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Verein Deutscher
Besitzertrainer e.V.

Sieg in Leipzig zum Hottewitzsch-Geburtstag - kein Treffer am Sonntag

Zum Geburtstag sorgte Lady O' Connor für den ersten Saisontreffer von Christine Hottewitzsch (links) am 13. Oktober in Leipzig. Foto: privat

Gelang den Besitzertrainern des Vereins am Samstag, 13. Oktober, in Leipzig noch ein erfolgreicher Start ins zweite Oktoberwochenende, mussten sie am Sonntag, 14. Oktober, sowohl in München als auch in Köln ohne vollen Erfolg die Rennbahnen verlassen.

 

In Leipzig wurden gleich vier der acht Rennen gewonnen. Zudem gab es in der sächsischen Messestadt das Finale des Besitzertrainer-Cups 2018 (s. Artikel auf dieser Seite).

 

Gleich in der ersten Prüfung des Tages bekam Christine Hottewitzsch ein besonderes Geburtstagsgeschenk. Ihre 3-jährige Stute Lady O' Connor sorgte für den ersten Saisontreffer von Christine Hottewitzsch. Im Sattel saß Tommaso Scardino. Der zweite Besitzertrainererfolg ging auf das Konto von Pavel Bradik, das nun drei Siege in diesem Jahr aufweist. Für ihn gewann der 6-jährige Wallach Van Venture, der von Michael Cadeddu geritten wurde. Bereits zum siebten Mal 2018 stand Daniel Paulick auf den Siegertreppchen. Unter Jozef Bojko machte diesen Treffer die 5-jährige Stute Ma Jument perfekt. Auf vier Saisontreffer schraubte anschließend Torsten Reineke seine Bilanz in diesem Jahr. Der 4-jährige Wallach Larion zeichnete dafür verantwortlich. Steuermann war Bauyrzhan Murzabayev. 

 

Die nächsten Renntage finden am Freitag, 19. Oktober, in Baden-Baden, am Samstag, 20. Oktober, in Dresden sowie am Sonntag, 21. Oktober, wieder in Baden-Baden statt.

 

Alle Siege von Besitzertrainern des Vereins im September und Oktober 2018 hier.

 

Weitere Ergebnisse und eine Übersicht über die Renntermine 2018 sind unter www.german-racing.com zu finden. 

Van Venture sicherte am 13. Oktober in Leipzig Pavel Bradik (rechts) den dritten Jahreserfolg. Foto: privat

Besitzertrainer-Cup 2018: Daniel Paulick heißt der Sieger

Aus den Hände von Karen Kaczmarek, Vorsitzende des Vereins Deutscher Besitzertrainer, erhielten (von links) Pavel Bradik (3.), Sieger Daniel Paulick und Christof Schleppi (2.) die Präsente für ihre Erfolge im Besitzertrainer-Cup 2018. Foto: privat

Der Besitzertrainer-Cup 2018 ist Geschichte. Am Samstag, 13. Oktober, fand in Leipzig der letzte von sechs Wertungsrenntagen statt. Nach Monika Lindemann (2016) und Horst Rudolph (2017) heißt bei der 3. Auflage dieser Serie in diesem Jahr der Sieger Daniel Paulick.

 

Bis zum dritten Rennen des Tages war der Ausgang des Wettbewerbs noch offen. Daniel Paulick hatte durch Rang drei von Pasquetta in der Auftaktprüfung, die Christine Hottewitzsch mit Lady O' Connor gewann (s. Artikel oben), und Platz fünf von Ma jolie cherie im zweiten Rennen mit 29 Punkten bereits die Führung vor Matthias Schwinn und Horst Rudolph, die beide in Leipzig nicht am Start waren, übernommen. Doch Christof Schleppi hatte noch zwei Starter in der Hinterhand, um nach seinen bisher 17 Zählern noch an Paulick vorbeiziehen zu können. Doch dann kam Schleppis Dawn Prayer nur als Zehnter und damit Letzter über die Ziellinie. Der Gesamterfolg von Daniel Paulick, der mit 1000 Euro prämiert wird, war perfekt.

