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Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Erfolg für Alfred Renz am Mittwoch in Mons

Einen Sieg für die Besitzertrainer des Vereins gibt es vom Renntag am Mittwoch, 11. Dezember, im belgischen Mons zu vermelden. Gleich die Auftaktprüfung sicherte sich Alfred Renz durch Finch Hatton. Es war bereits der vierte Auslandstreffer des Trainers. Im Sattel des 8-jährigen Wallachs, der als Favorit an den Start ging, saß Stephen Hellyn.

Zwei Treffer auf nassem Neusser Sand erzielt

Kam durch Big Ian am 8. Dezember in Neuss zu ihrem 5. Saisonerfolg: Laura Giesgen. Foto: privat

Die Besitzertrainer des Vereins schafften am Sonntag, 8. Dezember, auf der Neusser Sandbahn zwei Siege.

 

Für einen erfolgreichen Auftakt sorgte gleich in der ersten Prüfung des Tages Fabienne Gratz. Für ihren ersten Jahrestreffer zeichnete Born To Be Alive verantwortlich. Der 8-jährige Wallach setzte sich knapp und zur Siegquote von 20,90:1 unter Bayarsaikhan Ganbat durch. Die Besitzertrainer-Dreierwette komplettierten Kreuz Bube (Lutz Thomas/Bauyrzhan Murzabayev) und Spot Lite (Susanne Schwinn/Vinzenz Schiergen). Diese Dreierwette zahlte 3.536,50:1!

 

Der zweite Sieg in Neuss ging auf das Konto von Laura Giesgen, die damit ihre Bilanz auf fünf Jahrestreffer bei nur 20 Starts (25 %) schraubte. Erfolgreich war der 3-jährige Wallach Big Ian, den Laura Giesgen selbst steuerte.

 

Der nächste Renntag in Deutschland findet am Sonntag, 15. Dezember, auf Sand in Dortmund statt. Weiter geht es dann am Sonntag, 22. Dezember, auf der Neusser Sandbahn. Es folgt anschließend auf Gras der Renntag am 2. Weihnachtstag, Donnerstag, 26. Dezember, in Mülheim.

 

Alle Siege von Besitzertrainern des Vereins im Dezember und November 2019 hier. Die Treffer im Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober sowie alle Erfolge im Jahr 2018 sind im Archiv (hier) nachzulesen.

 

Weitere Ergebnisse und die Renntermine 2019 sind unter www.german-racing.com zu finden. 

Endgültiges Aus für Galopprennen in Neuss!?!?

Jan Antony Vogel. Foto: privat

Quelle: GaloppOnline am 7. Dezember 2019

 

„Die Tage der Galopprennen sind gezählt“. So titelt die Neuss-Grevenbroicher Zeitung in ihrer Samstagausgabe einen Tag vor dem ersten Winterrenntag am Neusser Hessentor. Und stellt gleich zu Beginn fest: „Die Stadt stellt die organisatorischen Weichen für eine Zeit ohne Pferdesport auf der Galopprennbahn. Am Donnerstagabend billigte der Beteiligungsausschuss als Gesellschafterversammlung von Neuss-Marketing in nicht-öffentliche Sitzung, dass das städtische Tochterunternehmen einen – zeitlich unbefristeten – neuen Pachtvertrag mit dem Liegenschaftsbetrieb (LVN) schließt. Nach dem 31. Dezember 2019, so ist ausdrücklich in den Vertrags-Eckpunkten vermerkt, finden „keine Galopprennen auf der Vertragsfläche mehr statt.“ An dieser Vorgabe will keine politische Partei mehr rühren.“

 

Neuss Marketing plant nun, mit dem Neusser Reiter- und Rennverein im Januar Räume und Pachtobjekte zu übergeben. Weiter schreibt die NGZ: „Dass trotz der ausgesprochenen Kündigung Anfang November fünf Renntagtermine für die Monate Januar bis März 2020 veröffentlicht wurden, hat Politik wie Verwaltung irritiert.“

 

Offenbar ist bei allen Parteien die Bereitschaft, Galopprennen in Neuss zu retten, auf ein Minimum gesunken, auch wenn Jan Antony Vogel als Präsident des Reiter- und Rennvereins jetzt kurzfristig darauf hingewiesen hat, dass durch die Erlangung der Rennwettsteuer-Rückerstattung eine wesentliche Entscheidung für Zukunft der Rennbahn gesetzt worden sei.

