Areion, Gestüt Graditz
•    Windstoß (GER) v. Shirocco-Wellenspiel v. Sternkönig, Gestüt Röttgen

 

„200 Jahre Galopprennsport in Deutschland“: Festivitäten über das ganze Jahr verteilt

 

Der Galopprennsport ist die älteste organisierte Sportart in Deutschland und feiert in diesem Jahr sein 200. Jubiläum. Denn genau vor 200 Jahren, am 10. August 1822, fanden in Doberan an der Ostsee die ersten Galopprennen mit englischen Vollblütern statt. Ziel der Rennen war die Zuchtverbesserung der Rasse „Englisches Vollblut“. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn auch 200 Jahre später hat der Dachverband Deutscher Galopp als oberstes Ziel festgeschrieben: Zuchtauswahl und Zuchtverbesserung durch Leistungsprüfungen - so wie es der staatliche Auftrag des Tierzuchtgesetzes vorsieht und wie es die Rennen in Doberan vormachten.

 

Um das 200-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, wird es über das gesamte Jahr für Interessierte, Aktive, Freunde und Fans des Galoppsports Feiern und Partys auf den deutschen Galopprennbahnen geben. Von Hamburg und Hannover bis Baden-Baden und München, von Düsseldorf und Köln bis Leipzig und Dresden. Knapp dreißig Rennvereine werden im kleineren oder größeren Rahmen den runden Geburtstag feiern.

 

Den Höhepunkt werden die Festivitäten Mitte August rund um die Rennbahn Berlin-Hoppegarten erreichen. Das dreitägige Jubiläumsmeeting bietet für jede und jeden, ob Familien, Jung oder Alt, ein umfassendes Programm. Start ist am Freitag, den 12. August, mit einem offiziellen Festakt im Hotel Adlon Kempinski in Berlin. An den beiden Renntagen (13./14. August) stehen insgesamt zwanzig Rennen auf dem Programm, darunter das Saisonhighlight, der 132. Große Preis von Berlin (Gruppe I), drei Listenrennen sowie drei Rennen nur für Amateurreiter/-innen und Besitzertrainer/-innen. Und am Samstagabend, 13. August, lädt die Rennbahn Hoppegarten zur großen Jubiläumsparty ein.

 

Überblick über die Jubiläums-Aktionen (vorläufig, in Auszügen):

09.-10.04. Offizieller Auftakt der Feierlichkeiten: Rennbahn Düsseldorf, Einweihung Torquator-Tasso-Lounge, Rennstallbesuch
26.-29.05.   Frühjahrsmeeting in Baden-Baden mit Championatsehrung, Vorstellung Akademie Deutscher Galopp
05.-06.06.      Familienfest Kölner Rennbahn
26.06.-03.07.   Derbywoche Hamburg mit deutschem Derby als Highlight
12.-14.08.   Jubiläumswochenende Berlin-Hoppegarten mit Festakt im Hotel Adlon und Rennbahnparty
27.08.-04.09.   Große Woche auf der Rennbahn in Baden-Baden mit Feier im Casino
22.-23.10.   Vollblut-Expertentag und Renntag der Gestüte auf der Rennbahn Hannover
05./06.11.       Abschluss der Jubiläumssaison auf der Rennbahn in München

 

Wichtiger Hinweis:
Ab Freitag, 8. April, stehen umfangreiche Informationen, Fotos und Videos zum 200-jährigen Jubiläum des deutschen Galopprennsports auf der Website www.deutscher-galopp.de zur Verfügung.

GelsenTrabPark-Hilfsaktion für die Pferde in der Ukraine

Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 9. März 2022

 

Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur für die dort lebenden Menschen eine katastrophale Bedrohung, sondern auch für die Pferde, die auf der Rennbahn in Kiew ihr Zuhause haben. Rund 300 Vierbeiner, darunter 100 Trabrennpferde, sind dort beheimatet. Der GelsenTrabPark startet dazu eine Hilfsaktion, um die Pferde mit dem Notwendigsten zu versorgen, der sich WETTSTAR, der bedeutendste Vermittler von Pferdewetten im deutschen Rennsport, anschließt.


Laut Pferdetrainer und Trabrennfahrer Viktor Bukreyev, der direkt an der Rennbahn stationiert ist, mangelt es schon jetzt am Pferdefutter. Stroh gibt es überhaupt nicht mehr. Außerdem werden dringend benötigt: Entzündungshemmende Medikamente für Pferd, Schmerzmittel, Bandagen, Kühl-/Wärmegel. Natürlich brauchen auch die Menschen Unterstützung, die sich trotz der Umstände immer noch um die Tiere kümmern.  


An jedem Renntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen ab Sonntag, 13. März, wird es ein Ukraine-Charity-Rennen geben. GelsenTrabPark spendet einen Teil der Einnahmen für die Pferde in Kiew. WETTSTAR wird seine Provision auf diese Rennen an die Aktion weitergeben. Karin Walter-Mommert hat sich sofort mit einer größeren Spende beteiligt. Die Kunden von WETTSTAR können sich gerne anschließen und ihre Wettstars im Bonusshop zugunsten der Pferde in der ukrainischen Hauptstadt zur Verfügung stellen. WETTSTAR leitet diese direkt weiter.


Hier geht es zum Bonusshop: https://wettstar-pferdewetten.de/bonusprogramm


GelsenTrabPark beginnt, eine Struktur mit Sammelpunkten an der Trabrennbahn und Lieferwege an der Grenze, etc. aufzubauen. Auch die Trabrennbahn in Hamburg unterstützt die Aktion. Das Unternehmen Krafft Pferdefutter stellte 1.800 Kilogramm Futter. Weitere Informationen und Kontakte von GelsenTrabPark gibt es hier: http://www.gelsentrabpark.de/index.php?page=11&textid=4799

Baden Galopp hebt Rennpreise tüchtig an

Quelle: Homepage Deutscher Galopp vom 22. März 2022

 

Baden Galopp wird in der Saison 2022 mehr als 2,6 Millionen Euro an Preisgeldern, Prämien und Transportkostenzuschüssen ausschütten, die somit Besitzern, Reitern, Züchtern, Trainern und deren Teams zugutekommen. Besonders signifikant sind die Rennpreiserhöhungen in den Sieglosenrennen. So werden diese Rennen für 2-jährige Pferde mit mindestens 10.000 Euro und für die 3-jährigen Pferde mit mindestens 9.000 Euro dotiert sein. Damit liegt Baden Galopp im Schnitt 30% über den von Deutscher Galopp vorgegebenen Mindestdotierungen.

 

Zusätzlich gibt es in diesen Rennen den Sonderbonus der BBAG in Höhe von 3.000 Euro, für dort angebotene Pferde. Auch in den Handicaps werden deutlich höhere Rennpreise gezahlt. So werden die Ausgleiche 4 mit 8.000 Euro, die Ausgleiche 3 mit 10.000 Euro, die Ausgleiche 2 mit 14.000 Euro und die Ausgleiche 1 mit 20.000 Euro dotiert sein. „Die Aktiven, vor allem die Besitzer, haben in den beiden Coronajahren sehr unter den reduzierten Rennpreisen gelitten. Wir wollen in diesem Jahr deshalb wenigstens auf das Vorcoronaniveau zurückkehren, teilweise liegen wir sogar darüber“, so Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter von Baden Galopp. „Wir hätten gerne noch höhere Rennpreise ausgeschrieben, müssen aber im Rahmen des für uns wirtschaftlich machbaren bleiben. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass wir, eine positive Geschäftsentwicklung vorausgesetzt, hier in den kommenden Jahren noch aufstocken können.“

 

Baden Galopp veranstaltet im Jahr 2022 drei Meetings mit insgesamt zehn Renntagen sowie den Zusatzrenntag am 3. Dezember 2022.

Informationen zur Ausbildung zum Beruf Pferdewirt

Quelle: Pressemitteilung Bundesvereinigung der Berufsreiter im Deutschen Reiter- und Fahrer- Verband e. V. vom 29. März 2021


Die Bundesvereinigung der Berufsreiter hat, um die Ausbildung zum Beruf Pferdewirt noch mehr in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, Filme zu den jeweiligen Fachrichtungen in Auftrag gegeben und diese auf YouTube veröffentlicht.

 

Allgemeiner Film zum Beruf "Pferdewirt": https://www.youtube.com/channel/UC9Yf0LhhT19VHTOf4OS-Zew

 

Film zur Fachrichtung "Rennreiten": https://www.youtube.com/watch?v=in_oqblIRSk

Schmidt-Challenge: Deutsche Besitzertrainer sind dabei

Quelle: GaloppOnline vom 26. November 2021

 

Startend mit dem Renntag am 4. Dezember in Mülheim an der Ruhr startet eine Aktion für diejenigen, die auf der Rennbahn die Starter führen. Initiiert von Günther Schmidt, Taxi4Horses. Jetzt kommt kurz nach dem Start der Aktion die good news: alle 14 Winterrenntage in Dortmund und Mülheim an der Ruhr sind abgedeckt, haben je einen Sponsor. Jeder, der ein Pferd führt, soll einen Gutschein für ein Heißgetränk auf der Rennbahn erhalten.

