Mitgliederbereich
Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Mitglieder wählen neuen Vorstand

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 7. September 2020

 

Heute hat in Baden-Baden die Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e. V. stattgefunden. Im Zeichen der Corona-Pandemie und unter Einhaltung der Kontakt- und Hygienevorschriften kamen die Mitglieder im Longines-Club der Rennbahn in Iffezheim zusammen. Schwerpunkt war neben einer Analyse der Coronasituation die Wahl des neuen Vorstands. Dieser vereint die bisherigen Gremien Vorstand und Präsidium und ist künftig das zentrale Entscheidungsorgan des Dachverbands.

 

Nach der einmütigen Wiederwahl von Dr. Michael Vesper, Köln, wurden folgende Personen in den neuen achtköpfigen Vorstand gewählt:

 

Manfred Ostermann und Gerhard Schöningh als Vizepräsidenten,

 

Gregor Baum und Lars-Wilhelm Baumgarten als Vertreter der Besitzervereinigung,

 

Eckhard Sauren und Andreas Tiedtke als Vertreter der Rennvereine,

 

Christian Freiherr von der Recke als Vertreter der Aktivenverbände.

 

Auf Vorschlag von Michael Vesper wurde der bisherige Vizepräsident Andreas Jacobs zum Vorsitzenden des Beirats der Deutscher Galopp Wirtschaftsdienste gewählt. (Anmerkung vom Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer: "Die Wahl des Vorsitzenden des Beirats der Deutschen Galopp Wirtschaftsdienste fand nicht auf der Mitgliederversammlung statt!")  „Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit Andreas Jacobs einen erfolgreichen Unternehmer dafür gewinnen konnten, die Verantwortung für unsere wichtigste Beteiligung zu übernehmen und Geschäftsführer Jan Pommer zu unterstützen. Wir werden von der unternehmerischen Erfahrung von Andreas Jacobs und seiner profunden Kenntnis des Galopprennsports und der Vollblutzucht profitieren“, so Vesper.

 

„Unser Dachverband wird sich verändern und eine Vision für den Rennsport 2025 mit klar definierten Zielen entwickeln. Diese Aufgabe werden wir mit dem neuen Vorstand jetzt zügig angehen.“

"Ein erstaunliches Wir-Gefühl“

Quelle: Deutscher Galopp vom 7. September 2020

 

Pressemitteilung der Besitzervereinigung:
 

Die Folgen der Corona-Pandemie, aber auch die Zukunft von Baden Racing als Veranstalter der wichtigsten Galopprennbahn in Deutschland, standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen (BV). „Die Corona-Pandemie eine Gefahr für fast alle Lebensbereiche, auch den Galopprennsport“, sagte BV-Präsident Manfred Ostermann am Montag auf der Galopprennbahn Baden-Baden · Iffezheim.
 

Eine große Anzahl an Renntagen und Rennen sei verloren gegangen, auch im Ausland habe es weniger Startmöglichkeiten gegeben, so Ostermann. Einige Rennbahnen hätten überhaupt nicht veranstalten können. Gerade die Besitzer hätten auf viel Preisgeld verzichten müssen. Als besondere Ausnahme hob Ostermann die Baden-Baden Auktionsgesellschaft, deren Auktionsrennen ohne Kürzungen durchgeführt werden. „Das macht fast 20 Prozent des Preisgeldvolumens in diesem Jahr aus“, so Ostermann. „Corona hat aber auch ein erstaunliches Wir-Gefühl erzeugt, dass es so noch nie gegeben hat.“

 

Mehr Pferde im Training als im Vorjahr

 

Eine Zahl habe ihn besonders beeindruckt, so der BV-Präsident. Stand Anfang September liegt die Zahl der Pferde im Training bei 2.093, das sind sechs mehr als im Vorjahr. „Dabei haben uns alle Experten vorhergesagt, dass sich der Pferdebestand um 400 bis 500 Pferde verringern wird“, sagte Ostermann. Dass dies nicht geschehen sei, liege am Engagement und der Liebe zum Tier der Besitzer.

 

Der Präsident von Deutscher Galopp, Michael Vesper, kritisierte in seinem Grußwort die Corona-Bestimmungen bezüglich der Zuschauer auf der Rennbahn. Im Kölner Zoo dürften 5.000 Menschen gleichzeitig sein, im Europa-Park Rust 15.000 Besucher an einem Tag, auf der Rennbahn in Iffezheim aber nur 500. „Das ist ein Missverhältnis“, so Vesper. „Wir brauchen vergleichbare Regularien, damit alle Sportarten, nicht nur der Galopp, eine Chance haben.“

 

Jacobs: „Löcher, die wir stopfen müssen“

 

Baden-Racing-Präsident Andreas Jacobs nannte in seiner Ansprache ein paar Zahlen zu den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für den Rennverein. „Gegenüber dem Vorjahr haben wir in der Großen Woche einen Fehlbetrag von 380.000 Euro, aufs Gesamtjahr hochgerechnet rund 1,4 Millionen Euro weniger Ticket- und Sponsoreneinnahmen.“ Auch bei den Wetten ergeben sich laut Jacobs Löcher, „die wir stopfen müssen“ und die durch Online-Wetten nicht auszugleichen seien. Die Bahnwette durch Besucher fehle in Iffezheim besonders. Jacobs sprach von rund 200.000 Euro geringeren Einnahmen.

 

Dennoch werde Baden Racing auch im Sales & Racing Festival einen „Groß-Renntag“ veranstalten, „an dem wir rund eine halbe Million Euro Preisgeld ausschütten“, so Jacobs. Er appellierte an die Versammlung, sich zusammenzusetzen, „um die Zukunft der wunderschönen Bahn“ zu sichern. BV-Präsident Ostermann sagte, in welcher Form es mit Baden Racing weitergehe, sei noch nicht geklärt. Viele Detailfragen seien noch offen, kündigte aber einen Lösungsvorschlag bis Jahresende an, der auf einer BV-Sondersitzung dann zur Entscheidung stehen werde.

 

Kritik am Engagement der BV an Baden Racing konterte Ostermann mit den Worten, es sei die „ureigenste Aufgabe der Besitzervereinigung“, dazu beizutragen, die Grundlagen für die Rennen zu schaffen. Im Vorstand sei man sich einig, dass Baden-Baden wegen seiner herausgehobenen wirtschaftlich und internationalen Stellung eine besondere Bedeutung zukomme. „Es ist aber eine Herkulesaufgabe, den Galoppsport in Deutschland auf so hohem Niveau aufrechtzuerhalten.“

 

Studie zum Galoppsport vorgestellt

 

BV-Geschäftsführer Daniel Krüger präsentierte in seinem Jahresbericht einige Kernzahlen. Die BV hat 600 Mitglieder. Die Zahl der Züchter sei mit 500 stabil geblieben. „85 Prozent von ihnen besitzen eine bis drei Stuten, sie sind damit das Rückgrat der Vollblutzucht.“

 

Krüger stellte eine Studie zum Rennsport in Großbritannien und Irland vor, deren Ergebnisse aber auf Deutschland übertragbar seien. Danach generiert ein Euro Einsatz der Besitzer sieben Euro im gesamten Sport. Die Gründe, ein Pferd zu besitzen, seien vor allem die Freude am eigenen Rennpferd, aber auch der Besuch im Training oder auf dem Gestüt. Die Gründe aufzuhören, seien vor allem wirtschaftlich, da 97 Prozent aller Besitzer die Kosten nicht verdienen könnten und 43 Prozent weniger als 5 Prozent der Kosten.

 

In Deutschland lägen die Kosten für die Besitzer bei jährlich 43 Millionen Euro. „Dabei ist der Pferdekauf nicht einberechnet“, so Krüger. Für die Züchter bei 22 Millionen Euro. Es sei wichtig, neue Besitzer und Züchter zu gewinnen, aber bestehende Besitzer und Züchter zu halten, sei noch wichtiger und kostengünstiger. „Das muss das erste Ziel sein“, sagte der BV-Geschäftsführer.

Gibt es in Bremen wieder Galopprennen?

Mit "Die Wünsche der Sportler" ist ein Artikel im Bremer Weser-Kurier vom 9. September überschrieben, der sich mit der möglichen Zukunft des Geländes der Bremer Galopprennbahn befasst. Auch der Galopprennsport ist dabei mit im Boot.

 

Hier der Artikel: http://www.e-pages.dk/weserkurier/120487/article/1205741/24/5/render/?token=7c77c970a47fa9e03b714b1098bd3189&vl_app_id=com.newscope.epaper.wk&vl_app_version=4.7.1&vl_platform=android

Phase 3 mit Parallelveranstaltungen an einem Tag

Quelle: GaloppOnline vom 1. September 2020

 

"Mit dem heutigen Tag beginnt für uns Phase 3", so Deutscher Galopp-Boss Dr. Michael Vesper am Dienstag 1. September, in der obligatorischen Telefon-Pressekonferenz mit den Journalisten. In dieser Phase geht es unter anderem auch darum, dass es demnächst - was bislang in diesem Jahr nach dem Beginn der Corona-Panemie noch nicht der Fall war - mehr als eine Veranstaltung an einem Tag gibt.

 

Zum ersten Mal mehr als einen Veranstalter gibt es am 12. September, denn diesen Termin hatte Magdeburg schon lange fest geplant, und durch die Verschiebung der Großen Woche von Baden Racing in Iffezheim wird es an diesem Tag Rennen auf zwei Bahnen geben, wobei Magdeburg aber einen Renntag mit vielen Amateurrennen veranstaltet. Am 20. September veranstalten dann Dortmund und Hannover parallel, wobei eigentlich ein Renntag als PMU-Veranstaltung geplant war, doch da in Frankreich an diesem Tag noch ein zusätzlicher Renntag hinzu kam, wird es an diesem Termin keinen PMU-Renntag geben.

 

Am 27. September werden Köln und Mannheim veranstalten, am 4. Oktober Hannover und Düsseldorf, am 10. Oktober Dortmund und Leipzig, am 11. Oktober Köln und München, und am 31. Oktober Halle und Dortmund. Geplant ist für diese Termine, die Fernsehübertragung so zu gestalten, dass man die Rennen von beiden Bahnen präsentiert bekommt. "Ich denke, dass ist auch für die Zuschauer noch kurzweiliger, da sie ja so noch mehr Rennen zu sehen bekommen", so Dr. Michael Vesper.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2020

Mannheim, 3. Juli

  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Helmut R. Wedig – Rock of Cashel
  • Christian Peterschmitt – Ajmany
  • Horst Rudolph – Furous

Dresden, 4. Juli

  • Ralph Siegert – Varicon

Chantilly, 5. Juli

  • Hella Sauer – Waleed

Hamburg, 10. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Hamburg, 11. Juli

  • Marion Renggli – Dumas
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Anton von Marlow

Hamburg, 12. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind

Köln, 18. Juli

  • Anja Kleffmann – Parmenter

Hoppegarten, 19. Juli

  • Daniel Paulick – Maranero und Malinga
  • Luisa Steudle – Goldie Doll
  • Lucien W. J. van der Meulen – Karisoke

Hannover, 25. Juli

  • Aleksey Luft – Chesnee
  • Pascal Jonathan Werning – Eternal Summer

Magdeburg, 31. Juli

  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Dr. Monica Venner neue Tierschutzbeauftragte

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 25. August 2020

 

Tierschutz und das Wohl des Pferdes stehen im Rennsport über allen anderen Interessen und wirken in alle Bereiche des Rennsports hinein. Um der stetig wachsenden Bedeutung des Themas gerecht zu werden, hat der Vorstand von Deutscher Galopp e. V. Frau Dr. Monica Venner als unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen benannt.

 

Frau Dr. Venner, die selbst Vollblutpferde besitzt, wird künftig ihr Augenmerk auf das Wohl der deutschen Vollblüter richten. Zu ihrem Aufgabenprofil zählen die Beurteilung der Einhaltung der tierschutzrelevanten Vorschriften (Tierschutzgesetz, Leitlinien etc.)  - im Grundsatz wie auf Anforderung auch im Einzelfall - sowie der Regularien von Deutscher Galopp (Antidoping-Regeln, Rennordnung etc.). Zudem steht Frau Dr. Venner Deutscher Galopp beratend zur Seite. Dies betrifft vornehmlich Themen wie die allgemeine Aufklärung der professionellen Akteure über Tierschutz-Belange im Rennsport, die Konzeption und Auswertung wissenschaftlicher Studien, die stichprobenartige Überprüfung der Arbeit der Rennsportangehörigen in Sachen Tierschutz sowie deren kontinuierliche Verbesserung.

Frau Dr. Venner hat über zwanzig Jahre tierärztliche Praxis und dabei auch umfassende Erfahrung in der Diagnostik und der Behandlung von Vollblutpferden gesammelt. Sie betreut als Privatdozentin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover Doktoranden und ist somit fest im wissenschaftlichen Diskurs verankert.

 

Nach dem Studium der Tiermedizin in Frankreich und einer Doktorarbeit über Sehnenerkrankungen beim Sportpferd arbeitete Frau Dr. Venner 18 Jahre als angestellte Tierärztin in der Klinik für Pferde der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Hierbei erlangte sie einen deutschen Doktortitel mit einer Dissertation zur Diagnose von Lungenerkrankungen beim Pferd und fertigte eine Habilitationsschrift über die Lungenentzündung beim Fohlen. Derzeit ist sie neben ihrer Tätigkeit als Privatdozentin als praktizierende Tierärztin in einer Pferdeklinik angestellt. Ihre Spezialgebiete sind Magen-Darmerkrankungen, Lungen- und Herzerkrankungen beim Pferd sowie Fohlenkrankheiten.

 

Dr. Monica Venner erklärt: „Mir liegt sehr am Wohl der Vollblutpferde. Ich freue mich über diese verantwortungsvolle Aufgabe und werde sie mit vollem Einsatz und kritisch-konstruktiver Haltung angehen.“

 

Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e. V.: „Wir freuen uns, mit Frau Dr. Venner eine so erfahrene wie wissenschaftlich ausgewiesene Expertin gewonnen zu haben. Wir erhoffen uns davon wichtige und auch kritische Impulse für unsere Arbeit bei dem eminent wichtigen Thema Tierschutz.“

Baden-Baden nicht am 17. Oktober, dafür Mülheim am 14. Oktober

Quelle: GaloppOnline vom 27. und 28. August 2020

 

Beim Sales & Racing Festival im Oktober in Iffezheim wird es nur einen statt wie bisher zwei Renntage geben. Rennen finden nur am Sonntag, 18. Oktober, statt. Das hat Baden Racing-Geschäftsführerin Jutta Hofmeister am Donnerstag, 27. August, bestätigt. Die schon existierenden Ausschreibungen für beide Renntage am Samstag und Sonntag müssen nun zusammengefasst werden für einen Veranstaltungstag.

 

Für die Herbstauktion der BBAG, die auf Freitag und Samstag (16. und 17. Oktober) terminiert ist, könnte der Ausfall des Samstagrenntages ein neues Zeitfenster tagsüber für die Auktion öffnen. Finale Planungen für die Auktion sind noch nicht abgeschlossen. BBAG-Geschäftsführer Klaus Eulenberger: "Aktuell planen wir alles unverändert, genaues kommt nach der Jährlingsauktion."

 

Der durch die Absage des Samstags-Renntages beim Sales & Racing Festival im Oktober in Iffezheim frei gewordene Renntag wechselt nach Mülheim/Ruhr. Dort wird er indes nicht am Samstag, sondern am Mittwoch, 14. Oktober, ausgetragen. Im Mittelpunkt wird das Silberne Band der Ruhr stehen. Karl-Dieter Ellerbracke, Präsident des Rennclubs in Mülheim: „Der Termin passt mit diesem Rennen sehr gut zwischen das St. Leger und das Oleander-Rennen in Hoppegarten, wir hoffen, dass wir damit ein sehr attraktives Silbernes Band bieten können.“ Das RaceBets - 136. Deutsches St. Leger findet am 20. September in Dortmund statt, das Comer Group International 49. Oleander-Rennen am 1. November in Berlin-Hoppegarten.

Deutscher Galopp zieht positives Zwischenfazit

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. August 2020


Seit der Wiederaufnahme des Rennbetriebs am 7. Mai werden die Rennen redaktionell begleitet und mit Interviews kostenfrei auf diversen Plattformen gezeigt. Dies findet sehr großen Anklang. Allein der Livestream, der auf deutscher-galopp.de sowie über Facebook und YouTube zu sehen war, erzielte eine Reichweite von 3,7 Millionen Kontakten. So fieberten vor dem Deutscher Galopp-Stream auf Facebook über eine halbe Millionen Zuschauer bei den spannenden Übertragungen mit und erzielten eine geschätzte Reichweite von gut 3,4 Millionen Kontakten.

 

Hinzu kommen die rund 300.000 Aufrufe des YouTube-Kanals von Deutscher Galopp. Dort können die Renntage live und auch im Nachhinein kostenfrei abgerufen werden. Live sind die Übertragungen auch auf vielen Homepages des jeweils ausrichtenden Rennvereins zu sehen und werden nach deren Schätzungen von Galoppsportfans im insgesamt sechsstelligen Bereich angesehen. Dies zusammengefasst bedeutet rund 20.000 Zuschauer pro Renntag im Durchschnitt. Hinzu kommen rund 15.000 Zuschauer bei den Wettanbietern (online und stationär). Kumuliert 35.000 Zuschauer pro Renntag bedeuten dabei im Bereich der eigenen Kanäle mehr als eine Verdoppelung der Zuschauer. Erweitert wird das Angebot der Galoppmedien durch die Übertragungen auf den digitalen Kanälen von ClipMyHorse.tv und SportDeutschland.tv.

 

Das mediale Angebot wird durch eine Kooperation mit dem Sender Sport1 und diverser Berichte in den öffentlich-rechtlichen und weiteren Sendern komplettiert. Die zweistündige Sendung „Galopp Live“ auf Sport1 hat sich bereits fest etabliert und lockte zuletzt bei einer Übertragung aus München 80.000 Zuschauer im Durchschnitt und 130.000 in der Spitze vor die Bildschirme. Bisher fünf Übertragungen dieser Art strahlte Sport1 aus und erreichte damit 65.000 Zuschauer im Durchschnitt. Fünf weitere „Galopp Live“-Sendungen sind bis in den Oktober bereits geplant.

 

Daneben freut sich Deutscher Galopp auch sehr über die gesteigerte Berichterstattung in Sportmagazinen, wie der ARD Sportschau, der ZDF Sportreportage (in beiden war Galopprennen je dreimal vertreten), Sky Sport News HD sowie den „Dritten“, wie NDR, MDR, SWR und WDR. So wurden seit der Wiederaufnahme am 7. Mai rund 19,07 Millionen Menschen angesprochen. Damit hat Deutscher Galopp allein im TV in den letzten vier Monaten mehr als ein Drittel (40,9 %) mehr Menschen erreicht als im gesamten Jahr 2019.

 

„Wir waren in den letzten Monaten zusammen mit unseren Partnern sehr aktiv in der Verbreitung unserer Bilder. Besonders unserem Partner Wettstar gebührt dabei ein herzlicher Dank, macht er doch die kostenfreie Ausstrahlung auf unseren Kanälen möglich. Dass die Übertragungen so großen Anklang bei Rennsportangehörigen und auch offenbar bei vielen neuen Fans finden, macht uns froh und stolz“, sagt Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Wir werden diesen Weg für die vielen Rennsportfans im Land weiter beschreiten.“

Filip Minarik aus Koma erwacht und nach Köln verlegt

Quelle: GaloppOnline vom 20. August 2020

 

Jockey Filip Minarik hat die Intensiv-Station in Hannover verlassen und wurde nun in eine auf seine Verletzungen ausgerichtete Reha-Klinik nach Köln verlegt. Nach seiner Verlegung aus Mannheim nach Hannover war seine Frau Katja dank großer Unterstützung von Freunden und der Familie täglich in der Klinik.

 

Nachdem Filip Minarik aus dem Koma erwacht ist, wurden diverse Untersuchungen durchgeführt. „Wir müssen mit sehr viel Geduld in die Reha gehen“, sagt Katja Minarik. An dieser Stelle möchte sich Katja Minarik für die große Anteilnahme des deutschen und internationalen Rennsports bedanken. „Es ist unglaublich, wieviel Unterstützung und Zuspruch Filip und ich in den letzten anderthalb Monaten bekommen haben. Über alle Kanäle kamen die besten Wünsche und Hilfsangebote. Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht allen Informationswünschen gerecht werden konnte, aber ich muss mich voll auf Filips Genesung konzentrieren.“

 

Besonders beeindruckt ist Katja Minarik auch von den vielen Reaktionen auf die in die Wege geleiteten Spendenaktionen. „Jetzt, wo Filip in die Reha verlegt wurde und das nächste Kapitel startet, möchte ich mich bei den Initiatoren und bei allen Mitwirkenden der Spendenaktion bedanken. Ich war überwältigt von der Menge der Menschen, die in dieser Zeit an Filip gedacht und gespendet haben. Mit so einem Betrag habe ich nicht gerechnet. Es ist eine große Hilfe für die nächsten Wochen und Monate. Auch das Video mit den Botschaften der internationalen Kollegen hat mich sehr berührt. Es ist gut zu wissen, dass wir nicht allein sind. Vielen, vielen Dank!“

 

Eine Aussage zum Verlauf der Reha kann aktuell nicht gegeben werden. Katja Minarik: „Wir können weiterhin keine Prognosen geben und deshalb habe ich mich entschieden, keine regelmäßigen medizinischen Berichte zu veröffentlichen. Ich bitte alle um Verständnis, dass ich auch in der nahen Zukunft all meine Kraft für meine Familie und die Genesung von Filip aufbringe und deshalb nicht auf Kontaktaufnahmen reagieren kann. Das hat jetzt absolute Priorität.“

Konzept 2.0 für die Wiederzulassung von Zuschauern

Deutscher Galopp hat in Absprache mit Rennvereinsvertretern und Experten ein Konzept 2.0 für Leistungsprüfungen mit Zuschauern entwickelt. Dieses Konzept soll als Hilfestellung und Richtschnur für die Rennvereine für deren Beratungen mit den Behörden vor Ort dienen. Es ist selbstverständlich auf die Verhältnisse am Ort der Rennveranstaltung und die dortige Verordnungslage zu adaptieren. Deutscher Galopp begrüßt die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und trägt diese mit. Das Konzept stellt deshalb ein Angebot dar, wie im Dialog mit den Behörden die Wiederzulassung von erheblichen Zuschauerquantitäten unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln ermöglicht werden kann. Es ist ein „lebendes Dokument“, das an den Fortgang der Entwicklungen in den nächsten Tagen und Wochen angepasst werden muss und werden wird. Für Rückfragen steht Deutscher Galopp e. V. jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Hier das Konzept

Emotionales Video mit Genesungswünschen an Filip Minarik

Quelle: GaloppOnline vom 4. August 2020

 

In Sachen der schon großartig angelaufenen Spendenaktion zugunsten von Filip Minarik auf gofundme (https://www.gofundme.com/f/filip-minarik?utm_source=customer&utm_medium=email&utm_campaign=p_cf+share-flow-1) hat Initiator Patrick Gibson nun ein sehr emotionales Video nachgeschoben. "Get well soon Filip", so der Titel des Clips von 3:33 Minuten Länge, den Sie hier nachfolgend anschauen können. "Idee und Videos sind von Patrick Gibson, er hat mich gebeten das Ganze zusammenzuschneiden", sagt Florian Figge, der das Video am Dienstag online gestellt hat. Schauen Sie mal, wer hier alles zu Wort kommt. Wir schließen und allen guten Wünschen an!

 

Hier geht es zum Video: https://galopponline.de/news/galopp-news/emotionale-videoget-well-soon-filip

Gespräche in Neuss zum Erhalt des Galopprennsports

Quelle: GaloppOnline vom 6. August 2020

 

Am Donnerstag, 6. August, fanden weitere Gespräche zur Fortführung der Renntradition in Neuss statt. Die Zeichen verdichten sich, dass zumindest versucht werden kann, die Rennen am Hessentor zu erhalten.

 

Ein Treffen zwischen den verschiedenen beteiligten Parteien um den Rennbahnpark wurde am Vormittag realisiert. Anwesend waren Vertreter von Neuss Marketing, der Städtekämmerer der Stadt Neuss, sowie eine Beigeordnete der Stadt Neuss. Der Rennsport war mit den zwei Vertretern des Galoppclubs Neuss Niederrhein, Präsident Marc Troellsch und Geschäftsführer Andreas Grau, vor Ort und wurde unterstützt von Jan Pommer, dem Geschäftsführer von Deutscher Galopp.

 

"Mit tatkräftiger Unterstützung des Dachverbands konnten hier erste Erfolge erzielt und die Weichen für eine zukünftige Zusammenarbeit gestellt werden. Der Galoppclub Neuss Niederrhein e.V. sieht optimistisch in die Zukunft“, schreibt der Verein auf seiner Facebook-Seite. Präsident Marc Troellsch: "Die ersten Gespräche sind geführt und die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht, es liegen natürlich noch viele Aufgaben vor uns."

 

Jan Pommer: "Deutscher Galopp hat heute an einem Treffen des neuen Galoppclubs Neuss Niederrhein mit Vertretern der Stadt teilgenommen, um die Relevenz einer zweiten Winterrennbahn zu unterstreichen. Das Gespräch habe ich als konstruktiv, fair und offen erlebt. Jetzt sind die Rahmenbedingungen im Grundsatz abgesteckt und sowohl der Galoppclub als auch die Stadt Neuss können daran arbeiten, für die Sitzung des Beteiligungsausschusses am 20. August einen Vorschlag zu machen, wie eine Fortführung der Rennen möglich wäre. Dafür sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen."

Fünf positive Test auf Koffein stehen fest

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 4. August 2020

 

Nach der Entnahme von Proben am 3. Juli in Mannheim sowie am 11. und 12. Juli in Hamburg sind folgende Pferde positiv auf Koffein getestet worden: Medaillon, Roxalagu, Soyeux, Almata und Grocer Jack. Wie sich anschließend herausgestellt hat, geht dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine verunreinigte Tranche eines Futtermittels zurück, das sämtlichen positiv getesteten Pferden gegeben worden war. Der Hersteller hat die Feststellung des Koffein-Anteils ausdrücklich bestätigt.

 

Aufgrund dieses Sachverhalts hat der Vorstand von Deutscher Galopp gemäß Ziffer 696 Rennordnung beschlossen, den genannten Pferden ausnahmsweise die Möglichkeit einzuräumen, die Startberechtigung auch innerhalb der von der Rennordnung gesetzten 6-Wochen-Frist wiederzuerlangen, sofern vor dem Start durch eine neue Dopingprobe der Nachweis erbracht ist, dass keine unerlaubten Substanzen vorhanden sind.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp erklärt dazu: „Die Entscheidung war im Sinne des Fairplay geboten. Selbstverständlich bleibt es bei unserer Null-Toleranz-Politik gegenüber Doping: Die Pferde, die nach ihren Rennen im Juli positiv auf Koffein getestet wurden, sind disqualifiziert worden und aus den Ergebnislisten gestrichen. Allerdings steht mittlerweile fest, dass die Kontamination auf eine Verunreinigung des Futtermittels zurückgeht, die der Hersteller nachträglich eingeräumt hat. Weder Besitzer noch Trainer konnten davon wissen, ihnen kann daher weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit unterstellt werden. In dieser Situation ist es nur fair, den Pferden die Chance auf einen Start einzuräumen, falls ein weiterer Dopingtest negativ ausfällt."

 

Zum Hintergrund:

 

Die Disqualifikation ist für die betreffenden Rennen erfolgt. Rechtsfolge des Nachweises eines unerlaubten Mittels ist gemäß Rennordnung von Deutscher Galopp (Ziffern 412 und 535, III RennO) weiterhin, dass die Pferde anschließend für sechs Wochen von der Teilnahme an Rennen ausgeschlossen werden.

 

Dies wäre in diesen konkreten Fällen nicht sachgerecht und unfair, da die beteiligten Trainer und Besitzer kein Verschulden trifft.

 

Deutscher Galopp bekennt sich nicht zuletzt aus Tierschutzgründen weiterhin zur seit vielen Jahren praktizierten Politik der Null-Toleranz und zu einer konsequenten, international vorbildlichen Antidoping-Politik. Deutscher Galopp ist aber auch in der Pflicht, dem Fairplay Rechnung zu tragen. „Wir wollen und werden“, so führt Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp aus, „gleichermaßen dafür Sorge tragen, dass die Rennen dopingfrei sind und bleiben und dass der Rennsport fair organisiert ist. Das ist mit dieser Vorgehensweise sichergestellt.“

Besitzertrainerprüfung: Alle Teilnehmer bestehen

Der deutsche Galopprennsport kann sich über neun neue Besitzertrainer/innen freuen. In Weilerswist bei Christian von der Recke fand am Freitag, 31. Juli, der Abschluss der im Modulsystem absolvierten Ausbildung mit den praktischen Prüfungen statt. Einen Tag zuvor mussten die Teilnehmer/innen ihr Wissen in einer Klausur nachweisen.

 

Allen neun Prüfungsteilnehmern konnte von der Prüfungsausschuss-Vorsitzenden Erika Mäder letztlich zum Bestehen gratuliert werden. Im Einzelnen sind dies in alphabetischer Reihenfolge: Melina Guilbert, Dana Klaus, Adel Massaad, Frederic Mehl, Barbara Schütz, Kay Schulz, Karin Schwarz, Jochen Stargardt und Friedericke Strahl. Auf dem Foto sind die neuen Besitzertrainer im Kreise der Prüfungskommission zu sehen. Foto: privat

Klare Worte von Magdeburg-Chef Heinz Baltus

Quelle: GaloppOnline vom 28. Juli 2020

 

Spät im Jahr startet der Magdeburger Renn-Verein am Freitag in seine Saison. Die Corona-Krise und die damit verbundenen terminlichen Modifikationen des Rennkalenders sind auch hier der Grund. „Unsere festen Termine hat man uns kommentarlos weggenommen und für Ende Juli jemanden gesucht, der an einem Freitag-Nachmittag veranstaltet. Ich bin mal auf die Umsätze gespannt“, so Präsident Heinz Baltus im Interview mit der Sport-Welt. Baltus findet ehrliche und deutliche Worte in diesem Gespräch, welches Sie in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Sport-Welt nachlesen können.

 

Nach dem Aufgalopp am Freitag findet 2020 nur noch ein Renntag (12. September parallel zu Baden-Baden) im Herrenkrug statt. Weiteren möglichen Terminen später im Jahr erteilt Baltus eine klare Absage. „Wir werden nicht im Herbst und Winter veranstalten, wenn die anderen keine Lust mehr haben. Es gab schon immer eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die wurde in diesem Jahr noch manifestiert. Die großen Vereine veranstalten am Sonntag mit der tollen Viererwette und den Übertragungen auf Sport1 und die kleinen gucken in die Röhre. Mal abwarten, wer überlebt - die Großen oder trotzdem die Kleinen?“

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2020

Köln, 1. Juni

  • Anja Kleffmann – Parmenter
  • Lucien W. J. van der Meulen – Quiet Waters

Düsseldorf, 6. Juni

  • Andrea Friebel – On y va

Hannover, 7. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Mannheim, 11. Juni

  • Erika Keller – Heatherdown
  • Lucien W. J. van der Meulen – Karisoke, Naqdy, Quiet Waters
  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Dresden, 13. Juni

  • Daniel Paulick – Maranero

Köln, 14. Juni

  • Albert Kästner – Macan

München, 15. Juni

  • Ulrich Thomas – Ziro

Dortmund, 20. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Shambhala
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Birgit Lenz – Axxell

Leipzig, 27. Juni

  • Daniel Paulick – Manjolo
  • Isabell Kreger – Vinnie's Wish

Hannover, 28. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Jolene

Köln, 29. Juni

  • Janine Beckmann – Monte Cinq
  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Devil
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Matthias Schwinn – Jean Valjean

Gibt es in Bremen doch wieder Galopprennen?!

Der Bremer Rennverein hat nachfolgenden Artikel aus dem Weser-Kurier gepostet, der Hoffnung weckt, dass es bals wieder Galopprennen in der Hansestadt geben könnte. Mehr hier. https://www.weser-kurier.de/sport/bremen-sport_artikel,-rennverein-bewirbt-sich-fuer-zwischennutzung-der-galopprennbahn-_arid,1924160.html#

Info zur Problematik mit Futtermittel

Quelle: Deutscher Galopp vom 29. Juli 2020

 

Nach Angaben des Herstellers des möglicherweise betroffenen Futtermittels ist eine mögliche Eintragsquelle die Komponente Apfeltrester. Offenbar ist es bei der Haltbarmachung des Apfeltresters (dieser wird in speziellen Anlagen dafür getrocknet) beim Lieferanten zu der Verunreinigung gekommen.

 

Kostenkompensation bei Legitimationskarten 2021?

Hinsichtlich der für dieses Jahr ausgegebenen Legitimationskarten, die aufgrund der Corona-Pandemie mehr oder weniger bisher nicht genutzt werden konnten, ist Deutscher Galopp in der Diskussion, wie in den kommenden Jahren eine Kompensation der Kosten dieser Legitimationskarten erfolgen kann. "Wir werden zu diesem Thema Lösungen erarbeiten und möglichst zeitnah weiter berichten", ist im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 28. Juli zu lesen.

Deutscher Sportverlag bezieht Räumlichkeiten bei Deutscher Galopp

Quelle: Deutscher Galopp vom 23. Juli 2020

 

Der Deutscher Sportverlag (DSV) GmbH bezieht zum 1. September neue Büroräume im Haus des Deutschen Galopp in Köln-Weidenpesch und gibt seinen Standort am Friesenplatz in der Kölner Innenstadt auf. „Deutscher Galopp begrüßt mit dem Sportverlag einen weiteren sehr namhaften Akteur des Rennsports in seinen Räumlichkeiten. Das Gebäude Rennbahnstraße 154 ist nun noch mehr das 'Haus des Rennsports'. Das freut uns sehr“, erklärt Geschäftsführer Jan Pommer.

 

Verleger und DSV-Geschäftsführer Paul von Schubert sagt zu dem Wechsel: „Wir waren schon seit mehr als zwei Jahren auf der Suche nach einer Bürofläche in Köln-Weidenpesch, die uns näher an das Rennsportgeschehen heranbringt.“ Patrick Bücheler, Verlagsbereichsleiter und Sport-Welt-Chefredakteur, ergänzt: „Wir sind ab 1. September direkt am Puls des Rennsports und werden die fußläufige Nähe zu Pferden und Menschen auf der Kölner Rennbahn nutzen. So können wir unsere Berichterstattung in Print, Web, TV und allen digitalen Angeboten noch näher an die Protagonisten bringen.“

 

Mögliche Sorgen um die Eigenständigkeit von Sport-Welt, GaloppOnline.de, Sport-Welt TV und allen weiteren Galopp-Angeboten des DSV angesichts der neuen räumlichen Nähe zum Verband seien laut Paul von Schubert und Patrick Bücheler unbegründet: „Die Unabhängigkeit von Redaktion und Verband stehen an erster Stelle. Das Mietverhältnis wird keinerlei Einfluss auf die journalistische Arbeit und die kritische Distanz zum Verband haben.“

 

Mitarbeiter von Deutscher Galopp und DSV wurden am Donnerstag zeitgleich über den Wechsel des DSV in die neuen Räumlichkeiten informiert.

„Galopp LIVE“ etabliert sich auf SPORT1

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 27. Juli 2020

 

Das Fernsehpublikum nimmt die Übertragungen von deutschen Galopprennbahnen im SPORT1-Format „Galopp LIVE“ auch am dritten Wochenende sehr gut auf: Im Schnitt sahen 60.000 Zuschauer (Zuschauer ab drei Jahren, Z3+) den Renntag auf der Neuen Bult in Hannover am Samstag, 25. Juli. In München-Riem waren es am Sonntag, 26. Juli, im Schnitt sogar 80.000, die den Dallmayr-Renntag im TV verfolgten und damit den bisherigen Zuschauerrekord vom Derbywochenende übertrafen.

 

Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp e.V., zeigt sich sehr zufrieden: „Wir freuen uns sehr über die Quoten. Das zeigt eindrucksvoll das Interesse an unserem so schnellen wie spannenden Sport.“ SPORT1 bot die Übertragungen wie gewohnt auch im Livestream auf SPORT1.de und den SPORT1 Apps an.

Katja Minarik: "Filip braucht Zeit und viel Heilkraft"

Quelle: GaloppOnline vom 22. Juli 2020

 

Auch 19 Tage nach seinem schweren Sturz in Mannheim geht es Filip Minarik nicht gut. Beim mehrfachen deutschen Champion-Jockey sind am gestrigen Dienstag in einer mehrstündigen Operation die beim Sturz erlittenen Knochenbrüche operiert worden. Die Schwerpunktarbeit des spezialisierten Ärzteteams liegt aber auf den erlittenen Kopfverletzungen. Nach seiner Notaufnahme im Mannheimer Uniklinikum am Tag des Sturzes ist Filip Minarik nach wenigen Tagen in eine Fachklinik nach Hannover ins dortige INI-Institut (International Neuroscience Institute) verlegt wurden.

 

„Es ist eine sehr schwere Zeit, aber Filip ist jetzt in den besten Händen“, so seine Ehefrau Katja, deren Tagesablauf sich seit dem Sturz stark verändert hat, damit sie ständig an seiner Seite sein kann. „Das Institut ist wirklich sehr gut und zusätzlich habe ich in Hannover auch meine Familie, was insbesondere auch die Versorgung unserer Tochter Finja einfacher macht. Die genaue medizinische Analyse ist nach wie vor ein schwieriger Prozess. Alle tun nach Kräften, was sie tun können, Filip braucht Zeit und viel Heilkraft“, so Katja Minarik weiter.

 

„Ich halte nichts davon, irgendwelche Prognosen abzugeben. Jeder, der sich mit Schädel-Hirn-Traumata und Koma-Patienten auskennt, weiß, dass sich die Zustände immer ändern können. Ich weiß, dass Filip ein Kämpfer ist! Wir alle brauchen jetzt aber viel Zeit und Geduld. Ich bitte alle um Verständnis, dass ich keine weiteren Rückfragen und Kontaktaufnahmen per e-mail, Telefon oder Whatsapp beantworten kann. Ich fokussiere mich voll und ganz auf Filip und meine Familie,“ so Katja Minarik abschließend.

Vesper äußert sich zu Zuschauerzulassung und Doppelveranstaltungen

Quelle: GaloppOnline vom 21. Juli 2020

 

"Es wird Zeit, dass, bei allem Verständnis für die notwendigen, coronabedingten Hygienemaßnahmen, wieder in begrenztem Maße Zuschauer auf den Rennbahnen zugelassen werden." Mit diesem Appell meldete sich Dr. Michael Vesper nach seinem Sommerurlaub beim obligatorischen Telefon-Pressegespräch am Dienstagvormittag zurück. "In Nordrhein-Westfalen ist in Zoos und Freizeitparks auf sieben Quadratmetern eine Person zugelassen. Rechnet man das auf die Kölner Bahn um, so dürften dort 4.000 Zuschauer sein. Wir benötigen in Phase 3 unserer Corona-Maßnahmen auch wieder Zuschauer, denn nur durch diese kann man Gelder durch Sponsoren, Eintritt und Catering generieren, von der Atmosphäre mal ganz abgesehen", so der Direktoriums-Boss.

 

Bei der angesprochenen dritten Phase, in der man sich aktuell befindet, gibt es nach Aussage des Präsidenten von Deutscher Galopp drei unsichere Faktoren. Zum einen die erwähnte Zulassung von Zuschauern, die natürlich auch unverändert von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt wird, zum Zweiten die Frage, wie die Buchmacher zukünftig das Wettgeschäft weiter begleiten, und zum Dritten, in welcher Form man Zuschüsse leisten kann, um die Rennpreise wieder zu erhöhen. "Wie in allen Teilen der Gesellschaft herrscht auch bei uns weiter große Unklarheit", so Vesper. "Wir wissen aktuell auch nicht, wie es bei der wichtigsten Veranstaltung während Phase 3, der Großen Woche in Iffezheim, mit der Zulassung von Zuschauern aussieht. Wir appellieren an die baden-württembergische Landesregierung, dort Zuschauer zuzulassen."

 

Sehr zufrieden äußerten sich Vesper und Geschäftsführer Jan Pommer über die ersten Sendungen mit dem neuen Partner Sport 1. "Sport 1 hatte einen Marktanteil von 3,3 Prozent, was ein gutes Ergebnis ist", so Pommer. Ebenfalls sehr zufrieden war Vesper mit dem Derby-Meeting und den Renntagen am vergangenen Wochenende in Köln und Hoppegarten. "Die Ergebnisse bei diesen Veranstaltungen waren sehr erfreulich", so der 68jährige.

 

Auch zum Thema Doppelveranstaltungen hatte Vesper etwas zu sagen. "Eigentlich hatten wir für Phase drei geplant, auch wieder mehr als eine Veranstaltung an einem Tag durchzuführen. Damals waren wir jedoch davon ausgegangen, dass zu dieser Zeit auch wieder Zuschauer zugelassen sind. Das gestaltet sich derzeit allerdings als schwierig. Dennoch haben wir weiterhin vor, auch wieder mehr als eine Veranstaltung an einem Tag durchzuführen, müssten dafür aber die Rennen so legen, dass ein ausreichender Wettumsatz für alle Veranstalter möglich ist."

 

In Köln und Hoppegarten waren am vergangenen Wochenende, wenn auch in begrenztem Rahmen, erstmals wieder Zuschauer bei einem Renntag zugelassen. Die Hoffnung, dass dies auch bei den Veranstaltungen am kommenden Wochenende der Fall ist, ist allerdings wohl begrenzt. "Die Rennvereine bemühen sich, dass auch bei ihnen wieder Zuschauer zugelassen werden, aber so, wie es derzeit aussieht, werden in Hannover und München am Wochenende wohl nur die am Renntag beteiligten Personen zugelassen sein, wie es bisher auch der Fall war", erklärte Dr. Michael Vesper am Dienstag im Rahmen eines Telefon-Pressegesprächs.

SPORT1 wird Live-Partner für zehn Renntage

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. Juli 2020

Deutscher Galopp hat vor dem Derby-Wochenende in Hamburg wichtige Weichen für die mediale Zukunft des Rennsports gestellt. Zum einen haben Deutscher Galopp und Wettstar eine Partnerschaft mit dem Fernsehsender SPORT1 verabredet. Sportfans werden ab dem kommenden Derby-Samstag, 11. Juli, an zehn Terminen jeweils volle zwei Stunden Live-Berichterstattung der Rennveranstaltungen geboten. Jan Pommer zeigt sich begeistert: „Wir sind froh und stolz, mit Sport1 einen sehr guten Partner für die Übertragung von zehn Renntagen im Free-TV gewonnen zu haben. Wir sehen das als große Chance, unsere faszinierende und schnelle Sportart den vielen Sportfans nahe zu bringen.“


Riko Luiking, Geschäftsführer von Wettstar, erklärt: „Wir unterstützen die Partnerschaft gerne und werden die Übertragungen für die Ansprache neuer Pferdewetter nutzen.“

Dr. Matthias Kirschenhofer, Vorstand der Sport1 Medien AG sowie Geschäftsführer der Sport1 GmbH und Magic Sports Media GmbH: „Für alle Pferdesportfans in Deutschland bekommt der Galopprennsport auf SPORT1 die große mediale Bühne. Die Renntage werden mit umfangreicher Liveberichterstattung im Free-TV hochwertig in Szene gesetzt – und auch auf unseren Digital- und Social-Media-Plattformen werden wir die User aktuell und ausführlich informieren. Komplettiert wird unsere Partnerschaft durch die Kooperation zwischen unserem Vermarkter MAGIC SPORTS MEDIA und Wettstar, die die aufmerksamkeitsstarke Integration in unseren Werbeumfeldern umfasst.“

Die genauen Sendeplätze:
          
11.07.2020     Hamburg von 12 bis 14 Uhr
12.07.2020     Hamburg von 15 bis 17 Uhr
18.07.2020     Köln von 14 bis 16 Uhr
25.07.2020     Hannover von 15 bis 17 Uhr
26.07.2020     München  von 15 bis 17 Uhr
29.08.2020     Leipzig von 14 bis 16 Uhr
12.09.2020     Baden-Baden von 14 bis 16 Uhr
13.09.2020     Baden-Baden von 15 bis 17 Uhr
04.10.2020     Hannover, Düsseldorf, Honzrath von 15 bis 17 Uhr
10.10.2020     Dortmund, Leipzig von 14 bis 16 Uhr


Zum anderen wird die Grundberichterstattung von den Renntagen ab der kommenden Woche modifiziert. So wird neben der Liveberichterstattung von den Rennen vor Ort redaktionell vornehmlich aus einem Studio berichtet. Diese Produktion ermöglicht eine dichte Berichterstattung zu einem vertretbaren Aufwand. Die seit Wiederaufnahme des Rennbetriebs in Corona-Zeiten zur Gewinnung neuer Fans und Medienpartner wie auch zur Information der von den Veranstaltungen ausgeschlossenen Besitzer sehr hochwertige Produktion wird damit auf ein weiterhin attraktives Niveau angepasst. Besonders bedeutende Veranstaltungen, wie beispielsweise die Wochenenden in Baden-Baden oder der „Preis der Diana“ werden auch weiterhin auf dem sehr hohen bisherigen Standard produziert.

Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V., erklärt: „Wir sind gewiss, dass wir mit diesem abgestuften Modell nun passgenau und langfristig kostenbewusst agieren können. Unsere besten Renntage präsentieren wir im von immer mehr Menschen hochgeschätzten Top-Niveau. Alle weiteren Renntage werden wir aus nächster Nähe weiter sehr ansehnlich, fachkundig und emotional präsentieren.“ Alle Rennen können nach wie vor auf deutscher-galopp.de und den Social Media-Kanälen von Deutscher Galopp kostenfrei und live verfolgt werden.

Deutscher Galopp optimistisch bei Zuschauerzulassung

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

Obwohl Großveranstaltungen nach einem Beschluss aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs nun bis Ende Oktober verboten bleiben, bleibt Deutscher Galopp verhalten optimistisch, was die sukzessive Zulassung von Zuschauern zu den Rennen angeht.

„Zunächst einmal ist es so, dass das Verbot von Ende August bis Ende Oktober verlängert wurde“, sagte Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper am Donnerstag. Nach wie vor sei aber unklar, was eine Großveranstaltung sei. Das sei unglücklich, dass man von Seiten der Politik keine konkrete Definition liefere.

„Es gibt zu dieser Ausweitung des Verbotes aber auch eine gegenläufige Entwicklung zum Beispiel in NRW, dass der Platz, der für eine Person vorgehalten werden muss, von 10 auf 7 Quadratmeter reduziert wurde. Eine Rennbahn könnte aufgrund dieser Vorschrift 3000 bis 4000 Zuschauer zulassen, ohne die Social Distancing-Regeln zu verletzen“, so Vesper.

Es sei nun die Aufgabe von Deutscher Galopp in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und den Behörden, entsprechende Konzepte in Sachen Besucher auszuarbeiten. Anfang Juli nannte Vesper hier als Zeitrahmen der entsprechenden Ausarbeitungen und Gespräche. Das Verbot der Großveranstaltungen bis Ende Oktober bedeute für ihn nicht, dass Baden-Baden zum Beispiel ohne Zuschauer veranstalten müsse. „Das heißt das für mich nicht“, so Vesper explizit. Sprich: es kommt auf die Konzepte und Argumente an.

Jan Pommer sagt zu diesem Thema: „Wir haben gute Argumente an der Hand, Besucher wieder auf die Rennbahnen zu bringen. Wenn der Kölner Zoo offen hat und der Europapark Rust an einem Tatg 8.000 Besucher zulassen darf, sind das gute Beispiele, die uns sicherlich helfen. Rennveranstaltungen haben ein sehr spezielles Gepräge, das ist ja kein Volksfest-Charakter.“ Auf derartige Veranstaltungen bezog sich die Politik in ihrer Argumentation gestern ja in erster Linie.

Es mache, so erneut Michael Vesper, wenig Sinn mit unter 1.000 Zuschauern zu agieren, da in einem solchen Fall aufgrund der so genannten Aufschließkosten der Bahn die Kosten die Einnahmen in den meisten Fällen übersteigen würden. In Sachen der Wiederzulassung der Besucher zu den Rennen beobachtet Deutscher Galopp aktuell, wie es heißt, eine Beobachtung als Präzedenzfall auch für andere Sportarten. „Es werden durchaus Befürchtungen an uns heran getragen, dass mit der Zulassung des Publikums ein solcher Präzedenzfall geschaffen werden könne“, so Michael Vesper.

Beim Neustart der Rennen hatte man vermeiden können, ein solcher Präzedenzfall zu sein. Offenbar steht man nun erneut vor der Aufgabe, die expliziten Besonderheiten des Rennsports und seiner Veranstaltungen herauszustellen.