 

Man vermisse, so sagt die SPD, immer noch ein Konzept, und auch die CDU ist laut NGZ nicht mehr gesprächsbereit. Da muss dann wohl in den kommenden Tagen ein Wunder her, wenn diese Rennbahn noch eine Zukunft haben soll.

 

Jan Antony Vogel, der Präsident des Neusser Reiter und Rennvereins, hofft ungeachtet des geschwundenen politischen Rückhalts in Sachen der Zukunft der Neusser Rennbahn weiter auf eine Fortsetzung des Rennbetriebs.  Die Neuss Grevenbroicher Zeitung schreibt: „Buchstäblich im letzten Moment hat der Vereinschef dem Beteiligungsausschuss der Stadt einen aktualisierten Vertragsentwurf präsentiert. Vogel zu den Gründen der Verzögerung: „Die auch für Neuss wichtigen bundespolitischen Entscheidungen zur Rückerstattung der Rennwettsteuer und auch die landespolitischen Entscheidungen für Fördermittel haben sich über Jahre hingezogen. Erst Ende November sind wichtige Entscheidungen gefallen, die auch für Neuss extrem wichtig waren.“

 

Und weiter zur Rennwettsteuer-Rückerstattung: „Welche Beträge exakt auf den Konten der bundesweit in finanziellen Problemzonen agierenden Vereine fließen, steht noch nicht fest. Neuss hofft auf 10.000 Euro pro Renntag. Geld wird es in Neuss in jedem Fall aus den Kassen der Landesregierung in Düsseldorf geben. Vogel erklärte: „Es sind 66.000 Euro pro Verein für 2020 bestätigt. Wir hoffen aber noch auf weitere Fördermittel. Sie sind bereits im Etat eingebracht, es fehlt aber noch eine abschließende, beihilfeberechtigte Bewertung.“

 

Entsprechend strebe Vogel nun eine für den Verein machbare Lösung an, hofft nach einem ersten Gespräch mit Bürgermeister Reiner Breuer auf weitere Gespräche noch am Wochenende. Vogel in der NGZ: „Die Fördermaßnahmen des Bundes und Landes werden dem Verein endlich den notwendigen Spielraum für attraktive Veranstaltungen ermöglichen.“ 

Start-Siege-Prozente: Drei Besitzertrainer im Vorderfeld

GaloppOnline hat am 6. Dezember 2019 eine interessante Statistik zum Verhältnis von Starts und Siegen in diesem Jahr in Deutschland von Trainern veröffentlicht. Unter den ersten elf der Auflistung befinden sich mit Christoph Schwab (6./23,53 %), Torsten Reineke (7./ 23,08 %) und Laura Giesgen (11./21,05 %) drei Besitzertrainer des Vereins.

 

Trainer – Starts – Siege – Prozent

Charlie Appleby - 6 - 3 - 50,00%
Henri - Alex Pantall - 23 - 10 - 43,48%
Miltcho G. Mintchev - 16 - 6 - 37,50%
Werner Haustein - 15 - 5 - 33,33%
Henk Grewe - 239 - 62 - 25,94%
Christoph Schwab - 17 - 4 - 23,53%
Torsten Reineke - 13 - 3 - 23,08%
Andreas Wöhler - 170 - 39 - 22,94%
Ertürk Kurdu - 18 - 4 - 22,22%
Frau Barbara Bieß - 14 - 3 - 21,43%
Frau Laura Giesgen - 19 - 4 - 21,05%

Bremer Rennverein in den Startlöchern

Gibt es in Bremen wieder Galopprennen? Foto: privat

In seiner Pressemitteilung vom 5. Dezember 2019 macht der Bremer Rennverein deutlich, dass er wieder Galopprennen veranstalten möchte:

 

Der Bremer Rennverein möchte auch in Zukunft Renntage auf der Galopprennbahn veranstalten. „Wir sind irritiert, dass wir trotz einer Reihe von Äußerungen in dieser Richtung allem Anschein nach noch immer nicht mit unserem Anliegen wahrgenommen werden“, so Frank Lenk vom Vorstand des Bremer Rennvereins von 1857. „Stattdessen scheint in der Öffentlichkeit der Eindruck zu bestehen, dass kein Interesse an der Fortführung des Rennbetriebs besteht. Das ist falsch. Wir haben mehrfach Gesprächsbedarf bei der Wirtschaftsförderung und bei Senatorin Maike Schaefer angemeldet, werden aber ignoriert und erhalten keinen Termin.“