 

Nachfolgend alle 14 Sponsoren:

1) Gestüt Auenquelle - 6. März 2022
2) Verein Deutscher Besitzertrainer e.V. - 26. Dezember 2021
3) Deutscher Galopp - 27. Dezember 2021
4) Gestüt Erftmühle - 16. Januar 2022
5) Rennstall Fuhrmann - 13. März 2022
6) Global Equine Transport Stephan Vogt - 9. Januar 2022
7) Inkognito
8) Liberty's Home e.V. - 19. Dezember 2021
9) Pferdeversicherer Klaus Wilhelm - 23. Januar 2022
10) Gestüt Am Schlossgarten - 12. Dezember 2021
11) Taxi4Horses - 4. Dezember 2021
12) Gestüt Ohlerweiherhof - 6. Februar 2022
13) Rennstall Marian Weißmeier
14) Gestüt Park Wiedingen - 20. Februar 2022

Vorlage des Medikamentenbuchs bei Starts in Belgien

Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 8. März 2022

 

Bei einem Start in Belgien hat der Trainer im Falle einer Dopingkontrolle seines Pferdes entweder eine bestätigte Kopie (möglichst vom Amtstierarzt beim Ausstellen der notwendigen Dokumente) der entsprechenden Seite des Pferdes aus dem Medikamentenbuch oder das Medikamentenbuch im Original vorzulegen. Bei Nichtvorlage droht eine Ordnungsmaßnahme der dortigen Rennleitung

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2021

Dortmund, 7. November

  • Hans-Georg Rotering – Suave Mali
  • Christoph Schwab – Dyllan

Bremen, 13. November

  • Torsten Reineke – Senato

Krefeld, 14. November

  • Heiko Kienemann – Jawbone

Dresden, 17. November

  • Jutta Pohl – Maxanto

Mons, 25. November

  • Andrea Friebel – Wild Gypsy Boy

Neue Leiterin Kommunikation und PR bei Deutscher Galopp

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 6. Januar 2022

 

Zum 1. Januar 2022 hat Susanne Beyreuther die Leitung der Kommunikation und Presse beim Dachverband übernommen. Susanne Beyreuther (53) ist seit über zwanzig Jahren im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Die Diplom-Betriebswirtin war von 1998 bis 2020 bei der Citroën Deutschland GmbH in Köln beschäftigt und leitete dort ab 2015 die Pressearbeit. Seit Ende 2020 war sie stellvertretende Pressesprecherin bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH.  

 

Dem Galopprennsport ist die gebürtige Münchnerin seit ihrer Jugend intensiv verbunden. Sie ist Mitglied im Galopp Club Süddeutschland und besitzt zudem ein eigenes Rennpferd. „Wir freuen uns sehr, mit Susanne Beyreuther eine erfahrene PR-Spezialistin gewonnen zu haben, die zudem in unserem Sport zuhause ist“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Zusammen mit Petra Franken, die aus der Elternzeit zurückgekehrt ist, sind wir im Bereich Kommunikation und Presse nun gut aufgestellt.“

Vereinheitlichung der Rennpreis-Aufteilung beschlossen

Quelle: GaloppOnline vom 21. Februar 2022

 

Im Rahmen eines Pressegeprächs hat Deutscher Galopp über die Kern-Ergebnisse der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag berichtet. Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes, zeigte sich mit dem Verlauf der Vier-Stunden-Sitzung sehr zufrieden. „Die Mitgliederversammlung hat mich sehr ermutigt“, so Vesper. „Wir haben viel und natürlich auch kontrovers diskutiert, dies aber immer im positiven und konstruktiven Rahmen. Es war eine sehr harmonische Veranstaltung.“ Auch Geschäftsführer Daniel Krüger äußerte sich ähnlich: „Es war die erste von zwei Mitgliederversammlungen in diesem Jahr, sie musste leider virtuell stattfinden, es war sehr konstruktiv und in guter Atmosphäre. Sehr nach vorne gerichtet!“

 

Die Mitgliederversammlung ist im Verband Deutscher Galopp das entscheidende Gremium, was weitreichende Beschlüsse angeht. Die von Vorstand und Kommissionen ausgearbeiteten Vorschläge müssen in den meisten Fällen durch die Mitgliederversammlung – so sehen es die Statuten vor – bestätigt oder andersartig beschlossen werden. Die Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp hat am Freitag das zwischen den Rennvereinen und Besitzern ausgehandelte Förderprogramm und Rennpreis-Fixierungen beschlossen. Dieses war bereits im Vorfeld, nach Abschluss der Verhandlungen, kommuniziert worden. Die EBF-Prämien für zweijährige Sieglose werden auf 3.000 Euro angehoben, wieder da ist auch die Inländerprämie in Höhe von 1.250 Euro für den inländisch gezogenen Sieger in Rennen für zwei- und dreijährige Sieglose.


Von der Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp ist zudem eine Vereinheitlichung der Rennpreis-Aufteilung beschlossen worden. Damit folgt man, auch auf Wunsch zahlreicher Aktiven, dem französischen Modell und verringert vor allem auch den Aufwand, den von Verein zu Verein unterschiedliche Aufsplittungen mit sich bringen. In Listenrennen und Altersgewichtsrennen wird es vier Rennpreise geben, die in der folgenden Quotierung auf die Erstplatzierten entfallen: Sieger 60 % - Zweiter 20 %, Dritter 12,5 % und Vierter 7,5 %. In den Handicaps werden durchgängig fünf Rennpreise ausgezahlt, die den Schlüssel 50% - 20% - 15% - 10% - 5% haben werden.

Jubiläumsrenntag in Bad Doberan findet doch nicht statt

Quelle: Turf-Times vom 19. Februar 2022

 

Die Arbeiten auf der Rennbahn waren schon gestartet. Die Webseite in Planung, die Socialmedia-Auftritte schon installiert. Der Galopper-Dachverband war mit im Boot und auch erste Sponsoren hatten ihre Zusagen gegeben. Nun kommt die überraschende Absage für den geplanten Jubiläums-Renntag am 20. August 2022, an dem man 200 Jahre Galopprennen in Bad Doberan hätte feiern wollen.

 

Erst vor einigen Wochen war dieser Renntag angekündigt worden. Auch die Stadt Bad Doberan schien erfreut zu sein, dass sich rund um den Besitzer und Züchter Volker Schleusner ein neues Team gefunden hatte, das den Jubiläums-Renntag trotz widriger Umstände - nach zwei Jahre Rennpause und dem Konkurs des vorherigen Rennvereins - realisieren wollte. Doch auf einmal wollte die Stadt vom neugegründeten Jubiläums-Rennverein eine Zahlung von 150.000 Euro, "ohne dass wir eigentlich genau wissen, wofür das sein soll, denn die Rennbahn ist seit zwei Jahren nicht gepflegt worden, und wir hätten alles selber instand setzen müssen. Eine Zusage, dass wir auf dem Gelände bauen dürfen, haben wir auch nicht erhalten". Außerdem wollte die Stadt die komplette Vermarktung des Events übernehmen. "Früher haben wir der Stadt für die Nutzung der Rennbahn 5000 Euro gegeben und konnten diese noch selbst untervermieten", so Schleusner, "doch unter diesen Umständen können wir das nicht stemmen."

Tribünenbrand auf der Rennbahn in München

Quelle: GaloppOnline vom 25. Februar 2022


Auf der Galopprennbahn in München-Riem hat in der Nacht zum Freitag die mittlere der insgesamt drei Tribünen gebrannt. Das Gebäude wurde teilweise zerstört. „Das dritte Obergeschoss ist komplett ausgebrannt“, sagt Frank Becker vom Münchener Rennverein. „Der Dachstuhl ist schwer beschädigt durch den Brand und es gibt einen massiven Wasserschaden.“

 

Kurz vor 1 Uhr morgens war von Nachbarn die Feuerwehr gerufen worden. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. „Jetzt ist das Gebäude erst mal gesperrt und die Statik muss überprüft werden, weil die Stahlträger-Konstruktion sehr viel Hitze abbekommen hat. Jetzt muss man erst mal schauen, inwieweit die Statik darunter gelitten hat. Die Feuerwehr war da sehr konservativ und defensiv in der Einschätzung.“

 

Um 6 Uhr war die Feuerwehr abgerückt, um 8 Uhr kam man noch mal zurück um mit einer Wärmebildkamera das Dach zu checken. „Brandnester sind wohl alle erwischt worden“, so Becker. „Ich nehme an, dass die Statik heute noch überprüft wird. Die Brandfahndung ist im Anmarsch, ob die das Gebäude betreten, muss man abwarten. Wir haben keine Erklärung für die Brandursache, gehen aber im Moment von einem technischen Defekt aus“, so Becker abschließend.

