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SPORT1 wird Live-Partner für zehn Renntage

Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 8. Juli 2020

Deutscher Galopp hat vor dem Derby-Wochenende in Hamburg wichtige Weichen für die mediale Zukunft des Rennsports gestellt. Zum einen haben Deutscher Galopp und Wettstar eine Partnerschaft mit dem Fernsehsender SPORT1 verabredet. Sportfans werden ab dem kommenden Derby-Samstag, 11. Juli, an zehn Terminen jeweils volle zwei Stunden Live-Berichterstattung der Rennveranstaltungen geboten. Jan Pommer zeigt sich begeistert: „Wir sind froh und stolz, mit Sport1 einen sehr guten Partner für die Übertragung von zehn Renntagen im Free-TV gewonnen zu haben. Wir sehen das als große Chance, unsere faszinierende und schnelle Sportart den vielen Sportfans nahe zu bringen.“
Riko Luiking, Geschäftsführer von Wettstar, erklärt: „Wir unterstützen die Partnerschaft gerne und werden die Übertragungen für die Ansprache neuer Pferdewetter nutzen.“

Dr. Matthias Kirschenhofer, Vorstand der Sport1 Medien AG sowie Geschäftsführer der Sport1 GmbH und Magic Sports Media GmbH: „Für alle Pferdesportfans in Deutschland bekommt der Galopprennsport auf SPORT1 die große mediale Bühne. Die Renntage werden mit umfangreicher Liveberichterstattung im Free-TV hochwertig in Szene gesetzt – und auch auf unseren Digital- und Social-Media-Plattformen werden wir die User aktuell und ausführlich informieren. Komplettiert wird unsere Partnerschaft durch die Kooperation zwischen unserem Vermarkter MAGIC SPORTS MEDIA und Wettstar, die die aufmerksamkeitsstarke Integration in unseren Werbeumfeldern umfasst.“

Die genauen Sendeplätze:
          
11.07.2020     Hamburg von 12 bis 14 Uhr
12.07.2020     Hamburg von 15 bis 17 Uhr
18.07.2020     Köln von 14 bis 16 Uhr
25.07.2020     Hannover von 15 bis 17 Uhr
26.07.2020     München  von 15 bis 17 Uhr
29.08.2020     Leipzig von 14 bis 16 Uhr
12.09.2020     Baden-Baden von 14 bis 16 Uhr
13.09.2020     Baden-Baden von 15 bis 17 Uhr
04.10.2020     Hannover, Düsseldorf, Honzrath von 15 bis 17 Uhr
10.10.2020     Dortmund, Leipzig von 14 bis 16 Uhr


Zum anderen wird die Grundberichterstattung von den Renntagen ab der kommenden Woche modifiziert. So wird neben der Liveberichterstattung von den Rennen vor Ort redaktionell vornehmlich aus einem Studio berichtet. Diese Produktion ermöglicht eine dichte Berichterstattung zu einem vertretbaren Aufwand. Die seit Wiederaufnahme des Rennbetriebs in Corona-Zeiten zur Gewinnung neuer Fans und Medienpartner wie auch zur Information der von den Veranstaltungen ausgeschlossenen Besitzer sehr hochwertige Produktion wird damit auf ein weiterhin attraktives Niveau angepasst. Besonders bedeutende Veranstaltungen, wie beispielsweise die Wochenenden in Baden-Baden oder der „Preis der Diana“ werden auch weiterhin auf dem sehr hohen bisherigen Standard produziert.

Jan Pommer, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V., erklärt: „Wir sind gewiss, dass wir mit diesem abgestuften Modell nun passgenau und langfristig kostenbewusst agieren können. Unsere besten Renntage präsentieren wir im von immer mehr Menschen hochgeschätzten Top-Niveau. Alle weiteren Renntage werden wir aus nächster Nähe weiter sehr ansehnlich, fachkundig und emotional präsentieren.“ Alle Rennen können nach wie vor auf deutscher-galopp.de und den Social Media-Kanälen von Deutscher Galopp kostenfrei und live verfolgt werden.

Wonderful Moon aus Box 4 ins IDEE 151. Deutsche Derby

Quelle: Deutscher Galopp vom 8. Juli 2020

Die Startboxen-Auslosung für das bedeutendste Galopprennen des Jahres 2020, das IDEE 151. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) am Sonntag, 12. Juli, in Hamburg-Horn, ging am Mittwoch um 17 Uhr im Waagegebäude der Galopprennbahn in der Hansestadt über die Bühne.

Riko Luiking, der Geschäftsführer von WETTSTAR, zog die Startnummern für die 19 Pferde. HRC-Vizepräsident Hans-Ludolf Matthiessen moderierte die Ziehung. Chef-Handicapper Harald Siemen war ebenso mit von der Partie wie Doreen Frahm vom Hamburger Renn-Club.

Top-Favorit Wonderful Moon bekam mit Box 4 eine ideale Ausgangsposition. Der hinter ihm im Union-Rennen Zweitplatzierte Grocer Jack geht aus der „11“ auf die 2.400 Meter lange Reise. Mitfavorit Dicaprio muss von weit außen (Startbox 17) heran. Ganz innen wird Kaspar aus Box 1 antreten. Die äußere Box 19 wurde für den Außenseiter Brian Boru gezogen. Die beiden französischen Gäste starten aus Box 13 (In Swoop) bzw. 6 (Frohsim), die nachgenannten Pferde Soul Train aus Box 5 bzw. Kellahen aus Box 10.

