Zwei Treffer am 11. September in Köln
In Köln begann am Freitag, 11. September, das Galopprennwochenende, das am Samstag, 12. September, in Magdeburg fortgesetzt und am Montag, 14. September, in München abgeschlossen wird. Der Sonntag, 13. September, ist durch den nach Wildschweinschäden abgesagten Renntag in Düsseldorf rennfrei.
In Köln durften sich die in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer bei acht Rennen über zwei Siege freuen.
Der erst Treffer in Köln gelang Pavel Bradik mit Godstone. Der 4-jährige Wallach setzte sich in einem Ausgleich IV über 2.400 Meter leicht durch und sorgte für den fünften Jahrestreffer, dabei ein Hinderniserfolg, seines Trainers. Im Sattel von Godstone saß Benjamin Marie. Die Siegquote des Favoriten betrug 2,10:1.
Tagessieg Nummer zwei in Köln ging im abschließenden Rennen auf das Konto von Silke Brüggemann, die auch ihren fünften Jahreserfolg feierte. Für Silke Brüggemann siegte in einem Ausgleich IV über 1.850 Meter für Amateure nach Kampf Poet's Realm. Der 7-jährige Wallach, der von Silke Brüggemann selbst geritten wurde, zahlte am Toto 7,70:1. Für eine Besitzertrainer-Zweierwette (44:1) sorgte mit einem Kopf Rückstand Erwin Hinzmanns Nucati (Julian Sixt), die Besitzertrainer-Dreierwette (378,10:1) machte mit einem weiteren Kopf Rückstand Pavel Bradiks Malleo (Pavel Bradik) perfekt.
Der nächste Renntag in Deutschland findet am Samstag, 12. September, in Magdeburg (mit "Trostpflaster-Aktion") statt. Weiter geht es am Montag, 14. September, in München, am Samstag, 19. September, in Hoppegarten, am Sonntag, 20. September, in Dortmund, in Hannover und in Billigheim, am Samstag, 26. September, in Dresden, am Sonntag, 27. September, in Mannheim und in Köln, am Freitag, 2. Oktober, in Honzrath (mit "Trostpflaster-Aktion"), am Samstag, 3. Oktober, in Hoppegarten, am Sonntag, 4. Oktober, in Düsseldorf, am Samstag, 10. Oktober, in Mülheim, am Sonntag, 11. Oktober, in Köln, am Freitag, 16. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 17. Oktober, in Leipzig, am Sonntag, 18. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 24. Oktober, in München, am Sonntag, 25. Oktober, in Hannover sowie am Samstag, 31. Oktober, in Köln.
Alle In- und Auslandssiege der in Deutschland lizenzierten Besitzertrainer im September, August, Juli, Juni, Mai, April, März, Februar und Januar 2026 hier. Alle Treffer in den Jahren 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019 und 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.
Alle Ergebnisse sind unter www.deutscher-galopp.de zu finden. Dort sind auch alle Renntermine eingestellt.
Auktionsrennen: Dänischer Erfolg in Köln - morgen in Magdeburg
Quelle: Pressemitteilung der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) vom 11. September 2026
"Kistenritt" für den Championjockey: Thore Hammer-Hansen sprang im Auktionsrennen in Köln am Freitag, 11. September, für seinen Kollegen Eduardo Pedroza ein. Mit Erfolg, denn der dänische Gast Killian (Galileo Gold) gewann die Zweijährigen-Prüfung über 1.400 m überlegen mit fünf Längen Vorsprung. "Er ist ein tolles Pferd, großrahmig", sagte Hammer-Hansen über den von Veronika Jandova trainierten Hengst. "Es fehlen noch ein bisschen die Muskeln, er hat aber eine tolle Galoppade. Er wird in besseren Rennen mitmischen." Gezüchtet wurde Killian in Frankreich.
