Mitgliederbereich
Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Sascha Multerer neuer Geschäftsführer der BGG

Quelle: GaloppOnline vom 4. Oktober 2021

 

Am Freitagvormittag tagte die Gesellschafterversammlung der BGG in Dortmund. Dazu erreichte uns folgende Information: "Die Betriebsgesellschaft der Rennvereine wird zukünftig eine aktivere Rolle spielen und sich stärker zentralen Themen wie der Wette, der Terminplanung und der Zusammenarbeit und Synergiehebung zwischen den Rennvereinen annehmen. Im Rahmen der Sitzung erfolgte die Neuwahl zum Verwaltungsrat. In ihren Ämtern bestätigt wurden Gerhard Schöningh (Berlin-Hoppegarten), der weiterhin den Vorsitz des Verwaltungsrats führen wird. Ebenfalls wiedergewählt wurden Stephan Ahrens (Bad Harzburg) und Michael Becker (Dresden), neu im Verwaltungsrat sind Stephan Buchner (Iffezheim), Hans-Ludolf Matthiessen (Hamburg) und Andreas Tiedtke (Dortmund).

 

In seinen Ausführungen dankte Gerhard Schöningh dem bisherigen Verwaltungsratsmitglied Ferdinand Alexander Leisten (Köln) sowie Geschäftsführer Stephan Buchner für ihr Engagement und ihre Leistungen für die BGG. Buchner wechselt in den Verwaltungsrat, um mehr Zeit für sein wichtiges Engagement bei Baden Galopp zu gewinnen.

 

Zum neuen Geschäftsführer der BGG schlug der Verwaltungsrat der Gesellschafterversammlung Sascha Multerer, Generalsekretär des Münchener Rennvereins, vor. Die Gesellschafterversammlung folgte dem Vorschlag einstimmig. Dazu Sascha Multerer: „Ich freue mich auf die Tätigkeit als Geschäftsführer der BGG. Eine interessante und spannende Aufgabe wartet auf mich, denn das Profil der BGG wird sich in der Zukunft ändern. Diese Veränderung werde ich aktiv mitgestalten. Das ist eine große Herausforderung, der ich mich gerne stelle.“"

Weiteres Präsidentenamt von Michael Vesper übernommen

Quelle: GaloppOnline vom 20. September 2021

 

Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, ist jetzt auch die Nummer Eins bei einem der renommiertesten Sportvereine Kölns. Vesper ist der neue Präsident des ASV Köln. Der Verein wurde 1929 gegründet und war über viele Jahre einer der bekanntesten deutschen Leichtathletik-Vereine, der vor allem durch sein ASV Sportfest (Internationales Leichtathletik-Sportfest) auch weltweit bekannt war.

 

In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger (https://www.ksta.de/sport/neuer-asv-praesident-michael-vesper--der-sport-haette-viel-frueher-bedacht-werden-muessen--39035246) sagt Vesper: „Der ASV ist ein ganz besonderer Verein, allein wegen der Tradition. Das habe ich schon in meiner Zeit beim DOSB bemerkt. In den vergangenen Jahren hat der ASV zwar nicht mehr ganz so viele Olympiasieger hervorgebracht. Aber wir haben immer wieder Teilnehmer gestellt, auch in Tokio. Breitensport und Spitzensport gehören zusammen, das eine funktioniert nur mit dem anderen. Es ist mir ein großes Anliegen, hier etwas zu bewegen.  Zwar wurde mir gesagt, der Aufwand sei begrenzt. Aber schon jetzt zeigt sich: Es wird deutlich mehr.“

 

Vesper wiederholt in dem Interview auch seinen Standpunkt in Sachen frühzeitiger Öffnung von Freiluftsportarten, die bekanntlich unterblieben ist. „Deutschland ist meines Erachtens gut durch die Krise gekommen. Doch das Feintuning war falsch. Dazu gehört für mich, den Sport im Freien zu verbieten. In der Phase mit sehr hohen Inzidenzen mag das gerechtfertigt gewesen sein. Aber als die Öffnungen kamen, hätte der Sport viel früher bedacht werden müssen.“

 

Als Präsident von Deutscher Galopp hat Michael Vesper stets mit der Weitläufigkeit der Areale argumentiert und auch Unverständnis über die nur langsame Wieder-Öffnung für Zuschauer deutlich gemacht.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2021

Hamburg, 2. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Mäuseschwänzchen

Hamburg, 3. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Video Diva

Saint-Cloud, 9. Juli

  • Hella Sauer – Arguin

Dresden, 10. Juli

  • Daniel Paulick – Marygold

Hannover, 11. Juli

  • Torsten Reineke – Senato
  • Kamila Harms – Roxalagu

Hoppegarten, 18. Juli

  • Marc Timpelan – Torqueville

Bad Harzburg, 22. Juli

  • Pascal Jonathan Werning – Star Gypsy

Bad Harzburg, 23. Juli

  • Isabell Kreger – Katie Bo Kat
  • Caroline Pietsch – Nordgold und Gracian

Bad Harzburg, 24. Juli

  • Aleksej Luft – Colorado Sun

München, 25. Juli

  • Swen Straßmeier – Mantalik

Zahl der Pferde im Training unter die 2.000er Marke gerutscht

Quelle: GaloppOnline vom 3. September 2021

 

Zum Stichtag 1. September ist die Zahl der Pferde in Training erstmals überhaupt unter die Marke von 2.000 gesunken, es sind 1.998. Das berichtet die Sport-Welt in der Freitag-Ausgabe zu den Rennen am Sonntag rund um den 149. Wettstar Großen Preis von Baden. Wenn jetzt nach und nach die Jährlinge in die Ställe einrücken, könnte sich der Trend schnell wieder umkehren. Vor Jahresfrist waren es 2.093 Pferde in Training, zum Stichtag 1. September. Zum Stichtag 1. August dieses Jahres waren es 2.099.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2021

Straßburg, 1. Juni

  • Hella Sauer – Galetano

Leipzig, 5. Juni

  • Svenja Winter – Ninara
  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo

Dresden, 13. Juni

  • Daniel Paulick – Marygold

Köln, 13. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Düsseldorf, 19. Juni

  • Frank Mauerer – Lucky Punch

Hannover, 20. Juni

  • Jördis-Ina Meinecke – Dark Forrest

Mons, 20. Juni

  • Sarah Jane Hellier – Avorio

Magdeburg, 26. Juni

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene

Dortmund, 27. Juni

  • Claudia Römer – Lady Charlotte

Zweibrücken, 27. Juni

  • Christian Peterschmidt – Kingdom of Heaven
  • Andrea Friebel – On y va
  • Horst Rudolph – Pissarro

Hamburg, 30. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Nastaria und Oxana

Bremer Rennverein sucht neuen Termin für einen Renntag 2021

Quelle: GaloppOnline vom 30. August 2021

 

Der geplante Renntag in Bremen am 12. September kann nicht stattfinden, wie angesichts der geringen Vorlaufzeit auch allgemein erwartet. Frank Lenk, Präsident des Rennvereins, hat das dem Weser-Kurier bestätigt. „Jetzt wird die Zeit zur Vorbereitung einfach zu knapp.“ Lenk betont weiter, dass es unmöglich sei, das Geläuf herzurichten. Dort sammelten sich immer noch diverse Gegenstände zeigt. „Ein Trauerspiel“, so Sponbiel, Sprecher der Bürgerinitiative.

 

Man will sich von Seiten des Rennvereins jetzt mit der so genannten Zwischenzeitzentrale ZZZ treffen, um einen Alternativtermin auszuloten. Sechs bis acht Rennen sollen es werden. „Unbedingt noch in diesem Jahr“, so Frank Lenk gegenüber dem Weser-Kurier. Der Rennverein hatte kürzlich vor Gericht Recht bekommen, dass er den Renntag am 12. September abhalten darf.

Übertragung der deutschen Galopprennen mit positivem Trend

Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 30. August 2021

 

Der sog. Livestream von WETTSTAR erfreut sich einer stetig steigenden Beliebtheit. Im vergangenen Jahr verfolgten allein im Free-TV 130.000 Zuschauer die Top-Renntage vor den Bildschirmen (GfK Gesellschaft für Konsumforschung / Sport.1) und auch in diesem Jahr ziehen Top Ereignisse wie der 131. Longines Großer Preis von Berlin die Massen an. Hinzu kommt ein erfreulicher Zuwachs an nationalem und internationalem Interesse. Anlässlich der Großen Woche 2021 ziehen wir eine kurze Zwischenbilanz:

 

Insgesamt wurden bis zum Stichtag 2021 57 Renntage übertragen und das mit rund 336 Stunden LIVE-Sendung. Sehr zur Freude der Rennvereine, die den Livestream auf diversen Online-Plattformen zur Kundenbindung nutzen konnten und weiter nutzen. Auch die Partner und Sponsoren der Rennvereine profitieren enorm vom Livestream und den Übertragungen. So gab es u.a. beim Gewinnspiel rund um den Großen Dallmayr Renntag in München-Riem eine hohe fünfstellige Zuschauer-Beteiligung. Gegenüber 2020 erzielte man im in diesem Jahr sogar ein Plus von 10 Prozent an individuellen Teilnehmern. Möglich wird dies durch immer wieder neue Partner, wie das Hamburger Abendblatt, #dabeiTV und Clipmyhorse. Die Reichweite konnte so im Vergleich zu 2019 stark vergrößert werden. Zudem trugen Firmenpartner der Rennvereine, die auf den Internetplattformen die Renntage präsentiert haben, zum erfreulichen Trend bei.

 

Vor dem Hintergrund, dass seit diesem Jahr die Übertragungen auf den Social-Media-Kanälen mit einer Verzögerung von drei Minuten ausgestrahlt werden und zahlreiche Zuschauer aus diesem Grund seit Beginn des Jahres die Rennen nur bei den Wettanbietern in Echtzeit verfolgen können, sei exemplarisch der YouTube-Kanal von WETTSTAR erwähnt. Hier konnten stetig neue Zuschauer erreicht werden. Im Vergleichszeitraum 2020/2021 konnte der Livestream bei fast allen Altersgruppen zulegen. So gab es bei der Altersgruppe 60+ eine Steigerung von 69,59 Prozent. Ebenfalls erfreulich: Die Gruppe der 18- bis 24-jährigen Zuschauer erhöhte sich um 35,11 Prozent.

 

Geschäftsführer Riko Luiking: „Genau diese Zielgruppe ist für Unternehmen und Werbeagenturen eine der interessantesten überhaupt. Ein weiteres Top-Argument für Rennvereine und Deutscher Galopp neue Sponsoren und Partner anzusprechen und hoffentlich für die Zukunft zu akquirieren. Zudem sind diese Livestream-Zuschauer die Rennbahngäste von morgen – samt Familien und Freunden. Vor Ort gelingt es dann hoffentlich neue Wetter, Besitzer und Züchter zu akquirieren“.

 

Auch die weiteren Kennzahlen sind top: Im Vergleichszeitraum 2020* schalteten Zuschauer aus 28 verschiedenen Ländern den Livestream ein, 2021 waren es bisher Zuschauer aus 51 Ländern! Nachdem 2020 Deutschland, Indien, die Türkei, Großbritannien und die Schweiz die Top 5 gebildet hatten, sind es 2021 Deutschland, die Schweiz, Österreich, Tschechien und die Niederlande. Die durchschnittliche Verweildauer steigerte sich dabei um 25,32 Prozent.

 

Die Übertragung der deutschen Galopprennen bei #dabei TV auf MagentaTV wird ebenfalls immer besser angenommen. Der bisherige Höhepunkt nach Brutto-Zuschauern wurde beim Longines 131. Großen Preis von Berlin erzielt. Die Sendung am 8. August 2021 konnte in der durchschnittlichen Sendestunde um 32,19 Prozent zulegen. Auf Platz zwei rangiert in diesem Jahr der Derby-Sonntag in Hamburg (4. Juli) vor dem Renntag am 23. Mai in Berlin-Hoppegarten.

 

Thorsten Castle resümiert: „Wir freuen uns sehr über diese Fakten! Letztlich geht es um Zielgruppenanalysen und zielgerichtete Konzepte, die sich an solchen Werten orientieren. Selbstverständlich freuen wir uns auch über die zahlreichen positiven Zuschriften, die uns erreichen, mit dem entsprechenden persönlichen Feedback. In der heutigen Zeit muss man mutige Wege gehen und neue Akzente setzen, um in der Medienlandschaft und vor allem in der TV -Berichterstattung wahrgenommen zu werden. Dazu gehört auch, dass man Formen in der Berichterstattung austestet, die es bisher nicht bzw. noch nicht gibt. Ein Beleg hierfür ist die Anfrage unsere französischen Kollegen von Equidia, die zum Beispiel im Hinblick auf unsere Berichterstattung die Moderationen an der Startstelle etc. etablieren wollen.“

 

Im Hinblick auf die aktuell durchgeführte Umfrage von Wettstar ergibt sich ebenfalls ein positives Gesamtbild. 89,7 % der Teilnehmer finden den Livestream unterhaltsam bis sehr unterhaltsam, 90,6 % würden den Livestream weiter empfehlen. Die positive Bewertung des Unterhaltungsfaktors spiegelt sich in der gestiegenen Verweildauer wider und kommt einem weiteren Aspekt zu Gute: 86,8 % der Zuschauer gaben an aus Spaß und Unterhaltung zu wetten. Die Mehrzahl der Zuschauer kommt demnach aus NRW, gefolgt von Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

Armin Weidler neuer 1. Vorsitzender

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hielt am Freitag, 23. Juli, auf der alten Tribüne der Rennbahn in Bad Harzburg seine Mitgliederversammlung für die Jahre 2019 und 2020 ab. Neben den üblichen Regularien standen auf der Adlerflug-Lounge auch Neuwahlen auf der Tagesordnung.

 

Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde ohne Gegenstimme der bisher 2. Vorsitzende Armin Weidler aus Reifenberg gewählt. Auf eigenen Wunsch schied Karen Kaczmarek aus Bad Harzburg aus der Führungsposition des Vereins aus, wurde aber einstimmig zur 2. Vorsitzenden ernannt. Neue Schatzmeisterin ist Sabrina Schön (Krefeld), die seit dem Ausscheiden von Gudrun Busch (Langelsheim) bereits 2020 als Beisitzerin auch die Kassenführung kommissarisch übernommen hatte. Eine der beiden Beisitzerinnen im Vorstand ist weiter Eva Herresthal (Beckingen), dazu wurde neu für Sabrina Schön Christine Paraknewitz-Kalla (Brüggen) gewählt. Auch hierbei stimmte die Versammlung jeweils einstimmig zu. Die Geschäftsführung verbleibt unverändert in den Händen von Detlef Kaczmarek.

 

Auf der Mitgliederversammlung wurde auch festgelegt, dass der Verein Deutscher Besitzertrainer weiterhin jährlich Zuschüsse aus den Mitgliedsbeiträgen zur Unterstützung von Basisrennen auf Antrag den Rennvereinen zu Gute kommen lassen will. Auch der Besitzertrainer-Cup soll weiter veranstaltet und die Nachwuchsarbeit unterstützt werden. "Da wir alles ehrenamtlich machen, stehen uns dabei trotz unseres geringen Mitgliedsbeitrags von 20,00 € im Jahr bei über 420 Mitgliedern rund 8.000,00 € zur Verfügung", betonte der neue Vorsitzende Armin Weidler. 2021 ist sogar eine fünfstellige Summe dafür eingeplant, da wegen der Corona-Pandemie 2020 zum einen der Besitzertrainer-Cup ganz ausfallen musste und zum anderen auch die Zuschüsse an die Rennvereine durch Renntagsabsagen geringer als geplant ausgezahlt werden konnten.

 

Im Jahr 2022 feiert der Verein Deutscher Besitzertrainer sein 40-jähriges Bestehen. "Wir werden uns im Vorstand über das Wie und das Wo rechtzeitig Gedanken machen", so Armin Weidler.

Bad Doberaner Jubiläum 2022 rückt in weite Ferne

Quelle: GaloppOnline vom 13. August 2021

 

In Bad Doberan, wo am 10. August 1822 das erste Galopprennen stattgefunden hat, herrscht völlige Ungewissheit hinsichtlich der Zukunft der Bahn und damit der möglichen Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum des deutschen Galopprennsports. In den letzten Tagen hat sich die Situation in zweierlei Hinsicht zugespitzt. Zum einen: Der Rennverein Bad Doberan von 1822 wird voraussichtlich in Kürze nicht mehr existieren und sich auflösen. Zum anderen: Der Rennclub Bad Doberan e.V. von 1822 war von Heinz Baltus und Mitstreitern in Magdeburg gegründet worden, mit dem Ziel, die Rennen auf der ältesten bestehenden Bahn Deutschlands durchzuführen. Vor allem, weil der alte Verein offenbar auf Seiten vor allem der Politik als „verbrannt“ galt.

 

Den Optimismus hat Baltus teilweise verloren. Im Gespräch mit der Sport-Welt sagt er: „Der Bürgermeister will nicht mehr. Die Aussage ist, dass es in den nächsten zwei Jahren keine Investitionen auf der Rennbahn geben soll. Wir versuchen jetzt, über die Landesregierung Druck zu machen.“ Baltus weiter: „Wir müssen die Stadt überzeugen. Es hilft uns nichts, wenn wir Sponsoren für die Rennen finden und den Betrieb sichern, es muss in die Anlage investiert werden: Geläuf, Rails, einen Zaun um das ganze Gelände, zum Beispiel. Wir sind sehr überrascht, dass der Bürgermeister jetzt zurückrudert und das nicht mehr gelten soll, was er uns und auch Daniel Krüger von Deutscher Galopp gesagt hat: wir sollten uns nur um die Organisation kümmern.“

 

Ein Jubiläum in Bad Doberan ist offenbar in weite Ferne gerückt. Ob Michael Vesper hier noch etwas bewegen kann, wird man abwarten müssen.

 

RaceBets-Podacast mit Heinz Baltus: https://blog.racebets.de/pferderennen-podcast-89-heinz-baltus-zu-bad-doberan

Besitzertrainer-Cup: Weidler wieder alleiniger Spitzenreiter

Aus dem Führungsduo um den Besitzertrainer-Cup 2021 ist nach dem 4. Wertungsrenntag am Donnerstag, 22. Juli, in Bad Harzburg ein alleiniger Spitzenreiter geworden. Auf der Rennbahn am Weißen Stein eroberte sich Armin Weidler wieder die Poleposition. Durch Rang vier von Never In Doubt (Eduardo Pedroza) und einen Punkt für Diatomic (Marie Hannibal) stockte er seinen Kontostand um fünf auf 20 Zähler auf.


Die bisherige Co-Spitzenreiterin Anna Schleusner-Fruhriep hatte mit Wutzelmann nur einen Starter, der aber im Seejagdrennen seinen Reiter Pavel Slozil jr. im Wasser verlor und deshalb nur einen Punkt zugeschrieben bekam. Mit jetzt 16 Zählern hat Anna Schleusner-Fruhriep nun Pascal Werning im Nacken, der mit Star Gyspy (René Piechulek) im Ausgleich III gewann, zehn Zähler einheimste und mit 14 Punkten Platz drei in der Zwischenwertung übernahm.


Auf Position vier bei diesem Wettbewerb für alle Aktiven des Vereins Deutscher Besitzertrainer folgt Hans-Joachim Stolberg. Idolo (Wladimir Panov) erhöhte in Bad Harzburg dessen bisherige Gesamtausbeute um einen auf elf Punkte. Gemeinsame Fünfte sind Ralph Siegert und Svenja Winter (je 10) vor Isabell Kreger und Guido Scholze (je 8). Auf Rang neun sprang Selina Ehl, die in Bad Harzburg als Dritte ihre ersten sechs Zähler gutgeschrieben bekam.

 

Der aktuelle Zwischenstand hier.


An jedem Wertungsrenntag sind pro Rennen je Platzierung von Pferden von Besitzertrainern des Vereins folgende Punkte zu erzielen:


1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt


Die gesammelten Punkte an allen Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte im Besitzertrainer-Cup. Die Prämien auf den ersten vier Plätzen betragen 1.000,00 €, 500,00 €, 300,00 € und 200,00 €. Zudem werden die Ränge fünf bis zehn mit je 100,00 € bedacht.


Die letzten drei Stationen des Besitzertrainer-Cups 2021 sind am 29. August in Cuxhaven, am 11. September in Zweibrücken und am 31. Oktober in Verden. In Verden an der Aller werden dann die Siegerin oder der Sieger sowie die Platzierten des Besitzertrainer-Cups 2021 geehrt.


Die bisherigen Sieger beim Besitzertrainer-Cup waren Monika Lindemann (2016), Horst Rudolph (2017), Daniel Paulick (2018) und Anna Schleusner-Fruhriep (2019).


Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer zusätzliche Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden dadurch auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die „Extra-Gewinnmöglichkeiten“ eine höhere Anzahl von Pferden von Besitzertrainern des Vereins zu erwarten ist.

Nicol Polli erlitt Schien- und Wadenbeinbruch

Quelle: GaloppOnline vom 19. August 2021

 

Lange Pause für Jockey Nicol Polli. Der gebürtige Italiener hat sich am Mittwoch, 18. August, in der Morgenarbeit in Mülheim schwer verletzt. Beim Training in der Startmaschine zog sich der 37-Jährige einen doppelten Unterschenkelbruch zu. In den kommenden Tagen muss er sich zwei Operationen unterziehen.

 

Polli blieb in der Startbox mit dem Bein hängen und sein Pferd drückte ihn gegen die Maschine. Dabei brach er sich das Schien- und Wadenbein. Die erste OP erfolgt am heutigen Donnerstag. Zunächst werden die Brüche geschient, nach der zweiten Operation wird das Bein dann geschraubt.

 

Nicol Polli arbeitet auf dem Raffelberg am Quartier von Jean-Pierre Carvalho.

WETTSTAR Titelsponsor für den Großen Preis von Baden

Quelle: Pressemitteilung von Baden Galopp vom 6. August 2021

 

„Für fast alle Rennen der Großen Woche konnten wir tolle Sponsoren und Partner gewinnen. Damit hatten wir gar nicht gerechnet in der Kürze der Zeit.“ Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter der Baden Galopp GmbH & Co. KG, hat erst im April gemeinsam mit Mehrheitseigner Peter Gaul und anderen Investoren die Rennbahn Baden-Baden - Iffezheim als neuer Betreiber übernommen.


Zu den Förderern zählen langjährige Partner wie die Sparkassen Finanzgruppe, die den 66. Preis der Sparkassen Finanzgruppe (ex Spreti-Rennen) unterstützt. Auch viele Unternehmen der Region wie der Betonsteinproduzent Kronimus, der Mercedes-Händler Wackenhut oder das Casino und die Stadt Baden-Baden zählen zu den Rennpreis-Sponsoren  bei  der  Großen  Woche.  Der  neu  gegründete  Förderverein Baden Galopp Iffezheim e.V. übernimmt ebenfalls die Patenschaft für ausgewählte Rennen. Zu den internationalen Sponsoren zählt unter anderem das irische Gestüt Coolmore Stud in Fethard, Tipperary. „Für diese Treue und Unterstützung in schwierigen Zeiten sind wir wirklich dankbar“, sagt Buchner.


Ein Champion für das Championat: „Wettstar 149. Großer Preis von Baden“


Peter Gaul und Stephan Buchner freuen sich, für das Highlight der Großen Woche einen neuen Partner zu präsentieren: „Wettstar, einer der bekanntesten Wettanbieter Deutschlands und größten Unterstützer des deutschen Rennsports, übernimmt in diesem Jahr das Patronat für den Großen Preis von Baden.“ Auch Riko Luiking, Geschäftsführer von German Tote und deren Tochtergesellschaft Wettstar GmbH in Neustadt am Rübenberge, ist begeistert: „Eines der feinsten und wichtigsten Gruppe-1-Rennen des deutschen Galoppsports zu unterstützen, ist eine Ehre.“ Das Engagement von Wettstar war möglich, weil der langjährige Sponsor Longines die Zusammenarbeit in diesem Jahr ausgesetzt hat. Der Schweizer Uhrenhersteller unterstützt jedoch weiterhin das renommierte Fegentri World Championship for Lady Riders, ein Rennen für Amateurrennreiterinnen. Buchner und Gaul sind zufrieden: „Der Große Preis von Baden verspricht, ein absolutes Highlight im europäischen Rennkalender 2021 zu werden. Wir fiebern der Großen Woche entgegen.“


Für alle Renntage am 29. August, 1., 4. und 5. September gibt es noch Karten über www.ticketmaster.de, zu erreichen auch über die Homepage von Baden Galopp.

Film im NDR über die Familie Schleusner

Am 29. Juli ab 18.15 Uhr ist im NDR-Fernsehen ein interessanter Film mit dem Titel "Von der Weide auf die Rennbahn" über die Familie Schleusner in Marlow zu sehen. Wer vorab oder danach diesen Beitrag sehen möchte, klicke auf folgenden Link: https://www.ardmediathek.de/video/die-nordreportage-von-der-weide-auf-die-rennbahn/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS8xMjUwMjI4Zi0xYzA0LTRjZGEtOWNiYy1hYmQ2MmM0OWU2M2U/

Creek Starlet gewinnt unterstütztes Rennen in Haßloch

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trat am Sonntag, 1. August, in Haßloch im siebten Rennen als Mitsponsor auf. Den "Preis des Südwestdeutschen Galopp Club und des Vereins Deutscher Besitzertrainer" über die Distanz von 2.000 Meter gewann die 3-jährige Stute Creek Starlet. Im Sattel der von Michael Figge in München trainierten bisher sieglosen Stute saß Shuichi Terachi. Sie steht im Besitz von Jochen Stargardt, der Mitglied des Vereins Deutscher Besitzertrainer ist. Zweiter hinter Creek Starlet, die 20,30:1 auf Sieg zahlte, wurde Elegant Fighter vor Rhekas.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2021

München, 1. Mai

  • Patrik Faulhaber – Laura's Legacy

Dresden, 7. Mai

  • Ralph Siegert – Varicon

Düsseldorf, 8. Mai

  • Claudia Römer – Lady Charlotte

Hoppegarten, 9. Mai

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Mäuseschwänzchen und Apollo von Marlow
  • Isabell Kreger – Vinnie's Wish

Chantilly, 11. Mai

  • Hella Sauer – Waleed

Dortmund, 13. Mai

  • Marion Renggli – Dumas und Gilbert

Mülheim, 15. Mai

  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Hoppegarten, 23. Mai

  • Kay Schulz – The Feathered Nest

Dresden, 29. Mai

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Flotte Lotte

Düsseldorf, 30. Mai

  • Laura Giesgen – Sea Tea Dea
  • Dirk Lüker – Malinga

Sieg für Isabell Kreger im unterstützten Rennen in Bad Harzburg

Gleich das Auftaktrennen in Bad Harzburg am Freitag, 23. Juli, wurde vom Verein Deutscher Besitzertrainer mitgesponsert. Unter dem Titel "Preis der Norddeutschen Besitzervereinigung und des Vereins Deutscher Besitzertrainer" gingen neun Pferde auf der Sprintdistanz von 1.200 Metern auf die Reise.

 

Und der Sieg ging diesmal auch an eine Besitzertrainerin des Vereins. Isabell Kreger hatte mit Katie Bo Kat knapp die Nase vorne. Im Sattel der 4-jährigen Stute saß René Piechulek. Mit der 6-jährigen Stute Queens Beauty (Lilli-Marie Engels) stellte Isabell Kreger auch die Zweitplatzierte vor Sunbright (Trainer Frank Fuhrmann/Reiter Maxim Pecheur), Tuo Songo (Jan Korpas/Bauyrzhan Murzabayev) und Isabell Kregers drittem Pferd in diesem Rennen Vinnie's Wish (Mirko Sanna).

Rennwettsteuerrückerstattung stockt immer noch

Quelle: GaloppOnline vom 13. Juli 2021

 

Im November 2019 wurde das Gesetz beschlossen, im Dezember 2020 in der EU ratifiziert, im Juli 2021 ist noch kein Euro geflossen. Es geht um die Rückerstattung der Rennwettsteuer an die Rennvereine aus Wetten auf deutsche Rennen bei Buchmachern mit Auslandssitz. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, dazu am Dienstag in der turnusmäßigen Pressekonferenz: „Es ist schon eigenartig, dass das noch nicht routinemäßig umgesetzt ist.“

 

Auf entsprechenden Formblättern müsse der relevante Umsatz zwar mittlerweile angegeben werden, das Grundproblem sei indes die zentrale Einnahme-Erzielung beim Finanzamt in Frankfurt und die Verteilung dieser Einnahmen auf die Länder und von dort weiter an die Rennvereine. Vesper und Geschäftsführer Daniel Krüger hoffen auf eine zügige Umsetzung. Man sei weiterhin in Gesprächen mit Ministerien auf Bundes- und Landesebene, um die Prozesse zu beschleunigen.

2.162 Galopper zum 1. Juli in den Trainingsställen

Quelle: GaloppOnline vom 13. Juli 2021

 

Die Zahl der Pferde in deutschen Trainingsställen ist trotz der Corona-Krise konstant. Stand 1. Juli stehen 2.162 Galopper hierzulande in Training, das sind nur acht weniger als 2020, als es 2.170 waren. 2019 lag diese Stichtagszahl bei 2.171. Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, sagt dazu: „Es zeigt die Passion, die unsere Trainer und Besitzer haben, dafür müssen wir sehr dankbar sein.“ Krüger weiter: „Wenn ich darauf gewettet hätte, hätte ich gesagt, wir müssen wegen Corona einen Rückgang hinnehmen, dem ist glücklicherweise nicht so.“

Recke-Stall vom Hochwasser betroffen

Quelle: GaloppOnline vom 16. Juli 2021

 

Die schlimmen Unwetter vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben auch vor dem Rennsport nicht halt gemacht. So kursierten beispielsweise Bilder im Internet, die den überfluteten Rennstall von Christian von der Recke in Weilerswist zeigten. Da auch die Kommunikationsmöglichkeiten durch die schweren Unwetter beeinträchtigt waren, blieb die Lage lange unklar. Am Freitagmorgen hat sich der Rennstall aber auf seiner Facebookseite gemeldet und Entwarnung, was das Leben von Menschen und den Tieren angeht, geben können.

 

So hieß es in einem Post von Freitagmorgen: „Guten Morgen. Uns und den Pferden geht es soweit gut. Wir konnten alle retten. Das Wasser ist zurückgegangen und jetzt geht es ans Aufräumen!  Vielen Dank an die ganze Hilfe von jedem einzelnen! Wir haben aktuell kein Netz und kein Strom und sind dementsprechend nicht einfach zu erreichen.“

 

GaloppOnline.de und die Sport-Welt sprechen allen Betroffenen des Hochwassers Anteilnahme aus und hoffen, dass man Schäden so gering wie möglich halten und insbesondere das Leben von Menschen und Tieren sichern konnte. An mehreren Stellen liest man von Hilferufen aber auch von Angeboten, Pferde aus den betroffenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Sollten sie mit ihren Anfragen noch niemanden erreicht haben, steht ihnen GaloppOnline.de zur Verfügung. Schreiben sie eine Mail an: fabian.breuer@sportverlag.de. Wir werden den Hilferuf veröffentlichen.

Verein Deutscher Besitzertrainer als Mitsponsor: Newa siegt

Am Renntag des Pfälzischen Rennvereins Zweibrücken am Sonntag, 27. Juni war der Verein Deutscher Besitzertrainer in der dritten Prüfung Mitsponsor. Der Preis von Gölz Paletten und Verein Deutscher Besitzertrainer, ein Sieglosenrennen für dreijährige und ältere Pferde über 1.800 Mete, wurde von Newa für den Stall Nizza gewonnen. Die 3-jährige Stute, die als Favoritin 1,10:1) leicht gewann, ist bei Christian von der Recke im Training und wurde von Eva-Marie Geisler gesteuert. Rang zwei ging an Odina (Trainer Marco Klein/ Reiter Tommaso Scardino) vor Celebration (Michael Figge/Shuichi Terachi).

Sisfahan Sieger im IDEE 152. Deutschen Derby

Quelle: GaloppOnline vom 4. Juli 2021

 

Der von Henk Grewe für Darius Racing, die Rennsport-Operation von Dr. Stefan Oschmann, trainierte Sisfahan gewann am Sonntag, 4. Juli, in Hamburg-Horn das IDEE 152. Deutsche Derby gegen den 4,30:1-Favoriten Alter Adler. Imi, Lord Charming und Aff un zo belegten die weiteren Plätze.

 

Nach einem packenden Rennen machte es der Isfahan-Sohn aus der Zucht der Guy Pariente Holding seinem Vater nach, der das Rennen 2016 gewonnen hatte. Unterwegs hatte man den als 12,50:1-Außenseiter ins Rennen gegangenen Hengst, der von Stalljockey Andrasch Starke geritten wurde, und erstmals in einem Grupperennen an den Start kam, im Mittelfeld liegen sehen, während vorne Sky Out vor Alter Adler, Nordstrand, Nacido und Sassoon das Tempo gemacht hatte.

 

In der Zielgeraden beorderte Andrasch Starke, für den es der achte Derbysieg war, sein Pferd nach ganz außen, wo er riesig anpackte, und den bis kurz vor dem Ziel führenden Alter Adler, der im Einlauf nach vorne gegangen war, und schon wie der Sieger ausgesehen hatte, noch abfing. Ebenfalls außen, und von hinten kommend, lief der Riesenaußenseiter Imi auf den dritten Platz vor seinem Trainingsgefährten Lord Charming. Fünfter wurde Aff un zo, was für dessen Besitzer Holger Renz ein erfreuliches Ergebnis abrundete. "Sicher, eineinviertel Längen", lautete der Richterspruch. Von Alter Adler zu Imi waren es dann noch einmal eindreiviertel Längen, die weiteren Abstände lauteten "Hals", "Hals".

 

Für Henk Grewe war es der erste Derbysieg, für Darius Racing der zweite nach Isfahan, wobei bei Sisfahan jedoch die Besonderheit gibt, dass der Hengst nur zu 50 Prozent Dr. Stefan Oschmann gehört. Die anderen 50 Prozent gehören Michael Motschmann.

 

Ohne Möglichkeiten war der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Mitfavorit Sea of Sands, der im Einlauf zwar in Position war, dann aber nicht entscheidend weiter kam und Platz 13 belegte.

Ehrung für Rüdiger Schmanns durch Aktivenverbänden

Quelle: GaloppOnline vom 3. Juli 2021

 

Für 30 Jahre Zusammenarbeit haben drei Verbände am Samstag, 3. Juli, in Hamburg Rüdiger  Schmanns, den Technik-Chef von Deutscher Galopp, geehrt. Der Trainer- und Jockeyverband, der Verein Deutscher Besitzertrainer und der Verband Deutscher Amateur Rennreiter zeichneten Schmanns mit einem Ehrenpreis aus und dankten für die drei Jahrzehnte andauernde vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

„Er versucht selbst unmögliche Wünsche möglich zu machen“, sagte Christian von der Recke in einer kurzen Ansprache.

Casinomaster bleibt disqualifiziert - Boysen drei Tage gesperrt

Quelle: GaloppOnline vom 13. Juli 2021

 

Casinomaster erhält den in Hamburg erreichten und am grünen Tisch der Rennleitung verlorenen Sieg nicht zurück. Das ist das Ergebnis der Berufungsverhandlung vor dem Renngericht von Deutscher Galopp am Montag in Köln. Er hatte folgende Berufungen gegeben, die nun beide abgewiesen wurden:

 

„Der Besitzer des Pferdes Casinomaster hat gegen die Entscheidung der RL des Hamburger Renn-Clubs vom 30. Juni 2021, wonach Casinomaster als Sieger 4. R. Lion Software „Wir digitalisieren den Mittelstand“-Race am 30. Juni in Hamburg wegen Behinderung des viertplatzierten Pferdes Ocean Air disqualifiziert und auf den vierten Platz gesetzt wurde, Berufung beim Renngericht eingelegt.

 

Amateurrennreiterin Frau J.Boysen hat gegen die Entscheidung der RL des Hamburger Renn-Clubs vom 30. Juni 2021, wonach Sie wegen Behinderung mit Disqualifikationsfolge mit einem Reitverbot am 18., 22. und 23.7. 2021 (3 Renntage) gegen die Höhe der Ordnungsmaßnahme Berufung beim Renngericht eingelegt und die Aussetzung bis zur Berufungsverhandlung beantragt.“

 

Das Renngericht fällte die Entscheidung einstimmig. Es setzte sich aus dem Vorsitzenden Frank Heckenbücker und den Beisitzern Harro Remmert und Horst Greis zusammen. In der Urteilsbegründung erkannte das Renngericht neben der Behinderung vor allem auch eine gefährliche Reitweise von Janina Boysen, die zu der Behinderung geführt habe. Die Reiterin habe keine ausreichenden Anstrengungen unternommen, Casinomaster im Endkampf wieder gerade zu richten und hätte sich versichern müssen, was hinter ihr passiert. Das habe sie nicht getan. Nicht nach hinten geschaut zu haben, hatte Boysen bei ihrer telefonischen Befragung auch zugegeben. Die Strafe wurde für den 22., 23. und 24.7. neu festgesetzt.

 

In Sachen der Besitzer-Berufung war das Renngericht der Meinung, dass Ocean Air die Behinderung drei Längen gekostet habe, im Ziel sei Ocean Air nur anderthalb Längen geschlagen gewesen. Mirco Sanna haben sein Pferd sehr massiv aufnehmen müssen. „Wir sind der Überzeugung, dass Ocean Air vorne gewesen wäre und können die Entscheidung der Rennleitung nur bestätigen“, so Frank Heckenbücker. "Es waren natürlich rund drei Längen, die Ocean Air geschlagen war und nicht anderthalb", sagte Heckenbücker am Morgen nach dem Urteil korrigierend, "das habe ich in der Urteilsbegründung leider falsch formuliert."

 

Sanna war als Zeuge vor Ort, berichtete davon, dass sein Pferd ein „One-Pacer“ sei, das durch die Behinderung jeglichen Schwung verloren habe, was ihn ganz sicher den Sieg gekostet habe. Der Rennleitung – auch der an diesem Tag als Rennleitungschef agierende Hans-Jörg Schmidt wurde telefonisch befragt, schrieben sowohl das Renngericht als auch Gottfried Reims als Vorsitzender des Kontrollausschusses des Verbandes ins Stammbuch, man hätte die Entscheidung besser und ausführlicher begründen müssen. In der Sache sei sie nicht zu beanstanden gewesen.

Berufung in Sachen "Disqualifikation von Casinomaster" eingelegt

Quelle: GaloppOnline vom 7. Juli 2021

 

Die Disqualifikation von Casinomaster in Hamburg geht in die nächste Etappe. Es wird eine Berufungsverhandlung geben. Das ist dem aktuellen Wochenrennkalender des Verbandes zu entnehmen. Dort heißt es: „Der Besitzer des Pferdes Casinomaster hat gegen die Entscheidung der RL des Hamburger Renn-Clubs vom 30. Juni 2021, wonach Casinomaster als Sieger 4. R. Lion Software „Wir digitalisieren den Mittelstand“-Race am 30. Juni in Hamburg wegen Behinderung des viertplatzierten Pferdes Ocean Air disqualifiziert und auf den vierten Platz gesetzt wurde, Berufung beim Renngericht eingelegt."

 

Auch die Reiterin akzpetiert die Sperre nicht. „Amateurrennreiterin Frau J.Boysen hat gegen die Entscheidung der RL des Hamburger Renn-Clubs vom 30. Juni 2021, wonach Sie wegen Behinderung mit Disqualifikationsfolge mit einem Reitverbot am 18., 22. und 23. 7. 2021 (3 Renntage) gegen die Höhe der Ordnungsmaßnahme Berufung beim Renngericht eingelegt und die Aussetzung bis zur Berufungsverhandlung beantragt.“

Torquator Tasso „Galopper des Jahres 2020“

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 13. Juni 2021

 

Vom 30. April bis 30. Mai wurde abgestimmt, nun hat das Publikum entschieden: Torquator Tasso ist der „Galopper des Jahres 2020“! Im Zuge der ältesten Publikumswahl im deutschen Sport (die aufgrund der Corona Pandemie erst später im Jahr stattfinden konnte) ermittelten Deutscher Galopp, RaceBets, Pferdewetten.de und die Sport-Welt den vierbeinigen Star des vergangenen Jahres.

 

Wir blicken auf eine lange Historie zurück: Seit 1957 wird geehrt, als ARD-Sportschau-Moderator und Pferdesport-Experte Addi Furler den „Galopper des Jahres“ später ins Fernsehen bringt, ist das Maß an Popularität schnell nicht mehr zu überbieten – auch aufgrund der spektakulären Hauptpreise für alle Teilnehmer. Für den vierbeinigen Favoriten stimmen und danach auf einer Reise die Seele baumeln lassen – das Porto für die traditionelle Postkarte zur Wahl war gut investiert.  Unvergessen auch der legendäre Acatenango, 1985 bis 1987 begeisterte er die meisten Menschen in der Abstimmung für sich, über 1,7 Millionen D-Mark verdiente er in seiner Rennkarriere. Bis heute ist er eines der berühmtesten Pferde Deutschlands.Diesen Status hat Torquator Tasso zwar noch nicht erreicht – seine Erfolge im vergangenen Jahr und nun der Sieg in der Publikumswahl gegen Quian und Sunny Queen sprechen allerdings ebenfalls eine sehr deutliche Sprache.

 

Für seinen Trainer Marcel Weiß ist der Sieg etwas ganz Besonderes: „Wow! Ich bin überwältigt von dem Ergebnis und freue mich riesig! Als erstes möchte ich mich bei jedem einzelnen bedanken, der für Torquator Tasso abgestimmt hat. Ohne Euch wäre er nicht „Galopper des Jahres 2020“ geworden. Vielen Dank! Eine besondere Freude ist es natürlich auch für alle Beteiligten rund um das Pferd. Dr. Michael Vesper, Präsident Deutscher Galopp e.V., ergänzt: „Die Wahl zum „Galopper des Jahres“ hat in unserem Sport eine lange Tradition und ist nach wie vor etwas sehr Besonderes. Torquator Tasso hat diese Auszeichnung mehr als verdient. Bei seinen sechs Starts im Jahr 2020 war er zweimal siegreich und dreimal platziert – noch einmal hervorzuheben sind hier natürlich der zweite Platz im IDEE 151. Deutschen Derby und der Sieg im Longines 130. Großen Preis von Berlin. Meinen herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team!“

 

Torquator Tasso steht im Besitz des Gestüts Auenquelle

 

Der Sieger auf einen Blick: Adlerflug-Hengst, geb. 2017, Trainer Marcel Weiß, Besitzer Gestüt Auenquelle, Züchter P.H. Vandeberg, Gewinnsumme 2020: 236.800 Euro – kaum ein anderes Pferd wird seit dem Jahr 2020 von der Konkurrenz so gefürchtet wie Torquator Tasso. Zunächst eher unauffällig unterwegs katapultiert er sich mit einem sagenhaften zweiten Platz im wichtigsten Rennen des Jahres, dem IDEE 151. Deutschen Derby (Gruppe I), auf einen Schlag in die Riege der Spitzenpferde. Von nun an ist der Fuchshengst nicht mehr aufzuhalten und steht bereits jetzt als leistungsstärkstes deutsches Rennpferd 2020 fest.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2021

Hoppegarten, 4. April

  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb

Düsseldorf, 11. April

  • Pascal Jonathan Werning – Star Gypsy

Nancy, 24. April

  • Philipp Berg – Northern Fox

Hannover, 25. April

  • Christian Zschache – Wesenberg

Mons, 30. April

  • Laura Giesgen – Sea Tea Dea
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Mannheim, 30. April

  • Stefan Birner – Smoke on the Water
  • Thomas Gries – Dia Deux
  • Erika Keller – Bottleofsmoke

Stephan Ahrens bleibt Präsident des Harzburger Rennvereins

Quelle: GaloppOnline vom 14. Juni 2021

 

Stephan Ahrens bleibt für drei weitere Jahre Präsident des Harzburger Rennvereins. Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag wurde der 53 Jahre alte leitende Angestellte im Elektrogroßhandel aus Bad Harzburg, der das Amt seit 2012 innehat, einstimmig wiedergewählt. 118 der aktuell 463 Mitglieder des zahlenmäßig größten Rennvereins Deutschlands nahmen an der Versammlung teil, die unter freiem Himmel auf der Rennbahn am Weißen Stein stattfand. Als Stellvertreter von Ahrens wurden Dr. Jens Borchers und Thomas Bartke bestätigt. Neu im Vorstand sind Werner Schilli, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse, und der Buchmacher Dr. Norman Albers.

 

Die diesjährige Rennwoche in Bad Harzburg findet vom 22. bis 24. Juli an drei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Nachdem sie im vergangenen Jahr auf Grund der Corona-Pandemie komplett ausfallen musste, wird sie 2021 in verkürzter Form durchgeführt. „Das Interesse von Aktiven und Besuchern aus ganz Deutschland ist enorm“, erklärte Ahrens, „wir hoffen, auch allen Wünschen gerecht zu werden.“ Denn trotz niedriger Inzidenzzahlen in der Region wird es eine begrenzte Zahl von Zuschauern und ein entsprechendes Hygienekonzept geben. „Basierend auf der uns zur Verfügung stehenden Fläche haben wir bei der Stadt Bad Harzburg einen Antrag auf 4.800 Besucher gestellt“, sagt Ahrens, „das kann sich natürlich noch ändern.“ Das Gros der Tickets soll online verkauft werden, derzeit sieht der Plan vor, ab dem 5. Juli in den Verkauf zu gehen.

Zwei Rennvereine streiten um Bad Doberan - Deutscher Galopp neutral

Quelle: GaloppOnline vom 17. Juni 2021

 

Im Zuge der aktuell hinter den Kulissen stattfindenden Streitigkeiten über die Zukunft der Rennen in Bad Doberan verhält sich der Dachverband neutral. „Die Stadt muss entscheiden, wer der Pächter der Anlage werden wird“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp.

 

Man führe sowohl mit dem alten Rennverein als auch dem neuen Rennclub um Heinz Baltus Gespräche, so Krüger. Final obliege es der Stadt, wer der Veranstalter der Rennen sein wird. „Ziel muss es sein, dass dort langfristig Rennen stattfinden“, so Krüger. „Der Verband hat sich für keine Partei entschieden, der Verband verpachtet aber ja auch die Bahn nicht.“

 

2022 soll in Bad Doberan „200 Jahre Galopprennen in Deutschland“ gefeiert werden, das möchte auch der Verband so, wie Krüger sagt.

Ohne Tadel und Goldie Doll nach gemeinsamen 275 Starts nun in Rente

Quelle: GaloppOnline vom 11. Juni 2021

 

Ohne Tadel und Goldie Doll haben den Besitzertrainern Dirk Lüker und Luisa Steudle in den vergangenen Jahren viel Spaß bereit. Nun werden die beiden Galopper, die zusammengenommen auf 25 Siege kommen, ihre Rennkarriere beenden und ihr Rentendasein als Freizeitpferde genießen:

 

"Die beiden kommen nach Ostenfelde, das ist nur 30 Minuten von uns entfernt. Dort können wir sie so oft besuchen, wie wir wollen. Wir sind total happy mit dieser Lösung. Manchmal schreibt der Rennsport wirklich tolle Geschichten", so Luisa Steudle gegenüber der Sport-Welt.

 

Insbesondere der inzwischen 14-jährige Ohne Tadel war ein echter Dauerbrenner auf deutschen Rennbahnen. Seit seinem Debüt als Zweijähriger im Jahr 2009 absolvierte der Tertullian-Sohn 177 Karrierestarts in Deutschland, Frankreich und Belgien. 18 Siege und 41 Platzierungen erzielte Ohne Tadel in seiner Karriere, insgesamt kann er einen Platzierungsschnitt von 5,3 vorweisen und erzielte eine Gewinnsumme von 121.288 Euro. Er gewann auf Distanzen zwischen 1200 und 1950 Meter und war dabei sowohl auf der Sand- als auch auf der Grasbahn erfolgreich. Nach Stationen bei Nina Bach, Sascha Smrczek und Elisabeth Storp war der Wallach seit 2014 bei Dirk Lüker beheimatet.

 

Auch Goldie Doll war eine Dauerbrennerin auf deutschen Rennbahnen. Die Handicapperin siegte bei 98 Starts sieben Mal und erzielte 19 Platzierungen.

Galopp Intern zu Situation im Deutschen Galopp

Quelle: Sport-Welt vom 4. Juni 2021, Seite 8

 

In der Sport-Welt mit Erscheinungsdatum 4. Juni  2021 ist ein interessanter Artikel aus Galopp Intern abgedruckt.

 

Der Artikel hier

Ehemaliges Vorstandsmitglied Jürgen R. Langrock gestorben

Den Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer erreichte am 9. Juni 2021 die traurige Nachricht, dass sein Mitglied und ehemaliger Beisitzer Jürgen R. Langrock zum Wochenanfang gestorben ist. Jürgen R. Langrock verstarb nach langer Krankheit im Alter von nur 56 Jahren.

 

Ob als Besitzertrainer oder zuletzt als Besitzer unter dem Namen "Stall Wollin" war der Verstorbene immer ein engagierter und manchmal auch streitbarer Pferdemann, dem es dabei aber letztlich stets um das Wohl des deutschen Galopprennsports ging.

 

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer wird Jürgen R. Langrock immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Amateure dürfen wieder in den Rennen reiten

Quelle: GaloppOnline vom 9. Juni 2021

 

Der Vorstand von Deutscher Galopp hat mit sofortiger Wirkung beschlossen, Amateure wieder für den Rennbetrieb zuzulassen. Die finale Entscheidung über die Teilnahme der Amateure wird jedoch vom Rennverein in Anlehnung an das entsprechende Abstands- und Hygienekonzept getroffen. Eine entsprechende Veröffentlichung wird jeweils zwei Tage vor der Vorstarterangabe im Trainerservice kommuniziert.

 

„Die letzten Monate waren für alle unsere Aktiven nicht leicht. Besonders unsere Amateure konnten seit langem nicht aktiv am Renngeschehen teilnehmen. Es freut uns sehr, dass dies nun aufgrund der gesunkenen Inzidenz und der Amateursport-Lockerungen wieder möglich ist. Ich bitte aber um Verständnis, sollte es aufgrund örtlicher Regelungen bei dem ein oder anderen Rennverein noch nicht möglich sein“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp e.V. Krüger erklärt weiter: „Eine mögliche Einschränkung wird im Trainerservice frühzeitig kommuniziert, Frau Warmbier, Vertreterin des Verbands Deutscher Amateur-Rennreiter e.V., unterstützt uns dabei. Vor allem möchte ich mich bei allen Amateuren für ihre Geduld bedanken und wünsche ihnen für ihre kommenden Ritte Hals und Bein.“

Rennclub Bad Doberan gegründet - Heinz Baltus ist Präsident

Quelle: GaloppOnline vom 8. Juni 2021

 

„Gestern Abend ist in Magdeburg der Rennclub Bad Doberan e.V. von 1822 gegründet worden.“ Das hat am Dienstag Heinz Baltus der Sport-Welt mitgeteilt. Und Baltus ist zugleich auch der Präsident dieses neuen Vereins, der sich zukünftig um die Rennen auf der Bahn Bad Doberan-Heiligendamm kümmern soll.

 

Baltus und insgesamt sieben Mitstreiter – allesamt aus dem Vorstand in Magdeburg – machen damit jetzt Nägel mit Köpfen, was die Zukunft der Anlage angeht, auf der im August 1822 der deutsche Rennsport seinen Anfang nahm. Und wo im kommenden Jahr das 200-jährige Jubiläum gefeiert werden soll. „Die Stadt Bad Doberan ist festen Willens, den Vertrag mit uns zu unterzeichnen“, sagt Heinz Baltus. „Für Donnerstag sind wir verabredet und wollen Nägel mit Köpfen machen. Förderanträge sind schon fertig und liegen auch beim Ministerium zur Prüfung schon vor.“

 

Für Heinz Baltus, der seinen Zweitwohnsitz in Kühlungsborn in unmittelbarer Nähe der Rennbahn hat, ist der wiederholte Neustart der Rennen eine Herzensangelegenheit: „Ich möchte gerne die Fäden so lange in der Hand halten, bis es läuft“, sagt Heinz Baltus zu seiner Präsidentschaft.

Konstruktive Gespräche und Zukunftsperspektiven

Quelle: Homepage von Deutscher Galopp vom 4. Juni 2021


Am Donnerstag, 3. Juni, fand in Bielefeld ein Spitzengespräch von Deutscher Galopp e.V. (DG) und der Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine mbG (BGG) mit den Vertretern der pferdewetten.de AG und der German Tote GmbH & Co KG (GT) statt. Die Vizepräsidenten von Deutscher Galopp Manfred Ostermann und Gerhard Schöningh (ebenfalls Vorsitzender des Verwaltungsrats der BGG) und die Vorstandsmitglieder Gregor L. Baum und Andreas R. Tiedtke trafen sich mit Pierre Hofer (Vorstand pferdewetten.de) und Marco Sunderbrink (Geschäftsführer pferdewetten.de) und Riko Luiking (Geschäftsführer German Tote).

 

In dem offenen und konstruktiven Gespräch konnten die in den letzten Tagen verschiedentlich besonders in den sozialen Medien vorgebrachten Anschuldigungen und Interpretationen von Verträgen und Positionen sachlich geklärt werden. Beide Seiten begrüßen, dass nun für weitere Gespräche eine klare Grundlage gelegt ist. Für die kurz- und mittelfristige Zusammenarbeit wurden Positionen ausgetauscht, die nun in den jeweiligen Gremien und mit den weiteren beteiligten Partnern besprochen werden. Alle vier beteiligten Parteien, DG, BGG, GT und pferdewetten.de, wollen im Sinne des deutschen Galopprennsports zusammenarbeiten. Von einem Boykott des deutschen Totalisators durch pferdewetten.de kann keine Rede sein, wie Pierre Hofer betonte. Die Parteien werden sich kurzfristig zu weiteren Gesprächen treffen, um eine gute Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Dr. Philipp Biermann seit 1. Juni Chef der Rennleitung

Quelle: Pressemitteilung Deutscher Galopp vom 1. Juni 2021

 

Deutscher Galopp hat mit Dr. Philipp Biermann aus Magdeburg einen neuen Leitenden Sprecher und Koordinator der Rennleitungen gewonnen. Er nimmt seine Arbeit zum 1. Juni auf und folgt Herrn Frank Becker. Geschäftsführer Daniel Krüger freut sich: „Die Nachfolge mit Herrn Biermann endlich gelöst zu haben, freut uns sehr. Herr Becker, der den Richterturm jahrzehntelang zu unserer vollsten Zufriedenheit bewacht hat, gebührt großer Dank.“

 

Mit Philipp Biermann übernimmt eine Persönlichkeit, die seit Kindesbeinen Rennsportenthusiast ist. So war sein Großvater Präsident des Rennvereins in Bad Harzburg, der Heimat des 33-jährigen Hochschullehrers. Der Sohn des 2007 verstorbenen Trainers Manfred „Mecki“ Biermann wird sich neben der Sprechertätigkeit auch verstärkt um die Nachwuchsarbeit sowie um die Aus- und Weiterbildung der Rennleitungsmitglieder kümmern. Diese Aufgaben wird Biermann in enger Abstimmung mit der renntechnischen Abteilung von Deutscher Galopp versehen.

Verkürzte Bad Harzburger Rennwoche vom 22. bis 24. Juli

Quelle: GaloppOnline vom 1. Juni 2021

 

Die diesjährige Rennwoche in Bad Harzburg wird sich auf drei Renntage vom 22. bis zum 24. Juli beschränken, nachdem sie im vergangenen Jahr komplett ausgefallen ist. „Noch nicht geklärt ist die Zahl der Besucher, die auf die Rennbahn kommen können“, sagt Rennvereins-Präsident Stephan Ahrens, „wir rechnen nach aktuellem Stand aber damit, dass es vierstellig wird.“

 

Am Donnerstag, 22. Juli, sollen die Harzburger Renntage gegen 15.30 Uhr mit acht Rennen beginnen. An diesem Tag wird das traditionelle Seejagdrennen durchgeführt. Tags darauf, am Freitag, 23. Juli, sind ebenfalls acht Prüfungen geplant, der erste Start wird gegen 11.50 Uhr erfolgen, da ein Teil der Rennen live in 11.000 französische Wettannahmestellen übertragen wird. Auch am Samstag, 24. Juli, ist der erste Start für 11.25 Uhr vorgesehen. Dann stehen die Superhandicaps auf dem Programm sowie das mit 37.000 Euro dotierte BBAG-Auktionsrennen, das einmal mehr in Partnerschaft mit der Braunschweigischen Landessparkasse durchgeführt wird. Zehn Rennen sollen an diesem Samstag gelaufen werden.

 

„Wir wollen Mitte Juni mit den Tickets in den Vorverkauf gehen“, kündigt Ahrens an, „bei der aktuellen Lage werden wir in diesem Jahr ausnahmsweise mit höheren Eintrittspreisen als sonst arbeiten müssen. Auf Parkplatzgebühren werden wir jedoch verzichten.“

Bad Doberaner Rennverein stellt Insolvenzantrag

In der Sport-Welt vom 28. Mai 2021 berichtet die Fachzeitung darüber, dass der Bad Doberaner Rennverein Insolvenzantrag gestellt hat.

 

Der komplette Artikel hier.

Baden Galopp präsentiert sein Logo

Quelle: GaloppOnline vom 21. Mai 2021

 

Es geht weiter Schritt für Schritt voran in Iffezheim und dem neuen Betreiber Baden Galopp. Jetzt wurde ein neues Logo aus der Taufe gehoben.

 

Dazu heißt es in den Social Media-Kanälen von Baden Galopp: „Baden Galopp hat ein Logo und das möchten wir euch heute vorstellen. Wir haben uns ein Logo gewünscht, dass die Dynamik des Galopprennsports zeigt und trotzdem elegant und schwungvoll wirkt. Die Farben rot und gelb stehen natürlich für unser Badener Land!“

 

Und weiter: „Vollblut und Jockey im Fokus, damit auch der Galopp-Neuling direkt sieht, um welchen großartigen Sport es hier geht! Wir sind vom Ergebnis begeistert und freuen uns, das Logo jetzt auch in die neue Homepage einzuarbeiten, die bald online gehen soll!"

 

Sport-Welt-Interviews zur Neustrukturierung von Deutscher Galopp

Die Sport-Welt vom 28. Mai 2021 veröffentlicht Interviews mit Michael Vesper und Lars-Wilhelm Baumgarten aus dem Vorstand von Deutscher Galopp zur Neustruktierung des Dachverband.

 

Das Interview mit Michael Vesper hier.

 

Das Interview mit Lars-Wilhelm Baumgarten hier.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2021

Mons, 4. März

  • Olga Laznovska – Andorre

Dortmund, 14. März

  • Olga Laznovska – Jangkhe
  • Gerhard Prodöhl – Rainmaker
  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb

Düsseldorf, 28. März

  • Sebastian Wenz – Diamond Gold

Neuordnung des Wirtschaftsarms von Deutscher Galopp

Jan Pommer scheidet auf eigenen Wunsch zum 30. Juni aus

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. Mai 2021

 

Der Vorstand von Deutscher Galopp e. V. hat weitere Maßnahmen zur notwendigen Umstrukturierung des Wirtschaftsarms des Verbands beschlossen. Im Zuge dessen scheidet Jan Pommer, Geschäftsführer der Deutscher Galopp Wirtschaftsdienste GmbH, Ende Juni 2021 auf eigenen Wunsch aus, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen.


Künftig wird das für die Zukunft des Rennsports zentrale Thema der Wette, ihrer Popularisierung und des Vertriebs von der BGG, der Gemeinschaft der Rennvereine, federführend operativ bearbeitet. Die gesamte Kommunikation, bisher ebenfalls Aufgabe der DG Wirtschaftsdienste GmbH, ist künftig wieder bei Deutscher Galopp e. V. verortet. Mit diesen Maßnahmen sowie mit der Auslagerung der Verrechnungsstelle aus dem e. V. in eine eigens dafür geschaffene GmbH und der Gründung der Stiftung Deutscher Galopp, die der Bezirksregierung zur Genehmigung vorliegt, ist der Umstrukturierungs- und Verschlankungsprozess der Gruppe Deutscher Galopp abgeschlossen.


Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e. V., erklärt: „Wir sind überzeugt, durch diese Neuordnung nicht nur die Corona bedingte Krise überwinden zu können, sondern auch die Weichen für den Rennsport und die Vollblutzucht danach richtig zu stellen. Damit begegnen wir den vor uns liegenden großen Herausforderungen ebenso schlank wie schlagkräftig. Dass im Zuge dessen Jan Pommer um die zügige Auflösung seines Vertrags gebeten hat, nehme ich mit Bedauern und Respekt zur Kenntnis. Er hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren dazu beigetragen, die Neupositionierung des Verbands in struktureller wie in kommunikativer Hinsicht anzustoßen und umzusetzen. Das Rebranding von Deutscher Galopp und die TV-Übertragungen der Rennen tragen seine Handschrift. Er hat zudem ein gutes Jahr als Verbandsgeschäftsführer mitgeholfen, den Galoppsport glimpflich durch die Corona-Krise zu bringen. Für all diese Beiträge danke ich ihm.“

Brand auf der Hannoverschen Galopprennbahn

Quelle: GaloppOnline vom 21. Mai 2021

 

Ein in der Nacht zum Freitag ausgebrochener Brand hat in Hannover Teile der Tribüne verwüstet. Der Brand war offenbar in einem aktuell aufgrund der Nicht-Zulassung von Zuschauern gar nicht genutzten Gastronomie-Anbau ausgebrochen und hat eine solche Kraft und Hitze entwickelt, dass die Scheiben der Tribünenfront bis hoch in den dritten Stock, den Rennleitungs- und VIP-Bereich, zerborsten sind. Nicht nutzbar sind auch der gesamte Waagebereich und die Jockey-Umkleiden sowie das Rennvereins-Büro im Erdgeschoss. „Es riecht im ganzen Gebäude nach Rauch“, sagt Rennvereins-Präsident Gregor Baum. Zahlreiche Scheiben sind zerstört und sowohl Brandgeruch als auch verbrannte Teile in den Innenraum eingedrungen.

 

Um 4.30 Uhr war wegen einer geplatzten Scheibe zur Waage hin die Alarmanlage angesprungen, woraufhin Polizei und Feuerwehr schnell vor Ort waren. Die Brandermittlungen sind aufgenommen, um die Ursache des Brandes ausfindig zu machen. „Ich gehe davon aus, dass der Schaden in die Hunderttausende geht“, sagt Gregor Baum, der seit den frühen Morgenstunden vor Ort ist. „Unser nächster Renntag am 20. Juni ist aber nicht gefährdet, hier werden wir improvisieren.“

 

Welche Effekte der Brand auf weitere Renntage und Sponsorenveranstaltungen und Zuschauer-Rückkehr auf die Bahn hat ist noch unklar. „Unsere Intention war, dass es ab August wieder Sponsorenveranstaltungen geben sollte“, so Baum. Glück im Unglück war wohl, dass vermieden werden konnte, dass der Brand auf die Tribüne komplett übergreift.

26 Mal Galopp LIVE - WETTSTAR und #dabeiTV

Quelle: Pressemitteilung von WETTSTAR vom 18. Mai 2021

 

WETTSTAR, der bedeutendste Vermittler von Pferdewetten im deutschen Rennsport, und #dabeiTV starten eine umfassende Medienpartnerschaft.Ab Sonntag, 23. Mai 2021, werden bis Ende 2022 mindestens 26 Galopp-Renntage LIVE auf #dabeiTV gezeigt. Alle Highlights der Rennsaisons 2021 und 2022, darunter die internationalen Championatsrennen wie das Idee Deutsche Derby in Hamburg, der Henkel-Preis der Diana in Düsseldorf, der Longines Große Preis von Berlin und Baden-Baden, sowie der Große Dallmayr Preis und der Preis von Europa werden LIVE zu sehen sein.

 

Für alle neuen Fans einer der traditionsreichsten Sportarten der Welt wird es immer wieder interessante Hintergrundberichte geben, und auch die Experten vor den Bildschirmen erhalten alle notwendigen Informationen. In den Highlight-Rennen des Jahres werden Preisgelder von mehr als drei Millionen Euro ausgeschüttet, und neben nationalen Stars werden auch zahlreiche Top-Namen aus dem europäischen Ausland erwartet. Die Zuschauer dürfen sich demnach auf Spitzensport im heimischen Wohnzimmer freuen.


Bereits im Jahr 2020 gab es eine Medienkooperation zwischen dem deutschen Galopprennsport und #dabeiTV. Die Reichweite der drei Übertragungen war enorm.
Vor der Kamera wird vor allem Moderator Thorsten Castle die Zuschauer begrüßen und im Galopp durch ein spannendes Programm führen. Thorsten Castle wurde 2020 zur Persönlichkeit des Jahres im Deutschen Galopprennsport gewählt und moderiert seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich in Hörfunk und TV.

 

Riko Luiking (Geschäftsführer von WETTSTAR): „Nach der sehr erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, werden wir die Zusammenarbeit mit #dabeiTV fortsetzen und deutlich ausbauen. Die 2020 erzielte Reichweite und öffentliche Resonanz war hervorragend und hat deutlich gemacht, dass der deutsche Galopprennsport ein echter Mehrgewinn für jedes Medienunternehmen in Deutschland ist. Als maßgeblicher Partner von Deutscher Galopp und den Rennvereinen versuchen wir als Wettstar.de zu erreichen, dass sich die Zuschauer von der ersten Minute an mit dem Rennsport identifizieren und mit großer Leidenschaft mitfiebern können.“

 

Thorsten Castle (Koordinator und Moderator): „Pferderennen sind aus medialer Sicht ein echter Glücksfall und Zuschauermagnet. Unsere Sportart ermöglicht den TV-Stationen und Streaming-Diensten eine einzigartig spannende und emotionale Berichterstattung, die ihresgleichen sucht. Mein Team freut sich sehr über diese Partnerschaft mit mindestens 26 Sendungen. Wir werden alles tun, um noch mehr Fans für die schönste Sportart der Welt zu gewinnen“.

 

Thorsten Schröder (Managing Director, SPORTTOTAL AG):
„Wir freuen uns, dass wir nach den ersten erfolgreichen Übertragungen in 2020 unseren #dabeiTV-Zuschauern auch zukünftig hochspannenden Galopprennsport ins heimische Wohnzimmer bringen und die Erfolgsgeschichte mit unserer langfristig ausgerichteten Medienpartnerschaft fortschreiben können.“

 

Termine 2021: Galopprennsport auf #dabeiTV:

 

23.05.    Hoppegarten     Diana Trial / Derby Trial
30.05.    Düsseldorf         101. WEMPE German 1.000 Guineas
06.06.    Mülheim         Großer Preis der rp Gruppe
27.06.    Dortmund         Wettstar.de Dortmund Grand Prix
03.07.    Hamburg         Hansa Preis
04.07.    Hamburg         Idee 152. Deutsches Derby
25.07.    München         Großer Dallmayr Preis
01.08.    Düsseldorf         163. Henkel-Preis der Diana
08.08.    Hoppegarten     Longines Großer Preis von Berlin
29.08.    Baden-Baden     66. Preis der Sparkassen Finanzgruppe
05.09.    Baden-Baden     Longines Großer Preis von Baden
26.09.    Köln             Preis von Europa
03.10.    Hoppegarten     Preis der Deutschen Einheit
24.10.    Hannover         Herbst Stuten Preis
07.11.    München         Allianz Großer Preis von Bayern

(Änderungen vorbehalten)

Second Sight Sieger im von Besitzertrainern unterstütztem Rennen

In der vorletzten Prüfung beim Saisonauftakt des Magdeburger Renn-Vereins am Freitag, 14. Mai, trat der Verein Deutscher Besitzertrainer als Mitsponsor auf. Im Preis der MDCC Magdeburg-City-Com über 2050 Meter gingen 13 Pferde an den Start. Der Ausgleich IV, die Wettchance des Tages (wurde nicht getroffen!!), wurde nach spannendem Finish von Second Sight gewonnen. Der 5-jährige Wallach im Besitz von Stephanie Storp und Daniela Pavel setzte sich unter Wladimir Panov durch. Trainiert wird Second Sight von Elisabeth Storb in Belen.

 

Ein besonderes Ereignis war dieser Treffer für Stephanie Storp, die in Magdeburg als Moderatorin für den Livestream durch den Renntag führte.

 

Zum gelungenen Magdeburger Renntag berichtet GaloppOnline:

 

"Der Freitag-Renntag in Magdeburg hat alle Erwartungen hinsichtlich des Wettumsatzes übertroffen. Insgesamt wurden 138.014,46 Euro umgesetzt, davon 24.338,14 aus dem Ausland. Riko Luiking, Geschäftsführer des Totobetreibers Wettstar, sagt dazu: „Ein insgesamt sehr starker Umsatz in Magdeburg mit einem fast 20.000er Durchschnitt pro Rennen. Wobei mit einem Riesenumsatz im Viererwettrennen in Höhe von 53.262,20 dieses sicherlich als eines der umsatzstärksten Rennen des Magdeburger Rennvereins in die Geschichte eingehen wird.“

 

Rennvereins-Präsident Heinz Baltus sagt: „Das war ein fantastischer Renntag, auch in Sachen Umsatz. Ich freue mich schon auf unserer Viererwette im Juli mit dem Megajackpot.“ Der sieht in der Tat ordentlich aus: Ein Jackpot in Höhe von 20.952,05 wird die Kassen am nächsten Renntag sicherlich noch einmal ordentlich klingeln lassen.

Amateure dürfen in Deutschland weiter nicht reiten

Quelle: GaloppOnline vom 8. Mai 2021

 

Amateurrennreiter und -rennreiterinnen dürfen in Deutschland weiterhin keine Rennen reiten, dies entschied der Vorstand von Deutscher Galopp e.V. diese Woche, wo Christian von der Recke die Interessen des Verband Deutscher Amateur-Rennreiter e.V. (VDAR) im Vorstand vertrat.

 

"Obwohl in den Nachbarländern Frankreich und Belgien die Amateure zugelassen sind, und sogar teilweise reine Amateur-Rennen ausgetragen werden, verbietet Deutscher Galopp e.V. weiterhin die Teilnahme der aktiven VDAR Mitglieder am Profi-Rennbetrieb. Der Antrag mit dem Ziel die jeweilige Entscheidung in die Hände der Rennvereine zu legen, da regional die Corona-Schutzverordnungen variieren, wurde erneut abgelehnt, da ein Verbot der Profirennen befürchtet wird. Für den Galopprennsport ist dieses Verbot durch Deutscher Galopp e.V. weitreichend. Fünf Monate duften die Amateure 2020 nicht reiten, seit November 2020 bis heute durchgängig. Es ist sowohl der Basisrennsport betroffen, da die Amateure und ihre Familien ca. 60 Pferde im Training betreuen, als auch die Förderung des dringend notwendigen Nachwuchses. Wenn über längere Zeit die Ausbildung zu Wettkampbedingungen untersagt wird, dann hat das Konsequenzen, die weit über den Zeitraum hinausgehen. Nicht nur aktuell haben die Azubis u.a. Leon Wolff, Lilli-Marie Engels, Sarah Biessey, Amina Mathony, Janice Gecergün und Sarah Winkeler über den Amateur-Verband den Weg zum Galopprennsport gefunden, sondern auch die Trainer und Jockey-Champions u.a. Andrasch Starke, Henk Grewe, Andreas Wöhler, Dennis Schiergen, Andreas und Bruno Schütz begannen als Amateur-Rennreiter ihre Karriere", heißt es in einer Pressemitteilung des VDAR.

 

„Es ist leicht, das Anliegen einer Minderheit vom Tisch zu wischen. Natürlich entstehen durch Corona viele Entbehrungen, auch für die Amateure. Aber diese Entscheidungen müssen immer wieder ernsthaft geprüft werden. Die Corona-Schutzverordnungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In dem Moment, wo Schutzbestimmungen den Raum für Zulassung geben oder Besitzer zu den Rennen zugelassen werden, müssen auch Amateure an Profi-Rennen teilnehmen können. Da kann nicht pauschal die Teilnahme untersagt werden. Die Arbeit des Amateurverbandes und seine Wirkung in den Sport hinein wird manchmal nicht ganz richtig eingeschätzt“, so VDAR Präsident Paul von Schubert.

Daniel Krüger seit 1. Mai neuer Verbandsgeschäftsführer

Daniel Krüger hat am 1. Mai seinen neuen Job als Verbandsgeschäftsführer von Deutscher Galopp in der Rennbahnstraße 154 in Köln angetreten. Krüger, der zuletzt zehn Jahren die Geschäftsstelle der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e. V. leitete, besuchte an seinen ersten Arbeitstagen für Deutscher Galopp gleich die Renntage in Mannheim, München und Köln.

Förderverein Baden Galopp Iffezheim e.V.: Schon 232 Mitglieder

Quelle: GaloppOnline vom 7. Mai 2021

 

Jetzt bekommt die Galopprennbahn Baden-Baden - Iffezheim Unterstützung von Bürgern und Unternehmern aus der ganzen Region: Am 6. Mai gründete sich der Förderverein Baden Galopp Iffezheim e.V. im Badener Turf Treff auf der Bénazet-Tribüne der Rennbahn. Und zwar mit sage und schreibe schon 232 Mitgliedern.

 

Der Verein hat Einzelheiten dazu am Freitag in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Darin heißt es:

 

„Initiatoren waren Peter Werler, früherer Bürgermeister von Iffezheim und Unternehmer Martin Kronimus. Werler, im Alter von vier Jahren erstmals Rennbahnbesucher, ist bis heute aktiver Reiter; Kronimus ist Vorstandsvorsitzender der Kronimus AG Betonsteinwerke und „seit 38 Jahren als Sponsor mit der Rennbahn verbunden.“ Zwecke des Vereins sind laut Satzung die „Förderung des Sports, insbesondere des Galopp- und Reitsports durch Abhaltung und Unterstützung der Durchführung von Pferdezuchtprüfungen“ sowie die „Förderung der Tierzucht, insbesondere der Vollblut- und Landespferdezucht durch Unterstützung der Durchführung von Pferdezuchtprüfungen, z.B. durch Züchterprämien.“

 

Coronabedingt durften nur die für eine Gründungsversammlung vorgeschriebenen sieben Mitglieder persönlich teilnehmen; die weiteren Gründungsmitglieder waren per Video zugeschaltet. Zum 1. Vorsitzenden des Vereins wurde Peter Werler gewählt, zum stellvertretender Vorsitzenden Martin Kronimus. Weitere Vorstandsmitglieder sind Thomas Schäffer (Schatzmeister), Dominique Mayer (Schriftführer) sowie Peter Banzhaf, Reiner Ellwanger, Elke Hoch, Vanessa Mayer und Andreas Merkel als Beisitzer. Willi Kuhn und Michael Witt wurden zu Kassenprüfern ernannt.

 

Der Verein startet mit 232 Mitgliedern. „Unglaublich, wieviel Zuspruch der Förderverein jetzt schon erhalten hat“, so der Iffezheimer Bürgermeister Christian Schmid in seinem Grußwort. Margret Mergen, Oberbürgermeisterin in Baden-Baden, sprach in ihrem Grußwort von einer „neuen Ära“, die mit dem neuen Betreiber Baden Galopp GmbH & Co. KG und dem Förderverein den für die 1858 gegründete Galopprennbahn beginne. Mergen und Schmid, beide per Video zugeschaltet, riefen alle Pferde- und Rennsportbegeisterten auf, den Förderverein Baden Galopp Iffezheim e.V. zu unterstützen und Mitglied zu werden.

 

Der Mitgliedsbeitrag beträgt zunächst 180 Euro pro Jahr und Einzelmitglied; künftig sollen auch Firmen- und Familienmitgliedschaften möglich werden. Mit dem Geld wird der neue Verein beispielsweise die Rennpreise finanzieren.

 

Werler unterstreicht die Bedeutung der Rennbahn für den Rennsport in ganz Deutschland: „Ohne Baden-Baden gibt es keinen Galopprennsport in Deutschland.“ Kronimus betont den Geamtcharakter: „Die kleine Gemeinde Iffezheim und ihre große Galopprennbahn sind eingebettet in eine traditionsreiche Kulturregion mit hohem touristischem Anspruch: Dazu zählt Baden-Baden mit seinen Bädern, dem Theater und dem Festspielhaus ebenso wie der Schwarzwald und das Elsass; dazu gehören beste Weine und feinste Küche, Spannung und Entspannen.“ Werler ergänzte: „Wir wollen, dass sich die Menschen in unserer Region wieder begeistert mit der Rennbahn identifizieren, dass sie sich auf Frühjahrsmeeting, Große Woche und Sales & Racing Festival freuen. Und dass sie Mitglied im Förderverein werden.“

 

Die erste und gleichzeitig bedeutendste Aktion des damals erst geplanten Vereines war es, Peter Gaul „anzuwerben“. Der Mannheimer Unternehmer und Chef der dortigen B.A.U. GmbH & Co. KG ist Mehrheitsgesellschafter der neuen Betreibergesellschaft Baden Galopp GmbH & Co. KG, die am 1. April die Galopprennbahn übernommen hat. Der neue Förderverein wird ebenfalls Anteilseigner der neuen Betreibergesellschaft sein. Werler fasst die Aufgabenteilung zusammen: „Der Förderverein unterstützt Zucht und Rennen, Baden Galopp GmbH & Co. KG organisiert Rennen und Rennbahn.“ Den neuen Betreiber lobte auch Bürgermeister Schmid als „sehr, sehr gute Partner, die sich in dem Geschäft auskennen und die für den Rennsport leben.“

 

Peter Gaul freut sich auf die Zusammenarbeit: „Der Förderverein ist eine wohl einzigartige Verbindung von Unternehmern, Sponsoren, Zucht- und Auktionsspezialisten und Betreibern einer Trainingsbahn. Gemeinsam können wir unsere so besondere Rennbahn wieder zu alter Blüte führen: verbunden durch unsere gemeinsame Liebe zum Galopprennsport.““

Stadt Dortmund steht weiter zur Rennbahn

Quelle: GaloppOnline vom 12. Mai 2021

 

In den zu einer Unzeit angestoßenen Überlegungen über eine anderweitige Nutzung der Dortmunder Rennbahn ist die Stadt Dortmund zurückgerudert. Der Rennverein hatte den Überlegungen eine klare Absage erteilt (s. Text auf dieser Seite). In den Ruhr-Nachrichten wird nun Planungsdezernent Ludger Wilde mit den Worten zitiert: „Wir stehen hinter der Pferderennbahn. Wir hatten zu keiner Zeit vor, die Rennbahn in Frage zu stellen.“ Die Bahn habe eine lange Tradition und er wünsche sich darüber hinaus, dass sie noch eine lange Zukunft habe.

Stellungnahme zu Entwicklungskonzepten der Stadt

Quelle: Homepage des Dortmunder Rennvereins vom 10. Mai 2021

 

Mit großer Verwunderung musste der Rennverein am Montag der Presse entnehmen, dass sich die Stadt Dortmund im Rahmen eines Entwicklungskonzepts Gedanken über die Überplanung des Rennbahngeländes macht. Dabei steht das Rennbahngelände – auch das in der Fotoberichterstattung abgebildete Geläuf – im Eigentum des Vereins, der eine von der Stadt gänzlich unabhängige private Rechtsperson ist.


Der Präsident des Rennvereins, Andreas Tiedtke, stellt klar: „1. Mit uns hat niemand im Vorfeld über irgendwelche Entwicklungskonzepte gesprochen. Wir sind über die Berichterstattung empört. 2. Der Rennverein ist schuldenfrei und hat in den letzten Jahren massive Investitionen in die Zukunft vorgenommen, um den Standort als Sport- und Freizeitstätte langfristig zu sichern. Dieser Kurs wird fortgesetzt. 3. Wir planen für die nächsten Jahrzehnte, um die denkmalgeschützte Anlage aktiv zu erhalten. Dies gelingt sogar in Coronazeiten gut.“

 

Der Rennverein wundert sich, wie man über fremde Flächen einfach so hinweg planen kann. Die Planung und das nun eingeleitete Verfahren entbehrt jeder Umsetzungschance und vergeudet offensichtlich Steuergelder. Ein Gespräch zwischen dem Verein und den Planern hat es nicht gegeben – aus Sicht des Rennvereins eine mehr als „merkwürdige“ Arbeitsweise der „Konzeptentwickler“.

 

Allein die Pressemeldung über die Planungen hat bei Kunden und Sponsoren unmittelbar Fragen aufgerufen. Der Verein muss sich nun darum bemühen, seinen langfristen Partnern klarzumachen, dass der Bericht in den Ruhr-Nachrichten vom Montag jeder Grundlage entbehrt. Die Initiatoren der Entwicklungskonzepte werden einsehen, dass die angestellten Gedankenexperimente zu nichts führen werden. Der Dortmunder Rennverein e.V. hält die Zügel zur erfolgreichen und langfristigen Fortführung der eingeschlagenen Zukunftsstrategie in der Hand. Mit der letzten in Deutschland verbliebenen Sandbahn ist die Dortmunder Rennbahn eine der wichtigsten Ausrichtungsstätten des Galopprennsports auf nationaler Ebene. Allein beim Sparkassenrenntag kommen jährlich bis zu 15.000 Dortmunder Familien auf „Ihre“ Rennbahn. Die Dortmund ist auch international ein fester Bestandteil des Wettkampfkalenders. Der St. Leger–Renntag ist ebenso wie der Dortmunder Preis der Wirtschaft ein sportliches Ereignis von internationaler Bedeutung.

