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Zum Finale in Baden-Baden noch einen Treffer erzielt

Noble Fighter zeichnete am 24. Mai in Baden-Baden für den zweiten Saisonsieg von Selina Ehl verantwortlich. Foto: screenshot

Auch am Schlusstag des Kurz-Frühjahrs-Meetings in Baden-Baden am Sonntag, 24. Mai, durften sich die Besitzertrainer des Vereins über einen Treffer freuen.

 

Zu ihrem zweiten Saisonerfolg kam dabei Selina Ehl mit ihrem Oldie Noble Fighter. Der 10-jährige Wallach setzte sich im sechsten Rennen des Tages knapp durch. Im Sattel von Noble Fighter saß Alexander Pietsch. Die Siegquote betrug stolze 17,40:1.

 

Bei den Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort am Freitag, 22. Mai, in Dresden und auch am Samstag, 23. Mai, in Baden-Baden hatten die Besitzertrainer des Vereins jeweils zweimal mit ihren Pferden die Nase vorne.

 

In Baden-Baden holte sich am Samstag zuerst Altmeister Horst Rudolph seinen ersten Jahrestreffer. Verantwortlich zeichnete dafür der 4-jährige Wallach Irukandji, der von Hanna Mouchova geritten wurde und die Siegwetter mit der Quote von 30,30:1 erfreute.

 

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr durfte dann Dirk Lüker einen Sieger vom Geläuf führen. Wie schon am 10. Mai in Hoppegarten setzte sich auch in Baden-Baden der 7-jährige Wallach Stanley Daley unter Andrasch Starke durch.

 

Am Freitag in Dresden durfte zuerst ein Heimsieg für Guido Scholze registriert werden. Für den ersten Saisonerfolg des Coaches sorgte der 9-jährige Wallach Sha Gino. Im Sattel saß Wenke Falland.

 

Der zweite Tagestreffer in der sächsischen Metropole hatte eine weitere Anreise hinter sich. Rund 650 Kilometer war Armin Weidler mit seinem Schützling Never in Doubt nach Dresden unterwegs. Da war die Freude besonders groß, dass der 7-jährige Wallach als Erster das Ziel passierte. Geritten wurde Never in Doubt von Filip Minarik. Für Armin Weidler war es der erste Jahreserfolg. 

 

Der nächste "Geisterrenntag" in Deutschland findet am Freitag, 29. Mai, in Dortmund statt. Weiter geht es dann am Samstag, 30. Mai, in Dresden, am Pfingstsonntag, 31. Mai, in Hoppegarten und am Pfingstmontag, 1. Juni, in Köln.

 

Alle Siege von Besitzertrainern des Vereins im Mai sowie März und Februar 2020 hier. Die Treffer im Januar 2020 sowie alle Erfolge im Jahr 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.

 

Weitere Ergebnisse und die geplanten Renntermine 2020 sind unter https://www.deutscher-galopp.de zu finden.

Zu seinem ersten Sieg 2020 kam Horst Rudolph am 23. Mai in Baden-Baden durch Irukandji. Foto: screenshot
Stanley Daley holte für Dirk Lüker am 23. Mai in Baden-Baden den zweiten Saisontreffer. Foto: screenshot
Never in Doubt sorgte am 22. Mai in Dresden für den ersten Treffer 2020 von Armin Weidler. Foto: screenshot
Heimsieg für Sha Gino und erster Jahreserfolg für Guido Scholze am 22. Mai in Dresden. Foto: screenshot

Quest the Moon mit hauchdünnem Vorsprung im Iffezheim-Highlight

Quest the Moon setzt sich knapp gegen Durance durch. Foto: Marc Rühl (screenshot von Deutscher Galopp)

Großes Finale beim Frühjahrs-Meeting am Sonntag, 24. Mai, auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim: Innerhalb der zwölf Leistungsprüfungen wurden zwei Grupperennen ausgetragen. Das von Deutscher Galopp entwickelte Hygiene- und Abstandskonzept lag der Veranstaltung zugrunde, die ohne Zuschauer auf der Rennbahn stattfand. Der Wettumsatz belief sich auf sehr erfreuliche 594.018.39 Euro (88.004,09 Euro kamen aus dem Ausland und 506.014,30 Euro aus dem Inland). Damit summierten sich am Wochenende 1.200.651,32 Euro!

Hochdramatisches Finish im Höhepunkt des Meetings: Im Kronimus – Großer Preis der Badischen Wirtschaft – Ehrenpatronat (Gruppe II, 35.000 Euro, 2.200 m) gewann der von Sarah Steinberg in München für den Stall Salzburg trainierte Quest the Moon mit Jockey Rene Piechulek mit Kopf-Vorsprung gegen die Spitzenstute Durance. Wai Key Star machte als Dritter die erstklassige Ausbeute für das Team Stall Salzburg/Sarah Steinberg komplett.