 

Doch auf den Plätzen war weithin einiges möglich. Erst schaffte Pavel Bradik durch seinen Sieg (10 Punkte) von Van Venture (s. Artikel oben) mit 25 Zählern den zwischenzeitlichen Sprung auf Rang zwei, aber Christof Schleppi holte sich diese Position, die mit 500 Euro dotiert ist, im siebten Rennen zurück. Preaux wurde Zweiter und schraubte Schleppis Endstand durch acht Punkte auf 26 Zähler. Somit blieb Pavel Bradik Position drei (300 Euro) vor Matthias Schwinn (200 Euro). Im siebten Rennen des Tages setzte sich Daniel Paulick dank des Sieges von Ma Jument (s. Artikel oben) mit insgesamt 39 Punkten noch deutlich von der Konkurrenz ab.

 

Insgesamt nahmen am Besitzertrainer-Cup 2018 59 Mitglieder des Vereins Deutscher Besitzertrainer teil. Die sechs Wertungsrenntage fanden in Bremen, Haßloch, Zweibrücken, Düsseldorf, Dresden und Leipzig statt. Wie gewohnt waren pro Rennen je Platzierung der Pferde von den Besitzertrainern folgende Punkte zu erzielen: 1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt.

 

Kompletter Endstand

Spektakuläres Finale 2018 in Baden-Baden mit zwei Gruppe-Rennen

Whispering Angel ist eine der Favoritinnen am Sonntag in Baden-Baden im Preis der Winterkönigin. Foto: Marc Rühl

Ein Finale der Rennsaison 2018 der Sonderklasse bietet die Galopprennbahn Baden-Baden-Iffezheim am Sonntag, 21. Oktober, mit zwei stark besetzten Gruppe-Rennen am letzten Tag des Sales & Racing Festivals. Natürlich gelten die meisten Blicke der bedeutendsten deutschen Prüfung für zweijährige Stuten: Im Ittlingen – Preis der Winterkönigin (Gruppe III, 105.000 Euro, 1.600 m) winken dem Besitzer der Siegerin stolze 60.000 Euro. Aber mindestens genauso wichtig ist die Steigerung des Zuchtwertes und die Perspektive für die großen Klassiker der Saison 2019. Doch wer wird die neue „Königin“ und tritt die Nachfolge der vor einem Jahr hier siegreichen Rock my Love an?


Deren früherer Trainer Markus Klug, der die letzten drei Jahre stets die Siegerin stellte, hat gleich sechs (!) große Trümpfe. Da wäre zum einen die Park Wiedingerin Whispering Angel (Martin Seidl), die bei ihrem Auftakt-Erfolg in Hannover gewaltigen Eindruck machte. Die beiden Röttgenerinnen Akribie (Maxim Pecheur) und Sharoka (Rene Piechulek) lieferten sich in einem Trial in Düsseldorf eine packende Auseinandersetzung. Stall Turffighters Peace of Paris (Adrie de Vries) ist als knapp geschlagene Dritte aus dem Zukunftsrennen auf dieser Bahn noch bestens bekannt. Gold (Bertrand Flandrin) lief im Dortmunder Auktionsrennen auf Anhieb gut, Waldblümchen (Thore Hammer-Hansen), die bei der BBAG-Herbstauktion zuvor angeboten wird, gilt als chancenreiche Außenseiterin.


Doch auch im weiteren Feld der insgesamt 14 Kandidatinnen findet man interessante Hoffnungen. Wie die von Andreas Wöhler (gewann das Rennen 2009, 2011 und 2012) aufgebotene Hoppegartener Gewinnerin Ivanka (Bauyrzhan Murzabayev) für den Rennstall Gestüt Hachtsee. Sie geht mit berechtigten Ambitionen an den Start. Das gilt auch für die Höny-Hoferin Wish you Well (Michael Cadeddu), die von Jean-Pierre Carvalho nach dem überraschenden Kölner Debütsieg gesattelt wird. Und die Brümmerhoferin Best on Stage (mit Amateur-Champion Vinzenz Schiergen), die ebenfalls in Köln sehr überzeugte, könnte Peter Schiergen den dritten Erfolg nach 2005 und 2006 sichern.


