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Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Drei Treffer in Hoppegarten und ein Sieg in Leipzig

Seinen ersten Jahrestreffer landete am 13. Oktober in Hoppegarten Frank Kurz durch Agama (hier in Magdeburg). Foto: privat

Während die Besitzertrainer des Vereins am Sonntag, 13. Oktober, in München ohne Erfolg blieben, standen sie zum Saisonausklang auf der Galopprennbahn in Hoppegarten dreimal auf dem Siegertreppchen.

 

Gleich die Auftaktprüfung in Hoppegarten wurde dabei zur großen Überraschung. Nach mehrjähriger Durststrecke durfe sich Frank Kurz wieder einmal über einen Treffer freuen. Verantwortlich zeichnete dafür die 9-jährige Stute Agama. Sie gewann unter Lilli-Marie Engels und zahlte auf Sieg 42,40:1.

 

Bereits seinen siebten Jahressieg schaffte dann Daniel Paulick. Unter Jozef Bojko war seine 4-jährige Stute Malinga als Erste im Ziel.

 

Ihren fünften Erfolg 2019 durfte dann noch Katja Engels feiern. Unter ihrer Tochter Lilli-Marie setzte sich ihr 5-jähriger Wallach Nadito nach spannendem Endkampf durch.

 

Die Saison auf der Galopprennbahn Scheibenholz in Leipzig wurde am Samstag, 12. Oktober, mit einem Treffer für einen Besitzertrainer des Vereins abgeschlossen. Für Jutta Pohl war der 5-jährige Wallach Bective in der letzten Prüfung des Tages erfolgreich. Damit hat Jutta Pohl zwei Siege auf ihrem Jahreskonto. Im Sattel von Bective saß Bauyrzhan Murzabayev, der zielstrebig auf das Championat der Jockeys zu steuert.

 

Die nächsten Renntage in Deutschland finden am Samstag, 19. Oktober, und Sonntag, 20. Oktober, in Baden-Baden statt. Weiter geht es dann am Freitag, 25. Oktober, in Krefeld sowie am Samstag, 26. Oktober, in Mannheim und am Sonntag, 27. Oktober, in Hannover.

 

Alle Siege von Besitzertrainern des Vereins im Oktober und September 2019 hier. Die Treffer im Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli und August sowie alle Erfolge im Jahr 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.

 

Weitere Ergebnisse und die Renntermine 2019 sind unter www.german-racing.com zu finden. 

Malinga (hier in Magdeburg) sorgte am 13. Oktober in Hoppegarten für den siebten Jahreserfolg von Daniel Paulick. Foto: privat
Nadito (hier in Hannover) schaffte am 13. Oktober in Hoppegarten den fünften Saisonsieg für Katja Engels. Foto: privat
Bective (hier in Magdeburg) sicherte Jutta Pohl am 12. Oktober in Leipzig den zweiten Erfolg 2019. Foto: privat

Ladykiller ist Deutschlands neuer Langstrecken-Star

Ladykiller zermürbt die Konkurrenz im Silbernen Pferd in Berlin-Hoppegarten. Foto: Marc Rühl

Deutschland hat einen neuen Langstrecken-Star: Der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh für den Rennstall Gestüt Hachtsee trainierte dreijährige Ladykiller (3,7:1-Mitfavorit) imponierte beim großen Saisonfinale am Sonntag, 13. Oktober, auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten mit einer großen kämpferischen Leistung. Im Traditionsrennen um das Silberne Pferd (Gruppe III, 55.000 m), dem letzten „Berlin-Marathon“ 2019 über weite 3.000 Meter, gab der aus der Zucht des Gestüts Karlshof stammende und vor zwei Jahren bei der BBAG-Auktion für 33.000 Euro verkaufte Kamsin-Sohn mit dem aktuell führenden Jockey Bauyrzhan Murzabayev vom Start bis ins Ziel die Spitze nie ab.