Der Link zum Video der Auslosung: deutscher-galopp.atmosphere.zone/video/6410

Hier die Übersicht über alle 19 Derby-Starter:

Programm-Nummer/Pferd/GAG/Startbox

1 Wonderful Moon/ 96,0/ 4
2 Grocer Jack/ 93,5/ 11
3 Soul Train/ 92,5/ 5
4 Kaspar/ 92,0/ 1
5 Adrian/ 91,5/ 8
6 In Swoop/ 91,5/ 13
7 Kellahen/ 91,0/ 10
8 Only the Brave/ 91,0/ 3
9 Dicaprio/ 90,0/ 17
10 Frohsim/ 88,0/ 6
11 Palm Springs/ 88,0/ 2
12 Near Poet/ 87,5/ 14
13 Toscano/ 86,0/ 15
14 Notre Ruler/ 85,0/ 9
15 Brian Boru/ 83,0/ 19
16 Anatello/ 82,0/ 7
17 Prince Oliver/ 80,0/ 18
18 Torquator Tasso/ 70,5/ 12
19 Furioso/ 64,0/ 16

Waleed siegt für Hella Sauer in Chantilly

Im französischen Chantilly holte sich Hella Sauer am Sonntag, 5. Juli, überraschend mit Waleed den ersten Saisonerfolg. Der 6-jährige Wallach siegte zu einer Quote von 25,40:1 unter Pierre Bazire.

Kein Erfolg in Mülheim, Dresdner Heimsieg und viermal in Mannheim

Zum zweiten Saisonsieg kamen am 4. Juli auf ihrer Heimatbahn Varicon und Ralph Siegert. Foto: screenshot

Wieder gab es ein langes Wochenende im deutschen Galoppsport mit Renntagen am Freitag in Mannheim, Samstag in Dresden und Sonntag in Mülheim. Dabei schafften die Besitzertrainer des Vereins insgesamt fünf Siege.

 

Ohne Erfolg blieben die Besitzertrainer des Vereins am Sonntag, 5. Juli, in Mülheim.

 

Am Samstag, 4. Juli, durften sich die Besitzertrainer des Vereins in Dresden über einen Treffer freuen. Den kann sich Ralph Siegert auf seinem Konto gutschreiben. Es war für Trainer und sein Pferd Varicon der zweite Saisonerfolg. Zum Heimsieg wurde der 6-jährige Wallach von Bauyrzhan Murzabayev gesteuert.

 

In Mannheim läuft es in diesem Jahr für die Besitzertrainer des Vereins wieder ausgezeichnet. Wie am 11. Juni kamen sie auch am Freitag, 3. Juli, auf der Waldrennbahn zu vier Siegen. Sieben Rennen wurden in Mannheim zum Start des langen Galopprenn-Wochenendes ausgetragen.

 

In der zweiten Leistungsprüfung des Tages landete Michael Alles seinen dritte Jahrestreffer. Für ihn gewann unter Jozef Bojko der 5-jährige Wallach Ensign Ewart. Die Besitzertrainer-Zweierwette machte Medaillon (Wilfried Schütz/Sibylle Vogt) perfekt.

 

Die Rennen Nummer fünf bis sieben gingen alle an Besitzertrainer des Vereins. Zuerst kam Helmut R. Wedig durch Rock of Cashel zu seinem ersten Erfolg 2020. Im Sattel saß Tommaso Scardino. Die Siegqoute betrug 16,30:1.

 

Danach schaffte Christian Peterschmitt seinen ersten Treffer in diesem Jahr. Siegreich war der 10-jährige Wallach Ajmany, der von Lukas Delozier geritten wurde.

 

Zum Abschluss kam Horst Rudolph zu seinem zweite Erfolg 2020. Als Erster passierte für ihn der 6-jährige Wallach Furous das Ziel. Im Sattel saß Fabian Xaver Weißmeier. Die Besitzertrainer-Dreierwette komplettierten Mr. Gent (Lucien W. J. van der Meulen/Anna van den Troost) und Dawn Prayer (Christof Schleppi/Sibylle Vogt).

 

Die nächsten "Geisterrenntage" in Deutschland finden beim Corona-Derby-Meeting in Hamburg am Freitag, 10. Juli, am Samstag, 11. Juli und am Sonntag, 12. Juli, statt. Weiter geht es danach am Samstag, 18. Juli, in Köln und am Sonntag, 19. Juli, in Hoppegarten.

 

Alle Siege von Besitzertrainern des Vereins im Juli und Juni 2020 hier. Die Treffer im Januar, Februar, März und Mai 2020 sowie alle Erfolge im Jahr 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.

 

Weitere Ergebnisse und die geplanten Renntermine 2020 sind unter https://www.deutscher-galopp.de zu finden.