Zweiter großer Fixpunkt ist die Baden-Württemberg-Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m), die Teil der französischen Rennserie Defi du Galop ist und zehn Pferde anlockt. Fußball-Manager Klaus Allofs scheint als Mitbesitzer des mehrfachen Gruppesiegers Potemkin (Bauyrzhan Murzabayev), der gerade einen Lauf dieser Serie in Straßburg gewann, hier sehr gut gerüstet. Wai Key Star (Bertrand Flandrin) gewann hier im August den Preis der Sparkassen-Finanzgruppe. Itobo (Adrie de Vries) glänzte als Dritter im Preis der Deutschen Einheit. Die Iffezheimer Fans werden der mächtig verbesserten Stute Folie de Louise (Antoine Hamelin) die Daumen drücken. Aus Frankreich reist der hochklassige Almorox (Julien Auge) an.

 

Start des Sales & Racing Festivals ist bereits am Freitag, 19. Oktober, mit acht Rennen. Die erste Prüfung beginnt an diesem Tag um 13.20 Uhr.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 18. Oktober 2018

Kann sich Potemkin am Sonntag in Baden-Baden in der Baden-Württemberg-Trophy durchsetzen? Foto: Marc Rühl

Noble Moon ist der neue Winterfavorit

Noble Moon setzte sich knapp gegen Django Freeman im Preis des Winterfavoriten durch. Foto: Marc Rühl

Episches Duell vor 14.000 Zuschauern im bedeutendsten Rennen für zweijährige Pferde in Deutschland am Sonntag, 14. Oktober, beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Köln: Im Preis des Winterfavoriten (Gruppe III, 155.000 Euro, 1.600 m) gewann der von Peter Schiergen in der Domstadt für Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren trainierte Noble Moon (46:10) nach einem grandiosen Endkampf des achtfachen Champions Andrasch Starke mit Kopf-Vorteil gegen den Favoriten Django Freeman sowie Man On The Moon auf Platz drei.


Noble Moon und Django Freeman hatten sich auf der Zielgeraden schnell von den sechs anderen Pferden abgesetzt, nachdem bis zu diesem Zeitpunkt Moonlight Man vor Rip Van Lips und den beiden späteren Protagonisten das Geschehen diktiert hatte, in einem sehr dicht formierten Feld. Starke eroberte am inneren Flügel schnell einen Vorteil auf Noble Moon, doch sah es kurz so aus, als würde Django Freeman an der Außenseite an ihm vorbeiziehen. Aber Andrasch Starke mobilisierte auf Noble Moon, der vor wenigen Wochen hier bei seinem siegreichen Debüt schon sehr imponiert hatte, immer wieder mächtige neue Reserven und bewahrte dem Sohn des 2014 im Derby erfolgreichen Sea The Moon einen minimalen Vorteil vor einem kaum schlechter gehenden Django Freeman.


Damit bleibt Noble Moon weiter ungeschlagen und könnte über Winter der Favorit für das Derby 2019 sein, in dem er möglichst seinem Vater nacheifern soll. 85.000 Euro Siegprämie gab es für Eckhard Sauren, der auch Züchter des Pferdes ist. Trainer Peter Schiergen feierte seinen vierten Winterfavorit-Triumph nach Sumitas 1998, Manduro 2004 und Silvaner 2010. Der so populäre Politiker Wolfgang Bosbach überreichte die Ehrenpreise.