Nur sechs Hindernisrennen in Deutschland 2022?

Quelle: Turf-Times vom 28. Januar 2022

 

Vier Hindernisrennen gab es in der Saison 2021 in Deutschland, so ähnlich wird es wohl auch in diesem Jahr wieder aussehen. Bad Harzburg plant für die diesjährige Rennwoche mit eben dieser Zahl, wobei alle Rennen am Donnerstag ausgetragen werden, auch das Seejagdrennen, das dann während des Meetings nur noch einmal stattfindet. Der Grund für die Konzentration ist die Jockeylage, denn an den Sonntagen sind die aus dem Ausland anreisenden Reitern in der Regel in Italien, Polen oder Tschechien engagiert. Ob es für die vier geplanten Jagd- und Hürdenrennen dann entsprechendes Interesse gibt, wird sich natürlich zeigen.


Ein Seejagdrennen in Hamburg wird es wohl nicht mehr geben, Mannheim wird nach dem Stand der Dinge ebenfalls keine Jagdrennen mehr durchführen. Bleiben Quakenbrück, wo am 4. September wieder ein Seejagdrennen stattfinden könnte, und Honzrath mit einem Jagdrennen auf der Sandbahn am Freitag, 30. September.

Situation in Mülheim: Stellungnahme von einigen ansässigen Trainern

Quelle: GaloppOnline vom 7. Februar 2022

 

Als Vertreter der Mülheimer Trainer hat Axel Kleinkorres der Sport-Welt am Montag, 7. Februar, eine Stellungnahme zu den Turbulenzen innerhalb des Rennclubs übermittelt. Dieses geben wir nachfolgend wieder. Unterzeichnet haben Jean-Pierre Carvalho, Marian Falk Weißmeier, Yasmin Almenräder, Ralph Schaaf, Doris Smith und Axel Kleinkorres.

 

„Die Unterzeichner dieser Stellungnahme sind Trainer auf der Rennbahn Mülheim an der Ruhr. Das in den letzten Jahren stark gewachsene Team der Trainer will sich mit dieser Stellungnahme aufgrund zahlreicher Presseveröffentlichungen in der letzten Zeit und der Vorgänge innerhalb des Rennclubs Mülheim an der Ruhr e.V. einmalig und abschließend zu den derzeit öffentlich und nicht-öffentlich diskutierten Themen und Vorgängen wie folgt äußern:

 

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt aus unserer Sicht eindeutig, dass auf der Rennbahn in Mülheim an der Ruhr sehr erfolgreich Rennpferde trainiert werden können. Die Anzahl der Trainer und die Anzahl der auf der Trainingsanlage vorbereiteten Pferde sind in den letzten Jahren evident gestiegen. Die Erfolge national und international, gekrönt von dem historischen Erfolg im Prix de l´Arc de Triomphe 2021 durch den auf der Anlage vorbereiteten Torquator Tasso zeigen, dass die Bedingungen, welche die ansässigen Trainer vorfinden, gut sind. Die Zusammenarbeit mit den für die Trainingsanlage zuständigen Personen und mit dem bisherigen Vorstand des Rennclubs Mülheim an der Ruhr e.V. ist aus Sicht der Trainer sehr gut und vor allem in der Kommunikation und Umsetzung von Verbesserungen immer „pro Pferd“. In den letzten Jahren wurde im Rahmen der Möglichkeiten des Rennclubs immer weiter in die Trainingsanlage investiert. Dies wissen wir Trainer sehr zu schätzen und setzen auch weiterhin auf eine positive und konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen.

 

Wer diese Verantwortlichen des Rennclubs Mülheim an der Ruhr e.V. sind, liegt nicht im Einflussbereich von uns Trainern und wir haben uns und werden uns aus vereinsinternen Dingen heraushalten. Persönliche Ansichten von Personen, die auch Mitglieder des Rennvereins sind, sind nicht die Ansichten der ortsansässigen Trainer insgesamt. Es sind Privatmeinungen von Mitgliedern und sind daher als solche zu sehen und zu bewerten. Wir Trainer bekräftigen hiermit, dass die bisherige Zusammenarbeit sehr gut war und wir bei den derzeitigen vereinsinternen Vorgängen keine Partei ergriffen haben oder ergreifen werden! Etwaige Darstellungen in der Presse, die in eine solche Richtung interpretiert werden könnten, stellen nicht die Meinung der Unterzeichner dar.

   

Der von den Mitgliedern gewählte Vorstand sowie die von diesem bestimmten Personen für die Verwaltung und Pflege der Trainingsanlage sind unsere Ansprechpartner in allen Belangen, die uns als Nutzer der Anlage betreffen. Mit diesen vom Vorstand bestimmten Personen und mit jedem Vorstand, den sich der Rennclub durch Wahlen gibt, werden wir positiv, konstruktiv und zukunftsorientiert zusammenarbeiten, um das Bestmögliche für unsere Pferde, Mitarbeiter, Besitzer und uns Trainer zu erreichen. Dabei sollten nach unserer Ansicht auch in der Zukunft das Wohlbefinden und die Sicherheit der Pferde und Mitarbeiter weiterhin im Mittelpunkt stehen.

 

Unser Interesse ist es, dass die Trainingsanlage, die Lebensgrundlage unserer Mitarbeiter und von uns Trainern ist, langfristig erhalten bleibt und sich die Trainingsbedingungen immer weiter verbessern. Die Investitionen der letzten Jahre und die dadurch gestiegene Zahl von Trainern, Pferden und Mitarbeitern zeigt eindeutig, dass die Trainingszentrale ein attraktiver Standort ist. Wir hoffen daher sehr, dass wir gemeinsam mit dem Rennclub Mülheim an der Ruhr e.V. und mit den allein von den Mitgliedern zu bestimmenden Personen im Vorstand weiterhin gemeinsam an der Zukunft und stetigen Verbesserungen der Anlage arbeiten können.“

Bremer Rennverein nicht beim Runden Tisch dabei

Quelle: GaloppOnline vom 15. Februar 2022

 

Der Runde Tisch zur Bremer Galopprennbahn geht in die nächste Runde. Die Bürgerinitiative Rennbahngelände plante gemeinsam mit Verwaltung und Politik einen Prozess in drei Phasen. Und musste nun überrascht feststellen, dass sie in der zweiten Phase ebenso wie das Atlantic Hotel Galopprennbahn und ein Anrainer nicht mehr eingeplant sind.

 

„Das ist schon ein starkes Stück“, empört sich BI-Sprecher Andreas Sponbiel. „Wir haben alles initiiert, 30.000 Unterschriften gesammelt, den Volksentscheid mit 56 % gewonnen und werden in Phase 2 auf die Zuschauertribüne gebannt. Bürgerbeteiligung in Bremen wird immer mehr zur Posse.“

 

Die BI wird der Veranstaltung am Donnerstag auch als Zuschauer fernbleiben, um ein Zeichen zu setzen, wie es heißt. Man plant eine eigene Veranstaltungsoffensive. „Wir haben ein klares Konzept und sind keine Fähnchen im Winde. Immer haben wir betont, dass wir eine Rennbahn mit vielfältigen Nutzungen wollen und keinerlei Ausgrenzung. Eine Galopprennbahn ohne Galopprennen ist sinnfrei.“

 

Es hat den Anschein: Politik und Verwaltung möchten den Pferdesport, aber auch Golf nicht als Teil der zukünftigen Nutzung sehen. Bekanntlich musste der Bremer Rennverein sich seine Veranstaltung im vergangenen Jahr erst einklagen. Nachdem der Karfreitag kurzfristig verboten wurde, findet am Ostersamstag, dem 16. April, ein Renntag auf der Galopprennbahn in der Vahr statt.

 

Es bleibt weiter spannend, da sich nach Einschätzung von Andreas Sponbiel der Prozess noch lange ziehen wird.

Longines World Racing Awards 2022: Platz sechs für Torquator Tasso

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 26. Januar 2022

 

LONGINES und die International Federation of Horseracing Authorities (IFHA) präsentierten am 25. Februar 2022 die renommierten LONGINES World Racing Awards und ehrten damit die weltweit besten Pferde, die hochkarätigsten Rennen sowie die erfolgreichsten Persönlichkeiten im internationalen Galopprennsport der Saison 2021.