Deutscher Galopp: Bilanz für Phase I und Ausblick auf Phase II

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

In einer Pressekonferenz hat Deutscher Galopp am Donnerstag, 18. Juni, noch einmal abschließend Bilanz der Phase I des Neustarts der deutschen Rennen gezogen. 21 Renntage mit 227 Rennen haben zu einem Gesamtumsatz von 7.917.513,44 Euro geführt, 6,7 Millionen davon sind im Inland gewettet worden, der Rest kam von ausländischen Partnern in den deutschen Toto.

Im Schnitt je Rennen war es in Summe ein Umsatz von 34.879 Euro. „Das waren Wochen mit hohen Umsätzen und Erträgen“, sagt Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, „unsere internen Umsatzerwartungen, die bei maximal 20.000 Euro je Rennen lagen, sind deutlich übertroffen worden.“ Das sei vor allem auf die Wetten, dass…?!?-Initiative zurückzuführen.

Im Durchschnittsumsatz je Rennen ist Baden-Baden Spitzenreiter der Veranstalter. Die Top 5 sieht wie folgt aus:

Baden-Baden – rund 41.500 Euro
Hoppegarten – rund 32.600 Euro
Dortmund – rund 31.000 Euro
Hannover – rund 30.600 Euro
Köln – rund 30.000 Euro

 

Auch für die Phase II des Neustarts des Rennsports hat sich Deutscher Galopp mit den Buchmachern auf eine Komplett-Vermittlung der Wetten – bis auf Festkurse – in den Toto der Rennbahnen geeinigt.
Das hat Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper mitgeteilt. Im Unterschied zu Phase I wird dies jedoch nicht provisionsfrei geschehen. „Die Provision wird indes um ein Viertel des Üblichen gesenkt“, so Vesper.

4,5 Prozent beträgt diese nun auf Sieg und Platz, 9 Prozent in den übrigen Wettarten. Die kompletten Wetten, dass…?!? 2.0-Umsätze in der Vierer- und der Siegwette bleiben jedoch provisionsfrei. Auch das ist ein Ergebnis der Verhandlungen mit den Bookies. Diese Vereinbarung betrifft die Internet-Buchmacher, wie Geschäftsführer Jan Pommer ausführte, nicht alle stationären Buchmacher mit eigenen Geschäften.

Wie sich diese neue Sachlage auf die Erträge der Rennvereine auswirkt, werden die ersten Renntage zeigen. In internen Berechnungen wird mit einem Durchschnittsumsatz je Rennen von 29.000 Euro kalkuliert. Das ist weniger als die in Phase I erzielten Umsätze, weil die Wetten, dass…?!?-Umsätze in Summe in der 2.0-Variante geringer ausfallen könnten als in der ersten Challenge.

Für die zweite Phase ist laut Präsident Michael Vesper ein Förderprogramm von rund 1 Million Euro aufgelegt worden. Grundsätzlich bleiben die Rennpreise bei 50% des ursprünglichen Betrages, mit folgenden Ausnahmen:

- Derby und Diana mit vollem Rennpreis
- Rennpreise in den PMU-Rennen mindestens 4.000 Euro
- Rennpreise in Rennen für zweijährige und dreijährige Sieglose mindestens 5.100 Euro

Neues, leicht korrigiertes Hygiene-Konzept für die Leistungsprüfungen

Deutscher Galopp hat am Freitag, 5. Juni, ein leicht korrigiertes neues Hygiene-Konzept zur Durchführung von Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort unter Berücksichtigung behördlicher Vorgaben herausgegeben.

Hier das komplette Konzept

Botschaft an alle Rennsportangehörigen und Rennsportfans

Michael Vesper. Foto: Sabine Effgen


Quelle: Deutscher Galopp vom 17. Juni 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Rennsportgemeinde, ich schreibe Ihnen in diesen für uns alle sehr schweren Zeiten und hoffe zunächst, dass es Ihnen und Ihren Angehörigen gut geht und dass dies so bleiben möge.

Die Corona-Pandemie hat den gesamten Rennsport schwer getroffen. Er befindet sich in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach zwei Monaten vollständigen Lockdowns finden unsere Rennen jetzt ohne Publikum statt, mit gekürzten Rennpreisen und Zuschüssen. Einnahmemöglichkeiten durch Veranstaltungen brechen weg, Sponsoren können keine Gäste einladen und ziehen sich teilweise zurück.

Freilich gibt es auch Ermutigendes: So waren wir am 7. Mai national und sogar europaweit sportartenübergreifend der erste Verband, der seinen Sport wieder aufnehmen konnte. Die TV-Bilder, die wir seit dem Neustart frei empfangbar produzieren, finden großen Anklang. Medial sind wir so präsent wie seit Jahren nicht mehr. Alle Beteiligten – die Rennvereine, die Besitzer, die Aktiven, auch die rennsportaffinen Medien – haben hier kraftvoll zusammengewirkt. Dafür bin ich sehr dankbar.

In dieser Krise spüren wir ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Buchmacher vermitteln ausschließlich in den Totalisator und verzichten auf Provisionen. Unsere Rennsportenthusiasten Baumgarten, Schmitt und Sundermann haben die großartige Initiative „Wetten, dass…“ gestartet und dafür viele Mitstreiter gefunden – und sie führen sie jetzt bis zum Jahresende als „Wetten, dass… 2.0“ fort. Dies alles sorgt für die Stärkung unserer aktuell einzigen wesentlichen Ertragsquelle, den Wettumsatz. Das ist ein starkes Signal: Wir lassen unseren Rennsport nicht im Stich. Wann, wenn nicht jetzt müssen wir zusammenhalten?

Finanziell stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Denn alle anderen Erträge sind weggefallen. Unsere Zucht, unser Rennsport, die Gestüte, die Arbeitsplätze der Aktiven – das alles ist in großer Gefahr. Nur wenn wir diese Krise gemeinsam meistern, haben wir eine Chance.

Darum müssen wir weiterhin alles dafür tun, uns selbst zu helfen, und ich appelliere ebenso herzlich wie eindringlich an Sie: Wetten Sie, was das Zeug hält! Ermuntern Sie bitte auch Menschen in Ihrem persönlichen Umfeld und Ihrem Netzwerk, sprechen Sie über den Spaß, den die Pferdewette bereitet, und über ihre Bedeutung gerade jetzt. Ich stelle gelegentlich fest, dass einige von uns – auch in unseren Führungsgremien – der Pferdewette mit einer gewissen Zurückhaltung begegnen. Nun ist es an der Zeit, diese Zurückhaltung abzulegen!

Wenn jeder Besitzer, jeder Züchter, jeder in einem Rennverein Engagierte nur 5 oder 10 Euro in jedem Rennen bis zum Jahresende wettet, wird das die Umsätze um einen Millionenbetrag steigern. Ich bitte Sie: Lassen Sie uns gemeinsam für unseren faszinierenden Sport kämpfen und diese Krise zu einer Chance machen. Wir schulden es den Vollblütern, allen Akteuren und uns selbst, für die Zukunft des Rennsports zu streiten – und haben es durch die Wette zu einem gerüttelt Maß selbst in der Hand.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung, wünsche Ihnen Hals und Bein und grüße Sie „mit Herzblut für Vollblut“

Ihr
Michael Vesper

 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2020

Hannover, 7. Mai

  • Pavel Bradik – Salamanca

Mülheim, 9. Mai

  • Aleksej Luft – Chesnee

Hoppegarten, 10. Mai

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind
  • Dirk Lüker – Stanley Daley

Düsseldorf, 16. Mai

  • Albert Kästner – Macan

Köln, 17. Mai

  • Luisa Steudle – Goldie Doll

Dresden, 22. Mai

  • Guido Scholze – Sha Gino
  • Armin Weidler – Never in Doubt

Baden-Baden, 23. Mai

  • Horst Rudolph – Irukandji
  • Dirk Lüker – Stanley Daley

Baden-Baden, 24. Mai

  • Selina Ehl – Noble Fighter

Dortmund, 29. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Nagdy
  • Jördis-Ina Meinecke – Quantum

Dresden, 30. Mai

  • Ralph Siegert – Varicon

Hoppegarten, 31. Mai

  • Daniel Paulick – Manjolo

Salamanca sicherte Pavel Bradik am 7. Mai in Hannover den ersten Treffer 2020. Foto: screenshot
Chesnee holte für Aleksej Luft am 9. Mai in Mülheim den ersten Jahreserfolg. Foto: screenshot
Killerbiene sicherte Mandy Kriegsheim am 10. Mai in Hoppegarten den ersten Jahreserfolg. Foto: screenshot
Den ersten Treffer 2020 für Anna Schleusner-Fruhriep holte am 10. Mai in Hoppegarten Kiss The Wind. Foto: screenshot
Stanley Daley (links) hat sich klar abgesetzt und sicherte Dirk Lüker am 10. Mai in Hoppegarten den ersten Sieg in diesem Jahr. Foto: screenshot
Macan (rechts) sorgte mit einem Schlussspurt am 16. Mai in Düsseldorf für den ersten Treffer 2020 für Albert Kästner. Foto: screenshot
In Köln sicherte sich Luisa Steudle am 17. Mai durch Goldie Doll den ersten Erfolg 2020. Foto: screenshot
Heimsieg für Sha Gino und erster Jahreserfolg für Guido Scholze am 22. Mai in Dresden. Foto: screenshot
Never in Doubt sorgte am 22. Mai in Dresden für den ersten Treffer 2020 von Armin Weidler. Foto: screenshot
Stanley Daley holte für Dirk Lüker am 23. Mai in Baden-Baden den zweiten Saisontreffer. Foto: screenshot
Zu seinem ersten Sieg 2020 kam Horst Rudolph am 23. Mai in Baden-Baden durch Irukandji. Foto: screenshot
Noble Fighter zeichnete am 24. Mai in Baden-Baden für den zweiten Saisonsieg von Selina Ehl verantwortlich. Foto: screenshot
Nagdy (2. von links) schaffte am 29. Mai in Dortmund den vierten Jahressieg für Lucien W. J. van der Meulen. Foto: screenshot
Quantum sorgte am 29. Mai in Dortmund für den zweiten Erfolg 2020 von Jördis-Ina Meinecke. Foto: screenshot
Seinen ersten Sieg als Besitzertrainer feierte Ralph Siegert am 30. Mai in Dresden durch Varicon. Foto: screenshot
In Hoppegarten kam Daniel Paulick am 31. Mai durch Manjolo zu seinem ersten Treffer 2020. Foto: screenshot

 

8.888 Euro für Jockeys und Trainer in der Sonderwertung

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 13. Juni 2020

 

Die von den „Wetten, dass…?!? 2.0“-Initiatoren Christian Sundermann, Lars-Wilhelm Baumgarten und Guido Schmitt angeregte neue Superhandicap-Serie, die ab dem kommenden Samstag in Dortmund startet und zukünftig jeden Sonntag der grünen Saison im mittleren Handicap mit einem Preisgeldpool von 8.888 Euro und sieben Geldrängen (4.444-1666-1.111-666-444-333-224) stattfindet, erfährt nun ein weiteres attraktives Highlight.

 

Zusätzlich zu den deutlich aufgestockten Preisgeldern werden jeweils die drei besten Trainer und Jockeys dieser Rennserie mit einem Geldpreis von insgesamt ebenfalls 8.888 Euro bedacht.

 

Für die erfolgreichen Trainer gilt die folgende Preisgeld-Staffelung:

1. Platz: 3.000 Euro
2. Platz: 2.000 Euro
3. Platz: 1.000 Euro

 

Bei den Jockeys winken dem Sieger 1.430 Euro, dem Zweitplatzierten 970 Euro und dem Drittplatzierten 488 Euro.

 

In die Wertung gehen die Preisgelder mit je einem Punkt pro Euro Preisgeld ein. Bei den Trainern wird zusätzlich zu den Preisgeldern auch der Start eines Pferdes mit Punkten in Höhe der Nenngeldes belohnt. Beispiel: Sieger 4.444 Punkte für Sieg und 107 Punkte für Nennung = 4.551 Punkte für Trainer / 4.444 Punkte für Jockey

 

"Alles in allem lockt nun also noch ein dickes Zusatz-Bonbon im Wert von 8.888 Euro für die Aktiven in dieser neuen Super-Handicap-Serie“, so Lars-Wilhelm Baumgarten vom Initiatoren-Team. Guido Schmitt ergänzt: "So etwas bringt zusätzlich Salz in die Suppe, und alle haben noch mehr Spaß an der Sache in diesen nicht so einfachen Zeiten. Wir freuen uns jetzt schon auf dieses zusätzliche sonntägliche Highlight und hoffen, dass die Serie von allen Trainern und Besitzern gut angenommen wird.“

 

"Wir wollen die aktuelle große Welle der Solidarität im Galopprennsport nutzen und nun auch ganz gezielt etwas an die Aktiven zurückzugeben. Unsere Vorfreude auf diese tolle Serie mit hoffentlich dicken Viererwett-Jackpots ist jetzt schon groß. Auch die Pfleger der Startpferde sollten mit einem Preis für die "Challenge" des am besten aussehenden und herausgebrachten Pferdes bedacht werden", so Christian Sundermann. „Hier spielen wir den Ball gerne zurück an die Rennvereine, die sich dort sicher etwas Passendes einfallen lassen, damit dieses „Wett-Rennen der Woche“ auch durch besonders schön präsentierte Pferde zukünftig in aller Munde ist", so die drei Initiatoren der „Wetten, dass…?!? 2.0“-Initiative.

„Das ist ein weiterer positiver Schritt für die Aktiven. Das macht uns Freude!“, fasst Jan Pommer im Namen von Deutscher Galopp zusammen.

Auf geht's, Deutscher Galopp!

Neue Wetten, dass … ?!? 2.0-Aktion

Quelle: GaloppOnline vom 11. Juni 2020

 

 

Für die im Mittelpunkt der neuen Wetten, dass … ?!? 2.0-Aktion stehenden Viererwetten-Rennen soll es deutliche Anpassungen der Attraktivität der Rennen geben. Die Viererwetten sollen Garantie-Auszahlungen von mindestens 25.000 Euro aufweisen und in Handicaprennen der mittleren Klassen ausgespielt werden. Das soll die ausreichende Anzahl an Startern sicherstellen.

 

Rund um diese Viererwetten-Rennen ist eine Rennserie geplant. Das so genannte  „Super-Handicap der Woche" wird insgesamt 21 Mal bis zum 8. November stattfinden. Los geht es mit noch üppigeren Garantien schon am Samstag, 20. Juni, in Dortmund, mit Jackpot in Höhe von fast 32.000 Euro und eine garantierte Auszahlung von mindestens 50.000 Euro.

 

Jedes dieser Viererwetten-Rennen soll eine Mindestdotierung von 8.888 Euro haben und es wird acht Geldpreise geben. Das macht in Summe bei 21 Rennen mehr als 220.000 Euro an Rennpreisen und der an die Rennpreise gekoppelten Züchterprämie. Eine echte good news in Zeiten der Rennpreiskürzungen.

 

Wird die Viererwette nicht getroffen, geht der Jackpot direkt in die Wette der jeweils folgenden Woche! Bis dato war der Jackpot an den gleichen Veranstaltungsort gekoppelt, diese Regel bricht man nun auf.

 

Um das zu finanzieren, braucht der Wettbewerb „Wetten, dass…?!? 2.0“ unbedingt die erhofften 100 Teilnehmer. Christian Sundermann ist einer der Initiatoren: „Dieses Mal geht es nicht nur um zusätzliche Wetten, sondern auch um die Finanzierung von besseren Rennpreisen. Das ist sehr wichtig in diesen Zeiten - gerade im unteren Preisgeldbereich. Daher sollten alle Trainingsquartiere und Besitzer unbedingt noch einmal ihre Teilnahme wohlwollend prüfen. Der Galopprennsport braucht 100 Mitspielende, damit alles funktioniert.“

Deutscher Galopp zieht positive Zwischenbilanz

Quelle: GaloppOnline vom 4. Juni 2020

 

Deutscher Galopp hat am Donnerstag, 4. Juni, offiziell ein positives Fazit der ersten elf Renntage nach dem Neustart des Turfs gezogen. „Die Renntage sind sehr gut gelaufen und hatten sehr gute Umsätze“, wiederholte Michael Vesper als Präsident des Verbandes noch einmal die Stellungnahme aus der letzten Woche. „Alle Renntage bis einschließlich 24. Mai sind nun detailliert analysiert worden. Aus dem Wettumsatz von 4,5 Millionen Euro steht ein Netto-Ertrag von knapp 900.000 Euro zur Verfügung.“

 

Diese positive Entwicklung führt Vesper vor allem auf die positiven Effekte der Wetten, dass…?!?-Initiative zurück sowie die Kooperation mit den Buchmachern, die ohne Provision die Wetten auf die Bahn vermitteln und keine eigenen Buchmacherwetten annehmen. Die Tatsache, dass die Umsätze relativ konstant sind auch an Wochentagen hat dazu geführt, dass eine gesonderte Förderung von Wochenrenntagen, wie sie vorgesehen war, nicht notwendig ist.

 

„Alle Veranstaltungen bis auf zwei konnten mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werden“, so Vesper weiter. Die beiden ersten Renntage in Hannover und Köln, wo die Rennpreise recht hoch waren, waren nach Aussage von Vesper die beiden Ausnahmen.

 

Noch offene Beträge aus dem so genannten Rettungsschirm, eingeführt wegen der Senkung der Abzüge in der Sieg- und Platzwette, müssen aktuell nicht verwendet werden, wie Vesper betonte. 220.000 Euro stünden noch zur Verfügung. Wie es aussieht, müsste davon in der bis Mitte Juni laufenden Phase I und auch in der bis Ende August laufenden Phase II der Neustart-Konzeption nichts verwendet werden.
Wann sich die Rennpreise wieder dem normalen Maß annähern können steht noch nicht final fest.

 

„Die Besitzer und Züchter haben den größten Beitrag geleistet durch ihr Einverständnis zur Halbierung der Rennpreise, dass wir den Neustart geschafft haben“, so Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper am Donnerstag, wissend um die Notwendigkeit einer Anpassung in den kommenden Wochen und Monaten. "Unser Bestreben ist es, Schritt für Schritt Normalität zu erreichen. Für die Phase II, das ist Mitte Juni bis Ende August, müssen wir prüfen, was schon möglich ist. Wenn in Phase III ab September wieder Zuschauer auf die Bahn dürfen und wieder Sponsoren da sind, sind ganz sicher Schritte in Richtung Normalität notwendig."

 

Vereinzelt haben Rennvereine, Köln beispielsweise in den Ausgleichen IV und III, die Rennpreise schon eigenständig etwas nach oben angepasst.

Amateure dürfen wieder an den Start gehen

Quelle: GaloppOnline vom 3. Juni 2020


Bislang durften Amateure seit dem Re-Start des deutschen Turfs noch nicht wieder an Rennen teilnehmen, doch das wird sich bald ändern. Am Mittwoch gab Deutscher Galopp grünes Licht. Präsident Dr. Michael Vesper informierte den Verband Deutscher Amateurrennreiter (VDAR), dass Deutscher Galopp Amateure im Rennsattel ab sofort wieder zulässt.  „Allerdings ist die behördliche Zulassung, wie bei den Besitzern zu beachten, und zurzeit haben wir die Zusage aus Düsseldorf und Köln, dass das Mitwirken von Amateur-Rennreiter/innen nicht gegen die hygienischen Schutzbestimmung verstößt“, teilte der VDAR am Mittwoch mit.

Deutscher Galopp informiert über Starts in England und Frankreich

Ab dem 15. Juni dürfen deutsche Pferde wieder in England und Frankreich starten. Dies gab Rüdiger Schmanns, Technischer Leiter von Deutscher Galopp, am Montag bekannt. Die aktuelle Sperre gilt noch bis einschließlich 14. Juni.

Boxen frei für Starter aller Nationen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 10. Juni 2020

 

Ab dem 15. Juni sind alle ausländischen Starter wieder in deutschen Leistungsprüfungen zugelassen. Damit hebt der Dachverband Deutscher Galopp die bisherige Sperre für Starter aus England, Frankreich und Irland auf.

 

Nachdem nun in diesen Ländern ausländische Starts künftig wieder möglich sein werden, erteilt Deutscher Galopp Vollblutpferden aus England, Frankreich und Irland ab dem 15. Juni 2020 die Starterlaubnis bei deutschen Leistungsprüfungen. Damit kehrt der deutsche Galopprennsport zu der vor der Corona-Pandemie herrschenden internationalen Normalität zurück und bekennt sich zu einem offenen Rennsporteuropa. „Wir freuen uns über einen konstruktiven Austausch mit unseren europäischen Partnern und sind erleichtert, dass die bisherigen Restriktionen nun bald weichen können“, erklärt Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp e. V.

"Kontrollierte Öffnung für ausländische Starter"

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 26. Mai 2020

 

Ab sofort dürfen Pferde aus dem Ausland wieder an den Leistungsprüfungen teilnehmen. Für Rennsportnationen, in denen keine deutschen Starter zugelassen sind, wird dieser Zugang jedoch bis auf weiteres nicht gewährt.

 

Deutscher Galopp bekennt sich klar und uneingeschränkt zu einem offenen Europa. Der freie Verkehr zwischen partnerschaftlich verbundenen Rennsportnationen ist ein Eckpfeiler der Vollblutzucht, die seit jeher international war und ist. Mit der kontrollierten Öffnung sind ab sofort ausländische Starter in deutschen Leistungsprüfungen zugelassen. Dies gilt indes nicht für jene Rennsportnationen, die bedauerlicherweise deutschen Pferden die Starterlaubnis aktuell versagen: Zu diesem Schritt haben sich leider die British Horseracing Authority, France Galop und Horse Racing Ireland entschlossen. Deutscher Galopp wird den konstruktiven Dialog mit den Schwesterverbänden fortsetzen, um so bald wie möglich eine wechselseitige Öffnung zu erreichen und damit zu der vor der Corona-Pandemie herrschenden internationalen Normalität zurückzukehren. Bis dahin können Pferde aus diesen Ländern in deutschen Rennen nicht starten.

 

Präsident Dr. Michael Vesper erklärt: „Wir sind und bleiben ein internationaler Sport und bedauern deshalb die notwendigen Einschränkungen. Die kontrollierte Öffnung wird in diesen weiterhin sehr herausfordernden Zeiten den Interessen der Besitzer wie der Aktiven am besten gerecht.“

Zwischenbilanz soll nach Baden-Baden kommen

Quelle: GaloppOnline vom 19. Mai 2020

 

Nachdem sieben deutsche Renntage durch sind, vier weitere bis einschließlich Sonntag anstehen, wird es kommende Woche eine Zwischenbilanz von Deutscher Galopp geben. Das hat Präsident Michael Vesper angekündigt. „Wir sind aktuell angetan vom recht hohen Umsatz, auch haben sich Bildqualität und die Übertragungen im Allgemeinen verbessert. Dass wir zweimal in der ARD Sportschau waren hat fast schon nostalgische Züge, erinnerte einen an alte Zeiten. Auch am Sonntag werden wir wieder, wie es aussieht, in der Sportschau sein.“

 

Das Rennprogramm bis Ende August steht mittlerweile, wird am Dienstag noch veröffentlicht werden. Michael Vesper: „Wir dürfen bei aller Freude über den gelungenen Start nicht vergessen, dass es weiterhin ein absolutes Notprogramm ist. Die Vereine haben keine Eintrittsgelder, viele Sponsoren haben sich zurückgezogen. Das Bestreben ist im Moment eher, die Verluste zu reduzieren als Gewinne machen zu können. Auch die Einnahmen des Verbandes reduzieren sich, weil die Rennpreise geringer sind. Die Notmaßnahmen betreffen alle, aber es ist uns allen lieber, dass es so ist wie es ist als dass es gar keine Rennen gäbe.“

 

Wie lange die Rennpreiskürzungen anhalten, steht noch nicht fest, sicherlich auch noch in den Juli hinein, wie es aktuell aussieht. Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp, sagt: „Wir treffen aktuell keine starre Festlegung in Sachen der Rennpreise bis Ende August, nach der Gesamtschau kommende Woche wissen wir mehr und schauen, ob es Möglichkeiten der Nachjustieren gibt.“

 

Ob je Pferd in Kürze auch wieder ein Besitzer auf der Rennbahn anwesend sein darf, wird durch die zuständigen Behörden entschieden werden. „Wir können hier im Moment keine Entscheidung vorwegnehmen“, so Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper, „es ist eine Entscheidung der Behörden. Es ist sicherlich möglich, dass Woche für Woche nachjustiert werden kann. Dass die Besitzer nicht auf die Bahn dürfen ist der schmerzlichste Punkt unseres Konzeptes.“

 

Nach wie vor sollen es die Besitzer sein, die die Ersten sind, die wieder auf die Bahn dürfen, sollte es zu weiteren Öffnungen kommen. Das haben sowohl Vesper als auch Geschäftsführer Jan Pommer bestätigt. „Aber wir können es noch nicht zusagen.“ Dass die Behörden selbst die Einhaltung der Hygieneregeln vor Ort bis dato nicht live kontrolliert haben, sehen beide als „Zeichen des Zutrauens in unsere Arbeit durch die Behörden.“ „Die Disziplin der Aktiven ist sehr gut, absolut super“, sagt Michael Vesper und nährt gerade auch angesichts dessen die Hoffnung, dass bald wieder mehr geht.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2020

Dortmund, 1. März

  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Selina Ehl – Soryu

Siegerehrung nach dem Erfolg von Soryu am 1. März in Dortmund. Für Besitzertrainerin Selina Ehl war es der erste Sieg 2020. Foto: screenshot
Gleich ist der Sieg perfekt: Ensign Ewart (links) sorgte am 1. März in Dortmund für den ersten Jahrestreffer von Michael Alles. Foto: screenshot

Besitzertrainer-Cup 2020 findet nicht statt

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hat jetzt den Besitzertrainer-Cup 2020 abgesagt. Eigentlich sollte die 5. Auflage diesmal an sieben verschiedenen Rennorten auf ganz Deutschland verteilt ausgetragen werden. Die ersten beiden geplanten Wertungsrenntage in Krefeld (22. März) und Zweibrücken (19. April) sind bereits der Corona-Krise zum Opfer gefallen, der eigentlich nächste Wertungsrenntag in Magdeburg (6. Juni) steht wegen der vorgesehenen Geisterrennen nicht mehr im Programm.

 

"Wir haben in der Austragung des Besitzertrainer-Cups in diesem Jahr einfach keinen Sinn mehr gesehen, zumal nach jetziger Verordnungslage auch in Leipzig (9. Juli) und Cuxhaven (18. Juli) wenn überhaupt nur eingeschränkte Renntage stattfinden können", begründet Karen Kaczmarek, 1. Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer die Absage. "Die von uns gewollte bundesweite Streuung der für die Gesamtwertung berücksichtigten Renntage ist 2020 einfach nicht mehr machbar."

 

Auf jeden Fall soll der Besitzertrainer-Cup im kommenden Jahr wieder ausgeschrieben werden. "Wir werden die Rennorte rechtzeitig bekanntgeben und hoffen, dass 2021 dann alles reibungslos ablaufen kann", so Karen Kaczmarek.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2020

Dortmund, 2. Februar

  • Barbara Sofsky-Prappacher – Jack Blane
  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Devil

Dortmund, 9. Februar

  • Jördis-Ina Meinecke – Quantum

Dortmund, 16. Februar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Siegerehrung für den zweiten Treffer 2019 durch Dutch Devil für Lucien W. J. van der Meulen. Foto: screenshot
Jack Blane sicherte am 2. Februar in Dortmund Barbara Sofsky-Prappacher den ersten Saisonerfolg. Foto: screenshot
Jördis-Ina Meinecke feierte durch Quantum ihren ersten Saisontreffer am 9. Februar in Dortmund. Foto: screenshot

 

Superhandicaps, Starts von Ausländern, Aufgewichte

Quelle: GaloppOnline vom 14. Mai 2020

 

Die Superhandicaps, die aufgrund der Absage der Rennwoche in Bad Harzburg ebenfalls auszufallen drohten, könnten gerettet werden. „Es ist noch nicht zu 100 Prozent entschieden“, so Rüdiger Schmanns von Deutscher Galopp, „aber zwei Rennvereine haben Interesse an diesen Rennen.“ Offiziell würde das dann am Montag mit der Veröffentlichung der Ausschreibungen bis Ende August. Sage und schreibe 213 Nennungen waren für die Superhandicaps eingegangen.

 

Das Auktionsrennen, das für Bad Harzburg geplant war, wird definitiv stattfinden, wie bereits gemeldet. „Der Austragungsort ist noch offen“, so Rüdiger Schmanns.


Ab Juni sollen im deutschen Rennsport Pferde aus dem Ausland wieder starten dürfen. Das hat Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, am Donnerstag in der wöchentlichen Pressekonferenz mitgeteilt. „Wie beschlossen, dürfen bis Ende Mai keine Gäste laufen, aber dann soll das enden“, so Vesper. Auch in Frankreich gilt diese Restriktion der Teilnahme von im Ausland trainierten Pferden, dort sollen die Starts ebenfalls ab Juni wieder möglich sein.


Nach den ersten vier Renntagen gab es Kritik an den Aufgewichten, die für die Siege in den Handicaps vergeben worden sind. Halber Rennpreis – halbes Aufgewicht, das ist eine Sichtweise, die als Argument vorgebracht worden ist. In seinem Blog auf der Seite von Deutscher Galopp nimmt Chefhandicapper Harald Siemen zur Thematik Stellung. https://www.deutscher-galopp.de/gr/blog/ein-leben-ohne-rennsport-ist-moeglich-aber-sinnlos.php

Leitfaden für die Sicherstellung der Versorgung von Pferden

Unter der Maßgabe „Sicherstellung der Versorgung von Pferden in Nordrhein-Westfalen unter den Maßgaben zur Eindämmung der Coronainfektionen“ ist am Donnerstag dieser Woche ein Leitfaden für alle pferdehaltenden Betriebe mit Publikumsverkehr herausgeben worden.

Dies geschah durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser Leitfaden liefert natürlich auch für andere Bundesländer wichtige Informationen.

 

Der Leitfaden

Coronavirus: Handlungsempfehlungen für Trainer und Aktive

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 18. März 2020

 

"Deutscher Galopp gibt den Trainern und Aktiven nachdrücklich Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Coronavirus an die Hand. Sie sollen ihnen helfen, in ihrer Verantwortung vor Ort sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Die Empfehlungen lehnen sich sehr weitgehend an die „Informationen und Empfehlungen für Vereine und Betriebe“ an, die die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) veröffentlicht hat und die wir in Absprache mit der FN für den Rennsport nutzen möchten. Sie sind nach Auffassung der beratenden Tierärzte und in Abstimmung mit der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. auch für den Trainingsbetrieb der kritischen Situation angemessen. 


Die Empfehlungen lauten im Wesentlichen (mit einigen rennsportspezifischen Modifikationen):


Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus sind von den Landesregierungen Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Leben vereinbart. Sporteinrichtungen werden vorerst geschlossen, darüber hinaus sind Zusammenkünfte in Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen fürs Erste verboten. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist für den Publikumsverkehr zu schließen.


Vereine, Betriebe, Pferdehalter, -sportler und -züchter müssen nun Maßnahmen ergreifen, um gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und der Tiere sicherzustellen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) vertritt gegenüber Behörden folgende Position, um das Tierwohl sicherzustellen:


Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier dadurch Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Die artgerechte Versorgung sowie Bewegung von Pferden zur Gesunderhaltung und Sicherstellung ihres Wohlbefindens stellt vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine große Herausforderung dar.

 

An folgenden Eckpunkten hat sich die Sicherstellung der Versorgung der Pferde unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu orientieren:


• Personen mit Krankheitssymptomen (akute Anzeichen einer Erkältung, wie Fieber, Husten, Halsschmerzen etc.) oder Angehörige einer Corona Quarantänegruppe dürfen den Stall / die Reitanlage nicht betreten.
• Die allgemeinen Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz (nach Maßgabe des Robert Koch Instituts auf deren Homepage abrufbar) sind zu jeder Zeit einzuhalten
• Ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen haben Zutritt zum Stall / zum Pferdebetrieb.
• Bei Bedarf erstellt der Betriebsleiter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung ihrer Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen.
• Es werden ggf. Anwesenheitszeiten bestimmt, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall bewegen, zu minimieren. Dies gilt auch für die sonstigen Betriebsräume, wie Aufenthaltsraum, Küche, Umkleide etc.
• Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen unterliegen der Koordination des Betriebsleiters.


Maßgaben für die Tätigkeiten rund um die Versorgung und Bewegung der Pferde:


• Verzicht auf die gängigen Begrüßungsrituale – ein zugerufenes, freundliches „Hallo“ reicht aus.
• Unmittelbar nach dem Betreten der Anlage ist auf direktem Wege der Sanitärbereich aufzusuchen, um die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren, bevor weitere Gegenstände wie z.B. Putzzeug, Besen, Schubkarren etc. angefasst werden. Sollten sich im Sanitärbereich mehrere Personen aufhalten, sind die Mindestabstände (s. sogleich) einzuhalten.
• Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen im Stall ist bei jeglichen Tätigkeiten rund um die Betreuung der Pferde einzuhalten. Der Mindestabstand muss auch in der Sattelkammer oder in anderen Räumen des Stalls eingehalten werden.
• Die Vor- und Nachbereitung der Pferde muss mit entsprechenden räumlichen Abständen der Menschen / Pferde voneinander erfolgen.
• Abstände zwischen den Pferden z.B. beim Auf- und Absitzen sind einzuhalten.
• Der Aufenthaltsraum des Reitstalls sollte so lange geschlossen bleiben, bis der Notfallplan wieder aufgehoben werden kann. Sollten diese Räume geöffnet sein, muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
• Vor Verlassen des Stalls / der Reitanlage sind die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren. Dafür sind Einwegtücher zur Verfügung zu stellen.

 

Im Zweifel und bei Rückfragen steht Deutscher Galopp Aktiven und Trainern jederzeit für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Melden Sie sich bitte jederzeit!

In memoriam Hein Bollow

Quelle: GaloppOnline vom 8. Mai 2020

 

Die Legende lebt weiter! Zur Würdigung der großen Lebensleistung von Hein Bollow hat Sport-Welt TV eine kleine Video-Hommage zusammengestellt (https://galopponline.de/news/galopp-news/memoriam-hein-bollow-video-wuerdigung). Diese lief am Freitag, 8. Mai, während der Live-Übertragung von den Leistungsprüfungen in Köln auch über die Streams.

Mach's gut Hein!

Drohnenflug bei Morgenarbeit bei Christian von der Recke

Quelle: GaloppOnline vom 1. Mai 2020

 

In einem rund zweieinhalb Minuten langen Video, das mit einer Dronen-Kamera gefilmt worden ist, gibt der Rennstall Recke Einblick in die Morgenarbeit auf dem Hovener Hof in Weilerswist. Es sind wirklich schöne Impressionen, die an einem ganz normalen Trainingstag eingefangen wurden.

Das Video ist sowohl auf der Homepage des Stalles "www.rennstall-recke.de", als auch bei Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=4aNHgerp1mk&feature=youtu.be zu sehen.

Rennwoche in Bad Harzburg ist abgesagt

Solche Bilder wird es 2020 in Bad Harzburg nicht geben. Foto: Uwe Epping

Quelle: GaloppOnline vom 30. April 2020

 

 

Die Rennwoche in Bad Harzburg wird 2020 nicht stattfinden. Die Gründe dafür liegen in der Auswirkung der Krise rund um das Coronavirus. Das bestätigte der Präsident des Harzburger Rennvereins Stephan Ahrens am Donnerstagnachmittag gegenüber der Sport-Welt:

 

"In den letzten Wochen haben uns viele negative Nachrichten bezüglich des Meetings erreicht, unter anderem, dass unser Hauptsponsor, die Braunschweigische Landesparkasse, in diesem Jahr aufgrund der derzeitigen Lage nicht als Sponsor einer Sportveranstaltung auftreten darf und kann.

 

Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir als Meetings-Veranstalter auch recht hohe Kosten haben, die Bahn vor dem Meeting herzurichten, Equipment wie die Leinwand müssen herangeschaffen werden. So haben wir uns auch aus wirtschaftlicher Sicht, schweren Herzens dazu entschlossen, die Rennwoche abzusagen. Es ist natürlich extrem schade für alle Trainer, Besitzer und unsere Zuschauer, doch wir mussten die Reißleine ziehen. Da viele Zuschauer über das Meeting anreisen und Hotels und Pension frühzeitig buchen oder bereits gebucht haben, wollten wir auch hier im Interesse der Besucher handeln damit sie so früh wie möglich Planungssicherheit haben."

 

Auch eine Verschiebung des Meetings schloss Ahrens aus: "Alleine aufgrund der Solidarität gegenüber den anderen Rennvereinen, die beispielsweise für den September planen, wollen wir nicht einfach so dazwischen grätschen und deren Planung durcheinanderbringen."

 

Das BBAG-Auktionsrennen für die Dreijährigen, das während des Meetings zur Austragung kommen sollte, fällt allerdings nicht aus, sondern wird verlegt und auf einer anderen Bahn gelaufen.

 

Die Bad Harzburger Rennwoche wäre regulär vom 18. Juli bis zum 26. Juli mit fünf Renntagen über die Bühne gegangen.

 

Deutscher Galopp veröffentlicht neuen Fahrplan für "Geisterrenntage"

Auf der Homepage von Deutscher Galopp ist seit dem 27. April ein abgeänderter Fahrplan für die ersten "Geisterrenntage" zu finden. "Alle Termine sind aber noch nicht endgültig bestätigt", schränkt Marina Hintze, Leiterin Kommunikation bei Deutscher Galopp, auf Nachfrage des Vereins Deutscher Besitzertrainer allerdings ein.

 

Los gehen soll es weiter am Montag, 4. Mai, in Dortmund auf der Sandbahn. Es wird gehofft, dass es dann auf Gras weiter geht am Donnerstag, 7. Mai, in Hannover, am Freitag, 8. Mai, in Köln, am Samstag, 9. Mai, in München und am Sonntag, 10. Mai, in Hoppegarten. Nach Mülheim am Montag, 11. Mai, steht jetzt am Dienstag, 12. Mai, Mannheim neu im vorläufigen Programm.

 

Im Trainerservice des Dachverbands ist für die an neuen Terminen geplanten Leistungsprüfungen in Hannover, Köln und Mannheim veröffentlicht, dass alle Rennen an diesen drei Rennorten bis zu Vorstarterangabe wieder offen sind. Folgende neuen Vorstartertermine wurden festgelegt: Hannover und Köln am Montag, 4. Mai, Mannheim am Donnerstag, 7. Mai. Die endgültige Starterangabe in Hannover und Köln ist am Dienstag, 5. Mai, die in Mannheim am Freitag, 8. Mai.

Formular für notwendige Fahrten zur Versorgung von Rennpferden

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer stellt seinen Mitglieder ein Formular zur Verfügung, dass dort, wo Ausgangseinschränkungen verordnet worden sind, allen, die zur notwendigen Versorgen der Pferde zu den Besitzertrainer fahren müssen, ausgefüllt mitgegeben werden sollten.

 

Zum Formular hier klicken

 

Das Formular wurde extra knapp gefasst, enthält aber den wichtigen Hinweis auf das Tierschutzgesetz. Eine ausführliche Fassung kann auf der Seite der Reiterlichen Vereinigung (FN) unter https://www.pferd-aktuell.de/coronavirus heruntergeladen werden.

Absagen aus Erbach und Bad Doberan

Zwei neue Absagen von Rennveranstaltungen in Deutschland im "Corona-Jahr" teilte am Mittwoch, 22. April, GaloppOnline mit. Die digitale Plattform der Fachzeitschrift Sport-Welt veröffentlichte die Streichung des  Renntag am 26. Juli in Erbach, der immer im Rahmen des dortigen Wiesenmarkts stattfindet, der aber wegen des Veranstaltungsverbot 2020 ausfallen muss. Zudem wurde das Zwei-Tage-Meeting am 14. und 15. August in Bad Doberan vom Veranstalter abgesagt.

Turf-Legende Hein Bollow ist verstorben

Quelle: Deutscher Galopp vom 20. April 2020

 

„Alles andere ist nebenbei, das Wichtigste ist das Pferd.“ – es waren die Worte eines Mannes, der sein Leben den Vollblütern und dem Galopprennsport verschrieben hatte. Nun ist dieses Leben zu Ende gegangen. Es ist das eingetreten, was sich die Anhänger des deutschen Turfs nicht vorstellen mochten. Die Legende Hein Bollow ist am Montag, 20. April, im Alter von 99 Jahren in einem Kölner Krankenhaus an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben, den er am 15. April erlitten hatte.

 

„Wir sind sehr traurig. Eine prägende Persönlichkeit des deutschen Galopprennsports ist von uns gegangen. Alle Turf-Freunde verbinden mit Hein Bollow bleibende Erinnerungen. Der Deutsche Galopp trauert um seine Lichtgestalt. Wir sind in diesen Stunden in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Ihnen sprechen wir unser herzliches Beileid aus“, so Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e.V.

 

Tiefe Trauer über diese Nachricht, aber auch enorme Dankbarkeit für viele Jahre gemeinsamer Momente und Erlebnisse mit einer ganz besonderen Persönlichkeit erfassen alle Menschen, die diesen großartigen und unvergleichlichen Pferdemann gekannt haben. Und das nicht nur wegen seiner unzähligen Erfolge – er war lange Jahre weltweit der einzige Galopp-Aktive mit über 1.000 Siegen im Rennsattel und als Trainer, bevor ihm Peter Schiergen nachfolgte -, sondern wegen seiner einzigartigen Aura und charismatischen Zugewandtheit.

 

Ein Satz, geäußert in einem Interview mit der „Zeit“ im Jahr 1987, ein Jahr vor dem Ende seiner Trainer-Laufbahn, stand stellvertretend für seine Prioritäten: „Ich würde für eine Theaterkarte nicht den kleinsten Umweg machen, aber für ein Pony, das ich für meinen Stall haben möchte, würde ich 500 Kilometer weit fahren.“ Bezeichnend auch sein Spruch: „Meine Pferde sind wie Kinder, die man zweimal am Tag, morgens und abends begrüßen muss.“

 

Mit Pferden hatte er wahrlich immer zu tun. In Hamburg-Nienstedten wurde Hein Bollow geboren, und hier verbrachte er seine Kindheit – wenige Minuten entfernt vom Pferde-Springplatz in Klein-Flottbek. Schon mit zehn Jahren fand Bollow den Weg in den Sattel, zunächst auf Polo-, Turnier- oder Springpferden. Anton „Pan“ Horalek in Hoppegarten wurde sein Lehrmeister als Jockey. Es folgte eine erste Karriere von 1936 bis 1963. Eine hoch erfolgreiche, wie 1033 Siege, beginnend 1938 mit Juist in Halle an der Saale, für den nur 1,55 Meter großen Bollow dokumentieren. Allein viermal gewann er in seiner Heimatstadt Hamburg das Deutsche Derby – 1953 mit Allasch, 1954 mit Kaliber, 1956 mit Kilometer und 1962 mit Herero.

 

Geschenkt bekam er nichts, sondern musste sich alles hart erarbeiten und zudem die Kriegsjahre überstehen, mit Kampfeinsätzen, Lazarett, Arbeitsdienst. Leidenschaft, Aufgeschlossenheit und Geradlinigkeit waren nur einige der Qualitäten, die ihn schon früh auszeichneten. Damit erreichte Bollow, der seit 1947 in Köln lebte, 13 Championate als Jockey.

 

Nahtlos war der Erfolg Hein Bollow, der eigentlich Heinrich Bollow hieß, aber nur „Hein“ genannt werden wollte („Herberger ist doch auch nicht als Josef durch die Lande gereist, sondern als Sepp. Und dann weiß bei Hein doch jeder, dass ich aus Hamburg komme.“), auch beim Start seiner zweiten Laufbahn als Trainer ab 1964 vergönnt, in der er es 1965 sogar schaffte, die Championatsserie der Trainerlegende Heinz Jentzsch zu durchbrechen und selbst einen Titel als Trainer zu holen.

 

Bollow war nicht angestellt, sondern trainierte Pferde für die großen Zuchtstätten. „Ich hatte von Anfang an ein volles Haus.“, sagte Hein Bollow einmal. Und auch die Qualität hielt Schritt. Stolze 1661 Siege erzielte er bis zum Jahr 1988, als seine zweite große Karriere zu Ende ging. Natürlich gehörte dazu auch ein Derby-Sieg – 1974 mit Marduk. Über ihn erzählte Bollow, der als Anerkennung seiner großen Verdienste 1975 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhielt, folgende Anekdote: „Das war ein sehr robustes Pferd. Wenn da ein Stallbursche sein Käsebrot in der Box liegengelassen hätte, Marduk hätte es gefressen. Ohne Nachwirkungen.“

 

Für Bollow, über den die „Zeit“ schrieb, „Auf ihn schaut keiner herab. Er wirkte im verschlissenen Pullover überzeugender als manch einer im Diplomaten-Look.“, war allerdings der Weltklassegalopper Nebos das beste Pferd, das er je trainierte. Dieser Ausnahmehengst brachte es auf ein GAG (Generalausgleichsgewicht) von 106 Kilo. Bei einem besseren Rennverlauf hätte er möglicherweise sogar den Prix de l‘ Arc de Triomphe gewonnen, in dem er als Fünfter klar unter Wert geschlagen war.

 

Außer Nebos und Marduk gehörten auch Kondor, Revlon Boy, Oberbootsmann und Blauer Reiter zu seinen vierbeinigen Cracks. 49 Gruppe-Siege, davon neun der höchsten Kategorie, zeugten von den großen Trainer-Qualitäten Hein Bollows. Mit Opponent siegte er 1963 im ersten Preis von Europa in Köln. 1988 feierte er mit Kondor seinen Abschiedserfolg in diesem Kölner Großereignis.

 

Penibel führte Hein Bollow Buch über all seine rennsportlichen Erfolge und verstand es wie kein Zweiter, andere Menschen durch seine Schilderungen mitzureißen. „Wenn ich anfange zu erzählen, dann brauchen wir drei Tage, bis ich mit Ihnen durch bin.“, brachte er es auf den Punkt. Er trat in Fernsehsendungen auf, wie dem „Blauen Bock“ von Heinz Schenk, wo er mit Max Schmeling und anderen Sportgrößen sogar ein Lied zum Besten gab.

 

In seinem Kölner Haus, und auch später in seiner Wohnung in einer Kölner Seniorenresidenz, wimmelte es an Ehrenpreisen. Besonders stolz war Hein Bollow auf eine Weltzeituhr für den Europa-Preis-Sieg mit Opponent. 56 Jahre war er mit seiner Ehefrau Margot verheiratet. „Sie war der Motor für meine Erfolge, eine starke Frau ist eine wichtige Voraussetzung.“

 

Unterwegs war er bis zuletzt zu allen möglichen Schauplätzen von Galopprennen. Oft mit seinem Freund, dem Jockey Filip Minarik, der sich bis zuletzt rührend um Hein Bollow kümmerte, oder mit der Familie Schiergen, in deren Stall Asterblüte er noch bis vor kurzem jeden Morgen verbrachte. „Wenn Du mit Hein Bollow fährst, brauchst Du kein Navigationsgerät.“, sagte Filip Minarik über den Mann mit dem fotografischen Gedächtnis, der auch in völliger Taubheit großen Anteil am Galopp-Geschehen nahm und in Köln, Hamburg, Baden-Baden, oder wo auch immer, meistens der erste Gratulant für die Aktiven im Absattelring war. Sein langgezogenes „Gratuliiiere!“, ist unvergessen.

 

„Zu meinen Aufgaben gehört es, das Licht im Stall auszumachen“, meinte Hein Bollow in dem angesprochenen Interview mit der „Zeit.“ Nun war die Zeit gekommen und sein eigenes Lebenslicht ist erloschen. Nie verblassen werden aber die vielen Erinnerungen an diesen einzigartigen Menschen, die Lichtgestalt des deutschen Galopprennsports. An den Mann, der für die Pferde gelebt hat.

Neuer Starttermin für "Geisterrennen" wohl am 4. Mai in Dortmund

Quelle: GaloppOnline vom 23. April 2020

 

Die deutschen Galopprennen sollen am 4. Mai in Dortmund starten. Die Renntage am 1., 2. und 3. Mai in Hannover, Mannheim und Köln sollen nach Möglichkeit direkt in der Woche nach dem 4. Mai nachgeholt werden. Die ersten drei Maitage konnten wegen der bis 3. Mai geltenden politischen Regelungen aus dem Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten und der zwischenzeitlich erlassenen Verordnungen in den einzelnen Bundesländern nicht realisiert werden. Das hat Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

 

"Wir haben in den letzten Tagen viel gearbeitet, und sind seither in stetigem Kontakt mit Regierungen, Kommunen und den Rennbahnen", so Vesper, der sich zuversichtlich zeigte, dass der Sport am 4. Mai wieder starten kann. "Wir fokussieren uns auch ganz bewusst auf diese Woche, da wir dann den Vorteil hätten, das woanders noch nicht viel stattfindet, wir hoffen damit den Wettumsatz anzukurbeln."