Sofort hatte der gebürtige Kasache auf Ladykiller im kleinen Sechserfeld die Initiative ergriffen vor Amarone, Nacida, der Favoritin Lillian Russell, Enjoy The Moon und dem mit etwas Abstand folgenden Moonshiner. Auf der Zielgeraden kamen die Angriffe auf Ladykiller bald, vor allem durch die gefährlich nachsetzende Nacida und Lillian Russell, doch mit immer neuen Energie-Reserven schüttelte Ladykiller, der einst als Derby-Hoffnung galt, aber hier erst seinen dritten Saisonstart absolvierte, die Konkurrenten sicher mit anderthalb Längen Vorsprung ab. Beim erst fünften Auftritt seiner Laufbahn siegte Ladykiller zum dritten Mal und ließ sich auch durch die weite Distanz nicht schrecken. Auf die weitere Laufbahn des Hoffnungsträgers darf man sicherlich sehr gespannt sein.

Siegtrainer Andreas Wöhler in einem ersten Statement: „Ladykiller konnte sich vorne das Tempo schön einteilen. Er legte immer wieder entscheidend zu, wird langsam erwachsen und auch körperlich reifer. Der Hengst ist ein reiner Galoppierer, daher war die Taktik von der Spitze aus sinnvoll. Auf einen Start im St. Leger hatten wir wegen einer leichten Verletzung am Fesselkopf verzichten müssen. Wir warten nun erst einmal ab, wie er das Rennen verkraftet, dann entscheiden wir, wie es weitergeht.“


Nacida, die als große Außenseiterin angetreten war, setzte bis zum Ziel kräftig nach, schien auch kurz gewinnen zu können und lief als Zweite ein tolles Rennen. Die favorisierte Lillian Russell, im Besitz von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed, ließ den letzten Tick vermissen und rettete gerade noch Platz drei gegen Enjoy The Moon, der im Schlussbogen in Nöten schien, sich aber noch einmal stark aufrappelte. Der Vorjahreszweite Moonshiner kam nie von hinten weg und blieb als Fünfter nur vor der überforderten Amarone.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 13. Oktober 2019

DVR Forum Galopp powered by Sport-Welt am 23. November

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. und die Sport-Welt laden ein zum 2. GERMAN RACING DVR-Forum Galopp powered by Sport-Welt. Der Termin ist am Samstag, 23. November, 11 bis 16 Uhr, im Teehaus des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, Rennbahnstraße 20, 40629 Düsseldorf.


Die einzelnen Themenkreise der Diskussionsrunde stehen noch nicht fest, hier möchten die Veranstalter auch auf Anregungen der Teilnehmer eingehen. Themenvorschläge können unter katrin.beeger(at)sportverlag.de eingereicht werden. Verbindliche Anmeldung bitte unter der Mail-Adresse forumgalopp(at)direktorium.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

Besitzertrainer-Cup 2019: Finale am 31. Oktober in Halle

Anna Schleusner-Fruhriep (hier mit Wutzelmann) führt die Gesamtwertung im Besitzertrainer-Cup 2019 an. Foto: privat

Das Finale im Besitzertrainer-Cup 2019 findet am Donnerstag, 31. Okober, in Halle an der Saale statt. Der Rennclub Halle hat für seinen „Neustart“ nach der Zwangspause durch den extremen Hochwasserschaden im Jahr 2013 acht Rennen ausgeschrieben. Nennungsschluss beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen ist am 22. Oktober.

 

Nach den bisher absolvierten fünf Wertungsrenntagen zum Besitzertrainer-Cup 2019 in Saarbrücken, Mülheim, Dortmund, Bad Harzburg und Quakenbrück hat Anna Schleusner-Fruhriep mit 46 Punkten die Führungsposition inne. Noch hat die bereits erneut als Hindernis-Champion feststehende Trainerin den Sieg in diesem Wettbewerb aber nicht in der Tasche. Mit 38 Zählern ist Matthias Schwinn in Schlagdistanz. Es folgen auf Rang drei gemeinsam Annick Gratz und Lucien W. J. van der Meulen (je 25) vor Janine Beckmann (22) sowie Caroline Fuchs und  Horst Rudolph mit je 20 Punkten.

 

Der aktuelle Zwischenstand

 

Im Vorjahr hatte sich  Daniel Paulick mit 39 Punkten den Gesamtsieg gesichert. Die Besitzertrainer-Cup-Gewinner davor waren Horst Rudolph (2017/54) und Monika Lindemann (2016/42).