"Das Jahr 2021 war stark vom Corona-Virus geprägt. Umso erfreulicher ist es, dass wir den Galopprennsport in Deutschland auf einem hohen Niveau halten konnten“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Dies nun durch die IFHA bestätigt zu wissen, macht uns stolz und lässt uns positiv in die neue Saison starten.“

 

Deutsche Pferderennen auf internationalem Spitzenniveau

 

Knapp 1.000 Rennen fanden in 2021 auf deutschen Galopprennbahnen statt – sportliche Highlights die Gruppe 1-Rennen. Erstmals fanden nun gleich vier von diesen internationale Anerkennung und wurden in die Top 100 der weltweit am besten gewerteten Rennen aufgenommen. Auf Platz 31 der begehrten Rangliste findet sich für die Rennsaison 2021 der LONGINES 131. Großer Preis von Berlin (Gr. 1, 2.400 m). Die britische Seriensiegerin Alpinista gewann leicht vor dem deutschen Ausnahmepferd Torquator Tasso. Der aus Großbritannien angereiste Walton Street und der von Peter Schiergen für den Stall Nizza trainierte Nerium kamen auf Platz drei und vier ein. Insgesamt war das Rennen mit 155.000 Euro dotiert. Die internationalen Handicapper gaben dem Rennen ein Durchschnittsrating von 119,25.

 

Platz 74 belegte der 149. Wettstar Großer Preis von Baden (Gr. 1, 2.400 m) mit dem Sieger Torquator Tasso vor Sisfahan, Passion and Glory und Kaspar mit einem Durchschnittsrating von 116,75. Lediglich 0,25 Bewertungspunkte weniger und damit Platz 79 belegte der Allianz – Großer Preis von Bayern (Gr. 1, 2.400 m), den Alpinista vor Mendocino, Nerium und Control Tower gewann. Der 59. Preis von Europa (Gr. 1, 2.400 m) erhielt ein Rating von 116,00 (Rang 90). Der Einlauf lautete hier: Alpinista vor Nerium, Sisfahan und Northern Ruler.

 

Damit finden sich die deutschen Rennen in einer Liste mit internationalen Top-Veranstaltungen wie dem Qatar Prix de l'Arc de Triomphe (Rang 1), dem LONGINES Breeders´Cup Classic (Rang 2) oder den King George VI & Queen Elizabeth Qipco Stakes (Rang 3).

 

Ausnahmegalopper Torquator Tasso unter den Top 10 der Weltrangliste

 

Mit seinem sensationellen Sieg im 100. Qatar Prix de l'Arc de Triomphe (Gr. 1) katapultierte sich Torquator Tasso nach ganz oben in die Weltrangbestenliste und belegte mit einem Rating von 125 den sechsten Platz – hinter Knicks Go (USA), Adayar (IRE), Mishriff (IRE), St Mark´s Basilica (FR) und Contrail (JPN). Dabei war der Arc der krönende Abschluss eines erfolgreichen Rennjahres, in dem der in Mülheim von Marcel Weiß für das Gestüt Auenquelle trainierte Hengst bei fünf Starts auf Gruppe-Niveau drei Siege und einen zweiten Platz verzeichnen konnte.

 

Über LONGINES World´s Best Racehorse Rankings

 

Die LONGINES World´s Best Racehorse Rankings sind mit den Weltranglisten anderer großer Sportorganisationen wie beispielsweise der FIFA-Weltrangliste für Fußball vergleichbar. Bewertet werden die Leistungen von Rennpferden auf höchster Ebene in Nord- und Südamerika, Europa, dem Nahen Osten, Südafrika, Asien, Australien und Neuseeland. Grundlage für die Bewertung der Rennen sind die Ratings der vier Erstplatzierten jeden Rennens. Unter der Schirmherrschaft der IFHA werden die Ranglisten von internationalen Handicappern zusammengestellt.

Stallparade der Sport-Welt mit vier Besitzertrainerinnen

Für die Stallparade 2022 der Sport-Welt haben sich 54 Trainer qualifiziert. Darunter sind diesmal nur vier Besitzertrainer. Fünf Siege, egal ob im In- oder Ausland, waren dafür notwendig.

 

Vorgestellt wurden die Ställe von Isabell Kreger (hier klicken1, hier klicken 2), in der Ausgabe 2 vom 11. Januar, Anna Schleusner-Fruhriep (hier klicken1, hier klicken2) in der Ausgabe 4 vom 18. Januar, Hella Sauer (hier klicken1, hier klicken2) in der Ausgabe 5 vom 21. Januar und Andrea Friebel (hier klicken) in der Ausgabe 7 vom 4. Februar.


In der Gesamtbilanz 2021 bei den Besitzertrainern des Vereins mit deutscher Lizenz stehen insgesamt 109 Siege (108/2020). Davon wurden in Deutschland 89 auf Flachbahnen und einer über die Sprünge erzielt. Hinzu kamen 19 Treffer auf ausländischen Flachbahnen. Hinter Anna Schleusner-Fruhriep, für die zehn Flacherfolge in Deutschland und der einzige Hindernistreffer in Deutschland zu Buche stehen, Hella Sauer (alle Siege im Ausland), Andrea Friebel (1 x Deutschland/4 x Ausland) und Isabell Kreger (5 x Deutschland) folgen Daniel Paulick, Christian Peterschmitt, Pascal Jonathan Werning und Sebastian Wenz (je 4 x Deutschland). Insgesamt durften sich 51 Besitzertrainer mit deutscher Lizenz im Jahr 2021 über mindestens einen Erfolg freuen.

European Pattern Committees: Zwei deutsche Grupperennen abgestuft

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 7. Februar 2022

 

Im Rahmen seiner virtuellen Jahresversammlung am Freitag, 21. Januar, hat das European Pattern Committee (EPC) einen neuen Vorsitzenden gewählt sowie Einstufungsänderungen für die europäischen Gruppe- und Listenrennen 2022 (Flachrennen) bekanntgegeben. So wurde Jason Morris, Director of Racing von Horse Racing Ireland, für die nächsten fünf Jahre zum neuen Vorsitzenden des EPC gewählt. Morris folgt auf Brian Kavanagh, der dem EPC seit 2005 vorstand.


Während in Irland zwei Rennen aufgewertet wurden (von Listen- auf Gruppe III-Status), wurden für 2022 fünf europäische Grupperennen herabgestuft, zwei davon in Deutschland. So ist das für den 5. Juni in Hoppegarten geplante Diana Trial auf Gruppe III-Status zurückgestuft (vormals Gruppe II), und die „Silberne Peitsche“ wird am 29. Mai in Baden-Baden als Listenrennen gelaufen werden (vormals Gruppe III). Zudem stehen in diesem Jahr 41 europäische Gruppe- und Listenrennen unter besonderer Beobachtung durch das EPC – zwölf davon in Deutschland.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2021

Honzrath, 1. Oktober

  • Sebastian Wenz – Diamond Gold
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann
  • Susanne Schwinn – Patronus

Mülheim, 2. Oktober

  • Sarah Jane Hellier – Ice Club

Hoppegarten, 3. Oktober

  • Guido Scholze – Sha Gino

Baden-Baden, 15. Oktober

  • Armin Weidler – Arturo

Magdeburg, 16. Oktober

  • Aleksej Luft – Colorado Sun
  • Jutta Pohl – Maxanto
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Unwetter

Mons, 21. Oktober

  • Andrea Friebel – Wild Gypsy Boy

Verden, 31. Oktober

  • Kamilla Harms – Ratona
  • Marc Timpelan – Soldat

Hoppegarten, 31. Oktober

  • Daniel Paulick – Invincible Warrior

Förderprogramm 2022 bei Deutscher Galopp

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 13. Januar 2022

 

Die Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. (BV) und die Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG) haben sich jetzt auf das Förderprogramm 2022 geeinigt. Demnach ist geplant, in diesem Jahr rund 12,6 Millionen Euro an Rennpreisen auszuschütten, was einem Anstieg von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (10,2 Millionen Euro in 2021).


„Ich freue mich über diese faire Verständigung, die wir im Vorstand kommende Woche beschließen und der Mitgliederversammlung zur Verabschiedung vorlegen werden. Die Rennpreise in 2022 liegen damit deutlich über den beiden Vorjahren, und wir nähern uns dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 an, in dem 13,2 Millionen Euro ausgeschüttet wurden. Das ist ein ermutigendes Zeichen und ein Schritt in die richtige Richtung für alle Besitzer, Züchter und Aktiven“, sagt Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp.