 

Wann genau die Renntage in Hannover, Mannheim und Köln stattfinden werden, ist noch nicht final beschlossen, sie sollen indes alle zwischen Dienstag und Freitag stattfinden. "Bei Renntagen ohne Publikum kommt es ja nicht so sehr darauf an, dass diese am Wochenende stattfinden", so Vesper weiter. "Wenn wir den 9. Mai in München noch hinzurechnen, reden wir von vier Bundesländern, mit denen die Abstimmungen getroffen werden müssen: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern."

 

Wie es nach dem 15. Juni - bis dahin ist der Rennkalender inklusive Ausschreibungen ja fixiert - weitergeht, wird in den kommenden Tagen besprochen werden. Am 30. April soll es die nächste Tagung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten geben, der Sport braucht indes vorher schon grünes Licht. Michael Vesper dazu: "Es ist ja grundsätzlich erlaubt, ab dem 4. Mai Veranstaltungen wie Renntage wieder durchzuführen. Die Regelungen gelten bis 3. Mai. Wir bereiten uns jetzt darauf vor, dann zu starten und sprechen mit den Kommunen und denen, die es zu entscheiden haben."

 

"Wir sind ins Gelingen verliebt", so Vesper abschließend.

 

Keine grundsätzliche Änderung des deutschen Handicapsystems

 

Es stand die Frage im Raum, ob angesichts der Halbierung der Rennpreise auch die Aufgewichte für die siegenden Pferde halbiert würden, oder ob es bei den Aufgewichten zwischen 3 und 5 Kilo bleibt.

 

„Wir haben auch dieses Thema besprochen“, sagte Rüdiger Schmanns, Renntechnik-Leiter bei Deutscher Galopp, am Donnerstag in der Pressekonferenz. „Grundsätzlich müssen die Handicapper natürlich nach der gezeigten Leistung handicappen, unabhängig vom Geldpreis. Wir haben aber drum gebeten, mit Augenmaß an die Sache heranzugehen und die Sachlage mit den geringeren Rennpreisen zumindest in die Erwägungen einfließen zu lassen.“

 

„Wenn es weniger Aufgewicht gäbe, würden im Gegenzug auch die Nachlässe geringer ausfallen“, führt Schmanns ein wichtiges Argument dafür zu Felde, die Regel nicht grundsätzlich anzupassen. „Das wäre für viele Pferde sicherlich ein gravierender Nachteil.“

 

Dürfen Amateure nicht reiten?

 

Bei der Pressekonferenz von Deutscher Galopp gab es genauere Details zu dem Konzept, mit dem man die ersten Veranstaltungen nach der Corona-Pause durchführen will. Auf die Nachfrage, ob die Zahl der Jockeys, die an einem Renntag reiten dürfen, eventuell begrenzt wird, erklärte Geschäftsführer Jan Pommer, dass es eine solche Begrenzung nicht geben wird. Allerdings könne es sehr gut möglich sein, dass Amateure nicht an den betreffenden Renntagen reiten dürfen. "Ein Aspekt bei unseren Gesprächen mit den Entscheidern in der Politik ist der, dass es auch um die Berufsausübung geht. Und damit sind natürlich die Berufsreiter gemeint, die mit den Rennen ihr Geld verdienen", so Pommer weiter. 

Eckdaten von Deutscher Galopp für Durchführung von "Geisterrennen"

Jan Pommer

Quelle: GaloppOnline vom 17. April 2020

 

Das Konzept, wie die Renntage ohne Publikum ab 1. Mai bis zunächst Mitte Juni aussehen sollen, befindet sich in der finalen Abstimmung. Das hat Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, am Freitagmorgen bestätigt. „Unser Konzept soll vor allen Dingen dazu dienen, den Rennvereinen Gespräche vor Ort zu erleichtern“, so Pommer, „mit unserer Unterstützung natürlich.“

 

Es ist nach wie vor geplant, dass gleichzeitig maximal 80 Personen auf den weitläufigen Arealen der Rennbahnen anwesend sind. „Hier sprechen wir von der gleichzeitigen Anwesenheit, in Summe werden an einem Renntag sicherlich 130 bis 140 Personen auf der Bahn gewesen sein, aber nicht gleichzeitig.“

 

Damit nimmt Pommer auch Vermutungen den Wind aus den Segeln, Trainern könnte der Besuch auf der Bahn beim Start ihrer Pferde verboten sein. „Wir entwickeln noch Regeln für Transporteure, für die Klopfer und Stampfer, die aber ja eh weit genug weg von allen anderen sind, und auch für die Jockeys und das Waage-Prozedere beispielsweise.“ Alle derartigen Elemente werden in dem Konzept detailliert beschrieben sein.

 

Dr. Peter Wind, beratender Humanmediziner des Verbandes, hat an der Konzepterstellung detailliert mitgewirkt.

Deutscher Galopp plant weiter mit Start am 1. Mai

Quelle: GaloppOnline vom 17. April 2020

 

 

Die Wiederaufnahme der deutschen Galopprennen soll nach wie vor am 1. Mai stattfinden. Das hat Michael Vesper als Präsident von Deutscher Galopp am Freitagmorgen in einem Pressegespräch bestätigt. Das ist das Ergebnis der Beratungen des Präsidiums im erweiterten Kreis von Donnerstagabend.

 

"Wir hoffen nach wie vor, mit dem 1. Mai zu beginnen", so Michael Vesper, "und damit die Rennen in Hannover, Mannheim, Köln und Dortmund durchführen zu können. Wir werden auf der Grundlage der Regelungen beraten wie das zu schaffen ist."

 

Der Sport sei, so Vesper, in den am Mittwoch getroffenen Beschlüssen der Politik im Ergebnis nicht angesprochen. "Es hat sich aber nichts daran geändert, dass wir alle allgemeinen Regeln, die aufgestellt sind, wie Social Distancing und Hygienevorschriften, einhalten können." Man muss die Konzeptionierung der Renntagsabwicklung entsprechend nicht anpassen gegenüber den ursprünglichen Planungen aus der letzten Woche, in der das vorläufige Programm der Rennen ohne Publikum bis Mitte Juni vorgestellt wurde.

 

Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, betonte dass man aus dem Tierzuchtgesetz heraus argumentiere, dass Leistungsprüfungen durchgeführt werden müssten. Darüber hinaus spiele der Grundrechtsschutz des ausgeübten Gewerbebetriebes und das Berufsfreiheitsrecht eine Rolle in den Argumentationen, nebst der speziellen Art und Weise, wie im Rennsport wirtschaftliche Tätigkeiten ausgeübt würden. Was den Tierzuchtaspekt angeht, hatte GaloppOnline.de am gestrigen Donnerstag bereits aufgezeigt, wie die Regelungen aussehen.

 

Man werde, so Michael Vesper, jetzt sehr schnell mit den Ländern und Kommunen in die Gespräche gehen. "Alle Bundesländer erlassen aktuell Verordnungen", so Jan Pommer, "in NRW heißt das zum Beispiel COVID 19 Schutzverordnung. Daran werden wir uns orientieren und in die Gespräche gehen. Wir sind sehr optimistisch, angesichts unserer Spezifika wie Veranstaltung unter freiem Himmel und auf weitläufigem Gelände. Kontrollen müssten eigentlich immer in unserem Sinne ausfallen!"

 

Das am Mittwoch durch die Politik erlassene Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August stellt den Rennsport vor weitere Herausforderungen neben der Bewältigung des Neustarts. „Wir bereiten uns entsprechend vor“, sagte Michael Vesper am Freitag zu diesem Thema. „Wir müssen jetzt zunächst einmal darauf warten, welche Definition des Begriffes Großveranstaltung es gibt“, so Vesper. „Es ist vielleicht in der Tat davon auszugehen, dass bis Ende August keine Rennen vor Publikum stattfinden können. Wir machen jetzt aber first things first. Wichtig ist der Start. Und dann überlegen wir, was im Juli, August und September geschehen soll.“

 

Alle Entscheider im Rennsport bat Vesper darum, „sich nicht ohne Not schon festzulegen“. Rennen ohne Publikum seien besser als gar keine Rennen. „Mit dieser Haltung gehen wir im Moment an alle Dinge ran. Ich rate allen, keine Vorfestlegungen zu machen.“

 

Betroffen wären von Renntagen ohne Publikum auf der Bahn bis Ende August neben publikumsstarken Renntagen wie der Preis der Diana vor allem die Derbywoche in Hamburg, die Rennwoche in Bad Harzburg und die Große Woche in Iffezheim.

Deutscher Galopp zurrt "Geisterrennen" fest

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. April 2020

 

Der Dachverband Deutscher Galopp plant nach eingehenden Beratungen des Präsidiums – vorbehaltlich der Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Wiederaufnahme des Rennbetriebs ab 1. Mai und veröffentlicht dafür heute ein komprimiertes Rennprogramm zunächst bis zum 15. Juni 2020. Es sieht bis auf weiteres Rennen ohne Zuschauer (sog. „Geisterrennen“) auf jeweils nur einer Rennbahn vor, um regionale Angebote zu schaffen und die Transportwege der teilnehmenden Pferde zu minimieren.

 

Pandemieschutz weiter vorrangig. Abstimmung mit den Behörden erforderlich. Der Dachverband Deutscher Galopp plant nach eingehenden Beratungen des Präsidiums – vorbehaltlich der Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Wiederaufnahme des Rennbetriebs ab 1. Mai und veröffentlicht dafür heute ein komprimiertes Rennprogramm zunächst bis zum 15. Juni 2020. Es sieht bis auf weiteres Rennen ohne Zuschauer (sog. „Geisterrennen“) auf jeweils nur einer Rennbahn vor, um regionale Angebote zu schaffen und die Transportwege der teilnehmenden Pferde zu minimieren.

 

Deutscher Galopp wird in der kommenden Woche ein Konzept für die Durchführung von Rennen mit Minimalbesetzung vorgeben, das auf die individuellen Verhältnisse vor Ort adaptiert und mit den zuständigen Behörden abgestimmt wird. Michael Vesper weiter: „Wir organisieren Rennsportveranstaltungen im gesetzlichen Auftrag als Leistungsprüfungen der Vollblutzucht. Wir sind sicher, den Vorgaben für die weiterhin notwendigen Einschränkungen verlässlich entsprechen zu können.“Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, erklärt dazu: „Damit reagieren wir unter Beachtung aller notwendigen Kontaktbeschränkungen und Vorgaben auf die Corona-Krise, durch die der Rennbetrieb seit Mitte März ruht. Wir stehen buchstäblich in den Startboxen, um unsere Leistungsprüfungen eingeschränkt und ohne Gefährdung von Zuschauern und Rennsportbeteiligten wieder aufzunehmen.“

 

Der Ausschluss von Zuschauern macht schmerzhafte Reduktionen notwendig, um die substanziellen Einnahmeeinbußen der Veranstalter abzumildern und damit die Durchführung der Rennen überhaupt erst zu ermöglichen. So werden die Rennpreise vorerst auf 50 Prozent der bisher vorgesehenen Beträge reduziert, der bisherige Mindestrennpreis von 3.000 Euro in den Basisrennen bleibt aber erhalten. Alle Beteiligten eines Renntags sind zudem gebeten, ihre Honorare zu halbieren. Die Wettanbieter Wettstar, pferdewetten.de und RaceBets verzichten auf ihre Provisionen und auf Buchmacherwetten. Sobald die Rennveranstaltungen wieder für Zuschauer geöffnet werden dürfen, werden selbstverständlich die Ausschreibungen wieder am ursprünglich geplanten Rennprogramm ausgerichtet. „Das ist eine Überbrückungsperiode zwischen der Phase ohne Rennen und derjenigen mit Rennen vor Zuschauern. Sie währt deshalb so kurz wie möglich und so lang, wie eben nötig“, so Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp.

 


Zukünftig werden die Rennen in deutlich verbesserter Qualität vom Unternehmen Riedel produziert und mindestens für die Dauer der Corona-Krise kostenfrei und live auf der Webseite von Deutscher Galopp sowie auf diversen digitalen Kanälen und bei wettstar-pferdewetten.de übertragen. Des Weiteren laufen aktuell Verhandlungen mit TV-Sendern über die Aufnahme von Live-Rennsport in deren Programm. „Wir wollen das Beste aus dieser Lage machen und unseren großartigen Rennsport noch mehr Menschen präsentieren. Wir hoffen, so neue Fans zu gewinnen“, erklärt Jan Pommer abschließend.

 

Die vorläufigen Renntermine

Deutscher Galopp veröffentlicht Jahresbericht 2019

Derbysieger 2019: Laccario. Foto: Marc Rühl

Insgesamt wurden im Jahr 2019 1.144 Rennen an 146 Renntagen von 31 Rennveranstaltern ausgetragen. Damit reduzierte sich die Zahl der Rennen im Vergleich zum Vorjahr zwar, doch blieb die Anzahl der gelaufenen Pferde insgesamt stabil (2.121 im Jahr 2019, 2.133 im Jahr 2018). Mit rund 13,6 Millionen Euro konnte das Rennpreis-Niveau im Verhältnis zu den durchgeführten Rennen nicht nur gehalten, sondern die Rennpreise pro Rennen auf 11.868 Euro (2018: 11.634 €) gesteigert werden.

 

Besonders der Blick auf die Wettschalter stimmt für die Saison 2019 positiv. Der Gesamtwettumsatz in Höhe von 26.700.484 Euro bedeutete erstmals seit vielen Jahren ein Plus (2018 waren 25.405.249 Euro durch die Toto-Kassen geflossen). Der Umsatz pro Rennen ging signifikant in die Höhe: Von 21.677 Euro im Jahr 2018 auf nunmehr 23.340 Euro. Diese Trendumkehr zeigt, dass die Maßnahme seit Saisonbeginn, die Abzüge auf Sieg und Platzwetten deutlich zu senken und damit die Quoten zu verbessern, den gewünschten Effekt bewirkt hat.

 

Die Zahlen aus 2019 zeigen, dass der Anstieg der Rennpferde Einfuhren besonders signifikant ist. Mit 543 Einfuhren sind im Vergleich zum Vorjahr 80 Pferde mehr nach Deutschland gekommen und insgesamt mehr als in den letzten acht Jahren. Gleichzeitig sank die Zahl der Ausfuhren auf ein Rekordtief. Es zeichnet sich eine Trendumkehr ab, die der deutsche Markt dringend nötig hat. Hervorzuheben ist die Einfuhr der Jährlinge, die mit 117 ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre liegt. Man darf also gespannt auf die kommenden deutschen Rennveranstaltungen blicken.

 

In den vergangenen Jahren war das Interesse an den deutschen Spitzenpferden so hoch, dass immer mehr Vollblüter nach Australien, Hong Kong, Dubai oder ins europäische Ausland verkauft wurden. Ein Trend der sich in der Saison 2019 auf den hiesigen Rennbahnen bemerkbar machte. Gleich fünf der deutschen Gruppe-I Rennen und beinahe die Hälfte aller weiteren Gruppe-Prüfungen gingen 2019 ins Ausland.

 

Besondere Aufmerksamkeit hierzulande zog der Derbysieger Laccario im Besitz von Gestüt Ittlingen, trainiert von Andreas Wöhler, auf sich. Außerdem Diamanta, die Siegerin im Henkel-Preis der Diana, gezogen und im Besitz des Gestütes Brümmerhof, trainiert von Markus Klug. Auch der Zweijährigen-Jahrgang war mit zwei deutschen Areion-Söhnen außergewöhnlich: Alson und Rubaiyat. Mit einem Preisgeld von 289.010 Euro verdiente der Schlenderhaner Alson so viel Geld wie noch kein in Deutschland trainiertes zweijähriges Pferd vor ihm. Der im Stall vom letztjährigen Championtrainer Henk Grewe stehende Rubaiyat stand ihm mit 245.000 Euro nur wenig nach.

 

Abschließend sei die hohe Qualität der deutschen Rennveranstaltungen erwähnt. Insbesondere zwei Rennen standen im Jahr 2019 für sich: Der Longines Großer Preis von Berlin war nach Rating insgesamt das beste deutsche Galopprennen 2019 - er findet sich auf Rang 89 der internationalen Rangliste wieder. Auch der Longines Großer Preis von Baden fand einen Platz (96) in der erlesenen Liste der Top 100 auf dem Galopper Globus.

 

Der komplette Jahresbericht hier.

Galopprennen in Deutschland nicht vor dem 1. Mai

Auf der virtuellen Jahrespressekonferenz von Deutscher Galopp am Dienstag, 31. März, gab Präsident Michael Vesper bekannt, dass in Deutschland die Pause im Galopprennsport über den 18. April hinausgehen wird. "Wir müssen uns von diesem Datum verabschieden, unser neues Ziel ist, dass wir am 1. Mai wieder Galopprennen veranstalten können." Als möglicher Austragungsort wurde Hannover genannt.

 

Klar machte Vesper aber, dass das natürlich auch einer politischen Freigabe bedarf. Sollte der Start erfolgen können, wird derzeit mit "Geisterrennen" geplant, bei denen die Anzahl der Beteiligten Personen auf ein Minimum beschränkt werden soll.

Deutscher Galopp skizziert Plan für Wiederaufnahme der Rennen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 31. März 2020

 

Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes, und Geschäftsführer Jan Pommer haben anlässlich des Jahresauftaktgesprächs die Vorgehensweise des Deutschen Galopp zur Wiederaufnahme des Rennbetriebs skizziert. Zunächst unterstrichen beide erneut, dass der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung oberste Priorität hat und deshalb die Vorgaben der Behörden selbstverständlich mitgetragen werden. Der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Rennbetriebs orientiert sich deshalb an den Entscheidungen der Behörden und deren Lageeinschätzungen zur Durchführung von Rennveranstaltungen.

 

Um best- und schnellstmöglich den Rennbetrieb wieder aufnehmen zu können, plant Deutscher Galopp zeitnah die Veröffentlichung eines Rennprogramms, das ab Mai im ersten Schritt Rennen ohne Zuschauer und mit einer Minimalpräsenz von auf der Rennbahn anwesenden Personen vorsieht. Ziel ist es, ein ausgeglichenes Programm an Basis-, Gruppe-, Listen- und Auktionsrennen anzubieten und für alle Regionen Deutschlands Rennangebote zu schaffen.

 

Die schwierigen Zeiten erfordern, so Michael Vesper, die Solidarität aller am Rennsport Beteiligten. Die Rennvereine müssten notgedrungen auf erhebliche Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Wetten auf der Bahn und von Partnern und Sponsoren verzichten. Kern der Finanzierung seien deshalb zu steigernde Außenwettumsätze und die gebündelten Fördergelder von Deutscher Galopp und Wettstar. Solange Renntage ohne Publikum stattfinden müssen, komme man nicht umhin, die Rennpreise und damit zugleich die Züchterprämien ebenfalls zu reduzieren, um so die Finanzierung des Rennprogramms zu ermöglichen, so Michael Vesper und Jan Pommer. Es komme nun darauf an, den Rennbetrieb so bald wie möglich und verantwortbar wieder zu beginnen. „Ich spüre sehr deutlich die pragmatische Solidarität und das Gemeinschaftsgefühl aller Rennsportangehörigen bei der Bewältigung dieser riesigen, bislang nicht gekannten Herausforderung. Dafür bin ich dankbar“, so Michael Vesper abschließend.

 

Die gesamte Aufzeichnung des Jahresauftaktgespräches ist nun online zu sehen unter https://www.facebook.com/DeutscherGalopp/videos/238750974194171/.

Informationen für alle Rennsportangehörigen

Michael Vesper als Präsident und Jan Pommer als kommissarischer Geschäftsführer von Deutscher Galopp e. V. haben sich in einem Offenen Brief mit wichtigen Informationen an alle Rennsportangehörigen in Zeiten der Corona-Krise gewandt. U. a. ist dieser Brief auch in der Sport-Welt vom 24. März 2020 abgedruckt. Hier klicken!

Galopper des Jahres: Rubaiyat deutlich voraus

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 27. März 2020

 

Einen Monat lang suchte Deutscher Galopp e.V. gemeinsam mit der Sport-Welt und Wettstar den diesjährigen Gewinner – so lange konnten alle Galoppsport- und Pferdefreunde für ihren Favoriten abstimmen. Am Ende galoppierte Rubaiyat seiner starken Konkurrenz im Kampf um den Titel „Galopper des Jahres 2019“ davon. Gleich 42 Prozent aller abgegebenen Stimmen sicherte sich der von Trainerchampion Henk Grewe vorbereitete Youngster. Damit reiht sich der neueste Titelträger in die Nachfolge echter Galopper-Cracks, wie die Superhengste Iquitos (2018/2016), Sea The Moon (2014), Novellist (2013) und die Top-Stute Nightflower (2015) ein.  

 

Bei seinem eindrucksvollen Durchmarsch mit vier Siegen bei vier Jahresstarts ließ Rubaiyat seine Kontrahenten, den ein Jahr älteren Derbysieger Laccario (38 Prozent) aus dem Training von Andreas Wöhler und den bereits mehrfach in Frankreich gestarteten Alson (20 Prozent) hinter sich. Ein Erfolg, über den sich Trainer Henk Grewe sehr freut: „Das ist für den Stall natürlich etwas ganz Besonderes, wir freuen uns alle sehr. Umso mehr noch, da es sich um Rubaiyat handelt, der sich in der letzten Saison als ein großer Kämpfer erwiesen hat und als einziger der Kandidaten bisher ungeschlagen ist.“ Seit der Gründung des Rennstall Grewe im Jahr 2014 ist Rubaiyat der erste Gewinner der bereits seit 63 Jahren ausgetragenen Wahl.

 

Auf die geplante Siegerehrung wird der nach einer persischen Gedichtform benannte Rubaiyat jedoch verzichten müssen. Die geplante Verleihung am Ostermontag in Köln musste wegen des Coronavirus abgesagt werden. Das Training für den Hengst, der als interessanter Derby-Kandidat gehandelt wird, wird selbstverständlich fortgeführt. Einem erfolgreichen Wiedersehen auf der Rennbahn steht somit – sobald es die Einschränkungen währen der Corona-Krise zulassen - nichts im Wege. „Rubaiyat ist ein sehr unkompliziertes Pferd. Im täglichen Training zeigt er nur das Nötigste – entwickelt im Rennen selbst dann aber einen riesigen Ehrgeiz!“, so Grewe.

 

Glückwünsche an Rubaiyat und das gesamte Team spricht auch Jan Pommer, Geschäftsführer des Dachverband Deutscher Galopp e.V., aus: „Wir freuen uns für das gesamte Team um Rubaiyat, in diesen schweren Zeiten ist der „Galopper des Jahres“ eine willkommene, schöne Nachricht. Mit Rubaiyat haben wir einen würdigen Sieger. Wir gratulieren allen Beteiligten recht herzlich.“ Pommer ergänzt: „Die hohe Wahlbeteiligung - in diesem Jahr konnten wir mit einer fünfstelligen Summe so viele Stimmen zählen wie seit acht Jahren nicht mehr - stimmt uns umso positiver. Den Gewinner des Hauptpreises, einer Kreuzfahrt zur Verfügung gestellt vom Reisebüro Onboard Radio, werden wir unter Aufsicht auslosen, auf direktem Wege informieren und alles Weitere abstimmen.“    

 

Rubaiyat auf einen Blick: Hengst, geb. 2017, Siegesserie 2019: Rennen zum Tag des offenen Denkmals am 8. September, Grosser Preis von Engel & Völkers Düsseldorf - Junioren Preis (L), Preis des Winterfavoriten (Gr.III), Gran Criterium (Gr.II) in Mailand, Trainer: Henk Grewe, Gewinnsumme 2019: 245.000 Euro, Züchter: Gestüt Karlshof, Besitzer: Darius Racing

Deutscher Galopp: Ausgabenstopp, Einsparungen und Kurzarbeit

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 21. März 2020

 

Der Dachverband des Galopprennsports hat nach intensiven Beratungen interne Maßnahmen anlässlich der Corona-Krise vereinbart. Alle nicht unabdingbaren Aufwendungen werden ausgesetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen nach Abbau von Resturlaub und Überstunden ab 1. April bis auf weiteres in unterschiedlichem Umfang in Kurzarbeit. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzichten auf Gehalt. Mit diesen Maßnahmen werden monatliche Einsparungen im hohen fünfstelligen Bereich erzielt.


Die Geschäftsstelle in Köln bleibt funktionsfähig. Soweit möglich, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeiten im Homeoffice erledigen. „Die Maßnahmen sind einschneidend, aber alternativlos. Wir müssen uns rasch auf die Corona-Krise einstellen“, so Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für ihren großen Beitrag. Nur so können wir nach Überwindung der Krise die ersehnte Wiederaufnahme des Rennbetriebs kraftvoll bestreiten.“ 

Alle Sport-Welt-Stallparaden mit Besitzertrainern des Vereins

Insgesamt 68 Trainer haben sich für die Stallparade 2020 der Sport-Welt qualifiziert. Dabei kommen für die Fachzeitschrift nur deutsche Lizenzinhaber in die Wertung. Fünf Siege waren dazu im In- oder Ausland wie in den Vorjahren auch 2019 notwendig. Von den Besitzertrainern des Vereins werden diesmal elf mit ihren Pferden vorgestellt.

 

In der Ausgabe 23 der Sport-Welt vom 20. März sind zum Abschluss der Besitzertrainer des Vereins Caroline Fuchs (hier klicken1/hier klicken2) und Christian Peterschmitt (hier klicken1/hier klicken2) an der Reihe.

 

Bereits veröffentlicht wurden die Stallparaden folgender Besitzertrainer des Vereins: Selina Ehl (Ausgabe 1 vom 3. Januar/hier klicken!), Laura Giesgen (Ausgabe 3 vom 10. Januar/hier klicken!), Matthias Schwinn (Ausgabe 4 vom 14. Januar/hier klicken1/hier klicken2), Janine Beckmann (Ausgabe 6 vom 21. Januar/hier klicken1/hier klicken2), Katja Engels (Ausgabe 7 vom 24. Januar/hier klicken!), Anna Schleusner-Fruhriep (Ausgabe 10 vom 4. Februar/hier klicken1/hier klicken2), Hella Sauer (Ausgabe 12 vom 11. Februar/hier klicken1/hier klicken2), Daniel Paulick (Ausgabe 13 vom 14. Februar/hier klicken1/hier klicken2) und Horst Rudolph (Ausgabe 14 vom 18. Februar/hier klicken1/hier klicken2).

Rennbetrieb wird in Deutschland bis 18. April ausgesetzt

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 16. März

 

"Das Präsidium von Deutscher Galopp hat sich auf seiner heutigen Sitzung eingehend mit der durch das Coronavirus ausgelösten Krise befasst. Im Lichte der umfassenden öffentlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat es beschlossen, dass bis zum Ende der Osterferien am 18. April 2020 keine Galopprennveranstaltungen in Deutschland stattfinden. Damit setzen wir die von den Behörden getroffenen Entscheidungen über die Regelungen des täglichen Zusammenlebens auch in unserem Sport konsequent um. 

 

Um den Rennbetrieb bei einer möglichen Lockerung der behördlichen Anordnungen ab Mitte April unmittelbar wieder aufnehmen zu können, planen wir im Anschluss Renntage ohne Publikum und mit einer Minimalpräsenz der am Rennsport Beteiligten. Wir stehen mit den Gesundheitsbehörden in Kontakt und werden in den nächsten Tagen gemeinsam mit den Rennvereinen eine sachgerechte Planung erarbeiten und publizieren. Dabei werden wir uns um eine angemessene regionale Verteilung der Rennen und eine stärkere Konzentration von Rennen bemühen. Wir hoffen, dass im Anschluss der ordentliche Rennbetrieb wieder Fuß fassen kann und insbesondere unsere klassischen Rennen, wie das IDEE 151. Deutsche Derby am 5. Juli und der Henkel-Preis der Diana am 2. August stattfinden können.

 

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen stellen alle am Rennsport in Deutschland Beteiligten vor enorme Herausforderungen. Das gilt nicht nur, aber im besonderen Maße für die etwa 3.000 Vollzeitbeschäftigten, also Jockeys, Trainer, Stallpersonal, Rennbahnmitarbeiter und Dienstleister. Auch wir benötigen, wie andere mittelständische Betriebe, staatliche Hilfen in Form von Kurzarbeitergeld, Kredite und Zuschüsse. Wir sind bestrebt, die Beschäftigten wie auch die Besitzer und Trainer sowie die gemeinnützigen Rennvereine darin zu unterstützen, diese Unterstützungsleistungen zu identifizieren und bestmöglich zu nutzen. Das Präsidium wird die Lage fortlaufend beobachten und bewerten und zu diesem Zweck wöchentlich eine Videokonferenz abhalten.

 

Wir appellieren an alle Rennsportbeteiligten, entschlossen mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Wir werden angesichts dieser gewaltigen Herausforderung alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um die Existenz unseres großartigen Rennsports in Deutschland zu sichern."

Sandbahn-Wintersaison: Durchwachsene Bilanz für Besitzertrainer

Erfolgreichstes Pferd eines Besitzertrainers des Vereins in der Sandbahn-Wintersaison 2019/2020 war Saga Altais (hier vor dem Start am 8. März in Dortmund) für Christine Paraknewitz-Kalla. Foto: privat

Nicht richtig zufrieden können die Besitzertrainer des Vereins mit der Bilanz der Sandbahn-Wintersaison 2019/2020 sein. Lediglich 21 Siege stehen zu Buche, das bedeutet im Vergleich zur Saison 2018/2019 ein Minus von 16 Treffern.

 

Allerdings hatte die jetzt abgeschlossene Serie auf Sand auch drei Renntage weniger und viel gravierender, es kamen 36 Rennen weniger zur Austragung. Insgesamt liefen in den Sandbahnprüfungen (14 Mal in Dortmund und ein Mal in Neuss) 931 (2018/2019 waren es 1290) Pferde von denen 299 (2018/2019 waren es 482) unter der Regie der Besitzertrainer des Vereins an den Start gingen. Prozentual war dies ein Rückgang von 37 auf 32 Prozent.

 

Erfolgreichste Besitzertrainerin des Vereins war Christine Paraknewitz-Kalla, die mit Saga Altais drei Rennen gewinnen konnte. Auf zwei Siege kam Selina Ehl mit Soryu.

Deutliches Wettumsatzplus bei PMU-Winterrenntagen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 10. März 2020:

 

Die Winterrenntage im deutschen Galopprennsport verzeichnen ein Wettumsatzplus von über 16% im Vergleich zum Vorjahr. Mit dem letzten von insgesamt 18 Renntagen der Wintersaison 2019/2020 (Anmerkung vom Verein Deutscher Besitzertrainer: PMU-Renntag vom 3. November 2019 bis 8. März 2020) am vergangenen Sonntag in Dortmund konnte der Gesamtwettumsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als eine Viertelmillion Euro gesteigert werden. 1.847.628,80 Euro teilen sich in 501.599,70 Bahnwette und 1.346.029,10 Euro Außenwette auf.

 

Obgleich seit Anfang November in Summe 13 Rennen weniger ausgetragen wurden, konnte der Gesamtumsatz um 16,43% gesteigert werden, von 1.586.966,74 Euro auf 1.847.628,80 Euro. Gleichermaßen erfreulich sind außerdem die hohen Starterzahlen von durchschnittlich 9,93 Pferden pro Rennen.

 

Dies freut augenscheinlich auch die französischen Wetter. Die PMU verzeichnete einen Wettumsatz auf die Winterrennen von über 22 Mio. Euro. Wettstar macht deutlich: „Die Einnahmen, die dem deutschen Rennsport durch diese Wettvermittlung nach Frankreich zugutekommen, ermöglichen erst die Austragung der Winterrennen auf diesem Niveau“, so Riko Luiking.

 

Ein besonderer Dank gilt Andreas Tiedtke, Präsident des Dortmunder Rennvereins. Er hatte seit Beginn des Jahres die Renntage aus Neuss übernommen. „Wir sind dem Dortmunder Rennverein und seinem Präsidenten Andreas Tiedtke dankbar, dass er kurzfristig eingesprungen ist und alles so reibungslos funktioniert hat. Die Starterfelder waren sehr gut und die Abwicklung der PMU-Renntage vorbildlich“, so Rüdiger Schmanns, Leiter der Renntechnik bei Deutscher Galopp. Außerdem unterstützte das Team um Herrn Tiedtke den neuen Bewegtbildproduzenten Riedel Communications und ermöglichte so die Etablierung innovativer Techniken.

Einige Rennställe öffneten ihre Türen

Quelle: GaloppOnline vom 14. März 2020

 

Nicht nur die Rennveranstaltungen, von denen einige bereits abgesagt werden mussten, sind von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen, auch der "Tag der Rennställe", der für Samstag, 14. März, angesetzt war, konnte nicht so durchgeführt werden, wie man es eigentlich geplant hatte. An einigen Orten, wie beispielsweise in Köln oder München, fiel er komplett aus, auf anderen Bahnen sagten einige der Ställe, die eigentlich auch ihre Tore öffnen wollten, den Termin ab.

 

Doch es gab dennoch Trainer, die am Samstag ihren Rennstall dem interessierten Publikum präsentierten. Carmen Bocskai, Gerald Geisler und Manfred Weber in Iffezheim beispielsweise, Markus Klug im Gestüt Röttgen, Christian von der Recke in Weilerswist, Mario Hofer in Krefeld, Yasmin Almenräder und Marian Falk Weißmeier in Mülheim an der Ruhr, Marco Klein in Mannheim, Sascha Smrczek in Düsseldorf und Friederike Schloms in Hoppegarten zeigten, wie es in einem Rennstall aussieht und zugeht.

 

Alleine Christian von der Recke konnte auf dem Hovener Hof in Weilerswist rund 70 Gäste begrüßen.

Manfred Chapman im Alter von 71 Jahren verstorben

Quelle: GaloppOnline vom 11. März 2020

 

Der deutsche Rennsport trauert um eine Legende: der ehemalige Rennkommentator Manfred Chapman ist im Alter von 71 Jahren in der Nacht zum Mittwoch, 11. März, verstorben. Das hat Ehefrau Uschi der Sport-Welt mitgeteilt. Manfred Chapman verstarb in einem Kölner Krankenhaus, in welches er sich vor elf Tagen begeben hatte.

 

Am 22. Juli 2012 hatte Chapman seine Karriere als Rennkommentator aufgrund einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung beenden müssen. Den Kampf gegen diese tückische Krankheit hat er jetzt verloren. Mit Manfred Chapman verliert der deutsche Rennsport den besten und bekanntesten Rennkommentator, den er je hatte. Als Kommentator der Rennen vor allem auf den Westbahnen, in Iffezheim und in Hamburg hat Chapman mit seinen unvergessenen Reportagen das Publikum fasziniert, war als "Stimme der Rennbahn" ein absolutes Markenzeichen der jeweiligen Bahnen. Unzählige Reportagen sind unvergessen, so die "Explosion" von Samum bei dessen Derbysieg, das "Kämpfe Junge!" bei Acatenangos letztem Sieg, die Derbysiege von Lando und Laroche und viele viele Rennen mehr.

 

Mit seiner markanten Stimme und der Fähigkeit, Rennsituationen auf einzigartige Art und Weise wiederzugeben, war Chapman unerreicht und hat zu den Blütezeiten des deutschen Rennsports diesen Sport mit geprägt. Nicht wenige sind auch wegen ihm und seinen Reportagen auf die Rennbahn gekommen und zu Fans des Turfs geworden.


https://galopponline.de/news/galopp-news/memoriam-manfred-chapman-grosse-momente

"Satteln im Stall" kann jetzt auch online angemeldet werden

Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp gibt es in der Ausgabe Nummer 10 vom 3. März 2020 wichtige Informationen zum Melden vom "Satteln im Stall" über den Trainerservice. Der Wortlaut:

 

"In den Sitzungen der Technischen Kommission im Laufe des vergangenen Jahres war von Aktivenseite die Möglichkeit angeregt worden, das inzwischen kostenlose Beantragen des Satteln der Pferde im Stall/Gastbox am Renntag bereits zur Vorstarterangabe anzumelden, um einen Antrag bei der Rennleitung nicht stellen zu müssen. Dies ist nun im Trainerservice programmiert und die Trainer können bei der Vorstarterangabe unter dem Menüpunkt "SiS" (Satteln im Stall) den Antrag online stellen. Die Rennleitung erhält daraufhin eine Liste derjenigen Trainer mit den entsprechenden Pferden, für die das Satteln im Stall beantragt wurde.


Die Trainer werden gebeten, dies sorgfältig zu tun, um einen Antrag bei der Rennleitung nicht stellen zu müssen. Sollte eine Anmeldung im Trainerservice versehentlich nicht erfolgt sein, besteht weiterhin die Möglichkeit, das Satteln im Stall bei der Rennleitung anzumelden, was auch speziell für ausländische Trainer gilt, die keinen Zugang zum Trainerservice haben.


Sollte ein Antrag zum Satteln im Stall weder online zur Vorstarterangabe noch am Renntag bei der Rennleitung gestellt sein und das Pferd aus dem Stall gesattelt erscheinen, wird die Rennleitung entsprechende Ordnungsmaßnahmen verhängen, wobei auch eine Disqualifikation des Pferdes möglich wäre."

Auftakt der Grünen Saison im kostenlosen Stream

Tolle Nachricht für alle Rennsportfans und die, die es noch werden möchten! Deutscher Galopp und Wettstar übertragen alle sechs Pferderennen der Saisoneröffnung in Köln am Sonntag, 15. März, in einem kostenlosen Live-Stream. Start des ersten Rennens ist um ca. 11.25 Uhr.

 

Zum Auftakt der Grasbahnsaison in Köln am Sonntag stellen der Dachverband Deutscher Galopp und Wettstar, ein Unternehmen des Rennsports, den gesamten Renntag kostenlos online zur Verfügung. Die Verantwortlichen reagieren mit diesem Angebot auf die aktuelle Situation. Wegen des Corona-Virus wird die Saisoneröffnung im Weidenpescher Park ohne Zuschauer stattfinden. Dank des Live-Streams haben dennoch alle Rennsportangehörigen sowie interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, die sechs Pferderennen zu verfolgen. Um allen Zuschauern trotz der schwierigen Rahmenbedingungen einen großartigen Renntag zu bescheren, wird ein neues Produktionskonzept zum Einsatz kommen, das die Zuschauer noch näher an das Geschehen heranbringt.

 

Die Details des Galopp-Angebots auf einen Blick: Der Renntag wird kostenfrei auf deutscher-galopp.de sowie auf dem Deutscher Galopp YouTube-Kanal übertragen. Nach Registrierung zeigt auch Wettstar alle Rennen live. Und schließlich stellt auch der Kölner Renn-Verein selbst den Stream auf seiner Homepage zur Verfügung.

 

"Die kostenfreie Live-Übertragung eines gesamten Renntages ist ein Novum", erklärt Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp. "Wir haben kurzentschlossen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dieses Angebot möglich zu machen. Damit möchten wir den Zuschauern, die nun aus Infektionsschutzgründen nicht selbst vor Ort sein können, einen hautnahen Eindruck des Geschehens liefern. Wir freuen uns auch über jeden Sportinteressierten, der die Gelegenheit nutzt, die Faszination des Rennsports live zu erleben", so Pommer weiter.

 

Insgesamt sechs Rennen starten am Sonntag im 30-Minuten-Takt ab ca. 11.25 Uhr, mit Spannung erwartet wird besonders der RaceBets.de Grand Prix-Aufgalopp. Noch einmal Pommer: "Es wird ein Renntag besonderer Art. Aber ich bin sicher, dass die Rennen uns wieder in den Bann ziehen werden. Ich wünsche allen Beteiligten einen guten Renntag und Hals und Bein, wie man bei uns im Rennsport sagt." Die Grasbahnsaison findet von März bis November mit Pferderennveranstaltungen in 30 deutschen Städten statt. Alle Renntermine sowie weitere Informationen sind auf deutscher-galopp.de abrufbar. Über die Entwicklungen den Corona-Virus betreffend informieren wir auch dort.

 

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 12. März 2020

Stellungnahme von Deutscher Galaopp zur Coronar-Situation

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 11. März 2020

 

"Deutscher Galopp und alle Rennsportbeteiligten unterstützen im Sinne des Gesundheitsschutzes gerade älterer und schwacher Mitbürgerinnen und Mitbürger die Maßnahmen der Behörden zum Schutz der Bevölkerung vor der Corona-Pandemie. Wir setzen uns dafür ein, dass die Renntage in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern vor Ort trotz der erheblichen Beschränkungen der Teilnehmerzahl und der damit einhergehenden Einnahmeverluste weiterhin durchgeführt werden können. Um die Behörden bei ihren sachgerechten Entscheidungen zu unterstützen, stehen der Dachverband und die einzelnen Rennvereine in engem Austausch mit den vor Ort zuständigen Gesundheitsämtern. Dabei wird auch der Umstand in den Blick zu nehmen sein, dass die Renntage als Freiluftveranstaltungen im Einzelfall anders zu bewerten sind als Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie beispielsweise Konzerte oder Tanzveranstaltungen.

 

Das Präsidium des Dachverbandes wird sich auf seiner Sitzung am kommenden Montag, 16. März 2020, intensiv mit den zu ziehenden Konsequenzen beschäftigen und über mögliche Hilfen für die Rennvereine beraten, damit so viele Renntage wie möglich stattfinden. Hier sind alle Rennsportbeteiligten gefordert.

 

Die Beratungen des Präsidiums werden aktuell durch eine von Jan Pommer, Geschäftsführer beim Dachverband, koordinierte Arbeitsgruppe, vorbereitet. Präsident Michael Vesper erklärt: „Wir werden in dieser äußerst schwierigen Lage ergebnisoffen und ohne Denkverbote beraten. Es ist aber schon jetzt absehbar, dass wir – wie auch viele andere betroffene Branchen – dringend staatliche Unterstützung benötigen werden, um die negativen Folgen dieser Pandemie beherrschbar zu machen.“

Neuer Rennverein in Neuss gegründet

GaloppOnline berichtet am 28. Februar 2020:

 

Die Zeichen auf der Rennbahn in Neuss stehen entgegen aller Nachrichten der letzten Wochen und Monate gut, was eine Fortsetzung der Rennen angeht. Es hat sich der Galoppclub Neuss Niederrhein gegründet und auf die Fahne geschrieben, die Tradition von 144 Jahren Galopprennen am Neusser Hessentor fortzusetzen. Das wurde am Freitag, 28. Februar, auf einer Veranstaltung auf der Neusser Rennbahn offiziell bekannt gegeben.

 

Marc Troellsch (43), mit seinem „Stall Brieftaube“ auch Besitzer am Stall von Katja Gernreich in Neuss, ist zum Präsidenten des Clubs gewählt worden, den insgesamt neun Personen gegründet haben. Geschäftsführer ist Andreas Grau, für Öffentlichkeitsarbeit Nika S. Daveron zuständig.

 

„Wir haben uns mit Neusser Bürgern und auch Aktiven zusammengesetzt und wollen den Rennsport in Neuss erhalten.“ Der neue Club ist eine komplette Neugründung, ohne ehemalige Vorstandsmitglieder des Neusser Reiter- und Rennvereins. „Wir haben unser Konzept der Politik vorgestellt und warten nun auf einen positiven Bescheid, um loszulegen“, so Troellsch. Die relevante Ratssitzung in Neuss soll am 20. März stattfinden. Läuft alles nach Plan, sind in diesem Jahr noch sechs Winterrenntage geplant.

 

Das Konzept steht unter dem Motto "Galopp, Event und Natur", sieht eine Einbindung des Rennsports in andere Aktivitäten auf der Bahn und den Erhalt der Anlage als grüne Lunge der Stadt vor.

Galopprennsports dankt langjährigem Geschäftsführenden Vorstand

Jan Antony Vogel. Foto: privat

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 19. Februar 2020:

 

Jan Antony Vogel ist nach über siebenjähriger Tätigkeit als Geschäftsführender Vorstand ausgeschieden. Präsident Michael Vesper bedankt sich im Namen des ganzen Präsidiums und auch seiner Vorgänger für das Engagement von Herrn Vogel und wünscht ihm für seinen nun beginnenden Ruhestand alles Gute.

 

Seit 1998 war Jan Antony Vogel Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins. Von 2005 bis 2013 war er Verwaltungsratsvorsitzender der BGG und vertrat in dieser Funktion die Interessen der Rennvereine im Präsidium des Dachverbandes. Im Jahr 2013 wurde Herr Vogel zum Geschäftsführenden Vorstand des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. gewählt. In dieser Funktion war er ebenfalls der Geschäftsführer der DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs GmbH sowie der DVR Wettbetriebs GmbH.

 

Über die Nachfolge wird das Präsidium zu gegebener Zeit entscheiden. Nach der neu beschlossenen, aber noch nicht eingetragenen Satzung ist - anstelle eines Geschäftsführenden Vorstands - nunmehr ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin zu berufen. 

Insolvenzeröffnungsverfahren des Neusser Reiter- und Rennvereins

GaloppOnline berichtet am 19. Februar 2020:

 

Über das Vermögen des Neusser Reiter- und Rennvereins ist durch das Amtsgericht Düsseldorf ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Horst Piepenburg, Willstätterstraße 62, 40549 Düsseldorf bestellt.

 

Es handelt sich aktuell um ein Eröffnungsverfahren, in dem über die Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens oder die Ablehnung des selbigen (z.B. mangels Masse) entschieden wird.

 

Beim Amtsgericht Düsseldorf wird das Verfahren unter Aktenzeichen: 502 IN 14/20 geführt.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2020

Dortmund, 5. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Mod
  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais
  • Georg Mayer – Magic Quercus
  • Susanne Schwinn – Spot Lite

Mons, 9. Januar

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Dortmund, 19. Januar

  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais

Saga Altais (vorne 3. v. r.) auf dem Weg zum ersten Saisonsieg für Christine Paraknewitz-Kalla am 5. Januar in Dortmund. Foto: screenshot
Siegerehrung für Mod von Lucien W. J. van der Meulen nach dem Sieg im ersten Rennen des Jahres in Deutschland am 5. Januar in Dortmund. Foto: screenshot
Saga Altais sorgte am 19. Januar in Dortmund für seinen und auch Christine Paraknewitz-Kallas zweiten Jahrestreffer. Foto: privat

Neue Impfbestimmungen ab 1. Januar 2021

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen teilt im Wochenrennkalender vom 4. Februar 2020 mit:


"Ab 1.1.2021 gelten in Europa einheitliche Impfbestimmungen gegen Influenza, die strikt einzuhalten sind. Eine Wiederholungsimpfung darf nicht später als 6 Monate (max. 180 Tage) erfolgen, während die erste Impfung ab dem 6. Lebensmonat, die zweite Impfung nach 21-60 Tagen nach der ersten Impfung und die dritte Impfung nach 120-180 Tagen nach der zweiten Impfung erfolgen muss.


Die Intervalle sind auch neu und die Trainer werden gebeten, sich auf diese neuen Gegebenheiten einzustellen und die Pferde in diesen Impfrhythmus hineinzubringen bzw. mit den neuen Intervallen neue Grundimmunisierungen vorzunehmen."

Lizenzentzug auf fünf Jahre für Josef Seidl

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen teilt im Wochenrennkalender vom 4. Februar 2020 mit:


"Der Ordnungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 22. November 2019 folgende Entscheidung getroffen: Besitzertrainer Josef Seidl wird wegen Verstoßes gegen Nr. 590/16 RO i. V. m. § 1, 2, 4 Abs. 1 TierSchG., § 4 Abs. 1 Nr. 3 TierSchNutztV die Besitzertrainerlizenz für die Dauer von 5 Jahren entzogen."

Umsatzsteuerproblematik im Galopprennsport

GaloppOnline berichtet am 24. Januar 2020:

 

Die Wuppertaler Züchterin und Besitzerin Dr. Dr. Christiane Otto hat sich in einem Leserbrief in der Sport-Welt in Sachen der Behandlung der Umsatzsteuer durch die Finanzbehörden an deutsche Züchter gewandt. Dies mit dem Ziel, eine bundesland-übergreifende Rechtssicherheit zu erreichen. Sie schreibt:

 

„Vollblutzüchter in Deutschland, die zur Umsatzsteuer optiert haben, werden in letzter Zeit von den Finanzämtern basierend auf neuen, teilweise noch nicht rechtskräftigen Urteilen, um den Vorsteuerabzug gebracht. Es kommt auch vor, dass abgezogene Vorsteuern für Zeiträume von bis zu 5 Jahren rückwirkend von den Züchtern zurückgefordert werden. Hierbei handelt es sich gerade aus der Perspektive der kleinen Züchter um bemerkenswerte Summen. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren verschärfen wird.

 

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen führt derzeit -dankenswerterweise unterstützt von einem vollblutaffinen, ehemaligen BFH Richter - mit den Finanzministerien der einzelnen Bundesländer Gespräche, um eine Regelung der Altfälle aber auch eine Regelung für die Zukunft beim Bundesfinanzministerium (BMF) zu erwirken. Um Ende Januar in Berlin die nötige Durchschlagskraft beim BMF zu entwickeln, ist es wichtig, dass sich betroffene Züchter aus möglichst allen Bundesländern melden.