Nach längerer Führung von Say Good Buy, der auf der Zielgeraden weichen musste, konzentrierte sich die Entscheidung auf zwei Pferde an der Außenseite: Quest the Moon (2019 hier im Zukunftsrennen erfolgreich und 2020 u.a. Vierter im Deutschen Derby) und Durance. Erst das Zielfoto gab den Ausschlag zugunsten des Sea The Moon-Sohnes aus der Zucht des Gestüts Görlsdorf, der im Finish ein wenig nach außen tendiert war, wo Durance immer stärker wurde. Die Rennleitung sah nach einer Überprüfung von Konsequenzen ab.

„Quest the Moon ging immer gut, dann lief er etwas nach außen. Als die Gegnerin neben uns auftauchte, packte mich natürlich der pure Ehrgeiz, und ich habe versucht, alles herauszuholen.“, analysierte Siegjockey Rene Piechulek. Trainerin Sarah Steinberg schilderte über den beim neunten Start nun zum dritten Mal siegreichen Quest the Moon, der mit dem Preisgeld von 20.000 Euro seine Gewinnsumme auf 220.950 Euro erhöhte: „Ich bin sehr erleichtert. Das war ein starker Auftritt. Am liebsten würden wir mit ihm bald nach Frankreich gehen, aber natürlich ist auch der Große Dallmayr-Preis in München ein Ziel.“

Durance gefiel auch als knapp bezwungene Zweite sehr. „Sie wurde ein wenig irritiert, ist aber toll gelaufen.“, kommentierte Trainer Peter Schiergen. Der Außenseiter Wai Key Star, ebenfalls ein Kandidat für den Dallmayr-Preis, erkämpfte sich Platz drei. „Das war genial. Ich bedanke mich für diese tolle Chance“, meinte Reiterin Sibylle Vogt. Windstoß drang als Vierter nicht ganz durch. „Er hätte mehr Tempo benötigt, und es war auch nicht seine Idealdistanz.“, versicherte Trainer Markus Klug. Vorjahressieger Itobo konnte sich als Fünfter beim ersten Saisonstart nicht steigern.

Soul Train schnell wie ein ICE

Mit dem RaceBets.de – Derby Trial Frühjahrspreis (Gruppe III, 27.500 Euro, 2.000 m) stand eine bedeutende Prüfung auf dem Weg zum IDEE 151. Deutschen Derby am 12. Juli in Hamburg im Zentrum des Rahmenprogramms. Der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh für UNIA Racing (der Rennstall des Berliners Werner Krüger) trainierte Soul Train, ein Sohn des Welt-Champions Manduro, sorgte als 9,4:1-Außenseiter für eine Überraschung. Er besitzt kein Engagement für das Rennen des Jahres und könnte nur über eine Nachnennung den Weg in das Blaue Band finden.

Der stets hocheingeschätzte Hengst, 2019 Sieger des Münchener Auktionsrennens, aber zuletzt nur Fünfter im Cologne Classic, war als Jährling bei der BBAG-Auktion für 15.000 Euro von Züchter Rupert Plersch erworben worden. Nun feierte Soul Train beim fünften Start den zweiten Erfolg, der mit 16.000 Euro honoriert war. Mit großer Endgeschwindigkeit rollte er mit Championjockey Bauyrzhan Murzabayev das Feld von hinten auf. Von letzter Stelle des von Shut Down angeführten Zehnerfeldes schob er sich noch leicht mit einer Länge an dem stets prominenten Favoriten Adrian und dessen Trainingsgefährten Only the Brave vorbei.

Bauyrzhan Murzabayev in einem ersten Kommentar: „Er besitzt viel Speed, daher habe ich ihn von letzter Position aus geritten und hatte dort ein ruhiges Rennen. Auf der Geraden hat er groß angezogen.“ Trainer Andreas Wöhler sagte: „Beim letzten Mal war sein Jockey zu motiviert und ging zu früh mit. Heute war der elastische Boden günstig. Soul Train hat ein Pedigree wie ein Meiler, aber er läuft wie ein Steher. Nennungen hat er nur für Auktionsrennen, aber wir haben genug Zeit zu überlegen, was wir machen.“

Henk Grewe war mit Adrian und Only the Brave auf den Plätzen zwei und drei zufrieden: „Das war von beiden gut. Adrian könnte noch der letzte Tick Kondition gefehlt haben. Beim nächsten Mal wird er einen Satz machen. Wir gehen in die Union oder ein Listenrennen. Mit Only the Brave würden wir gerne Frankreich ansteuern oder alternativ direkt ins Derby gehen.“ Palm Springs machte als Vierter ebenfalls noch Boden gut, während der stark gewettete Palao aus dem Vordertreffen nach hinten durchgereicht wurde.