Neben der Planung der Gesamtsumme an Rennpreisen haben sich die BV und die BGG auch auf Mindestrennpreise verständigt. So werden die Mindestdotierungen in den Gruppe-Rennen um jeweils 5.000 Euro auf das Niveau des Jahres 2019 angepasst (Mindestdotierung Gruppe I 155.000 Euro, Gruppe II 70.000, Gruppe III 55.000). Die Mindestdotierungen in den Ausgleichen liegen an Sonn- und Feiertagen für den Ausgleich I bei 15.000 Euro, für den Ausgleich II bei 11.000 Euro, für den Ausgleich III bei 7.000 Euro und für den Ausgleich IV bei 5.000 Euro (Kategorie E) beziehungsweise 3.500 Euro (Kategorie F). Auch die wichtigen Rennen für zwei- und dreijährige Pferde werden auf 7.000 Euro angehoben (Dreijährigen-Rennen nach dem Derby 6.000 Euro). Für die zweite Bahn an Sonn- und Feiertagen und Wochentagen gelten geringere Mindestdotierungen.


Die direkt an die veranstaltenden Rennvereine gezahlte Wochentagsförderung wurde in 2020 und 2021 ausgesetzt und in das Gesamt-Förderprogramm zugunsten anderer Fördermaßnahmen übertragen. Sie lebt in 2022 auf einem im Vergleich zu 2019 deutlich reduzierten Niveau wieder auf. So erhalten Veranstalter an Wochenrenntagen eine pauschale Förderung von 4.000 Euro sowie eine rennpreisabhängige weitere Förderung von bis zu 6.000 Euro.


„Ich bedanke mich für die Solidarität aller Besitzer und Züchter in der problematischen Zeit der Pandemie, den Gesamtrennsport in Deutschland weiter unterstützt zu haben. Mein Dank geht aber auch an die Rennvereine und die BGG, die das gemeinsame Förderprogramm mittragen“, so Manfred Ostermann, Präsident der Besitzervereinigung.


Gerhard Schöningh, Vorsitzender des Verwaltungsrats der BGG: „Mit diesem Kompromiss sind die Rennvereine nach langen und schwierigen Verhandlungen an die Grenze der Belastbarkeit gegangen. Wir sind froh, jetzt ein positives Signal für alle Besitzer, Züchter und Aktiven zu senden.“


Übersicht Mindestrennpreise 2022 an Sonntagen (1. Bahn)

155.000,00 €    Gruppe I
70.000,00 €    Gruppe II
55.000,00 €    Gruppe III
22.500,00 €    Listenrennen
15.000,00 €    Agl.I
11.000,00 €    Agl.II
7.000,00 €    Agl.III
5.000,00 €    Agl.IV (E)
3.500,00 €    Agl IV (F)
7.000,00 €    2-jähr. Rennen
7.000,00 €    3-jähr. Rennen (vor Derby)
6.000,00 €    3-jähr. Rennen (nach Derby)
4.000,00 €    4-jähr. und ältere Sieglose/Altersgewichtsrennen
3.000,00 €    Altersgewichtsrennen (F)

Neuer Rennverein in Bad Doberan gegründet - Rennen am 20. August

Quelle: GaloppOnline vom 21. Januar 2022

 

Geht es in Bad Doberan doch weiter? Am Freitag, 21. Januar, kam die Nachricht einer überraschenden Gründung eines neuen Rennvereins, der schon in diesem Jahr wieder Galopprennen auf der Ostseerennbahn veranstalten möchte. Es handelt sich um eine Initiative um Volker Schleusner, der als Präsident des Vereins fungiert.

 

In einer entsprechenden Presseinformation wurden dazu Einzelheiten wie folgt bekanntgegeben:

 

„Damit hatte kaum jemand noch gerechnet: Im Jubiläumsjahr 2022 finden in Bad Doberan auf Deutschlands ältester Galopprennbahn, die seit 1822 besteht, wieder internationale Rennen statt. Mit dem „Jubiläums-Rennverein Bad Doberan“ (JRV) wurde ein neuer Club gegründet, die Stadt Bad Doberan hat dem Renntag am Samstag, 20. August 2022, zugestimmt. Grünes Licht für das Highlight der Ostseeregion!  Bad Doberans Bürgermeister Jochen Arenz ist begeistert von der Initiative des neuen Rennvereins: „Ich freue mich sehr, dass sich eine schlagkräftige Truppe gefunden hat, die die Rennen auf unserer Traditionsrennbahn durchführen werden. Die Ostseerennbahn Bad Doberan ist ein Markenzeichen für die ganze Region.“

 

„200 Jahre Galopprennbahn Bad Doberan muss auch mit Rennen gefeiert werden“, sagt Volker Schleusner (69) aus Marlow-Dänschenburg. Der Rennstallbesitzer und Öko-Bauer ist der Präsident des gerade neu gegründeten Rennvereins. Seit der Wiederbelebung der Rennbahn vor 30 Jahren ist er begleitend dabei, jetzt hat er die Verantwortung übernommen. Schleusner: „Zunächst müssen wir das Vertrauen der früheren langjährigen Partner aus der Wirtschaft zurückgewinnen, die schon oft vom Rennsport in Bad Doberan enttäuscht wurden. Aber wir würden die Rennen nicht angehen, wenn uns nicht schon etliche Firmen und Privatpersonen ihre Unterstützung zugesagt hätten. Sie alle wollen auch für mehrere Jahre mitmachen.“

 

Mit diesem Vorstand geht Volker Schleusner das Wagnis Rennbahn an: Olga Demiani (Thulendorf) ist seine Vizepräsidentin und Schatzmeisterin, 2.stellvertretender Präsident Jens-Uwe Trost (Rostock) und Schriftführerin Pauline Kipping (Ribnitz-Damgarten). Weitere Vorstandsmitglieder sollen hinzukommen.

 

Zwei Rennclubs waren seit 1992 auf der Rennbahn aktiv, immer wieder gab es trotz hervorragendem Zuschauerzuspruch Schwierigkeiten mit der Finanzierung der äußerst beliebten Galopp-Events mit Volksfest-Charakter. Die letzten Renntage waren im August 2019, seitdem ist die Bahn im Dornröschen-Schlaf. Schleusner und sein Team haben schon begonnen, sie aufzuwecken. Der Präsident: „Es gibt viel zu tun. Nicht nur an der Bahn, sondern vor allem an der Infrastruktur muss umfangreich gearbeitet werden. Das fängt bei den Gastboxen für die Pferde an, aber auch Tribüne, Zelte, Umkleide- und Duschmöglichkeiten sowie Toilettenwagen müssen besorgt werden. Packen wir es an, die ganze Region wünscht sich Pferderennen.“

Kein Peitscheneinsatz mehr in Schweden erlaubt

Quelle: Galopp-Online vom 28. Januar 2022

 

Am 10. April beginnt die Saison in Schweden und dann wird es eine gravierende Neuerung geben. Jockeys dürfen die Peitsche zwar noch mitführen, aber nur noch gebrauchen, um eine Gefahrensituation abzuwehren. Bisher war es in Schweden erlaubt, die Peitsche drei Mal während eines Rennens zu benutzen, in Hindernis- oder Zweijährigenrennen war sie bereits verboten.

Besitzertrainer trauern um Otto-Werner Seiler

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hat mit Bestürzung die Nachricht vernommen, dass sein langjähriges Mitglied Otto-Werner Seiler am 20. Januar 2022 in Hannover verstorben ist. Otto-Werner Seiler, der dreimal Champion der Besitzertrainer gewesen ist, wurde 84 Jahre alt und hatte zuletzt lange Zeit mit einer schweren Krankheit zu kämpfen.

 

Im Namen seiner Mitglieder spricht der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer den Angehörigen des Verstorbenen sein tieftes Mitgefühl aus. "Wir werden Otto-Werner Seiler immer in bester Erinnerung behalten", so Armin Weidler als 1. Vorsitzender.  

Sport-Welt-Artikel zur Situation beim Rennclub Mülheim

In seiner Ausgabe Nummer 5 vom 21. Januar veröffentlich die Sport-Welt Neuigkeiten zur Situation beim Rennclub Mülheim an der Ruhr nachdem bekannt wurde, dass es  personelle Veränderungen im Führungsgremium gibt. Der Artikel mit einem Interview mit dem bisherigen Geschäftsführer Gunther Gudert ist hier zu lesen.

 

Artikel der Sport-Welt

2022: Deutsche Besitzertrainer wollen fördern und feiern

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Die Gründung fand am 7. Mai 1982 in Köln statt. Zum ersten Vorstand gehörten Hans-Heinrich Jörgensen (1. Vorsitzender), Werner Schmeer (stellvertretender Vorsitzender) sowie die Beisitzer Meinrada Bronnenmayer, Erich Seel und Willi Kuhn. „Wir sind gerade in der Planungsphase, wie wir dieses Jubiläum begehen“, so der aktuelle 1. Vorsitzende Armin Weidler.