 

Der Präsident des Rennvereins hält fest: „Infolge der Konsolidierung im nationalen Galopprennsport hat die Dortmunder Rennbahn in den letzten Jahren noch weiter an Bedeutung gewonnen. Dieser Umstand und die gelungene vollständige Entschuldung unseres Traditionsvereins zeichnet ein ausgezeichnetes Bild für die Zukunft. Für „Entwicklungskonzepte nach der Rennbahn“ besteht damit offensichtlich kein Raum. Die Berichterstattung kann als Versuch einer Geschäftsschädigung aufgefasst werden. Natürlich werden wir auch rechtliche Schritte prüfen.“

Jetzt 2289 Pferde im Training

Quelle: GaloppOnline vom 29. April 2021

 

Mit einer erfreulichen Zahl wartete der Dachverband Deutscher Galopp am Donnerstag, 29. April, in Sachen der Anzahl der Pferde in Training auf. Diese ist Stand 1. April auf 2289 gestiegen, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13 Pferden. Damals waren es 2276. Gegenüber dem 1. März 2021 sind 108 Pferde hinzugekommen, die in der Zwischenzeit ihre Boxen in den Ställen bezogen haben. Mit 2289 Pferden ist der Spitzenwert des kompletten Jahres 2020 übertroffen, das waren dann auch exakt die 2276 aus April 2020.

Besitzertrainer-Cup 2021: Armin Weidler erster Spitzenreiter

In Mülheim an der Ruhr fand am Samstag, 10. April, der erste Wertungsrenntag des Besitzertrainer-Cups 2021 statt. Der Verein Deutscher Besitzertrainer freut sich, dass nach dem Ausfall im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr dieser Wettbewerb wieder ausgetragen werden kann. Als erster Spitzenreiter kristallisierte sich nach den zehn Rennen des Rennclubs Mülheim an der Ruhr Armin Weidler mit zehn Punkten heraus.

 

Armin Weidler erzielte gleich in der ersten Prüfung durch den dritten Platz seines Schützlings Jazzy Socks (Bauyrzhan Murzabayev) sechs Zähler. Zwei Punkte kamen durch Rang fünf von New Abbey Angel (Maxim Pecheur) sowie je einer durch Never in Doubt und Best of Heaven (jeweils Eduardo Pedroza) dazu.

 

Fünf Punkte sicherte sich Adel Massaad im fünften Rennen mit seinen zwei Startern Daring Match (Alexander Pietsch) als Vierter und Haylah (Concetto Santangelo) als Schlusslicht. Jeweils auf vier Zähler bei je einem Start kamen durch die Ränge vier Janine Beckmann mit Pancho Villas (Maike Riehl) und Pascal Jonathan Werning dank Eternal Summer (Maike Riehl). 

 

Für Susanne Schwinn reichte es durch Spot Lite (Rang fünf/zwei Punkte) und Patronus zu drei Zählern. Beide Pferde wurden von Nicol Polli geritten. Jochen Göritz wurden durch den fünften Platz von Feroe D'Illiat (Robin Haedens) zwei Zähler gutgeschrieben. Je einen Punkt haben nach dem 1. Wertungsrenntag Renate Fries-Jung (South Coast/Sibylle Vogt), Heiko Kienemann (Achzarit/Lilli-Marie Engels), Gerhard Prodöhl (Rainmaker/Concetto Santangelo) und Valentina Stefutti (Thayarni/Robin Haedens) durch ihre Schützlinge eingagloppiert.


Pro Rennen sind je Platzierung von Pferden von Besitzertrainern folgende Punkte zu erzielen:


1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt


Die gesammelten Punkte an allen Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte im Besitzertrainer-Cup. Die Prämien auf den ersten vier Plätzen betragen 1.000,00 €, 500,00 €, 300,00 € und 200,00 €. Zudem werden die Ränge fünf bis zehn mit je 100,00 € bedacht.


Die nächsten Stationen des Besitzertrainer-Cups 2021 sind am 7. Mai in Dresden, 5. Juni in Leipzig, 9. Juli (neu) in Blieskastel, 29. August in Cuxhaven, 19. September in Billigheim und 16. Oktober in Verden. In Verden an der Aller werden dann die Siegerin oder der Sieger sowie die Platzierten des Besitzertrainer-Cups 2021 geehrt.


Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer zusätzliche Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden dadurch auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die „Extra-Gewinnmöglichkeiten“ eine höhere Anzahl von Pferden von Besitzertrainern zu erwarten ist.

Vier Renntag fix im Hamburg-Horn

Quelle: GaloppOnline vom 29. April 2021

 

Auf der Derbybahn in Hamburg-Horn wird es in diesem Jahr mindestens vier Renntage geben. Der Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag (30. Juni bis 4. Juli) sind sicher. Das hat Rüdiger Schmanns, technischer Leiter bei Deutscher Galopp, am Donnerstag, 29. April, bestätigt. Alle Tage sind auch PMU-Tage. Der Mittwoch wird ein Abendrenntag (Start ca. 18.45 Uhr) mit kleinem Programm sein, der Freitag beginnt um ca. 11.45 Uhr, der Samstag um 10.50 Uhr und der Derby-Sonntag um 11.15 Uhr.Ob es am ersten Sonntag (27. Juni) Rennen geben wird, ist noch unklar und wird aktuell abgestimmt.

2021 wieder Turfchampionat Südwest mit Wettstar als Sponsor

Quelle: Homepage des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine vom 19. April 2021


Nachdem in der vergangenen Saison das Turfchampionat Südwest coronabedingt ausfallen musste, wird es die bei den Aktiven beliebte Wertung in diesem Jahr wieder geben. Als Sponsor tritt erneut die Firma Wettstar in Aktion, eine Marke der German Tote Service- und Beteiligungs GmbH. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine (BGG), dem Zusammenschluss der wichtigsten deutschen Galopprennvereine und der französischen Wettgesellschaft PMU (Mehrheitsgesellschafter).

 

Beim „28. Wettstar Turfchampionat Südwest 2021“ gibt es jeweils drei Punkte-Wertungen für Besitzer, Trainer und Reiter, die mit jeweils 500 Euro für den Sieger dotiert sind. Die Serie beginnt mit dem ersten Wertungslauf am 30. April in Mannheim, die dort beim Renntag am 3. Juni (Feiertag Fronleichnam) ihre Fortsetzung findet. Weitere Läufe wird es bis zum Sommer an folgenden Orten geben: Zweibrücken (27. Juni), Blieskastel (voraussichtlich am 9. Juli), Haßloch, (1. August), Miesau (7. August) und Zweibrücken (22. August). Die Serie macht auch Station bei der Großen Woche und beim Sales & Racing-Festival in Iffezheim sowie bei den Renntagen in Saarbrücken (18. September) und Honzrath (1. Oktober). Die genauen Ausschreibungen für das 28. Wettstar Turfchampionat Südwest 2021 hier. Die einzelnen Rennen im Sommer und Herbst werden zeitnah bekannt gegeben.

Trainer "Rudi" Storp ist verstorben - Gedenkseite eingerichtet

Quelle: GaloppOnline vom 14. und 16. April 2021

 

Im Alter von 76 Jahren ist am Mittwoch, 14. April, nach längerer Krankheit Rudolf „Rudi“ Storp verstorben. Der Beelener trainierte über 30 Jahre Vollblüter, die von ihm vorbereiteten Pferde gewannen insgesamt 306 Rennen.

 

Der zuvor als Lehrer tätige Verstorbene war nach einem Schlaganfall in der letzten Zeit nur noch sehr seltener Gast auf den Rennbahnen, seine letzten Starter hatte er im Mai 2019, den Trainingsbetrieb übernahm in den letzten Jahren bereits seine Ehefrau Elisabeth. Seine beste Saison hatte Rudi Storp 2014, als er 24 Rennen gewann, und in der deutschen Trainerstatistik Platz 18 belegte. Die Highlights in der damaligen Saison waren der Ausgleich II-Sieg von Fujiyama Danon in Köln, die Siege von Sworn Mammy und Style and Panache auf den Kanalinseln Jersey und Guernsey, sowie der Coup mit Carlos Moheba, mit dem man ein perfekt ausgesuchtes Altersgewichtsrennen im französischen Nantes gewann. Storps letzter Sieger war im August 2018 die Stute Fazenda’s Girl.

 

Die Familie des verstorbenen Trainers Rudi Storp hat eine Online-Gedenkseite einrichten lassen. „Wir als Familie möchten uns recht herzlich für die Anteilnahme bedanken. Da in Zeiten von Corona leider keine großen Bestattungen möglich sind, aber doch recht viele Personen und Beteiligte des Rennsportes unseren Vater kennen und kannten, hat unser Bestatter für unseren Vater eine Online Gedenkseite eingerichtet.“ Dort kann jeder, der den Wunsch hat etwas zu schreiben, eine kleine Nachricht hinterlassen oder gemeinsame Bilder zum Erinnern posten.

 

Hier geht’s zur Gedenkseite: https://hankemann.gemeinsam-trauern.net/Begleiten/rudi-storp

Erwin Hinzmann und sein Asaaleeb

Die Sport-Welt hat in seiner Ausgabe 31 vom 13. April 2021 eine Story über Besitzertrainer Erwin Hinzmann veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht sein "Liebling" Asaaleeb. Hier die Story.

Majestic Ace gewinnt Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer

Der Stall Pony & Friends siegte in Mülheim am 10. April im vom Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützten siebten Rennen. Erfolgreich für die Besitzergemeinschaft war der 4-jährige Wallach Majestic Ace. Geritten wurde der leichte Sieger in einem Ausgleich IV über 1.500 Meter von Fabian Xaver Weißmeier. Im Training steht Majestic Ace bei Regine Weißmeier in Issum. Die Siegquote betrug 11:1.

 

Hinter Majestic Ace komplettierten in diesem Rennen Dangerous Mind (Andreas Bolte/Bauyrzhan Murzabayev), Nanino Chardonnay (Angelika Glodde/Leon Wolff) und der niederländische Gast Fusee D'or (Levi Hinke/Cecilia Müller) die Viererwette, die 14.425,2:1 zahlte.

152. Deutsches Derby: IDEE wieder im Titel

Quelle: GaloppOnline vom 13. April 2021

 

Das Unternehmen von Albert Darboven bleibt auch in diesem Jahr der Namensgeber des wichtigsten deutschen Galopprennens. Das Rennen um das Blaue Band wird am ersten Juli-Sonntag unter dem Namen IDEE 152. Deutsches Derby gelaufen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hamburger Rennclubs nach dem Streichungstermin zu Wochenbeginn hervor.

 

Dort heißt es: „Der Andrang ist nach wie vor hoch: Mit dem Stand 12. April stehen aktuell 74 dreijährige Pferde auf der Meldeliste für das IDEE 152. Deutsche Derby. Das wichtigste Sportereignis des deutschen Rennsportkalenders wird am 4. Juli in Hamburg-Horn gelaufen und steht wie in den vergangenen zwölf Jahren unter dem Patronat des Hauses Darboven.“

 

Bis dato hatte der Veranstalter in seinen Informationen das Rennen immer ohne Patronat ausgewiesen.

 

Weiter heißt es: „Gegenüber dem letzten Streichungstermin im März hat sich die Liste um lediglich 13 Pferde verringert. Nun steht noch ein letzter Streichungstermin am 28. Juni an. Am 29. Juni - also wenige Tage vor dem Deutschen Derby - folgt die Vorstarterangabe im Kalender. Nochmal knapp 24 Stunden später weiß man dann endgültig, welche Pferde im traditionsreichen Klassiker des internationalen Galoppsports dabei sein werden. Dotiert ist das IDEE 152. Deutsche Derby mit 650.000 Euro. Maximal 20 Pferde dürfen in diesem prestigeträchtigen Rennen an den Start gehen, das im vergangenen Jahr In Swoop aus der Zucht des Gestüts Schlenderhan gewann.“

Champion-Deckhengst Adlerflug lebt nicht mehr

Quelle: GaloppOnline vom 5. April 2021

 

Großer Schock für die deutsche Vollblutzucht: der Champion-Deckhengst Adlerflug lebt nicht mehr. Das hat Lars-Wilhelm Baumgarten, der Manager des Syndikates des Hengstes, mitgeteilt. Um 17.50 Uhr ist der In the Wings Sohn in seiner Box im Gestüt Schlenderhan am Ostermontag plötzlich und unerwartet verstorben. Der 17-jährige Derbysieger hatte noch um 16.45 Uhr eine Stute gedeckt und fiel nach der Rückkehr in seiner Box durch starke Unruhe auf. Wenig später ist er eingegangen. Tierarzt Dr. Rainer Krapp war sofort vor Ort, konnte aber nur noch den Tod des Hengstes feststellen.

 

„Eine genaue Untersuchung wird in einer tierärztlichen Hochschule stattfinden”, so der völlig geschockte Schlenderhan Gestütsmanager Gebhard Apelt. Das Adlerflug-Syndikat aus den Gestüten Harzburg, Schlenderhan, Brümmerhof, Görlsdorf und Bona sowie von Gregor Vischer war der Besitzer des Champion-Deckhengstes, der in diesem Jahr für 16.000 Euro gedeckt hat. Der In-the-Wings-Sohn stellt in 2020 mit In Swoop (101 GAG) den besten dreijährigen Steher weltweit. Darüber hinaus ist er Vater von Deutschlands aktuell besten Pferden, Torquator Tasso (99 GAG) und Dicaprio (98,5 GAG).

 

Adlerflug lebte in Schlenderhan in der Box des Jahrhundert-Deckhengstes Monsun. Er war 2020 erstmals Champion der Vaterpferde in Deutschland und das mit einer sehr kleinen Anzahl an Nachkommen. „Es ist ein riesiger Verlust für die deutsche Vollblutzucht“, so Baumgarten am Abend. „Adlerflug war für alle Züchter ein großer Lichtblick, weil man mit ihm einen Steher mit Speed für internationale Toprennen züchten konnte. „Er wird im Gestüt Schlenderhan einen Grabstein neben Monsun bekommen. Er war ein großes Rennpferd, aber er war ein noch besserer Deckhengst, er wird immer in unserem Herzen bleiben“, so Baumgarten weiter.

 

Für die Gestüt Harzburg GmbH sei der Tod des Hengstes ganz besonders bitter: „Erst kein Gestüt, jetzt der Champion-Hengst tot. Harzburg trauert um den letzten Lichtschein seiner Traditionszuchtstätte - das Ende von fast 500 Jahren Pferdezucht.“

Neue Sand-Trainingsbahn in Iffezheim eingeweiht

Quelle: GaloppOnline vom 13. April 2021

 

Am Dienstag, 13. April, ist in Iffezheim die neue Sand-Trainingsbahn offiziell eingeweiht worden. Baden Galopp teilt dazu mit: „Von berufenen Hufen getestet und für gut befunden: Die sanierte Trainingsbahn der Galopprennbahn Baden-Baden - Iffezheim wurde heute mit einem „Spezialtraining mit erweiterter Bahnprüfung“ eingeweiht: Dabei waren berufene Hufe und – stellvertretend für alle Beteiligten – ausgewählte Reiter:

 

- Lionne d'Azur mit Peter Werler, Bürgermeister a.D., für den Förderverein Baden Galopp in Gründung
- Ange d'Azur mit Hans-Jörg Simon, Unternehmer, Rennstallbesitzer und Amateurrennreiter a. D. als Investor
- Dontellyourmother mit Klaus Eulenberger, Geschäftsführer der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V. als Mitgesellschafter von Baden Galopp.
- Eric, Sieger des Ferdinand Leisten-Memorial Rennens 2013 (für Besitzer Peter Gaul, Mehrheitseigner bei Baden Galopp) mit Stephan Buchner, geschäftsführender Gesellschafter Baden Galopp für den Betreiber.

 

Stephan Buchner wird wie folgt zitiert: „Der Neustart der Galopprennbahn Baden-Baden / Iffezheim ist ein riesiges Projekt. Das können, wollen und müssen wir gemeinsam stemmen. Die Reiter und ihre Pferde stehen für alle Beteiligten: Die Betreiber, den Förderverein, Züchter, Rennstallbesitzer, Reiter, Pferde, Sponsoren, Macher, Iffezheimer – und hoffentlich bald wieder viele Zuschauer. Diese wunderbare Trainingsbahn ist ein gutes Omen zum Auftakt.“

 

Die neue Trainingsbahn, deren Sanierung noch von Baden Racing, dem vorherigen Betreiber, begonnen wurde, ist 1800 Meter lang und mit fünf bis sechs Metern erheblich breiter als der Vorgänger mit vier Metern. Zu den Einzelheiten heißt es in der Pressemitteilung:

 

„10.000 Tonnen oder 5000 Kubikmeter Kies und Sand wurden hier verbaut. Architekt Jean de Chevigny aus Boulogne-Billancourt bei Paris konzipierte die neue Bahn mit dem insgesamt etwa 40 Zentimeter hohem Aufbau: Die Basis bildet eine Drainage, gedeckt von einer Schicht Geotextil. Darüber liegt eine Drainageschicht aus gebrochenem Kies und darauf folgt eine Übergangsschicht aus Sand. Die etwa 16 Zentimeter starke finale Deckschicht besteht aus feinstem Quarzsand. Kies und Sand stammen aus den Iffezheimer Kieswerken. Den speziell für Galopprennbahnen entwickelten Quarzsand brachte Rennbahnbauer Normandie Drainage mit; das französische Unternehmen gilt mit bisher rund 300 Bahnen auf der Referenzliste weltweit als führend. Die hochmoderne automatische Bewässerungsanlage mit Sprühköpfen im Abstand von nur zehn Metern sichern den perfekten Feuchtigkeitsgehalt und damit die ideale Festigkeit der Bahn. Lars Jensen, einer der Finanziers der Bahn, ist begeistert: „Das ist fest und weich zugleich – wie Barfußlaufen am Meeressaum: Etwas Besseres für Beine, Füße – und Hufe – gibt es nicht! Wir haben jetzt hier die wohl beste Trainingsbahn in Deutschland!“

 

In diesem Sinne äußert sich auch Mitinvestor Hans-Jörg Simon: „Ich habe heute Morgen nur strahlende Gesichter gesehen, als die Trainer und Pferde erstmals auf der Bahn waren. Sogar Trainerlegende Wilfried Schütz, dienstältester Trainer in Iffezheim, hob den Daumen – mehr Lob geht nicht“, freut sich der frühere Amateurreiter Simon. Peter Gaul, Mehrheitsgesellschafter der Baden Galopp GmbH & Co. KG, die seit 1. April 2021 die Galopprennbahn Baden-Baden - Iffezheim betreibt, scherzte: „Dass wir uns ins gemachte Nest setzen, hat wirklich niemand behauptet – aber den Pferden wurde der perfekte Boden bereitet – es fängt also gut an!“

 

Die geplante Bauzeit von drei Monaten wurde exakt eingehalten – trotz einer kleinen „Überraschung“ bei den Bauarbeiten: Unter Teilen der Bahn wurden rund 50 Jahre alte Asphaltreste entdeckt – insgesamt rund 1000 Tonnen. Das nachweislich teer- und schadstofffreie Material bekommt – ökologisch und ökonomisch vorbildlich – ein Upcycling für ein zweites Leben: Als Decke des VIP-Parkplatzes.“

RaceBets erweitert die Zusammenarbeit mit dem deutschen Rennsport

Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 9. April 2021


Deutscher Galopp und die deutschen Rennvereine bauen ihre Zusammenarbeit mit dem Online-Buchmacher RaceBets weiter aus. Deutscher Galopp, vertreten durch die Vorstandsmitglieder Gerhard Schöningh und Andreas Tiedtke sowie Alex Haig, Geschäftsführer von RaceBets, freuen sich über die Bekanntmachung. Mit dieser für die Rennsaison 2021 geltenden Kooperation werden bei Renntagen, an denen weniger als 3.000 Zuschauer auf der Rennbahn zugelassen sind, alle bei RaceBets platzierten Wetten (mit Ausnahme der Festkurse) direkt in den Toto vermittelt.

 

Rennvereine haben derzeit stark mit den Konsequenzen zu kämpfen, dass keine Zuschauer auf den Rennbahnen zugelassen sind. Es werden keine Eintrittsgelder erzielt, Wetten auf der Bahn sind nicht  möglich, es gibt keine Catering-Einnahmen und teils fallen auch die  Sponsoren weg. Durch diese zusätzliche Vermittlung in den Totalisator wird das Preisgeldniveau dank RaceBets aufrechterhalten. Dies ist gerade für Besitzer, Trainer, Züchter und alle, die in diesen schwierigen Zeiten in der Rennsportbranche in Deutschland tätig sind, sehr wichtig.

 

Darüber hinaus hat RaceBets zugestimmt, die eigene Provision auf Toto-Wetten zu reduzieren, um den deutschen Rennsport weiter zu stärken. Außerdem verzichtet RaceBets auf die Provision für alle Wetten, die im Rahmen der Aktion „Wetten, Dass?!? 20.21” getätigt werden. Bei dieser Initiative platzieren über 130 Teilnehmer jeden Sonntag 300 € in beliebige Wettarten auf deutsche Galopprennen. Es gibt 10.000 € an Preisgeldern, attraktive wöchentliche Preise, sowie einen 100 € Bonus von RaceBets für jeden Tagessieger.

 

Als Gegenleistung für diese Zugeständnisse von RaceBets erhält der Online-Buchmacher von den Rennvereinen verschiedene Marketingleistungen, einschließlich der Namensrechte für Rennen während der Saison. Gleichzeitig erweitert RaceBets seine Zusammenarbeit mit Deutscher Galopp als offizieller Partner durch eine Ausweitung der bestehenden Streaming- und Datenrechte, als offizieller Partner von „Galopper des Jahres“ bis 2022 und einer verstärkten Präsenz von RaceBets auf der Website von Deutscher Galopp und den sozialen Plattformen.

 

Alex Haig, Geschäftsführer von RaceBets: "Wir waren immer eng mit dem deutschen Rennsport verbunden und möchten die Branche in diesen schwierigen Zeiten so gut wie möglich unterstützen. Durch die vollständige Vermittlung aller Wetten in den Totalisator und die Reduzierung unserer Provision freuen wir uns, unsere Beziehung zu Deutscher Galopp weiter ausbauen zu können und dazu beizutragen, dass das Preisgeldniveau für 2021 beibehalten werden kann.“

 

Gerhard Schöningh, Vizepräsident von Deutscher Galopp und Vorsitzender der BGG: "Wir freuen uns über die Ausweitung der Zusammenarbeit. Dies hilft den Rennvereinen, das geplante Preisgeld und ein attraktives Wettangebot in sehr herausfordernden Zeiten zu finanzieren."

Mannheim hat ein Herz für die Aktiven

Quelle: Pressemitteilung des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim e.V. vom 6. April 2021

 

Am 30. April beginnt die Saison auf der Waldrennbahn. Gemeinsam mit dem Autohaus Gauch GmbH Mannheim haben sich die Verantwortlichen des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim e.V. etwas Besonderes für die Aktiven einfallen lassen. In der Saison 2021 wird es eine Jockeywertung über die geplanten vier Renntage geben, um den erfolgreichsten Reiter/die erfolgreichste Reiterin und damit den „Jockey des Jahres“ in Mannheim zu ermitteln. Hierzu wird eine Punktewertung eingeführt (Details folgen), der Punktbeste erhält am Ende der Saison einen Geldpreis von 750 Euro.

 

Außerdem wird es an jedem Renntag eine separate Wertung für den „Jockey des Tages“ geben. Hier wird er erstplatzierte Reiter 300 Euro erhalten, der Zweite 150 Euro und der Dritte 50 Euro. „Wir wollen damit die Reiterinnen und Reiter unterstützen, die jeden Tag und bei Wind und Wetter ihrem Beruf mit großer Leidenschaft nachgehen“, so André Gauch, Geschäftsführer des Autohauses Gauch.


Zusätzlich wird es am ersten Renntag auch Preise in Höhe von 100 Euro pro Rennen für die Pfleger der startenden Pferde geben. Dieser Betrag wird von der Firma Pferdetransporte Andreas Fallert gestiftet. Der Badische Rennverein bedankt sich herzlich bei den Unterstützern.

Keine Galopprennen am 23. Mai in Saarbrücken

Wie die renntechnische Abteilung von Deutscher Galopp mitteilt, findet der avisierte Renntag am Pfingstsonntag, 23. Mai, beim Rennclub Saarbrücken nicht statt. Als Alternativtermin steht der 18. September im Raum. Vorher ist für Maria Himmelfahrt, 15. August, der "Tag der Saarwirtschaft" als Galopprennveranstaltung geplant.

Besitzervereinigung: Marc Sonnenburg folgt auf Daniel Krüger

Quelle: GaloppOnline vom 25. März 2021

 

Nach dem Weggang von Daniel Krüger wird Marc Sonnenburg ab dem 1. Mai 2021 die Leitung der Geschäftsstelle der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen übernehmen. Darauf einigte sich das Präsidium der Besitzervereinigung in seiner letzten Sitzung. Präsident Manfred Ostermann: „Es freut mich, dass wir mit Marc Sonnenburg einen jungen engagierten Mitarbeiter gefunden haben, der die Aufgaben von Herrn Krüger übernehmen wird. Zusammen mit Frau Kathrin Bernecker und Frau Elena Delor wird Marc Sonnenburg sich um die Belange des Vereins kümmern. Es war uns wichtig, die Position mit einem Vollblutexperten zu besetzen, dieses ist uns mit Marc gelungen, der seit Kindesbeinen an im Sport beheimatet ist.“

 

Marc Sonnenburg studierte Business Administration und arbeitet seitdem im familiären Gestüt Etzean als Geschäftsführer. Marc Sonnenburg: „Mein Dank gilt dem Vorstand für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich freue mich sehr auf die vielfältigen Aufgaben der Besitzervereinigung und die Zusammenarbeit mit dem dortigen Team. Sobald es wieder möglich ist, freue ich mich auf einen direkten Austausch mit unseren Mitgliedern auf der Rennbahn oder im Gestüt sowie auf unsere vielfältigen Veranstaltungen, sei es der Vollblut-Experten-Tag, der Renntag der Gestüte oder Veranstaltungen der Regionalverbände.“

Daniel Krüger ab 1. Mai neuer Verbandsgeschäftsführer

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 19. März 2021

 

Auf Vorschlag von Präsident Michael Vesper hat der Vorstand von Deutscher Galopp Daniel Krüger zum neuen Verbandsgeschäftsführer berufen. Krüger leitet seit zehn Jahren die Geschäftsstelle der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e. V. und wird sein neues Amt am 1. Mai 2021 antreten. Um seinen künftigen Arbeitsplatz zu erreichen, muss er in der Galopp-Zentrale in der Rennbahnstraße in Köln nur über den Flur gehen.


Nach dem Ausscheiden von Jan Vogel Anfang vergangenen Jahres hatte der Verband die Geschäftsführung in Anbetracht der Corona-Pandemie zunächst nicht neu besetzt. Jan Pommer hat diese Aufgabe – neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der DG Wirtschaftsdienste GmbH und der DG Wettbetriebs GmbH – mit übernommen. Dafür ist ihm der Vorstand außerordentlich dankbar. Jetzt werden die beiden Geschäftsführungs-Funktionen wieder getrennt, um die anstehenden Herausforderungen mit voller Kraft bewältigen zu können.

 

Präsident Michael Vesper freut sich auf die Zusammenarbeit: „Mit Herrn Krüger gewinnen wir einen absoluten Fachmann, der den Galopprennsport in- und auswendig kennt und unser Team perfekt ergänzt. Er wird nicht nur seine reichhaltigen Erfahrungen einbringen, sondern er kennt alle wichtigen Akteure/innen von Rennsport und Zucht und ist insbesondere auch international bestens vernetzt.“ Vizepräsident Manfred Ostermann, zugleich Präsident der Besitzervereinigung, ergänzt: „Ich sehe unsere Entscheidung, Daniel Krüger zum Geschäftsführer des Gesamtverbandes zu bestellen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich habe die Zusammenarbeit mit ihm in den vergangenen zehn Jahren sehr geschätzt, und er wird dort eine fühlbare Lücke hinterlassen. Umso mehr freue ich mich, dass er uns in der neuen Funktion eng verbunden bleibt.“

 

Daniel Krüger sagt: „Ich bedanke mich zuerst beim Vorstand und bei allen Mitgliedern der Besitzervereinigung sowie den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren. Gemeinsam haben wir die Besitzervereinigung und deren Aktivitäten weiterentwickelt, zum Beispiel mit dem Vollblut-Expertentag, dem Renntag der Gestüte in Hannover, dem Lehrgang für Auszubildende und der Gründung der ‚Jungen Besitzervereinigung‘. Die Entscheidung, die Besitzervereinigung zu verlassen, fiel mir nicht leicht. Aber wer mich kennt, weiß, dass mir die Geschicke des gesamten Galopprennsports und der Vollblutzucht am Herzen liegen. Ich freue mich, diese zusammen mit dem Vorstand Deutscher Galopp, den Rennvereinen, den Besitzern, den Züchtern und allen weiteren Aktiven zu gestalten.“

Ab sofort PCR-Testpflicht für Reiterinnen und Reiter

Quelle: Homepage Deutscher Galopp vom 25. März 2021

 

Die Jockeys Andre Best und Andrasch Starke sind positiv auf COVID-19 getestet worden und befinden sich in Quarantäne. Bei beiden rechnen wir mit einer baldigen und vollständigen Genesung. Dafür wünschen wir im Namen der gesamten Rennsportfamilie von Herzen alles Gute.

 

Der Vorstand von Deutscher Galopp e. V. hat deshalb heute in seiner Verantwortung für die Sicherung der weiteren störungsfreien Durchführung der Leistungsprüfungen und zur weiteren konsequenten Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen, dass ab sofort alle Rennreiter*innen beim Betreten des Renngeländes einen negativen PCR-Test vorlegen müssen. Dieser darf höchstens 72 Stunden vor dem Vorlagezeitpunkt durchgeführt worden sein. Die Rennreiter*innen erhalten gegen entsprechenden schriftlichen Nachweis die Kosten von Deutscher Galopp e. V. erstattet. Deutscher Galopp gibt die Hälfte dieser tatsächlich nachgewiesenen Kosten für den Renntag an den jeweiligen veranstaltenden Rennverein weiter. Sodann wird bei den Rennreiter*innen durch vom Rennverein beauftragte fachkundige Personen ein Corona-Schnelltest durchgeführt. Fällt dieser positiv aus, ist eine Teilnahme am Rennen und das Betreten der Rennbahn am Renntag untersagt. Die betreffende Person ist aufgefordert, sich unverzüglich einem PCR-Test zu unterziehen.

 

Wir bitten um Verständnis und Beachtung.

 

Für den Vorstand von Deutscher Galopp e. V.

 

Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp e. V.

Neues aus dem Wochenrennkalender von Deutscher Galopp

Im aktuellen Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 30. März gibt es folgende Hinweise:

 

RCN-Übermittlung nach Frankreich


"Aufgrund vielfach nicht oder verspäteter bzw. erst nach Rückfrage von France Galop übermittelter RCN-Bestätigungen wird von französischer Seite dringend darum gebeten, eine rechtzeitige RCN-Übermittlung durch die Trainer bei Deutscher Galopp zu beantragen. Durch die bisher herrschende Kurzarbeit in der Renntechnischen Abteilung sind RCN-Beantragungen nach 11.45 Uhr kaum zu bearbeiten. Mehrfach wurde eine automatische Nichtstartererklärung eines deutschen Pferdes in Frankreich durch Nachfrage von France Galop zwecks einer generellen RCN-Beantragung dadurch vermieden, dass ein Mitarbeiter von Deutscher Galopp noch – trotz nicht Vorliegen eines Antrags – eine RCN-Bestätigung übermittelt hat. Dies hat einigen Trainern „den Kopf aus der Schlinge gezogen“ und wurde teils mit Siegen oder Platzierungen belohnt.


Wir bitten daher alle Trainer eindringlich, einen RCN-Antrag spätestens zur Vorstarterangabe zur Weitergabe an France Galop zu stellen. Sollte ein Pferd zur endgültigen Starterangabe ausscheiden oder gestrichen werden, wird die RCN-Gebühr zurückerstattet."

 

Erläuterung des "Telefonhöhrers" vor dem Pferdenamen


"Das Telefonhöhrer-Zeichen vor dem Pferd bei den Nennungen bzw. Streichungen bedeutet, dass eine gültige Impfung zum Zeitpunkt des Renntags dem Direktorium nicht vorliegt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Datum des Renntages, so dass derzeit richtig geimpfte Pferde in 10 Monaten z.B. für den Preis des Winterfavoriten mit dem Telefonhöhrer-Zeichen erscheinen, da zu dem Renntag das derzeitige Impfdatum nicht mehr gültig ist."

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2021

Mons, 18. Februar

  • Andrea Friebel – Wild Gypsy Boy

Dortmund, 28. Februar

  • Isabell Kreger – Vinnie's Wish

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2021

Mons, 7. Januar

  • Andrea Friebel – Wild Gypsy Boy

Dortmund, 17. Januar

  • Gerhard Prodöhl – Rainmaker

Drei bayerische Rennvereine bitten Politik um Hilfe

Quelle: GaloppOnline vom 15. März 2021

 

Mit einem Hilferuf an die Politik sind drei bayerische Rennvereine an die Öffentlichkeit gegangen. Die Rennvereine München-Daglfing, Straubing (beides Trab) und München-Riem (Galopp) haben ein Schreiben an zwei bayerische Minister, den Finanzminister und die Landwirtschaftsministerin, verfasst und um Hilfe gebeten. So heißt es in dem Schreiben: „Insgesamt benötigen die bayerischen Rennvereine eine schnelle und unbürokratische Unterstützung, um nicht an den Folgen der Corona-Maßnahmen den Betrieb einstellen zu müssen und damit nicht mehr ihrer Aufgabe der Abhaltung von Leistungsprüfungen nachkommen können.“ Man könne als Rennverein verschiedene Corona-Hilfsprogramme nicht in Anspruch nehmen. „Dies hat verschiedene Gründe, beispielsweise dass der Ausfall von Wettumsätzen nicht berücksichtigt werden kann, da dieser nicht der Umsatzsteuerpflicht unterliegt.“

 

Neben der Bitte um schnelle Hilfe legen die drei Vereine auch den Blick auf ein grundsätzliches Problem: „Zugleich möchten wir die Gelegenheit nutzen, um mittelfristig in eine Diskussion einzusteigen, um das Finanzierungssystem der Pferde-Leistungsprüfungen im Trab und Galopp anzustoßen. Durch die staatlich geduldete und aktuell gesetzlich neu geregelte Veränderung des Wett- und Glückspielmarktes seit Beginn der 1990er Jahre hat die Privilegierung der Pferdewette zur Finanzierung des Leistungsprüfungswesen immer stärker ihre Wirksamkeit verloren, so dass es zu wirtschaftlichen Verwerfungen gekommen ist, dass zwei bayerische Rennbahnen ihren Betrieb komplett einstellen mussten, die verbliebenen vier Rennbahnen (inclusive Pfarrkirchen) einen massiven Umstrukturierungsprozess unterliegen. Auch hierzu ist aus unserer Sicht Gesprächs- und vor allem Handlungsbedarf.“

 

Unterschrieben ist der Brief von Sascha Multerer (Generalsekretär Münchner Rennverein e.V.), Angelika Gramüller (Präsidentin Münchner Trabrenn- Und Zuchtverein e.V.) und Josef Schachtner (Vorsitzender Zucht- und Trabrennverein Straubing 1873 e.V.). Auch der Bayerische Rundfunk (BR) hat über den Vorstoß der Vereine in der Zwischenzeit berichtet.

Vovcenko und Sponbiel neu im Vorstand des Bremer Rennvereins

Quelle: GaloppOnline vom 25. März 2021

 

Am gestrigen Mittwochabend hielt der Bremer Rennverein erstmalig eine digitale Mitgliederversammlung ab. Ein Grund für die Zusammenkunft war unter anderem die Wahl eines neuen Vorstandes.

 

Unter der Leitung von Präsident Frank Lenk wurde unter anderem Trainer Pavel Vovcenko in den Vorstand des Rennvereins berufen. Auch neu mit dabei ist Andreas Sponbiel, Initiator der Bürgerinitiative zum Erhalt des Geländes. Der neue Vorstand des Bremer Rennvereins besteht nun neben Frank Lenk, Pavel Vovcenko und Andreas Sponbiel aus Verleger Thomas Maruhn und Jan-Hendrik Többe.

 

„Wir hoffen, dass wir gemeinsam erreichen können in Bremen wieder Rennen zu veranstalten. Dazu wird eine Menge Schulterschluss aus dem gesamten Galopprennsport von Nöten sein“, berichtet Andreas Sponbiel, der erst kürzlich auch Rennpferdebesitzer wurde und seit diesem Jahr an der zweijährigen Stute Kalea, die im Besitz des Rennstalles Weserblick steht, beteiligt ist. „Ich würde mich freuen, wenn Kalea am 12. September in der Bremer Vahr ihr Debüt geben könnte“, so Sponbiel weiter. Erst vor wenigen Tagen hatte die so genannte Zwischenzeitzentrale den für den 12. September veranschlagten Renntag, abgelehnt. Der Bremer Rennverein aber kämpft weiter um die Durchführung der Prüfungen.

 

Im Beirat des Vereins sind der erst kürzlich zum Geschäftsführer von Deutscher Galopp ernannte Daniel Krüger sowie auch Susanne Wöhler vetreten.

France Galop: Rennpreiskürzungen, Corona-PCR-Tests und Impfungen

Quelle: Wochenrennkalender Deutscher Galopp vom 17. März 2021


Aufgrund der Schließung der Cafes und Bars in Frankreich mindestens bis Juni 2021 hat France Galop durch die geringeren Wetteinnahmen beschlossen, ab rückwirdend ab 1. März 2021 Rennpreis- und Prämienkürzungen vorzunehmen. Somit werden nur teilweise Rennpreise und Prämien ausgezahlt und es wird durch eine verbesserte Situation in Aussicht gestellt, dass volle Gelder dann wieder im Laufe des Jahres ausgezahlt werden können.


Kürzungen in Flachrennen gemäß der veröffentlichten Ausschreibungen: 5 % in allen Rennen, in denen der Siegpreis 7.500 € oder weniger beträgt; 16 % Kürzung in allen Rennen, in denen der Siegpreis mehr als 7.500 € beträgt; Kürzungen in Hindernisrennen gemäß der veröffentlichten Ausschreibungen: 5 % in allen Rennen, in denen der Siegpreis 8.000 € oder weniger beträgt; 16 % Kürzung in allen Rennen, in denen der Siegpreis mehr als 8.000 € beträgt. Für die Zulassung und Gewichteberechnungen gelten die im Ausschreibungsbuch und auf der Internetseite veröffentlichten Rennpreise (ohne Kürzung).


PCR-Tests


Für alle an einem Starter in Frankreich beteiligten anwesenden Personen müssen bei Ankunft auf der jeweiligen Rennbahn negative PCR-Tests auf das Coronavirus vorgelegt werden, die nicht älter als 72 Stunden sind. Ohne diesen Nachweis wird kein Zutritt zur Rennbahn gewährt.


France Galop Impfinformationen


Mit Beginn vom 5. Mai 2021 dürfen nur Pferde das Trainingsgelände, die Rennbahn und andere Einrichtungen von France Galop betreten:


1. Die eine Grundimmunisierung von 2 Impfungen gegen Influenza und Herpesvirus mit einem Intervall von mindestens 21 Tagen bis maximal 60 Tagen haben, gefolgt von
2. einer weiteren Impfung gegen Influenza und Herpesvirus mit einem Intervall von mindestens 120 Tagen bis maximal 180 Tagen nach der 2. Grundimmunisierungsimpfung.
3. Weitere Impfanforderungen: a. Influenza – Wiederholungsimpfungen innerhalb von höchstens 6 Monaten, b. Herpesvirus – Wiederholungsimpfungen besonders empfohlen alle 6 Monate aber verpflichtend alle 12 Monate, wobei eine Änderung verpflichtend auf 6 Monate im Raum steht und bald beschlossen werden soll.


Pferde, die ihre Grundimmunisierung vor dem 5. Mai 2021 erhalten haben und korrekt geimpft wurden, benötigen keine neue Grundimmunisierung. Die weiteren Wiederholungsimpfungen müssen bei Influenza innerhalb von 6 Monaten und bei Herpesvirus in einer Empfehlung von 6 Monaten aber nicht länger als 12 Monaten erfolgen. Nicht geimpfte Pferde müssen nach den neuen Intervallen grundimmunisiert und weiter geimpft werden.

Film zum 25. Geburtstag von Silvano

Quelle: GaloppOnline vom 23. März 2021

 

Der ehemalige Fährhofer Weltklassegalopper Silvano, später auch hocherfolgreicher Deckhengst, wurde am Montag, 22. März, 25 Jahre alt. Eigens dazu wurde ein Film erstellt, der das beeindruckende Leben des aktuell seinen Ruhestand genießenden Silvano Revue passieren lässt.

 

Der Film hier: https://www.youtube.com/watch?v=R3imDPAELug

Gemeinde Iffezheim und Baden Galopp unterzeichnen Vertrag

Quelle: GaloppOnline vom 26. März 2021

 

Am Freitag, 26. März, wurde offiziell der Vertrag zwischen der Gemeinde Iffezheim und Baden Galopp als der neuen Betreibergesellschaft der Galopprennbahn Iffezheim unterzeichnet.

 

Die Gemeinde Iffezheim hat dazu folgendes mitgeteilt: „Die Tinte ist trocken. Am heutigen Nachmittag unterzeichneten Bürgermeister Christian Schmid für die Gemeinde Iffezheim und Stephan Buchner für die Baden Galopp GmbH & Co. KG in Anwesenheit von Peter Gaul, coronabedingt in ganz kleinem Rahmen, den gemeinsamen Vertrag."

 

Baden Galopp übernimmt zum 1. April 2021 die Galopprennbahn in Iffezheim als neuer Betreiber. Der Vertrag läuft über eine Festpachtzeit von zehn Jahren mit Verlängerungsoptionen über zweimal fünf Jahre. Mehrheitsgesellschafter ist Peter Gaul, Chef der Mannheimer B.A.U. GmbH & Co. KG.; als geschäftsführender Gesellschafter wird Stephan Buchner, Rechtsanwalt aus Mannheim, den operativen Bereich leiten. Weitere Gesellschafter sind die Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., die Investoren Lars Jensen und Hans-Jörg Simon sowie der Baden Galopp Förderverein in Gründung unter der Federführung der Herren Kronimus und Werler.

 

Die Schlüssel werden zum 1. April 2021 übergeben, sodass die neue Ära auf der Galopprennbahn in Iffezheim zu diesem Zeitpunkt eingeleitet werden kann. Schmid, Gaul und Buchner freuen sich auf das gemeinsame Wirken auf Deutschlands Rennbahn Nr. 1. „Es wird eine spannende und interessante Herausforderung. Wir sind bestens gewappnet für den Neustart in Iffezheim“, so Gaul und Buchner. Auch Bürgermeister Christian Schmid blickt zuversichtlich in die Zukunft mit Baden Galopp. „Wir sind überzeugt davon, die richtigen Partner zum Betrieb unserer Rennbahn gefunden zu haben. ‘Boxen auf‘ für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Sport-Welt-Stallparade mit sechs Besitzertrainern des Vereins

Für die Stallparade 2021 der Sport-Welt haben sich 62 Trainer qualifiziert. Wegen der Corona-Pandemie hat die Fachzeitschrift die Regel leicht modifiziert. Waren bisher fünf Siege notwendig, um bei der Stallparade dabei zu sein, reichten im Jahr 2020 vier Erfolge, egal ob im Inland und/oder Ausland erzielt.

 

Von den Besitzertrainern des Vereins hatten sieben die vorgeschriebene Anzahl erreicht. Da Anja Kleffmann derzeit kein Pferd auf der Trainingsliste stehen hat, gibt es von der bisherigen Trainerin von Parmenter keine Stallparade.

 

Veröffentlicht wurden Philipp Berg (Ausgabe 1 vom 5. Januar, hier klicken), Selina Ehl (Ausgabe 3 vom 12. Januar/ hier klicken), Hella Sauer (Ausgabe 6 vom 22. Januar, hier1 und hier2), Daniel Paulick (Ausgabe 8 vom 29. Januar, hier1 und hier2), Horst Rudolph (Ausgabe 11 vom 9. Februar, hier1 und hier2) und Anna Schleusner-Fruhriep (Ausgabe 16 vom 26. Februar, hier1, hier2 und hier3).

RaceBets-Podcast zum Umgang mit dem Herpesvirus

Im regelmäßigen Podcast von RaceBets ging es diesmal um das Thema Herpesvirus: https://blog.racebets.de/racebets-pferderennen-podcast-66-zum-umgang-mit-dem-herpes-virus

Neues von Deutscher Galopp zum Herpesvirus

In einer E-Mail informierte Deutscher Galopp am Freitag, 12. März, alle Trainer und Besitzertrainer über die aktuelle Impfstrategie bezüglich des Herpesvirus:

 

"Die zugelassenen Impfstoffe gegen EHV 1 und EHV 1 und 4 werden akzeptiert. Bezüglich Schnelltests von bisher nicht geimpften Pferden ist entgegen anderslautenden Meldungen noch keine Entscheidung getroffen worden. Sowohl für Influenza- als auch für Herpesvirus-Impfungen gilt:

 

Bei neuen Grundimmunisierungen: 2. Impfung innerhalb von 21-60 Tagen nach der 1. Impfung und 3. Impfung innerhalb von 120-180 Tagen nach der 2. Impfung. Nach der 2. Impfung zur Grundimmunisierung sind die Pferde jeweils startberechtigt (Nach einer erfolgten Impfung ist ein Pferd gem. Rennordnung für 7 Tage nicht zu Rennen zugelassen). Eine neue Grundimmunisierung ist für bisher korrekt geimpfte Pferde nicht erforderlich.

 

Wiederholungsimpfungen im 6 Monatsrhythmus (max. 184 Tage).

 

In Frankreich gelten die Impfabstände ab 5. Mai 2021, wobei bei Herpesvirus-Impfungen noch eine Wiederholungsimpfung von 12 Monaten akzeptiert wird, dies aber in naher Zukunft auch auf die 6 Monatsfrist heruntergefahren wird."

Neustart in Iffezheim am 1. April mit Baden Galopp

Quelle: GaloppOnline vom 17. März 2021

 

Am Montagabend hat der Gemeinderat in Iffezheim Baden Galopp den Zuschlag für den Betrieb der Iffezheimer Rennbahn erteilt. Am Mittwoch hat Baden Galopp eine erste Presseinformation verschickt, die wir nachfolgend wiedergeben:

 

„Es ist kein Aprilscherz: Zum 1. April 2021 übernimmt die Baden Galopp GmbH & Co. KG die Galopprennbahn Baden-Baden / Iffezheim als neuer Betreiber. Mehrheitsgesellschafter ist der Mannheimer Unternehmer Peter Gaul, Chef der dortigen B.A.U. GmbH & Co. KG. Als geschäftsführender Gesellschafter wird Stephan Buchner, Rechtsanwalt aus Mannheim, das operative Geschäft leiten. Weitere Gesellschafter sind die Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V. sowie Lars Jensen und Hans-Jörg Simon, die als Investoren die Sanierung der Trainingsbahn ermöglichten. Zu den Anteilseignern wird außerdem ein neuer Förderverein zählen. Dieser vom früheren Iffezheimer Bürgermeister Peter Werler und dem hier ansässigen Betonsteinproduzenten Martin Kronimus initiierte Unterstützerkreis sichert eine enge Verbindung der Betreibergesellschaft mit den Bürgern der Gemeinde Iffezheim.

 

Nach dem Rückzug des bisherigen Betreibers Baden Racing GmbH und der außerordentlichen Kündigung des Pachtvertrages zum Jahresende 2020 wurde eine Neuausschreibung nötig. Das Konzept von Peter Gaul und seinem Team überzeugte; der Gemeinderat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Christian Schmid stimmte der Vergabe am 15. März 2021 mit großer Mehrheit zu.

 

Gaul und Buchner sind im Galopprennsport keine Unbekannten. In den letzten 20 Jahren haben sie in wechselnden Rollen als Präsident und Vize-Präsident des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim e.V. die dortige Rennbahn geprägt. Buchner leitete 2013 bis 2014 als Geschäftsführer die Rennbahn Hoppegarten bei Berlin; seit 2015 ist er Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Galopp-Rennvereine GmbH (BGG), dem Dachverband der deutschen Galopprennvereine. Schmid: „Das Gesamtpaket war überzeugend. Wir freuen uns, dass wir mit Peter Gaul und seinen Partnern echte Profis für eine nachhaltige Entwicklung gewinnen konnten. Die neuen Betreiber verbinden Pferdeliebe und regionale Verbundenheit mit wirtschaftlichem Sachverstand und viel Erfahrung im Rennbahnbetrieb.“ Buchner gab das Lob direkt zurück: „Wir bedanken uns sehr für dieses Vertrauen – es ist ein Ansporn, noch einen weiteren Gang zuzulegen.“

 

Regionale Seele …

 

Re-Regionalisierung war das wichtigste Ziel, als Werler und Kronimus Ende 2020 ihre Ideen zur Rettung der Rennbahn entwickelten. „Wir schätzen unsere Gäste aus aller Welt – aber die Rennbahn soll auch wieder ein wichtiges Stück Iffezheim werden – für die Bürger der Gemeinde und die Menschen der Region“, sagt Kronimus, seit 35 Jahren Sponsor der Rennbahn. So entstand die Idee für einen Förderverein. Und die schlug ein: Mittelständische Unternehmer aus der Region und auch viele Privatpersonen unterstützen den Neustart der Rennbahn Baden-Baden / Iffezheim und haben sich dem künftigen Förderverein angeschlossen. Die offizielle Gründung folgt in den nächsten Wochen. „Nur eine regionale Verankerung der Galopprennbahn wird diese traditionsreiche Sportstätte dauerhaft sichern. So können wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser traditionsreichen Kultur leisten“, so Stephan Buchner. „Doch das alles wäre nicht möglich ohne unsere Vorgänger Dr. Andreas Jacobs und Paul von Schubert von Baden Racing. Ohne ihren persönlichen und finanziellen Einsatz gäbe es heute wohl keine Galopprennen mehr in Iffezheim“, weiß Peter Gaul.

 

… mit internationaler Klasse

 

Baden-Baden / Iffezheim gilt als Nummer 1 unter den deutschen Rennbahnen und zählt zu den Top 40 der Welt. Die Stadt Baden-Baden zählt bei ausländischen Besuchern zu den deutschen Top-Zielen. Gaul will hier engere Verbindungen schaffen: „Wer nach Baden-Baden reist, muss selbstverständlich die Rennbahn auf dem Zettel haben.“ Deshalb will er „die Galopprennbahn Baden-Baden / Iffezheim in allen Sprachen und auf allen Kanälen senden“. „Ziel ist, dass jeder ferne Pferde- und Wettfreund Baden-Baden / Iffezheim auf seine Reiseliste setzt – und als Besucher danach online auf die Rennen setzt. Gaul lacht: „Wir wissen, dass wir einen weiten Weg vor uns haben. Aber wir wollen uns hohe Ziele stecken.“

 

Zwei ganz besondere Verhältnisse

 

Gaul und Buchner haben beide langjährige und sehr besondere Beziehungen zur Rennbahn Baden-Baden / Iffezheim. Peter Gaul und seine Ehefrau Gabriele sind Besitzer und Züchter; einige ihrer Pferde werden hier trainiert. „Wir haben auf dieser Bahn 2013 im Ferdinand Leisten-Memorial-Rennen mit Eric unseren ersten großen Erfolg gefeiert – das verbindet auf ewig“, erinnert sich Peter Gaul. Buchner, dem Rennsport seit mehr als 30 Jahren verbunden, kennt die Anlage und die Trainingsbedingungen in Iffezheim bestens: als Reiter und als Trainer.

 

Große Woche findet statt! Gaul sichert Höhepunkt zu

 

Das neue Team muss mit Vollgas starten: In weniger als fünf Monaten steht die „Große Woche“, das jährliche Highlight auf der Rennbahn Baden-Baden / Iffezheim, auf dem Terminplan. „Die Große Woche wird ein bisschen anders aussehen in diesem Jahr, aber nicht ausfallen“, verspricht Gaul. Vier Renntage werden stattfinden zwischen dem 29. August und dem 5. September. Alle wichtigen Rennen, etwa die für die Zuchtauslese relevanten Grupperennen mit dem Großen Preis von Baden als Höhepunkt werden stattfinden. Das gilt auch für die Rennen im Rahmen des Sales & Racing Festival im Oktober. „An diesen Tagen werden wir das Beste vom Besten sehen“, freut sich Buchner. „Wir tun alles, um das traditionell hohe sportliche Niveau dieser Galopprennbahn zu bewahren. Die Rennbahn muss und wird die Nummer 1 im deutschen Galopprennsport bleiben“ erklärt Peter Gaul. In den kommenden Jahren will Baden Galopp schrittweise wieder ein Gesamtprogramm mit mindestens zwölf Renntagen bieten.

 

Nachdem über die Zukunft der Rennbahn Iffezheim nun Klarheit herrscht, Baden Galopp die Rennbahn nach dem Beschluss des Gemeinderates übernehmen kann, kommen erste positive Signale aus der Politik im Hinblick auf Fördermittel. Das Badische Tagblatt berichtet in seiner Mittwoch-Ausgabe: „Vom BT darauf angesprochen kamen sowohl aus der Kurstadt als auch aus Rastatt positive Signale. So könne sich der Landkreis laut Pressesprecher Michael Janke durchaus vorstellen, energetische Sanierungen auf der Rennbahn mit Mitteln aus dem Klimafonds Mittelbaden zu unterstützen.“

 

Zur Kurstadt Baden-Baden heißt es: „Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen ging indessen davon aus, dass knapp 90 Prozent an Investitionen in die Infrastruktur durch Programme der Sportstättenförderung von Bund und Land gedeckt werden könnten, bei den restlichen zehn Prozent könne sich die Kurstadt bei notwendigen Investitionen dann zusammen mit dem Landkreis beteiligen.“

Aufgalopp im Magdeburger Herrenkrug am 17. April wird verschoben!

Presseinformation des Magdeburger Renn-Vereins vom 15. März 2021

 

Der Magdeburger Renn-Verein e.V. von 1906 hat sich gemeinsam mit dem Dachverband Deutscher Galopp e.V. am Montag, 15. März, auf eine Absage und Verschiebung des Aufgalopps im Magdeburger Herrenkrug am 17. April 2021 verständigt.

 

Den Anstieg der Inzidenzzahlen deutschlandweit und insbesondere auch in Sachsen-Anhalt verfolgen wir mit großer Besorgnis, so Heinz Baltus – Präsident des Magdeburger Renn- Verein e.V. von 1906. Den Berichterstattungen in den Medien und den Experten des RKI zu Folge, kann bereits jetzt von einer 3. „Corona-Welle“ ausgegangen werden. Somit sind leider die Lockerungen der behördlichen Einschränkungen im Veranstaltungs- und Sportbereich hinsichtlich der Zulassung von Zuschauern und Gastronomiebetrieb in die Ferne gerückt.

 

Vor dem Hintergrund der bereits sehr weit fortgeschrittenen Renntagsplanung und der Vorfreude auf unsere Saisoneröffnung 2021, schmerzt uns diese Entscheidung natürlich sehr, so Heinz Baltus. Zusätzlich hält derzeit das Pferde-Herpes-Virus EHV-1 die Galopp- und Reitsportbranche in Atem. Der Aufgalopp und zugleich Familienrenntag der Sparkasse MagdeBurg ist eine überragende Werbung für den Sport und für die Ottostadt Magdeburg. Darüber hinaus hat jeder Renntag auf der Galopprennbahn eine zentrale wirtschaftliche Bedeutung für die Finanzierung, Unterhaltung, Pflege und Bewirtschaftung des historischen Rennwiesenareals. Wir werden daher in den nächsten Tagen und Wochen Gespräche mit unseren Mitgliedern und Mitarbeitern sowie unseren Sponsoren und Unterstützern führen, um die finanziellen Schäden des Vereins zu minimieren.

Bombenfund auf Mülheimer Rennbahn

Quelle: GaloppOnline vom 18. März 2021

 

Kurzzeitig in einen Schockzustand wurden alle Beteiligten auf der Mülheimer Rennbahn versetzt. Bei einem routinemäßigen Check der Gras-Trainierbahn mit einem Metalldetektor wurden unterhalb der Bahn zwei Bomben gefunden. Eine 150 Meter vor dem Ziel, eine weitere 50 Meter vor dem Ziel. „Eine Bombe wurde geräumt, die andere war zum Glück schon ausgebrannt“, sagt Günther Gudert, Vorstandsmitglied des Rennclubs. „Eine so genannte Stab-Brandbombe war noch aktiv, konnte aber nicht mehr explodieren, sondern nur ausbrennen. Die andere war eine schon ausgebrannte Phosphor-Bombe.“


Kurzzeitig stand eine Evakuierung von 100 Pferden oder sogar aller Pferde auf der Bahn im Raum, aber es gab schnell Entwarnung. „Nachdem Klarheit über Art und Zustand herrschte, konnten wir von der Evakuierung absehen. Es ist alles gut ausgegangen und ohne Probleme gelöst worden“, so Gudert.

Bürgerinitiative kämpf weiter um Galopprennen in Bremen

Quelle: GaloppOnline vom 11. März 2021

 

Der Kampf um die Bremer Rennbahn geht weiter, die Bürgerinitiative kritisiert die Ablehnung von Rennen im September. Diesen hatte die so genannte ZZZ, die Zwischenzeitzentrale, gefällt. In einer Pressemitteilung heißt es

 

„Die Bürgerinitiative Rennbahngelände reagiert mit Unverständnis auf den Entschluss der ZZZ, keine Galopprennen als Zwischennutzung auf der Galopprennbahn zuzulassen. Sprecher Andreas Sponbiel betont: „Wir als Initiative setzen uns für eine gemeinschaftlich genutzte Fläche ein. Wir stehen hinter allen Nutzern, die unser Ortsgesetz mit Leben füllen wollen und dazu gehört auch der Bremer Rennverein. Eine gemeinschaftliche Nutzung schließt eine Ausgrenzung, wie sie hier vorgenommen wird, aus. Die Zwischenzeit ist dafür gedacht, um alles umzusetzen, was sich für diese Fläche anbietet. So steht es auch auf der Webseite der ZZZ. Deshalb ist die Entscheidung über den Galopprennsport vollkommen unverständlich.“

 

Das Argument der ZZZ, dass der Galopprennsport keine lokale Verankerung hat, ist grundfalsch. Zum einen gibt es seit dem Jahr 1907 Galopprennen auf der Galopprennbahn Zum anderen liegt die in Norddeutschland führende Mahndorfer Galopptrainingsanlage im Stadtteil Hemelingen, was der nächste lokale Bezug ist. „Die aktuell sieben Trainer sind mit ihren Pferden national und international aktiv, aber in der eigenen Stadt dürfen sie keine Rennen bestreiten, weil ein Regionalausschuss aus Ortsteilpolitikern dies so will. Das ist Comedy pur“, so Andreas Sponbiel. Zusätzlicher Hinweis: es handelte sich um einen Volksentscheid für die Stadt Bremen und nicht für die Stadtteile Vahr und Hemelingen.

 

„Wir halten definitiv daran fest, bei unseren Veranstaltungen (Bürgerfest und Tag des Sports) neben einem breiten Spektrum aus Sport, Freizeit- und Kulturangeboten auch die Pferde auf die Bahn zurückzuholen. Damit werden wir zeigen, dass der Pferdesport zur gemeinschaftlichen Nutzung gehört.“

Impfpflicht gegen Herpesvirus gilt ab 5. März 2021

Ungeimpfte Pferde sind für Rennen nicht mehr zugelassen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. März 2021

 

Wie Sie alle wissen, ist es vor einigen Tagen leider zu einem Ausbruch des Equinen Herpesvirus bei einer Reitsportveranstaltung in Valencia gekommen. Diesem sind nach aktuellem Stand auch mehrere deutsche Pferde zum Opfer gefallen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat deshalb bis Ende des Monats alle Reitsportveranstaltungen abgesagt und vor allem auf notwendige Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen hingewiesen.

 

Deutscher Galopp hat in den letzten Tagen diese ernste Situation mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, unseren Schwesterverbänden im Ausland, den Gremien auf internationaler Ebene, den beratenden Tierärzten und weiteren Experten eingehend analysiert und erörtert. Dabei war uns wie immer das Tierwohl oberste Richtschnur unseres Handelns. Aktuell sind in der Vollblutpopulation weltweit wie auch in Deutschland zum Glück (noch) keine Herpesfälle zu verzeichnen, die aus diesem Geschehen herrühren. Dies liegt zum einen offenbar daran, dass die Populationen jedenfalls überwiegend voneinander separiert gehalten werden. Zum anderen ist die Mehrzahl der Vollblutpferde in Deutschland bereits gegen das Herpesvirus geimpft. Dies ist für die Zuchtbetriebe ja seit vielen Jahren Pflicht, zudem besteht in Frankreich eine Impfpflicht. Eine Aussetzung der Rennen in Deutschland ist deshalb nicht geboten.

 

Allerdings ist im Sinne des Tierwohls und einer konsequenten Vorbeugung der Ausbreitung des Herpesvirus die sofortige Einführung einer Impfpflicht und der Ausschluss ungeimpfter Pferde von den Rennen geboten. Der Vorstand von Deutscher Galopp hat deshalb heute gemäß Ziffer 696 der Rennordnung von Deutscher Galopp mit sofortiger Wirkung die Einführung einer Impfpflicht für alle Rennpferde beschlossen. Nicht geimpfte Pferde dürfen am Rennbetrieb ab sofort nicht teilnehmen. Dies gilt bereits für die am Sonntag, 7. März, auf der Rennbahn in Dortmund-Wambel stattfindenden Rennen.

 

Alle Pferde, die am Rennbetrieb in Deutschland teilnehmen, sind nach erfolgter Grundimmunisierung in einem Turnus von nicht mehr als 6 Monaten gegen das Herpesvirus zu impfen. Dabei sind für die drei Impfungen der Grundimmunisierung die gleichen Impfintervalle einzuhalten, wie sie ab dem 1. Januar 2021 auch für Influenzaimpfungen gefordert werden. Aktuell stehen – vor allem wegen der außerordentlich starken Nachfrage aus dem Reitsportbereich – die Impfstoffe nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Die weitere Produktion der Impfstoffe kann noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Bitte informieren Sie sich dazu unverzüglich bei Ihrem Tierarzt bzw. Ihrer Tierärztin. Womöglich haben diese noch Bestände des Impfstoffes vorrätig; diese sollten Sie sich unmittelbar sichern. Durch die Impfung wird die Virenlast verringert. Sie bietet indes keinen individuell verbindlichen Schutz gegen die Erkrankung selbst. So können leider auch bereits geimpfte Pferde erkranken.

 

Neben der nach der Grundimmunisierung alle sechs Monate vorzunehmenden Wiederholungsimpfung ist deshalb eine konsequente Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzregeln erforderlich. Diese sind vor allem:

- Die Gesundheit der Pferde täglich überprüfen (Fressverhalten, Gesamteindruck).
- Bei Kenntnis von Ausbrüchen in der Umgebung regelmäßiges Fiebermessen.
- Bei Symptomen, wie etwa Fieber, Abgeschlagenheit, Husten und Nasenausfluss, das erkrankte Pferd von anderen Pferden separieren und einen Tierarzt hinzurufen.
- Ausschließliches Benutzen der eigenen Ausrüstung (Eimer, Halfter, Stricke, Decken, usw.), also Pferde nicht aus gemeinsamen Tränken trinken lassen und nur aus dem eigenen Eimer fressen lassen.
- Immer dann, wenn mehrere Pferde aus unterschiedlichen Ställen aufeinandertreffen, steigt der Infektionsdruck. Deshalb sollten neue Pferde, die in einen Stall kommen, zunächst isoliert und der gesamte Bestand genau beobachtet werden.

- Auch Menschen können das Virus über Hände, Kleidung und Ausrüstungsgegenstände weitertragen, deshalb sind hier Hygiene und Desinfektion besonders wichtig.

 

Deutscher Galopp wird die Situation weiterhin tagesaktuell beobachten und regelmäßig über relevante Veränderungen der Situation informieren.Für Rückfragen steht die Geschäftsstelle von Deutscher Galopp gerne zur Verfügung.

Neue Impfbestimmungen seit 1. Januar 2021

Quelle: Wochenrennkalender vom 5. Januar 2021


Seit dem 1. Januar 2021 gelten in Europa einheitliche Impfbestimmungen gegen Influenza, die strikt einzuhalten sind. Eine Wiederholungsimpfung darf nicht später als 6 Monate erfolgen, während die erste Impfung ab dem 6. Lebensmonat, die zweite Impfung nach 21-60 Tagen nach der ersten Impfung und die dritte Impfung nach 120-180 Tagen nach der zweiten Impfung erfolgen muss.


Die Intervalle sind auch neu und die Trainer werden gebeten, sich auf diese neuen Gegebenheiten einzustellen und die Pferde in diesen Impfrhythmus hineinzubringen. Pferde, die korrekt grundimmunisiert waren, benötigen keine neue Grundimmunisierung. In diesen Fällen ist nur darauf zu achten, dass die Wiederholungsimpfung innerhalb von 6 Monaten erfolgt.

 

Für neue Grundimmunisierungen und Wiederholungsimpfungen sind im Trainerservice die neuen Impfintervalle hinterlegt. Es sind daher die Impfstoffe Equilis Prequenza (2021 neu), Equilis Prequenza Te (2021 neu), Equip F (2021 neu), Equip FT (2021 neu), ProteqFlu (2021 neu) und ProteqFlu Te (2021 neu) neu angelegt worden.

Absage für Rennen in Meißenheim und Erbach

Quelle: Homepage des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine vom 12. März 2021

 

Aus Meißenheim kommt die definitive Absage, dass der für den 20. Juni vorgesehene Renntag nicht stattfinden wird. Auch der Wiesenmarkt in Erbach steht kurz vor der Absage, sodass in Folge dessen auch der dortige Renntag am 25. Juli storniert wird.

Harzburger Rennverein gibt Plan B bekannt

Quelle: Harzburger Rennverein vom 10. März 2021

 

Der Harzburger Rennverein hat für seine diesjährige Rennwoche einen „Plan B“ entwickelt. „Rennen werden wir in jedem Fall veranstalten“, sagt Rennvereins-Präsident Stephan Ahrens, „die Zahl der Renntage hängt allerdings davon ab, mit wie vielen Zuschauern wir veranstalten können.“ Sollte der Zugang auf die Rennbahn unbeschränkt möglich sein, so bleibt es bei den vorgesehenen fünf Renntagen vom 17. bis zum 25. Juli. „Sollten wir auf Grund der Corona-Verordnungen allerdings nur eine beschränkte Zahl von Besuchern unter entsprechenden Sicherheitsbestimmungen hereinlassen können, dann müssen wir umdenken“, so Ahrens.

 

In diesem Fall würde die Rennwoche auf drei Tage verkürzt, gedacht ist an Mittwoch, 21. Juli, Donnerstag, 22. Juli und Samstag, 24. Juli. „Die Sonntage haben wir in diesem Szenario bewusst ausgelassen, da an diesen Tagen in Deutschland ohnehin Hoppegarten und München veranstalten“, erläutert Ahrens. „So können wir etwa alle deutschen Spitzenjockeys für einige Tage an Harzburg binden.“ Die in der Vergangenheit populären Superhandicaps, Basis-Rennen mit überdurchschnittlich hoher Dotierung, werden dann genau wie das BBAG-Auktionsrennen am Samstag gelaufen.

 

„Wir hoffen natürlich mindestens eintausend Zuschauer begrüßen zu können, vielleicht sogar dreitausend“, sagt Ahrens. Eine endgültige Entscheidung über die Terminierung soll Ende April fallen.

Neustart in Iffezheim mit Baden Galopp

Quelle: GaloppOnline vom 16. März 2021

 

Der Gemeinderat in Iffezheim hat am Montagabend den Weg frei gemacht für den Neustart der Rennen unter dem Namen „Baden Galopp“. Die Gemeinde Iffezheim und Bürgermeister Christian Schmid haben das am Dienstagmorgen in einer Pressemitteilung verlauten lassen. Darin heißt es:

 

„„Die Tradition lebt weiter“, zeigt sich Bürgermeister Christian Schmid über das positive Votum des Gemeinderates der Gemeinde Iffezheim erleichtert. „Man kann von einem weiteren historischen Moment in der langen Geschichte der Galopprennbahn Iffezheim sprechen. Die Zukunft und Neuausrichtung der Galopprennen in Iffezheim ist geklärt. Der Gemeinderat der Gemeinde Iffezheim hat in der angekündigten Sondersitzung am gestrigen Montag, 15.03.2021 den Weg frei gemacht und sich für einen Pachtvertrag mit der Initiative „Baden Galopp“ als neuen Betreiber entschieden. Wir haben ein Gesamtpaket geschnürt. Das Ziel, die Rennen auf unserer Galopprennbahn in Iffezheim zu sichern, ist damit erreicht. Der regionale Bezug der Gesellschaft mit deren Gesellschaftern Peter Gaul und Stephan Buchner, dem lokalen Förderverein mit Martin Kronimus bzw. Peter Werler und der BBAG um Klaus Eulenberger sowie deren primäres Bestreben, die Region wieder verstärkt einzubinden, hat uns überzeugt und letztlich den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben. Wir sind guter Dinge, dass damit die lang ersehnte Kontinuität eintritt. Nach wochenlanger Zeit der Ungewissheit, zahlreichen Gesprächen und harten Verhandlungen können wir endlich aufatmen, “ ist Schmid froh.

 

„Zu Vertragsinhalten bleibe ich meiner bisherigen Linie treu und werde keine Angaben machen,“ sagt Schmid. Eines lässt er aber wissen: „es ist unstrittig, dass zum Erhalt der Rennen und dem Betrieb der Rennbahn in Zukunft gewisse Investitionsmaßnahmen notwendig sind. Insoweit wird es wichtig sein, dass der im Vorfeld viel beschworene regionale Schulterschluss erfolgt und wir weitere Unterstützung aus der Region erhalten und Fördermittel fließen.“

 

Der Pachtvertrag über die Galopprennbahn in Iffezheim zwischen der Gemeinde Iffezheim und der Baden Galopp GmbH & Co. KG wird in den nächsten Tagen unterzeichnet. Das Pachtverhältnis soll zum 01. April 2021 beginnen, die Durchführung der Großen Woche ist das gemeinsame Ziel aller Beteiligten.

 

„Unser Dank gilt den Herren Peter Gaul und Stephan Buchner für deren Bereitschaft, die Galopprennbahn in Iffezheim zu betreiben. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Auch den weiteren Gesellschaftern von „Baden Galopp“, die maßgeblich für den Fortbestand der Rennen mitverantwortlich sind und viel Zeit und Herzblut investiert haben, gilt unser herzliches Dankeschön. Ein persönlicher Dank sage ich auch meinem Kämmerer Stephan Sax, welcher zusammen mit mir über den gesamten Zeitraum das Thema verwaltungsintern begleitet hat, unserem Rechtsanwalt Günter Stüber sowie den Mitgliedern im Gemeinderat für die notwendigen Beschlussfassungen. Zu guter Letzt auch nochmals ein Vergelts Gott an Baden Racing um Dr. Andreas Jacobs und Paul von Schubert sowie insbesondere Geschäftsführerin Jutta Hofmeister und ihrem Team für die gemeinsamen Jahre und das gute Miteinander während dieser Zeit. Trotz der Kündigung war die Kommunikation und der notwendige Informationsfluss auch nach der Vertragslaufzeit gewährleistet, das ist nicht selbstverständlich. Allen anderen Personen, die sich für die Rettung der Galopprennbahn in Iffezheim in der zurückliegenden Zeit eingesetzt haben, sagen wir ebenfalls ausdrücklich Danke, “ betont Bürgermeister Christian Schmid und freut sich nunmehr auf den Neustart mit „Baden Galopp“.“

 

Peter Gaul und Stephan Buchner, die Initiatoren von Baden Galopp, sind am Dienstag, 16. März, schon zu weiteren, nun sehr konkreten Gesprächen in Iffezheim eingetroffen. Um 12 Uhr stand ein Termin mit der Gemeinde auf dem Programm. Damit ist sicher, dass Baden Galopp als Betreiber der Bahn auf Baden Racing folgt. Man wird jetzt schnell Nägel mit Köpfen machen, um zur Großen Woche wieder Rennen in Iffezheim zu veranstalten. Das Frühjahrs-Meeting war bekanntlich bereits frühzeitig abgesagt worden.

Video zu 50 Jahre Gestüt Etzean

Quelle: Deutscher Galopp vom 4. März 2021

 

„Wir arbeiten nach der anthroposophischen Lehre von der biologisch-dynamischen Anbauweise nach Rudolf Steiner. Sie lautet: Achte und wahre den Naturkreislauf“ – das sind die Worte von Gestütsbesitzer Heinz Weil über seine Philosophie der Pferdezucht. Ein grundlegendes Prinzip im Gestüt Etzean ist die Aufzucht der Pferde so naturnah und gesund wie nur möglich zu gestalten. Wichtige Punkte sind: erstklassige Pflege der Weiden, bestes Futter und eine über Jahre systematisch ergänzte und verbesserte Stutenherde. Die Aufzucht der Pferde ist rau aber herzlich. Jungtiere werden in Gruppen den ganzen Winter hindurch im Freien gehalten. Dies schult das Sozialverhalten und fördert die Gesundheit. Durch permanente Bewegung werden Muskeln, Knochen und Sehnen belastet und trainiert. Die frische Luft des Odenwalds sorgt zudem für gesunde Atemwege. Gefüttert wird nur mit besten Futtermitteln. Diese stammen grundsätzlich aus natürlichen Vorkommen und sind weder von einem Labor noch von Herstellern oder Lieferanten verändert worden. Die Zusammensetzung des Kraftfutters richtet sich nach der Jahreszeit, sowie Alter und Phase der jeweiligen Pferde-Gruppe. Das Heu, teilweise selbst produziert, genügt den allerhöchsten Ansprüchen. Die Pflege der Koppeln erfolgt durch Wechselweide mit ca. 70 Rindern während der Vegetationszeit, wöchentliche Entfernung des Kotes und Nachsaat mit bewährten Gräsermischungen. Wichtiges Ziel ist es, den Koppeln kurze Fress- und lange Ruhezeiten zu gewähren. Die Düngung des Bodens erfolgt nach Bodenproben mit Nährstoffen natürlicher Herkunft.

 

Hier das interessante Video zu 50 Jahre Gestüt Etzean: https://www.youtube.com/watch?v=1F9Ml6KIzwo

Keine Galopprennen im Bremen im September

Im Weser-Kurier vom 10. März ist zu lesen:


Der Bremer Rennverein darf in diesem Spätsommer keinen Galopprenntag im Bremer Osten ausrichten. Der Traditionsklub hatte ursprünglich geplant, im September einen Renntag zu veranstalten und auch einen entsprechenden Antrag bei der Zwischenzeitzentrale (ZZZ), die sich im Auftrag der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) um die Übergangsnutzung des mehr als 30 Hektar großen Areals kümmert, eingereicht. Dieser Antrag wurde jetzt abgelehnt, die Ausrichtung eines Renntags wurde also offiziell untersagt.

 

Keine Galopprenntage mehr in der Bremer Vahr, auch nicht als Zwischennutzung. Dafür hatte sich schon der Regionalausschuss Rennbahngelände auf seiner jüngsten Sitzung Ende Januar dieses Jahres mit klarer Mehrheit ausgesprochen. Den Antrag eingebracht hatten SPD, Grüne und Linke. Das Gremium, das sich aus Vertretern der betroffenen Ortsbeiräte Hemelingen und Vahr zusammensetzt, stellt sich mit seinem Votum gegen den Rennverein, der nach wie vor bemüht ist, ein Teil der Nachnutzung zu sein und an alter Heimstätte wieder Galopprenntage veranstalten möchte.

 

Die Lenkungsgruppe, die die Entscheidungen über die Zwischennutzungsprojekte trifft, hat sich nun diesem Votum angeschlossen und dem Bremer Rennverein schriftlich mitgeteilt, dass der Antrag zur Durchführung eines Renntages am Wochenende 11./12. September abgelehnt wird. Dieser Beschluss, so heißt es in dem Schreiben, wird aufgrund der Empfehlung des Regionalausschusses Rennbahn vom 27. Januar gefasst, keine Galopprennen mehr auf dem Gelände stattfinden zu lassen. „Die Lenkungsgruppe sah keinen zwingenden Grund, diese Empfehlung zurückzuweisen“, sagte Oliver Hasemann von der ZZZ, die im Auftrag des Wirtschaftsressorts handelt. Die lokale Verankerung sei ein Kriterium für Projekte, und die gute Zusammenarbeit mit dem Regionalausschuss und den Beiräten sei für alle Akteure wichtig, so Hasemann.

 

„Man will uns nicht, das ist pure Ablehnung“, sagte Frank Lenk, der Präsident des Bremer Rennvereins, in einer ersten Reaktion. Und er sagte auch: „Das Vorgehen ist respektlos.“ Die Empfehlung des Beirates sei aus seiner Sicht ein abgestimmtes Vorgehen, „das ist doch kein Zufall.“ Der Rennverein werde die Ablehnung der  Veranstaltung so nicht akzeptieren, darüber herrsche Einigkeit im Vorstand, betonte Lenk. Man werde diese Absage rechtlich prüfen lassen und Widerspruch einlegen. „Das ganze Konstrukt ist nicht stimmig“, sagte Frank Lenk. „Wer entscheidet denn darüber, wer was darf und wer nicht? Die Zwischenzeitzentrale? Die Lenkungsgruppe? Der Runde Tisch?“ Der Rennverein, das sagte Lenk auch, habe an allen Seiten brav mitgewirkt und Nachfragen von verschiedenen Ebenen zum Konzept und zur Durchführung stets beantwortet. „Die Dinge vermischen sich. Da sollte man erst einmal die Zuständigkeiten klären.

 

Andreas Sponbiel, der Sprecher der Bürgerinitiative, die sich für den Volksentscheid und damit für den Erhalt des Areals stark gemacht hat, zeigte sich nach eigenen Angaben „schockiert“. Der Renntag sei aus seiner Sicht auf Zuruf des Regionalausschusses abgesagt worden, erklärte Sponbiel. „Ausgerechnet den Galoppsport auf der Rennbahn auszugrenzen, das gehört sich nicht. Das ist Comedy pur!“

 

Hier der komplette Artikel: https://www.weser-kurier.de/sport/bremen-sport_artikel,-aerger-um-die-rennbahn-in-der-bremer-vahr-_arid,1963652.html

Andreas Tiedtke: "Keine Nenngelder für Nichtstarter"

Im Livestream von Deutscher Galopp beim Renntag am 7. März in Dortmund nahm der dortige Rennvereinspräsident Andreas Tiedtke auch zur aktuellen Problematik durch die neue Herpesvirus-Impfregelung Stellung. Kurzfristig konnten deshalb 18 Pferde nicht starten. "Die Trainer können ja nichts dafür, da es bisher keine Impfpflicht gab", kündigte Tiedtke an, dass deshalb auch für diese Nichtstarter keine Nenngelder abgebucht werden. Auch bei den bei Nichtstartern obligatorischen, allerdings reduzierten Reitgeldern wolle man nach einer Lösung suchen.

 

Der Vorstand von Deutscher Galopp werde zudem gleich am Montag darüber diskutieren, wie der deutsche Galopprennsport mit der Impfproblematik für die nächsten Renntage umgehen könne. "Wir müssen eine Lösung für die Pferde finden, die nicht so schnell geimpft werden können", deutete Tiedtke an, dass dabei vielleicht ein PCR-Test für eine Startmöglichkeit sorgen könnte.

 

Eine korrekte Impfung der Rennpferde ist durch eine notwendige Grundimmunisierung mit zwei Impfungen erst innerhalb von mindestens 21 Tagen erreicht. Zudem gibt es nach jeder Impfung bei den Rennpferden nach der Rennordnung eine Schutzzeit von acht Tagen bis zur nächsten Teilnahme an einem Rennen.

Rennordnungsüberarbeitung: Unterstützung erwünscht

Quelle: Deutscher Galopp vom 14. Januar 2021

 

Derzeit befasst sich im Auftrag des Vorstands von Deutscher Galopp e. V. eine Arbeitsgruppe mit der Überarbeitung der Rennordnung. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

 

Dabei geht es nicht um eine Generalrevision, eine Strukturänderung oder gar darum, das sprichwörtliche Rad neu zu erfinden. Vielmehr soll erreicht werden, dass diejenigen Regelungen der Rennordnung optimiert werden, die sich im Rennalltag als unpraktisch oder wenig sinnvoll erwiesen haben. Dafür möchten wir gerne auf die „Schwarmintelligenz“ des Rennsports und möglichst viele einzelne Erfahrungen verschiedener Akteure zurückgreifen.

 

Alle am Rennsport Beteiligten sind deshalb herzlich eingeladen, uns Hinweise zu geben, welche Nummern der Rennordnung möglicherweise überarbeitet werden sollen oder welche Erfahrungen sie gemacht haben. Zu diesem Zweck haben wir eine Email-Adresse eingerichtet, an die Sie Ihre Vorschläge und Anmerkungen richten können. Die Arbeitsgruppe wird sich mit Ihrem Input dann intensiv auseinandersetzen und diesen in die Überlegungen zur Neufassung aufnehmen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht jede Eingabe werden beantworten können. Es versteht sich von selbst, dass die Vorschläge der Arbeitsgruppe nach Diskussion im Vorstand dann der Mitgliederversammlung zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden.

 

Ihre Vorschläge und Anmerkungen richten Sie bitte bis spätestens 15. März an folgende Email-Adresse: rennordnung@deutscher-galopp.de.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mithilfe und Ihr Mitdenken.

"Aus" für Galopprennen in Neuss scheint endgültig

Quelle: GaloppOnline vom 5. März 2021

 

Am Donnerstag, 4. März, ist der Beteiligungsausschuss der Stadt Neuss in einem "Zoom Meeting" zusammengekommen. Dort war der Galopprennsport nicht mehr Thema. Marc Troellsch, Präsident des Rennclubs Neuss-Niederrhein: „Laut telefonischer Aussage von Herrn Sturm von Neuss Marketing GmbH ist für Bürgermeister Breuer das Thema Galopprennsport in Neuss endgültig abgeschlossen. Dies hat Herr Breuer in dem Meeting verkündet.“

 

Am Freitag erreichte Troellsch eine offizielle Email von Neuss Marketing, in der es laut des Präsidenten heißt: „In der gestrigen Gesellschafterversammlung ist der „Galopprennsport“ nicht mehr thematisiert worden. Unsererseits wird es demnach keine Gespräche zu einer Wiederaufnahme der Renntage geben."