Thorin ein Pferd mit Zukunft

Eine zukunftsträchtige Vorstellung gab der von Henk Grewe für den Rennstall Gestüt Hachtsee vorbereitete Thorin (2:1) im einleitenden 1.600 Meter-Rennen. Mit Andrasch Starke löste sich die Soldier Hollow-Tochter sehr leicht von Sovereign State und dem lange führenden Hurry Back. Damit steigerte er seine letztjährige Vorstellung deutlich. „Damals hat ihm noch eine Arbeit gefehlt, das war mein Fehler. Er ist ein sehr gutes Pferd, weicher Boden wäre noch besser gewesen. Wir werden ihn in Ruhe an bessere Aufgaben heranführen“, erklärte Henk Grewe.

Spannendes Match-Race im Jugendpreis

Im ersten Rennen für zweijährige Pferde in dieser Saison, dem traditionsreichen BBAG Badener Jugendpreis über 1.000 Meter, kamen leider nur zwei Kandidaten an den Start. Doch es entwickelte sich ein packendes Match-Race. Der 1,2:1-Favorit Surin Beach führte seit dem Start, doch auf den letzten Metern stürmte der Bow Creek-Sohn What’s up (2,6:1), der bei der BBAG-Jährlingsauktion 5.000 Euro gekostet hatte, noch knapp vorbei.

Michael Cadeddu entlockte dem Schützling des Krefelder Trainers Mario Hofer sehr starke Reserven. „Ein Match-Race ist nur schön, wenn man gewinnt. What’s up war zu Hause schon weit genug“, berichtete Cadeddu. Mario Hofer sagte: „Der Hengst war schon sehr routiniert. Der Jockey hat das sehr klug gemacht. Mein Pferd hat richtig gekämpft. Ich hoffe, dass wir mit ihm bald in Frankreich starten können. Eine Alternative ist das Auktionsrennen im August in Köln.“

Bereits seinen dritten Saisonsieg landete Frank Fuhrmanns Gainsborough Hat (5:1) in einem Ausgleich III über 1.600 Meter, der Start-Ziel mit Maxim Pecheur gegen Macavity und The Donald stets alles unter Kontrolle hatte.

Soul Dancer der nächste UNIA-Treffer


Für UNIA Racing gab es nach dem Gruppesieg von Soul Train noch ein weiteres Erfolgserlebnis mit einem Dreijährigen. In einem 1.800 Meter-Rennen hinterließ der Wiener Walzer-Sohn Soul Dancer, der 26.000 Euro bei der BBAG-Auktion gekostet hatte, einen starken Eindruck. Von der Spitze aus dominierte die 5,1:1-Chance mit Adrie de Vries vor Atiaro und Koffi Star. Auch Soul Dancer hat keine Derby-Nennung. Trainerin Yasmin Almenräder: „Er ist ein tolles Rennpferd. Ich hatte schon Angst, da die beiden Gegner in diesem Jahr schon gelaufen waren. Seine Debütform aus München 2019 war aufgewertet worden. Er könnte diverse Auktionsrennen ansteuern, aber wir müssen noch sehen, was seine beste Distanz ist.“

Wie schon am Vortag mit Cloud gab es auch heute einen Veteranen-Erfolg: Der zehnjährige Wallach Noble Fighter (17,4:1) erinnerte sich unter Alexander Pietsch im Ausgleich III über 2.000 Meter an seine Bestform und sicherte sich sein 19. Rennen. An der Innenseite wehrte der Außenseiter den Favoriten Java Moon, Waldenser sowie Tornaldo knapp ab. Die Viererwette bezahlte 11.048,7:1 Euro. „Das ist absoluter Wahnsinn“, freute sich die Honzrather Siegtrainerin Selina Ehl.

Treffer für Ronaldo

Die Stallform des Kölner Trainers Andreas Suborics ist über jeden Zweifel erhaben. Im Ausgleich I über 1.800 Meter ging der von Filip Minarik gerittene Bahnspezialist Ronaldo spazieren. Aus der Reserve trumpfte der 4,1:1-Co-Favorit gegen Manipur, Northsea Star und den favorisierten Dato, der von der Spitze abbaute, groß auf und stand schnell als Sieger fest. „Er hatte das Rennen in Hoppegarten noch benötigt. Die Distanz war dort auch zu kurz. Baden-Baden liegt ihm“, hatte Andreas Suborics schon vor dem Rennen gesagt. „Es war ein großer Vorteil, dass er schon vorher gelaufen war. An einem guten Tag kann er viel“, fügte der Coach nach dem Sieg an.