Zweiter wurde El Trömmelche (Wiesenpfad). "Wir werden jetzt vermutlich im Ferdinand Leisten Memorial in Baden-Baden laufen", sagte Trainer Pavel Vovcenko. Rang drei ging an Godoy (Neatico), der vor Karlos (Earthlight) blieb. Die weiteren Geldränge holten sich Best Fighter (Goken), San Vittore (Victor Ludorum) und No Tie (Goken). Nach der Streichung des leicht angeschlagenen Dimitri (Millowitsch) blieben neun Pferde im Auktionsrennen, das mit 52.000 Euro dotiert war. Aufgrund der anhaltenden Probleme in Düsseldorf mit dem Geläuf durch Wildschweinschäden war Köln kurzfristig eingesprungen.
Morgen ist Magdeburg an der Reihe
Morgen in Magdeburg sind die Dreijährigen gefragt: Im Auktionsrennen über 2.050m treten sieben Vollblüter an. Die nächste BBAG Auktion findet im Rahmen des Sales & Racing Festivals im badischen Iffezheim statt. Weitere Informationen auf der Website der BBAG.
Strafe für Pablo Werder: 3.500 Euro wegen falscher Erlaubnis
Quelle: GaloppOnline vom 10. September 2026
Rennreiter Pablo Werder ist vom Deutscher Galopp-Ordnungsausschuss wegen eines Verstoßes gegen die Rennordnung zu einer Geldbuße von 3.500 Euro verurteilt worden. Das ist dem aktuellen Wochenrennkalender zu entnehmen. Werder hatte im August 2025 bei insgesamt elf Ritten in Deutschland eine Gewichtserlaubnis von drei Kilogramm in Anspruch genommen, obwohl ihm nach seinem 31. Sieg nur noch eine Erlaubnis von zwei Kilogramm zustand. Außerdem muss der Schweizer die Kosten des Verfahrens tragen.
Seit dem Abschluss seiner Ausbildung im Sommer 2023 ist Werder als Rennreiter tätig. Schwerpunktmäßig reitet er in der Schweiz, kam aber auch in Deutschland und Frankreich zum Einsatz. Bis Ende Juli 2025 hatte er insgesamt 31 Rennen gewonnen, davon 25 in der Schweiz, fünf in Deutschland und eines in Frankreich. Während die Gewichtserlaubnis in der Schweiz bereits ab dem 20. Sieg von drei auf zwei Kilogramm sinkt, erfolgt diese Reduzierung nach der deutschen Rennordnung nach dem 30. Erfolg.
Bei den elf Ritten im August meldeten die jeweiligen Trainer nach den Feststellungen des Ordnungsausschusses in Unkenntnis des tatsächlichen Siegstandes eine Erlaubnis von drei Kilogramm an. Werder wäre verpflichtet gewesen, spätestens bis zur Starterangabe eine aktuelle Siegbescheinigung seines Lizenzlandes vorzulegen und über seine korrekte Siegzahl zu informieren. Dieser Verpflichtung sei er nicht nachgekommen. Auch die vom Schweizer Verband übersandte Clearance enthielt seine im Ausland erzielten Siege nicht. Aufgefallen war die Unstimmigkeit erst im Nachhinein. Bei späteren Starterangaben hatten zwei verschiedene Trainer unterschiedliche Gewichtserlaubnisse für Werder gemeldet, woraufhin eine eingehende Überprüfung vorgenommen wurde.
Aus den betreffenden elf Ritten erzielte Werder unter Berücksichtigung von Gewinnprozenten und Reitgeldern laut Entscheidung einen finanziellen Vorteil von 2.336,80 Euro. Die Geldbuße setzt sich aus einem sanktionsrechtlichen Teil von 1.200 Euro und der auf 2.300 Euro abgerundeten Abschöpfung dieses Betrages zusammen. Zu seinen Gunsten wertete der Ausschuss, dass er bislang nicht einschlägig aufgefallen war, sich in seinen schriftlichen Stellungnahmen reuig zeigte und bei den Beteiligten entschuldigte. Werder selbst war zur mündlichen Verhandlung am 18. Juni 2026 nicht erschienen.