 

Doch der Verein  Deutscher Besitzertrainer plant für 2022 nicht nur seine Geburtstagsfeier. „Neben dem eigenen Engagement der lizensierten Besitzertrainer mit den weit über 3000 Starts ihrer Schützlinge pro Jahr, möchten wir erneut den deutschen Galopprennsport im Rahmen unserer Möglichkeiten finanziell unterstützen“, erklärt Weidler. Die Mittel dazu kommen aus den Beiträgen der derzeit fast 450 Vereinsmitglieder.

 

Wie 2021 plant der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer die Bezuschussung von insgesamt fünf Rennen. Das Geld soll überwiegend in Basisprüfungen fließen. Eingeplant sind vorerst die Zuschüsse wie vor der Pandemie. Sollte das Virus erneut die Rennveranstaltungen beeinflussen, soll der Betrag wie in diesem Jahr erhöht werden.

 

„Bis zum 31. Januar 2022 können noch Anfragen der Rennvereine postalisch oder per E-Mail an uns gerichtet werden. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2022 bedacht wird“, so Weidlers Stellvertreterin Karen Kaczmarek. Die Kontaktadresse lautet: Verein Deutscher Besitzertrainer, Untere Hofbreite 19, 38667 Bad Harzburg, E-Mail besitzertrainer@t-online.de. Eine Bewerbung der Rennvereine um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich.

 

Auch die 6. Auflage des Besitzertrainer-Cups ist in Vorbereitung. In der Siegerliste stehen bisher Monika Lindemann (2016), Horst Rudolph (2017), Daniel Paulick (2018) und zweimal Anna Schleusner-Fruhriep (2019 und 2021). Sobald die Renntermine veröffentlicht sind, werden sieben Rennorte ausgewählt, auf denen die Wertungsrenntage stattfinden sollen. Die Austragungsorte werden durch Pressemitteilungen und auf der Homepage www.verein-deutscher-besitzertrainer.de veröffentlicht. Beim  Besitzertrainer-Cup werden Sieger und Platzierte über ein Punktsystem nach den jeweiligen Platzierungen der startenden Pferde von aktiven Besitzertrainern des Vereins in allen Prüfungen an den ausgeschriebenen Renntagen ermittelt.

 

„Zudem planen wir, die Nachwuchsarbeit im deutschen Galopprennsport 2022 zu unterstützen. Hier sind wir für Ideen und Anregungen offen“, hofft Armin Weidler auf interessante Vorschläge.

Spektakuläre Erfolge, positive Trends, Niveau von 2019 nicht erreicht

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 7. Januar 2022

 

Das nach wie vor von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2021, in dem wiederum teilweise keine Zuschauer auf den deutschen Rennbahnen zugelassen waren, wurde von Torquator Tassos Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe überstrahlt. In vielen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Anzahl der Renntage oder bei den Rennpreisen, waren positive Trends gegenüber dem Jahr 2020 zu verzeichnen, wenngleich das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 noch nicht wieder erreicht werden konnte.

 

Viele Starts und spektakuläre Erfolge der deutschen Galopper im Ausland

 

In 2021 starteten mit 2.856 Pferden deutlich mehr deutsche Galopper im Ausland als in den Jahren 2020 und 2019 (2.046 beziehungsweise 2.733). Die großartigen Erfolge der deutschen Pferde im Ausland und vor allem der Sieg von Torquator Tasso im Prix de l’Arc de Triomphe trugen dazu bei, dass die Gewinnsumme deutscher Galopper im Ausland gegenüber 2019 und 2020 um drei beziehungsweise sogar um 4,4 Millionen Euro auf 8,9 Millionen Euro gesteigert werden konnte.

 

Positive Trends bei Anzahl der Rennen, Renntagen, Vereinen und Rennpreisen

 

Im Jahr 2021 wurden insgesamt 972 Rennen an 112 Renntagen ausgetragen. Wenngleich damit das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 noch nicht erreicht wurde (1.144 Rennen und 146 Renntage in 2019), so konnte dennoch gegenüber dem vergangenen Jahr eine deutliche Steigerung verzeichnet werden (893 Rennen und 96 Renntage in 2020).

 

Erfreulich ist, dass im vergangenen Jahr 24 Vereine und damit sieben mehr als in 2020 Rennen veranstalteten (Bad Harzburg, Bremen, Cuxhaven, Hassloch, Miesau, Verden und Zweibrücken).

 

Mit insgesamt 10,2 Million Euro wurden in 2021 auch deutlich mehr Rennpreise als im Jahr 2020 ausgeschüttet (plus 1,6 Millionen Euro); im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 gingen die Rennpreise um 2,9 Millionen Euro zurück.

 

Wettumsatz, Zuchtbestände und Anzahl der Pferde im Training stabil

 

Mit einem Gesamtwettumsatz von 24.028.669 Euro konnte das Niveau der Jahre 2020 und 2019 knapp gehalten werden (2019: 26.700.484 Euro, 2020: 26.040.543 Euro). Dies ist umso positiver zu bewerten, da die Buchmacher in 2020 ihre Wetteinsätze komplett in den Toto vermittelten und dies in 2021 nur noch teilweise der Fall war. Zu diesem sehr guten Ergebnis hat sicherlich beigetragen, dass die Wetten, dass…Aktion von ihren Initiatoren Lars-Wilhelm Baumgarten, Guido Schmitt und Christian Sundermann auch in 2021 fortgeführt wurde.

 

Die Anzahl der Zuchtstuten hat sich in den vergangenen drei Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt. Waren im Jahr 2019 noch 1.280 Stuten registriert, so lagen die Zahlen im Jahr 2020 und 2021 bei 1.293 beziehungsweise 1.290. Erfreulicherweise ist die Anzahl der aktiven Züchter ebenfalls relativ stabil geblieben (465 in 2021, 468 in 2020 und 458 in 2019).

 

Während die Anzahl der Besitzer im vergangenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren 2020 und 2019 abgenommen hat (von 978 in 2019 über 943 in 2020 auf 937 in 2021), blieb die durchschnittliche Anzahl der Pferde im Training von 2020 (2.276) auf 2021 (2.289) stabil, während von 2019 (2.351) auf 2021 (2.289) - sicherlich coronabedingt - ein Rückgang zu verzeichnen war.

 

Ausblick für 2022

 

Aktuell sind für dieses Jahr 139 Renntage geplant. Das sind 27 mehr als im vergangenen Jahr. Mit voraussichtlich 44 Grupperennen wird es ein Grupperennen mehr als in 2021 geben (Gruppe III in Magdeburg) und drei mehr als in 2019. Dabei wird allein das IDEE 153. Deutsche Derby mit 650.000 Euro und der Henkel Preis der Diana mit 500.000 Euro dotiert sein.

 

Die Kennzahlen (2015 bis 2021) in der Übersicht hier klicken!

Story über Andrea Friebel in der Sport-Welt

In der Ausgabe 151 der Sport-Welt vom 29. Dezember 2021 ist eine lesenswerte Story über Besitzertrainerin Andrea Friebel abgedruckt. Zu lesen auch hier1 und hier2.

Stable Staff Award: Annika Wolf und Pia Küppers die Siegerinnen

Quelle: Livestream von Deutscher Galopp am 27. Dezember 2021

 

Annika Wolf vom Gestüt Etzean in der Kategorie Vollblut-Gestüt und Pia Küppers aus dem Rennstall Wöhler in der Kategorie Galopp-Rennstall heißen die Siegerinnen bei der Premiere des Stable Staff Award in Deutschland. Sie können sich jeweils über eine Kreuzfahrt für zwei Personen freuen. Insgesamt haben 1800 Personen an der Abstimmung teilgenommen. Gewürdigt wird mit diesem Wettbewerb das bemerkenswerte Engagement, die harte Arbeit und die Leidenschaft der Menschen, die den Pferden die bestmögliche Pflege und Fürsorge bieten.

 

In beiden Kategorien war es eine sehr enge Entscheidung – einmal waren es drei Stimmen, die den Sieg entschieden, und in der anderen Kategorie 18 Stimmen.

Mindestdotierung in den Handicaps bleiben 2022 unverändert

Quelle: GaloppOnline vom 21. Dezember 2021

 

Die Rennpreise in der Saison 2022 sollen wieder deutlich nach oben gehen. Das wurde am Dienstag, 21. Dezember, in einer Pressekonferenz des Verbandes Deutscher Galopp mitgeteilt. „Wir gehen von 12,5 Millionen Euro, plus vielleicht ein wenig mehr, aus“, sagte Rüdiger Schmanns, Leiter der Renntechnik. Ziel sei es, das sagte Daniel Krüger als Geschäftsführer des Verbandes, wieder das Niveau von 2019 zu erreichen. „Ob das auf den Euro genau klappt, können wir aber noch nicht sagen“, so Schmanns.