Nach seinem Erfolg am Samstag gelang dem Münchener Trainer John David Hillis auch ein Sieg am Sonntag, der mit Heart Ahead (14,1:1) unter Clement Lecoeuvre in einem 1.800 Meter-Handicap gegen Heatherdown und Lovely Dream ziemlich überraschend kam.

Einen verdienten Sieg schaffte Lennart Hammer-Hansens Trust Ahead mit Andrasch Starke als 2:1-Favorit in einem Ausgleich II über 1.200 Meter gegen Mascalino und Rollicking.

Bis zum heutigen Tag musste der Hannoversche Trainer Hans-Jürgen Gröschel auf den ersten Saisontreffer warten, doch mit Athlet (3,1:1) unter Carlos Henrique klappte es in einem 1.800 Meter-Ausgleich III locker gegen Action Please und Alario.

Im abschließenden Ausgleich IV über 2.400 Meter gab es durch Pavel Vovcenkos Reado (32,1:1) mit Flip Minarik noch eine Sensation. Denn mit einem Erfolg über Thunder Light, Koonari und Donnadream hatten nur wenige gerechnet. Die Viererwette kletterte auf 24.391,5:1 Euro. Amina Mathony geriet unterwegs aus dem Sattel von Lavelle d‘ Or, war aber schnell wieder auf den Beinen.

Zweimal kurzer Kopf: Hochspannende Grupperennen in Baden-Baden

Vorjahressieger Namos (hinten) setzte sich im Preis der Annette Hellwig Stiftung – Silberne Peitsche am 23. Mai in Baden-Baden knapp durch. Foto: Marc Rühl

Quelle: Deutscher Galopp vom 23. Mai 2020

 

Start zum Frühjahrs-Meeting am Samstag, 23. Mai, auf der Galopprennbahn in Baden-Baden: Beim Saisonauftakt in Iffezheim wurden zwölf Leistungsprüfungen ausgetragen. Das von Deutscher Galopp entwickelte Hygiene- und Abstandskonzept lag der Veranstaltung zugrunde, die ohne Zuschauer auf der Rennbahn stattfand. Der Wettumsatz erreichte den Bestwert in 2020 in Deutschland mit 606.632,93 Euro. 490.805,22 Euro kamen aus dem In- und 115.827,71 Euro aus dem Ausland.

 

Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp: „Unser herzlicher Dank gilt dem Team von Baden Racing für die sehr gute Vorbereitung und Organisation. Für alle Beteiligten ist der Tag sehr konzentriert, stimmig und positiv abgelaufen. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, obwohl das besondere Iffezheim-Fluidum angesichts der Umstände natürlich gefehlt hat.“

„Iffezheim weint, weil wir ohne Zuschauer veranstalten müssen“, sagte Jutta Hofmeister, die Geschäftsführerin des Veranstalters Baden Racing über das untypische Regenwetter beim auf zwei Tage verkürzten Frühjahrs-Meeting. „Alle Corona-bedingten Maßnahmen werden vorbildlich umgesetzt, die Disziplin aller Aktiven ist sehr lobenswert“, so Hofmeister. „Das Team macht tolle Arbeit in zum Teil ungewohnten Aufgaben, in diesen Tagen müssen wir alle improvisieren.“

Zwei Grupperennen ragten aus dem sportlichen Angebot heraus. Ein Déja-vu-Erlebnis gab es im Preis der Annette Hellwig Stiftung – Silberne Peitsche (Gruppe III, 27.500 Euro, 1.200 m): Der von Dominik Moser in Hannover für den Stall Namaskar trainierte Namos (3,3:1), das erste Pferd der in Berlin wohnenden Verwaltungssangestellten Petra Stucke, wiederholte mit Jockey Wladimir Panov seinen Vorjahreserfolg. Mit einem kurzen Kopf kämpfte sich der vierjährige Medicean-Sohn noch an der Riesenaußenseiterin K Club und dem Favoriten Majestic Colt vorbei. 16.000 Euro betrug die Siegprämie für den aus der Zucht des Gestüts Brümmerhof stammenden Namos, der beim achten Start seinen dritten Erfolg markierte und die Gewinnsumme auf 69.340 Euro steigerte.