Ein Blick hinter die Kulissen der Vollblutzucht
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 24. August 2026
Am Samstag, 19. September, öffnen beim „Tag der Gestüte“ deutsche Vollblutgestüte wieder ihre Tore. Vollblutfans und alle, die mehr über die Welt der Vollblutzucht erfahren möchten, haben an diesem Tag die Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit zu erhalten, die hinter der Aufzucht und Entwicklung von Rennpferden steckt. In diesem Jahr beteiligen sich neun Gestüte in acht Bundesländern an der Veranstaltung. Bei geführten Rundgängen über die Gestütsanlagen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Pferde hautnah erleben, mit Züchterinnen und Züchtern ins Gespräch kommen und mehr über die unterschiedlichen Stationen im Leben eines Vollblüters erfahren.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Pferde selbst, sondern auch die Menschen, die ihre Entwicklung begleiten. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, nach welchen Kriterien Zuchtentscheidungen getroffen werden, wie Zuchtstuten und Deckhengste ausgewählt werden und welche Bedeutung Erfahrung, Fachwissen und eine sorgfältige Betreuung für die Entwicklung eines jungen Pferdes haben. Gleichzeitig bleibt ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Der „Tag der Gestüte“ richtet sich dabei längst nicht nur an Rennsport- und Vollblutfans. Auch für Züchterinnen und Züchter anderer Pferderassen, insbesondere aus der Warmblutzucht, bietet der Besuch interessante Einblicke. Vollblüter werden aufgrund ihrer Eigenschaften insbesondere in der Warmblutzucht als Veredler sehr geschätzt. Ein Besuch auf einem Vollblutgestüt ermöglicht daher auch einen Blick auf eine Zucht, die über den Galopprennsport hinaus für die Pferdezucht von Bedeutung ist.
Für die Teilnahme wird wie bereits im vergangenen Jahr eine Anmeldegebühr von 5,00 Euro pro Person erhoben. Der gesamte Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute. Damit verbindet der „Tag der Gestüte“ einen besonderen Einblick in die Vollblutzucht mit der Unterstützung eines guten Zwecks.
Weitere Informationen zu den teilnehmenden Gestüten sowie zur Anmeldung gibt es unter www.tag-der-gestuete.de.
Noch anstehende Termine der Pre-Race Vet Checks 2026
Im Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 24. Februar wurden die Pre-Race Vet Check-Termine für die Saison 2026 veröffentlicht. Alle Starter haben sich rechtzeitig an diesen Renntagen vor dem jeweiligen Start beim Pre-Race Vet Check einzufinden. Die Stationen sind während des gesamten Renntags besetzt, sodass eine rechtzeitige Untersuchung aller Teilnehmer gewährleistet ist.
Medizinische Vorbefunde oder Besonderheiten, die für die Untersuchungen wichtig sind, sowie allgemeine Rückfragen können vorab per E-Mail an den Sprecher der Rennleitung, Dr. Philipp Biermann (biermann@deutscher-galopp.de), übermittelt werden.
Die noch stattfindenen Termine:
12. September - Magdeburg - Dr. Michael Köhler
20. September - Dortmund - Dr. Gerd Apel
27. September - Köln - Dr. Gerd Apel
4. Oktober - Düsseldorf - Dr. Gerd Apel
25. Oktober - Hannover - Dr. Rüdiger Beier
7. November - München - Dr. Michael Zeitelhack
14. November - Krefeld - Dr. Jan Carlos Merkt
6. Dezember - Dresden - Dr. Rüdiger Beier
Kühlventilatoren auf den Rennbahnen
Quelle: Pressemitteilung der Wettstar GmbH & BGG - Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine mbH vom 6. August 2026
Wettstar und die BGG – Betriebsgesellschaft der Galopprennvereine – fördern die Anschaffung von Kühlventilatoren auf den Rennbahnen in Köln, Düsseldorf, Hannover, Berlin-Hoppegarten, Baden-Baden, Hamburg und München. Aufgrund der zunehmend warmen Witterungsbedingungen ist der Einsatz von Kühlvorrichtungen für die Pferde nach dem Einsatz im sportlichen Wettkampf sehr wichtig geworden, um den Tieren auch künftig akzeptable Bedingungen für die Teilnahme am Renngeschehen zu bieten. Ein wesentlicher Bestandteil des vom Verband Deutscher Galopp eingeführten Standards für den Umgang mit großer Hitze ist neben der Verschiebung oder Absage von Veranstaltungen auch die Einrichtung von Kühlquellen für die Tiere.