 

Zum offenbar nun tatsächlich drohenden Ende des Rennsports in Neuss hat der Rennclub-Präsident Marc Troellsch ein Statement abgegeben:

 

„Eine positive Entscheidung oder Mitteilung für unseren Verein und für den Galopprennsport in Neuss war durch die neue Mehrheit von Rot/Grün plus nicht zu erwarten. Wir haben fast 15 Monate mit viel persönlichem Engagement gekämpft und alle Voraussetzungen für einen Neubeginn mit einem neuen Galoppclub in Neuss erfüllt. Es braucht aber auch von politischer Seite Unterstützung oder zumindest eine städtische Führung, die einem Galopprennverein das Leben nicht zusätzlich schwer macht. Wir hätten eine Chance verdient gehabt. Auch weil es momentan keine Alternativen für den Rennbahnpark in Neuss gibt.“

 

Troellsch weiter: „Die neue Koalition von SPD und Bündnis90/Die Grünen um Bürgermeister Breuer macht einen Riegel davor. Es macht für uns auch jetzt keinen Sinn, unter diesen Umständen weiter zu kämpfen. Nach 145 Jahren Galopprennsport in Neuss wurde mit dem neuen Koalitionsvertrag von Rot/Grün - der Galopprennen kategorisch ausschließt - eine Fortführung begraben. Das Verständnis dafür fehlt uns vollständig.“

 

Im Folgenden zieht Troellsch dann wohl auch den Schlussstrich unter die Aktivitäten: „Ich möchte mich und im Namen des Galoppclub Neuss Niederrhein e.V. bei denen bedanken, die uns in den letzten Monaten in jeglicher Form unterstützt haben. Es sollte nicht sein und wir hatten am Ende keinen Einfluss darauf. Zum Schluss wünsche ich allen Rennvereinen und dem gesamten Galopprennsport in Deutschland für die Zukunft viel Kraft und alles Gute. Die aktuelle schwere Krise kann nur mit einem starken Zusammenhalt und Unterstützung vieler Galopprennsportfreunde überwunden werden."

Neue Renntermine 2021 im Südwesten

Pressemitteilung des Verbands Südwestdeutschen Rennvereine vom 25. Februar 2021

 

Im Südwesten wird es am 30. April einen zusätzlichen Renntag geben. Der Terminplan des deutschen Galopprennsports wies coronabedingt bis Mitte Juni lediglich zwei Veranstaltungen am 23. Mai (Pfingstsonntag) in Saarbrücken und am 3. Juni (Fronleichnam) in Mannheim für diese Region auf. Ausgehend von einer Initiative von Jockey Tommaso Scardino wird nun am 30. April (Freitag) in Mannheim ein weiterer Südwest-Renntag stattfinden. Der ursprüngliche Plan, diesen Renntag in Haßloch abzuhalten, konnte nicht realisiert werden, da das im Herbst frisch eingesäte Geläuf zu solch einem frühen Zeitpunkt wegen der fehlenden Grasnarbe noch nicht renntauglich gewesen wäre.

 

Jockey Tommaso Scardino stieß mit seiner Idee beim Verband Südwestdeutscher Rennvereine auf fruchtbaren Boden. So war es möglich, innerhalb kurzer Zeit ein Konzept für die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Am Ende kam eine große Solidarität im Südwesten zutage, wobei es für Interessierte immer noch möglich ist als Sponsor eines solchen Renntages mit entsprechender Beteiligung aufzutreten. Der Badische Rennverein Mannheim-Seckenheim wird für den 30. April insgesamt sechs Rennen ausschreiben und hofft auf rege Beteiligung der Ställe.

 

Der Terminkalender im Südwesten erfuhr in den vergangenen Tagen weitere Ergänzungen, die nun konkret sind. So wird es am 1. August den ersten Renntag auf dem neuen Geläuf in Haßloch geben. Erstmals werden mittels des französischen Wettanbieters PMU einige der Rennen aus Haßloch nach Frankreich übertragen. Ursprünglich war der Termin für Miesau reserviert. Der dortige Rennverein wechselt nun auf den 7. August (Samstag). Ebenfalls neu taucht Zweibrücken am 22. August in der Terminliste auf, nachdem der April-Renntag abgesagt werden musste.

 

Noch in der Schwebe befinden sich die Iffezheimer Renntermine. Derzeit läuft der Entscheidungsprozess, wer die Bahn künftig betreiben wird.
Erst danach kann über die endgültigen Renntermine entschieden werden.


Renntermine im Jahre 2021 für den Bereich des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine:

Fr 30.04. Mannheim
So 23.05. Saarbrücken
Do 03.06. Mannheim
So 20.06. Meißenheim
So 27.06. Zweibrücken
So 11.07. Blieskastel
So 25.07. Erbach
So 01.08. Haßloch
Sa 07.08. Miesau
So 15.08. Saarbrücken
So 22.08. Zweibrücken
So 19.09. Billigheim
So 26.09. Mannheim
So 03.10. Honzrath
Sa 23.10. Mannheim

Ab zehn Starter mehr Geld vom Düsseldorfer Reiter- und Rennverein

Pressemitteilung des Düsseldorfer Reiter- und Rennverein vom 12. Februar 2021

 

"Gemeinsam mit dem Dachverband Deutscher Galopp e.V. wurden nun die Ausschreibungen bis Ende Mai festgelegt. Dabei gibt es einige Neuerungen. Neben der Initiierung einer Serie von Verkaufsrennen werden auch Altersgewichtsrennen mit GAG-Beschränkung aufgenommen. Zudem möchte der Verein die Aktiven mit einer Prämie unterstützen und erhöht die Rennpreise in allen Rennen außer Blacktype-Rennen um 1.000 Euro, sobald mehr als 9 Starter angegeben wurden.

 

Durch die Übernahme der „Badener Meile“ erweitert der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein seine Karte am Königsallee-Renntag mit den 101. German 1000 Guineas in diesem Jahr um ein weiteres Gruppe-II-Rennen, was diesen Renntag mit einem Listenrennen und ein Agl. I zu einem echten sportlichen Highlight macht. „Wir freuen uns sehr, als eine von vier Rennbahnen ein Rennen des Frühjahrs-Meetings übernehmen zu können. Auch wenn wir gewiss alle hoffen, dass es in Iffezheim bald wieder Rennen geben wird. Der Fokus am Königsallee-Renntag liegt natürlich auch in diesem Jahr auf dem Klassiker 1000 Guineas, für die der volle Rennpreis, immerhin 125.000 Euro zzgl. Züchterprämie, ausgeschrieben wird“, so DRRV-Präsident Peter M. Endres.

 

„Gerade die aktuellen Zeiten stellen alle Beteiligten im Rennsport vor große Herausforderungen. Wir möchten aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern gerade jetzt neue Angebote an die Trainer und Besitzer machen“ sagt DRRV-Vize-Präsident Klaus Allofs. Durch die neu gestalteten Altersgewichtsrennen werden auch Pferde angesprochen, die zwischen zwei Handicap-Klassen liegen. Durch die GAG-Beschränkung wird ein ungünstiges Ungleichgewicht im Starterfeld vermieden. Die Verkaufsrennen für 3-jährige Pferde zu Anfang des Jahres bieten eine gute Gelegenheit für Käufer, die ihren Rennstall mit über den Winter gut trainierten Rennpferden ergänzen und direkt in die aktive Saison starten möchten, ganz nach dem Motto ‚Heute kaufen, morgen schon in neuen Farben laufen‘.

 

Die deutschlandweiten Mindestrennpreise liegen zwar über den halbierten Rennpreisen des vergangenen Jahres, sind zum Normalwert aber immer noch reduziert. Dies wurde vom Vorstand des Deutschen Galopp e.V. beschlossen, um Renntage weiterhin möglich zu machen, auch wenn noch nicht feststeht, wie sich Buchmacher und andere Unterstützer aus dem letzten Jahr nun verhalten.

 

Düsseldorf Galopp glaubt aber weiter an einen stabilen Wettmarkt und die Attraktivität der deutschen Rennen – vor allem bei vollen Starterfeldern. „Wir möchten die Trainer und Besitzer an einer Erhöhung der Attraktivität der Rennen teilhaben lassen. Daher wird der Rennpreis in allen Rennen, die bei der Starterangabe 10 Nennungen und mehr erreichen, um 1.000 € (Verteilung 500, 250, 150, 100 €) erhöht. Da wir gerade zu Beginn des Jahres von vollen Starterfeldern ausgehen, hoffen wir diesen Betrag möglichst oft ausschütten zu können“, so Klaus Allofs. Ausgenommen sind lediglich Blacktype-Rennen, so dass die Regelung insgesamt 40 Rennen betrifft. „Wir hoffen sehr, dass diese neuen Angebote gut angenommen werden und freuen uns sehr über weitere Anregungen für die Gestaltung des Rennkalenders von den Trainern und Aktiven. Sowohl der Vorstand als auch die Geschäftsstelle sind dafür ansprechbar!“

Bemühungen um Galopprennen in Baden-Baden gehen weiter

Quelle: GaloppOnline vom 12. Februar 2021

 

Die Zeichen auf eine positive Lösung für die Zukunft der Galopprennen in Iffezheim mehren sich. Unter dem Arbeitstitel Baden Galopp forciert der Mannheimer Bau-Unternehmer Peter Gaul gemeinsam mit dem dortigen Rennvereinspräsidenten Stephan Buchner die Überlegungen zum Einstieg auf der Iffezheimer Rennbahn. Das berichtet unter anderem das Badische Tagblatt, Verbands-Präsident Michael Vesper hat das am Freitag bestätigt.

 

„Es gibt dazu sehr konstruktive Gespräche. Darüber hinaus gehen auch die Gespräche mit der Turniersport-Initiative weiter“, so Vesper. Diese ziele darauf ab, Springreiten und Dressur in Iffezheim zu etablieren, „verträglich mit den Galopprennen.“ Der Turniersport könnte Unterpächter der Betreiber der Rennen sein, aber hier sind auch noch andere Modelle denkbar. Es sei zudem ein Förderverein in Planung, der die Einbindung der Region sicherstellen soll, über diesen würde die lokale Initiative um Ex-Bürgermeister Peter Werler und Unternehmer Martin Kronimus mit ins Boot kommen.

 

„Das ist der jetzige Informationsstand, es kann noch kein Vollzug gemeldet werden“, so der Galopper-Präsident weiter. „Der Vorstand von Deutscher Galopp unterstützt alle Bemühungen mit vollem Herz und voller Kraft.“

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2020

Mülheim, 6. Dezember

  • Fabienne Gratz – Baron Mayson

Mons, 10. Dezember

  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Deauville, 12. Dezember

  • Hella Sauer – Gold Lake

Dortmund, 20. Dezember

  • Olga Laznovska – Andorre
  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb

Bürgerinitiative kämpft weiter um Galopprennen in Bremen

Quelle: GaloppOnline vom 15. Februar 2021

 

Anlässlich eines neuerlichen Runden Tisches zur Zukunft des Geländes der Bremer Rennbahn hat die Bürgerinitiative erneut Position bezogen. Man lehnt eine Festlegung auf bestimmte Nutzungen weiter ab. Zuletzt hatten Lokalpolitiker beschlossen, Zwischennnutzungen für Galopprennen zu untersagen. Der Beschluss ist indes nicht bindend. Diese Festlegung hatte allgemein für Erstaunen gesorgt. Für den Herbst ist in Bremen ein Renntag geplant. Die Bürgerinitiative positioniert sich laut Sprecher Andreas Sponbiel nach wie vor und völlig uneingeschränkt pro Galopprennsport.

 

Der Runde Tisch existiert seit vergangenem Frühjahr. Der Weser-Kurier berichtet über dieses Gremium wie folgt: „Es versammelt diverse Akteure, die ein Interesse an der langfristigen Entwicklung des gut 30 Hektar großen Geländes haben – neben der Bürgerinitiative sind das unter anderem der Regionalausschuss der Beiräte Hemelingen und Vahr, die Initiative Grünes Bremen, die Betreiber des Atlantic-Hotels und Vertreter diverser Behörden sowie Sportvereine.“

Wichtige Infos aus dem Wochenrennkalender vom 2. Februar

Quelle: Deutscher Galopp, Wochenrennkalender vom 2. Februar 2021

 

Starts in Belgien


Für Starts in Belgien wird empfohlen, die in untenstehendem Link auszufüllende "ehrenwörtliche Erklärung" bei jeder Reise mitzuführen, da mit Kontrollen an der Grenze oder auch in Belgien zu rechnen ist und die notwendige Reise aus rein beruflichen
Gründen dokumentiert wird. https://travel.info-coronavirus.be/de/notwendige-reise-ehrenwortliche-erklarung

 

Identitätsüberprüfung der Pferde


Aus gegebenem Anlass werden die Trainer gebeten, bei Übernahme eines Pferdes in ein Trainingsverhältnis, die Identität anhand des Pferdepasses zu überprüfen und im Pferdepass abzuzeichnen. Bei Differenzen zu den Abzeichen ist ein aktuelles Abzeichendiagramm zusammen mit dem Pferdepass der Zuchtabteilung zur Korrektur einzureichen. Diese Identitätsüberprüfung dient der eigenen Sicherheit des Trainers, das richtige Pferd in den Stall bekommen zu haben und ist gem. Anlage 1 (9) der Rennordnung eine Verpflichtung, die bei Unterlassung eine Gebühr von 50 Euro nach sich zieht.


Außerdem wird darauf hingewiesen, dass vor dem ersten Start eines Pferdes die Identität durch einen Tierarzt im Pferdepass mit Datum, Unterschrift und Stempel zu bestätigen ist (Anlage 1 14-17 der RO). Sollte eine fehlende Überprüfung am Renntag festgestellt werden, wird auch in diesem Fall eine Gebühr von 50 Euro fällig.

France Galop erhöht rückwirkend "Corona"-Dotierungen 2020

Quelle: GaloppOnline vom 27. Januar 2021

 

Gute Nachricht kommt aus Frankreich. Denn da der Gewinn der PMU in den Monaten November und Dezember deutlich besser ausfiel als kalkuliert, revidiert France Galop seine Prognose für das Nettoergebnis Ende Dezember 2020 von plus acht, auf plus 15 Millionen Euro. Da sich France Galop verpflichtet hat, die Überschüsse für das Jahr 2020 auszuschütten, werden deshalb alle Rennen, die in Frankreich zwischen dem 11. Mai und dem 31. Dezember gelaufen wurden, was Dotierung, Besitzer-, und Züchterprämie angeht neu bewertet.

 

In dem betreffenden Zeitraum waren die Rennpreise um 5 Prozent gekürzt worden. Insgesamt hat man im Nachbarland 2020 zwanzig Prozent weniger an Rennpreisen ausgeschüttet als 2019, was in der zweimonatigen Pause und dem Ausfall von Renntagen seine Ursache hat.

Link zum digitalen Züchtertreff im Gestüt Röttgen

Ein digitaler Züchtertreff im Gestüt Röttgen wurde am Sonntag, 24. Januar, im Netz gezeigt. Viele Informationen, u.a. Vorträge von Dr. Andrée Böhmer (Tierklinik Telgte) und Frederic E. Barrelet (Rossdales Newmarket), wurden transportiert. Zudem gab es einen Blick hinter die Kulissen bei Trainer Markus Klug, der einige seiner Cracks für das Jahr 2021 präsentierte.

 

Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=R1bak0FpHPY&feature=youtu.be

Bekanntmachung zur Rennwettsteuer-Rückerstattung erfolgt

Quelle: GaloppOnline vom 27. Januar 2021

 

Der letzte bürokratische Akt zum Inkrafttreten der neuen Fassung des Rennwett- und Lotteriegesetzes ist bewältigt. Der Weg ist damit frei für die Rennwettsteuer-Rückerstattung an die Rennvereine auf Umsätze, die bei Buchmachern mit Auslandssitz auf deutsche Rennen getätigt werden. Viele Jahre hatte der Rennsport steuertechnisch an diesen nicht partizipiert. Die entsprechende Änderung, der jüngst die EU-Kommission zugestimmt hat, ist im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und erlangt damit zum 17.12.2020 ihre Anwendungswirkung.

 

Die Bekanntmachung erfolgte durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am 18. Januar 2021.

Beiräte des Regionalausschuss gegen Galopprennen in Bremen

Der Weser-Kurier veröffentlichte am 29. Januar einen Artikel zur Sitzung des Regionalausschusses Rennbahngelände, der sich auch mit der Frage befasste, ob es zukünftig noch Galopprennen in Bremen geben soll.

 

Hier der Artikel: www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-beiraete-wollen-keine-weiteren-pferderennen-auf-bremer-rennbahngelaende-_arid,1956455.html

Sitzung vertagt - weiter Fragezeichen um Galopp in Neuss

Quelle: GaloppOnline vom 26. Januar 2021

 

Am Mittwoch, 27. Januar, sollte im Beteiligungssausschuss der Stadt Neuss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob der neue Rennclub die Bahn nutzen darf. Vertrag mit dem Rennclub Neuss Niederrhein ja oder nein, das ist die zu entscheidende Frage. Diese ist nun vertagt worden. Corona-bedingt ist die Sitzung abgesagt worden, der früheste Nachholtermin ist der 4. März. Neuss Marketing hat Rennclub-Präsident Marc Troellsch über diese Verlegung informiert.

Besitzertrainer fördern wieder Galopprennsport

Der Verein Deutscher Besitzertrainer möchte auch 2021 den deutschen Galopprennsport im Rahmen seiner Möglichkeiten wieder finanziell unterstützen. Die Mittel kommen aus den Beiträgen der über 430 Vereinsmitglieder.


Erstmals plant der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer mit einem Fördervolumen von über 10.000 €. „Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit leider zahlreichen Veranstaltungsabsagen sind viele unserer Fördermaßnahmen 2020 nicht zum Tragen gekommen. Der Besitzertrainer-Cup musste sogar komplett gestrichen werden. Deshalb haben wir beschlossen, für 2021 mehr Geld zur Verfügung zu stellen“, so die 1. Vorsitzende Karen Kaczmarek.


Konkret bedeutet dies, dass für Zuschüsse von Rennen verschiedener Rennvereine bis zu 7.500 € eingeplant werden. „Wir wollen aber dabei auf die aktuelle Corona-Situation reagieren“, betont Armin Weidler als 2. Vorsitzender. Wurden bisher immer fünf Rennvereine mit je 1.000 € unterstützt, sollen jetzt Veranstaltungen die ohne Zuschauer stattfinden müssen, mit 1.500 € bedacht werden. „Sollte die Pandemie überwunden sein, was wir uns alle natürlich möglichst schnell wünschen, beträgt der Zuschussbetrag wie in den Vorjahren 1.000 €“, erklärt Armin Weidler.


Das Geld soll überwiegend in Basisrennen fließen. Eine Bewerbung um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich. „Bis zum 31. Januar 2021 können noch Anfragen der Rennvereine schriftlich oder per E-Mail an uns gerichtet werden. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2021 mit einem Zuschuss vom Verein Deutscher Besitzertrainer rechnen kann“,  ergänzt Karen Kaczmarek.  Die Kontaktadresse lautet: Verein Deutscher Besitzertrainer, Karen Kaczmarek, Untere Hofbreite 19, 38667 Bad Harzburg, E-Mail besitzertrainer@t-online.de.


Mit insgesamt 2.600 € ist bei der fünften Auflage im kommenden Jahr erneut der Besitzertrainer-Cup dotiert. In der Siegerliste stehen bisher Monika Lindemann (2016), Horst Rudolph (2017), Daniel Paulick (2018) und Anna Schleusner-Fruhriep (2019). „Auf welchen Bahnen wir 2021 den Cup mit seinen voraussichtlich sechs Wertungsrenntagen austragen, werden wir festlegen, sobald die Renntermine veröffentlicht sind“, weist Karen Kaczmarek darauf hin, dass durch Corona auch hierbei Änderungen leider nicht ausgeschlossen werden können. Die Austragungsorte werden durch Pressemitteilungen und auf der Homepage www.verein-deutscher-besitzertrainer.de veröffentlicht. Beim  Besitzertrainer-Cup werden Sieger und Platzierte über ein Punktsystem nach den jeweiligen Platzierungen ermittelt.

Gossens will Krefelder Standort nach vorne bringen

Quelle: GaloppOnline vom 24. Januar 2021

 

Der Galopprennsport in Krefeld könnte in den kommenden Monaten und Jahren einen Sprung nach vorne machen. Seit dem 1. Januar ist Bernd-Robert Gossens der Pächter der Trainingsanlage, der Geläufe und zahlreicher Gebäude auf der Rennbahn im Stadtwald, in dieser Rolle der Nachfolger der stadteigenen Wohnstätten GmbH, die sich, um es gelinde auszudrücken, nicht immer dem Rennsport verbunden zeigte. In einem Interview mit der Sport-Welt sagt Gossens: „Man kann das Licht ein bisschen heller scheinen lassen und vor allem auch den Trainingsstandort nach vorne bringen.“

 

Aktuell stehen rund 70 Pferde in den Boxen. „In Sachen des Trainingsstandortes sehe ich 200 Boxen, das würde uns natürlich richtig voranbringen. In Summe stehen wir bei 350 Boxen, aber die Gastboxen für die Renntage müssen wir natürlich aus der Gesamtsumme herausrechnen. 150 Boxen möchte ich für die Renntage frei lassen.“ Diese Renntage bleiben unter der Verantwortung des Krefelder Rennclubs.

 

Trainerin Erika Mäder, seit Jahren in Krefeld ansässig, ist froh über die Veränderungen, sagte der Westdeutschen Zeitung in einer Stellungnahme: „Wir waren die ungeliebten Kinder der Wohnstätten-Gesellschaft. Es wurde nach vielen Beschwerden immer nur wenig bis nichts gemacht, es ist sehr viel hier vergammelt. Gossens hat in kurzer Zeit schon Vieles bewegt.“

Gelungener Seminarauftakt 2021 für Akademie Deutscher Galopp

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 22. Januar 2021

 

Am 21. Januar fand das erste Seminar der „Akademie Deutscher Galopp“ statt. Das Thema des Abends war „Sponsoring – Tipps für Unternehmer und Rennvereine“. Mit 14 Anmeldungen war dies ein erfreulicher und erfolgreicher Start der Akademie Deutscher Galopp, die zukünftig neben der Besitzertrainerausbildung ein breites Weiterbildungsangebot für die Rennsportgemeinde organisiert.

 

Referent Alexander Franke nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise durch seine umfassenden Erfahrungen als Unternehmer/Sponsor und Rennsportenthusiast. Zahlreiche Praxisbeispiele gaben wichtig Impulse von der Sponsorengewinnung, Sponsorenbindung zur Schaffung echter WIN-WIN-Situationen. Der 2-stündige Impulsvortrag war gefolgt von einer weiteren Stunde angeregten Erfahrungsaustausches der Teilnehmer. Am Ende gab es viel positives Feedback.

 

Nastasja Volz-Degel / Ohlerweiherhof:
„Ich war sehr erfreut zu sehen, dass es endlich – neben der Besitzertrainerausbildung - ein Seminarangebot für unseren Sport gibt und hoffe sehr, dass dies weiterhin gut angenommen wird. Ich empfinde es als riesen Bereicherung! Das aktuelle Angebot finde ich sehr spannend, sodass ich mich neben dem Sponsoring-Seminar auch direkt für das Seminar zum Thema „Blutbilder beim Pferd – verstehen und lesen am 30.01.2021 angemeldet habe. Der gestrige Abend, zusammen mit dem anschließenden Austausch war sehr interessant.“

 

Johann-Heinrich Riekers / Schatzmeister Hamburger-Rennclub:
„Ich habe sehr, sehr viel aus dem Seminar mitgenommen. Die Interaktion war toll! Infos rund um das Sponsoring – wie spreche ich einen Sponsor zielgerichtet an aber vor allem wie begeistere ich ihn von dem Sport – wurden für mich bestens erklärt. Alles in allem war der Abend super spannend und ich freue mich auf den regelmäßigen Austausch untereinander.“

 

Andrea Höngesberg / Düsseldorfer Reiter- und Rennverein:
„Ich konnte nochmal viele inspirierende Impulse zum Sportsponsoring mitnehmen. Sehr wertvoll fand ich auch den Austausch mit den anderen Rennvereinen. Davon gerne mehr.“

 

Christian Sauer / Marketingleiter RaceBets:
„Super Start für die Akademie. Es ist eine tolle Plattform für den deutschen Rennsport, welche unbedingt voran gebracht werden muss! Das gestrige Seminar war super, sowohl die Anzahl der Teilnehmer als auch der Teilnehmerkreis. Alexander Franke, als Referent, ist hier positiv zu erwähnen.“

 

Die Akademie Deutscher Galopp blickt voller Zuversicht und mit viel Energie in die Zukunft!

Keine Parallelveranstaltungen bis zum 12. Juni

Tragende Rennen des Frühjahrsmeetings in Iffezheim auf anderen Bahnen

Quelle: Deutscher Galopp vom 20. Januar 2021

 

Der Vorstand von Deutscher Galopp hat auf seiner gestrigen Sitzung (19. Januar 2021) wichtige Entscheidungen getroffen:

 

Deutscher Galopp ist im vergangenen Jahr vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen. Er konnte als erster Sport in Deutschland und Europa wieder veranstalten – wenn auch ohne Zuschauer – und tut dies seither ohne Unterbrechung. Die im Jahr 2019 erstmals seit vielen Jahren wieder gestiegenen Wettumsätze sind stabil geblieben. Auch die übrigen Indikatoren geben Grund zur Zuversicht, dass der Rennsport die seit fast einem Jahr andauernde Krise bestehen kann und wird. Allerdings liegen weitere schwere Monate vor uns, die wir nur in großer Geschlossenheit und oft auch unter Zurückstellung von Einzelinteressen bewältigen können.

• Für die Rennbahn in Iffezheim/Baden-Baden ist nach wie vor noch keine Dauerlösung in Sicht. Der Vorstand bekräftigt erneut, dass das Gelände nicht allein durch die Veranstaltung von Galopprennen (einschließlich des Trainingsbetriebs) wirtschaftlich zu betreiben ist. Daher ist zwingend eine Zweitnutzung erforderlich, die die Rennbahn von den zu tragenden Gemeinkosten (Pacht, Grundsteuer, Pflege, etc.) deutlich entlastet und zugleich den Trainings- und Rennbetrieb nicht beeinträchtigt. Hierfür liegen der Gemeinde zwei Initiativen vor, und es ist an ihr, darüber zu entscheiden, welche im Interesse der Fortführung der Veranstaltung hochwertiger Galopprennen mit ihrer überregionalen und internationalen Ausstrahlung weiterverfolgt werden soll. Deutscher Galopp steht der Gemeinde dabei eng zur Seite und wird sich mit der Unterstützung der Rennsport-Familie und insbesondere der Rennbahnfreunde in der Region dafür einsetzen, dass die Tradition des Rennbetriebs auf der Rennbahn in Iffezheim/Baden-Baden auch weiterhin fortgesetzt wird.

• In der derzeitigen Lage, verschärft durch die Corona bedingten Beschränkungen, ist es leider nicht möglich, den Rennbetrieb in Iffezheim/Baden-Baden bereits im Frühjahr wieder aufzunehmen. Der Vorstand hat die dort vorgesehenen tragenden Rennen Badener Meile (Gr. II), Großer Preis der Badischen Wirtschaft (Gr. II), Silberne Peitsche (Gr. III), Frühjahrspreis (Gr. III), Badener Hotellerie & Gastronomie (Listenrennen) und Diana Trial (Listenrennen) auf andere Rennbahnen verteilt. Er wird alles daran setzen, dass im September und Oktober dieses Jahres wieder Renntage auf der Bahn in Iffezheim/Baden-Baden stattfinden werden.

• Der Vorstand hat überdies die Renntermine nach den Winter-Renntagen bis zum 12. Juni 2021 festgelegt. Dabei hat er einen tragbaren Kompromiss zwischen den Anliegen der Besitzer, Züchter und Rennvereine gefunden. Die Rennpreise sind in dieser Phase um 600.000 Euro bzw. knapp 23% auf 2,1 Mio. reduziert worden. Für das Gesamtjahr ergibt sich eine Planung von 10,6 Mio. Euro, die allerdings angesichts der nicht vorhersehbaren Corona-Entwicklung nach wie vor Unsicherheiten aufweist. Bis zum 12. Juni 2021 werden keine Parallelveranstaltungen abgehalten. Die Renntermine werden in Kürze veröffentlicht werden.

• Die Mitgliederversammlung, die für den 25. Februar 2021 vorgesehen war, wird in Anbetracht der fortdauernden Corona-Beschränkungen auf den Monat März verschoben.

Präsident Dr. Michael Vesper: „Wir werden weiter alles dafür tun, dass ab Sommer wieder Rennen in Iffezheim ausgetragen werden können. Wir sind dazu mit allen Interessensgruppen und Stakeholdern im Gespräch. Es ist offensichtlich, dass eine Zweitnutzung künftig elementar für den Fortbestand des Rennbetriebs ist. Wir werden deshalb die Gemeinde weiter eng begleiten und bieten unsere Beratung und Expertise an.“

Umfrage unter den Top-Besitzertrainern 2020 - Teil 1

Anna-Lena Weidler, Tochter des 2. Vorsitzenden des Vereins Deutscher Besitzertrainer Armin Weidler, hat unter den Top 10 der Besitzertrainern des Vereins in der Saison 2020 eine kleine Umfrage gestartet. Die Fragen lauteten: 1. Wie war die Saison 2020 für Sie?; 2. Was war besonders positiv?; 3. Was war besonders negativ?; 4. Was erhoffen Sie sich für die Saison 2021?

 

Auf dem 1. Platz der Top 10 der Beitzertrainer des Vereins steht Lucien W. J. van der Meulen/Niederlande. Er reichte zum ersten Mal seine Lizenz 2013 ein. Während dieser Zeit gewann er 130 Rennen. Dieses Jahr konnte er 14 Rennen gewinnen. Ende des Jahres 2020 gab er seine Pferde in die Obhut seiner Tochter Romy.

 

Auf dem 2. Platz der Top 10 steht Daniel Paulick. Dieses Jahr konnte er insgesamt  zehn Rennen gewinnen. Derzeit befinden sich sieben Pferde auf seiner Trainingsliste. Hier die Antworten:

 

1. Mit den Ergebnissen unserer Pferde bin ich dieses Jahr sehr zufrieden. Mit zehn Siegen, einigen Platzierungen und einer meist konstant guten Form konnten unsere Pferde uns dieses Jahr besonders stolz machen.

 

2. Natürlich ist jede gute Leistung der Pferde ein tolles Erlebnis. Ein kleines Highlight war es aber schon, als sich Manjolo bei seinem Jahresdebüt direkt siegreich vorstellen konnte. Aber auch Maranero überraschte mit seinen vier Siegen. Auch blieb der 3. Platz von Invincible Really auf etwas zu kurzer Distanz im Agl. 1 und der Sieg von Pasquetta, bei welchem sie von letzter Stelle das gesamte Feld überrollte, in Erinnerung.

 

3. Viel Negatives gibt es über diese Saison nicht zu sagen. Das einzig Negative der Saison 2020 war, dass sich trotz der konstant guten Formen unserer Pferde die gesenkten Preisgelder bemerkbar machten.

 

4. In erster Linie erhoffe ich mir, dass alle Pferde gesund bleiben und sie ihre Bestleistungen abrufen können.

 

Abschließend möchte ich mich auch noch bei unseren Reitern bedanken, die uns die ganze Saison über zuverlässig unterstützt und stets ihr Bestes gegeben haben.

 

Auf dem 3. Platz der Top 10 ist Horst Rudolph zu finden. Seine Lizenz reichte er zum ersten Mal 1983 ein. Dieses Jahr gewann er insgesamt neun Rennen. Auf seiner Trainingsliste befinden sich derzeit sieben Galopper. Hier die Antworten:

 

1. Die Saison war super, mit nur fünf Pferden haben wir neuen Rennen gewonnen.

 

2. Die Siege in Iffezheim mit Irukandji, vor allem der Sieg im Amateurrennen mit dem spanischen Amateurreiter. Trotz das er schwierig ist, haben sie das super gemacht.

 

3. Durch Corona hat sich der Saisonstart etwas verzögert und man musste immer abwarten, wann es den eigentlich los geht.

 

4. Wieder ein erfolgreiches Jahr zu haben. Das die Pferde und auch die Reiter gesund bleiben. Wir starten in die neue Saison mit acht bis neun Pferden und haben einige Hoffnungsträger dabei. Das Aufgebot von 2020 ist dieses Jahr früher in die Pause gegangen, damit wir nächstes Jahr wieder motivierte Pferde an den Start gehen lassen können.

Umfrage unter den Top-Besitzertrainern 2020 - Teil 2

Auf dem 4. Platz der Top 10 der Besitzertrainer des Vereins liegt Anna Schleusner-Fruhriep. Sie reichte ihre Lizenz zum ersten Mal 2012 ein. In dieser Zeit gewann sie 58 Flachrennen und 17 Hindernisrennen. Dieses Jahr gewann sie insgesamt sechs Flach- und zwei Hindernisprüfungen, davon eine in Schweden. Derzeit befinden sich 26 Pferde auf ihrer Trainingsliste. Hier die Antworten:

 

Die Saison 2020 war schon durch die Pandemie sehr niederschlagend,spät angefangen und so geringe Preis, aber trotzdem eine Freude, dass Pferderennen überhaupt stattfanden. Mit unseren Pferden sind wir zufrieden, hatten schöne Erfolge mit Kiss the Wind, Wirbelsturm und Wutzelmann. Der Überraschungssieg von Herr Juergensen hat uns sehr gefreut. Ein sehr großer Tiefschlag 2020 war und ist der Verlust von Apoleon.


Für 2021 erhoffen wir wieder Normalität und das die jungen Pferde sich gut in die Rennen einfinden.

 

Auf dem 5. Platz der Top 10 kam Philipp Berg. Philipp Berg hat zum ersten Mal seine Lizenz 2012 eingereicht innerhalb dieser acht Jahre konnte er 33 Siege erringen. 2020 gewann er sechs Rennen mit insgesamt drei Startern. Gleich fünfmal war die Stute Charlie’s Dreamer erfolgreich. Neben den drei Galoppern hat Philipp Berg noch ein Shetty namens Woody im Stall. Woody ist das Stallmaskottchen. Hier die Antworten:

 

1. Ich bin mit der Saison 2020 im großen und ganzen zufrieden, mit den Leistungen meiner drei Pferde war ich auch sehr oft zufrieden.


2. Ich bin in Paris, Saint Cloud und Deauville gelaufen. Jimmie Lee ist in Frankreich nach einem Jahr Pause direkt in die Geldränge gelaufen. Charlie’s Dreamer gewann den Sprint-Cup in Dortmund und lief unter anderem im Listenrennen in Deauville.


3. Die Einschränkung durch Corona und der verspätete Start in die Saison 2020. Zwei Pferde haben mein Quartier verlassen und sind nun Reitpferde geworden.


4. Ich erhoffe mir, dass alle gesund bleiben. Weiter hoffe ich, dass man Corona in den Griff bekommt und der Rennsport 2021 wieder normal weiter machen kann wie vor Corona. Ich hoffe, dass ich mit meiner treuen Stute Charlie’s Dreamer noch einige Rennen gewinnen kann. Ich hoffe ich bekomme im Laufe der Saison noch ein paar weitere Pferde.

 

Auf dem 6. Platz der Top 10 steht Selina Ehl. Selina Ehl hatte ihre Lizenz zum ersten Mal 2012 eingereicht. Innerhalb dieser acht Jahre konnte sie 33 Siege erringen. Dieses Jahr gewann sie vier Rennen mit insgesamt fünf Startern. Auf ihrer Trainingsliste befinden sich derzeit vier Galopper. Hier die Antworten:


1. Die Saison war sehr schleppend, zumal sie mit einer Verletzung begann. Danach hat es aber langsam seinen Lauf genommen und mein Ziel war es in die Stallparade einzuziehen, das hat auch geklappt.

 

2. Der Sieg in Baden-Baden mit meinem Oldie Noble Fighter und seinem ständigen Begleiter Alex Pietsch und natürlich der Sieg in Honzrath mit Hurricane Harry, den ich selbst geritten habe.

 

3. Negativ war Corona und dass leider teilweise keine Zuschauer auf die Bahn durften. Aber ich denke jeder war froh, dass es überhaupt Rennen gab.

 

4. Das wichtigste ist gesund bleiben, Pferd wie Mensch, und den ein oder anderen Sieg mit nach Hause zu nehmen.

 

Auf Platz 7 der Top 10 ist Anja Kleffmann. Anja Kleffmann reichte ihre Lizenz zum ersten Mal 2017 ein. Innerhalb von den drei Jahren konnte sie insgesamt fünf Rennen gewinnen. Dieses Jahr konnte sie vier Siege feiern, für die immer die Stute Parmenter sorgte. Derzeit befindet sich kein Pferd auf ihrer Liste.

Umfrage unter den Top-Besitzertrainer 2020 - Teil 3

Auf dem 8. Platz der Top 10 der Besitzertrainer ist Armin Weidler. Armin Weidler reichte seine Lizenz zum ersten Mal 1991 ein. Dieses Jahr konnte er mit seinen Schützlingen insgesamt drei Rennen gewinnen. Derzeit befinden sich vier Pferde auf seiner Trainingsliste. Neben den Galoppern steht noch das Pony Lutz als Maskottchen im Stall. Hier die Antworten:

 

1. Jeder würde sagen, das Jahr 2020 war ein Jahr zum Vergessen. Sportlich gesehen konnten unsere Pferde im Vergleich zu 2019 bei ca. der Hälfte an Starts auch die Hälfte an Preisgeldern gewinnen und dies trotz oft halbierter Dotierungen. Während des ersten Lockdowns konnten wir uns etwas intensiver um unsere Vierbeiner kümmern. Das war in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass die Präsenzpflicht in der Schule und beim Studium aufgehoben war und so meine Arbeitsreiter Anna-Lena (meine Tochter) und Marie Hannibal, die schon zur Familie gehört, mehr Zeit im Stall und zum Trainieren hatten und dies zusammen mit meiner Frau Cornelia, ohne deren täglicher Einsatz einiges nicht möglich gewesen wäre.  Während ich mich um die vollen Auftragsbücher meiner Dachdeckerei kümmern musste. So konnten wir gleich nachdem wieder Rennen veranstaltet wurden mit zwei 2. Plätzen und dem Sieg in Dresden von Never in Doubt in die Saison starten. Die Siege von Best of Heaven und Never in Doubt in Mülheim rundeten die Jahresbilanz ab. Bei den oft weiten Anreisen zu den Rennbahnen Köln, Dresden, Mülheim, Hamburg, Magdeburg waren meine Schwester Anette bzw. Erwin Bulle und Peter Orth bereit, die Strapazen als 2. Fahrer auf sich zu nehmen, sowie Bärbel Orth zum Führen der Pferde immer abrufbereit war.


2. Jeder der drei Siege war ein schönes Erlebnis. Jedoch im Nachgang ist für mich der Sieg von Never in Doubt in Dresden der Emotionalste. Nicht weil Never in Doubt seine mehr als 2-jährige Durststrecke beendet hat, sondern weil hier Filip Minarik sein letzten Sieger für uns geritten hat.

 

3. Der Ausfall vieler Renntage und die gekürzten Rennpreise sind oft nur bedingt nachvollziehbar und sehr bedauerlich. Wie auch, dass die meisten Veranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden mussten. Leider musste auch die Rennwoche in Bad Harzburg abgesagt werden, bei der wir schon seit ca. 30 Jahren wie zu Hause sind. Freunde, mit denen man sich seit Jahrzehnten immer auf der Rennbahn trifft, konnte man nicht treffen oder nur im Livestream sehen.

 

4. Ich hoffe 2021 bleiben Mensch und Tier gesund, und wir können uns alle wieder auf der Rennbahn treffen.

 

Auf dem 9. Platz der Top 10 steht Michael Alles. Michael Alles reichte seine Lizenz zum ersten Mal 2005 ein. Während dieser Zeit konnte er insgesamt 18 Mal siegen. Dieses Jahr gelangen ihm drei Siege. Derzeit befinden sich zwei Pferde auf seiner Trainingsliste. Hier die Antworten:

 

Ich war mit der zurückliegenden Saison sehr zufrieden, drei Siege bei zwei Pferden, verbunden mit schönen Erinnerungen, können sich sehen lassen. Besonders die beiden Mannheim Siege von Ensign Ewart haben Laune gemacht, die Saison für Any Smile lief nach hoffnungsvollem Beginn nicht ganz rund. Ensign Ewart wurde in seinen zwei Jahren in Deutschland behutsam aufgebaut, da hat man trotz der drei Treffer noch nicht alles gesehen. Any Smile sollte auch Möglichkeiten haben sowohl auf Sand als auch auf Gras zu punkten.


Da ich bewusst schon nach der Großen Woche die Pferde in die Pause geschickt habe, werde ich früh im Januar auf der Sandbahn mit zwei frischen Pferden beginnen. Beide haben ihre Sandeignung bewiesen, Dortmund war die letzten Jahre immer mit Erfolg meinerseits verbunden, wir sind optimistisch und peilen das Vorjahresergebnis an.

 

Auf dem 10. Platz der Top 10 befinden sich zwei Besitzertrainerinnen. Eine davon ist Isabell Kreger. Isabell Kreger reichte zum ersten Mal ihre Lizenz 1999 ein. Insgesamt konnte sie bisher sieben Rennen gewinnen. Dieses Jahr schaffte sie drei Treffer. Derzeit befinden sich acht Pferde auf ihrer Trainingsliste. Hier die Antworten:

 

1. Die „Corona Saison“ war hart, aber  insgesamt auch recht erfolgreich. Immerhin hat es noch für drei Siege und mehrere Platzierungen gereicht.


2. Der Doppelsieg mit Vinnie Wish und Queen Beauty in Iffezheim. Aber jeder Sieg und auch jede Platzierung ist ein schönes Erlebnis und belohnt einen für die harte Arbeit.

 

3. Die Einschränkungen durch Covid19 und insbesondere der Lockdown im Frühjahr. Auch wenn wir froh sein können, in dieser Zeit den Rennsport überhaupt weiter ausüben zu können, so haben doch alle an der Reduzierung der Gesamtdotierungen der Rennen zu knabbern.

 

4. Ich erhoffe mir, dass Mensch und Tier gesund bleiben, ein erfolgreiches Jahr unter hoffentlich verbesserten Bedingungen in Bezug auf die Covid19-Einschränkungen und wieder unter den Top 10 der Besitzertrainern zu sein.

 

Die zweite Besitzertrainerin auf Platz 10 ist Dr. Christine Paraknewitz-Kalla. Christine Paraknewitz-Kalla reichte ihre Lizenz zum ersten Mal 2012 ein. Insgesamt konnte sie innerhalb dieser acht Jahre sieben Mal siegen. Dieses Jahr gelangen ihr drei Treffer. Derzeit befinden sich zw ei Pferde auf ihrer Trainingsliste. Hier die Antworten:

 

1. Insgesamt gesehen eine erfolgreiche Saison. Wir sind mit nur zwei Pferden an den Start gegangen und in diesem Jahr ausschließlich in Flachrennen gestartet. Am Ende waren zwei reine Hindernispferde 2020 gar nicht am Start, was schon sehr frustrierend war. Das Sommerhalbjahr war in diesem Jahr nicht so erfolgreich wie die Wintersaison.


2. Die zwei aufeinanderfolgenden Siege im Januar mit Saga Altais. Schön war auch, dass er sich bereits im Oktober auf Sand erfolgreich zurückgemeldet hat.

 

3. Die eingeschränkte Anzahl an Rennen machte es notwendig, die Pferde auch in nicht so passenden Rennen an den Start zu bringen. Die Hindernisrennen in 2020 sind nahezu komplett weggefallen. Die Stimmung an den Renntagen war anfänglich schon sehr ungewohnt. Ein Trost war, dass die Aktiven doch näher zusammengerückt sind und man mit Menschen ins Gespräch kam, die wir bisher noch nicht so kannten.

 

4. Das wieder an mehr Rennplätzen Rennen veranstaltet werden können. Die Rückkehr der Zuschauer ist insbesondere für den Hindernissport essenziell, da die Hindernisrennen häufig ein Zuschauermagnet sind und dadurch erst auf die Karte kommen. Eine Erhöhung der Rennpreise in den unteren Handicaps wäre wünschenswert.

Iffezheims Bürgermeister Schmid: "Wie ein Schlag ins Gesicht"

Quelle: GaloppOnline vom 21. Januar 2021

 

Wie ein Schlag ins Gesicht fühle sich die Absage des Frühjahrs-Meetings durch Deutscher Galopp an, so Iffezheims Bürgermeister Christian Schmid. Die Gemeinde hat zur erfolgten Absage des Frühjahrs-Meetings am Donnerstag eine Pressemeldung herausgegeben.

 

„Wir haben bis zuletzt an eine Durchführung geglaubt und durch unsere Aktivitäten dafür gekämpft, weil seitens des Dachverbandes immer wieder die Wichtigkeit der Rennen in Iffezheim betont wurde. Unsere Hoffnungen in die handelnden Personen von Deutscher Galopp und die gesamte Galopprennsportszene waren sehr groß, dass das Frühjahrsmeeting – sofern es Corona zulässt - stattfinden wird. Wir sehen uns durch diese Entscheidung aufgefordert, das Heft des Handelns verstärkter selbst in die Hand zu nehmen. Vor allen Dingen wird durch die Absage deutlich, dass zeitnah eine Lösung für die Zukunft unserer Galopprennbahn in Iffezheim gefunden werden muss“, so der Bürgermeister.

 

„Wir appellieren deshalb nochmals eindringlich an alle potenziellen Interessenten, uns die zugesagten Konzepte sowie belastbare Businesspläne bis Ende Februar vorzulegen. Wir sehen es als unabdingbar und zwingend notwendig an, über konkrete Konzepte spätestens Anfang März beraten zu können, um nicht auch die „Große Woche“ 2021 zu gefährden. Die final ausgereiften Konzepte sollten in jedem Fall eine nachhaltige und zukunftsträchtige Idee zur Durchführung von Galopprennen beinhalten und darüber hinaus parallel die Vermarktung als multifunktionale Veranstaltungs-Location im Detail abbilden. Wir favorisieren vorrangig eine Konstellation, in welcher die gesamte Anlage aus einer Hand betrieben und vermarktet wird. Hierzu gehören zum einen die Ausrichtung der Renntage und die Organisation und Durchführung von „Drittveranstaltungen“ bzw. einer unterjährigen/ganzjährigen Nutzung. Zum anderen aber u.a. auch die Unterhaltung, Pflege und Instandhaltung der gesamten Freiflächen- und Grünanlagen, des Geläufs sowie der Gebäude/Tribünen“ erklärt Schmid auf Nachfrage.

 

Die Gewährleistung eines reibungslosen Rennbahn- als auch Trainingsbetriebes ist jedenfalls in jedem Konzept zu berücksichtigen und aufzuzeigen. Wenn ein Konzept in seiner Gesamtheit am Ende tragfähig und schlüssig ist, wird man sich auch wegen des an die Gemeinde Iffezheim zu zahlenden Pachtzinses einig, ist sich Schmid sicher.

Tiedtke und Brandau ziehen Iffezheim-Konzept zurück

Quelle: GaloppOnline vom 21. Januar 2021

 

Gemeinsam mit dem Gastronomen Mike Brandau hatte Andreas Tiedtke an einem Konzept für die Zukunft der Rennbahn in Iffezheim gearbeitet. Dieses galt als Nummer zwei neben einer lokalen Initiative um Ex-Bürgermeister Peter Werler und Unternehmer Martin Kronimus. In einem Interview mit der Sport-Welt haben die beiden das gemeinsame Konzept nun zurückgezogen und mitgeteilt, ihr gemeinsames Engagement nicht fortzusetzen.

Deutscher Galopp sucht neuen Geschäftsführer für e. V.

Quelle: GaloppOnline vom 14. Dezember 2020

 

Eine überraschende Personalentscheidung im deutschen Rennsport ist am Montag bekannt geworden. Deutscher Galopp e.V. wird in den kommenden Wochen einen neuen Geschäftsführer suchen. Jan Pommer wird damit nicht dauerhaft in Personalunion sowohl Geschäftsführer der Deutscher Galopp Wirtschaftsdienste GmbH als dem wirtschaftlichen Arm der Dachverbandsorganisation als auch dem e.V. als solches sein.

 

Bis dato hat Pommer interimsmäßig auch dort im eingetragenen Verein den Geschäftsführerposten inne, als Nachfolger von Jan Antony Vogel. Verband und Wirtschaftsdienste werden zukünftig dann wieder unter getrennter Führung stehen.

RaceBets-Podcast mit Michael Vesper

Einfach mal reinhören: Ein sehr interessante RaceBets-Podcast u.a. mit Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp:

 

https://blog.racebets.de/https-blog-racebets-de-58-racebets-pferderennen-podcast-verbandspraesident-dr-michael-vesper-zieht-bilanz-und-schaut-vorauspreviewtrue

Besitzertrainer-Prüfung muss verschoben werden

Die für den 28. (Theorie) und 29. Januar (Praxis) geplante nächste Besitzertrainer-Prüfung muss leider verschoben werden. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen lässt die Durchführung nicht zu. Das gilt auch für die eigentlich am 26. und 27. Januar vorgesehenen insgesamt fünf Präzenzmodule als letzte Vorbereitung auf die Prüfung.

 

Wie die Akademie Deutscher Galopp mitteilte, wird nach Alternativ-Terminen im März gesucht, die möglichst schnell bekanntgegeben werden sollen.

Iffezheim Bürgermeister Schmid für weiteren Rennbetrieb

Quelle: GaloppOnline vom 14. Januar 2021

 

Die Suche nach einer Lösung für die Zukunft der Iffezheimer Rennbahn läuft auf Hochtouren. Die Gemeinde Iffezheim ist der Besitzer der Anlage. Entsprechend auch der entscheidende Faktor, wenn es darum geht, welches Nutzungskonzept einen Zuschlag erhalten wird. Die Sport-Welt (Freitag-Ausgabe) hat mit Iffezheims Bürgermeister Christian Schmid gesprochen. Auf die Frage „Können Sie sich eine Lösung ohne Rennen vorstellen?“ antwortet Schmid: „Wenn ich ehrlich bin, nein. Die primäre Zielsetzung ist den Fortbestand der Rennen zu sichern und diese Tradition auch in Zukunft zu erhalten.“

 

Ein echter Hoffnungsschimmer für diejenigen, die Szenarien einer Zukunft der Bahn ohne Rennen befürchten. Schmid weiter zu den aktuellen Initiativen und Konzepten für die Zukunft der Bahn: „Die Initiativen gehen in ihrer Kernidee alle davon aus, dass der Rennbahnbetrieb aufrechterhalten wird. Es ist gleichermaßen aber unstrittig, dass die Galopprennbahn Iffezheim mit dieser hervorragenden Infrastruktur ein großes Potenzial bietet, neben dem Rennbetrieb auch weitergehende lukrative Nutzungsideen umzusetzen.“

Iffezheim Ex-Bürgermeister Werler: "Brauchen regionale Beteiligung"

Quelle: GaloppOnline vom 8. Januar 2021

 

Bei der Suche nach einer Lösung für die Zukunft der Iffezheimer Rennbahn spielt eine Initiative um den einstigen Iffezheimer Bürgermeister Peter Werler eine nicht zu unterschätzende Rolle. Peter Werler stand der Sport-Welt Rede und Antwort. Werler sagt: „Ich bin der Meinung, dass wir eine regionale Beteiligung bei der zukünftigen Lösung für die Rennbahn Iffezheim brauchen. Wir, die wir uns zu diesem Zweck zusammengetan, führen aktuell viele Gespräche, auch Investorengespräche. Das nächste steht in der kommenden Woche an. Das Ziel ist es genau zu prüfen, ob es ein Konzept von uns geben kann. Es braucht dazu vor allem auch einen konkreten Business Plan. Und es muss nachhaltig sein.“

 

Der einstige Bürgermeister der Gemeinde gibt sich zuversichtlich: „Wir versuchen Affinität, Herzblut und Leidenschaft zu vereinigen, um eine Lösung zu präsentieren. Der wesentliche Faktor ist das finanzielle Polster, Potenzial hierfür sehen wir. Gespräche mit Deutscher Galopp müssen wir dann führen, wenn wir die richtige Basis gefunden und die Grundlagenarbeit erledigt haben. Über allem steht das Thema Nachhaltigkeit.“

Amateurverband-Story über Sabrina Schön

Der Verband Deutscher Amateur-Rennreiter stellt auf seinem Facebook-Account ehemalige aktive Mitglieder vor. Am 7. Januar war Sabrina Schön (früher Sabrina Schwinn) an der Reihe. Hier ist Interessantes über die kommissarische Schatzmeisterin des Vereins Deutscher Besitzertrainer zu lesen: https://www.facebook.com/VDAR.eV/posts/2843629562548398?__tn__=K-R

Weser Kurier: Bremer Rennverein will am 12. September veranstalten

Quelle: GaloppOnline vom 9. Januar 2021

 

Gibt es in der Saison 2021 Galopprennen in Bremen? Nicht unmöglich, denn wie der "Weser-Kurier" am Samstag, 9. Januar, berichtet, hat der Bremer Rennverein für dieses Jahr einen Renntag angemeldet.

 

"Die Planungen laufen – und wenn nun auch wirklich alles nach Plan läuft, laufen tatsächlich in diesem Jahr mal wieder Pferde auf der Galopprennbahn in der Bremer Vahr. Der Bremer Rennverein hat bei der Zwischenzeitzentrale (ZZZ) einen Renntag für Sonntag, den 12. September angemeldet. Dort und auch beim Bundesverband Deutscher Galopp in Köln. Daniel Krüger, Vizepräsident des Traditionsklubs, hat den Termin beim Direktorium schriftlich eingereicht und vormerken lassen. Die Zwischenzeitzentrale um Oliver Hasemann, die sich um die Übergangsnutzung des Areals kümmert, hat den angedachten Termin bereits bestätigt. Und natürlich hoffe man, dass die Veranstaltung mit Zuschauern stattfinden kann", heißt es in dem Artikel.

 

„Wir sind noch da und geben nicht auf. Wir wollen ein Zeichen setzen. Und das ist doch mal eine tolle Nachricht. Wir haben noch viele Dinge zu bedenken und viele Hindernisse zu nehmen. Aber wir sind sehr entschlossen und wollen die Dinge organisatorisch wieder hochfahren", wird Frank Lenk, Präsident des Bremer Rennvereins, zitiert.

 

Der ausrichtende Bremer Rennverein hatte zum Jahresende 2017 das Gelände räumen müssen, nachdem ihm der Pachtvertrag vonseiten der Stadt aufgekündigt worden war. Karfreitag 2018 fand vor 7.500 Besuchern der bis dato letzte Renntag in der Vahr statt. Bebauungspläne für das 36 Hektar große Areal konnten nicht verwirklicht werden, da die Bürger sich bei einem Volksentscheid im Mai 2019 dagegen ausgesprochen haben.

Frank Becker Sprecher der Rennleitung bis Ende Juni 2021

Quelle: GaloppOnline vom 6. Januar 2021

 

Deutscher Galopp und der leitende Sprecher der Rennleitung, Frank Becker, haben sich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis Ende Juni 2021 verständigt. "Herr Becker wird deshalb seinen Aufgaben in gewohnter Weise nachkommen, insbesondere aber seine Tätigkeiten als Rennleiter und leitender Sprecher der Rennleitung in bewährter Manier fortführen", heißt es von Seiten des Verbandes auf Nachfrage der Sport-Welt.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, erklärt: „Wir freuen uns, nach so respekt- wie vertrauensvollen Gesprächen mit Herrn Becker nun eine einvernehmliche und gute Regelung im Sinne des Rennsports gefunden zu haben.“

Kennzahlen für das Galopprennjahr 2020

Quelle: GaloppOnline vom 30. Dezember 2020

 

In dieser Woche hat Deutscher Galopp die offiziellen Kennzahlen der Saison 2020 final ermittelt. Die Zahl der Rennveranstaltungen in Deutschland ist deutlich zurückgegangen. Der erste Lockdown, die Bürde, ohne Zuschauer nicht veranstalten zu können, die Vermeidung von Parallelveranstaltungen – all das hat zu dieser Entwicklung beigetragen, an deren Ende es in der Saison 2020 96 Renntage waren. Nach noch 146 und 154 in den Jahren zuvor.

 

893 Rennen sind an den besagten 96 Renntagen entschieden worden, das ist im Schnitt sehr viel, bedingt durch die teilweisen Mammutprogramme nach dem Wiederbeginn der Rennen. 2019 waren es noch 1.144 Rennen.

 

In keiner Weise repräsentativ sind die ausgezahlten Rennpreise. Diese lagen mit 8.626.748 Euro weit unter der Marke von 13,1 Millionen Euro aus dem Jahr zuvor. Von den insgesamt 893 Rennen im letzten Jahr waren 41 Gruppe-Rennen und 37 Listenrennen, das ist ein Minus von drei Gruppe- und vier Listenrennen. Der Wettumsatz lag 2020 bei 26.040.543 Euro, das ist nur etwas weniger als 2019, als man 26,7 Millionen Euro bilanzieren konnte. Nur 1.338.364 Euro wurden auf der Bahn gewettet, der Rest außerhalb. Keine Zuschauer, keine Bahnwette, das ist die simple Formel! Dass in Summe der Umsatz fast auf Vorjahr lag, ist auch der Tatsache zu verdanken, dass viel in den Toto geflossen ist, Buchmacher auf Provisionen verzichtet haben. 3.306.709 Euro kamen als Umsatz indes aus dem Ausland, auf den es deutlich weniger Provision gibt.

2.276 Pferde waren in 2020 in Deutschland im Training, das ist gegenüber 2019 (2.351) ein nur vergleichsweise kleines Minus angesichts der Corona-Krise.1.936 dieser Pferde sind dann auch an den Start gekommen, darunter eine Rekordzahl für die letzten Jahre von 243 Zweijährigen. 8.655 Starts haben die Pferde anno 2020 insgesamt absolviert, pro Pferd macht das im Schnitt 4,47 Starts, ein leichtes Minus.

 

Die Zahl der Auslandsstarts beläuft sich auf 2.046, das ist natürlich viel weniger als üblich, aber immer noch ansehnlich. 4.518.000 Euro haben deutsche Pferde jenseits der Landesgrenzen verdient. Die Zahl der aktiven Züchter ist in 2020 mit 475 gegenüber dem Vorjahr sogar leicht gestiegen, auch die Zahl der Zuchtstuten liegt im Plus, mit nunmehr 1.325. 776 Fohlen sind auf die Welt gekommen, nach 729 im Jahr zuvor.

Bilanz 2020 der Besitzertrainer des Vereins und die Champions

In der Bilanz 2020 bei den Besitzertrainern des Vereins stehen insgesamt 122 Siege. Davon wurden in Deutschland 112 auf Flachbahnen und einer über die Sprünge erzielt. Hinzu kamen acht Treffer auf ausländischen Flachbahnen und ein Hindernistreffer in Schweden.

 

Bei der virtuellen Championatsehrung am 27. Dezember in Dortmund wurde Lucien W. J. van der Meulen als erfolgreichster Besitzertrainer (14 Siege) geehrt. Nicht erwähnt wurden die Champions in Hindernisrennen. Wir wollen das hiermit nachholen. Champions der Hindernistrainer wurden gemeinsam mit je einem Treffer  - es wurden nur zwei Hindernisrennen 2020 ausgetragen - Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep und Profitrainer Christian von der Recke. Bei den Besitzern teilen sich Rang eins Volker Franz Schleusner und der Stall Wollin. Bei den Reitern wurde  Pavel Slozil jun. mit einem Sieg und einem zweiten Platz Champion.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2020

München, 8. November

  • Pascal Jonathan Werning – Star Gypsy

Dortmund, 29. November

  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven
  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb
  • Selina Ehl – Mark of Excellence

Vesper: Rennwettsteuer-Rückvergütung gilt ab 2021

Quelle: GaloppOnline vom 27. Dezember 2020

 

Kurz vor dem letzten Rennen des Jahres zog Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, der in Dortmund vor Ort war, noch einmal ein Fazit zum speziellen Rennsport-Jahr 2020, das natürlich in erster Linie im Zeichen der Covid 19-Pandemie stand. Dabei machte der Präsident im Gespräch mit Thorsten Castle auf die Schwierigkeiten der Saison und kommende Herausforderungen aufmerksam, fand gleichzeitig, aber auch positive Worte zum Zusammenhalt und der gegenseitigen Unterstützung im Rennsport im zurückliegenden Jahr 2020:

"Es war sicherlich das schwierigste Jahr des deutschen Rennsports seit dem zweiten Weltkrieg. Insbesondere wenn man an das Frühjahr denkt, als wir den Start der grünen Saison im März absagen mussten und nach der siebenwöchigen Pause erst ab dem 7. Mai veranstalten konnten und dass fast das gesamte Jahr ohne Zuschauer. In diesem schwierigen Jahr haben wir allerdings auch viel Unterstützung erfahren. Beispielsweise haben die Buchmacher eine Zeit lang auf ihre Provisionen verzichtet, wir hatten die Wetten, dass…?!?-Initiativen und viele Menschen aus der Rennsportgemeinde haben verzichtet. Es hat sich gezeigt, dass wir, wenn wir zusammenstehen auch viel erreichen können und zukünftige Herausforderungen bestehen können. Im Frühjahr hatten wir niemals damit gerechnet eine Saison ohne Zuschauer durchzustehen."

 

Glücklicherweise hatte das Corona-Jahr für den Rennsport auch positive Nachrichten bereit, allen voran im Bereich der Rennwettsteuer Rückerstattung:

 

"Als ich vorheriges Jahr hier stand konnte ich verkünden, dass der Bundestag und der Bundesrat das Rennwettsteuerlotteriegesetz geändert haben, so dass die Rennwettsteuer-Rückerstattung nun auch für Buchmacher mit Sitz im Ausland beschlossen wurde. Nun hat auch die Europäische Kommission das Gesetz final genehmigt. Sie gilt als also ab der kommenden Saison."

 

Abschließend sprach Vesper ein Dankeschön an alle Beteiligten im Rennsport aus, die sich in diesem Jahr für den Sport engagiert haben und richtete den Appell, dies auch in zukünftigen Zeiten beizubehalten.

Wetten, dass?!?“-Organisatoren spenden 2.560 Euro

Quelle: Deutscher Galopp vom 23. Dezember 2020

 

Watch-Party der „Wetten, dass?!?“-Initiatoren am Mittwochabend, 23. Dezember, auf Facebook: Christian Sundermann, Guido Schmitt und Lars-Wilhelm Baumgarten gaben bekannt, wer das zusätzlich zu den beiden normalen Wettbewerben eingesammelte Geld der untereinander getätigten Siegwetten (Obelixe“) bekommt. Nach über 40 Videotalks wurde beim scherzhaft als „OBELIX & FRIENDS-SCHLACHTFEST“ titulierten Weihnachts-Video bekannt, welche Rennsport-Organisationen bzw. Personen nun unterstützt werden. Insgesamt gehen 2.560 Euro „Weihnachtsgeld“ an gute Zwecke.

 

Hier die Aufstellung:

    Liberty’s Home: 500 Euro
    Reit- und Rennverein Honzrath: 550 Euro
    Nancy Luft Reisekosten für Nothilfseinsatz bei Mandy Kriegsheims „Reiten am Meer“: 50 Euro
    Starthelfer-Team am 2. Weihnachtstag in Mülheim: 540 Euro
    Jockey-Unterstützungskasse: 920 Euro

 

Wer die Organisationen ebenfalls unterstützen möchte, hier die Kontodaten:

Jockey-Unterstützungskasse
Kontoinhaber: Deutscher Galopp e.V.
IBAN: DE52 3705 0198 0004 0021 84
Verwendungszweck: "2300135 Unterstützungskasse"
(wichtig ist dort der Hinweis auf die Unterstützungskasse im Verwendungszweck!)

Liberty's Home
IBAN: DE95 3247 0024 0360 2638 00.

Förderverein des Reit- und Rennverein Honzrath:
IBAN: DE80 5935 1040 0001 1073 17

Kein Geld aus dem 200 Millionen-Topf des Bundes

Quelle: GaloppOnline vom 18. Dezember 2020

 

Deutscher Galopp hat anlässlich der Mitgliederversammlung am Donnerstag, 17. Dezember, das Programm von Fördermaßahmen für 2021 beschlossen. Diese Maßnahmen sind im wesentlichen Rennpreis-Unterstützungen für die Rennvereine. „Es werden keine Fördermittel mehr aus dem Bereich der RaceBets-Mittel kommen“, sagte Michael Vesper als Präsident von Deutscher Galopp. „Diese werden investiv verwendet.“

 

„Es gibt eine abgespeckte Art der Förderung, die sich auf 1,51 Millionen Euro belaufen wird. „Diese speist sich aus den beschlossenen Abgaben auf die Rennpreise, Abgaben auf Nennungen in Gruppe-Rennen und Nenngelderhöhungen, die 2021 bleiben werden. Die Summe macht 870.000 Euro aus. Der Rest kommt aus den Bereichen von German Tote und den Rennvereinen.“ Besitzer sollen auch in 2021 weiterhin 1 Prozent von den Rennpreisen zahlen, die in einen Topf für die Sicherstellung der Rennen in Baden-Baden fließen. „Das wäre der Grundstock des Verbandes“, so Michael Vesper.

 

In Listenrennen soll es 22.500 Euro zu verdienen geben, in Gruppe III-Rennen 50.000 Euro, in Gruppe II-Rennen 65.000 Euro und in Gruppe I-Rennen 150.000 Euro. Das ist etwas weniger als es noch in 2019 der Fall war, aber deutlich mehr als in der Saison 2020, als die meisten Listenrennen nur noch mit 12.500 Euro ausgestattet waren.

 

Eine Hiobsbotschaft hatte Michael Vesper, der Präsident von Deutscher Galopp, am Freitagmorgen in der Telefon-Pressekonferenz des Verbandes parat. Der deutsche Rennsport erhält keine Mittel aus dem 200 Millionen-Topf eines Förderprogramms für Profisport. „Der Antrag wurde abgelehnt“, so Michael Vesper. „Man ist der Ansicht, dass wir kein Sport im Sinne des Förderprogramms sind.“ Das Programm richtet sich an Profisport im Ligenbetrieb. Deutscher Galopp hatte zwar Argumente vorgebracht, dass der Rennsport einem Ligenbetrieb vergleichbar sei, dem folgte man auf Seiten des federführenden Bundes-Innenministeriums indes nicht.

Zwei Interessenten für Galopprennen in Neuss

Quelle: GaloppOnline vom 16. Dezember 2020

 

In Sachen eines möglichen Neustarts der Rennen in Neuss bringt das kürzlich offiziell eröffnete Insolvenzverfahren in Sachen des Neusser Reiter- und Rennvereins möglicherweise eine neue Komponente ins Spiel. Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung schreibt: "Das Gericht eröffnet das Insolvenzverfahren gegen den Neusser Reiter- und Rennverein. Der Konkursverwalter sieht die Gläubiger-Interessen nur bei Fortsetzung des Betriebes gewahrt und verhandelt darüber mit zwei Interessenten."

 

Der eine sei der Rennclub Neuss Niederrhein um Marc Troellsch, den anderen wollte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg nicht preisgeben. Piepenburg, so die Zeitung, "kündigt einen neuerlichen Vorstoß an, um die Rennsporttradition am Hessentor doch noch fortzusetzen." Der zweite Interessent ist aktuell, so heißt es weiter, weder bei Stadt noch Neuss Marketing bekannt. Der Insolvenzverwalter vertritt die Meinung, es sei im Interesse der Gläubiger besser, wenn es mit Rennen weitergehe.

Filip Minarik: "Die Liebe hat mich gerettet"

Quelle: Deutscher Galopp vom 5. November 2020

 

„Die Liebe hat mich gerettet“ – Wie sich Champion-Jockey Filip Minarik nach seinem schweren Sturz und vier Wochen im Koma zurück ins Leben kämpft.

 

Wenige Tage nachdem Filip Minarik aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sprach Sebastian Weiss exklusiv mit dem vierfachen Deutschen Meister der Rennreiter und seiner Frau Katja.

👉🏽🎥 Der ganze Film: https://youtu.be/5gWcydo4DUg

Besitzerin von Namos wartet noch auf "Goldene Peitsche"

Quelle: GaloppOnline vom 26. November 2020

 

Seit Mitte der Woche gibt es einige Turbulenzen rund um die in diesem Jahr durch Namos gewonnene Goldene Peitsche. Der Ehrenpreis ist bis dato noch nicht bei Besitzerin Petra Stucke (Stall Namaskar) eingetroffen. Bei der Siegerehrung war bei der Großen Woche mit einer anderen Art Peitsche gearbeitet worden, einem Ersatz-Ehrenpreis.

 

Nach einer erfolgten Nachfrage hinsichtlich des noch nicht erhaltenen Original-Ehrenpreises seitens der Besitzerin bei Baden Racing war durch eine möglicherweise etwas missverständlich formulierte Antwort des Veranstalters der Eindruck entstanden, die Goldene Peitsche als der begehrteste Ehrenpreis des deutschen Rennsports werde in diesem Jahr gar nicht produziert und der Besitzerin überreicht. Jutta Hofmeister, Geschäftsführerin von Baden Racing, sagte am Donnerstagnachmittag zur Sport-Welt auf eine entsprechende Nachfrage: „Die „Goldene Peitsche“ wird selbstverständlich, wie bereits direkt bei der Siegerehrung zugesagt, produziert und nachgereicht. Das stand nie zur Diskussion. Bisher musste ich die Gewinnerin leider aber noch vertrösten und konnte ihr noch keinen verbindlichen Termin zurufen, was vielleicht den Eindruck erweckt haben mag, wir stünden nicht zu unserem Wort.“

 

Hofmeister weiter: „Frau Stucke bekommt aber heute noch die ersehnte Antwort, dass die Produktion beauftragt ist und wir die Peitsche Ende Dezember, spätestens bis Mitte Januar erwarten und wie versprochen nachreichen.“ "Die Peitsche ist wie versprochen in Arbeit", sagt Baden Racing-Präsident Andreas Jacobs, ebenfalls auf Nachfrage der Sport-Welt.

Story über Hein Bollow im NDR-Fernsehen

Am Samstag, 5. Dezember, wäre der große Hein Bollow 100 Jahre alt geworden. Der berühmteste Aktive des deutschen Rennsports aller Zeiten ist am 20. April diesen Jahres in Köln verstorben.

 

Der NDR hat Hein Bollow unter dem Titel "Im Galopp durchs Leben" am Sonntag, 6. Dezember, eine Sportclub-Story gewidmet. Diese Sendung ist hier zu finden:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/Jockeylegende-Hein-Bollow,sendung1112498.html.

Schöningh übernimmt Baden-Baden nicht

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 9. Dezember 2020

 

Der Vorstand von Deutscher Galopp erklärt:


Das Projekt einer gemeinsamen Betreibergesellschaft der beiden traditionsreichen Rennbahnen in Hoppegarten und Iffezheim/Baden-Baden wird 2021 nicht realisiert. Gerhard Schöningh, Vizepräsident von Deutscher Galopp und Eigentümer der Rennbahn Hoppegarten, hat uns gestern mitgeteilt, dass er nach gründlicher Prüfung zu dem Schluss gekommen ist, ein solches Engagement aktuell nicht einzugehen; dafür waren für ihn Entscheidungen zur strategischen Entwicklung und Zukunftssicherung der Rennbahn Hoppegarten ausschlaggebend, die gerade in der nächsten Zeit alle dortigen Ressourcen binden. Wir bedauern diese Absage sehr, denn wir hätten mit der ersten gemeinsamen Betreibergesellschaft zweier Bahnen gern ein neues Kapitel des Rennsports in Deutschland aufgeschlagen.

 

Damit ist ein nahtloser Übergang der existierenden Strukturen auf eine neue Betreiberkonstellation nicht möglich. Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, erklärt: „Wir müssen nun neu denken und Alternativen verfolgen. Den Rennbetrieb auch im kommenden Jahr auf dieser wunderbaren Rennbahn aufrechtzuerhalten, bedeutet für uns alle eine große Herausforderung. Das ist nicht einfach. Unser Ziel und unser unbedingter Wunsch ist es, hier weiterhin hochwertige Rennen zu ermöglichen. Ich selbst werde mit meinen Kollegen in den nächsten Wochen dazu Gespräche vor Ort führen. Gerade die Komplexität der anstehenden Themen macht es notwendig, die Zukunftssicherung des Standortes mit allen Beteiligten kurzfristig zu klären. Wir können nur erfolgreich sein, wenn sich – das ist meine herzliche Bitte – die Kräfte in Bürgerschaft und Wirtschaft vor Ort und in der Region bündeln und daran aktiv mitwirken. Angewiesen sind wir vor allem auch auf die Unterstützung der Politik, mit der wir in einem guten, sehr hilfreichen Dialog stehen. Wir ermuntern alle, denen an der Zukunft des Galopprennsports liegt, sich an der Rettung der Rennen in Iffezheim zu beteiligen.“

 

Manfred Ostermann, Vizepräsident von Deutscher Galopp und Präsident der Besitzervereinigung, ergänzt: „Iffezheim ist für den Gesamtrennsport von großer Bedeutung – ja, systemrelevant. Der ganzen Rennsportgemeinde und auch mir liegt diese besondere Rennbahn sehr am Herzen. Wir müssen nun alles tun, den Rennbetrieb für das kommende Jahr sicherzustellen.“

Galopprennsport ist weiterhin erlaubt

Quelle: GaloppOnline vom 16. Dezember 2020

 

Gute Nachricht für den Rennsport! Galopp- wie auch Trabrennen bleiben in Zeiten des Lockdowns erlaubt. In der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) vom 30. November 2020 in der ab dem 16. Dezember 2020 gültigen Fassung“ des Landes Nordrhein-Westfalen werden Pferderennen wie bisher sogar explizit als erlaubt erwähnt.

 

In §9 heißt es unter Punkt (3): „Wettbewerbe in Profiligen, Wettbewerbe im Berufsreitsport und Pferderennen sowie andere berufsmäßige Sportausübung sind zulässig, soweit die Vereine beziehungsweise die Lizenzspielerabteilungen der Vereine sich neben der Erfüllung ihrer arbeitsschutzrechtlichen Hygiene- und Schutzpflichten auch verantwortlich für die Reduzierung von Infektionsrisiken im Sinne des Infektionsschutzgesetzes zeigen und die für die Ausrichtung der Wettbewerbe verantwortlichen Stellen den nach § 17 Absatz 1 zuständigen Behörden vor Durchführung der Wettbewerbe geeignete Infektionsschutzkonzepte vorlegen. Zuschauer dürfen bei den Wettbewerben nicht zugelassen werden.“

Insolvenzverfahren des Neusser Reiter- und Rennvereins eröffnet

Quelle: GaloppOnline vom 14. Dezember 2020

 

Nach Abschluss des so genannten Insolvenzeröffnungsverfahrens ist nun das Insolvenzverfahren in Sachen des Neusser Reiter- und Rennvereins gestartet worden. In einer offiziellen Verlautbarung heißt es:

 

„Über das Vermögen des im Vereinsregister des Amtsgerichts Neuss unter VR 396 eingetragenen Verein Neusser Reiter- und Rennverein 1875 e.V., Am Rennbahnpark 1, 41460 Neuss, gesetzlich vertreten durch den Präsidenten Herrn Jan Antony Vogel, …,  wird wegen Zahlungsunfähigkeit heute, am 01.12.2020, um 13:04 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wird ernannt Rechtsanwalt Horst Piepenburg, Willstätterstraße 62, 40549 Düsseldorf. Forderungen der Insolvenzgläubiger sind bis zum 05.01.2021 unter Beachtung des § 174 InsO beim Insolvenzverwalter anzumelden.“

Alle NRW-Rennvereine haben Corona-Unterstützung erhalten

Quelle: GaloppOnline vom 1. Dezember 2020

 

Nicht nur der Krefelder Rennclub, sondern alle Galopp- und auch die Trabvereine haben im Zuge der Corona-Krise Unterstützungsleistungen des Landes NRW erhalten. 320.000 Euro sind je Verein geflossen. Nordrhein-Westfalen hat in Sachen Unterstützung des Rennsports damit ein Zeichen gesetzt.

 

Dessen ungeachtet darf nach wie vor gehofft werden, dass zum einen auch Vereine in anderen Bundesländern in den Genuss einer notwendigen Unterstützung kommen und dass die zentral beantragten Unterstützungsleistungen für den gesamten Sport einen positiven Bescheid erhalten. Noch gibt es hierzu keine Signale.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2020

Honzrath, 2. Oktober

  • Walter Maurer – Giant Grizzly
  • Selina Ehl – Hurricane Harry
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Hoppegarten, 3. Oktober

  • Daniel Paulick – Maranero

Dortmund, 10. Oktober

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Mülheim, 14. Oktober

  • Armin Weidler – Never in Doubt
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Herr Juergensen

Deauville, 22. Oktober

  • Hella Sauer – Frosty Bay

Mannheim, 24. Oktober

  • Horst Rudolph – Pissarro und Irukandji
  • Matthias Schwinn – Betsy Coed

Dortmund, 31. Oktober

  • Christine Paraknewitz-Kalla  – Saga Altais
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Anja Kleffmann – Parmenter

Deutscher Galopp kündigt Rennleitungschef

Quelle: GaloppOnline vom 30. November 2020

 

Deutscher Galopp, der Dachverband des Rennsports, hat aufgrund notwendiger Sparmaßnahmen drei Mitarbeitern zum Jahresende gekündigt. Darunter ist auch Frank Becker als beim Verband angestellter „Leiter Sachgebiet Rennleitung/Funktionäre“.

 

Das Badische Tagblatt berichtet in der Montag-Ausgabe: „Der Dachverband „Deutscher Galopp“ in Köln hat im Zuge von Sparmaßnahmen seinem Rennleitungschef Frank Becker gekündigt. Der aus Bühl-Weitenung stammende Experte trat vor vier Jahren die Nachfolge von Dr. Peter Tasch aus Düsseldorf an. Becker erwarb sich in dem schwierigen Amt hohes Ansehen, seine Kündigung schlug in der Szene wie eine Bombe ein.“

 

Weiter heißt es im BT: „Der Dachverband ist aufgrund der Pandemie durch Rennausfälle und geringere Prämien für die Besitzer in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Schon wochenlang wurde in der Verwaltung in der Kölner Rennbahnstraße auf Kurzarbeit umgestellt. Ende vergangener Woche ist drei Mitarbeitern zum 31. Dezember gekündigt worden, darunter auch dem beim Verband fest angestellten Rennleitungschef.“

 

Ob diese Kündigung Auswirkung auf die Tätigkeit von Becker als Chef der Rennleitung auf den Rennbahnen hat ist noch unklar.

Rüdiger Schmanns: "141 Renntage sind für 2021 in Planung"

Quelle: GaloppOnline vom 4. Dezember 2020

 

Für das Rennjahr 2021 sind nach aktuellem Stand 141 Renntage in der Planung. Das hat Rüdiger Schmanns, der technische Leiter bei Deutscher Galopp, am Freitag mitgeteilt. „Das Rennpreisvolumen steht noch nicht zu 100 Prozent fest, aber die Vereine haben ihr commitment gegeben, dass man versuchen werde auf das Niveau von 2019 zurückzukehren.“

 

Die Ausschreibungen für die Winterrennen ab Januar sollen in der kommenden Woche finalisiert werden. Alle Renntage bis Ende März werden aller Voraussicht nach sonntags jeweils um 11.15 Uhr beginnen, vier und später im März dann bis zu fünf Rennen sollen PMU-Rennen sein.

Präsident Michael Vesper gibt Ausblick auf 2021

Quelle: GaloppOnline vom 4. Dezember 2020

 

Am Freitag hat Michael Vesper als Präsident von Deutscher Galopp einen Ausblick auf das Jahr 2021 im deutschen Turf hinsichtlich der aktuellen wirtschaftlichen Situation gegeben. Am 17. Dezember findet eine Mitgliederversammlung des Verbandes statt, anlässlich derer vor allem der Haushalt 2021 verabschiedet werden soll. „Der sehr eng wird“, wie Vesper zugab. „Wir haben uns dazu commited, quasi wie ein Konzern eine Gesamtbetrachtung durchzuführen, nicht auf jede Gesellschaft einzeln zu schauen. Das Ergebnis muss eine schwarze Null sein!“

 

Man habe sich im Vorstand selbstverpflichtet, die noch vorhandenen Mittel aus dem RaceBets-Verkauf („eine einstellige Millionensumme“) nicht mehr konsumtiv und zum Haushaltsausgleich zu verwenden, sondern nur noch investiv. „Wir wollen und müssen aus eigener Kraft das finanzieren, was wir benötigen“, so Vesper. Der Haushalt sei vom Vorstand aufgestellt worden. „Mit dem Vorstand sind alle Möglichkeiten erörtert worden, alle Maßnahmen sind vom Vorstand abgedeckt und mit beschlossen worden“, so Vesper.

 

Dass man auch beim Personal einsparen müsse, sei traurig und bedauerlich und das mache auch niemandem Spaß, gleichwohl seien die ergriffenen Schritte aus der letzten Woche notwendig gewesen. Gegenüber 2019 sei man in einer Situation, in der man rund 500.000 Euro einsparen müsse. „Wenn wir nicht umsteuern, hätten wir vielleicht noch zwei, drei schöne Jahr, bevor das Licht ausgeht.“

Badisches Tageblatt zur Galopp-Zukunft in Iffezheim

Die Sport-Welt veröffentlicht in ihrer Ausgabe Nummer 127 vom 13. November 2020 in ihrer MediaSchau einen interssanten Artikel aus dem Badischen Tageblatt, der weitere Informationen zum Thema "Zukunft des Galopprennsports in Iffezheim" beinhaltet.