„Ich war mir nicht ganz sicher, ob er auf dem weichen Boden zurechtkommen würde. Dass es wieder zum Sieg hier gereicht hat, ist eine unglaublich tolle Geschichte. Wir würden jetzt gerne nach England gehen, wenn das wieder möglich sein sollte“, sagte Trainer Dominik Moser. Jockey Wladimir Panov fügte an: „Das ist ein wunderbarer Sieg. Wir hatten einen Super-Rennverlauf. Er war noch nie auf diesem Boden angetreten. Heute war er auf den Punkt genau zur Stelle und hat großen Kampfgeist gezeigt.“

K Club schien lange die Sensation vor Augen zu haben. „Ich war heute sehr guter Dinge, der Boden passte“, erklärte Trainerin Erika Mäder. Majestic Colt hielt sich als Dritter gut, hatte aber keine Siegchance. Schäng lief als Vierter verbessert.

Auch die 42. pferdewetten.de – Badener Meile (Gruppe II, 35.000 Euro, 1.600 m) entwickelte sich zu einem Thriller: Ebenfalls mit einem kurzen Kopf Vorsprung gewann die von Dr. Andreas Bolte in Lengerich für Ralf Nicolay trainierte fünfjährige Kamsin-Tochter Nica (5,6:1) ihr erstes Grupperennen gegen den heranstürmenden Aviateur. Jockey Adrie de Vries etablierte Nica, die hier 2019 im Oettingen-Rennen knapp geschlagene Zweite gewesen war, sofort im Vordertreffen des von Los Campanos angeführten Feldes. Früh auf der Zielgeraden hatte die Mitfavoritin außen einen Vorteil, doch wurde Avuateur immer zwingender und schien noch die Wende zu schaffen. Doch Nica packte nochmals entscheidend an und blieb minimal voraus. 20.000 Euro Siegprämie waren der Lohn für diese Energieleistung der beim zwölften Start zum vierten Mal siegreichen Lady.

„Ich war mir nicht ganz sicher, ob wir es geschafft hatten, denn der Gegner war schon kurz vorbei, aber Nica kam wieder zurück und zeigte viel Herz. Im Ziel waren wir wieder vorne. Ich freue mich riesig“, sagte Siegreiter Adrie de Vries. Trainer Dr. Andreas Bolte meinte: „Ich bin überwältigt. Sie war im letzten Jahr die beste Meilerin Deutschlands, auch gegen die Hengste. Beim ersten Saisonstart 2020 in Hannover war sie noch nicht auf hundert Prozent und hatte ein unglückliches Rennen. Nun hatten wir auf Verbesserung gehofft.“

Aviateur unterlag in allen Ehren, während Ninario sich spät noch auf Platz drei vorschob. Der Lokalmatador Jackson Hole kam nach wenig günstigem Rennverlauf noch auf Rang vier vor dem lange führenden Los Campanos und der als Sechste aus bester Lage nie anziehenden Favoritin Axana.

Im einleitenden 1.600 Meter-Rennen bekam die von Andreas Suborics in Köln trainierte Cape Coral (5:1) mit Filip Minarik noch den lange führenden Turftiger in den Griff. Der Debütant Pace Man verbesserte sich zuletzt auf Platz drei. Die Favoritin Linarda hatte ein sehr unglückliches Rennen und war unter Wert geschlagen. Siegjockey Filip Minarik erklärte: „Sie hatte zu Hause immer mehr gezeigt als im Rennen. Heute ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, dass es im Rennen geklappt hat.“

Nach dem sehenswerten Einstand in Hannover war der erste Karrieretreffer der dreijährigen Wiesenpfad-Tochter Mangan (3,3:1) in einer 1.400 Meter-Konkurrenz keine Überraschung. Mit viel Schwung bekam die von Marco Casamento gerittene Co-Favoritin noch Auenzenzi und Rely on me in den Griff. Trainer Waldemar Hickst über den 8.000 Euro-BBAG-Auktionskauf aus der Zucht des Gestüts Trona: „Sie gehört vielleicht nicht ganz zur Spitze, könnte aber eine gute Handicapperin werden.“ Die beim ersten Start favorisierte Leopoldina kam über Platz vier nicht hinaus.

Trainer-Altmeister Horst Rudolph aus Mannheim sorgte im Hein Bollow-Gedächtnisrennen (Ausgleich IV, 2.000 m) für eine große Überraschung, denn mit dem ersten Erfolg von Irukandji (30,3:1) war kaum zu rechnen gewesen. Hana Mouchova hielt auf dem Außenseiter einen sicheren Vorteil gegen Dynamite Star und Polarstern fest.