Die BGG und Wettstar haben sich daher entschieden, für die größten Rennveranstalter des Landes – die zusammen etwas mehr als 50 % der deutschen Rennveranstaltungen ausrichten – Wasserventilatoren der Firma Duralock zu beschaffen. Jedem der sieben Rennvereine werden zwei Geräte zur Verfügung gestellt. Die Ventilatoren arbeiten sehr effizient und kühlen dank ihres großen Wirkradius Flächen zwischen 50 und 100 m².
Die Rennvereine sind angehalten, die Ventilatoren bei Bedarf auch Veranstaltern in der Nachbarschaft zur Verfügung zu stellen, damit im Falle von hohen Temperaturen, alle Veranstalter guten Bedingungen für Mensch und Tier gewährleisten können.
Alles über die Stute Nastaria in der Turf-Times
In der aktuellen Ausgabe von Turf-Times gibt es ab Seite 6 eine lesenswerte Story über die Kultstute von Besitzertrainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Hier klicken: https://www.turf-times.de/newsletter/ausgabe-925-2026-07-24
Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 15. Juli 2026
Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp e.V. und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.
Für die drei Verbände nahmen u.a. die Präsidenten Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp e.V.), Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Pferdesport Deutschland) und Peter Weihermüller (HVT) sowie der Geschäftsführer von Deutscher Galopp, Daniel Krüger, an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.
Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge hin. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.
Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. Herr Dr. Vesper erinnerte daran, dass die GOT 2022 entgegen § 12 der Bundes-Tierärzteverordnung ohne Beteiligung der Pferdehalter beschlossen wurde; das dürfe sich nicht wiederholen. Daher nahm er positiv die Bereitschaft von Minister Rainer und der parlamentarischen Staatssekretärin Breher auf, die Seite der Tierhalter zu hören, die von den teilweise dramatisch gestiegenen Gebühren erdrückt werden.
Herr Krüger ergänzt: „Eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Tierärztinnen und Tierärzten ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Versorgung und das Wohlergehen unserer Pferde sicherzustellen. Deshalb müssen wir die bestehenden Probleme offen ansprechen und gemeinsam eine tragfähige Lösung finden, die sowohl eine verlässliche tierärztliche Versorgung als auch die wirtschaftliche Zukunft der Pferdehaltung gewährleistet. Ich bin froh, dass sich das Bundesministerium dieser wichtigen Fragen nun angenommen hat, und hoffe auf einen konstruktiven Prozess mit zeitnahen Ergebnissen.“
Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).
Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.
Darüber hinaus fordern die Verbände:
- die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,
- eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,
- größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise
- sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.
Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten sie gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.
Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026.
TurfMatch startete in Iffezheim: Impuls für Rennpferdebesitz in Deutschland
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 5. Juni 2026
Der deutsche Galopprennsport setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Am Samstag, 6. Juni, fällt in Iffezheim der offizielle Startschuss für TurfMatch – ein neues, gemeinschaftlich getragenes Besitzerprojekt, das den Zugang zum Rennpferdebesitz deutlich vereinfachen und neue Zielgruppen für den Sport begeistern soll. Mit TurfMatch entsteht erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für den Besitz oder die Beteiligung an Rennpferden interessieren – ganz gleich, ob sie erste Erfahrungen in einem Galoppclub sammeln, sich an einem Syndikat beteiligen oder direkt ein eigenes Rennpferd erwerben möchten.
Der Besitz eines Rennpferdes gehört zu den emotionalsten Formen, den Galopprennsport zu erleben. Der Moment, wenn das eigene Pferd in den Führring kommt, die Spannung vor dem Start, die Atmosphäre auf der Rennbahn und die besondere Verbindung zu Trainer, Jockey und Pferd – all das macht Rennpferdebesitz einzigartig. Gleichzeitig war der Einstieg für Interessierte bislang nicht immer leicht zugänglich. Genau hier setzt TurfMatch an: Das Projekt soll informieren, Orientierung geben, Kontakte herstellen und Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt steht die neue digitale Plattform TurfMatch.de, die von der Figge+Schuster AG entwickelt wurde. Sie dient als moderner Marktplatz und Vermittlungsportal für unterschiedliche Formen des Rennpferdebesitzes – von Beteiligungsmodellen über Syndikate bis hin zum direkten Kauf eines Rennpferdes.