 

Hier der Artikel

Runder Tisch zu Galopprennen in Baden-Baden

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 9. November 2020

 

Auf Einladung von Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e.V., haben sich am Montag, 9. November, auf der Rennbahn in Baden-Baden-Iffezheim namhafte Vertreter aus Politik und Verwaltung mit dem Vorstand von Deutscher Galopp getroffen, um über Unterstützungsmöglichkeiten für die bedeutendste deutsche Rennbahn zu beraten. Daran nahmen Politiker und Politikerinnen von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik teil (s. Liste unten).

 

Nach einer Präsentation von Deutscher Galopp zur aktuellen Situation der Rennbahn und ihrer sportlichen, touristischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung diskutierten die Teilnehmer konstruktiv und zukunftsorientiert über Möglichkeiten der Unterstützung der Rennbahn, die trotz erheblicher Anstrengungen seit Jahren strukturell defizitär ist. Dies ist notwendig, damit auch künftig in Iffezheim Galopprennen auf höchstem Niveau veranstaltet werden können.

 

Michael Vesper erklärt: „Wir haben heute viel Verständnis für die Situation der Rennbahn und eine sehr große Bereitschaft zu deren Unterstützung gespürt. Dafür sind wir dankbar. Wir werden die kommenden Wochen zur Finalisierung eines realistischen Businessplans nutzen und weitere bilaterale Gespräche führen. Wir müssen schnell handeln, damit die Rennbahn für die Zeit ab 1. Januar 2021 gerüstet ist. Wir brauchen einen Schulterschluss aller Stakeholder.“

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Region
Christian Schmid, Bürgermeister Iffezheim
Margret Mergen, Oberbürgermeisterin Baden-Baden (CDU)
Michael Kaiser, Direktor Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe als Vertreter von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup
Toni Huber, Landrat Rastatt (CDU)

Landtag
Dr. Alexander Becker, MdL (CDU)
Hans-Peter Behrens, MdL (Die Grünen)
Thomas Hentschel, MdL (Die Grünen)
Tobias Wald, MdL (CDU)
Jonas Weber, MdL (SPD)

Landesregierung Baden-Württemberg
Katrin Schütz, Staatssekretärin Wirtschaftsministerium (CDU)
Volker Schebesta, Staatssekretär Kultusministerium (CDU)

Bundestag und Bundesregierung
Stephan Mayer, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (CSU)
Kai Whittaker, MdB (CDU)

Gibt es in Neuss jemals wieder Galopprennen?

Quelle: GaloppOnline vom 19. November 2020

 

Die Hoffnungen auf einen schnellen Neustart der Galopprennen in Neuss noch in diesem Winter haben einen Dämpfer erhalten. Marc Troellsch, Präsident des Galoppclub Neuss Niederrhein, beschreibt in einem sehr ausführlichen Interview auf der Homepage des Clubs die aktuelle Situation und den Kampf um das Überleben der Rennbahn.

 

Die politische Konstellation in Neuss nach den dortigen Kommunalwahlen hatte es für den neu gegründeten Galoppclub Neuss Niederrhein schwerer gemacht, die Rennen auf der Bahn am Hessentor wiederzubeleben. Reiner Breuer (SPD), der die Rennbahn nicht erhalten will, wie er mehrfach zum Ausdruck gebracht hat, ist im Amt bestätigt. Und die so genannte Rot/Grün plus-Koalition, die die Mehrheit im Rat hat, will offenbar auch keine Rennen mehr in Neuss.

 

Marc Troellsch ist indes nach wie vor überzeugt, dass es innerhalb des geplanten Bürgerparks Pferderennen geben kann. „In all den Wochen und Monaten war es wie eine Achterbahnfahrt, aber aufgeben mochte ich nie, weil ich immer überzeugt war und bin, dass der Galopprennsport in Neuss dazugehören muss. Der Standort in Deutschland darf nicht verloren gehen. Der Sport kann in einem Bürgerpark erfolgreich integriert werden und seinen Beitrag in Form von Galopp, Event mit Einklang der Natur leisten.“

 

Pläne für drei Renntage zwischen dem 24. Januar und dem 14. März mussten mittlerweile ad acta gelegt werden. Die notwendigen politischen Beschlüsse können frühestens im Februar fallen.

 

Das komplette Interview: https://galoppclub-neuss-niederrhein.de/der-aktuelle-stand-ein-interview-mit-dem-praesidenten/

Land Niedersachsen sucht Ideen für Gestüt Harzburg

Quelle: Galopponline vom 30. Oktober 2020

 

In Bad Harzburg stehen die Zeichen auf endgültigen Abschied vom ältesten deutschen Gestüt. Möglicherweise sind davon auch Gastboxen für die Harzburger Rennwoche betroffen. Lars-Wilhelm Baumgarten postete dazu: „Das Pferdeland Niedersachsen mit dem Pferd im Wappen verabschiedet sich trotz vielfacher Zusage von der ältesten Pferdezuchtsstätte Deutschlands - dem Gestüt Harzburg. Es ist müßig die geschickten Winkelzüge der Landesregierung und ihrer Ministerien hier alle aufzuzählen. Es ist die Geschichte von Unwahrheiten, auf Zeit spielen und vielem mehr. All das hat die SPD/CDU Landesregierung zu verantworten, aber nun geht es ums Überleben der Harzburger Rennwoche, um zumindest diese mit dem Bau von neuen Boxen zu erhalten. Wo sind die angekündigten Baupläne für das Boxendorf?“

 

Stattdessen sei in allen Zeitungen der Region eine Anzeige geschaltet, mit der das Land Niedersachsen „zukunftsfähige Ideen“ für Gestüt und Grundstück sucht, um ein Nutzungskonzept zu entwickeln. Baumgarten: „Ich denke die Harzburger Kommunalpolitik muss schnell ihre Stimme erheben, von den Landtagsabgeordneten der Region ist ja nichts zu sehen. Eine deutliche Resolution des gesamten Stadtrates kann zumindest den Unmut noch einmal klar in Richtung Hannover und der Regierung Weil adressieren. Das alte Braunschweiger Land einfach abzuhängen muss zu einem Aufschrei führen.“

Rennpreissenkungen der Winterrennen ab 23. November

Quelle: GaloppOnline vom 9. November 2020

 

Die Sandbahnrennen in Dortmund ab 23. November 2020 müssen aufgrund der neuerlichen Einschränkungen insbesondere in Frankreich mit Schließung vieler Wettgeschäfte und daher verbunden geringerer Umsätze um linear 1.000 Euro pro Rennen in den Rennpreisen gesenkt werden. Dies betrifft Rennen mit einer Dotierung von 6.000 Euro auf 5.000 Euro und von 5.000 Euro auf 4.000 Euro. Über die Rennpreise der beiden Renntage in Mülheim wird kurzfristig entschieden und informiert. Sollte sich die Lage in Frankreich kurzfristig verbessern, werden die Rennpreise wieder entsprechend angehoben.

Deutscher Galopp hat Unterstützungsantrag gestellt

Quelle: GaloppOnline vom 4. November 2020

 

Deutscher Galopp hat über den Wirtschaftsprüfer des Hauses einen Antrag auf Unterstützung aus dem 200 Millionen-Topf eines Förderprogramms für Profisport gestellt. „Der Antrag wurde fristgerecht zum 30. September gestellt“, sagte Verbands-Präsident Michael Vesper auf entsprechende Nachfrage im Rahmen der regelmäßigen Medien-Telefonkonferenz am Mittwoch. Geschäftsführer Jan Pommer: „Wir haben über den Eingang ein Aktenzeichen erhalten, der Antrag befindet sich in der Prüfung, wir rechnen mit einem baldigen feedback.“

 

Federführend für die Vergabe ist das Bundesministerium des Inneren (BMI). Offen ist, ob der Galopprennsport tatsächlich anspruchsberechtigt ist. „Diese Hürde müssen wir nehmen“, so Jan Pommer. Der Hintergrund: das Programm richtet sich an Profisport im Ligenbetrieb. „Dass wir Profisport betreiben steht nicht in Frage“, so Michael Vesper, „wir haben zwar keine Liga, aber wir sind der Überzeugung, dass man unseren Sport sehr gut in diese Sache herein argumentieren kann.“ „Wir bringen tatsächlich gute Argumente in unserem Antrag vor“, ergänzt Jan Pommer.

 

Ursprünglich war das Programm nur auf olympische Sportarten ausgerichtet gewesen. „Wir haben darum gekämpft, dass dieses Kriterium, welches für uns ein k.o.-Kriterium gewesen wäre, nicht mehr gilt. Jetzt geht es darum, ob man uns mit einem Ligenbetrieb vergleichen kann, und wir meinen Ja!“, so Michael Vesper abschließend.

Termine 2021: Ab Ende März erste Doppelrenntage geplant

Quelle: GaloppOnline vom 5. November 2020

 

Die Feinabstimmung der Terminplanung 2021 ist derzeit voll im Gange. Man hofft darauf, dass die Rennpreise wieder auf Vor-Corona-Niveau sein werden. Rüdiger Schmanns, technischer Leiter bei Deutscher Galopp, sagt dazu: „Die Rennvereine sind allesamt gewillt, in den Black Type-Rennen Rennpreise wie vor Corona auszuschütten. Wir wollen es definitiv versuchen, das so umzusetzen.“ Das hängt wohl auch davon ab, ob die Rennvereine die Vor-Corona-Zuschüsse erhalten werden. Schmanns weiter: „Wie es in den anderen Rennen aussieht, wie die Rennvereine die Rennen dotieren werden, oder besser dotieren können, liegt in der Macht der einzelnen Vereine.“

 

Die Terminplanung sieht ab Ende März schon erste Doppelrenntage vor, nachdem es bis dahin jeweils sonntags (Ausnahme 31. Januar) einen PMU-Renntag geben soll. „In unserer Planung sieht da alles gut aus, aber man weiß natürlich leider nicht, wie sich die Corona-Situation entwickeln wird.“

 

Im Kontext der Terminplanung 2021 nutzte Michael Vesper als Präsident von Deutscher Galopp bei der Pressekonferenz des Verbandes die Chance, explizit Hannover und dem dortigen Präsidenten Gregor Baum zu danken. „Ich möchte mich für die großen Kraftanstrengungen, die neun Termine in diesem Jahr ermöglicht haben, explizit bedanken“, so Vesper. Köln, wo zehn Termine ausgetragen wurden, wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnt. Spitzenreiter wird in diesem Jahr Dortmund sein mit sogar in Summe 19 Terminen!

Neue Vorsitzende in wichtigen Kommissionen

Quelle: GaloppOnline vom 5. November 2020

 

Zwei der wichtigsten Kommissionen bei Deutscher Galopp haben eine neue Führung erhalten, damit wurde gleichzeitig auch ein Generationenwechsel eingeläutet. Rolf Leisten, der über viele Jahre Zuchtkommission und technische Kommission geleitet hatte, hat die Verantwortung an zwei Nachfolger übergeben. Rolf Harzheim (Gestüt Bona) übernimmt die Leitung der technischen Kommission, Marc Sonnenburg (Gestüt Etzean) steht der Zuchtkommission vor.

 

„Wir danken Rolf Leisten für sein großes ehrenamtliches Engagement“, sagt Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper. Eine offizielle Verabschiedung und Würdigung werde selbstverständlich noch erfolgen.

Anton "Toni" Gries ist verstorben

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um sein ältestes, aktives Mitglied. Am 10. November verstarb Anton "Toni" Gries zwei Tage nach seinem 86. Geburtstag. Seit 1983 engagierte sich der Verstorbene mit Unterbrechungen als Trainer im Galoppsport. 25 Siege weist die Statistik von Deutscher Galopp für ihn auf.

 

"Unsere Gedanken sind bei der Familie von Anton Gries", so Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer. "Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren."

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2020

Baden-Baden, 6. September

  • Horst Rudolph – Irukandji

Baden-Baden, 12. September

  • Isabell Kreger – Vinnie's Wish und Queens Beauty
  • Torsten Reineke – Santiano

Magdeburg, 12. September

  • Daniel Paulick – Marygold

Baden-Baden, 13. September

  • Laura Giesgen – Sea Tea Dea

Mons, 14. September

  • Olga Laznovska – Agent Excel

Hoppegarten, 19. September

  • Daniel Paulick – Maranero
  • Doreen Müller – Benoehr

Dortmund, 20. September

  • Lucien W. J. van der Meulen – Mr Gent

Bro Park, 20. September

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Mannheim, 27. September

  • Horst Rudolph – Candy Sweet und Irukandji

Köln, 27. September

  • Anja Kleffmann – Parmenter

Baden Racing unterstützt Nachfolgelösung

Quelle: Deutscher Galopp vom 27. Oktober 2020

 

Pressemitteilung Baden Racing vom 27. Oktober 2020

Der Weg für eine Neuausrichtung der Rennbahn Baden-Baden-Iffezheim unter neuer Verantwortlichkeit ist frei. Nach der durch die Gemeinde Iffezheim mitgeteilten Akzeptanz der durch Baden Racing ausgesprochenen Kündigung des Pachtvertrages über die Rennbahn zum Jahresende 2020 bereitet sich Baden Racing auf den Übergang auf eine neue Gesellschafterstruktur vor.


"Es gibt Interessenten für die Fortführung“, sagt Dr. Andreas Jacobs, Mehrheitsgesellschafter und Präsident von Baden Racing mit Verweis auf die aktuell geführten Gespräche. Baden Racing, der Dachverband Deutscher Galopp, die Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen, die Baden-Baden Auktionsgesellschaft (BBAG), Persönlichkeiten aus dem Rennsport sowie die Gemeinde Iffezheim und die Stadt Baden-Baden arbeiten gemeinsam an einer zukunftsfähigen Lösung.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes, hat seiner Hoffnung auf eine schnelle Lösung Ausdruck verliehen. „Ich sehe ein Zeitfenster von ungefähr vier Wochen, in denen in Grundzügen klar sein muss, in welche Richtung es gehen soll“, sagte Vesper in der vergangenen Woche. „Die Lösung muss lange vor dem Jahreswechsel feststehen.“ Im gleichen Zusammenhang hat der einstige Spitzenpolitiker der Grünen und langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes Gespräche mit der kommunalen, regionalen, Landes- und Bundespolitik angekündigt.

 

„Wir bereiten die Gesellschaft Baden Racing aktuell auf den Übergang vor“, so Dr. Andreas Jacobs. „Um das Gelände zum 31. Dezember 2020 zu übergeben, sind wir gezwungen, Kündigungen auszusprechen.“ Baden Racing war vor zehn Jahren nach der Insolvenz des Internationalen Clubs als Retter der Iffezheimer Rennbahn und der dort abgehaltenen Galopprennen angetreten und hat die Rennbahn in dieser Zeit erfolgreich für den deutschen Rennsport und die hiesige Vollblutzucht bewahrt.

 

„Wir konnten den sportlichen Rahmen erhalten und haben dafür gesorgt, dass die Iffezheimer Rennbahn in Sachen Rennpreise und Wettumsatz die Nummer Eins in Deutschland geblieben ist“, so Jacobs. Alleine in den Jahren 2018 und 2019, den letzten beiden „normalen“ Jahren vor den Corona-Einschränkungen, wurden in Iffezheim ein Wettumsatz von 5,8 bzw. 5,7 Millionen Euro erzielt und je 2,2 Millionen Euro an Rennpreisen ausgeschüttet. Das sind mehr als 20 Prozent des gesamten deutschen Wettumsatzes und 17 Prozent der gesamten Rennpreise in Deutschland.

 

Seit nunmehr vier Jahren sind Dr. Andreas Jacobs und Paul von Schubert als Gesellschafter von Baden Racing auf der Suche nach Nachfolgern, die eine nachhaltige Zukunft der Rennen sichern können. „Wir sind dieser Lösung nun sehr nahe“, sagt Jacobs mit Blick auf die Bemühungen aller Beteiligten. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei einem tollen Team zu bedanken, welches mit viel Hingabe an der Ausrichtung der Rennen und des sonstigen Programms im Jahresverlauf gearbeitet hat. Unser Dank gilt darüber hinaus Deutscher Galopp und der Besitzervereinigung für die Unterstützung des hochkarätigen sportlichen Programms und der gesamten Region für den Support während der vergangenen zehn Jahre“, so Jacobs abschließend.

Matthiessen neuer Präsident des Hamburger Renn-Clubs

Quelle: GaloppOnline vom 27. Oktober 2020

 

Hans-Ludolf Matthiessen ist der neue Präsident des Hamburger Renn-Club. Er wurde am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung des Clubs in der Hansestadt gewählt. Der bisherige Präsident Eugen-Andreas Wahler hatte schon im Vorfeld seinen Rückzug angekündigt, Albert Darboven war nicht als Kandidat zur Wahl des neuen Präsidenten angetreten.

 

Hans-Ludolf Matthiessen war bis dato neben Darboven stellvertrender Vorsitzender des HRC, übernimmt nun das Ruder. Vor kurzem ist Matthiessen, in den letzten Jahren in vielen Rollen vor allem auch bei Wettstar in Sachen des Totalisatorbetriebs eine Allzweckwaffe des deutschen Rennsports, 80 Jahre alt geworden.

Baden Racing zieht Bilanz nach letztem Renntag 2020

Quelle: Deutscher Galopp vom 19. Oktober 2020

 

Pressemitteilung Baden Racing:


Der 27,2:1-Außenseiter Ice Man war am Sonntag, 18. Oktober, der letzte Sieger einer denkwürdigen Saison 2020 auf der Galopprennbahn Baden-Baden · Iffezheim. „Ausgerechnet unser zehnjähriges Jubiläumsjahr war wegen der Corona-Pandemie das mit Abstand schwierigste für Baden Racing“, zieht Jutta Hofmeister, die Geschäftsführerin des wichtigsten Veranstalters von Galopprennen in Deutschland, Bilanz.


Wie schon Frühjahrs-Meeting und Große Woche musste auch das Sales & Racing Festival um einen Renntag verkürzt werden. Der Sonntag bot dafür mit 13 Rennen ein so umfassendes Programm wie noch nie. Für die sportlichen Highlights sorgte die zweijährige Stute Noble Heidi im Preis der Winterkönigin und Principe im Auktionsrennen. Championjockey Bauyrzhan Murzabavey gewann gleich vier Rennen. Trainerin Conny Whitfield sorgte für einen Sieg der Iffezheimer Trainingszentrale.

 

89 Rennen in diesem Jahr veranstaltet

 

„Wir hatten am Sonntag Glück mit dem Wetter und waren auch zufrieden mit den Wetteinnahmen, das Mehr an Zuschauern auf der Bahn hat auch für eine spürbar bessere Atmosphäre gesorgt“, so Hofmeister. Der Gesamtumsatz betrug 573.054 Euro, davon 86.892 Euro auf der Bahn. Der Durchschnitt pro Rennen lag bei 44.081 Euro. Insgesamt hat Baden Racing in diesem Jahr in drei Meetings acht Renntage veranstaltet, dabei 89 Rennen durchgeführt, rund 1,5 Millionen Euro Preisgeld ausgeschüttet und einen Wettumsatz von knapp vier Millionen Euro erzielt.

 

Auf der Einnahmenseite fehlen Baden Racing aber nicht nur die Renntage und vor allem die wichtigen Bahnumsätze der Besucher. „Bis auf eine verkürzte Gartenmesse sind praktisch alle Drittveranstaltungen weggefallen, die eine wichtige Finanzierungsquelle für uns sind. Da geht es ebenso schlecht wie der gesamten Veranstaltungsbranche“, rechnet Hofmeister vor.

 

„Mein besonderer Dank richtet sich an unsere treuen Sponsoren, aber auch an unsere Partner und Mitarbeiter, die in diesem Jahr ein besonderes Maß an Flexibilität und Verzicht leisten mussten“, betont Hofmeister. „Nichts war so wie in den Jahren zuvor.“ Mit Blick auf das neue Jahr weist die Geschäftsführerin auf „die aktuell konstruktiven Gespräche“ hin, um auch 2021 – und dann hoffentlich weitgehend Corona-frei – Galopprennen auf der vor 162 Jahren gegründeten Bahn veranstalten zu können.

Präsident Vesper zu Baden-Baden und Stiftungsgedanken

Quelle: GaloppOnline vom 21. Oktober 2020

 

Michael Vesper hat als Präsident von Deutscher Galopp eine Lösung für die Zukunft der Rennen in Iffezheim für die nächsten vier Wochen in Aussicht gestellt. „Es muss ja lange vor dem Jahreswechsel passieren“, so Vesper am Mittwoch, „ich sehe ein Zeitfenster von ungefähr vier Wochen, in denen in Grundzügen klar sein muss, in welche Richtung es gehen soll.“ Es gebe die Erwartung und die Hoffnung, dass sich auch Personen aus dem Rennsport emotional und finanziell an einem solchen Projekt beteiligen, wie es Andreas Jacobs und Paul von Schubert in den letzten zehn Jahren getan hätten.

 

„Wir brauchen aber auch Menschen, die zu der Bahn stehen in der Region, die müssen mit im Boot sein.“  Vesper bestätigte Gespräche am letzten Wochenende unter anderem mit Baden-Baden Oberbürgermeisterin Mergen, Iffezheims Bürgermeister Schmid und auch dessen Vorgänger Peter Werler, der möglicherweise eine tragende Rolle spielen kann. Natürlich seien nach wie vor auch die BBAG und die Besitzervereinigung sowie weitere Persönlichkeiten aus dem Rennsport einbezogen.

Michael Vesper kündigte am Mittwoch weitere Gespräche auf insgesamt vier politischen Ebenen an: „Kommunal, regional, auf Landesebene und auch auf Bundesebene.“

 

Zur Sicherstellung seiner Zukunftsfähigkeit wird der deutsche Galopprennsport eine  „Stiftung Deutscher Galopp“ ins Leben rufen. Das hat Michael Vesper, Präsident des Verbandes, am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz angekündigt. „Wir gründen eine Stiftung Deutscher Galopp“, so Vesper, „über die vermögenden Menschen, denen der Rennsport am Herzen liegt, die Chance erhalten, sich für die Zukunft des Rennsports einzusetzen.“

Gemeinde Iffezheim hat Kündigung von Baden Racing bestätigt

Quelle: GaloppOnline vom 16. Oktober 2020

 

Die Gemeinde Iffezheim hat die außerordentliche Kündigung des Pachtvertrages über die Rennbahn seitens Baden Racing bestätigt. Das teilt die Gemeinde in einer Presseinformation mit. Am Donnerstag habe man gegenüber Baden Racing schriftlich den Eingang der Kündigung bestätigt.

 

Es heißt offiziell: „Wenngleich man nach juristischer Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass an der Rechtswirksamkeit rechtliche Bedenken bestehen, wird die Kündigung aus wichtigem Grund zum 31.12.2020 akzeptiert. Bürgermeister Christian Schmid erklärte, dass nach Auffassung der Gemeinde die Voraussetzung für die Kündigung des Pachtverhältnisses gemäß Pachtvertrag nicht vorliegen dürften. Allerdings möchte man von Seiten der Gemeinde auf einen Rechtsstreit verzichten. „Wir wollen damit klare Rechtsverhältnisse schaffen und insbesondere den Weg für zielführende Lösungen frei machen“, betonte der Rathauschef.“

Baden Racing kündigt Pachtvertrag

Quelle: Homepage von Baden Racing vom 30. September 2020

 

Baden Racing als wichtigster Veranstalter von Galopprennen in Deutschland zieht die Notbremse und macht wegen der Corona-Pandemie von einem außerordentlichen Kündigungsrecht des Pachtvertrags zum Ende des Jahres Gebrauch. „Die Verluste durch die Corona-Krise sind dramatisch. Deshalb sehen wir uns nicht mehr in der Lage, die von der Gemeinde Iffezheim geforderte Pacht in Höhe von 200.000 Euro jährlich zu bezahlen“, betont Baden-Racing-Präsident Dr. Andreas Jacobs.

 

„Uns geht es wie vielen Veranstaltern, Hotels und Gastronomen, die wegen der monatelangen und noch immer nicht absehbaren Einnahmeausfälle, nicht mehr in der Lage sind, die Pacht zu bezahlen“, so Jacobs. „Wir hoffen aber für den Galoppsport und die Region, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde eine Lösung finden werden, um den Erhalt der mehr als 160 Jahre alten Galopprennbahn weiter zu sichern.“

 

Baden Racing seit 2010 in der Verantwortung

 

Die Galopprennbahn Baden-Baden · Iffezheim wurde 1858 gegründet. 2009 meldete der seit 1872 verantwortliche Internationale Club Insolvenz an. 2010 übernahm Baden Racing mit den Hauptgesellschaftern Andreas Jacobs und Paul von Schubert die führende deutsche Galopprennbahn. Ihr persönliches Engagement in der Zeit beziffern die Beiden auf mehr als fünf Millionen Euro. 2015 wurde ein auf 20 Jahre angelegter Pachtvertrag mit der Gemeinde unterzeichnet.

 

Baden-Baden gilt für den deutschen Galopprennsport als „systemrelevant“ (Galopp-Präsident Michael Vesper), generiert die Rennbahn doch mit Abstand den größten Wettumsatz in Deutschland und bietet das beste und teuerste sportliche Angebot. Seit 2010 wurde bei 131 Renntagen ein Preisgeld von rund 24 Millionen Euro ausgeschüttet. Am Sonntag, 18. Oktober, ist im Rahmen des Sales & Racing Festivals der letzte Renntag des Jahres mit zwei hoch dotierten Zweijährigen-Rennen und einem Gesamtpreisgeld von rund 400.000 Euro geplant.

Livestream Deutscher Galopp bei #DABEI auf MagentaTV

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. Oktober 2020


Am Sonntag, 25. Oktober, startet Deutscher Galopp eine weitere Medienkooperation und untermauert seine Stellung als moderne und publikumswirksame Sportart für die ganze Familie. Nach der erfolgreichen Kooperation mit dem Free-TV Sender Sport1 (nächster Sendetermin am Samstag, 24. Oktober, aus Mannheim) werden zunächst drei Renntage vollständig und LIVE bei #DABEI auf MagentaTV (Sendeplatz 18) gezeigt. Die Übertragung aus Hannover mit insgesamt elf erstklassigen Rennen beginnt um 11 Uhr. Darüber hinaus werden die Highlight - Renntage aus Hoppegarten am 1. November und aus München am 8. November übertragen.


Der deutsche Galopprennsport hat in diesem Jahr auf die COVID-19 Herausforderungen reagiert und mit einem völlig neuen Konzept einen eigenen Livestream entwickelt, der sich binnen kürzester Zeit zu einem Publikumsmagneten entwickelt hat. Woche für Woche verfolgen Zuschauer in ganz Europa die Übertragungen mit einer Reichweite von 3,7 Mio. Kontakten auf Facebook und YouTube. Diese Erfolge untermauern die Attraktivität deutscher Galopprennen und die erfolgreiche Strategie des Dachverbandes, diesen faszinierenden Sport an möglichst vielen und prominenten Kontaktpunkten zu zeigen.

 

„Wir freuen uns, dass MagentaTV Interesse an unserem Livestream bekundet hat und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Riko Luiking von Wettstar. Jan Pommer ergänzt: „Das Interesse der Telekom bestätigt unsere Strategie, unseren faszinierenden Sport an möglichst vielen und prominenten Kontaktpunkten zu zeigen. Wir waren und sind ein Sport, der Jahr für Jahr Millionen Menschen fasziniert und begeistert.“

 

Über #DABEI:
#DABEI ist ein neuer linearer TV-Sender auf Magenta TV der Telekom. Der Sender ist im März dieses Jahres im Zuge des Corona-Lockdowns auf Initiative der Telekom entstanden, wurde innerhalb kürzester Zeit vom Medienhaus SPORTTOTAL umgesetzt und begeisterte vom Start weg bereits in den ersten Wochen ein Millionenpublikum.

In Swoop glänzender Arc-Zweiter

Quelle: Deutscher Galopp vom 4. Oktober 2020

 

Großartige Vorstellung des deutschen Derbysiegers In Swoop am Sonntag, 4. Oktober, im bedeutendsten Galopprennen der Welt, dem Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe (Gruppe I, 3 Mio. Euro, 2.400 m), auf der Rennbahn ParisLongchamp. Der von Francis Henri Graffard für das Gestüt Schlenderhan trainierte dreijährige Adlerflug-Sohn wurde mit Jockey Ronan Thomas als 11:1-Außenseiter glänzender Zweiter. Nur einen Hals vor ihm landete der neuerliche Arc-Held, der vierjährige Siyouni-Sohn Sottsass (8,3:1, Cristian Demuro), aus dem Top-Stall von Jean-Claude Rouget, der im Vorjahr Platz drei belegt hatte.
 

Nur wenig fehlte, dann hätte In Swoop dem im vergangenen Jahr für die Gestüte Ammerland und Newsells Park erfolgreichen Waldgeist nachgeeifert. Vom sechster Stelle aus der Startbox eins wurde der Gewinner des IDEE Deutschen Derbys in Hamburg auf den letzten Metern immer stärker und kam näher und näher an Sottsass heran, der aus dem Vordertreffen einen Vorteil herausgearbeitet hatte. Doch das Ziel war einen Tick zu früh da für die deutsche Hoffnung. Aber der Ehrenplatz in diesem Aufgebot von elf Spitzenpferden war phänomenal und wurde mit einem Preisgeld von 685.800 Euro belohnt.

 

In Swoops Betreuer Francis Henri Graffard berichtete: „Das war eine Klasse-Leistung von einem sehr guten Pferd und In Swoops bislang beste Form in einer großartigen Saison. Er kann auf dieser Ebene mit den besten Pferden mithalten. Natürlich ist es ärgerlich, so knapp geschlagen worden zu sein.“ „Mein Pferd hat mächtig beschleunigt und wurde immer stärker. Bis ins Ziel hat In Swoop riesig gekämpft“, analysierte Jockey Ronan Thomas.

 

1.714.200 Euro flossen auf das Konto der White Birch Farm als Besitzer von Sottsass. Sottsass‘ Siegreiter Cristian Demuro sagte: „Das ist ein unglaubliches Gefühl. Heute war mein Tag.“ Trainer Jean-Claude Rouget erklärte: „Wir hatten eine sehr gute Startnummer und einen tollen Rennverlauf. Alles war top.“

 

Der lange führende Persian King wurde für den Stall Godolphin Dritter vor dem kurz brandgefährlich wirkenden Außenseiter Gold Trip, Raabihah und der heißen Favoritin Enable. Die Arc-Gewinnerin von 2018 und 2019 und Zweite von 2020 musste aus dem Vordertreffen auf dem schweren Boden früh passen und sich mit Rang sechs begnügen. Damit blieb auch ihr der dritte Sieg in diesem Rennen versagt.

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Honzrath

Der Verein Deutscher Besitzertrainer war am Freitag, 2. Oktober, in Honzrath gemeinsam mit der Finanzagentur Annen Sponsor des 5. Rennens. In dem Ausgleich IV über 1.950 Meter passierte der 5-jährige Wallach Nero de Avolo aus dem Quartier von Frank Fuhrmann als Erster die Ziellinie. Geritten wurde Nero de Avolo von Miquel Lopéz, der für die verhinderte Helen Böhler bei diesem Kistenritt in den Sattel stieg.

 

Rang zwei ging an die von Fabienne Gratz in Honzrath trainerte 7-jährige Stute Ossiline unter Rens P. Verberkt. Dritter wurde Jackontherocks (Frank Fuhrmann/Janina Boysen).

 

Die Siegerehrung wurde u. a. von Karen Kaczmarek (Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer/4. von rechts) und Armin Weidler (2. Vorsitzender des Vereins Deutscher Besitzertrainer/2. von rechts) vorgenommen.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2020

Köln, 1. August

  • Laura Giesgen – Sea Tea Dea

Deauville, 1. August

  • Hella Sauer – Ursus

Mannheim, 7. August

  • Horst Rudolph – Furous
  • Caroline Fuchs – Nordgold

Hoppegarten, 9. August

  • Daniel Paulick – Pasquetta und Invincible Really
  • Guido Scholze – Sha Gino
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Anton von Marlow

Clairefontaine, 10. August

  • Hella Sauer – Frosty Bay

Köln, 15. August

  • Philipp Berg – Luna Princess

Düsseldorf, 16. August

  • Katja Engels – Axxios

Mülheim, 24. August

  • Armin Weidler – Best of Heaven
  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam

Saarbrücken, 28. August

  • Andrea Friebel – Wild Gypsy Boy
  • Fabienne Gratz – Glos
  • Horst Rudolph – Pissarro
  • Christof Schleppi – Dawn Prayer

Wieder ein Pferdefutter verunreinigt

Deutscher Galopp vom 5. Oktober 2020 (Trainerservice)

 

Deutscher Galopp möchte auf folgende Pressemitteilung der Firma GAIN EQUINE NUTRITION vom vergangenen Freitag aufmerksam machen:

 

"GAIN Equine Nutrition möchte darauf hinweisen, dass das Unternehmen, das mögliche Vorhandensein einer Verunreinigung in einigen Chargen unseres Pferdefuttersortiments untersucht. Bis zum Abschluss weiterer Untersuchungen wird den Kunden von GAIN empfohlen, von der Verfütterung unserer Pferdeprodukte an ihre Tiere abzusehen. Der Kontaminant, Zilpaterol, ist ein synthetischer Beta-Agonist, der zur Verwendung als Leistungssteigerer in einigen Rindfleischproduktionssystemen außerhalb der EU zugelassen ist.

 

Es ist wichtig zu betonen, dass diese synthetische Substanz nie Bestandteil einer Formulierung in einem unserer Futtermittelbereiche war. Ein potentielles Problem wurde uns zuerst auf der Grundlage positiver Testergebnisse von France Galop von einigen Pferden, die mit unseren Produkten in Frankreich gefüttert wurden, gemeldet. Nach Erhalt dieser Informationen begann unser Qualitäts- und Kontrollteam sofort mit der Prüfung unserer Futtermittelprodukte, sowohl der Rückstellproben als auch der Produkte auf dem Markt.

 

Unmittelbar nach Erhalt eines positiven Testergebnisses an einigen einzelnen Futterproben heute morgen, Freitag, den 2. Oktober, begannen wir mit der Benachrichtigung aller zuständigen Behörden und Kunden. Wir arbeiten eng mit allen zuständigen Behörden, einschließlich des irischen Landwirtschaftsministeriums, zusammen, um die Quelle dieser Kontamination vollständig zu untersuchen. Sobald weitere Informationen verfügbar sind, werden wir ein ausführlicheres Update geben."

 

Martin Ryan, Leiter von GAIN Equine: "Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren geschätzten Kunden für die durch diesen Vorfall verursachten Unannehmlichkeiten und verpflichten uns, Sie umgehend umfassend zu informieren. Eine gründliche Untersuchung und Rückverfolgung aller Quellen von Futtermittelzutaten ist dringend erforderlich, um festzustellen, wie diese externe Verunreinigung den Weg in einige Chargen unseres Pferdeprodukts gefunden haben könnte".

 

Aufgrund dieser Pressemitteilung und der weiteren Entwicklung über das Wochenende rät Deutscher Galopp dringend davon ab, bis auf weiteres Produkte der Firma GAIN EQUINE NUTRITION zu verfüttern.

Hoffnungsschimmer für staatliche Unterstützung

Quelle: GaloppOnline vom 10. September 2020

 

Michael Vesper hat in einem Interview mit der Sport-Welt (Freitagausgabe, 10. September) seiner Hoffnung auf staatliche Unterstützung des Rennsports Ausdruck verliehen. Vesper sagt: „Vielen Branchen und Lebensbereichen hat der Staat in diesen schweren Zeiten völlig zu Recht unter die Arme gegriffen. Was den Sport angeht, so hat der Bund ein Hilfspaket von 200 Millionen Euro aufgelegt, das allerdings zunächst nur für die Olympischen Sportarten gelten sollte. Wir haben diese Begrenzung nicht für richtig gehalten, auch wir betreiben professionellen Hochleistungssport, der durch die Pandemie herb getroffen wird. Dies haben wir an verschiedenen Stellen auch deutlich platziert.“

 

Nun scheint es erste positive Anzeichen zu geben. Michael Vesper: „Ich freue mich darüber, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch den potenziellen Empfängerkreis der Mittel auf „nicht-olympische (semi-) professionelle Sportvereine, Verbände und Unternehmen“ erweitert hat. Wir stehen nicht nur für eine traditionsreiche Zucht mit ihren Leistungsprüfungen im staatlichen Auftrag, sondern auch für rund 3000 Beschäftigte.“

Treffen mit Seifert: „Von Erfahrungen profitiert“

Quelle: GaloppOnline vom 18. September 2020

 

Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, und weitere Entscheidungsträger dieses Sports haben sich kürzlich informell mit Christian Seifert, dem Macher der Deutschen Fußball-Liga getroffen. „Auf Einladung von Andreas Jacobs haben wir am Vorabend der Mitgliederversammlung im kleinen Kreis zusammengesessen, um einmal jenseits des üblichen Alltagsstresses über die Zukunft des Galopprennsports in Deutschland nachzudenken“, so Michael Vesper gegenüber der Sport-Welt. „Christian Seifert hat sich freundlicherweise bereiterklärt, dafür einen Impuls zu liefern – nicht als Vorsitzender der DFL, sondern als Galoppfreund seit Kindertagen, der sich bis heute auch im Beirat von Baden Racing engagiert.“

 

Um was genau es bei den Gesprächen ging? „Wie müssen wir uns aufstellen, damit unser Sport die Krise übersteht und möglichst sogar gestärkt daraus hervorgeht, das war die Oberfrage. Bei der Diskussion haben wir von den vielfältigen Erfahrungen profitiert, die Christian Seifert nicht zuletzt auch bei dem Aufbau der DFL gewonnen hat.“ Was eine mögliche Unterstützung des Rennsports durch den Fußball angeht, sagt Vesper: „Nein, darum ging es nicht. Beide Sportarten sind sich freundschaftlich verbunden, haben auch viele personelle Überschneidungen, wenn ich etwa an Klaus Allofs und Timo Horn denke – oder auch an Gregor Baum und Eckhard Sauren, die ja nicht nur Rennvereinspräsidenten sind, sondern auch in den örtlichen Bundesligisten – da beziehe ich jetzt mal die 2. Liga ein – Verantwortung übernommen haben. Aber wir müssen uns schon selber helfen – wie das gehen kann, haben wir diskutiert.“

 

Dennoch sind Lernpotenziale eruiert worden. „Ein Thema ist die klare Trennung zwischen dem e. V. und dem Profibereich. Aber wir sind nicht so vermessen, uns da mit dem Profi-Fußball mit seinen Fernsehgeldern und Vermarktungsmöglichkeiten auf eine Stufe stellen zu wollen.“

Mitglieder wählen neuen Vorstand

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 7. September 2020

 

Heute hat in Baden-Baden die Mitgliederversammlung von Deutscher Galopp e. V. stattgefunden. Im Zeichen der Corona-Pandemie und unter Einhaltung der Kontakt- und Hygienevorschriften kamen die Mitglieder im Longines-Club der Rennbahn in Iffezheim zusammen. Schwerpunkt war neben einer Analyse der Coronasituation die Wahl des neuen Vorstands. Dieser vereint die bisherigen Gremien Vorstand und Präsidium und ist künftig das zentrale Entscheidungsorgan des Dachverbands.

 

Nach der einmütigen Wiederwahl von Dr. Michael Vesper, Köln, wurden folgende Personen in den neuen achtköpfigen Vorstand gewählt:

 

Manfred Ostermann und Gerhard Schöningh als Vizepräsidenten,

 

Gregor Baum und Lars-Wilhelm Baumgarten als Vertreter der Besitzervereinigung,

 

Eckhard Sauren und Andreas Tiedtke als Vertreter der Rennvereine,

 

Christian Freiherr von der Recke als Vertreter der Aktivenverbände.

 

Auf Vorschlag von Michael Vesper wurde der bisherige Vizepräsident Andreas Jacobs zum Vorsitzenden des Beirats der Deutscher Galopp Wirtschaftsdienste gewählt. (Anmerkung vom Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer: "Die Wahl des Vorsitzenden des Beirats der Deutschen Galopp Wirtschaftsdienste fand nicht auf der Mitgliederversammlung statt!")  „Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit Andreas Jacobs einen erfolgreichen Unternehmer dafür gewinnen konnten, die Verantwortung für unsere wichtigste Beteiligung zu übernehmen und Geschäftsführer Jan Pommer zu unterstützen. Wir werden von der unternehmerischen Erfahrung von Andreas Jacobs und seiner profunden Kenntnis des Galopprennsports und der Vollblutzucht profitieren“, so Vesper.

 

„Unser Dachverband wird sich verändern und eine Vision für den Rennsport 2025 mit klar definierten Zielen entwickeln. Diese Aufgabe werden wir mit dem neuen Vorstand jetzt zügig angehen.“

"Ein erstaunliches Wir-Gefühl“

Quelle: Deutscher Galopp vom 7. September 2020

 

Pressemitteilung der Besitzervereinigung:
 

Die Folgen der Corona-Pandemie, aber auch die Zukunft von Baden Racing als Veranstalter der wichtigsten Galopprennbahn in Deutschland, standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen (BV). „Die Corona-Pandemie eine Gefahr für fast alle Lebensbereiche, auch den Galopprennsport“, sagte BV-Präsident Manfred Ostermann am Montag auf der Galopprennbahn Baden-Baden · Iffezheim.
 

Eine große Anzahl an Renntagen und Rennen sei verloren gegangen, auch im Ausland habe es weniger Startmöglichkeiten gegeben, so Ostermann. Einige Rennbahnen hätten überhaupt nicht veranstalten können. Gerade die Besitzer hätten auf viel Preisgeld verzichten müssen. Als besondere Ausnahme hob Ostermann die Baden-Baden Auktionsgesellschaft, deren Auktionsrennen ohne Kürzungen durchgeführt werden. „Das macht fast 20 Prozent des Preisgeldvolumens in diesem Jahr aus“, so Ostermann. „Corona hat aber auch ein erstaunliches Wir-Gefühl erzeugt, dass es so noch nie gegeben hat.“

 

Mehr Pferde im Training als im Vorjahr

 

Eine Zahl habe ihn besonders beeindruckt, so der BV-Präsident. Stand Anfang September liegt die Zahl der Pferde im Training bei 2.093, das sind sechs mehr als im Vorjahr. „Dabei haben uns alle Experten vorhergesagt, dass sich der Pferdebestand um 400 bis 500 Pferde verringern wird“, sagte Ostermann. Dass dies nicht geschehen sei, liege am Engagement und der Liebe zum Tier der Besitzer.

 

Der Präsident von Deutscher Galopp, Michael Vesper, kritisierte in seinem Grußwort die Corona-Bestimmungen bezüglich der Zuschauer auf der Rennbahn. Im Kölner Zoo dürften 5.000 Menschen gleichzeitig sein, im Europa-Park Rust 15.000 Besucher an einem Tag, auf der Rennbahn in Iffezheim aber nur 500. „Das ist ein Missverhältnis“, so Vesper. „Wir brauchen vergleichbare Regularien, damit alle Sportarten, nicht nur der Galopp, eine Chance haben.“

 

Jacobs: „Löcher, die wir stopfen müssen“

 

Baden-Racing-Präsident Andreas Jacobs nannte in seiner Ansprache ein paar Zahlen zu den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für den Rennverein. „Gegenüber dem Vorjahr haben wir in der Großen Woche einen Fehlbetrag von 380.000 Euro, aufs Gesamtjahr hochgerechnet rund 1,4 Millionen Euro weniger Ticket- und Sponsoreneinnahmen.“ Auch bei den Wetten ergeben sich laut Jacobs Löcher, „die wir stopfen müssen“ und die durch Online-Wetten nicht auszugleichen seien. Die Bahnwette durch Besucher fehle in Iffezheim besonders. Jacobs sprach von rund 200.000 Euro geringeren Einnahmen.

 

Dennoch werde Baden Racing auch im Sales & Racing Festival einen „Groß-Renntag“ veranstalten, „an dem wir rund eine halbe Million Euro Preisgeld ausschütten“, so Jacobs. Er appellierte an die Versammlung, sich zusammenzusetzen, „um die Zukunft der wunderschönen Bahn“ zu sichern. BV-Präsident Ostermann sagte, in welcher Form es mit Baden Racing weitergehe, sei noch nicht geklärt. Viele Detailfragen seien noch offen, kündigte aber einen Lösungsvorschlag bis Jahresende an, der auf einer BV-Sondersitzung dann zur Entscheidung stehen werde.

 

Kritik am Engagement der BV an Baden Racing konterte Ostermann mit den Worten, es sei die „ureigenste Aufgabe der Besitzervereinigung“, dazu beizutragen, die Grundlagen für die Rennen zu schaffen. Im Vorstand sei man sich einig, dass Baden-Baden wegen seiner herausgehobenen wirtschaftlich und internationalen Stellung eine besondere Bedeutung zukomme. „Es ist aber eine Herkulesaufgabe, den Galoppsport in Deutschland auf so hohem Niveau aufrechtzuerhalten.“

 

Studie zum Galoppsport vorgestellt

 

BV-Geschäftsführer Daniel Krüger präsentierte in seinem Jahresbericht einige Kernzahlen. Die BV hat 600 Mitglieder. Die Zahl der Züchter sei mit 500 stabil geblieben. „85 Prozent von ihnen besitzen eine bis drei Stuten, sie sind damit das Rückgrat der Vollblutzucht.“

 

Krüger stellte eine Studie zum Rennsport in Großbritannien und Irland vor, deren Ergebnisse aber auf Deutschland übertragbar seien. Danach generiert ein Euro Einsatz der Besitzer sieben Euro im gesamten Sport. Die Gründe, ein Pferd zu besitzen, seien vor allem die Freude am eigenen Rennpferd, aber auch der Besuch im Training oder auf dem Gestüt. Die Gründe aufzuhören, seien vor allem wirtschaftlich, da 97 Prozent aller Besitzer die Kosten nicht verdienen könnten und 43 Prozent weniger als 5 Prozent der Kosten.

 

In Deutschland lägen die Kosten für die Besitzer bei jährlich 43 Millionen Euro. „Dabei ist der Pferdekauf nicht einberechnet“, so Krüger. Für die Züchter bei 22 Millionen Euro. Es sei wichtig, neue Besitzer und Züchter zu gewinnen, aber bestehende Besitzer und Züchter zu halten, sei noch wichtiger und kostengünstiger. „Das muss das erste Ziel sein“, sagte der BV-Geschäftsführer.

Gibt es in Bremen wieder Galopprennen?

Mit "Die Wünsche der Sportler" ist ein Artikel im Bremer Weser-Kurier vom 9. September überschrieben, der sich mit der möglichen Zukunft des Geländes der Bremer Galopprennbahn befasst. Auch der Galopprennsport ist dabei mit im Boot.

 

Hier der Artikel: http://www.e-pages.dk/weserkurier/120487/article/1205741/24/5/render/?token=7c77c970a47fa9e03b714b1098bd3189&vl_app_id=com.newscope.epaper.wk&vl_app_version=4.7.1&vl_platform=android

Phase 3 mit Parallelveranstaltungen an einem Tag

Quelle: GaloppOnline vom 1. September 2020

 

"Mit dem heutigen Tag beginnt für uns Phase 3", so Deutscher Galopp-Boss Dr. Michael Vesper am Dienstag 1. September, in der obligatorischen Telefon-Pressekonferenz mit den Journalisten. In dieser Phase geht es unter anderem auch darum, dass es demnächst - was bislang in diesem Jahr nach dem Beginn der Corona-Panemie noch nicht der Fall war - mehr als eine Veranstaltung an einem Tag gibt.

 

Zum ersten Mal mehr als einen Veranstalter gibt es am 12. September, denn diesen Termin hatte Magdeburg schon lange fest geplant, und durch die Verschiebung der Großen Woche von Baden Racing in Iffezheim wird es an diesem Tag Rennen auf zwei Bahnen geben, wobei Magdeburg aber einen Renntag mit vielen Amateurrennen veranstaltet. Am 20. September veranstalten dann Dortmund und Hannover parallel, wobei eigentlich ein Renntag als PMU-Veranstaltung geplant war, doch da in Frankreich an diesem Tag noch ein zusätzlicher Renntag hinzu kam, wird es an diesem Termin keinen PMU-Renntag geben.

 

Am 27. September werden Köln und Mannheim veranstalten, am 4. Oktober Hannover und Düsseldorf, am 10. Oktober Dortmund und Leipzig, am 11. Oktober Köln und München, und am 31. Oktober Halle und Dortmund. Geplant ist für diese Termine, die Fernsehübertragung so zu gestalten, dass man die Rennen von beiden Bahnen präsentiert bekommt. "Ich denke, dass ist auch für die Zuschauer noch kurzweiliger, da sie ja so noch mehr Rennen zu sehen bekommen", so Dr. Michael Vesper.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2020

Mannheim, 3. Juli

  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Helmut R. Wedig – Rock of Cashel
  • Christian Peterschmitt – Ajmany
  • Horst Rudolph – Furous

Dresden, 4. Juli

  • Ralph Siegert – Varicon

Chantilly, 5. Juli

  • Hella Sauer – Waleed

Hamburg, 10. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Hamburg, 11. Juli

  • Marion Renggli – Dumas
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Anton von Marlow

Hamburg, 12. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind

Köln, 18. Juli

  • Anja Kleffmann – Parmenter

Hoppegarten, 19. Juli

  • Daniel Paulick – Maranero und Malinga
  • Luisa Steudle – Goldie Doll
  • Lucien W. J. van der Meulen – Karisoke

Hannover, 25. Juli

  • Aleksey Luft – Chesnee
  • Pascal Jonathan Werning – Eternal Summer

Magdeburg, 31. Juli

  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Dr. Monica Venner neue Tierschutzbeauftragte

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 25. August 2020

 

Tierschutz und das Wohl des Pferdes stehen im Rennsport über allen anderen Interessen und wirken in alle Bereiche des Rennsports hinein. Um der stetig wachsenden Bedeutung des Themas gerecht zu werden, hat der Vorstand von Deutscher Galopp e. V. Frau Dr. Monica Venner als unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen benannt.

 

Frau Dr. Venner, die selbst Vollblutpferde besitzt, wird künftig ihr Augenmerk auf das Wohl der deutschen Vollblüter richten. Zu ihrem Aufgabenprofil zählen die Beurteilung der Einhaltung der tierschutzrelevanten Vorschriften (Tierschutzgesetz, Leitlinien etc.)  - im Grundsatz wie auf Anforderung auch im Einzelfall - sowie der Regularien von Deutscher Galopp (Antidoping-Regeln, Rennordnung etc.). Zudem steht Frau Dr. Venner Deutscher Galopp beratend zur Seite. Dies betrifft vornehmlich Themen wie die allgemeine Aufklärung der professionellen Akteure über Tierschutz-Belange im Rennsport, die Konzeption und Auswertung wissenschaftlicher Studien, die stichprobenartige Überprüfung der Arbeit der Rennsportangehörigen in Sachen Tierschutz sowie deren kontinuierliche Verbesserung.

Frau Dr. Venner hat über zwanzig Jahre tierärztliche Praxis und dabei auch umfassende Erfahrung in der Diagnostik und der Behandlung von Vollblutpferden gesammelt. Sie betreut als Privatdozentin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover Doktoranden und ist somit fest im wissenschaftlichen Diskurs verankert.

 

Nach dem Studium der Tiermedizin in Frankreich und einer Doktorarbeit über Sehnenerkrankungen beim Sportpferd arbeitete Frau Dr. Venner 18 Jahre als angestellte Tierärztin in der Klinik für Pferde der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Hierbei erlangte sie einen deutschen Doktortitel mit einer Dissertation zur Diagnose von Lungenerkrankungen beim Pferd und fertigte eine Habilitationsschrift über die Lungenentzündung beim Fohlen. Derzeit ist sie neben ihrer Tätigkeit als Privatdozentin als praktizierende Tierärztin in einer Pferdeklinik angestellt. Ihre Spezialgebiete sind Magen-Darmerkrankungen, Lungen- und Herzerkrankungen beim Pferd sowie Fohlenkrankheiten.

 

Dr. Monica Venner erklärt: „Mir liegt sehr am Wohl der Vollblutpferde. Ich freue mich über diese verantwortungsvolle Aufgabe und werde sie mit vollem Einsatz und kritisch-konstruktiver Haltung angehen.“

 

Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e. V.: „Wir freuen uns, mit Frau Dr. Venner eine so erfahrene wie wissenschaftlich ausgewiesene Expertin gewonnen zu haben. Wir erhoffen uns davon wichtige und auch kritische Impulse für unsere Arbeit bei dem eminent wichtigen Thema Tierschutz.“

Deutscher Galopp zieht positives Zwischenfazit

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 20. August 2020


Seit der Wiederaufnahme des Rennbetriebs am 7. Mai werden die Rennen redaktionell begleitet und mit Interviews kostenfrei auf diversen Plattformen gezeigt. Dies findet sehr großen Anklang. Allein der Livestream, der auf deutscher-galopp.de sowie über Facebook und YouTube zu sehen war, erzielte eine Reichweite von 3,7 Millionen Kontakten. So fieberten vor dem Deutscher Galopp-Stream auf Facebook über eine halbe Millionen Zuschauer bei den spannenden Übertragungen mit und erzielten eine geschätzte Reichweite von gut 3,4 Millionen Kontakten.

 

Hinzu kommen die rund 300.000 Aufrufe des YouTube-Kanals von Deutscher Galopp. Dort können die Renntage live und auch im Nachhinein kostenfrei abgerufen werden. Live sind die Übertragungen auch auf vielen Homepages des jeweils ausrichtenden Rennvereins zu sehen und werden nach deren Schätzungen von Galoppsportfans im insgesamt sechsstelligen Bereich angesehen. Dies zusammengefasst bedeutet rund 20.000 Zuschauer pro Renntag im Durchschnitt. Hinzu kommen rund 15.000 Zuschauer bei den Wettanbietern (online und stationär). Kumuliert 35.000 Zuschauer pro Renntag bedeuten dabei im Bereich der eigenen Kanäle mehr als eine Verdoppelung der Zuschauer. Erweitert wird das Angebot der Galoppmedien durch die Übertragungen auf den digitalen Kanälen von ClipMyHorse.tv und SportDeutschland.tv.

 

Das mediale Angebot wird durch eine Kooperation mit dem Sender Sport1 und diverser Berichte in den öffentlich-rechtlichen und weiteren Sendern komplettiert. Die zweistündige Sendung „Galopp Live“ auf Sport1 hat sich bereits fest etabliert und lockte zuletzt bei einer Übertragung aus München 80.000 Zuschauer im Durchschnitt und 130.000 in der Spitze vor die Bildschirme. Bisher fünf Übertragungen dieser Art strahlte Sport1 aus und erreichte damit 65.000 Zuschauer im Durchschnitt. Fünf weitere „Galopp Live“-Sendungen sind bis in den Oktober bereits geplant.

 

Daneben freut sich Deutscher Galopp auch sehr über die gesteigerte Berichterstattung in Sportmagazinen, wie der ARD Sportschau, der ZDF Sportreportage (in beiden war Galopprennen je dreimal vertreten), Sky Sport News HD sowie den „Dritten“, wie NDR, MDR, SWR und WDR. So wurden seit der Wiederaufnahme am 7. Mai rund 19,07 Millionen Menschen angesprochen. Damit hat Deutscher Galopp allein im TV in den letzten vier Monaten mehr als ein Drittel (40,9 %) mehr Menschen erreicht als im gesamten Jahr 2019.

 

„Wir waren in den letzten Monaten zusammen mit unseren Partnern sehr aktiv in der Verbreitung unserer Bilder. Besonders unserem Partner Wettstar gebührt dabei ein herzlicher Dank, macht er doch die kostenfreie Ausstrahlung auf unseren Kanälen möglich. Dass die Übertragungen so großen Anklang bei Rennsportangehörigen und auch offenbar bei vielen neuen Fans finden, macht uns froh und stolz“, sagt Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Wir werden diesen Weg für die vielen Rennsportfans im Land weiter beschreiten.“

Filip Minarik aus Koma erwacht und nach Köln verlegt

Quelle: GaloppOnline vom 20. August 2020

 

Jockey Filip Minarik hat die Intensiv-Station in Hannover verlassen und wurde nun in eine auf seine Verletzungen ausgerichtete Reha-Klinik nach Köln verlegt. Nach seiner Verlegung aus Mannheim nach Hannover war seine Frau Katja dank großer Unterstützung von Freunden und der Familie täglich in der Klinik.

 

Nachdem Filip Minarik aus dem Koma erwacht ist, wurden diverse Untersuchungen durchgeführt. „Wir müssen mit sehr viel Geduld in die Reha gehen“, sagt Katja Minarik. An dieser Stelle möchte sich Katja Minarik für die große Anteilnahme des deutschen und internationalen Rennsports bedanken. „Es ist unglaublich, wieviel Unterstützung und Zuspruch Filip und ich in den letzten anderthalb Monaten bekommen haben. Über alle Kanäle kamen die besten Wünsche und Hilfsangebote. Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht allen Informationswünschen gerecht werden konnte, aber ich muss mich voll auf Filips Genesung konzentrieren.“

 

Besonders beeindruckt ist Katja Minarik auch von den vielen Reaktionen auf die in die Wege geleiteten Spendenaktionen. „Jetzt, wo Filip in die Reha verlegt wurde und das nächste Kapitel startet, möchte ich mich bei den Initiatoren und bei allen Mitwirkenden der Spendenaktion bedanken. Ich war überwältigt von der Menge der Menschen, die in dieser Zeit an Filip gedacht und gespendet haben. Mit so einem Betrag habe ich nicht gerechnet. Es ist eine große Hilfe für die nächsten Wochen und Monate. Auch das Video mit den Botschaften der internationalen Kollegen hat mich sehr berührt. Es ist gut zu wissen, dass wir nicht allein sind. Vielen, vielen Dank!“

 

Eine Aussage zum Verlauf der Reha kann aktuell nicht gegeben werden. Katja Minarik: „Wir können weiterhin keine Prognosen geben und deshalb habe ich mich entschieden, keine regelmäßigen medizinischen Berichte zu veröffentlichen. Ich bitte alle um Verständnis, dass ich auch in der nahen Zukunft all meine Kraft für meine Familie und die Genesung von Filip aufbringe und deshalb nicht auf Kontaktaufnahmen reagieren kann. Das hat jetzt absolute Priorität.“

Konzept 2.0 für die Wiederzulassung von Zuschauern

Deutscher Galopp hat in Absprache mit Rennvereinsvertretern und Experten ein Konzept 2.0 für Leistungsprüfungen mit Zuschauern entwickelt. Dieses Konzept soll als Hilfestellung und Richtschnur für die Rennvereine für deren Beratungen mit den Behörden vor Ort dienen. Es ist selbstverständlich auf die Verhältnisse am Ort der Rennveranstaltung und die dortige Verordnungslage zu adaptieren. Deutscher Galopp begrüßt die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und trägt diese mit. Das Konzept stellt deshalb ein Angebot dar, wie im Dialog mit den Behörden die Wiederzulassung von erheblichen Zuschauerquantitäten unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln ermöglicht werden kann. Es ist ein „lebendes Dokument“, das an den Fortgang der Entwicklungen in den nächsten Tagen und Wochen angepasst werden muss und werden wird. Für Rückfragen steht Deutscher Galopp e. V. jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Hier das Konzept

Emotionales Video mit Genesungswünschen an Filip Minarik

Quelle: GaloppOnline vom 4. August 2020

 

In Sachen der schon großartig angelaufenen Spendenaktion zugunsten von Filip Minarik auf gofundme (https://www.gofundme.com/f/filip-minarik?utm_source=customer&utm_medium=email&utm_campaign=p_cf+share-flow-1) hat Initiator Patrick Gibson nun ein sehr emotionales Video nachgeschoben. "Get well soon Filip", so der Titel des Clips von 3:33 Minuten Länge, den Sie hier nachfolgend anschauen können. "Idee und Videos sind von Patrick Gibson, er hat mich gebeten das Ganze zusammenzuschneiden", sagt Florian Figge, der das Video am Dienstag online gestellt hat. Schauen Sie mal, wer hier alles zu Wort kommt. Wir schließen und allen guten Wünschen an!

 

Hier geht es zum Video: https://galopponline.de/news/galopp-news/emotionale-videoget-well-soon-filip

Gespräche in Neuss zum Erhalt des Galopprennsports

Quelle: GaloppOnline vom 6. August 2020

 

Am Donnerstag, 6. August, fanden weitere Gespräche zur Fortführung der Renntradition in Neuss statt. Die Zeichen verdichten sich, dass zumindest versucht werden kann, die Rennen am Hessentor zu erhalten.

 

Ein Treffen zwischen den verschiedenen beteiligten Parteien um den Rennbahnpark wurde am Vormittag realisiert. Anwesend waren Vertreter von Neuss Marketing, der Städtekämmerer der Stadt Neuss, sowie eine Beigeordnete der Stadt Neuss. Der Rennsport war mit den zwei Vertretern des Galoppclubs Neuss Niederrhein, Präsident Marc Troellsch und Geschäftsführer Andreas Grau, vor Ort und wurde unterstützt von Jan Pommer, dem Geschäftsführer von Deutscher Galopp.

 

"Mit tatkräftiger Unterstützung des Dachverbands konnten hier erste Erfolge erzielt und die Weichen für eine zukünftige Zusammenarbeit gestellt werden. Der Galoppclub Neuss Niederrhein e.V. sieht optimistisch in die Zukunft“, schreibt der Verein auf seiner Facebook-Seite. Präsident Marc Troellsch: "Die ersten Gespräche sind geführt und die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht, es liegen natürlich noch viele Aufgaben vor uns."

 

Jan Pommer: "Deutscher Galopp hat heute an einem Treffen des neuen Galoppclubs Neuss Niederrhein mit Vertretern der Stadt teilgenommen, um die Relevenz einer zweiten Winterrennbahn zu unterstreichen. Das Gespräch habe ich als konstruktiv, fair und offen erlebt. Jetzt sind die Rahmenbedingungen im Grundsatz abgesteckt und sowohl der Galoppclub als auch die Stadt Neuss können daran arbeiten, für die Sitzung des Beteiligungsausschusses am 20. August einen Vorschlag zu machen, wie eine Fortführung der Rennen möglich wäre. Dafür sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen."

Fünf positive Test auf Koffein stehen fest

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 4. August 2020

 

Nach der Entnahme von Proben am 3. Juli in Mannheim sowie am 11. und 12. Juli in Hamburg sind folgende Pferde positiv auf Koffein getestet worden: Medaillon, Roxalagu, Soyeux, Almata und Grocer Jack. Wie sich anschließend herausgestellt hat, geht dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine verunreinigte Tranche eines Futtermittels zurück, das sämtlichen positiv getesteten Pferden gegeben worden war. Der Hersteller hat die Feststellung des Koffein-Anteils ausdrücklich bestätigt.

 

Aufgrund dieses Sachverhalts hat der Vorstand von Deutscher Galopp gemäß Ziffer 696 Rennordnung beschlossen, den genannten Pferden ausnahmsweise die Möglichkeit einzuräumen, die Startberechtigung auch innerhalb der von der Rennordnung gesetzten 6-Wochen-Frist wiederzuerlangen, sofern vor dem Start durch eine neue Dopingprobe der Nachweis erbracht ist, dass keine unerlaubten Substanzen vorhanden sind.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp erklärt dazu: „Die Entscheidung war im Sinne des Fairplay geboten. Selbstverständlich bleibt es bei unserer Null-Toleranz-Politik gegenüber Doping: Die Pferde, die nach ihren Rennen im Juli positiv auf Koffein getestet wurden, sind disqualifiziert worden und aus den Ergebnislisten gestrichen. Allerdings steht mittlerweile fest, dass die Kontamination auf eine Verunreinigung des Futtermittels zurückgeht, die der Hersteller nachträglich eingeräumt hat. Weder Besitzer noch Trainer konnten davon wissen, ihnen kann daher weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit unterstellt werden. In dieser Situation ist es nur fair, den Pferden die Chance auf einen Start einzuräumen, falls ein weiterer Dopingtest negativ ausfällt."

 

Zum Hintergrund:

 

Die Disqualifikation ist für die betreffenden Rennen erfolgt. Rechtsfolge des Nachweises eines unerlaubten Mittels ist gemäß Rennordnung von Deutscher Galopp (Ziffern 412 und 535, III RennO) weiterhin, dass die Pferde anschließend für sechs Wochen von der Teilnahme an Rennen ausgeschlossen werden.

 

Dies wäre in diesen konkreten Fällen nicht sachgerecht und unfair, da die beteiligten Trainer und Besitzer kein Verschulden trifft.

 

Deutscher Galopp bekennt sich nicht zuletzt aus Tierschutzgründen weiterhin zur seit vielen Jahren praktizierten Politik der Null-Toleranz und zu einer konsequenten, international vorbildlichen Antidoping-Politik. Deutscher Galopp ist aber auch in der Pflicht, dem Fairplay Rechnung zu tragen. „Wir wollen und werden“, so führt Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp aus, „gleichermaßen dafür Sorge tragen, dass die Rennen dopingfrei sind und bleiben und dass der Rennsport fair organisiert ist. Das ist mit dieser Vorgehensweise sichergestellt.“

Besitzertrainerprüfung: Alle Teilnehmer bestehen

Der deutsche Galopprennsport kann sich über neun neue Besitzertrainer/innen freuen. In Weilerswist bei Christian von der Recke fand am Freitag, 31. Juli, der Abschluss der im Modulsystem absolvierten Ausbildung mit den praktischen Prüfungen statt. Einen Tag zuvor mussten die Teilnehmer/innen ihr Wissen in einer Klausur nachweisen.

 

Allen neun Prüfungsteilnehmern konnte von der Prüfungsausschuss-Vorsitzenden Erika Mäder letztlich zum Bestehen gratuliert werden. Im Einzelnen sind dies in alphabetischer Reihenfolge: Melina Guilbert, Dana Klaus, Adel Massaad, Frederic Mehl, Barbara Schütz, Kay Schulz, Karin Schwarz, Jochen Stargardt und Friedericke Strahl. Auf dem Foto sind die neuen Besitzertrainer im Kreise der Prüfungskommission zu sehen. Foto: privat

Klare Worte von Magdeburg-Chef Heinz Baltus

Quelle: GaloppOnline vom 28. Juli 2020

 

Spät im Jahr startet der Magdeburger Renn-Verein am Freitag in seine Saison. Die Corona-Krise und die damit verbundenen terminlichen Modifikationen des Rennkalenders sind auch hier der Grund. „Unsere festen Termine hat man uns kommentarlos weggenommen und für Ende Juli jemanden gesucht, der an einem Freitag-Nachmittag veranstaltet. Ich bin mal auf die Umsätze gespannt“, so Präsident Heinz Baltus im Interview mit der Sport-Welt. Baltus findet ehrliche und deutliche Worte in diesem Gespräch, welches Sie in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Sport-Welt nachlesen können.

 

Nach dem Aufgalopp am Freitag findet 2020 nur noch ein Renntag (12. September parallel zu Baden-Baden) im Herrenkrug statt. Weiteren möglichen Terminen später im Jahr erteilt Baltus eine klare Absage. „Wir werden nicht im Herbst und Winter veranstalten, wenn die anderen keine Lust mehr haben. Es gab schon immer eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die wurde in diesem Jahr noch manifestiert. Die großen Vereine veranstalten am Sonntag mit der tollen Viererwette und den Übertragungen auf Sport1 und die kleinen gucken in die Röhre. Mal abwarten, wer überlebt - die Großen oder trotzdem die Kleinen?“

In Swoop gewinnt IDEE 151. Deutsches Derby

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 12. Juli 2020

 

Das IDEE 151. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m), das bedeutendste Rennen der Galopp-Saison 2020, war am Sonntag, 12. Juli, das Highlight des Derby-Meetings auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn (Zuschauer waren nicht zugelassen).  Mit dem in Frankreich von Francis-Henri Graffard trainierten 14,7:1-Außenseiter In Swoop gewann das Gestüt Schlenderhan, die Zuchtstätte in Quadrath-Ichendorf, zum 19. Mal das Galopp-Event des Jahres und baute damit seinen Rekord als erfolgreichster Besitzer im Blauen Band aus.Mit Jockey Ronan Thomas überspurtete der Sohn des 2007 im Derby erfolgreichen Adlerflug mit einem enormen Schlussspurt die 18-köpfige Konkurrenz in einem hochspannenden Turf-Event. Beim erst dritten Start in seiner Laufbahn, zuletzt war er Dritter im Prix Greffulhe gewesen, landete In Swoop diesen mit 390.000 Euro Siegprämie honorierten Triumph.

 

Bis weit in die Zielgerade war von dem späteren Sieger wenig zu sehen gewesen. Noch an viertletzter Stelle erreichte In Swoop die Zielgerade, während Kellahen vor Prince Oliver und Grocer Jack das Feld anführte. Im Einlauf sprach kurz einiges für Grocer Jack, dann packte ganz an der Außenseite der Favorit Wonderful Moon mächtig an und schien seiner Rolle gerecht zu werden, ehe ihm wohl die Distanz etwas zu weit wurde und er nicht weiterzog. Plötzlich wurde In Swoop, ebenso wie der Außenseiter Torquator Tasso, immer stärker. Und mit einer dreiviertel Länge Vorsprung feierte der Schlenderhaner in einer Zeit von 2:34,97 Minuten den Derbysieg.

 

Siegjockey Ronan Thomas erklärte: „Wir hatten im Vorfeld analysiert, wie schnell das Derby werden würde. Es war gutes Tempo. Ich hatte im Schlussbogen mehrere Optionen. In Swoop wird sich von Rennen zu Rennen steigern.“ Gebhard Apelt, der General Manager des Gestüts Schlenderhan, kommentierte: „Das ist überwältigend. Der Trainer hatte Recht mit seiner Einschätzung. Eine Super-Leistung von In Swoop. Ich muss auch dem Jockey ein Riesenkompliment machen. Er hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Von weit hinten wurde das Pferd immer schneller. Er ist sehr cool geblieben.“

 

Torquator Tasso hatte große Momente und machte sehr viel Boden gut. Rang zwei beim erst dritten Start war eine exzellente Vorstellung. „Jack Mitchell hat genau nach Order geritten und auf den Speed des Pferdes gesetzt. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Trainer Marcel Weiß. Auch Grocer Jack war als Dritter dichtauf. „Er griff in großer Haltung an, war aber vielleicht etwas zu früh in Front“, ließ sein Betreuer Waldemar Hickst durchblicken.

 

Auch Kaspar verkaufte sich als Vierter aus dem Vorderfeld vor Notre Ruler stark, der bestens dabeiblieb. Der Richterspruch lautete viermal eine dreiviertel Länge. Wonderful Moon musste als Sechster auf dem letzten Wegstück passen. „Wir sind natürlich etwas enttäuscht“, gab Mitbesitzer Lars-Wilhelm Baumgarten zu. „Wonderful Moon ging bei dem hohen Tempo lange gut, dann wurde es ihm etwas zu weit. Ich denke, dass wir nun wieder auf die 2.000 Meter-Distanz zurückgehen werden.“ Dicaprio und Adrian waren dahinter ebensowenig in der Partie wie die nicht weiterkommenden anderen Kandidaten.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2020

Köln, 1. Juni

  • Anja Kleffmann – Parmenter
  • Lucien W. J. van der Meulen – Quiet Waters

Düsseldorf, 6. Juni

  • Andrea Friebel – On y va

Hannover, 7. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wirbelsturm

Mannheim, 11. Juni

  • Erika Keller – Heatherdown
  • Lucien W. J. van der Meulen – Karisoke, Naqdy, Quiet Waters
  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Dresden, 13. Juni

  • Daniel Paulick – Maranero

Köln, 14. Juni

  • Albert Kästner – Macan

München, 15. Juni

  • Ulrich Thomas – Ziro

Dortmund, 20. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Shambhala
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Birgit Lenz – Axxell

Leipzig, 27. Juni

  • Daniel Paulick – Manjolo
  • Isabell Kreger – Vinnie's Wish

Hannover, 28. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Jolene

Köln, 29. Juni

  • Janine Beckmann – Monte Cinq
  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Devil
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Matthias Schwinn – Jean Valjean

Info zur Problematik mit Futtermittel

Quelle: Deutscher Galopp vom 29. Juli 2020

 

Nach Angaben des Herstellers des möglicherweise betroffenen Futtermittels ist eine mögliche Eintragsquelle die Komponente Apfeltrester. Offenbar ist es bei der Haltbarmachung des Apfeltresters (dieser wird in speziellen Anlagen dafür getrocknet) beim Lieferanten zu der Verunreinigung gekommen.

 

Kostenkompensation bei Legitimationskarten 2021?

Hinsichtlich der für dieses Jahr ausgegebenen Legitimationskarten, die aufgrund der Corona-Pandemie mehr oder weniger bisher nicht genutzt werden konnten, ist Deutscher Galopp in der Diskussion, wie in den kommenden Jahren eine Kompensation der Kosten dieser Legitimationskarten erfolgen kann. "Wir werden zu diesem Thema Lösungen erarbeiten und möglichst zeitnah weiter berichten", ist im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 28. Juli zu lesen.

Deutscher Sportverlag bezieht Räumlichkeiten bei Deutscher Galopp

Quelle: Deutscher Galopp vom 23. Juli 2020

 

Der Deutscher Sportverlag (DSV) GmbH bezieht zum 1. September neue Büroräume im Haus des Deutschen Galopp in Köln-Weidenpesch und gibt seinen Standort am Friesenplatz in der Kölner Innenstadt auf. „Deutscher Galopp begrüßt mit dem Sportverlag einen weiteren sehr namhaften Akteur des Rennsports in seinen Räumlichkeiten. Das Gebäude Rennbahnstraße 154 ist nun noch mehr das 'Haus des Rennsports'. Das freut uns sehr“, erklärt Geschäftsführer Jan Pommer.

 

Verleger und DSV-Geschäftsführer Paul von Schubert sagt zu dem Wechsel: „Wir waren schon seit mehr als zwei Jahren auf der Suche nach einer Bürofläche in Köln-Weidenpesch, die uns näher an das Rennsportgeschehen heranbringt.“ Patrick Bücheler, Verlagsbereichsleiter und Sport-Welt-Chefredakteur, ergänzt: „Wir sind ab 1. September direkt am Puls des Rennsports und werden die fußläufige Nähe zu Pferden und Menschen auf der Kölner Rennbahn nutzen. So können wir unsere Berichterstattung in Print, Web, TV und allen digitalen Angeboten noch näher an die Protagonisten bringen.“

 

Mögliche Sorgen um die Eigenständigkeit von Sport-Welt, GaloppOnline.de, Sport-Welt TV und allen weiteren Galopp-Angeboten des DSV angesichts der neuen räumlichen Nähe zum Verband seien laut Paul von Schubert und Patrick Bücheler unbegründet: „Die Unabhängigkeit von Redaktion und Verband stehen an erster Stelle. Das Mietverhältnis wird keinerlei Einfluss auf die journalistische Arbeit und die kritische Distanz zum Verband haben.“

 

Mitarbeiter von Deutscher Galopp und DSV wurden am Donnerstag zeitgleich über den Wechsel des DSV in die neuen Räumlichkeiten informiert.

„Galopp LIVE“ etabliert sich auf SPORT1

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 27. Juli 2020

 

Das Fernsehpublikum nimmt die Übertragungen von deutschen Galopprennbahnen im SPORT1-Format „Galopp LIVE“ auch am dritten Wochenende sehr gut auf: Im Schnitt sahen 60.000 Zuschauer (Zuschauer ab drei Jahren, Z3+) den Renntag auf der Neuen Bult in Hannover am Samstag, 25. Juli. In München-Riem waren es am Sonntag, 26. Juli, im Schnitt sogar 80.000, die den Dallmayr-Renntag im TV verfolgten und damit den bisherigen Zuschauerrekord vom Derbywochenende übertrafen.

 

Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp e.V., zeigt sich sehr zufrieden: „Wir freuen uns sehr über die Quoten. Das zeigt eindrucksvoll das Interesse an unserem so schnellen wie spannenden Sport.“ SPORT1 bot die Übertragungen wie gewohnt auch im Livestream auf SPORT1.de und den SPORT1 Apps an.

Katja Minarik: "Filip braucht Zeit und viel Heilkraft"

Quelle: GaloppOnline vom 22. Juli 2020

 

Auch 19 Tage nach seinem schweren Sturz in Mannheim geht es Filip Minarik nicht gut. Beim mehrfachen deutschen Champion-Jockey sind am gestrigen Dienstag in einer mehrstündigen Operation die beim Sturz erlittenen Knochenbrüche operiert worden. Die Schwerpunktarbeit des spezialisierten Ärzteteams liegt aber auf den erlittenen Kopfverletzungen. Nach seiner Notaufnahme im Mannheimer Uniklinikum am Tag des Sturzes ist Filip Minarik nach wenigen Tagen in eine Fachklinik nach Hannover ins dortige INI-Institut (International Neuroscience Institute) verlegt wurden.

 

„Es ist eine sehr schwere Zeit, aber Filip ist jetzt in den besten Händen“, so seine Ehefrau Katja, deren Tagesablauf sich seit dem Sturz stark verändert hat, damit sie ständig an seiner Seite sein kann. „Das Institut ist wirklich sehr gut und zusätzlich habe ich in Hannover auch meine Familie, was insbesondere auch die Versorgung unserer Tochter Finja einfacher macht. Die genaue medizinische Analyse ist nach wie vor ein schwieriger Prozess. Alle tun nach Kräften, was sie tun können, Filip braucht Zeit und viel Heilkraft“, so Katja Minarik weiter.

 

„Ich halte nichts davon, irgendwelche Prognosen abzugeben. Jeder, der sich mit Schädel-Hirn-Traumata und Koma-Patienten auskennt, weiß, dass sich die Zustände immer ändern können. Ich weiß, dass Filip ein Kämpfer ist! Wir alle brauchen jetzt aber viel Zeit und Geduld. Ich bitte alle um Verständnis, dass ich keine weiteren Rückfragen und Kontaktaufnahmen per e-mail, Telefon oder Whatsapp beantworten kann. Ich fokussiere mich voll und ganz auf Filip und meine Familie,“ so Katja Minarik abschließend.

Vesper äußert sich zu Zuschauerzulassung und Doppelveranstaltungen

Quelle: GaloppOnline vom 21. Juli 2020

 

"Es wird Zeit, dass, bei allem Verständnis für die notwendigen, coronabedingten Hygienemaßnahmen, wieder in begrenztem Maße Zuschauer auf den Rennbahnen zugelassen werden." Mit diesem Appell meldete sich Dr. Michael Vesper nach seinem Sommerurlaub beim obligatorischen Telefon-Pressegespräch am Dienstagvormittag zurück. "In Nordrhein-Westfalen ist in Zoos und Freizeitparks auf sieben Quadratmetern eine Person zugelassen. Rechnet man das auf die Kölner Bahn um, so dürften dort 4.000 Zuschauer sein. Wir benötigen in Phase 3 unserer Corona-Maßnahmen auch wieder Zuschauer, denn nur durch diese kann man Gelder durch Sponsoren, Eintritt und Catering generieren, von der Atmosphäre mal ganz abgesehen", so der Direktoriums-Boss.

 

Bei der angesprochenen dritten Phase, in der man sich aktuell befindet, gibt es nach Aussage des Präsidenten von Deutscher Galopp drei unsichere Faktoren. Zum einen die erwähnte Zulassung von Zuschauern, die natürlich auch unverändert von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt wird, zum Zweiten die Frage, wie die Buchmacher zukünftig das Wettgeschäft weiter begleiten, und zum Dritten, in welcher Form man Zuschüsse leisten kann, um die Rennpreise wieder zu erhöhen. "Wie in allen Teilen der Gesellschaft herrscht auch bei uns weiter große Unklarheit", so Vesper. "Wir wissen aktuell auch nicht, wie es bei der wichtigsten Veranstaltung während Phase 3, der Großen Woche in Iffezheim, mit der Zulassung von Zuschauern aussieht. Wir appellieren an die baden-württembergische Landesregierung, dort Zuschauer zuzulassen."

 

Sehr zufrieden äußerten sich Vesper und Geschäftsführer Jan Pommer über die ersten Sendungen mit dem neuen Partner Sport 1. "Sport 1 hatte einen Marktanteil von 3,3 Prozent, was ein gutes Ergebnis ist", so Pommer. Ebenfalls sehr zufrieden war Vesper mit dem Derby-Meeting und den Renntagen am vergangenen Wochenende in Köln und Hoppegarten. "Die Ergebnisse bei diesen Veranstaltungen waren sehr erfreulich", so der 68jährige.

 

Auch zum Thema Doppelveranstaltungen hatte Vesper etwas zu sagen. "Eigentlich hatten wir für Phase drei geplant, auch wieder mehr als eine Veranstaltung an einem Tag durchzuführen. Damals waren wir jedoch davon ausgegangen, dass zu dieser Zeit auch wieder Zuschauer zugelassen sind. Das gestaltet sich derzeit allerdings als schwierig. Dennoch haben wir weiterhin vor, auch wieder mehr als eine Veranstaltung an einem Tag durchzuführen, müssten dafür aber die Rennen so legen, dass ein ausreichender Wettumsatz für alle Veranstalter möglich ist."

 

In Köln und Hoppegarten waren am vergangenen Wochenende, wenn auch in begrenztem Rahmen, erstmals wieder Zuschauer bei einem Renntag zugelassen. Die Hoffnung, dass dies auch bei den Veranstaltungen am kommenden Wochenende der Fall ist, ist allerdings wohl begrenzt. "Die Rennvereine bemühen sich, dass auch bei ihnen wieder Zuschauer zugelassen werden, aber so, wie es derzeit aussieht, werden in Hannover und München am Wochenende wohl nur die am Renntag beteiligten Personen zugelassen sein, wie es bisher auch der Fall war", erklärte Dr. Michael Vesper am Dienstag im Rahmen eines Telefon-Pressegesprächs.