 

Für 2022 sind 137 Renntage geplant, das ist ein Plus gegenüber der diesjährigen Marke von 112 Renntagen und natürlich auch gegenüber den 96 Renntagen aus dem Corona-Jahr 2020. 2019 waren es 146 Tage gewesen. „Zu den 137 könnten noch einige kleinere hinzukommen, so dass wir vielleicht bei 144 bis 145 landen“, so Rüdiger Schmanns.

 

In den Listenrennen wird die Dotierung wieder bei mindestens 25.000 Euro liegen, in den Gruppe-Rennen bei 55.000 Euro (Gruppe III), 70.000 Euro (Gruppe II) und 155.000 Euro (Gruppe I). „Natürlich alles mit Ausnahmen nach oben, das sind die Mindestdotierungen“, so die Aussage. In den Handicaps sollen Mindestdotierungen verankert werden.

"Mit Vollblut in die Zukunft"

Quelle: GaloppOnline vom 28. Oktober 2021

 

„Mit Vollblut in die Zukunft“ – so ist ein neues Online-Forum, initiiert von Trainer Ferdinand Leve, Andreas Baumann (Züchter und Ausbilder), Iris Wenzel (Vollblutexpertin und Fachautorin) und Volker Steinkraus (Züchter und Unternehmer), übertitelt. Das Forum will sich in Zukunft über den Einsatz des Vollbluts in der Warmblutzucht austauschen. „Der Einsatz von Vollblut in der Warmblutzucht ist unverzichtbar für die Stärkung der genetischen Vielfalt hinsichtlich Leistung, Härte und Gesundheit. Für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Leistungssport, ganz besonders in der Disziplin Vielseitigkeit, sind diese Merkmale unabdingbare Voraussetzungen“, heißt es dort.

 

Das Ziel des Forums wird wie folgt beschrieben: „Das Expertenforum ist eine Initiative von Vollblut-Enthusiasten, Experten, Züchtern und Reitern, die Mut zum Vollblut machen wollen. Im Fokus steht die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen sowie der Austausch und Netzwerken untereinander.“

 

In den letzten Jahren fanden schon einige Vollblut-Hengste den Weg in die Warmblutzucht. So etwa Neatico, Slogan, Innenminister, Armand oder der auch Kult-Schecke Silvery Moon.

 

Mehr zum Forum hier: https://vollblut-zukunft.de/

Besitzertrainer-Cup: Titel für Anna Schleusner-Fruhriep

Zum zweiten Mal bei der fünften Auflage hat Anna Schleusner-Fruhriep den Besitzertrainer-Cup gewonnen. 2021 gab es für diesen Wettbewerb, an dem alle aktiven Besitzertrainer des Vereins Deutscher Besitzertrainer teilnehmen können, sieben Wertungsrenntage in Mülheim, Dresden, Leipzig, Bad Harzburg, Cuxhaven, Zweibrücken und abschließend am Sonntag, 31. Oktober, in Verden.


Schon nach der endgültigen Starterangabe für den Renntag in Verden stand fest, dass Anna Schleusner-Fruhriep nicht mehr vom ersten Rang (1.000 Euro) zu verdrängen war. Trotzdem starteten für sie dort sechs Pferde und erhöhten ihren Gesamtpunktstand von 26 auf letztlich 41 Zähler. Dafür sorgten im einzelnen Unwetter (6), Mäuseschwänzchen (4), Video Diva (2) sowie Max des Bois, Oxana und Ragazza (je 1).


Hinter der souveränen Siegerin gab es in Verden noch einmal einige Veränderungen. Durch den Sieg von Soldat und Rang zwei von Waldenser (beide unter Alexander Weis) erhöhte Marc Timpelan sein bisheriges Punktekonto um 18 Zähler auf 23 und schaffte in der Endabrechnung noch den Sprung auf Rang zwei (500 Euro). Marc Timpelan trat auf Nachfrage Veröffentlichungen entgegen, dass Soldat sein erster Sieg als Public-Trainer gewesen sein soll. „Ich bin weiterhin Besitzertrainer und werde das wohl auch im kommenden Jahr bleiben.“


Mit 20 Punkten rutschte Armin Weidler, der in Verden nicht am Start war, hinter Marc Timpelan auf die 3. Position (300 Euro). Platz vier (200 Euro) ging an Kamila Harms, die dank des Sieges von Ratona (Sarah Biessey) und Rang zwei von Roxalagu (Patrick Gibson) von null auf 18 Punkte sprang. Es folgt auf Rang fünf mit 16 Punkten Christian Peterschmitt vor Pascal Jonathan Werning (14), Frauke-Luise Hinck (13 – acht davon dank La Aluna/Ulrike Timmermann durch einen zweiten Platz in Verden), Christoph Schwab (12), Hans-Joachim Stolberg (11) sowie gemeinsam auf Position zehn mit je zehn Zählern Janine Beckmann, Waldemar Markus Falk, Sarah Jane Hellier, Frank Maurer, Ralph Siegert, Sebastian Wenz und Svenja Winter. Die Plätze fünf bis zehn werden jeweils mit 100 Euro belohnt.

 

Der komplette Endstand hier


Wie gewohnt wurde die Rangfolge über ein Punktsystem bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen an den sieben Wertungsrenntagen ermittelt. Pro Rennen waren je Platzierung von Pferden von Besitzertrainern folgende Punkte zu erzielen:


1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt.

Informationen zur Ausbildung zum Beruf Pferdewirt

Quelle: Pressemitteilung Bundesvereinigung der Berufsreiter im Deutschen Reiter- und Fahrer- Verband e. V. vom 29. März 2021


Die Bundesvereinigung der Berufsreiter hat, um die Ausbildung zum Beruf Pferdewirt noch mehr in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, Filme zu den jeweiligen Fachrichtungen in Auftrag gegeben und diese auf YouTube veröffentlicht.

 

Allgemeiner Film zum Beruf "Pferdewirt": https://www.youtube.com/channel/UC9Yf0LhhT19VHTOf4OS-Zew

 

Film zur Fachrichtung "Rennreiten": https://www.youtube.com/watch?v=in_oqblIRSk

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2021

Montier-en-Der, 5. September

  • Philipp Berg – Nothern Fox

Magdeburg, 11. September

  • Manfred Türk – Nablirka
  • Kay Schulz – The Feathered Nest
  • Silke Brüggemann – Zindai

Zweibrücken, 11. September

  • Frank Maurer – Little Sam
  • Markus Waldemar Falk – Galiva
  • Sebastian Wenz – Diamond Gold

Mons, 16. September

  • Caroline Pietsch – Nordgold
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Hannover, 19. September

  • Isabell Kreger – Ocean Air

Dresden, 25. September

  • Daniel Paulick – Invincible Warrior

Nancy, 26. September

  • Hella Sauer – Sancho

Gruppe III-Prüfung am 9. Juli im Magdeburger Herrenkrug

Quelle: GaloppOnline vom 28. Dezember 2021

 

Die kommende Saison wird eine ganz Besondere für den Magdeburger Renn-Verein, denn erstmals wird es im Herrenkrug eine Gruppe III-Prüfung geben. Über 2050 Meter hat die ehemalige Hamburg-Trophy, die 2021 und 2020 ausgefallen ist, in der Ottostadt eine neue Heimat gefunden.

 

Seit 2013 wurde die Hamburg Trophy über 2000 Meter auf der Derby-Bahn in Hamburg ausgetragen. Der letzte Sieger des Rennens war im Jahr 2019 der dänische Galopper King David. Der erste Gruppesieger in Magdeburg wird am 9. Juli gesucht, wenn im Herrenkrug der dritte von insgesamt vier Renntagen im Jahr 2022 ansteht. Zwar gab es anfänglich ein paar Bedenken, ob des neuen Austragungsortes der ex Hamburg Trophy, doch letzten Endes ging das Rennen nach Magdeburg. „Wenn ein Rennverein sagt, dass er das Rennen austragen will und es auch finanzieren kann, dann muss man doch glücklich sein“, so Rüdiger Schmanns, Leiter der Renntechnik bei Deutscher Galopp, am Dienstag, 28. Dezember, gegenüber der Sport-Welt.

 

Damit stehen im deutschen Rennkalender wieder die üblichen 44 Grupperennen. Der Auftakt der kommenden Gruppe-Saison findet am 10. April in Düsseldorf mit der Kalkmann Frühjahrs Meile (Gr. III) statt.

"Brexit - was ändert sich beim Transport von Vollblütern?"

Interessante und wichtige Informationen können in der Präsentation von Stephan Vogt zum Thema "Brexit - was ändert sich beim Transport von Vollblütern?" nachgelesen werden.