Digitaler Marktplatz trifft persönliche Ansprache
TurfMatch verbindet die Möglichkeiten einer digitalen Plattform mit persönlicher Beratung vor Ort. Interessierte sollen nicht allein durch Angebote klicken, sondern aktiv begleitet werden – verständlich, transparent und nah am Sport. Künftig werden Promotion-Teams an ausgewählten Renntagen auf den Rennbahnen präsent sein. Sie stehen Besuchern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, erklären die verschiedenen Wege in den Rennpferdebesitz und vermitteln den Kontakt zu passenden Angeboten, Trainern, Clubs oder Syndikaten. Damit wird TurfMatch nicht nur zu einer Website, sondern zu einer echten Brücke zwischen Rennbahnbesuchern, Pferdebegeisterten, Neueinsteigern und den Aktiven des Sports.
Getragen wird TurfMatch von einer breiten Kooperation zentraler Institutionen des deutschen Galopprennsports: Deutscher Galopp e.V., Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V., Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und der Betriebsgesellschaft der Galopp-Rennvereine mbH (BGG). Die Federführung liegt bei der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG) e.V.. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, die Basis des Rennpferdebesitzes in Deutschland zu verbreitern und den Sport für neue Zielgruppen sichtbarer, verständlicher und attraktiver zu machen. „Rennpferdebesitz ist eine der faszinierendsten Möglichkeiten, unseren Sport wirklich zu erleben. Mit TurfMatch wollen wir den Einstieg erleichtern, neue Menschen für den Galopprennsport gewinnen und zeigen, dass es heute viele unterschiedliche Wege gibt, Teil dieser besonderen Welt zu werden“, heißt es aus dem Kreis der Projektpartner.
Der Start in Iffezheim ist bewusst gewählt. Die Rennbahn Baden-Baden/Iffezheim zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Standorten des deutschen Galopprennsports. Hier treffen sportliche Klasse, internationale Strahlkraft, Auktionen, Besitzer, Züchter, Trainer und Publikum in besonderer Weise zusammen. Damit bietet Iffezheim den idealen Rahmen, um ein Projekt vorzustellen, das Tradition und Zukunft miteinander verbinden soll. TurfMatch versteht sich als langfristige Initiative. Ziel ist es, den Rennpferdebesitz in Deutschland moderner zu kommunizieren, neue Beteiligungsformen sichtbarer zu machen und Menschen einzuladen, den Galopprennsport nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Mitgestalter zu erleben. Denn der Besitz eines Rennpferdes muss nicht unerreichbar sein. Ob als Teil einer Gemeinschaft, in einem Syndikat oder als eigener Besitzer: TurfMatch soll zeigen, wie vielfältig und zugänglich der Weg in diesen Sport sein kann. Mit dem Start am Samstag in Iffezheim beginnt damit ein neues Kapitel für die Besitzergewinnung im deutschen Galopprennsport.
Weitere Informationen unter www.TurfMatch.de
Reitanlage M+M von Michelle Carolin Barthel in Bebra
Michelle Carolin Barthel, seit 2023 nach bestandener Prüfung zur Besitzertrainerin Mitglied im Verein Deutscher Besitzertrainer, hat sich mit einer Reitanlage (M+M) in nordhessischen Bebra selbstständig gemacht. Dort bietet sie für Rennpferde folgendes an:
- Einreiten und Grundausbilden als Vorbereitung auf den Rennstall
- nach der Karriere auf der Rennbahn je nach Talent zu Spring-, Dressur-, Freizeit- und/oder Vielseitigkeitspfer umtrainieren
- Unterstützung beim Verkauf dieser Pferde und die neuen Besitzer ausführlich über die Pferde beraten
- als Winterquartier mit dressurmäßiger Arbeit
- zum Auskurieren von Verletzungen mit Wiederaufbau
- Einspringen von Rennpferden für Hindernisrennen
Michelle Carolin Barthel: "Unsere Anlage bietet eine Reithalle, wo wir witterungsunabhängig reiten können, einen Außenreitplatz, welcher auch im Winter bereitbar ist, ein Roundpen zum Longieren, eine Führmaschine mit neuem Sand. Im Sommer stehen den Pferden Koppeln und im Winter Paddocks zum Ausgleich zur Verfügung."