Rock of Cashel sorgte am 3. Juli in Mannheim für den ersten Treffer 2020 von Helmut R. Wedig. Foto: screenshot
Für den dritten Jahreserfolg von Michael Alles sorgte am 3. Juli in Mannheim Ensign Ewart. Foto: screenshot
Ajmany sicherte Christian Peterschmitt am 3. Juli in Mannheim den ersten Saisonsieg. Foto: screenshot
Horst Rudolph erhöhte seine Jahresbilanz am 3. Juli in Mannheim durch Furous auf zwei Treffer. Foto: screenshot

Tabera mit beeindruckender Generalprobe für den Klassiker

Quelle: Deutscher Galopp vom 5. Juli 2020


Ein bedeutendes Vorbereitungsrennen für den Klassiker um den Henkel – Preis der Diana stand am Sonntag, 5. Juli, im Mittelpunkt der Veranstaltung mit zwölf Leistungsprüfungen auf der Galopprennbahn in Mülheim/Ruhr. Der Wettumsatz belief sich auf 346.138,88 Euro (davon kamen 48.353,40 Euro aus dem Ausland). Mit einer imposanten Vorstellung empfahl sich die von Miltcho Mintchev in Köln für Litex Commerce trainierte dreijährige Stute Tabera (4:1) im BBAG Diana Trial (Listenrennen, 17.000 Euro, 2.000 m) für den Klassiker am 2. August in Düsseldorf.

Vom Start bis ins Ziel dominierte die Gleneagles-Tochter, die von ihrem Besitzer, einem bulgarischen Unternehmer, auch gezogen wurde, am Ende hatte sie vier Längen Vorsprung. Alexander Pietsch hatte den Ritt von Filip Minarik übernommen, der am vergangenen Freitag in Mannheim gestürzt war. 10.000 Euro betrug die Siegprämie für Taberas Eigner. Zuletzt in den klassischen German 1.000 Guineas in Düsseldorf war die Stute Fünfte gewesen, doch handelte es sich dort um ihren ersten Auftritt in 2020.

„Es ist toll, so leicht zu gewinnen“, schilderte Jockey Alexander Pietsch. „Ich bin unverhofft zu diesem Ritt gekommen. An dieser Stelle gute Besserung an Filip. Für Tabera war es der erste Start auf einem weiten Weg. Sie kam mit dieser Distanz prima zurecht.“ Trainer Miltcho Mitchev ergänzte: „Tabera hat heute sehr viel Klasse gezeigt, was ich auch erwartet hatte. Ich bin sehr happy. Das ist eine sehr gute Stute.“

Die Favoritin Snow machte vom letzten Platz noch viel Boden gut und schob sich auf Platz zwei vor Sea of Love, die Russian Souffle knapp in Schach hielt. Vive en liberte musste wie schon zuletzt in Köln vom Start verwiesen werden.

Sensation in der Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette der Woche“

In der „Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette der Woche“ (Ausgleich III, 2.000 m) schaffte die erstmals von dem Mülheimer Trainer Marian Falk Weißmeier aufgebotene Past Sina in den Farben des Stalles Mara eine Sensation. Zum Toto von 32,6:1 ließ die Riesenaußenseiterin mit Cecilia Müller Noble Fighter, Wildbeere und Molly le Clou stehen. „Beim letzten Start noch für einen anderen Trainer ging sie von der Spitze aus, das war nicht ideal. Cecilia hat ihr heute ein sehr schönes Rennen serviert“, kommentierte Marian Falk Weißmeier. Die Viererwette wurde einmal getroffen mit einem Grundeinsatz von 0,50 Euro und bezahlte 74.685,9:1 Euro. Der glückliche Gewinner kassierte 37.342,95 Euro.

„Auktions-Schnäppchen“ Timotheus mit Klasse-Debüt

10.000 Euro hatte der Stall Phantom bei der BBAG-Jährlingsauktion für den Amaron-Sohn Timotheus bezahlt. 3.000 Euro Siegprämie wurden gleich beim ersten Start des von Axel Kleinkorres in Mülheim trainierten Hengstes auf das Konto des Besitzers überwiesen, denn der als 12,4:1-Außenseiter gestartete Hoffnungsträger setzte sich unter Adrie de Vries in großem Stil von Waldersee und Atraaj ab. Mehrere Auktionsrennen und der Preis des Winterfavoriten könnten mögliche Ziele von Timotheus sein. „Ich habe ihn im Bogen vorbeigebracht, er stand super durch“, bilanzierte Adrie de Vries. Es war der erste Treffer für Axel Kleinkorres seit dem Wechsel nach Mülheim. „Timotheus hat einen traumhaften Charakter. Ich habe selten so einen Zweijährigen gehabt“, sagte er.

Sechs Rennen hatte Championjockey Bauyrzhan Murzabayev am Samstag in Dresden gewonnen. Und auch in Mülheim war schon in der zweiten Prüfung ein Erfolg fällig, durch die Start-Ziel dominierende Surani (2,6:1), die Dr. Andreas Bolte in Lengerich für das Gestüt Winterhauch vorbereitet. Verlan hielt Platz zwei knapp gegen Red Sky.

Auch in der nächsten Prüfung, einem 2.000 Meter-Rennen, zeichnete sich Bauyrzhan Murzabayev aus. Mit Sea of Joy (Quote 3:1), die zuletzt in Hannover viel Pech hatte, kämpfte er sich gegen Noa Lea und Katya zum Erfolg, dem zweiten Tagestreffer für den Jockey und Trainer Dr. Andreas Bolte. „Wenn es mehr Tempo gegeben hätte, hätte sie leichter gewonnen“, verriet der Siegreiter. Der Favorit Smart Dancer war nach einer Extrarunde vor dem Start zurückgezogen worden.