 

Hier die Präsentation

"Heiße Tasse" am 26. Dezember in Mülheim

Die Aktion „Heiße Tasse“, initiiert von Günther Schmidt (Taxis4Horses), geht am Sonntag, 26. Dezember, in die 4. von insgesamt geplanten 14 Runden der Winterrenntage in Deutschland. Bei der Veranstaltung am 2. Weihnachtsfeiertag in Mülheim an der Ruhr ist der Verein Deutscher Besitzertrainer der Sponsor für die Heißgetränke der Pferdeführerinnen und -führer. Diese erhalten im Sekretariat des Rennclubs Mülheim an der Ruhr einen entsprechenden Gutschein ausgehändigt. Am Waffel- oder Glühweinstand kann der eingelöst werden.

 

„Passend zum Weihnachtstag bekommen alle Pferdeführer und -innen auch noch einen Schokoladen-Weihnachtsmann überreicht“, so Armin Weidler, 1. Vorsitzender des Vereins Deutscher Besitzertrainer. „Unser Vorstand war von dieser Idee von Günther Schmidt begeistert und sofort Feuer und Flamme für dieses kleine Dankeschön an die fleißigen Helfer, ohne deren Unterstützung es in unserem Sport einfach nicht gehen würde", betont Weidler, der auch den Rennvereinen dankt, dass sie bei der Umsetzung tatkräftig helfen.

Amateurrennreiterin Olga Laznovska zehn Monate ohne Lizenz

Quelle: GaloppOnline vom 8. Dezember 2021

 

Amateurrennreiterin Olga Laznovska ist am Mittwoch vom Ordnungsausschuss von Deutscher Galopp die Reitlizenz für 10 Monate entzogen worden. Der Ordnungsausschuss sah es als erwiesen, dass sich Laznovska am 17. Oktober in Iffezheim vorsätzlich einer Dopingkontrolle entzogen hatte. Eine Verweigerung der Probe wird als positiver Befund bewertet (Nr. 594/1 RO i.V.m.Nr. 227 a RO). In der Anhörung wurde deutlich, dass Laznovska über die an diesem Tag für sie anstehende Doping-Kontrolle informiert war. Dementsprechend wurde hier Vorsatz festgestellt.

 

Der Kontrollausschuss, vertreten durch Gottfried Reims, forderte in seinem Schlussplädoyer zwölf Monate Lizenzentzug. Die ersten Monate der Sperre wurde in diesem Urteil von nun 10 Monaten Lizenzentzug berücksichtigt.

Lizenzentzug auf Bewährung für Markus Klug

Quelle: GaloppOnline vom 8. Dezember 2021 (aktualisierte Fassung)

 

Trainer Markus Klug wurde vom Ordnungsausschuss des Verbandes Deutscher Galopp am Mittwoch die Lizenz für sechs Monate auf Bewährung entzogen. Die Bewährungsfrist beträgt anderthalb Jahre. Zusätzlich muss Klug eine Geldstrafe von 4.000 Euro zahlen. Klug wurde Fahrlässigkeit in zwei Fällen der Anwendung eines unerlaubten Mittels zur Last gelegt. Bei Dopingproben der Pferde Moonlight Man (15. Juni 2020, München) und See Hector (31. Juli 2021, Köln) waren unerlaubte Mittel festgestellt worden, was eine Disqualifikation der Pferde zur Folge hatte.

 

Der Ordnungsausschuss unter Vorsitz von Mirko Roßkamp folgte mit dem Urteil dem Antrag von Gottfried Reims als Vertreter des Kontrollausschusses des Verbandes, der deutlich machte, dass die "Verantwortlichkeit des Trainers nicht wegzudiskutieren ist." „Aus dieser Verantwortlichkeit des Trainers entsteht die Tatsache, dass er dafür sorgen muss, dass solche Fälle nicht passieren“, so Reims. Letztlich fiel das Urteil im Sinne der Rennordnung.

 

Zugunsten von Markus Klug hat man 17 Jahre, in denen der Trainer ohne Auffälligkeiten geblieben ist, in das Strafmaß einfließen lassen. Außerdem wurde Klugs hervorragend geführtes Medikamentenbuch erwähnt und auch die lange Verfahrensdauer hatte Einfluss auf das Strafmaß.

 

Markus Klug ließ durch seinen juristischen Beistand Dr. Günter Paul mitteilen, dass man auf Rechtsmittel verzichten wird.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2021

Haßloch, 1. August

  • Sebastian Wenz – Diamond Gold

Düsseldorf, 1. August

  • Pascal Jonathan Werning – Star Gypsy

Miesau, 7. August

  • Christian Peterschmitt – High Alpha und Amadeus Wolfe Tone
  • Stephan Buchner – Kashani
  • Christoph Schwab – Dyllan

Hoppegarten, 8. August

  • Marc Timpelan – Tanja

Krefeld, 8. August

  • Isabell Kreger – Katie Bo Kat

Dresden, 14. August

  • Jutta Pohl – Maxanto
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Deauville, 14. August

  • Hella Sauer – Chief Mambo

Saarbrücken, 15. August

  • Matthias Schwinn – Achat
  • Christian Peterschmitt – High Alpha

Hannover, 22. August

  • Pascal Jonathan Werning – Star Gypsy

Baden-Baden, 29. August

  • Fabienne Gratz – Ossiline

Reportage über den Arc-Sieg von Torquator Tasso

Die von Deutscher Galopp gemeinsam mit Florian Figge produzierte Reportage über den Sieg von Torquator Tasso am 3. Oktober 2021 im 100. Arc de Triomphe ist hier zu sehen: https://www.deutscher-galopp.de/gr/aktuelles/meldungen/20211125-reportage-ueber-den-arc-sieg-von-torquator-tasso.php

Neuer Vorstand beim Rennclub Saarbrücken

Quelle: GaloppOnline vom 3. Dezember 2021

 

Beim Pferderennclub Saarbrücken wurde Ende November ein neuer Vorstand gewählt. Hierzu veröffentliche der Pferderennclub am 3. Dezember eine Pressemitteilung in der es hieß:

 

"Beim Pferderennclub Saarbrücken leitet seit Ende November eine neue Führungmannschaft die Geschäfte des Vereins. Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig Tanja Hauch und Nastasja Volz-Degel als neue Vorsitzende an die Spitze des Vereins. Der bisherige Präsident Ulrich S. Heinz verabschiedete sich von der Vereinsführung und wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Werner Schmeer, der seit mehr als fünfzig Jahren die Arbeit des Rennclubs geprägt hat, wird zukünftig im Aufsichtsrat zusammen mit Jürgen Heinz den Vorstand unterstützen und beraten.

 

Mit der Neuwahl des Vorstandes kommt es nicht nur zu einem Generationswechsel beim Saarbrücker Traditionsverein, sondern auch beinahe die gesamte Führungsspitze ist weiblich. Neben den beiden Vorsitzenden ist zukünftig Esther Witt für die  Finanzen zuständig. Weitere Vorstandsmitglieder sind Bettina Lutz, Anja Kessler, Barbara Mathis und als einziger Mann in der Führungsriege Peter Neisius. Damit hat der Rennclub Saarbrücken innerhalb der deutschen  Rennvereine eine absolute Ausnahmestellung.

 

Für das kommende Jahr 2022 sind wieder drei Renntag geplant: am Ostersonntag, am Pfingstsonntag und am 15. August.

Klaus Wilhelm weiter Präsident der Südwestdeutschen Rennvereine

Quelle: GaloppOnline vom 27. November 2021

 

Im Sportheim Niederauerbach in Zweibrücken fand am Samstag, 27. November, die 93. Mitgliederversammlung des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine (VSR) statt. Dabei wurden die bereits zwei Mal verschobenen Wahlen abgehalten und Klaus Wilhelm einstimmig als Präsident des Verbandes bestätigt. Ihm zur Seite stehen Ulrich Heinz (Vize-Präsident), Jürgen Braunagel (Geschäftsführer) und Erwin Peifer (Schatzmeister). Die bisherigen Vorstandsmitglieder Peter Banzhaf, Jens Pfeiffer, Sabine Schunck und Gernot Schunck wurden ebenfalls bestätigt. Oliver Jung schied als Vorstandsmitglied aus. Neu ins Gremium wurde Birgit Nikolaus gewählt.

 

In der Sitzung stand zudem die Verabschiedung der Renntermine 2022 auf der Tagesordnung. Einzig offener Punkt bleibt der Termin von Karlsruhe im Mai, da erst entschieden werden muss, wann in München Trab- bzw. Galopprennen stattfinden. Hier wird eine Terminentzerrung angestrebt.

 

„Die Mitgliederversammlung fand in einer insgesamt angenehmen Atmosphäre statt“, fasste der wiedergewählte Präsident Klaus Wilhelm den Ablauf der Sitzung zusammen un