 

Wie gewohnt werden im Besitzertrainer-Cup bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen an den jeweiligen Renntagen die Punkte je nach Platzierung wie folgt verteilt: 

 

1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt

 

Die gesammelten Punkte an allen sechs Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte. Platz eins ist mit 1000 € dotiert. Der Zweitplatzierte erhält 500 €, der Drittplatzierte 300 € und der Viertplatzierte 200 € als Prämie. Als Neuerung erhalten in diesem Jahr zudem die Besitzertrainer auf den Plätzen 5 bis 10 jeweils 100 €.


 
Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die zusätzliche „Gewinnmöglichkeit“ mehr Starter von Besitzertrainern zu erwarten sind. 

Impressionen von einem "ganz besonderen" Renntag in Honzrath

Fotos: Jochen Nass

Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer in Honzrath nach Belgien

Einen belgischen Erfolg gab es im vom Verein Deutscher Besitzertrainer am Sonntag, 6. Oktober, in Honzrath mit gesponserten Rennen. Für Kris Lanslots war im Ausgleich IV über 1.100 Meter der 6-jährige Wallach Strictly Carter auf der Sandbahn siegreich. Im Sattel saß Sascha Stappaerts.


Die nächsten Plätze gingen an Besitzertrainer des Vereins. Rang zwei sicherte sich Matthias Schwinn mit She'zanarab (Ronny Bonk) vor Selina Ehl mit Hurrican Harry (Selina Ehl), Stefanie Britz mit Islington (Kerstin Elsässer) und Lisa Sonntag mit Seebring (Laura Giesgen).

Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe: Waldgeist siegt vor Enable

Großer Triumph für Waldgeist: Sieg im Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe. Foto: Marc Rühl

Deutschland schrieb am Sonntag, 6. Oktober, Galopp-Geschichte in ParisLongchamp: Waldgeist, der von Chantilly-Meistertrainer Andre Fabre vorbereitete Crack triumphierte für die Gestüte Ammerland (Dietrich von Boetticher) und Newsells Park (Andreas Jacobs) im Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe (Gruppe I, 5 Mio. Euro, 2.400 m), dem bedeutendsten Rennen der Welt. Der von seinen Besitzern in der Waldlerche Partnership (benannt nach Waldgeists Mutter) auch gezogene fünfjährige Galileo-Sohn brachte mit Jockey Pierre-Charles Boudot, der schon am Vortag vier Rennen gewonnen hatte, das Kunststück fertig, den Hattrick der Super-Stute Enable zu vereiteln, die lange wie die Siegerin ausgesehen hatte und Zweite wurde vor dem französischen Derbysieger Sottsass sowie den O‘ Brien-Pferden Japan und Magical. Es war schon der Sieg für das bayerische Gestüt Ammerland im Prix de l‘ Arc de Triomphe nach Hurricane Run 2005, acht Jahre nach dem Erfolg der deutschen Ausnahmestute Danedream.


Waldgeist, im Vorjahr noch Vierter hinter Enable und nun als 14,1:1-Außenseiter am Toto unterschätzt, obwohl er den Prix Ganay und den Prix Foy auf diesem Kurs für sich entschieden hatte, hielt sich zunächst im hinteren Drittel des zwölfköpfigen Feldes auf. Enable hatte ein Traumrennen an vierter Position, während der im Longines – Großer Preis von Baden siegreiche Ghaiyyath bald die Spitze übernahm, doch wurde er in der entscheidenden Phase bald durchgereicht und war nur Zehnter, einen Platz hinter dem dreifachen deutschen Gruppesieger French King.