SPORT1 wird Live-Partner für zehn Renntage

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. Juli 2020

Deutscher Galopp hat vor dem Derby-Wochenende in Hamburg wichtige Weichen für die mediale Zukunft des Rennsports gestellt. Zum einen haben Deutscher Galopp und Wettstar eine Partnerschaft mit dem Fernsehsender SPORT1 verabredet. Sportfans werden ab dem kommenden Derby-Samstag, 11. Juli, an zehn Terminen jeweils volle zwei Stunden Live-Berichterstattung der Rennveranstaltungen geboten. Jan Pommer zeigt sich begeistert: „Wir sind froh und stolz, mit Sport1 einen sehr guten Partner für die Übertragung von zehn Renntagen im Free-TV gewonnen zu haben. Wir sehen das als große Chance, unsere faszinierende und schnelle Sportart den vielen Sportfans nahe zu bringen.“


Riko Luiking, Geschäftsführer von Wettstar, erklärt: „Wir unterstützen die Partnerschaft gerne und werden die Übertragungen für die Ansprache neuer Pferdewetter nutzen.“

Dr. Matthias Kirschenhofer, Vorstand der Sport1 Medien AG sowie Geschäftsführer der Sport1 GmbH und Magic Sports Media GmbH: „Für alle Pferdesportfans in Deutschland bekommt der Galopprennsport auf SPORT1 die große mediale Bühne. Die Renntage werden mit umfangreicher Liveberichterstattung im Free-TV hochwertig in Szene gesetzt – und auch auf unseren Digital- und Social-Media-Plattformen werden wir die User aktuell und ausführlich informieren. Komplettiert wird unsere Partnerschaft durch die Kooperation zwischen unserem Vermarkter MAGIC SPORTS MEDIA und Wettstar, die die aufmerksamkeitsstarke Integration in unseren Werbeumfeldern umfasst.“

Die genauen Sendeplätze:
          
11.07.2020     Hamburg von 12 bis 14 Uhr
12.07.2020     Hamburg von 15 bis 17 Uhr
18.07.2020     Köln von 14 bis 16 Uhr
25.07.2020     Hannover von 15 bis 17 Uhr
26.07.2020     München  von 15 bis 17 Uhr
29.08.2020     Leipzig von 14 bis 16 Uhr
12.09.2020     Baden-Baden von 14 bis 16 Uhr
13.09.2020     Baden-Baden von 15 bis 17 Uhr
04.10.2020     Hannover, Düsseldorf, Honzrath von 15 bis 17 Uhr
10.10.2020     Dortmund, Leipzig von 14 bis 16 Uhr


Zum anderen wird die Grundberichterstattung von den Renntagen ab der kommenden Woche modifiziert. So wird neben der Liveberichterstattung von den Rennen vor Ort redaktionell vornehmlich aus einem Studio berichtet. Diese Produktion ermöglicht eine dichte Berichterstattung zu einem vertretbaren Aufwand. Die seit Wiederaufnahme des Rennbetriebs in Corona-Zeiten zur Gewinnung neuer Fans und Medienpartner wie auch zur Information der von den Veranstaltungen ausgeschlossenen Besitzer sehr hochwertige Produktion wird damit auf ein weiterhin attraktives Niveau angepasst. Besonders bedeutende Veranstaltungen, wie beispielsweise die Wochenenden in Baden-Baden oder der „Preis der Diana“ werden auch weiterhin auf dem sehr hohen bisherigen Standard produziert.

Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V., erklärt: „Wir sind gewiss, dass wir mit diesem abgestuften Modell nun passgenau und langfristig kostenbewusst agieren können. Unsere besten Renntage präsentieren wir im von immer mehr Menschen hochgeschätzten Top-Niveau. Alle weiteren Renntage werden wir aus nächster Nähe weiter sehr ansehnlich, fachkundig und emotional präsentieren.“ Alle Rennen können nach wie vor auf deutscher-galopp.de und den Social Media-Kanälen von Deutscher Galopp kostenfrei und live verfolgt werden.

Deutscher Galopp optimistisch bei Zuschauerzulassung

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

Obwohl Großveranstaltungen nach einem Beschluss aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs nun bis Ende Oktober verboten bleiben, bleibt Deutscher Galopp verhalten optimistisch, was die sukzessive Zulassung von Zuschauern zu den Rennen angeht.

„Zunächst einmal ist es so, dass das Verbot von Ende August bis Ende Oktober verlängert wurde“, sagte Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper am Donnerstag. Nach wie vor sei aber unklar, was eine Großveranstaltung sei. Das sei unglücklich, dass man von Seiten der Politik keine konkrete Definition liefere.

„Es gibt zu dieser Ausweitung des Verbotes aber auch eine gegenläufige Entwicklung zum Beispiel in NRW, dass der Platz, der für eine Person vorgehalten werden muss, von 10 auf 7 Quadratmeter reduziert wurde. Eine Rennbahn könnte aufgrund dieser Vorschrift 3000 bis 4000 Zuschauer zulassen, ohne die Social Distancing-Regeln zu verletzen“, so Vesper.

Es sei nun die Aufgabe von Deutscher Galopp in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und den Behörden, entsprechende Konzepte in Sachen Besucher auszuarbeiten. Anfang Juli nannte Vesper hier als Zeitrahmen der entsprechenden Ausarbeitungen und Gespräche. Das Verbot der Großveranstaltungen bis Ende Oktober bedeute für ihn nicht, dass Baden-Baden zum Beispiel ohne Zuschauer veranstalten müsse. „Das heißt das für mich nicht“, so Vesper explizit. Sprich: es kommt auf die Konzepte und Argumente an.

Jan Pommer sagt zu diesem Thema: „Wir haben gute Argumente an der Hand, Besucher wieder auf die Rennbahnen zu bringen. Wenn der Kölner Zoo offen hat und der Europapark Rust an einem Tatg 8.000 Besucher zulassen darf, sind das gute Beispiele, die uns sicherlich helfen. Rennveranstaltungen haben ein sehr spezielles Gepräge, das ist ja kein Volksfest-Charakter.“ Auf derartige Veranstaltungen bezog sich die Politik in ihrer Argumentation gestern ja in erster Linie.

Es mache, so erneut Michael Vesper, wenig Sinn mit unter 1.000 Zuschauern zu agieren, da in einem solchen Fall aufgrund der so genannten Aufschließkosten der Bahn die Kosten die Einnahmen in den meisten Fällen übersteigen würden. In Sachen der Wiederzulassung der Besucher zu den Rennen beobachtet Deutscher Galopp aktuell, wie es heißt, eine Beobachtung als Präzedenzfall auch für andere Sportarten. „Es werden durchaus Befürchtungen an uns heran getragen, dass mit der Zulassung des Publikums ein solcher Präzedenzfall geschaffen werden könne“, so Michael Vesper.

Beim Neustart der Rennen hatte man vermeiden können, ein solcher Präzedenzfall zu sein. Offenbar steht man nun erneut vor der Aufgabe, die expliziten Besonderheiten des Rennsports und seiner Veranstaltungen herauszustellen.

Deutscher Galopp: Bilanz für Phase I und Ausblick auf Phase II

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

In einer Pressekonferenz hat Deutscher Galopp am Donnerstag, 18. Juni, noch einmal abschließend Bilanz der Phase I des Neustarts der deutschen Rennen gezogen. 21 Renntage mit 227 Rennen haben zu einem Gesamtumsatz von 7.917.513,44 Euro geführt, 6,7 Millionen davon sind im Inland gewettet worden, der Rest kam von ausländischen Partnern in den deutschen Toto.

Im Schnitt je Rennen war es in Summe ein Umsatz von 34.879 Euro. „Das waren Wochen mit hohen Umsätzen und Erträgen“, sagt Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, „unsere internen Umsatzerwartungen, die bei maximal 20.000 Euro je Rennen lagen, sind deutlich übertroffen worden.“ Das sei vor allem auf die Wetten, dass…?!?-Initiative zurückzuführen.

Im Durchschnittsumsatz je Rennen ist Baden-Baden Spitzenreiter der Veranstalter. Die Top 5 sieht wie folgt aus:

Baden-Baden – rund 41.500 Euro
Hoppegarten – rund 32.600 Euro
Dortmund – rund 31.000 Euro
Hannover – rund 30.600 Euro
Köln – rund 30.000 Euro

 

Auch für die Phase II des Neustarts des Rennsports hat sich Deutscher Galopp mit den Buchmachern auf eine Komplett-Vermittlung der Wetten – bis auf Festkurse – in den Toto der Rennbahnen geeinigt.
Das hat Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper mitgeteilt. Im Unterschied zu Phase I wird dies jedoch nicht provisionsfrei geschehen. „Die Provision wird indes um ein Viertel des Üblichen gesenkt“, so Vesper.

4,5 Prozent beträgt diese nun auf Sieg und Platz, 9 Prozent in den übrigen Wettarten. Die kompletten Wetten, dass…?!? 2.0-Umsätze in der Vierer- und der Siegwette bleiben jedoch provisionsfrei. Auch das ist ein Ergebnis der Verhandlungen mit den Bookies. Diese Vereinbarung betrifft die Internet-Buchmacher, wie Geschäftsführer Jan Pommer ausführte, nicht alle stationären Buchmacher mit eigenen Geschäften.

Wie sich diese neue Sachlage auf die Erträge der Rennvereine auswirkt, werden die ersten Renntage zeigen. In internen Berechnungen wird mit einem Durchschnittsumsatz je Rennen von 29.000 Euro kalkuliert. Das ist weniger als die in Phase I erzielten Umsätze, weil die Wetten, dass…?!?-Umsätze in Summe in der 2.0-Variante geringer ausfallen könnten als in der ersten Challenge.

Für die zweite Phase ist laut Präsident Michael Vesper ein Förderprogramm von rund 1 Million Euro aufgelegt worden. Grundsätzlich bleiben die Rennpreise bei 50% des ursprünglichen Betrages, mit folgenden Ausnahmen:

- Derby und Diana mit vollem Rennpreis
- Rennpreise in den PMU-Rennen mindestens 4.000 Euro
- Rennpreise in Rennen für zweijährige und dreijährige Sieglose mindestens 5.100 Euro

Neues, leicht korrigiertes Hygiene-Konzept für die Leistungsprüfungen

Deutscher Galopp hat am Freitag, 5. Juni, ein leicht korrigiertes neues Hygiene-Konzept zur Durchführung von Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort unter Berücksichtigung behördlicher Vorgaben herausgegeben.

Hier das komplette Konzept

Botschaft an alle Rennsportangehörigen und Rennsportfans

Michael Vesper. Foto: Sabine Effgen


Quelle: Deutscher Galopp vom 17. Juni 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Rennsportgemeinde, ich schreibe Ihnen in diesen für uns alle sehr schweren Zeiten und hoffe zunächst, dass es Ihnen und Ihren Angehörigen gut geht und dass dies so bleiben möge.

Die Corona-Pandemie hat den gesamten Rennsport schwer getroffen. Er befindet sich in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach zwei Monaten vollständigen Lockdowns finden unsere Rennen jetzt ohne Publikum statt, mit gekürzten Rennpreisen und Zuschüssen. Einnahmemöglichkeiten durch Veranstaltungen brechen weg, Sponsoren können keine Gäste einladen und ziehen sich teilweise zurück.

Freilich gibt es auch Ermutigendes: So waren wir am 7. Mai national und sogar europaweit sportartenübergreifend der erste Verband, der seinen Sport wieder aufnehmen konnte. Die TV-Bilder, die wir seit dem Neustart frei empfangbar produzieren, finden großen Anklang. Medial sind wir so präsent wie seit Jahren nicht mehr. Alle Beteiligten – die Rennvereine, die Besitzer, die Aktiven, auch die rennsportaffinen Medien – haben hier kraftvoll zusammengewirkt. Dafür bin ich sehr dankbar.

In dieser Krise spüren wir ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Buchmacher vermitteln ausschließlich in den Totalisator und verzichten auf Provisionen. Unsere Rennsportenthusiasten Baumgarten, Schmitt und Sundermann haben die großartige Initiative „Wetten, dass…“ gestartet und dafür viele Mitstreiter gefunden – und sie führen sie jetzt bis zum Jahresende als „Wetten, dass… 2.0“ fort. Dies alles sorgt für die Stärkung unserer aktuell einzigen wesentlichen Ertragsquelle, den Wettumsatz. Das ist ein starkes Signal: Wir lassen unseren Rennsport nicht im Stich. Wann, wenn nicht jetzt müssen wir zusammenhalten?

Finanziell stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Denn alle anderen Erträge sind weggefallen. Unsere Zucht, unser Rennsport, die Gestüte, die Arbeitsplätze der Aktiven – das alles ist in großer Gefahr. Nur wenn wir diese Krise gemeinsam meistern, haben wir eine Chance.

Darum müssen wir weiterhin alles dafür tun, uns selbst zu helfen, und ich appelliere ebenso herzlich wie eindringlich an Sie: Wetten Sie, was das Zeug hält! Ermuntern Sie bitte auch Menschen in Ihrem persönlichen Umfeld und Ihrem Netzwerk, sprechen Sie über den Spaß, den die Pferdewette bereitet, und über ihre Bedeutung gerade jetzt. Ich stelle gelegentlich fest, dass einige von uns – auch in unseren Führungsgremien – der Pferdewette mit einer gewissen Zurückhaltung begegnen. Nun ist es an der Zeit, diese Zurückhaltung abzulegen!

Wenn jeder Besitzer, jeder Züchter, jeder in einem Rennverein Engagierte nur 5 oder 10 Euro in jedem Rennen bis zum Jahresende wettet, wird das die Umsätze um einen Millionenbetrag steigern. Ich bitte Sie: Lassen Sie uns gemeinsam für unseren faszinierenden Sport kämpfen und diese Krise zu einer Chance machen. Wir schulden es den Vollblütern, allen Akteuren und uns selbst, für die Zukunft des Rennsports zu streiten – und haben es durch die Wette zu einem gerüttelt Maß selbst in der Hand.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung, wünsche Ihnen Hals und Bein und grüße Sie „mit Herzblut für Vollblut“

Ihr
Michael Vesper

 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2020

Hannover, 7. Mai

  • Pavel Bradik – Salamanca

Mülheim, 9. Mai

  • Aleksej Luft – Chesnee

Hoppegarten, 10. Mai

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind
  • Dirk Lüker – Stanley Daley

Düsseldorf, 16. Mai

  • Albert Kästner – Macan

Köln, 17. Mai

  • Luisa Steudle – Goldie Doll

Dresden, 22. Mai

  • Guido Scholze – Sha Gino
  • Armin Weidler – Never in Doubt

Baden-Baden, 23. Mai

  • Horst Rudolph – Irukandji
  • Dirk Lüker – Stanley Daley

Baden-Baden, 24. Mai

  • Selina Ehl – Noble Fighter

Dortmund, 29. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Nagdy
  • Jördis-Ina Meinecke – Quantum

Dresden, 30. Mai

  • Ralph Siegert – Varicon

Hoppegarten, 31. Mai

  • Daniel Paulick – Manjolo

Salamanca sicherte Pavel Bradik am 7. Mai in Hannover den ersten Treffer 2020. Foto: screenshot
Chesnee holte für Aleksej Luft am 9. Mai in Mülheim den ersten Jahreserfolg. Foto: screenshot
Killerbiene sicherte Mandy Kriegsheim am 10. Mai in Hoppegarten den ersten Jahreserfolg. Foto: screenshot
Den ersten Treffer 2020 für Anna Schleusner-Fruhriep holte am 10. Mai in Hoppegarten Kiss The Wind. Foto: screenshot
Stanley Daley (links) hat sich klar abgesetzt und sicherte Dirk Lüker am 10. Mai in Hoppegarten den ersten Sieg in diesem Jahr. Foto: screenshot
Macan (rechts) sorgte mit einem Schlussspurt am 16. Mai in Düsseldorf für den ersten Treffer 2020 für Albert Kästner. Foto: screenshot
In Köln sicherte sich Luisa Steudle am 17. Mai durch Goldie Doll den ersten Erfolg 2020. Foto: screenshot
Heimsieg für Sha Gino und erster Jahreserfolg für Guido Scholze am 22. Mai in Dresden. Foto: screenshot
Never in Doubt sorgte am 22. Mai in Dresden für den ersten Treffer 2020 von Armin Weidler. Foto: screenshot
Stanley Daley holte für Dirk Lüker am 23. Mai in Baden-Baden den zweiten Saisontreffer. Foto: screenshot
Zu seinem ersten Sieg 2020 kam Horst Rudolph am 23. Mai in Baden-Baden durch Irukandji. Foto: screenshot
Noble Fighter zeichnete am 24. Mai in Baden-Baden für den zweiten Saisonsieg von Selina Ehl verantwortlich. Foto: screenshot
Nagdy (2. von links) schaffte am 29. Mai in Dortmund den vierten Jahressieg für Lucien W. J. van der Meulen. Foto: screenshot
Quantum sorgte am 29. Mai in Dortmund für den zweiten Erfolg 2020 von Jördis-Ina Meinecke. Foto: screenshot
Seinen ersten Sieg als Besitzertrainer feierte Ralph Siegert am 30. Mai in Dresden durch Varicon. Foto: screenshot
In Hoppegarten kam Daniel Paulick am 31. Mai durch Manjolo zu seinem ersten Treffer 2020. Foto: screenshot

 

8.888 Euro für Jockeys und Trainer in der Sonderwertung

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 13. Juni 2020

 

Die von den „Wetten, dass…?!? 2.0“-Initiatoren Christian Sundermann, Lars-Wilhelm Baumgarten und Guido Schmitt angeregte neue Superhandicap-Serie, die ab dem kommenden Samstag in Dortmund startet und zukünftig jeden Sonntag der grünen Saison im mittleren Handicap mit einem Preisgeldpool von 8.888 Euro und sieben Geldrängen (4.444-1666-1.111-666-444-333-224) stattfindet, erfährt nun ein weiteres attraktives Highlight.

 

Zusätzlich zu den deutlich aufgestockten Preisgeldern werden jeweils die drei besten Trainer und Jockeys dieser Rennserie mit einem Geldpreis von insgesamt ebenfalls 8.888 Euro bedacht.

 

Für die erfolgreichen Trainer gilt die folgende Preisgeld-Staffelung:

1. Platz: 3.000 Euro
2. Platz: 2.000 Euro
3. Platz: 1.000 Euro

 

Bei den Jockeys winken dem Sieger 1.430 Euro, dem Zweitplatzierten 970 Euro und dem Drittplatzierten 488 Euro.

 

In die Wertung gehen die Preisgelder mit je einem Punkt pro Euro Preisgeld ein. Bei den Trainern wird zusätzlich zu den Preisgeldern auch der Start eines Pferdes mit Punkten in Höhe der Nenngeldes belohnt. Beispiel: Sieger 4.444 Punkte für Sieg und 107 Punkte für Nennung = 4.551 Punkte für Trainer / 4.444 Punkte für Jockey

 

"Alles in allem lockt nun also noch ein dickes Zusatz-Bonbon im Wert von 8.888 Euro für die Aktiven in dieser neuen Super-Handicap-Serie“, so Lars-Wilhelm Baumgarten vom Initiatoren-Team. Guido Schmitt ergänzt: "So etwas bringt zusätzlich Salz in die Suppe, und alle haben noch mehr Spaß an der Sache in diesen nicht so einfachen Zeiten. Wir freuen uns jetzt schon auf dieses zusätzliche sonntägliche Highlight und hoffen, dass die Serie von allen Trainern und Besitzern gut angenommen wird.“

 

"Wir wollen die aktuelle große Welle der Solidarität im Galopprennsport nutzen und nun auch ganz gezielt etwas an die Aktiven zurückzugeben. Unsere Vorfreude auf diese tolle Serie mit hoffentlich dicken Viererwett-Jackpots ist jetzt schon groß. Auch die Pfleger der Startpferde sollten mit einem Preis für die "Challenge" des am besten aussehenden und herausgebrachten Pferdes bedacht werden", so Christian Sundermann. „Hier spielen wir den Ball gerne zurück an die Rennvereine, die sich dort sicher etwas Passendes einfallen lassen, damit dieses „Wett-Rennen der Woche“ auch durch besonders schön präsentierte Pferde zukünftig in aller Munde ist", so die drei Initiatoren der „Wetten, dass…?!? 2.0“-Initiative.

„Das ist ein weiterer positiver Schritt für die Aktiven. Das macht uns Freude!“, fasst Jan Pommer im Namen von Deutscher Galopp zusammen.

Auf geht's, Deutscher Galopp!

Neue Wetten, dass … ?!? 2.0-Aktion

Quelle: GaloppOnline vom 11. Juni 2020

 

 

Für die im Mittelpunkt der neuen Wetten, dass … ?!? 2.0-Aktion stehenden Viererwetten-Rennen soll es deutliche Anpassungen der Attraktivität der Rennen geben. Die Viererwetten sollen Garantie-Auszahlungen von mindestens 25.000 Euro aufweisen und in Handicaprennen der mittleren Klassen ausgespielt werden. Das soll die ausreichende Anzahl an Startern sicherstellen.

 

Rund um diese Viererwetten-Rennen ist eine Rennserie geplant. Das so genannte  „Super-Handicap der Woche" wird insgesamt 21 Mal bis zum 8. November stattfinden. Los geht es mit noch üppigeren Garantien schon am Samstag, 20. Juni, in Dortmund, mit Jackpot in Höhe von fast 32.000 Euro und eine garantierte Auszahlung von mindestens 50.000 Euro.

 

Jedes dieser Viererwetten-Rennen soll eine Mindestdotierung von 8.888 Euro haben und es wird acht Geldpreise geben. Das macht in Summe bei 21 Rennen mehr als 220.000 Euro an Rennpreisen und der an die Rennpreise gekoppelten Züchterprämie. Eine echte good news in Zeiten der Rennpreiskürzungen.

 

Wird die Viererwette nicht getroffen, geht der Jackpot direkt in die Wette der jeweils folgenden Woche! Bis dato war der Jackpot an den gleichen Veranstaltungsort gekoppelt, diese Regel bricht man nun auf.

 

Um das zu finanzieren, braucht der Wettbewerb „Wetten, dass…?!? 2.0“ unbedingt die erhofften 100 Teilnehmer. Christian Sundermann ist einer der Initiatoren: „Dieses Mal geht es nicht nur um zusätzliche Wetten, sondern auch um die Finanzierung von besseren Rennpreisen. Das ist sehr wichtig in diesen Zeiten - gerade im unteren Preisgeldbereich. Daher sollten alle Trainingsquartiere und Besitzer unbedingt noch einmal ihre Teilnahme wohlwollend prüfen. Der Galopprennsport braucht 100 Mitspielende, damit alles funktioniert.“

Deutscher Galopp zieht positive Zwischenbilanz

Quelle: GaloppOnline vom 4. Juni 2020

 

Deutscher Galopp hat am Donnerstag, 4. Juni, offiziell ein positives Fazit der ersten elf Renntage nach dem Neustart des Turfs gezogen. „Die Renntage sind sehr gut gelaufen und hatten sehr gute Umsätze“, wiederholte Michael Vesper als Präsident des Verbandes noch einmal die Stellungnahme aus der letzten Woche. „Alle Renntage bis einschließlich 24. Mai sind nun detailliert analysiert worden. Aus dem Wettumsatz von 4,5 Millionen Euro steht ein Netto-Ertrag von knapp 900.000 Euro zur Verfügung.“

 

Diese positive Entwicklung führt Vesper vor allem auf die positiven Effekte der Wetten, dass…?!?-Initiative zurück sowie die Kooperation mit den Buchmachern, die ohne Provision die Wetten auf die Bahn vermitteln und keine eigenen Buchmacherwetten annehmen. Die Tatsache, dass die Umsätze relativ konstant sind auch an Wochentagen hat dazu geführt, dass eine gesonderte Förderung von Wochenrenntagen, wie sie vorgesehen war, nicht notwendig ist.

 

„Alle Veranstaltungen bis auf zwei konnten mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werden“, so Vesper weiter. Die beiden ersten Renntage in Hannover und Köln, wo die Rennpreise recht hoch waren, waren nach Aussage von Vesper die beiden Ausnahmen.

 

Noch offene Beträge aus dem so genannten Rettungsschirm, eingeführt wegen der Senkung der Abzüge in der Sieg- und Platzwette, müssen aktuell nicht verwendet werden, wie Vesper betonte. 220.000 Euro stünden noch zur Verfügung. Wie es aussieht, müsste davon in der bis Mitte Juni laufenden Phase I und auch in der bis Ende August laufenden Phase II der Neustart-Konzeption nichts verwendet werden.
Wann sich die Rennpreise wieder dem normalen Maß annähern können steht noch nicht final fest.

 

„Die Besitzer und Züchter haben den größten Beitrag geleistet durch ihr Einverständnis zur Halbierung der Rennpreise, dass wir den Neustart geschafft haben“, so Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper am Donnerstag, wissend um die Notwendigkeit einer Anpassung in den kommenden Wochen und Monaten. "Unser Bestreben ist es, Schritt für Schritt Normalität zu erreichen. Für die Phase II, das ist Mitte Juni bis Ende August, müssen wir prüfen, was schon möglich ist. Wenn in Phase III ab September wieder Zuschauer auf die Bahn dürfen und wieder Sponsoren da sind, sind ganz sicher Schritte in Richtung Normalität notwendig."

 

Vereinzelt haben Rennvereine, Köln beispielsweise in den Ausgleichen IV und III, die Rennpreise schon eigenständig etwas nach oben angepasst.

Amateure dürfen wieder an den Start gehen

Quelle: GaloppOnline vom 3. Juni 2020


Bislang durften Amateure seit dem Re-Start des deutschen Turfs noch nicht wieder an Rennen teilnehmen, doch das wird sich bald ändern. Am Mittwoch gab Deutscher Galopp grünes Licht. Präsident Dr. Michael Vesper informierte den Verband Deutscher Amateurrennreiter (VDAR), dass Deutscher Galopp Amateure im Rennsattel ab sofort wieder zulässt.  „Allerdings ist die behördliche Zulassung, wie bei den Besitzern zu beachten, und zurzeit haben wir die Zusage aus Düsseldorf und Köln, dass das Mitwirken von Amateur-Rennreiter/innen nicht gegen die hygienischen Schutzbestimmung verstößt“, teilte der VDAR am Mittwoch mit.

Deutscher Galopp informiert über Starts in England und Frankreich

Ab dem 15. Juni dürfen deutsche Pferde wieder in England und Frankreich starten. Dies gab Rüdiger Schmanns, Technischer Leiter von Deutscher Galopp, am Montag bekannt. Die aktuelle Sperre gilt noch bis einschließlich 14. Juni.

Boxen frei für Starter aller Nationen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 10. Juni 2020

 

Ab dem 15. Juni sind alle ausländischen Starter wieder in deutschen Leistungsprüfungen zugelassen. Damit hebt der Dachverband Deutscher Galopp die bisherige Sperre für Starter aus England, Frankreich und Irland auf.

 

Nachdem nun in diesen Ländern ausländische Starts künftig wieder möglich sein werden, erteilt Deutscher Galopp Vollblutpferden aus England, Frankreich und Irland ab dem 15. Juni 2020 die Starterlaubnis bei deutschen Leistungsprüfungen. Damit kehrt der deutsche Galopprennsport zu der vor der Corona-Pandemie herrschenden internationalen Normalität zurück und bekennt sich zu einem offenen Rennsporteuropa. „Wir freuen uns über einen konstruktiven Austausch mit unseren europäischen Partnern und sind erleichtert, dass die bisherigen Restriktionen nun bald weichen können“, erklärt Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp e. V.

"Kontrollierte Öffnung für ausländische Starter"

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 26. Mai 2020

 

Ab sofort dürfen Pferde aus dem Ausland wieder an den Leistungsprüfungen teilnehmen. Für Rennsportnationen, in denen keine deutschen Starter zugelassen sind, wird dieser Zugang jedoch bis auf weiteres nicht gewährt.

 

Deutscher Galopp bekennt sich klar und uneingeschränkt zu einem offenen Europa. Der freie Verkehr zwischen partnerschaftlich verbundenen Rennsportnationen ist ein Eckpfeiler der Vollblutzucht, die seit jeher international war und ist. Mit der kontrollierten Öffnung sind ab sofort ausländische Starter in deutschen Leistungsprüfungen zugelassen. Dies gilt indes nicht für jene Rennsportnationen, die bedauerlicherweise deutschen Pferden die Starterlaubnis aktuell versagen: Zu diesem Schritt haben sich leider die British Horseracing Authority, France Galop und Horse Racing Ireland entschlossen. Deutscher Galopp wird den konstruktiven Dialog mit den Schwesterverbänden fortsetzen, um so bald wie möglich eine wechselseitige Öffnung zu erreichen und damit zu der vor der Corona-Pandemie herrschenden internationalen Normalität zurückzukehren. Bis dahin können Pferde aus diesen Ländern in deutschen Rennen nicht starten.

 

Präsident Dr. Michael Vesper erklärt: „Wir sind und bleiben ein internationaler Sport und bedauern deshalb die notwendigen Einschränkungen. Die kontrollierte Öffnung wird in diesen weiterhin sehr herausfordernden Zeiten den Interessen der Besitzer wie der Aktiven am besten gerecht.“

Zwischenbilanz soll nach Baden-Baden kommen

Quelle: GaloppOnline vom 19. Mai 2020

 

Nachdem sieben deutsche Renntage durch sind, vier weitere bis einschließlich Sonntag anstehen, wird es kommende Woche eine Zwischenbilanz von Deutscher Galopp geben. Das hat Präsident Michael Vesper angekündigt. „Wir sind aktuell angetan vom recht hohen Umsatz, auch haben sich Bildqualität und die Übertragungen im Allgemeinen verbessert. Dass wir zweimal in der ARD Sportschau waren hat fast schon nostalgische Züge, erinnerte einen an alte Zeiten. Auch am Sonntag werden wir wieder, wie es aussieht, in der Sportschau sein.“

 

Das Rennprogramm bis Ende August steht mittlerweile, wird am Dienstag noch veröffentlicht werden. Michael Vesper: „Wir dürfen bei aller Freude über den gelungenen Start nicht vergessen, dass es weiterhin ein absolutes Notprogramm ist. Die Vereine haben keine Eintrittsgelder, viele Sponsoren haben sich zurückgezogen. Das Bestreben ist im Moment eher, die Verluste zu reduzieren als Gewinne machen zu können. Auch die Einnahmen des Verbandes reduzieren sich, weil die Rennpreise geringer sind. Die Notmaßnahmen betreffen alle, aber es ist uns allen lieber, dass es so ist wie es ist als dass es gar keine Rennen gäbe.“

 

Wie lange die Rennpreiskürzungen anhalten, steht noch nicht fest, sicherlich auch noch in den Juli hinein, wie es aktuell aussieht. Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp, sagt: „Wir treffen aktuell keine starre Festlegung in Sachen der Rennpreise bis Ende August, nach der Gesamtschau kommende Woche wissen wir mehr und schauen, ob es Möglichkeiten der Nachjustieren gibt.“

 

Ob je Pferd in Kürze auch wieder ein Besitzer auf der Rennbahn anwesend sein darf, wird durch die zuständigen Behörden entschieden werden. „Wir können hier im Moment keine Entscheidung vorwegnehmen“, so Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper, „es ist eine Entscheidung der Behörden. Es ist sicherlich möglich, dass Woche für Woche nachjustiert werden kann. Dass die Besitzer nicht auf die Bahn dürfen ist der schmerzlichste Punkt unseres Konzeptes.“

 

Nach wie vor sollen es die Besitzer sein, die die Ersten sind, die wieder auf die Bahn dürfen, sollte es zu weiteren Öffnungen kommen. Das haben sowohl Vesper als auch Geschäftsführer Jan Pommer bestätigt. „Aber wir können es noch nicht zusagen.“ Dass die Behörden selbst die Einhaltung der Hygieneregeln vor Ort bis dato nicht live kontrolliert haben, sehen beide als „Zeichen des Zutrauens in unsere Arbeit durch die Behörden.“ „Die Disziplin der Aktiven ist sehr gut, absolut super“, sagt Michael Vesper und nährt gerade auch angesichts dessen die Hoffnung, dass bald wieder mehr geht.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2020

Dortmund, 1. März

  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Selina Ehl – Soryu

Siegerehrung nach dem Erfolg von Soryu am 1. März in Dortmund. Für Besitzertrainerin Selina Ehl war es der erste Sieg 2020. Foto: screenshot
Gleich ist der Sieg perfekt: Ensign Ewart (links) sorgte am 1. März in Dortmund für den ersten Jahrestreffer von Michael Alles. Foto: screenshot

Besitzertrainer-Cup 2020 findet nicht statt

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hat jetzt den Besitzertrainer-Cup 2020 abgesagt. Eigentlich sollte die 5. Auflage diesmal an sieben verschiedenen Rennorten auf ganz Deutschland verteilt ausgetragen werden. Die ersten beiden geplanten Wertungsrenntage in Krefeld (22. März) und Zweibrücken (19. April) sind bereits der Corona-Krise zum Opfer gefallen, der eigentlich nächste Wertungsrenntag in Magdeburg (6. Juni) steht wegen der vorgesehenen Geisterrennen nicht mehr im Programm.

 

"Wir haben in der Austragung des Besitzertrainer-Cups in diesem Jahr einfach keinen Sinn mehr gesehen, zumal nach jetziger Verordnungslage auch in Leipzig (9. Juli) und Cuxhaven (18. Juli) wenn überhaupt nur eingeschränkte Renntage stattfinden können", begründet Karen Kaczmarek, 1. Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer die Absage. "Die von uns gewollte bundesweite Streuung der für die Gesamtwertung berücksichtigten Renntage ist 2020 einfach nicht mehr machbar."

 

Auf jeden Fall soll der Besitzertrainer-Cup im kommenden Jahr wieder ausgeschrieben werden. "Wir werden die Rennorte rechtzeitig bekanntgeben und hoffen, dass 2021 dann alles reibungslos ablaufen kann", so Karen Kaczmarek.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2020

Dortmund, 2. Februar

  • Barbara Sofsky-Prappacher – Jack Blane
  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Devil

Dortmund, 9. Februar

  • Jördis-Ina Meinecke – Quantum

Dortmund, 16. Februar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Siegerehrung für den zweiten Treffer 2019 durch Dutch Devil für Lucien W. J. van der Meulen. Foto: screenshot
Jack Blane sicherte am 2. Februar in Dortmund Barbara Sofsky-Prappacher den ersten Saisonerfolg. Foto: screenshot
Jördis-Ina Meinecke feierte durch Quantum ihren ersten Saisontreffer am 9. Februar in Dortmund. Foto: screenshot

 

Superhandicaps, Starts von Ausländern, Aufgewichte

Quelle: GaloppOnline vom 14. Mai 2020

 

Die Superhandicaps, die aufgrund der Absage der Rennwoche in Bad Harzburg ebenfalls auszufallen drohten, könnten gerettet werden. „Es ist noch nicht zu 100 Prozent entschieden“, so Rüdiger Schmanns von Deutscher Galopp, „aber zwei Rennvereine haben Interesse an diesen Rennen.“ Offiziell würde das dann am Montag mit der Veröffentlichung der Ausschreibungen bis Ende August. Sage und schreibe 213 Nennungen waren für die Superhandicaps eingegangen.

 

Das Auktionsrennen, das für Bad Harzburg geplant war, wird definitiv stattfinden, wie bereits gemeldet. „Der Austragungsort ist noch offen“, so Rüdiger Schmanns.


Ab Juni sollen im deutschen Rennsport Pferde aus dem Ausland wieder starten dürfen. Das hat Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, am Donnerstag in der wöchentlichen Pressekonferenz mitgeteilt. „Wie beschlossen, dürfen bis Ende Mai keine Gäste laufen, aber dann soll das enden“, so Vesper. Auch in Frankreich gilt diese Restriktion der Teilnahme von im Ausland trainierten Pferden, dort sollen die Starts ebenfalls ab Juni wieder möglich sein.


Nach den ersten vier Renntagen gab es Kritik an den Aufgewichten, die für die Siege in den Handicaps vergeben worden sind. Halber Rennpreis – halbes Aufgewicht, das ist eine Sichtweise, die als Argument vorgebracht worden ist. In seinem Blog auf der Seite von Deutscher Galopp nimmt Chefhandicapper Harald Siemen zur Thematik Stellung. https://www.deutscher-galopp.de/gr/blog/ein-leben-ohne-rennsport-ist-moeglich-aber-sinnlos.php

Leitfaden für die Sicherstellung der Versorgung von Pferden

Unter der Maßgabe „Sicherstellung der Versorgung von Pferden in Nordrhein-Westfalen unter den Maßgaben zur Eindämmung der Coronainfektionen“ ist am Donnerstag dieser Woche ein Leitfaden für alle pferdehaltenden Betriebe mit Publikumsverkehr herausgeben worden.

Dies geschah durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser Leitfaden liefert natürlich auch für andere Bundesländer wichtige Informationen.

 

Der Leitfaden

Coronavirus: Handlungsempfehlungen für Trainer und Aktive

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 18. März 2020

 

"Deutscher Galopp gibt den Trainern und Aktiven nachdrücklich Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Coronavirus an die Hand. Sie sollen ihnen helfen, in ihrer Verantwortung vor Ort sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Die Empfehlungen lehnen sich sehr weitgehend an die „Informationen und Empfehlungen für Vereine und Betriebe“ an, die die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) veröffentlicht hat und die wir in Absprache mit der FN für den Rennsport nutzen möchten. Sie sind nach Auffassung der beratenden Tierärzte und in Abstimmung mit der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. auch für den Trainingsbetrieb der kritischen Situation angemessen. 


Die Empfehlungen lauten im Wesentlichen (mit einigen rennsportspezifischen Modifikationen):


Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus sind von den Landesregierungen Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Leben vereinbart. Sporteinrichtungen werden vorerst geschlossen, darüber hinaus sind Zusammenkünfte in Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen fürs Erste verboten. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist für den Publikumsverkehr zu schließen.


Vereine, Betriebe, Pferdehalter, -sportler und -züchter müssen nun Maßnahmen ergreifen, um gleichzeitig die Gesundheit der Menschen und der Tiere sicherzustellen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) vertritt gegenüber Behörden folgende Position, um das Tierwohl sicherzustellen:


Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier dadurch Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Die artgerechte Versorgung sowie Bewegung von Pferden zur Gesunderhaltung und Sicherstellung ihres Wohlbefindens stellt vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus eine große Herausforderung dar.

 

An folgenden Eckpunkten hat sich die Sicherstellung der Versorgung der Pferde unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu orientieren:


• Personen mit Krankheitssymptomen (akute Anzeichen einer Erkältung, wie Fieber, Husten, Halsschmerzen etc.) oder Angehörige einer Corona Quarantänegruppe dürfen den Stall / die Reitanlage nicht betreten.
• Die allgemeinen Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz (nach Maßgabe des Robert Koch Instituts auf deren Homepage abrufbar) sind zu jeder Zeit einzuhalten
• Ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen haben Zutritt zum Stall / zum Pferdebetrieb.
• Bei Bedarf erstellt der Betriebsleiter einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung ihrer Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen.
• Es werden ggf. Anwesenheitszeiten bestimmt, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall bewegen, zu minimieren. Dies gilt auch für die sonstigen Betriebsräume, wie Aufenthaltsraum, Küche, Umkleide etc.
• Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen unterliegen der Koordination des Betriebsleiters.


Maßgaben für die Tätigkeiten rund um die Versorgung und Bewegung der Pferde:


• Verzicht auf die gängigen Begrüßungsrituale – ein zugerufenes, freundliches „Hallo“ reicht aus.
• Unmittelbar nach dem Betreten der Anlage ist auf direktem Wege der Sanitärbereich aufzusuchen, um die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren, bevor weitere Gegenstände wie z.B. Putzzeug, Besen, Schubkarren etc. angefasst werden. Sollten sich im Sanitärbereich mehrere Personen aufhalten, sind die Mindestabstände (s. sogleich) einzuhalten.
• Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen im Stall ist bei jeglichen Tätigkeiten rund um die Betreuung der Pferde einzuhalten. Der Mindestabstand muss auch in der Sattelkammer oder in anderen Räumen des Stalls eingehalten werden.
• Die Vor- und Nachbereitung der Pferde muss mit entsprechenden räumlichen Abständen der Menschen / Pferde voneinander erfolgen.
• Abstände zwischen den Pferden z.B. beim Auf- und Absitzen sind einzuhalten.
• Der Aufenthaltsraum des Reitstalls sollte so lange geschlossen bleiben, bis der Notfallplan wieder aufgehoben werden kann. Sollten diese Räume geöffnet sein, muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
• Vor Verlassen des Stalls / der Reitanlage sind die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren. Dafür sind Einwegtücher zur Verfügung zu stellen.

 

Im Zweifel und bei Rückfragen steht Deutscher Galopp Aktiven und Trainern jederzeit für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Melden Sie sich bitte jederzeit!

In memoriam Hein Bollow

Quelle: GaloppOnline vom 8. Mai 2020

 

Die Legende lebt weiter! Zur Würdigung der großen Lebensleistung von Hein Bollow hat Sport-Welt TV eine kleine Video-Hommage zusammengestellt (https://galopponline.de/news/galopp-news/memoriam-hein-bollow-video-wuerdigung). Diese lief am Freitag, 8. Mai, während der Live-Übertragung von den Leistungsprüfungen in Köln auch über die Streams.

Mach's gut Hein!

Drohnenflug bei Morgenarbeit bei Christian von der Recke

Quelle: GaloppOnline vom 1. Mai 2020

 

In einem rund zweieinhalb Minuten langen Video, das mit einer Dronen-Kamera gefilmt worden ist, gibt der Rennstall Recke Einblick in die Morgenarbeit auf dem Hovener Hof in Weilerswist. Es sind wirklich schöne Impressionen, die an einem ganz normalen Trainingstag eingefangen wurden.

Das Video ist sowohl auf der Homepage des Stalles "www.rennstall-recke.de", als auch bei Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=4aNHgerp1mk&feature=youtu.be zu sehen.

Rennwoche in Bad Harzburg ist abgesagt

Solche Bilder wird es 2020 in Bad Harzburg nicht geben. Foto: Uwe Epping

Quelle: GaloppOnline vom 30. April 2020

 

 

Die Rennwoche in Bad Harzburg wird 2020 nicht stattfinden. Die Gründe dafür liegen in der Auswirkung der Krise rund um das Coronavirus. Das bestätigte der Präsident des Harzburger Rennvereins Stephan Ahrens am Donnerstagnachmittag gegenüber der Sport-Welt:

 

"In den letzten Wochen haben uns viele negative Nachrichten bezüglich des Meetings erreicht, unter anderem, dass unser Hauptsponsor, die Braunschweigische Landesparkasse, in diesem Jahr aufgrund der derzeitigen Lage nicht als Sponsor einer Sportveranstaltung auftreten darf und kann.

 

Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir als Meetings-Veranstalter auch recht hohe Kosten haben, die Bahn vor dem Meeting herzurichten, Equipment wie die Leinwand müssen herangeschaffen werden. So haben wir uns auch aus wirtschaftlicher Sicht, schweren Herzens dazu entschlossen, die Rennwoche abzusagen. Es ist natürlich extrem schade für alle Trainer, Besitzer und unsere Zuschauer, doch wir mussten die Reißleine ziehen. Da viele Zuschauer über das Meeting anreisen und Hotels und Pension frühzeitig buchen oder bereits gebucht haben, wollten wir auch hier im Interesse der Besucher handeln damit sie so früh wie möglich Planungssicherheit haben."

 

Auch eine Verschiebung des Meetings schloss Ahrens aus: "Alleine aufgrund der Solidarität gegenüber den anderen Rennvereinen, die beispielsweise für den September planen, wollen wir nicht einfach so dazwischen grätschen und deren Planung durcheinanderbringen."

 

Das BBAG-Auktionsrennen für die Dreijährigen, das während des Meetings zur Austragung kommen sollte, fällt allerdings nicht aus, sondern wird verlegt und auf einer anderen Bahn gelaufen.

 

Die Bad Harzburger Rennwoche wäre regulär vom 18. Juli bis zum 26. Juli mit fünf Renntagen über die Bühne gegangen.

 

Deutscher Galopp veröffentlicht neuen Fahrplan für "Geisterrenntage"

Auf der Homepage von Deutscher Galopp ist seit dem 27. April ein abgeänderter Fahrplan für die ersten "Geisterrenntage" zu finden. "Alle Termine sind aber noch nicht endgültig bestätigt", schränkt Marina Hintze, Leiterin Kommunikation bei Deutscher Galopp, auf Nachfrage des Vereins Deutscher Besitzertrainer allerdings ein.

 

Los gehen soll es weiter am Montag, 4. Mai, in Dortmund auf der Sandbahn. Es wird gehofft, dass es dann auf Gras weiter geht am Donnerstag, 7. Mai, in Hannover, am Freitag, 8. Mai, in Köln, am Samstag, 9. Mai, in München und am Sonntag, 10. Mai, in Hoppegarten. Nach Mülheim am Montag, 11. Mai, steht jetzt am Dienstag, 12. Mai, Mannheim neu im vorläufigen Programm.

 

Im Trainerservice des Dachverbands ist für die an neuen Terminen geplanten Leistungsprüfungen in Hannover, Köln und Mannheim veröffentlicht, dass alle Rennen an diesen drei Rennorten bis zu Vorstarterangabe wieder offen sind. Folgende neuen Vorstartertermine wurden festgelegt: Hannover und Köln am Montag, 4. Mai, Mannheim am Donnerstag, 7. Mai. Die endgültige Starterangabe in Hannover und Köln ist am Dienstag, 5. Mai, die in Mannheim am Freitag, 8. Mai.

Formular für notwendige Fahrten zur Versorgung von Rennpferden

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer stellt seinen Mitglieder ein Formular zur Verfügung, dass dort, wo Ausgangseinschränkungen verordnet worden sind, allen, die zur notwendigen Versorgen der Pferde zu den Besitzertrainer fahren müssen, ausgefüllt mitgegeben werden sollten.

 

Zum Formular hier klicken

 

Das Formular wurde extra knapp gefasst, enthält aber den wichtigen Hinweis auf das Tierschutzgesetz. Eine ausführliche Fassung kann auf der Seite der Reiterlichen Vereinigung (FN) unter https://www.pferd-aktuell.de/coronavirus heruntergeladen werden.

Absagen aus Erbach und Bad Doberan

Zwei neue Absagen von Rennveranstaltungen in Deutschland im "Corona-Jahr" teilte am Mittwoch, 22. April, GaloppOnline mit. Die digitale Plattform der Fachzeitschrift Sport-Welt veröffentlichte die Streichung des  Renntag am 26. Juli in Erbach, der immer im Rahmen des dortigen Wiesenmarkts stattfindet, der aber wegen des Veranstaltungsverbot 2020 ausfallen muss. Zudem wurde das Zwei-Tage-Meeting am 14. und 15. August in Bad Doberan vom Veranstalter abgesagt.

Turf-Legende Hein Bollow ist verstorben

Quelle: Deutscher Galopp vom 20. April 2020

 

„Alles andere ist nebenbei, das Wichtigste ist das Pferd.“ – es waren die Worte eines Mannes, der sein Leben den Vollblütern und dem Galopprennsport verschrieben hatte. Nun ist dieses Leben zu Ende gegangen. Es ist das eingetreten, was sich die Anhänger des deutschen Turfs nicht vorstellen mochten. Die Legende Hein Bollow ist am Montag, 20. April, im Alter von 99 Jahren in einem Kölner Krankenhaus an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben, den er am 15. April erlitten hatte.

 

„Wir sind sehr traurig. Eine prägende Persönlichkeit des deutschen Galopprennsports ist von uns gegangen. Alle Turf-Freunde verbinden mit Hein Bollow bleibende Erinnerungen. Der Deutsche Galopp trauert um seine Lichtgestalt. Wir sind in diesen Stunden in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Ihnen sprechen wir unser herzliches Beileid aus“, so Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp e.V.

 

Tiefe Trauer über diese Nachricht, aber auch enorme Dankbarkeit für viele Jahre gemeinsamer Momente und Erlebnisse mit einer ganz besonderen Persönlichkeit erfassen alle Menschen, die diesen großartigen und unvergleichlichen Pferdemann gekannt haben. Und das nicht nur wegen seiner unzähligen Erfolge – er war lange Jahre weltweit der einzige Galopp-Aktive mit über 1.000 Siegen im Rennsattel und als Trainer, bevor ihm Peter Schiergen nachfolgte -, sondern wegen seiner einzigartigen Aura und charismatischen Zugewandtheit.

 

Ein Satz, geäußert in einem Interview mit der „Zeit“ im Jahr 1987, ein Jahr vor dem Ende seiner Trainer-Laufbahn, stand stellvertretend für seine Prioritäten: „Ich würde für eine Theaterkarte nicht den kleinsten Umweg machen, aber für ein Pony, das ich für meinen Stall haben möchte, würde ich 500 Kilometer weit fahren.“ Bezeichnend auch sein Spruch: „Meine Pferde sind wie Kinder, die man zweimal am Tag, morgens und abends begrüßen muss.“

 

Mit Pferden hatte er wahrlich immer zu tun. In Hamburg-Nienstedten wurde Hein Bollow geboren, und hier verbrachte er seine Kindheit – wenige Minuten entfernt vom Pferde-Springplatz in Klein-Flottbek. Schon mit zehn Jahren fand Bollow den Weg in den Sattel, zunächst auf Polo-, Turnier- oder Springpferden. Anton „Pan“ Horalek in Hoppegarten wurde sein Lehrmeister als Jockey. Es folgte eine erste Karriere von 1936 bis 1963. Eine hoch erfolgreiche, wie 1033 Siege, beginnend 1938 mit Juist in Halle an der Saale, für den nur 1,55 Meter großen Bollow dokumentieren. Allein viermal gewann er in seiner Heimatstadt Hamburg das Deutsche Derby – 1953 mit Allasch, 1954 mit Kaliber, 1956 mit Kilometer und 1962 mit Herero.

 

Geschenkt bekam er nichts, sondern musste sich alles hart erarbeiten und zudem die Kriegsjahre überstehen, mit Kampfeinsätzen, Lazarett, Arbeitsdienst. Leidenschaft, Aufgeschlossenheit und Geradlinigkeit waren nur einige der Qualitäten, die ihn schon früh auszeichneten. Damit erreichte Bollow, der seit 1947 in Köln lebte, 13 Championate als Jockey.

 

Nahtlos war der Erfolg Hein Bollow, der eigentlich Heinrich Bollow hieß, aber nur „Hein“ genannt werden wollte („Herberger ist doch auch nicht als Josef durch die Lande gereist, sondern als Sepp. Und dann weiß bei Hein doch jeder, dass ich aus Hamburg komme.“), auch beim Start seiner zweiten Laufbahn als Trainer ab 1964 vergönnt, in der er es 1965 sogar schaffte, die Championatsserie der Trainerlegende Heinz Jentzsch zu durchbrechen und selbst einen Titel als Trainer zu holen.

 

Bollow war nicht angestellt, sondern trainierte Pferde für die großen Zuchtstätten. „Ich hatte von Anfang an ein volles Haus.“, sagte Hein Bollow einmal. Und auch die Qualität hielt Schritt. Stolze 1661 Siege erzielte er bis zum Jahr 1988, als seine zweite große Karriere zu Ende ging. Natürlich gehörte dazu auch ein Derby-Sieg – 1974 mit Marduk. Über ihn erzählte Bollow, der als Anerkennung seiner großen Verdienste 1975 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhielt, folgende Anekdote: „Das war ein sehr robustes Pferd. Wenn da ein Stallbursche sein Käsebrot in der Box liegengelassen hätte, Marduk hätte es gefressen. Ohne Nachwirkungen.“

 

Für Bollow, über den die „Zeit“ schrieb, „Auf ihn schaut keiner herab. Er wirkte im verschlissenen Pullover überzeugender als manch einer im Diplomaten-Look.“, war allerdings der Weltklassegalopper Nebos das beste Pferd, das er je trainierte. Dieser Ausnahmehengst brachte es auf ein GAG (Generalausgleichsgewicht) von 106 Kilo. Bei einem besseren Rennverlauf hätte er möglicherweise sogar den Prix de l‘ Arc de Triomphe gewonnen, in dem er als Fünfter klar unter Wert geschlagen war.

 

Außer Nebos und Marduk gehörten auch Kondor, Revlon Boy, Oberbootsmann und Blauer Reiter zu seinen vierbeinigen Cracks. 49 Gruppe-Siege, davon neun der höchsten Kategorie, zeugten von den großen Trainer-Qualitäten Hein Bollows. Mit Opponent siegte er 1963 im ersten Preis von Europa in Köln. 1988 feierte er mit Kondor seinen Abschiedserfolg in diesem Kölner Großereignis.

 

Penibel führte Hein Bollow Buch über all seine rennsportlichen Erfolge und verstand es wie kein Zweiter, andere Menschen durch seine Schilderungen mitzureißen. „Wenn ich anfange zu erzählen, dann brauchen wir drei Tage, bis ich mit Ihnen durch bin.“, brachte er es auf den Punkt. Er trat in Fernsehsendungen auf, wie dem „Blauen Bock“ von Heinz Schenk, wo er mit Max Schmeling und anderen Sportgrößen sogar ein Lied zum Besten gab.

 

In seinem Kölner Haus, und auch später in seiner Wohnung in einer Kölner Seniorenresidenz, wimmelte es an Ehrenpreisen. Besonders stolz war Hein Bollow auf eine Weltzeituhr für den Europa-Preis-Sieg mit Opponent. 56 Jahre war er mit seiner Ehefrau Margot verheiratet. „Sie war der Motor für meine Erfolge, eine starke Frau ist eine wichtige Voraussetzung.“

 

Unterwegs war er bis zuletzt zu allen möglichen Schauplätzen von Galopprennen. Oft mit seinem Freund, dem Jockey Filip Minarik, der sich bis zuletzt rührend um Hein Bollow kümmerte, oder mit der Familie Schiergen, in deren Stall Asterblüte er noch bis vor kurzem jeden Morgen verbrachte. „Wenn Du mit Hein Bollow fährst, brauchst Du kein Navigationsgerät.“, sagte Filip Minarik über den Mann mit dem fotografischen Gedächtnis, der auch in völliger Taubheit großen Anteil am Galopp-Geschehen nahm und in Köln, Hamburg, Baden-Baden, oder wo auch immer, meistens der erste Gratulant für die Aktiven im Absattelring war. Sein langgezogenes „Gratuliiiere!“, ist unvergessen.

 

„Zu meinen Aufgaben gehört es, das Licht im Stall auszumachen“, meinte Hein Bollow in dem angesprochenen Interview mit der „Zeit.“ Nun war die Zeit gekommen und sein eigenes Lebenslicht ist erloschen. Nie verblassen werden aber die vielen Erinnerungen an diesen einzigartigen Menschen, die Lichtgestalt des deutschen Galopprennsports. An den Mann, der für die Pferde gelebt hat.

Neuer Starttermin für "Geisterrennen" wohl am 4. Mai in Dortmund

Quelle: GaloppOnline vom 23. April 2020

 

Die deutschen Galopprennen sollen am 4. Mai in Dortmund starten. Die Renntage am 1., 2. und 3. Mai in Hannover, Mannheim und Köln sollen nach Möglichkeit direkt in der Woche nach dem 4. Mai nachgeholt werden. Die ersten drei Maitage konnten wegen der bis 3. Mai geltenden politischen Regelungen aus dem Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten und der zwischenzeitlich erlassenen Verordnungen in den einzelnen Bundesländern nicht realisiert werden. Das hat Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

 

"Wir haben in den letzten Tagen viel gearbeitet, und sind seither in stetigem Kontakt mit Regierungen, Kommunen und den Rennbahnen", so Vesper, der sich zuversichtlich zeigte, dass der Sport am 4. Mai wieder starten kann. "Wir fokussieren uns auch ganz bewusst auf diese Woche, da wir dann den Vorteil hätten, das woanders noch nicht viel stattfindet, wir hoffen damit den Wettumsatz anzukurbeln."

 

Wann genau die Renntage in Hannover, Mannheim und Köln stattfinden werden, ist noch nicht final beschlossen, sie sollen indes alle zwischen Dienstag und Freitag stattfinden. "Bei Renntagen ohne Publikum kommt es ja nicht so sehr darauf an, dass diese am Wochenende stattfinden", so Vesper weiter. "Wenn wir den 9. Mai in München noch hinzurechnen, reden wir von vier Bundesländern, mit denen die Abstimmungen getroffen werden müssen: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern."

 

Wie es nach dem 15. Juni - bis dahin ist der Rennkalender inklusive Ausschreibungen ja fixiert - weitergeht, wird in den kommenden Tagen besprochen werden. Am 30. April soll es die nächste Tagung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten geben, der Sport braucht indes vorher schon grünes Licht. Michael Vesper dazu: "Es ist ja grundsätzlich erlaubt, ab dem 4. Mai Veranstaltungen wie Renntage wieder durchzuführen. Die Regelungen gelten bis 3. Mai. Wir bereiten uns jetzt darauf vor, dann zu starten und sprechen mit den Kommunen und denen, die es zu entscheiden haben."

 

"Wir sind ins Gelingen verliebt", so Vesper abschließend.

 

Keine grundsätzliche Änderung des deutschen Handicapsystems

 

Es stand die Frage im Raum, ob angesichts der Halbierung der Rennpreise auch die Aufgewichte für die siegenden Pferde halbiert würden, oder ob es bei den Aufgewichten zwischen 3 und 5 Kilo bleibt.

 

„Wir haben auch dieses Thema besprochen“, sagte Rüdiger Schmanns, Renntechnik-Leiter bei Deutscher Galopp, am Donnerstag in der Pressekonferenz. „Grundsätzlich müssen die Handicapper natürlich nach der gezeigten Leistung handicappen, unabhängig vom Geldpreis. Wir haben aber drum gebeten, mit Augenmaß an die Sache heranzugehen und die Sachlage mit den geringeren Rennpreisen zumindest in die Erwägungen einfließen zu lassen.“

 

„Wenn es weniger Aufgewicht gäbe, würden im Gegenzug auch die Nachlässe geringer ausfallen“, führt Schmanns ein wichtiges Argument dafür zu Felde, die Regel nicht grundsätzlich anzupassen. „Das wäre für viele Pferde sicherlich ein gravierender Nachteil.“

 

Dürfen Amateure nicht reiten?

 

Bei der Pressekonferenz von Deutscher Galopp gab es genauere Details zu dem Konzept, mit dem man die ersten Veranstaltungen nach der Corona-Pause durchführen will. Auf die Nachfrage, ob die Zahl der Jockeys, die an einem Renntag reiten dürfen, eventuell begrenzt wird, erklärte Geschäftsführer Jan Pommer, dass es eine solche Begrenzung nicht geben wird. Allerdings könne es sehr gut möglich sein, dass Amateure nicht an den betreffenden Renntagen reiten dürfen. "Ein Aspekt bei unseren Gesprächen mit den Entscheidern in der Politik ist der, dass es auch um die Berufsausübung geht. Und damit sind natürlich die Berufsreiter gemeint, die mit den Rennen ihr Geld verdienen", so Pommer weiter. 

Eckdaten von Deutscher Galopp für Durchführung von "Geisterrennen"

Jan Pommer

Quelle: GaloppOnline vom 17. April 2020

 

Das Konzept, wie die Renntage ohne Publikum ab 1. Mai bis zunächst Mitte Juni aussehen sollen, befindet sich in der finalen Abstimmung. Das hat Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, am Freitagmorgen bestätigt. „Unser Konzept soll vor allen Dingen dazu dienen, den Rennvereinen Gespräche vor Ort zu erleichtern“, so Pommer, „mit unserer Unterstützung natürlich.“

 

Es ist nach wie vor geplant, dass gleichzeitig maximal 80 Personen auf den weitläufigen Arealen der Rennbahnen anwesend sind. „Hier sprechen wir von der gleichzeitigen Anwesenheit, in Summe werden an einem Renntag sicherlich 130 bis 140 Personen auf der Bahn gewesen sein, aber nicht gleichzeitig.“

 

Damit nimmt Pommer auch Vermutungen den Wind aus den Segeln, Trainern könnte der Besuch auf der Bahn beim Start ihrer Pferde verboten sein. „Wir entwickeln noch Regeln für Transporteure, für die Klopfer und Stampfer, die aber ja eh weit genug weg von allen anderen sind, und auch für die Jockeys und das Waage-Prozedere beispielsweise.“ Alle derartigen Elemente werden in dem Konzept detailliert beschrieben sein.

 

Dr. Peter Wind, beratender Humanmediziner des Verbandes, hat an der Konzepterstellung detailliert mitgewirkt.

Deutscher Galopp plant weiter mit Start am 1. Mai

Quelle: GaloppOnline vom 17. April 2020

 

 

Die Wiederaufnahme der deutschen Galopprennen soll nach wie vor am 1. Mai stattfinden. Das hat Michael Vesper als Präsident von Deutscher Galopp am Freitagmorgen in einem Pressegespräch bestätigt. Das ist das Ergebnis der Beratungen des Präsidiums im erweiterten Kreis von Donnerstagabend.

 

"Wir hoffen nach wie vor, mit dem 1. Mai zu beginnen", so Michael Vesper, "und damit die Rennen in Hannover, Mannheim, Köln und Dortmund durchführen zu können. Wir werden auf der Grundlage der Regelungen beraten wie das zu schaffen ist."

 

Der Sport sei, so Vesper, in den am Mittwoch getroffenen Beschlüssen der Politik im Ergebnis nicht angesprochen. "Es hat sich aber nichts daran geändert, dass wir alle allgemeinen Regeln, die aufgestellt sind, wie Social Distancing und Hygienevorschriften, einhalten können." Man muss die Konzeptionierung der Renntagsabwicklung entsprechend nicht anpassen gegenüber den ursprünglichen Planungen aus der letzten Woche, in der das vorläufige Programm der Rennen ohne Publikum bis Mitte Juni vorgestellt wurde.

 

Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, betonte dass man aus dem Tierzuchtgesetz heraus argumentiere, dass Leistungsprüfungen durchgeführt werden müssten. Darüber hinaus spiele der Grundrechtsschutz des ausgeübten Gewerbebetriebes und das Berufsfreiheitsrecht eine Rolle in den Argumentationen, nebst der speziellen Art und Weise, wie im Rennsport wirtschaftliche Tätigkeiten ausgeübt würden. Was den Tierzuchtaspekt angeht, hatte GaloppOnline.de am gestrigen Donnerstag bereits aufgezeigt, wie die Regelungen aussehen.

 

Man werde, so Michael Vesper, jetzt sehr schnell mit den Ländern und Kommunen in die Gespräche gehen. "Alle Bundesländer erlassen aktuell Verordnungen", so Jan Pommer, "in NRW heißt das zum Beispiel COVID 19 Schutzverordnung. Daran werden wir uns orientieren und in die Gespräche gehen. Wir sind sehr optimistisch, angesichts unserer Spezifika wie Veranstaltung unter freiem Himmel und auf weitläufigem Gelände. Kontrollen müssten eigentlich immer in unserem Sinne ausfallen!"

 

Das am Mittwoch durch die Politik erlassene Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August stellt den Rennsport vor weitere Herausforderungen neben der Bewältigung des Neustarts. „Wir bereiten uns entsprechend vor“, sagte Michael Vesper am Freitag zu diesem Thema. „Wir müssen jetzt zunächst einmal darauf warten, welche Definition des Begriffes Großveranstaltung es gibt“, so Vesper. „Es ist vielleicht in der Tat davon auszugehen, dass bis Ende August keine Rennen vor Publikum stattfinden können. Wir machen jetzt aber first things first. Wichtig ist der Start. Und dann überlegen wir, was im Juli, August und September geschehen soll.“

 

Alle Entscheider im Rennsport bat Vesper darum, „sich nicht ohne Not schon festzulegen“. Rennen ohne Publikum seien besser als gar keine Rennen. „Mit dieser Haltung gehen wir im Moment an alle Dinge ran. Ich rate allen, keine Vorfestlegungen zu machen.“

 

Betroffen wären von Renntagen ohne Publikum auf der Bahn bis Ende August neben publikumsstarken Renntagen wie der Preis der Diana vor allem die Derbywoche in Hamburg, die Rennwoche in Bad Harzburg und die Große Woche in Iffezheim.

Deutscher Galopp zurrt "Geisterrennen" fest

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. April 2020

 

Der Dachverband Deutscher Galopp plant nach eingehenden Beratungen des Präsidiums – vorbehaltlich der Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Wiederaufnahme des Rennbetriebs ab 1. Mai und veröffentlicht dafür heute ein komprimiertes Rennprogramm zunächst bis zum 15. Juni 2020. Es sieht bis auf weiteres Rennen ohne Zuschauer (sog. „Geisterrennen“) auf jeweils nur einer Rennbahn vor, um regionale Angebote zu schaffen und die Transportwege der teilnehmenden Pferde zu minimieren.

 

Pandemieschutz weiter vorrangig. Abstimmung mit den Behörden erforderlich. Der Dachverband Deutscher Galopp plant nach eingehenden Beratungen des Präsidiums – vorbehaltlich der Abstimmung mit den zuständigen Behörden – die Wiederaufnahme des Rennbetriebs ab 1. Mai und veröffentlicht dafür heute ein komprimiertes Rennprogramm zunächst bis zum 15. Juni 2020. Es sieht bis auf weiteres Rennen ohne Zuschauer (sog. „Geisterrennen“) auf jeweils nur einer Rennbahn vor, um regionale Angebote zu schaffen und die Transportwege der teilnehmenden Pferde zu minimieren.

 

Deutscher Galopp wird in der kommenden Woche ein Konzept für die Durchführung von Rennen mit Minimalbesetzung vorgeben, das auf die individuellen Verhältnisse vor Ort adaptiert und mit den zuständigen Behörden abgestimmt wird. Michael Vesper weiter: „Wir organisieren Rennsportveranstaltungen im gesetzlichen Auftrag als Leistungsprüfungen der Vollblutzucht. Wir sind sicher, den Vorgaben für die weiterhin notwendigen Einschränkungen verlässlich entsprechen zu können.“Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, erklärt dazu: „Damit reagieren wir unter Beachtung aller notwendigen Kontaktbeschränkungen und Vorgaben auf die Corona-Krise, durch die der Rennbetrieb seit Mitte März ruht. Wir stehen buchstäblich in den Startboxen, um unsere Leistungsprüfungen eingeschränkt und ohne Gefährdung von Zuschauern und Rennsportbeteiligten wieder aufzunehmen.“

 

Der Ausschluss von Zuschauern macht schmerzhafte Reduktionen notwendig, um die substanziellen Einnahmeeinbußen der Veranstalter abzumildern und damit die Durchführung der Rennen überhaupt erst zu ermöglichen. So werden die Rennpreise vorerst auf 50 Prozent der bisher vorgesehenen Beträge reduziert, der bisherige Mindestrennpreis von 3.000 Euro in den Basisrennen bleibt aber erhalten. Alle Beteiligten eines Renntags sind zudem gebeten, ihre Honorare zu halbieren. Die Wettanbieter Wettstar, pferdewetten.de und RaceBets verzichten auf ihre Provisionen und auf Buchmacherwetten. Sobald die Rennveranstaltungen wieder für Zuschauer geöffnet werden dürfen, werden selbstverständlich die Ausschreibungen wieder am ursprünglich geplanten Rennprogramm ausgerichtet. „Das ist eine Überbrückungsperiode zwischen der Phase ohne Rennen und derjenigen mit Rennen vor Zuschauern. Sie währt deshalb so kurz wie möglich und so lang, wie eben nötig“, so Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp.

 


Zukünftig werden die Rennen in deutlich verbesserter Qualität vom Unternehmen Riedel produziert und mindestens für die Dauer der Corona-Krise kostenfrei und live auf der Webseite von Deutscher Galopp sowie auf diversen digitalen Kanälen und bei wettstar-pferdewetten.de übertragen. Des Weiteren laufen aktuell Verhandlungen mit TV-Sendern über die Aufnahme von Live-Rennsport in deren Programm. „Wir wollen das Beste aus dieser Lage machen und unseren großartigen Rennsport noch mehr Menschen präsentieren. Wir hoffen, so neue Fans zu gewinnen“, erklärt Jan Pommer abschließend.

 

Die vorläufigen Renntermine

Deutscher Galopp veröffentlicht Jahresbericht 2019

Derbysieger 2019: Laccario. Foto: Marc Rühl

Insgesamt wurden im Jahr 2019 1.144 Rennen an 146 Renntagen von 31 Rennveranstaltern ausgetragen. Damit reduzierte sich die Zahl der Rennen im Vergleich zum Vorjahr zwar, doch blieb die Anzahl der gelaufenen Pferde insgesamt stabil (2.121 im Jahr 2019, 2.133 im Jahr 2018). Mit rund 13,6 Millionen Euro konnte das Rennpreis-Niveau im Verhältnis zu den durchgeführten Rennen nicht nur gehalten, sondern die Rennpreise pro Rennen auf 11.868 Euro (2018: 11.634 €) gesteigert werden.

 

Besonders der Blick auf die Wettschalter stimmt für die Saison 2019 positiv. Der Gesamtwettumsatz in Höhe von 26.700.484 Euro bedeutete erstmals seit vielen Jahren ein Plus (2018 waren 25.405.249 Euro durch die Toto-Kassen geflossen). Der Umsatz pro Rennen ging signifikant in die Höhe: Von 21.677 Euro im Jahr 2018 auf nunmehr 23.340 Euro. Diese Trendumkehr zeigt, dass die Maßnahme seit Saisonbeginn, die Abzüge auf Sieg und Platzwetten deutlich zu senken und damit die Quoten zu verbessern, den gewünschten Effekt bewirkt hat.

 

Die Zahlen aus 2019 zeigen, dass der Anstieg der Rennpferde Einfuhren besonders signifikant ist. Mit 543 Einfuhren sind im Vergleich zum Vorjahr 80 Pferde mehr nach Deutschland gekommen und insgesamt mehr als in den letzten acht Jahren. Gleichzeitig sank die Zahl der Ausfuhren auf ein Rekordtief. Es zeichnet sich eine Trendumkehr ab, die der deutsche Markt dringend nötig hat. Hervorzuheben ist die Einfuhr der Jährlinge, die mit 117 ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre liegt. Man darf also gespannt auf die kommenden deutschen Rennveranstaltungen blicken.

 

In den vergangenen Jahren war das Interesse an den deutschen Spitzenpferden so hoch, dass immer mehr Vollblüter nach Australien, Hong Kong, Dubai oder ins europäische Ausland verkauft wurden. Ein Trend der sich in der Saison 2019 auf den hiesigen Rennbahnen bemerkbar machte. Gleich fünf der deutschen Gruppe-I Rennen und beinahe die Hälfte aller weiteren Gruppe-Prüfungen gingen 2019 ins Ausland.

 

Besondere Aufmerksamkeit hierzulande zog der Derbysieger Laccario im Besitz von Gestüt Ittlingen, trainiert von Andreas Wöhler, auf sich. Außerdem Diamanta, die Siegerin im Henkel-Preis der Diana, gezogen und im Besitz des Gestütes Brümmerhof, trainiert von Markus Klug. Auch der Zweijährigen-Jahrgang war mit zwei deutschen Areion-Söhnen außergewöhnlich: Alson und Rubaiyat. Mit einem Preisgeld von 289.010 Euro verdiente der Schlenderhaner Alson so viel Geld wie noch kein in Deutschland trainiertes zweijähriges Pferd vor ihm. Der im Stall vom letztjährigen Championtrainer Henk Grewe stehende Rubaiyat stand ihm mit 245.000 Euro nur wenig nach.

 

Abschließend sei die hohe Qualität der deutschen Rennveranstaltungen erwähnt. Insbesondere zwei Rennen standen im Jahr 2019 für sich: Der Longines Großer Preis von Berlin war nach Rating insgesamt das beste deutsche Galopprennen 2019 - er findet sich auf Rang 89 der internationalen Rangliste wieder. Auch der Longines Großer Preis von Baden fand einen Platz (96) in der erlesenen Liste der Top 100 auf dem Galopper Globus.

 

Der komplette Jahresbericht hier.

Galopprennen in Deutschland nicht vor dem 1. Mai

Auf der virtuellen Jahrespressekonferenz von Deutscher Galopp am Dienstag, 31. März, gab Präsident Michael Vesper bekannt, dass in Deutschland die Pause im Galopprennsport über den 18. April hinausgehen wird. "Wir müssen uns von diesem Datum verabschieden, unser neues Ziel ist, dass wir am 1. Mai wieder Galopprennen veranstalten können." Als möglicher Austragungsort wurde Hannover genannt.

 

Klar machte Vesper aber, dass das natürlich auch einer politischen Freigabe bedarf. Sollte der Start erfolgen können, wird derzeit mit "Geisterrennen" geplant, bei denen die Anzahl der Beteiligten Personen auf ein Minimum beschränkt werden soll.

Deutscher Galopp skizziert Plan für Wiederaufnahme der Rennen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 31. März 2020

 

Michael Vesper, Präsident des Dachverbandes, und Geschäftsführer Jan Pommer haben anlässlich des Jahresauftaktgesprächs die Vorgehensweise des Deutschen Galopp zur Wiederaufnahme des Rennbetriebs skizziert. Zunächst unterstrichen beide erneut, dass der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung oberste Priorität hat und deshalb die Vorgaben der Behörden selbstverständlich mitgetragen werden. Der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Rennbetriebs orientiert sich deshalb an den Entscheidungen der Behörden und deren Lageeinschätzungen zur Durchführung von Rennveranstaltungen.

 

Um best- und schnellstmöglich den Rennbetrieb wieder aufnehmen zu können, plant Deutscher Galopp zeitnah die Veröffentlichung eines Rennprogramms, das ab Mai im ersten Schritt Rennen ohne Zuschauer und mit einer Minimalpräsenz von auf der Rennbahn anwesenden Personen vorsieht. Ziel ist es, ein ausgeglichenes Programm an Basis-, Gruppe-, Listen- und Auktionsrennen anzubieten und für alle Regionen Deutschlands Rennangebote zu schaffen.

 

Die schwierigen Zeiten erfordern, so Michael Vesper, die Solidarität aller am Rennsport Beteiligten. Die Rennvereine müssten notgedrungen auf erhebliche Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Wetten auf der Bahn und von Partnern und Sponsoren verzichten. Kern der Finanzierung seien deshalb zu steigernde Außenwettumsätze und die gebündelten Fördergelder von Deutscher Galopp und Wettstar. Solange Renntage ohne Publikum stattfinden müssen, komme man nicht umhin, die Rennpreise und damit zugleich die Züchterprämien ebenfalls zu reduzieren, um so die Finanzierung des Rennprogramms zu ermöglichen, so Michael Vesper und Jan Pommer. Es komme nun darauf an, den Rennbetrieb so bald wie möglich und verantwortbar wieder zu beginnen. „Ich spüre sehr deutlich die pragmatische Solidarität und das Gemeinschaftsgefühl aller Rennsportangehörigen bei der Bewältigung dieser riesigen, bislang nicht gekannten Herausforderung. Dafür bin ich dankbar“, so Michael Vesper abschließend.

 

Die gesamte Aufzeichnung des Jahresauftaktgespräches ist nun online zu sehen unter https://www.facebook.com/DeutscherGalopp/videos/238750974194171/.

Informationen für alle Rennsportangehörigen

Michael Vesper als Präsident und Jan Pommer als kommissarischer Geschäftsführer von Deutscher Galopp e. V. haben sich in einem Offenen Brief mit wichtigen Informationen an alle Rennsportangehörigen in Zeiten der Corona-Krise gewandt. U. a. ist dieser Brief auch in der Sport-Welt vom 24. März 2020 abgedruckt. Hier klicken!

Galopper des Jahres: Rubaiyat deutlich voraus

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 27. März 2020

 

Einen Monat lang suchte Deutscher Galopp e.V. gemeinsam mit der Sport-Welt und Wettstar den diesjährigen Gewinner – so lange konnten alle Galoppsport- und Pferdefreunde für ihren Favoriten abstimmen. Am Ende galoppierte Rubaiyat seiner starken Konkurrenz im Kampf um den Titel „Galopper des Jahres 2019“ davon. Gleich 42 Prozent aller abgegebenen Stimmen sicherte sich der von Trainerchampion Henk Grewe vorbereitete Youngster. Damit reiht sich der neueste Titelträger in die Nachfolge echter Galopper-Cracks, wie die Superhengste Iquitos (2018/2016), Sea The Moon (2014), Novellist (2013) und die Top-Stute Nightflower (2015) ein.  

 

Bei seinem eindrucksvollen Durchmarsch mit vier Siegen bei vier Jahresstarts ließ Rubaiyat seine Kontrahenten, den ein Jahr älteren Derbysieger Laccario (38 Prozent) aus dem Training von Andreas Wöhler und den bereits mehrfach in Frankreich gestarteten Alson (20 Prozent) hinter sich. Ein Erfolg, über den sich Trainer Henk Grewe sehr freut: „Das ist für den Stall natürlich etwas ganz Besonderes, wir freuen uns alle sehr. Umso mehr noch, da es sich um Rubaiyat handelt, der sich in der letzten Saison als ein großer Kämpfer erwiesen hat und als einziger der Kandidaten bisher ungeschlagen ist.“ Seit der Gründung des Rennstall Grewe im Jahr 2014 ist Rubaiyat der erste Gewinner der bereits seit 63 Jahren ausgetragenen Wahl.

 

Auf die geplante Siegerehrung wird der nach einer persischen Gedichtform benannte Rubaiyat jedoch verzichten müssen. Die geplante Verleihung am Ostermontag in Köln musste wegen des Coronavirus abgesagt werden. Das Training für den Hengst, der als interessanter Derby-Kandidat gehandelt wird, wird selbstverständlich fortgeführt. Einem erfolgreichen Wiedersehen auf der Rennbahn steht somit – sobald es die Einschränkungen währen der Corona-Krise zulassen - nichts im Wege. „Rubaiyat ist ein sehr unkompliziertes Pferd. Im täglichen Training zeigt er nur das Nötigste – entwickelt im Rennen selbst dann aber einen riesigen Ehrgeiz!“, so Grewe.

 

Glückwünsche an Rubaiyat und das gesamte Team spricht auch Jan Pommer, Geschäftsführer des Dachverband Deutscher Galopp e.V., aus: „Wir freuen uns für das gesamte Team um Rubaiyat, in diesen schweren Zeiten ist der „Galopper des Jahres“ eine willkommene, schöne Nachricht. Mit Rubaiyat haben wir einen würdigen Sieger. Wir gratulieren allen Beteiligten recht herzlich.“ Pommer ergänzt: „Die hohe Wahlbeteiligung - in diesem Jahr konnten wir mit einer fünfstelligen Summe so viele Stimmen zählen wie seit acht Jahren nicht mehr - stimmt uns umso positiver. Den Gewinner des Hauptpreises, einer Kreuzfahrt zur Verfügung gestellt vom Reisebüro Onboard Radio, werden wir unter Aufsicht auslosen, auf direktem Wege informieren und alles Weitere abstimmen.“    

 

Rubaiyat auf einen Blick: Hengst, geb. 2017, Siegesserie 2019: Rennen zum Tag des offenen Denkmals am 8. September, Grosser Preis von Engel & Völkers Düsseldorf - Junioren Preis (L), Preis des Winterfavoriten (Gr.III), Gran Criterium (Gr.II) in Mailand, Trainer: Henk Grewe, Gewinnsumme 2019: 245.000 Euro, Züchter: Gestüt Karlshof, Besitzer: Darius Racing

Deutscher Galopp: Ausgabenstopp, Einsparungen und Kurzarbeit

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 21. März 2020

 

Der Dachverband des Galopprennsports hat nach intensiven Beratungen interne Maßnahmen anlässlich der Corona-Krise vereinbart. Alle nicht unabdingbaren Aufwendungen werden ausgesetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen nach Abbau von Resturlaub und Überstunden ab 1. April bis auf weiteres in unterschiedlichem Umfang in Kurzarbeit. Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzichten auf Gehalt. Mit diesen Maßnahmen werden monatliche Einsparungen im hohen fünfstelligen Bereich erzielt.


Die Geschäftsstelle in Köln bleibt funktionsfähig. Soweit möglich, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeiten im Homeoffice erledigen. „Die Maßnahmen sind einschneidend, aber alternativlos. Wir müssen uns rasch auf die Corona-Krise einstellen“, so Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für ihren großen Beitrag. Nur so können wir nach Überwindung der Krise die ersehnte Wiederaufnahme des Rennbetriebs kraftvoll bestreiten.“ 

Alle Sport-Welt-Stallparaden mit Besitzertrainern des Vereins

Insgesamt 68 Trainer haben sich für die Stallparade 2020 der Sport-Welt qualifiziert. Dabei kommen für die Fachzeitschrift nur deutsche Lizenzinhaber in die Wertung. Fünf Siege waren dazu im In- oder Ausland wie in den Vorjahren auch 2019 notwendig. Von den Besitzertrainern des Vereins werden diesmal elf mit ihren Pferden vorgestellt.

 

In der Ausgabe 23 der Sport-Welt vom 20. März sind zum Abschluss der Besitzertrainer des Vereins Caroline Fuchs (hier klicken1/hier klicken2) und Christian Peterschmitt (hier klicken1/hier klicken2) an der Reihe.

 

Bereits veröffentlicht wurden die Stallparaden folgender Besitzertrainer des Vereins: Selina Ehl (Ausgabe 1 vom 3. Januar/hier klicken!), Laura Giesgen (Ausgabe 3 vom 10. Januar/hier klicken!), Matthias Schwinn (Ausgabe 4 vom 14. Januar/hier klicken1/hier klicken2), Janine Beckmann (Ausgabe 6 vom 21. Januar/hier klicken1/hier klicken2), Katja Engels (Ausgabe 7 vom 24. Januar/hier klicken!), Anna Schleusner-Fruhriep (Ausgabe 10 vom 4. Februar/hier klicken1/hier klicken2), Hella Sauer (Ausgabe 12 vom 11. Februar/hier klicken1/hier klicken2), Daniel Paulick (Ausgabe 13 vom 14. Februar/hier klicken1/hier klicken2) und Horst Rudolph (Ausgabe 14 vom 18. Februar/hier klicken1/hier klicken2).