 

Da die Zeit sehr drängt, möchte ich Sie hiermit bitten, sich bei mir möglichst bis zum 25. Januar 2020 zu melden, wenn Ihnen der Vorsteuerabzug plötzlich verwehrt wurde oder Sie sogar über mehrere Jahre erstattete Vorsteuerbeträge zurücküberweisen müssen (bitte das Bundesland des für Sie zuständigen Finanzamtes angeben). Auch Fälle, die sich im Einspruchsverfahren befinden oder Züchter, bei denen eine Umsatzsteuernachschau angekündigt wurde, sind hier angesprochen. Ich bin als langjährige Vollblutzüchterin selbst betroffen und werde Ihren Fall vertraulich an den Steuerrechtsexperten, der derzeit mit dem DVR die Länderfinanzministerien besucht, weiterleiten. Sollten Sie selbst nicht betroffen sein, aber Züchter kennen, die mit diesem Problem konfrontiert sind bzw. waren, setzen Sie diese bitte über diesen Aufruf in Kenntnis.“

 

Jan Antony Vogel, Geschäftsführender Vorstand im Direktorium, unterstützt die Initiative: „Je mehr konkrete Fälle wir haben, umso besser können wir argumentieren“, so Vogel, der auch den anstehenden Termin beim Bundesfinanzministerium bestätigt. „Nach zahlreichen Gesprächen auf Ebene der Länder wird das der nächste Schritt sein.“  

 

Anmerkung: Sollte ein Besitzertrainer betroffen sein, möchte er sich bitte unter besitzertrainer(at)-t-online.de oder 05322/83874 beim Verein melden!

Deutscher Galopp – Mit Herzblut für Vollblut

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 30. Januar 2020

 

Der Verband des deutschen Galopprennsports hat auf dem SPOBIS den Re-Launch seiner Dachmarke und ihr neues Erscheinungsbild vorgestellt. Präsident Dr. Michael Vesper: „Unsere neue Markenwelt ist attraktiv, zeitgemäß und eingängig. Sie macht deutlich: Im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten steht das Wohlergehen der Pferde.“

 

Heute wurde im Rahmen des SPOBIS in Düsseldorf der neue Markenauftritt des deutschen Galopprennsports vorgestellt. Künftig tritt das bisherige Direktorium für Vollblutzucht und Rennen als Deutscher Galopp auf.

 

Präsident Dr. Michael Vesper und Geschäftsführer Jan Pommer hatten im Rahmen von Europas größtem Sport Business Event des Jahres Medienvertreter zum Gespräch eingeladen. Im Pressegespräch blickte Jan Pommer optimistisch in die Zukunft: „Rund 7,5 Millionen Menschen interessieren sich für unsere spannenden Veranstaltungen; darauf bauen wir auf.“

 

Pommer stellte den Teilnehmern des Pressegesprächs die Werte des Verbandes vor. Neben Leidenschaft und Dynamik sind dies Verantwortung und Verbundenheit. Vier Kernwerte, die das facettenreiche Ökosystem Deutscher Galopp prägen. Es basiert auf einem Manifest, das den Rennsport umfassend beschreibt und das dieser Pressemitteilung beigefügt ist.

 

Dr. Michael Vesper erklärt: „Das ist ein großer Tag für den Galopprennsport in Deutschland. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft. Auf geht’s, Deutscher Galopp!“

Heinrich Nienstädt ist verstorben

Heinrich "Heini" Nienstädt. Foto: privat

Eine sehr traurige Nachricht erreichte den Verein Deutscher Besitzertrainer. Am Montag, 20. Januar, verstarb im 88. Lebensjahr mit Heinrich ("Heini") Nienstädt sein ältestes aktives Mitglied. Der Verstorbene feierte in seiner jahrzehntelangen Karriere 88 Siege. Für Heinrich Nienstädts letzten Treffer sorgte am 28. Juli 2019 auf der Bad Harzburger Galopprennbahn der Wallach Atlas Royal. 

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wünscht der Familie von Heinrich Nienstädt viel Kraft in dieser schweren Zeit und wird dem tadellosen Pferdemann immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2019

Dortmund, 1. Dezember

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Lucien W. J. van der Meulen – Jewel of the Sea
  • Ulrich Müller – Lovanto

Neuss, 8. Dezember

  • Fabienne Gratz – Born To Be Alive
  • Laura Giesgen – Big Ian

Mons, 11. Dezember

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Dortmund, 15. Dezember

  • Petra Blumenauer – Decadent Times

Dortmund, 22. Dezember

  • Selina Ehl – Soryu
  • Aleksej Luft – Colorado Sun

Mülheim, 26. Dezember

  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger
  • Fabienne Gratz – Baron Mayson

Dortmund, 29. Dezember

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Surrey Warrior

Charlie's Dreamer (hier in Bad Harzburg) sicherte Philipp Berg am 1. Dezember in Dortmund den zweiten Inlandstreffer 2019. Foto: privat
Siegerehrung nach dem Erfolg von The Tiger am 26. Dezember in Mülheim. Foto: privat
Siegerehrung nach dem zehnten Saisonsieg für Anna Schleusner-Fruhriep durch Surrey Warrior am 29. Dezember in Dortmund. Foto: privat

Besitzertrainer fördern auch 2020 deutschen Galopprennsport

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird auch 2020 den deutschen Galopprennsport wieder finanziell unterstützen. Wie im Vorjahr stehen dazu insgesamt 7.600 € nach Beschluss der Mitgliederversammlung zur Verfügung. Die Mittel kommen aus den Beiträgen der über 400 Vereinsmitglieder.


5.000 € werden direkt als Zuschüsse für Rennen verschiedener Rennvereine gezahlt. Das Geld soll überwiegend in Basisrennen fließen, aber auch die Förderung des reiterlichen Nachwuchses möchte der Verein Deutscher Besitzertrainer damit unterstützen. In der abgelaufenen Saison wurden Rennen in Zweibrücken, Verden, Rastede, Mannheim und Honzrath mit gesponsert.


Eine Bewerbung um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich. „Bis zum 31. Januar 2020 können Rennvereine schriftliche Anfragen an uns gerichtet. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2020 mit einem Zuschuss vom Verein Deutscher Besitzertrainer rechnen kann“,  so die 1. Vorsitzende Karen Kaczmarek.


Mit insgesamt 2.600 € ist bei der fünften Auflage im kommenden Jahr der Besitzertrainer-Cup dotiert. 2019 gewann Anna-Schleusner-Fruhriep diesen Wettbewerb. „Auf welchen Bahnen wir 2020 den Cup mit seinen voraussichtlich erneut sechs Wertungsrenntagen austragen, werden wir festlegen, sobald die Renntermine endgültig veröffentlicht sind“, teilt Karen Kaczmarek mit. Über ein Punktsystem werden beim Besitzertrainer-Cup die Sieger und Platzierten ermittelt. 


Die Kontaktadresse lautet: Verein Deutscher Besitzertrainer, Karen Kaczmarek, Untere Hofbreite 19, 38667 Bad Harzburg, E-Mail besitzertrainer(at)t-online.de.

DVR beschließt neue Satzung und neuen Kommunikationsauftritt

Pressemitteilung von German Racing vom 22. Januar 2020:

 

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Dachverbandes (DVR) des deutschen Galopprennsports wurden bedeutende Entscheidungen für eine positive Zukunftsgestaltung getroffen. In Köln trafen sich Mitglieder und Delegierte, um gemeinsam über Schwerpunktthemen der Verbandsarbeit zu beraten. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Verabschiedung der neuen Satzung. Diese wurde so gefasst, dass die künftige Verbandsarbeit schlanker und effizienter gestaltet werden kann.


Außerdem wurde der neue Markenauftritt präsentiert und verabschiedet. Dieser wird am Donnerstag, 30. Januar, im Rahmen des SPOBIS (Erläuterung vom Verein Deutscher Besitzertrainer: "Europas größtes Sportbusiness-Event") in Düsseldorf der Presse und Öffentlichkeit vorgestellt.


Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e. V., erklärt: „Das sind wichtige Schritte für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Galopprennsport. Ich freue mich, dass wir nach den intensiven Beratungen und Vorarbeiten der letzten Monate den deutschen Galopprennsport zukunftsfähig gestalten.“

Story über Christine Paraknewitz-Kalla in der Sport-Welt

Die Galopp-Fachzeitschrift Sport-Welt hat in ihrer Ausgabe 4 vom 14. Januar 2020 eine Story über Besitzertrainerin Christine Paraknewitz-Kalla veröffentlicht. Hier klicken!

Championatsehrung am 29. Dezember in Dortmund

Lucien W. J. van der Meulen wurde auch 2019 Champion der Besitzertrainer auf deutschen Galopprennbahnen. DVR-Präsident Michael Vesper (links) und Dortmunds Rennvereinspräsident Andreas Tiedtke (rechts) nahmen die Ehrung vor. Foto: privat

Traditionell finden am letzten Renntag des Jahres die Ehrungen der Champions im deutschen Galopprennsport statt. Am Sonntag, 29. Dezember 2019, war es in Dortmund wieder der Fall.

 

Zwei Trophäen durften auch Besitzertrainer des Vereins in Empfang nehmen. In der Kategorie "Besitzertrainer" landete Lucien W. J. van der Meulen souverän eine Titelverteidigung. Mit 27 Erfolgen setzte er sich klar vor Anna Schleusner-Fruhriep (zehn Treffer) durch. Rang drei belegt mit sieben Saisonsiegen Daniel Paulick vor Matthias Schwinn, Christian Peterschmitt und Horst Rudolph mit je sechs Erfolgen 2019.

 

Ebenfalls als Titelverteidigerin, diesmal in der Kategorie "Hindernistrainer", wurde Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep ausgezeichnet. Acht Siege stehen für die Trainerin aus Marlow in Mecklenburg-Vorpommern in der abgelaufenen Saison zu Buche.

Stellvertretend für seine Tochter Anna Schleusner-Fruhriep nahm Volker Schleusner die Ehrung für die Hindernistrainerin des Jahres 2019 entgegen. Foto: privat

Alle Champions des Jahres 2019 im Überblick

Im Rahmen des letzten Renntags 2019 fand am Sonntag, 29. Dezember, auf der Dortmunder Galopprennbahn auch die Ehrung der Champions des Jahres statt. Bei den Besitzertrainern konnte Lucien W. J. van der Meulen seinen Titel verteidigen. Bei den Hindernistrainern ging der Titel an Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Champion der Trainer wurde Henk Grewe, bei den Jockeys siegte Bauyrzhan Murzabayev, bei den Hindernis-Reitern Pavel Slozil jun., bei den Amateur-Rennreiterinnen Laura Giesgen, bei den Amateur-Rennreitern Kevin Woodburn, bei den Nachwuchsreitern Gijs C. P. Snijders, bei den Besitzern-Hindernisrennen Volker Schleusner, bei den Besitzern-Flachrennen das Gestüt Ittlingen und bei den Züchtern Gestüt Hof Ittlingen.

DVR-Kennzahlen des Jahres 2019: Starker Rückgang bei den Besitzern

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen hat die Kennzahlen für das Jahr 2019 bekannt gegeben. Sie wurde auf German-Racing am 6. Januar 2020 wie folgt veröffentlicht:

 

Die Entwicklung der Wetteinsätze auf den 31 aktiven Rennplätzen in Deutschland ist eine der positiven Aspekte im deutschen Galopprennsport des Jahres 2019. Obwohl die Anzahl der Rennen von 1.172 auf 1.144 leicht zurück ging, konnte der Umsatz von 25.405.249 Euro auf 26.700.484 Euro um 5,1 Prozent gesteigert werden.

 

Zurückzuführen sind diese Zahlen in erster Linie auf die erhöhten Wetteinsätze bei den Sieg- und Platzwetten. Der deutsche Rennsport hatte sich zu Beginn der Saison 2019 dazu entschlossen die von den Rennvereinen einbehaltenen Abzüge dem internationalen Niveau anzupassen. Dadurch wurden wesentlich mehr Wetten in den deutschen Toto transferiert als in all den Jahren zuvor. Somit konnte der Umsatz pro Rennen von 21.677 Euro auf 23.340 Euro signifikant gesteigert werden. Eine erstaunliche Entwicklung zumal sich die Starter pro Rennen lediglich von 8,79 Starter auf 8,82 Starter leicht verbesserte.


Rennpreise fast identisch

 

Die Rennpreise von 13.280.237 Euro (in 2018) im Vergleich zu 13.172.265 Euro blieben nahezu identisch, wobei der Rennpreis pro Rennen von 11.331 Euro auf 11.514 Euro eine leichte Steigerung zeigt. Ein Rückgang musste erneut bei der Anzahl der Pferde im Training hingenommen werden, die von 2.425 auf 2.351 sank. Schwerwiegend zeigt sich die Entwicklung bei den Zuchtstuten, die sich um 100 von 1.450 auf 1.350 verringerte, was auch die Anzahl der Fohlengeburten von 876 auf 724 sinken ließ. Im Gegensatz dazu steht die Steigerung bei den Deckhengsten von 45 auf 47.


Weniger Auslandsstarts

 

Die Zahl der Starts von deutschen Pferden im Ausland konnte mit 2.733 (2018: 2869) zwar verringert werden, liegt aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Die Nachwuchsförderung im Galopprennsport muss sich verstärkt auf die Reiter konzentrieren. Die Zahl der Berufsrennreiter ging von 71 auf 62 zurück, jene bei den Amateuren von 71 auf 63.

 

Identische Zahl der aktiven Züchter

500 Züchter gab es sowohl 2018 als auch 2019. Bei den Besitzern musste ein Rückgang von 1.033 auf 978 hingenommen werden. Die Anzahl der Berufstrainer blieb fast identisch (104 zu 103), bei den Besitzertrainern sank die Zahl von 193 auf 185.

Wettumsatz steigt um 5,1 Prozent - keine Multi-Wetten mehr

GaloppOnline berichtet am 30. Dezember 2019

 

Der Wettumsatz im deutschen Galopprennsport ist in der Saison 2019 um 5,1 Prozent gestiegen. Insgesamt flossen 26.700.484 Euro durch die Wettkassen, gegenüber 25.405.249 Euro in der gesamten Saison 2018. Pro Rennen liegt das Plus bei 7,67 Prozent, weil 2019 nur 1.144 Rennen statt 1.172 im Jahr zuvor ausgerichtet wurden. Der Bahnumsatz pro Rennen liegt um 2,93 Prozent vorne, der Außenumsatz um 13,43 Prozent.

 

Es gab in 2019 in Deutschland 146 Renntage, acht weniger als 2018 mit 154 Renntagen.

 

Die Umsatzsteigerung basiert vor allem auch auf den gesenkten Abzügen in der Sieg- und Platzwette, die zu deutlich besseren Quoten geführt hat.

 

Ab dem kommenden Sonntag-Renntag in Dortmund verändern sich die Wettarten im deutschen Turf. Die Multi-Wette, gespielt als Multi 4, Multi 5, Multi 6 oder Multi 7, entfällt ersatzlos. Damit wird diese aus Frankreich übernommene Wette ein Jahr nach der Einführung wieder beerdigt. Das hat Riko Luiking, als Geschäftsführer von Wettstar für den Totobetrieb im deutschen Turf verantwortlich, am Montag auf Nachfrage der Sport-Welt bestätigt.

 

Die 2 aus 4-Wette wird das Schicksal des schnellen Endes nicht ereilen, sie bleibt auch in 2020 erhalten. Bei dieser Wette muss der Wetter zwei Pferde vorhersagen, die unter die ersten 4 laufen. Sie hatte 2019 den alten Platz-Zwilling abgelöst. Damit geht der deutschen Rennsport mit den Wetten Sieg, Platz, Zweierwette, Dreierwette, Viererwette (in ausgewählten Rennen) und 2 aus 4 in die neue Saison.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2019

Mülheim, 2. November

  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Dortmund, 3. November

  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais

Magdeburg, 9. November

  • Jutta Pohl – Gora Bere
  • Marion Renggli – Gilbert

Krefeld, 10. November

  • Lucien W. J. van der Meulen – Jewel of the Sea
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Mons, 24. November

  • Caroline Fuchs – Nordgold und Glorious Warrior

Deauville, 26. November

  • Hella Sauer – Waleed

The Tiger (hier nach seinem Sieg in Bad Harzburg) sicherte Anna Schleusner-Fruhriep am 2. November in Mülheim den achten Treffer auf deutschen Flachbahnen in diesem Jahr. Foto: privat
Gilbert (hier in Bad Harzburg) holte für Marion Renggli am 9. November in Magdeburg den dritten Saisontreffer. Foto: privat
Wutzelmann (hier in Bad Harzburg) schaffte für Anna Schleusner-Fruhriep am 10. November in Krefeld den achten Saisontreffer über die Sprünge und machte seinen Reiter Pavel Slozil jun. zum Champion 2019 der Hindernisreiter in Deutschland. Foto: privat
Hella Sauer führt Waleed nach dem Sieg am 26. November in Deauville selbst zurück zum Absattelring. Foto: screenshot

Winterrennen: Jetzt mindestens sechs Ausschreibungen

Im neuesten Wochenrennkalender, in der Übersicht der Renntage auf German Racing und natürlich auch im Trainerservice sind die neuen Ausschreibungen für die Sandbahn-Winterrenntag in Dortmund und auch den Grasbahnrenntag am 12. Januar 2020 in Mülheim veröffentlicht. 

 

Positiv ist dabei zu vermelden, dass für alle Winterrenntage mindestens sechs statt bisher fünf Rennen ausgeschrieben sind. Der deutsche Trainer- und Jockeyverband sowie der Verein Deutscher Besitzertrainer hatten sich gemeinsam dafür stark gemacht und auch Finanzierungsvorschläge unterbreitet.

Auch 2020 keine Galopprennen in Lebach

Die Saarbrücker Zeitung vermeldet in ihrer Ausgabe vom 14. Dezember, dass es auch 2020 keinne Galopprennen in Lebach geben wird. Bereits in diesem Jahr wurde die Traditionsveranstaltung kurzfristig abgesagt.

 

Kam das Aus 2019 durch die allerdings umstrittene Entscheidung der Rennleitung und der Rennbahnprüfungskommission des Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, beschloss für das kommende Jahr der Lebacher Stadtrat die Absage. Ausschlaggebend war dafür, dass der für die Austragung der Rennen und die Vorbereitung der Anlage notwendige Zuschuss von 118.000,00 € bei der angespannten Finanzlage der Stadt nicht bewilligt wurde.

 

Hier der komplette Artikel der Saarbrücker Zeitung

Michael Blau am 18. Dezember verstorben

Michael Blau mit Siegreiterin Sabrina Wandt nach seinem Erfolg am 3. Oktober 2009 in Köln. Foto: Jürgen Schmidt

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um Michael Blau, der am Mittwoch, 18. Dezember, nach längerer Krankheit leider verstorben ist. Im Januar 2020 wäre er 70 Jahre alt geworden.

 

Seinen letzten Starter hatte Michael Blau, der auch Besitzer des Gestüts Erftland war, mit Christoph Columbus am 8. September 2019 in Düsseldorf. Der Verstorbene sattelte nach dem Erwerb der Besitzertrainerlizenz 1995 insgesamt 151 Sieger, darunter waren auch sechs Erfolge über die Sprünge. Viele seine Pferde waren lange auf der Rennbahn aktiv. So absolvierte Christoph Columbus als 12-Jähriger seinen 94. Start, Lord Of The Dark war bis 11-jährig sogar 108 Mal am Ablauf.

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wünscht in dieser schweren Zeit seinen Angehörigen viel Kraft und wird Michael Blau immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Ab 2020 wieder Rückerstattung der Rennwettsteuer

Künftig erhalten die Rennvereine die Rennwettsteuerrückerstattung von Buchmachern mit Sitz im Ausland, die Wetten auf deutsche Pferderennen veranstalten. Der Bundesrat hat der entsprechenden Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes, die der Bundestag bereits am 7. November beschlossen hatte, auf seiner heutigen Sitzung zugestimmt. Bisher war diese Rückerstattung, die den Rennvereinen für die Erfüllung ihres staatlichen Auftrags zur Zucht und Durchführung von Leistungsprüfungen zusteht, lediglich aus dem Steueraufkommen inländischer Wettanbieter erfolgt. Durch die Einbeziehung des Steueraufkommens ausländischer Wettanbieter wird eine seit 2012 bestehende Unwucht der Verwaltungspraxis vom Gesetzgeber korrigiert. Bis zu 96% dieser Steuer gehen nun, ebenso wie die Steuern inländischer Wettanbieter, im Zuweisungsverfahren an die Rennvereine.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e. V. erklärt dazu: „Das ist ein sehr guter Tag für den Galopprennsport. Viele haben mitgeholfen, den eigentlichen Willen des Gesetzgebers nun entsprechend zu verankern. Wir danken Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat für diese dringend benötigte Unterstützung unserer Rennvereine.“

 

Die Rennvereine verwenden die Rückflüsse ausschließlich zur Deckung des für die Durchführung der Leistungsprüfungen erforderlichen Aufwands. Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich die zusätzliche Rückerstattung auf einen hohen sechsstelligen Betrag pro Jahr.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 29. November 2019

Sport-Welt-Redakteur Guido Göbel kommentiert treffend

In der Sport-Welt vom 3. Dezember ist auf Seite 6 ein sehr interessanter Kommentar von Redakteur Guido Göbel zu lesen, der sich mit den Problemen der hohen Zahl von ausgeschiedenen Pferden und der weiter reduzierten Zahl von ausgeschriebenen Rennen in der laufenden Wintersaison beschäftigt. "Guido Göbel spricht dem Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer damit voll aus dem Herzen. Gerade viele Besitzertrainer sind von dieser negativen Entwicklung betroffen. Wir können nur hoffen, dass trotzdem alle weiter bei der Stange bleiben", so Detlef Kaczmarek, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Besitzertrainer.

 

Hier der Kommentar von Guido Göbel

Bremer Rennverein in den Startlöchern

Gibt es in Bremen wieder Galopprennen? Foto: privat

In seiner Pressemitteilung vom 5. Dezember 2019 macht der Bremer Rennverein deutlich, dass er wieder Galopprennen veranstalten möchte:

 

Der Bremer Rennverein möchte auch in Zukunft Renntage auf der Galopprennbahn veranstalten. „Wir sind irritiert, dass wir trotz einer Reihe von Äußerungen in dieser Richtung allem Anschein nach noch immer nicht mit unserem Anliegen wahrgenommen werden“, so Frank Lenk vom Vorstand des Bremer Rennvereins von 1857. „Stattdessen scheint in der Öffentlichkeit der Eindruck zu bestehen, dass kein Interesse an der Fortführung des Rennbetriebs besteht. Das ist falsch. Wir haben mehrfach Gesprächsbedarf bei der Wirtschaftsförderung und bei Senatorin Maike Schaefer angemeldet, werden aber ignoriert und erhalten keinen Termin.“


Einen Fahrplan erkennt der Vorstand des Rennvereins bei der aktuellen Vorgehensweise zum Thema Galopprennbahn nicht. „Wir beobachten die Situation seit Monaten und stellen uns die Frage, ob die Stadt Bremen überhaupt noch Herr des Verfahrens ist. Wenn etwas in Sachen Rennbahn unternommen wird,  geht dies von der Bürgerinitiative aus. Das wirft kein gutes Licht auf die Politik“, so Lenk. „Mit unserer Tradition und vor allem aufgrund der Tatsache, dass wir keineswegs freiwillig von der Bahn gegangen sind, erwarten wir, dass die zuständigen Stellen das Gespräch mit uns suchen, nachdem der Volksentscheid im vergangenen Mai gewonnen wurde. Um es klar zu formulieren: Wir sehen uns als Teil eines neuen Nutzungskonzepts, das eine breite Vielfalt an Veranstaltungen umfassen soll.“

 

Der Bremer Rennverein fragt sich, wieso ein seit dem Jahr 1907 auf der Galopprennbahn ansässiger Sport sich allem Anschein nach neu bewerben muss, als wenn es die letzten Jahrzehnte gar nicht gegeben hat. Renntage müssen im Voraus geplant werden. Sie bringen der Stadt Steuereinnahmen, was überhaupt keine Rolle zu spielen scheint.

Cornelia "Conny" Schmock ist verstorben

Den Verein Deutscher Besitzertrainer erreichte eine ganz traurige Nachricht. Cornelia "Conny" Schmock ist am 4. Dezember verstorben. Sie wurde nur 62 Jahre alt.

 

Cornelia Schmock war über 30 Jahre als Besitzertrainerin aktiv. Sehr eng verbunden mit dem Namen der Verstorbenen ist der Ausnahmesteepler Supervisor, der 101 Starts auf der Hindernisbahn absolvierte und dabei 14 Siege und 30 Platzierungen errang.

 

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer spricht allen Angehörigen und Freunden von Cornelia Schmock sein tiefstes Mitgefühl aus. "Conny, mach es gut!"

Winterrennen bis 8. März mit jeweils nur fünf Prüfungen ausgeschrieben

GaloppOnline vom 2. Dezember 2019:

 

Die Ausschreibungen für die Winterrennen in Neuss und Dortmund sind in der Zwischenzeit veröffentlicht. Mit einem Mini-Programm von zunächst nur fünf Rennen pro Tag! Vier Rennen je Winter-Veranstaltung werden über die PMU, die diese Rennen im Programm hat, finanziert, es kommt im Augenblick nur jeweils ein weiteres Rennen hinzu. Ob es angesichts der nach Erfahrungen der letzten Jahre ab Januar sinkenden Nennungszahlen zu Teilungen kommt, ist fraglich.

 

Der Trainer- und Jockey-Verband hat bereits interveniert. „Wir sind an Herrn Krüger von der Besitzervereinigung herangetreten“, sagte Christian von der Recke als Vertreter der Trainer und Jockeys am Montagmorgen. „Wir hoffen, dass es gelingt, dass es mehr Rennen je Tag werden.“

 

Ergänzung durch den Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer:

 

"Natürlich unterstützen wir den Trainer- und Jockeyverband bei seinem Bestreben, die Anzahl der Rennen zu erhöhen. Wir plädieren schon seit einigen Wochen im Sinne des gesamten deutschen Galopprennsports dafür, mehr Rennen auszuschreiben oder entsprechende Teilungen von Rennen vorzunehmen, damit nicht so viele Pferde ausgeschieden werden müssen", so Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer.

 

Die Renntage sind wie folgt terminiert:

 

5.1. Dortmund
12.1. Neuss
19.1. Dortmund
27.1. Neuss
2.2. Dortmund
9.2. Neuss
16.2. Neuss
23.2. Dortmund
1.3. Neuss
8.3. Dortmund 

Besitzertrainer-Cup: Anna Schleusner-Fruhriep gewinnt vierte Auflage

Anna Schleusner-Fruhriep (rechts) freut sich bei der Siegerehrung im Besitzertrainer-Cup 2019 durch Karen Kaczmarek (1. Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer) über den Gesamtsieg. Foto: privat

Der Besitzertrainer-Cup 2019 ging am Donnerstag, 31. Oktober, in Halle an der Saale zu Ende. Mit 48 Punkten sicherte sich Anna Schleusner-Fruhriep die vierte Auflage. Allerdings stand bereits vor dem ersten Start auf den Passendorfer Wiesen fest, dass der Sieg in diesem Wettbewerb des Vereins Deutscher Besitzertrainer und die Prämie dafür von 1.000 Euro nach Mecklenburg-Vorpommern geht.

 

Nach der Starterangabe war klar, dass die 46 Zähler, die die Pferde von Anna Schleusner-Fruhriep in den im Vorfeld in Saarbrücken, Mülheim, Dortmund, Bad Harzburg und Quakenbrück ausgetragenen fünf Wertungsrenntagen eingaloppiert hatten, nicht mehr getoppt werden konnten. In Halle landeten die beiden Starter von Anna Schleusner-Fruhriep auch nur im Hintertreffen und sammelten noch einmal zwei Punkte.

 

Auch auf den nächsten Plätzen änderte sich nichts mehr. Matthias Schwinn beendete die Serie mit 38 Zählern als Zweiter und erhält 500 Euro. Gemeinsam Rang drei (je 250 Euro) teilen sich Annick Gratz und Lucien W. J. van der Meulen mit je 25 Punkten.  Je 100 Euro werden den Konten von Janine Beckmann (22), Caroline Fuchs und  Horst Rudolph (je 20), Selina Ehl und Helga Hobitz (je 12) sowie Guido Scholze und Christoph Schwab (je 11) gutgeschrieben. Guido Scholze sicherte sich Rang zehn in der Gesamtwertung direkt in Halle, da der Dresdner mit Sha Gino das letzte Rennen des Tages gewann und somit zehn Punkte einfuhr. Ein weiterer Zähler kam durch Baldessari in der zweiten Prüfung dazu.

 

Der Endstand

 

Insgesamt nahmen 58 Besitzertrainer des Vereins 2019 an diesem Wettbewerb teil. Im Vorjahr hatte sich Daniel Paulick mit 39 Zählern den Besitzertrainer-Cup gesichert. Davor standen Horst Rudolph (2017/54) und Monika Lindemann (2016/42) nach dem Finale ganz oben auf dem Treppchen. Auch für 2020 plant der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer den Besitzertrainer-Cup. Welche Rennorte dann dabei sein werden, wird Ende des Jahres festgelegt.

 

Beim Besitzertrainer-Cup werden bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen an den jeweiligen Renntagen die Punkte je nach Platzierung wie folgt verteilt: 

 

1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt

 

Die gesammelten Punkte an allen sechs Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte. Platz eins ist mit 1000 € dotiert. Der Zweitplatzierte erhält 500 €, der Drittplatzierte 300 € und der Viertplatzierte 200 € als Prämie. Seit 2019 erhalten zudem die Besitzertrainer auf den Plätzen 5 bis 10 jeweils 100 €.
 
Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die zusätzliche „Gewinnmöglichkeit“ mehr Starter von Besitzertrainern zu erwarten sind. 

Gibt es wieder Galopprennen in Bremen?

GaloppOnline berichtete am 27. November:

 

Die Entwicklung rund um die Bremer Galopprennbahn geht weiter in die richtige Richtung. Wie Andreas Sponbiel mitteilte, hat die Stadt Bremen eine bereits im Jahre 2017 eingereichte Petition der Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen gegen die Bebauung in diesen Tagen für erledigt erklärt.

 

Dies geschah mit einer wichtigen Begründung: Ein laufender Einspruch gegen den Volksentscheid wurde einstimmig in der Stadtbürgerschaft abgelehnt, weil eine Erschließung der Fläche für eine Wohnbebauung als Folge des Volksentscheids ausgeschlossen ist. Das sorgt für Sicherheit. Sponbiel berichtet zudem von einem Dringlichkeitsantrag der Bürgerinitiative für die nächste Sitzung des Regionalausschuss zum Thema Galopprennbahn, die am kommenden Dienstag stattfindet.

 

„Wir gehen jetzt in die Offensive, weil es so viele Interessenten für Veranstaltungen und Zwischennutzungen gibt“, so seine Erklärung. „Die Politik und die zuständigen Behörden müssen endlich in die Puschen kommen. Alle möglichen Veranstalter, darunter auch der Bremer Rennverein, können derzeit keine Termine planen, weil die Zuständigkeiten auch 100 Tage nach der Wahl noch nicht geklärt sind. Wird der Antrag beschlossen, wovon ich ausgehe, beschleunigt sich das Verfahren.“

 

Einem Neustart für Galopprennen in Bremen als auch für neue Interessenten wird damit der Weg geebnet mit entsprechenden Stellen, die Modalitäten abzuklären. Denn dass der Bremer Rennverein veranstalten möchte, hat das Präsidium rund um Tonya Rogge mehrfach kundgetan. 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2019

Fontainebleau, 2. Oktober

  • Hella Sauer – Frosty Bay

Hoppegarten, 3. Oktober

  • Christian Zschache – Antipolis
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Video Diva

Dortmund, 5. Oktober

  • Lucien W. J. van der Meulen – Shambhala

Honzrath, 6. Oktober

  • Matthias Schwinn – Christin
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann
  • Selina Ehl – Noble Fighter

Köln, 6. Oktober

  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy

Leipzig, 12. Oktober

  • Jutta Pohl – Bective

Hoppegarten, 13. Oktober

  • Frank Kurz – Agama
  • Daniel Paulick – Malinga
  • Katja Engels – Nadito

Baden-Baden, 20. Oktober

  • Sarah Jane Hellier – Ice Club und Flowerpower

Krefeld, 25. Oktober

  • Lucien W. J. van der Meulen – Shambhala und Forcetoreckon
  • Olga Laznovska – Porcupine Creek

Maisons-Laffitte, 29. Oktober

  • Hella Sauer – Coco City

Halle, 31. Oktober

  • Guido Scholze – Sha Gino

Antipolis (hier in Hannover) sicherte Christian Zschache am 3. Oktober in Hoppegarten den vierten Jahrestreffer. Foto: privat
Christin (hier in Düsseldorf) holte für Matthias Schwinn am 6. Oktober in Honzrath den sechsten Jahreserfolg. Foto: privat
Holte für und mit Selina Ehl auf seiner Lieblingsbahn in Honzrath am 6. Oktober den vierten Saisontreffer: Noble Fighter. Foto: privat
Bective (hier in Magdeburg) sicherte Jutta Pohl am 12. Oktober in Leipzig den zweiten Erfolg 2019. Foto: privat
Nadito (hier in Hannover) schaffte am 13. Oktober in Hoppegarten den fünften Saisonsieg für Katja Engels. Foto: privat
Malinga (hier in Magdeburg) sorgte am 13. Oktober in Hoppegarten für den siebten Jahreserfolg von Daniel Paulick. Foto: privat
Seinen ersten Jahrestreffer landete am 13. Oktober in Hoppegarten Frank Kurz durch Agama (hier in Magdeburg). Foto: privat
Ice Club (hier in Bad Harzburg) sorgte am 20. Oktober in Baden-Baden für den dritten Jahreserfolg von Sarah Jane Hellier. Foto: privat
Durch Porcupine Creek (hier in Bad Harzburg) kam Olga Laznovska am 25. Oktober in Krefeld zum vierten Treffer im Jahr 2019. Foto: privat
Sha Gino nach seinem Erfolg für Guido Scholze am 31. Oktober in Halle. Es war der zweite Jahressieg des Besitzertrainers. Foto: privat

Deutsches Derby 2016 endgültig entschieden

Das OLG Köln hat am Mittwoch, 30. Oktober, in Sachen „Deutsches Derby 2016“ die Berufung des klagenden Besitzers des drittplatzierten Pferdes „Dschingis Secret“ zurückgewiesen. Eine Revision hat es nicht zugelassen. In seiner Begründung hat es vor allem auf die hohe Bedeutung der Vereinsautonomie verwiesen und klar herausgestellt, dass der verbandsinternen Gerichtsbarkeit keine erheblichen Fehler unterlaufen seien.


Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. (DVR) begrüßt das Urteil des OLG Köln sehr. Es gibt allen Beteiligten Rechtssicherheit. Jan Antony Vogel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DVR, erklärt: „Das ist ein guter Tag für den Rennsport und für die Autonomie der Sportverbände insgesamt, unterstreicht das Urteil doch unsere Eigenverantwortung für die Auslegung der Rennordnung und unserer Statuten.“ Und weiter: „Das OLG hat unsere Rechtsauffassung bestätigt. Wir hoffen, dass damit nun – nach all den Fährnissen der vergangenen Jahre – Rechtsfrieden eintreten kann. Wir werden das Urteil sorgsam im Detail analysieren und ggf. notwendige Optimierungen an unseren Regeln vornehmen.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 30. November 2019 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2019

Quakenbrück, 1. September

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon und Wutzelmann

Hoppegarten, 14. September

  • Jutta Pohl – Maxanto
  • Daniel Paulick – Invincible Really

Billigheim, 15. September

  • Christian Peterschmitt – High Alpha
  • Christoph Schwab – Dyllan

Mannheim, 22. September

  • Christof Schleppi – Dawn Prayer
  • Stefan Birner – Smoke on the Water
  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon

Montier-en-Der, 22. September

  • Philipp Berg – Northern Fox

Dresden, 28. September

  • Daniel Paulick – Pasquetta

Düsseldorf, 29. September

  • Olga Laznovska – Hope Solo

Apoleon (hier in Bad Harzburg) gewann für Anna Schleusner-Fruhriep in Quakenbrück am 1. September das Jagdrennen. Foto: privat
Wutzelmann (hier nach seinem Sieg im Vorjahr in Quakenbrück) war auch 2019 am 1. September beim Alten Artländer Seejagdrennen erfolgreich und schraubte die Hindernisjahresbilanz von Anna Schleusner-Fruhriep auf fünf Treffer. Foto: privat
Invincible Really (hier in Magdeburg) holte am 14. September in Hoppegarten den fünften Jahreserfolg für Daniel Paulick. Foto: privat
High Alpha sorgte am 15. September in Billigheim für den fünften Saisonsieg von Christian Peterschmitt. Foto: privat
Dyllan sicherte Christoph Schwab am 15. September in Billigheim den vierten Erfolg 2019. Foto: privat
Siegerehrung nach dem vierten Jahreserfolg für Stefan Birner durch Smoke on the Water am 22. September. Foto: privat
Siegerehrung nach dem Treffer von Apoleon für Anna Schleusner-Fruhriep am 22. September in Mannheim. Foto: privat
Baker Street sicherte Matthias Schwinn am 22. September in Mannheim den fünften Jahressieg. Foto: privat
Pasquetta (hier 2018 in Leipzig) sicherte Daniel Paulick am 28. September in Dresden den sechsten Saisonerfolg. Foto: privat
Hope Solo (hier in Bad Harzburg) schaffte für Olga Laznovska am 29. September in Düsseldorf den dritten Saisontreffer. Foto: privat

Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer in Honzrath nach Belgien

Einen belgischen Erfolg gab es im vom Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 6. Oktober, in Honzrath mit gesponserten Rennen. Für Kris Lanslots war im Ausgleich IV über 1.100 Meter der 6-jährige Wallach Strictly Carter auf der Sandbahn siegreich. Im Sattel saß Sascha Stappaerts.


Die nächsten Plätze gingen an Besitzertrainer des Vereins. Rang zwei sicherte sich Matthias Schwinn mit She'zanarab (Ronny Bonk) vor Selina Ehl mit Hurrican Harry (Selina Ehl), Stefanie Britz mit Islington (Kerstin Elsässer) und Lisa Sonntag mit Seebring (Laura Giesgen).

Horst-Dieter Beyer am 1. Oktober verstorben

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um sein Gründungsmitglied Horst-Dieter Beyer. "Hodibe", wie ihn alle nur nannten, verstarb am Dienstag, 1. Oktober, im Alter von 87 Jahren. Der Kölner war nicht nur als Besitzertrainer viele Jahre aktiv, sondern auch erfolgreicher Züchter, u.a. mit Poldi's Liebling, Kölsche Jung und Ormuz. Mit dem "Pferdemann durch und durch" hat der deutsche Galopprennsport eine große Persönlichkeit verloren.

Deutliche Steigerung der Umsätze in der Pferdewette

Aspetar mit Jason Watson gewinnt den Preis von Europa. Foto: Frank Sorge

Zwischenfazit nach dem Preis von Europa: Nach sechs Jahren Seitwärtsbewegung verzeichnet die laufende Rennsaison 2019 erfreuliche Steigerungen bei den Wettumsätzen, sowohl in der Bahn- als auch in der Außenwette. Die Wettumsätze sind insgesamt im Vergleich zu 2018 um mehr als 5% gestiegen.


Die Veränderungen der einzelnen Wettarten zum Vorjahr in Prozent am Gesamtumsatz stellen sich aktuell wie folgt dar:


Siegwette  + 13,9%    pro Rennen 18,8%*
Platzwette  + 17,2%    pro Rennen 22,4%.


Anders als gelegentlich gemutmaßt, geht das Umsatzplus nicht zu Lasten anderer Wettarten, die Kombinationswetten verzeichnen ebenfalls Zuwächse:


Zweierwette  + 3,5%      pro Rennen 8%
Dreierwette  + 1,3%      pro Rennen 5,7%.


Somit stiegen die Umsätze auf Sieg- und Platzwetten pro Rennen kumuliert um mehr als 20% - ein beeindruckendes Umsatzplus, das höchste seit 27 Jahren.


Diese Entwicklung ist u. a. auf die zum Jahr 2019 erfolgte Abzugssenkung in der Sieg- und Platzwette zurückzuführen. Indem nun 85% der Wetteinsätze an die Wetter zurückgezahlt werden, rückt die Totalisatorwette durch die erhöhten Quoten insgesamt wieder mehr in den Fokus der Wetter.


Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. erklärt: „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und die erhoffte Trendumkehr.“


Aufgrund dieser Entwicklung wird auch für das kommende Jahr eine weitere Steigerung in erwartet.


* Erläuterung: Durch eine geringere Anzahl an Rennen ist die Steigerung pro Rennen erheblicher als die absolute Steigerung.
Siegwette: Gewettet wird auf den Sieger des Rennens.
Platzwette: Gewettet wird auf eine Platzierung des gewetteten Pferdes.
Zweierwette: Gewettet wird der Erstplatzierte und Zweitplatzierte – in korrekter Reihenfolge.
Dreierwette: Gewettet werden erst-, zweit- und drittplatziertes Pferd in korrekter Reihenfolge.
 

Fast eintausend Besucher beim Tag der Gestüte

Da scheint sich eine Freundschaft zwischen "Klein und Klein" anzubahnen. Foto: German Racing

13 deutsche Vollblutgestüte, verteilt auf acht Bundesländer, beteiligten sich am vergangenen Wochenende am „Tag der Gestüte“. Geboten wurde einiges: Neben der Präsentation der Hengste, Stuten, Fohlen und Jährlinge standen verschiedene Themen aus Vollblutzucht und Rennsport im Fokus. Fast tausend Interessierte nutzten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich über die edlen Vollblüter zu informieren - auch um dabei vielleicht den ein oder anderen Vorbehalt gegenüber den Galopprennsport einem Praxistest zu unterziehen.

 

Informationsmaterial zum Rennsport rundeten die persönlichen Eindrücke der Besucherinnen und Besucher ab, hier geht auch noch mal ein besonderes Dankeschön an die Besitzergemeinschaft für Vollblutzucht und Rennen e.V., die zu diesem Anlass die aktuellen Hengstbücher sponsorten.

 

Die Vielseitigkeitsreiterin und Bloggerin Juliane Barth zum Beispiel gehörte zu den Besuchern des Gestüts Idee in Hamburg im Besitz von Kaffee-Unternehmer Albert Darboven, der gemeinsam mit Gestütsleiterin Vanessa Körner persönlich informierte. „Die Vollblüter leben hier auf dem Gestüt Idee wirklich im Pferdeparadies“, zeigte sich Barth begeistert. „Ein toller Einblick hinter die Kulissen, ich komme bestimmt wieder!“ Allerdings: Welches Gestüt kann auch mit einem Ausritt am Elbstrand aufwarten?


Südlich von Münster liegt das Schlossgut Itlingen von Philipp Graf Stauffenberg, wo seit 1954 Vollblüter gezüchtet werden. Es diente bereits als Kulisse für die Ende der 80er-Jahre ausgestrahlte ZDF-Serie „Rivalen der Rennbahn“. Graf Stauffenberg erläuterte den Besuchern vieles über Aufzucht, Pferdehaltung, aber auch die wichtige Vorbereitung der Pferde auf die Auktionen. Schließlich gilt: Wer weiter züchten möchte, sollte auch erfolgreich Pferde verkaufen.


Das gilt natürlich auch für den Ohlerweilerhof im Saarland, der neben 120 Hektar Weidefläche auch über eine 1.400 Meter lange Trainingsbahn verfügt. Der Ohlerweilerhof dient aber auch als Pensionsgestüt oder um Vollblüter nach größeren Verletzungen wieder in den Rennsport zu bringen. Das Gestüt der Familie Volz hat mit Tai Chi und Derbysieger Isfahan zwei Deckhengste aufgestellt, die dem Publikum präsentiert wurden.


„Der „Tag der Gestüte“ ermöglicht allen Interessierten einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Vollblutzucht“, sagt Jan Pommer, Geschäftsführer bei German Racing. „Wir danken allen Gestüten für ihre Gastfreundschaft und planen schon jetzt eine baldige Wiederholung.“ Mit dabei waren neben den obengenannten diese Gestüte: Fährhof, Graditz, Hachetal, Hofgut Heymann, Jettenhausen, Keilhof, Lindenhof, Westerberg und Trona.


Und schließlich natürlich das Gestüt Brümmerhof bei Soltau, das eine ganz eigene Geschichte zum „Tag der Gestüte“ erzählen kann: Petra Stucke war im Vorjahr am „Tag der Gestüte“ auf dem Gestüt Brümmerhof bei Hannover beeindruckt vom persönlichen Engagement der Familie Baum und davon wie „offen und aufrichtig“ alle Fragen beantwortet wurden. Sie entschloss sich daraufhin, den Hengst Namos zu kaufen. Der dankte es ihr in diesem Frühjahr in Baden-Baden mit dem Gewinn der Silbernen Peitsche (Gruppe III, 1.200m), einem der wichtigsten Sprintrennen in Deutschland. So einfach kann das manchmal sein….

 

Quelle: German Racing vom 27. September 2019

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2019

Bad Doberan, 2. August

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn

Bad Doberan, 3. August

  • Christian Zschache – Doinyo

Düsseldorf, 4. August

  • Claudia Römer – Barteaux

Miesau, 4. August

  • Horst Rudolph – Anni Domani
  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven

Hoppegarten, 10. August

  • Daniel Paulick – Invincible Really

Saarbücken, 15. August

  • Selina Ehl – Noble Fighter
  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib

Mülheim, 17. August

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah

Düsseldorf, 18. August

  • Olga Laznovska – Edelstein
  • Claudia Römer – Barteaux

Baden-Baden, 24. August

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene

Cuxhaven, 25. August

  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Dresden, 25. August

  • Christine Hottewitzsch – Lady O'Connor
  • Lucien W. J. van der Meulen – Infamous Lawman

Deauville, 27. August

  • Hella Sauer – Gold Lake

Baden-Baden, 28. August

  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo

Its My Turn (hier in Bad Harzburg) sorgte am 2. August in Bad Doberan für den sechsten Flacherfolg 2019 von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat
Doinyo (hier in Hannover) sorgte am 3. August in Bad Doberan für den dritten Jahressieg von Christian Zschache. Foto: privat
Siegerehrung am 4. August in Miesau nach dem Treffer von Anni Domani für Horst Rudolph. Foto: privat
Kingdom of Heaven holte für Christian Peterschmitt am 4. August in Miesau den vierten Erfolg 2019. Foto: privat
Sarayu gewann für Horst Rudolph am 4. August in Miesau, der nun sechs Jahrestreffer auf seinem Konto hat. Foto: privat
Barteaux sorgte am 4. August in Düsseldorf für den ersten Saisonerfolg von Claudia Römer. Foto: privat
Invincible Really (hier in Magdeburg) sorgte am 10. August in Hoppegarten für den vierten Jahressieg von Daniel Paulick. Foto: privat
Haarib verbesserte die Championatsbilanz von Lucien W. J. van der Meulen am 15. August in Saarbrücken auf 19 Treffer. Foto: privat
Siegerehrung nach dem Erfolg von Baker Street am 15. August in Saarbrücken, der den vierten Sieg 2019 für Matthias Schwinn bedeutete. Foto: privat
Noble Fighter sicherte Selina Ehl am 15. August in Saarbrücken den dritten Jahrestreffer. Foto: privat
Barteaux (hier nach seinem Erfolg am 4. August) sicherte Claudia Römer am 18. August in Düsseldorf gleich auch noch den zweiten Sieg 2019. Foto: privat
Edelstein (hier in Bad Harzburg) schaffte für Olga Laznovska am 18. August in Düsseldorf den zweiten Jahreserfolg. Foto: privat
Killerbiene sorgte am 24. August in Baden-Baden für den zweiten Saisontreffer von Mandy Kriegsheim. Foto: privat
Monte Cinq sicherte Janine Beckmann am 25. August in Cuxhaven den fünften Saisonsieg. Foto: privat
Idolo sorgte am 28. August in Baden-Baden für den dritten Jahrestreffer von Hans-Joachim Stolberg. Foto: privat

Janine Beckmann jetzt Pferdewirtschaftsmeisterin

Der Verein Deutscher Besitzertrainer gratuliert seinem Mitglied Janine Beckmann zur bestandenen Prüfung zur Pferdewirtschaftsmeisterin im Bereich Galopprennen. Am Freitag, 27. September, beim Afterwork-Renntag in Köln bekam die aktive Besitzertrainerin und Amateurrennreiterin ihre Prüfungsurkunde aus den Händen der Prüfungskommission überreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Mannheim

Siegerehrung nach dem Erfolg von Christop Schleppi mit Dawn Prayer im vom Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützen Rennen am 22. September in Mannheim. Foto: privat

Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen von Rennvereinen war der Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 22. September, in Mannheim aktiv. 1.000,00 € steuert er aus den Beiträgen seiner Mitglieder finanziert zum Ausgleich IV über 1.400 Meter um den Preis der Beiräte des Badischen Rennvereins bei. Und die Besitzertrainer des Vereins machten den Sieg unter sich aus.