Iffezheimer Zweierwette im Ausgleich II

Eine Iffezheimer Zweierwette gab es im über 1.400 Meter führenden Ausgleich II, als Stall am Beyrains Itman (5,2:1) aus dem Quartier von Carmen Bocskai mit seinem gefürchteten Speed Lennart Hammer-Hansens Trust Ahead noch verdrängte. Rene Piechulek bewies im Sattel von Itman, der seinen dritten Saisonsieg erzielte, Nerven wie Drahtseile, denn vom letzten Platz passierte er sämtliche Konkurrenten. Mister Onyx schob sich auf Rang drei. „Sibylle Vogt, die Itman bestens kennt, hatte mir gesagt, ich sollte ihn unterwegs im Hinterfeld relaxen lassen, das hat bei dem hohen Tempo bestens funktioniert“, berichtete Rene Piechulek.

Mülheim ist die Erfolgsbahn von Dawn Calling, was der von John Smith aus den Niederlanden an den Start geschickte zehnjährige Veteran in einem 1.400 Meter-Handicap wieder einmal untermauerte. Mit Adrie de Vries stürmte der 11,1:1-Außenseiter spät noch an dem Landsmann John Appleseed und Mister Spock vorbei.

Beim ersten Start in einem Handicap-Rennen platzte der Knoten bei dem von Markus Klug engagierten Ittlinger Sagrado (5:1), der mit Maxim Pecheur Start-Ziel in einem 2.400 Meter-Ausgleich IV gegen Chaperon und Diokletian locker voraus war.

Immer wieder Murzabayev: Fünf Siege!

Dem hohen Vertrauen als 1,5:1-Favorit wurde Stressless in einer 2.100 Meter-Prüfung sehr sicher gerecht. Bauyrzhan Murzabayev machte hier seinen dritten Tageserfolg vor Pleasant Gift und Arctic Spirit perfekt. Für den Mülheimer Coach Axel Kleinkorres war es Sieg Nummer zwei.

Der Vorsprung von Bauyrzhan Murzabayev in der Jockey-Statistik wird immer größer – mit Philip Jonkharts Fire Linn (3,5:1), deren Besitzerin Pudelzüchterin ist, brachte der Titelverteidiger in einem 2.000 Meter-Handicap vor Ma jolie cherie und Amity Island bereits den vierten Tageserfolg unter Dach und Fach.

Im abschließenden 2.000 Meter-Rennen feierte Bauyrzhan Murzabayev sogar noch seinen fünften Sieg, als der von ihm gesteuerte Ebbesloher Dantes (1,6:1-Favorit) aus dem Stall von Andreas Wöhler trotz über einjähriger Pause vor Agamemdon und Sahelian nach Belieben alles beherrschte.

Auch der Zweite der Reiter-Rangliste landete einen weiteren Punkt – Maxim Pecheur vertraute in einem Ausgleich IV über 2.000 Meter auf die Endgeschwindigkeit von Uwe Schwinns Opera Snow (7,2:1) und lag damit goldrichtig. Roi du Soleil und Flowerpower belegten die Plätze zwei und drei.

Moonlight Man imponiert im Dresdner Highlight

Quelle: Deutscher Galopp vom 4. Juli 2020

 

Der dritte Renntag 2020 auf der Galopprennbahn Dresden ging am Samstag, 4. Juli, mit neun Leistungsprüfungen über die Bühne. Zuschauer waren nicht zugelassen, abgesehen von Aktiven und Besitzern. Der Wettumsatz belief sich auf 277.820,08 Euro (davon kamen 220.886,29 Euro aus dem Inland und 56.933,79 Euro aus dem Ausland). Der von Markus Klug in Köln-Heumar für das Baden-Badener Besitzer-Ehepaar Moser trainierte Moonlight Man (Quote: 4:1) imponierte als souveräner Gewinner im Großen bwin Sommer Preis (Listenrennen, 12.500 Euro, 1.900 m).

Unter Maxim Pecheur fand der vierjährige Reliable Man-Sohn aus der Zucht des Gestüts Wittekindshof an dritter Position ein ideales Rennen vor und setzte sich auf der Zielgeraden schnell von seinen sieben Konkurrenten ab. Der letztjährige Derby-Siebte wurde von Trainer Markus Klug langsam wieder an bessere Aufgaben herangeführt, nun landete er beim zehnten Start seinen dritten Treffer, der mit 7.000 Euro Prämie belohnt wurde.

„Er ist schon bei uns im Stall, seitdem er ein Jahr alt war. Als Zweijähriger lief er bereits in hoher Klasse. Es ist schön, wenn solch ein Pferd wieder an seine Bestform anknüpfen kann. Ich wollte mich am Ende nicht umschauen, da wir so oft Zweiter waren in großen Rennen“, kommentierte Maxim Pecheur.

Trainer Markus Klug erklärte: „Wir hatten das so besprochen, dass Sibelius vorne und Moonlight Man im Vordertreffen gehen sollte. Dieser hatte an dritter Position einen perfekten Rennverlauf, während es Sibelius am Ende etwas zu weit wurde. Moonlight Man gewann souverän und ist wieder da, wo er im letzten Jahr war. Wir werden mit ihm Listen- und Gruppe III-Rennen ansteuern.“

Wonnemond erkämpfte sich mit starkem Speed noch Platz zwei gegen den Favoriten Itobo, der außen weite Wege in Kauf nahm. Party Moon hielt sich auf Rang vier gut vor dem lange führenden Sibelius, die anderen Pferde hatten bald keine Chance mehr.