Siegjockey Andrasch Starke in einem ersten Kommentar: „Ich war schon nach dem ersten Sieg hier in Köln begeistert von Noble Moon. Er hat den Sprung vom Maidenrennen in diese Klasse bestens bewältigt, wie er mir schon im Training gezeigt hatte. Ich war auf der Zielgeraden etwas früh vorne, aber er hat riesig gekämpft. Auf den letzten 300 Metern haben wir uns ein großes Duell mit Django Freeman geliefert, so etwas wollen die Zuschauer sehen. Es waren zwei Ausnahmepferde vorne. Ich freue mich auf das nächste Jahr mit Noble Moon. Vom Typ her sieht er aus wie ein 2.000 Meter-Pferd, aber von seinem Vater hat er unheimlich viel Stehvermögen mitbekommen. Da sollten auch 2.400 Meter im Derby kein Problem sein.“

 

Trainer Peter Schiergen ergänzte: „Ich denke, dass wir im nächsten Jahr noch viel Freude mit Noble Moon haben werden. Vermutlich geht er nun in die Winterpause, und wir werden dann 2019 früh anfangen. Bis 2.000 Meter sehe ich kein Problem. Die Klasse für 2.400 Meter hat er.“


Der wie Noble Moon von Sea The Moon stammende Man On The Moon lief als Dritter ein sehr gutes Rennen, er kam vom letzten Platz noch stark ins Bild, ohne die beiden vorderen Pferde gefährden zu können und war der beste der vier Kandidaten von Champion Markus Klug. Ziemlich viel Pech hatte der viertplatzierte Rip Van Lips auf der Zielgeraden, der sich trotzdem wacker hielt. Sibelius und Moonlight Man konnten sich ebensowenig steigern wie Bristano und Wilder.

 

Pressemitteilung von German Racing vom 14. Oktober 2018

Neue Lehrgangsangebote sind terminiert

"Wo es stinkt ist was faul – Gesundheit und Kostensenkung im Pferdestall" ist der Titel eines Seminars, das am Freitag, 26. Oktober, ab 16 Uhr im Direktorium für Vollblutzucht und Rennen in Köln angeboten wird.

 

Auch der nächste Lehrgang für angehende Besitzertrainer ist terminiert. Die Pflichtmodule zu den Themen Fütterung, Zuchtbuchordnung sowie Pflege und Haltung, die auch offen für andere Interessenten sind, finden vom Freitag, 30. November (ab 9.30 Uhr) bis Sonntag, 2. Dezember, in Weilerswist statt. Mehr dazu und weitere Seminarangebote unter https://www.german-racing.com/gr/galopprennsport/jobs-im-rennsport/lehrgaenge.php

Rubrik für Ex-Galopper auf German Racing

Meist verschwinden Rennpferde nach ihrer Rennlaufbahn von der Bildfläche. Doch was passiert eigentlich mit den Ex-Galoppern?  Viele von ihnen werden unter fachlicher Begleitung zu Freizeit, Dressur-, Spring- oder Vielseitigkeitspferden umgeschult.

  
Das sich die Umschulung eines Rennpferdes in ein Reitpferd bzw. der Einsatz von Vollblütern und Pferden mit hohem Vollblutanteil im Reitsport bewährt, zeigen Erfolgsbeispiele wie Itʻs me XX (Reiter: Andreas Dibowski), La Biothestique Sam FBW (Reiter: Michael Jung) und Horseware Hale-Bob OLD (Reiterin: Ingrid Klimke) in der Vielseitigkeit sowie Shutterfly (Reiterin: Meredith Michaels-Beerbaum) im Springreiten oder Ahlerich (Reiter: Dr. Reiner Klimke) im Dressursport.


Um eine Anlaufstelle für alle Interessierten für "Rentnerpferde" zu bieten, gibt es eine Themenseite unter https://www.german-racing.com/gr/galopprennsport/pferde-forum/index.php. Im "Pferde-Forum" wurde eine kostenfreie Plattform geschaffen, die das Vermitteln von Vollblütern aus den Rennställen und Zuchtbetrieben in den Reit- und Freizeitsport erleichtern soll.