 

Erfolgreich war für Christof Schleppi der 7-jährige Wallach Dawn Prayer. Mit Liubov Grigorieva im Sattel verwies er die 7-jährige Stute Tauranga (Martin Bach/Helen Böhler) und den 5-jährigen Wallach Jack Blane (Barbara Sofsky-Prappacher/Alexander Weis) auf die Plätze. Traditionell erhielt das siegreiche Team um Dawn Prayer aus der Hand von Armin Weidler als 2. Vorsitzenden auch eine Erinnerungsplakette des Vereins Deutscher Besitzertrainer überreicht.

DVR gibt Sitzungstermine bekannt

Ab sofort werden die Sitzungen folgender Gremien im Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. auf der Homepage unter der Rubrik „Internes“ frühzeitig bekanntgegeben: Ordnungsausschuss, Renngericht und Oberes Renngericht. Die Sitzungen sind öffentlich.

Protokoll der Mitgliederversammlung 2019

Alle Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer können im Mitgliederbereich unter Downloads das Protokoll der Mitgliederversammlung 2019 am 23. März in Honzrath einsehen. Um in den Mitgliederbereich der Homepage zu gelangen, sind ein Benutzername und ein Passwort notwendig. Beide erhalten Mitglieder auf Anfrage unter besitzertrainer(at)t-online.de.

Prüfung bestanden: Sieben neue Besitzertrainer

In Weilerswist bei Christian von der Recke mit praktischen Prüfungsteilen und anschließend mit der mündlichen Prüfung im Sitzungsraum des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen endete am Freitag, 9. August, die diesjährige Ausbildung zum Besitzertrainer. Sieben der acht Teilnehmer durften sich am Ende über ein "Bestanden" freuen. Im einzelnen sind dies in alphabetischer Reihenfolge: Jochen Grösbrink, Alfred Gunnesch, Miriam Lewin, Aleksej Luft, Sharareh Khan Mirza, Vivien Müller und Andreas Oesch. Auf dem Foto sind die neuen Besitzertrainer im Kreise der Prüfungskommission zu sehen. Foto: privat

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2019

Hamburg, 1. Juli

  • Dirk Lüker – Stanley Daley
  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Hamburg, 5. Juli

  • Martina Grünewald – Golden Pearl

Hamburg, 6. Juli

  • Lucien W. J. van der Meulen – My Mate
  • Martina Grünewald – Karibana

Blieskastel, 14. Juli

  • Christian Peterschmitt – High Alpha
  • Christoph Schwab – Romantic Soldier
  • Thomas Gries – Troyanda

Bad Harzburg, 20. Juli

  • Heinrich Nienstädt – Atlas Royal

Bad Harzburg, 21. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn und The Tiger
  • Jutta Nussbaum-Dey – Marientaler

Düsseldorf, 21. Juli

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah

Lignières, 21. Juli

  • Alfred Renz – Julietta

Bad Harzburg, 25. Juli

  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon

Bad Harzburg, 27. Juli

  • Armin Weidler – Best of Heaven
  • Isabell Kreger – Queens Beauty

Bad Harzburg, 28. Juli

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene
  • Heinrich Nienstädt– Atlas Royal
  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Erbach, 28. Juli

  • Christoph Schwab– Romantic Soldier
  • Stefan Birner – Smoke on the Water
  • Horst Rudolph – Sarayu

Köln, 31. Juli

  • Laura Giesgen – Ma Jolie Cherie
  • Lucien W. J. van der Meulen – Jolene
  • Erika Keller – Baker Man

Stanley Daley (hier in Verden) holte für Dirk Lüker am 1. Juli in Hamburg den dritten Jahressieg. Foto: privat
The Tiger (hier in Bad Harzburg) sorgte am 1. Juli in Hamburg für den dritten Championatspunkt auf der Flachbahn von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat
My Mate (hier 2018 in Hannover) schraubte am 6. Juli in Hamburg die Saisonbilanz von Lucien W. J. van der Meulen in der Championatswertung auf 16 Erfolge. Foto: privat
Karibana (hier 2018 in Bremen) holte für Martina Grünewald am 6. Juli in Hamburg den dritten Saisontreffer. Foto: privat
Thomas Gries durfte sich dank Troyanda am 14. Juli in Blieskastel über den ersten Treffer in diesem Jahr freuen. Foto: privat
Siegerrunde nach dem zweiten Saisontreffer von Christoph Schwab durch Romantic Soldier am 14. Juli in Blieskastel. Foto: privat
Atlas Royal sicherte Heinrich Nienstädt am 20. Juli in Bad Harzburg den zweiten Saisonerfolg. Foto: privat
Its My Turn sorgte in Bad Harzburg am 21. Juli für den vierten Jahrestreffer von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat
The Tiger holte für Anna Schleusner-Fruhriep in Bad Harzburg am 21. Juli Treffer Nummer fünf. Foto: privat
Jutta Nussbaum-Dey durfte sich dank Marientaler am 21. Juli in Bad Harzburg über ihren ersten Jahreserfolg freuen. Foto: privat
Apoleon bestritt sein Hürdendebüt am 25. Juli in Bad Harzburg gleich erfolgreich. Für Anna Schleusner-Fruhriep war es der zweite Treffer 2019 im Hindernissport. Foto: privat
Baker Street holte für Matthias Schwinn am 25. Juli in Bad Harzburg den dritten Jahrestreffer. Foto: privat
Jahressieg Nummer zwei für Isabell Kreger schaffte Queens Beauty am 27. Juli in Bad Harzburg. Foto: privat
Best of Heaven sorgte am 27. Juli in Bad Harzburg für den dritten Jahrestreffer von Armin Weidler. Foto: privat
Wutzelmann sicherte sich das zweite Seejagdrennen in Bad Harzburg am 28. Juli und wurde Seekönig 2019. Für Anna Schleusner-Fruhriep war es der dritte Hindernistreffer des Jahres. Foto: privat
Atlas Royal machte am 28. Juli seinen Doppelerfolg bei der 140. Bad Harzburger Galopprennwoche perfekt und schraubte die Jahresbilanz von Heinrich Nienstädt auf drei Treffer. Foto: privat
Killerbiene sorgte am 28. Juli in Bad Harzburg für den ersten Karrieretreffer von Mandy Kriegsheim. Foto: privat
Baker Man (hier in Zweibrücken) sicherte Erika Keller am 31. Juli in Köln den zweiten Jahrestreffer. Foto: privat

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2019

Leipzig, 2. Juni

  • Daniel Paulick – Montalcino und Louane

Baden-Baden, 2. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Dortmund, 8. Juni

  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb
  • Katja Engels – Intenso

Saarbrücken, 9. Juni

  • Lisa Sonntag – Seebring
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand

Hoppegarten, 9. Juni

  • Christine Hottewitzsch – Lady O'Connor
  • Christian Zschache – Gepard
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn

Hannover, 10. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam

Köln, 17. Juni

  • Laura Giesgen – Ma Jolie Cherie
  • Hella Sauer – Arquin

Mannheim, 20. Juni

  • Karl-Heinz Neureuther – Shark Attack
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Magdeburg, 22. Juni

  • Marion Renggli – Gilbert und Dumas

Dortmund, 23. Juni

  • Petra Sauter – Vieille Sorciere
  • Caroline Fuchs – Baroncello

Hannover, 23. Juni

  • Jördis-Ina Meinecke – Dark Forrest

Longchamp, 27. Juni

  • Hella Sauer – Gold Lake

Hamburg, 29. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn

Hamburg, 30. Juni

  • Torsten Reineke – Santiano

Lignières, 30. Juni

  • Alfred Renz – Julietta

Wissembourg, 30. Juni

  • Eva Maria Herresthal – Jupiter

Verdiente Dusche für einen überlegenen Sieger: Montalcino holte für Daniel Paulick in Leipzig am 2. Juni den zweiten Jahreserfolg. Foto: privat
Intenso (hier in Krefeld) schaffte für Katja Engels am 8. Juni in Dortmund den vierten Saisonerfolg. Foto: privat
Bill Ferdinand (hier in Zweibrücken) holte für Horst Rudolph am 9. Juni in Saarbrücken den dritten Jahreserfolg. Foto: privat
Lady O'Connor (hier in Leipzig 2018) sorgte am 9. Juni in Hoppegarten für den ersten Saisonsieg von Christine Hottewitzsch. Foto: privat
Siegerehrung nach dem ersten Treffer 2019 für Lisa Sonntag durch Seebring am 9. Juni in Saarbrücken. Foto: privat
Misty Birnam (hier in Neuss) holte am 10. Juni in Hannover den 15. Jahressieg auf deutschen Bahnen für Lucien W. J. van der Meulen. Foto: privat
Charlie's Dreamer (hier in Bad Harzburg) holte für Philipp Berg am 20. Juni in Mannheim den ersten Jahreserfolg 2019 in Deutschland. Foto: privat
Gilbert sorgte am 22. Juni in Magdeburg für den ersten Jahrestreffer von Marion Renggli. Foto: privat
Gleich noch ein Erfolg für Marion Renggli am 22. Juni in Magdeburg durch Dumas. Foto: privat
Dark Forrest (hier 2018 in Bremen) schaffte am 23. Juni in Hannover den ersten Saisontreffer für Jördis-Ina Meinecke. Foto: privat
Für Petra Sauter erzielte Vieille Sorciere (hier 2018 in Magdeburg) am 23. Juni in Dortmund den ersten Sieg 2019. Foto: privat
Jupiter holte für Eva Maria Herresthal am 30. Juni in Wissembourg in einem Jagdrennen den ersten Jahreserfolg. Foto: privat
Julietta (hier im Mai in Wissembourg) siegte für Alfred Renz am 30. Juni in Lignières. Foto: privat

Favorit Laccario ist der 150. Derbysieger in Hamburg

Der Sieger im Idee 150. Deutschen Derby am 7. Juli in Hamburg heißt Laccario und trägt zu Recht die Nr. 1. Zweiter wurde Django Freeman. Foto: Marc Rühl

Der 3:1-Favorit Laccario ist der würdige Sieger des wichtigsten Galopprennens 2019 in Deutschland: Der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte dreijährige Hengst des Gestüts Ittlingen von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann aus Witten gewann in großer Manier vor 24.000 Zuschauern am Sonntag, 7. Juli, auf der Rennbahn in Hamburg-Horn das IDEE 150. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m). Ein Stein vom Herzen fiel Jockey Eduardo Pedroza, denn der gebürtige Panamese triumphierte erstmals in diesem Hochkaräter des hiesigen Turfs, der natürlich das herausragende Rennen der German Racing Champions League 2019 war.


Aus Startbox vier hatte Laccario, der schon als Gewinner der bedeutendsten Vorprüfung, dem Union-Rennen in Köln, sehr imponiert hatte, ein ideales Rennen an fünfter, sechster Position des von Amiro vor dem Engländer Surrey Thunder und Magadan angeführten Feldes. Auch der Mitfavorit Quest the Moon rückte aus einer der äußeren Startnummern früh ins Vorderfeld auf, hatte dort aber immer ein etwas unruhiges Rennen. Auf der Zielgeraden stürmte Laccario an der Innenseite früh an die Spitze. Der ebenfalls stark gewettete Django Freeman setzte von achter Position aus kräftig nach, weiter außen meldete Quest the Moon große Chancen an. Lange sah es so aus, als würden die drei favorisierten Pferde die Entscheidung unter sich ausmachen.


390.000 Euro Siegprämie


Laccario eroberte schnell einen Vorsprung, duellierte sich mit Django Freeman, stand aber bereits ein gutes Stück vor dem Ziel als Gewinner der Siegbörse von 390.000 Euro fest. Sehr sicher mit eineinviertel Längen Vorsprung wurde der Scalo-Sohn seiner hohen Einschätzung gerecht. Seine einzige Niederlage überhaupt hatte er bei fünf Starts bei seinem Debüt bezogen. 448.200 Euro beträgt nun die Gewinnsumme des neuen Derby-Helden. Siegjockey Eduardo Pedroza erklärte nach seinem ersten Derby-Sieg: „Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Ich habe immer gesagt, dass Laccario ähnlich gut ist wie Novellist, der Zweiter im Derby war. Er hat eine besondere Beschleunigung. Ich hatte schnell eine gute Position und besaß unterwegs ein gutes Gefühl. Ich freue mich sehr, es ist ein sehr gutes Gefühl.“


Von Emotionen überwältigt war auch Besitzer und Züchter Manfred Ostermann nach dem Derby-Sieg von Laccario, der damit in der Saison 2019 weiterhin ungeschlagen bleibt und 2:29,95 Minuten für die 2.400 Meter-Strecke brauchte. Ostermann verfolgte das Rennen von der 5. Etage des an der Rennbahn befindlichen Hotels. „Der Sieg war so super und beeindruckend“, brachte Ostermann diesen Erfolg auf den Punkt. Seine letzten Derby-Gewinner waren Lando und Laroche in den Jahren 1993 und 1994 gewesen.


Trainer Andreas Wöhler erläuterte nach dem fünften Derby-Sieg (nach Pik König 1992, Belenus 1999, Waldpark 2011 und Isfahan 2016): „Dass Laccario so gut wird, hatten wir schon im letzten Jahr gehofft. Ich hatte Herrn Ostermann gesagt, dass der Hengst Werbung für seinen Vater Scalo machen könnte. Mit etwas Verzögerung kam er gut in Gang. Man braucht solch einen tollen Speed wie er, um ein Derby zu gewinnen. Innerlich brodelt es gerade gewaltig in mir, aber ich bin ja keine 20 Jahre mehr.“


Django Freeman als Zweiter ebenfalls sehr stark


Django Freeman, der schon in der Union Laccario den Vortritt lassen musste, konnte als Einziger dem Favoriten folgen und lief als Zweiter ebenfalls glänzend. „Er zeigte wieder eine Top-Leistung, der Sieger war noch etwas besser, aber es hat nur der letzte Tick gefehlt“, berichtete Trainer Henk Grewe. 1.300 Euro kassierte Ralph Siegert, der Gewinner der Galopper der Jahres-Wahl, für die virtuelle Gewinnbeteiligung von einem Prozent an Django Freeman im Derby.


Schnellstes Pferd war am Ende Accon, der noch auf Rang drei vordrang. „Er kam zu spät auf freie Bahn, aber die Vorstellung war trotzdem stark“, signalisierte Besitzer Holger Renz. Quest the Moon musste als Vierter mit Andrasch Starke erst spät passen. Er dürfte vor allem an der äußeren Startnummer gescheitert sein. „Der Rennverlauf war nicht optimal, denn er konnte nie versteckt werden. Dennoch lief er ein gutes Rennen“, meinte Trainerin Sarah Steinberg. Der englische Gast Surrey Thunder schien länger noch mehr als Platz fünf zu erreichen, kam aber wie Dschingis First nicht entscheidend weiter. Die anderen Pferde spielten keine entscheidende Rolle.


Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 30. Juni 2019

Strategiekommission "Zukunft des Galopprennsports"

Am Mittwoch, 26. Juni 2019, traf sich die vom Präsidium eingesetzte Strategiekommission* des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. (DVR) unter dem Vorsitz von Präsident Dr. Michael Vesper zu ihrer dritten, wiederum ganztägigen Sitzung. Die Kommission hat den Auftrag, Empfehlungen zur Sicherung der Zukunft des Galopprennsports in Deutschland zu geben und den dazu einzuschlagenden Weg bis 2025 zu markieren.


Als Zwischenergebnis ist festzuhalten:


• Die Toprennen des Galopprennsports in Deutschland, also insbesondere die 44 Grupperennen und die Listenrennen, sind auch in schwierigen Zeiten unbedingt zu erhalten. Ihre Zahl darf nicht reduziert werden. Sie sind für die erfolgreiche deutsche Vollblutzucht als Leistungsprüfungen unverzichtbar und darum Priorität Nr. 1. Wir werden sie auch weiterhin mit erheblichen Förderbeiträgen unterstützen. Allerdings sind Zuschüsse keine Einbahnstraße. Sie können nur gewährt werden, wenn die Empfänger ihren Berichts- und Nachweispflichten nachkommen.

 

• Das DVR muss sich künftig so aufstellen, dass seinen gesamten Aufwendungen mindestens ebenso hohe Einnahmen gegenüberstehen. Die Mittel, die dem DVR aus dem Verkauf der Racebets-Anteile zugeflossen sind, dürfen nicht mehr für den Haushaltsvollzug oder rennsportliche Maßnahmen verwendet werden. Das noch verfügbare Kapital soll in eine zukunftsorientierte unternehmerische Beteiligung fließen, über die nach sorgfältiger Prüfung zu entscheiden ist.

 

• Der „Wirtschaftsarm“ des DVR wird sich darauf konzentrieren, das Produkt Rennsport künftig optimal zu vermarkten und auch das Marketing zu verbessern. Dazu wurde eine Reihe von Maßnahmen diskutiert und mit Arbeitsaufträgen versehen. Durch Key Perfomance Indicators (KPI) werden detaillierte Ziele für die unterschiedlichen Stakeholder Züchter, Besitzer, Rennvereine und DVR definiert.

 

• Die Kommission hat die Notwendigkeit bekräftigt, die Rennvereine in ihren Anstrengungen zu unterstützen, den Rennbetrieb wirtschaftlicher zu gestalten. Zudem sollen künftig stärker Synergien zwischen den Rennvereinen genutzt werden. Eine Befragung aller Rennvereine hat ergeben, dass hier durchaus Potentiale und Bereiche gesehen werden, in denen sich eine stärkere Zusammenarbeit anbieten und vorteilhaft auswirken würde.

 

• Die Kommission hat sich auch mit der Zukunft der DG Deutsche Galopprennsport Beteiligungs GmbH & Co. KG befasst. Sie wird ihr einen Vorschlag für den Einsatz des hier verbliebenen Kapitals in Höhe von knapp 3 Mio. EUR im Sinne und zum Nutzen des deutschen Galopprenn-sports unterbreiten.

 

Vor diesem Hintergrund hat die Kommission Empfehlungen für den DVR-Haushalt 2020 ff. erarbeitet, die das Ziel eines ausgeglichenen und trotzdem den Rennsport stärkenden Haushalts erreich-bar machen. Vorgeschlagen werden Einnahmesteigerungen und signifikante Reduzierungen von Aufwendungen, zu denen es nach Auffassung der Experten keine Alternative gibt. Das Präsidium wird sich mit den Empfehlungen der Kommission befassen und sie bei der Haushaltsaufstellung für das Jahr 2020 berücksichtigen.


Präsident Dr. Vesper sagte zum Abschluss der Tagung: „Unser Sport hat in den letzten Jahren u. a. aufgrund der Internet-Technologie und unzureichender gesetzlicher Regelungen finanzielle Spielräume eingebüßt. Deswegen bin ich sehr froh über unsere konstruktiven Beratungen, in denen wir gemeinsam nach machbaren Lösungen suchen. Dass derart anerkannte Akteure des Rennsports sich nun schon in mehreren ganztägigen Beratungen intensiv mit der Zukunft des DVR auseinandersetzen und dafür Ihre Zeit und Energie opfern, zeigt, wie ernsthaft und zielgerichtet unsere Anstrengungen sind. Alle Beteiligten wissen, dass sie den Weg in das Jahr 2025 nur gemeinsam erfolgreich bestehen können. Um deutliche Veränderungen werden wir nicht herumkommen, aber ich bin zuversichtlich und von unserem Erfolg überzeugt.“


Manfred Ostermann, Präsident der Besitzervereinigung, sprach von einer „bemerkenswerten Diskussionsrunde mit besonderen Positionierungen der verschiedenen Interessengruppen“. Sein Fazit: „Alle Teilnehmer wünschen sich eine signifikante Neuausrichtung des deutschen Galopprennsports.“


Gerhard Schöningh, Vorsitzender der BGG, sagte: „Die Rennvereine begrüßen die Ergebnisse, besonders die Absicherung der wichtigsten deutschen Rennen und die Maßnahmen zum Ausgleich des Verbandshaushalts. Wir müssen jetzt über den Haushalt 2020 hinaus weiterdenken und die Eckpfeiler unseres Sports und eine Wachstumsstrategie langfristig absichern. Die weiteren wesentlichen Finanzierungsströme sollten wir hinterfragen und optimieren. Ein zentraler Punkt ist die Ankurbelung der Nachfrage nach Rennpferden.  Dazu sind wirksame Anreize für neue und bestehende Besitzer und die Steigerung der Attraktivität unserer besten Rennen wichtig, genauso wie weitere Mittel zur Finanzierung unserer Wachstumsstrategie.“

 

* Der Kommission gehören die Mitglieder des Präsidiums (Dr. Michael Vesper, Peter Endres, Dr. Andreas Jacobs, Manfred Ostermann, Gerhard Schöningh) und der DVR-Geschäftsleitung (Jan Antony Vogel, Jan Pommer) sowie Gregor Baum, Lars-Wilhelm Baumgarten, Stephan Buchner, Robert Engels, Karl-Dieter Ellerbracke, Daniel Krüger, Rolf Leisten, Eckhard Sauren, Rüdiger Schmanns, Paul von Schubert, Andreas Tiedtke und Albrecht Woeste an.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2019

Hannover, 1. Mai

  • Heinrich Nienstädt – Atlas Royal

München, 1. Mai

  • Erich Pils – Ourasi

Leipzig, 1. Mai

  • Isabell Kreger – Queens Beauty
  • Jessica Straßmeier – Red Flash

Paray-Le-Monial, 1. Mai

  • Philipp Berg – Northern Fox

Dresden, 5. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam und Guardsman

Mülheim, 6. Mai

  • Caroline Fuchs – El Torito
  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Hoppegarten, 11. Mai

  • Martina Grünewald – Golden Pearl
  • Daniel Paulick – Invincible Really

Hoppegarten, 12. Mai

  • Marc Timpelan – Wasilios
  • Torsten Reineke – Santiano

Hannover, 17. Mai

  • Luisa Steudle – Goldie Doll

Mülheim, 18. Mai

  • Laura Giesgen – Super DJ
  • Selina Ehl – Hurricane Harry
  • Jochen Göritz – Feroe d'Illiat
  • Lucien W. J. van der Meulen – Guardsman

München, 19. Mai

  • Andrea Schwarzenbeck – Koreen

Karlsruhe, 19. Mai

  • Stefan Birner – Smoke On The Water
  • Armin Weidler – Diatomic

Köln, 19. Mai

  • Christian Zschache – Gepard
  • Lucien W. J. van der Meulen – Wolwedans

Wissembourg, 19. Mai

  • Alfred Renz – Julietta

Dresden, 25. Mai

  • Guido Scholze – Sha Gino

Zweibrücken, 26. Mai

  • Christian Peterschmitt – Beacon Hill
  • Stefan Bierner – Smoke On The Water

Verden, 26. Mai

  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo

Düsseldorf, 26. Mai

  •  Lucien W. J. van der Meulen – Jewel Of The Sea und Guardsman

Atlas Royal (hier in Bad Harzburg) sorgte am 1. Mai in Hannover für den ersten Jahrestreffer von Heinrich Nienstädt. Foto: privat
Der erste Saisonerfolg gelang Jessika Straßmeier am 1. Mai in Leipzig durch Red Flash (hier in Dresden). Foto: privat
Misty Birnam (hier in Neuss) holte für Lucien W. J. van der Meulen am 5. Mai in Dresden den achten Punkt für die Championatswertung 2019. Foto: privat
Guardsman (hier in Neuss) sicherte am 5. Mai in Dresden für Lucien W. J. van der Meulen den neunten Jahrestreffer in Deutschland. Foto: privat
El Torito (hier in Neuss) sorgte am 6. Mai für den zweiten Treffer in Deutschland in diesem Jahr von Caroline Fuchs. Foto: privat
Invincible Really (hier 2018 in Magdeburg) sicherte Daniel Paulick am 11. Mai in Hoppegarten den ersten Saisontreffer. Foto: privat
Marc Timpelan landete mit Wasilios (hier 2018 in Magdeburg) am 12. Mai in Hoppegarten seinen ersten Jahreserfolg. Foto: privat
Goldie Doll sorgte am 17. Mai in Hannover für den ersten Saisontreffer von Luisa Steudle. Foto: privat
Für Selina Ehl passierte Hurricane Harry zum zweiten Saisonsieg die Ziellinie am 18. Mai in Mülheim als Erster. Foto: privat
Super DJ sicherte Laura Giesgen am 18. Mai in Mülheim den zweiten Erfolg 2019. Foto: privat
Jochen Göritz schaffte am 18. Mai durch Feroe d'Illiat in Mülheim den ersten Jahrestreffer. Foto: privat
Julietta (hier in Wissembourg am 1. Mai) holte am 19. Mai in Wissembourg den ersten Treffer 2019 für Alfred Renz. Foto: privat
Diatomic (hier in Haßloch) sorgte am 19. Mai in Karlsruhe für den zweiten Jahressieg von Armin Weidler. Foto: privat
Durch Gepard (hier in Leipzig) schaffte Christian Zschache am 19. Mai in Köln seinen ersten Saisonerfolg. Foto: privat
Sha Gino (hier in Magdeburg) sorgte am 25. Mai in Dresden für den ersten Saisontreffer von Guido Scholze. Foto: privat
Idolo sicherte Hans-Joachim Stolberg seinen ersten Jahrestreffer am 26. Mai in Verden. Foto: privat
Smoke On The Water schaffte am 26. Mai in Zweibrücken den zweiten Sieg 2019 für Stefan Birner. Foto: privat
Beacon Hill sorgte am 26. Mai in Zweibrücken für den zweiten Jahreserfolg von Christian Peterschmitt. Foto: privat
El Torito (hier in Neuss) schaffte am 30. Mai in Dortmund für Caroline Fuchs den dritten Jahressieg in Deutschland. Foto: privat
Katja Engels kam am 30. Mai in Dortmund durch Leonarda (hier in Hannover) zum dritten Erfolg 2019. Foto: privat
Marientaler (hier in Neuss) sorgte am 30. Mai in Dortmund für den ersten Jahrestreffer von Reiner Werning. Foto: privat

Vom Verein Deutscher Besitzertrainer mitgesponsertes Rennen an Alaris

Siegerrunde nach dem Erfolg von Alaris am 16. Juni in Rastede. Foto: privat

In Rastede fanden am Sonntag, 16. Juni, in einer gemischten Karte unter der Regie des Oldenburger Landesrennvereins auch drei Galopprennen statt. Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen war der Verein Deutscher Besitzertrainer Mitsponsor des Preises der Oldenburgischen Landesbank AG, einem Ausgleich IV für 3-jährige und ältere Pferde über die Distanz von 1.800 Meter.

 

Im Feld der sechs Vollbüter setzte sich letztlich der 5-jährige Wallach Alaris sicher durch. Alaris ist im Training bei Katja Gernreich in Neuss und wurde von Ronny Bonk geritten. Platz zwei ging an den bereits 15-jährigen Wallach Vesuv unter Alexander Weis. Dritte wurde die 4-jährige Stute Coralie (Marc Timpelan).

Klare Mehrheit in Bremen gegen Bebauung des Rennbahngeländes

German Racing berichtet am 31. Mai 2019 auf seiner Homepage:

 

Riesen-Erfolg für die Bürgerinitiative um Sprecher Andreas Sponbiel: Das Gelände der Rennbahn in Bremen wird nicht bebaut. Die Rettung der Galopprennbahn Bremen rückt immer näher: Mit 55,88 Prozent Ja-Stimmen votierte die klare Mehrheit der Bremer für das Begehren der Bürgerinitiative und damit gegen die von der Stadt geplante Bebauung der Rennbahn in der Vahr! Lediglich 44,12 Prozent stimmten mit „Nein“ und waren für eine Bebauung. Das Ergebnis wurde am Freitag bekannt.


Mit rund 143.000 Stimmen gab es ca. 30.000 mehr Ja- als Nein-Stimmen! Alle Galoppsport-Freunde freuen sich über dieses Ergebnis! Gratulation an die Bürgerinitiative, die mit ihrem immensen Engagement über Monate hinweg den Bürgerentscheid überhaupt erst möglich gemacht hatte und die Mehrheit der Bremer Bürger nun überzeugen konnte, das Rennbahngelände zu erhalten. Wie es nun weitergeht, wird die Zukunft zeigen, zumal sich nach den Wahlen am vergangenen Sonntag auch eine neue Regierung in der Hansestadt noch formieren muss.


Wir zitieren aus einem Bericht des Weser-Kurier:


„Initiativen-Sprecher Andreas Sponbiel hatte sich noch am späten Donnerstagabend, als der Erfolg bereits absehbar war, spontan mit rund 30 Mitgliedern der Bürgerbewegung zum Feiern getroffen. „Wir sind unglaublich froh und erleichtert. Unser Eindruck war schon im Wahlkampf, dass wir einen Vorsprung haben könnten.“ In den kommenden Tagen will die Bürgerinitiative nun über die nächsten Schritte beraten. Sponbiel: „Der neue Senat muss das Ortsgesetz umsetzen. Wir werden uns jedenfalls für eine Nachnutzung des Geländes einsetzen, wollen weiter die Bürger beteiligen. Wir hören jetzt nicht auf.“

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Verden

Die Siegerrunde nach dem Erfolg von Idolo im Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hat am Sonntag, 26. Mai, in Verden das sechste Rennen des Tages mit gesponsert. Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen von deutschen Rennvereinen wurde 2019 auch der Verdener Rennverein bedacht. Und der Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer ging in Verden auch an einen der zwei Besitzertrainer in dieser Prüfung. Für Hans-Joachim Stolberg setzte sich der 6-jährige Wallach Idolo mit Alexander Weis im Sattel ganz sicher durch. Für den Verein Deutscher Besitzertrainer übergab dessen Vorsitzende Karen Kaczmarek die Ehrengaben.

Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um Maria Nienstädt

Maria Nienstädt (rechts), hier nach einem Treffer von Humpry in Bad Harzburg, verstarb am 11. Mai. Foto: privat

Der Schock sitzt tief! Am Samstag, 11. Mai, verstarb nach kurzer schwerer Krankheit Maria Nienstädt. Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hat tiefstes Mitgefühl mit den Angehörigen von Maria Nienstädt und wünscht viel Stärke, um diesen plötzlichen Abschied verkraften zu können.


Die engagierte Besitzertrainerin aus Schwarme im niedersächsischen Landkreis Diepholz hatte wenige Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten. Maria Nienstädt, die 1968 geboren wurde, startete als Amateurrennreiterin im Galopprennsport, begann dann aber auch schnell ihre Karriere als Besitzertrainerin. Insgesamt 21 Siege schaffte sie mit ihren Schützlingen, bis sie jetzt mitten aus dem Leben gerissen wurde.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2019

Mülheim, 8. April

  • Janine Beckmann – Koonari
  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam

Düsseldorf, 14. April

  • Angela Riese – Dylan
  • Ronny Heimburger – Mississippi

Zweibrücken, 14. April

  • Horst Rudolph – Sarayu
  • Helmut R. Wedig – Rock of Cashel
  • Martin Schu – Hippocrene

Hoppegarten, 21. April

  • Torsten Reineke – Santiano

Saarbrücken, 22. April

  • Horst Rudolph – Furous
  • Christoph Schwab – Dyllan
  • Annick Gratz – Contendit und Bin Manduro

Köln, 22. April

  • Armin Weidler – New Abbey Angel 

Düsseldorf, 27. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Molly Filou und Impactful

Mannheim, 28. April

  • Karl-Heinz Neureuther – Shark Attack

Krefeld, 28. April

  • Katja Engels – Intenso

Siegerehrung nach dem fünften Treffer in der Championatswertung 2019 für Lucien W. J. van der Meulen durch Misty Birnam am 8. April in Mülheim. Foto: privat
Koonari sorgte am 8. April in Mülheim für den dritten Jahrestreffer von Janine Beckmann. Foto: privat
Seinen ersten Jahrestreffer feierte Helmut R. Wedig durch Rock of Cashel am 14. April in Zweibrücken. Foto: privat
Sarayu sorgte am 14. April in Zweibrücken für den ersten Treffer 2019 von Horst Rudolph. Foto: privat
Siegerehrung am 14. April in Zweibrücken nach dem ersten Jahreserfolg von Martin Schu durch Hippocrene. Foto: privat
Contendit schaffte am 22. April in Saarbrücken den ersten Jahreserfolg für Annick Gratz. Foto: privat
Bin Manduro machte am 22. April in Saarbrücken den Doppelerfolg für Annick Gratz perfekt. Foto: privat
Für den ersten Sieg in diesem Jahr für Christoph Schwab sorgte am 22. April in Saarbrücken Dyllan. Foto: privat
Zu seinem zweiten Treffer 2019 kam am 22. April in Saarbrücken Horst Rudolph durch Furous. Foto: privat
New Abbey Angel sicherte Armin Weidler am 22. April in Köln den ersten Saisontreffer. Foto: Jürgen Schmidt
Intenso sorgte am 28. April in Krefeld für den zweiten Jahreserfolg von Katja Engels. Foto: privat

Horst Rudolph feierte in Saarbrücken 250. Karrieresieg

Jubiläum für Horst Rudolph (6. von links) am Ostermontag in Saarbrücken: Zum 250. Mal wurde der Besitzertrainer des Vereins nach einem Sieg gefeiert. Für die besondere Siegerrunde sorgte der 5-jährige Wallach Furous, der das Auftaktrennen des Tages unter Fabian Xaver Weißmeier überlegen gewann.

Satteln im Stall jetzt gebührenfrei - Anmeldung weiterhin Pflicht

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer weist alle Trainer noch einmal darauf hin, dass nach Beschluss der Mitgliederversammlung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen vom 23. Januar 2019 das Sattel im Stall kostenlos ist. In der Rennordnung 454 heißt es jetzt: "Ein Pferd ist rechtzeitig auf dem Sattelplatz zu satteln. Auf Antrag bei der Rennleitung kann und auf Anordnung der Rennleitung und des Direktoriums muss ein Pferd in der Gastbox bzw. im Stall gesattelt werden." Der frühere Zusatz "Auf Antrag bei Rennleitung kann gegen eine Gebühr..." wurde gestrichen. Auch der Punkt 33 in der Kostenordnung wurde entsprechend gestrichen!

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2019

Dortmund, 3. März

  • Janine Beckmann – Koonari
  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Olga Laznovska – Porcupine Creek

Dortmund, 10. März

  • Lucien W. J. van der Meulen – Jewel Of The Sea
  • Bernhard J. Friesdorf – Lady Cristal

Mons, 11. März

  • Caroline Fuchs – Glorious Warrior
  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah

Krefeld, 17. März

  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy

Düsseldorf, 24. März

  • Valentina Stefutti – Conquistadorkitten
  • Katja Engels – Nadito
  • Ronny Heimburger – Mississippi

Mannheim, 31. März

  • Matthias Schwinn – Christin
  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann
  • Erika Keller – Bottleofsmoke

Koonari (hier 2018 in Bremen) sorgte am 3. März in Dortmund für den zweiten Jahreserfolg von Janine Beckmann. Foto: privat
Jewel Of The Sea sicherte Lucien W. J. van der Meulen am 10. März in Dortmund den zweiten Punkt in der Championatswertung 2019. Foto: privat
Naqdy sorgte am 17. März in Krefeld für den dritten Jahrestreffer in der Championatswertung von Lucien W. J. van der Meulen. Foto: privat
Siegerehrung am 31. März in Mannheim nach dem Erfolg von Christin für Matthias Schwinn. Foto: privat
Wutzelmann sorgte im Jagdrennen am 31. März in Mannheim für den ersten Erfolg 2019 von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat

Besitzertrainer unterstützten Rennen in Zweibrücken

Für den Verein Deutscher Besitzertrainer überreichten die Vorsitzende Karen Kaczmarek (rechts) und das Vorstandsmitglied Eva Herresthal (2. von rechts) die Preise an das siegreiche Team. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer war am Sonntag, 14. April, in Zweibrücken Mit-Sponsor des ersten Rennens des Tages. Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen von deutschen Rennvereinen wurde 2019 auch der Pfälzischen Rennverein Zweibrücken bedacht. Den Preis von Lotto Rheinland-Pfalz und dem Verein Deutscher Besitzertrainer über 1.800 Meter gewann der 10-jährige Wallach Maningrey für den Stall Adelresort. Trainiert wird Maningrey von Matthias Jan Snackers und im Sattel saß Fabian Xaver Weißmeier.

Iquitos wird zum zweiten Mal „Galopper des Jahres“

Iquitos wird eingerahmt von Trainer Hans-Jürgen Gröschel, Besitzer Werner Gerhold, Hengstwärter Max Brummer und DVR-Präsident Dr. Michael Vesper. Foto: Marc Rühl

Der Vollbluthengst Iquitos ist mit großer Mehrheit nach 2016 zum zweiten Mal zum „Galopper des Jahres“ gewählt worden. Bei der ältesten Publikumswahl im deutschen Sport entfielen für 2018 58,9 Prozent der Stimmen auf Iquitos, der damit deutlich vor Derbysieger Weltstar (26,7 Prozent) und Preis der Diana-Siegerin („Stutenderby“) Well Timed mit 14,4 Prozent blieb. Iquitos gewann 2018 den Großen Preis von Bayern der Europa-Kategorie Gruppe I und den Großen Preis der Badischen Wirtschaft (Gr. II) und holte sich ebenfalls zum zweiten Mal die Rennserie German Racing Champions League, die elf der besten deutschen Rennen umfasst.

 

Es sind aber nicht nur seine Erfolge, sondern vor allem die filmreife Lebensgeschichte, die den klein gewachsenen Iquitos zum Publikumsliebling machten. Der Hengst mit dem Spitznamen „Krümel“ gewann seine Rennen auf spektakuläre Weise, in dem er mit großem Speed das Feld meist von hinten aufrollte. Und auch sein Umfeld gehört zu den vermeintlichen „Kleinen“ im Galoppsport. Geboren wurde Iquitos im Mai 2012, gezüchtet von der damals bereits 88-jährigen Dr. Erika Buhmann, die den Schlenderhaner Derbysieger Adlerflug mit ihrer eher durchschnittlich begabten Stute Irika paarte. Als Zweijähriger wurde er nach einer Weihnachtsfeier in Hannover an ein Golffreunde-Quartett um den Kölner Unternehmer Werner Gerhold verkauft. Stall Mulligan nennt sich die Besitzergemeinschaft – ein Begriff, der eine zweite Chance im Golf beschreibt.

 

Eine zweite Chance für Iquitos und Gröschel

 

 

Diese zweite Chance bekamen sowohl Iquitos als auch sein Trainer Hans-Jürgen Gröschel. Denn für den 75-jährigen Pferdefachmann war der Hengst ein spätes Geschenk. Seit den 70er-Jahren betreut Gröschel Vollblüter, zuerst in der ehemaligen DDR, seit 1989 in Niedersachen-Langenhagen. Mehr als 1.200 Siege stehen zu Buche, doch Iquitos war mit Abstand sein Bester. „Ich empfinde Dankbarkeit, dass ich so ein Pferd wie Iquitos trainieren durfte“, sagt Gröschel. „Es gibt viele gute Pferde, aber wenige, die über ein so großes Kämpferherz verfügen.“ Vor einigen Jahren dachte er über den Ruhestand nach, doch nicht zuletzt wegen Iquitos änderte er seine Meinung. „Wahrscheinlich wird man mich aus dem Stall heraustragen müssen“, sagt er jetzt.

 
Iquitos selbst begann seine Rennkarriere erst als Dreijähriger. Doch nach einigen vielversprechenden Ergebnissen erkrankte er lebensbedrohlich an einer Kolik. Sein Kämpferwillen und die schnelle Reaktion des Stallpersonals und der Tierärzte retteten ihn. 2016 begann dann der Durchbruch in die Spitze mit Gruppe-Siegen auf seinen Lieblingsbahnen in Baden-Baden und München. Insgesamt lief Iquitos von 2015 bis 2018 in 26 Rennen, gewann acht Mal und war weitere acht Mal platziert. Seine  Gewinnsumme beträgt 660.701 Euro. Der Sieg in München im November 2018 war sein letztes Rennen, mit nun sieben Jahren steht er inzwischen im bayrischen Gestüt Ammerland, um als Deckhengst eine neue Karriere zu beginnen.


Ehrung in Köln mit DVR-Präsident Vesper

 

Die Ehrung zum „Galopper des Jahres 2018“ fand zum Saisonauftakt der Rennsaison in Köln auf der Rennbahn Köln-Weidenpesch statt. Der Präsident des deutschen Galoppdachverbands, Dr. Michael Vesper, überreichte die prestigeträchtige Auszeichnung der Besitzergemeinschaft vom Stall Mulligan, Trainer Hans-Jürgen Gröschel  und Züchter Walter Buhmann und zog die Preisträger des Gewinnspiels zum „Galopper des Jahres“. 

 

Veröffentlichung von German Racing vom 31. März 2019

Die Zeit - ein Artikel über Iquitos und Hans-Jürgen Gröschel

Emotional, gut zu lesen und fesseln: Diesen Artikel, der am 28. Februar 2019 in der Zeitschrift "Die Zeit" veröffentlicht wurde, sollte niemand verpassen: https://www.german-racing.com/gr-wAssets/docs/Zeit-Iquitos.pdf

Beckinger Amtsblatt berichtet über Mitgliederversammlung

Im neuesten Amtsblatt der Gemeinde Beckingen wird auch über die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer am 23. März in Honzrath berichtet. Auch der am selben Wochenende dort stattgefundene Rennreiter-Lehrgang wird erwähnt.

 

Hier der Artikel 

Fast 1400 Besucher beim Tag der Rennställe

Großes Interesse herrschte am Tag der Rennställe am 6. April. Foto: German Racing

Der von German Racing initiierte Tag der Rennställe fand am Samstag, 6. April, wieder bundesweit großes Interesse bei einem an Pferden interessierten Publikum. 28 Trainingszentralen öffneten ihre Pforten und boten 1340 Besuchern exklusive Einblicke in die Welt des Galopprennsports an.


Bis zu vier Führungen organisierten die Rennställe, um die große Anzahl der angemeldeten Personen in ihren Trainingszentralen aufnehmen zu können. Viele Pferdeexperten aus der Warmblutzucht, aber auch Neulinge und Pferdefans strömten bei frühlingshaftem Wetter durch die Anlagen. Die Trainer informierten die Besucher über das Training mit den Rennpferden, Tagesabläufe im Rennstall und betriebliche Daten.

 Anschließend konnten die Besucher hautnah eine Trainingseinheit miterleben und erfuhren Details zum Trainingsstand einzelner Pferde und den Planungen für die Renntage. Gisa Fleschenberg aus Braunschweig war zur Führung von Trainer Christian von der Recke nach Weilerswist gekommen und zeigte sich begeistert: „Diese wunderbaren Pferde einmal beim Training zu sehen, war ein großartiges Erlebnis. Ich bin schon sehr gespannt, eines der Pferde bei einem Renntag zu erleben“.


Mit Flyermaterial zum Thema Vollblutzucht und Galopprennen ausgestattet, gingen die Besucher wieder nach Hause. Vielen von ihnen war erst an diesem Tag klar geworden, dass die Galopprennen, die sie regelmäßig besuchen, eine Leistungsprüfung und damit eine unerlässliche Auslese für die Vollblutzucht sind.


Jan Pommer, Geschäftsführer des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V., spricht von einer sehr gelungenen Initiative: „Viele Rennställe waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Das zeigt uns das große Interesse an diesem Thema. Solche Aktionen werden wir wiederholen und damit den Galopprennsport noch stärker in der Bevölkerung verankern.“ Ein Tag der Rennställe sowie ein Tag der Gestüte sind auch im kommenden Jahr vorgesehen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 07. April 2019

Der Tag der offenen Rennställe am 6. April war ein voller Erfolg. Foto: German Racing

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2019

Dortmund, 3. Februar

  • Dirk Lüker – Ohne Tadel
  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Mons, 6. Februar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Emirati Spirit und Haarib

Neuss, 10. Februar

  • Ronny Heimburger – California Cliffs
  • Selina Ehl – Mister Spock

Dortmund, 17. Februar

  • Caroline Fuchs – Ole Colonia

Neuss, 24. Februar

  • Sarah Jane Hellier – Lacato

Ohne Tadel (hier in Quakenbrück) schaffte für Dirk Lüker am 3. Februar in Dortmund den zweiten Treffer in diesem Jahr. Foto: privat
Mister Spock (hier am 29. Dezember in Neuss) siegte für Selina Ehl am 10. Februar in Neuss. Foto: privat
Es darf gestrahlt werden: Erster Jahreserfolg für Caroline Fuchs durch den Treffer von Ole Colonia am 17. Februar in Dortmund. Strahlen kann auch Amateurrennreiterin Janine Boysen über ihren Premiere-Sieg. Foto: privat
Unter Liubov Grigorieva schaffte Lacato den zweiten Saisontreffer für Sarah Jane Hellier am 24. Februar in Neuss. Foto: privat

Viele Fragen an DVR-Präsidenten Dr. Michael Vesper

DVR-Präsident Dr. Michael Vesper war Gast bei der Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer in Honzrath. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hielt am Samstag, 23. März, seine Mitgliederversammlung ab. Vorsitzende Karen Kaczmarek durfte im saarländischen Honzrath/Beckingen fast 40 Mitglieder und Gäste begrüßen. Darunter neben Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, auch den Bürgermeister von Beckingen, Thomas Collmann, den Ortsvorsteher von Honzrath, Joachim Gratz, und als Vertreter des gastgebenden Reit- und Rennvereins Honzrath Thomas Schwinn und Andreas Gratz. „Hier wird der Galopprennsport noch vielen in die Wiege gelegt und der Renntag im Oktober ist immer ein Volksfest“, so Karen Kaczmarek.

 

In einer über 90-minütigen Gesprächsrunde stand dann Dr. Michael Vesper, der seit gut einem Jahr im Amt ist, den Anwesenden Rede und Antwort. Der aktuellen Situation des deutschen Galopprennsports geschuldet, kamen aus dem Plenum viele kritische Fragen. So auch das Thema der hohen Zuschussregelung für Baden-Racing. „Baden-Baden ist für uns eine systemrelevante Bahn“, unterstrich Vesper. Er betonte aber, dass die Zuschüsse zeitlich begrenzt seien und ein Sanierungskonzept vorläge, dass spätestens 2021 eine schwarze Null vorsehe.

 

Weiter wurde zum Teil kontrovers diskutiert über die Züchterprämie, die abgelehnte Gewichtserlaubnis für Rennreiterinnen („Das Thema werden wir sicher wieder aufgreifen“, so Vesper), die fehlenden Ausschreibungen gerade für viele Besitzertrainer-Pferde im unteren Handicap, die unterschiedlichen Regelungen bei Starts deutscher Pferde im Ausland und ausländischer Pferde in Deutschland z. B. bei Transportkosten oder Zulassungen sowie über die Kommunikation mit dem DVR.

 

Auch die Sandbahnen in Neuss und Dortmund wurden von den meisten anwesenden Besitzertrainern kritisiert. Besonders deren schlechte Infrastruktur für die Aktiven wurde bemängelt. Seitens des Vorstands des Vereins Deutscher Besitzertrainer kam die Ergänzung, dass auf diese Problematik schon seit drei Jahren immer wieder beim DVR hingewiesen wird. „Ich werde mit unserem Geschäftsführer Jan Antony Vogel darüber sprechen“, so Dr. Vesper, der betonte, dass vieles ein Finanzierungsproblem gerade bei den Rennvereinen sei.

 

Dr. Vesper deutete an, dass er die derzeitige Organisationstruktur des DVR verschlanken möchte. Gudrun Busch, Schatzmeisterin des Vereins Deutscher Besitzertrainer, gab dem DVR-Präsidenten dafür eindringlich mit auf den Weg, die Besitzertrainer sowie auch die Trainer und Reiter nicht zu vergessen. „Deren Meinungen müssen unbedingt auch weiterhin gehört werden!“

 

Ein anderes Thema war die Nachwuchsarbeit. Angetan zeigte sich Dr. Vesper nach seinem kurzen Abstecher vor der Versammlung vom zeitgleich abgehaltenen Rennreiterlehrgang des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine, der auch von einem Fernsehteam des saarländischen Rundfunks begleitet wurde (https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=71940, Sendung „aktueller Bericht am Samstag“ ab 9:56 Minuten). Besonders positiv sei, dass dabei professionelle Arbeit von Ehrenamtlichen geleistet werde. Andreas Gratz betonte, dass dies nicht nur für diesen Lehrgang gelte, sondern auch für fast alle Rennveranstaltungen in der Region.