Beeindruckender Start in die Rennlaufbahn

Mit einer beeindruckenden Vorstellung startete die Auenquellerin Golina in ihre Rennlaufbahn. In einem 1.500 Meter-Rennen tat Championjockey Bauyrzhan Murzabayev auf der von dem Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz erstmals aufgebotenen Call me Big-Tochter nur das Notwendigste, dann machte sich die 2,2:1-Chance noch von der Favoritin Tiramisu und Fabula frei. „Wir sind gut in die Partie gekommen und haben ganz leicht gewonnen. Die Stute kann mehr“, berichtete Murzabayev.

Nach zwei Wochenenden ohne vollen Erfolg musste der Mörser Trainer Frank Fuhrmann am Montag die alleinige Spitze in der Statistik abgeben und sich die Pole-Position mit Henk Grewe teilen, doch nun zog er dank des 21. Saisontreffers wieder in Front, als die vierjährige Stute Gabriela Laura zur Quote von 4:1 mit Maxim Pecheur in einer 1.500 Meter-Prüfung überzeugend gegen Gaja und Chop Chop auftrumpfte.

Ein Starter – ein Sieger

Nur einen Starter hatte der Spexarder Erfolgstrainer Andreas Wöhler nach Dresden geschickt. Und die dreijährige Stute Lady of New York stand in einem 1.900 Meter-Rennen früh als Siegerin fest. Miss Liberty und Arriga konnten der 2,1:1-Favoritin unter Bauyrzhan Murzabayev nicht mehr folgen. „Sie war in diesem Jahr schon zweimal gelaufen und beide Male platziert. Ich wollte eigentlich nicht selbst vorne gehen, aber das ergab sich schließlich so“, sagte der Jockey nach seinem zweiten Tagessieg.

Immer mehr auf sich aufmerksam machte der erst 16-jährige Leon Wolff in den vergangenen Wochen. Nun verhalf der bei Peter Schiergen in Köln beschäftigte Nachwuchsreiter dem von Claudia Barsig in Dresden vorbereiteten So Brave (9,8:1) in einem 1.400 Meter-Ausgleich III zu einem hauchdünnen Erfolg. Genau im Ziel war der stets führende Sha Gino gestellt. Die tschechische Gaststute Berouyine überraschte auf Platz drei. Die Dreierwette bezahlte stolze 3.689,8:1 Euro.

Murzabayev zum dritten, vierten, fünften und sechsten Mal

Bauyrzhan Murzabayev knapp vor Leon Wolff – das war die Reihenfolge in einem Ausgleich IV über 1.500 Meter, als der Championjockey seinen dritten Tagestreffer mit Valanca (4,2:1) schaffte, die dem Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz den zweiten Erfolg an diesem Nachmittag bescherte. Leon Wolff musste sich mit So Beautiful nur minimal geschlagen geben. Diamond Queen und Tayfun komplettierten die Viererwette, die 2.780:1 Euro brachte.

Ein wie entfesselt agierender Bauyrzhan Murzabayev war auch der Garant für den knappen Sieg des fünfjährigen Wallachs Otto (3,2:1), der im Ausgleich III über 1.900 Meter seinen vierten Tageserfolg markierte und für Trainer Roland Dzubasz eine Triplette perfekt machte. Saxonia unterlag nur minimal, auch Propolia und der unterwegs führende Athlet waren in einem packenden Rennen dichtauf.

Aber damit war der „Erfolgshunger“ von Bauyrzhan Murzabayev noch immer nicht gestillt, denn er schnappte sich auch ein 2.200 Meter-Handicap mit dem erstmals erfolgreichen 15,1:1-Außenseiter Soreas Boy für den Stall Erzgebirge und Trainer Gunter Richter aus Hoppegarten. Hier bewahrte der Klassejockey einen knappen Vorteil vor Careera und All Access.

Und zum Abschluss machte Bauyrzhan Murzabayev sogar eine wahre Rarität perfekt, den sechsten Tageserfolg – mit Ralph Siegerts Varicon (5,1:1) bekam er zuletzt noch Cape Sepoy und Malinga in den Griff. Hut ab vor dieser Leistung!

Filip Minarik weiter in stabilem Zustand

Quelle: GaloppOnline vom 4. Juli 2020

 

Jockey Filip Minarik ist nach seinem Sturz bei den Rennen am Freitag in Mannheim am Samstagmorgen weiterhin in stabilem Zustand. Er musste in der Uniklinik in Mannheim am Sprunggelenk operiert werden, diese Operation ist gut verlaufen.

Drei Treffer für Jockey Jozef Bojko am 3. Juli in Mannheim

Quelle: Deutscher Galopp vom 3. Juli 2020


Ohne Zuschauer ging am Freitag, 3. Juli, auch der zweite Renntag der Saison 2020 auf der Galopprennbahn in Mannheim-Seckenheim über die Bühne. Wegen der Corona-Pandemie waren nur Aktive und Besitzer zugelassen. Via Livestream konnten sämtliche sieben Leistungsprüfungen im Internet verfolgt werden. Der Wettumsatz belief sich auf 137.536 Euro (davon kamen 26.767 Euro aus dem Ausland).