Einen Fahrplan erkennt der Vorstand des Rennvereins bei der aktuellen Vorgehensweise zum Thema Galopprennbahn nicht. „Wir beobachten die Situation seit Monaten und stellen uns die Frage, ob die Stadt Bremen überhaupt noch Herr des Verfahrens ist. Wenn etwas in Sachen Rennbahn unternommen wird,  geht dies von der Bürgerinitiative aus. Das wirft kein gutes Licht auf die Politik“, so Lenk. „Mit unserer Tradition und vor allem aufgrund der Tatsache, dass wir keineswegs freiwillig von der Bahn gegangen sind, erwarten wir, dass die zuständigen Stellen das Gespräch mit uns suchen, nachdem der Volksentscheid im vergangenen Mai gewonnen wurde. Um es klar zu formulieren: Wir sehen uns als Teil eines neuen Nutzungskonzepts, das eine breite Vielfalt an Veranstaltungen umfassen soll.“

 

Der Bremer Rennverein fragt sich, wieso ein seit dem Jahr 1907 auf der Galopprennbahn ansässiger Sport sich allem Anschein nach neu bewerben muss, als wenn es die letzten Jahrzehnte gar nicht gegeben hat. Renntage müssen im Voraus geplant werden. Sie bringen der Stadt Steuereinnahmen, was überhaupt keine Rolle zu spielen scheint.

Sport-Welt-Redakteur Guido Göbel kommentiert treffend

In der Sport-Welt vom 3. Dezember ist auf Seite 6 ein sehr interessanter Kommentar von Redakteur Guido Göbel zu lesen, der sich mit den Problemen der hohen Zahl von ausgeschiedenen Pferden und der weiter reduzierten Zahl von ausgeschriebenen Rennen in der laufenden Wintersaison beschäftigt. "Guido Göbel spricht dem Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer damit voll aus dem Herzen. Gerade viele Besitzertrainer sind von dieser negativen Entwicklung betroffen. Wir können nur hoffen, dass trotzdem alle weiter bei der Stange bleiben", so Detlef Kaczmarek, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Besitzertrainer.

 

Hier der Kommentar von Guido Göbel

Winterrennen bis 8. März mit jeweils nur fünf Prüfungen ausgeschrieben

GaloppOnline vom 2. Dezember 2019:

 

Die Ausschreibungen für die Winterrennen in Neuss und Dortmund sind in der Zwischenzeit veröffentlicht. Mit einem Mini-Programm von zunächst nur fünf Rennen pro Tag! Vier Rennen je Winter-Veranstaltung werden über die PMU, die diese Rennen im Programm hat, finanziert, es kommt im Augenblick nur jeweils ein weiteres Rennen hinzu. Ob es angesichts der nach Erfahrungen der letzten Jahre ab Januar sinkenden Nennungszahlen zu Teilungen kommt, ist fraglich.

 

Der Trainer- und Jockey-Verband hat bereits interveniert. „Wir sind an Herrn Krüger von der Besitzervereinigung herangetreten“, sagte Christian von der Recke als Vertreter der Trainer und Jockeys am Montagmorgen. „Wir hoffen, dass es gelingt, dass es mehr Rennen je Tag werden.“

 

Ergänzung durch den Vorstand des Vereins Deutscher Besitzertrainer:

 

"Natürlich unterstützen wir den Trainer- und Jockeyverband bei seinem Bestreben, die Anzahl der Rennen zu erhöhen. Wir plädieren schon seit einigen Wochen im Sinne des gesamten deutschen Galopprennsports dafür, mehr Rennen auszuschreiben oder entsprechende Teilungen von Rennen vorzunehmen, damit nicht so viele Pferde ausgeschieden werden müssen", so Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer.