Schiergen-Familienpferd gewinnt

Das Familienpferd der Familie Schiergen, der vierjährige Wallach Nubius, entschied einen packenden Ausgleich II über 2.400 Meter für sich. Mit viel Kampfkraft zwang Jockey Lukas Delozier auf der 8,5:1-Chance noch Arktis, Analeon und Mondaine in die Knie. Die Viererwette bezahlte 20.000:1 Euro, ein Gewinner bekam 10.000 Euro ausgezahlt. „Es war sein erster Start als Wallach, da war er viel konzentrierter. Auch der Boden kam ihm entgegen“, sagte Delozier über Nubius.

Kaspar ein Derby-Pferd?


Noch eine Nennung für das IDEE 151. Deutsche Derby besitzt Gestüt Röttgens Kaspar (5,8:1), der mit Maxim Pecheur in einem 2.200 Meter-Rennen Start-Ziel souverän gegen Tax for Max und Lord Grischun sowie den Favoriten Nippon auftrumpfte. „Er hatte einen Aufbaustart absolviert. Seine heutige Aufgabe hätte er nicht besser lösen können“, signalisierte Pecheur.

Die Freunde von Außenseitern kamen im 1.400 Meter-Ausgleich III auf ihre Kosten, denn der Totalisator zahlte auf den knappen Speedsieg von John David Hillis‘ Griffone mit Andre Best 30,1:1. Ganz zuletzt stellte der Wallach aus München noch Warrior und Kareless.

Nach seinem Hoppegartener Erfolg legte Dirk Lükers Stanley Daley (6,9:1) nach einem sehenswerten Ritt von Andrasch Starke einen weiteren Treffer nach. In einem 1.400 Meter-Handicap kam der Siebenjährige zuletzt noch gegen Highly Favoured und Thymian zum Zuge.

Sehr leicht fiel der Erfolg von Shannen (2,5:1) in den Traditionsfarben des Stalles Steintor aus dem Bremen-Mahndorfer Stall von Pavel Vovcenko gegen Conquistadorkitten und Opera Snow in einem 2.000 Meter-Ausgleich IV aus.

Auch im Alter von elf Jahren agiert Gestüt Weiherwiesens Cloud noch in Hochform. Bei seinem 60. Auftritt bescherte der Wallach aus dem Mülheimer Quartier von Yasmin Almenräder Jockey Adrie de Vries den dritten Tagessieg. In einem Ausgleich III über die Meile lief der Schimmel zur Quote von 2,7:1 leicht vor Lessing und Itman nach Hause.

Mit einem gewaltigen Speed wartete Marco Kleins Indian Soldier (3,7:1) im abschließenden Ausgleich IV über 2.200 Meter auf. Von einem der letzten Plätze eilte der von Tommaso Scardino gerittene Hengst noch an allen Konkurrenten vorbei. Nightdance Man, Azonto und Diokletian vervollständigten die Viererwette, die 2.000:1 Euro bezahlte.

Leistungsprüfungen vom 16. Juni bis 30. August

Deutscher Galopp hat die Termine für die Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort vom 16. Juni bis zum 30. August 2020 bekannt gegeben. Weiterhin findet immer nur ein Veranstaltung an einem Tag statt. Das Derby-Meeting in Hamburg ist für den 10. bis 12. Juli mit drei Renntagen terminiert. Das IDEE 151 Deutsche Derby findet am 12. Juli statt.

 

Hier alle Termine

Zwischenbilanz soll nach Baden-Baden kommen

Quelle: GaloppOnline vom 19. Mai 2020

 

Nachdem sieben deutsche Renntage durch sind, vier weitere bis einschließlich Sonntag anstehen, wird es kommende Woche eine Zwischenbilanz von Deutscher Galopp geben. Das hat Präsident Michael Vesper angekündigt. „Wir sind aktuell angetan vom recht hohen Umsatz, auch haben sich Bildqualität und die Übertragungen im Allgemeinen verbessert. Dass wir zweimal in der ARD Sportschau waren hat fast schon nostalgische Züge, erinnerte einen an alte Zeiten. Auch am Sonntag werden wir wieder, wie es aussieht, in der Sportschau sein.“

 

Das Rennprogramm bis Ende August steht mittlerweile, wird am Dienstag noch veröffentlicht werden. Michael Vesper: „Wir dürfen bei aller Freude über den gelungenen Start nicht vergessen, dass es weiterhin ein absolutes Notprogramm ist. Die Vereine haben keine Eintrittsgelder, viele Sponsoren haben sich zurückgezogen. Das Bestreben ist im Moment eher, die Verluste zu reduzieren als Gewinne machen zu können. Auch die Einnahmen des Verbandes reduzieren sich, weil die Rennpreise geringer sind. Die Notmaßnahmen betreffen alle, aber es ist uns allen lieber, dass es so ist wie es ist als dass es gar keine Rennen gäbe.“