Am ersten Sommer-Termin in Mannheim 2020 war Jozef Bojko der Reiter des Tages. Gleich dreimal setzte sich der seit Jahren zu den fleißigsten Jockeys hierzulande zählende Sattelkünstler in Szene, auch im Ausgleich III über 1.400 Meter. Hier setzte er den von Christian von der Recke in Weilerswist betreuten Fair Hurricane in den Farben des Hamburger Stalles Margarethe optimal ein und fing auf den letzten Metern noch den stets tonangebenden Niederländer Tikthebox sowie Kingdom of Heaven ab. „Er war heute an der Reihe“, sagte Jozef Bojko. Und Christian von der Recke fügte hinzu: „Zuletzt in Köln wurde ihm die Distanz einen Tick zu weit, und dort war Fair Hurricane lange prominent. In Mannheim bin ich immer sehr gerne. Hier habe ich auch mein 2.000 Rennen gewonnen.“

Lagune kommt zum verdienten Sieg

Begonnen hatte der Nachmittag mit einem sicheren Erfolg: Die von Christian von der Recke in Weilerswist für den Stall Nizza trainierten Lagune (2,5:1), überspurtete nach zwei zweiten Plätzen noch den führenden When Comes Here. Dieser tendierte auf der Geraden etwas nach außen, was ihn den Sieg gekostet haben könnte. Überraschend schob sich Candy Sweet aus dem Mannheimer Stall von Horst Rudolph auf Rang drei. „Lagune hatte zwei gute Formen gezeigt. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie hier gewinnen würde“, versicherte Jockey Jozef Bojko.

Das Mannheim-Doppel ist perfekt

Vier Mannheimer Pferde nahmen den Ausgleich IV über 2.500 Meter in Angriff und am Ende gab es, wie schon an Fronleichnam, einen weiteren Erfolg für Ensign Ewart aus dem Stall von Michael Alles. Start-Ziel dominierte Jozef Bojko mit dem frischen Sieger zur Quote von 5:1 Euro gegen den Veteran Medaillon und Karena. „Es ging noch leichter als beim letzten Mal“, berichtete Jozef Bojko nach diesem Erfolg.

Beim 16. Versuch zum ersten Erfolg – die von Lennart Hammer-Hansen in Iffezheim vorbereitete Asifa (2,4:1) landete in einer 2.500 Meter-Konkurrenz den ersten Karrieretreffer. Mühelos lief die Lord of England-Tochter unter Jockey Marco Casamento von zweiter Position aus Schmucki und Kashani davon. „Sie hat auf der Zielgeraden alles von alleine gemacht“, fasste Casamento zusammen.

Vom April 2019 datierte der letzte Erfolg von Rock of Cashel aus dem Quartier von Helmut Richard Wedig aus Freisen, doch Ansätze hatte er oft geboten. In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.900 m) stand der Zielpfosten genau richtig für den neunjährigen Wallach, der als 16.3:1-Außenseiter hauchdünn gegen den heranfliegenden Polarstern zum Zuge kam. „Er kämpfte groß, auch wenn er etwas schlau geworden ist“, erläuterte Scardino. San Diego und Taurus komplettierten die Viererwette, die viermal getroffen wurde und 5.145,8:1 Euro bezahlte. Jeder Wetter bekam über 2.500 Euro ausgezahlt.

Der Veteran ist der Schnellste

Sogar noch ein Jahr älter als Rock of Cashel ist der zehnjährige Wallach Ajmany (4,6:1), der nach einem sehenswerten Ritt von Lukas Delozier im 2.500 Meter-Ausgleich III sicher gegen Arromanches und Smentana triumphierte. „Nach dem letzten Mannheimer Renntag habe ich ihn gekauft“, freute sich Besitzertrainer Christian Peterschmitt nach diesem Auftakt nach Maß.

Im abschließenden 1.400 Meter-Handicap feierte der Mannheimer Trainer-Altmeister Horst Rudolph mit dem speedstarken Furous (4,1:1) mit Fabian Xaver Weißmeier den zweiten Saisonsieg vor Mr Gent und Dawn Prayer. In der Gegenseite kam Filip Minarik mit Dusky Dance zu Fall.

Derby-Startzeit am 12. Juli auf 16.07 Uhr festgelegt

Quelle: GaloppOnline vom 2. Juli 2020

 

Das IDEE 151. Deutsche Derby soll am 12. Juli in Hamburg um 16.10 Uhr gestartet werden. Das hat Rüdiger Schmanns, Technikleiter bei Deutscher Galopp, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitgeteilt. „Offiziell sogar um 16.07 Uhr“, wie Schmanns sagt, „mit dieser Zeit geht es ins PMU-Programm, „aber ich denke es wird dann 16.10 Uhr werden.“

Der Derbytag, an dem zwölf Rennen anstehen, wird um 11.25 Uhr mit dem ersten Rennen beginnen. Ob das Blaue Band im TV übertragen wird ist unklar. Es gibt an diesem Tag keine Sportschau in der ARD, man ist in Gesprächen mit dem ZDF.