2.857.000 Euro Preisgeld


Auf der Zielgeraden schien lange alles nach Plan zu laufen für die auf 1,5:1 heruntergewettete Enable. Ihr Jockey Lanfranco Dettori eroberte bald die Pole-Position und machte sich auf mehrere Längen von der Konkurrenz frei. Doch dann kam der große Auftritt von Waldgeist. Mit atemberaubendem Speed stürmte die deutsche Arc-Hoffnung heran und kam tatsächlich noch klar mit eindreiviertel Längen an Enable vorbei, die im Erfolgsfalle als erstes Pferd dreimal in Serie dieses Super-Rennen auf ihr Konto gebracht hätte. 2:31,99 Minuten betrug die Siegerzeit von Waldgeist, der beim 14. Start seinen neunten Erfolg, natürlich den mit Abstand bedeutendsten seiner Laufbahn, landete. Zuvor hatte er bereits 1.492,1980 Euro eingaloppiert. Nun wanderten sagenhafte 2.857.000 Euro auf das Konto der Gestüte Ammerland (75 Prozent der Anteile) und Newsells Park (25 Prozent), womit sein „Kontostand“ bei über 4,3 Mio. Euro steht.


„Er ist regelrecht explodiert“


Die Besitzer Dietrich von Boetticher und Andreas Jacobs waren nach dem Waldgeist-Sieg natürlich ebenso hellauf begeistert wie die vielen deutschen Schlachtenbummler. Dietrich von Boetticher erklärte bei der Pressekonferenz: „Dieses Rennen versucht man immer zu gewinnen. Darauf wartet man Jahre. Wir hatten mit Hurricane Run schon einen Arc-Sieger, aber das ist schon lange her. Dann hatten wir ein sehr gutes Pferd mit Borgia, aber auch das liegt lange zurück. Es war sehr wichtig, dass wir einen Partner mit Andreas Jacobs gefunden haben und das Joint-Venture schließen konnten. Das ist die beste Sache, die man tun kann. Es war ein großes Glück. Natürlich habe ich immer Bedenken wegen des Bodens, auch heute, wo das schwere Geläuf eine Herausforderung war. Aber Waldgeist ist sehr viel stärker geworden. Ich hatte nicht erwartet, dass er so beschleunigen kann. Er ist ja regelrecht explodiert. Ein sehr gutes Pferd kann jeden Boden, und das hat er heute gezeigt. Ich habe mein ganzes Leben schon Pferde bei Andre Fabre. Ich hatte heute nicht erwartet, dass überhaupt ein Pferd Enable schlagen könnte. Waldgeist sah gut aus, Andre war sehr positiv. Wir haben ihm geglaubt und sind dafür so belohnt worden. Was die Zukunft von Waldgeist betrifft, würden wir nie eine Entscheidung treffen, die Andre Fabre nicht mitträgt, alles ist offen. Pferde sind Lebewesen und keine Maschinen. Man darf es nicht übertreiben, daher werden wir so entscheiden, wie es für Waldgeist und nicht für uns richtig ist.“


Andreas Jacobs fügte hinzu: „Waldgeist stammt aus einer deutschen Familie, der W-Familie, vielleicht die beste Familie der deutschen Geschichte. Bei Waldgeist handelt es sich um ihr erstes Produkt. Das ist wahrscheinlich das Größte, was ich in meinem Leben bisher erlebt habe.“

 

Pressemitteilung von German Racing vom 6. Oktober 2019

Lehrgangsangebote beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen

Unter https://www.german-racing.com/gr/galopprennsport/jobs-im-rennsport/lehrgaenge.php# können immer die aktuellen Lehrgangsangebote des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen eingesehen werden. Zudem gibt es Informationen zu den Basismodulen der Besitzertrainerausbildung. 

 

Die Anmeldeformulare sind dort ebenfalls hinterlegt und können ausgefüllt per E-Mail (bianca.wagner(at)t-online.de) weitergeleitet werden.

 

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Meist verschwinden Rennpferde nach ihrer Rennlaufbahn von der Bildfläche. Doch was passiert eigentlich mit den Ex-Galoppern?  Viele von ihnen werden unter fachlicher Begleitung zu Freizeit, Dressur-, Spring- oder Vielseitigkeitspferden umgeschult.

  
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Um eine Anlaufstelle für alle Interessierten für "Rentnerpferde" zu bieten, gibt es eine Themenseite unter https://www.german-racing.com/gr/galopprennsport/pferde-forum/index.php. Im "Pferde-Forum" wurde eine kostenfreie Plattform geschaffen, die das Vermitteln von Vollblütern aus den Rennställen und Zuchtbetrieben in den Reit- und Freizeitsport erleichtern soll.