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer, der knapp über 400 Mitglieder hat und ehrenamtlich geführt wird, wird auch 2019 wieder den deutschen Galopprennsport unterstützen. So erhalten mit Zweibrücken, Verden, Mannheim und Honzrath vier Rennvereine Zuschüsse zu einem Rennen in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Zudem wird zum vierten Mal der Besitzertrainer-Cup stattfinden. Diesmal mit einer auf 2.600 Euro erhöhten Gesamtdotierung. Die Wertungsrenntage sind in Saarbrücken (22. April), Mülheim (6. Mai), Dortmund (23. Juni), Bad Harzburg (21. Juli), Quakenbrück (1. September) und Halle (31. Oktober). „Finanziert wird dies alles aus unserem jährlichen Mitgliedsbeitrag von je 20 Euro“, betonte Schatzmeisterin Gudrun Busch.  

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer mit Klaus Wilhelm (Präsident des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine/2. von links), Dr. Michael Vesper (3. von links), Joachim Gratz (Ortsvorsteher von Honzrath/4. von links), Thomas Collmann (Bürgermeister von Beckingen/5. von links) und Thomas Schwinn (Vorsitzender des RRV Honzrath/6. von links). Foto: Patricia Pitzius

Rennbahnwette per Smartphone auf immer mehr Bahnen verfügbar

Smarturf - Wetten auf dem Smartphone

Die schnellste und einfachste Möglichkeit auf deutschen Galopprennbahnen zu wetten, nimmt immer mehr Fahrt auf: Smarturf – Wetten auf dem Smartphone, präsentiert von Wettstar und German Racing, ist 2019 auf zahlreichen Rennbahnen verfügbar. Denn immer mehr Rennvereine schaffen die technischen Voraussetzungen zum Angebot der Rennbahnwette per Smartphone!


Bereits beim Saisonauftakt am 31. März auf den Galopprennbahnen in Köln und Mannheim – an diesem Tag sind erstmals die neuen Totalisator-Wetten „Multi“ und „2 aus 4 (Deux sur Quatre) spielbar – wird Smarturf mit verbesserter technischer und personeller Unterstützung verstärkt im Einsatz sein.


Smarturf wurde im September 2018 offiziell eingeführt. Über die Smarturf-Website werden mobile Wetten in den Bahntotalisator auf jeder teilnehmenden deutschen Rennbahn schnell und sicher über das dafür bereitgestellte Rennbahn-WLAN getätigt. Es wird per digitaler Wettbörse anonym gewettet, die Kunden behalten alle Wetten und Gewinne bestens im Blick. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt schnell und direkt an der Wettkasse. Gewinne können für den nächsten Renntag auf dem Smartphone verbleiben – das Guthaben verfällt nicht.

 

Pressemitteilung von WETTSTAR vom 21. März 2019

„Wir wollen zufriedene Kunden, die Spaß am Wetten haben“

Hans-Ludolf Matthiessen. Foto: Marc Rühl

Wie wirken sich die reduzierten Toto-Abzüge in der Sieg- und Platzwette bei deutschen Galopprennen und die dadurch attraktiveren Wettquoten auf das Wettverhalten in Deutschland aus? Im Interview berichtet Hans-Ludolf Matthiessen für Wettstar über die erfreuliche Tendenz beim Umsatz durch den sogenannten „Dreheffekt“: Mehr Quote, mehr Gewinn, mehr Wetten.


Am 17. März startete in Krefeld die Grasbahn-Saison nach einem langen Sandbahn-Winter. Wie fällt Ihre Umsatzbilanz der Winterrennen aus?


Hans-Ludolf Matthiessen: Natürlich ist die Winter-Saison nicht repräsentativ, aber der Auftakt des Rennjahres war wirklich bemerkenswert. Wir haben gegenüber dem Vorjahr bei einem Umsatzvergleich pro Rennen den Platz-Umsatz mehr als verdoppelt und auch das Wettaufkommen in der Siegwette um mehr als 45 Prozent pro Rennen gesteigert. Da es insgesamt eine Umsatzsteigerung in allen Wettarten von 43 Prozent gab, haben sich Sieg- und Platzwetten überproportional erhöht. Das ist ein gutes Omen für die gesamte Saison.


Wie haben sich reduzierten Toto-Abzüge seit Januar auf die Quoten in der Sieg- und Platzwette ausgewirkt?


Matthiessen: Durch diese Maßnahme sind die Quoten deutlich attraktiver geworden. Unser Ziel ist, dass der Kunde am Wettschalter sagt, die Platzwette ist interessant geworden, da er mehr Geld zurückbekommt. Die Zufriedenheit der Kunden und der Ausbau der Marktposition sind für uns wichtig.


Was bedeuten höhere Quoten und dadurch attraktivere Gewinne für die Wetter? Gehen diese seither mehr zum Wettschalter, da sie mehr Geld zurückbekommen?


Matthiessen: Man spricht hier vom „Dreheffekt“. Wenn ein Kunde mehr Geld bekommt, dann ist er unter Umständen auch bereit, mehr Geld einzusetzen, da er einfach mehr Spaß beim Wetten hat. Mit einer Ausschüttung von 85 Prozent liegen wir mit dem deutschen Galopprennsport nun im Spiel- und Wettbereich sehr weit vorne. Und das wird von den Wettern wahrgenommen und wirkt sich positiv aus, gerade in Konkurrenz zur Sportwette.


Nimmt diese Entwicklung der Quoten nur ein Insider oder auch der normale Rennbahnbesucher wahr? 


Matthiessen: Die meisten Leute schauen sich die Quoten an. Das sieht man doch allein schon daran, dass der Sportwett-Markt fast nur mit Festquoten arbeitet, und hier schaut ein Kunde auch vorher, ob die Quote für ihn attraktiv ist oder nicht. Auch Freunde von Festkursen werden bei den heutigen Quoten Probleme bekommen, ein besseres Angebot als am Totalisator zu finden.
Je größer bei uns die Pools sind, desto weniger Schwankungen gibt es bei den Pferdewetten in den Quoten. Die Frage, was kann ich gewinnen, ist für einen Wetter elementar.


In welchem Maße unterstützt Wettstar die Rennvereine bei den höheren Auszahlungen durch die Abzugs-Reduzierung?


Matthiessen: Die Rennvereine werden durch eine Absicherung so gestellt, dass sie bei gleichem Umsatz auch den gleichen Ertrag haben. Wir hoffen natürlich, dass der Umsatz steigt und die Zuzahlungen sich verringern werden. Wir wollen zufriedene Kunden, die Spaß am Wetten haben, das ist das Wichtigste, und wir wollen am Markt attraktiver werden. Ich gebe Ihnen ein Beispiel, wie konkurrenzfähig der deutsche Galoppsport ist: Jeder Wetter hat doch schon mal eine Siegwette mit einer Quote von 6:1 getroffen. Das kann im Laufe eines Renntages ja sogar mehrfach vorkommen. Es ist aber sehr schwer, bei einer Einzelpaarung eine Sportwette mit solch einer Quote überhaupt zu finden, und sie ist dann auch viel schwerer zu treffen.


Welche weiteren Förderungsmaßnahmen durch Wettstar gibt es?


Wettstar sorgt in diesem Jahr, gemeinsam mit dem Direktorium, nicht nur für einen Ausgleich möglicher Mindereinnahmen der Rennvereine durch die Reduzierung der Abzüge, sondern auch dafür, dass das Rennpreis-Niveau im Vergleich zum Vorjahr erhalten bleibt, obwohl die Anzahl von PMU-Renntagen geringer geworden ist. Die Höhe der Rennpreise wird durch diese Maßnahmen unverändert bleiben können.
Ist auch im Trabrennsport eine Reduzierung der Toto-Abzüge geplant, oder beschränkt das auf den Galopp?
Matthiessen: Die Trabrennvereine haben darüber beraten und werden sich kurzfristig daran beteiligen. Sechs der acht Ganzjahresveranstalter in Deutschland haben vor, die Abzüge auf Sieg und Platz bald auf 15 Prozent zu senken. Ich denke, dass das in spätestens ein bis zwei Monaten der Fall sein wird, vielleicht auch schon früher. Die Rennbahn Straubing hat im Übrigen einen solchen Schritt schon eingeführt, mit Wirkung zum 1. Februar.


Wie sind Ihre Erwartungen für den Start der grünen Saison?


Matthiessen: Nach den Zahlen des Winters hoffen wir auf eine weitere positive Entwicklung und rechnen damit, dass der Trend vor allem in der Sieg- und Platzwette nach oben geht. Unser Produkt ist nun gleichwertig zu Frankreich im Verhältnis der Quoten.


Die höchsten Wettumsätze werden in der Dreier- und Viererwette erzielt. Ist auch hier geplant, die Abzüge zu ändern? 


Matthiessen: Hier ist in diesem Jahr keine Änderung geplant, aber wir sind auch bei den schwierigeren Wettarten international konkurrenzfähig.


Ihre Prognose: Wie entwickelt sich das deutsche Wettgeschäft 2019?


Matthiessen: Wir erwarten, dass es durch die eingeleiteten Maßnahmen zu einer deutlichen Steigerung der Toto-Umsätze kommt. Die Ergebnisse der ersten Renntage der neuen Saison geben auf jeden Fall zu einigem Optimismus Anlass.

 

Das Interview führte Michael Hähn - Pressemitteilung von Wettstar vom 20. März 2019

Equitana voller Erfolg für den Galopprennsport

Mehr als 180.000 Besucher, gestiegene  Internationalität und eine hautnahe Atmosphäre – das ist die Bilanz der größten Pferdesportmesse der Welt, der Equitana 2019. Groß und Klein trafen sich auf einem stets gut besuchten Stand von German Racing zum Proberitt auf dem elektronischen Rennpferd Mr. Ed  oder zum Austausch über den Galopprennsport.


Eine Gemeinschaft von verschiedenen Verbänden und Rennvereinen präsentierten den Galopprennsport auf dem Messestand von German Racing und ermöglichten dem Publikum einen Einblick in den faszinierenden Sport. Bei Besuchen von Persönlichkeiten aus der Galoppsport-Szene am Stand, wie der Weltmeisterin Rebecca Danz oder Championtrainer Markus Klug, konnten die Besucher den direkten Kontakt zu den Akteuren des Galopprennsports aufnehmen. Rebecca Danz war begeistert vom Interesse des Publikums: „Die Equitana ist ein Magnet für pferdebegeisterte Besucher - genau das richtige Publikum für uns. Es hat mir Spaß gemacht, so vielen jungen Menschen beim Ritt auf Mr. Ed Tipps zu geben. Vielleicht ist ja jemand dabei, der sich eine Zukunft als Rennreiter oder Rennreiterin vorstellen kann. Der Galopprennsport hat Nachwuchs dringend nötig."


Die nächste Gelegenheit, den Galopprennsport in der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, bietet sich schon bald auf dem CHIO in der Aachener Soers. Beim „Weltfest des Pferdesports“ vom 12. bis 21. Juli 2019 wird German Racing sowohl mit einem Stand vertreten, als auch an der Eröffnungsfeier beteiligt sein.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 19. März 2019 

Zukunft der Neusser Rennbahn weiter ungewiss

GaloppOnline berichtet am 26. Februar 2019:

 

Unter dem Motto "SPD Neuss im Dialog" lud die Neusser SPD am Montag, 25. Februar, in die Wetthalle der Neusser Rennbahn. Rund 90 Neusser Bürger waren gekommen, um sich die Ideen der Parteien (die SPD hatte auch eine Abordnung der Neusser FDP eingeladen), zum Thema "Wie geht's weiter mit dem Rennbahn-Park?" anzuhören, und auch ihre eigenen Vorschläge und Wünsche vorzutragen.

 

Für die SPD waren u. a. Bürgermeister Reiner Breuer und der Ratsfraktions-Vorsitzende Arno Jansen anwesend, die FDP wurde durch ihren Stadtverbands-Vorsitzenden Michael Fielenbach und den Ratsfraktions-Vorsitzenden Manfred Bodewig vertreten. Aus dem Galopprennsport waren auch mehrere bekannte Gesichter vor Ort, für den Neusser Reiter- und Rennverein Vize-Präsident Peter Ritters, sowie Friedhelm Thissen und Reinhard Ording, desweiteren u. a. Trainerin Katja Gernreich, Daniel Krüger von der Besitzervereinigung, während man einen Vertreter des Direktoriums für Vollblutzucht- und Rennen vergeblich suchte.

 

Leider handelte es sich bei der Veranstaltung, die rund zwei Stunden dauerte, nicht um eine Podiums-Diskussion, sie hatte eher den Charakter eines Workshops, bei dem die Teilnehmer Ideen und Konzepte zur Zukunft des Rennbahn-Parks entwickeln sollten. Deutlich wurde jedoch, dass SPD und FDP die Zukunft des Geländes nicht zwingend mit der Fortführung des Rennbetriebes verbinden. Die FDP hat die Absicht das Gelände für eine Landesgartenschau zu verwenden, für die sich die Stadt Neuss bewerben wolle, die SPD ließ eher offen, ob es eine Zukunft mit oder ohne Rennen geben wird, doch erklärte der Ratsfraktions-Vorsitzende Arno Jansen bei seinem Schlusswort, dass "man nun bald zu einer Entscheidung kommen müsse, wie der Rennbahn-Park in der Zukunft aussieht, ob mit oder ohne Galopprennen".

 

Einig war sich der Großteil der Teilnehmer, dass man das Rennbahngelände zu einer Art "Grünen Lunge" machen müsse, bzw. die Verbindung Rennsport mit weiteren, hauptsächlich sportlichen Freizeitmöglichkeiten herzustellen. Eine klare Ansage an den Rennverein machte Bürgermeister Reiner Breuer. "Wir warten seit zweieinhalb Jahren auf ein Konzept des Rennvereins, und deshalb ist der gesamte Rat, sämtliche Parteien, nicht mehr gewillt, den Verein finanziell zu unterstützen", so Breuer. Dem entgegnete Friedhelm Thissen für den Rennverein, dass man seitens des NRRV (Neusser Reiter- und Rennverein) ein Konzept bringen wird. Zu diesem könne durchaus auch gehören, dass man den Trainingsbetrieb einstellt. Wie es in Neuss weitergeht, darüber kann man also weiter gespannt sein.

Volksentscheid zur Bremer Rennbahn kommt!

Am 26. Mai fällt die Entscheidung zur Zukunft der Galopprennbahn in Bremen. Bei einer Sondersitzung der Bürgerschaft am Donnerstag, 21. Februar, fand der von der Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen eingereichte Antrag (zur Erhaltung des Rennbahngeländes als Grün-, Erholungs- und gemeinschaftlich genutzte Fläche) erwartungsgemäß bei den Politikern keine Mehrheit, so dass der Volksentscheid durch die Einwohner Bremens nun kommt.

 

Möglich wurde dieser durch das immense Engagement der Bürgerinitiative um Sprecher Andreas Sponbiel, die 29.000 Unterschriften gegen die Bebauung der Rennbahn in der Vahr gesammelt hatte. Nun hoffen alle Freunde des Turfs, nicht nur in Bremen, sondern in ganz Deutschland, dass es auch in Zukunft Galopprennen in Bremen gibt, sollten sich die Bürger sich am 26. Mai gegen die Bebauung des Rennbahngeländes entscheiden.

 

Quelle: German Racing vom 22. Februar 2019

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2019

Mons, 10. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib und Wolwedans

Dortmund, 13. Januar

  • Valentina Stefutti – Conquistadorkitten
  • Laura Giesgen – Super D J
  • Ulrich Thomas – American Five

Neuss, 20. Januar

  • Matthias Schwinn – Betsy Coed
  • Sarah Jane Hellier – Lacato
  • Christian Peterschmitt – Beacon Hill

Mons, 24. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib

Neuss, 26. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master
  • Dirk Lüker – Stanley Daley

Laura Giesgen. Foto: privat

Super DJ sorgte am 13. Januar für den ersten Saisontreffer von
Betsy Coed holte für Matthias Schwinn am 20. Januar in Neuss den ersten Saisonsieg. Foto: privat
Lacato (hier die Siegerehrung nach seinem Treffer am 11. Dezember) sicherte Sarah Jane Hellier am 20. Januar den ersten Erfolg im Jahr 2019. Foto: privat
Stanley Daley (hier in Bremen 2018) sorgte am 26. Januar in Neuss für den ersten Treffer von Dirk Lüker im Jahr 2019. Foto: privat

Pferdegrippe: France Galop reagiert - England verschärft Regeln

In mehreren europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland) sind derzeit Influenza-Fälle bei Pferden aufgetreten. Es handelt sich z. T. um nicht geimpfte Reit- und Freizeitpferde, aber auch um geimpfte Vollblüter in Rennställen. Als Vorsichtsmaßnahme sind in England aufgrund der aufgetretenen Influenza-Fälle und der Verhinderung eines weiteren Ausbreitens alle Rennveranstaltungen bis zum 13. Februar abgesagt worden. Am Montag, 11. Februar, wurde von der Insel mitgeteilt, dass am 13. Februar wieder Rennen gestartet werden. Allerdings gibt es besondere Regelungen zur Impfung zu beachten: www.german-racing.com/gr/aktuelles/meldungen/20190212-120219-england-news.php

 

Es ist daher in allen Pferdebeständen besondere Vorsicht geboten und auf Krankheitssymptome zu achten, die einen Verdacht auf Influenza rechtfertigen. Nach einer kurzen Inkubationszeit von ein bis drei Tagen zeigen an Influenza erkrankte Pferde hohes Fieber, Reizhusten, wässrigen Nasenausfluss und gerötete Schleimhäute. Insbesondere bei auf Auktionen gekauften und importierten Pferden, ist auf diese Symptome zu achten. Diese Pferde sollten möglichst in Quarantäneställen separat von anderen Pferden eingestellt und für einen Zeitraum von 14 Tagen sorgfältig beobachtet werden.

 

Die Equine Influenza ist eine der ökonomisch folgenschwersten akuten Atemwegserkrankung des Pferdes. Nicht nur, dass die betroffenen Tiere für eine längere Zeit der absoluten Schonung bedürfen und nicht im Sport einsetzbar sind, es können sich auch chronische Lungen- und Herzschäden daraus entwickeln, die die Leistungsfähigkeit und die Verwendbarkeit der Tiere dauerhaft einschränken. Betroffen sind häufig ganze Pferdepopulationen. Diese durch Influenza A-Viren verursachte Erkrankung der oberen und unteren Atemwege kommt weltweit vor. Meist kommt es innerhalb geschlossener Pferdepopulation zu Epidemien, da die Equine Influenza hoch ansteckend ist und sich entsprechend rasant ausbreitet.


Ein Schutz der Pferdepopulationen ist nur durch eine regelmäßig durchzuführende, flächendeckende Influenzaimpfung möglich. Außerdem sind regelmäßige Wiederholungsimpfungen auch deshalb notwendig, weil die Antikörpertiter nach einer Impfung nicht sehr lange anhalten. Die Influenza kann jedoch höchst ansteckend sein und im Gegensatz zu anderen infektiösen Krankheiten sowohl mit der Luft über einige Distanzen transportiert als auch indirekt durch Menschen übertragen werden.

 

Veröffentlichung von German Racing vom 7. Februar 2019

 

Nach Rücksprache des Vereins Deutscher Besitzertrainer am Freitag, 8. Februar, mit dem Direktorium für Vollblutzucht und Rennen wird vom Dachverband empfohlen, die Wiederholungsimpfung gegen Influenza im sechs Monatsrhythmus vorzunehmen.  

 

Inzwischen hat auch France Galop reagiert. Mehr dazu unter diesem Link https://www.german-racing.com/gr/aktuelles/meldungen/20190208-france-galop-beschliesst-weitere-regelungen-zum-influenza-ausbruch-in-europa.php

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2018

Mons, 9. Dezember

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib

Neuss, 11. Dezember

  • Sarah Jane Hellier – Lacato
  • Selina Ehl – Mister Spock

Dortmund, 21. Dezember

  • Olga Laznovska – Porcupine Creek

Mons, 23. Dezember

  • Lucien W. J. van der Meulen – Mod
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Dortmund, 26. Dezember

  • Manfred Türk – Kepheus
  • Laura Giesgen – Super DJ

Neuss, 29. Dezember

  • Martin Schu – Tapering
  • Sarah Jane Hellier – Spignel und Lacato
  • Selina Ehl – Mister Spock

 
 

             

Wettumsatz stieg 2018 wieder leicht an

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. gab die Kennzahlen des Galopp-Jahres 2018, das statistische Material zum vergangenen Rennjahr, heraus: Folgende Entwicklungen sind besonders zu erwähnen: Erfreulich ist die angestiegene Zahl der Fohlengeburten mit 876. Hervorzuheben ist auch die gegenüber den letzten beiden Jahren wieder leicht gestiegene Anzahl der Besitzer mit 1.033 sowie die sich auf Vorjahresniveau eingependelten Zahlen der Pferde in Training (2.425).


Gesunken sind die Starts pro Pferd (4,83) sowie auch die Anzahl der Rennen um insgesamt 24 Rennen zu 2017 (1.172). Die Rennpreise (13.280.237 Euro) wiesen auch einen kleinen Rückgang auf. Der Umsatz ist trotz weniger Rennen erfreulicherweise gestiegen auf 25.405.249 Euro, allerdings resultiert der Zuwachs aus der Außenwette. Somit ist der Umsatz pro Rennen mit 21.677 Euro  besser als in den beiden Vorjahren.


Die Starts deutscher Pferde im Ausland weisen mit 2.869 Starts den höchsten Stand auf und übertrafen den bisherigen Höchststand des Jahres 2014 von 2.815 Starts. Die Gewinnsumme im Ausland ist mit 6.778.184 Euro etwas höher als im vergangenen Jahr, obwohl nur Gruppesiege in Italien zu verzeichnen waren.

 

Quelle: German Racing am 8. Januar 2019

Gestaltung des Rennprogramms in 2019 und Folgejahren

Das Präsidium des DVR e.V. hat in der Sitzung am 10. Januar 2019 grundlegende Beschlüsse zur Gestaltung des Rennprogramms 2019 und Folgejahre gefasst.

 

1. Kosten der Produktion der Fernsehbilder

Die erste gute Nachricht für die Rennvereine kommt von der BGG, German Tote und der PMU. Die für 2019 vorgesehene Belastung der Rennvereine mit den Bildproduktionskosten in Höhe von ca. 350.000 Euro wird entfallen und es wurde sichergestellt, dass dies auch für 2020 gewährleistet ist.

 

2. PMU-Renntage und Unterstützung der Wochenrenntage

Für 2019 wurde dem deutschen Galopprennsport eine stark reduzierte Anzahl von PMU-Rennen für 2019 angeboten. Der DVR, der Hauptverband für Traberzucht (HVT) und die German Tote Beiräte Dr. Andreas Jacobs und Gerhard Schöningh konnten in einem Treffen mit den Spitzen von France Galop, Le Trot und PMU Anfang Dezember erreichen, dass es aus Mitteln von German Tote einen finanziellen Ausgleich gibt, der den entstandenen Nachteil der Rennvereine nicht ganz, aber im Wesentlichen ausgleicht.

 

Ziel des DVR und der BGG war es, attraktive Anreize für die Durchführung von Wochenrenntagen (Mo. – Sa.) zu schaffen und damit die Anzahl der Renntage und Rennen auf einem ähnlichen Niveau wie 2018 zu halten. Die Förderung der Wochenrenntage wird in 2019 vollständig aus Mitteln von German Tote und der BGG getragen und beläuft sich auf einen Betrag von 763.000 Euro. Die Förderung wird wie folgt aussehen:

 

- Veranstalter von Wochenrenntagen von Montag bis Freitag ohne PMU-Rennen erhalten eine Förderung von bis zu 30.000 Euro bei 8 Rennen.

- Veranstalter von Wochenrenntagen von Montag bis Freitag mit  PMU-Rennen erhalten eine Förderung durch Übernahme der Rennpreise für die ausgetragenen PMU-Rennen.

- Veranstalter von Samstags-Renntagen ohne PMU Rennen erhalten eine Förderung von bis zu 18.000,00 EUR bei 8 Rennen.

- Veranstalter von Samstags-Renntagen und Sonntags-Renntagen mit PMU Rennen erhalten eine Förderung durch Übernahme der Rennpreise für die ausgetragenen PMU-Rennen.

 

Grundlage der Förderungen ist:


- die von den Rennvereinen, angemeldeten Termine 2019
- die Förderung erfolgt pro Renntag für max. 8 Rennen
- der Rennpreis pro Rennen soll durchschnittlich 5.500,00 EUR betragen.

 

3. Sonderförderung für die Veranstalter von Grupperennen 2019

Ziel des DVR, der Besitzervereinigung und der BGG war, das züchterisch wichtige, für die Vereine aber schwer finanzierbare Programm der Grupperennen im Jahr 2019 zu erhalten. Hierfür stellt das DVR und die Besitzervereinigung  auf Antrag der BGG maximal folgende weitere Zuschüsse den Veranstaltern von Grupperennen 2019 zur Verfügung, um das Gesamtprogramm der Grupperennen auch in 2019 durchführen zu können.

Regelzuschuss - weitere Zuschüsse - Gesamtzuschuss

Gruppe III: 10.000,00 EUR -  9.350,00 EUR - 19.350,00 EUR
Gruppe II:  10.000,00 EUR - 11.900,00 EUR - 21.900,00 EUR
Gruppe I:   25.000,00 EUR - 26.350.00 EUR - 51.350,00 EUR

 

Die Gewährung der Fördermaßnahmen durch das DVR e.V. und die Besitzervereinigung setzen voraus, dass die Rennvereine das Rennpreisniveau sowie die Anzahl der Gruppe- und Listenrennen auf dem Niveau des Jahres 2018 erhalten.

 

4. Ausgleichzahlungen an die Rennvereine durch Mindererträge aufgrund der Senkung der Abzüge in der Siegwette und der Platzwette auf 15%

Das DVR und die BGG gehen davon aus, dass es aufgrund der verbesserten Quoten zwar zu einer deutlichen Umsatzsteigerung bei den Wetten kommen wird, aber im ersten Jahr die Umsatzsteigerung nicht ausreichen wird, um den Mindererlös der Rennvereine vollständig zu kompensieren. Von dem hierdurch entstehenden finanziellen Risiko werden die Rennvereine für 2019 vollständig entlastet. Die BGG wird einen Betrag von 76.000 Euro zu diesem sogenannten „Rettungsschirm“ beitragen.

 

5. Zukunftsperspektive

Neben den Sofortmaßnahmen für 2019 war es die Forderung der BGG gemeinsam mit Vertretern der Besitzer, der Züchter und des DVR ein grundsätzliches Strategiekonzept für die Jahre 2020 und folgende für eine gesunde Zukunft von Zucht und Rennsport zu entwickeln. Das Präsidium des DVR hat einstimmig beschlossen, bis zum 30. Juni 2019 ein Konzept zur nachhaltigen und dauerhaften Durchführung des Rennprogramms mit Grupperennen und der Förderung der Vollblutzucht zu erarbeiten.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 15. Januar 2019

Championatsehrung am 29. Dezember in Neuss

Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep ist erfolgreichste Trainer im deutschen Hindernissport. Foto: privat
Lucien W. J. van der Meulen (Mitte) verteidigte seinen Titel im Championat der Besitzertrainer. Foto: privat

Große Championatsehrung des deutschen Turfs am letzten Renntag der Saison 2018: Am Samstag, 29. Dezember, wurden in Neuss die Titelträger der Saison ausgezeichnet.

 

Es handelt sich um folgende Champions 2018: Gestüt Röttgen (Besitzer, Züchter), Markus Klug (Trainer), Andrasch Starke (Jockeys), Vinzenz Schiergen (Amateurrennreiter), Lilli-Marie Engels (Amateurennreiterinnen), Robin Weber (Nachwuchsreiter), Lucien van der Meulen (Besitzertrainer), Volker Franz Schleusner (Besitzer Hindernis), Anna Schleusner-Fruhriep (Trainer Hindernis) und Jan Faltejsek (Reiter Hindernis).

Die Champions (soweit anwesend) bei der Ehrung am 29. Dezember in Neuss. Foto: privat

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2018

Krefeld, 4. November

  • Ronny Heimburger – Marijano

Saint-Cloud, 6. November

  • Hella Sauer – Nimocis

Dortmund, 9. November

  • Walter Maurer – Giant Grizzly
  • Erwin Hinzmann – Reine des Miracles
  • Laura Giesgen – Super DJ

München, 11. November

  • Erich Pils – Ourasi

Neuss, 20. November

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Walter Maurer – Giant Grizzly

Mons, 25. November

  • Caroline Fuchs – Lady Doncaster

Dortmund, 30. November

  • Dirk Lüker – Ohne Tadel
  • Erwin Hinzmann – Reine des Miracles
  • Pavel Bradik – Van Venture 

Nach dem Erfolg am 9. November siegte Reine des Miracles (hier in Magdeburg) für Erwin Hinzmann am 30. November erneut in Dortmund. Foto: privat
Dritter Sandbahnerfolg für Giant Grizzly (hier nach seinem Gras-Treffer in Mannheim) in Folge am 20. November in Neuss. Es war Walter Maurers fünfter Jahressieg. Foto: privat
Charlie's Dreamer (hier in Bad Harzburg) sorgte am 20. November für den siebten Saisonerfolg von Philipp Berg. Foto: privat
Ohne Tadel (hier in Bremen) schaffte am 30. November den sechsten Saisontreffer für Dirk Lüker. Foto: privat

Schleusner-Fruhriep Champion der Hindernistrainer

Strahlender Champion der deutschen Hindernistrainer 2018: Anna Schleusner-Fruhriep mit Wutzelmann, der für die vier Treffer zum Erfolg sorgte. Foto: privat

Eigentlich war ein spannendes Finale um das Championat der Hindernistrainer in Deutschland für Sonntag, 4. November, in Krefeld avisiert. Mit Anna Schleusner-Fruhriep (4 Siege), Christian von der Recke und Pavel Vovcenko (je drei Siege) hatten noch drei Trainer die Chance, sich ganz vorne zu platzieren.

 

Doch das dort im Stadtwald geplante letzte Rennen 2018 über die Sprünge wurde wegen des zu festen Bodens abgesagt. Damit steht fest, dass Anna Schleusner-Fruhriep in diesem Jahr das deutsche Championat aller Hindernistrainer gewonnen hat. Sie ist damit nach Otto-Werner Seiler, der 2005 auch vor den Berufstrainer in diese Sparte gelandet war, der zweite Besitzertrainer, der sich in den vergangenen 22 Jahren diese Krone aufsetzen darf.

 

Garant für den Erfolg von Anna Schleusner-Fruhriep war Wutzelmann. Der 8-jährige Wallach schaffte in dieser Saison vier Treffer, darunter zwei Erfolge in Seejagdrennen. Seine Siegesserie begann in Bad Harzburg am 21. Juli im Alten Braunschweiger Jagdrennen. Es folgten die Treffer am 29. Juli im 2. Bad Harzburger Seejagdrennen der dortigen 139. Galopprennwoche, der Erfolg am 2. September im Alten Artländer Seejagdrennen in Quakenbrück sowie der Sieg am 23. September im Jagdrennen in Mannheim. "Ein besonders Lob möchte ich an Lubos Kazik richten, der Wutzelmann immer super im Training reitet", so Anna Schleusner-Fruhriep. 

 

Wutzelmann galoppiert in dieser Saison insgesamt 18.554,00 € ein. Mit dieser Bilanz sorgte er auch dafür, dass sein Besitzer Volker Schleusner, Vater von Anna Schleusner-Fruhriep, das Championat 2018 der Besitzer im Hindernissport vor Titelverteidiger Eugen-Andreas Wahler (14.566,00 €) gewonnen hat.

Bremen: Über 29.000 Unterschriften gesammelt

Was für ein immenser Erfolg: 29.018 Unterschriften übergab die Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen am Freitag, 4. Januar, bei der zuständigen Meldebehörde. Man steht damit unmittelbar vor dem Erreichen des ersten Volksentscheids. Notwendig sind 21.237 Stimmen.

 

Sprecher Andreas Sponbiel: „Es war ein riesiger Kraftakt, aber wir haben es geschafft“. Ziel der Initiative ist es, die Fläche der Galopprennbahn für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur sowie als grüne Ausgleichsfläche zu erhalten. Sponbiel und seine Mitstreiter sind nun bestrebt, dass die Listen schnellstmöglich geprüft werden, ideal wäre ein Volksentscheid zusammen mit der Bürgerschaftswahl im Mai.

 


Vor dem Engagement der Bürgerinitiative kann man nur den Hut ziehen. Die Hoffnung, dass die Galopprennbahn in Bremen erhalten bleibt, ist zurück.

 

Quelle: German Racing am 4. Januar 2019

Ab sofort höhere Auszahlungen bei Sieg- und Platz-Wetten

Premiere am Sonntag, 6. Januar 2019, zum Jahresauftakt in Dortmund. Mehr Geld für die Wetter – unter diesem Oberbegriff stehen die Maßnahmen, die im neuen Jahr auf den deutschen Galopprennbahnen in der Totalisatorwette umgesetzt werden.

 

Bei der Totalisatorwette fließt der Wetteinsatz in einen Topf und nach Abzug von Steuern und Abgaben an den Rennverein wird der verbleibende Betrag auf die erfolgreichen Wetter ausgezahlt. Dies ist ein schon seit 1922 in Deutschland erlaubtes Spielmodell. Doch während beispielsweise beim Lotto fast 50 Prozent abgezogen werden, sind es bei Sieg- und Platz-Wetten auf Galopp-Pferde ab dem 6. Januar in Deutschland nur noch 15 Prozent. Auch im Vergleich mit anderen Galoppsport-Nationen liegen wir damit in Europa sehr weit vorne und sind damit international wettbewerbsfähig.

 

Hintergrund der Senkung von 25 auf 15 Prozent ist die Tatsache, dass die Wettkunden u.a. auf Rennen in England und Frankreich zu deutlich geringeren Abzügen wetten konnten. Im Zeitalter des Internets kann der Kunde mit einem Mausklick die Preise vergleichen und tut dies auch. Während in den letzten Jahren die Umsätze auf deutsche Rennen zurück gegangenen sind, ist der Umsatz auf englische und französische Rennen seit Jahren steigend. Durch die geringeren Abzüge gibt es deutlich höhere Auszahlungen, die die Totalisatorwette für den Wetter attraktiver machen.

 

Zwei weitere Schritte dazu werden ab dem 6. Januar ebenfalls umgesetzt. Der Technik-Dienstleister des deutschen Rennsports, German Tote, wird die Quotendarstellung von der Darstellung zu 10 auf zu 1 wechseln. „So kennen es die Kunden von fast allen anderen Anbietern im Bereich Sportwette und Rennwette“, sagt Riko Luiking, Geschäftsführer von German Tote. Weiterhin wird der Mindesteinsatz in den Sieg- und Platz-Wetten auf zwei Euro steigen, was laut Herrn Luiking eine Anpassung an das tatsächliche Wettverhalten darstellt. Vor der Euro-Umstellung im Jahr 2002 betrug der Mindesteinsatz 2,50 Mark bzw. 5 Mark.

 

Die deutsche Pferdewette, die mit ihren Erträgen ausschließlich zur Förderung der Landesvollblutzucht betrieben wird, ist somit nun Vorreiter in Bezug auf die Ausschüttungen an den Wetter. Möglich wurde diese Maßnahme, die von allen Rennvereinen in Deutschland getragen wird, durch eine finanzielle Absicherung seitens des Dachverbandes in Köln und der Gemeinschaft der deutschen Galopprennvereine.

 

Quelle: German Racing am 3. Januar 2019

Besitzertrainer-Cup 2018: Daniel Paulick heißt der Sieger

Aus den Hände von Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer, erhielten (von links) Pavel Bradik (3.), Sieger Daniel Paulick und Christof Schleppi (2.) die Präsente für ihre Erfolge im Besitzertrainer-Cup 2018. Foto: privat

Der Besitzertrainer-Cup 2018 ist Geschichte. Am Samstag, 13. Oktober, fand in Leipzig der letzte von sechs Wertungsrenntagen statt. Nach Monika Lindemann (2016) und Horst Rudolph (2017) heißt bei der 3. Auflage dieser Serie in diesem Jahr der Sieger Daniel Paulick.

 

Bis zum dritten Rennen des Tages war der Ausgang des Wettbewerbs noch offen. Daniel Paulick hatte durch Rang drei von Pasquetta in der Auftaktprüfung, die Christine Hottewitzsch mit Lady O' Connor gewann (s. Artikel oben), und Platz fünf von Ma jolie cherie im zweiten Rennen mit 29 Punkten bereits die Führung vor Matthias Schwinn und Horst Rudolph, die beide in Leipzig nicht am Start waren, übernommen. Doch Christof Schleppi hatte noch zwei Starter in der Hinterhand, um nach seinen bisher 17 Zählern noch an Paulick vorbeiziehen zu können. Doch dann kam Schleppis Dawn Prayer nur als Zehnter und damit Letzter über die Ziellinie. Der Gesamterfolg von Daniel Paulick, der mit 1000 Euro prämiert wird, war perfekt.

 

Doch auf den Plätzen war weithin einiges möglich. Erst schaffte Pavel Bradik durch seinen Sieg (10 Punkte) von Van Venture (s. Artikel oben) mit 25 Zählern den zwischenzeitlichen Sprung auf Rang zwei, aber Christof Schleppi holte sich diese Position, die mit 500 Euro dotiert ist, im siebten Rennen zurück. Preaux wurde Zweiter und schraubte Schleppis Endstand durch acht Punkte auf 26 Zähler. Somit blieb Pavel Bradik Position drei (300 Euro) vor Matthias Schwinn (200 Euro). Im siebten Rennen des Tages setzte sich Daniel Paulick dank des Sieges von Ma Jument (s. Artikel oben) mit insgesamt 39 Punkten noch deutlich von der Konkurrenz ab.

 

Insgesamt nahmen am Besitzertrainer-Cup 2018 59 Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer teil. Die sechs Wertungsrenntage fanden in Bremen, Haßloch, Zweibrücken, Düsseldorf, Dresden und Leipzig statt. Wie gewohnt waren pro Rennen je Platzierung der Pferde von den Besitzertrainern folgende Punkte zu erzielen: 1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt.

 

Kompletter Endstand

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2018

Hoppegarten, 7. Oktober

  • Christian Zschache – Gepard

Honzrath, 7. Oktober

  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Selina Ehl – Hurricane Harry
  • Lucien W. J. van der Meulen – Ossiline
  • Hans-Peter Rosport – Noble Fighter

Leipzig, 13. Oktober

  • Christine Hottewitzsch – Lady O' Connor
  • Pavel Bradik – Van Venture
  • Daniel Paulick – Ma Jument
  • Torsten Reineke – Larion

Baden-Baden, 21. Oktober

  • Georg Mayer – Magic Quercus

Neuss, 23. Oktober

  • Walter Maurer – Giant Grizzly

Mannheim, 27. Oktober

  • Horst Rudolph – Pissarro 

Magdeburg, 31. Oktober

  • Heiko Kienemann – Voodoo
  • Janine Beckmann – Koonari
 
 

Der Galopprennsport im Sportausschuss des Deutschen Bundestags

DVR-Präsident Dr. Michael Vesper (links) und DVR-Geschäftsführer Jan Antony Vogel haben Dieter Stier, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, in die Mitte genommen. Foto: German Racing

Am Mittwoch, 7. November 2018, hatten Vertreter des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. die Gelegenheit, den Galopprennsport im Sportausschuss des Bundestags zu präsentieren. Dafür reisten der Präsident des Direktoriums, Dr. Michael Vesper, sowie der Geschäftsführer Jan Antony Vogel und die PR-Verantwortliche Dr. Petra Bracht nach Berlin.


In einer Präsentation stellte Dr. Vesper den deutschen Galopprennsport vor. Er schilderte die lange Tradition des Sports, nannte Daten und Fakten und erläuterte die Finanzierung der Leistungsprüfungen. Ein kurzer Film vermittelte zum Abschluss der Präsentation die Faszination des Galopprennsports. In der anschließenden intensiven Fragerunde, an der sich Ausschussmitglieder aus allen Fraktionen beteiligten,  wurden Themen angesprochen wie die Attraktivitätssteigerung des Rennsports, der Tierschutz, die Dopingkontrollen, die Nachwuchsförderung und auch die Strukturreform des Verbands.


Im Zusammenhang der Diskussion über die Finanzierung des Rennsports sprach Dr. Vesper auch die Problematik der Rennwettsteuer-Rückvergütung an und stellte die Lösung über eine Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes vor. Der stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Dieter Stier riet dazu, dieses Thema auch im Landwirtschafts-Ausschuss einmal vorzustellen.


Zum Thema Tierschutz versicherte Jan Vogel, dass es strenge Kontrollen im Rennsport gibt und ein regelmäßiger Kontakt zum Landwirtschaftsministerium besteht. Zudem findet ein Austausch mit dem Tierschutzbund statt, mit dem es noch in diesem Monat ein Gespräch in Köln geben wird.


Interessiert waren die Politiker auch an der Besucherstruktur bei Rennveranstaltungen und fragten nach, wie ein breites Publikum gewonnen werden kann. Vesper und Vogel erläuterten, dass Galopprennen keineswegs elitäre Veranstaltungen sind und der Nachmittag auf der Rennbahn längst zum Familienevent geworden ist.


Dr. Michael Vesper zieht eine positive Bilanz des Besuchs in Berlin: „Es ist uns gelungen, unseren Sport in der Politik zu platzieren und die Bedeutung der Galopprennen als Leistungsprüfung in der Sportlandschaft zu vermitteln.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 8. November 2018

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Magdeburg

Siegerehrung in Magdeburg für das vom Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte vierte Rennen mit Siegreiterin Lilli-Marie Engels (3. v. links) und Sieg-Trainer Albert Kästner (rechts). Für den Verein Deutscher Besitzertrainer gratulierte Karen Kaczmarek (1. Vorsitzende/2. v. links). Foto: privat

Seriensieger Macan von Besitzer Michael Haase und vorbereitet von Berufstrainer Albert Kästner gewann in Magdeburg am Mittwoch, 31. Oktober 2018, das vom Verein Deutscher Besitzertrainer finanziell unterstützte vierte Rennen. Im Preis der Grundstücks und Immobilienservice GmbH (Ausgleich IV, 1.550 Meter) landete Macan seine dritten Treffer in Folge. Unter seiner ständigen Reiterin Lilli-Marie Engels gewann der 4-jährige Wallach sicher vor Mockingjay (Trainer Marco Angermann/Reiter René Piechulek) und Tarantella (Hans-Jürgen Gröschel/Bauyrzhan Murzabayev).

Sportmarketing-Fachmann Pommer wechselt zum Galopprennsport

Jan Pommer

Jan Pommer wird ab Januar 2019 als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. für deren operatives Geschäft und für das übergreifende Marketing zuständig sein. Der ehemalige Geschäftsführer der Basketball Bundesliga hat mehr als 20 Jahre Berufserfahrung im Sportbusiness. Jan Antony Vogel bleibt als Geschäftsführer für die Bereiche Zucht, Renntechnik und Buchhaltung verantwortlich.


Nach einem Studium der Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte war der gebürtige Oldenburger als Rechtsanwalt in Köln tätig. Nach einer Tätigkeit in der Kommunikationsagentur Sponsor Partners fungierte er von 2005 bis 2015 als Geschäftsführer der Basketball Bundesliga. 2015 wechselte er zur Deutschen Sport Marketing GmbH, der Vermarktungsgesellschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes, und verantwortete dort als Geschäftsführer die Bereiche Digitale Medien und die Entwicklung neuer Vermarktungsmodelle. Seit 2017 ist Jan Pommer als Vice President Sports Affairs bei der ESL, dem größten eSportunternehmen der Welt engagiert. Dort hat er sich auf die Positionierung des eSports im traditionellen Sportumfeld konzentriert.


2010 wurde Pommer vom deutschen Marketing Magazin Horizont als “Sportmanager des Jahres” ausgezeichnet. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben beim DVR und damit auf ein Thema mit erheblichem Potential. Ich werde  mit allen Rennsport-Verantwortlichen hart dafür arbeiten, den Galopprennsport noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen“, sagt Jan Pommer. Der Präsident des Galoppsportverbandes Dr. Michael Vesper freut sich auf die Zusammenarbeit mit Jan Pommer: „Er ist ein anerkannter Fachmann im Bereich Sportmanagement und Sportmarketing mit jahrzehntelanger Erfahrung. Zudem ist er bestens vernetzt und wird dem Galopprennsport neue Impulse geben.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 30. Oktober 2018 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2018

Dresden, 2. September

  • Daniel Paulick – Ostana

Quakenbrück, 2. September

  • Janine Beckmann – Wheredreamsare
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Mons, 3. September

  • Sarah Renz – Monte Napoleone

Köln,5. September

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master

Magdeburg, 8. September

  • Erwin Hinzmann – Reine des Miracles
  • Marc Timpelan – Torqueville

Lebach, 9. September

  • Christoph Schwab – Romantic Soldier

Leipzig, 15. September

  • Marc Timpelan – Torqueville
  • Guido Scholze – Sha Gino
  • Karl-Heinz Neureuther – Shark Attack

Mülheim, 15. September

  • Andrea Friebel – Holtby

Chantilly, 15. September

  • Hella Sauer – Ursus

Billigheim, 16. September

  • Christian Peterschmitt – High Alpha und Noble Hero
  • Michael Gerd Klapschus – Serkus

Dortmund, 16. September

  • Dirk Lüker – Faintly

Hannover, 16. September

  • Daniel Paulick – Oscar
  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Nancy, 16. September

  • Hella Sauer – Portalay

Mons, 17. September

  • Andrea Friebel – On Y Va

Köln, 22. September

  • Olga Laznovska – Welkando

Köln, 23. September

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master

Mannheim, 23. September

  • Walter Maurer – Giant Grizzly
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Bro Park, 23. September

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Summershine

Dresden, 29. September

  • Guido Scholze – Rosentor

Düsseldorf, 30. September

  • Martina Grünewald – Kimbarjano

Saarbrücken, 30. September

  • Horst Rudolph – Olkaria
  • Matthias Schwinn – Betsy Coed
  • Sarah Jane Hellier – Avorio
  • Christof Schleppi – Preaux
 
 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2018

Pornichet, 11. August

  • Alfred Renz – Redesert

Hoppegarten, 12. August

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind
  • Daniel Paulick – Invincible Really

Krefeld, 12. August

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Saarbrücken, 15. August

  • Christian Peterschmitt – Theo Danon
  • Hans-Peter Rosport – Noble Fighter

Düsseldorf, 19. August

  • Caroline Fuchs – El Torito

Baden-Baden, 25. August

  • Sarah Jane Hellier – Ice Club

Miesau, 26. August

  • Thomas Gries – Troyanda
  • Walter Maurer – Giant Grizzly

Baden-Baden, 30. August

  • Dirk Lüker – Stanley Daley
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel
 
 

Smarturf besteht ersten Praxistest

Am 22. und 23. September konnten die Besucher des Europa-Meetings in Köln erstmals ihre Rennbahnwette auf dem Smartphone tätigen. Mittels eines Rennbahn-eigenen WLAN-Netzes waren mobile Wetten in den Bahntotalisator möglich, nachdem die Besucher an den Kassen ein Guthaben auf ihr Smartphone geladen hatten. Mit Flyern und Plakaten wurden die Besucher auf die neue Wettmöglichkeit hingewiesen, an einem Infostand erklärte das Personal interessierten Besuchern die Vorgehensweise beim Einloggen und die Vorteile des neuen Systems. Ein Trailer informierte außerdem über die einzelnen Schritte der Installation von Smarturf. Rund hundert neue Wettkonten wurden eingerichtet und zahlreiche Besucher über Smarturf informiert.


„Trotz schlechter Wetterbedingungen haben wir viele Neukunden von unserer neuen mobilen Rennbahnwette überzeugen können. Die Technik hat einwandfrei funktioniert und wir sind zuversichtlich, dass wir mit einem guten Produkt bei den nächsten Veranstaltungen noch mehr Personen zum Wetten mit Smarturf bewegen können“, sagte der Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins Philipp Hein. Für den zukünftigen Einsatz von Smarturf sei eine noch bessere Unterstützung der Neukunden wichtig. So müsse neben dem Personal am Infostand auch das Kassenpersonal optimal auf Fragen von Besuchern zur neuen Rennbahnwette vorbereitet werden, um Vorteile herauszustellen und bei der Installation behilflich zu sein. Besucher, die ein Guthaben auf ihrem Smarturf-Konto haben, können dieses bei ihrem nächsten Besuch auf der Kölner Rennbahn bereits am 3. und am 14. Oktober wieder einsetzen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 28. September 2018

Mehr als 700 Besucher beim Tag der Gestüte 2018

Der Tag der Gestüte am 15. September war wieder bestens frequentiert. Foto: German Racing

Am Samstag, 15. September, fand zum zweiten Mal der Tag der Gestüte statt. Initiiert von German Racing öffneten in ganz Deutschland Vollblutgestüte ihre Tore und boten seltene Einblicke in die faszinierende Welt der Vollblutzucht. Mehr als 700 Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, um die tägliche Arbeit in einem Gestüt zu erleben und außerdem viele Informationen zur Vollblutzucht und zum Galopprennsport zu erhalten.