Rund 400 Pferde sind für die Rennen der drei Tages des Derby-Meetings 2020 genannt worden. Damit ist die Resonanz auf die Hamburger Renntage von Seiten der Aktiven sehr positiv ausgefallen. „Am Mittwoch hat die Rennbahnbegehung stattgefunden“, sagte Rüdiger Schmanns von Deutscher Galopp am Donnerstag, „die Bahn ist in einem sehr guten Zustand.“

Am Freitag wird es mit drei PMU-Rennen um 11.45 Uhr losgehen, danach könnte es einige Stunden Pause geben bis zu den folgenden Rennen des Tages. Am Samstag öffnen sich die Boxen erstmals um 11 Uhr zu elf Rennen, sechs davon werden bei der PMU bewettbar sein. Am Derbytag geht es um 11.25 Uhr los, viermal PMU heißt es dann und zusätzlich wird noch das Derby selbst mit im PMU-Programm vertreten sein.

Hamburgs Derby-Meeting ohne Zuschauer

Quelle: Hamburger Renn-Club vom 2. Juli 2020

"Liebe Rennsportfreunde, das IDEE Derby-Meeting vom 10. - 12. Juli wird ohne Zuschauer stattfinden. Wir freuen uns, dass der Senat der Hansestadt Hamburg unter Auflagen einen nächsten Schritt gegangen ist und wünschen allen Veranstaltern viel Erfolg, das Derby-Meeting muss gleichwohl ohne Zuschauer stattfinden.

Die Genehmigung für das Derby-Meeting liegt bereits vor und konzentriert sich im Gegensatz z.B. zu Kulturveranstaltungen im Freien, auf die Durchführung der Leistungsprüfungen, also der Rennen. Erlaubt sind dafür alle involvierten Personen (z.B. Trainer, Besitzer, Jockey etc.), sowie die zur Durchführung notwendigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Organisation und des Veranstalters Hamburger Renn-Club e.V. und - in begrenzter Zahl - Medienvertreter. Diese Genehmigung hat weiterhin Bestand und wird von uns sorgfältig umgesetzt.

Wir alle wünschen uns Normalität zurück, doch dies wird nur in kleinen, durchdachten Schritten gehen. Wir wünschen allen Fans des Derby-Meetings, dass sie gesund bleiben und wir uns im nächsten Jahr alle wiedersehen."

Positiver Dopingbefund bei Wirbelsturm

Wie Deutscher Galopp im Wochenrennkalender 27 vom 30. Juni 2020 veröffentlicht, ergab die von dem Pferd Wirbelsturm in Hannover am 21. Mai 2020 entnommene Dopingprobe sowohl in der ersten als auch in der zweiten Analyse einen positiven Befund.


Protestverfahren von Deutscher Galopp:

 

1. Der Deutsche Galopp hat gegen das Pferd Wirbelsturm, zweitplatziertes Pferd im 5. R. Manfred "Mecki" Biermann-Memorial am 21. Mai 2020 in Hannover Protest wegen Feststellung eines unerlaubten Mittels gem. Nr. 623/3 RO i.V.m. Nr. 412 RO und Nr. 535 RO eingelegt.


2. Der Deutsche Galopp hat gegen das Pferd Wirbelsturm Sieger im 12. R. Preis von Wettstar.News am 7. Juni 2020 in Hannover Protest wegen Feststellung eines unerlaubten Mittels beim vorherigen Start gem. Nr. 623/3 RO i.V.m. Nr. 412 RO eingelegt.

Gem. Nr. 536 RO hat Trainerin A.Schleusner-Fruhriep eine Vertragsstrafe in Höhe von 600 Euro an Deutscher Galopp zu zahlen.

Deutscher Galopp: Bilanz für Phase I und Ausblick auf Phase II

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

In einer Pressekonferenz hat Deutscher Galopp am Donnerstag, 18. Juni, noch einmal abschließend Bilanz der Phase I des Neustarts der deutschen Rennen gezogen. 21 Renntage mit 227 Rennen haben zu einem Gesamtumsatz von 7.917.513,44 Euro geführt, 6,7 Millionen davon sind im Inland gewettet worden, der Rest kam von ausländischen Partnern in den deutschen Toto.

Im Schnitt je Rennen war es in Summe ein Umsatz von 34.879 Euro. „Das waren Wochen mit hohen Umsätzen und Erträgen“, sagt Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, „unsere internen Umsatzerwartungen, die bei maximal 20.000 Euro je Rennen lagen, sind deutlich übertroffen worden.“ Das sei vor allem auf die Wetten, dass…?!?-Initiative zurückzuführen.

Im Durchschnittsumsatz je Rennen ist Baden-Baden Spitzenreiter der Veranstalter. Die Top 5 sieht wie folgt aus:

Baden-Baden – rund 41.500 Euro
Hoppegarten – rund 32.600 Euro
Dortmund – rund 31.000 Euro
Hannover – rund 30.600 Euro
Köln – rund 30.000 Euro

 

Auch für die Phase II des Neustarts des Rennsports hat sich Deutscher Galopp mit den Buchmachern auf eine Komplett-Vermittlung der Wetten – bis auf Festkurse – in den Toto der Rennbahnen geeinigt.
Das hat Deutscher Galopp-Präsident Michael Vesper mitgeteilt. Im Unterschied zu Phase I wird dies jedoch nicht provisionsfrei geschehen. „Die Provision wird indes um ein Viertel des Üblichen gesenkt“, so Vesper.

4,5 Prozent beträgt diese nun auf Sieg und Platz, 9 Prozent in den übrigen Wettarten. Die kompletten Wetten, dass…?!? 2.0-Umsätze in der Vierer- und der Siegwette bleiben jedoch provisionsfrei. Auch das ist ein Ergebnis der Verhandlungen mit den Bookies. Diese Vereinbarung betrifft die Internet-Buchmacher, wie Geschäftsführer Jan Pommer ausführte, nicht alle stationären Buchmacher mit eigenen Geschäften.