Rennbetrieb wird in Deutschland bis 18. April ausgesetzt

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 16. März

 

"Das Präsidium von Deutscher Galopp hat sich auf seiner heutigen Sitzung eingehend mit der durch das Coronavirus ausgelösten Krise befasst. Im Lichte der umfassenden öffentlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat es beschlossen, dass bis zum Ende der Osterferien am 18. April 2020 keine Galopprennveranstaltungen in Deutschland stattfinden. Damit setzen wir die von den Behörden getroffenen Entscheidungen über die Regelungen des täglichen Zusammenlebens auch in unserem Sport konsequent um. 

 

Um den Rennbetrieb bei einer möglichen Lockerung der behördlichen Anordnungen ab Mitte April unmittelbar wieder aufnehmen zu können, planen wir im Anschluss Renntage ohne Publikum und mit einer Minimalpräsenz der am Rennsport Beteiligten. Wir stehen mit den Gesundheitsbehörden in Kontakt und werden in den nächsten Tagen gemeinsam mit den Rennvereinen eine sachgerechte Planung erarbeiten und publizieren. Dabei werden wir uns um eine angemessene regionale Verteilung der Rennen und eine stärkere Konzentration von Rennen bemühen. Wir hoffen, dass im Anschluss der ordentliche Rennbetrieb wieder Fuß fassen kann und insbesondere unsere klassischen Rennen, wie das IDEE 151. Deutsche Derby am 5. Juli und der Henkel-Preis der Diana am 2. August stattfinden können.

 

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen stellen alle am Rennsport in Deutschland Beteiligten vor enorme Herausforderungen. Das gilt nicht nur, aber im besonderen Maße für die etwa 3.000 Vollzeitbeschäftigten, also Jockeys, Trainer, Stallpersonal, Rennbahnmitarbeiter und Dienstleister. Auch wir benötigen, wie andere mittelständische Betriebe, staatliche Hilfen in Form von Kurzarbeitergeld, Kredite und Zuschüsse. Wir sind bestrebt, die Beschäftigten wie auch die Besitzer und Trainer sowie die gemeinnützigen Rennvereine darin zu unterstützen, diese Unterstützungsleistungen zu identifizieren und bestmöglich zu nutzen. Das Präsidium wird die Lage fortlaufend beobachten und bewerten und zu diesem Zweck wöchentlich eine Videokonferenz abhalten.

 

Wir appellieren an alle Rennsportbeteiligten, entschlossen mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Wir werden angesichts dieser gewaltigen Herausforderung alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um die Existenz unseres großartigen Rennsports in Deutschland zu sichern."

Sandbahn-Wintersaison: Durchwachsene Bilanz für Besitzertrainer

Erfolgreichstes Pferd eines Besitzertrainers des Vereins in der Sandbahn-Wintersaison 2019/2020 war Saga Altais (hier vor dem Start am 8. März in Dortmund) für Christine Paraknewitz-Kalla. Foto: privat

Nicht richtig zufrieden können die Besitzertrainer des Vereins mit der Bilanz der Sandbahn-Wintersaison 2019/2020 sein. Lediglich 21 Siege stehen zu Buche, das bedeutet im Vergleich zur Saison 2018/2019 ein Minus von 16 Treffern.

 

Allerdings hatte die jetzt abgeschlossene Serie auf Sand auch drei Renntage weniger und viel gravierender, es kamen 36 Rennen weniger zur Austragung. Insgesamt liefen in den Sandbahnprüfungen (14 Mal in Dortmund und ein Mal in Neuss) 931 (2018/2019 waren es 1290) Pferde von denen 299 (2018/2019 waren es 482) unter der Regie der Besitzertrainer des Vereins an den Start gingen. Prozentual war dies ein Rückgang von 37 auf 32 Prozent.

 

Erfolgreichste Besitzertrainerin des Vereins war Christine Paraknewitz-Kalla, die mit Saga Altais drei Rennen gewinnen konnte. Auf zwei Siege kam Selina Ehl mit Soryu.

Deutliches Wettumsatzplus bei PMU-Winterrenntagen

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 10. März 2020:

 

Die Winterrenntage im deutschen Galopprennsport verzeichnen ein Wettumsatzplus von über 16% im Vergleich zum Vorjahr. Mit dem letzten von insgesamt 18 Renntagen der Wintersaison 2019/2020 (Anmerkung vom Verein Deutscher Besitzertrainer: PMU-Renntag vom 3. November 2019 bis 8. März 2020) am vergangenen Sonntag in Dortmund konnte der Gesamtwettumsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als eine Viertelmillion Euro gesteigert werden. 1.847.628,80 Euro teilen sich in 501.599,70 Bahnwette und 1.346.029,10 Euro Außenwette auf.

 

Obgleich seit Anfang November in Summe 13 Rennen weniger ausgetragen wurden, konnte der Gesamtumsatz um 16,43% gesteigert werden, von 1.586.966,74 Euro auf 1.847.628,80 Euro. Gleichermaßen erfreulich sind außerdem die hohen Starterzahlen von durchschnittlich 9,93 Pferden pro Rennen.

 

Dies freut augenscheinlich auch die französischen Wetter. Die PMU verzeichnete einen Wettumsatz auf die Winterrennen von über 22 Mio. Euro. Wettstar macht deutlich: „Die Einnahmen, die dem deutschen Rennsport durch diese Wettvermittlung nach Frankreich zugutekommen, ermöglichen erst die Austragung der Winterrennen auf diesem Niveau“, so Riko Luiking.

 

Ein besonderer Dank gilt Andreas Tiedtke, Präsident des Dortmunder Rennvereins. Er hatte seit Beginn des Jahres die Renntage aus Neuss übernommen. „Wir sind dem Dortmunder Rennverein und seinem Präsidenten Andreas Tiedtke dankbar, dass er kurzfristig eingesprungen ist und alles so reibungslos funktioniert hat. Die Starterfelder waren sehr gut und die Abwicklung der PMU-Renntage vorbildlich“, so Rüdiger Schmanns, Leiter der Renntechnik bei Deutscher Galopp. Außerdem unterstützte das Team um Herrn Tiedtke den neuen Bewegtbildproduzenten Riedel Communications und ermöglichte so die Etablierung innovativer Techniken.

Einige Rennställe öffneten ihre Türen

Quelle: GaloppOnline vom 14. März 2020

 

Nicht nur die Rennveranstaltungen, von denen einige bereits abgesagt werden mussten, sind von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen, auch der "Tag der Rennställe", der für Samstag, 14. März, angesetzt war, konnte nicht so durchgeführt werden, wie man es eigentlich geplant hatte. An einigen Orten, wie beispielsweise in Köln oder München, fiel er komplett aus, auf anderen Bahnen sagten einige der Ställe, die eigentlich auch ihre Tore öffnen wollten, den Termin ab.

 

Doch es gab dennoch Trainer, die am Samstag ihren Rennstall dem interessierten Publikum präsentierten. Carmen Bocskai, Gerald Geisler und Manfred Weber in Iffezheim beispielsweise, Markus Klug im Gestüt Röttgen, Christian von der Recke in Weilerswist, Mario Hofer in Krefeld, Yasmin Almenräder und Marian Falk Weißmeier in Mülheim an der Ruhr, Marco Klein in Mannheim, Sascha Smrczek in Düsseldorf und Friederike Schloms in Hoppegarten zeigten, wie es in einem Rennstall aussieht und zugeht.

 

Alleine Christian von der Recke konnte auf dem Hovener Hof in Weilerswist rund 70 Gäste begrüßen.

Manfred Chapman im Alter von 71 Jahren verstorben

Quelle: GaloppOnline vom 11. März 2020

 

Der deutsche Rennsport trauert um eine Legende: der ehemalige Rennkommentator Manfred Chapman ist im Alter von 71 Jahren in der Nacht zum Mittwoch, 11. März, verstorben. Das hat Ehefrau Uschi der Sport-Welt mitgeteilt. Manfred Chapman verstarb in einem Kölner Krankenhaus, in welches er sich vor elf Tagen begeben hatte.

 

Am 22. Juli 2012 hatte Chapman seine Karriere als Rennkommentator aufgrund einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung beenden müssen. Den Kampf gegen diese tückische Krankheit hat er jetzt verloren. Mit Manfred Chapman verliert der deutsche Rennsport den besten und bekanntesten Rennkommentator, den er je hatte. Als Kommentator der Rennen vor allem auf den Westbahnen, in Iffezheim und in Hamburg hat Chapman mit seinen unvergessenen Reportagen das Publikum fasziniert, war als "Stimme der Rennbahn" ein absolutes Markenzeichen der jeweiligen Bahnen. Unzählige Reportagen sind unvergessen, so die "Explosion" von Samum bei dessen Derbysieg, das "Kämpfe Junge!" bei Acatenangos letztem Sieg, die Derbysiege von Lando und Laroche und viele viele Rennen mehr.

 

Mit seiner markanten Stimme und der Fähigkeit, Rennsituationen auf einzigartige Art und Weise wiederzugeben, war Chapman unerreicht und hat zu den Blütezeiten des deutschen Rennsports diesen Sport mit geprägt. Nicht wenige sind auch wegen ihm und seinen Reportagen auf die Rennbahn gekommen und zu Fans des Turfs geworden.


https://galopponline.de/news/galopp-news/memoriam-manfred-chapman-grosse-momente

"Satteln im Stall" kann jetzt auch online angemeldet werden

Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp gibt es in der Ausgabe Nummer 10 vom 3. März 2020 wichtige Informationen zum Melden vom "Satteln im Stall" über den Trainerservice. Der Wortlaut:

 

"In den Sitzungen der Technischen Kommission im Laufe des vergangenen Jahres war von Aktivenseite die Möglichkeit angeregt worden, das inzwischen kostenlose Beantragen des Satteln der Pferde im Stall/Gastbox am Renntag bereits zur Vorstarterangabe anzumelden, um einen Antrag bei der Rennleitung nicht stellen zu müssen. Dies ist nun im Trainerservice programmiert und die Trainer können bei der Vorstarterangabe unter dem Menüpunkt "SiS" (Satteln im Stall) den Antrag online stellen. Die Rennleitung erhält daraufhin eine Liste derjenigen Trainer mit den entsprechenden Pferden, für die das Satteln im Stall beantragt wurde.


Die Trainer werden gebeten, dies sorgfältig zu tun, um einen Antrag bei der Rennleitung nicht stellen zu müssen. Sollte eine Anmeldung im Trainerservice versehentlich nicht erfolgt sein, besteht weiterhin die Möglichkeit, das Satteln im Stall bei der Rennleitung anzumelden, was auch speziell für ausländische Trainer gilt, die keinen Zugang zum Trainerservice haben.


Sollte ein Antrag zum Satteln im Stall weder online zur Vorstarterangabe noch am Renntag bei der Rennleitung gestellt sein und das Pferd aus dem Stall gesattelt erscheinen, wird die Rennleitung entsprechende Ordnungsmaßnahmen verhängen, wobei auch eine Disqualifikation des Pferdes möglich wäre."

Auftakt der Grünen Saison im kostenlosen Stream

Tolle Nachricht für alle Rennsportfans und die, die es noch werden möchten! Deutscher Galopp und Wettstar übertragen alle sechs Pferderennen der Saisoneröffnung in Köln am Sonntag, 15. März, in einem kostenlosen Live-Stream. Start des ersten Rennens ist um ca. 11.25 Uhr.

 

Zum Auftakt der Grasbahnsaison in Köln am Sonntag stellen der Dachverband Deutscher Galopp und Wettstar, ein Unternehmen des Rennsports, den gesamten Renntag kostenlos online zur Verfügung. Die Verantwortlichen reagieren mit diesem Angebot auf die aktuelle Situation. Wegen des Corona-Virus wird die Saisoneröffnung im Weidenpescher Park ohne Zuschauer stattfinden. Dank des Live-Streams haben dennoch alle Rennsportangehörigen sowie interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer die Möglichkeit, die sechs Pferderennen zu verfolgen. Um allen Zuschauern trotz der schwierigen Rahmenbedingungen einen großartigen Renntag zu bescheren, wird ein neues Produktionskonzept zum Einsatz kommen, das die Zuschauer noch näher an das Geschehen heranbringt.

 

Die Details des Galopp-Angebots auf einen Blick: Der Renntag wird kostenfrei auf deutscher-galopp.de sowie auf dem Deutscher Galopp YouTube-Kanal übertragen. Nach Registrierung zeigt auch Wettstar alle Rennen live. Und schließlich stellt auch der Kölner Renn-Verein selbst den Stream auf seiner Homepage zur Verfügung.

 

"Die kostenfreie Live-Übertragung eines gesamten Renntages ist ein Novum", erklärt Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp. "Wir haben kurzentschlossen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dieses Angebot möglich zu machen. Damit möchten wir den Zuschauern, die nun aus Infektionsschutzgründen nicht selbst vor Ort sein können, einen hautnahen Eindruck des Geschehens liefern. Wir freuen uns auch über jeden Sportinteressierten, der die Gelegenheit nutzt, die Faszination des Rennsports live zu erleben", so Pommer weiter.

 

Insgesamt sechs Rennen starten am Sonntag im 30-Minuten-Takt ab ca. 11.25 Uhr, mit Spannung erwartet wird besonders der RaceBets.de Grand Prix-Aufgalopp. Noch einmal Pommer: "Es wird ein Renntag besonderer Art. Aber ich bin sicher, dass die Rennen uns wieder in den Bann ziehen werden. Ich wünsche allen Beteiligten einen guten Renntag und Hals und Bein, wie man bei uns im Rennsport sagt." Die Grasbahnsaison findet von März bis November mit Pferderennveranstaltungen in 30 deutschen Städten statt. Alle Renntermine sowie weitere Informationen sind auf deutscher-galopp.de abrufbar. Über die Entwicklungen den Corona-Virus betreffend informieren wir auch dort.

 

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 12. März 2020

Stellungnahme von Deutscher Galaopp zur Corona-Situation

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 11. März 2020

 

"Deutscher Galopp und alle Rennsportbeteiligten unterstützen im Sinne des Gesundheitsschutzes gerade älterer und schwacher Mitbürgerinnen und Mitbürger die Maßnahmen der Behörden zum Schutz der Bevölkerung vor der Corona-Pandemie. Wir setzen uns dafür ein, dass die Renntage in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern vor Ort trotz der erheblichen Beschränkungen der Teilnehmerzahl und der damit einhergehenden Einnahmeverluste weiterhin durchgeführt werden können. Um die Behörden bei ihren sachgerechten Entscheidungen zu unterstützen, stehen der Dachverband und die einzelnen Rennvereine in engem Austausch mit den vor Ort zuständigen Gesundheitsämtern. Dabei wird auch der Umstand in den Blick zu nehmen sein, dass die Renntage als Freiluftveranstaltungen im Einzelfall anders zu bewerten sind als Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie beispielsweise Konzerte oder Tanzveranstaltungen.

 

Das Präsidium des Dachverbandes wird sich auf seiner Sitzung am kommenden Montag, 16. März 2020, intensiv mit den zu ziehenden Konsequenzen beschäftigen und über mögliche Hilfen für die Rennvereine beraten, damit so viele Renntage wie möglich stattfinden. Hier sind alle Rennsportbeteiligten gefordert.

 

Die Beratungen des Präsidiums werden aktuell durch eine von Jan Pommer, Geschäftsführer beim Dachverband, koordinierte Arbeitsgruppe, vorbereitet. Präsident Michael Vesper erklärt: „Wir werden in dieser äußerst schwierigen Lage ergebnisoffen und ohne Denkverbote beraten. Es ist aber schon jetzt absehbar, dass wir – wie auch viele andere betroffene Branchen – dringend staatliche Unterstützung benötigen werden, um die negativen Folgen dieser Pandemie beherrschbar zu machen.“

Neuer Rennverein in Neuss gegründet

GaloppOnline berichtet am 28. Februar 2020:

 

Die Zeichen auf der Rennbahn in Neuss stehen entgegen aller Nachrichten der letzten Wochen und Monate gut, was eine Fortsetzung der Rennen angeht. Es hat sich der Galoppclub Neuss Niederrhein gegründet und auf die Fahne geschrieben, die Tradition von 144 Jahren Galopprennen am Neusser Hessentor fortzusetzen. Das wurde am Freitag, 28. Februar, auf einer Veranstaltung auf der Neusser Rennbahn offiziell bekannt gegeben.

 

Marc Troellsch (43), mit seinem „Stall Brieftaube“ auch Besitzer am Stall von Katja Gernreich in Neuss, ist zum Präsidenten des Clubs gewählt worden, den insgesamt neun Personen gegründet haben. Geschäftsführer ist Andreas Grau, für Öffentlichkeitsarbeit Nika S. Daveron zuständig.

 

„Wir haben uns mit Neusser Bürgern und auch Aktiven zusammengesetzt und wollen den Rennsport in Neuss erhalten.“ Der neue Club ist eine komplette Neugründung, ohne ehemalige Vorstandsmitglieder des Neusser Reiter- und Rennvereins. „Wir haben unser Konzept der Politik vorgestellt und warten nun auf einen positiven Bescheid, um loszulegen“, so Troellsch. Die relevante Ratssitzung in Neuss soll am 20. März stattfinden. Läuft alles nach Plan, sind in diesem Jahr noch sechs Winterrenntage geplant.

 

Das Konzept steht unter dem Motto "Galopp, Event und Natur", sieht eine Einbindung des Rennsports in andere Aktivitäten auf der Bahn und den Erhalt der Anlage als grüne Lunge der Stadt vor.

Galopprennsports dankt langjährigem Geschäftsführenden Vorstand

Jan Antony Vogel. Foto: privat

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 19. Februar 2020:

 

Jan Antony Vogel ist nach über siebenjähriger Tätigkeit als Geschäftsführender Vorstand ausgeschieden. Präsident Michael Vesper bedankt sich im Namen des ganzen Präsidiums und auch seiner Vorgänger für das Engagement von Herrn Vogel und wünscht ihm für seinen nun beginnenden Ruhestand alles Gute.

 

Seit 1998 war Jan Antony Vogel Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins. Von 2005 bis 2013 war er Verwaltungsratsvorsitzender der BGG und vertrat in dieser Funktion die Interessen der Rennvereine im Präsidium des Dachverbandes. Im Jahr 2013 wurde Herr Vogel zum Geschäftsführenden Vorstand des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. gewählt. In dieser Funktion war er ebenfalls der Geschäftsführer der DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs GmbH sowie der DVR Wettbetriebs GmbH.

 

Über die Nachfolge wird das Präsidium zu gegebener Zeit entscheiden. Nach der neu beschlossenen, aber noch nicht eingetragenen Satzung ist - anstelle eines Geschäftsführenden Vorstands - nunmehr ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin zu berufen. 

Insolvenzeröffnungsverfahren des Neusser Reiter- und Rennvereins

GaloppOnline berichtet am 19. Februar 2020:

 

Über das Vermögen des Neusser Reiter- und Rennvereins ist durch das Amtsgericht Düsseldorf ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Horst Piepenburg, Willstätterstraße 62, 40549 Düsseldorf bestellt.

 

Es handelt sich aktuell um ein Eröffnungsverfahren, in dem über die Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens oder die Ablehnung des selbigen (z.B. mangels Masse) entschieden wird.

 

Beim Amtsgericht Düsseldorf wird das Verfahren unter Aktenzeichen: 502 IN 14/20 geführt.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2020

Dortmund, 5. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Mod
  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais
  • Georg Mayer – Magic Quercus
  • Susanne Schwinn – Spot Lite

Mons, 9. Januar

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Dortmund, 19. Januar

  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais

Saga Altais (vorne 3. v. r.) auf dem Weg zum ersten Saisonsieg für Christine Paraknewitz-Kalla am 5. Januar in Dortmund. Foto: screenshot
Siegerehrung für Mod von Lucien W. J. van der Meulen nach dem Sieg im ersten Rennen des Jahres in Deutschland am 5. Januar in Dortmund. Foto: screenshot
Saga Altais sorgte am 19. Januar in Dortmund für seinen und auch Christine Paraknewitz-Kallas zweiten Jahrestreffer. Foto: privat

Neue Impfbestimmungen ab 1. Januar 2021

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen teilt im Wochenrennkalender vom 4. Februar 2020 mit:


"Ab 1.1.2021 gelten in Europa einheitliche Impfbestimmungen gegen Influenza, die strikt einzuhalten sind. Eine Wiederholungsimpfung darf nicht später als 6 Monate (max. 180 Tage) erfolgen, während die erste Impfung ab dem 6. Lebensmonat, die zweite Impfung nach 21-60 Tagen nach der ersten Impfung und die dritte Impfung nach 120-180 Tagen nach der zweiten Impfung erfolgen muss.


Die Intervalle sind auch neu und die Trainer werden gebeten, sich auf diese neuen Gegebenheiten einzustellen und die Pferde in diesen Impfrhythmus hineinzubringen bzw. mit den neuen Intervallen neue Grundimmunisierungen vorzunehmen."

Lizenzentzug auf fünf Jahre für Josef Seidl

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen teilt im Wochenrennkalender vom 4. Februar 2020 mit:


"Der Ordnungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 22. November 2019 folgende Entscheidung getroffen: Besitzertrainer Josef Seidl wird wegen Verstoßes gegen Nr. 590/16 RO i. V. m. § 1, 2, 4 Abs. 1 TierSchG., § 4 Abs. 1 Nr. 3 TierSchNutztV die Besitzertrainerlizenz für die Dauer von 5 Jahren entzogen."

Umsatzsteuerproblematik im Galopprennsport

GaloppOnline berichtet am 24. Januar 2020:

 

Die Wuppertaler Züchterin und Besitzerin Dr. Dr. Christiane Otto hat sich in einem Leserbrief in der Sport-Welt in Sachen der Behandlung der Umsatzsteuer durch die Finanzbehörden an deutsche Züchter gewandt. Dies mit dem Ziel, eine bundesland-übergreifende Rechtssicherheit zu erreichen. Sie schreibt:

 

„Vollblutzüchter in Deutschland, die zur Umsatzsteuer optiert haben, werden in letzter Zeit von den Finanzämtern basierend auf neuen, teilweise noch nicht rechtskräftigen Urteilen, um den Vorsteuerabzug gebracht. Es kommt auch vor, dass abgezogene Vorsteuern für Zeiträume von bis zu 5 Jahren rückwirkend von den Züchtern zurückgefordert werden. Hierbei handelt es sich gerade aus der Perspektive der kleinen Züchter um bemerkenswerte Summen. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren verschärfen wird.

 

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen führt derzeit -dankenswerterweise unterstützt von einem vollblutaffinen, ehemaligen BFH Richter - mit den Finanzministerien der einzelnen Bundesländer Gespräche, um eine Regelung der Altfälle aber auch eine Regelung für die Zukunft beim Bundesfinanzministerium (BMF) zu erwirken. Um Ende Januar in Berlin die nötige Durchschlagskraft beim BMF zu entwickeln, ist es wichtig, dass sich betroffene Züchter aus möglichst allen Bundesländern melden.

 

Da die Zeit sehr drängt, möchte ich Sie hiermit bitten, sich bei mir möglichst bis zum 25. Januar 2020 zu melden, wenn Ihnen der Vorsteuerabzug plötzlich verwehrt wurde oder Sie sogar über mehrere Jahre erstattete Vorsteuerbeträge zurücküberweisen müssen (bitte das Bundesland des für Sie zuständigen Finanzamtes angeben). Auch Fälle, die sich im Einspruchsverfahren befinden oder Züchter, bei denen eine Umsatzsteuernachschau angekündigt wurde, sind hier angesprochen. Ich bin als langjährige Vollblutzüchterin selbst betroffen und werde Ihren Fall vertraulich an den Steuerrechtsexperten, der derzeit mit dem DVR die Länderfinanzministerien besucht, weiterleiten. Sollten Sie selbst nicht betroffen sein, aber Züchter kennen, die mit diesem Problem konfrontiert sind bzw. waren, setzen Sie diese bitte über diesen Aufruf in Kenntnis.“

 

Jan Antony Vogel, Geschäftsführender Vorstand im Direktorium, unterstützt die Initiative: „Je mehr konkrete Fälle wir haben, umso besser können wir argumentieren“, so Vogel, der auch den anstehenden Termin beim Bundesfinanzministerium bestätigt. „Nach zahlreichen Gesprächen auf Ebene der Länder wird das der nächste Schritt sein.“  

 

Anmerkung: Sollte ein Besitzertrainer betroffen sein, möchte er sich bitte unter besitzertrainer(at)-t-online.de oder 05322/83874 beim Verein melden!

Deutscher Galopp – Mit Herzblut für Vollblut

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 30. Januar 2020

 

Der Verband des deutschen Galopprennsports hat auf dem SPOBIS den Re-Launch seiner Dachmarke und ihr neues Erscheinungsbild vorgestellt. Präsident Dr. Michael Vesper: „Unsere neue Markenwelt ist attraktiv, zeitgemäß und eingängig. Sie macht deutlich: Im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten steht das Wohlergehen der Pferde.“

 

Heute wurde im Rahmen des SPOBIS in Düsseldorf der neue Markenauftritt des deutschen Galopprennsports vorgestellt. Künftig tritt das bisherige Direktorium für Vollblutzucht und Rennen als Deutscher Galopp auf.

 

Präsident Dr. Michael Vesper und Geschäftsführer Jan Pommer hatten im Rahmen von Europas größtem Sport Business Event des Jahres Medienvertreter zum Gespräch eingeladen. Im Pressegespräch blickte Jan Pommer optimistisch in die Zukunft: „Rund 7,5 Millionen Menschen interessieren sich für unsere spannenden Veranstaltungen; darauf bauen wir auf.“

 

Pommer stellte den Teilnehmern des Pressegesprächs die Werte des Verbandes vor. Neben Leidenschaft und Dynamik sind dies Verantwortung und Verbundenheit. Vier Kernwerte, die das facettenreiche Ökosystem Deutscher Galopp prägen. Es basiert auf einem Manifest, das den Rennsport umfassend beschreibt und das dieser Pressemitteilung beigefügt ist.

 

Dr. Michael Vesper erklärt: „Das ist ein großer Tag für den Galopprennsport in Deutschland. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft. Auf geht’s, Deutscher Galopp!“

Heinrich Nienstädt ist verstorben

Heinrich "Heini" Nienstädt. Foto: privat

Eine sehr traurige Nachricht erreichte den Verein Deutscher Besitzertrainer. Am Montag, 20. Januar, verstarb im 88. Lebensjahr mit Heinrich ("Heini") Nienstädt sein ältestes aktives Mitglied. Der Verstorbene feierte in seiner jahrzehntelangen Karriere 88 Siege. Für Heinrich Nienstädts letzten Treffer sorgte am 28. Juli 2019 auf der Bad Harzburger Galopprennbahn der Wallach Atlas Royal. 

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wünscht der Familie von Heinrich Nienstädt viel Kraft in dieser schweren Zeit und wird dem tadellosen Pferdemann immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2019

Dortmund, 1. Dezember

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Lucien W. J. van der Meulen – Jewel of the Sea
  • Ulrich Müller – Lovanto

Neuss, 8. Dezember

  • Fabienne Gratz – Born To Be Alive
  • Laura Giesgen – Big Ian

Mons, 11. Dezember

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Dortmund, 15. Dezember

  • Petra Blumenauer – Decadent Times

Dortmund, 22. Dezember

  • Selina Ehl – Soryu
  • Aleksej Luft – Colorado Sun

Mülheim, 26. Dezember

  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger
  • Fabienne Gratz – Baron Mayson

Dortmund, 29. Dezember

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Surrey Warrior

Charlie's Dreamer (hier in Bad Harzburg) sicherte Philipp Berg am 1. Dezember in Dortmund den zweiten Inlandstreffer 2019. Foto: privat
Siegerehrung nach dem Erfolg von The Tiger am 26. Dezember in Mülheim. Foto: privat
Siegerehrung nach dem zehnten Saisonsieg für Anna Schleusner-Fruhriep durch Surrey Warrior am 29. Dezember in Dortmund. Foto: privat

Besitzertrainer fördern auch 2020 deutschen Galopprennsport

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird auch 2020 den deutschen Galopprennsport wieder finanziell unterstützen. Wie im Vorjahr stehen dazu insgesamt 7.600 € nach Beschluss der Mitgliederversammlung zur Verfügung. Die Mittel kommen aus den Beiträgen der über 400 Vereinsmitglieder.


5.000 € werden direkt als Zuschüsse für Rennen verschiedener Rennvereine gezahlt. Das Geld soll überwiegend in Basisrennen fließen, aber auch die Förderung des reiterlichen Nachwuchses möchte der Verein Deutscher Besitzertrainer damit unterstützen. In der abgelaufenen Saison wurden Rennen in Zweibrücken, Verden, Rastede, Mannheim und Honzrath mit gesponsert.


Eine Bewerbung um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich. „Bis zum 31. Januar 2020 können Rennvereine schriftliche Anfragen an uns gerichtet. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2020 mit einem Zuschuss vom Verein Deutscher Besitzertrainer rechnen kann“,  so die 1. Vorsitzende Karen Kaczmarek.


Mit insgesamt 2.600 € ist bei der fünften Auflage im kommenden Jahr der Besitzertrainer-Cup dotiert. 2019 gewann Anna-Schleusner-Fruhriep diesen Wettbewerb. „Auf welchen Bahnen wir 2020 den Cup mit seinen voraussichtlich erneut sechs Wertungsrenntagen austragen, werden wir festlegen, sobald die Renntermine endgültig veröffentlicht sind“, teilt Karen Kaczmarek mit. Über ein Punktsystem werden beim Besitzertrainer-Cup die Sieger und Platzierten ermittelt. 


Die Kontaktadresse lautet: Verein Deutscher Besitzertrainer, Karen Kaczmarek, Untere Hofbreite 19, 38667 Bad Harzburg, E-Mail besitzertrainer(at)t-online.de.

DVR beschließt neue Satzung und neuen Kommunikationsauftritt

Pressemitteilung von German Racing vom 22. Januar 2020:

 

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung des Dachverbandes (DVR) des deutschen Galopprennsports wurden bedeutende Entscheidungen für eine positive Zukunftsgestaltung getroffen. In Köln trafen sich Mitglieder und Delegierte, um gemeinsam über Schwerpunktthemen der Verbandsarbeit zu beraten. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Verabschiedung der neuen Satzung. Diese wurde so gefasst, dass die künftige Verbandsarbeit schlanker und effizienter gestaltet werden kann.


Außerdem wurde der neue Markenauftritt präsentiert und verabschiedet. Dieser wird am Donnerstag, 30. Januar, im Rahmen des SPOBIS (Erläuterung vom Verein Deutscher Besitzertrainer: "Europas größtes Sportbusiness-Event") in Düsseldorf der Presse und Öffentlichkeit vorgestellt.


Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e. V., erklärt: „Das sind wichtige Schritte für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Galopprennsport. Ich freue mich, dass wir nach den intensiven Beratungen und Vorarbeiten der letzten Monate den deutschen Galopprennsport zukunftsfähig gestalten.“

Story über Christine Paraknewitz-Kalla in der Sport-Welt

Die Galopp-Fachzeitschrift Sport-Welt hat in ihrer Ausgabe 4 vom 14. Januar 2020 eine Story über Besitzertrainerin Christine Paraknewitz-Kalla veröffentlicht. Hier klicken!

Championatsehrung am 29. Dezember in Dortmund

Lucien W. J. van der Meulen wurde auch 2019 Champion der Besitzertrainer auf deutschen Galopprennbahnen. DVR-Präsident Michael Vesper (links) und Dortmunds Rennvereinspräsident Andreas Tiedtke (rechts) nahmen die Ehrung vor. Foto: privat

Traditionell finden am letzten Renntag des Jahres die Ehrungen der Champions im deutschen Galopprennsport statt. Am Sonntag, 29. Dezember 2019, war es in Dortmund wieder der Fall.

 

Zwei Trophäen durften auch Besitzertrainer des Vereins in Empfang nehmen. In der Kategorie "Besitzertrainer" landete Lucien W. J. van der Meulen souverän eine Titelverteidigung. Mit 27 Erfolgen setzte er sich klar vor Anna Schleusner-Fruhriep (zehn Treffer) durch. Rang drei belegt mit sieben Saisonsiegen Daniel Paulick vor Matthias Schwinn, Christian Peterschmitt und Horst Rudolph mit je sechs Erfolgen 2019.

 

Ebenfalls als Titelverteidigerin, diesmal in der Kategorie "Hindernistrainer", wurde Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep ausgezeichnet. Acht Siege stehen für die Trainerin aus Marlow in Mecklenburg-Vorpommern in der abgelaufenen Saison zu Buche.

Stellvertretend für seine Tochter Anna Schleusner-Fruhriep nahm Volker Schleusner die Ehrung für die Hindernistrainerin des Jahres 2019 entgegen. Foto: privat

Alle Champions des Jahres 2019 im Überblick

Im Rahmen des letzten Renntags 2019 fand am Sonntag, 29. Dezember, auf der Dortmunder Galopprennbahn auch die Ehrung der Champions des Jahres statt. Bei den Besitzertrainern konnte Lucien W. J. van der Meulen seinen Titel verteidigen. Bei den Hindernistrainern ging der Titel an Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Champion der Trainer wurde Henk Grewe, bei den Jockeys siegte Bauyrzhan Murzabayev, bei den Hindernis-Reitern Pavel Slozil jun., bei den Amateur-Rennreiterinnen Laura Giesgen, bei den Amateur-Rennreitern Kevin Woodburn, bei den Nachwuchsreitern Gijs C. P. Snijders, bei den Besitzern-Hindernisrennen Volker Schleusner, bei den Besitzern-Flachrennen das Gestüt Ittlingen und bei den Züchtern Gestüt Hof Ittlingen.

DVR-Kennzahlen des Jahres 2019: Starker Rückgang bei den Besitzern

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen hat die Kennzahlen für das Jahr 2019 bekannt gegeben. Sie wurde auf German-Racing am 6. Januar 2020 wie folgt veröffentlicht:

 

Die Entwicklung der Wetteinsätze auf den 31 aktiven Rennplätzen in Deutschland ist eine der positiven Aspekte im deutschen Galopprennsport des Jahres 2019. Obwohl die Anzahl der Rennen von 1.172 auf 1.144 leicht zurück ging, konnte der Umsatz von 25.405.249 Euro auf 26.700.484 Euro um 5,1 Prozent gesteigert werden.

 

Zurückzuführen sind diese Zahlen in erster Linie auf die erhöhten Wetteinsätze bei den Sieg- und Platzwetten. Der deutsche Rennsport hatte sich zu Beginn der Saison 2019 dazu entschlossen die von den Rennvereinen einbehaltenen Abzüge dem internationalen Niveau anzupassen. Dadurch wurden wesentlich mehr Wetten in den deutschen Toto transferiert als in all den Jahren zuvor. Somit konnte der Umsatz pro Rennen von 21.677 Euro auf 23.340 Euro signifikant gesteigert werden. Eine erstaunliche Entwicklung zumal sich die Starter pro Rennen lediglich von 8,79 Starter auf 8,82 Starter leicht verbesserte.


Rennpreise fast identisch

 

Die Rennpreise von 13.280.237 Euro (in 2018) im Vergleich zu 13.172.265 Euro blieben nahezu identisch, wobei der Rennpreis pro Rennen von 11.331 Euro auf 11.514 Euro eine leichte Steigerung zeigt. Ein Rückgang musste erneut bei der Anzahl der Pferde im Training hingenommen werden, die von 2.425 auf 2.351 sank. Schwerwiegend zeigt sich die Entwicklung bei den Zuchtstuten, die sich um 100 von 1.450 auf 1.350 verringerte, was auch die Anzahl der Fohlengeburten von 876 auf 724 sinken ließ. Im Gegensatz dazu steht die Steigerung bei den Deckhengsten von 45 auf 47.


Weniger Auslandsstarts

 

Die Zahl der Starts von deutschen Pferden im Ausland konnte mit 2.733 (2018: 2869) zwar verringert werden, liegt aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Die Nachwuchsförderung im Galopprennsport muss sich verstärkt auf die Reiter konzentrieren. Die Zahl der Berufsrennreiter ging von 71 auf 62 zurück, jene bei den Amateuren von 71 auf 63.

 

Identische Zahl der aktiven Züchter

500 Züchter gab es sowohl 2018 als auch 2019. Bei den Besitzern musste ein Rückgang von 1.033 auf 978 hingenommen werden. Die Anzahl der Berufstrainer blieb fast identisch (104 zu 103), bei den Besitzertrainern sank die Zahl von 193 auf 185.

Wettumsatz steigt um 5,1 Prozent - keine Multi-Wetten mehr

GaloppOnline berichtet am 30. Dezember 2019

 

Der Wettumsatz im deutschen Galopprennsport ist in der Saison 2019 um 5,1 Prozent gestiegen. Insgesamt flossen 26.700.484 Euro durch die Wettkassen, gegenüber 25.405.249 Euro in der gesamten Saison 2018. Pro Rennen liegt das Plus bei 7,67 Prozent, weil 2019 nur 1.144 Rennen statt 1.172 im Jahr zuvor ausgerichtet wurden. Der Bahnumsatz pro Rennen liegt um 2,93 Prozent vorne, der Außenumsatz um 13,43 Prozent.

 

Es gab in 2019 in Deutschland 146 Renntage, acht weniger als 2018 mit 154 Renntagen.

 

Die Umsatzsteigerung basiert vor allem auch auf den gesenkten Abzügen in der Sieg- und Platzwette, die zu deutlich besseren Quoten geführt hat.

 

Ab dem kommenden Sonntag-Renntag in Dortmund verändern sich die Wettarten im deutschen Turf. Die Multi-Wette, gespielt als Multi 4, Multi 5, Multi 6 oder Multi 7, entfällt ersatzlos. Damit wird diese aus Frankreich übernommene Wette ein Jahr nach der Einführung wieder beerdigt. Das hat Riko Luiking, als Geschäftsführer von Wettstar für den Totobetrieb im deutschen Turf verantwortlich, am Montag auf Nachfrage der Sport-Welt bestätigt.

 

Die 2 aus 4-Wette wird das Schicksal des schnellen Endes nicht ereilen, sie bleibt auch in 2020 erhalten. Bei dieser Wette muss der Wetter zwei Pferde vorhersagen, die unter die ersten 4 laufen. Sie hatte 2019 den alten Platz-Zwilling abgelöst. Damit geht der deutschen Rennsport mit den Wetten Sieg, Platz, Zweierwette, Dreierwette, Viererwette (in ausgewählten Rennen) und 2 aus 4 in die neue Saison.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2019

Mülheim, 2. November

  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Dortmund, 3. November

  • Christine Paraknewitz-Kalla – Saga Altais

Magdeburg, 9. November

  • Jutta Pohl – Gora Bere
  • Marion Renggli – Gilbert

Krefeld, 10. November

  • Lucien W. J. van der Meulen – Jewel of the Sea
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Mons, 24. November

  • Caroline Fuchs – Nordgold und Glorious Warrior

Deauville, 26. November

  • Hella Sauer – Waleed

The Tiger (hier nach seinem Sieg in Bad Harzburg) sicherte Anna Schleusner-Fruhriep am 2. November in Mülheim den achten Treffer auf deutschen Flachbahnen in diesem Jahr. Foto: privat
Gilbert (hier in Bad Harzburg) holte für Marion Renggli am 9. November in Magdeburg den dritten Saisontreffer. Foto: privat
Wutzelmann (hier in Bad Harzburg) schaffte für Anna Schleusner-Fruhriep am 10. November in Krefeld den achten Saisontreffer über die Sprünge und machte seinen Reiter Pavel Slozil jun. zum Champion 2019 der Hindernisreiter in Deutschland. Foto: privat
Hella Sauer führt Waleed nach dem Sieg am 26. November in Deauville selbst zurück zum Absattelring. Foto: screenshot

Winterrennen: Jetzt mindestens sechs Ausschreibungen

Im neuesten Wochenrennkalender, in der Übersicht der Renntage auf German Racing und natürlich auch im Trainerservice sind die neuen Ausschreibungen für die Sandbahn-Winterrenntag in Dortmund und auch den Grasbahnrenntag am 12. Januar 2020 in Mülheim veröffentlicht. 

 

Positiv ist dabei zu vermelden, dass für alle Winterrenntage mindestens sechs statt bisher fünf Rennen ausgeschrieben sind. Der deutsche Trainer- und Jockeyverband sowie der Verein Deutscher Besitzertrainer hatten sich gemeinsam dafür stark gemacht und auch Finanzierungsvorschläge unterbreitet.

Auch 2020 keine Galopprennen in Lebach

Die Saarbrücker Zeitung vermeldet in ihrer Ausgabe vom 14. Dezember, dass es auch 2020 keinne Galopprennen in Lebach geben wird. Bereits in diesem Jahr wurde die Traditionsveranstaltung kurzfristig abgesagt.

 

Kam das Aus 2019 durch die allerdings umstrittene Entscheidung der Rennleitung und der Rennbahnprüfungskommission des Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, beschloss für das kommende Jahr der Lebacher Stadtrat die Absage. Ausschlaggebend war dafür, dass der für die Austragung der Rennen und die Vorbereitung der Anlage notwendige Zuschuss von 118.000,00 € bei der angespannten Finanzlage der Stadt nicht bewilligt wurde.

 

Hier der komplette Artikel der Saarbrücker Zeitung

Michael Blau am 18. Dezember verstorben

Michael Blau mit Siegreiterin Sabrina Wandt nach seinem Erfolg am 3. Oktober 2009 in Köln. Foto: Jürgen Schmidt

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um Michael Blau, der am Mittwoch, 18. Dezember, nach längerer Krankheit leider verstorben ist. Im Januar 2020 wäre er 70 Jahre alt geworden.

 

Seinen letzten Starter hatte Michael Blau, der auch Besitzer des Gestüts Erftland war, mit Christoph Columbus am 8. September 2019 in Düsseldorf. Der Verstorbene sattelte nach dem Erwerb der Besitzertrainerlizenz 1995 insgesamt 151 Sieger, darunter waren auch sechs Erfolge über die Sprünge. Viele seine Pferde waren lange auf der Rennbahn aktiv. So absolvierte Christoph Columbus als 12-Jähriger seinen 94. Start, Lord Of The Dark war bis 11-jährig sogar 108 Mal am Ablauf.

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wünscht in dieser schweren Zeit seinen Angehörigen viel Kraft und wird Michael Blau immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Ab 2020 wieder Rückerstattung der Rennwettsteuer

Künftig erhalten die Rennvereine die Rennwettsteuerrückerstattung von Buchmachern mit Sitz im Ausland, die Wetten auf deutsche Pferderennen veranstalten. Der Bundesrat hat der entsprechenden Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes, die der Bundestag bereits am 7. November beschlossen hatte, auf seiner heutigen Sitzung zugestimmt. Bisher war diese Rückerstattung, die den Rennvereinen für die Erfüllung ihres staatlichen Auftrags zur Zucht und Durchführung von Leistungsprüfungen zusteht, lediglich aus dem Steueraufkommen inländischer Wettanbieter erfolgt. Durch die Einbeziehung des Steueraufkommens ausländischer Wettanbieter wird eine seit 2012 bestehende Unwucht der Verwaltungspraxis vom Gesetzgeber korrigiert. Bis zu 96% dieser Steuer gehen nun, ebenso wie die Steuern inländischer Wettanbieter, im Zuweisungsverfahren an die Rennvereine.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e. V. erklärt dazu: „Das ist ein sehr guter Tag für den Galopprennsport. Viele haben mitgeholfen, den eigentlichen Willen des Gesetzgebers nun entsprechend zu verankern. Wir danken Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat für diese dringend benötigte Unterstützung unserer Rennvereine.“

 

Die Rennvereine verwenden die Rückflüsse ausschließlich zur Deckung des für die Durchführung der Leistungsprüfungen erforderlichen Aufwands. Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich die zusätzliche Rückerstattung auf einen hohen sechsstelligen Betrag pro Jahr.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 29. November 2019

Sport-Welt-Redakteur Guido Göbel kommentiert treffend

In der Sport-Welt vom 3. Dezember ist auf Seite 6 ein sehr interessanter Kommentar von Redakteur Guido Göbel zu lesen, der sich mit den Problemen der hohen Zahl von ausgeschiedenen Pferden und der weiter reduzierten Zahl von ausgeschriebenen Rennen in der laufenden Wintersaison beschäftigt. "Guido Göbel spricht dem Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer damit voll aus dem Herzen. Gerade viele Besitzertrainer sind von dieser negativen Entwicklung betroffen. Wir können nur hoffen, dass trotzdem alle weiter bei der Stange bleiben", so Detlef Kaczmarek, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Besitzertrainer.

 

Hier der Kommentar von Guido Göbel

Bremer Rennverein in den Startlöchern

Gibt es in Bremen wieder Galopprennen? Foto: privat

In seiner Pressemitteilung vom 5. Dezember 2019 macht der Bremer Rennverein deutlich, dass er wieder Galopprennen veranstalten möchte:

 

Der Bremer Rennverein möchte auch in Zukunft Renntage auf der Galopprennbahn veranstalten. „Wir sind irritiert, dass wir trotz einer Reihe von Äußerungen in dieser Richtung allem Anschein nach noch immer nicht mit unserem Anliegen wahrgenommen werden“, so Frank Lenk vom Vorstand des Bremer Rennvereins von 1857. „Stattdessen scheint in der Öffentlichkeit der Eindruck zu bestehen, dass kein Interesse an der Fortführung des Rennbetriebs besteht. Das ist falsch. Wir haben mehrfach Gesprächsbedarf bei der Wirtschaftsförderung und bei Senatorin Maike Schaefer angemeldet, werden aber ignoriert und erhalten keinen Termin.“


Einen Fahrplan erkennt der Vorstand des Rennvereins bei der aktuellen Vorgehensweise zum Thema Galopprennbahn nicht. „Wir beobachten die Situation seit Monaten und stellen uns die Frage, ob die Stadt Bremen überhaupt noch Herr des Verfahrens ist. Wenn etwas in Sachen Rennbahn unternommen wird,  geht dies von der Bürgerinitiative aus. Das wirft kein gutes Licht auf die Politik“, so Lenk. „Mit unserer Tradition und vor allem aufgrund der Tatsache, dass wir keineswegs freiwillig von der Bahn gegangen sind, erwarten wir, dass die zuständigen Stellen das Gespräch mit uns suchen, nachdem der Volksentscheid im vergangenen Mai gewonnen wurde. Um es klar zu formulieren: Wir sehen uns als Teil eines neuen Nutzungskonzepts, das eine breite Vielfalt an Veranstaltungen umfassen soll.“

 

Der Bremer Rennverein fragt sich, wieso ein seit dem Jahr 1907 auf der Galopprennbahn ansässiger Sport sich allem Anschein nach neu bewerben muss, als wenn es die letzten Jahrzehnte gar nicht gegeben hat. Renntage müssen im Voraus geplant werden. Sie bringen der Stadt Steuereinnahmen, was überhaupt keine Rolle zu spielen scheint.

Cornelia "Conny" Schmock ist verstorben

Den Verein Deutscher Besitzertrainer erreichte eine ganz traurige Nachricht. Cornelia "Conny" Schmock ist am 4. Dezember verstorben. Sie wurde nur 62 Jahre alt.

 

Cornelia Schmock war über 30 Jahre als Besitzertrainerin aktiv. Sehr eng verbunden mit dem Namen der Verstorbenen ist der Ausnahmesteepler Supervisor, der 101 Starts auf der Hindernisbahn absolvierte und dabei 14 Siege und 30 Platzierungen errang.

 

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer spricht allen Angehörigen und Freunden von Cornelia Schmock sein tiefstes Mitgefühl aus. "Conny, mach es gut!"

Winterrennen bis 8. März mit jeweils nur fünf Prüfungen ausgeschrieben

GaloppOnline vom 2. Dezember 2019:

 

Die Ausschreibungen für die Winterrennen in Neuss und Dortmund sind in der Zwischenzeit veröffentlicht. Mit einem Mini-Programm von zunächst nur fünf Rennen pro Tag! Vier Rennen je Winter-Veranstaltung werden über die PMU, die diese Rennen im Programm hat, finanziert, es kommt im Augenblick nur jeweils ein weiteres Rennen hinzu. Ob es angesichts der nach Erfahrungen der letzten Jahre ab Januar sinkenden Nennungszahlen zu Teilungen kommt, ist fraglich.

 

Der Trainer- und Jockey-Verband hat bereits interveniert. „Wir sind an Herrn Krüger von der Besitzervereinigung herangetreten“, sagte Christian von der Recke als Vertreter der Trainer und Jockeys am Montagmorgen. „Wir hoffen, dass es gelingt, dass es mehr Rennen je Tag werden.“

 

Ergänzung durch den Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer:

 

"Natürlich unterstützen wir den Trainer- und Jockeyverband bei seinem Bestreben, die Anzahl der Rennen zu erhöhen. Wir plädieren schon seit einigen Wochen im Sinne des gesamten deutschen Galopprennsports dafür, mehr Rennen auszuschreiben oder entsprechende Teilungen von Rennen vorzunehmen, damit nicht so viele Pferde ausgeschieden werden müssen", so Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer.

 

Die Renntage sind wie folgt terminiert:

 

5.1. Dortmund
12.1. Neuss
19.1. Dortmund
27.1. Neuss
2.2. Dortmund
9.2. Neuss
16.2. Neuss
23.2. Dortmund
1.3. Neuss
8.3. Dortmund 

Besitzertrainer-Cup: Anna Schleusner-Fruhriep gewinnt vierte Auflage

Anna Schleusner-Fruhriep (rechts) freut sich bei der Siegerehrung im Besitzertrainer-Cup 2019 durch Karen Kaczmarek (1. Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer) über den Gesamtsieg. Foto: privat

Der Besitzertrainer-Cup 2019 ging am Donnerstag, 31. Oktober, in Halle an der Saale zu Ende. Mit 48 Punkten sicherte sich Anna Schleusner-Fruhriep die vierte Auflage. Allerdings stand bereits vor dem ersten Start auf den Passendorfer Wiesen fest, dass der Sieg in diesem Wettbewerb des Vereins Deutscher Besitzertrainer und die Prämie dafür von 1.000 Euro nach Mecklenburg-Vorpommern geht.

 

Nach der Starterangabe war klar, dass die 46 Zähler, die die Pferde von Anna Schleusner-Fruhriep in den im Vorfeld in Saarbrücken, Mülheim, Dortmund, Bad Harzburg und Quakenbrück ausgetragenen fünf Wertungsrenntagen eingaloppiert hatten, nicht mehr getoppt werden konnten. In Halle landeten die beiden Starter von Anna Schleusner-Fruhriep auch nur im Hintertreffen und sammelten noch einmal zwei Punkte.

 

Auch auf den nächsten Plätzen änderte sich nichts mehr. Matthias Schwinn beendete die Serie mit 38 Zählern als Zweiter und erhält 500 Euro. Gemeinsam Rang drei (je 250 Euro) teilen sich Annick Gratz und Lucien W. J. van der Meulen mit je 25 Punkten.  Je 100 Euro werden den Konten von Janine Beckmann (22), Caroline Fuchs und  Horst Rudolph (je 20), Selina Ehl und Helga Hobitz (je 12) sowie Guido Scholze und Christoph Schwab (je 11) gutgeschrieben. Guido Scholze sicherte sich Rang zehn in der Gesamtwertung direkt in Halle, da der Dresdner mit Sha Gino das letzte Rennen des Tages gewann und somit zehn Punkte einfuhr. Ein weiterer Zähler kam durch Baldessari in der zweiten Prüfung dazu.

 

Der Endstand

 

Insgesamt nahmen 58 Besitzertrainer des Vereins 2019 an diesem Wettbewerb teil. Im Vorjahr hatte sich Daniel Paulick mit 39 Zählern den Besitzertrainer-Cup gesichert. Davor standen Horst Rudolph (2017/54) und Monika Lindemann (2016/42) nach dem Finale ganz oben auf dem Treppchen. Auch für 2020 plant der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer den Besitzertrainer-Cup. Welche Rennorte dann dabei sein werden, wird Ende des Jahres festgelegt.

 

Beim Besitzertrainer-Cup werden bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen an den jeweiligen Renntagen die Punkte je nach Platzierung wie folgt verteilt: 

 

1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt

 

Die gesammelten Punkte an allen sechs Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte. Platz eins ist mit 1000 € dotiert. Der Zweitplatzierte erhält 500 €, der Drittplatzierte 300 € und der Viertplatzierte 200 € als Prämie. Seit 2019 erhalten zudem die Besitzertrainer auf den Plätzen 5 bis 10 jeweils 100 €.
 
Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die zusätzliche „Gewinnmöglichkeit“ mehr Starter von Besitzertrainern zu erwarten sind. 

Gibt es wieder Galopprennen in Bremen?

GaloppOnline berichtete am 27. November:

 

Die Entwicklung rund um die Bremer Galopprennbahn geht weiter in die richtige Richtung. Wie Andreas Sponbiel mitteilte, hat die Stadt Bremen eine bereits im Jahre 2017 eingereichte Petition der Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen gegen die Bebauung in diesen Tagen für erledigt erklärt.

 

Dies geschah mit einer wichtigen Begründung: Ein laufender Einspruch gegen den Volksentscheid wurde einstimmig in der Stadtbürgerschaft abgelehnt, weil eine Erschließung der Fläche für eine Wohnbebauung als Folge des Volksentscheids ausgeschlossen ist. Das sorgt für Sicherheit. Sponbiel berichtet zudem von einem Dringlichkeitsantrag der Bürgerinitiative für die nächste Sitzung des Regionalausschuss zum Thema Galopprennbahn, die am kommenden Dienstag stattfindet.

 

„Wir gehen jetzt in die Offensive, weil es so viele Interessenten für Veranstaltungen und Zwischennutzungen gibt“, so seine Erklärung. „Die Politik und die zuständigen Behörden müssen endlich in die Puschen kommen. Alle möglichen Veranstalter, darunter auch der Bremer Rennverein, können derzeit keine Termine planen, weil die Zuständigkeiten auch 100 Tage nach der Wahl noch nicht geklärt sind. Wird der Antrag beschlossen, wovon ich ausgehe, beschleunigt sich das Verfahren.“

 

Einem Neustart für Galopprennen in Bremen als auch für neue Interessenten wird damit der Weg geebnet mit entsprechenden Stellen, die Modalitäten abzuklären. Denn dass der Bremer Rennverein veranstalten möchte, hat das Präsidium rund um Tonya Rogge mehrfach kundgetan. 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2019

Fontainebleau, 2. Oktober

  • Hella Sauer – Frosty Bay

Hoppegarten, 3. Oktober

  • Christian Zschache – Antipolis
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Video Diva

Dortmund, 5. Oktober

  • Lucien W. J. van der Meulen – Shambhala

Honzrath, 6. Oktober

  • Matthias Schwinn – Christin
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann
  • Selina Ehl – Noble Fighter

Köln, 6. Oktober

  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy

Leipzig, 12. Oktober

  • Jutta Pohl – Bective

Hoppegarten, 13. Oktober

  • Frank Kurz – Agama
  • Daniel Paulick – Malinga
  • Katja Engels – Nadito

Baden-Baden, 20. Oktober

  • Sarah Jane Hellier – Ice Club und Flowerpower

Krefeld, 25. Oktober

  • Lucien W. J. van der Meulen – Shambhala und Forcetoreckon
  • Olga Laznovska – Porcupine Creek

Maisons-Laffitte, 29. Oktober

  • Hella Sauer – Coco City

Halle, 31. Oktober

  • Guido Scholze – Sha Gino

Antipolis (hier in Hannover) sicherte Christian Zschache am 3. Oktober in Hoppegarten den vierten Jahrestreffer. Foto: privat
Christin (hier in Düsseldorf) holte für Matthias Schwinn am 6. Oktober in Honzrath den sechsten Jahreserfolg. Foto: privat
Holte für und mit Selina Ehl auf seiner Lieblingsbahn in Honzrath am 6. Oktober den vierten Saisontreffer: Noble Fighter. Foto: privat
Bective (hier in Magdeburg) sicherte Jutta Pohl am 12. Oktober in Leipzig den zweiten Erfolg 2019. Foto: privat
Nadito (hier in Hannover) schaffte am 13. Oktober in Hoppegarten den fünften Saisonsieg für Katja Engels. Foto: privat
Malinga (hier in Magdeburg) sorgte am 13. Oktober in Hoppegarten für den siebten Jahreserfolg von Daniel Paulick. Foto: privat
Seinen ersten Jahrestreffer landete am 13. Oktober in Hoppegarten Frank Kurz durch Agama (hier in Magdeburg). Foto: privat
Ice Club (hier in Bad Harzburg) sorgte am 20. Oktober in Baden-Baden für den dritten Jahreserfolg von Sarah Jane Hellier. Foto: privat
Durch Porcupine Creek (hier in Bad Harzburg) kam Olga Laznovska am 25. Oktober in Krefeld zum vierten Treffer im Jahr 2019. Foto: privat
Sha Gino nach seinem Erfolg für Guido Scholze am 31. Oktober in Halle. Es war der zweite Jahressieg des Besitzertrainers. Foto: privat

Deutsches Derby 2016 endgültig entschieden

Das OLG Köln hat am Mittwoch, 30. Oktober, in Sachen „Deutsches Derby 2016“ die Berufung des klagenden Besitzers des drittplatzierten Pferdes „Dschingis Secret“ zurückgewiesen. Eine Revision hat es nicht zugelassen. In seiner Begründung hat es vor allem auf die hohe Bedeutung der Vereinsautonomie verwiesen und klar herausgestellt, dass der verbandsinternen Gerichtsbarkeit keine erheblichen Fehler unterlaufen seien.


Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. (DVR) begrüßt das Urteil des OLG Köln sehr. Es gibt allen Beteiligten Rechtssicherheit. Jan Antony Vogel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DVR, erklärt: „Das ist ein guter Tag für den Rennsport und für die Autonomie der Sportverbände insgesamt, unterstreicht das Urteil doch unsere Eigenverantwortung für die Auslegung der Rennordnung und unserer Statuten.“ Und weiter: „Das OLG hat unsere Rechtsauffassung bestätigt. Wir hoffen, dass damit nun – nach all den Fährnissen der vergangenen Jahre – Rechtsfrieden eintreten kann. Wir werden das Urteil sorgsam im Detail analysieren und ggf. notwendige Optimierungen an unseren Regeln vornehmen.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 30. November 2019 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2019

Quakenbrück, 1. September

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon und Wutzelmann

Hoppegarten, 14. September

  • Jutta Pohl – Maxanto
  • Daniel Paulick – Invincible Really

Billigheim, 15. September

  • Christian Peterschmitt – High Alpha
  • Christoph Schwab – Dyllan

Mannheim, 22. September

  • Christof Schleppi – Dawn Prayer
  • Stefan Birner – Smoke on the Water
  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon

Montier-en-Der, 22. September

  • Philipp Berg – Northern Fox

Dresden, 28. September

  • Daniel Paulick – Pasquetta

Düsseldorf, 29. September

  • Olga Laznovska – Hope Solo

Apoleon (hier in Bad Harzburg) gewann für Anna Schleusner-Fruhriep in Quakenbrück am 1. September das Jagdrennen. Foto: privat
Wutzelmann (hier nach seinem Sieg im Vorjahr in Quakenbrück) war auch 2019 am 1. September beim Alten Artländer Seejagdrennen erfolgreich und schraubte die Hindernisjahresbilanz von Anna Schleusner-Fruhriep auf fünf Treffer. Foto: privat
Invincible Really (hier in Magdeburg) holte am 14. September in Hoppegarten den fünften Jahreserfolg für Daniel Paulick. Foto: privat
High Alpha sorgte am 15. September in Billigheim für den fünften Saisonsieg von Christian Peterschmitt. Foto: privat
Dyllan sicherte Christoph Schwab am 15. September in Billigheim den vierten Erfolg 2019. Foto: privat
Siegerehrung nach dem vierten Jahreserfolg für Stefan Birner durch Smoke on the Water am 22. September. Foto: privat
Siegerehrung nach dem Treffer von Apoleon für Anna Schleusner-Fruhriep am 22. September in Mannheim. Foto: privat
Baker Street sicherte Matthias Schwinn am 22. September in Mannheim den fünften Jahressieg. Foto: privat
Pasquetta (hier 2018 in Leipzig) sicherte Daniel Paulick am 28. September in Dresden den sechsten Saisonerfolg. Foto: privat
Hope Solo (hier in Bad Harzburg) schaffte für Olga Laznovska am 29. September in Düsseldorf den dritten Saisontreffer. Foto: privat

Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer in Honzrath nach Belgien

Einen belgischen Erfolg gab es im vom Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 6. Oktober, in Honzrath mit gesponserten Rennen. Für Kris Lanslots war im Ausgleich IV über 1.100 Meter der 6-jährige Wallach Strictly Carter auf der Sandbahn siegreich. Im Sattel saß Sascha Stappaerts.


Die nächsten Plätze gingen an Besitzertrainer des Vereins. Rang zwei sicherte sich Matthias Schwinn mit She'zanarab (Ronny Bonk) vor Selina Ehl mit Hurrican Harry (Selina Ehl), Stefanie Britz mit Islington (Kerstin Elsässer) und Lisa Sonntag mit Seebring (Laura Giesgen).

Horst-Dieter Beyer am 1. Oktober verstorben

Der Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um sein Gründungsmitglied Horst-Dieter Beyer. "Hodibe", wie ihn alle nur nannten, verstarb am Dienstag, 1. Oktober, im Alter von 87 Jahren. Der Kölner war nicht nur als Besitzertrainer viele Jahre aktiv, sondern auch erfolgreicher Züchter, u.a. mit Poldi's Liebling, Kölsche Jung und Ormuz. Mit dem "Pferdemann durch und durch" hat der deutsche Galopprennsport eine große Persönlichkeit verloren.

Deutliche Steigerung der Umsätze in der Pferdewette

Aspetar mit Jason Watson gewinnt den Preis von Europa. Foto: Frank Sorge

Zwischenfazit nach dem Preis von Europa: Nach sechs Jahren Seitwärtsbewegung verzeichnet die laufende Rennsaison 2019 erfreuliche Steigerungen bei den Wettumsätzen, sowohl in der Bahn- als auch in der Außenwette. Die Wettumsätze sind insgesamt im Vergleich zu 2018 um mehr als 5% gestiegen.


Die Veränderungen der einzelnen Wettarten zum Vorjahr in Prozent am Gesamtumsatz stellen sich aktuell wie folgt dar:


Siegwette  + 13,9%    pro Rennen 18,8%*
Platzwette  + 17,2%    pro Rennen 22,4%.


Anders als gelegentlich gemutmaßt, geht das Umsatzplus nicht zu Lasten anderer Wettarten, die Kombinationswetten verzeichnen ebenfalls Zuwächse:


Zweierwette  + 3,5%      pro Rennen 8%
Dreierwette  + 1,3%      pro Rennen 5,7%.


Somit stiegen die Umsätze auf Sieg- und Platzwetten pro Rennen kumuliert um mehr als 20% - ein beeindruckendes Umsatzplus, das höchste seit 27 Jahren.


Diese Entwicklung ist u. a. auf die zum Jahr 2019 erfolgte Abzugssenkung in der Sieg- und Platzwette zurückzuführen. Indem nun 85% der Wetteinsätze an die Wetter zurückgezahlt werden, rückt die Totalisatorwette durch die erhöhten Quoten insgesamt wieder mehr in den Fokus der Wetter.


Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. erklärt: „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und die erhoffte Trendumkehr.“


Aufgrund dieser Entwicklung wird auch für das kommende Jahr eine weitere Steigerung in erwartet.


* Erläuterung: Durch eine geringere Anzahl an Rennen ist die Steigerung pro Rennen erheblicher als die absolute Steigerung.
Siegwette: Gewettet wird auf den Sieger des Rennens.
Platzwette: Gewettet wird auf eine Platzierung des gewetteten Pferdes.
Zweierwette: Gewettet wird der Erstplatzierte und Zweitplatzierte – in korrekter Reihenfolge.
Dreierwette: Gewettet werden erst-, zweit- und drittplatziertes Pferd in korrekter Reihenfolge.
 

Fast eintausend Besucher beim Tag der Gestüte

Da scheint sich eine Freundschaft zwischen "Klein und Klein" anzubahnen. Foto: German Racing

13 deutsche Vollblutgestüte, verteilt auf acht Bundesländer, beteiligten sich am vergangenen Wochenende am „Tag der Gestüte“. Geboten wurde einiges: Neben der Präsentation der Hengste, Stuten, Fohlen und Jährlinge standen verschiedene Themen aus Vollblutzucht und Rennsport im Fokus. Fast tausend Interessierte nutzten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich über die edlen Vollblüter zu informieren - auch um dabei vielleicht den ein oder anderen Vorbehalt gegenüber den Galopprennsport einem Praxistest zu unterziehen.

 

Informationsmaterial zum Rennsport rundeten die persönlichen Eindrücke der Besucherinnen und Besucher ab, hier geht auch noch mal ein besonderes Dankeschön an die Besitzergemeinschaft für Vollblutzucht und Rennen e.V., die zu diesem Anlass die aktuellen Hengstbücher sponsorten.

 

Die Vielseitigkeitsreiterin und Bloggerin Juliane Barth zum Beispiel gehörte zu den Besuchern des Gestüts Idee in Hamburg im Besitz von Kaffee-Unternehmer Albert Darboven, der gemeinsam mit Gestütsleiterin Vanessa Körner persönlich informierte. „Die Vollblüter leben hier auf dem Gestüt Idee wirklich im Pferdeparadies“, zeigte sich Barth begeistert. „Ein toller Einblick hinter die Kulissen, ich komme bestimmt wieder!“ Allerdings: Welches Gestüt kann auch mit einem Ausritt am Elbstrand aufwarten?


Südlich von Münster liegt das Schlossgut Itlingen von Philipp Graf Stauffenberg, wo seit 1954 Vollblüter gezüchtet werden. Es diente bereits als Kulisse für die Ende der 80er-Jahre ausgestrahlte ZDF-Serie „Rivalen der Rennbahn“. Graf Stauffenberg erläuterte den Besuchern vieles über Aufzucht, Pferdehaltung, aber auch die wichtige Vorbereitung der Pferde auf die Auktionen. Schließlich gilt: Wer weiter züchten möchte, sollte auch erfolgreich Pferde verkaufen.


Das gilt natürlich auch für den Ohlerweilerhof im Saarland, der neben 120 Hektar Weidefläche auch über eine 1.400 Meter lange Trainingsbahn verfügt. Der Ohlerweilerhof dient aber auch als Pensionsgestüt oder um Vollblüter nach größeren Verletzungen wieder in den Rennsport zu bringen. Das Gestüt der Familie Volz hat mit Tai Chi und Derbysieger Isfahan zwei Deckhengste aufgestellt, die dem Publikum präsentiert wurden.


„Der „Tag der Gestüte“ ermöglicht allen Interessierten einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Vollblutzucht“, sagt Jan Pommer, Geschäftsführer bei German Racing. „Wir danken allen Gestüten für ihre Gastfreundschaft und planen schon jetzt eine baldige Wiederholung.“ Mit dabei waren neben den obengenannten diese Gestüte: Fährhof, Graditz, Hachetal, Hofgut Heymann, Jettenhausen, Keilhof, Lindenhof, Westerberg und Trona.


Und schließlich natürlich das Gestüt Brümmerhof bei Soltau, das eine ganz eigene Geschichte zum „Tag der Gestüte“ erzählen kann: Petra Stucke war im Vorjahr am „Tag der Gestüte“ auf dem Gestüt Brümmerhof bei Hannover beeindruckt vom persönlichen Engagement der Familie Baum und davon wie „offen und aufrichtig“ alle Fragen beantwortet wurden. Sie entschloss sich daraufhin, den Hengst Namos zu kaufen. Der dankte es ihr in diesem Frühjahr in Baden-Baden mit dem Gewinn der Silbernen Peitsche (Gruppe III, 1.200m), einem der wichtigsten Sprintrennen in Deutschland. So einfach kann das manchmal sein….

 

Quelle: German Racing vom 27. September 2019

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2019

Bad Doberan, 2. August

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn

Bad Doberan, 3. August

  • Christian Zschache – Doinyo

Düsseldorf, 4. August

  • Claudia Römer – Barteaux

Miesau, 4. August

  • Horst Rudolph – Anni Domani
  • Christian Peterschmitt – Kingdom of Heaven

Hoppegarten, 10. August

  • Daniel Paulick – Invincible Really

Saarbücken, 15. August

  • Selina Ehl – Noble Fighter
  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib

Mülheim, 17. August

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah

Düsseldorf, 18. August

  • Olga Laznovska – Edelstein
  • Claudia Römer – Barteaux

Baden-Baden, 24. August

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene

Cuxhaven, 25. August

  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Dresden, 25. August

  • Christine Hottewitzsch – Lady O'Connor
  • Lucien W. J. van der Meulen – Infamous Lawman

Deauville, 27. August

  • Hella Sauer – Gold Lake

Baden-Baden, 28. August

  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo

Its My Turn (hier in Bad Harzburg) sorgte am 2. August in Bad Doberan für den sechsten Flacherfolg 2019 von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat
Doinyo (hier in Hannover) sorgte am 3. August in Bad Doberan für den dritten Jahressieg von Christian Zschache. Foto: privat
Siegerehrung am 4. August in Miesau nach dem Treffer von Anni Domani für Horst Rudolph. Foto: privat
Kingdom of Heaven holte für Christian Peterschmitt am 4. August in Miesau den vierten Erfolg 2019. Foto: privat
Sarayu gewann für Horst Rudolph am 4. August in Miesau, der nun sechs Jahrestreffer auf seinem Konto hat. Foto: privat
Barteaux sorgte am 4. August in Düsseldorf für den ersten Saisonerfolg von Claudia Römer. Foto: privat
Invincible Really (hier in Magdeburg) sorgte am 10. August in Hoppegarten für den vierten Jahressieg von Daniel Paulick. Foto: privat
Haarib verbesserte die Championatsbilanz von Lucien W. J. van der Meulen am 15. August in Saarbrücken auf 19 Treffer. Foto: privat
Siegerehrung nach dem Erfolg von Baker Street am 15. August in Saarbrücken, der den vierten Sieg 2019 für Matthias Schwinn bedeutete. Foto: privat
Noble Fighter sicherte Selina Ehl am 15. August in Saarbrücken den dritten Jahrestreffer. Foto: privat
Barteaux (hier nach seinem Erfolg am 4. August) sicherte Claudia Römer am 18. August in Düsseldorf gleich auch noch den zweiten Sieg 2019. Foto: privat
Edelstein (hier in Bad Harzburg) schaffte für Olga Laznovska am 18. August in Düsseldorf den zweiten Jahreserfolg. Foto: privat
Killerbiene sorgte am 24. August in Baden-Baden für den zweiten Saisontreffer von Mandy Kriegsheim. Foto: privat
Monte Cinq sicherte Janine Beckmann am 25. August in Cuxhaven den fünften Saisonsieg. Foto: privat
Idolo sorgte am 28. August in Baden-Baden für den dritten Jahrestreffer von Hans-Joachim Stolberg. Foto: privat

Janine Beckmann jetzt Pferdewirtschaftsmeisterin

Der Verein Deutscher Besitzertrainer gratuliert seinem Mitglied Janine Beckmann zur bestandenen Prüfung zur Pferdewirtschaftsmeisterin im Bereich Galopprennen. Am Freitag, 27. September, beim Afterwork-Renntag in Köln bekam die aktive Besitzertrainerin und Amateurrennreiterin ihre Prüfungsurkunde aus den Händen der Prüfungskommission überreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Mannheim

Siegerehrung nach dem Erfolg von Christop Schleppi mit Dawn Prayer im vom Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützen Rennen am 22. September in Mannheim. Foto: privat

Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen von Rennvereinen war der Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 22. September, in Mannheim aktiv. 1.000,00 € steuert er aus den Beiträgen seiner Mitglieder finanziert zum Ausgleich IV über 1.400 Meter um den Preis der Beiräte des Badischen Rennvereins bei. Und die Besitzertrainer des Vereins machten den Sieg unter sich aus.

 

Erfolgreich war für Christof Schleppi der 7-jährige Wallach Dawn Prayer. Mit Liubov Grigorieva im Sattel verwies er die 7-jährige Stute Tauranga (Martin Bach/Helen Böhler) und den 5-jährigen Wallach Jack Blane (Barbara Sofsky-Prappacher/Alexander Weis) auf die Plätze. Traditionell erhielt das siegreiche Team um Dawn Prayer aus der Hand von Armin Weidler als 2. Vorsitzenden auch eine Erinnerungsplakette des Vereins Deutscher Besitzertrainer überreicht.

DVR gibt Sitzungstermine bekannt

Ab sofort werden die Sitzungen folgender Gremien im Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. auf der Homepage unter der Rubrik „Internes“ frühzeitig bekanntgegeben: Ordnungsausschuss, Renngericht und Oberes Renngericht. Die Sitzungen sind öffentlich.

Protokoll der Mitgliederversammlung 2019

Alle Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer können im Mitgliederbereich unter Downloads das Protokoll der Mitgliederversammlung 2019 am 23. März in Honzrath einsehen. Um in den Mitgliederbereich der Homepage zu gelangen, sind ein Benutzername und ein Passwort notwendig. Beide erhalten Mitglieder auf Anfrage unter besitzertrainer(at)t-online.de.

Prüfung bestanden: Sieben neue Besitzertrainer

In Weilerswist bei Christian von der Recke mit praktischen Prüfungsteilen und anschließend mit der mündlichen Prüfung im Sitzungsraum des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen endete am Freitag, 9. August, die diesjährige Ausbildung zum Besitzertrainer. Sieben der acht Teilnehmer durften sich am Ende über ein "Bestanden" freuen. Im einzelnen sind dies in alphabetischer Reihenfolge: Jochen Grösbrink, Alfred Gunnesch, Miriam Lewin, Aleksej Luft, Sharareh Khan Mirza, Vivien Müller und Andreas Oesch. Auf dem Foto sind die neuen Besitzertrainer im Kreise der Prüfungskommission zu sehen. Foto: privat

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2019

Hamburg, 1. Juli

  • Dirk Lüker – Stanley Daley
  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Hamburg, 5. Juli

  • Martina Grünewald – Golden Pearl

Hamburg, 6. Juli

  • Lucien W. J. van der Meulen – My Mate
  • Martina Grünewald – Karibana

Blieskastel, 14. Juli

  • Christian Peterschmitt – High Alpha
  • Christoph Schwab – Romantic Soldier
  • Thomas Gries – Troyanda

Bad Harzburg, 20. Juli

  • Heinrich Nienstädt – Atlas Royal

Bad Harzburg, 21. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn und The Tiger
  • Jutta Nussbaum-Dey – Marientaler

Düsseldorf, 21. Juli

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah

Lignières, 21. Juli

  • Alfred Renz – Julietta

Bad Harzburg, 25. Juli

  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon

Bad Harzburg, 27. Juli

  • Armin Weidler – Best of Heaven
  • Isabell Kreger – Queens Beauty

Bad Harzburg, 28. Juli

  • Mandy Kriegsheim – Killerbiene
  • Heinrich Nienstädt– Atlas Royal
  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Erbach, 28. Juli

  • Christoph Schwab– Romantic Soldier
  • Stefan Birner – Smoke on the Water
  • Horst Rudolph – Sarayu

Köln, 31. Juli

  • Laura Giesgen – Ma Jolie Cherie
  • Lucien W. J. van der Meulen – Jolene
  • Erika Keller – Baker Man

Stanley Daley (hier in Verden) holte für Dirk Lüker am 1. Juli in Hamburg den dritten Jahressieg. Foto: privat
The Tiger (hier in Bad Harzburg) sorgte am 1. Juli in Hamburg für den dritten Championatspunkt auf der Flachbahn von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat
My Mate (hier 2018 in Hannover) schraubte am 6. Juli in Hamburg die Saisonbilanz von Lucien W. J. van der Meulen in der Championatswertung auf 16 Erfolge. Foto: privat
Karibana (hier 2018 in Bremen) holte für Martina Grünewald am 6. Juli in Hamburg den dritten Saisontreffer. Foto: privat
Thomas Gries durfte sich dank Troyanda am 14. Juli in Blieskastel über den ersten Treffer in diesem Jahr freuen. Foto: privat
Siegerrunde nach dem zweiten Saisontreffer von Christoph Schwab durch Romantic Soldier am 14. Juli in Blieskastel. Foto: privat
Atlas Royal sicherte Heinrich Nienstädt am 20. Juli in Bad Harzburg den zweiten Saisonerfolg. Foto: privat
Its My Turn sorgte in Bad Harzburg am 21. Juli für den vierten Jahrestreffer von Anna Schleusner-Fruhriep. Foto: privat
The Tiger holte für Anna Schleusner-Fruhriep in Bad Harzburg am 21. Juli Treffer Nummer fünf. Foto: privat
Jutta Nussbaum-Dey durfte sich dank Marientaler am 21. Juli in Bad Harzburg über ihren ersten Jahreserfolg freuen. Foto: privat
Apoleon bestritt sein Hürdendebüt am 25. Juli in Bad Harzburg gleich erfolgreich. Für Anna Schleusner-Fruhriep war es der zweite Treffer 2019 im Hindernissport. Foto: privat
Baker Street holte für Matthias Schwinn am 25. Juli in Bad Harzburg den dritten Jahrestreffer. Foto: privat
Jahressieg Nummer zwei für Isabell Kreger schaffte Queens Beauty am 27. Juli in Bad Harzburg. Foto: privat
Best of Heaven sorgte am 27. Juli in Bad Harzburg für den dritten Jahrestreffer von Armin Weidler. Foto: privat
Wutzelmann sicherte sich das zweite Seejagdrennen in Bad Harzburg am 28. Juli und wurde Seekönig 2019. Für Anna Schleusner-Fruhriep war es der dritte Hindernistreffer des Jahres. Foto: privat
Atlas Royal machte am 28. Juli seinen Doppelerfolg bei der 140. Bad Harzburger Galopprennwoche perfekt und schraubte die Jahresbilanz von Heinrich Nienstädt auf drei Treffer. Foto: privat
Killerbiene sorgte am 28. Juli in Bad Harzburg für den ersten Karrieretreffer von Mandy Kriegsheim. Foto: privat
Baker Man (hier in Zweibrücken) sicherte Erika Keller am 31. Juli in Köln den zweiten Jahrestreffer. Foto: privat

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2019

Leipzig, 2. Juni

  • Daniel Paulick – Montalcino und Louane

Baden-Baden, 2. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Dortmund, 8. Juni

  • Erwin Hinzmann – Asaaleeb
  • Katja Engels – Intenso

Saarbrücken, 9. Juni

  • Lisa Sonntag – Seebring
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand

Hoppegarten, 9. Juni

  • Christine Hottewitzsch – Lady O'Connor
  • Christian Zschache – Gepard
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn

Hannover, 10. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam

Köln, 17. Juni

  • Laura Giesgen – Ma Jolie Cherie
  • Hella Sauer – Arquin

Mannheim, 20. Juni

  • Karl-Heinz Neureuther – Shark Attack
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Magdeburg, 22. Juni

  • Marion Renggli – Gilbert und Dumas

Dortmund, 23. Juni

  • Petra Sauter – Vieille Sorciere
  • Caroline Fuchs – Baroncello

Hannover, 23. Juni

  • Jördis-Ina Meinecke – Dark Forrest

Longchamp, 27. Juni

  • Hella Sauer – Gold Lake

Hamburg, 29. Juni

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Its My Turn

Hamburg, 30. Juni

  • Torsten Reineke – Santiano

Lignières, 30. Juni

  • Alfred Renz – Julietta

Wissembourg, 30. Juni

  • Eva Maria Herresthal – Jupiter

Verdiente Dusche für einen überlegenen Sieger: Montalcino holte für Daniel Paulick in Leipzig am 2. Juni den zweiten Jahreserfolg. Foto: privat
Intenso (hier in Krefeld) schaffte für Katja Engels am 8. Juni in Dortmund den vierten Saisonerfolg. Foto: privat
Bill Ferdinand (hier in Zweibrücken) holte für Horst Rudolph am 9. Juni in Saarbrücken den dritten Jahreserfolg. Foto: privat
Lady O'Connor (hier in Leipzig 2018) sorgte am 9. Juni in Hoppegarten für den ersten Saisonsieg von Christine Hottewitzsch. Foto: privat
Siegerehrung nach dem ersten Treffer 2019 für Lisa Sonntag durch Seebring am 9. Juni in Saarbrücken. Foto: privat
Misty Birnam (hier in Neuss) holte am 10. Juni in Hannover den 15. Jahressieg auf deutschen Bahnen für Lucien W. J. van der Meulen. Foto: privat
Charlie's Dreamer (hier in Bad Harzburg) holte für Philipp Berg am 20. Juni in Mannheim den ersten Jahreserfolg 2019 in Deutschland. Foto: privat
Gilbert sorgte am 22. Juni in Magdeburg für den ersten Jahrestreffer von Marion Renggli. Foto: privat
Gleich noch ein Erfolg für Marion Renggli am 22. Juni in Magdeburg durch Dumas. Foto: privat
Dark Forrest (hier 2018 in Bremen) schaffte am 23. Juni in Hannover den ersten Saisontreffer für Jördis-Ina Meinecke. Foto: privat
Für Petra Sauter erzielte Vieille Sorciere (hier 2018 in Magdeburg) am 23. Juni in Dortmund den ersten Sieg 2019. Foto: privat
Jupiter holte für Eva Maria Herresthal am 30. Juni in Wissembourg in einem Jagdrennen den ersten Jahreserfolg. Foto: privat
Julietta (hier im Mai in Wissembourg) siegte für Alfred Renz am 30. Juni in Lignières. Foto: privat

Favorit Laccario ist der 150. Derbysieger in Hamburg

Der Sieger im Idee 150. Deutschen Derby am 7. Juli in Hamburg heißt Laccario und trägt zu Recht die Nr. 1. Zweiter wurde Django Freeman. Foto: Marc Rühl

Der 3:1-Favorit Laccario ist der würdige Sieger des wichtigsten Galopprennens 2019 in Deutschland: Der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte dreijährige Hengst des Gestüts Ittlingen von Möbel-Unternehmer Manfred Ostermann aus Witten gewann in großer Manier vor 24.000 Zuschauern am Sonntag, 7. Juli, auf der Rennbahn in Hamburg-Horn das IDEE 150. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m). Ein Stein vom Herzen fiel Jockey Eduardo Pedroza, denn der gebürtige Panamese triumphierte erstmals in diesem Hochkaräter des hiesigen Turfs, der natürlich das herausragende Rennen der German Racing Champions League 2019 war.