Nicht nur im Gestüt Fährhof in Niedersachsen mussten zwei Führungen eingerichtet werden, um die große Anzahl an angemeldeten Personen durch die Anlage führen zu können. Nachdem die Besucher zunächst Informationen zur Historie und zu den Erfolgen des jeweiligen Gestüts erhalten hatten, wurden den Reit- und Rennsportfans ausgewählte Vollblutpferde präsentiert.


Auf dem Gestüt Schlossgut Itlingen etwa zeigte Graf Stauffenberg sechs Jährlinge, die derzeit für Auktionen vorbereitet werden. Statt der geplanten einundeinhalb Stunden führte er etwa 70 interessierte Besucher drei Stunden lang durch das Programm und führte im kurzweiligen Dialog mit Moderator Thorsten Castle die Pferdefans in die Welt der Vollblutzucht ein. Wer gut zuhörte und den Ausführungen folgte, konnte die Unterschiede im äußeren Erscheinungsbild der Pferde ausmachen und die Besonderheiten verschiedener Zuchtlinien verstehen.


Mit ausreichend Flyermaterial zum Thema Vollblutzucht und Galopprennen ausgestattet, aber auch mit einem Gutschein für ein Galopprennen auf einer deutschen Rennbahn gingen die Besucher nach Hause. Vielen von ihnen war erst an diesem Tag klar geworden, dass die Galopprennen, die sie regelmäßig besuchen, eine Leistungsprüfung und damit eine unerlässliche Auslese für die Vollblutzucht sind. Die Wiederholung der Aktion mit einer noch größeren Anzahl an Gestüten ist im nächsten Jahr vorgesehen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 15. September 2018

Rente für Supervisor nach 101 Starts über die Sprünge

Supervisor mit Mark Gier im Sattel kurz vor seinem 101. und letzten Hindernistart seiner Karriere am 22. Juli 2018 in Bad Harzburg. Foto: privat

Eine wahrlich sensationelle Karriere eines Rennpferdes ist am Sonntag, 22. Juli 2018, in Bad Harzburg zu Ende gegangen: Der 14-jährige Supervisor absolvierte im Seejagdrennen seinen letzten Start und geht nun hochverdient in Rente. "Ja, das war noch einmal ein guter Abschluss", freute sich Besitzertrainerin Cornelia Schmock über ihren treuen Wallach, der als Fünfter ins Ziel kam. Wie immer kam er exzellent über die Sprünge und auch durch den Salzmann-See, konnte dann aber das Tempo der jungen Konkurrenz nicht mehr mitgehen. Es war insgesamt seine neunte Teilnahme an einem Bad Harzburger Seejagdrennen.

 

Über die Sprünge ist Supervisor in seiner langen Laufbahn sage und schreibe 101 Mal gestartet, 14 Siege und 30 Platzierungen sprangen dabei heraus. Seine Gewinnsumme im Hindernissport beträgt 128.935 €. Dabei war sein erstes Rennen auf der Hürdenbahn am 13. Januar 2008 in Neuss alles andere als erfolgreich. Supervisor kam nicht ins Ziel, wurde von seinem Reiter Michael Engelke angehalten. Doch bereits am 22. Juli 2008 war dann in Bad Harzburg der erste Treffer fällig. Unter Oliver Schnakenberg startete Supervisor seine Siegesserie. Genau vier Jahre später, am 22. Juli 2012, schnappte sich der Wallach auch einmal das Bad Harzburger Seejagdrennen unter Bohumil Klein.

 

Auf der Flachbahn absolvierte Supervisor insgesamt nur fünf Starts. "Das konnte er einfach nicht. Sein großes Plus war die Sicherheit beim Springen, eben ein echter Ankommer", so Cornelia Schmock. Wie auch beim Abschlussrennen am 22. Juli 2018 in Bad Harzburg, genau zehn Jahre nach dem ersten Sieg des Wallachs in seiner Laufbahn am selben Ort. 

Belgien erschwert Starts für deutsche Pferde in Handicaps

Deutsche Starter gibt es in Belgien, vor allem auf der Sandbahn in Mons-Ghlin, häufig. Durch eine neue Regelung wird es deutschen Pferden in Zukunft erschwert, in belgischen Handicaps zu starten.

 

Wie das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen im Wochenrennkalender vom 14. August bekannt gibt, gilt ab sofort folgende Regelung:

 

"Wie bisher gilt:
1. Das Pferd hat ein Handicap-Rating in Belgien oder
2. Das Pferd hat in Belgien in Flachrennen teilgenommen
- mindestens 2x gelaufen und dabei 1x gewonnen
- mindestens 2x unter den ersten 4 platziert gelaufen
- mindestens 3x gelaufen
oder
3. Das Pferd hat ein Handicap-Rating im Ausland und hat mindestens einmal an einem Altersgewichtsrennen in Belgien teilgenommen.


Der letztgenannte Halbsatz ist eine neue Anforderung und erschwert die direkte Teilnahme in Ausgleichen in Belgien. Wir werden in Harmonisierungsgesprächen diese verstärkte Ausgrenzung auch gegenüber den hiesigen Regelungen zur Sprache bringen und versuchen wieder eine bessere Harmonisierung zu ermöglichen."

Von Besitzertrainern unterstütztes Rennen an Walter Maurer

Armin Weidler (links), 2. Vorsitzender des Vereins Deutscher Besitzertrainer, übergab bei der Siegerehrung die Ehrenplaketten des Vereins Deutscher Besitzertrainer an Walter Maurer und Stefanie Koyuncu. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer war am Sonntag, 26. August 2018, in Miesau Mitsponsor eines der fünf Galopprennen. Im Ausgleich IV über 2.350 Meter um den "Preis des Gestüts Ohlerweiherhof und des Vereins Deutscher Besitzertrainer", einem Wertungslauf für das Turfchampionat Südwest 2018, setzte sich ein Besitzertrainer durch. Für Walter Maurer gewann der 6-jährige Wallach Giant Grizzly mit Stefanie Koyuncu im Sattel. Die Besitzertrainer-Zweierwette machte Hans-Jürgen Palz mit Heraclius (Rebecca Danz) perfekt. Dritter wurde Turfdiva von Trainerin Regine Weißmeier (Fabian Xaver Weißmeier).

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2018

Hamburg, 1. Juli

  • Torsten Reineke – Santiano
  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom
  • Wilfried Schütz – Medaillon

Haßloch, 1. Juli

  • Christian Peterschmitt – Theo Danon
  • Horst Rudolph – Olkaria
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Hamburg, 4. Juli

  • Pavel Bradik – Adel verpflichtet

Hamburg, 5. Juli

  • Isabell Kreger – Jet Setter
  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Hamburg, 7. Juli

  • Jutta Pohl – Bective
  • Lucien W. J. van der Meulen – Infamous Lawman
  • Maria Nienstädt – Lady Leoso

Hamburg, 8. Juli

  • Torsten Reineke – Santiano

Blieskastel, 8. Juli

  • Christian Peterschmitt – Diep Riever
  • Stefanie Britz – Islington

Chantilly, 9. Juli

  • Hella Sauer – Gold Lake

Dresden, 14. Juli

  • Frank Lippitsch – Prince of Stars

Zweibrücken, 15. Juli

  • Fabienne Gerstner – Malvia
  • Alfred Renz – Arizona
  • Thomas Gries – Troyanda

Köln, 15. Juli

  • Olga Laznovska – Burma King

Mülheim, 16. Juli

  • Martina Grünewald – Kimbarjano

Bad Harzburg, 20. Juli

  • Maria Nienstädt – Humpry

Bad Harzburg, 21. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Bad Harzburg, 22. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind

Hoppegarten, 25. Juli

  • Daniel Paulick – Hexi Galaxy

Bad Harzburg, 26. Juli

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Marc Timpelan – Torqueville

Bad Harzburg, 28. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind
  • Maria Nienstädt – Humpry

Bad Harzburg, 29. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon und Wutzelmann
  • Wilfried Schütz – Medaillon

Erbach, 29. Juli

  • Philipp Berg – Rock Academy
  • Michael Klapschus – Serko
  • Stefanie Britz – Islington
  • Horst Rudolpf – Cazador

Köln, 30. Juli

  • Erika Keller – Pressure
 
 

El Donno siegt im von den Besitzertrainern unterstützten Rennen

Siegerplaketten des Vereins Deutscher Besitzertrainer erhielt das Team um El Donno aus den Händen von der Vorsitzenden Karen Kaczmarek und der Schatzmeisterin Gudrun Busch. Foto: privat

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hatte kurzfristig beschlossen, den Harzburger Rennverein bei der Austragung des Zusatzrenntages am Samstag, 4. August 2018, finanziell zu unterstützen. Gemeinsam mit der Norddeutschen Besitzervereinigung bezuschussten die Besitzertrainer einen Ausgleich IV über 1.550 Meter. Das 4. Rennen des Tages wurde eine sichere Beute von El Donno vom Stall Dominique. Der 8-jährige Wallach ist im Training bei Claudia Barsig in Dresden und kam zu seinem dritten Meetingserfolg in der 139. Bad Harzburger Galopprennwoche. Im Sattel saß André Best. Zweiter wurde Turfglocke (Roland Dzubasz/Bauyrzhan Murzabayev) vor dem Gast aus Tschechien Belinda Too (Maxim Pecheur) und Armin Weidlers Best of Heaven (Filip Minarik).

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2018

Baden-Baden, 3. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – My Mate
  • Horst Rudolph – Pissarro

Köln, 6. Juni

  • Katja Engels – Intenso
  • Lucien W. J. van der Meulen – Royal Run und Meerwind

Mannheim, 8. Juni

  • Philipp Berg – Ocean Eleven
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand

Hannover, 8. Juni

  • Jördis-Ina Meinecke – Circulate

Mons, 8. Juni

  • Alfred Renz – Redesert

Hoppegarten, 9. Juni

  • Daniel Paulick – Osumi
  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Krefeld, 10. Juni

  • Alex Taber – Sexy Girl
  • Lucien W. J. van der Meulen – Roi du Soleil und Ossiline

Rastede, 10. Juni

  • Janine Beckmann – Wheredreamsare

Dresden, 16. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom und My Mate
  • Frank Lippitsch – Prince of Stars

München, 23. Juni

  • Andrea Schwarzenbeck – Koreen

Dortmund, 24. Juni

  • Valentina Stefutti – Real Promise

Hamburg, 29. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Summershine

Hamburg, 30. Juni

  • Frank Lippitsch – Prince of Stars
  • Torsten Reineke – Starlite Express
  • Olga Laznovska – Edelstein

Der Derby-Sieger 2018 heißt Weltstar

In einem spannenden Finish setzte sich im 149. Deutschen Derby am Sonntag, 8. Juli, in Hamburg Gestüt Röttgens Weltstar (rechts) unter Adrie de Vries knapp gegen Gestüt Park Wiedingens Destino unter Martin Seidl (2. v. rechts) durch. Trainer des Siegers und des Zweitplatzierten ist Markus Klug, früherer Besitzertrainer und immer noch Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer. Foto: Marc Rühl

Was ist Qualität?

Leserbrief von unserem Mitglied Dr. Renate Fries-Jung an die Sport-Welt vom 18. Juni 2018

 

Herr Schneider aus Baden-Baden schreibt in seinem Leserbrief, dass er keinesfalls möchte, dass die Qualität im Rennsport  durch die 44 kg Pferde weiter sinkt. Er geht davon aus, dass er durch Investition eines höheren Kaufpreises Rennleistung quasi erzwingen kann. Ich kann mich erinnern, dass vor vielen Jahren der Bestseller der Auktion nicht mal ein B-Rennen gewinnen konnte.

 

 Er sagt richtig, dass der Vollblutsport eine Zucht- und Leistungsprüfung ist, aber es geht nicht nur um Frühreife und Schnelligkeit! Es geht auch um Härte, die als einzige Eigenschaft neben Harmonie im Exterieur auch für die Landespferdezucht von Interesse ist, was auch zu den ausgewiesenen Zielen der Vollblutzucht gehört. Was soll man dazu sagen, wenn von den diesjährigen Derbyanwärtern schon mindestens 3 ehemals aussichtsreiche Kandidaten die Reise nach Hamburg nicht mehr antreten können und wohl auch keine Rennbahn mehr betreten? Oder wenn Derbysieger direkt nach dem Sieg gesundheitsbedingt nur noch als Deckhengst aufgeboten werden können? Ob sie wohl Härte vererben?

 

Was ist es wert, wenn eine Stute in einem schlecht besetzten Listenrennen mit einer einzigen Platzierung  Black Type erwirbt? Was sagt Herr Schneider dazu, dass unser Kiowa mit seinem miesen GAG von 44 kg mit seinen 2 Vorjahressiegen mehr Geld verdient hat, als einige mir bekannte Black-Type Pferde? Qualität ist für mich etwas ganz anderes! Da ist z.B. der unglaubliche Danon Perth, der 12-jährig in Bad Harzburg in einer Woche 3 Rennen gewann, der treue Vesuv und der eisenharte Supervisor, die mit 14 Jahren immer noch kleine Platzgelder mit nach Hause bringen, weil sie kerngesund sind. Oder unser Scandal Spark, der mit 12 Jahren seinen 100. Lebensstart mit 2 Schrauben in der Fessel siegreich gestalten konnte und eine Lebensbilanz von 12 Siegen und 38 Plätzen aufzuweisen hat. Dies sind auch die Pferde, die den radikalen Tierschützern den Wind aus den Segeln nehmen was unseren Sport angeht und zu denen treue Besucher eine Bindung und Liebe aufbauen. 

 

Wenn unser bildschöner Schimmelhengst im Osten lief, kamen die Kinder an den Führring gerannt und brüllten: “Da isser ja!“ Und ein Zuschauer reiste uns überall hin nach, um ihn laufen zu sehen, zu wetten, ihm den Hals zu klopfen und beim Trockenführen zuzusehen. Auch unser Chilas hat sicherlich auch nicht mit Spitzen GAG 10 Siege allein für uns gewonnen und ist mit 30 Jahren als gesundes Pferd an Altersschwäche gestorben. Auch Kiowa hat mit seinen bisher 11 Siegen einen hohen Bekanntheitsgrad und mit seiner zuverlässigen Art als Frontrenner seine Rennen zu gestalten ist er für manche ein Kultpferd. Dieses sind die liebenswerten Seiten unseres Sportes, die uns eine positive Besucherbindung bescheren.

 

Natürlich ist das Können der Pferde, wie alles in der Biologie, aufgeteilt nach der Gauss`schen Verteilungskurve. Wo will der Briefschreiber diese kappen? Bei 60 kg vielleicht oder höher? Wie viele Rennbahnen will er durch den Ausfall der entsprechenden Rennen noch dafür schließen? Und die kleinen Trainer, Ausmister, Arbeitsreiter und auch Jockeys, die mit Liebe ihren Job machen, sollen die dann Hartz IV beziehen? Was für eine tolle Volksfeststimmung mit Begeisterung für das Zocken und die Pferde und damit Anziehungskraft für unseren Sport üben Rennen in Cuxhaven, Quakenbrück, Verden und die kleinen Bahnen im Südwesten aus?!

 

Wie jeder weiß, sind hier nicht die Spitzenpferde unterwegs! Ein Rennen mit 44 kg Pferden unterscheidet sich optisch für den einfachen Zuschauer nicht von einem Grupperennen. Es laufen wunderschöne Pferde um die Wette und in diesen Rennen wird meistens die beliebte Viererwette angeboten, wie auch am Sonntag in Köln, da es fast nur hier immer so viele Starter gibt. Im Übrigen kann bei 16 Pferden auch immer nur einer seinen GAG aufstocken, während die anderen absinken, während in Rennen mit 8 Pferden die Chance doppelt so hoch ist. 

 

Weder wir Besitzertrainer noch unsere Pferde möchten im ländlichen Turniersport enden, sondern weiterhin mit Liebe und Sachverstand  unsere gute Arbeit  machen. Herr n Schneider wünsche ich, dass  es ihm nie passieren wird, dass sein teuerst gekauftes Pferd nur 44 kg kann oder gar nicht ans Laufen kommt, und wenn ihm die Klasse F-Rennen zu banal sind, kann er ja nach den Gruppe-Rennen nach Hause fahren. 

Landgericht Köln trifft Entscheidung im Derbyverfahren

Das Landgericht Köln hat am Donnerstag, 28. Juni, in dem Verfahren Pudwill gegen das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. folgende Entscheidung verkündet:


Es wird festgestellt, dass die Entscheidung des Renngerichts der Beklagten vom 3. April 2017 betreffend das IDEE 147. Deutsche Derby vom 10. Juli 2016 in Hamburg unwirksam ist. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Kläger zu 2/3 und die Beklagte zu 1/3.

 

Das Urteil mit der Begründung wird dem Direktorium per Post in der kommenden Woche zugestellt.

 

Die Entscheidung entspricht den Hinweisen des Gerichts in der mündlichen Verhandlung und den Erwartungen des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen. Lediglich der Hilfsantrag ist im zuerkannten Umfang begründet. Die zweite Entscheidung des Renngerichts war wegen eines Verfahrensfehlers aufzuheben.

 

Das Landgericht bestätigt mit der Entscheidung die bisherige Rechtsprechung, wonach es auf die sportlichen Entscheidungen des Verbandes keinen Einfluss nimmt und hat daher auch den Antrag der Gegenseite auf Disqualifikation zurückgewiesen. Es stärkt die Verbandsgerichtsbarkeit, indem das Gericht klarstellt, dass über die Folgen des Bruchs sportlicher Regeln nicht die Justiz, sondern allein der Sport mit seinen zuständigen Instanzen entscheidet.

 

Die weiteren Schritte wird das Direktorium gemeinsam mit seinem Anwalt nach Eingang des Urteils mit Begründung besprechen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 28. Juni 2018

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2018

Hannover, 1. Mai

  • Katja Engels – Leonarda

Waregem, 6. Mai

  • Jana Kocanova – Landadel

Dortmund, 10. Mai

  • Katja Engels – Leonarda
  • Olga Laznovska – Fighting Soldier

Magdeburg, 10. Mai

  • Marc Timpelan – Torqueville

Haßloch, 10. Mai

  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand

Krefeld, 13. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master

Mülheim, 15. Mai

  • Wilfried Schütz – Medaillon
  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy

Düsseldorf, 19. Mai

  • Anja Kleffmann – Amazing Moon
  • Andrea Friebel – Holtby

Saarbrücken, 20. Mai

  • Christof Schleppi – Dawn Prayer
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand und Cazador
  • Philipp Berg – Rock Academy

Köln, 21. Mai

  • Laura Giesgen – Le Roi Du Temps

Mons, 25. Mai

  • Caroline Fuchs – Baroncello

Dortmund, 26. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Roi du Soleil

Baden-Baden, 30. Mai

  • Doreen Müller – Modina
 
 

13 erfolgreiche Prüfungen beim Lehrgang

Die erfolgreichen Prüflinge des Besitzertrainer-Lehrgangs 2018 mit der Prüfungskommission und DVR-Geschäftsführer Jan Antony Vogel. Foto: privat

Fast drei Wochen hieß es beim diesjährigen Besitzertrainer-Lehrgang in Köln vom 25. April bis zum 10. Mai wieder lernen, lernen und nochmals lernen, um mit allen Facetten des Galoppsports vertraut zu sein. Am 11. Mai stand dann die Abschlussprüfung mit Praxis in Weilerswist bei Trainer Christian von der Recke und anschließend in der Theorie im Sitzungsraum des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen auf der Tagesordnung.

 

Groß war natürlich die Erleichterung bei 13 Teilnehmern, als ihnen von der Vorsitzenden der Prüfungskommission Erika Mäder mitgeteilt wurde: „Sie haben bestanden!!!“ Lediglich eine Nachprüfung musste angesetzt werden.
 
Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sind:

Laura Hamann, Erwin Hinzmann, Tatjana Herrmann, Mandy Kriegsheim, Sandy Lees, Melissa Maya, Silke Osenberg, Mark Ratering, Chirodea Razvan, Christoph Steiner, Swen Straßmeier. Saskia Wagner und Kristina Winter.
 
Mehr zum Thema „Wie werde ich Besitzertrainer?“ ist hier zu erfahren.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2018

Sonsbeck, 1. April

  • Laura Giesgen – Anna Sophie

Saarbrücken, 2. April

  • Philipp Berg – Ocean Eleven
  • Christian Peterschmitt – Mantano
  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Nina Schneider – Polished Silver 

Köln, 2. April

  • Caroline Fuchs – El Torito

Hannover, 2. April

  • Luisa Wöhling – Voladora

Mülheim, 3. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Athalyna
  • Wilfried Schütz – Dragoslav 

Köln, 15. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Athalyna
  • Janine Beckmann – Pancho Villas

Zweibrücken, 15. April

  • Stefan Birner – Lotus
  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Mons, 16. April

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Hoppegarten, 22. April

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss the Wind

Krefeld, 22. April

  • Ulrich Thomas – Ziro

Köln, 24. April

  • Janine Beckmann – Pancho Villas
  • Lucien W. J. van der Meulen – Infamous Lawman

Mons, 27. April

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Magdeburg, 27. April

  • Heiko Kienemann – Irish Prinzess

Magdeburg, 28. April

  • Daniel Paulick – Ma jolie cherie

Düsseldorf, 29. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Weltwunder und Emirati Spirit

Mannheim, 29. April

  • Alfred Renz – Arizona
  • Matthias Schwinn – Betsy Coed
 
 

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Karlsruhe

Siegerehrung in Karlsruhe. Für den Verein Deutscher Besitzertrainer überreicht der 2. Vorsitzende Armin Weidler (rechts) die Plaketten des Vereins an das erfolgreich Team um Girandolo. Foto: privat

Beim traditionellen Renntag auf der Sandbahn in Karlsruhe am Sonntag, 6. Mai 2018, trat der Verein Deutscher Besitzertrainer als Mitsponsor des Preises der Firma Möbel RIVO Achern auf. Den Ausgleich IV über 2.200 Meter gewann der Favorit Girandolo. Der 5-jährige Wallach wird von Regine Weißmeier trainiert. Ihr Sohn Fabian Xaver Weißmeier saß im Sattel. Rang zwei ging an den 9-jährigen Wallach Fuscano (Trainer Uwe Schwinn/Reiter Mark Gier). Den dritten Platz belegte Besitzertrainerin Janine Beckmann mit dem 11-jähren Wallach Wheredreamsare, den sie auch selber ritt. 

Landgericht bestätigt Autonomie der Verbandsgerichtsbarkeit

Am Landgericht Köln wurde am 3. Mai über die Klage von Horst Pudwill, dem Besitzer von Dschingis Secret, gegen das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen verhandelt. Dabei geht es um die möglichen Disqualifikationen des Erst- und Zweitplatzierten beim Derby 2016.


Die Zivilkammer hat klargestellt, dass sie grundsätzlich nicht in die Autonomie der Verbandsgerichtsbarkeit eingreift. Das Gericht prüft nur grobe Verfahrensmängel. Der beklagte Verband sei frei, Rennen zu veranstalten, Regeln festzusetzen und Platzierungen auszusprechen. So könne auch eine Disqualifikation von Pferden nur durch das Verbandsgericht erfolgen.


Auf den Hinweis des Gerichts stellten die Kläger den Hilfsantrag festzustellen, dass die Entscheidung des Oberen Renngerichts und des Renngerichts unwirksam sind. Das Gericht wird am 28. Juni eine Entscheidung verkünden.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 3. Mai 2018

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2018

Dortmund, 9. März

  • Georg Mayer – Magic Quercus
  • Horst Rudolph – Southern Comfort und Bill Ferdinand
  • Dirk Lüker – Faintly
  • Caroline Fuchs – Baroncello

Neuss, 13. März

  • Janine Beckmann – Tribesman
  • Caroline Fuchs – El Torito
  • Frank Maurer – Pleasant Princess

Dortmund, 17. März

  • Michael Alles – Lucy Bee

Dortmund, 23. März

  • Hella Sauer – Sussudio
  • Barbara Sofsky-Prappacher – Decadent Times

Mannheim, 25. März

  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Martin Schu – Kerecsen
  • Stefan Birner – Smoke on the Water

Düsseldorf, 25. März

  • Selina Ehl – Voices of Kings
  • Lucien W. J. van der Meulen – Ossiline
  • Claus Thomas – Power of Paradise
  • Angela Riese – Dylan

Bremen, 30. März

  • Pavel Bradik – Adel Verpflichtet
 
 

Dschingis Secret ist Galopper des Jahres 2017

Dschingis Secret ist Galopper des Jahres 2017.

Ovationen für einen verdienten Sieger: Dschingis Secret und Trainer Markus Klug wurden am Ostermontag (2. April) von den Turffreunden in Köln frenetisch gefeiert nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses des Galopper des Jahres 2017. Mit einer Mehrheit von 56,6 Prozent gewann Dschingis Secret aus dem Besitz von Horst Pudwill bei der ältesten deutschen Publikumswahl gegen die Mitkontrahenten Guignol und Windstoß.

 

Am Ende war die Entscheidung eindeutig: Dschingis Secret ließ seine beiden Konkurrenten im Rennen um den Titel Galopper des Jahres 2017 hinter sich. 56,6 Prozent aller abgegebenen Publikumsstimmen fielen auf Dschingis Secret. Damit reiht sich der neueste Titelträger in die Nachfolge echter Galopper-Cracks wie Iquitos (2016), Sea The Moon (2014), Novellist (2013) und die Top-Stute Nightflower (2015) ein.

 

Die feierliche Ehrung des Galopper des Jahres fand im Rahmen des heutigen Saisonauftakt-Renntages in Köln statt. Der neue Präsident des deutschen Galopprennsports Dr. Michael Vesper übernahm die Prämierung des Siegers. Dschingis Secret setzte sich gegen Windstoß (32,8 Prozent) durch. Guignol musste sich mit 10,6 Prozent der Publikumsstimmen mit Platz drei zufrieden geben.

 

Ulli Potofski moderierte die Prämierung und ließ es sich nicht nehmen, Pferd und Trainer live vor Ort zu präsentieren. Dschingis Secret posierte zufrieden für die Besucher des Kölner Renntages. Im Anschluss an die Prämierung wurden die drei Hauptgewinne des Gewinnspiels aus allen Teilnehmerkarten gezogen. Die Gewinner können sich unter anderem über eine Reise für zwei Personen zum Deutschen Derby nach Hamburg freuen.
 
Trainer Markus Klug aus Köln-Heumar darf sich mit dem „Galopper des Jahres 2017“ über einen Top-Titel freuen! Wie zu erfahren war, wird er nicht nur Dschingis Secret sondern auch den Zweitplatzierten Windstoß in das erste Rennen der German Racing Champions League, den Gerling-Preis am 6. Mai in Köln, schicken. Damit wird es schon bald ein Wiedersehen und ein packendes Rennen mit den Top-Galoppern geben.

 

German Racing führte die Wahl gemeinsam mit Wettstar und der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e. V. sowie der Westdeutschen Zeitung als Medienpartner durch.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 2. April 2018

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2018

Dortmund, 2. Februar

  • Dirk Lüker – Faintly

Neuss, 6. Februar

  • Martin Schu – Tapering und Hippocrene

Dortmund, 14. Februar

  • Dirk Lüker – Ohne Tadel
  • Caroline Fuchs – Baroncello
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand
  • Luisa Wöhling – Voladora

Neuss, 27. Februar

  • Stefan Birner – Lotus
  • Selina Ehl – Voices of Kings
  • Barbara Sofsky-Prappacher – Decadent Times
 
 

DVR-Jahreskonferenz mit Präsident Michael Vesper

Michael Vesper wird als neuer Präsident bei der Jahrespressekonferenz des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen vorgestellt. Foto: Effgen

Der fünf Tage zuvor von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. gewählte Dr. Michael Vesper (65) stellte sich bei der jährlichen Pressekonferenz des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. (am 19. März 2018 in den Räumen des Galopper-Dachverbandes in Köln) erstmals im neuen Amt den zahlreich angereisten Journalisten vor und stand den Medien-Vertretern Rede und Antwort.


Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist die neue Führungspersönlichkeit des hiesigen Turfs als Nachfolger des seit 2009 amtierenden Albrecht Woeste.
Vesper gilt als Top-Führungsperson im deutschen Sport: Er hatte sich bei der Fusion des Nationalen Olympischen Komitees mit dem Deutschen Sportbund (DSB) zum DOSB verdient gemacht. Dr. Michael Vesper gilt als Enthusiast sowie als ein eloquenter, harter und ausdauernder Kämpfer mit einem umfangreichen Netzwerk, das er seit seiner Zeit als Politiker akribisch gepflegt und ausgebaut hat. Davon kann der Rennsport nur profitieren.


Vesper gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Partei DIE GRÜNEN und war Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag in NRW. Von 1995 bis 2005 wirkte er als Mitglied der NRW-Landesregierung in verschiedenen Ressorts, zuletzt als Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport.  In dieser Zeit bekleidete er auch das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten unter Johannes Rau und Wolfgang Clement. Im Juni 2005 wurde Vesper zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt. Wegen seines Wechsels zum DOSB legte er sein Landtagsmandat Ende September 2006 nieder. Vesper ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Köln.


Dr. Michael Vesper zu seiner neuen Führungsrolle im Galopprennsport: „Es ist eine Freude und Ehre, mich heute mit meiner neuen Aufgabe der Presse vorzustellen. Ich freue mich sehr darauf. Zwar komme ich nicht aus dem Galopprennsport, aber dem Sport insgesamt bin ich sehr verbunden, denn ich war über elf Jahre Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zunächst heißt es für mich, zu lernen und mich in den Rennsport einzuarbeiten. Meine Hauptaufgaben in der ersten Zeit sind die Strukturen und deren Reform im Direktorium und der Wettbereich. Darüber hinaus wird es darum gehen, den Galopprennsport noch stärker positiv in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Liebe zum Sport gehört zu meiner DNA. Jetzt steht der Galopprennsport an erster Stelle.“


Jan Antony Vogel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Direktorium, ergänzte: „Wir wollten eine Persönlichkeit an der Spitze des Verbandes, die uns im politischen Bereich Türen öffnet und viele Dinge umsetzt. Ich denke, wir haben mit Herrn Dr. Vesper eine sehr gute Wahl getroffen und werden gemeinsam einiges bewegen.“


Bei einem Rückblick auf die Saison 2017 und gleichzeitigem Ausblick auf 2018 erklärte Jan Antony Vogel: „Erfreulich ist, dass wir wieder, wie bis 2012, als Begünstigte in den Landeshaushalt aufgenommen wurden. Wir haben hier eine schon sehr positive Regelung in Nordrhein-Westfalen erreichen können. Es ist wichtig pro-aktiv tätig zu werden. dann kann man bei Gesetzgebungsverfahren viel erreichen. Wir brauchen auch die Mittel aus der Buchmacher-Rennwettsteuer-Rückvergütung. Ein Problemkreis ist die Wirtschaftlichkeit der Rennvereine, deren Situation weiterhin sehr angespannt ist.“


Vogel bedauerte in diesem Zusammenhang den Verlust des Standortes Frankfurt und den drohenden Verlust der Rennbahn Bremen, erwähnte aber auch die positive Entwicklung in Mülheim, wo die Zukunft durch die Bildung eines neuen Rennclubs gesichert ist. „Hier zeigt sich, was möglich ist, wenn der Rennsport zusammen steht“, so Vogel, der auch auf den sehr guten Zuschauerzuspruch bei den Grasbahn-Veranstaltungen in Deutschland hinwies. Eine Wett-App, in Zusammenarbeit mit German Tote, sei in Kürze geplant und eines von mehreren Projekten.

 

Eine Video zur Pressekonferenz finden sie hier: www.german-racing.com/gr/aktuelles/meldungen/20180319-jahrespressekonferenz-2018.php

 

 

Pressemitteilung von German Racing vom 19. März 2018

Michael Vesper neuer Präsident - Albrecht Woeste Ehrenpräsident

Michael Vesper (links) löst Albrecht Woeste als Präsident des deutschen Galopprennsports ab. Woeste wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Die Mitgliederversammlung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. hat am 14. März 2018 den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Michael Vesper (65) zum neuen Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. gewählt. Vespers Wahl ist eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des hiesigen Rennsports. Er bekleidete bis Ende des Jahres 2017 das Amt des Vorstandsvorsitzenden des DOSB. Als Politiker und Sportfunktionär war Vesper der Wunschkandidat des Präsidiums beim Galopper-Dachverband. Die Mitglieder schlossen sich nun diesem Votum an.


Michael Vesper wird Nachfolger des seit 2009 amtierenden Albrecht Woeste, der für seine großen Verdienste in seiner Amtszeit von den Mitgliedern gebührend geehrt und zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Nach seiner Wahl erklärte Michael Vesper: „Ich freue mich über das große Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und auf die Aufgaben, die als Präsident des deutschen Galopprennsports auf mich zukommen.“ 


Der ehemalige DOSB-Vorstand Vesper hatte sich bei der Fusion des Nationalen Olympischen Komitees mit dem Deutschen Sportbund (DSB) zum DOSB verdient gemacht. Er gilt als Enthusiast sowie als ein eloquenter, harter und ausdauernder Kämpfer mit einem umfangreichen Netzwerk, das er seit seiner Zeit als Politiker akribisch gepflegt und ausgebaut hat. Davon kann der Rennsport nur profitieren.


Vesper gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Partei DIE GRÜNEN und war Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag in NRW. Von 1995 bis 2005 wirkte er als Mitglied der NRW-Landesregierung in verschiedenen Ressorts, zuletzt als Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport. In dieser Zeit bekleidete er auch das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten unter Johannes Rau, Wolfgang Clement und Peer Steinbrück. Im Juni 2005 wurde Vesper zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt. Wegen seines Wechsels zum DOSB legte er sein Landtagsmandat Ende September 2006 nieder. Michael Vesper ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Köln.


Neben der Wahl von Michael Vesper bildeten vor allem Informationen über die Struktur und Strategie des Galopprennsports 2018, sowie Entwicklungen der DVR Wettbetriebs GmbH und der DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs GmbH wichtige Tagesordnungs-Punkte der Mitgliederversammlung. Zudem stimmten die Mitglieder einer Rennordnungsänderung ab dem 1. April 2018 zu, die die Disqualifikationsregeln international harmonisiert. Über besondere Bestimmungen wie die Besitzerprämien, Fördermaßnahmen und Maßnahmen zur Förderung des Hindernissports sowie Strategien im PR/Marketing-Bereich wurde den Mitgliedern des Weiteren berichtet.

 

Pressemitteilungen von German Racing vom 14. und 15. März 2018

Vogel zu Gast bei der Mitgliederversammlung in Köln

Jan Antony Vogel stelle die Situation des deutschen Galopprennsports da und beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmern an der Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hielt am Samstag, 17. Februar 2018, im Sitzungsraum des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen in Köln seine Mitgliederversammlung ab. Neben den Regularien (Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung) fand auch ein intensives Gespräch mit dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Direktoriums Jan Antony Vogel statt.

 

Der Chef-Manager des deutschen Galopprennsports betonte, dass er die aktuelle Situation nicht so düster sehe, wie oft gesagt. „Wir haben eine herausragende Zucht, gesunde Strukturen und auch ausreichende Startmöglichkeiten für das vorhandene Pferdematerial“, so Vogel. „Allerdings würden die Rahmenbedingungen durch staatliche Vorgaben nicht einfacher“, wies er auf geplante Veränderungen bei den Tierschutzleitlinien hin. So würden Starts von 2-jährigen Pferden im Leistungssport sehr kritisch gesehen, aber auch die Haltungsbedingungen stünden auf dem Prüfstand. Zudem müsse gesellschaftliche Anerkennung des Galopprennsports wieder besser werden.

 

Finanziell, so Vogel weiter, sei der Dachverband in der Lage, seine Planungen auch umzusetzen. Dabei sollen die Rennvereine mehr Unterstützung erfahren, ohne aber vorhandene regionale Verwurzelung aufzugeben. Gerade bei der Infrastruktur auf vielen Rennbahnen gebe es dringenden Handlungsbedarf. „5 bis 6 Millionen Euro sollten wir in den Sport stecken. Dabei haben für mich die Sandbahngeläufe nicht die oberste Priorität.“ Aufbauen könne der Galoppsport dabei auf gute Zuschauerzahlen. Allerdings sei es wichtig, auch den Totoumsatz wieder zu verbessern. „Wir müssen die Pferdewette interessanter machen“, zielt Vogel dabei durch neue Produkte besonders auf die breite Masse der Sportwetter ab, die keinen direkten Bezug zu Galopprennen hat.

 

Für Vogel soll über die Strukturreform German Tote mit der PMU gestärkt und der Medienbereich deutlich besser aufgestellt werden. „Dafür sowie für die Zusammenarbeit mit den Rennvereinen und dem Bereich Wetten wird es dann einen neuen Manager oder eine neue Managerin geben.“

 

Im Anschluss an die Versammlung referierte Gesundheitsbotschafterin, Medizinprodukteberaterin- und Fachreferentin Irene Sänger über die Physikalische Gefäßtherapie BEMER. Informationen dazu sind unter www.saenger.bemergroup.com oder direkt bei Irene Sänger, irenesaenger(at)aol.com, 0170 89 66 227, zu erhalten. 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2018

Neuss, 1. Januar

  • Olga Laznovska – Edelstein
  • Selina Ehl – Voices of Kings
  • Joachim Schriever – Bayswater
  • Markus Waldemar Falk – Romantc Angel

Dortmund, 12. Januar

  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Michael Alles – Lucy Bee
  • Olga Laznovska – Edelstein

Mons, 20. Januar

  • Alfred Renz – Redesert
  • Christian Peterschmitt – Beacon Hill

Dortmund, 23. Januar

  •  Horst Rudolph – Bill Ferdinand
  • Georg Mayer – Magic Quercus

Neuss, 27. Januar

  • Olga Laznovska – Welkando
 
 

Keine Insolvenz des Neusser Reiter- und Rennvereins

Eine Insolvenz des Neusser Reiter- und Rennvereins ist abgewendet worden, nach Beschluss des Stadtrates vom 2. Februar 2018. Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet, dass die Stadt weiterhin für einen Kredit, der 2001 für die Flutlichtanlage aufgenommen wurde, bürgt. Der Verein müsse aber nun bei jeder Fälligkeit mit Zahlen belegen, dass er die Zahlungen eigenständig nicht leisten kann.

Zur Begründung heißt es: „Denn angeblich soll er künftig jährlich 150.000 Euro vom Dachverband bekommen - und Geld vom Landesfinanzministerium, das den Galoppsport in NRW jährlich mit 1,2 Millionen Euro aus dem Glücksspielgeschäft bedenken will.“

 

Quelle: GaloppOnline vom 4. Februar 2018

Frankfurter Rundschau: "Millionenklage des Rennklubs gegen die Stadt"

GaloppOnline.de berichtet am 1. Februar 2018 zur Situation in Frankfurt:

Im Grunde sind Fronten im Kampf um den Erhalt der Frankfurter Rennbahn geklärt. Im Herbst dieses Jahres will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf dem Gelände in Niederrad mit dem Bau seiner Akademie beginnen. Die Tribüne soll bereits im März abgerissen werden. Die Galopper werden weichen.

 

Doch juristisch ist die „Causa Frankfurt“ noch längst nicht ausgestanden. Wie die „Frankfurter Rundschau“ (FR) berichtet, hat der Rennklub Frankfurt eine Millionenklage gegen die Stadt eingereicht. „Vor dem Landgericht machen die Freunde des Turfs geltend, dass die 2,98 Millionen Euro, die von der Kommune an den früheren Rennklub-Präsidenten Manfred Hellwig gezahlt worden waren, eigentlich ihnen zugestanden hätten“, berichtet die FR.

 

„Nach dem Vertrag, den wir mit der Stadt hatten, mussten Überschüsse an den Rennklub weitergeleitet werden,“ so der Vizepräsident Carl-Philip zu Solms-Wildenfels in der FR. Und weiter schreibt die Zeitung. „Tatsächlich habe Hellwig das Geld von der Stadt aber in die eigene Tasche gesteckt, ‚unter anderem für ein Weingut in Spanien‘“. Schon Mitte 2017 berichtete die FR, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges gegen Hellwig ermittelt.

 

 „Die Stadt hat sich von Hellwig an der Nase herumführen lassen“, so Solms-Wildenfels. Außerdem will der Rennklub  vor der EU-Kommission die Stadt erneut wegen verbotener Subvention anzeigen. Der Bausachverständige Holger Schmidt-Isermann hat im Auftrag von Solms-Wildenfels bereits ein Gutachten zum Wert des Rennbahn-Geländes erarbeitet.

 

Schmidt-Isermann kommt zu dem Ergebnis, dass das Gelände auf dem sich die Rennbahn befindet einen tatsächlichen Wert von 21,9 Millionen Euro besitze. Der DFB muss aber lediglich einen Bruchteil von 6,9 Millionen Euro an die Stadt zahlen. „Es ist also in erheblichem Maße unzulässig subventioniert worden“, sagte zu Solms-Wildenfels der FR weiter.

 

Ein weiteres Hindernis stellt für den DFB aktuell die Tatsache dar, dass sich auf dem Rennbahn-Gelände drei geschützte Tierarten befinden, die vor Baubeginn der Akademie umgesiedelt werden müssten. Auf dem Rennbahn-Gelände leben etwa der Heldbockkäfer, Schwalben und Fledermäuse.

Verein Deutscher Besitzertrainer fördert auch 2018 den Galoppsport

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird auch 2018 den deutschen Galopprennsport wieder finanziell unterstützen. Wie in den Vorjahren stehen dazu insgesamt 7.000 Euro nach Beschluss der Mitgliederversammlung zur Verfügung. Die Mittel kommen aus den Beiträgen der über 400 Vereinsmitglieder.

 

5.000 € werden direkt als Zuschüsse für Rennen verschiedener Rennvereine gezahlt. Das Geld soll überwiegend in Basisrennen fließen, aber auch die Förderung des reiterlichen Nachwuchses möchte der Verein Deutscher Besitzertrainer damit unterstützen. In der abgelaufenen Saison wurden Rennen in Zweibrücken, Leipzig, Rastede, Honzrath, Haßloch, Bad Harzburg und Blieskastel bedacht.  Eine Bewerbung um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich. „Bis zum 31. Januar 2018 können noch Anfragen schriftlich an uns gerichtet werden. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2018 mit einem Zuschuss vom Verein Deutscher Besitzertrainer rechnen kann“,  so die 1. Vorsitzende Karen Kaczmarek.


Mit insgesamt 2.000 Euro ist der Besitzertrainer-Cup dotiert, der 2018 zum dritten Mal ausgetragen wird und in dessen Siegerliste nach Monika Lindemann (2016) jetzt auch Horst Rudolph steht. „Im kommenden Jahr werden wir den Cup an sechs verschiedenen Rennorten austragen“, teilt Karen Kaczmarek mit. Die Rennbahnen und Termine werden Anfang 2018 bekannt gegeben. Über ein Punktsystem  werden beim Besitzertrainer-Cup  die Sieger und Platzierten ermittelt.

Starke deutsche Vollblutzucht und Top-Rennveranstaltungen

Das Jahr 2017 war gekennzeichnet durch spannende Rennveranstaltungen und eine starke deutsche Vollblutzucht. Immer wieder schaffen es unsere Trainer, ihre Pferde (2017 blieb die Anzahl der Pferde im Training stabil) auf nationale und internationale Großereignisse bestens vorzubereiten und die deutsche Vollblutzucht im In- und Auslande hervorragend zu präsentieren. Das Vertrauen der Besitzer in die deutschen Trainer dokumentiert sich in den Spitzenwerten der Pferde im Training, die zum Ende des Jahres 2017 erstmalig höher als in den  Vorjahren waren und erfreulicher Weise das Niveau von 2013 wieder erreichte.


Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 1.196 Rennen an 154 Renntagen von 31 Rennvereinen durchgeführt. Hiervon gilt nach wie vor das IDEE Deutsche Derby als das bedeutendste hiesige Zuchtrennen für die Dreijährigen, das 2017 mit dem Triumph von Windstoß einen würdigen Sieger hervorbrachte. Erstmals seit 1959 mit Uomo gewann das Gestüt Röttgen damit wieder ein Derby. Seine Klasse bewies Windstoß nach dem Derby außerdem bei seinem späteren Gruppe I-Erfolg im Preis von Europa.


Dank des großen Engagements der Rennvereine wurden 2017 viele tolle Turf-Feste gefeiert. Prickelnde Atmosphäre und guter Besucherzuspruch herrschte nicht nur bei den 44 Gruppe-Renntagen, sondern auch bei vielen anderen Rennveranstaltungen. Dabei liefen insgesamt 2.125 Pferde, wobei erfreulich festzustellen war, dass erstmals wieder mehr Zweijährige Pferde an den Start gebracht wurden (2017: 235 gelaufene Zweijährige, 2016: 204 gelaufene Zweijährige). Die Anzahl der Renntage und die Rennpreise konnte etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten werden und  bei den Rennpreisen konnte  pro Rennen sogar ein Zuwachs (2017: 11.300, 2016: 11.234) erzielt werden. In 2017 wurde somit der höchste Rennpreis pro Rennen aller Zeiten ausgezahlt.


Auch auf dem internationalen Galopp-Parkett mischten regelmäßig deutsche Vollblüter mit. Hier seien mit Noor Al Hawa (zweiter Rang in der Emirs Trophy in Katar), Red Cardinal (Sieg im Belmont Gold Cup), Wonnemond (1. Platz in der Topkapi Trophy in Istanbul), Ross (Ehrenrang in der Godolphin Mile am Dubai World Cup-Tag), Dschingis Secret (Sieg im Prix Foy in Chantilly), Distain (Erfolg im Premio Verziere in Mailand), Parviz (Dritter im Qatar Derby) sowie dem Zweijährigen Royal Youmzain  (Treffer im Gran Criterium in Mailand) nur einige genannt. Insgesamt öffneten sich in der Saison 2017 2.695 Mal die Boxen auf dem Galopp-Globus für deutsche Pferde, die im Ausland eine Gewinnsumme von 6.692.451 Euro eingaloppierten.


Es ist bemerkenswert, dass die deutsche Zucht seit Jahren seinen international hervorragenden Ruf nicht nur bestätigt sondern stetig ausbaut. Unsere Züchter sind das Fundament des deutschen Galopprennsports Die Anzahl der Zuchtstuten nähert sich wieder den Werten von 2013. Das ist ein riesiges Kompliment für die Top-Arbeit unserer Züchter. Hierfür sprechen 1.470 Zuchtstuten (in 2016: 1.460), 854 Fohlengeburten (in 2016: 851) und 51 Deckhengste (in 2016: 55).


So wird positiv auf die neue Saison geblickt. „2018 wird erneut ein spannendes Turf-Jahr, dass von Veränderungen in der Struktur des deutschen Rennsports geprägt sein wird und dem ich sehr zuversichtlich entgegenblicke“ sagt Jan Antony Vogel.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 3. Januar 2018

Bilanz der Besitzertrainer 2017 und Championatsübersicht

Bilanz 2017 der Besitzertrainer des Vereins: 265 Siege. Davon wurden 245 auf den Flachbahnen in Deutschland,vier in deutschen Hindernisrennen, 15 auf ausländischen Flachbahnen und einer in einem ausländischen Hindernisrennen erzielt. Deutscher Champion der Besitzertrainer wurde wie 2016 Lucien W. J. van der Meulen, der in diesmal 24 Rennen gewann. Rang zwei belegt Christian Peterschmitt (13) vor Olga Laznovska (12). Über die Sprünge siegte Anna Schleusner-Fruhriep (2 Siege) vor Eva Maria Herresthal und Christine Paraknewitz-Kalla (je 1).

 

Alle Champions 2017 in der Übersicht:

Flachrennen:
Trainer: Markus Klug
Berufsrennreiter: Filip Minarik und Alexander Pietsch
Besitzer: Gestüt Röttgen
Züchter: Gestüt Röttgen
Besitzertrainer: Lucien W.J. van der Meulen
Nachwuchsreiter: Robin Weber
Amateurreiter: Vinzenz Schiergen
Amateurreiterin: Lilli-Marie Engels


Hindernissport:
Trainer: Christian von der Recke
Besitzertrainer: Anna Schleusner-Fruhriep
Reiter: Sonia Daroszewski
Besitzer: Eugen-Andreas Wahler

Geht es in Mülheim weiter? Neuer Rennclub gegründet

GaloppOnline berichtet am Donnerstag, 14. Dezember, über die Neugründung des Rennclub Mülheim:

 

"In Mülheim an der Ruhr soll es weitergehen. Doch nicht mit dem alten Rennverein, wie am gestrigen Mittwochabend der Vorstand des am 2. Dezember neu gegründeten Rennclubs Mülheim an der Ruhr bei einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema „Fortführung des Renn- und Trainingsbetriebs“ im Ruderclub Mülheim mitteilte.