Wie sich diese neue Sachlage auf die Erträge der Rennvereine auswirkt, werden die ersten Renntage zeigen. In internen Berechnungen wird mit einem Durchschnittsumsatz je Rennen von 29.000 Euro kalkuliert. Das ist weniger als die in Phase I erzielten Umsätze, weil die Wetten, dass…?!?-Umsätze in Summe in der 2.0-Variante geringer ausfallen könnten als in der ersten Challenge.

Für die zweite Phase ist laut Präsident Michael Vesper ein Förderprogramm von rund 1 Million Euro aufgelegt worden. Grundsätzlich bleiben die Rennpreise bei 50% des ursprünglichen Betrages, mit folgenden Ausnahmen:

- Derby und Diana mit vollem Rennpreis
- Rennpreise in den PMU-Rennen mindestens 4.000 Euro
- Rennpreise in Rennen für zweijährige und dreijährige Sieglose mindestens 5.100 Euro

Deutscher Galopp optimistisch bei Zuschauerzulassung

Quelle: GaloppOnline vom 18. Juni 2020

 

Obwohl Großveranstaltungen nach einem Beschluss aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs nun bis Ende Oktober verboten bleiben, bleibt Deutscher Galopp verhalten optimistisch, was die sukzessive Zulassung von Zuschauern zu den Rennen angeht.

„Zunächst einmal ist es so, dass das Verbot von Ende August bis Ende Oktober verlängert wurde“, sagte Deutscher Galopp-Präsident Dr. Michael Vesper am Donnerstag. Nach wie vor sei aber unklar, was eine Großveranstaltung sei. Das sei unglücklich, dass man von Seiten der Politik keine konkrete Definition liefere.

„Es gibt zu dieser Ausweitung des Verbotes aber auch eine gegenläufige Entwicklung zum Beispiel in NRW, dass der Platz, der für eine Person vorgehalten werden muss, von 10 auf 7 Quadratmeter reduziert wurde. Eine Rennbahn könnte aufgrund dieser Vorschrift 3000 bis 4000 Zuschauer zulassen, ohne die Social Distancing-Regeln zu verletzen“, so Vesper.

Es sei nun die Aufgabe von Deutscher Galopp in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und den Behörden, entsprechende Konzepte in Sachen Besucher auszuarbeiten. Anfang Juli nannte Vesper hier als Zeitrahmen der entsprechenden Ausarbeitungen und Gespräche. Das Verbot der Großveranstaltungen bis Ende Oktober bedeute für ihn nicht, dass Baden-Baden zum Beispiel ohne Zuschauer veranstalten müsse. „Das heißt das für mich nicht“, so Vesper explizit. Sprich: es kommt auf die Konzepte und Argumente an.

Jan Pommer sagt zu diesem Thema: „Wir haben gute Argumente an der Hand, Besucher wieder auf die Rennbahnen zu bringen. Wenn der Kölner Zoo offen hat und der Europapark Rust an einem Tatg 8.000 Besucher zulassen darf, sind das gute Beispiele, die uns sicherlich helfen. Rennveranstaltungen haben ein sehr spezielles Gepräge, das ist ja kein Volksfest-Charakter.“ Auf derartige Veranstaltungen bezog sich die Politik in ihrer Argumentation gestern ja in erster Linie.

Es mache, so erneut Michael Vesper, wenig Sinn mit unter 1.000 Zuschauern zu agieren, da in einem solchen Fall aufgrund der so genannten Aufschließkosten der Bahn die Kosten die Einnahmen in den meisten Fällen übersteigen würden. In Sachen der Wiederzulassung der Besucher zu den Rennen beobachtet Deutscher Galopp aktuell, wie es heißt, eine Beobachtung als Präzedenzfall auch für andere Sportarten. „Es werden durchaus Befürchtungen an uns heran getragen, dass mit der Zulassung des Publikums ein solcher Präzedenzfall geschaffen werden könne“, so Michael Vesper.

Beim Neustart der Rennen hatte man vermeiden können, ein solcher Präzedenzfall zu sein. Offenbar steht man nun erneut vor der Aufgabe, die expliziten Besonderheiten des Rennsports und seiner Veranstaltungen herauszustellen.

Neues, leicht korrigiertes Hygiene-Konzept für die Leistungsprüfungen

Deutscher Galopp hat am Freitag, 5. Juni, ein leicht korrigiertes neues Hygiene-Konzept zur Durchführung von Leistungsprüfungen ohne Zuschauer vor Ort unter Berücksichtigung behördlicher Vorgaben herausgegeben.

 

Hier das komplette Konzept

Neue Seminartermine für die Besitzertrainerausbildung

Unter https://www.deutscher-galopp.de/gr/galopprennsport/jobs-im-rennsport/lehrgaenge.php können immer die aktuellen Lehrgangsangebote von Deutscher Galopp eingesehen werden. Dort stehen auch aktuelle neue Termine für Basismodule der Besitzertrainerausbildung. 

 

Weitere Informationen sind dort einzusehen. Die Anmeldeformulare sind dort ebenfalls hinterlegt und können ausgefüllt per E-Mail (bianca.wagner(at)t-online.de) weitergeleitet werden.

 

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