Michelle Carolin Barthel hat mit sechs Jahren mit dem Reiten angefangen und mit zehn Jahren ihr erstes Pony selber eingeritten. Im Springreiten war sie bei Turnieren bis Klasse M aktiv und ist auch in Italien und Österreich an den Start gegangen. "Mit 23 Jahren habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht und bin danach im Rennstall als angestellte Arbeitsreiterin bei Markus Klug, Andreas Suborics, Marco Angermann, Pavel Vovcenko sowie Marco Klein in Mannheim aktiv gewesen. Zwischenzeitlich habe ich zudem bei Lehrgänge bei Peter Schiergen, Henk Grewe, Carmen Bocskai und Fabian Xaver Weißmeier geritten", so Michelle Carolin Barthel,
Weitere Informationen sind auf ihrer Internetseite https://www.reitanlagemm.de oder hier zu finden. Persönlich kann Michelle Carolin Barthel unter der Telefonnummer +491755704505 oder per E-Mail michelle_carolin@t-online.de kontaktiert werden.
Haftpflichtversicherung der Startpferde wird überprüft
Quelle: Wochenrennkalender von Deutscher Galopp vom 2. September 2025
Aufbauend auf die Mail vom 15. April 2025, kontrolliert Deutscher Galopp ab sofort stichprobenartig das Vorliegen einer gültigen Haftpflichtversicherung der startenden Pferde. Die Trainer werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis der Besitzer auf Abruf zügig vorlegen zu können.
Formular für Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart
Die Renntechnik von Deutscher Galopp teilt mit:
Gemäß Änderung der RO-Nr. 421 sowie Nr. 25 der Besonderen Bestimmungen ist es jedem Trainer gestattet, die Ständestartprüfung vor dem 1. Lebensstart eines jeden Pferdes nunmehr selbst abzunehmen und mithilfe eines Protokolls im Original im Pferdepass zu hinterlegen sowie in Kopie an Deutscher Galopp zu senden. Das Protokoll muss zum Start des Pferdes vorliegen.
Der Vordruck kann auf der Website von Deutscher Galopp unter „Formulare“ heruntergeladen werden oder ist auch hier zu finden. Sollten noch Rückfragen auftreten, ist Anne Horny (horny@deutscher-galopp) gern jederzeit erreichbar.
Auf der Homepage von Deutscher Galopp: Galoppsport-Transparent
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 29. Oktober 2024
Der Galopprennsport ist faszinierend und zieht jedes Jahr hunderttausende Fans auf die Rennbahnen in Deutschland. Trotzdem kursieren häufig Missverständnisse und unbegründete Vorurteile, die ein verzerrtes Bild des Sports zeichnen. Dabei steht das Wohl der Pferde – ob auf der Rennbahn, im Trainingsstall oder auf dem Gestüt – immer an erster Stelle. Mit der neuen, vom Dachverband des deutschen Galopprennsports ins Leben gerufenen Website „Galoppsport-Transparent.de“ (Galopprennsport: Fakten statt Bedenken) gibt es jetzt eine Anlaufstelle, die sich gezielt mit Vorwürfen und Kritikpunkten auseinandersetzt. Die Plattform soll Diskussionen auf eine fundierte Basis stellen und setzt dabei auf wissenschaftliche Fakten und klar belegbare Zahlen.