Aus Startbox vier hatte Laccario, der schon als Gewinner der bedeutendsten Vorprüfung, dem Union-Rennen in Köln, sehr imponiert hatte, ein ideales Rennen an fünfter, sechster Position des von Amiro vor dem Engländer Surrey Thunder und Magadan angeführten Feldes. Auch der Mitfavorit Quest the Moon rückte aus einer der äußeren Startnummern früh ins Vorderfeld auf, hatte dort aber immer ein etwas unruhiges Rennen. Auf der Zielgeraden stürmte Laccario an der Innenseite früh an die Spitze. Der ebenfalls stark gewettete Django Freeman setzte von achter Position aus kräftig nach, weiter außen meldete Quest the Moon große Chancen an. Lange sah es so aus, als würden die drei favorisierten Pferde die Entscheidung unter sich ausmachen.


390.000 Euro Siegprämie


Laccario eroberte schnell einen Vorsprung, duellierte sich mit Django Freeman, stand aber bereits ein gutes Stück vor dem Ziel als Gewinner der Siegbörse von 390.000 Euro fest. Sehr sicher mit eineinviertel Längen Vorsprung wurde der Scalo-Sohn seiner hohen Einschätzung gerecht. Seine einzige Niederlage überhaupt hatte er bei fünf Starts bei seinem Debüt bezogen. 448.200 Euro beträgt nun die Gewinnsumme des neuen Derby-Helden. Siegjockey Eduardo Pedroza erklärte nach seinem ersten Derby-Sieg: „Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Ich habe immer gesagt, dass Laccario ähnlich gut ist wie Novellist, der Zweiter im Derby war. Er hat eine besondere Beschleunigung. Ich hatte schnell eine gute Position und besaß unterwegs ein gutes Gefühl. Ich freue mich sehr, es ist ein sehr gutes Gefühl.“


Von Emotionen überwältigt war auch Besitzer und Züchter Manfred Ostermann nach dem Derby-Sieg von Laccario, der damit in der Saison 2019 weiterhin ungeschlagen bleibt und 2:29,95 Minuten für die 2.400 Meter-Strecke brauchte. Ostermann verfolgte das Rennen von der 5. Etage des an der Rennbahn befindlichen Hotels. „Der Sieg war so super und beeindruckend“, brachte Ostermann diesen Erfolg auf den Punkt. Seine letzten Derby-Gewinner waren Lando und Laroche in den Jahren 1993 und 1994 gewesen.


Trainer Andreas Wöhler erläuterte nach dem fünften Derby-Sieg (nach Pik König 1992, Belenus 1999, Waldpark 2011 und Isfahan 2016): „Dass Laccario so gut wird, hatten wir schon im letzten Jahr gehofft. Ich hatte Herrn Ostermann gesagt, dass der Hengst Werbung für seinen Vater Scalo machen könnte. Mit etwas Verzögerung kam er gut in Gang. Man braucht solch einen tollen Speed wie er, um ein Derby zu gewinnen. Innerlich brodelt es gerade gewaltig in mir, aber ich bin ja keine 20 Jahre mehr.“


Django Freeman als Zweiter ebenfalls sehr stark


Django Freeman, der schon in der Union Laccario den Vortritt lassen musste, konnte als Einziger dem Favoriten folgen und lief als Zweiter ebenfalls glänzend. „Er zeigte wieder eine Top-Leistung, der Sieger war noch etwas besser, aber es hat nur der letzte Tick gefehlt“, berichtete Trainer Henk Grewe. 1.300 Euro kassierte Ralph Siegert, der Gewinner der Galopper der Jahres-Wahl, für die virtuelle Gewinnbeteiligung von einem Prozent an Django Freeman im Derby.


Schnellstes Pferd war am Ende Accon, der noch auf Rang drei vordrang. „Er kam zu spät auf freie Bahn, aber die Vorstellung war trotzdem stark“, signalisierte Besitzer Holger Renz. Quest the Moon musste als Vierter mit Andrasch Starke erst spät passen. Er dürfte vor allem an der äußeren Startnummer gescheitert sein. „Der Rennverlauf war nicht optimal, denn er konnte nie versteckt werden. Dennoch lief er ein gutes Rennen“, meinte Trainerin Sarah Steinberg. Der englische Gast Surrey Thunder schien länger noch mehr als Platz fünf zu erreichen, kam aber wie Dschingis First nicht entscheidend weiter. Die anderen Pferde spielten keine entscheidende Rolle.


Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 30. Juni 2019

Strategiekommission "Zukunft des Galopprennsports"

Am Mittwoch, 26. Juni 2019, traf sich die vom Präsidium eingesetzte Strategiekommission* des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. (DVR) unter dem Vorsitz von Präsident Dr. Michael Vesper zu ihrer dritten, wiederum ganztägigen Sitzung. Die Kommission hat den Auftrag, Empfehlungen zur Sicherung der Zukunft des Galopprennsports in Deutschland zu geben und den dazu einzuschlagenden Weg bis 2025 zu markieren.


Als Zwischenergebnis ist festzuhalten:


• Die Toprennen des Galopprennsports in Deutschland, also insbesondere die 44 Grupperennen und die Listenrennen, sind auch in schwierigen Zeiten unbedingt zu erhalten. Ihre Zahl darf nicht reduziert werden. Sie sind für die erfolgreiche deutsche Vollblutzucht als Leistungsprüfungen unverzichtbar und darum Priorität Nr. 1. Wir werden sie auch weiterhin mit erheblichen Förderbeiträgen unterstützen. Allerdings sind Zuschüsse keine Einbahnstraße. Sie können nur gewährt werden, wenn die Empfänger ihren Berichts- und Nachweispflichten nachkommen.

 

• Das DVR muss sich künftig so aufstellen, dass seinen gesamten Aufwendungen mindestens ebenso hohe Einnahmen gegenüberstehen. Die Mittel, die dem DVR aus dem Verkauf der Racebets-Anteile zugeflossen sind, dürfen nicht mehr für den Haushaltsvollzug oder rennsportliche Maßnahmen verwendet werden. Das noch verfügbare Kapital soll in eine zukunftsorientierte unternehmerische Beteiligung fließen, über die nach sorgfältiger Prüfung zu entscheiden ist.

 

• Der „Wirtschaftsarm“ des DVR wird sich darauf konzentrieren, das Produkt Rennsport künftig optimal zu vermarkten und auch das Marketing zu verbessern. Dazu wurde eine Reihe von Maßnahmen diskutiert und mit Arbeitsaufträgen versehen. Durch Key Perfomance Indicators (KPI) werden detaillierte Ziele für die unterschiedlichen Stakeholder Züchter, Besitzer, Rennvereine und DVR definiert.

 

• Die Kommission hat die Notwendigkeit bekräftigt, die Rennvereine in ihren Anstrengungen zu unterstützen, den Rennbetrieb wirtschaftlicher zu gestalten. Zudem sollen künftig stärker Synergien zwischen den Rennvereinen genutzt werden. Eine Befragung aller Rennvereine hat ergeben, dass hier durchaus Potentiale und Bereiche gesehen werden, in denen sich eine stärkere Zusammenarbeit anbieten und vorteilhaft auswirken würde.

 

• Die Kommission hat sich auch mit der Zukunft der DG Deutsche Galopprennsport Beteiligungs GmbH & Co. KG befasst. Sie wird ihr einen Vorschlag für den Einsatz des hier verbliebenen Kapitals in Höhe von knapp 3 Mio. EUR im Sinne und zum Nutzen des deutschen Galopprenn-sports unterbreiten.

 

Vor diesem Hintergrund hat die Kommission Empfehlungen für den DVR-Haushalt 2020 ff. erarbeitet, die das Ziel eines ausgeglichenen und trotzdem den Rennsport stärkenden Haushalts erreich-bar machen. Vorgeschlagen werden Einnahmesteigerungen und signifikante Reduzierungen von Aufwendungen, zu denen es nach Auffassung der Experten keine Alternative gibt. Das Präsidium wird sich mit den Empfehlungen der Kommission befassen und sie bei der Haushaltsaufstellung für das Jahr 2020 berücksichtigen.


Präsident Dr. Vesper sagte zum Abschluss der Tagung: „Unser Sport hat in den letzten Jahren u. a. aufgrund der Internet-Technologie und unzureichender gesetzlicher Regelungen finanzielle Spielräume eingebüßt. Deswegen bin ich sehr froh über unsere konstruktiven Beratungen, in denen wir gemeinsam nach machbaren Lösungen suchen. Dass derart anerkannte Akteure des Rennsports sich nun schon in mehreren ganztägigen Beratungen intensiv mit der Zukunft des DVR auseinandersetzen und dafür Ihre Zeit und Energie opfern, zeigt, wie ernsthaft und zielgerichtet unsere Anstrengungen sind. Alle Beteiligten wissen, dass sie den Weg in das Jahr 2025 nur gemeinsam erfolgreich bestehen können. Um deutliche Veränderungen werden wir nicht herumkommen, aber ich bin zuversichtlich und von unserem Erfolg überzeugt.“


Manfred Ostermann, Präsident der Besitzervereinigung, sprach von einer „bemerkenswerten Diskussionsrunde mit besonderen Positionierungen der verschiedenen Interessengruppen“. Sein Fazit: „Alle Teilnehmer wünschen sich eine signifikante Neuausrichtung des deutschen Galopprennsports.“


Gerhard Schöningh, Vorsitzender der BGG, sagte: „Die Rennvereine begrüßen die Ergebnisse, besonders die Absicherung der wichtigsten deutschen Rennen und die Maßnahmen zum Ausgleich des Verbandshaushalts. Wir müssen jetzt über den Haushalt 2020 hinaus weiterdenken und die Eckpfeiler unseres Sports und eine Wachstumsstrategie langfristig absichern. Die weiteren wesentlichen Finanzierungsströme sollten wir hinterfragen und optimieren. Ein zentraler Punkt ist die Ankurbelung der Nachfrage nach Rennpferden.  Dazu sind wirksame Anreize für neue und bestehende Besitzer und die Steigerung der Attraktivität unserer besten Rennen wichtig, genauso wie weitere Mittel zur Finanzierung unserer Wachstumsstrategie.“

 

* Der Kommission gehören die Mitglieder des Präsidiums (Dr. Michael Vesper, Peter Endres, Dr. Andreas Jacobs, Manfred Ostermann, Gerhard Schöningh) und der DVR-Geschäftsleitung (Jan Antony Vogel, Jan Pommer) sowie Gregor Baum, Lars-Wilhelm Baumgarten, Stephan Buchner, Robert Engels, Karl-Dieter Ellerbracke, Daniel Krüger, Rolf Leisten, Eckhard Sauren, Rüdiger Schmanns, Paul von Schubert, Andreas Tiedtke und Albrecht Woeste an.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2019

Hannover, 1. Mai

  • Heinrich Nienstädt – Atlas Royal

München, 1. Mai

  • Erich Pils – Ourasi

Leipzig, 1. Mai

  • Isabell Kreger – Queens Beauty
  • Jessica Straßmeier – Red Flash

Paray-Le-Monial, 1. Mai

  • Philipp Berg – Northern Fox

Dresden, 5. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam und Guardsman

Mülheim, 6. Mai

  • Caroline Fuchs – El Torito
  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Hoppegarten, 11. Mai

  • Martina Grünewald – Golden Pearl
  • Daniel Paulick – Invincible Really

Hoppegarten, 12. Mai

  • Marc Timpelan – Wasilios
  • Torsten Reineke – Santiano

Hannover, 17. Mai

  • Luisa Steudle – Goldie Doll

Mülheim, 18. Mai

  • Laura Giesgen – Super DJ
  • Selina Ehl – Hurricane Harry
  • Jochen Göritz – Feroe d'Illiat
  • Lucien W. J. van der Meulen – Guardsman

München, 19. Mai

  • Andrea Schwarzenbeck – Koreen

Karlsruhe, 19. Mai

  • Stefan Birner – Smoke On The Water
  • Armin Weidler – Diatomic

Köln, 19. Mai

  • Christian Zschache – Gepard
  • Lucien W. J. van der Meulen – Wolwedans

Wissembourg, 19. Mai

  • Alfred Renz – Julietta

Dresden, 25. Mai

  • Guido Scholze – Sha Gino

Zweibrücken, 26. Mai

  • Christian Peterschmitt – Beacon Hill
  • Stefan Bierner – Smoke On The Water

Verden, 26. Mai

  • Hans-Joachim Stolberg – Idolo

Düsseldorf, 26. Mai

  •  Lucien W. J. van der Meulen – Jewel Of The Sea und Guardsman

Vom Verein Deutscher Besitzertrainer mitgesponsertes Rennen an Alaris

Siegerrunde nach dem Erfolg von Alaris am 16. Juni in Rastede. Foto: privat

In Rastede fanden am Sonntag, 16. Juni, in einer gemischten Karte unter der Regie des Oldenburger Landesrennvereins auch drei Galopprennen statt. Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen war der Verein Deutscher Besitzertrainer Mitsponsor des Preises der Oldenburgischen Landesbank AG, einem Ausgleich IV für 3-jährige und ältere Pferde über die Distanz von 1.800 Meter.

 

Im Feld der sechs Vollbüter setzte sich letztlich der 5-jährige Wallach Alaris sicher durch. Alaris ist im Training bei Katja Gernreich in Neuss und wurde von Ronny Bonk geritten. Platz zwei ging an den bereits 15-jährigen Wallach Vesuv unter Alexander Weis. Dritte wurde die 4-jährige Stute Coralie (Marc Timpelan).

Klare Mehrheit in Bremen gegen Bebauung des Rennbahngeländes

German Racing berichtet am 31. Mai 2019 auf seiner Homepage:

 

Riesen-Erfolg für die Bürgerinitiative um Sprecher Andreas Sponbiel: Das Gelände der Rennbahn in Bremen wird nicht bebaut. Die Rettung der Galopprennbahn Bremen rückt immer näher: Mit 55,88 Prozent Ja-Stimmen votierte die klare Mehrheit der Bremer für das Begehren der Bürgerinitiative und damit gegen die von der Stadt geplante Bebauung der Rennbahn in der Vahr! Lediglich 44,12 Prozent stimmten mit „Nein“ und waren für eine Bebauung. Das Ergebnis wurde am Freitag bekannt.


Mit rund 143.000 Stimmen gab es ca. 30.000 mehr Ja- als Nein-Stimmen! Alle Galoppsport-Freunde freuen sich über dieses Ergebnis! Gratulation an die Bürgerinitiative, die mit ihrem immensen Engagement über Monate hinweg den Bürgerentscheid überhaupt erst möglich gemacht hatte und die Mehrheit der Bremer Bürger nun überzeugen konnte, das Rennbahngelände zu erhalten. Wie es nun weitergeht, wird die Zukunft zeigen, zumal sich nach den Wahlen am vergangenen Sonntag auch eine neue Regierung in der Hansestadt noch formieren muss.


Wir zitieren aus einem Bericht des Weser-Kurier:


„Initiativen-Sprecher Andreas Sponbiel hatte sich noch am späten Donnerstagabend, als der Erfolg bereits absehbar war, spontan mit rund 30 Mitgliedern der Bürgerbewegung zum Feiern getroffen. „Wir sind unglaublich froh und erleichtert. Unser Eindruck war schon im Wahlkampf, dass wir einen Vorsprung haben könnten.“ In den kommenden Tagen will die Bürgerinitiative nun über die nächsten Schritte beraten. Sponbiel: „Der neue Senat muss das Ortsgesetz umsetzen. Wir werden uns jedenfalls für eine Nachnutzung des Geländes einsetzen, wollen weiter die Bürger beteiligen. Wir hören jetzt nicht auf.“

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Verden

Die Siegerrunde nach dem Erfolg von Idolo im Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hat am Sonntag, 26. Mai, in Verden das sechste Rennen des Tages mit gesponsert. Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen von deutschen Rennvereinen wurde 2019 auch der Verdener Rennverein bedacht. Und der Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer ging in Verden auch an einen der zwei Besitzertrainer in dieser Prüfung. Für Hans-Joachim Stolberg setzte sich der 6-jährige Wallach Idolo mit Alexander Weis im Sattel ganz sicher durch. Für den Verein Deutscher Besitzertrainer übergab dessen Vorsitzende Karen Kaczmarek die Ehrengaben.

Verein Deutscher Besitzertrainer trauert um Maria Nienstädt

Maria Nienstädt (rechts), hier nach einem Treffer von Humpry in Bad Harzburg, verstarb am 11. Mai. Foto: privat

Der Schock sitzt tief! Am Samstag, 11. Mai, verstarb nach kurzer schwerer Krankheit Maria Nienstädt. Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hat tiefstes Mitgefühl mit den Angehörigen von Maria Nienstädt und wünscht viel Stärke, um diesen plötzlichen Abschied verkraften zu können.


Die engagierte Besitzertrainerin aus Schwarme im niedersächsischen Landkreis Diepholz hatte wenige Tage zuvor einen Schlaganfall erlitten. Maria Nienstädt, die 1968 geboren wurde, startete als Amateurrennreiterin im Galopprennsport, begann dann aber auch schnell ihre Karriere als Besitzertrainerin. Insgesamt 21 Siege schaffte sie mit ihren Schützlingen, bis sie jetzt mitten aus dem Leben gerissen wurde.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2019

Mülheim, 8. April

  • Janine Beckmann – Koonari
  • Lucien W. J. van der Meulen – Misty Birnam

Düsseldorf, 14. April

  • Angela Riese – Dylan
  • Ronny Heimburger – Mississippi

Zweibrücken, 14. April

  • Horst Rudolph – Sarayu
  • Helmut R. Wedig – Rock of Cashel
  • Martin Schu – Hippocrene

Hoppegarten, 21. April

  • Torsten Reineke – Santiano

Saarbrücken, 22. April

  • Horst Rudolph – Furous
  • Christoph Schwab – Dyllan
  • Annick Gratz – Contendit und Bin Manduro

Köln, 22. April

  • Armin Weidler – New Abbey Angel 

Düsseldorf, 27. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Molly Filou und Impactful

Mannheim, 28. April

  • Karl-Heinz Neureuther – Shark Attack

Krefeld, 28. April

  • Katja Engels – Intenso

Horst Rudolph feierte in Saarbrücken 250. Karrieresieg

Jubiläum für Horst Rudolph (6. von links) am Ostermontag in Saarbrücken: Zum 250. Mal wurde der Besitzertrainer des Vereins nach einem Sieg gefeiert. Für die besondere Siegerrunde sorgte der 5-jährige Wallach Furous, der das Auftaktrennen des Tages unter Fabian Xaver Weißmeier überlegen gewann.

Satteln im Stall jetzt gebührenfrei - Anmeldung weiterhin Pflicht

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer weist alle Trainer noch einmal darauf hin, dass nach Beschluss der Mitgliederversammlung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen vom 23. Januar 2019 das Sattel im Stall kostenlos ist. In der Rennordnung 454 heißt es jetzt: "Ein Pferd ist rechtzeitig auf dem Sattelplatz zu satteln. Auf Antrag bei der Rennleitung kann und auf Anordnung der Rennleitung und des Direktoriums muss ein Pferd in der Gastbox bzw. im Stall gesattelt werden." Der frühere Zusatz "Auf Antrag bei Rennleitung kann gegen eine Gebühr..." wurde gestrichen. Auch der Punkt 33 in der Kostenordnung wurde entsprechend gestrichen!

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2019

Dortmund, 3. März

  • Janine Beckmann – Koonari
  • Michael Alles – Ensign Ewart
  • Olga Laznovska – Porcupine Creek

Dortmund, 10. März

  • Lucien W. J. van der Meulen – Jewel Of The Sea
  • Bernhard J. Friesdorf – Lady Cristal

Mons, 11. März

  • Caroline Fuchs – Glorious Warrior
  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah

Krefeld, 17. März

  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy

Düsseldorf, 24. März

  • Valentina Stefutti – Conquistadorkitten
  • Katja Engels – Nadito
  • Ronny Heimburger – Mississippi

Mannheim, 31. März

  • Matthias Schwinn – Christin
  • Lucien W. J. van der Meulen – Haylah
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann
  • Erika Keller – Bottleofsmoke

Besitzertrainer unterstützten Rennen in Zweibrücken

Für den Verein Deutscher Besitzertrainer überreichten die Vorsitzende Karen Kaczmarek (rechts) und das Vorstandsmitglied Eva Herresthal (2. von rechts) die Preise an das siegreiche Team. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer war am Sonntag, 14. April, in Zweibrücken Mit-Sponsor des ersten Rennens des Tages. Im Rahmen seiner jährlichen Unterstützungsmaßnahmen von deutschen Rennvereinen wurde 2019 auch der Pfälzischen Rennverein Zweibrücken bedacht. Den Preis von Lotto Rheinland-Pfalz und dem Verein Deutscher Besitzertrainer über 1.800 Meter gewann der 10-jährige Wallach Maningrey für den Stall Adelresort. Trainiert wird Maningrey von Matthias Jan Snackers und im Sattel saß Fabian Xaver Weißmeier.

Iquitos wird zum zweiten Mal „Galopper des Jahres“

Iquitos wird eingerahmt von Trainer Hans-Jürgen Gröschel, Besitzer Werner Gerhold, Hengstwärter Max Brummer und DVR-Präsident Dr. Michael Vesper. Foto: Marc Rühl

Der Vollbluthengst Iquitos ist mit großer Mehrheit nach 2016 zum zweiten Mal zum „Galopper des Jahres“ gewählt worden. Bei der ältesten Publikumswahl im deutschen Sport entfielen für 2018 58,9 Prozent der Stimmen auf Iquitos, der damit deutlich vor Derbysieger Weltstar (26,7 Prozent) und Preis der Diana-Siegerin („Stutenderby“) Well Timed mit 14,4 Prozent blieb. Iquitos gewann 2018 den Großen Preis von Bayern der Europa-Kategorie Gruppe I und den Großen Preis der Badischen Wirtschaft (Gr. II) und holte sich ebenfalls zum zweiten Mal die Rennserie German Racing Champions League, die elf der besten deutschen Rennen umfasst.

 

Es sind aber nicht nur seine Erfolge, sondern vor allem die filmreife Lebensgeschichte, die den klein gewachsenen Iquitos zum Publikumsliebling machten. Der Hengst mit dem Spitznamen „Krümel“ gewann seine Rennen auf spektakuläre Weise, in dem er mit großem Speed das Feld meist von hinten aufrollte. Und auch sein Umfeld gehört zu den vermeintlichen „Kleinen“ im Galoppsport. Geboren wurde Iquitos im Mai 2012, gezüchtet von der damals bereits 88-jährigen Dr. Erika Buhmann, die den Schlenderhaner Derbysieger Adlerflug mit ihrer eher durchschnittlich begabten Stute Irika paarte. Als Zweijähriger wurde er nach einer Weihnachtsfeier in Hannover an ein Golffreunde-Quartett um den Kölner Unternehmer Werner Gerhold verkauft. Stall Mulligan nennt sich die Besitzergemeinschaft – ein Begriff, der eine zweite Chance im Golf beschreibt.

 

Eine zweite Chance für Iquitos und Gröschel

 

 

Diese zweite Chance bekamen sowohl Iquitos als auch sein Trainer Hans-Jürgen Gröschel. Denn für den 75-jährigen Pferdefachmann war der Hengst ein spätes Geschenk. Seit den 70er-Jahren betreut Gröschel Vollblüter, zuerst in der ehemaligen DDR, seit 1989 in Niedersachen-Langenhagen. Mehr als 1.200 Siege stehen zu Buche, doch Iquitos war mit Abstand sein Bester. „Ich empfinde Dankbarkeit, dass ich so ein Pferd wie Iquitos trainieren durfte“, sagt Gröschel. „Es gibt viele gute Pferde, aber wenige, die über ein so großes Kämpferherz verfügen.“ Vor einigen Jahren dachte er über den Ruhestand nach, doch nicht zuletzt wegen Iquitos änderte er seine Meinung. „Wahrscheinlich wird man mich aus dem Stall heraustragen müssen“, sagt er jetzt.

 
Iquitos selbst begann seine Rennkarriere erst als Dreijähriger. Doch nach einigen vielversprechenden Ergebnissen erkrankte er lebensbedrohlich an einer Kolik. Sein Kämpferwillen und die schnelle Reaktion des Stallpersonals und der Tierärzte retteten ihn. 2016 begann dann der Durchbruch in die Spitze mit Gruppe-Siegen auf seinen Lieblingsbahnen in Baden-Baden und München. Insgesamt lief Iquitos von 2015 bis 2018 in 26 Rennen, gewann acht Mal und war weitere acht Mal platziert. Seine  Gewinnsumme beträgt 660.701 Euro. Der Sieg in München im November 2018 war sein letztes Rennen, mit nun sieben Jahren steht er inzwischen im bayrischen Gestüt Ammerland, um als Deckhengst eine neue Karriere zu beginnen.


Ehrung in Köln mit DVR-Präsident Vesper

 

Die Ehrung zum „Galopper des Jahres 2018“ fand zum Saisonauftakt der Rennsaison in Köln auf der Rennbahn Köln-Weidenpesch statt. Der Präsident des deutschen Galoppdachverbands, Dr. Michael Vesper, überreichte die prestigeträchtige Auszeichnung der Besitzergemeinschaft vom Stall Mulligan, Trainer Hans-Jürgen Gröschel  und Züchter Walter Buhmann und zog die Preisträger des Gewinnspiels zum „Galopper des Jahres“. 

 

Veröffentlichung von German Racing vom 31. März 2019

Die Zeit - ein Artikel über Iquitos und Hans-Jürgen Gröschel

Emotional, gut zu lesen und fesseln: Diesen Artikel, der am 28. Februar 2019 in der Zeitschrift "Die Zeit" veröffentlicht wurde, sollte niemand verpassen: https://www.german-racing.com/gr-wAssets/docs/Zeit-Iquitos.pdf

Beckinger Amtsblatt berichtet über Mitgliederversammlung

Im neuesten Amtsblatt der Gemeinde Beckingen wird auch über die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer am 23. März in Honzrath berichtet. Auch der am selben Wochenende dort stattgefundene Rennreiter-Lehrgang wird erwähnt.

 

Hier der Artikel 

Fast 1400 Besucher beim Tag der Rennställe

Großes Interesse herrschte am Tag der Rennställe am 6. April. Foto: German Racing

Der von German Racing initiierte Tag der Rennställe fand am Samstag, 6. April, wieder bundesweit großes Interesse bei einem an Pferden interessierten Publikum. 28 Trainingszentralen öffneten ihre Pforten und boten 1340 Besuchern exklusive Einblicke in die Welt des Galopprennsports an.


Bis zu vier Führungen organisierten die Rennställe, um die große Anzahl der angemeldeten Personen in ihren Trainingszentralen aufnehmen zu können. Viele Pferdeexperten aus der Warmblutzucht, aber auch Neulinge und Pferdefans strömten bei frühlingshaftem Wetter durch die Anlagen. Die Trainer informierten die Besucher über das Training mit den Rennpferden, Tagesabläufe im Rennstall und betriebliche Daten.

 Anschließend konnten die Besucher hautnah eine Trainingseinheit miterleben und erfuhren Details zum Trainingsstand einzelner Pferde und den Planungen für die Renntage. Gisa Fleschenberg aus Braunschweig war zur Führung von Trainer Christian von der Recke nach Weilerswist gekommen und zeigte sich begeistert: „Diese wunderbaren Pferde einmal beim Training zu sehen, war ein großartiges Erlebnis. Ich bin schon sehr gespannt, eines der Pferde bei einem Renntag zu erleben“.


Mit Flyermaterial zum Thema Vollblutzucht und Galopprennen ausgestattet, gingen die Besucher wieder nach Hause. Vielen von ihnen war erst an diesem Tag klar geworden, dass die Galopprennen, die sie regelmäßig besuchen, eine Leistungsprüfung und damit eine unerlässliche Auslese für die Vollblutzucht sind.


Jan Pommer, Geschäftsführer des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V., spricht von einer sehr gelungenen Initiative: „Viele Rennställe waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Das zeigt uns das große Interesse an diesem Thema. Solche Aktionen werden wir wiederholen und damit den Galopprennsport noch stärker in der Bevölkerung verankern.“ Ein Tag der Rennställe sowie ein Tag der Gestüte sind auch im kommenden Jahr vorgesehen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 07. April 2019

Der Tag der offenen Rennställe am 6. April war ein voller Erfolg. Foto: German Racing

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2019

Dortmund, 3. Februar

  • Dirk Lüker – Ohne Tadel
  • Janine Beckmann – Monte Cinq

Mons, 6. Februar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Emirati Spirit und Haarib

Neuss, 10. Februar

  • Ronny Heimburger – California Cliffs
  • Selina Ehl – Mister Spock

Dortmund, 17. Februar

  • Caroline Fuchs – Ole Colonia

Neuss, 24. Februar

  • Sarah Jane Hellier – Lacato

Viele Fragen an DVR-Präsidenten Dr. Michael Vesper

DVR-Präsident Dr. Michael Vesper war Gast bei der Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer in Honzrath. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hielt am Samstag, 23. März, seine Mitgliederversammlung ab. Vorsitzende Karen Kaczmarek durfte im saarländischen Honzrath/Beckingen fast 40 Mitglieder und Gäste begrüßen. Darunter neben Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, auch den Bürgermeister von Beckingen, Thomas Collmann, den Ortsvorsteher von Honzrath, Joachim Gratz, und als Vertreter des gastgebenden Reit- und Rennvereins Honzrath Thomas Schwinn und Andreas Gratz. „Hier wird der Galopprennsport noch vielen in die Wiege gelegt und der Renntag im Oktober ist immer ein Volksfest“, so Karen Kaczmarek.

 

In einer über 90-minütigen Gesprächsrunde stand dann Dr. Michael Vesper, der seit gut einem Jahr im Amt ist, den Anwesenden Rede und Antwort. Der aktuellen Situation des deutschen Galopprennsports geschuldet, kamen aus dem Plenum viele kritische Fragen. So auch das Thema der hohen Zuschussregelung für Baden-Racing. „Baden-Baden ist für uns eine systemrelevante Bahn“, unterstrich Vesper. Er betonte aber, dass die Zuschüsse zeitlich begrenzt seien und ein Sanierungskonzept vorläge, dass spätestens 2021 eine schwarze Null vorsehe.

 

Weiter wurde zum Teil kontrovers diskutiert über die Züchterprämie, die abgelehnte Gewichtserlaubnis für Rennreiterinnen („Das Thema werden wir sicher wieder aufgreifen“, so Vesper), die fehlenden Ausschreibungen gerade für viele Besitzertrainer-Pferde im unteren Handicap, die unterschiedlichen Regelungen bei Starts deutscher Pferde im Ausland und ausländischer Pferde in Deutschland z. B. bei Transportkosten oder Zulassungen sowie über die Kommunikation mit dem DVR.

 

Auch die Sandbahnen in Neuss und Dortmund wurden von den meisten anwesenden Besitzertrainern kritisiert. Besonders deren schlechte Infrastruktur für die Aktiven wurde bemängelt. Seitens des Vorstands des Vereins Deutscher Besitzertrainer kam die Ergänzung, dass auf diese Problematik schon seit drei Jahren immer wieder beim DVR hingewiesen wird. „Ich werde mit unserem Geschäftsführer Jan Antony Vogel darüber sprechen“, so Dr. Vesper, der betonte, dass vieles ein Finanzierungsproblem gerade bei den Rennvereinen sei.

 

Dr. Vesper deutete an, dass er die derzeitige Organisationstruktur des DVR verschlanken möchte. Gudrun Busch, Schatzmeisterin des Vereins Deutscher Besitzertrainer, gab dem DVR-Präsidenten dafür eindringlich mit auf den Weg, die Besitzertrainer sowie auch die Trainer und Reiter nicht zu vergessen. „Deren Meinungen müssen unbedingt auch weiterhin gehört werden!“

 

Ein anderes Thema war die Nachwuchsarbeit. Angetan zeigte sich Dr. Vesper nach seinem kurzen Abstecher vor der Versammlung vom zeitgleich abgehaltenen Rennreiterlehrgang des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine, der auch von einem Fernsehteam des saarländischen Rundfunks begleitet wurde (https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=71940, Sendung „aktueller Bericht am Samstag“ ab 9:56 Minuten). Besonders positiv sei, dass dabei professionelle Arbeit von Ehrenamtlichen geleistet werde. Andreas Gratz betonte, dass dies nicht nur für diesen Lehrgang gelte, sondern auch für fast alle Rennveranstaltungen in der Region.

 

Der Verein Deutscher Besitzertrainer, der knapp über 400 Mitglieder hat und ehrenamtlich geführt wird, wird auch 2019 wieder den deutschen Galopprennsport unterstützen. So erhalten mit Zweibrücken, Verden, Mannheim und Honzrath vier Rennvereine Zuschüsse zu einem Rennen in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Zudem wird zum vierten Mal der Besitzertrainer-Cup stattfinden. Diesmal mit einer auf 2.600 Euro erhöhten Gesamtdotierung. Die Wertungsrenntage sind in Saarbrücken (22. April), Mülheim (6. Mai), Dortmund (23. Juni), Bad Harzburg (21. Juli), Quakenbrück (1. September) und Halle (31. Oktober). „Finanziert wird dies alles aus unserem jährlichen Mitgliedsbeitrag von je 20 Euro“, betonte Schatzmeisterin Gudrun Busch.  

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer mit Klaus Wilhelm (Präsident des Verbands Südwestdeutscher Rennvereine/2. von links), Dr. Michael Vesper (3. von links), Joachim Gratz (Ortsvorsteher von Honzrath/4. von links), Thomas Collmann (Bürgermeister von Beckingen/5. von links) und Thomas Schwinn (Vorsitzender des RRV Honzrath/6. von links). Foto: Patricia Pitzius

Rennbahnwette per Smartphone auf immer mehr Bahnen verfügbar

Smarturf - Wetten auf dem Smartphone

Die schnellste und einfachste Möglichkeit auf deutschen Galopprennbahnen zu wetten, nimmt immer mehr Fahrt auf: Smarturf – Wetten auf dem Smartphone, präsentiert von Wettstar und German Racing, ist 2019 auf zahlreichen Rennbahnen verfügbar. Denn immer mehr Rennvereine schaffen die technischen Voraussetzungen zum Angebot der Rennbahnwette per Smartphone!


Bereits beim Saisonauftakt am 31. März auf den Galopprennbahnen in Köln und Mannheim – an diesem Tag sind erstmals die neuen Totalisator-Wetten „Multi“ und „2 aus 4 (Deux sur Quatre) spielbar – wird Smarturf mit verbesserter technischer und personeller Unterstützung verstärkt im Einsatz sein.


Smarturf wurde im September 2018 offiziell eingeführt. Über die Smarturf-Website werden mobile Wetten in den Bahntotalisator auf jeder teilnehmenden deutschen Rennbahn schnell und sicher über das dafür bereitgestellte Rennbahn-WLAN getätigt. Es wird per digitaler Wettbörse anonym gewettet, die Kunden behalten alle Wetten und Gewinne bestens im Blick. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt schnell und direkt an der Wettkasse. Gewinne können für den nächsten Renntag auf dem Smartphone verbleiben – das Guthaben verfällt nicht.

 

Pressemitteilung von WETTSTAR vom 21. März 2019

„Wir wollen zufriedene Kunden, die Spaß am Wetten haben“

Hans-Ludolf Matthiessen. Foto: Marc Rühl

Wie wirken sich die reduzierten Toto-Abzüge in der Sieg- und Platzwette bei deutschen Galopprennen und die dadurch attraktiveren Wettquoten auf das Wettverhalten in Deutschland aus? Im Interview berichtet Hans-Ludolf Matthiessen für Wettstar über die erfreuliche Tendenz beim Umsatz durch den sogenannten „Dreheffekt“: Mehr Quote, mehr Gewinn, mehr Wetten.


Am 17. März startete in Krefeld die Grasbahn-Saison nach einem langen Sandbahn-Winter. Wie fällt Ihre Umsatzbilanz der Winterrennen aus?


Hans-Ludolf Matthiessen: Natürlich ist die Winter-Saison nicht repräsentativ, aber der Auftakt des Rennjahres war wirklich bemerkenswert. Wir haben gegenüber dem Vorjahr bei einem Umsatzvergleich pro Rennen den Platz-Umsatz mehr als verdoppelt und auch das Wettaufkommen in der Siegwette um mehr als 45 Prozent pro Rennen gesteigert. Da es insgesamt eine Umsatzsteigerung in allen Wettarten von 43 Prozent gab, haben sich Sieg- und Platzwetten überproportional erhöht. Das ist ein gutes Omen für die gesamte Saison.


Wie haben sich reduzierten Toto-Abzüge seit Januar auf die Quoten in der Sieg- und Platzwette ausgewirkt?


Matthiessen: Durch diese Maßnahme sind die Quoten deutlich attraktiver geworden. Unser Ziel ist, dass der Kunde am Wettschalter sagt, die Platzwette ist interessant geworden, da er mehr Geld zurückbekommt. Die Zufriedenheit der Kunden und der Ausbau der Marktposition sind für uns wichtig.


Was bedeuten höhere Quoten und dadurch attraktivere Gewinne für die Wetter? Gehen diese seither mehr zum Wettschalter, da sie mehr Geld zurückbekommen?


Matthiessen: Man spricht hier vom „Dreheffekt“. Wenn ein Kunde mehr Geld bekommt, dann ist er unter Umständen auch bereit, mehr Geld einzusetzen, da er einfach mehr Spaß beim Wetten hat. Mit einer Ausschüttung von 85 Prozent liegen wir mit dem deutschen Galopprennsport nun im Spiel- und Wettbereich sehr weit vorne. Und das wird von den Wettern wahrgenommen und wirkt sich positiv aus, gerade in Konkurrenz zur Sportwette.


Nimmt diese Entwicklung der Quoten nur ein Insider oder auch der normale Rennbahnbesucher wahr? 


Matthiessen: Die meisten Leute schauen sich die Quoten an. Das sieht man doch allein schon daran, dass der Sportwett-Markt fast nur mit Festquoten arbeitet, und hier schaut ein Kunde auch vorher, ob die Quote für ihn attraktiv ist oder nicht. Auch Freunde von Festkursen werden bei den heutigen Quoten Probleme bekommen, ein besseres Angebot als am Totalisator zu finden.
Je größer bei uns die Pools sind, desto weniger Schwankungen gibt es bei den Pferdewetten in den Quoten. Die Frage, was kann ich gewinnen, ist für einen Wetter elementar.


In welchem Maße unterstützt Wettstar die Rennvereine bei den höheren Auszahlungen durch die Abzugs-Reduzierung?


Matthiessen: Die Rennvereine werden durch eine Absicherung so gestellt, dass sie bei gleichem Umsatz auch den gleichen Ertrag haben. Wir hoffen natürlich, dass der Umsatz steigt und die Zuzahlungen sich verringern werden. Wir wollen zufriedene Kunden, die Spaß am Wetten haben, das ist das Wichtigste, und wir wollen am Markt attraktiver werden. Ich gebe Ihnen ein Beispiel, wie konkurrenzfähig der deutsche Galoppsport ist: Jeder Wetter hat doch schon mal eine Siegwette mit einer Quote von 6:1 getroffen. Das kann im Laufe eines Renntages ja sogar mehrfach vorkommen. Es ist aber sehr schwer, bei einer Einzelpaarung eine Sportwette mit solch einer Quote überhaupt zu finden, und sie ist dann auch viel schwerer zu treffen.


Welche weiteren Förderungsmaßnahmen durch Wettstar gibt es?


Wettstar sorgt in diesem Jahr, gemeinsam mit dem Direktorium, nicht nur für einen Ausgleich möglicher Mindereinnahmen der Rennvereine durch die Reduzierung der Abzüge, sondern auch dafür, dass das Rennpreis-Niveau im Vergleich zum Vorjahr erhalten bleibt, obwohl die Anzahl von PMU-Renntagen geringer geworden ist. Die Höhe der Rennpreise wird durch diese Maßnahmen unverändert bleiben können.
Ist auch im Trabrennsport eine Reduzierung der Toto-Abzüge geplant, oder beschränkt das auf den Galopp?
Matthiessen: Die Trabrennvereine haben darüber beraten und werden sich kurzfristig daran beteiligen. Sechs der acht Ganzjahresveranstalter in Deutschland haben vor, die Abzüge auf Sieg und Platz bald auf 15 Prozent zu senken. Ich denke, dass das in spätestens ein bis zwei Monaten der Fall sein wird, vielleicht auch schon früher. Die Rennbahn Straubing hat im Übrigen einen solchen Schritt schon eingeführt, mit Wirkung zum 1. Februar.


Wie sind Ihre Erwartungen für den Start der grünen Saison?


Matthiessen: Nach den Zahlen des Winters hoffen wir auf eine weitere positive Entwicklung und rechnen damit, dass der Trend vor allem in der Sieg- und Platzwette nach oben geht. Unser Produkt ist nun gleichwertig zu Frankreich im Verhältnis der Quoten.


Die höchsten Wettumsätze werden in der Dreier- und Viererwette erzielt. Ist auch hier geplant, die Abzüge zu ändern? 


Matthiessen: Hier ist in diesem Jahr keine Änderung geplant, aber wir sind auch bei den schwierigeren Wettarten international konkurrenzfähig.


Ihre Prognose: Wie entwickelt sich das deutsche Wettgeschäft 2019?


Matthiessen: Wir erwarten, dass es durch die eingeleiteten Maßnahmen zu einer deutlichen Steigerung der Toto-Umsätze kommt. Die Ergebnisse der ersten Renntage der neuen Saison geben auf jeden Fall zu einigem Optimismus Anlass.

 

Das Interview führte Michael Hähn - Pressemitteilung von Wettstar vom 20. März 2019

Equitana voller Erfolg für den Galopprennsport

Mehr als 180.000 Besucher, gestiegene  Internationalität und eine hautnahe Atmosphäre – das ist die Bilanz der größten Pferdesportmesse der Welt, der Equitana 2019. Groß und Klein trafen sich auf einem stets gut besuchten Stand von German Racing zum Proberitt auf dem elektronischen Rennpferd Mr. Ed  oder zum Austausch über den Galopprennsport.


Eine Gemeinschaft von verschiedenen Verbänden und Rennvereinen präsentierten den Galopprennsport auf dem Messestand von German Racing und ermöglichten dem Publikum einen Einblick in den faszinierenden Sport. Bei Besuchen von Persönlichkeiten aus der Galoppsport-Szene am Stand, wie der Weltmeisterin Rebecca Danz oder Championtrainer Markus Klug, konnten die Besucher den direkten Kontakt zu den Akteuren des Galopprennsports aufnehmen. Rebecca Danz war begeistert vom Interesse des Publikums: „Die Equitana ist ein Magnet für pferdebegeisterte Besucher - genau das richtige Publikum für uns. Es hat mir Spaß gemacht, so vielen jungen Menschen beim Ritt auf Mr. Ed Tipps zu geben. Vielleicht ist ja jemand dabei, der sich eine Zukunft als Rennreiter oder Rennreiterin vorstellen kann. Der Galopprennsport hat Nachwuchs dringend nötig."


Die nächste Gelegenheit, den Galopprennsport in der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, bietet sich schon bald auf dem CHIO in der Aachener Soers. Beim „Weltfest des Pferdesports“ vom 12. bis 21. Juli 2019 wird German Racing sowohl mit einem Stand vertreten, als auch an der Eröffnungsfeier beteiligt sein.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 19. März 2019 

Zukunft der Neusser Rennbahn weiter ungewiss

GaloppOnline berichtet am 26. Februar 2019:

 

Unter dem Motto "SPD Neuss im Dialog" lud die Neusser SPD am Montag, 25. Februar, in die Wetthalle der Neusser Rennbahn. Rund 90 Neusser Bürger waren gekommen, um sich die Ideen der Parteien (die SPD hatte auch eine Abordnung der Neusser FDP eingeladen), zum Thema "Wie geht's weiter mit dem Rennbahn-Park?" anzuhören, und auch ihre eigenen Vorschläge und Wünsche vorzutragen.

 

Für die SPD waren u. a. Bürgermeister Reiner Breuer und der Ratsfraktions-Vorsitzende Arno Jansen anwesend, die FDP wurde durch ihren Stadtverbands-Vorsitzenden Michael Fielenbach und den Ratsfraktions-Vorsitzenden Manfred Bodewig vertreten. Aus dem Galopprennsport waren auch mehrere bekannte Gesichter vor Ort, für den Neusser Reiter- und Rennverein Vize-Präsident Peter Ritters, sowie Friedhelm Thissen und Reinhard Ording, desweiteren u. a. Trainerin Katja Gernreich, Daniel Krüger von der Besitzervereinigung, während man einen Vertreter des Direktoriums für Vollblutzucht- und Rennen vergeblich suchte.

 

Leider handelte es sich bei der Veranstaltung, die rund zwei Stunden dauerte, nicht um eine Podiums-Diskussion, sie hatte eher den Charakter eines Workshops, bei dem die Teilnehmer Ideen und Konzepte zur Zukunft des Rennbahn-Parks entwickeln sollten. Deutlich wurde jedoch, dass SPD und FDP die Zukunft des Geländes nicht zwingend mit der Fortführung des Rennbetriebes verbinden. Die FDP hat die Absicht das Gelände für eine Landesgartenschau zu verwenden, für die sich die Stadt Neuss bewerben wolle, die SPD ließ eher offen, ob es eine Zukunft mit oder ohne Rennen geben wird, doch erklärte der Ratsfraktions-Vorsitzende Arno Jansen bei seinem Schlusswort, dass "man nun bald zu einer Entscheidung kommen müsse, wie der Rennbahn-Park in der Zukunft aussieht, ob mit oder ohne Galopprennen".

 

Einig war sich der Großteil der Teilnehmer, dass man das Rennbahngelände zu einer Art "Grünen Lunge" machen müsse, bzw. die Verbindung Rennsport mit weiteren, hauptsächlich sportlichen Freizeitmöglichkeiten herzustellen. Eine klare Ansage an den Rennverein machte Bürgermeister Reiner Breuer. "Wir warten seit zweieinhalb Jahren auf ein Konzept des Rennvereins, und deshalb ist der gesamte Rat, sämtliche Parteien, nicht mehr gewillt, den Verein finanziell zu unterstützen", so Breuer. Dem entgegnete Friedhelm Thissen für den Rennverein, dass man seitens des NRRV (Neusser Reiter- und Rennverein) ein Konzept bringen wird. Zu diesem könne durchaus auch gehören, dass man den Trainingsbetrieb einstellt. Wie es in Neuss weitergeht, darüber kann man also weiter gespannt sein.

Volksentscheid zur Bremer Rennbahn kommt!

Am 26. Mai fällt die Entscheidung zur Zukunft der Galopprennbahn in Bremen. Bei einer Sondersitzung der Bürgerschaft am Donnerstag, 21. Februar, fand der von der Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen eingereichte Antrag (zur Erhaltung des Rennbahngeländes als Grün-, Erholungs- und gemeinschaftlich genutzte Fläche) erwartungsgemäß bei den Politikern keine Mehrheit, so dass der Volksentscheid durch die Einwohner Bremens nun kommt.

 

Möglich wurde dieser durch das immense Engagement der Bürgerinitiative um Sprecher Andreas Sponbiel, die 29.000 Unterschriften gegen die Bebauung der Rennbahn in der Vahr gesammelt hatte. Nun hoffen alle Freunde des Turfs, nicht nur in Bremen, sondern in ganz Deutschland, dass es auch in Zukunft Galopprennen in Bremen gibt, sollten sich die Bürger sich am 26. Mai gegen die Bebauung des Rennbahngeländes entscheiden.

 

Quelle: German Racing vom 22. Februar 2019

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2019

Mons, 10. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib und Wolwedans

Dortmund, 13. Januar

  • Valentina Stefutti – Conquistadorkitten
  • Laura Giesgen – Super D J
  • Ulrich Thomas – American Five

Neuss, 20. Januar

  • Matthias Schwinn – Betsy Coed
  • Sarah Jane Hellier – Lacato
  • Christian Peterschmitt – Beacon Hill

Mons, 24. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib

Neuss, 26. Januar

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master
  • Dirk Lüker – Stanley Daley

 

Pferdegrippe: France Galop reagiert - England verschärft Regeln

In mehreren europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland) sind derzeit Influenza-Fälle bei Pferden aufgetreten. Es handelt sich z. T. um nicht geimpfte Reit- und Freizeitpferde, aber auch um geimpfte Vollblüter in Rennställen. Als Vorsichtsmaßnahme sind in England aufgrund der aufgetretenen Influenza-Fälle und der Verhinderung eines weiteren Ausbreitens alle Rennveranstaltungen bis zum 13. Februar abgesagt worden. Am Montag, 11. Februar, wurde von der Insel mitgeteilt, dass am 13. Februar wieder Rennen gestartet werden. Allerdings gibt es besondere Regelungen zur Impfung zu beachten: www.german-racing.com/gr/aktuelles/meldungen/20190212-120219-england-news.php

 

Es ist daher in allen Pferdebeständen besondere Vorsicht geboten und auf Krankheitssymptome zu achten, die einen Verdacht auf Influenza rechtfertigen. Nach einer kurzen Inkubationszeit von ein bis drei Tagen zeigen an Influenza erkrankte Pferde hohes Fieber, Reizhusten, wässrigen Nasenausfluss und gerötete Schleimhäute. Insbesondere bei auf Auktionen gekauften und importierten Pferden, ist auf diese Symptome zu achten. Diese Pferde sollten möglichst in Quarantäneställen separat von anderen Pferden eingestellt und für einen Zeitraum von 14 Tagen sorgfältig beobachtet werden.

 

Die Equine Influenza ist eine der ökonomisch folgenschwersten akuten Atemwegserkrankung des Pferdes. Nicht nur, dass die betroffenen Tiere für eine längere Zeit der absoluten Schonung bedürfen und nicht im Sport einsetzbar sind, es können sich auch chronische Lungen- und Herzschäden daraus entwickeln, die die Leistungsfähigkeit und die Verwendbarkeit der Tiere dauerhaft einschränken. Betroffen sind häufig ganze Pferdepopulationen. Diese durch Influenza A-Viren verursachte Erkrankung der oberen und unteren Atemwege kommt weltweit vor. Meist kommt es innerhalb geschlossener Pferdepopulation zu Epidemien, da die Equine Influenza hoch ansteckend ist und sich entsprechend rasant ausbreitet.


Ein Schutz der Pferdepopulationen ist nur durch eine regelmäßig durchzuführende, flächendeckende Influenzaimpfung möglich. Außerdem sind regelmäßige Wiederholungsimpfungen auch deshalb notwendig, weil die Antikörpertiter nach einer Impfung nicht sehr lange anhalten. Die Influenza kann jedoch höchst ansteckend sein und im Gegensatz zu anderen infektiösen Krankheiten sowohl mit der Luft über einige Distanzen transportiert als auch indirekt durch Menschen übertragen werden.

 

Veröffentlichung von German Racing vom 7. Februar 2019

 

Nach Rücksprache des Vereins Deutscher Besitzertrainer am Freitag, 8. Februar, mit dem Direktorium für Vollblutzucht und Rennen wird vom Dachverband empfohlen, die Wiederholungsimpfung gegen Influenza im sechs Monatsrhythmus vorzunehmen.  

 

Inzwischen hat auch France Galop reagiert. Mehr dazu unter diesem Link https://www.german-racing.com/gr/aktuelles/meldungen/20190208-france-galop-beschliesst-weitere-regelungen-zum-influenza-ausbruch-in-europa.php

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember 2018

Mons, 9. Dezember

  • Lucien W. J. van der Meulen – Haarib

Neuss, 11. Dezember

  • Sarah Jane Hellier – Lacato
  • Selina Ehl – Mister Spock

Dortmund, 21. Dezember

  • Olga Laznovska – Porcupine Creek

Mons, 23. Dezember

  • Lucien W. J. van der Meulen – Mod
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Dortmund, 26. Dezember

  • Manfred Türk – Kepheus
  • Laura Giesgen – Super DJ

Neuss, 29. Dezember

  • Martin Schu – Tapering
  • Sarah Jane Hellier – Spignel und Lacato
  • Selina Ehl – Mister Spock

             

Wettumsatz stieg 2018 wieder leicht an

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. gab die Kennzahlen des Galopp-Jahres 2018, das statistische Material zum vergangenen Rennjahr, heraus: Folgende Entwicklungen sind besonders zu erwähnen: Erfreulich ist die angestiegene Zahl der Fohlengeburten mit 876. Hervorzuheben ist auch die gegenüber den letzten beiden Jahren wieder leicht gestiegene Anzahl der Besitzer mit 1.033 sowie die sich auf Vorjahresniveau eingependelten Zahlen der Pferde in Training (2.425).


Gesunken sind die Starts pro Pferd (4,83) sowie auch die Anzahl der Rennen um insgesamt 24 Rennen zu 2017 (1.172). Die Rennpreise (13.280.237 Euro) wiesen auch einen kleinen Rückgang auf. Der Umsatz ist trotz weniger Rennen erfreulicherweise gestiegen auf 25.405.249 Euro, allerdings resultiert der Zuwachs aus der Außenwette. Somit ist der Umsatz pro Rennen mit 21.677 Euro  besser als in den beiden Vorjahren.


Die Starts deutscher Pferde im Ausland weisen mit 2.869 Starts den höchsten Stand auf und übertrafen den bisherigen Höchststand des Jahres 2014 von 2.815 Starts. Die Gewinnsumme im Ausland ist mit 6.778.184 Euro etwas höher als im vergangenen Jahr, obwohl nur Gruppesiege in Italien zu verzeichnen waren.

 

Quelle: German Racing am 8. Januar 2019

Gestaltung des Rennprogramms in 2019 und Folgejahren

Das Präsidium des DVR e.V. hat in der Sitzung am 10. Januar 2019 grundlegende Beschlüsse zur Gestaltung des Rennprogramms 2019 und Folgejahre gefasst.

 

1. Kosten der Produktion der Fernsehbilder

Die erste gute Nachricht für die Rennvereine kommt von der BGG, German Tote und der PMU. Die für 2019 vorgesehene Belastung der Rennvereine mit den Bildproduktionskosten in Höhe von ca. 350.000 Euro wird entfallen und es wurde sichergestellt, dass dies auch für 2020 gewährleistet ist.

 

2. PMU-Renntage und Unterstützung der Wochenrenntage

Für 2019 wurde dem deutschen Galopprennsport eine stark reduzierte Anzahl von PMU-Rennen für 2019 angeboten. Der DVR, der Hauptverband für Traberzucht (HVT) und die German Tote Beiräte Dr. Andreas Jacobs und Gerhard Schöningh konnten in einem Treffen mit den Spitzen von France Galop, Le Trot und PMU Anfang Dezember erreichen, dass es aus Mitteln von German Tote einen finanziellen Ausgleich gibt, der den entstandenen Nachteil der Rennvereine nicht ganz, aber im Wesentlichen ausgleicht.

 

Ziel des DVR und der BGG war es, attraktive Anreize für die Durchführung von Wochenrenntagen (Mo. – Sa.) zu schaffen und damit die Anzahl der Renntage und Rennen auf einem ähnlichen Niveau wie 2018 zu halten. Die Förderung der Wochenrenntage wird in 2019 vollständig aus Mitteln von German Tote und der BGG getragen und beläuft sich auf einen Betrag von 763.000 Euro. Die Förderung wird wie folgt aussehen:

 

- Veranstalter von Wochenrenntagen von Montag bis Freitag ohne PMU-Rennen erhalten eine Förderung von bis zu 30.000 Euro bei 8 Rennen.

- Veranstalter von Wochenrenntagen von Montag bis Freitag mit  PMU-Rennen erhalten eine Förderung durch Übernahme der Rennpreise für die ausgetragenen PMU-Rennen.

- Veranstalter von Samstags-Renntagen ohne PMU Rennen erhalten eine Förderung von bis zu 18.000,00 EUR bei 8 Rennen.

- Veranstalter von Samstags-Renntagen und Sonntags-Renntagen mit PMU Rennen erhalten eine Förderung durch Übernahme der Rennpreise für die ausgetragenen PMU-Rennen.

 

Grundlage der Förderungen ist:


- die von den Rennvereinen, angemeldeten Termine 2019
- die Förderung erfolgt pro Renntag für max. 8 Rennen
- der Rennpreis pro Rennen soll durchschnittlich 5.500,00 EUR betragen.

 

3. Sonderförderung für die Veranstalter von Grupperennen 2019

Ziel des DVR, der Besitzervereinigung und der BGG war, das züchterisch wichtige, für die Vereine aber schwer finanzierbare Programm der Grupperennen im Jahr 2019 zu erhalten. Hierfür stellt das DVR und die Besitzervereinigung  auf Antrag der BGG maximal folgende weitere Zuschüsse den Veranstaltern von Grupperennen 2019 zur Verfügung, um das Gesamtprogramm der Grupperennen auch in 2019 durchführen zu können.

Regelzuschuss - weitere Zuschüsse - Gesamtzuschuss

Gruppe III: 10.000,00 EUR -  9.350,00 EUR - 19.350,00 EUR
Gruppe II:  10.000,00 EUR - 11.900,00 EUR - 21.900,00 EUR
Gruppe I:   25.000,00 EUR - 26.350.00 EUR - 51.350,00 EUR

 

Die Gewährung der Fördermaßnahmen durch das DVR e.V. und die Besitzervereinigung setzen voraus, dass die Rennvereine das Rennpreisniveau sowie die Anzahl der Gruppe- und Listenrennen auf dem Niveau des Jahres 2018 erhalten.

 

4. Ausgleichzahlungen an die Rennvereine durch Mindererträge aufgrund der Senkung der Abzüge in der Siegwette und der Platzwette auf 15%

Das DVR und die BGG gehen davon aus, dass es aufgrund der verbesserten Quoten zwar zu einer deutlichen Umsatzsteigerung bei den Wetten kommen wird, aber im ersten Jahr die Umsatzsteigerung nicht ausreichen wird, um den Mindererlös der Rennvereine vollständig zu kompensieren. Von dem hierdurch entstehenden finanziellen Risiko werden die Rennvereine für 2019 vollständig entlastet. Die BGG wird einen Betrag von 76.000 Euro zu diesem sogenannten „Rettungsschirm“ beitragen.

 

5. Zukunftsperspektive

Neben den Sofortmaßnahmen für 2019 war es die Forderung der BGG gemeinsam mit Vertretern der Besitzer, der Züchter und des DVR ein grundsätzliches Strategiekonzept für die Jahre 2020 und folgende für eine gesunde Zukunft von Zucht und Rennsport zu entwickeln. Das Präsidium des DVR hat einstimmig beschlossen, bis zum 30. Juni 2019 ein Konzept zur nachhaltigen und dauerhaften Durchführung des Rennprogramms mit Grupperennen und der Förderung der Vollblutzucht zu erarbeiten.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 15. Januar 2019

Championatsehrung am 29. Dezember in Neuss

Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep ist erfolgreichste Trainer im deutschen Hindernissport. Foto: privat
Lucien W. J. van der Meulen (Mitte) verteidigte seinen Titel im Championat der Besitzertrainer. Foto: privat

Große Championatsehrung des deutschen Turfs am letzten Renntag der Saison 2018: Am Samstag, 29. Dezember, wurden in Neuss die Titelträger der Saison ausgezeichnet.

 

Es handelt sich um folgende Champions 2018: Gestüt Röttgen (Besitzer, Züchter), Markus Klug (Trainer), Andrasch Starke (Jockeys), Vinzenz Schiergen (Amateurrennreiter), Lilli-Marie Engels (Amateurennreiterinnen), Robin Weber (Nachwuchsreiter), Lucien van der Meulen (Besitzertrainer), Volker Franz Schleusner (Besitzer Hindernis), Anna Schleusner-Fruhriep (Trainer Hindernis) und Jan Faltejsek (Reiter Hindernis).

Die Champions (soweit anwesend) bei der Ehrung am 29. Dezember in Neuss. Foto: privat

Siege von Besitzertrainern des Vereins im November 2018

Krefeld, 4. November

  • Ronny Heimburger – Marijano

Saint-Cloud, 6. November

  • Hella Sauer – Nimocis

Dortmund, 9. November

  • Walter Maurer – Giant Grizzly
  • Erwin Hinzmann – Reine des Miracles
  • Laura Giesgen – Super DJ

München, 11. November

  • Erich Pils – Ourasi

Neuss, 20. November

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Walter Maurer – Giant Grizzly

Mons, 25. November

  • Caroline Fuchs – Lady Doncaster

Dortmund, 30. November

  • Dirk Lüker – Ohne Tadel
  • Erwin Hinzmann – Reine des Miracles
  • Pavel Bradik – Van Venture 

Schleusner-Fruhriep Champion der Hindernistrainer

Strahlender Champion der deutschen Hindernistrainer 2018: Anna Schleusner-Fruhriep mit Wutzelmann, der für die vier Treffer zum Erfolg sorgte. Foto: privat

Eigentlich war ein spannendes Finale um das Championat der Hindernistrainer in Deutschland für Sonntag, 4. November, in Krefeld avisiert. Mit Anna Schleusner-Fruhriep (4 Siege), Christian von der Recke und Pavel Vovcenko (je drei Siege) hatten noch drei Trainer die Chance, sich ganz vorne zu platzieren.

 

Doch das dort im Stadtwald geplante letzte Rennen 2018 über die Sprünge wurde wegen des zu festen Bodens abgesagt. Damit steht fest, dass Anna Schleusner-Fruhriep in diesem Jahr das deutsche Championat aller Hindernistrainer gewonnen hat. Sie ist damit nach Otto-Werner Seiler, der 2005 auch vor den Berufstrainer in diese Sparte gelandet war, der zweite Besitzertrainer, der sich in den vergangenen 22 Jahren diese Krone aufsetzen darf.

 

Garant für den Erfolg von Anna Schleusner-Fruhriep war Wutzelmann. Der 8-jährige Wallach schaffte in dieser Saison vier Treffer, darunter zwei Erfolge in Seejagdrennen. Seine Siegesserie begann in Bad Harzburg am 21. Juli im Alten Braunschweiger Jagdrennen. Es folgten die Treffer am 29. Juli im 2. Bad Harzburger Seejagdrennen der dortigen 139. Galopprennwoche, der Erfolg am 2. September im Alten Artländer Seejagdrennen in Quakenbrück sowie der Sieg am 23. September im Jagdrennen in Mannheim. "Ein besonders Lob möchte ich an Lubos Kazik richten, der Wutzelmann immer super im Training reitet", so Anna Schleusner-Fruhriep. 

 

Wutzelmann galoppiert in dieser Saison insgesamt 18.554,00 € ein. Mit dieser Bilanz sorgte er auch dafür, dass sein Besitzer Volker Schleusner, Vater von Anna Schleusner-Fruhriep, das Championat 2018 der Besitzer im Hindernissport vor Titelverteidiger Eugen-Andreas Wahler (14.566,00 €) gewonnen hat.

Bremen: Über 29.000 Unterschriften gesammelt

Was für ein immenser Erfolg: 29.018 Unterschriften übergab die Bürgerinitiative Rennbahngelände Bremen am Freitag, 4. Januar, bei der zuständigen Meldebehörde. Man steht damit unmittelbar vor dem Erreichen des ersten Volksentscheids. Notwendig sind 21.237 Stimmen.

 

Sprecher Andreas Sponbiel: „Es war ein riesiger Kraftakt, aber wir haben es geschafft“. Ziel der Initiative ist es, die Fläche der Galopprennbahn für Erholung, Freizeit, Sport und Kultur sowie als grüne Ausgleichsfläche zu erhalten. Sponbiel und seine Mitstreiter sind nun bestrebt, dass die Listen schnellstmöglich geprüft werden, ideal wäre ein Volksentscheid zusammen mit der Bürgerschaftswahl im Mai.

 


Vor dem Engagement der Bürgerinitiative kann man nur den Hut ziehen. Die Hoffnung, dass die Galopprennbahn in Bremen erhalten bleibt, ist zurück.

 

Quelle: German Racing am 4. Januar 2019

Ab sofort höhere Auszahlungen bei Sieg- und Platz-Wetten

Premiere am Sonntag, 6. Januar 2019, zum Jahresauftakt in Dortmund. Mehr Geld für die Wetter – unter diesem Oberbegriff stehen die Maßnahmen, die im neuen Jahr auf den deutschen Galopprennbahnen in der Totalisatorwette umgesetzt werden.

 

Bei der Totalisatorwette fließt der Wetteinsatz in einen Topf und nach Abzug von Steuern und Abgaben an den Rennverein wird der verbleibende Betrag auf die erfolgreichen Wetter ausgezahlt. Dies ist ein schon seit 1922 in Deutschland erlaubtes Spielmodell. Doch während beispielsweise beim Lotto fast 50 Prozent abgezogen werden, sind es bei Sieg- und Platz-Wetten auf Galopp-Pferde ab dem 6. Januar in Deutschland nur noch 15 Prozent. Auch im Vergleich mit anderen Galoppsport-Nationen liegen wir damit in Europa sehr weit vorne und sind damit international wettbewerbsfähig.

 

Hintergrund der Senkung von 25 auf 15 Prozent ist die Tatsache, dass die Wettkunden u.a. auf Rennen in England und Frankreich zu deutlich geringeren Abzügen wetten konnten. Im Zeitalter des Internets kann der Kunde mit einem Mausklick die Preise vergleichen und tut dies auch. Während in den letzten Jahren die Umsätze auf deutsche Rennen zurück gegangenen sind, ist der Umsatz auf englische und französische Rennen seit Jahren steigend. Durch die geringeren Abzüge gibt es deutlich höhere Auszahlungen, die die Totalisatorwette für den Wetter attraktiver machen.

 

Zwei weitere Schritte dazu werden ab dem 6. Januar ebenfalls umgesetzt. Der Technik-Dienstleister des deutschen Rennsports, German Tote, wird die Quotendarstellung von der Darstellung zu 10 auf zu 1 wechseln. „So kennen es die Kunden von fast allen anderen Anbietern im Bereich Sportwette und Rennwette“, sagt Riko Luiking, Geschäftsführer von German Tote. Weiterhin wird der Mindesteinsatz in den Sieg- und Platz-Wetten auf zwei Euro steigen, was laut Herrn Luiking eine Anpassung an das tatsächliche Wettverhalten darstellt. Vor der Euro-Umstellung im Jahr 2002 betrug der Mindesteinsatz 2,50 Mark bzw. 5 Mark.

 

Die deutsche Pferdewette, die mit ihren Erträgen ausschließlich zur Förderung der Landesvollblutzucht betrieben wird, ist somit nun Vorreiter in Bezug auf die Ausschüttungen an den Wetter. Möglich wurde diese Maßnahme, die von allen Rennvereinen in Deutschland getragen wird, durch eine finanzielle Absicherung seitens des Dachverbandes in Köln und der Gemeinschaft der deutschen Galopprennvereine.

 

Quelle: German Racing am 3. Januar 2019

Besitzertrainer-Cup 2018: Daniel Paulick heißt der Sieger

Aus den Hände von Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer, erhielten (von links) Pavel Bradik (3.), Sieger Daniel Paulick und Christof Schleppi (2.) die Präsente für ihre Erfolge im Besitzertrainer-Cup 2018. Foto: privat

Der Besitzertrainer-Cup 2018 ist Geschichte. Am Samstag, 13. Oktober, fand in Leipzig der letzte von sechs Wertungsrenntagen statt. Nach Monika Lindemann (2016) und Horst Rudolph (2017) heißt bei der 3. Auflage dieser Serie in diesem Jahr der Sieger Daniel Paulick.

 

Bis zum dritten Rennen des Tages war der Ausgang des Wettbewerbs noch offen. Daniel Paulick hatte durch Rang drei von Pasquetta in der Auftaktprüfung, die Christine Hottewitzsch mit Lady O' Connor gewann (s. Artikel oben), und Platz fünf von Ma jolie cherie im zweiten Rennen mit 29 Punkten bereits die Führung vor Matthias Schwinn und Horst Rudolph, die beide in Leipzig nicht am Start waren, übernommen. Doch Christof Schleppi hatte noch zwei Starter in der Hinterhand, um nach seinen bisher 17 Zählern noch an Paulick vorbeiziehen zu können. Doch dann kam Schleppis Dawn Prayer nur als Zehnter und damit Letzter über die Ziellinie. Der Gesamterfolg von Daniel Paulick, der mit 1000 Euro prämiert wird, war perfekt.

 

Doch auf den Plätzen war weithin einiges möglich. Erst schaffte Pavel Bradik durch seinen Sieg (10 Punkte) von Van Venture (s. Artikel oben) mit 25 Zählern den zwischenzeitlichen Sprung auf Rang zwei, aber Christof Schleppi holte sich diese Position, die mit 500 Euro dotiert ist, im siebten Rennen zurück. Preaux wurde Zweiter und schraubte Schleppis Endstand durch acht Punkte auf 26 Zähler. Somit blieb Pavel Bradik Position drei (300 Euro) vor Matthias Schwinn (200 Euro). Im siebten Rennen des Tages setzte sich Daniel Paulick dank des Sieges von Ma Jument (s. Artikel oben) mit insgesamt 39 Punkten noch deutlich von der Konkurrenz ab.

 

Insgesamt nahmen am Besitzertrainer-Cup 2018 59 Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer teil. Die sechs Wertungsrenntage fanden in Bremen, Haßloch, Zweibrücken, Düsseldorf, Dresden und Leipzig statt. Wie gewohnt waren pro Rennen je Platzierung der Pferde von den Besitzertrainern folgende Punkte zu erzielen: 1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt.

 

Kompletter Endstand

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober 2018

Hoppegarten, 7. Oktober

  • Christian Zschache – Gepard

Honzrath, 7. Oktober

  • Matthias Schwinn – Baker Street
  • Selina Ehl – Hurricane Harry
  • Lucien W. J. van der Meulen – Ossiline
  • Hans-Peter Rosport – Noble Fighter

Leipzig, 13. Oktober

  • Christine Hottewitzsch – Lady O' Connor
  • Pavel Bradik – Van Venture
  • Daniel Paulick – Ma Jument
  • Torsten Reineke – Larion

Baden-Baden, 21. Oktober

  • Georg Mayer – Magic Quercus

Neuss, 23. Oktober

  • Walter Maurer – Giant Grizzly

Mannheim, 27. Oktober

  • Horst Rudolph – Pissarro 

Magdeburg, 31. Oktober

  • Heiko Kienemann – Voodoo
  • Janine Beckmann – Koonari

Der Galopprennsport im Sportausschuss des Deutschen Bundestags

DVR-Präsident Dr. Michael Vesper (links) und DVR-Geschäftsführer Jan Antony Vogel haben Dieter Stier, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, in die Mitte genommen. Foto: German Racing

Am Mittwoch, 7. November 2018, hatten Vertreter des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. die Gelegenheit, den Galopprennsport im Sportausschuss des Bundestags zu präsentieren. Dafür reisten der Präsident des Direktoriums, Dr. Michael Vesper, sowie der Geschäftsführer Jan Antony Vogel und die PR-Verantwortliche Dr. Petra Bracht nach Berlin.


In einer Präsentation stellte Dr. Vesper den deutschen Galopprennsport vor. Er schilderte die lange Tradition des Sports, nannte Daten und Fakten und erläuterte die Finanzierung der Leistungsprüfungen. Ein kurzer Film vermittelte zum Abschluss der Präsentation die Faszination des Galopprennsports. In der anschließenden intensiven Fragerunde, an der sich Ausschussmitglieder aus allen Fraktionen beteiligten,  wurden Themen angesprochen wie die Attraktivitätssteigerung des Rennsports, der Tierschutz, die Dopingkontrollen, die Nachwuchsförderung und auch die Strukturreform des Verbands.


Im Zusammenhang der Diskussion über die Finanzierung des Rennsports sprach Dr. Vesper auch die Problematik der Rennwettsteuer-Rückvergütung an und stellte die Lösung über eine Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes vor. Der stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Dieter Stier riet dazu, dieses Thema auch im Landwirtschafts-Ausschuss einmal vorzustellen.


Zum Thema Tierschutz versicherte Jan Vogel, dass es strenge Kontrollen im Rennsport gibt und ein regelmäßiger Kontakt zum Landwirtschaftsministerium besteht. Zudem findet ein Austausch mit dem Tierschutzbund statt, mit dem es noch in diesem Monat ein Gespräch in Köln geben wird.


Interessiert waren die Politiker auch an der Besucherstruktur bei Rennveranstaltungen und fragten nach, wie ein breites Publikum gewonnen werden kann. Vesper und Vogel erläuterten, dass Galopprennen keineswegs elitäre Veranstaltungen sind und der Nachmittag auf der Rennbahn längst zum Familienevent geworden ist.


Dr. Michael Vesper zieht eine positive Bilanz des Besuchs in Berlin: „Es ist uns gelungen, unseren Sport in der Politik zu platzieren und die Bedeutung der Galopprennen als Leistungsprüfung in der Sportlandschaft zu vermitteln.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 8. November 2018

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Magdeburg

Siegerehrung in Magdeburg für das vom Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte vierte Rennen mit Siegreiterin Lilli-Marie Engels (3. v. links) und Sieg-Trainer Albert Kästner (rechts). Für den Verein Deutscher Besitzertrainer gratulierte Karen Kaczmarek (1. Vorsitzende/2. v. links). Foto: privat

Seriensieger Macan von Besitzer Michael Haase und vorbereitet von Berufstrainer Albert Kästner gewann in Magdeburg am Mittwoch, 31. Oktober 2018, das vom Verein Deutscher Besitzertrainer finanziell unterstützte vierte Rennen. Im Preis der Grundstücks und Immobilienservice GmbH (Ausgleich IV, 1.550 Meter) landete Macan seine dritten Treffer in Folge. Unter seiner ständigen Reiterin Lilli-Marie Engels gewann der 4-jährige Wallach sicher vor Mockingjay (Trainer Marco Angermann/Reiter René Piechulek) und Tarantella (Hans-Jürgen Gröschel/Bauyrzhan Murzabayev).

Sportmarketing-Fachmann Pommer wechselt zum Galopprennsport

Jan Pommer

Jan Pommer wird ab Januar 2019 als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. für deren operatives Geschäft und für das übergreifende Marketing zuständig sein. Der ehemalige Geschäftsführer der Basketball Bundesliga hat mehr als 20 Jahre Berufserfahrung im Sportbusiness. Jan Antony Vogel bleibt als Geschäftsführer für die Bereiche Zucht, Renntechnik und Buchhaltung verantwortlich.


Nach einem Studium der Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte war der gebürtige Oldenburger als Rechtsanwalt in Köln tätig. Nach einer Tätigkeit in der Kommunikationsagentur Sponsor Partners fungierte er von 2005 bis 2015 als Geschäftsführer der Basketball Bundesliga. 2015 wechselte er zur Deutschen Sport Marketing GmbH, der Vermarktungsgesellschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes, und verantwortete dort als Geschäftsführer die Bereiche Digitale Medien und die Entwicklung neuer Vermarktungsmodelle. Seit 2017 ist Jan Pommer als Vice President Sports Affairs bei der ESL, dem größten eSportunternehmen der Welt engagiert. Dort hat er sich auf die Positionierung des eSports im traditionellen Sportumfeld konzentriert.


2010 wurde Pommer vom deutschen Marketing Magazin Horizont als “Sportmanager des Jahres” ausgezeichnet. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben beim DVR und damit auf ein Thema mit erheblichem Potential. Ich werde  mit allen Rennsport-Verantwortlichen hart dafür arbeiten, den Galopprennsport noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen“, sagt Jan Pommer. Der Präsident des Galoppsportverbandes Dr. Michael Vesper freut sich auf die Zusammenarbeit mit Jan Pommer: „Er ist ein anerkannter Fachmann im Bereich Sportmanagement und Sportmarketing mit jahrzehntelanger Erfahrung. Zudem ist er bestens vernetzt und wird dem Galopprennsport neue Impulse geben.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 30. Oktober 2018 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im September 2018

Dresden, 2. September

  • Daniel Paulick – Ostana

Quakenbrück, 2. September

  • Janine Beckmann – Wheredreamsare
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Mons, 3. September

  • Sarah Renz – Monte Napoleone

Köln,5. September

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master

Magdeburg, 8. September

  • Erwin Hinzmann – Reine des Miracles
  • Marc Timpelan – Torqueville

Lebach, 9. September

  • Christoph Schwab – Romantic Soldier

Leipzig, 15. September

  • Marc Timpelan – Torqueville
  • Guido Scholze – Sha Gino
  • Karl-Heinz Neureuther – Shark Attack

Mülheim, 15. September

  • Andrea Friebel – Holtby

Chantilly, 15. September

  • Hella Sauer – Ursus

Billigheim, 16. September

  • Christian Peterschmitt – High Alpha und Noble Hero
  • Michael Gerd Klapschus – Serkus

Dortmund, 16. September

  • Dirk Lüker – Faintly

Hannover, 16. September

  • Daniel Paulick – Oscar
  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Nancy, 16. September

  • Hella Sauer – Portalay

Mons, 17. September

  • Andrea Friebel – On Y Va

Köln, 22. September

  • Olga Laznovska – Welkando

Köln, 23. September

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master

Mannheim, 23. September

  • Walter Maurer – Giant Grizzly
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Bro Park, 23. September

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Summershine

Dresden, 29. September

  • Guido Scholze – Rosentor

Düsseldorf, 30. September

  • Martina Grünewald – Kimbarjano

Saarbrücken, 30. September

  • Horst Rudolph – Olkaria
  • Matthias Schwinn – Betsy Coed
  • Sarah Jane Hellier – Avorio
  • Christof Schleppi – Preaux

Siege von Besitzertrainern des Vereins im August 2018

Pornichet, 11. August

  • Alfred Renz – Redesert

Hoppegarten, 12. August

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind
  • Daniel Paulick – Invincible Really

Krefeld, 12. August

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Saarbrücken, 15. August

  • Christian Peterschmitt – Theo Danon
  • Hans-Peter Rosport – Noble Fighter

Düsseldorf, 19. August

  • Caroline Fuchs – El Torito

Baden-Baden, 25. August

  • Sarah Jane Hellier – Ice Club

Miesau, 26. August

  • Thomas Gries – Troyanda
  • Walter Maurer – Giant Grizzly

Baden-Baden, 30. August

  • Dirk Lüker – Stanley Daley
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Smarturf besteht ersten Praxistest

Am 22. und 23. September konnten die Besucher des Europa-Meetings in Köln erstmals ihre Rennbahnwette auf dem Smartphone tätigen. Mittels eines Rennbahn-eigenen WLAN-Netzes waren mobile Wetten in den Bahntotalisator möglich, nachdem die Besucher an den Kassen ein Guthaben auf ihr Smartphone geladen hatten. Mit Flyern und Plakaten wurden die Besucher auf die neue Wettmöglichkeit hingewiesen, an einem Infostand erklärte das Personal interessierten Besuchern die Vorgehensweise beim Einloggen und die Vorteile des neuen Systems. Ein Trailer informierte außerdem über die einzelnen Schritte der Installation von Smarturf. Rund hundert neue Wettkonten wurden eingerichtet und zahlreiche Besucher über Smarturf informiert.


„Trotz schlechter Wetterbedingungen haben wir viele Neukunden von unserer neuen mobilen Rennbahnwette überzeugen können. Die Technik hat einwandfrei funktioniert und wir sind zuversichtlich, dass wir mit einem guten Produkt bei den nächsten Veranstaltungen noch mehr Personen zum Wetten mit Smarturf bewegen können“, sagte der Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins Philipp Hein. Für den zukünftigen Einsatz von Smarturf sei eine noch bessere Unterstützung der Neukunden wichtig. So müsse neben dem Personal am Infostand auch das Kassenpersonal optimal auf Fragen von Besuchern zur neuen Rennbahnwette vorbereitet werden, um Vorteile herauszustellen und bei der Installation behilflich zu sein. Besucher, die ein Guthaben auf ihrem Smarturf-Konto haben, können dieses bei ihrem nächsten Besuch auf der Kölner Rennbahn bereits am 3. und am 14. Oktober wieder einsetzen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 28. September 2018

Mehr als 700 Besucher beim Tag der Gestüte 2018

Der Tag der Gestüte am 15. September war wieder bestens frequentiert. Foto: German Racing

Am Samstag, 15. September, fand zum zweiten Mal der Tag der Gestüte statt. Initiiert von German Racing öffneten in ganz Deutschland Vollblutgestüte ihre Tore und boten seltene Einblicke in die faszinierende Welt der Vollblutzucht. Mehr als 700 Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, um die tägliche Arbeit in einem Gestüt zu erleben und außerdem viele Informationen zur Vollblutzucht und zum Galopprennsport zu erhalten.


Nicht nur im Gestüt Fährhof in Niedersachsen mussten zwei Führungen eingerichtet werden, um die große Anzahl an angemeldeten Personen durch die Anlage führen zu können. Nachdem die Besucher zunächst Informationen zur Historie und zu den Erfolgen des jeweiligen Gestüts erhalten hatten, wurden den Reit- und Rennsportfans ausgewählte Vollblutpferde präsentiert.


Auf dem Gestüt Schlossgut Itlingen etwa zeigte Graf Stauffenberg sechs Jährlinge, die derzeit für Auktionen vorbereitet werden. Statt der geplanten einundeinhalb Stunden führte er etwa 70 interessierte Besucher drei Stunden lang durch das Programm und führte im kurzweiligen Dialog mit Moderator Thorsten Castle die Pferdefans in die Welt der Vollblutzucht ein. Wer gut zuhörte und den Ausführungen folgte, konnte die Unterschiede im äußeren Erscheinungsbild der Pferde ausmachen und die Besonderheiten verschiedener Zuchtlinien verstehen.