 

Wie lange die Rennpreiskürzungen anhalten, steht noch nicht fest, sicherlich auch noch in den Juli hinein, wie es aktuell aussieht. Jan Pommer, Geschäftsführer Deutscher Galopp, sagt: „Wir treffen aktuell keine starre Festlegung in Sachen der Rennpreise bis Ende August, nach der Gesamtschau kommende Woche wissen wir mehr und schauen, ob es Möglichkeiten der Nachjustieren gibt.“

 

Ob je Pferd in Kürze auch wieder ein Besitzer auf der Rennbahn anwesend sein darf, wird durch die zuständigen Behörden entschieden werden. „Wir können hier im Moment keine Entscheidung vorwegnehmen“, so Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper, „es ist eine Entscheidung der Behörden. Es ist sicherlich möglich, dass Woche für Woche nachjustiert werden kann. Dass die Besitzer nicht auf die Bahn dürfen ist der schmerzlichste Punkt unseres Konzeptes.“

 

Nach wie vor sollen es die Besitzer sein, die die Ersten sind, die wieder auf die Bahn dürfen, sollte es zu weiteren Öffnungen kommen. Das haben sowohl Vesper als auch Geschäftsführer Jan Pommer bestätigt. „Aber wir können es noch nicht zusagen.“ Dass die Behörden selbst die Einhaltung der Hygieneregeln vor Ort bis dato nicht live kontrolliert haben, sehen beide als „Zeichen des Zutrauens in unsere Arbeit durch die Behörden.“ „Die Disziplin der Aktiven ist sehr gut, absolut super“, sagt Michael Vesper und nährt gerade auch angesichts dessen die Hoffnung, dass bald wieder mehr geht.

Neustart in Großbritannien am 1. Juni, in Irland am 8. Juni

Quelle: GaloppOnline vom 16. Mai 2020

 

Die Rennsaison in Großbritannien soll am 1. Juni starten.  Gleich in der ersten Woche nach Re-Start stehen drei Gruppe I-Prüfungen auf dem Programm. Der Coronation Cup am 5. Juni, die 2000 Guineas am 6. Juni und die 1000 Guineas am 7. Juni.  Die drei angesprochenen Top Level-Prüfungen werden zunächst die einzigen Rennen sein, zu denen ausländische Starter zugelassen werden. Sowohl für Gruppe II-, Gruppe III-, Listen - und alle weiteren Rennen der Classe 2 und abwärts sind zunächst keine Starter aus dem Ausland zugelassen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 15. Juni und schließt auch Starter aus Irland ein.


Der Neustart der Rennen in Irland ist von Ende Juni auf den 8. Juni vorgezogen worden. Irlands Rennsport atmet nach dieser News auf. Leo Varadkar, Premierminister in Irland, hat persönlich verkündet, dass man den Wiederbeginn an den Entwicklungen in Frankreich und England orientieren müsse. „Der Rennsport ist ein wichtiger wirtschaftlicher Sektor in unserem Land“, so Varadkar, „viele Menschen sind in ihm beschäftigt und er trägt mit jährlich einer halben Milliarde Euro zu unserer Wirtschaft bei.“ Der Neustart wird, wie überall, ohne Zuschauer und unter strikten Auflagen erfolgen.

WETTSTAR spendet für die Helden des Rennsports

Pressemitteilung von WETTSTAR vom 14. Mai 2020

 

Insgesamt 19 Ex-Rennpferde aus Trab und Galopp befinden sich zurzeit in der Obhut von Projektinitiatorin Hannelore Gallin Ast auf der Vollblut-Depandance in Happach (Bayern). Seit nun mehr als 20 Jahren beschäftigt sich das ehemalige Vorstandsmitglied des Rennvereins München Riem mit den Fassetten der nachrennsportlichen Karriere der eigentlichen Helden. Kurz um gründete sie, aus Liebe zum Sport und den Tieren, gemeinsam mit Dr. Wolf Johnssen die Renn-Pferde-Boomerang gGmbH. Hier kümmert sie sich gemeinsam mit motivierten Jugendlichen und Helfern um das Wohl der Tiere.