Zu einigen der häufigsten Kritikpunkte im Galoppsport gibt die Website detaillierte Antworten: Welche Rolle spielt die Peitsche bei Pferderennen? Ist Galoppsport ein Privileg für wenige? Was passiert mit den Pferden nach ihrer Rennkarriere, und wie finden Vollblüter auch in anderen Reitsportarten Verwendung? Zusätzlich werden Themen wie Unfallrisiken, Haltungsbedingungen und weitere Fragestellungen beleuchtet.
„Mit Galoppsport-Transparent.de setzen wir ein klares Zeichen für Offenheit und Transparenz und schaffen eine fundierte Basis für sachliche Auseinandersetzungen. Als Dachverband engagieren wir uns seit jeher dafür, dass Pferderennen in Deutschland so sicher wie möglich für Pferde und Reiterinnen und Reiter ablaufen. Wir laden alle Interessierten ein, sich anhand wissenschaftlicher Fakten ein eigenes Bild des Galopprennsports zu machen“, so Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V, und ergänzt: „Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Monica Venner, unsere unabhängige Beauftragte für Tierschutzfragen. Durch ihre Expertise konnten die behandelten Themen auch aus veterinärmedizinischer Perspektive eingeordnet werden.“
Weitere Anliegen oder Anmerkungen, die bisher nicht thematisiert wurden, können über Galoppsport-Transparent.de per Video, Audio oder Text direkt an Deutscher Galopp gesendet werden. Ziel ist es, mit Vorurteilen gegenüber dem Galopprennsport aufzuräumen und den Sport verständlicher und transparenter zu machen.
Schutz und Förderung des Kulturguts Vollblut
Quelle: Pressemitteilung von Deutscher Galopp vom 23. Oktober 2023
Der Dachverband Deutscher Galopp e.V. hat eine Stiftung ins Leben gerufen. Die neugegründete Stiftung Deutscher Galopp soll mithilfe finanzieller Zuwendungen die wirtschaftliche Zukunft der Vollblutzucht und des Galopprennsports garantieren. Alle in die Stiftung eingebrachten Investitionen kommen in voller Höhe der Förderung und Weiterentwicklung des deutschen Galopprennsports zugute.
Die Stiftung Deutscher Galopp fokussiert sich auf fünf Förderschwerpunkte und Tätigkeitsfelder:
Förderung des Kulturguts Vollblut und seiner wirtschaftlichen Grundlagen
Erhalt und Förderung von Zucht- und Leistungsprüfungen
Tierwohl sowie Sicherheit für Mensch und Pferd
Veterinärmedizinische Forschung
Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Durch verschiedenen Stiftungs- und Spendenmodelle können alle finanziellen Unterstützungen, unabhängig vom Umfang der Spende, aktiv zur Verwirklichung der Stiftungsziele und somit in den deutschen Galopprennsport eingebracht werden. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der unser Engagement hinsichtlich Integrität, Tierwohl und nachhaltiger Werte unterstützt“, sagt Daniel Krüger, Geschäftsführer Deutscher Galopp. „Gleichzeitig bedanken wir uns für das uns erwiesene Vertrauen, die eingebrachten Vermögen sicher und gewinnbringend für den gemeinnützigen Zweck zu verwalten.“
Die deutsche Vollblutzucht genießt durch große Erfolge in den bedeutendsten Rennen der Welt – wie dem Prix de l‘ Arc de Triomphe in Frankreich, den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in England, dem Melbourne Cup in Australien oder dem Breeders‘ Cup in den USA – international eine große Anerkennung. Ziel der Stiftung ist es, Erfolgsgeschichten wie die von Acatenango, Lando, Danedream, Torquator Tasso, Shirocco, Novellist oder Protectionist mit vereinten Kräften noch lange fortzuschreiben.
Weitere Informationen oder Rückfragen zur Stiftung Deutscher Galopp unter: Tel. 0221–749816, E-Mail: stiftung@deutscher-galopp.de
Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich"
Aus gegebenen Anlass rät der Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer seinen aktiven Mitgliedern, zu jedem Renntag das Formular "Beanstandungen im Gastboxenbereich" (hier herunterladen) mitzuführen. Alle Beanstandungen sollten mit diesem Formular unverzüglich der Rennleitung mitgeteilt werden.