 

Der neue „Rennclub Mülheim“ wurde auf Anraten des Insolvenzverwalters, auf dessen Unterstützung man laut Vorstand genauso bauen kann, wie auf die der Stadt Mülheim, gegründet und wird vorläufig von Karl-Dieter Ellerbracke als Präsident geführt. Des Weiteren in der neuen Organisation tätig sind bis auf weiteres: Ulrich Zerrath als Finanzvorstand sowie Hans Bierkämper (Anlage), Dr. Manfred Bergmann (Rechtsanwalt), Günther Gudert (Sport & Organisation) und Werner Krüger (Investitionen). Auf der ersten Mitgliederversammlung soll der Vorstand bestätigt und die Satzung beschlossen werden.

 

Bereits am kommenden Montag, 18. Dezember, wird es ein richtungsweisendes Gespräch mit allen Entscheidungsträgern geben. Verantwortliche der Stadt, unter anderem der Kämmerer und der Oberbürgermeister, werden ebenso anwesend sein, wie der zuständige Insolvenzverwalter. Renntermine für das kommende Jahr sind bereits in Planung. „Wir haben beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen vier PMU-Termine reserviert,“ teilte Günther Gudert mit."

Neuss: Stadt verlängert Pachtvertrag nicht!

GaloppOnline berichtet am Freitag, 8. Dezember: 

 

"Die Stadt Neuss hat den vom Neusser Reiter- und Rennverein vorgelegten Entwurf für einen neuen Pachtvertrag abgelehnt. Diese finale Entscheidung fiel am Donnerstag, 7. Dezember, bei der Gesellschafterversammlung von Neuss-Marketing. Die Kündigung wird Ende 2019 wirksam, nachdem einstimmig die fristgerechte Kündigung von der Gesellschafterversammlung von Neuss-Marketing dem Neusser Reiter- und Rennverein ausgesprochen worden war. Somit wäre nach 144 Jahren die Geschichte des Galopprennsports in Neuss bedauerlicherweise zu Ende.

 

Oder gibt es doch noch ein Fünkchen Hoffnung? Theoretisch schon, denn die Kündigung wird erst 2019 wirksam, bis dahin könnte der Neusser Reiter- und Rennverein noch etwas so Entscheidendes auf die Beine stellen, dass ein erneuter Einstieg in die Verhandlungen über einen neuen Vertrag mit Neuss-Marketing sinnvoll erscheinen lässt. Aber so richtig glaubt an diese These wohl niemand mehr.

 

Enttäuscht über diese Entscheidung zeigte sich Jan Antony Vogel, Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins. Er sprach von keinerlei Kompromissen und Entgegenkommen seitens der gegenüberliegenden Seite. Nach den Grünen und der SPD schloss sich nun auch die CDU der Entscheidung an, die Zusammenarbeit mit dem Neusser Reiter- und Rennverein zu beenden." 

Gruppesieg für Daniel Paulick mit Ostana in Hannover

Ostana (hier beim Sieg in Leipzig) bescherte Daniel Paulick am Sonntag, 29. Oktober, in Hannover einen Gruppe-Sieg. Foto: privat

Gratulation an Daniel Paulick: In Hannover gewann der Besitzertrainer des Vereins das Gruppe-III-Rennen um den Großen Preis der Mehl-Mühlens-Stiftung Gestüt Röttgen mit der 4-jährigen Stute Ostana. Im Sattel saß Wladimir Panov.

Horst Rudolph gewinnt Besitzertrainer-Cup 2017

Horst Rudolph (hier mit Olkaria) hat sich 2017 den Besitzertrainer-Cup gesichert. Foto: privat

In Magdeburg fand am Samstag, 30. September, das Finale des Besitzertrainer-Cups 2017 statt. Nach der Starterangabe stand bereits fest, dass Horst Rudolph, der nach fünf von sechs Wertungsrenntagen mit 54 Punkten an der Spitze stand und im Herrenkrug nicht gemeldet hatte, nicht mehr einzuholen war. 1000 Euro erhält Horst Rudolph als Siegprämie.

 

Aber auf den Plätzen waren noch Verschiebungen möglich. Letztlich schaffte Daniel Paulick den Sprung von Rang fünf auf Platz drei hinter Sarah Jane Hellier (34 Zähler - 500 Euro). Paulick sammelte zu seinen bisherigen 23 Punkten im 5. Rennen des Tages drei Zähler durch Ma Joli Cherie und Ma Jument dazu und schraubte seine Bilanz im abschließenden Rennen durch den dritten Platz von Ella auf 32 Punkte. Mit 300 Euro wird dieser Rang honoriert. Die vierte Prämie (200 Euro) geht an Fabienne Gerstner (31).

 

Endstand im Besitzertrainer-Cup 2017
 
Insgesamt haben am Besitzertrainer-Cup 2017 mit jeweils drei Renntagen in Mannheim und Magdeburg 65 Besitzertrainer des Vereins teilgenommen. Über ein Punktsystem bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen wurden Sieger und Platzierte ermittelt. Pro Rennen gab es je Platzierung von Pferden der Besitzertrainer folgende Punkte zu erzielen:

 
1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt 
 

Daniel Paulick schaffte am Samstag, 30. September, noch den Sprung auf Platz drei im Endklassement des Besitzertrainer-Cups 2017. Karen Kaczmarek (links) als 1. Vorsitzendes des Vereins Deutscher Besitzertrainer und Schatzmeisterin Gudrun Busch sind die Gratulantinnen. Foto: privat

Bremer-Rennbahn: Golf-Club geht für knapp vier Millionen

Am 22. Oktober soll es wieder Galopprennen in Bremen geben. Was passiert danach? Foto: privat

Wie geht es mit der Galopprennbahn Bremen weiter? Im Gezerre um das Gelände ist am Montag, 1. Oktober, eine weitere Entscheidung gefallen. Demnach hat die Stadt Bremen dem auf der Rennbahn ansässigen Golf-Club eine Entschädigung von 3,89 Millionen Euro gezahlt und sich darauf geeinigt, den Pachtvertrag zum Ende des Jahres aufzuheben.

 

Dies berichtete der „Weser-Kurier“ am Mittwoch, 4. Oktober. Der Vertrag des Golf-Clubs lief ursprünglich noch bis zum Jahr 2034. Damit scheint der Weg für die Bebauung des Geländes frei. „Ich freue mich, dass die Einigung mit der Golf-Range zustande gekommen ist und wir nun diesen großen und wichtigen Schritt für die Entwicklung wesentlicher Teile des Rennbahn-Areals zu einem modernen Wohnquartier machen konnten“, sagte Bremens Wirtschaftssenator Martin Günther (SPD) gegenüber dem „Weser-Kurier“. Mit einer möglichen Bebauung des rund 30 Hektar großen Areals wird frühestens im Jahr 2020 gerechnet. Dem Rennverein, der seit mehr als 100 Jahren die Anlage nutzt, war im vergangenen Jahr gekündigt worden.

 

Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Rennbahn wird indes nicht aufgeben, weiter für die Bahn zu kämpfen. „Nun geht es in den Krieg, keine Kompromisse mehr“, sagte Andreas Sponbiel, ein Sprecher der Bürgerinitiative. „Auch wenn wir vom Zeitpunkt der Information zum Rauskauf der Golf-Range aus ihrem bis 2034 währenden Vertrag und vor allem der geringen Summe überrascht sind, ist nichts passiert, mit dem nicht zu rechnen war. Wir bleiben kampfeslustig und streben mit Vehemenz ein Volksbegehren zur Wahl 2019 in Bremen an, um die Rennbahn als Grünfläche und für den Sport zu erhalten.“ In diesem Jahr fanden in Bremen bislang drei Renntage statt, ein vierter ist für den 22. Oktober geplant.

 

Die Wirtschaftsbehörde hat zudem am Mittwoch noch einmal signalisiert den Rennverein zu unterstützen, falls man in den nächsten zwei Jahren weitere Veranstaltungen ausrichten möchte. Dass dies klappen könnte, dafür könnte Landolf von Kürten vom Gestüt Aesculap sorgen, der mit der Stadt einen Vertrag zur Zwischennutzung geschlossen hat. In Bremen lässt er seine Pferde von Werner Haustein vorbereiten.

 

Quelle: galopponline (05.10.2017)

Keine Rennen mehr in Frankfurt

Der Bundesgerichtshof hat am Mittwoch, 20. September, den Antrag des Frankfurter Renn-Klubs auf vorläufige Einstellung der Zwangsvollstreckung zurückgewiesen. Damit wird es zukünftig keine Rennbahn mehr in Frankfurt am Standort Niederrad geben. Der Vorstand des Frankfurter Renn-Klubs hat unter großem, persönlichen Einsatz um den Erhalt des Galopprenn-Standortes gekämpft und zeigt sich über die Gerichtsentscheidung sehr enttäuscht. Im Ergebnis ist festzustellen, dass der Galopprennsport in der Main-Metropole für den Bau einer neuen Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) weichen muss.

 

„Wir haben gemeinsam mit dem Frankfurter Renn-Klub versucht, zumindest eine Koexistenz mit dem DFB zu schaffen. Leider sind unsere Bemühungen gescheitert“, so Jan Antony Vogel, Chefmanager von German Racing. 

Quelle: German Racing

Derby 2016 ohne Veränderungen in trockenen Tüchern

Wie das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen jetzt mitteilte, hat das Obere Renngericht am 18. Juli in der Besetzung Eugen-Andreas Wahler (Vorsitzender), Michael Becker, Kai-Uwe Herbst, Rolf Harzheim, Bernd Neunzig entschieden: Die Revision des Besitzers von Dschingis Secret vom 21. April 2017 gegen die Entscheidung des Renngerichts vom 3. April 2017 betreffend das IDEE 147. Deutsche Derby vom 10. Juli 2016 in Hamburg wird einstimmig als unzulässig verworfen. Die in diesem Protestverfahren angefallenen Gerichtskosten werden gegeneinander aufgehoben. Ihre außergerichtlichen Kosten trägt jede Partei selbst. 

Windstoß schreibt Turf-Geschichte im IDEE 148. Deutschen Derby

Derby-Sieger 2017: Gestüt Röttgens Windstoß. Foto: Marc Rühl

Turf-Geschichte wurde am Sonntag im IDEE 148. Deutschen Derby, dem bedeutendsten Galopprennen des Jahres hierzulande, geschrieben: Denn der von Championtrainer Markus Klug (41) in Rath-Heumar vorbereitete dreijährige Hengst Windstoß (75:10) gewann in Hamburg-Horn mit dem erst 26-jährigen Jockey Maxim Pecheur das mit 650.000 Euro dotierte und über 2.400 Meter führende Gruppe I-Highlight in der German Racing Champions League und sorgte damit für den ersten Erfolg des traditionsreichen Gestüts Röttgen seit Uomo im Jahr 1959!


Mit gewaltigem Endspurt flog der Sohn des 2004 im Derby erfolgreichen Shirocco aus hinteren Regionen noch an allen Konkurrenten im 18er-Feld vorbei und triumphierte mit einer Länge Vorsprung. Nach Sea The Moon im Jahr 2014 schaffte Trainer Markus Klug, der mit sieben Startern einen absoluten Rekord aufstellte, schon seinen zweiten Sieg. Verständlicherweise war der gebürtige Badener so richtig erleichtert, als mit Windstoß sein besonderes Sympathiepferd triumphiert hatte. Der vom Gestüt Röttgen auch gezogene neue Derbysieger hatte im Frühjahr ein Listenrennen in Düsseldorf gewonnen, doch sein Stern ging erst so richtig beim zweiten Rang im Oppenheim-Union-Rennen in Köln auf, als er von der Spitze aus nur Colomano den Vortritt lassen musste, und dies nur wenige Tage nach einem Sturz in Hannover. Schon damals saß Maxim Pecheur im Sattel von Windstoß, der eigentlich den Riesenaußenseiter Sternkranz hätte reiten sollen. Da aber nach der Verletzung von Stalljockey Adrie de Vries kein Top-Jockey aus dem Ausland zur Verfügung stand, erhielt Pecheur das Vertrauen, der nicht nur seinen bedeutendsten Karrieresieg feierte, sondern damit endgültig den Durchbruch schaffte.


„Es war ein überwältigendes Gefühl, als ich am Tag der Startboxenauslosung den Ritt auf Windstoß bekommen habe. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des gesamten Umfeldes. Ich reite das Pferd jeden Tag im Training und habe nun diese Chance im Derby erhalten. Das ist kaum in Worte zu fassen. Unterwegs habe ich mich aus allem herausgehalten und mich hinten in keine Positionskämpfe verwickeln lassen. Es war vorher auch nicht genug Tempo, um die Position zu verbessern. Am Ende hat der Hengst riesig angepackt. Es ist das größte Rennen, das man in Deutschland gewinnen kann“, erklärte Maxim Pecheur. Trainer Markus Klug war restlos begeistert: „Es ist ein unbeschreibliches Glück für mich, dass wir hier für Röttgen das Derby gewonnen haben, was ja seit 1959 nicht mehr geklappt hatte, als ich noch lange nicht geboren war. Im Schlussbogen hatte ich gedacht, es ginge nichts mehr. Aber dann hat Windstoß so riesig angezogen. Ich bin sprachlos. Jetzt haben wir einen Derbysieger für Röttgen. Das Ganze ist sehr emotional. Es waren so harte Wochen, nun hat sich alles entladen. Meine zukünftige Frau musste bei dem vielen Stress einiges mit mir mitmachen, aber jetzt hat sich alles ausgezahlt. Es freut mich so sehr für das Gestüt Röttgen. Oft waren wir knapp geschlagen Zweiter in Grupperennen, nun hat es gereicht.“


Dr. Günter Paul, der Vorsitzende der Mehl-Mülhens-Stifung, war ebenfalls mehr als angetan vom Derbysieger Windstoß: „Das ist wunderbar. Wir haben mit Maxim Pecheur einem jungen Mann vertraut. Ich hatte absolut keine Bedenken, ihn zu engagieren. Denn ich musste mich selbst als junger Mann beweisen. Das ist ein toller Erfolg für die gesamte Mannschaft.“ 390.000 Euro betrug die Siegprämie für das Gestüt Röttgen, womit Windstoß beim sechsten Start und dritten Sieg in seiner Laufbahn seine Gewinnsumme auf 420.100 Euro steigerte. Man darf sich schon jetzt auf den Chefkoch-Renntag in Köln freuen, denn am Sonntag, 9. Juli wird Windstoß dort als Derbysieger dem Publikum präsentiert.


Lange sah der im Schlussbogen von weit hinten mächtig aufgerückte Ittlinger Enjoy Vijay wie der Sieger aus. Der Ritt von Andrasch Starke löste sich auf der Zielgeraden erst deutlich von der Konkurrenz und musste erst ganz spät gegen Windstoß weichen. Der Top-Jockey sagte: „Wir hatten einen Super-Rennverlauf. Aus einer guten Startposition habe ich mich hinter Colomano gelegt. Viele der vorderen Pferde waren im Schlussbogen schon auf dem Rückzug, ich kam als Fünfter durch den Schlussbogen und hatte ein sehr gutes Gefühl. Wir waren auf einen Satz weg von den anderen, aber auf den letzten 200 Metern wurde er etwas müde. Ich freue mich sehr über diesen zweiten Rang.“ Auch der wie Enjoy Vijay von Peter Schiergen aufgebotene Außenseiter Rosenpurpur (Daniele Porcu) aus dem Gestüt Wittekindshof endete als Dritter enorm stark. Trainer Peter Schiergen: „Der Rennverlauf war bestens. Enjoy Vijay hat sich früh angeboten und gut durchgezogen. Auch für Rosenpurpur lief alles perfekt.“ Shanjo machte sich als Vierter ebenfalls noch stark bemerkbar und komplettierte das starke Ergebnis für Markus Klug vor Promise of Peace, der von der Spitze aus lange bestens standhielt. Die anderen Pferde hatten am Ende keine Möglichkeiten mehr. Die stärker gewetteten Parviz (Siebter), der Favorit Colomano (13.), Sargas (16.) und Warring States (18. und Letzter) wirkten früh nicht mehr gefährlich.


In der Gesamtwertung der German Racing Champions League besitzt Markus Klug mit 50 Punkten nun einen gewaltigen Vorsprung bei den Trainern vor Jean-Pierre Carvalho und Peter Schiergen mit jeweils 10 Zählern. Bei den Jockey ist Andrasch Starke mit 22 Punkten auf der Pole-Position vor Derbysiegreiter Maxim Pecheur (16 Punkte). Bei den Pferden ist Windstoß mit 16 Punkten jetzt vorne vor Dschingis Secret (11 Punkte) sowie Guignol und Colomano (je 10 Punkte).


Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.
Die German Racing Champions League wird unterstützt von deinSchrank.de, Europas Nummer 1 für Maßmöbel im Netz.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 2. Juli 2017

Offener Brief von Andrea Glomba zum NDR-Film

Für sehr viel Diskussionsstoff hat die Reportage des NDR am Montagabend "Das kurze Leben der Rennpferde" gesorgt. Der Verein Deutscher Besitzertrainer veröffentlicht hier einen offenen Brief von Andrea Glomba zu dieser Reportage an der NDR in vollem Wortlaut:

 

Sehr geehrte Frau Denz,

ich hoffe einmal, dass Sie diese Mail durchlesen und es nicht einfach eine Standart Antwort gibt.
Wenn ich mich erst einmal vorstellen darf: Mein Name ist Andrea Glomba. Ich bin 38 Jahre alt und von Beruf Pferdewirt. Genau gesagt habe ich den Schwerpunkt des Rennreitens gelernt. 1995 habe ich begonnen in diesem Beruf zu arbeiten und ich bin ihm, wenn auch nur noch Nebenberuflich, immer noch treu. 15 Jahre habe ich aktiv Rennen geritten. An absolvierten Rennen waren es um die 1000. Gewonnen habe ich etwas mehr als 100 davon.

Seit 20 Jahren bin ich im Tierschutz aktiv. Früher sehr aktiv im Bereich der Pferdehilfe, habe mich dort aber Stück für Stück zurückgezogen. Denn: die größten Abgründe habe ich im Freizeitbereich erlebt und die Möglichkeit zu helfen sind dort, gelinde gesagt, begrenzt. Die Zeit bis Veterinärämter eingreifen ist deutlich zu lange und Pferde beschlagnahmen wird aufgrund der hohen Folgekosten so gut wie nie getan. Von daher musste ich für mich selbst die Entscheidung treffen, in dem Bereich kürzer zu treten und meine Kraft den Bereichen zu widmen, in denen ich etwas erreichen kann. Natürlich stehe ich aber nach wie vor auch dem Pferdeschutz zur Verfügung.


Vor 3 Jahren habe ich meine Laufbahn als Rennreiter beendet. Seitdem reite ich nur noch Pferde im Training und hospitiere derzeit bei der Rennleitung um auch in diesem Bereich später dem Rennsport aktiv beizuwohnen. Ausserdem bin ich Tierschutzbeauftragte für die Renntage in Saarbrücken Güdingen.

 

Nun meine Meinung zu Ihrer Reportage im Fernsehen:

Ich bin, wie übrigens 90% meiner Bekannten im Rennsport, weder der Ansicht, dass bei uns alles rosig läuft, noch, dass es bei uns ausnahmslos Tierfreunde gibt. Es wäre schön, dies behaupten zu können, aber das ist Wunschdenken. Es gibt überall schlechte Menschen und wird es auch immer geben.


Ich fände es auch nicht gut, wenn wir behaupten würden, dass es in unserem Sport keine Unfälle gäbe. Und leider Gottes, kann ein Pferd, welches sich im Rennen vertritt und sich etwas bricht nicht gerettet werden. Zum einen da ein angebrochener Knochen aufgrund der hohen Geschwindigkeit meist umgehend durchbricht, bevor man das Pferd anhalten kann, zum anderen ist es bei Pferden kaum möglich ein gebrochenes Bein zu reparieren. Es wurde schon oft und mit vielen finanziellen Mitteln versucht, endete aber meist mit dem Tod des Pferdes durch Kolik aufgrund der langen Stehzeit.


Trotzdem ist es pietätlos, wenn, nur um gute Bilder zu haben, gezeigt wird, wie ein Pferd sich das Bein bricht und, schlimmer noch, damit weiterläuft. Solche Bilder könnten zumindest verpixelt werden. Jedes dieser verunglückten Pferde hatte Menschen hinter sich, die um es trauern und diese Bilder nicht unbedingt nochmal sehen müssten.

Was mich aber am meisten stört, ist, dass der eigentliche Pressekodex überhaupt nicht eingehalten wurde. Falls Ihnen dieser nicht bekannt ist, nenne ich Ihnen hier die von mir bemängelten Punkte:

1. Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde:

- Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Wurde dies eingehalten? Nein!

Denn:

Sie behaupten, dass Ihre Recherchearbeit eine ganze Saison (bzw 6 Monate) dauerte. In Wirklichkeit waren Sie aber gerade mal 3 Tage am Rennstall Recke und einen Tag auf der Rennbahn in Krefeld unterwegs. Das Bildmaterial, welches Sie verwendet haben ist teilweise mehr als 15 !! Jahre alt. Denn direkt in der Eingangssequenz bin zufälligerweise ich auf einem Rennpferd zu sehen, welches bereits vor mehr als 10 Jahren als Reitpferd abgegeben wurde (dort aber leider vor mehreren Jahren aufgrund einer Kolik verstarb). Der Besitzer der Rennfarben verstarb im Jahr 2002! Seiddem wurden diese Farben auch nicht mehr in Rennen getragen! Weshalb also so eine alte Sequenz?


Auch die Aufnahmen mit den Zungenbändern (welche ja bei jedem Rennen auf mind einem Pferd genutzt wurden) sind mehrere Jahre alt. Und Zungenbänder werden zB kaum noch genutzt heutzutage.
Auch finde ich es befremdlich, dass Ihre Reporter einen der Rennställe besucht, der das Glück hat über große Weiden zu verfügen (wo auch die Trainingspferde täglich mehrere Stunden verbringen), diese Weiden sogar filmt, im Bericht dann aber darauf hinweist, dass keine Weiden zur Verfügung stünden? Nun ja...

Widmen wir uns Punkt

2. Sorgfalt

-Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

Wurde von Ihnen gründlich recherchiert? Nein!

Denn:

Der Großteil der Reportage stützt sich auf Behauptungen einer Frau B. Der Name dieser Frau ist mir schon seit mehreren Jahren ein Begriff. Denn sie hatte bereits über ein Online Forum versucht Spenden für Ihre Pferde zu sammeln und dort die Geschichte Ihres Pferdes "Aspantau" geschildert. Damals war er allerdings nicht, wie im Film hier bösartig, sondern Zitat "war er trotz allem ein freundlicher Genosse, der immer versucht einem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern". Nachzulesen unter folgendem Link: http://chevalie.de/das-stille-leiden-der-rennpferde/

Da auf ihre Geschichte mehrere Leute reagiert haben, die das Pferd kannten und konkrete Nachfragen stellten, wurde alles schnell wieder gelöscht. Ich hatte auch Kontakt per PN mit dieser Frau. Sie wollte mir Befunde schicken um zu beweisen, wie schlimm Aspantau dran ist. Leider kam hier nichts mehr. Frau B erklärte auch, dass sie Kontakt mit den Vorbesitzern aus Irland hatte. Eine Lüge, wie schnell bewiesen ist.

Auch die Fotos, wie sie Aspantau angeblich bekommen hat.. Wie kann es sein, dass ein Pferd mit einem aktuellen Foto inseriert ist und 3 Tage später mit langem Fell und deutlich abgemagert bei seiner Besitzerin ankommt, welche gerade mal ein paar Kilometer weiter weg wohnt?

Frau B. hat ein (mit Ausnahme eine Sehnenschadens) kerngesundes Pferd für einen Spottpreis bekommen, da die Besitzer einfach nur wollten, dass er in guten Händen unterkommt. Was dann passiert ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Laut ihrer eigenen Aussage bekam er nach dem Abnehmen eine Belastungsrehe. Davon ist in späteren Berichten nichts mehr zu hören. Zumal auch unverständlich wäre, weshalb man einem Vollblüter, bei denen bekannt ist, dass sie empfindliche Hufsohlen haben, einfach die Eisen abnimmt und sie auf eine Koppel stellt..

Nun zu Punkt

3. Richtigstellung

-Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtigzustellen.

Hierzu haben Sie ja noch Gelegenheit.

weiter geht es bei Punkt

11. Sensationsberichterstattung und Jugendschutz

- Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.

Pferde zu zeigen, die mit einem baumelnden Bein herumlaufen ist definitiv eine unangemessene Darstellung von Leid. Natürlich sind diese Unfälle passiert und brauchen nicht verborgen zu werden. Aber so zu zeigen?

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Über Ihren zweiten Interviewpartner muss man nicht viel sagen. Dr Pick könnte nur selbst einmal darauf hinweisen, wie viele Rennen er geritten hat, wie gerne er die Peitsche einsetzte und welche anderen Reitsportmodelle seine Gunst hatten. Erst als er selbst diesem Hobby nicht mehr nachgehen konnte, begann er damit zu kritisieren.

Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, das ein Sport mit Pferden auch immer einen Teil zu Lasten den Tieres geht. Dies hat aber nichts mit dem Rennsport alleine zu tun, sondern beginnt schon bei den Freizeitpferden, die viel zu oft ohne genügend med. Betreuung oder von zu schweren und/ oder unwissenden Menschen gehalten werden.

Der Rennsport hat in den vergangenen Jahren sehr viel Zugeständnisse an den Tierschutz gemacht! Dies wurde von keiner ! anderen Pferdesportart getan oder überhaupt nur in Erwägung gezogen.

Wenn Sie eine wirklich neutrale Recherche hätten bringen wollen, hätten Sie darauf eingehen können. Erwähnen, wie viele Pferde nach ihrer Karriere im Rennsport ein langes Leben als Reitpferd gestartet haben oder aber wie das Leben in einem Rennstall für ein Pferd wirklich ist.

Gerne stehen wird jederzeit für Sie zur Verfügung! Sie nennen Tag und Ort und ich selbst werde mit einem Trainer einen Termin ausmachen, so dass wir dort vorbeifahren und Sie eine Reportage machen können, die authentisch ist.

Genauso stehe ich Ihnen für Nachfragen bzw auch für Bildmaterial und Berichten von Ex Galoppern zur Verfügung. Und zwar nicht geschönt, sondern authentisch.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Glomba

Der NDR reagierte am 11. Mai: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Doku-ueber-Rennpferde-Wir-nehmen-Ihre-Kritik-ernst,rennpferde144.html

Iquitos ist Galopper des Jahres 2016

Galopper des Jahres 2016: Iquitos, hier beim Erfolg im Longines - Großer Preis von Baden 2016. Foto: Marc Rühl

Er ist der Liebling der Zuschauer – genau das bewies Iquitos am Ostermontag vor heimischem Publikum beim Saisonauftakt auf der Neuen Bult in Hannover eindrucksvoll. Denn nach Bekanntgabe seines Sieges in der traditionsreichen Publikumswahl zum „Galoppers des Jahres 2016“ wurde der von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel trainierte Hengst frenetisch gefeiert.

 

Einen Monat lang konnten alle Galoppsport- und Pferdefreunde für ihren Favoriten abstimmen. Am Ende galoppierte Iquitos seiner starken Konkurrenz im Kampf um den Titel „Galopper des Jahres 2016“ davon. Gleich 40,6 Prozent aller abgegebenen Stimmen sicherte sich der Adlerflug-Sohn und holte sich damit den zweiten geschichtsträchtigen Titel. Denn nachdem er 2016 bereits zum allerersten Sieger der German Racing Champions League avanciert war, reiht sich Iquitos als Galopper des Jahres nun auch noch in die Nachfolge echter Galopper-Cracks wie Nightflower (2015), Sea The Moon (2014), Novellist (2013) und Danedream (2012 / 2011) ein.

 

Bei seinem eindrucksvollen Durchmarsch ließ Iquitos seine starken Kontrahenten, den Seriensieger Potemkin (34,4 Prozent) aus dem Besitz von Fußballgröße Klaus Allofs und den wiedererstarkten Melbourne Cup-Gewinner aus dem Jahr 2014 Protectionist (25,0 Prozent) hinter sich. Ein Erfolg, den man „Krümel“, wie er wegen seines niedrigen Stockmaßes zu Hause im Stall liebevoll genannt wird, mehr als gönnt. Denn dass der Hengst 2016 überhaupt noch Rennen laufen konnte, war schon fast ein kleines Wunder. Eine schwere Kolik hatte ihn im Jahr zuvor beinahe das Leben gekostet, der 73-jährigeTrainer Gröschel musste fast wieder bei Null anfangen. Umso erfreulicher war Iquitos‘ Leistungsexplosion in 2016, die ihm sogar einen Start im Japan Cup einbrachte.

 

Schnell gelaufene Prüfungen bringen den Speed von Iquitos besonders zur Geltung. Seine Fähigkeit zu beschleunigen, Rennen von hinten zu gewinnen, das zeichnet den 5-jährigen aus. Genau diesen Kampfgeist lieben seine Fans, die Iquitos bei der feierlichen Ehrung im Rahmen des Großen Preis der VGH Versicherungen in Hannover feierten. Und diesmal nahm sich Iquitos gerne Zeit, als er zufrieden für die Neue Bult-Besucher posierte.

 

German Racing führte die Wahl gemeinsam mit Wettstar und der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. durch.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 17. August 2017

Mitglieder wählten Vorstand in Bremen

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer nach der Mitgliederversammlung in Bremen (von links): Karen Kaczmarek (Vorsitzende), Armin Weidler (Stellv. Vorsitzernder), Gudrun Busch (Schatzmeisterin), Sabrina Schön und Eva Maria Herresthal (beide Beisitzerinnen). Foto: privat

Auf der Bremer Galopprennbahn fand am 4. März die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer statt. Gastgeber war der Bremer Rennverein, dessen Präsidentin Tonya Rogge die Besitzertrainer begrüßte und kurz über den dortigen Kampf berichtete, um auch über das Jahr 2018 hinaus Galopprennen in Bremen veranstalten zu können. Die Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer sicherten dem Bremer Rennverein dabei ihre Unterstützung zu und beschlossen einstimmig einen Zuschuss von 1000,00 € aus der Vereinskasse.

 

Auf der Tagesordnung des Vereins Deutscher Besitzertrainer standen auch Vorstandswahlen. Einstimmig wiedergewählt wurde als Vorsitzende Karen Kaczmarek. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist der bisherige Beisitzer Armin Weidler, der Dr. Ehrhard E. Liebrecht ablöste, der aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Schatzmeisterin bleibt Gudrun Busch. Als Beisitzerin wurde Sabrina Schön bestätigt. Neu im Amt ist als weitere Beisitzerin Eva Maria Herresthal. Alle Vorstandspositionen sind nach der neuen Satzung des Vereins auf drei Jahre besetzt.

 

Breiten Raum nahm beim Bericht der Vorsitzenden mit anschließender Diskussion das Thema Sandbahnrennen ein. Schon im Vorjahr hatten die Besitzertrainer immer wieder auf die schlechten Bedingungen in punkto Geläuf und Infrastruktur bei den Winterrennen in Neuss und Dortmund hingewiesen und um dringende Abhilfe gebeten. „Jetzt muss aber endlich etwas passieren“, unterstrich Karen Kaczmarek. Wünschenswert wären natürlich Erhalt und Sanierung der Bahnen in Neuss und Dortmund. Einstimmig sprachen sich die Anwesenden im Anblick der vorhandenen finanziellen Möglichkeiten beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen (DVR) aber dafür aus, sich auf eine Allwetterbahn und zwar die in Dortmund für die Wintersaison zu konzentrieren. Dort müsse für ein ordentliches Geläuf und eine vernünftige Infrastruktur im Boxenbereich für Pferde und Helfer gesorgt werden. Die Anzahl der Winterrenntage sollte beibehalten werden.

 

Eine erfreuliche Bilanz zog der Verein in der Mitgliederentwicklung. „Wir haben die 400er-Marke klar überschritten“, resümierte Karen Kaczmarek. Entsprechend gut sah auch der Blick auf die Kassenlage aus. „Wir sind gut aufgestellt und werden auch 2017 wieder Rennvereine unterstützen, den Nachwuchs fördern und den Besitzertrainer-Cup veranstalten“, so Schatzmeisterin Gudrun Busch. Auf Antrag wurde zudem beschlossen, die Kriterien für das Besitzertrainer-Championat zu ändern. Zukünftig sollen nur noch Besitzertrainer in die Wertung kommen, die eine DVR-Lizenz und ihren Trainingsstandort in Deutschland haben.

 

Vor der Versammlung informierte Fachtierärztin Dr. Astrid Bienert-Zeit von der Tierärztlichen Hochschule Hannover Mitglieder und Gäste zum Thema „Das Pferd und seine Zähne“. In einem sehr anschaulichen Vortrag wies Dr. Astrid Bienert-Zeit nicht nur auf die Notwendigkeit einer regelmäßigen Zahnkontrolle hin, sondern zeigte Symptome für die Erkennung von Zahnproblemen sowie deren Entstehungs- und Behandlungsmöglichkeiten auf. Hier die Präsentation.

Dortmunder Rennverein beschließt Verkauf

Der Dortmunder Rennverein hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag, 10. März 2017, den Verkauf einer mehr als 30.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der bisher die Stallungen der Dortmunder Trainer stehen, beschlossen. Sie soll zur Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Das teilte der Dortmunder Rennverein am Samstagmorgen in folgender Pressemitteilung mit:

 

Ziel des Verkaufs ist es nach Aussage von Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke, „den Rennverein zu entschulden, dauerhafte Einnahmen zu erzielen und somit die Galopprennbahn Wambel einschließlich der denkmalgeschützten Anlage für den Rennsport und die Stadt Dortmund zu erhalten.“

 

Der Rennverein ist seit Jahren mit mehr als drei Millionen Euro verschuldet. Der geplante Verkauf soll rund sechs Millionen Euro einbringen. Davon sollen rund 1,5 Millionen Euro nachhaltig in die Anlage investiert werden, so Tiedtke. Man habe das Vorhaben schon längere Zeit in konstruktiver Zusammenarbeit mit der Stadt diskutiert und die Grundlagen für einen Bebauungsplan gelegt.

 

„Im Rennsport vollzieht sich seit Jahren ein Strukturwandel, den eine Rennbahn nur mit neuen, nachhaltigen Konzepten weiter bestehen lässt“, sagt Tiedtke. Dazu zählt der Präsident den Umbau der mittleren Tribüne zu einer barrierefreien Veranstaltungsfläche mit Aufzug, neuem Dach, moderner Technik und vor allem zeitgemäßen Sanitäranlagen.

 

Auch in die Sandbahn könne investiert werden und sie durch Faserbeimischung zu einem besseren Geläuf machen. Allerdings müssten die Investitionen schon vom gesamten Galoppsport mitgetragen werden, betonte Tiedtke. „Es kann nur im Rahmen eines Konzepts für den Rennbetrieb in Zukunft weiter diskutiert werden. Denn derzeit subventioniert der Dortmunder Rennverein die Winterrennen erheblich.“

 

Die außerordentliche Mitgliederversammlung entschied sich nach umfassender, zum Teil emotionaler, aber stets sachbezogener Diskussion mehrheitlich für den Verkauf der Fläche. Der Rennvereinsvorstand hatte sich im Vorfeld entschlossen, die Mitglieder aktiv in die Entscheidung mit einzubeziehen, obgleich dies laut Satzung nicht nötig gewesen wäre."

 

Die zum Verkauf stehende Fläche der Dortmunder Rennbahn ist exakt der Bereich, der entlang des Rennwegs die alten Trainingsställe umfasst. Zurzeit stehen nach Angaben des Rennvereins in den mehr als 300 Boxen nur noch 30 Pferde von sechs verschiedenen Trainern.

 

Der Verkauf des Baulandes bedeutet einen signifikanten Einschnitt für die Rennbahn Dortmund. „In Zukunft wird es keinen Trainingsbetrieb und Pferdehaltung in Wambel mehr geben“, so  Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke. „Die laufenden Kosten für den Unterhalt übersteigen die Einnahmen leider deutlich.“

 

Neben der fehlenden wirtschaftlichen Grundlage würde sich ein Trainingsbetrieb aus immissionsschutzrechtlicher Sicht auch negativ auf das Bauprojekt auswirken. Es wäre nur ein deutlich geringerer Verkaufspreis zu erzielen, mit der Folge, dass „wir bereits ab dem ersten Tag den Trainingsbetrieb wieder subventionieren müssten und die dringend nötigen Investitionen nicht mehr möglich sind“, erläutert der Präsident den harten Schnitt.

 

Die Pferdehaltung habe heute andere Anforderungen als vor 100 Jahren, heißt es weiter.

 

 

Championats-Ehrung in Dortmund

Am Dienstag, 27. Dezember 2016, fand am letzten Renntag des Jahres in Dortmund auch die traditionelle Championatsehrung statt.

Die Champions in der Übersicht:

Flachrennen: Trainer Markus Klug (69 Siege), Jockey Filip Minarik (65 Siege), Besitzer Darius Racing (667.800 Euro Preisgeld), Züchter Stiftung Gestüt Fährhof (756.415 Euro), Besitzertrainer Lucien van der Meulen (17 Siege), Nachwuchsreiter Eva-Maria Geisler (33 Siege), Amateurreiter Vinzenz Schiergen (21 Siege), Amateurrennreiterinnen Larissa Bieß (10 Siege).

Hindernisrennen: Trainer Pavel Vovcenko (6 Siege), Reiter Cevin Chan (7 Siege), Besitzer Stall Nicole (29.032 Euro), Züchter Gestüt Idee (21.832 Euro), Besitzertrainer Christine Paraknewitz-Kalla und Jördis-Ina Meinecke (je 1 Sieg).

Mehr dazu hier

Rundbrief zur Situation der deutschen Sandbahnen

Liebe Vereinsmitglieder,

 

am 11. November beginnt in Neuss die Sandbahnsaison 2016/2017. Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer sieht den insgesamt  18 geplanten Renntagen bis voraussichtlich zum 21. März 2017 mit mittelschweren Bauchschmerzen entgegen. Warum?

 

Auf unserer Mitgliederversammlung am 5. März 2016 hatten wir die Situationen auf den Sandbahnen in Neuss und Dortmund kritisch diskutiert und den Zustand sowohl der Bahnen selbst als auch der Infrastruktur auf den Rennplätzen kritisiert. In unserer Pressemittelung vom 7. März 2016 hatten wir die zuständigen Stellen aufgefordert, im Laufe des Sommers wenigstens auf den Geläufen entsprechende Abhilfe zu schaffen.  Die Pressemitteilung endete mit dem Satz: „Ansonsten könnte man es keinem Trainer verdenken, wenn er seinen Pferden die nächste Sandbahnsaison unter den derzeit bestehenden Bedingungen erspart.“

 

Auch seitens des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen wurde der Zustand der Bahnen sehr kritisch betrachtet. Patrick Bücheler von der Sport-Welt schrieb im Editorial der Fachzeitschrift am 9. März 2016 im Anschluss an eine Pressekonferenz des Direktoriums: „Aber Vogel (Anmerkung: Gemeint ist Jan Antony Vogel, Geschäftsführer des Direktoriums)  hat unmissverständlich klargemacht, dass es einen Winter wie diesen nicht ein weiteres Mal geben werde. Über allem stehe die ausreichende Anzahl an Startern für die Rennen, die dann natürlich auf entsprechend stark verbesserten Bahnen ausgetragen werden müssen, um zukunftsfähig zu sein.“

 

Fakt ist, dass sich weder am Geläuf in Dortmund noch an dem in Neuss etwas geändert hat, wie Jan Antony Vogel unserer Vorsitzenden Karen Kaczmarek auch in einem persönlichen Gespräch bestätigte. Er kündigte an, dass die angedachten Erneuerungen jetzt erst für die Wintersaison 2017/2018 geplant seien.

 

Bezugnehmend auf unsere Pressemitteilung vom 7. März 2016 möchte der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer Sie mit diesem Schreiben deshalb noch einmal auf die Situation aufmerksam machen. Die Entscheidung, ob und wo und wie oft Sie mit Ihren Pferden in der Wintersaison 2016/2017 an den Start gehen, liegt natürlich allein bei Ihnen. Wir wissen, dass die Sandbahnstarts für viele Besitzertrainer für die gesamte Jahresplanung sehr wichtig sind, wie natürlich auch für den deutschen Galoppsport insgesamt.

 

Wir wollen aber unsere kritische Einstellung zu den derzeitigen Verhältnissen auf den beiden Sandbahnen mit diesem Schreiben noch einmal dokumentieren und auch das Unverständnis, dass Ankündigungen seitens des DVR sprichwörtlich „im Sande verlaufen“ sind.

 

Mit freundlichen Grüßen sowie Hals und Bein!

 

Für den Vorstand

 

gez. Karen Kaczmarek (1. Vorsitzende)

Erfolgreicher Lehrgang 2016: 21 neue Besitzertrainer

Die erfolgreichen Absolventen des Besitzertrainer-Lehrgangs 2016 mit Erika Mäder, Werner Klein, Georg Symalla und Dr. Thomas Weinberger als Mitglieder der Prüfungskommission. Foto: privat

Das Pauken und auch der Prüfungsstress sind vorbei: Am Freitag, 30. September, fand im Presseraum des Kölner Rennvereins der letzte Prüfungsteil des diesjährigen Besitzertrainer-Lehrgangs des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen statt. Fast drei Wochen hatten sich die Teilnehmer mit allen Facetten des Galopprennsports befasst, drückten die "Schulbank" und/oder übten praktisch.

 

Groß war natürlich die Erleichterung, als 21 Mal von der Prüfungskommission mitgeteilt wurde: "Bestanden!!!"

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer freut sich über den zahlreichen Zuwachs und sagt allen "Herzlichen Glückwunsch sowie Hals und Bein".

 

Die erfolgreichen Absolventen sind:

Carolin Brach, Valentina Cadeddu, Kirsten Dzillum, Markus W. Falk, Ursula Flink, Caroline Fuchs, Fabienne Gerstner, Kai Hadlich, Marie Hannibal, Jana Kocanova, Falk Lutz, Natalie Maholick, Franziska Nebel, Diana Schwertel, Lisa Sonntag, Luisa Steudle, Katharina Werning-Maubach, Alina Wernz, Lara Luisa Wöhling, Elena Wust und Nadia Zeidan.

 

Mehr zum Thema "Wie werde ich Besitzertrainer?" hier.

Besitzertrainer-Cup 2016 geht an Monika Lindemann

Die Premiere des „Besitzertrainer-Cup“, die bei der 137. Bad Harzburger Galopprennwoche vom 23. bis 31. Juli 2016 ausgetragen wurde, gewann Monika Lindemann. An den sechs Renntagen sammelte die Hannoveranerin durch herausragende drei Siege von Danon Perth, einen Erfolg von Opalin und zwei weitere Platzierungen jenseits von Rang fünf insgesamt 42 Punkte. Sie verwies damit Armin Weidler (Siege und jeweils einen 2. Platz durch Excelling Oscar und Diatomic sowie Platz 8 und 14 durch Smoke Charger) mit 38 Zählern auf Rang 2. Dritte wurde Maria Nienstädt (32), die mit Humpry siegte und Rang sechs belegte, zweimal mit Jarak Zweite wurde, mit Stuck Platz fünf und sechs sowie mit Opera Rock Rang fünf erreichte. Vierte wurde Anna Schleusner-Fruhriep (31) dank eines Erfolgs von Kleopatra Kimberly, Platz zwei von Summershine, Rang drei und 13 von Ossiline, Platz vier und Start im 2. Seejagrennen von Wutzelmann sowie Rang sechs von The Tiger. Der komplette Punktestand steht weiter unten. 

 

Insgesamt nahmen 50 Besitzertrainer am Cup teil. Sie absolvierten an den sechs Renntagen 111 Starts und ihre Pferde wurden 11 Mal als Sieger vom Geläuf zurückgeführt. 

 

Beim „Besitzertrainer-Cup“ werden über ein Punktsystem bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen innerhalb des Meetings Sieger und Platzierte ermittelt. Pro Rennen sind je Platzierung von Pferden von Besitzertrainern folgende Punkte zu erzielen:

1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere Platz – 1 Punkt

Die insgesamt gesammelten Punkte innerhalb des Meetings entscheiden über Sieger und Platzierte im „Besitzertrainer-Cup“. Der Sieger des „Besitzertrainer-Cups“ erhält 1000 €, der Zweitplatzierte 500 €, der Drittplatzierte 300 € und der Viertplatzierte 200 € als Prämie.

 

 

Monika Lindemann (3. v. l.) hat den "Besitzertrainer-Cup 2016" gewonnen. Es gratulieren von links Stephan Ahrens (Harzburger Rennverein), Gudrun Busch, Karen Kaczmarek und Armin Weidler vom Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Foto: privat

"Ein eigenes Rennpferd - nur ein Traum?"

Der Verein Deutscher Besitzertrainer und der Harzburger Rennverein hatten am Freitag, 29. Juli 2016, zu einer Gesprächsrunde zum Thema: "Ein eigenes Rennpferd - nur ein Traum?" geladen. Im ansprechend gefüllten Kaffeezelt auf der Galopprennbahn wurden kurz die Kosten eines Rennpferdes aufgezeigt und Möglichkeiten dargestellt, selbst zu einem Mitbesitzer eines Rennpferdes zu werden. So wurden u.a. die Besitzergemeinschaft um Bad Harzburgs Rennvereins-Präsidenten Stephan Ahrens, der Galopp-Club Deutschland, der Galopp-Club Niedersachsen, die Galoppgemeinschaft Bad Harzburg durch dessen Vorsitzenden Cord von Alten und HorseRacing Hamburg durch Mitglied Dirk Dethleff vorgestellt. Den Zuhören wurden dabei die unterschiedlichen Philosophien rund um Rennpferd und Geselligkeit sowie finanziellen Voraussetzungen erläutert.

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer umriss zudem die Möglichkeiten und Anforderungen, die erfüllt werden müssen, um selbst als Besitzertrainer eigene Pferde zu trainieren und an den Start zu bringen.

 

"Es gab in der anschließenden Diskussion interessante Anregungen, z.B. auch einmal zu schauen, wie in anderen Ländern Besitzergemeinschaften funktionieren. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass in Deutschland bisher die Möglichkeiten Mitbesitzer eines Rennpferdes zu werden, wenig publik sind", resümierte die Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer Karen Kaczmarek.

 

Siehe auch Artikel der Goslarschen Zeitung vom 1. August 2016

Zustand der Sandbahnen nicht mehr hinnehmbar

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer e.V. am 5. März 2016 in Dortmund wurde u.a. die Situation der Sandbahnrennen heiß diskutiert. Dabei ist zunächst festzuhalten, dass rund die Hälfte der Starter in den Winterrennen von Besitzertrainern stammt. Diesen Trainern liegt in Anbetracht der Tatsache, dass sie nur über eine sehr begrenzte Zahl an Startpferden verfügen, in besonderem Maße daran, ihre Pferde gesund zu erhalten und sie nicht unnötigen Risiken auszusetzen.

Gerade dies geschieht aber, wenn auf den Sandbahnen vor allem innen aufgrund der Untergrundverdichtung und nicht mehr funktionierender Drainage das Oberflächenwasser stehen bleibt und lediglich von einer dünnen Sandschicht, die auf dem Wasser schwimmt, verdeckt wird. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden!

Diese kann — indessen nur als Provisorium und als erste Notmaßnahme — für die letzten Sandbahnrennen dieser Saison z.B. darin bestehen, dass die Bahn innen ausgesteckt wird. Besser ist es allerdings, wenn Arbeiten an der Bahn vorgenommen werden, so dass das Oberflächenwasser abfließt und die inneren Spuren die Chance haben, wenigstens teilweise abzutrocknen.

Eine deutliche Besserung der bestehenden miserablen Situation konne besonders in Dortmund dadurch bewerkstelligt werden, dass eine Umschichtung des vorhandenen Bodenmaterials vorgenommen würde — d.h. das verbrauchte und nicht mehr körnige Material auf den inneren Spuren muss abgetragen und könnte durch den noch vergleichsweise guten Sand von den äußeren Spuren ersetzt werden. Das verbrauchte Material könnte dann, da Geld ür die eigentlich notwendige komplette Sanierung der Sandbahnen in Dortmund und Neuss nicht in Sicht ist, auf den Außenseiten der Bahnen wieder verwendet und eingebaut werden, damit keine Löcher entstehen und der Ablauf des Oberflächenwassers nach innen gewährleistet bleibt.

Da die Sandbahnsaison in Kürze endet, besteht danach ein ausreichend langer Zeitraum, um etwas Sinnvolles zu unternehmen und die Sandbahnen zumindest Instand zu setzen — wenn schon eine notwendige grundlegende Sanierung auch nur einer Anlage nicht durchgeführt werden kann. Natürlich sollte bis zur neuen Saison auch dringend die Infrastruktur bezüglich Gastboxen etc. verbessert werden. Ansonsten konnte man es keinem Trainer verdenken, wenn er seinen Pferden die nächste Sandbahnsaison unter den derzeit bestehenden Bedingungen erspart.

Pressemitteilung vom 07. März 2016