 

Hannelore Gallin Ast verwirklicht in diesem außergewöhnlichen Projekt ein Zusammenspiel aus vollwertiger
Tiernahrung, ökologischer Einstreu und individuell abgestimmten Bewegungs- und Trainingseinheiten der Pferde. Dieses umfangreiche Konzept ermöglicht es Mensch und Pferd auf diesem Hof gesund und glücklich miteinander zu wachsen und zu arbeiten. Ob Umschulung in die Vielseitigkeit, Vermittlung in liebevolle Hände oder als Einstieg für die Jugendförderung des Rennsports – Die Stars der Rennbahn machen hier noch einmal Karriere.


Deswegen möchte WETTSTAR ab sofort die Initiatoren dieses außergewöhnlichen Projektes dabei unterstützen, Ex-Rennpferden den Lebensraum und die Zuwendung zu bieten, die diese Tiere verdient haben. „Denn neben der Vollblutzucht und unserer Aufgabe als Wettvermittler und Dienstleister im deutschen Rennsport, liegt uns auch die Nachhaltigkeit und Jugendförderung unseres Sports besonders am Herzen“, so Riko Luiking, Geschäftsführer der WETTSTAR GmbH.

 

Bis zum 30. Juni 2020 spendet WETTSTAR für jeden neuen Abonnenten auf Facebook, YouTube und Instagram einen Euro an das AfterRaceCare Programm von Boomerang. Darüber hinaus bietet WETTSTAR allen Onlinekunden in seinem Bonusprogramm die Möglichkeit gesammelte Wettstars zu spenden. Jeden Monat wird auf wettstarpferdewetten.de ein weiteres Pferd aus Happach vorgestellt, für das Spenden gesammelt werden. Jeder gespendete Euro kommt garantiert an.


Hannelore Gallin Ast, nach der Bekanntmachung von WETTSTAR: „Ich kann Ihnen nicht sagen wie froh und glücklich ich bin, dass man endlich unseren Sport, insbesondere unsere wunderschönen Vollblüter der Gesellschaft so vorstellt, wie es in Wirklichkeit ist. Wir alle lieben unsere Helden und jedes Mal sind wir von der Schönheit, von ihrer Intelligenz und von ihrer Anhänglichkeit berührt. Und das können wir mit unserem Projekt belegen, es ist uns sehr wichtig zu unterstreichen und zu zeigen, dass diese Leistungssportler auch nach ihrem Einsatz gesund und munter sehr alt werden können.“


Weitere Informationen zu diesem Projekt und den „Helden“ in Happach unter: https://www.renn-pferde-boomerang.de/ oder auf: http://www.wettstar.news/category/bonus_aktion

Konzept zur Durchführung von Leistungsprüfungen

Deutscher Galopp hat für die geplanten "Durchführung von Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort" ein umfangreiches Konzept herausgegeben.

 

Das komplette Konzept hier 

Besitzertrainer-Cup 2020 findet nicht statt

Der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer hat jetzt den Besitzertrainer-Cup 2020 abgesagt. Eigentlich sollte die 5. Auflage diesmal an sieben verschiedenen Rennorten auf ganz Deutschland verteilt ausgetragen werden. Die ersten beiden geplanten Wertungsrenntage in Krefeld (22. März) und Zweibrücken (19. April) sind bereits der Corona-Krise zum Opfer gefallen, der eigentlich nächste Wertungsrenntag in Magdeburg (6. Juni) steht wegen der vorgesehenen Geisterrennen nicht mehr im Programm.

 

"Wir haben in der Austragung des Besitzertrainer-Cups in diesem Jahr einfach keinen Sinn mehr gesehen, zumal nach jetziger Verordnungslage auch in Leipzig (9. Juli) und Cuxhaven (18. Juli) wenn überhaupt nur eingeschränkte Renntage stattfinden können", begründet Karen Kaczmarek, 1. Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer die Absage. "Die von uns gewollte bundesweite Streuung der für die Gesamtwertung berücksichtigten Renntage ist 2020 einfach nicht mehr machbar."

 

Auf jeden Fall soll der Besitzertrainer-Cup im kommenden Jahr wieder ausgeschrieben werden. "Wir werden die Rennorte rechtzeitig bekanntgeben und hoffen, dass 2021 dann alles reibungslos ablaufen kann", so Karen Kaczmarek.

Neue Seminartermine für die Besitzertrainerausbildung

Unter https://www.deutscher-galopp.de/gr/galopprennsport/jobs-im-rennsport/lehrgaenge.php können immer die aktuellen Lehrgangsangebote von Deutscher Galopp eingesehen werden. Dort stehen auch aktuelle neue Termine für Basismodule der Besitzertrainerausbildung. 

 

Weitere Informationen sind dort einzusehen. Die Anmeldeformulare sind dort ebenfalls hinterlegt und können ausgefüllt per E-Mail (bianca.wagner(at)t-online.de) weitergeleitet werden.

 

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