Mit ausreichend Flyermaterial zum Thema Vollblutzucht und Galopprennen ausgestattet, aber auch mit einem Gutschein für ein Galopprennen auf einer deutschen Rennbahn gingen die Besucher nach Hause. Vielen von ihnen war erst an diesem Tag klar geworden, dass die Galopprennen, die sie regelmäßig besuchen, eine Leistungsprüfung und damit eine unerlässliche Auslese für die Vollblutzucht sind. Die Wiederholung der Aktion mit einer noch größeren Anzahl an Gestüten ist im nächsten Jahr vorgesehen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 15. September 2018

Rente für Supervisor nach 101 Starts über die Sprünge

Supervisor mit Mark Gier im Sattel kurz vor seinem 101. und letzten Hindernistart seiner Karriere am 22. Juli 2018 in Bad Harzburg. Foto: privat

Eine wahrlich sensationelle Karriere eines Rennpferdes ist am Sonntag, 22. Juli 2018, in Bad Harzburg zu Ende gegangen: Der 14-jährige Supervisor absolvierte im Seejagdrennen seinen letzten Start und geht nun hochverdient in Rente. "Ja, das war noch einmal ein guter Abschluss", freute sich Besitzertrainerin Cornelia Schmock über ihren treuen Wallach, der als Fünfter ins Ziel kam. Wie immer kam er exzellent über die Sprünge und auch durch den Salzmann-See, konnte dann aber das Tempo der jungen Konkurrenz nicht mehr mitgehen. Es war insgesamt seine neunte Teilnahme an einem Bad Harzburger Seejagdrennen.

 

Über die Sprünge ist Supervisor in seiner langen Laufbahn sage und schreibe 101 Mal gestartet, 14 Siege und 30 Platzierungen sprangen dabei heraus. Seine Gewinnsumme im Hindernissport beträgt 128.935 €. Dabei war sein erstes Rennen auf der Hürdenbahn am 13. Januar 2008 in Neuss alles andere als erfolgreich. Supervisor kam nicht ins Ziel, wurde von seinem Reiter Michael Engelke angehalten. Doch bereits am 22. Juli 2008 war dann in Bad Harzburg der erste Treffer fällig. Unter Oliver Schnakenberg startete Supervisor seine Siegesserie. Genau vier Jahre später, am 22. Juli 2012, schnappte sich der Wallach auch einmal das Bad Harzburger Seejagdrennen unter Bohumil Klein.

 

Auf der Flachbahn absolvierte Supervisor insgesamt nur fünf Starts. "Das konnte er einfach nicht. Sein großes Plus war die Sicherheit beim Springen, eben ein echter Ankommer", so Cornelia Schmock. Wie auch beim Abschlussrennen am 22. Juli 2018 in Bad Harzburg, genau zehn Jahre nach dem ersten Sieg des Wallachs in seiner Laufbahn am selben Ort. 

Belgien erschwert Starts für deutsche Pferde in Handicaps

Deutsche Starter gibt es in Belgien, vor allem auf der Sandbahn in Mons-Ghlin, häufig. Durch eine neue Regelung wird es deutschen Pferden in Zukunft erschwert, in belgischen Handicaps zu starten.

 

Wie das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen im Wochenrennkalender vom 14. August bekannt gibt, gilt ab sofort folgende Regelung:

 

"Wie bisher gilt:
1. Das Pferd hat ein Handicap-Rating in Belgien oder
2. Das Pferd hat in Belgien in Flachrennen teilgenommen
- mindestens 2x gelaufen und dabei 1x gewonnen
- mindestens 2x unter den ersten 4 platziert gelaufen
- mindestens 3x gelaufen
oder
3. Das Pferd hat ein Handicap-Rating im Ausland und hat mindestens einmal an einem Altersgewichtsrennen in Belgien teilgenommen.


Der letztgenannte Halbsatz ist eine neue Anforderung und erschwert die direkte Teilnahme in Ausgleichen in Belgien. Wir werden in Harmonisierungsgesprächen diese verstärkte Ausgrenzung auch gegenüber den hiesigen Regelungen zur Sprache bringen und versuchen wieder eine bessere Harmonisierung zu ermöglichen."

Von Besitzertrainern unterstütztes Rennen an Walter Maurer

Armin Weidler (links), 2. Vorsitzender des Vereins Deutscher Besitzertrainer, übergab bei der Siegerehrung die Ehrenplaketten des Vereins Deutscher Besitzertrainer an Walter Maurer und Stefanie Koyuncu. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer war am Sonntag, 26. August 2018, in Miesau Mitsponsor eines der fünf Galopprennen. Im Ausgleich IV über 2.350 Meter um den "Preis des Gestüts Ohlerweiherhof und des Vereins Deutscher Besitzertrainer", einem Wertungslauf für das Turfchampionat Südwest 2018, setzte sich ein Besitzertrainer durch. Für Walter Maurer gewann der 6-jährige Wallach Giant Grizzly mit Stefanie Koyuncu im Sattel. Die Besitzertrainer-Zweierwette machte Hans-Jürgen Palz mit Heraclius (Rebecca Danz) perfekt. Dritter wurde Turfdiva von Trainerin Regine Weißmeier (Fabian Xaver Weißmeier).

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli 2018

Hamburg, 1. Juli

  • Torsten Reineke – Santiano
  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom
  • Wilfried Schütz – Medaillon

Haßloch, 1. Juli

  • Christian Peterschmitt – Theo Danon
  • Horst Rudolph – Olkaria
  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer

Hamburg, 4. Juli

  • Pavel Bradik – Adel verpflichtet

Hamburg, 5. Juli

  • Isabell Kreger – Jet Setter
  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom

Hamburg, 7. Juli

  • Jutta Pohl – Bective
  • Lucien W. J. van der Meulen – Infamous Lawman
  • Maria Nienstädt – Lady Leoso

Hamburg, 8. Juli

  • Torsten Reineke – Santiano

Blieskastel, 8. Juli

  • Christian Peterschmitt – Diep Riever
  • Stefanie Britz – Islington

Chantilly, 9. Juli

  • Hella Sauer – Gold Lake

Dresden, 14. Juli

  • Frank Lippitsch – Prince of Stars

Zweibrücken, 15. Juli

  • Fabienne Gerstner – Malvia
  • Alfred Renz – Arizona
  • Thomas Gries – Troyanda

Köln, 15. Juli

  • Olga Laznovska – Burma King

Mülheim, 16. Juli

  • Martina Grünewald – Kimbarjano

Bad Harzburg, 20. Juli

  • Maria Nienstädt – Humpry

Bad Harzburg, 21. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Wutzelmann

Bad Harzburg, 22. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind

Hoppegarten, 25. Juli

  • Daniel Paulick – Hexi Galaxy

Bad Harzburg, 26. Juli

  • Philipp Berg – Charlie's Dreamer
  • Marc Timpelan – Torqueville

Bad Harzburg, 28. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss The Wind
  • Maria Nienstädt – Humpry

Bad Harzburg, 29. Juli

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Apoleon und Wutzelmann
  • Wilfried Schütz – Medaillon

Erbach, 29. Juli

  • Philipp Berg – Rock Academy
  • Michael Klapschus – Serko
  • Stefanie Britz – Islington
  • Horst Rudolpf – Cazador

Köln, 30. Juli

  • Erika Keller – Pressure

El Donno siegt im von den Besitzertrainern unterstützten Rennen

Siegerplaketten des Vereins Deutscher Besitzertrainer erhielt das Team um El Donno aus den Händen von der Vorsitzenden Karen Kaczmarek und der Schatzmeisterin Gudrun Busch. Foto: privat

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hatte kurzfristig beschlossen, den Harzburger Rennverein bei der Austragung des Zusatzrenntages am Samstag, 4. August 2018, finanziell zu unterstützen. Gemeinsam mit der Norddeutschen Besitzervereinigung bezuschussten die Besitzertrainer einen Ausgleich IV über 1.550 Meter. Das 4. Rennen des Tages wurde eine sichere Beute von El Donno vom Stall Dominique. Der 8-jährige Wallach ist im Training bei Claudia Barsig in Dresden und kam zu seinem dritten Meetingserfolg in der 139. Bad Harzburger Galopprennwoche. Im Sattel saß André Best. Zweiter wurde Turfglocke (Roland Dzubasz/Bauyrzhan Murzabayev) vor dem Gast aus Tschechien Belinda Too (Maxim Pecheur) und Armin Weidlers Best of Heaven (Filip Minarik).

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juni 2018

Baden-Baden, 3. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – My Mate
  • Horst Rudolph – Pissarro

Köln, 6. Juni

  • Katja Engels – Intenso
  • Lucien W. J. van der Meulen – Royal Run und Meerwind

Mannheim, 8. Juni

  • Philipp Berg – Ocean Eleven
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand

Hannover, 8. Juni

  • Jördis-Ina Meinecke – Circulate

Mons, 8. Juni

  • Alfred Renz – Redesert

Hoppegarten, 9. Juni

  • Daniel Paulick – Osumi
  • Anna Schleusner-Fruhriep – The Tiger

Krefeld, 10. Juni

  • Alex Taber – Sexy Girl
  • Lucien W. J. van der Meulen – Roi du Soleil und Ossiline

Rastede, 10. Juni

  • Janine Beckmann – Wheredreamsare

Dresden, 16. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Bolt Phantom und My Mate
  • Frank Lippitsch – Prince of Stars

München, 23. Juni

  • Andrea Schwarzenbeck – Koreen

Dortmund, 24. Juni

  • Valentina Stefutti – Real Promise

Hamburg, 29. Juni

  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy
  • Anna Schleusner-Fruhriep – Summershine

Hamburg, 30. Juni

  • Frank Lippitsch – Prince of Stars
  • Torsten Reineke – Starlite Express
  • Olga Laznovska – Edelstein

Der Derby-Sieger 2018 heißt Weltstar

In einem spannenden Finish setzte sich im 149. Deutschen Derby am Sonntag, 8. Juli, in Hamburg Gestüt Röttgens Weltstar (rechts) unter Adrie de Vries knapp gegen Gestüt Park Wiedingens Destino unter Martin Seidl (2. v. rechts) durch. Trainer des Siegers und des Zweitplatzierten ist Markus Klug, früherer Besitzertrainer und immer noch Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer. Foto: Marc Rühl

Was ist Qualität?

Leserbrief von unserem Mitglied Dr. Renate Fries-Jung an die Sport-Welt vom 18. Juni 2018

 

Herr Schneider aus Baden-Baden schreibt in seinem Leserbrief, dass er keinesfalls möchte, dass die Qualität im Rennsport  durch die 44 kg Pferde weiter sinkt. Er geht davon aus, dass er durch Investition eines höheren Kaufpreises Rennleistung quasi erzwingen kann. Ich kann mich erinnern, dass vor vielen Jahren der Bestseller der Auktion nicht mal ein B-Rennen gewinnen konnte.

 

 Er sagt richtig, dass der Vollblutsport eine Zucht- und Leistungsprüfung ist, aber es geht nicht nur um Frühreife und Schnelligkeit! Es geht auch um Härte, die als einzige Eigenschaft neben Harmonie im Exterieur auch für die Landespferdezucht von Interesse ist, was auch zu den ausgewiesenen Zielen der Vollblutzucht gehört. Was soll man dazu sagen, wenn von den diesjährigen Derbyanwärtern schon mindestens 3 ehemals aussichtsreiche Kandidaten die Reise nach Hamburg nicht mehr antreten können und wohl auch keine Rennbahn mehr betreten? Oder wenn Derbysieger direkt nach dem Sieg gesundheitsbedingt nur noch als Deckhengst aufgeboten werden können? Ob sie wohl Härte vererben?

 

Was ist es wert, wenn eine Stute in einem schlecht besetzten Listenrennen mit einer einzigen Platzierung  Black Type erwirbt? Was sagt Herr Schneider dazu, dass unser Kiowa mit seinem miesen GAG von 44 kg mit seinen 2 Vorjahressiegen mehr Geld verdient hat, als einige mir bekannte Black-Type Pferde? Qualität ist für mich etwas ganz anderes! Da ist z.B. der unglaubliche Danon Perth, der 12-jährig in Bad Harzburg in einer Woche 3 Rennen gewann, der treue Vesuv und der eisenharte Supervisor, die mit 14 Jahren immer noch kleine Platzgelder mit nach Hause bringen, weil sie kerngesund sind. Oder unser Scandal Spark, der mit 12 Jahren seinen 100. Lebensstart mit 2 Schrauben in der Fessel siegreich gestalten konnte und eine Lebensbilanz von 12 Siegen und 38 Plätzen aufzuweisen hat. Dies sind auch die Pferde, die den radikalen Tierschützern den Wind aus den Segeln nehmen was unseren Sport angeht und zu denen treue Besucher eine Bindung und Liebe aufbauen. 

 

Wenn unser bildschöner Schimmelhengst im Osten lief, kamen die Kinder an den Führring gerannt und brüllten: “Da isser ja!“ Und ein Zuschauer reiste uns überall hin nach, um ihn laufen zu sehen, zu wetten, ihm den Hals zu klopfen und beim Trockenführen zuzusehen. Auch unser Chilas hat sicherlich auch nicht mit Spitzen GAG 10 Siege allein für uns gewonnen und ist mit 30 Jahren als gesundes Pferd an Altersschwäche gestorben. Auch Kiowa hat mit seinen bisher 11 Siegen einen hohen Bekanntheitsgrad und mit seiner zuverlässigen Art als Frontrenner seine Rennen zu gestalten ist er für manche ein Kultpferd. Dieses sind die liebenswerten Seiten unseres Sportes, die uns eine positive Besucherbindung bescheren.

 

Natürlich ist das Können der Pferde, wie alles in der Biologie, aufgeteilt nach der Gauss`schen Verteilungskurve. Wo will der Briefschreiber diese kappen? Bei 60 kg vielleicht oder höher? Wie viele Rennbahnen will er durch den Ausfall der entsprechenden Rennen noch dafür schließen? Und die kleinen Trainer, Ausmister, Arbeitsreiter und auch Jockeys, die mit Liebe ihren Job machen, sollen die dann Hartz IV beziehen? Was für eine tolle Volksfeststimmung mit Begeisterung für das Zocken und die Pferde und damit Anziehungskraft für unseren Sport üben Rennen in Cuxhaven, Quakenbrück, Verden und die kleinen Bahnen im Südwesten aus?!

 

Wie jeder weiß, sind hier nicht die Spitzenpferde unterwegs! Ein Rennen mit 44 kg Pferden unterscheidet sich optisch für den einfachen Zuschauer nicht von einem Grupperennen. Es laufen wunderschöne Pferde um die Wette und in diesen Rennen wird meistens die beliebte Viererwette angeboten, wie auch am Sonntag in Köln, da es fast nur hier immer so viele Starter gibt. Im Übrigen kann bei 16 Pferden auch immer nur einer seinen GAG aufstocken, während die anderen absinken, während in Rennen mit 8 Pferden die Chance doppelt so hoch ist. 

 

Weder wir Besitzertrainer noch unsere Pferde möchten im ländlichen Turniersport enden, sondern weiterhin mit Liebe und Sachverstand  unsere gute Arbeit  machen. Herr n Schneider wünsche ich, dass  es ihm nie passieren wird, dass sein teuerst gekauftes Pferd nur 44 kg kann oder gar nicht ans Laufen kommt, und wenn ihm die Klasse F-Rennen zu banal sind, kann er ja nach den Gruppe-Rennen nach Hause fahren. 

Landgericht Köln trifft Entscheidung im Derbyverfahren

Das Landgericht Köln hat am Donnerstag, 28. Juni, in dem Verfahren Pudwill gegen das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. folgende Entscheidung verkündet:


Es wird festgestellt, dass die Entscheidung des Renngerichts der Beklagten vom 3. April 2017 betreffend das IDEE 147. Deutsche Derby vom 10. Juli 2016 in Hamburg unwirksam ist. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Kläger zu 2/3 und die Beklagte zu 1/3.

 

Das Urteil mit der Begründung wird dem Direktorium per Post in der kommenden Woche zugestellt.

 

Die Entscheidung entspricht den Hinweisen des Gerichts in der mündlichen Verhandlung und den Erwartungen des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen. Lediglich der Hilfsantrag ist im zuerkannten Umfang begründet. Die zweite Entscheidung des Renngerichts war wegen eines Verfahrensfehlers aufzuheben.

 

Das Landgericht bestätigt mit der Entscheidung die bisherige Rechtsprechung, wonach es auf die sportlichen Entscheidungen des Verbandes keinen Einfluss nimmt und hat daher auch den Antrag der Gegenseite auf Disqualifikation zurückgewiesen. Es stärkt die Verbandsgerichtsbarkeit, indem das Gericht klarstellt, dass über die Folgen des Bruchs sportlicher Regeln nicht die Justiz, sondern allein der Sport mit seinen zuständigen Instanzen entscheidet.

 

Die weiteren Schritte wird das Direktorium gemeinsam mit seinem Anwalt nach Eingang des Urteils mit Begründung besprechen.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 28. Juni 2018

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai 2018

Hannover, 1. Mai

  • Katja Engels – Leonarda

Waregem, 6. Mai

  • Jana Kocanova – Landadel

Dortmund, 10. Mai

  • Katja Engels – Leonarda
  • Olga Laznovska – Fighting Soldier

Magdeburg, 10. Mai

  • Marc Timpelan – Torqueville

Haßloch, 10. Mai

  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand

Krefeld, 13. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Dutch Master

Mülheim, 15. Mai

  • Wilfried Schütz – Medaillon
  • Lucien W. J. van der Meulen – Naqdy

Düsseldorf, 19. Mai

  • Anja Kleffmann – Amazing Moon
  • Andrea Friebel – Holtby

Saarbrücken, 20. Mai

  • Christof Schleppi – Dawn Prayer
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand und Cazador
  • Philipp Berg – Rock Academy

Köln, 21. Mai

  • Laura Giesgen – Le Roi Du Temps

Mons, 25. Mai

  • Caroline Fuchs – Baroncello

Dortmund, 26. Mai

  • Lucien W. J. van der Meulen – Roi du Soleil

Baden-Baden, 30. Mai

  • Doreen Müller – Modina

13 erfolgreiche Prüfungen beim Lehrgang

Die erfolgreichen Prüflinge des Besitzertrainer-Lehrgangs 2018 mit der Prüfungskommission und DVR-Geschäftsführer Jan Antony Vogel. Foto: privat

Fast drei Wochen hieß es beim diesjährigen Besitzertrainer-Lehrgang in Köln vom 25. April bis zum 10. Mai wieder lernen, lernen und nochmals lernen, um mit allen Facetten des Galoppsports vertraut zu sein. Am 11. Mai stand dann die Abschlussprüfung mit Praxis in Weilerswist bei Trainer Christian von der Recke und anschließend in der Theorie im Sitzungsraum des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen auf der Tagesordnung.

 

Groß war natürlich die Erleichterung bei 13 Teilnehmern, als ihnen von der Vorsitzenden der Prüfungskommission Erika Mäder mitgeteilt wurde: „Sie haben bestanden!!!“ Lediglich eine Nachprüfung musste angesetzt werden.
 
Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sind:

Laura Hamann, Erwin Hinzmann, Tatjana Herrmann, Mandy Kriegsheim, Sandy Lees, Melissa Maya, Silke Osenberg, Mark Ratering, Chirodea Razvan, Christoph Steiner, Swen Straßmeier. Saskia Wagner und Kristina Winter.
 
Mehr zum Thema „Wie werde ich Besitzertrainer?“ ist hier zu erfahren.

Siege von Besitzertrainern des Vereins im April 2018

Sonsbeck, 1. April

  • Laura Giesgen – Anna Sophie

Saarbrücken, 2. April

  • Philipp Berg – Ocean Eleven
  • Christian Peterschmitt – Mantano
  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Nina Schneider – Polished Silver 

Köln, 2. April

  • Caroline Fuchs – El Torito

Hannover, 2. April

  • Luisa Wöhling – Voladora

Mülheim, 3. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Athalyna
  • Wilfried Schütz – Dragoslav 

Köln, 15. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Athalyna
  • Janine Beckmann – Pancho Villas

Zweibrücken, 15. April

  • Stefan Birner – Lotus
  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Markus Waldemar Falk – Romantic Angel

Mons, 16. April

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Hoppegarten, 22. April

  • Anna Schleusner-Fruhriep – Kiss the Wind

Krefeld, 22. April

  • Ulrich Thomas – Ziro

Köln, 24. April

  • Janine Beckmann – Pancho Villas
  • Lucien W. J. van der Meulen – Infamous Lawman

Mons, 27. April

  • Alfred Renz – Finch Hatton

Magdeburg, 27. April

  • Heiko Kienemann – Irish Prinzess

Magdeburg, 28. April

  • Daniel Paulick – Ma jolie cherie

Düsseldorf, 29. April

  • Lucien W. J. van der Meulen – Weltwunder und Emirati Spirit

Mannheim, 29. April

  • Alfred Renz – Arizona
  • Matthias Schwinn – Betsy Coed

Verein Deutscher Besitzertrainer unterstützte Rennen in Karlsruhe

Siegerehrung in Karlsruhe. Für den Verein Deutscher Besitzertrainer überreicht der 2. Vorsitzende Armin Weidler (rechts) die Plaketten des Vereins an das erfolgreich Team um Girandolo. Foto: privat

Beim traditionellen Renntag auf der Sandbahn in Karlsruhe am Sonntag, 6. Mai 2018, trat der Verein Deutscher Besitzertrainer als Mitsponsor des Preises der Firma Möbel RIVO Achern auf. Den Ausgleich IV über 2.200 Meter gewann der Favorit Girandolo. Der 5-jährige Wallach wird von Regine Weißmeier trainiert. Ihr Sohn Fabian Xaver Weißmeier saß im Sattel. Rang zwei ging an den 9-jährigen Wallach Fuscano (Trainer Uwe Schwinn/Reiter Mark Gier). Den dritten Platz belegte Besitzertrainerin Janine Beckmann mit dem 11-jähren Wallach Wheredreamsare, den sie auch selber ritt. 

Landgericht bestätigt Autonomie der Verbandsgerichtsbarkeit

Am Landgericht Köln wurde am 3. Mai über die Klage von Horst Pudwill, dem Besitzer von Dschingis Secret, gegen das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen verhandelt. Dabei geht es um die möglichen Disqualifikationen des Erst- und Zweitplatzierten beim Derby 2016.


Die Zivilkammer hat klargestellt, dass sie grundsätzlich nicht in die Autonomie der Verbandsgerichtsbarkeit eingreift. Das Gericht prüft nur grobe Verfahrensmängel. Der beklagte Verband sei frei, Rennen zu veranstalten, Regeln festzusetzen und Platzierungen auszusprechen. So könne auch eine Disqualifikation von Pferden nur durch das Verbandsgericht erfolgen.


Auf den Hinweis des Gerichts stellten die Kläger den Hilfsantrag festzustellen, dass die Entscheidung des Oberen Renngerichts und des Renngerichts unwirksam sind. Das Gericht wird am 28. Juni eine Entscheidung verkünden.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 3. Mai 2018

Siege von Besitzertrainern des Vereins im März 2018

Dortmund, 9. März

  • Georg Mayer – Magic Quercus
  • Horst Rudolph – Southern Comfort und Bill Ferdinand
  • Dirk Lüker – Faintly
  • Caroline Fuchs – Baroncello

Neuss, 13. März

  • Janine Beckmann – Tribesman
  • Caroline Fuchs – El Torito
  • Frank Maurer – Pleasant Princess

Dortmund, 17. März

  • Michael Alles – Lucy Bee

Dortmund, 23. März

  • Hella Sauer – Sussudio
  • Barbara Sofsky-Prappacher – Decadent Times

Mannheim, 25. März

  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Martin Schu – Kerecsen
  • Stefan Birner – Smoke on the Water

Düsseldorf, 25. März

  • Selina Ehl – Voices of Kings
  • Lucien W. J. van der Meulen – Ossiline
  • Claus Thomas – Power of Paradise
  • Angela Riese – Dylan

Bremen, 30. März

  • Pavel Bradik – Adel Verpflichtet

Dschingis Secret ist Galopper des Jahres 2017

Dschingis Secret ist Galopper des Jahres 2017.

Ovationen für einen verdienten Sieger: Dschingis Secret und Trainer Markus Klug wurden am Ostermontag (2. April) von den Turffreunden in Köln frenetisch gefeiert nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses des Galopper des Jahres 2017. Mit einer Mehrheit von 56,6 Prozent gewann Dschingis Secret aus dem Besitz von Horst Pudwill bei der ältesten deutschen Publikumswahl gegen die Mitkontrahenten Guignol und Windstoß.

 

Am Ende war die Entscheidung eindeutig: Dschingis Secret ließ seine beiden Konkurrenten im Rennen um den Titel Galopper des Jahres 2017 hinter sich. 56,6 Prozent aller abgegebenen Publikumsstimmen fielen auf Dschingis Secret. Damit reiht sich der neueste Titelträger in die Nachfolge echter Galopper-Cracks wie Iquitos (2016), Sea The Moon (2014), Novellist (2013) und die Top-Stute Nightflower (2015) ein.

 

Die feierliche Ehrung des Galopper des Jahres fand im Rahmen des heutigen Saisonauftakt-Renntages in Köln statt. Der neue Präsident des deutschen Galopprennsports Dr. Michael Vesper übernahm die Prämierung des Siegers. Dschingis Secret setzte sich gegen Windstoß (32,8 Prozent) durch. Guignol musste sich mit 10,6 Prozent der Publikumsstimmen mit Platz drei zufrieden geben.

 

Ulli Potofski moderierte die Prämierung und ließ es sich nicht nehmen, Pferd und Trainer live vor Ort zu präsentieren. Dschingis Secret posierte zufrieden für die Besucher des Kölner Renntages. Im Anschluss an die Prämierung wurden die drei Hauptgewinne des Gewinnspiels aus allen Teilnehmerkarten gezogen. Die Gewinner können sich unter anderem über eine Reise für zwei Personen zum Deutschen Derby nach Hamburg freuen.
 
Trainer Markus Klug aus Köln-Heumar darf sich mit dem „Galopper des Jahres 2017“ über einen Top-Titel freuen! Wie zu erfahren war, wird er nicht nur Dschingis Secret sondern auch den Zweitplatzierten Windstoß in das erste Rennen der German Racing Champions League, den Gerling-Preis am 6. Mai in Köln, schicken. Damit wird es schon bald ein Wiedersehen und ein packendes Rennen mit den Top-Galoppern geben.

 

German Racing führte die Wahl gemeinsam mit Wettstar und der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e. V. sowie der Westdeutschen Zeitung als Medienpartner durch.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 2. April 2018

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Februar 2018

Dortmund, 2. Februar

  • Dirk Lüker – Faintly

Neuss, 6. Februar

  • Martin Schu – Tapering und Hippocrene

Dortmund, 14. Februar

  • Dirk Lüker – Ohne Tadel
  • Caroline Fuchs – Baroncello
  • Horst Rudolph – Bill Ferdinand
  • Luisa Wöhling – Voladora

Neuss, 27. Februar

  • Stefan Birner – Lotus
  • Selina Ehl – Voices of Kings
  • Barbara Sofsky-Prappacher – Decadent Times

DVR-Jahreskonferenz mit Präsident Michael Vesper

Michael Vesper wird als neuer Präsident bei der Jahrespressekonferenz des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen vorgestellt. Foto: Effgen

Der fünf Tage zuvor von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. gewählte Dr. Michael Vesper (65) stellte sich bei der jährlichen Pressekonferenz des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. (am 19. März 2018 in den Räumen des Galopper-Dachverbandes in Köln) erstmals im neuen Amt den zahlreich angereisten Journalisten vor und stand den Medien-Vertretern Rede und Antwort.


Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ist die neue Führungspersönlichkeit des hiesigen Turfs als Nachfolger des seit 2009 amtierenden Albrecht Woeste.
Vesper gilt als Top-Führungsperson im deutschen Sport: Er hatte sich bei der Fusion des Nationalen Olympischen Komitees mit dem Deutschen Sportbund (DSB) zum DOSB verdient gemacht. Dr. Michael Vesper gilt als Enthusiast sowie als ein eloquenter, harter und ausdauernder Kämpfer mit einem umfangreichen Netzwerk, das er seit seiner Zeit als Politiker akribisch gepflegt und ausgebaut hat. Davon kann der Rennsport nur profitieren.


Vesper gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Partei DIE GRÜNEN und war Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag in NRW. Von 1995 bis 2005 wirkte er als Mitglied der NRW-Landesregierung in verschiedenen Ressorts, zuletzt als Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport.  In dieser Zeit bekleidete er auch das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten unter Johannes Rau und Wolfgang Clement. Im Juni 2005 wurde Vesper zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt. Wegen seines Wechsels zum DOSB legte er sein Landtagsmandat Ende September 2006 nieder. Vesper ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Köln.


Dr. Michael Vesper zu seiner neuen Führungsrolle im Galopprennsport: „Es ist eine Freude und Ehre, mich heute mit meiner neuen Aufgabe der Presse vorzustellen. Ich freue mich sehr darauf. Zwar komme ich nicht aus dem Galopprennsport, aber dem Sport insgesamt bin ich sehr verbunden, denn ich war über elf Jahre Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zunächst heißt es für mich, zu lernen und mich in den Rennsport einzuarbeiten. Meine Hauptaufgaben in der ersten Zeit sind die Strukturen und deren Reform im Direktorium und der Wettbereich. Darüber hinaus wird es darum gehen, den Galopprennsport noch stärker positiv in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Liebe zum Sport gehört zu meiner DNA. Jetzt steht der Galopprennsport an erster Stelle.“


Jan Antony Vogel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Direktorium, ergänzte: „Wir wollten eine Persönlichkeit an der Spitze des Verbandes, die uns im politischen Bereich Türen öffnet und viele Dinge umsetzt. Ich denke, wir haben mit Herrn Dr. Vesper eine sehr gute Wahl getroffen und werden gemeinsam einiges bewegen.“


Bei einem Rückblick auf die Saison 2017 und gleichzeitigem Ausblick auf 2018 erklärte Jan Antony Vogel: „Erfreulich ist, dass wir wieder, wie bis 2012, als Begünstigte in den Landeshaushalt aufgenommen wurden. Wir haben hier eine schon sehr positive Regelung in Nordrhein-Westfalen erreichen können. Es ist wichtig pro-aktiv tätig zu werden. dann kann man bei Gesetzgebungsverfahren viel erreichen. Wir brauchen auch die Mittel aus der Buchmacher-Rennwettsteuer-Rückvergütung. Ein Problemkreis ist die Wirtschaftlichkeit der Rennvereine, deren Situation weiterhin sehr angespannt ist.“


Vogel bedauerte in diesem Zusammenhang den Verlust des Standortes Frankfurt und den drohenden Verlust der Rennbahn Bremen, erwähnte aber auch die positive Entwicklung in Mülheim, wo die Zukunft durch die Bildung eines neuen Rennclubs gesichert ist. „Hier zeigt sich, was möglich ist, wenn der Rennsport zusammen steht“, so Vogel, der auch auf den sehr guten Zuschauerzuspruch bei den Grasbahn-Veranstaltungen in Deutschland hinwies. Eine Wett-App, in Zusammenarbeit mit German Tote, sei in Kürze geplant und eines von mehreren Projekten.

 

Eine Video zur Pressekonferenz finden sie hier: www.german-racing.com/gr/aktuelles/meldungen/20180319-jahrespressekonferenz-2018.php

 

 

Pressemitteilung von German Racing vom 19. März 2018

Michael Vesper neuer Präsident - Albrecht Woeste Ehrenpräsident

Michael Vesper (links) löst Albrecht Woeste als Präsident des deutschen Galopprennsports ab. Woeste wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Die Mitgliederversammlung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. hat am 14. März 2018 den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Michael Vesper (65) zum neuen Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. gewählt. Vespers Wahl ist eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des hiesigen Rennsports. Er bekleidete bis Ende des Jahres 2017 das Amt des Vorstandsvorsitzenden des DOSB. Als Politiker und Sportfunktionär war Vesper der Wunschkandidat des Präsidiums beim Galopper-Dachverband. Die Mitglieder schlossen sich nun diesem Votum an.


Michael Vesper wird Nachfolger des seit 2009 amtierenden Albrecht Woeste, der für seine großen Verdienste in seiner Amtszeit von den Mitgliedern gebührend geehrt und zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Nach seiner Wahl erklärte Michael Vesper: „Ich freue mich über das große Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und auf die Aufgaben, die als Präsident des deutschen Galopprennsports auf mich zukommen.“ 


Der ehemalige DOSB-Vorstand Vesper hatte sich bei der Fusion des Nationalen Olympischen Komitees mit dem Deutschen Sportbund (DSB) zum DOSB verdient gemacht. Er gilt als Enthusiast sowie als ein eloquenter, harter und ausdauernder Kämpfer mit einem umfangreichen Netzwerk, das er seit seiner Zeit als Politiker akribisch gepflegt und ausgebaut hat. Davon kann der Rennsport nur profitieren.


Vesper gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Partei DIE GRÜNEN und war Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag in NRW. Von 1995 bis 2005 wirkte er als Mitglied der NRW-Landesregierung in verschiedenen Ressorts, zuletzt als Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport. In dieser Zeit bekleidete er auch das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten unter Johannes Rau, Wolfgang Clement und Peer Steinbrück. Im Juni 2005 wurde Vesper zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt. Wegen seines Wechsels zum DOSB legte er sein Landtagsmandat Ende September 2006 nieder. Michael Vesper ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Köln.


Neben der Wahl von Michael Vesper bildeten vor allem Informationen über die Struktur und Strategie des Galopprennsports 2018, sowie Entwicklungen der DVR Wettbetriebs GmbH und der DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs GmbH wichtige Tagesordnungs-Punkte der Mitgliederversammlung. Zudem stimmten die Mitglieder einer Rennordnungsänderung ab dem 1. April 2018 zu, die die Disqualifikationsregeln international harmonisiert. Über besondere Bestimmungen wie die Besitzerprämien, Fördermaßnahmen und Maßnahmen zur Förderung des Hindernissports sowie Strategien im PR/Marketing-Bereich wurde den Mitgliedern des Weiteren berichtet.

 

Pressemitteilungen von German Racing vom 14. und 15. März 2018

Vogel zu Gast bei der Mitgliederversammlung in Köln

Jan Antony Vogel stelle die Situation des deutschen Galopprennsports da und beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmern an der Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer. Foto: privat

Der Verein Deutscher Besitzertrainer hielt am Samstag, 17. Februar 2018, im Sitzungsraum des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen in Köln seine Mitgliederversammlung ab. Neben den Regularien (Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung) fand auch ein intensives Gespräch mit dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Direktoriums Jan Antony Vogel statt.

 

Der Chef-Manager des deutschen Galopprennsports betonte, dass er die aktuelle Situation nicht so düster sehe, wie oft gesagt. „Wir haben eine herausragende Zucht, gesunde Strukturen und auch ausreichende Startmöglichkeiten für das vorhandene Pferdematerial“, so Vogel. „Allerdings würden die Rahmenbedingungen durch staatliche Vorgaben nicht einfacher“, wies er auf geplante Veränderungen bei den Tierschutzleitlinien hin. So würden Starts von 2-jährigen Pferden im Leistungssport sehr kritisch gesehen, aber auch die Haltungsbedingungen stünden auf dem Prüfstand. Zudem müsse gesellschaftliche Anerkennung des Galopprennsports wieder besser werden.

 

Finanziell, so Vogel weiter, sei der Dachverband in der Lage, seine Planungen auch umzusetzen. Dabei sollen die Rennvereine mehr Unterstützung erfahren, ohne aber vorhandene regionale Verwurzelung aufzugeben. Gerade bei der Infrastruktur auf vielen Rennbahnen gebe es dringenden Handlungsbedarf. „5 bis 6 Millionen Euro sollten wir in den Sport stecken. Dabei haben für mich die Sandbahngeläufe nicht die oberste Priorität.“ Aufbauen könne der Galoppsport dabei auf gute Zuschauerzahlen. Allerdings sei es wichtig, auch den Totoumsatz wieder zu verbessern. „Wir müssen die Pferdewette interessanter machen“, zielt Vogel dabei durch neue Produkte besonders auf die breite Masse der Sportwetter ab, die keinen direkten Bezug zu Galopprennen hat.

 

Für Vogel soll über die Strukturreform German Tote mit der PMU gestärkt und der Medienbereich deutlich besser aufgestellt werden. „Dafür sowie für die Zusammenarbeit mit den Rennvereinen und dem Bereich Wetten wird es dann einen neuen Manager oder eine neue Managerin geben.“

 

Im Anschluss an die Versammlung referierte Gesundheitsbotschafterin, Medizinprodukteberaterin- und Fachreferentin Irene Sänger über die Physikalische Gefäßtherapie BEMER. Informationen dazu sind unter www.saenger.bemergroup.com oder direkt bei Irene Sänger, irenesaenger(at)aol.com, 0170 89 66 227, zu erhalten. 

Siege von Besitzertrainern des Vereins im Januar 2018

Neuss, 1. Januar

  • Olga Laznovska – Edelstein
  • Selina Ehl – Voices of Kings
  • Joachim Schriever – Bayswater
  • Markus Waldemar Falk – Romantc Angel

Dortmund, 12. Januar

  • Horst Rudolph – Southern Comfort
  • Michael Alles – Lucy Bee
  • Olga Laznovska – Edelstein

Mons, 20. Januar

  • Alfred Renz – Redesert
  • Christian Peterschmitt – Beacon Hill

Dortmund, 23. Januar

  •  Horst Rudolph – Bill Ferdinand
  • Georg Mayer – Magic Quercus

Neuss, 27. Januar

  • Olga Laznovska – Welkando

Keine Insolvenz des Neusser Reiter- und Rennvereins

Eine Insolvenz des Neusser Reiter- und Rennvereins ist abgewendet worden, nach Beschluss des Stadtrates vom 2. Februar 2018. Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet, dass die Stadt weiterhin für einen Kredit, der 2001 für die Flutlichtanlage aufgenommen wurde, bürgt. Der Verein müsse aber nun bei jeder Fälligkeit mit Zahlen belegen, dass er die Zahlungen eigenständig nicht leisten kann.

Zur Begründung heißt es: „Denn angeblich soll er künftig jährlich 150.000 Euro vom Dachverband bekommen - und Geld vom Landesfinanzministerium, das den Galoppsport in NRW jährlich mit 1,2 Millionen Euro aus dem Glücksspielgeschäft bedenken will.“

 

Quelle: GaloppOnline vom 4. Februar 2018

Frankfurter Rundschau: "Millionenklage des Rennklubs gegen die Stadt"

GaloppOnline.de berichtet am 1. Februar 2018 zur Situation in Frankfurt:

Im Grunde sind Fronten im Kampf um den Erhalt der Frankfurter Rennbahn geklärt. Im Herbst dieses Jahres will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf dem Gelände in Niederrad mit dem Bau seiner Akademie beginnen. Die Tribüne soll bereits im März abgerissen werden. Die Galopper werden weichen.

 

Doch juristisch ist die „Causa Frankfurt“ noch längst nicht ausgestanden. Wie die „Frankfurter Rundschau“ (FR) berichtet, hat der Rennklub Frankfurt eine Millionenklage gegen die Stadt eingereicht. „Vor dem Landgericht machen die Freunde des Turfs geltend, dass die 2,98 Millionen Euro, die von der Kommune an den früheren Rennklub-Präsidenten Manfred Hellwig gezahlt worden waren, eigentlich ihnen zugestanden hätten“, berichtet die FR.

 

„Nach dem Vertrag, den wir mit der Stadt hatten, mussten Überschüsse an den Rennklub weitergeleitet werden,“ so der Vizepräsident Carl-Philip zu Solms-Wildenfels in der FR. Und weiter schreibt die Zeitung. „Tatsächlich habe Hellwig das Geld von der Stadt aber in die eigene Tasche gesteckt, ‚unter anderem für ein Weingut in Spanien‘“. Schon Mitte 2017 berichtete die FR, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges gegen Hellwig ermittelt.

 

 „Die Stadt hat sich von Hellwig an der Nase herumführen lassen“, so Solms-Wildenfels. Außerdem will der Rennklub  vor der EU-Kommission die Stadt erneut wegen verbotener Subvention anzeigen. Der Bausachverständige Holger Schmidt-Isermann hat im Auftrag von Solms-Wildenfels bereits ein Gutachten zum Wert des Rennbahn-Geländes erarbeitet.

 

Schmidt-Isermann kommt zu dem Ergebnis, dass das Gelände auf dem sich die Rennbahn befindet einen tatsächlichen Wert von 21,9 Millionen Euro besitze. Der DFB muss aber lediglich einen Bruchteil von 6,9 Millionen Euro an die Stadt zahlen. „Es ist also in erheblichem Maße unzulässig subventioniert worden“, sagte zu Solms-Wildenfels der FR weiter.

 

Ein weiteres Hindernis stellt für den DFB aktuell die Tatsache dar, dass sich auf dem Rennbahn-Gelände drei geschützte Tierarten befinden, die vor Baubeginn der Akademie umgesiedelt werden müssten. Auf dem Rennbahn-Gelände leben etwa der Heldbockkäfer, Schwalben und Fledermäuse.

Verein Deutscher Besitzertrainer fördert auch 2018 den Galoppsport

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird auch 2018 den deutschen Galopprennsport wieder finanziell unterstützen. Wie in den Vorjahren stehen dazu insgesamt 7.000 Euro nach Beschluss der Mitgliederversammlung zur Verfügung. Die Mittel kommen aus den Beiträgen der über 400 Vereinsmitglieder.

 

5.000 € werden direkt als Zuschüsse für Rennen verschiedener Rennvereine gezahlt. Das Geld soll überwiegend in Basisrennen fließen, aber auch die Förderung des reiterlichen Nachwuchses möchte der Verein Deutscher Besitzertrainer damit unterstützen. In der abgelaufenen Saison wurden Rennen in Zweibrücken, Leipzig, Rastede, Honzrath, Haßloch, Bad Harzburg und Blieskastel bedacht.  Eine Bewerbung um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich. „Bis zum 31. Januar 2018 können noch Anfragen schriftlich an uns gerichtet werden. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2018 mit einem Zuschuss vom Verein Deutscher Besitzertrainer rechnen kann“,  so die 1. Vorsitzende Karen Kaczmarek.


Mit insgesamt 2.000 Euro ist der Besitzertrainer-Cup dotiert, der 2018 zum dritten Mal ausgetragen wird und in dessen Siegerliste nach Monika Lindemann (2016) jetzt auch Horst Rudolph steht. „Im kommenden Jahr werden wir den Cup an sechs verschiedenen Rennorten austragen“, teilt Karen Kaczmarek mit. Die Rennbahnen und Termine werden Anfang 2018 bekannt gegeben. Über ein Punktsystem  werden beim Besitzertrainer-Cup  die Sieger und Platzierten ermittelt.

Starke deutsche Vollblutzucht und Top-Rennveranstaltungen

Das Jahr 2017 war gekennzeichnet durch spannende Rennveranstaltungen und eine starke deutsche Vollblutzucht. Immer wieder schaffen es unsere Trainer, ihre Pferde (2017 blieb die Anzahl der Pferde im Training stabil) auf nationale und internationale Großereignisse bestens vorzubereiten und die deutsche Vollblutzucht im In- und Auslande hervorragend zu präsentieren. Das Vertrauen der Besitzer in die deutschen Trainer dokumentiert sich in den Spitzenwerten der Pferde im Training, die zum Ende des Jahres 2017 erstmalig höher als in den  Vorjahren waren und erfreulicher Weise das Niveau von 2013 wieder erreichte.


Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 1.196 Rennen an 154 Renntagen von 31 Rennvereinen durchgeführt. Hiervon gilt nach wie vor das IDEE Deutsche Derby als das bedeutendste hiesige Zuchtrennen für die Dreijährigen, das 2017 mit dem Triumph von Windstoß einen würdigen Sieger hervorbrachte. Erstmals seit 1959 mit Uomo gewann das Gestüt Röttgen damit wieder ein Derby. Seine Klasse bewies Windstoß nach dem Derby außerdem bei seinem späteren Gruppe I-Erfolg im Preis von Europa.


Dank des großen Engagements der Rennvereine wurden 2017 viele tolle Turf-Feste gefeiert. Prickelnde Atmosphäre und guter Besucherzuspruch herrschte nicht nur bei den 44 Gruppe-Renntagen, sondern auch bei vielen anderen Rennveranstaltungen. Dabei liefen insgesamt 2.125 Pferde, wobei erfreulich festzustellen war, dass erstmals wieder mehr Zweijährige Pferde an den Start gebracht wurden (2017: 235 gelaufene Zweijährige, 2016: 204 gelaufene Zweijährige). Die Anzahl der Renntage und die Rennpreise konnte etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten werden und  bei den Rennpreisen konnte  pro Rennen sogar ein Zuwachs (2017: 11.300, 2016: 11.234) erzielt werden. In 2017 wurde somit der höchste Rennpreis pro Rennen aller Zeiten ausgezahlt.


Auch auf dem internationalen Galopp-Parkett mischten regelmäßig deutsche Vollblüter mit. Hier seien mit Noor Al Hawa (zweiter Rang in der Emirs Trophy in Katar), Red Cardinal (Sieg im Belmont Gold Cup), Wonnemond (1. Platz in der Topkapi Trophy in Istanbul), Ross (Ehrenrang in der Godolphin Mile am Dubai World Cup-Tag), Dschingis Secret (Sieg im Prix Foy in Chantilly), Distain (Erfolg im Premio Verziere in Mailand), Parviz (Dritter im Qatar Derby) sowie dem Zweijährigen Royal Youmzain  (Treffer im Gran Criterium in Mailand) nur einige genannt. Insgesamt öffneten sich in der Saison 2017 2.695 Mal die Boxen auf dem Galopp-Globus für deutsche Pferde, die im Ausland eine Gewinnsumme von 6.692.451 Euro eingaloppierten.


Es ist bemerkenswert, dass die deutsche Zucht seit Jahren seinen international hervorragenden Ruf nicht nur bestätigt sondern stetig ausbaut. Unsere Züchter sind das Fundament des deutschen Galopprennsports Die Anzahl der Zuchtstuten nähert sich wieder den Werten von 2013. Das ist ein riesiges Kompliment für die Top-Arbeit unserer Züchter. Hierfür sprechen 1.470 Zuchtstuten (in 2016: 1.460), 854 Fohlengeburten (in 2016: 851) und 51 Deckhengste (in 2016: 55).


So wird positiv auf die neue Saison geblickt. „2018 wird erneut ein spannendes Turf-Jahr, dass von Veränderungen in der Struktur des deutschen Rennsports geprägt sein wird und dem ich sehr zuversichtlich entgegenblicke“ sagt Jan Antony Vogel.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 3. Januar 2018

Bilanz der Besitzertrainer 2017 und Championatsübersicht

Bilanz 2017 der Besitzertrainer des Vereins: 265 Siege. Davon wurden 245 auf den Flachbahnen in Deutschland,vier in deutschen Hindernisrennen, 15 auf ausländischen Flachbahnen und einer in einem ausländischen Hindernisrennen erzielt. Deutscher Champion der Besitzertrainer wurde wie 2016 Lucien W. J. van der Meulen, der in diesmal 24 Rennen gewann. Rang zwei belegt Christian Peterschmitt (13) vor Olga Laznovska (12). Über die Sprünge siegte Anna Schleusner-Fruhriep (2 Siege) vor Eva Maria Herresthal und Christine Paraknewitz-Kalla (je 1).

 

Alle Champions 2017 in der Übersicht:

Flachrennen:
Trainer: Markus Klug
Berufsrennreiter: Filip Minarik und Alexander Pietsch
Besitzer: Gestüt Röttgen
Züchter: Gestüt Röttgen
Besitzertrainer: Lucien W.J. van der Meulen
Nachwuchsreiter: Robin Weber
Amateurreiter: Vinzenz Schiergen
Amateurreiterin: Lilli-Marie Engels


Hindernissport:
Trainer: Christian von der Recke
Besitzertrainer: Anna Schleusner-Fruhriep
Reiter: Sonia Daroszewski
Besitzer: Eugen-Andreas Wahler

Geht es in Mülheim weiter? Neuer Rennclub gegründet

GaloppOnline berichtet am Donnerstag, 14. Dezember, über die Neugründung des Rennclub Mülheim:

 

"In Mülheim an der Ruhr soll es weitergehen. Doch nicht mit dem alten Rennverein, wie am gestrigen Mittwochabend der Vorstand des am 2. Dezember neu gegründeten Rennclubs Mülheim an der Ruhr bei einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema „Fortführung des Renn- und Trainingsbetriebs“ im Ruderclub Mülheim mitteilte.

 

Der neue „Rennclub Mülheim“ wurde auf Anraten des Insolvenzverwalters, auf dessen Unterstützung man laut Vorstand genauso bauen kann, wie auf die der Stadt Mülheim, gegründet und wird vorläufig von Karl-Dieter Ellerbracke als Präsident geführt. Des Weiteren in der neuen Organisation tätig sind bis auf weiteres: Ulrich Zerrath als Finanzvorstand sowie Hans Bierkämper (Anlage), Dr. Manfred Bergmann (Rechtsanwalt), Günther Gudert (Sport & Organisation) und Werner Krüger (Investitionen). Auf der ersten Mitgliederversammlung soll der Vorstand bestätigt und die Satzung beschlossen werden.

 

Bereits am kommenden Montag, 18. Dezember, wird es ein richtungsweisendes Gespräch mit allen Entscheidungsträgern geben. Verantwortliche der Stadt, unter anderem der Kämmerer und der Oberbürgermeister, werden ebenso anwesend sein, wie der zuständige Insolvenzverwalter. Renntermine für das kommende Jahr sind bereits in Planung. „Wir haben beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen vier PMU-Termine reserviert,“ teilte Günther Gudert mit."

Neuss: Stadt verlängert Pachtvertrag nicht!

GaloppOnline berichtet am Freitag, 8. Dezember: 

 

"Die Stadt Neuss hat den vom Neusser Reiter- und Rennverein vorgelegten Entwurf für einen neuen Pachtvertrag abgelehnt. Diese finale Entscheidung fiel am Donnerstag, 7. Dezember, bei der Gesellschafterversammlung von Neuss-Marketing. Die Kündigung wird Ende 2019 wirksam, nachdem einstimmig die fristgerechte Kündigung von der Gesellschafterversammlung von Neuss-Marketing dem Neusser Reiter- und Rennverein ausgesprochen worden war. Somit wäre nach 144 Jahren die Geschichte des Galopprennsports in Neuss bedauerlicherweise zu Ende.

 

Oder gibt es doch noch ein Fünkchen Hoffnung? Theoretisch schon, denn die Kündigung wird erst 2019 wirksam, bis dahin könnte der Neusser Reiter- und Rennverein noch etwas so Entscheidendes auf die Beine stellen, dass ein erneuter Einstieg in die Verhandlungen über einen neuen Vertrag mit Neuss-Marketing sinnvoll erscheinen lässt. Aber so richtig glaubt an diese These wohl niemand mehr.

 

Enttäuscht über diese Entscheidung zeigte sich Jan Antony Vogel, Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins. Er sprach von keinerlei Kompromissen und Entgegenkommen seitens der gegenüberliegenden Seite. Nach den Grünen und der SPD schloss sich nun auch die CDU der Entscheidung an, die Zusammenarbeit mit dem Neusser Reiter- und Rennverein zu beenden." 

Gruppesieg für Daniel Paulick mit Ostana in Hannover

Ostana (hier beim Sieg in Leipzig) bescherte Daniel Paulick am Sonntag, 29. Oktober, in Hannover einen Gruppe-Sieg. Foto: privat

Gratulation an Daniel Paulick: In Hannover gewann der Besitzertrainer des Vereins das Gruppe-III-Rennen um den Großen Preis der Mehl-Mühlens-Stiftung Gestüt Röttgen mit der 4-jährigen Stute Ostana. Im Sattel saß Wladimir Panov.

Horst Rudolph gewinnt Besitzertrainer-Cup 2017

Horst Rudolph (hier mit Olkaria) hat sich 2017 den Besitzertrainer-Cup gesichert. Foto: privat

In Magdeburg fand am Samstag, 30. September, das Finale des Besitzertrainer-Cups 2017 statt. Nach der Starterangabe stand bereits fest, dass Horst Rudolph, der nach fünf von sechs Wertungsrenntagen mit 54 Punkten an der Spitze stand und im Herrenkrug nicht gemeldet hatte, nicht mehr einzuholen war. 1000 Euro erhält Horst Rudolph als Siegprämie.

 

Aber auf den Plätzen waren noch Verschiebungen möglich. Letztlich schaffte Daniel Paulick den Sprung von Rang fünf auf Platz drei hinter Sarah Jane Hellier (34 Zähler - 500 Euro). Paulick sammelte zu seinen bisherigen 23 Punkten im 5. Rennen des Tages drei Zähler durch Ma Joli Cherie und Ma Jument dazu und schraubte seine Bilanz im abschließenden Rennen durch den dritten Platz von Ella auf 32 Punkte. Mit 300 Euro wird dieser Rang honoriert. Die vierte Prämie (200 Euro) geht an Fabienne Gerstner (31).

 

Endstand im Besitzertrainer-Cup 2017
 
Insgesamt haben am Besitzertrainer-Cup 2017 mit jeweils drei Renntagen in Mannheim und Magdeburg 65 Besitzertrainer des Vereins teilgenommen. Über ein Punktsystem bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen wurden Sieger und Platzierte ermittelt. Pro Rennen gab es je Platzierung von Pferden der Besitzertrainer folgende Punkte zu erzielen:

 
1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt 
 

Daniel Paulick schaffte am Samstag, 30. September, noch den Sprung auf Platz drei im Endklassement des Besitzertrainer-Cups 2017. Karen Kaczmarek (links) als 1. Vorsitzendes des Vereins Deutscher Besitzertrainer und Schatzmeisterin Gudrun Busch sind die Gratulantinnen. Foto: privat

Bremer-Rennbahn: Golf-Club geht für knapp vier Millionen

Am 22. Oktober soll es wieder Galopprennen in Bremen geben. Was passiert danach? Foto: privat

Wie geht es mit der Galopprennbahn Bremen weiter? Im Gezerre um das Gelände ist am Montag, 1. Oktober, eine weitere Entscheidung gefallen. Demnach hat die Stadt Bremen dem auf der Rennbahn ansässigen Golf-Club eine Entschädigung von 3,89 Millionen Euro gezahlt und sich darauf geeinigt, den Pachtvertrag zum Ende des Jahres aufzuheben.

 

Dies berichtete der „Weser-Kurier“ am Mittwoch, 4. Oktober. Der Vertrag des Golf-Clubs lief ursprünglich noch bis zum Jahr 2034. Damit scheint der Weg für die Bebauung des Geländes frei. „Ich freue mich, dass die Einigung mit der Golf-Range zustande gekommen ist und wir nun diesen großen und wichtigen Schritt für die Entwicklung wesentlicher Teile des Rennbahn-Areals zu einem modernen Wohnquartier machen konnten“, sagte Bremens Wirtschaftssenator Martin Günther (SPD) gegenüber dem „Weser-Kurier“. Mit einer möglichen Bebauung des rund 30 Hektar großen Areals wird frühestens im Jahr 2020 gerechnet. Dem Rennverein, der seit mehr als 100 Jahren die Anlage nutzt, war im vergangenen Jahr gekündigt worden.

 

Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Rennbahn wird indes nicht aufgeben, weiter für die Bahn zu kämpfen. „Nun geht es in den Krieg, keine Kompromisse mehr“, sagte Andreas Sponbiel, ein Sprecher der Bürgerinitiative. „Auch wenn wir vom Zeitpunkt der Information zum Rauskauf der Golf-Range aus ihrem bis 2034 währenden Vertrag und vor allem der geringen Summe überrascht sind, ist nichts passiert, mit dem nicht zu rechnen war. Wir bleiben kampfeslustig und streben mit Vehemenz ein Volksbegehren zur Wahl 2019 in Bremen an, um die Rennbahn als Grünfläche und für den Sport zu erhalten.“ In diesem Jahr fanden in Bremen bislang drei Renntage statt, ein vierter ist für den 22. Oktober geplant.

 

Die Wirtschaftsbehörde hat zudem am Mittwoch noch einmal signalisiert den Rennverein zu unterstützen, falls man in den nächsten zwei Jahren weitere Veranstaltungen ausrichten möchte. Dass dies klappen könnte, dafür könnte Landolf von Kürten vom Gestüt Aesculap sorgen, der mit der Stadt einen Vertrag zur Zwischennutzung geschlossen hat. In Bremen lässt er seine Pferde von Werner Haustein vorbereiten.

 

Quelle: galopponline (05.10.2017)

Keine Rennen mehr in Frankfurt

Der Bundesgerichtshof hat am Mittwoch, 20. September, den Antrag des Frankfurter Renn-Klubs auf vorläufige Einstellung der Zwangsvollstreckung zurückgewiesen. Damit wird es zukünftig keine Rennbahn mehr in Frankfurt am Standort Niederrad geben. Der Vorstand des Frankfurter Renn-Klubs hat unter großem, persönlichen Einsatz um den Erhalt des Galopprenn-Standortes gekämpft und zeigt sich über die Gerichtsentscheidung sehr enttäuscht. Im Ergebnis ist festzustellen, dass der Galopprennsport in der Main-Metropole für den Bau einer neuen Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) weichen muss.

 

„Wir haben gemeinsam mit dem Frankfurter Renn-Klub versucht, zumindest eine Koexistenz mit dem DFB zu schaffen. Leider sind unsere Bemühungen gescheitert“, so Jan Antony Vogel, Chefmanager von German Racing. 

Quelle: German Racing

Derby 2016 ohne Veränderungen in trockenen Tüchern

Wie das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen jetzt mitteilte, hat das Obere Renngericht am 18. Juli in der Besetzung Eugen-Andreas Wahler (Vorsitzender), Michael Becker, Kai-Uwe Herbst, Rolf Harzheim, Bernd Neunzig entschieden: Die Revision des Besitzers von Dschingis Secret vom 21. April 2017 gegen die Entscheidung des Renngerichts vom 3. April 2017 betreffend das IDEE 147. Deutsche Derby vom 10. Juli 2016 in Hamburg wird einstimmig als unzulässig verworfen. Die in diesem Protestverfahren angefallenen Gerichtskosten werden gegeneinander aufgehoben. Ihre außergerichtlichen Kosten trägt jede Partei selbst. 

Windstoß schreibt Turf-Geschichte im IDEE 148. Deutschen Derby

Derby-Sieger 2017: Gestüt Röttgens Windstoß. Foto: Marc Rühl

Turf-Geschichte wurde am Sonntag im IDEE 148. Deutschen Derby, dem bedeutendsten Galopprennen des Jahres hierzulande, geschrieben: Denn der von Championtrainer Markus Klug (41) in Rath-Heumar vorbereitete dreijährige Hengst Windstoß (75:10) gewann in Hamburg-Horn mit dem erst 26-jährigen Jockey Maxim Pecheur das mit 650.000 Euro dotierte und über 2.400 Meter führende Gruppe I-Highlight in der German Racing Champions League und sorgte damit für den ersten Erfolg des traditionsreichen Gestüts Röttgen seit Uomo im Jahr 1959!


Mit gewaltigem Endspurt flog der Sohn des 2004 im Derby erfolgreichen Shirocco aus hinteren Regionen noch an allen Konkurrenten im 18er-Feld vorbei und triumphierte mit einer Länge Vorsprung. Nach Sea The Moon im Jahr 2014 schaffte Trainer Markus Klug, der mit sieben Startern einen absoluten Rekord aufstellte, schon seinen zweiten Sieg. Verständlicherweise war der gebürtige Badener so richtig erleichtert, als mit Windstoß sein besonderes Sympathiepferd triumphiert hatte. Der vom Gestüt Röttgen auch gezogene neue Derbysieger hatte im Frühjahr ein Listenrennen in Düsseldorf gewonnen, doch sein Stern ging erst so richtig beim zweiten Rang im Oppenheim-Union-Rennen in Köln auf, als er von der Spitze aus nur Colomano den Vortritt lassen musste, und dies nur wenige Tage nach einem Sturz in Hannover. Schon damals saß Maxim Pecheur im Sattel von Windstoß, der eigentlich den Riesenaußenseiter Sternkranz hätte reiten sollen. Da aber nach der Verletzung von Stalljockey Adrie de Vries kein Top-Jockey aus dem Ausland zur Verfügung stand, erhielt Pecheur das Vertrauen, der nicht nur seinen bedeutendsten Karrieresieg feierte, sondern damit endgültig den Durchbruch schaffte.


„Es war ein überwältigendes Gefühl, als ich am Tag der Startboxenauslosung den Ritt auf Windstoß bekommen habe. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des gesamten Umfeldes. Ich reite das Pferd jeden Tag im Training und habe nun diese Chance im Derby erhalten. Das ist kaum in Worte zu fassen. Unterwegs habe ich mich aus allem herausgehalten und mich hinten in keine Positionskämpfe verwickeln lassen. Es war vorher auch nicht genug Tempo, um die Position zu verbessern. Am Ende hat der Hengst riesig angepackt. Es ist das größte Rennen, das man in Deutschland gewinnen kann“, erklärte Maxim Pecheur. Trainer Markus Klug war restlos begeistert: „Es ist ein unbeschreibliches Glück für mich, dass wir hier für Röttgen das Derby gewonnen haben, was ja seit 1959 nicht mehr geklappt hatte, als ich noch lange nicht geboren war. Im Schlussbogen hatte ich gedacht, es ginge nichts mehr. Aber dann hat Windstoß so riesig angezogen. Ich bin sprachlos. Jetzt haben wir einen Derbysieger für Röttgen. Das Ganze ist sehr emotional. Es waren so harte Wochen, nun hat sich alles entladen. Meine zukünftige Frau musste bei dem vielen Stress einiges mit mir mitmachen, aber jetzt hat sich alles ausgezahlt. Es freut mich so sehr für das Gestüt Röttgen. Oft waren wir knapp geschlagen Zweiter in Grupperennen, nun hat es gereicht.“


Dr. Günter Paul, der Vorsitzende der Mehl-Mülhens-Stifung, war ebenfalls mehr als angetan vom Derbysieger Windstoß: „Das ist wunderbar. Wir haben mit Maxim Pecheur einem jungen Mann vertraut. Ich hatte absolut keine Bedenken, ihn zu engagieren. Denn ich musste mich selbst als junger Mann beweisen. Das ist ein toller Erfolg für die gesamte Mannschaft.“ 390.000 Euro betrug die Siegprämie für das Gestüt Röttgen, womit Windstoß beim sechsten Start und dritten Sieg in seiner Laufbahn seine Gewinnsumme auf 420.100 Euro steigerte. Man darf sich schon jetzt auf den Chefkoch-Renntag in Köln freuen, denn am Sonntag, 9. Juli wird Windstoß dort als Derbysieger dem Publikum präsentiert.


Lange sah der im Schlussbogen von weit hinten mächtig aufgerückte Ittlinger Enjoy Vijay wie der Sieger aus. Der Ritt von Andrasch Starke löste sich auf der Zielgeraden erst deutlich von der Konkurrenz und musste erst ganz spät gegen Windstoß weichen. Der Top-Jockey sagte: „Wir hatten einen Super-Rennverlauf. Aus einer guten Startposition habe ich mich hinter Colomano gelegt. Viele der vorderen Pferde waren im Schlussbogen schon auf dem Rückzug, ich kam als Fünfter durch den Schlussbogen und hatte ein sehr gutes Gefühl. Wir waren auf einen Satz weg von den anderen, aber auf den letzten 200 Metern wurde er etwas müde. Ich freue mich sehr über diesen zweiten Rang.“ Auch der wie Enjoy Vijay von Peter Schiergen aufgebotene Außenseiter Rosenpurpur (Daniele Porcu) aus dem Gestüt Wittekindshof endete als Dritter enorm stark. Trainer Peter Schiergen: „Der Rennverlauf war bestens. Enjoy Vijay hat sich früh angeboten und gut durchgezogen. Auch für Rosenpurpur lief alles perfekt.“ Shanjo machte sich als Vierter ebenfalls noch stark bemerkbar und komplettierte das starke Ergebnis für Markus Klug vor Promise of Peace, der von der Spitze aus lange bestens standhielt. Die anderen Pferde hatten am Ende keine Möglichkeiten mehr. Die stärker gewetteten Parviz (Siebter), der Favorit Colomano (13.), Sargas (16.) und Warring States (18. und Letzter) wirkten früh nicht mehr gefährlich.


In der Gesamtwertung der German Racing Champions League besitzt Markus Klug mit 50 Punkten nun einen gewaltigen Vorsprung bei den Trainern vor Jean-Pierre Carvalho und Peter Schiergen mit jeweils 10 Zählern. Bei den Jockey ist Andrasch Starke mit 22 Punkten auf der Pole-Position vor Derbysiegreiter Maxim Pecheur (16 Punkte). Bei den Pferden ist Windstoß mit 16 Punkten jetzt vorne vor Dschingis Secret (11 Punkte) sowie Guignol und Colomano (je 10 Punkte).


Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.
Die German Racing Champions League wird unterstützt von deinSchrank.de, Europas Nummer 1 für Maßmöbel im Netz.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 2. Juli 2017

Offener Brief von Andrea Glomba zum NDR-Film

Für sehr viel Diskussionsstoff hat die Reportage des NDR am Montagabend "Das kurze Leben der Rennpferde" gesorgt. Der Verein Deutscher Besitzertrainer veröffentlicht hier einen offenen Brief von Andrea Glomba zu dieser Reportage an der NDR in vollem Wortlaut:

 

Sehr geehrte Frau Denz,

ich hoffe einmal, dass Sie diese Mail durchlesen und es nicht einfach eine Standart Antwort gibt.
Wenn ich mich erst einmal vorstellen darf: Mein Name ist Andrea Glomba. Ich bin 38 Jahre alt und von Beruf Pferdewirt. Genau gesagt habe ich den Schwerpunkt des Rennreitens gelernt. 1995 habe ich begonnen in diesem Beruf zu arbeiten und ich bin ihm, wenn auch nur noch Nebenberuflich, immer noch treu. 15 Jahre habe ich aktiv Rennen geritten. An absolvierten Rennen waren es um die 1000. Gewonnen habe ich etwas mehr als 100 davon.

Seit 20 Jahren bin ich im Tierschutz aktiv. Früher sehr aktiv im Bereich der Pferdehilfe, habe mich dort aber Stück für Stück zurückgezogen. Denn: die größten Abgründe habe ich im Freizeitbereich erlebt und die Möglichkeit zu helfen sind dort, gelinde gesagt, begrenzt. Die Zeit bis Veterinärämter eingreifen ist deutlich zu lange und Pferde beschlagnahmen wird aufgrund der hohen Folgekosten so gut wie nie getan. Von daher musste ich für mich selbst die Entscheidung treffen, in dem Bereich kürzer zu treten und meine Kraft den Bereichen zu widmen, in denen ich etwas erreichen kann. Natürlich stehe ich aber nach wie vor auch dem Pferdeschutz zur Verfügung.


Vor 3 Jahren habe ich meine Laufbahn als Rennreiter beendet. Seitdem reite ich nur noch Pferde im Training und hospitiere derzeit bei der Rennleitung um auch in diesem Bereich später dem Rennsport aktiv beizuwohnen. Ausserdem bin ich Tierschutzbeauftragte für die Renntage in Saarbrücken Güdingen.

 

Nun meine Meinung zu Ihrer Reportage im Fernsehen:

Ich bin, wie übrigens 90% meiner Bekannten im Rennsport, weder der Ansicht, dass bei uns alles rosig läuft, noch, dass es bei uns ausnahmslos Tierfreunde gibt. Es wäre schön, dies behaupten zu können, aber das ist Wunschdenken. Es gibt überall schlechte Menschen und wird es auch immer geben.


Ich fände es auch nicht gut, wenn wir behaupten würden, dass es in unserem Sport keine Unfälle gäbe. Und leider Gottes, kann ein Pferd, welches sich im Rennen vertritt und sich etwas bricht nicht gerettet werden. Zum einen da ein angebrochener Knochen aufgrund der hohen Geschwindigkeit meist umgehend durchbricht, bevor man das Pferd anhalten kann, zum anderen ist es bei Pferden kaum möglich ein gebrochenes Bein zu reparieren. Es wurde schon oft und mit vielen finanziellen Mitteln versucht, endete aber meist mit dem Tod des Pferdes durch Kolik aufgrund der langen Stehzeit.


Trotzdem ist es pietätlos, wenn, nur um gute Bilder zu haben, gezeigt wird, wie ein Pferd sich das Bein bricht und, schlimmer noch, damit weiterläuft. Solche Bilder könnten zumindest verpixelt werden. Jedes dieser verunglückten Pferde hatte Menschen hinter sich, die um es trauern und diese Bilder nicht unbedingt nochmal sehen müssten.

Was mich aber am meisten stört, ist, dass der eigentliche Pressekodex überhaupt nicht eingehalten wurde. Falls Ihnen dieser nicht bekannt ist, nenne ich Ihnen hier die von mir bemängelten Punkte:

1. Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde:

- Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Wurde dies eingehalten? Nein!

Denn:

Sie behaupten, dass Ihre Recherchearbeit eine ganze Saison (bzw 6 Monate) dauerte. In Wirklichkeit waren Sie aber gerade mal 3 Tage am Rennstall Recke und einen Tag auf der Rennbahn in Krefeld unterwegs. Das Bildmaterial, welches Sie verwendet haben ist teilweise mehr als 15 !! Jahre alt. Denn direkt in der Eingangssequenz bin zufälligerweise ich auf einem Rennpferd zu sehen, welches bereits vor mehr als 10 Jahren als Reitpferd abgegeben wurde (dort aber leider vor mehreren Jahren aufgrund einer Kolik verstarb). Der Besitzer der Rennfarben verstarb im Jahr 2002! Seiddem wurden diese Farben auch nicht mehr in Rennen getragen! Weshalb also so eine alte Sequenz?


Auch die Aufnahmen mit den Zungenbändern (welche ja bei jedem Rennen auf mind einem Pferd genutzt wurden) sind mehrere Jahre alt. Und Zungenbänder werden zB kaum noch genutzt heutzutage.
Auch finde ich es befremdlich, dass Ihre Reporter einen der Rennställe besucht, der das Glück hat über große Weiden zu verfügen (wo auch die Trainingspferde täglich mehrere Stunden verbringen), diese Weiden sogar filmt, im Bericht dann aber darauf hinweist, dass keine Weiden zur Verfügung stünden? Nun ja...

Widmen wir uns Punkt

2. Sorgfalt

-Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

Wurde von Ihnen gründlich recherchiert? Nein!

Denn:

Der Großteil der Reportage stützt sich auf Behauptungen einer Frau B. Der Name dieser Frau ist mir schon seit mehreren Jahren ein Begriff. Denn sie hatte bereits über ein Online Forum versucht Spenden für Ihre Pferde zu sammeln und dort die Geschichte Ihres Pferdes "Aspantau" geschildert. Damals war er allerdings nicht, wie im Film hier bösartig, sondern Zitat "war er trotz allem ein freundlicher Genosse, der immer versucht einem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern". Nachzulesen unter folgendem Link: http://chevalie.de/das-stille-leiden-der-rennpferde/

Da auf ihre Geschichte mehrere Leute reagiert haben, die das Pferd kannten und konkrete Nachfragen stellten, wurde alles schnell wieder gelöscht. Ich hatte auch Kontakt per PN mit dieser Frau. Sie wollte mir Befunde schicken um zu beweisen, wie schlimm Aspantau dran ist. Leider kam hier nichts mehr. Frau B erklärte auch, dass sie Kontakt mit den Vorbesitzern aus Irland hatte. Eine Lüge, wie schnell bewiesen ist.

Auch die Fotos, wie sie Aspantau angeblich bekommen hat.. Wie kann es sein, dass ein Pferd mit einem aktuellen Foto inseriert ist und 3 Tage später mit langem Fell und deutlich abgemagert bei seiner Besitzerin ankommt, welche gerade mal ein paar Kilometer weiter weg wohnt?

Frau B. hat ein (mit Ausnahme eine Sehnenschadens) kerngesundes Pferd für einen Spottpreis bekommen, da die Besitzer einfach nur wollten, dass er in guten Händen unterkommt. Was dann passiert ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Laut ihrer eigenen Aussage bekam er nach dem Abnehmen eine Belastungsrehe. Davon ist in späteren Berichten nichts mehr zu hören. Zumal auch unverständlich wäre, weshalb man einem Vollblüter, bei denen bekannt ist, dass sie empfindliche Hufsohlen haben, einfach die Eisen abnimmt und sie auf eine Koppel stellt..

Nun zu Punkt

3. Richtigstellung

-Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtigzustellen.

Hierzu haben Sie ja noch Gelegenheit.

weiter geht es bei Punkt

11. Sensationsberichterstattung und Jugendschutz

- Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.

Pferde zu zeigen, die mit einem baumelnden Bein herumlaufen ist definitiv eine unangemessene Darstellung von Leid. Natürlich sind diese Unfälle passiert und brauchen nicht verborgen zu werden. Aber so zu zeigen?

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Über Ihren zweiten Interviewpartner muss man nicht viel sagen. Dr Pick könnte nur selbst einmal darauf hinweisen, wie viele Rennen er geritten hat, wie gerne er die Peitsche einsetzte und welche anderen Reitsportmodelle seine Gunst hatten. Erst als er selbst diesem Hobby nicht mehr nachgehen konnte, begann er damit zu kritisieren.

Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, das ein Sport mit Pferden auch immer einen Teil zu Lasten den Tieres geht. Dies hat aber nichts mit dem Rennsport alleine zu tun, sondern beginnt schon bei den Freizeitpferden, die viel zu oft ohne genügend med. Betreuung oder von zu schweren und/ oder unwissenden Menschen gehalten werden.

Der Rennsport hat in den vergangenen Jahren sehr viel Zugeständnisse an den Tierschutz gemacht! Dies wurde von keiner ! anderen Pferdesportart getan oder überhaupt nur in Erwägung gezogen.

Wenn Sie eine wirklich neutrale Recherche hätten bringen wollen, hätten Sie darauf eingehen können. Erwähnen, wie viele Pferde nach ihrer Karriere im Rennsport ein langes Leben als Reitpferd gestartet haben oder aber wie das Leben in einem Rennstall für ein Pferd wirklich ist.

Gerne stehen wird jederzeit für Sie zur Verfügung! Sie nennen Tag und Ort und ich selbst werde mit einem Trainer einen Termin ausmachen, so dass wir dort vorbeifahren und Sie eine Reportage machen können, die authentisch ist.

Genauso stehe ich Ihnen für Nachfragen bzw auch für Bildmaterial und Berichten von Ex Galoppern zur Verfügung. Und zwar nicht geschönt, sondern authentisch.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Glomba

Der NDR reagierte am 11. Mai: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Doku-ueber-Rennpferde-Wir-nehmen-Ihre-Kritik-ernst,rennpferde144.html

Iquitos ist Galopper des Jahres 2016

Galopper des Jahres 2016: Iquitos, hier beim Erfolg im Longines - Großer Preis von Baden 2016. Foto: Marc Rühl

Er ist der Liebling der Zuschauer – genau das bewies Iquitos am Ostermontag vor heimischem Publikum beim Saisonauftakt auf der Neuen Bult in Hannover eindrucksvoll. Denn nach Bekanntgabe seines Sieges in der traditionsreichen Publikumswahl zum „Galoppers des Jahres 2016“ wurde der von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel trainierte Hengst frenetisch gefeiert.

 

Einen Monat lang konnten alle Galoppsport- und Pferdefreunde für ihren Favoriten abstimmen. Am Ende galoppierte Iquitos seiner starken Konkurrenz im Kampf um den Titel „Galopper des Jahres 2016“ davon. Gleich 40,6 Prozent aller abgegebenen Stimmen sicherte sich der Adlerflug-Sohn und holte sich damit den zweiten geschichtsträchtigen Titel. Denn nachdem er 2016 bereits zum allerersten Sieger der German Racing Champions League avanciert war, reiht sich Iquitos als Galopper des Jahres nun auch noch in die Nachfolge echter Galopper-Cracks wie Nightflower (2015), Sea The Moon (2014), Novellist (2013) und Danedream (2012 / 2011) ein.

 

Bei seinem eindrucksvollen Durchmarsch ließ Iquitos seine starken Kontrahenten, den Seriensieger Potemkin (34,4 Prozent) aus dem Besitz von Fußballgröße Klaus Allofs und den wiedererstarkten Melbourne Cup-Gewinner aus dem Jahr 2014 Protectionist (25,0 Prozent) hinter sich. Ein Erfolg, den man „Krümel“, wie er wegen seines niedrigen Stockmaßes zu Hause im Stall liebevoll genannt wird, mehr als gönnt. Denn dass der Hengst 2016 überhaupt noch Rennen laufen konnte, war schon fast ein kleines Wunder. Eine schwere Kolik hatte ihn im Jahr zuvor beinahe das Leben gekostet, der 73-jährigeTrainer Gröschel musste fast wieder bei Null anfangen. Umso erfreulicher war Iquitos‘ Leistungsexplosion in 2016, die ihm sogar einen Start im Japan Cup einbrachte.

 

Schnell gelaufene Prüfungen bringen den Speed von Iquitos besonders zur Geltung. Seine Fähigkeit zu beschleunigen, Rennen von hinten zu gewinnen, das zeichnet den 5-jährigen aus. Genau diesen Kampfgeist lieben seine Fans, die Iquitos bei der feierlichen Ehrung im Rahmen des Großen Preis der VGH Versicherungen in Hannover feierten. Und diesmal nahm sich Iquitos gerne Zeit, als er zufrieden für die Neue Bult-Besucher posierte.

 

German Racing führte die Wahl gemeinsam mit Wettstar und der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. durch.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 17. August 2017

Mitglieder wählten Vorstand in Bremen

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer nach der Mitgliederversammlung in Bremen (von links): Karen Kaczmarek (Vorsitzende), Armin Weidler (Stellv. Vorsitzernder), Gudrun Busch (Schatzmeisterin), Sabrina Schön und Eva Maria Herresthal (beide Beisitzerinnen). Foto: privat

Auf der Bremer Galopprennbahn fand am 4. März die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Besitzertrainer statt. Gastgeber war der Bremer Rennverein, dessen Präsidentin Tonya Rogge die Besitzertrainer begrüßte und kurz über den dortigen Kampf berichtete, um auch über das Jahr 2018 hinaus Galopprennen in Bremen veranstalten zu können. Die Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer sicherten dem Bremer Rennverein dabei ihre Unterstützung zu und beschlossen einstimmig einen Zuschuss von 1000,00 € aus der Vereinskasse.

 

Auf der Tagesordnung des Vereins Deutscher Besitzertrainer standen auch Vorstandswahlen. Einstimmig wiedergewählt wurde als Vorsitzende Karen Kaczmarek. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist der bisherige Beisitzer Armin Weidler, der Dr. Ehrhard E. Liebrecht ablöste, der aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Schatzmeisterin bleibt Gudrun Busch. Als Beisitzerin wurde Sabrina Schön bestätigt. Neu im Amt ist als weitere Beisitzerin Eva Maria Herresthal. Alle Vorstandspositionen sind nach der neuen Satzung des Vereins auf drei Jahre besetzt.

 

Breiten Raum nahm beim Bericht der Vorsitzenden mit anschließender Diskussion das Thema Sandbahnrennen ein. Schon im Vorjahr hatten die Besitzertrainer immer wieder auf die schlechten Bedingungen in punkto Geläuf und Infrastruktur bei den Winterrennen in Neuss und Dortmund hingewiesen und um dringende Abhilfe gebeten. „Jetzt muss aber endlich etwas passieren“, unterstrich Karen Kaczmarek. Wünschenswert wären natürlich Erhalt und Sanierung der Bahnen in Neuss und Dortmund. Einstimmig sprachen sich die Anwesenden im Anblick der vorhandenen finanziellen Möglichkeiten beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen (DVR) aber dafür aus, sich auf eine Allwetterbahn und zwar die in Dortmund für die Wintersaison zu konzentrieren. Dort müsse für ein ordentliches Geläuf und eine vernünftige Infrastruktur im Boxenbereich für Pferde und Helfer gesorgt werden. Die Anzahl der Winterrenntage sollte beibehalten werden.

 

Eine erfreuliche Bilanz zog der Verein in der Mitgliederentwicklung. „Wir haben die 400er-Marke klar überschritten“, resümierte Karen Kaczmarek. Entsprechend gut sah auch der Blick auf die Kassenlage aus. „Wir sind gut aufgestellt und werden auch 2017 wieder Rennvereine unterstützen, den Nachwuchs fördern und den Besitzertrainer-Cup veranstalten“, so Schatzmeisterin Gudrun Busch. Auf Antrag wurde zudem beschlossen, die Kriterien für das Besitzertrainer-Championat zu ändern. Zukünftig sollen nur noch Besitzertrainer in die Wertung kommen, die eine DVR-Lizenz und ihren Trainingsstandort in Deutschland haben.

 

Vor der Versammlung informierte Fachtierärztin Dr. Astrid Bienert-Zeit von der Tierärztlichen Hochschule Hannover Mitglieder und Gäste zum Thema „Das Pferd und seine Zähne“. In einem sehr anschaulichen Vortrag wies Dr. Astrid Bienert-Zeit nicht nur auf die Notwendigkeit einer regelmäßigen Zahnkontrolle hin, sondern zeigte Symptome für die Erkennung von Zahnproblemen sowie deren Entstehungs- und Behandlungsmöglichkeiten auf. Hier die Präsentation.

Dortmunder Rennverein beschließt Verkauf

Der Dortmunder Rennverein hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag, 10. März 2017, den Verkauf einer mehr als 30.000 Quadratmeter großen Fläche, auf der bisher die Stallungen der Dortmunder Trainer stehen, beschlossen. Sie soll zur Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Das teilte der Dortmunder Rennverein am Samstagmorgen in folgender Pressemitteilung mit:

 

Ziel des Verkaufs ist es nach Aussage von Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke, „den Rennverein zu entschulden, dauerhafte Einnahmen zu erzielen und somit die Galopprennbahn Wambel einschließlich der denkmalgeschützten Anlage für den Rennsport und die Stadt Dortmund zu