 

Die Renntage sind wie folgt terminiert:

 

5.1. Dortmund
12.1. Neuss
19.1. Dortmund
27.1. Neuss
2.2. Dortmund
9.2. Neuss
16.2. Neuss
23.2. Dortmund
1.3. Neuss
8.3. Dortmund 

Ab 2020 wieder Rückerstattung der Rennwettsteuer

Künftig erhalten die Rennvereine die Rennwettsteuerrückerstattung von Buchmachern mit Sitz im Ausland, die Wetten auf deutsche Pferderennen veranstalten. Der Bundesrat hat der entsprechenden Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes, die der Bundestag bereits am 7. November beschlossen hatte, auf seiner heutigen Sitzung zugestimmt. Bisher war diese Rückerstattung, die den Rennvereinen für die Erfüllung ihres staatlichen Auftrags zur Zucht und Durchführung von Leistungsprüfungen zusteht, lediglich aus dem Steueraufkommen inländischer Wettanbieter erfolgt. Durch die Einbeziehung des Steueraufkommens ausländischer Wettanbieter wird eine seit 2012 bestehende Unwucht der Verwaltungspraxis vom Gesetzgeber korrigiert. Bis zu 96% dieser Steuer gehen nun, ebenso wie die Steuern inländischer Wettanbieter, im Zuweisungsverfahren an die Rennvereine.

 

Dr. Michael Vesper, Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e. V. erklärt dazu: „Das ist ein sehr guter Tag für den Galopprennsport. Viele haben mitgeholfen, den eigentlichen Willen des Gesetzgebers nun entsprechend zu verankern. Wir danken Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat für diese dringend benötigte Unterstützung unserer Rennvereine.“

 

Die Rennvereine verwenden die Rückflüsse ausschließlich zur Deckung des für die Durchführung der Leistungsprüfungen erforderlichen Aufwands. Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich die zusätzliche Rückerstattung auf einen hohen sechsstelligen Betrag pro Jahr.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 29. November 2019

Besitzertrainer fördern auch 2020 deutschen Galopprennsport

Der Verein Deutscher Besitzertrainer wird auch 2020 den deutschen Galopprennsport wieder finanziell unterstützen. Wie im Vorjahr stehen dazu insgesamt 7.600 € nach Beschluss der Mitgliederversammlung zur Verfügung. Die Mittel kommen aus den Beiträgen der über 400 Vereinsmitglieder.


5.000 € werden direkt als Zuschüsse für Rennen verschiedener Rennvereine gezahlt. Das Geld soll überwiegend in Basisrennen fließen, aber auch die Förderung des reiterlichen Nachwuchses möchte der Verein Deutscher Besitzertrainer damit unterstützen. In der abgelaufenen Saison wurden Rennen in Zweibrücken, Verden, Rastede, Mannheim und Honzrath mit gesponsert.


Eine Bewerbung um einen Zuschuss ist nur alle zwei Jahre möglich. „Bis zum 31. Januar 2020 können Rennvereine schriftliche Anfragen an uns gerichtet. Der Vorstand entscheidet dann, wer in der Saison 2020 mit einem Zuschuss vom Verein Deutscher Besitzertrainer rechnen kann“,  so die 1. Vorsitzende Karen Kaczmarek.


Mit insgesamt 2.600 € ist bei der fünften Auflage im kommenden Jahr der Besitzertrainer-Cup dotiert. 2019 gewann Anna-Schleusner-Fruhriep diesen Wettbewerb. „Auf welchen Bahnen wir 2020 den Cup mit seinen voraussichtlich erneut sechs Wertungsrenntagen austragen, werden wir festlegen, sobald die Renntermine endgültig veröffentlicht sind“, teilt Karen Kaczmarek mit. Über ein Punktsystem werden beim Besitzertrainer-Cup die Sieger und Platzierten ermittelt. 


Die Kontaktadresse lautet: Verein Deutscher Besitzertrainer, Karen Kaczmarek, Untere Hofbreite 19, 38667 Bad Harzburg, E-Mail besitzertrainer(at)t-online.de.

Lehrgangsangebote beim Direktorium für Vollblutzucht und Rennen

Unter https://www.german-racing.com/gr/galopprennsport/jobs-im-rennsport/lehrgaenge.php# können immer die aktuellen Lehrgangsangebote des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen eingesehen werden. Zudem gibt es Informationen zu den Basismodulen der Besitzertrainerausbildung. 

 

Die Anmeldeformulare sind dort ebenfalls hinterlegt und können ausgefüllt per E-Mail (bianca.wagner(at)t-online.de) weitergeleitet werden.

 

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